[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper für Kraftfahrzeuge, werden primärseitig
von einem flüssigen Medium, insbesondere Kühlmittel durchströmt und sekundärseitig
von Umgebungsluft beaufschlagt, die der Fahrzeugkabine zugeführt wird. Bekannte Heizkörper
weisen einen aus Rohren und Rippen bestehenden Block auf, in welchen die zu erwärmende
Luft eintritt und auf dessen Rückseite wieder austritt. Ein Problem bei der Erwärmung
der Luft im Heizkörperblock besteht darin, dass die Luftaustrittstemperaturen auf
der Luftaustrittsfläche nicht überall gleich sind, sodass in der erwärmten Luft Strähnen
unterschiedlicher Lufttemperatur auftreten. Dies ist für eine gezielte Erwärmung des
Innenraumes nachteilig.
[0003] Für die Durchströmung eines Heizkörpers, der meistens mehrreihig oder mehrflutig
ausgebildet ist, sind verschiedene Strömungsmuster bekannt, wobei die einfachste Form
eine Paralleldurchströmung ist, bei welcher alle Rohre in derselben Richtung durchströmt
werden. Bekannt ist ferner eine U-förmige Durchströmung des Heizkörpers, wobei in
einem Kühlmittelkasten eine Trennwand (Quertrennwand) angeordnet ist. Da diese Umlenkung
des Kühlmittels quer zur Luftströmungsrichtung erfolgt, spricht man von einer Umlenkung
"in der Breite". Bezogen auf beide Medienströme, Kühlmittel und Luft, spricht man
hier von einem Kreuzstrom. Auf dem Wege vom Kühlmitteleintritt zum Kühlmittelaustritt
kühlt sich das Kühlmittel ab, sodass die Luft auf der eintrittsseitigen Heizkörperhälfte
stärker als auf der austrittsseitigen Hälfte erwärmt wird, was zu der erwähnten Strähnigkeit
führt. Bekannt ist auch, das Kühlmittel in Relation zum Luftstrom im Gleich- oder
Gegenstrom zu führen, d. h. das Kühlmittel wird in einem mehrreihigen Heizkörper von
einer Reihe in die benachbarte Reihe umgelenkt. Hierzu ist eine Längstrennwand erforderlich,
welche benachbarte Reihen auf einer Seite trennt. Man spricht hier von Umlenkung "in
der Tiefe". Je nachdem, ob die Umlenkung in oder entgegen der Luftströmungsrichtung
erfolgt, spricht man von Gleichstrom oder Gegenstrom. Bekannt ist, dass sich mit dem
Gegenstrom bessere Wirkungsgrade erzielen lassen. Nachteilig ist, insbesondere bei
breiteren Heizkörpern, dass das Kühlmittel auf der Eintrittsseite über die volle Breite
verteilt werden muss - dies kann dazu führen, dass die äußeren Rohre bei mittigem
Kühlmitteleintritt langsamer durchströmt werden, was die Luftaustrittstemperatur ebenfalls
ungünstig beeinflusst.
[0004] Durch die
DE 10 2005 048 227 A1 der Anmelderin wurde ein Heizkörper mit Flachrohren bekannt, bei welchem das Kühlmittel
im Kreuzgegenstrom zum Luftstrom geführt ist, d. h. es findet eine Umlenkung in der
Tiefe in Richtung auf die Lufteintrittsseite statt. Bei einer weiteren Variante, die
nicht dargestellt und nicht näher beschrieben ist, ist zusätzlich eine Umlenkung in
der Breite vorgesehen.
[0005] In der
DE 102 47 609 A1 ist ein Heizkörper beschrieben, bei welchem das Kühlmittel ausschließlich in der
Breite, und zwar in mehreren Stufen umgelenkt wird, wobei mehrere Kühlmittelströme
parallel geschaltet sind. Ziel dieser Anordnung ist, durch Verwirbelung des Kühlmittels
an den Umlenkstellen der Wasserkästen relativ große Druckverluste zu erreichen.
[0006] Durch die
DE 44 31 107 C1 wurde ein Heizkörper für Kraftfahrzeuge bekannt, welcher nach dem Gegenstromprinzip
arbeitet. Dabei wird das Kühlmittel in einer oder mehreren Stufen von der Luftaustrittsseite
in Richtung Lufteintrittsseite umgelenkt. Hiermit kann eine höhere Wärmeübertragungsleistung
erzielt werden.
[0007] Durch die
DE 603 06 291 T2 (entsprechend
EP 1 410 929 B1) wurde ein Heizkörper für Kraftfahrzeuge mit einer getrennten Regelung für die rechte
und die linke Seite der Kabine (Fahrerseite und Beifahrerseite) bekannt. Hierbei wird
das Kühlmittel über zwei Vorläufe zugeführt, in der Breite bis zur Mitte umgelenkt
und dort durch einen gemeinsamen Rücklauf abgeführt. In einer speziellen Ausführung
(Fig. 8) ist zusätzlich zur Umlenkung in der Breite eine Umlenkung in der Tiefe, und
zwar entgegen der Luftströmungsrichtung vorgesehen. Bei der so genannten Links/Rechts-Regelung
wird der aus dem Heizkörper austretende Luftstrom über eine Trennwand in zwei Teilströme
aufgespalten, welche der linken bzw. rechten Kabinenseite zugeführt werden.
[0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einem Wärmeübertrager der eingangs
genannten Art ein möglichst homogenes Luftaustrittstemperaturprofil zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Erfindungsgemäß wird dies mit den Merkmalen von Anspruch 1 erreicht.
[0012] Es ist vorgesehen, dass bei einem Kreuzgegenstrom-Wärmeübertrager das flüssige Medium
(Kühlmittel) in einen ersten Bereich, den Eintrittsbereich, eintritt und innerhalb
dieser luftaustrittsseitigen Reihe in einen zweiten Bereich umgelenkt wird, wobei
sowohl der erste als auch der zweite Bereich Teilbereiche aufweisen können. Mit anderen
Worten: das in der ersten Reihe von Strömungskanälen eintretende Kühlmittel wird mindestens
einmal in der Breite umgelenkt. Anschließend wird das Kühlmittel aus der ersten in
die zweite, d. h. die lufteintrittsseitige Reihe umgelenkt, wobei sämtliche Strömungskanäle
der zweiten Reihe in derselben Richtung durchströmt werden. Mit der erfindungsgemäßen
Kühlmittelführung durch Umlenkungen in der Breite und in der Tiefe wird der Vorteil
erreicht, dass sich an der Luftaustrittsseite des Wärmeübertragers ein weitgehend
homogenes Temperaturprofil einstellt.
[0013] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung wird das Kühlmittel auch in der zweiten, d.
h. der luvseitigen Reihe mindestens einmal umgelenkt. Insgesamt wird der Kühlmittelstrom
somit zweimal in der Breite und einmal in der Tiefe umgelenkt. Durch die gegenläufige
Kühlmittelströmung in beiden Rohrreihen kann das Luftaustrittstemperaturprofil noch
stärker homogenisiert werden.
[0014] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung, ist der Eintrittsbereich in der ersten Reihe
mittig angeordnet, während der zweite Bereich zwei Teilbereiche umfasst, die symmetrisch
neben dem ersten Bereich angeordnet sind. Der eintretende Kühlmittelstrom wird somit
nach dem ersten Durchgang geteilt und in entgegengesetzte Richtungen in der Breite
des Wärmeübertragers umgelenkt. Anschließend werden die aus den beiden Teilbereichen
austretenden Kühlmittelströme in der Tiefe umgelenkt und auf die zweite Reihe derart
verteilt, dass sämtliche Strömungskanäle in derselben Richtung durchströmt werden.
Hiermit wird ein symmetrisches Luftaustrittstemperaturprofil erreicht, d. h. etwaige
Abweichungen von einer homogenen Temperaturverteilung treten symmetrisch auf. Alternativ
kann in der zweiten Reihe auch in der Breite umgelenkt werden.
[0015] Bevorzugt sind die Strömungsquerschnitte des ersten und des zweiten Bereiches gleich,
d. h. es ergeben sich nach der bekannten Kontinuitätsgleichung gleiche Strömungsgeschwindigkeiten
in den Strömungskanälen des ersten und zweiten Bereiches, d. h. über die gesamte Breite
gesehen. Besonders bevorzugt ist der Strömungsquerschnitt des zweiten Bereiches jedoch
größer als der des ersten Bereiches - mit der Folge, dass sich in den Strömungskanälen
des zweiten Bereiches eine Verzögerung der Strömung ergibt. Dies kompensiert die Abkühlung
des flüssigen Mediums, sodass man als Vorteil eine homogene Luftaustrittstemperaturverteilung
erhält.
[0016] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Strömungsquerschnitt der
zweiten Reihe an den Strömungsquerschnitt des zweiten Bereiches der ersten Reihe angepasst,
und zwar in der Weise, dass der gesamte Strömungsquerschnitt der zweiten Reihe entweder
gleich oder größer als der gesamte Strömungsquerschnitt des zweiten Bereiches ist.
Bevorzugt erfolgt wegen der weiteren Abkühlung des flüssigen Mediums eine Erweiterung
des Strömungsquerschnittes. Damit kann entweder die gleiche Strömungsgeschwindigkeit
in der zweiten Reihe wie im zweiten Bereich erzielt werden oder auch eine Verzögerung
der Strömung - mit der Folge, dass mehr Wärme an die Luft abgegeben werden kann und
ein geringerer Druckabfall auftritt. Auch bei einer Umlenkung in der Breite in der
zweiten Reihe kann eine Erweiterung des Strömungsquerschnittes mit der Folge einer
reduzierten Strömungsgeschwindigkeit erfolgen.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Anwendung ist der Wärmeübertrager als Heizkörper einer Heizungsanlage
für Kraftfahrzeuge ausgebildet, d. h. die Strömungskanäle sind als Rohre, vorzugsweise
als Flachrohre oder Mehrkammerrohre ausgebildet, die vom Kühlmittel durchströmt werden
und zwischen denen als Sekundärflächen vorzugsweise Wellrippen angeordnet sind.
[0018] Bevorzugt weisen die Flachrohrquerschnitte der zweiten Reihe - je nach Strömungsmuster
- die gleiche, eine größere oder geringere Tiefe als die Flachrohre der ersten Reihe
auf. Damit ergibt sich nach der Umlenkung in der Tiefe eine Vergrößerung des Strömungsquerschnittes
mit der Folge, dass die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels in der zweiten Reihe
reduziert wird. Damit werden eine stärkere Abkühlung des Kühlmittels und damit eine
höhere Wärmeübertragungsleistung erreicht.
[0019] Der erfindungsgemäße Heizkörper weist bevorzugt Sammelkästen oder Behälter, d. h
einen Eintrittskasten, über welchen das Kühlmittel eintritt, einen Austrittskasten,
über welchen das Kühlmittel austritt, oder einen Kühlmitteleintritts- und -austrittskasten
oder einen Umlenkkasten auf.
[0020] Um die oben beschriebenen Strömungsmuster an einem Heizkörper zu realisieren, sind
in den Sammelkästen Trennwände in Form von Längs- und/oder Quertrennwänden angeordnet,
welche die Sammelkästen in einzelne Kammern unterteilen. Bevorzugt ist der Eintrittsbereich
für die Strömungskanäle bzw. Flachrohre des ersten Bereiches durch eine Längstrennwand
und mindestens eine Quertrennwand innerhalb des Eintrittskastens abgeteilt. Der Austrittskasten
dagegen weist eine Längstrennwand auf, sodass die erste und die zweite Reihe voneinander
abgeteilt sind und in der ersten Reihe eine Umlenkung in der Breite erfolgen kann.
Ferner können - bei "doppelter" Umlenkung in der Breite - Quer- und Längstrennwände
H-förmig angeordnet sein.
Ausführungsbeispiele und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- die Durchströmung eines Wärmeübertragerblockes mit mittigem Eintrittsbereich als erstes
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- das Strömungsmodell gemäß Fig. 1 in einer schematischen Ansicht von oben,
- Fig. 2a
- Ausführungsbeispiele für Formen von Flachrohren,
- Fig. 3
- ein zweites, nicht beanspruchtes Beispiel mit außermittigem Einrittsbereich,
- Fig. 4
- ein drittes, nicht beanspruchtes Beispiel mit zwei Eintrittsbereichen,
- Fig. 5a, 5b
- einen Heizkörper mit Strömungspfeilen, geschlossen und in Explosivdarstellung,
- Fig. 6a, 6b
- die Heizkörper mit Strömungspfeilen in Explosivdarstellung mit Blick auf die Luftaustritts-
und die Lufteintrittsseite,
- Fig. 7a, 7b, 7c
- Ansichten von oben und unten auf den Heizkörperblock sowie eine vergrößerte Darstellung
der Heizkörperrohre,
- Fig. 8
- als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Heizkörper mit "doppelter" Umlenkung
in der Breite, d. h. in der ersten und zweiten Reihe,
- Fig. 9a
- den Heizkörper gemäß Fig. 8 in Explosivdarstellung,
- Fig. 9b
- den Heizkörper im Schnitt,
- Fig. 10a, 10b, 10c
- Ansichten von oben und unten auf die Rohrenden des Heizkörperblockes,
- Fig. 11
- als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Heizkörper mit seitlichem Kühlmittelanschluss
und
- Fig. 12
- als weiteres, nicht beanspruchtes Beispiel einen Heizkörper mit äußeren Einströmbereichen.
[0021] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
nämlich ein Strömungsmodell für einen zweireihigen Heizkörper 1, von dem lediglich
Rohre 2 (ohne Rippen) einer ersten Reihe 3 und einer zweiten Reihe 4 dargestellt sind.
Zusätzlich sind eine Längstrennwand 5 mit zwei Quertrennwänden 6, 7 im Eintrittsbereich
der Rohre 2 und eine weitere, durchgehende Längstrennwand 8 im unteren Bereich des
Blockes 1 teilweise dargestellt. Die Rohre 2 werden, wie durch Strömungspfeile angedeutet,
von einem Kühlmittel durchströmt, welches von einem nicht dargestellten Kühlkreislauf
einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges abgezweigt wird. Der Heizkörperblock
1 dient der Erwärmung von Luft, welche den Block 1 entsprechend dem Pfeil L durchströmt
und dabei nicht dargestellte Rippen zwischen den Rohren 2, so genannte Sekundärflächen,
überströmt. Die erwärmte Luft wird der Kabine des Kraftfahrzeuges zugeführt. Die erste
Reihe 3 des Heizkörperblockes 1, im Folgenden auch kurz Block 1 genannt, ist aufgrund
der Trennwände 5, 6, 7 in drei Bereiche unterteilt, wobei ein erster Bereich 9 innerhalb
der Trennwände 5, 6, 7 und ein zweiter Bereich 10, umfassend zwei Teilbereiche 10a,
10b, beiderseits der Quertrennwände 6, 7 angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst der erste Bereich 9, auch Eintrittsbereich genannt, vier Rohre 2, während
die beiden Teilbereiche 10a, 10b jeweils zwei Rohre 2 umfassen. Das Kühlmittel tritt
über den Eintrittsbereich 9 entsprechend den Pfeilen E in die Rohre 2 ein und durchströmt
diese von oben nach unten (die Begriffe oben und unten beziehen sich auf die Darstellung
in der Zeichnung). Nach Austritt des Kühlmittels aus dem ersten Bereich 9 wird der
Kühlmittelstrom geteilt, jeweils nach außen - innerhalb der ersten Reihe 3 - umgelenkt
und tritt dann in die Rohre 2 der Teilbereiche 10a, 10b ein, um diese von unten nach
oben zu durchströmen. Die Umlenkung des Kühlmittels ist durch die Pfeile UB angedeutet,
wobei UB Umlenkung in der Breite bedeutet. Nach dem Austritt des Kühlmittels aus den
Rohren 2 der beiden Teilbereiche 10a, 10b erfolgt eine Umlenkung der beiden Teilströme
in der Tiefe, dargestellt durch die Pfeile UT. Die beiden in der Tiefe umgelenkten
Kühlmittelteilströme werden auf sämtliche Rohre 2 (im dargestellten Ausführungsbeispiel
8) der zweiten Reihe 4 verteilt und durchströmen diese von oben nach unten. Danach
erfolgt der Austritt des Kühlmittels aus dem Block 1. Die Umlenkung des Kühlmittels
in der Breite entsprechend den Pfeilen UB wird durch die durchgehende Längstrennwand
8 - in Verbindung mit einem nicht dargestellten Kühlmittelkasten, wie in nachfolgenden
Fig. 6a, 6b dargestellt - ermöglicht. Das oben beschriebene Strömungsmuster entspricht
einem Kreuzgegenstrom, bezogen auf Kühlmittel- und Luftströmung. Die erste Reihe 3
ist die luftaustrittsseitige Reihe, im Folgenden auch kurz leeseitige Reihe genannt,
während die zweite Rohrreihe 4 die lufteintrittsseitige Reihe, im Folgenden auch kurz
luvseitige Reihe genannt, ist. In kurzen Worten ausgedrückt, tritt das Kühlmittel
also in der leeseitigen Reihe 3 in den Block 1 ein, wird zunächst in der Breite und
anschließend in der Tiefe umgelenkt, wobei sämtliche Rohre 2 der luvseitigen Reihe
4 in derselben Richtung durchströmt werden. Diese Durchströmung des Heizkörperblockes
1 bewirkt eine weitestgehend homogene Luftaustrittstemperatur, d. h. nach Austritt
der Luft aus der ersten Reihe 3.
[0022] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des Heizkörperblockes 1 gemäß Fig. 1 in einer
Ansicht von oben auf die Rohre 2, welche in den beiden Reihen 3 und 4 angeordnet sind.
Die Luftströmungsrichtung ist wiederum durch einen Pfeil L angedeutet. Die Strömungsrichtung
des Kühlmittels ist durch Punktsymbole 11 und Kreuzsymbole 12 dargestellt, wobei die
Punktsymbole 11 eine Strömungsrichtung nach oben (aus der Zeichnungsebene heraus)
und die Kreuzsymbole eine Kühlmittelströmung nach unten, d. h. in die Zeichenebene
hinein darstellen. Die Rohre 2 des Eintrittsbereiches 9 sind mit einer Klammer a,
die Rohre 2 der beiden Teilbereiche 10a, 10b mit Klammern b1, b2 und die Rohre 2 der
Reihe 4 mit einer Klammer c gekennzeichnet. Dabei stehen die Buchstaben a, b1, b2,
c für die jeweilige Anzahl von Rohren. Die Querschnitte der Rohre 2 sind als Flachrohrquerschnitte
ausgebildet und weisen jeweils eine Tiefe T1 in der ersten Reihe 3 und eine Tiefe
T2 in der zweiten Reihe 4 auf. Die gesamte Tiefe des Blockes 1 ist mit T gekennzeichnet.
Nach einer bevorzugten Ausführung gilt die Beziehung a ≤ (b1 + b2). Für den Fall dass
b1 + b2 = a ist, ergibt sich in den Rohren 2 der äußeren Teilbereiche 10a, 10b die
gleiche Strömungsgeschwindigkeit für das Kühlmittel wie in den Rohren 2 des Eintrittsbereiches
9. Infolge der Abkühlung des Kühlmittels wird der Strömungsquerschnitt für den zweiten
Bereich jedoch etwas vergrößert, sodass eine Verzögerung der Kühlmittelströmung erreicht
wird. Dies trägt auch zu einer Homogenisierung des Luftaustrittstemperaturprofils
bei. Die Anzahl der Rohre in der zweiten Reihe 4 entspricht im dargestellten Ausführungsbeispiel
der Anzahl der Rohre der ersten Reihe 3, d. h. es gilt: a + b1 + b2 = c. Wäre T2 =
T1, ergäbe sich eine Reduzierung der Kühlmittelströmungsgeschwindigkeit um 50 %. Bei
T2 = ½ T1 ergäben sich gleiche Kühlmittelströmungsgeschwindigkeiten in beiden Reihen
3, 4. Je nach Abkühlung des Kühlmittels liegt das bevorzugte Tiefenmaß T2 für die
zweite Reihe 4 im Bereich zwischen 0,5 T1 und T1. Das beschriebene Strömungsmodell
mit Umlenkungen in der Breite und in der Tiefe bietet somit die Möglichkeit, die Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlmittels stufenweise zu reduzieren, indem die Strömungsquerschnitte verändert
werden.
[0023] Fig. 2a zeigt zwei äquivalente Ausführungsbeispiele für die zuvor erwähnten und dargestellten
Rohre 2, welche jeweils einen Flachrohrquerschnitt aufweisen. Grundsätzlich ist es
möglich, getrennte Rohre 2 in unterschiedlichen Reihen zu verwenden (zweireihige Bauweise)
oder ein Zweikammerrohr 2' zu verwenden, d. h. ein Rohr mit zwei Kammern (einreihige
Bauweise).
[0024] Fig. 3 zeigt ein zweites nicht beanspruchtes Beispiel, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
verwendet werden. Der Block 1 weist wiederum zwei Reihen 3, 4 von Flachrohren 2 auf,
wobei die erste Reihe 3 in einen ersten Bereich 13, den Eintrittsbereich, und einen
zweiten Bereich 14 unterteilt ist. Der Eintrittsbereich 13 wird durch eine Längstrennwand
15 und eine Quertrennwand 16 abgeteilt. Das Kühlmittel tritt entsprechend den Pfeilen
E in die Rohre 2 des Eintrittsbereiches 13 ein, wird anschließend entsprechend den
Pfeilen UB in der Breite, d. h. innerhalb der Reihe 3 umgelenkt und durchströmt dann
die Rohre 2 des zweiten Bereiches 14 von unten nach oben. Anschließend wird das Kühlmittel
in der Tiefe, entsprechend den Pfeilen UT umgelenkt und auf sämtliche Rohre 2 der
zweiten Reihe 4 verteilt, welche sämtlich in derselben Richtung von oben nach unten
durchströmt werden. Danach tritt das Kühlmittel aus dem Block 1 aus. Auch bei diesem
Strömungsmuster ergibt sich ein homogenes Luftaustrittstemperaturprofil.
[0025] Fig. 4 zeigt ein drittes, nicht beanspruchtes Beispiel, wobei für gleiche Teile wiederum
gleiche Bezugszahlen verwendet werden. Abweichend von den vorherigen Ausführungsbeispielen
sind hier ein erster Bereich 17 mit zwei äußeren Teilbereichen 17a, 17b sowie ein
mittlerer zweiter Bereich 18 vorgesehen. Die Teilbereiche 17a, 17b sind jeweils durch
Längstrennwände 19a, 19b sowie durch Quertrennwände 20a, 20b, zwischen denen ein Verbindungsrohr
21 angeordnet ist, abgeteilt. Das Kühlmittel tritt entsprechend den Pfeilen E - teilweise
über das Verbindungsrohr 21 - in die Rohre 2 der Teilbereiche 17a, 17b ein, durchströmt
diese von oben nach unten, wird dann, entsprechend den Pfeilen UB, in der Breite umgelenkt
und durchströmt die mittleren Rohre 2 des zweiten Bereiches 18. Anschließend erfolgen
eine Umlenkung des Kühlmittelstromes in der Tiefe und eine Verteilung auf sämtliche
Rohre 2 der zweiten Reihe 4, welche anschließend in derselben Richtung von oben nach
unten durchströmt werden. Dieses Strömungsmuster gewährleistet ein weitestgehend homogenes
Luftaustrittstemperaturprofil.
[0026] Fig. 5a und
Fig. 5b zeigen eine konstruktive Ausführung eines Heizkörpers 22, der dem ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 und Fig. 2 entspricht. Allerdings besteht der Unterschied, dass der Kühlmitteleintritt,
gekennzeichnet durch einen Pfeil E, unten und der Kühlmittelaustritt, gekennzeichnet
durch einen Pfeil A, oben erfolgt. Diese Darstellung entspricht der bevorzugten Einbaulage
des Heizkörpers 22 im Kraftfahrzeug. Der Heizkörper 22 umfasst einen Heizkörperblock
23, auch kurz Block genannt, einen unteren Sammel- oder Kühlmittelkasten 24 und einen
oberen Sammel- oder Kühlmittelkasten 25. Der untere Sammelkasten 24 weist einen Eintrittsstutzen
24a und der obere Kühlmittelkasten, auch Austrittskasten genannt, weist einen Austrittsstutzen
25a auf. Der Block 23 umfasst - wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2
dargestellt und erläutert - zwei hier nicht mit Bezugszahlen versehene Rohrreihen,
welche entsprechend den Pfeilen durchströmt werden. Der Pfeil I symbolisiert den eintretenden
Kühlmittelstrom im ersten Bereich, die Pfeile IIa, IIb symbolisieren die in der Breite
umgelenkten Teilströme und der Pfeil III symbolisiert den Kühlmittelstrom in der zweiten,
d.h. der luvseitigen Rohrreihe. Die Pfeile UB, UT zeigen die Umlenkung des Kühlmittelstromes
I in der Breite und die Umlenkung des Teilstromes IIb in der Tiefe. Die Strömungsrichtung
der Luft ist durch einen Pfeil L dargestellt, d. h. man sieht auf die Luftaustrittsseite
des Heizkörperblockes 23. Die dargestellte Einbaulage des Heizkörpers 22 mit dem oben
angeordneten Kühlmittelaustritt 25a ist wegen der besseren Entlüftung des Heizkörpers
22 gewählt.
[0027] Fig. 5b zeigt den Heizkörper 22 in Explosivdarstellung, d. h. der untere Eintrittskasten
24, der obere Austrittskasten 25 sowie der Block 23 sind getrennt voneinander dargestellt.
Dadurch ist das Innere des Eintrittskastens 24, insbesondere der durch eine Längs-
und zwei Quertrennwände 26a, 26b, 26c abgeteilte Eintrittsbereich 26 erkennbar. Der
Kühlmitteleintrittsstrom ist in Block 23 durch drei nach oben gerichtete Pfeile dargestellt.
Die Umlenkung in der Breite erfolgt entsprechend den Pfeilen UB (hier ist im oberen
Kühlmittelkasten 25 eine nicht sichtbare Längstrennwand angeordnet). Die Umlenkung
in der Tiefe erfolgt im unteren Kühlmittelkasten 24 entsprechend den Pfeilen UT. Die
Strömung in der luvseitigen Reihe ist durch fünf nach oben gerichtete Pfeile gekennzeichnet.
[0028] Fig. 6a und
Fig. 6b zeigen zur Verdeutlichung nochmals den Heizkörper 22 gemäß Figuren 5a, 5b in Explosivdarstellungen,
und zwar in Fig. 6a mit Blick auf die Luftaustrittsseite 23a und in Fig. 6b mit Blick
auf die Lufteintrittsseite 23b. Die Strömungsrichtung der Luft ist jeweils durch Pfeile
L dargestellt. Im Übrigen werden für gleiche Teile gleiche Bezugszahlen verwendet.
Aus dieser Darstellung wird die unterschiedliche Durchströmung auf der Leeseite 23a
und auf der Luvseite 23b des Heizkörperblockes 23 deutlich. Im ersteren Falle erfolgt
eine Kühlmittelströmung in entgegengesetzten Richtungen, im zweiten Falle in gleicher
Richtung. In Fig. 6b ist eine Längstrennwand 27 erkennbar, welche der Längstrennwand
8 in den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis Fig. 4 entspricht.
[0029] Fig. 7a zeigt eine Ansicht von oben auf den Heizkörperblock 23 entsprechend Fig. 5a bis Fig.
6b. Der Block 23 weist zwei Reihen 28, 29 von Zweikammerrohren 30, 31 auf. Die Strömungsrichtung
des Kühlmittels ist wiederum durch Punkt- und Kreuzsymbole dargestellt. Die Luftströmungsrichtung
ist durch einen Pfeil L gekennzeichnet. Zwischen beiden Rohrreihen 28, 29 ist die
Längstrennwand 27 angedeutet.
[0030] Fig. 7b zeigt eine Ansicht auf den Heizkörperblock 23 von unten mit erster Rohrreihe 28 und
zweiter Rohrreihe 29 sowie mit dem Eintrittsbereich 26 (erster Bereich) und Trennwänden
26a, 26b, 26c. Die Zahl der Rohre in den einzelnen Bereichen, d. h. im ersten und
zweiten Bereich sowie in der zweiten Reihe 29 sind durch die Maßpfeile a, b1, b2,
c dargestellt. Die Zahl der in der Zeichnung dargestellten Rohre bzw. die Maßverhältnisse
entsprechen einem bevorzugten Ausführungsbeispiel. Danach sind im ersten Bereich a
fünfzehn Rohre 30 vorgesehen, und in den zweiten Bereichen b1, b2 jeweils neun Rohre.
Damit ergibt sich nach der Umlenkung in der Breite eine Vergrößerung des Strömungsquerschnittes
in den zweiten Bereichen b1, b2, sodass in den Rohren 30 mit dem Punktsymbol eine
Verzögerung der Kühlmittelströmung auftritt. Dies ist wegen der Abkühlung des Kühlmittels
vom Bereich a zu den Bereichen b1, b2 erwünscht. Es gilt folgende Beziehung: a ≤(b1
+ b2).
[0031] Fig. 7c zeigt die Rohre 30, 31 der ersten Reihe 28 und der zweiten Reihe 29 in vergrößerter
Darstellung, wobei die Tiefenmaße T1 für die Rohre 30 und T2 für die Rohre 31 sowie
T für die gesamte Blocktiefe gelten. Die Breite der Rohre ist mit B angegeben. Die
zeichnerische Darstellung ist maßstabsgerecht für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel,
d. h. das Tiefenmaß T2 der zweiten Reihe 29 ist kleiner als das Tiefenmaß T1 der ersten
Reihe 28. Die Zahl der Rohre 30, 31 in beiden Reihen 28, 29 ist - wie die Figuren
7a, 7b zeigen - gleich. Der gesamte Strömungsquerschnitt der Rohre 31 in der zweiten
Reihe 29 ist derart bemessen, dass sich nach der Umlenkung in der Tiefe eine weitere
Verzögerung der Kühlmittelströmung ergibt. Somit erreicht man auf der Lufteintrittsseite
eine erhöhte Temperaturdifferenz und damit einen Leistungsgewinn. Nach einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist das Tiefenmaß T2 in einem Bereich von 0,5 T1 bis 1,0 T1 gewählt.
[0032] Nach einer bevorzugten Ausführungsform weisen der erfindungsgemäße Heizkörper bzw.
dessen Flachrohre folgende Abmessungen auf: Die Rohrbreite B liegt in einem Bereich
von 0,5 bis 4,0 mm, vorzugsweise in einem Bereich von 0,8 bis 2,5 mm. Die Materialstärke
(Rohrwanddicke) s der Flachrohre liegt in einem bevorzugten Bereich von 0,10 bis 0,50
mm. Die Tiefe T des Blockes (so genannte Netztiefe) liegt in einem Bereich von 10
bis 100 mm, vorzugsweise in einem Bereich von 20 bis 70 mm.
[0033] Durch die stufenweise erfolgende Erweiterung des Strömungsquerschnittes, jeweils
nach der Umlenkung in der Breite und/oder der Umlenkung in der Tiefe, ergibt sich
in Verbindung mit der Verzögerung der Kühlmittelströmung auch ein geringerer Druckabfall
auf der Kühlmittelseite, was den Leistungsbedarf für die Kühlmittelpumpe vermindert.
[0034] Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines zweireihigen Heizkörpers
32, bei welchem das Kühlmittel sowohl in der ersten als auch in der zweiten Rohrreihe
in der Breite umgelenkt wird. Der Eintritt des Kühlmittels in den Heizkörper 32 ist
durch einen Pfeil E und der Austritt des Kühlmittels aus dem Heizkörper 32 ist durch
einen Pfeil A gekennzeichnet. Die Strömungsrichtung der Luft durch den Heizkörper
32 ist durch zwei Pfeile L gekennzeichnet, d. h. Luft und Kühlmittel sind im Kreuzgegenstrom
zueinander geführt. Der Heizkörper 32 weist eine erste, leeseitige Rohrreihe 33 und
eine zweite luvseitige Rohrreihe 34 sowie einen oberen Kühlmittelkasten 35 sowie einen
unteren Kühlmittelkasten 36 auf, in welche die (nicht mit Bezugszahlen versehenen)
Rohrenden münden. Das Kühlmittel tritt zunächst in einen Eintrittsbereich, dargestellt
durch Pfeile I, in die erste Rohrreihe 33 ein, wird im unteren Kühlmittelkasten 36
jeweils nach außen, entsprechend den Pfeilen UB in der Breite, umgelenkt, tritt in
die beiden äußeren Teilbereiche ein, durchströmt diese von unten nach oben, entsprechend
den Pfeilen IIa, IIb, und wird im oberen Kühlmittelkasten 35 in der Tiefe, entsprechend
den Pfeilen UT, umgelenkt. In der hinteren, luvseitigen Rohrreihe 34 erfolgen eine
Durchströmung von oben nach unten - was hier nicht dargestellt ist - eine erneute
Umlenkung in der Breite, eine Durchströmung von unten nach oben und schließlich der
durch den Pfeil A gekennzeichnete Austritt des Kühlmittels. Wie in den nachfolgenden
Figuren noch genauer dargestellt ist und erläutert wird, werden die Bereiche I, IIa,
IIb in der vorderen und in der hinteren Reihe 33, 34 jeweils in entgegengesetzten
Richtungen durchströmt.
[0035] Fig. 9a zeigt den Heizkörper 32 aus Fig. 8 in einer Explosivdarstellung, wobei für gleiche
Teile gleiche Bezugszahlen verwendet werden. Die Strömung des Kühlmittels ist durch
Pfeile in den Rohren und den Kühlmittelkästen 35, 36 dargestellt. Die beiden Rohrreihen
33, 34 weisen eine Vielzahl von Flachrohren 37 auf, zwischen denen nicht mit Bezugszahlen
versehene Wellrippen angeordnet sind. Die Enden der Flachrohre 37 werden mit Rohrböden
38, 39 verbunden, vorzugsweise durch Löten. Die Rohrböden 38, 39 werden mit den Kühlmittelkästen
35, 36, vorzugsweise durch Löten verbunden. Im unteren Kühlmittelkasten 36 ist eine
Längstrennwand 40 angeordnet, welche die erste und die zweite Rohrreihe 33, 34 trennt,
sodass im unteren Kühlmittelkasten 36 jeweils für die erste und die zweite Rohrreihe
33, 34 eine Umlenkung in der Breite erfolgen kann, wie dies durch die Pfeile UB1,
UB2, jeweils in entgegengesetzte Richtung erfolgen kann. Im oberen Kühlmittelkasten
35 sind zwei sich über beide Rohrreihen erstreckende Quertrennwände 41, 42 sowie eine
sich zwischen den Quertrennwänden 41, 42 erstreckende Längstrennwand 43 angeordnet.
Aufgrund dieser Anordnung der Trennwände 40, 41, 42, 43 ergibt sich der durch die
Pfeile dargestellte Strömungsverlauf des Kühlmittels. In senkrechter Richtung, d.
h. innerhalb der Flachrohre 37 strömt das Kühlmittel in der ersten und der zweiten
Reihe 33, 34 jeweils in entgegengesetzter Richtung, ebenso im unteren Kühlmittelkasten
36. Dort erfolgt in der ersten Reihe 33 eine Umlenkung in der Breite von innen nach
außen, während in der zweiten Reihe 34 eine Umlenkung in der Breite von außen nach
innen erfolgt.
[0036] Fig. 9b zeigt den Heizkörper 32 in einem Schnitt, in welchem die beiden Rohrreihen 33, 34,
die beiden Kühlmittelkästen 35, 36, der Eintritt des Kühlmittels durch einen Pfeil
E, der Austritt des Kühlmittels durch einen Pfeil A sowie die Strömungsrichtung der
Luft durch einen Pfeil L dargestellt sind. Das Gegenstromprinzip ist hier deutlich
erkennbar.
[0037] Fig. 10a,
10b und
Fig. 10c zeigen Draufsichten auf die Rohrenden sowie deren Anzahl und Bemessung. Es werden
wiederum die gleichen Bezugszahlen für gleiche Teile verwendet. Fig. 10a zeigt eine
Draufsicht (Ansicht von oben) auf die beiden Rohrreihen 33, 34, hier R1, R2 genannt.
Die beiden Quertrennwände 41, 42 bilden in Verbindung mit der Längstrennwand 43 die
Form eines H. Die Strömungsrichtung des Kühlmittels durch die Flachrohre 37 ist durch
Punkt- und Kreuzsymbole dargestellt. Die Anzahl der Rohre in den einzelnen Abschnitten
der Rohrreihen R1, R2 ist durch die Streckenabschnitte a, b1, b2, c repräsentiert.
Um nach der ersten Umlenkung in der Breite eine Verzögerung der Kühlmittelströmung
zu erzielen, ist die Summe der Rohre b1 und b2 größer als die Zahl der Rohre a, d.
h. (b1 + b2) > a. Bezogen auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10a weist der Abschnitt
a fünfzehn Rohre und die Abschnitte b1 und b2 jeweils neun Rohre auf, sodass sich
ein Zuwachs des Strömungsquerschnittes um drei Rohrquerschnitte ergibt. Dies ergibt
eine Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit in den Abschnitten b1 und b2. Nach der
Umlenkung des Kühlmittels in der Reihe R1 strömt es in den Teilbereichen b1 und b2
nach oben (Punktsymbol) und wird dann - entgegen der Luftströmungsrichtung L - in
die Tiefe umgelenkt, d. h. in die Reihe R2, wo es wieder nach unten strömt (Kreuzsymbol).
[0038] Fig. 10b zeigt eine Ansicht von unten auf die Rohrenden der Rohrreihen R1 und R2, zwischen
denen die Längstrennwand 40 angeordnet ist. Die gesamte Breite der Rohrreihen R1,
R2 ist mit c angegeben - dieser Bereich ist nicht durch Querwände unterteilt, sodass
in beiden Reihen R1, R2 eine Umlenkung in der Breite erfolgen kann.
[0039] Fig. 10c zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der beiden Rohrreihen R1, R2 mit jeweils fünf
Flachrohren 37a, 37b, deren Ersteckung in der Tiefe (in Luftströmungsrichtung) jeweils
mit T1 und T2 bezeichnet ist. Die Gesamttiefe der beiden Rohrreihen (des Blockes)
ist mit T angegeben. Um eine weitere Verzögerung der Kühlmittelströmung auch in der
zweiten Reihe R2, d. h. nach der Umlenkung in der Tiefe zu erreichen, kann die Tiefe
T2 der Flachrohre 37b größer als die Tiefe T1 der Flachrohre 37a gewählt werden -
dies bei gleicher Rohrbreite B und gleicher Rohranzahl.
[0040] Für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel liegt die Rohrbreite B in einem Bereich von
0,5 bis 4,0 mm, vorzugsweise 0,8 bis 2,5 mm. Die Materialdicke der Flachrohre 37a,
37b liegt im Bereich von 0,10 bis 0,50 mm. Die Bautiefe T (Netz- oder Blocktiefe)
beträgt 10 bis 100 mm, vorzugsweise 25 bis 70 mm. In der Zeichnung sind zwei Reihen
von Flachrohren 37a, 37b, welche als Zweikammerrohre ausgebildet sind, dargestellt.
Möglich sind jedoch auch Mehrkammerrohre oder auch eine einreihige Bauweise mit einem
durchgehenden Flachrohr, welches etwa im mittleren Bereich eine Trennwand (Sicke)
aufweist.
[0041] Fig. 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Heizkörper 44, welcher
vom Strömungsmuster dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10a, 10b entspricht. Eine konstruktive
Variante sieht eine seitliche Einströmung des Kühlmittels über ein Einströmrohr 45
vor, über welches das Kühlmittel von außen in den mittleren Einströmbereich 46 zugeführt
wird. In analoger Weise kann für den in der Zeichnungsebene hinter dem Einströmbereich
46 gelegenen Ausströmbereich ein Ausströmrohr (nicht dargestellt) vorgesehen sein.
Ein derartiger seitlich angeordneter Kühlmittelanschluss kann aufgrund der Einbausituation
im Fahrzeug vorteilhaft sein.
[0042] Fig. 12 zeigt ein weiteres nicht beanspruchtes Beispiel mit einem Heizkörper 47, welcher
außen angeordnete Einströmbereiche 48, 49 (Teilbereiche) aufweist, welche über ein
Verbindungsrohr 50 miteinander kommunizieren. Das über den Eintrittsstutzen 51 eintretende
Kühlmittel wird somit auf beide Einströmkammern 48, 49 verteilt. Analog ist die Situation
auf der nicht dargestellten Ausströmseite, d. h. in der zweiten Rohrreihe.
1. Wärmeübertrager (1) mit genau zwei Reihen (3, 4; 28, 29; 33, 34) von Strömungskanälen
(2; 30, 31, 37), die von einem flüssigen Medium durchströmbar sind, und mit zwischen
den Strömungskanälen (2; 30, 31, 37) angeordneten, von Luft überströmbaren Sekundärflächen,
wobei das flüssige Medium und die Luft im Kreuzgegenstrom geführt und die erste Reihe
(3; 28, 33) auf der Luftaustrittsseite und die zweite Reihe (4; 29, 34) auf der Lufteintrittsseite
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium in einen ersten Bereich (a) der ersten Reihe (3; 28, 33) eintritt,
innerhalb der ersten Reihe (3; 28, 33) in einen zweiten Bereich (b1, b2) und aus dem
zweiten Bereich (b1, b2) der ersten Reihe (3; 28, 33) in die zweite Reihe (4; 29,
34) umgelenkt wird, wobei der erste Bereich (9, a; 26) mittig angeordnet ist und dass
der zweite Bereich zwei Teilbereiche (b1, b2, 10a, 10b) umfasst, die beiderseits des
ersten Bereiches (a, 9; 26) angeordnet sind.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium innerhalb der zweiten Reihe (4, 29, 34) mindestens einmal umgelenkt
wird.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reihe (R2) zwei äußere Teilbereiche (b1, b2) und einen mittleren Austrittsbereich
(a) aufweist und dass das flüssige Medium aus den beiden Teilbereichen (b1, b2) -
von außen nach innen - in den Austrittsbereich (a) umgelenkt wird.
4. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle als Flachrohre (30, 31; 37, 37a, 37b) ausgebildet sind.
5. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager als Heizkörper (22, 32, 44, 47) einer Heizungs- oder Klimaanlage
eines Kraftfahrzeuges ausgebildet ist.
6. Wärmeübertrager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (22, 32, 44, 47) Behälter (24, 25, 35, 36) für den Eintritt und/oder
den Austritt und/oder die Umlenkung des flüssigen Mediums respektive des Kühlmittels
aufweist.
7. Wärmeübertrager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den Behältern (24, 25, 35, 36) Trennwände, insbesondere Quer- und/oder Längstrennwände
(5, 6, 7; 15, 16; 19a, 19b, 20a, 20b, 26a, 26b, 26c; 40, 41, 42, 43) angeordnet sind.
8. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bereich (a, b1, b2, c) von Strömungskanälen einen bereichsspezifischen Strömungsquerschnitt
aufweist und dass die Strömungsquerschnitte nach einer Umlenkung sich ändern.
9. Wärmeübertrager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsquerschnitte in Strömungsrichtung des Kühlmittels stufenweise größer
werden, sodass sich die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels verringert.
1. A heat exchanger (1) having exactly two rows (3, 4; 28, 29; 33, 34) of flow channels
(2; 30, 31, 37) through which a liquid medium can flow, and having located between
the flow channels (2; 30, 31, 37) secondary surfaces over which air can flow, wherein
the liquid medium and the air are directed in cross-counterflow and the first row
(3; 28, 33) is located on the air outlet side and the second row (4; 29, 34) is located
on the air inlet side, characterised in that the liquid medium enters a first region (a) of the first row (3; 28, 33), is redirected
within the first row (3; 28, 33) into a second region (b1, b2), and from the second
region (b1, b2) of the first row (3; 28, 33) is redirected into the second row (4;
29, 34), wherein the first region (9, a; 26) is located in the centre, and in that the second region comprises two subregions (b1, b2, 10a, 10b) that are arranged on
both sides of the first region (a, 9; 26) .
2. The heat exchanger according to claim 1, characterised in that the liquid medium is redirected at least once within the second row (4, 29, 34).
3. The heat exchanger according to claim 1 or 2, characterised in that the second row (R2) has two outer subregions (b1, b2) and a centre outlet region
(a), and in that the liquid medium is redirected out of the two subregions (b1, b2) - from the outside
to the inside - into the outlet region (a).
4. The heat exchanger according to one of claims 1 to 3, characterised in that the flow channels are designed as flat tubes (30, 31; 37, 37a, 37b).
5. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that the heat exchanger is designed as a heater (22, 32, 44, 47) of a heating or air conditioning
system of a motor vehicle.
6. The heat exchanger according to claim 5, characterised in that the heater (22, 32, 44, 47) has chambers (24, 25, 35, 36) for the inlet and/or the
outlet and/or the redirection of the liquid medium or coolant.
7. The heat exchanger according to claim 6, characterised in that baffles, in particular transverse and/or longitudinal baffles (5, 6, 7; 15, 16; 19a,
19b, 20a, 20b, 26a, 26b, 26c; 40, 41, 42, 43), are located in the chambers (24, 25,
35, 36).
8. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that each region (a, b1, b2, c) of flow channels has a region-specific flow cross-section,
and in that the flow-cross sections change after a redirection.
9. The heat exchanger according to claim 8, characterised in that the flow cross-sections become stepwise larger in the flow direction of the coolant
so that the flow velocity of the coolant is reduced.
1. Echangeur de chaleur (1) comprenant précisément deux rangées (3, 4 ; 28, 29 ; 33,
34) de conduits d'écoulement (2 ; 30, 31, 37) qui peuvent être traversés par un milieu
liquide, et comprenant des surfaces secondaires disposées entre les conduits d'écoulement
(2 ; 30, 31, 37) et baignées d'air, où le milieu liquide et l'air sont guidés suivant
des flux croisés circulant dans des sens opposés, et la première rangée (3 ; 28, 33)
est disposée sur le côté de sortie d'air, la deuxième rangée (4 ; 29, 34) étant disposée
sur le côté d'entrée d'air, caractérisé en ce que le milieu liquide entre dans une première zone (a) de la première rangée (3 ; 28,
33), ledit milieu liquide est redirigé, à l'intérieur de la première rangée (3 ; 28,
33), dans une deuxième zone (b1, b2), et, en sortant de la deuxième zone (b1, b2)
de la première rangée (3 ; 28, 33), est redirigé dans la deuxième rangée (4 ; 29,
34), où la première zone (9, a ; 26) est disposée au milieu, et en ce que la deuxième zone comprend deux zones partielles (b1, b2, 10a, 10b) qui sont disposées
des deux côtés de la première zone (a, 9 ; 26).
2. Echangeur de chaleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le milieu liquide est redirigé au moins une fois à l'intérieur de la deuxième rangée
(4, 29, 34) .
3. Echangeur de chaleur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la deuxième rangée (R2) présente deux zones partielles extérieures (b1, b2) et une
zone de sortie (a) placée au milieu, et en ce que le milieu liquide sortant des deux zones partielles (b1, b2) est redirigé, de l'extérieur
vers l'intérieur, dans la zone de sortie (a).
4. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les conduits d'écoulement sont conçus comme des tubes plats (30, 31 ; 37, 37a, 37b).
5. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur est conçu comme un radiateur (22, 32, 44, 47) d'un système
de chauffage ou de climatisation d'un véhicule automobile.
6. Echangeur de chaleur selon la revendication 5, caractérisé en ce que le radiateur (22, 32, 44, 47) présente des réservoirs (24, 25, 35, 36) pour l'entrée
et / ou la sortie et / ou pour la redirection de flux du milieu liquide, respectivement
du liquide de refroidissement.
7. Echangeur de chaleur selon la revendication 6, caractérisé en ce que des parois de séparation, en particulier des parois de séparation transversales et
/ ou longitudinales (5, 6, 7 ; 15, 16 ; 19a, 19b, 20a, 20b, 26a, 26b, 26c ; 40, 41,
42, 43) sont disposées dans les réservoirs (24, 25, 35, 36).
8. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque zone (a, b1, b2, c) de conduits d'écoulement présente une section d'écoulement
spécifique à la zone, et en ce que les sections d'écoulement se modifient en aval d'une redirection de flux.
9. Echangeur de chaleur selon revendication 8, caractérisé en ce que les sections d'écoulement augmentent de façon graduelle dans la direction d'écoulement
du liquide de refroidissement, de sorte que la vitesse d'écoulement du liquide de
refroidissement diminue.