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(11) |
EP 2 232 181 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.08.2012 Patentblatt 2012/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.11.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/010123 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/077072 (25.06.2009 Gazette 2009/26) |
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| (54) |
STRAHLUNGSTROCKNER
RADIATION DRYER
SÉCHOIR PAR RAYONNEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.12.2007 DE 102007061044
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.09.2010 Patentblatt 2010/39 |
| (73) |
Patentinhaber: AdPhos Innovative Technologies GmbH |
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83052 Bruckmühl (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BÄR, Kai, K., O.
83043 Bad Aibling (DE)
- GESELL, Günther
83071 Stephanskirchen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Bolte & Partner |
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Anwaltssozietät GbR
Postfach 86 06 24 81633 München 81633 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 350 560 DE-A1- 3 744 799 DE-A1-102004 012 737 GB-A- 1 221 540 US-A- 3 826 014 US-A- 5 294 260 US-A- 5 398 425 US-A1- 2001 021 017 US-B1- 6 295 825
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EP-A- 0 416 944 DE-A1- 10 336 514 DE-C1- 10 055 877 US-A- 3 643 342 US-A- 4 015 340 US-A- 5 375 344 US-A- 6 164 369 US-A1- 2006 201 017 US-B1- 6 826 983
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Strahlungstrockner im Kammerbauweise, der typischerweise
mit sogenannten NIR-Strahlerelementen (die hauptsächlich im Bereich des nahen Infrarot
Strahlung mit hoher Leistungsdichte emittieren) und/oder Hochleistungs-UV-Strahlern
bestückt ist. Sie betrifft weiterhin eine mit mehreren Strahlungstrocknern dieser
Art aufgebaute Trocknungsanlage, wie sie insbesondere zur Trocknung von Beschichtungen
auf einem schnell hindurchlaufenden quasi-endlosen Gut eingesetzt wird.
[0002] Strahlungstrockner und Trocknungsanlagen der hier in Rede stehenden Art haben in
den letzten Jahren zunehmend Einsatz in großtechnischen Coilcoating-Anlagen zur Lackbeschichtung
und/oder Galvanisierung von wickelfähigem Blech Einsatz gefunden, werden für die Trocknung
bzw. Vernetzung von Lacken oder lackartigen Beschichtungen auf anderen Trägern, zur
Trocknung von Papier und Pappe bzw. Produkten hieraus sowie von Druckerzeugnissen,
zur Auflaminierung von Kunststofffolien auf verschiedenartige Träger und in weiteren
Applikationen eingesetzt oder sind dort jedenfalls grundsätzlich einsetzbar. Als wichtiges
Anwendungsfeld von konstruktiv sehr ähnlichen Anlagen mit NIR-Strahlerelementen haben
sich auch Streckblasanlagen zur Herstellung von geblasenen Kunststoffflaschen erwiesen,
bei denen die in Rede stehenden Geräte keine Trocknung, sondern eine Durchwärmung
der Flaschen-Preforms vor dem Blasschritt bewirken. Die nachstehenden Ausführungen
zur Erfindung gelten auch für Bestrahlungsvorrichtungen und Anlagen dieser Art.
[0003] Eine jüngere Entwicklung der Anmelderin, die in der
DE 10 2006 004 574.1 beschrieben wird, ist der sinnvollen Konstruktion eines Strahlungstrockners für den
Coilcoating-Kleinserieneinsatz gewidmet.
[0004] Die stetige Verbesserung der Konstruktion und Funktionsweise von Strahlungstrocknern
bzw. vergleichbaren Bestrahlungseinrichtungen der in Rede stehenden Art ist in den
letzten Jahren Gegenstand umfangreicher Entwicklungen gewesen, in deren Ergebnis u.a.
eine ganze Reihe von Schutzrechtsveröffentlichungen der Anmelderin entstand. Mit der
zunehmenden Großserienreife der Technik und ihrem Einsatz in Produktionsanlagen mit
höchster Produktivität treten Aspekte wie eine lange unterbrechungsfreie Einsatzdauer
und eine zeitliche und kostenseitige Minimierung von unumgänglichen Wartungsvorgängen
und den damit verbundenen Produktionsunterbrechungen ebenso in den Vordergrund wie
das Ziel, auch Strahlungstrockner für Großanlagen möglichst weitgehend vorzufertigen
und die bauseitigen Arbeiten auf ein Minimum zu beschränken.
[0005] Aus der
EP 0 416 944 A ist ein Strahlungstrockner als Bestandteil einer Trocknungsanlage zum Trocknen einer
Beschichtung auf einem schnell durchlaufenden Träger bekannt, mit einem Bestrahlungsgut-Transportkanal
zum Hindurchfördern des quasi-endlosen Trägers als Bestrahlungsgut, einem in Gebrauchslage
an einer Längsseite des Bestrahlungsgut-Transportkanals angeordneten und zu Wartungszwecken
gegenüber der Gebrauchslage verschwenkbaren ersten Strahlerblock, der eine Vielzahl
von Strahlerelementen vom NIR- oder UV-Lampen-Typ umfasst, und einem in Gebrauchslage
an einer zweiten Längsseite des Bestrahlungsgut-Transportkanals angeordneten und zur
Wartung gegenüber der Gebrauchslage verschwenkbaren zweiten Strahlerblock.
[0006] Aus der
DE 37 44 799 A1 ist eine Prozessanlage für die Wärmebehandlung von bahnförmigen Produkten bekannt,
bei der ein strahlungsdurchlässiges Schutzscheibenelement fest am Strahlerblock einer
Trockner-Komponente montiert ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe der Bereitstellung eines verbesserten Strahlungstrockners
zugrunde, der sich besonders durch verkürzte Wartungs- und Produktionsunterbrechungszeiten
im Einsatz bei einem Bestrahlungsgut auszeichnet, welches dazu neigt, die Strahler
bzw. Reflektoren zu verschmutzen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch einen Strahlungstrockner mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Zweckmäßige Fortbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0009] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass bei der Bestrahlung (speziell Trocknung)
bestimmter Bestrahlungsgüter wegen der relativ großen Verschmutzungsneigung der Strahler
und Reflektoren in relativ kurzen Intervallen eine Reinigung bzw. ein Austausch erforderlich
ist und die Strahler und Reflektoren hierzu möglichst leicht und schnell zugänglich
gemacht werden sollten.
[0010] Die Erfindung sieht daher vor, dass ein bei einem Strahlungstrockner mit einem Bestrahlungsgut-Transportkanal
an einer von dessen Längsseiten vorgesehener erster Strahlerblock zu Wartungszwecken
von der Längsseite abrückbar oder gegenüber der Gebrauchslage verschwenkbar ist, und
dass ebenso ein an der zweiten Längsseite angeordneter zweiter Strahlerblock oder
Gegenreflektorblock angebracht und bewegbar ist. Nach dem Abrücken oder - bevorzugt
- Aufklappen des jeweiligen Strahler- bzw. Reflektorblockes ist dessen Inneres frei
zugänglich, und verschmutzte Strahler- bzw. Reflektorelemente oder -abschnitte sind
sofort als solche erkennbar und können leicht und schnell gereinigt oder ausgetauscht
werden, und danach kann der jeweilige Block ebenso zügig wieder in seine Gebrauchslage
überführt werden.
[0011] In bestimmten Ausführungen der Strahlungstrockner ist zwischen dem Bestrahlungsgut
und den Strahlerelementen und mitunter auch zwischen Bestrahlungsgut und Gegenreflektoren
eine strahlungsdurchlässige Schutzscheibe vorgesehen, um aus dem Bestrahlungsgut austretendes
Material abzufangen und somit werkstückbedingte Verschmutzungen der Strahler bzw.
Reflektoren weitgehend zu verhindern. Auch in solchen Konfigurationen ist die Erfindung
aber sinnvoll einsetzbar, denn die Strahler und Reflektoren unterliegen auch umgebungsbedingten
Verschmutzungen, weil mit Blick auf die erforderliche hohe Kühlleistung einer Filterung
der Kühlluft Grenzen gesetzt sind.
[0012] In einer solchen Strahlungstrockner-Ausführung gemäß einem Aspekt der Erfindung ist
vorgesehen, dass die entsprechenden Schutzscheiben in verfahr- oder schwenkbaren Schutzscheibenelementen
gehaltert sind. Deren Verfahr- oder Schwenkbarkeit macht die jeweiligen Scheiben für
eine Reinigung oder einen Austausch leicht und schnell zugänglich. Grundsätzlich ist
eine ausfahrbare Anordnung der Schutzscheibe(n) auch unabhängig von einer Abrückbarkeit
oder Verschwenkbarkeit des zugeordneten Strahler- oder Reflektorblockes möglich und
insbesondere dann sinnvoll, wenn werkstückbedingte Verschmutzungen unter bestimmten
Einsatzbedingungen weit gravierender als umgebungsbedingte Verschmutzungen sind und
daher regelmäßige Reinigungsarbeiten praktisch nur an der Schutzscheibe oder den Schutzscheiben
ausgeführt werden müssen. Sind hingegen sowohl an den Strahler- bzw. Reflektorblöcken
als auch an den Schutzscheiben häufig Reinigungsoder Austauscharbeiten auszuführen,
ist eine Ausführung sinnvoll, bei der sowohl der erste als auch der zweite Strahlerblock
bzw. der Gegenreflektorblock und mindestens ein zugeordnetes Schutzscheibenelement
um eine an einer Längskante des Bestrahlungsgut-Transportkanals angeordnete Drehachse
verschwenkbar sind.
[0013] Grundsätzlich kann das Bewegen des Strahler- bzw. Reflektorblockes und optional der
Schutzscheibe(n), jedenfalls bei kleineren Trocknern, manuell erfolgen. Bevorzugt
sind jedoch Ausführungen, bei denen zum Abrücken oder Schwenken des Strahlerblocks
und/oder Reflektorblocks ein elektromotorischer, hydraulischer, pneumatischer oder
elektromagnetischer Antrieb vorgesehen ist. Ein solcher Antrieb erleichtert die Arbeit
des Wartungspersonals und ist, mit Blick auf die hohen Betriebstemperaturen und die
erhebliche Restwärme nach Abschalten des Trockners, auch unter Arbeitsschutzaspekten
vorteilhaft.
[0014] Während grundsätzlich nach dem Öffnen eine manuelle Reinigung bzw. Auswechslung von
Strahler- oder Reflektorelementen möglich ist, ist in einer "High-end"-Ausführung
des Strahlungstrockners jedem Strahler bzw. Reflektorblock eine Reinigungseinrichtung
mit eigenem Antrieb (etwa in Art rotierender Bürsten) vorgesehen, die die Strahlerelemente
bzw. Reflektoren mechanisch und ggf. unter gesteuertem Austrag von Reinigungsflüssigkeit
aus entsprechenden Düsen oder Dosiereinrichtungen reinigt. Erhöhte Herstellungskosten
eines derartigen Trockners werden im Dauereinsatz leicht durch eine weitere Verkürzung
der Wartungszeit infolge der Möglichkeit einer großflächigen Reinigung vieler Strahlerelemente
bzw. Reflektorabschnitte zur gleichen Zeit (und vor vollständiger Abkühlung) ausgeglichen.
[0015] Desweiteren kann sich eine High-end-Ausführung dadurch auszeichnen, dass jedem Strahlerblock
eine Lampentest- und -wechselvorrichtung zur Erfassung der Funktionsfähigkeit und
optional eines Verschmutzungsgrades und zum robotergestützten Austausch nicht funktionsfähiger
oder übermäßig verschmutzter Strahlerelemente im Ansprechen auf das Erfassungsergebnis
zugeordnet ist. Auch diese letztgenannte Ausführung kann im Einsatz erhebliche Zeit-
und Kostenvorteile erbringen, weil durch Arbeitsschutzerfordernisse bedingte Wartezeiten
vor einem Strahleraustausch bei maschineller Auswechslung der Strahler erheblich verkürzt
werden können.
[0016] Gemäß einem relativ unabhängigen Aspekt der Erfindung ist für den Strahlungstrockner
eine Einhäusung, insbesondere aus Metallprofilen, vorgesehen, welche die Außenabmessungen
eines Standardcontainers aufweist und Leistungssteuereinheiten zur Stromversorgung
der Strahler und wahlweise des oder jedes Antriebes aufnimmt. Ein derartiges Rahmen-Gehäuse
ermöglicht eine rationelle Vormontage des Strahlungstrockners im Herstellerbetrieb
und einen ebenso rationellen Transport zum Einsatzort und Aufbau an diesem, unter
weitgehendem Fortfall von aufwendigen Verpackungs- und Auspackschritten und bauseits
zu erbringenden Komplettierungs- und Montageleistungen. Hierdurch können insgesamt
die Gestehungskosten erheblich gesenkt werden.
[0017] In einer Fortbildung ist vorgesehen, dass die Einhäusung aus Metallprofilen zusätzlich
Lüfter und Luftfilterelemente zur Gebläse- oder Ansaugluftkühlung der Strahler und/oder
des Bestrahlungsgutes aufnimmt. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass die Einhäusung
Schaltschränke zur Energieversorgung der Strahler in einer derartigen Anordnung aufnimmt
und dass zur Kühlung der Strahler und/oder Gegenreflektoren angesaugte Umgebungsluft
die Schaltschränke durchströmt und hierbei die darin angeordneten elektrischen Komponenten
kühlt. Ein Container-Modul dieser Art umfasst somit in einer herstellungs- wie betriebsseitig
hocheffektiven Anordnung alle wesentlichen Komponenten einer Bestrahlungs- bzw. Trocknungsvorrichtung
und bietet Zeit- und Kostenvorteile in der Gestehung ebenso wie im laufenden Betrieb.
[0018] Eine größere Trocknungsanlage lässt sich derart aufbauen, dass sie eine Mehrzahl
von Strahlungstrocknern nach einem der vorangehenden Ansprüche mit zueinander vertikal
ausgerichteten Bestrahlungsgut-Transportkanälen aufweist. Ein besonders zweckmäßiger
modularer Aufbau ergibt sich, wenn jeder der Mehrzahl Strahlungstrockner in einer
Einhäusung untergebracht ist und die Außenabmessungen der Einhäusungen identisch sind.
[0019] Weitere Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
skizzenhaften Beschreibung von Ausführungsbeispielen und -aspekten anhand der Figuren.
Von diesen zeigen:
Fig. 1 eine skizzenartige Darstellung eines Strahlungstrockners gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine skizzenartige Darstellung eines Strahlungstrockners gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung und
Fig. 3 eine skizzenartige Darstellung eines Strahlungstrockners gemäß einer dritten
Ausführungsform der Erfindung.
[0020] Fig. 1 zeigt schematisch einen Strahlungstrockner 1, dessen Mitteilteil durch einen
Bestrahlungsgut-Transportkanal 3 gebildet ist, der in Gebrauchslage des Trockners
1 in vertikaler Richtung von einem beschichteten Blech 5 durchlaufen wird. An beiden
Längsseiten des Bestrahlungsgut-Transportkanals 3 sind eine erstes bzw. zweites Schutzscheibenelement
7.1 bzw. 7.2 und ein erster bzw. zweiter Strahlerblock 9.1 bzw. 9.2 mit einer Vielzahl
von NIR-Strahlern 11 an einer Drehachse 13 schwenkbar angelenkt. Die Schwenkbewegung
der Schutzscheibenelemente und Strahlerblöcke kann von Hand bewirkt werden, es kann
aber auch ein Elektro- oder Hydraulikantrieb im Bereich der Drehachse 13 vorgesehen
sein, dessen Antriebskraft durch an sich bekannte Mittel auf das jeweilige Schutzscheibenelement
bzw. den Strahlerblock übertragen wird, um diese zu verschwenken.
[0021] Fig. 2 zeigt als weitere Ausführung der Erfindung einen ähnlich aufgebauten Strahlungstrockner
1', bei dem ebenfalls auf beiden Längsseiten des Bestrahlungsgut-Transportkanals 3
je ein Schutzscheibenelement 7.1' bzw. 7.2' und ein Strahlerblock 9.1' bzw. 9.2' angeordnet
sind. Bei dieser Ausführung sind die Schutzscheibenelemente und Strahlerblöcke jedoch
nicht gegenüber dem Bestrahlungsgut-Transportkanal verschwenkbar, um den Trockner
zu öffnen, sondern auf einer Schienenführung 14a, 14b parallel zu den Transportkanal-Längsseiten
verschiebbar, wie durch die Pfeile in der Figur angedeutet. Auch hier kann eine (nicht
dargestellte) motorische, hydraulische oder andere bekannte Antriebseinrichtung vorgesehen
sein, die etwa über einen Zahnriemen oder eine Kette das Abrücken der Schutzscheibenelemente
und Strahlerblöcke vom Transportkanal bewirkt.
[0022] Mit einer in der Figur nicht dargestellten Krantraverse kann über dem Strahlungstrockner
1' mit relativ geringem konstruktiven Aufwand eine Reinigungseinrichtung gehaltert
sein, die etwa (in von Autowaschanlagen bekannter Art) Sprühdüsen und verfahrbare
Bürstenwalzen zur Reinigung der Schutzscheiben und Strahlerblock-Vorderseiten umfasst.
In ähnlicher Weise kann auch eine Hochdruckdampf-Reinigungseinheit o.ä. zur automatisierten
Reinigung der von Verschmutzungen betroffenen Oberflächen dem Strahlungstrockner zugeordnet
sein.
[0023] Fig. 3 illustriert schematisch eine vorgefertigte Montagekonfiguration 15 eines Trockners
1 der in Fig. 1 gezeigten Art, eingefügt in einen Stahlprofilrahmen 17. Dieser Profilrahmen
bildet eine Einhäusung des Strahlungstrockners 1, in der dieser transportiert und
am Einsatzort aufgestellt werden kann. Innerhalb des Rahmens 17 sind neben dem eigentlichen
Trockner Gebläseeinheiten 19 mit eingangsseitig zugeordneten Luftfiltereinheiten 21
sowie - in Strömungsrichtung abwärts der großflächigen Luftfiltereinheiten positioniert
- Schaltschränken 23 für die Leistungssteuerung der Strahlerelemente des Strahlungstrockners
1 untergebracht. Während die Luftfiltereinheiten 21 an der Oberseite der Schaltschränke
23 angeordnet sind, befinden sich an deren Unterseite Luftausströmöffnungen, die von
einem Ansaugtrichter 25 eines Ansaugschlauches 27 der Gebläseeinheit 19 überdeckt
sind. Die Art der Anordnung gewährleistet, dass die Schaltschränke von gefilterter
Ansaugluft der Gebläse durchströmt und ihre elektrischen und elektronischen Komponenten
aktiv gekühlt werden, bevor diese (leicht erwärmte) Kühlluft in den Strahlungstrockner
gelangt und dort die Strahlerelemente und Reflektoren kühlt, wie die Pfeile in der
Figur verdeutlichen.
[0024] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Beispiele und hervorgehobenen
Aspekte beschränkt, sondern ebenso in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die
im Rahmen fachgemäßen Handelns liegen.
1. Strahtungstrockner (1) in Kammerbauweise, als Bestandteil einer
Trocknungsanlage zum Trocknen einer Beschichtung auf einem schnell durchlaufenden
quasi-endlosen Träger (5), mit
einem Bestrahlungsgut-Transportkanal (3) zum Hindurchfördern des quasiendlosen Trägers
als eines Bestrahlungsgut,
einem in Gebrauchslage an einer Längsseite des Bestrahlungsgut-Transportkanals (3)
angeordneten und zu Wartungszwecken von der Längsseite abrückbaren oder gegenüber
der Gebrauchslage verschwenkbaren ersten
Strahlerblock (9.1,9.2,9.1',9.2'), der eine Vielzahl von Strahlerelementen (11) vom
NIR- oder UV-Lampen-Typ umfasst, und
einem in Gebrauchslage an einer zweiten Längsseite des Bestrahlungsgut-Transportkanals
(3) angeordneten und zur Wartung von dieser abrückbaren oder gegenüber der Gebrauchslage
verschwenkbaren zweiten Strahlerblock (9.1,9.2,9.1',9.2') oder Gegenreflektorblock,
dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten und/oder zweiten Längsseite des Bestrahlungsgut-Transportkanals (3)
ein unabhängig vom dort angeordneten Strahlerblock (9.1,9.2,9.1',9.2') bzw. Gegenreflektorblock
verfahr- oder schwenkbares strahlungsdurchlässiges Schutzscheibenelemen (7.1,7.1',7.2,7.2')
zur Abtrennung des Bestrahlungsgut-Transportkanals (3) gegenüber dem Strahlerblock
(9.1,9.2,9.1',9.2') bzw. Gegenreflektorblock vorgesehen ist.
2. Strahlungstrockner (1) nach Anspruch 1, wobei sowohl der erste als auch der zweite
Strahlerblock (9.1, 9.2 9.1',9.2') bzw. der Gegenreflektorblock und mindestens ein
zugeordnetes Schutzscheibenelement (7.1,7.2) um eine an einer Längskante des Bestrahlungsgut-Transportkanals
angeordnete Drehachse (13) verschwenkbar sind.
3. Strahlungstrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei an beiden Längsseiten
des Bestrahlungsgut-Transportkanals jeweils ein kombinierter Strahler-/Reflektorblock
(9.1, 9.2, 9.1', 9.2') angeordnet ist, der sowohl Strahler- als auch Reflektorabschnitte
umfasst.
4. Strahlungstrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zum Abrücken
oder Schwenken des Strahlerblocks (9.1,9.2,9.1',9.2') und/oder Reflektorblocks ein
elektromotorischer, pneumatischer, hydraulischer oder elektromagnetischer Antrieb
vorgesehen ist.
5. Strahlungstrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einer Einhäusung
(17), insbesondere aus Metallprofilen, welche die Außenabmessungen eines Standardcontainers
aufweist und Leistungssteuereinheiten zur Stromversorgung und Ansteuerung der Strahler
(11) und wahlweise des oder jedes Antriebes aufnimmt.
6. Strahlungstrockner (1) nach Anspruch 5, wobei die Einhäusung (17) aus Metallprofilen
zusätzlich Lüfter (19) und Luftfilterelemente (21) zur Gebläseoder Ansaugluftkühlung
der Strahler (11) und/oder des Bestrahlungsgutes (5) aufnimmt.
7. Strahlungstrockner (1) nach Anspruch 6, wobei die Einhäusung (17) Schaltschränke (23)
zur Energieversorgung der Strahler (11) in einer derartigen Anordnung aufnimmt, dass
zur Kühlung der Strahler (11) und/oder Gegenreflektoren angesaugte Umgebungsluft die
Schaltschränke (23) durchströmt und hierbei die darin angeordneten elektrischen Komponenten
kühlt.
8. Strahlungstrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jedem Strahler-
und optional Gegenreflektorblock (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') und optional dem oder jedem
Schutzscheibenelement (7.1, 7.2, 7.1', 7.2') eine angetriebene Reinigungsvorrichtung
zugeordnet ist.
9. Strahlungstrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jedem Strahlerblock
(9.1, 9.2, 9.1', 9.2') eine Lampentest- und -wechselvorrichtung zur Erfassung der
Funktionsfähigkeit und optional eines Verschmutzungsgrades und zum robotergestützten
Austausch nicht funktionsfähiger oder übermäßig verschmutzter Strahlerelemente im
Ansprechen auf das Erfassungsergebnis zugeordnet ist.
10. Trocknungsanlage, welche eine Mehrzahl von Strahlungstrocknern (1) nach einem der
vorangehenden Ansprüche mit zueinander vertikal ausgerichteten Bestrahlungsgut-Transportkanälen
(3) aufweist.
11. Trocknungsanlage nach Anspruch 10, wobei jeder der Mehrzahl Strahlungstrockner (1)
in einer Einhäusung (17) untergebracht ist und die Außenabmessungen der Einhäusungen
identisch sind.
1. A radiation dryer (1) in chamber design as a part of a drying system for drying a
coating on a fast moving quasi endless carrier (5), comprising
a transport channel (3) for a material to be irradiated to convey the quasi endless
carrier as a radiation product,
a first radiator block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') which in the usage position is disposed
on a longitudinal side of the transport channel (3) for a material to be irradiated
and for maintenance purposes can be moved away from the longitudinal side or pivoted
with respect to the usage position, which radiator block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') comprises
a plurality of radiator elements (11) of the NIR or UV type, and
a second radiator block or counter reflector block which in the usage position is
disposed on a second longitudinal side of the transport channel (3) for a material
to be irradiated and for maintenance purposes can be moved away from same or pivoted
with respect to the usage position,
characterized in that
on the first and/or second longitudinal side of the transport channel (3) for a material
to be irradiated, a displaceable or pivotable translucent protection glass element
(7.1, 7.1', 7.2, 7.2') is provided to be independent from the radiator block (9.1,
9.2, 9.1', 9.2') respectively counter reflector block disposed there, for separating
the transport channel (3) for a material to be irradiated with respect to the radiator
block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') respectively counter reflector block.
2. The radiation dryer (1) according to claim 1, wherein both the first and the second
radiator block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') respectively the counter reflector block and
at least one associated protection glass element (7.1, 7.2) are pivotable about an
axis of rotation (13) disposed on a longitudinal edge of the radiation product transport
channel.
3. The radiation dryer (1) according to any one of the preceding claims, wherein a combined
radiator/reflector block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') is in each case provided on both longitudinal
sides of the radiation product transport channel.
4. The radiation dryer (1) according to any one of the preceding claims, wherein an electromotive,
pneumatic, hydraulic or electromagnetic drive is provided for moving away or pivoting
the radiator block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') and/or reflector block.
5. The radiation dryer (1) according to any one of the preceding claims, including a
housing (17), in particular of metal profiles, which has the outer dimensions of a
standard container and accommodates power control units for the power supply and control
of the radiator elements (11) and optionally the or each drive.
6. The radiation dryer (1) according to claim 5, wherein the housing (17) of metal profiles
further accommodates ventilators (19) and air filter elements (21) for the fan or
suction air cooling of the radiator elements (11) and/or the radiation product (5).
7. The radiation dryer (1) according to claim 6, wherein the housing (17) accommodates
switch cabinets (23) for the energy supply of the radiator elements (11) in such an
arrangement that ambient air sucked in for cooling the radiator elements (11) and/or
counter reflectors flows through the switch cabinets (23) and thereby cools the electrical
components disposed in same.
8. The radiation dryer (1) according to any one of the preceding claims, wherein a driven
cleaning means is associated to each radiator block and optionally to the counter
reflector block (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') and optionally to the or each protection glass
element (7.1, 7.1', 7.2, 7.2').
9. The radiation dryer (1) according to any one of the preceding claims, wherein a lamp
test and exchange device for detecting the functionality and optionally a pollution
level and for the robot-supported exchange of inoperable or excessively polluted radiator
elements in response to the detection result is associated to each radiator block
(9.1, 9.2, 9.1', 9.2').
10. A drying system comprising a plurality of radiation dryers (1) according to any one
of the preceding claims having radiation product transport channels (3) of mutually
vertical orientation.
11. The drying system according to claim 10, wherein the plurality of radiation dryers
(1) is accommodated in a housing (17), and the outer dimensions of the housings being
identical.
1. Séchoir par rayonnement (1) selon une construction en chambre, faisant partie intégrante
d'une installation de séchage destinée au séchage d'un revêtement sur un support (5)
quasi sans fin à passage rapide, comprenant un canal de transport de matière à irradier
(3) destiné à convoyer le support quasi sans fin comme matière à irradier,
un premier bloc d'émetteurs de rayonnement (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') disposé sur un côté
longitudinal du canal de transport de matière à irradier (3) en position d'utilisation
et pouvant être écarté par rapport au côté longitudinal ou pivoté par rapport à la
position d'utilisation à des fins d'entretien, et qui comprend une pluralité d'éléments
émetteurs de rayonnement (11) de type de lampe à proche infrarouge ou UV, et
un deuxième bloc d'émetteurs de rayonnement (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') ou bloc de contre-réflecteurs
disposé sur un deuxième côté longitudinal du canal de transport de matière à irradier
(3) en position d'utilisation et pouvant être écarté de celui-ci ou pivoté par rapport
à la position d'utilisation pour l'entretien,
caractérisé en ce que, sur le premier et/ou le deuxième côté longitudinal du canal de transport de matière
à irradier (3), un élément de vitre de protection (7.1, 7.1', 7.2, 7.2') perméable
au rayonnement, translatable ou pivotable indépendamment du bloc d'émetteurs de rayonnement
(9.1, 9.2, 9.1', 9.2') ou bloc de contre-réflecteurs qui y est disposé, est prévu
pour séparer le canal de transport de matière à irradier (3) par rapport au bloc d'émetteurs
de rayonnement (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') ou bloc de contre-réflecteurs.
2. Séchoir par rayonnement (1) selon la revendication 1, où aussi bien le premier que
le deuxième bloc d'émetteurs de rayonnement (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') ou le bloc de contre-réflecteurs
et au moins un élément de vitre de protection (7.1, 7.2) assigné sont pivotables autour
d'un axe de rotation (13) disposé sur un bord longitudinal du canal de transport de
matière à irradier (3).
3. Séchoir par rayonnement (1) selon l'une des revendications précédentes, où, sur les
deux côtés longitudinaux du canal de transport de matière à irradier (3), respectivement
un bloc combiné d'émetteurs de rayonnement / de réflecteurs (9.1, 9.2, 9.1', 9.2')
est disposé, qui comprend aussi bien des parties d'émetteurs de rayonnement que des
parties de réflecteurs.
4. Séchoir par rayonnement (1) selon l'une des revendications précédentes, où, pour écarter
ou pivoter le bloc d'émetteurs de rayonnement (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') et/ou le bloc
de réflecteurs, un entraînement électromoteur, pneumatique, hydraulique ou électromagnétique
est prévu.
5. Séchoir par rayonnement (1) selon l'une des revendications précédentes, comprenant
une enceinte (17), en particulier en profilés métalliques, qui présente les dimensions
extérieures d'un conteneur standard et abrite des unités de commande de puissance
pour l'alimentation électrique et le pilotage des émetteurs de rayonnement (11) et
au choix du ou de chaque entraînement.
6. Séchoir par rayonnement (1) selon la revendication 5, où l'enceinte (17) en profilés
métalliques abrite en outre des ventilateurs (19) et des éléments de filtre à air
(21) pour le refroidissement par soufflante ou par air aspiré des émetteurs de rayonnement
(11) et/ou de la matière à irradier (5).
7. Séchoir par rayonnement (1) selon la revendication 6, où l'enceinte (17) abrite des
armoires de distribution (23) pour l'alimentation en énergie des émetteurs de rayonnement
(11) dans une disposition telle que de l'air ambiant aspiré pour le refroidissement
des émetteurs de rayonnement (11) et/ou contre-réflecteurs traverse les armoires de
distribution (23) et refroidit à cette occasion les composants électriques qui y sont
disposés.
8. Séchoir par rayonnement (1) selon l'une des revendications précédentes, où un dispositif
de nettoyage entraîné est assigné à chaque bloc d'émetteurs de rayonnement et facultativement
de contre-réflecteurs (9.1, 9.2, 9.1', 9.2') et facultativement au ou à chaque élément
de vitre de protection (7.1, 7.2, 7.1', 7.2').
9. Séchoir par rayonnement (1) selon l'une des revendications précédentes, où un dispositif
de test et de changement de lampes destiné à saisir la fonctionnalité et facultativement
un degré d'encrassement et à remplacer de façon assistée par robot des éléments d'émetteurs
de rayonnement non fonctionnels ou excessivement encrassés en réaction au résultat
de saisie, est assigné à chaque bloc d'émetteurs de rayonnement (9.1, 9.2, 9.1', 9.2').
10. Installation de séchage, laquelle présente une pluralité de séchoirs par rayonnement
(1) selon l'une des revendications précédentes comprenant des canaux de transport
de matière à irradier (3) orientés verticalement les uns par rapport aux autres.
11. Installation de séchage selon la revendication 10, où chacun de la pluralité de séchoirs
par rayonnement (1) est logé dans une enceinte (17) et les dimensions extérieures
des enceintes sont identiques.


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