[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Leuchte, bei der unterschiedliche
Dimm-Niveaus eingestellt werden können, derart, dass mit der Leuchte Lichtabstrahlungen
unterschiedlicher Helligkeit erzeugt werden können. Außerdem betrifft die Erfindung
ein System zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
[0002] Derartige Leuchten sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ein Problem bei einer
derartigen Leuchte kann in der Regel darin gesehen werden, dass sie in der Praxis
mit Bezug auf ihre Effizienz zumeist nicht optimal betrieben wird. Unter "Effizienz"
einer Leuchte sei im vorliegenden Rahmen dabei das Verhältnis der Beleuchtungsstärke
des von der Leuchte abgestrahlten Lichts zu der der Leuchte zugeführten Leistung verstanden.
[0003] Die Effizienz ist insbesondere unter anderem von der Temperatur der Leuchte abhängig,
die sich bei Betrieb in der Leuchte einstellt. Dies führt dazu, dass von der Leuchte
nicht zwangsläufig bei maximaler Leistung Licht mit der maximalen Beleuchtungsstärke
abgestrahlt wird.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein entsprechendes Verfahren anzugeben,
das eine besonders effiziente Abstrahlung der Leuchte ermöglicht. Außerdem soll ein
System zur Durchführung eines solchen Verfahrens angegeben werden.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten
Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsarten sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0006] Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Betreiben einer Leuchte vorgesehen, bei
der unterschiedliche Dimm-Niveaus eingestellt werden können, derart, dass mit der
Leuchte Lichtabstrahlungen unterschiedlicher Helligkeit erzeugt werden können. Das
Verfahren umfasst dabei folgenden Schritt: Bestimmung von Effizienzwerten der Leuchte
bei mehreren unterschiedlichen Dimm-Niveaus.
[0007] Mit "Effizienzwert" sei dabei ein Wert bezeichnet, der ein Maß für das Verhältnis
der Beleuchtungsstärke der von der Leuchte erzeugten Lichtabstrahlung zu der der Leuchte
zugeführten Leistung darstellt.
[0008] Durch die Bestimmung der Effizienzwerte bei mehreren unterschiedlichen Dimm-Niveaus
ist es leicht möglich, dasjenige der unterschiedlichen Dimm-Niveaus zu ermitteln,
bei dem die Leuchte am effizientesten Licht abgibt. Die Leuchte kann dann bei dem
so ermittelten Dimm-Niveau und somit besonders effizient betrieben werden. Die Leuchte
strahlt also bei diesem Dimm-Niveau besonders effizient Licht ab.
[0009] Vorteilhaft wird der Schritt (a) automatisiert durchgeführt. Hierdurch ist die Handhabung
besonders einfach.
[0010] Vorteilhaft wird zur Bestimmung der Effizienzwerte bei jedem der unterschiedlichen
Dimm-Niveaus jeweils ein Helligkeitswert des Lichts erfasst, das von der Leuchte abgegeben
wird. Beispielsweise kann der Helligkeitswert mit einem Fotosensor erfasst werden.
[0011] Vorteilhaft wird in einem folgenden Schritt (b) dasjenige der mehreren unterschiedlichen
Dimm-Niveaus bestimmt, bei dem der Effizienzwert am größten war. Eine besonders einfache
Handhabung ist möglich, wenn der Schritt (b) automatisiert durchgeführt wird.
[0012] Vorteilhaft wird bei Schritt (a) jeweils nach Einstellung von einem der mehreren
unterschiedlichen Dimm-Niveaus mit der Bestimmung des dazugehörigen Effizienzwertes
gewartet, bis die Temperatur im Bereich der Leuchte zumindest näherungsweise einen
Gleichgewichtszustand erreicht hat. Hierzu kann beispielsweise eine zeitabhängige
Temperaturmessung in der Leuchte durchgeführt werden. Vorteilhaft kann alternativ
vorgesehen sein, dass nach Einstellung von einem der mehreren unterschiedlichen Dimm-Niveaus
mit der Bestimmung des dazugehörigen Effizienzwertes eine vorab festgelegte Zeitspanne
gewartet wird.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein System zur Durchführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens vorgesehen, wobei das System Mittel zur Bestimmung von Effizienzwerten
der Leuchte bei mehreren unterschiedlichen Dimm-Niveaus aufweist.
[0014] Vorteilhaft umfassen dabei die Mittel einen Fotosensor, mit dem ein Helligkeitswert
des Lichts erfasst werden kann, das von der Leuchte abgegeben wird.
[0015] Weiterhin vorteilhaft weist das System ein Steuergerät zur automatisierten Durchführung
der Bestimmung der Effizienzwerte auf.
[0016] Weiterhin vorteilhaft weist das System ein Temperaturmessgerät zur Erfassung der
Temperatur im Bereich der Leuchte auf.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf
die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt die
- Fig.
- eine Skizze zu einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung
eines Verfahrens zum Betreiben einer Leuchte, bei der unterschiedliche Dimm-Niveaus
eingestellt werden können, derart, dass mit der Leuchte Lichtabstrahlungen unterschiedlicher
Helligkeit erzeugt werden können.
[0018] Das in der Figur skizzierte System 1 eignet sich zur Durchführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betreiben einer Leuchte 2, bei der unterschiedliche Dimm-Niveaus eingestellt
werden können, derart, dass mit der Leuchte 2 Lichtabstrahlungen unterschiedlicher
Helligkeit erzeugt werden können. Hierzu kann die Leuchte 2 beispielsweise mit einem
dimmbaren EVG 5 (EVG: elektronisches Vorschaltgerät) verbunden sein.
[0019] Die Leuchte 2 umfasst ein Leuchtmittel; das Leuchtmittel kann beispielsweise wenigstens
eine Leuchtstofflampe oder wenigstens eine LED (lichtemittierende Diode) umfassen.
[0020] Bei dem Verfahren werden in einem Schritt (a) Effizienzwerte der Leuchte 2 bei mehreren
unterschiedlichen Dimm-Niveaus bestimmt. Hierdurch kann sehr einfach dasjenige der
Dimm-Niveaus ermittelt werden, bei dem der Effizienzwert am größten ist. Die Leuchte
kann dann im Weiteren bei diesem Dimm-Niveau und somit besonders effizient betrieben
werden.
[0021] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei Schritt (a) bei wenigstens 10 oder
bei wenigstens 20 unterschiedlichen Dimm-Niveaus jeweils der dazugehörige Effizienzwert
erfasst wird.
[0022] Zur Bestimmung der Effizienzwerte kann vorgesehen sein, dass bei jedem der unterschiedlichen
Dimm-Niveaus jeweils ein dazugehöriger Helligkeitswert des Lichts 7 erfasst wird,
das von der Leuchte 2 abgegeben wird. Hierzu kann beispielsweise ein Fotosensor 3
dienen. Die Erfassung der Helligkeitswerte kann dabei besonders genau durchgeführt
werden, wenn die relative Positionierung zwischen der Leuchte 2 und dem Fotosensor
3 während der Durchführung des Schritts (a) unverändert gehalten wird.
[0023] Ein erfasster Helligkeitswert stellt ein Maß für die Beleuchtungsstärke des Lichts
7 dar, das von der Leuchte 2 erzeugt wird. Die Effizienzwerte können dann beispielsweise
dadurch gebildet werden, dass die erfassten Helligkeitswerte jeweils in Verhältnis
zu der - bei dem jeweils dazugehörigen Dimm-Niveau - der Leuchte 2 zugeführten Leistung
(beispielsweise in Form einer Angabe in Watt) gesetzt werden.
[0024] Eine besonders einfache Handhabung ist ermöglicht, wenn der Schritt (a) automatisiert
durchgeführt wird. Hierzu kann beispielsweise ein Steuergerät 4 dienen. Das Steuergerät
4 kann hierzu über einen Bus 6 mit dem EVG 5 verbunden sein.
[0025] Nach der Durchführung von Schritt (a) kann dann in einem weiteren, darauffolgenden
Schritt (b) bestimmt werden, bei welchem der Dimm-Niveaus der Effizienzwert am größten
war. Vorteilhaft wird auch dieser Schritt automatisiert durchgeführt.
[0026] Die Bestimmung der Effizienzwerte bei den unterschiedlichen Dimm-Niveaus sollte verhältnismäßig
langsam durchgeführt werden, da ein aussagekräftiger Effizienzwert erst erfasst werden
kann, wenn sich - zumindest näherungsweise - j eweils wieder ein neues Gleichgewicht
zwischen der Temperatur und der Lichtabstrahlung eingestellt hat. Somit ist es vorteilhaft
den Schritt (a) in einer Zeit durchzuführen, in der die Leuchte nicht zum regulären
Betrieb vorgesehen ist, also beispielsweise nachts.
[0027] Es ist also vorteilhaft, bei Schritt (a) jeweils nach Einstellung von einem der mehreren
Dimm-Niveaus mit der Bestimmung des dazugehörigen Effizienzwertes zu warten, bis die
Temperatur im Bereich der Leuchte zumindest näherungsweise einen Gleichgewichtszustand
erreicht hat. Zur Bestimmung dieser Wartezeit kann - vorzugsweise wiederum automatisiert
- eine zeitabhängige Temperaturmessung durchgeführt werden. Hierzu kann beispielsweise
innerhalb der Leuchte ein Temperaturmessgerät dienen. Dieses kann zur automatisierten
Durchführung ebenfalls mit dem Steuergerät 4 verbunden sein.
[0028] Alternativ kann vorgesehen sein, dass jeweils nach Einstellung von einem der mehreren
Dimm-Niveaus eine bestimmte, vorab festgelegte Zeitspanne, beispielsweise 15 Minuten,
gewartet wird, bevor der dazugehörige Effizienzwert bestimmt wird.
[0029] Mit der Erfindung ist ein besonders effizienter Betrieb einer Leuchte möglich. Dies
ist energetisch und somit wirtschaftlich besonders vorteilhaft.
1. Verfahren zum Betreiben einer Leuchte (2), bei der unterschiedliche Dimm-Niveaus eingestellt
werden können, derart, dass mit der Leuchte (2) Lichtabstrahlungen unterschiedlicher
Helligkeit erzeugt werden können,
gekennzeichnet durch
folgenden Schritt
(a) Bestimmung von Effizienzwerten der Leuchte (2) bei mehreren unterschiedlichen
Dimm-Niveaus.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem der Schritt (a) automatisiert durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem zur Bestimmung der Effizienzwerte bei jedem der unterschiedlichen Dimm-Niveaus
jeweils ein Helligkeitswert des Lichts (7) erfasst wird, das von der Leuchte (2) abgegeben
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
bei dem jeweils ein Helligkeitswert des Lichts (7) mit einem Fotosensor (3) erfasst
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem in einem folgenden Schritt (b) dasjenige der mehreren unterschiedlichen Dimm-Niveaus
bestimmt wird, bei dem der Effizienzwert am größten war.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
bei dem der Schritt (b) automatisiert durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem bei Schritt (a) jeweils nach Einstellung von einem der mehreren unterschiedlichen
Dimm-Niveaus mit der Bestimmung des dazugehörigen Effizienzwertes gewartet wird, bis
die Temperatur im Bereich der Leuchte (2) zumindest näherungsweise einen Gleichgewichtszustand
erreicht hat.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
bei dem zur Bestimmung der entsprechenden Wartezeit eine zeitabhängige Temperaturmessung
in der Leuchte (2) durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7,
bei dem nach Einstellung von einem der mehreren unterschiedlichen Dimm-Niveaus zu
dem darauffolgenden Dimm-Niveau mit der Bestimmung des dazugehörigen Effizienzwertes
eine vorab festgelegte Zeitspanne gewartet wird.
10. System zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, aufweisend
Mittel zur Bestimmung der Effizienzwerte der Leuchte (2) bei mehreren unterschiedlichen
Dimm-Niveaus.
11. System nach Anspruch 10,
bei dem die Mittel einen Fotosensor (3) zur Erfassung eines Helligkeitswerts des Lichts
(7) umfassen, das von der Leuchte (2) abgegeben wird.
12. System nach Anspruch 10 oder 11,
weiterhin aufweisend ein Steuergerät (4) zur automatisierten Durchführung der Bestimmung
der Effizienzwerte.
13. System nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
weiterhin aufweisend ein Temperaturessgerät zur Erfassung der Temperatur im Bereich
der Leuchte (2).