| (19) |
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(11) |
EP 2 234 768 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.12.2012 Patentblatt 2012/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.10.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/064254 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/077241 (25.06.2009 Gazette 2009/26) |
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| (54) |
Taumelantrieb einer Handwerkzeugmaschine
Swash drive of a hand-held machine tool
Entraînement oscillant d'une machine-outil à main
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.12.2007 DE 102007061716
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.10.2010 Patentblatt 2010/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHLESAK, Gerd
71732 Tamm (DE)
- LENNARTZ, Juergen
73760 Ostfildern (DE)
- HOLST, Stefan
89073 Ulm (DE)
- KUESPERT, Klaus
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 000 712 WO-A-2005/092575
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EP-A- 1 892 062 DE-A1- 3 427 342
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Taumelantrieb einer Handwerkzeugmaschine, insbesondere
einem Bohr- und/oder Meißelhammer, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 198 51 888 A1 ist ein solcher Taumelantrieb einer als Bohrhammer ausgebildeten Handwerkzeugmaschine
bekannt, die eine Antriebswelle aufweist. Der Taumelantrieb umfasst ein auf der Antriebswelle
angeordnetes Taumellager und eine auf dem Taumellager gelagerte Taumelscheibe. An
der Taumelscheibe sind zwei Taumelfinger mit Taumelfingerachsen vorgesehen, die zum
Antrieb eines Schlagwerkkolbens und zum Antrieb einer Ausgleichsmasse dienen, wobei
die beiden Taumelfinger einander diametral gegenüberliegend an der Taumelscheibe angeordnet
sind.
[0003] Solcher Taumelantrieb ist auch in
EP 1892 062A2, Dokument gemäß Artikel 54(3), EPÜ, gezeigt.
Vorteile der Erfindung
[0004] Der Taumelantrieb nach Anspruch 1 sieht vor, dass die Achsen der Taumelfinger einen
Winkel α ungleich 180° einschließen. Unter einem "Taumelantrieb" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere ein Antrieb verstanden werden, der eine Rotationsbewegung eines antriebsseitigen
Elements in eine oszillierende Translationsbewegung eines abtriebsseitigen Elements
umsetzt bzw. umwandelt. Hierbei wirkt ein als Antriebswelle ausgestaltetes, drehend
angetriebenes Rotationselement derart auf eine Taumelscheibe des Taumelantriebs ein,
dass die Taumelscheibe um eine Drehachse hin- und herkippend angetrieben wird und
dabei über mindestens einen Taumelfinger mindestens ein weiteres Element in eine lineare
Translationsbewegung versetzen kann. Taumelantriebe werden beispielsweise in Handwerkzeugmaschinen,
wie beispielsweise Bohrhämmern, eingesetzt, um eine Rotationsbewegung eines Antriebs
in eine oszillierende Translationsbewegung eines Schlagwerkkolbens umzuwandeln, welche
zum Aufbau eines Drucks in einem Luftpolster eines Schlagwerks der Handwerkzeugmaschine
dient, wobei der Druck zur Ausübung von Schlägen auf ein Werkzeug vorgesehen ist.
Der Taumelfinger stellt hierbei eine Unwuchtmasse dar, die sich vor allem bei hohen
Drehzahlen durch Vibrationen bzw. Schwingungen, Geräusche und erhöhten Verschleiß
bemerkbar macht. Um diese Unwucht zu beseitigen bzw. auszugleichen, wird bekanntermaßen
ein gezielter Massenausgleich an der Handwerkzeugmaschine vorgenommen. Der Massenausgleich
kann dabei positiv oder negativ sein. In der Regel erfolgt ein positiver Massenausgleich
durch Einsetzen von Ausgleichsmassen, welche dazu dienen, den Schwerpunkt des auszuwuchtenden
Bauteils, in diesem Fall der Taumelscheibe, so einzustellen, dass er mit dem Mittelpunkt
der Drehachse der Taumelscheibe zusammenfällt. Damit schneiden sich die beiden Hauptträgheitsachsen
der Taumelscheibe mit der Drehachse. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist hierfür
ein zweiter Taumelfinger an der Taumelscheibe vorgesehen, der die Rotationsbewegung
der Antriebswelle in eine Translationsbewegung einer Ausgleichsmasse umsetzt. Vorzugsweise
ist hierbei mindestens einer der Taumelfinger schräg im Raum angeordnet. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung nach Anspruch 1 ermöglicht, dass die durch die Massenkräfte hervorgerufenen
Schwingungserscheinungen zumindest weitgehend eliminiert sind.
[0005] Es wird daher erfindungsgemäß in Anspruch 1 vorgeschlagen, dass die Achsen der Taumelfinger
einen Winkel α zwischen 10° und 170° und/oder 190° und 350° einschließen. Insbesondere
bei Bohrhämmern setzt sich die Beschleunigungskraft, welche den Bohrhammer in Schwingungen
bzw. in Hin- und Herbewegungen versetzt, aus unterschiedlichen Komponenten zusammen.
Diese Komponenten umfassen hauptsächlich Massenkräfte und eine Druckkraft des Bohrhammers
sowie eine Andruckkraft des Bedieners des Bohrhammers. Um die Beschleunigungskraft
in Gegenphase mit den Ausgleichsmassenkräften des Bohrhammers zu bringen, sollte der
Winkel α zwischen den Achsen der Taumelfinger vorzugsweise zwischen 10° und 170° und/oder
190° und 350° betragen. Hierdurch kann ein optimaler Phasenwinkel zwischen der Bewegung
des Kolbens und der Bewegung der Ausgleichseinheit realisiert werden, so dass die
Schwingungen des Bohrhammers auf ein Minimum reduziert werden können. Vorteilhafterweise
ist der Winkel zwischen den Achsen der Taumelfinger einstellbar. Hierdurch kann die
Ausgleichseinheit sehr fein, vorzugsweise stufenlos eingestellt werden und somit an
alle Belastungsfälle angepasst werden. Insbesondere besteht hierdurch auch die Möglichkeit,
den Taumelantrieb in unterschiedlichen Handwerkzeugmaschinen einzusetzen, da dieser
aufgrund der Winkeleinstellung an alle Handwerkzeugmaschinen angepasst werden kann.
[0006] Vorzugsweise kann die Einstellung des Winkels α über eine bewegbare Lagerung mindestens
eines Taumelfingers an der Taumelscheibe erfolgen. Dies bedeutet eine konstruktiv
einfache, kostengünstige Möglichkeit der Winkeleinstellung.
[0007] Erfindungsgemäß setzt der Taumelfinger eine Rotationsbewegung der Antriebswelle in
eine Translationsbewegung eines Elements und der weitere Taumelfinger eine Rotationsbewegung
der Antriebswelle in eine Translations- und/oder Rotationsbewegung eines weiteren
Elements um. Hierdurch kann ein optimaler Phasenwinkel zwischen der Bewegung eines
ersten Elements und einer Bewegung eines zweiten Elements realisiert werden, so dass
die Schwingungen der Handwerkzeugmaschine auf ein Minimum reduziert werden können.
[0008] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass mindestens ein Element linear geführt ist.
Vorzugsweise sind beide Elemente linear geführt, wodurch eine optimale Austarierung
der im Betrieb der Handwerkzeugmaschine wirkenden Kräfte erreichbar ist.
[0009] Es wird vorgeschlagen, dass es sich bei den Elementen um einen Kolben eines Schlagwerks
der Handwerkzeugmaschine und/oder um eine Ausgleichseinheit handelt. Vorteilhafterweise
bildet die Ausgleichseinheit quasi ein Gegengewicht zum Kolben des Schlagwerks und
erzeugt Gegenmomente zu den infolge der Bewegungen des Kolbens auftretenden bewegten
Massen und Momenten. Hierdurch ist die Laufruhe der Handwerkzeugmaschine erhöht. Vorzugsweise
ist der Kolben linear geführt und die Ausgleichseinheit linear oder rotatorisch gelagert.
[0010] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Ausgleichseinheit vorzugsweise im Wesentlichen
in Richtung einer Bearbeitungsachse der Handwerkzeugmaschine geführt ist. Dabei soll
unter "im Wesentlichen in Richtung einer Bearbeitungsachse" insbesondere verstanden
werden, dass die Führung der Ausgleichseinheit zur Bearbeitungsachse eine Winkelabweichung
kleiner 10° und vorzugsweise kleiner 5° aufweist. Dies ermöglicht eine optimale Austarierung
der in der Handwerkzeugmaschine wirkenden Kräfte, da hierdurch die Ausgleichseinheit
ein optimales Gegengewicht zu dem ebenfalls in Bearbeitungsrichtung geführten Kolben
des Schlagwerks bildet. Zudem erleichtert dies die Montage der Handwerkzeugmaschine,
da die einzelnen Bauteile nur mehr in einer Hauptrichtung in einem Gehäuse der Handwerkzeugmaschine
anzuordnen sind. Alternativ hierzu kann die Ausgleichseinheit auch in Richtung einer
schräg zur Bearbeitungsachse im Raum liegenden Achse geführt sein, welche beispielsweise
mit der Bearbeitungsachse einen Winkel von 45° einschließt, d.h. die Ausgleichseinheit
kann schräg im Raum liegend vorgesehen sein.
[0011] Alternativ wird vorgeschlagen, dass die Ausgleichseinheit um eine Drehachse drehbar
ist. Hierdurch kann auf einfache und kostengünstige Weise eine Reduktion der Schwingungen
der Handwerkzeugmaschine erfolgen, indem über den ersten Taumelfinger die Umsetzung
der Rotationsbewegung der Antriebswelle in eine Translationsbewegung des ersten Elements
und über den zweiten Taumelfinger die Umsetzung der Rotationsbewegung der Antriebswelle
in mindestens eine Rotationsbewegung des weiteren Elements erfolgt.
[0012] Vorteilhafterweise ist die Ausgleichseinheit als scheibenförmiges und/oder U-förmiges
Bauteil ausgebildet. Hierdurch besteht die Möglichkeit, das Bauteil in Bezug auf die
Ausgleichswirkung individuell auszugestalten, indem das Bauteil beispielsweise in
seiner Dicke variiert.
[0013] Besonders vorteilhaft umgibt die Ausgleichseinheit eine Führung des Kolbens und/oder
die Antriebswelle mindestens teilweise bzw. ist die Ausgleichseinheit von einer Führung
des Kolbens und/oder der Antriebswelle durchdrungen. Dies ermöglicht eine optimale
Anpassung des Taumelantriebs an bestehende Konstruktionen, insbesondere die Verwendung
von vorhandenem Bauraum.
Zeichnung
[0014] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Taumelantriebs einer Handwerkzeugmaschine
in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen Taumelantriebs gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Taumelantriebs einer Handwerkzeugmaschine
in einer zweiten Ausführungsform und
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen Taumelantriebs gemäß Fig. 3.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0016] Die Figuren 1 und 3 zeigen eine teilweise geschnittene Darstellung eines Taumelantriebs
10 einer nicht näher dargestellten Handwerkzeugmaschine. Bei der Handwerkzeugmaschine
handelt es sich vorzugsweise um einen Bohrhammer. Der Taumelantrieb 10 umfasst ein
Taumellager 14, Wälzkörper 38 und eine Taumelscheibe 16 mit Taumelfingern 18, 20.
Die Handwerkzeugmaschine besitzt eine Antriebswelle 12, auf welcher der Taumelantrieb
10 mit dem Taumellager 14 befestigt ist. Das Taumellager 14 ist mit der Antriebswelle
12 drehfest verbunden. Das Taumellager 14 weist eine ringförmige Innenlauffläche 40
auf, die in einer nicht senkrecht zu einer Drehachse 42 der Antriebswelle 12 stehenden
Ebene liegt. Um das Taumellager 14 ist die Taumelscheibe 16 angeordnet, die auf ihrer
Innenseite eine der Innenlauffläche 40 des Taumellagers 14 zugeordnete Außenlauffläche
44 aufweist. Zwischen der Innenlauffläche 40 und der Außenlauffläche 44 sind die Wälzkörper
38, vorzugsweise Kugeln, beweglich angeordnet.
[0017] Gemäß den Figuren 2 und 4 sind an einem Umfang der Taumelscheibe 16 ein erster Taumelfinger
18 mit einer ersten Taumelfingerachse 22 und ein zweiter Taumelfinger 20 mit einer
zweiten Taumelfingerachse 24 vorgesehen, die sich radial vom Umfang der Taumelscheibe
16 aus nach außen erstrecken. Die Taumelfinger 18, 20 können hierbei sowohl einstückig
mit der Taumelscheibe 16 ausgebildet sein als auch als separate Bauteile an der Taumelscheibe
16 angebracht sein.
[0018] Erfindungsgemäß schließen die Achsen 22, 24 der Taumelfinger 18, 20 einen Winkel
α ungleich 180° ein. Vorteilhafterweise ist der Winkel α zwischen den Achsen 22, 24
der Taumelfinger 18, 20 einstellbar. Die Einstellung des Winkels α kann über eine
bewegbare Lagerung mindestens eines der Taumelfinger 18 oder 20 an der Taumelscheibe
16 erfolgen, d.h. der Taumelfinger 18 oder 20 ist verstellbar bzw. justierbar an der
Taumelscheibe 16 angeordnet. Vorzugsweise schließen die Achsen 22, 24 der Taumelfinger
18, 20 einen Winkel α zwischen 10° und 170° und/oder 190° und 350° ein.
[0019] Die Taumelfinger 18, 20 setzen eine Rotationsbewegung der Antriebswelle 12 in eine
Translations- und/oder Rotationsbewegung jeweils mindestens eines Elements 26, 28
um, indem die Taumelfinger 18, 20 in Wirkverbindung mit dem jeweiligen Element 26,
28 stehen, wobei mindestens ein Element 26, 28 linear geführt, vorzugsweise zwangsgeführt
ist. Bei den Elementen 26, 28 handelt es sich zum einen um einen Kolben 30 eines nicht
weiter dargestellten Schlagwerks der Handwerkzeugmaschine, der in einer als Hammerrohr
ausgebildeten Führung 36 in Richtung einer Bearbeitungsachse 34 linear geführt ist,
und zum anderen um eine Ausgleichseinheit 32.
[0020] Ein der Taumelscheibe 16 abgewandtes Ende des ersten Taumelfingers 18 steht über
einen Kolbenbolzen 54 mit dem Kolben 30 des Schlagwerks in Wirkverbindung. Ein der
Taumelscheibe 16 abgewandtes Ende des zweiten Taumelfingers 20 steht über eine Ausnehmung
56 in der Ausgleichseinheit 32 mit der Ausgleichseinheit 32 in Wirkverbindung.
[0021] Im ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 2 ist die Ausgleichseinheit
32a über zwei als Stäbe 46a, 48a ausgebildete Längsführungen in Richtung der Bearbeitungsachse
34a der Handwerkzeugmaschine linear geführt, wobei die Ausgleichseinheit 32a im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als scheibenförmiges Bauteil ausgebildet ist. Die Stäbe 46a, 48a
bilden eine Zwangsführung und sind auf geeignete Weise vorzugsweise an ihren Enden
in der Handwerkzeugmaschine gehalten. Sie verlaufen im Wesentlichen parallel zur Antriebswelle
12a. Die scheibenförmige Ausgleichseinheit 32a ist von der als Hammerrohr ausgebildeten
Führung 36a des Kolbens 30a und der Antriebswelle 12a durchdrungen und enthält zwei
Bohrungen 50a und 52a, die jeweils einen der Stäbe 46a, 48a gleitend verschiebbar
aufnehmen. Hierdurch ist die Ausgleichseinheit 32a in der Handwerkzeugmaschine parallel
zur Drehachse 42a der Antriebswelle 12a hin- und her verschiebbar angeordnet, so dass
der Taumelfinger 18a eine Rotationsbewegung der Antriebswelle 12a in eine Translationsbewegung
des Kolbens 30a und der weitere Taumelfinger 20a eine Rotationsbewegung der Antriebswelle
12a in eine Translationsbewegung der Ausgleichseinheit 28a umsetzt.
[0022] Im Betrieb der Handwerkzeugmaschine wird die Antriebswelle 12a zusammen mit dem Taumellager
14a gedreht. Aufgrund der schräg liegenden Innenlauffläche 40a des Taumellagers 14a
werden die darin umlaufenden Wälzkörper 38a und mit ihnen die Taumelscheibe 16a in
eine Taumelbewegung versetzt, die durch die Führung der Elemente 26a, 28a in eine
lineare Hin- und Herbewegung der Elemente 26a, 28a umgewandelt wird. Der erste Taumelfinger
18a bewirkt eine Umwandlung der Rotationsbewegung der Antriebswelle 12a in eine entlang
der Bearbeitungsachse 34a hin- und hergehende Bewegung des Kolbens 30a in dem Hammerrohr
36a des Schlagwerks. Gleichzeitig bewirkt der zweite Taumelfinger 20a eine Umwandlung
der Rotationsbewegung der Antriebswelle 12a in eine parallel zur Drehachse 42a der
Antriebswelle 12a hin- und hergehende Bewegung der Ausgleichseinheit 32a, wobei die
Richtung der Drehachse 42a und die Richtung der Bearbeitungsachse 34a im Wesentlichen
übereinstimmen.
[0023] Im zweiten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3 und 4 ist die Ausgleichseinheit
32b um eine Drehachse 58b drehbar, so dass der Taumelfinger 18b eine Rotationsbewegung
der Antriebswelle 12b in eine Translationsbewegung des Kolbens 30b und der weitere
Taumelfinger 20b eine Rotationsbewegung der Antriebswelle 12b in eine Translations-
und/oder Rotationsbewegung der Ausgleichseinheit 28b umsetzt.
[0024] Im Betrieb der Handwerkzeugmaschine wird die Antriebswelle 12b zusammen mit dem Taumellager
14b gedreht. Aufgrund der schräg liegenden Innenlauffläche 40b des Taumellagers 14b
werden die darin umlaufenden Wälzkörper 38b und mit ihnen die Taumelscheibe 16b in
eine Taumelbewegung versetzt, die durch die Führung bzw. Lagerung der Elemente 26b,
28b in eine lineare Hin-und Herbewegung und/oder Rotationsbewegung der Elemente 26b,
28b umgewandelt wird. Der erste Taumelfinger 18b bewirkt eine Umwandlung der Rotationsbewegung
der Antriebswelle 12b in eine entlang der Bearbeitungsachse 34b hin- und hergehende
Bewegung des Kolbens 30b in dem Hammerrohr 36b des Schlagwerks. Gleichzeitig bewirkt
der zweite Taumelfinger 20b eine Umwandlung der Rotationsbewegung der Antriebswelle
12b in eine Bewegung um die Drehachse 58b und/oder eine parallel zur Drehachse 42b
der Antriebswelle 12b hin- und hergehende Bewegung der Ausgleichseinheit 32b, wobei
die Richtung der Drehachse 42b und die Richtung der Bearbeitungsachse 34b im Wesentlichen
übereinstimmen.
1. Taumelantrieb (10) einer Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohr- und/oder Meißelhammer,
die eine Antriebswelle (12) aufweist, mit einem auf der Antriebswelle (12) angeordneten
Taumellager (14) und mit einer auf dem Taumellager (14) gelagerten Taumelscheibe (16),
an welcher mindestens zwei Taumelfinger (18, 20) mit Taumelfingerachsen (22, 24) vorgesehen
sind, wobei der Taumelfinger (18) eine Rotationsbewegung der Antriebswelle (12) in
eine Translationsbewegung eines Elements (26) und der weitere Taumelfinger (20) eine
Rotationsbewegung der Antriebswelle (12) in eine Translations- und/oder Rotationsbewegung
eines weiteren Elements (28) umsetzt dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (22, 24) der Taumelfmger (18, 20) einen Winkel (α) zwischen 10° und 170°
und/oder 190° und 350° einschließen.
2. Taumelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) zwischen den Achsen (22, 24) der Taumelfinger (18, 20) einstellbar
ist.
3. Taumelantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des Winkels (α) über eine bewegbare Lagerung mindestens eines Taumelfingers
(18, 20) an der Taumelscheibe (16) erfolgt.
4. Taumelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Element (26, 28) linear geführt ist.
5. Taumelantrieb nach einem der vorkergekenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Elementen (26, 28) um einen Kolben (30) eines Schlagwerks der Handwerkzeugmaschine
und/oder um eine Ausgleichseinheit (32) handelt.
6. Taumelantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichseinheit (32) im Wesentlichen in Richtung einer Bearbeitungsachse (34)
der Handwerkzeugmaschine und/oder in Richtung einer schräg zu einer Bearbeitungsachse
(34) der Handwerkzeugmaschine im Raum liegenden Achse geführt ist.
7. Taumelantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichseinheit (32) um eine Drehachse (58) drehbar ist.
8. Taumelantrieb nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichseinheit (32) als scheibenförmiges und/oder U-förmiges Bauteil ausgebildet
ist.
9. Taumelantrieb nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichseinheit (32) eine Führung (36) des Kolbens (30) und/oder die Antriebswelle
(12) mindestens teilweise umgibt.
1. Wobble drive (10) for a portable power tool, in particular a rotary and/or demolition
hammer, which has a drive shaft (12), having a wobble bearing (14) arranged on the
drive shaft (12) and having a wobble plate (16) mounted on the wobble bearing (14),
at least two wobble fingers (18, 20) having wobble finger axes (22, 24) being provided
on said wobble plate (16), wherein the wobble finger (18) converts a rotary movement
of the drive shaft (12) into a translatory movement of one element (26) and the further
wobble finger (20) converts a rotary movement of the drive shaft (12) into a translatory
and/or rotary movement of a further element (28), characterized in that the axes (22, 24) of the wobble fingers (18, 20) enclose an angle (α) of between
10° and 170° and/or 190° and 350°.
2. Wobble drive according to Claim 1, characterized in that the angle (α) between the axes (22, 24) of the wobble fingers (18, 20) is settable.
3. Wobble drive according to Claim 2, characterized in that the angle (α) is set via a movable bearing of at least one wobble finger (18, 20)
on the wobble plate (16).
4. Wobble drive according to Claim 1, characterized in that at least one element (26, 28) is guided linearly.
5. Wobble drive according to one of the preceding claims, characterized in that the elements (26, 28) are a piston (30) of a percussion mechanism of the portable
power tool and/or a compensating unit (32).
6. Wobble drive according to Claim 5, characterized in that the compensating unit (32) is guided substantially in the direction of a machining
axis (34) of the portable power tool and/or in the direction of an axis located spatially
at an angle to a machining axis (34) of the portable power tool.
7. Wobble drive according to Claim 5, characterized in that the compensating unit (32) is rotatable about a rotation axis (58).
8. Wobble drive according to one of Claims 5 to 7, characterized in that the compensating unit (32) is in the form of a disc-shaped and/or U-shaped component.
9. Wobble drive according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the compensating unit (32) at least partially surrounds a guide (36) for the piston
(30) and/or the drive shaft (12).
1. Entraînement oscillant (10) d'une machine-outil à main, en particulier d'un marteau
perforateur et/ou percuteur, qui présente un arbre d'entraînement (12), avec un palier
oscillant (14) disposé sur l'arbre d'entraînement (12) et un disque oscillant (16)
monté sur le palier oscillant (14), sur lequel sont prévus au moins deux doigts oscillants
(18, 20) avec des axes de doigts oscillants (22, 24), le doigt oscillant (18) convertissant
un mouvement de rotation de l'arbre d'entraînement (12) en un mouvement de translation
d'un élément (26) et le doigt oscillant supplémentaire (20) convertissant un mouvement
de rotation de l'arbre d'entraînement (12) en un mouvement de translation et/ou de
rotation d'un élément (28) supplémentaire, caractérisé en ce que les axes (22, 24) des doigts oscillants (18, 20) forment un angle (α) compris entre
10° et 170° et/ou 190° et 350°.
2. Entraînement oscillant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle (α) entre les axes (22, 24) des doigts oscillants (18, 20) peut être ajusté.
3. Entraînement oscillant selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'ajustement de l'angle (α) s'effectue par le biais d'un support sur palier mobile
d'au moins un doigt oscillant (18, 20) sur le disque oscillant (16).
4. Entraînement oscillant selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un élément (26, 28) est guidé de manière linéaire.
5. Entraînement oscillant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments (26, 28) sont un piston (30) d'un mécanisme de percussion de la machine-outil
à main et/ou une unité de compensation (32).
6. Entraînement oscillant selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'unité de compensation (32) est guidée essentiellement dans la direction d'un axe
de traitement (34) de la machine-outil à main et/ou dans la direction d'un axe situé
dans l'espace obliquement par rapport à un axe de traitement (34) de la machine-outil
à main.
7. Entraînement oscillant selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'unité de compensation (32) peut tourner autour d'un axe de rotation (58).
8. Entraînement oscillant selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que l'unité de compensation (32) est réalisée sous forme de composant en forme de disque
et/ou en forme de U.
9. Entraînement oscillant selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que l'unité de compensation (32) entoure au moins partiellement un guide (36) du piston
(30) et/ou l'arbre d'entraînement (12).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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