[0001] Die Erfindung betrifft einen Schwellenschuh mit einem Boden und Seitenwänden, die
aus einem elastischen Material gefertigt sind, wobei auf den Boden und diesen überragend
Felder-elemente angeordnet sind und zwischen den Federelementen Zwischenräume ausgebildet
sind, sowie ein Verfahren zur Herstellung dieses Schwellenschuhs, nach dem aus einem
elastischen Material ein Boden und Seitenwände des Schwellenschuhs durch Vulkanisation
in einer Form hergestellt werden, wobei auf dem Boden Federelemente derart angeordnet
werden, dass zwischen diesen Zwischenräume frei bleiben.
[0003] Elastische Schwellenummantelungen werden häufig im Bereich fester Fahrbahnen als
elastische Entkopplung zwischen Fahrweg und Untergrund verwendet. Dabei kann die gesamte
Schwelle, also bspw. eine Monoblock- bzw. Biblockschwelle, mit einer elastischen Ummantelung,
z.B. aus Naturgummi (NR), Styrolbutadiengummi (SBR) oder Vulkanisaten aus Ethylen-Propylen-Dien-Monomeren
(EPDM), versehen. Auf den Boden dieser Ummantelung wird derzeit überwiegend zelluläres
Material auf Polyurethan (PUR), EPDM oder auf NR/SBR-Basis aufgelegt, um eine entsprechende
vertikale Elastizität einstellen zu können. Dieses zelluläre Material ist normalerweise
plattenförmig. Daneben besteht die Möglichkeit, die vertikale Elastizität durch einzelne
Federelemente zu realisieren. Das elastische Verhalten wird dabei durch die Verformbarkeit
dieser Federelemente erreicht, welche durch Hohlräume zwischen den Federelementen
ermöglicht wird. Dabei tritt jedoch auf Freilandstrecken das Problem auf, dass sich
Wasser zwischen den Federelementen sammeln kann. Bei tiefen Temperaturen bildet sich
daraus Eis, welches das elastische Verhalten der Federelemente reduziert.
[0004] Zur Lösung dieses Problems wurde in der
DE 92 02 613 U1 ein Schienensockel zur Verankerung von Eisenbahnschienen in einem festen, schotterlosen
Oberbau vorgeschlagen, der mit seinem unteren Bereich in einen aus einer Bodenplatte
und Seitenwänden aus elastischem Material bestehenden Schwellenschuh eingesetzt und
mit diesen in entsprechenden Ausnehmungen des Oberbaus gelagert ist, wobei im Bereich
der Oberkante der Seitenwände eine diese gegen die Seitenflächen des Schienensockels
umlaufend abdichtende Verbindung vorgesehen ist.
[0005] Eine ähnliche Lösung sieht die
DE 297 19 400 U1 vor, nach der der Schienensockel mit einer umlaufenden Nut ausgeführt ist, der Schwellenschuh
einstückig ausgebildet ist und am oberen Schwellenschuhrand einen angeformten Dichtwulst
aufweist, der einen zum Schienensockel hin gekröpften, in der umlaufenden Nut des
Schienensockels verankerbaren Dichtkopf hoher Dehnfähigkeit aufweist.
[0006] Unter anderem zur Erhöhung der Dichtheit schlägt die
DE 698 07 31 T2 wiederum eine steife Schale für den Schwellenschuh vor, sodass dieser seine Dichtheit
unter Bedingungen auch dann behält, wenn ein herkömmlicher Schuh aus elastischem Material
Gefahr laufen würde zu zerreisen oder durchzubrechen. Dabei werden elastische Segmente
unter Druck - und scherungselastischer Vorspannung eingesetzt.
[0007] Prinzipiell ist es auch bekannt, großflächige Masse-Feder-Systeme, wie sie zur Dämpfung
von Vibrationen im Gleisbau eingesetzt werden, mit durch an einer tragenden Schicht
mit Abstand zueinander angeordneten, zahlreichen elastischen Stützteilen zu versehen,
wobei eine den Raum zwischen den Stützteilen teilweise ausfüllende, nicht tragende
Füllschicht, die den Eintritt von Wasser in diesen Raum verhindert, vorgesehen ist,
wie dies z.B. die
CH 513,302 A beschreibt. Dieses dort beschrieben Dämpfungselement weist zusätzlich eine die Füllschicht
und die Stützteile umschließende, wasserdichte Haut auf. Anders als bei Schwellenschuhen
ruht hier die Schwelle nicht auf den Federelementen selbst, sondern ist zwingend eine
Tragplatte vorgesehen, um eine Gewichtsverteilung auf die einzelnen Federelemente
zu ermöglichen. Diese Tragplatte verfüllt ihrerseits auch eine Barrierefunktion für
eindringendes Wasser in die Hohlräume, die zwischen den Federelementen und dem Füllstoff
an der Unterseite dieses Dämmelementes ausgebildet sind.
[0008] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, die Dämpfungscharakteristik eines Schwellenschuhs
auch bei feuchten Umweltbedingungen möglichst unverändert beizubehalten.
[0009] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch einen durch den Anspruch 1 definierten Schwellenschull
gelöst, sowie durch das erfindungsgemäße Verfahren nach dem ein derart tiger Füllstoff
die Zwischenräume zumindest annähernd vollständig ausfüllend angeordnet wird. Durch
die zumindest annähernd vollständige Auffüllung der Zwischenräume wird die Wasseraufnahmekapazität
des Schwellenschuhs in diesem Bereich auf ein Minimum reduziert - das dort angesammelte
Wasser kann herstellungsbedingt sein oder durch eindringendes Wasser von außen - wobei
aufgrund der elastischen Materialien, insbesondere der Elastizität des Schwellenschuhs
selbst, ein Auspressen dieses Wasser bei Zugüberfahrten durch die elastische Verformbarkeit
des Schwellenschuhs während der Belastung erfolgen kann. Es ist dabei nicht zwingend
erforderlich, Abflussöffnungen für eindringendes Wasser im Schwellenschuh selbst,
wie dies zum Teil ebenfalls im Stand der Technik beschrieben wurde, vorzusehen. Aufgrund
der relativen Sekantensteifigkeit im Bezug auf die Sekantensteifigkeit der Fe- , derelemente
selbst ist es einerseits möglich, Federelemente unterschiedlichster Federcharakteristika
zu verwenden und andererseits wird durch die geringe Sekantensteifigkeit dieses zweiten
elastischen Materials des Füllstoffes erreicht, dass dieser zu keiner bzw. keiner
wesentlichen Erhöhung der Gesamtsteifigkeit des Systems beiträgt, also die Einfederungscharakteristik
des Schwellenschuhs im Wesentlichen ausschließlich durch die Federelemente bestimmt
wird, und somit die Auslegung dieses Dämpfungssystems einfacher durchgeführt werden
kann. Es wird somit also die elastische Verformung der Federelemente durch den Füllstoff,
aufgrund dessen Elastizität, nicht behindert. Indem dieser Füllstoff die Zwischenräume
zumindest annähernd ausfüllt ist das Restvolumen an Wasser in diesem Bereich Null
bzw. verschwindend gering, sodass auch durch Eisbildung im Winter die Schwingungsdämpfung
nicht bzw. kaum beeinflusst wird.
[0010] Zur Verbesserung dieses Effektes ist nach einer Ausführungsvariante der Erfindung
vorgesehen, dass der Füllstoff eine Sekantensteifigkeit aufweist, die maximal 10 %
der Sekantensteifigkeit der Federelemente beträgt. Es wird damit ein ausreichend hoher
Abstand zur Sekantensteifigkeit der Federelemente realisiert, sodass also die Funktion
dieses Füllstoffes auf das Wesentliche, nämlich die Vermeidung von Wasseransammlungen
im Bodenbereich des Schwellenschuhs zu vermeiden, konzentriert werden kann.
[0011] Insbesondere kann der Füllstoff auch eine Sekantensteifigkeit aufweisen, die maximal
5 % der Sekantensteifigkeit der Federelemente beträgt.
[0012] Es ist weiters möglich, dass eine Füllhöhe des Füllstoffes größer ist, als eine Federelementhöhe
der, ggf. niedrigsten, Federelemente in dieser Richtung. Dadurch wird erreicht, dass
dieser Füllstoff, nach dem einbringen der Schwelle komprimiert vorliegt, sodass also
die Zwischenräume zu einem höheren Anteil mit diesem Füllstoff ausgefüllt sein können.
Für den Fall, dass die Federelemente eine unterschiedliche Höhe aufweisen - es besteht
im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, Federelemente unterschiedlicher Sekantensteifigkeit
bzw. Federelemente mit unterschiedlichen Abmessungen zu verwenden, um damit die Federcharakteristik
des Systems entsprechend anpassen zu können, bspw. um Kurvenüberhöhungen etc. berücksichtigen
zu können - wird bevorzugt, dass der Füllstoff sich im Wesentlichen bis maximal der
Höhe der höchsten Federelemente erstreckt, da damit das "Ausquetschen" von eventuell
vorhandenem Wasser aus dem Schwellenschuh erleichtert wird.
[0013] Es ist aber nach einer Variante hierzu auch möglich, dass der Füllstoff zumindest
einen Teil der Federelemente, die mit geringerer Federelementhöhe als die größte Federelementhöhe
ausgebildet sind, in horizontaler Richtung überdeckend angeordnet ist, sodass also
bei unterschiedlich hohen Federelementen die Schwelle selbst im Wesentlichen auf einer
ebenen Oberfläche ruht, wobei durch die geringe Sekantensteifigkeit des zweiten elastischen
Materials des Füllstoffes das Dämpfungsverhalten auch der mit geringerer Höhe ausgebildeten
Federelemente nicht bzw. kaum durch den darüber angeordneten - in Richtung auf die
Schwelle betrachtet - Füllstoff beeinflusst wird.
[0014] Der Füllstoff kann die Federelemente um einen Wert in der Höhe überragen, der ausgewählt
ist aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 1 mm und einer oberen Grenze von
10 mm. Überhöhungen des Füllstoffes in Bezug auf die Federelemente ausgewählt aus
diesem Bereich haben in praktischen Versuchen ein sehr gutes Verhältnis zwischen Raumausfüllung
durch Komprimierung des Füllstoffes einerseits und Beibehaltung der Federcharakteristik
durch die Federelemente andererseits gezeigt. Unterhalb von 1 mm ist die Kompression
des Füllstoffes durch das Eigengewicht der Schwelle so gering, dass zwar noch eine
verbesserte Raumausfüllung der Zwischenräume durch die Kompression des Füllstoffes
beobachtbar ist, allerdings ab diesem Wert eine deutliche Verbesserung dieses Effektes
beobachtbar ist. Überhöhungen größer als 10 mm versteifen unter Umständen den Füllstoff,
dass damit auch eine Versteifung des Gesamtsystems der Federelemente eintreten kann.
[0015] Bevorzugt überragt der Füllstoff zumindest einzelne Federelemente um einen Bereich,
der ausgewählt ist aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 2 mm und einer oberen
Grenze von 8 mm.
[0016] Es ist weiters möglich, dass zumindest eine der Schwelle zuwendbare Oberfläche des
Füllstoffes hydrophob ist, wodurch einerseits Wasseransammlungen in diesem Bereich
besser vermieden werden können und andererseits das "Ausquetschen" des Wassers durch
überfahrende Schienenfahrzeuge besser erfolgt, insbesondere wenn als Füllstoff Schaumstoff
eingesetzt werden.
[0017] Dabei ist es einerseits möglich, dass der Füllstoff selbst bereits hydrophobe Eigenschaften
aufweist, andererseits ist es möglich, dass die Oberfläche des Füllstoffes hydrophobiert
wird, bspw. dieser mit einem Silikonöl besprüht wird, wobei bei zellulärem Material
vorzugsweise die gesamte Oberfläche hydrophobiert wird. Durch diese Ausgestaltung
der Erfindung ist es möglich, z.B. auch offenzelliges Material zu verwenden, wodurch
die Bandbreite an einsetzbaren Werkstoffen zur Aufgabenlösung verbreitert werden kann.
[0018] Bevorzugt werden Füllstoffe verwendet, die eine Wasseraufnahmekapazität nach ASTM
D 1056 (bzw. DIN ISO 2896) von maximal 7 Vol.-% aufweisen, zur weiteren Verbesserung
des Grundeffektes der Erfindung.
[0019] Die maximale Wasseraufnahmekapazität des Füllstoffes nach ASTM D 1056 (bzw. DIN ISO
2896) kann dabei insbesondere maximal 5 Vol.-%, vorzugsweise maximal 4 Vol.-% betragen.
[0020] Als zweites elastisches Material des Füllstoffes wird erfindungsgemäß ein Werkstoff
eingesetzt der ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend HD-PE (High Density Polyethylene),
PP (Polypropylen), PUR, NR, SBR, EPDM, EPS (expandierter Polystyrolschaum), XPS (extrudierter
Polystyrolschaum), EVA (Ethyl Vinyl Acetat), TPE (Thermoplastische Elastomere), wie
z.B. TPO (Thermoplastische Olefine), beispielsweise EPDM/PP, oder TPE-S (Polystyrol-Poly-dien-Blockcopolymere)
oder TPE-U (Thermoplastische Polyurethan-Elastomere). Insbesondere mit diesen Werkstoffen
konnten sehr gute Ergebnisse in Hinblick auf die Aufgabenlösung der vorliegenden Erfindung
festgestellt werden.
[0021] Bevorzugt wird als Füllstoff ein Schaumstoff verwendet, aufgrund dessen niedrigen
Eigengewichts einerseits und andererseits der damit erreichbaren Elastizität, sodass
kurzfristige Druckbeaufschlagung des Füllstoffes diesen nicht zu einer dauerhaften
Formveränderung bringt, sondern der Füllstoff nach Druckentlastung wieder in seine
Ausgangslage zurückkehrt und somit das Raumausfüllvermögen verbessert ist.
[0022] Besonders bevorzugt wird ein Schaumstoff verwendet, der eine mittlere Porengröße
aufweist, die ausgewählt ist aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 10 µm
und einer oberen Grenze von 3 mm, da damit das elastische Verhalten dieses Füllstoffes
besonders effektiv gestaltetet werden kann, insbesondere wenn die Oberfläche des Füllstoffes
hydrophobiert ist, sodass das Eindringen von Wasser in die Poren zuverlässiger verhindert
werden kann.
[0023] Bevorzugt wird ein Schaumstoff verwendet, der mittlere Porengröße aufweist, die ausgewählt
ist aus einen Bereich mit einer unteren Grenze von 0,2 mm und einer oberen Grenze
von 2 mm, insbesondere ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 0,3
mm und einer oberen Grenze von 1 mm.
[0024] Insbesondere wird jedoch nach der Erfindung ein geschlossenzelliger elastischer Schaumstoff
verwendet, wegen der geringen Wasseraufnahmekapazität derartiger Schaumstoffe.
[0025] Eine weitere Verbesserung kann damit erzielt werden, dass der Füllstoff adhäsiv mit
den Federelementen verbunden ist, sodass dieser lagefixiert im Schwellenschuh angeordnet
ist und damit ein Verrutschen unter gleichzeitiger Freigabe von Hohlräumen vermieden
werden kann. Dazu kann entweder ein eigenes Adhäsiv, also ein Klebstoff, verwendet
werden, andererseits ist es möglich, dass der Füllstoff durch direktes Aufschäumen
zwischen den Federelementen erzeugt wird und dabei die adhäsive Anbindung an die Federelemente
erfolgt.
[0026] Um Alterungserscheinungen aufgrund mikrobiellen Abbaus der elastischen Elemente des
Schwellenschuhs in feuchtem Milieu vorzubeugen, ist nach einer Ausfiihrungsvariante
vorgesehen, den Füllstoff mit einem bakteriziden oder fungiziden Wirkstoff zu versehen.
Es kann damit ebenfalls die Federcharakteristik des Schwellenschuhs über einen längeren
Zeitraum aufrechterhalten werden, wenn geringfügige Mengen an Wasser in den Schwellenschuh
eindringen. Als bakterizide bzw. fungizide Wirkstoffe kann dabei z.B. Silber (Silberionen)
verwendet werden. Es ist auch möglich die Oberfläche der Füllstoffe durch katalytische
Aufpfropfung von derartig wirkenden Molekülgruppen bzw. Molekülen zu modifizieren.
[0027] Zur besseren Lagefixierung der Federelemente können diese am Boden des Schwellenschuhs
anvulkanisiert sein, wodurch ebenfalls das Aufklaffen von Hohlräumen zwischen Federelementen
und Füllstoff während der Überfahrt von Schienenfahrzeugen besser vermieden werden
kann.
[0028] In Ausführungsvarianten des Verfahrens ist vorgesehen, dass der Füllstoff als elastische
Platte hergestellt wird und in dieser Vertiefungen ausgebildet werden, die hinsichtlich
ihrer Geometrie zumindest annähernd den Federelementen entsprechen und diese Platte
nach der Vulkanisation auf den Boden des Schwellenschuhs aufgelegt wird, bzw. das
als Füllstoff ein aufschäumbarer Rohstoff verwendet wird, der vor dem Einsetzen einer
Schwelle in den Zwischenräumen eingebracht und nach dem Einsetzen der Schwelle aufgeschäumt
wird, bzw. das der Schwellenschuh nach einem 2-Komponentenverfahren hergestellt wird,
wobei während der Vulkanisation ein aufschäumbarer Rohstoff für den Füllstoff in die
Form in die Zwischenräume zwischen den Federelementen eingebracht und aufgeschäumt
wird. Insbesondere durch die beiden Varianten durch direktes Aufschäumen des Füllstoffes
im Schwellerischuh wird eine sehr vollständige Ausfüllung der Zwischenräume erreicht,
wobei es nach dem 2-Kom-ponentenverfahren möglich ist, die elastische Schwellenummantelung
in einem Arbeitsschritt herzustellen. Sollten beide Aufschäumvarianten nicht möglich
sein, so bietet die Plattenausgestaltung des Verfahrens eine sehr hohe Variabilität
in Hinblick auf unterschiedlichste Geometrien von Federelementen, wobei diese ggf.
auch vor Ort, d. h. auf der Baustelle, direkt angepasst werden können.
[0029] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand nachfolgender Figuren näher
erläutert.
[0030] Es zeigen in jeweils stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einem Gleis mit Schwelle, Schwellenschuh und darauf angeordnetem
Schienenteilstück;
- Fig. 2
- den Gleisausschnitt nach Fig. 1 in Seitenansicht;
- Fig. 3
- den Gleisausschnitt nach Fig. 2, geschnitten nach der Linie III-III;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus einer Ausführungsvariante des Schwellenschuhs im Querschnitt;
- Fig. 5
- einen Ausschnitt aus einer weiteren Ausführungsvariante des Schwellenschuhs im Querschnitt.
[0031] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausfiihrungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0032] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0033] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine erste Ausführungsvariante eines Schwellenschuhs 1
für eine Schwelle 2. Dazu sind in den Figuren 1 bis 3 jeweils Ausschnitte aus einem
Gleisaufbau 3 für eine so genannte feste Fahrbahn dargestellt. Dieser Gleisaufbau
3 besteht aus der Schwelle 2, die bei dieser Ausführungsvariante als so genannte Kurzschwelle
ausgeführt ist, dem Schwellenschuh 1, der die Schwelle 2 im unteren Bereich umgibt,
sodass also diese Schwelle 2 zu einem Großteil ihres Volumens vom Schwellenschuh aufgenommen
ist, einer Montageplatte 4, über die eine Schiene 5 an der Schwelle 2 befestigt wird,
wobei zur Befestigung der Schiene 5 auf dieser Montageplatte 4 herkömmliche Montageeinrichtungen,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, verwendet werden können, beispielsweise
in Form einer X- oder W-Befestigung oder Hakenschraubenbefestigung. Zwischen der Montageplatte
4 und der Schwelle 2 ist ein erstes Dämpfungselement 6, zwischen einem Schienenfuß
7 und der Montageplatte 4 ein zweites Dämpfungselement 8 in Form einer Schienenzwischenlage
angeordnet.
[0034] Die Schwelle 2 kann mit einer weiteren Schwelle 2 über eine nicht dargestellte Querstrebe
zu einer Querschwelle verbunden sein. Weiters wird die Schwelle 2 normalerweise von
einer Ausnehmung in einer Bodenplatte, insbesondere aus Beton, aufgenommen.
[0035] Dieser prinzipielle Aufbau ist bereits aus dem Stand der Technik bekannt, teilweise
z. B. aus der eingangs genannten
DE 92 02 613 U1.
[0036] Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Kurzschwellen beschränkt, sondern kann der
Schwellenschuh 1 auch für so genannte Langschwellen verwendet werden. Weiters besteht
die Möglichkeit, die Schwelle 2 als Monoblock- oder Biblock-Schwelle, beispielsweise
H-Schwelle, auszuführen. Des Weiteren ist die Erfindung nicht auf Betontragplatten
zur Aufnahme der Schwellen 2 beschränkt, sondern können ebenfalls Schotterunterbauten,
etc. verwendet werden.
[0037] Wie besser aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist der Schwellenschuh 1 einen Boden 9 sowie
Seitenwände 10 auf. An einer inneren Oberfläche 11 der Seitenwände 10 sind rippenförmige
Stege 12 vorgesehen, die zur Dämpfungscharakteristik des Schwellenschuhs 1 beitragen.
Diese Stege 12 sind dabei mit zunehmender Höhe in Richtung vom Boden 9 auf die Schiene
5 ausgebildet, sodass die Seitenwände 10 gegenüber dem Boden 9 - im Querschnitt betrachtet
- konisch verlaufend ausgebildet sind. Insbesondere sind diese Stege 12 umlaufend
über den gesamten Umfang der Seitenwände 10 verlaufend angeordnet. Es sind also keine
Freistellungen zwischen einzelnen Segmenten vorhanden, wie dies beispielsweise in
der oben genannten
DE 698 07 031 T2 zur Entwässerung beschrieben werden. Obwohl also diese Freistellungen bei der Erfindung
nicht zwingend erforderlich sind, können diese selbstverständlich angeordnet werden.
Es ist weiters die beschriebene konische Ausführung der Seitenwände 10 nicht zwingend
erforderlich.
[0038] Auf dem Boden 9 sind bei dieser Ausführungsvariante des Schwellenschuhs 1 Federelemente
13 aus einem ersten elastischen Material des Schwellenschuhs selbst ausgebildet, also
einstückig mit dem Boden 9 hergestellt. Diese Federelemente 13 sind dabei noppenförmig
ausgebildet, mit zumindest annähernd quadratischem Querschnitt (in Draufsicht gesehen).
Mit Hilfe dieser Federelemente 13 wird die Einfederungscharakteristik und damit das
Dämpfungsverhalten des Systems, also des Schwellenschuhs 1 - neben dem Dämpfungsvermögen
der Dämpfungselemente 6, 8 - bestimmt.
[0039] Es sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung die Ausbildung des Schwellenschuhs
1 selbst betrifft, sodass also im Hinblick auf die weiteren Dämpfungselemente 6, 8
anzumerken ist, dass beispielsweise das Dämpfungselement 6 nicht zwingend vorhanden
sein muss. Auch im Hinblick auf die Dämpfungscharakteristik dieser Dämpfungselemente
6, 8, beispielsweise durch unterschiedliche Kombinationen an harten und weichen Segmenten
für diese Dämpfungselemente 6, 8 sei auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
[0040] Es ist weiters nicht zwingend erforderlich, dass die Federelemente 13 aus dem Material
des Bodens 9 des Schwellenschuhs 1 gefertigt sind, insbesondere einstückig mit diesem
verbunden sind. So ist es im Rahmen der Erfindung durchaus möglich, dass diese Federelemente
13, z.B. in Form einer Gummimatte, nachträglich auf den Boden 9 des Schwellenschuhs
1 aufgelegt werden. Es ist des weiteren nicht zwingend erforderlich, dass diese Dämpfungselemente
13 einen zumindest annähernd quadratischen Querschnitt aufweisen, beispielsweise sind
auch andere Querschnitte, wie z.B. runde, rechteckige, polygonale Querschnitte im
Rahmen der Erfindung möglich und wird über diese unterschiedlichen Querschnittsformen
- wobei auch Mischformen innerhalb eines Schwellenschuhs 1 möglich sind - die Federungscharakteristik
des Schwellenschuhs 1, d. h. des gesamten Gleisaufbaus 3, an die jeweiligen Erfordernisse
angepasst, die beispielsweise bei Kurvenstrecken deutlich unterschiedlich sein können
zu Geradstrecken.
[0041] Es ist im Rahmen der Erfindung weiters möglich, dass Federelemente 13 mit unterschiedlichem
Durchmesser - in Draufsicht betrachte - verwendet werden, ebenfalls um die Einfederungscharakteristik
an die jeweiligen Gegebenheiten und Erfordernisse anzupassen. So sind beispielsweise
Kombinationen mit dünnen und dicken Federelementen 13 möglich, um beispielsweise Kurvenlagen
ausgleichen zu können.
[0042] Die Federelemente 13 müssen auch nicht noppenartig ausgebildet sein, wenngleich dies
die bevorzugte Ausführungsvariante ist, sondern können streifenförmige Federelemente
13, die sich zumindest annähernd über die gesamte Breite des Bodens 9 erstrecken,
verwendet werden.
[0043] Zwischen den einzelnen Federelementen 13 sind Zwischenräume 14 ausgebildet, in denen
erfindungsgemäß ein Füllstoff 15 angeordnet ist. Dieser Füllstoff 15 füllt dabei diese
Zwischenräume 14 zumindest annähernd vollständig, bevorzugt zur Gänze, aus.
[0044] Als Füllstoff 15 wird insbesondere ein geschlossenzelliger Schaumstoff verwendet,
vorzugsweise ausgewählt aus einer Gruppe umfassend HD-PE, PP, PUR, NR, SBR, EPDM,
EPS, XPS, EVA, TPE. Prinzipiell sind aber auch offenzellige Schaumstoffe einsetzbar,
insbesondere wenn diese, wie bereits voranstehend ausgeführt, zumindest oberflächlich
hydrophobiert sind bzw. aus einem hydrophoben Material bestehen. Die Porengröße des
Schaumstoffes kann dabei ausgewählt sein aus einem Bereich mit einer unteren Grenze
von 10µm und einer oberen Grenze von 3 mm. Bevorzugt sind sämtliche Zwischenräume
14 zwischen den Federelementen 13 im Boden 9 mit dem Füllstoff 15 zu versehen. Es
besteht jedoch auch die Möglichkeit, sollte dies erforderlich sein, die nutförmigen
Vertiefungen zwischen den Stegen 12 in den Seitenwänden 10 mit diesem Füllstoff 15
zu versehen.
[0045] In einer ersten Ausführungsvariante ist eine Füllhülle 16 des Füllstoffes 15 in den
Zwischenräumen 14 so bemessen, dass diese Zwischenräume 14 zumindest annähernd gerade
ausgefüllt sind, also im wesentlichen einer Federelementhöhe 17 entspricht. Allerdings
kann in einer zweiten Ausführungsvariante dazu, diese Füllhöhe 16 so bemessen sein,
dass der Füllstoff 15 über die Federelemente 13 in vertikaler Richtung vorsteht, also
die Füllhöhe 16 größer ist, als die Füllelementhöhe 17. Damit wird erreicht, dass
dieser Füllstoff 15 durch das Einbringen der Schwelle 2 in den Schwellenschuh 1 komprimiert
wird und somit die Zwischenräume 14 mit höherer Sicherheit ausgefüllt werden.
[0046] Der Füllstoff 16 weist erfindungsgemäß eine Sekantensteifigkeit auf, die - in Abhängigkeit
vom ersten elastischen Material, welches für die Federelemente 13 und gegebenenfalls
den Boden 9 sowie die Seitenwände 10 verwendet wird - maximal so groß, dass die Einfederungscharakteristik
über die Federelemente 13 bei deren Belastung durch ein überfahrendes Schienenfahrzeug
nicht bzw. nur unwesentlich beeinflusst wird, also es zu keiner Aufsteifung des Gesamtsystems
"Schwellenschuh 1" kommt.
[0047] Mit "unwesentlich beeinflusst" im Sinne der Erfindung ist gemeint, dass die Einfederungscharakteristik
der Federelemente 13 bei quasistatischer Belastung (DIN 45673) durch den Füllstoff
15 um maximal 10% verschlechtert wird.
[0048] Insbesondere weist der Füllstoff 15 eine Sekantensteifigkeit auf, die maximal 1 %
bis 10 % der Sekantensteifigkeit der Federelemente 13 beträgt.
[0049] Generell sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Sekantensteifigkeit der Federelemente
13 bei quasistatischer Belastung ausgewählt sein kann aus einem Bereich mit einer
unteren Grenze von 5 kN/mm und einer oberen Grenze von 300 kN/mm gemäß DIN 45673.
[0050] In Fig. 4 ist ausschnittsweise eine weitere Ausführungsvariante des Schwellenschuhs
1 im Querschnitt dargestellt. Dabei weisen die Federelemente 13 eine unterschiedliche
Höhe auf. Es wird damit die Einfederung, d. h. das Dämpfungsverhalten dieser Federelemente
13 bzw. des Schwellenschuhs 1 entsprechend angepasst. Es ist beispielsweise bei dieser
Variante-ebenso bei sämtlichen anderen Varianten- möglich, dass die Federelemente
13 eine unterschiedliche Sekantensteifigkeit aufweisen, also beispielsweise die Federelemente
13 mit einer größeren Federelementhöhe 17 eine höhere Steifigkeit besitzen, als die
Federelemente 13 mit einer kleineren Federelementhöhe 17. Bei einer derartigen Ausführungsvariante
ist es möglich, dass bei normaler Belastung die Dämpfung vorwiegend durch die Federelemente
13 mit der größeren Federelementhöhe 17 erfolgt, und erst bei größeren Belastungen
auch die Federelemente 13 mit geringerer Federelementhöhe 17 zum Wirken kommen. Durch
eine hochprogressive Federkennlinie können die Federelemente 13 vor Überlastung besser
geschützt werden.
[0051] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, wird der Füllstoff 15 bei dieser Variante des Schwellenschuhs
1 bis zu jener Federelementhöhe 17 bzw. geringfügig darüber ausgebildet, welche der
kleiner als die maximale Federelementhöhe 17 ist.
[0052] Wie strichliert angedeutet in Fig. 4 besteht weiters die Möglichkeit, dass zwischen
gleich hohen Federelementen 13 der größeren Federelementhöhe 17 der Füllstoff 15 den
gesamten Zwischenraum 14 zwischen diesen Federelementen 13 ausfüllt.
[0053] In Fig. 5 ist eine Variante des Schwellenschuhs 1 ausschnittsweise im Querschnitt
dargestellt, bei der die Federelemente 13 wiederum eine unterschiedliche Federelementhöhe
17 aufweisen, ähnlich zu jener nach Fig. 4. Zum Unterschied zur Ausführungsvariante
nach Fig. 4 werden aber die kleineren Federelemente 13 zur Gänze von dem Füllstoff
15 abgedeckt, sodass im wesentlichen der Schwelle 2 eine ebene Oberfläche gegenüberliegt.
Dies ist insbesondere mit der Erfindung möglich, da durch den Füllstoff 15 die Federcharakteristik
der Federelemente 13, also auch jener der niedrigeren Federelemente 13, durch den
darüber liegenden Füllstoff 15 nicht bzw. nicht wesentlich beeinflusst wird.
[0054] Aus diesem Grund ist es in einer weiteren Variante, die in Fig. 5 strichliert dargestellt
ist, möglich, dass sämtliche Federelemente 13 mit dem Füllstoff 15 in horizontaler
Richtung abgedeckt sind, wodurch der Eintritt von Wasser in den Bodenbereich des Schwellenschuhs
1 weiter reduziert werden kann.
[0055] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Schwellenschuhs 1 werden in einer Form der
Boden 9 und die Seitenwände 10 aus einem elastischen Material durch Vulkanisation
gefertigt. Dieses elastische Material kann z. B. NR, SBR, EPDM, etc. sein. Ein derartiges
Herstellungsverfahren ist bereits aus dem Stand der Technik bekannt, sodass an dieser
Stelle darauf verwiesen sei.
[0056] Die Federelemente 13 können aus demselben Werkstoff in dieser Form gefertigt werden,
wie für den Boden 9 und die Seitenwände 10 verwendet. Andererseits ist es möglich,
dass die Federelemente 13 aus einem anderen elastischen Material bestehen, wobei diese
Federelemente 13 bevorzugt an der Oberfläche des Bodens 9 anvulkanisiert werden.
[0057] Gemäß einer ersten Ausführungsvariante des Herstellungsverfahrens wird aus dem zweiten
elastischen Material - wie oben erwähnt - eine zumindest annähernd ebene Platte hergestellt,
in die dann entsprechende Aussparungen bzw. Durchbrüche eingebracht werden, beispielsweise
durch Stanzen oder Schneiden, entsprechend der Geometrie der Federelemente 13, sodass
diese so vorgefertigte Platte nach der Vulkanisation auf die Federelemente 13, d.
h. in die Zwischenräume 14, eingelegt werden kann.
[0058] Es ist gemäß einer anderen Ausführungsvariante des Verfahrens möglich, dass der Füllstoff
15 vor Ort, d. h. beispielsweise auf der Baustelle, aufgeschäumt wird und wird hierzu
ein auf schäumbares Rohmaterial für den Füllstoff 15 verwendet, beispielsweise ein
Einkomponenten- oder ein Zweikomponenten-Polyurethan. Dieses Rohmaterial wird in die
Zwischenräume 14 eingebracht, daran anschließend die Schwelle 2 im Schwellenschuh
1 platziert und schließlich der Rohstoff für den Füllstoff 15 aufgeschäumt, wodurch
die Zwischenräume 14 zumindest annähernd zur Gänze ausgefüllt werden.
[0059] Schließlich ist es auch möglich, dass der Schwellenschuh 1 mit einem so genannten
2-Komponentenverfahren hergestellt wird, dass also der Füllstoff 15 während der Vulkanisation
des Schwellenschuhs 1 in die Zwischenräume 14 beispielsweise eingespritzt wird und
während der Vulkanisation aufgeschäumt wird, wodurch ebenfalls die Zwischenräume 14
zumindest annähernd vollständig ausgefüllt werden. Letzteres Verfahren bietet den
Vorteil, dass der Schwellenschuh 1 in einem Schritt fertig hergestellt werden kann,
sodass also weitere Montageschritte, z. B. auf der Baustelle, reduziert werden können.
[0060] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Schwellenschuhs
1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten desselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0061] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Schwellenschuhs 1 dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0062] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0063] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2, 3; 4; 5 gezeigten Ausführungen den
Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen,
erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren
zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0064]
- 1
- Schwellenschuh
- 2
- Schwelle
- 3
- Gleisaufbau
- 4
- Montageplatte
- 5
- Schiene
- 6
- Dämpfungselement
- 7
- Schienenfuß
- 8
- Dämpfungselement
- 9
- Boden
- 10
- Seitenwand
- 11
- Oberfläche
- 12
- Steg
- 13
- Federelement
- 14
- Zwischenraum
- 15
- Füllstoff
- 16
- Füllhöhe
- 17
- Federelementhöhe
1. Schwellenschuh (1) mit einem Boden (9) und Seitenwänden (10), die aus einem elastischen
Material gefertigt sind, wobei auf dem Boden (9) und diesen überragend Federelemente
(13) angeordnet sind und zwischen den Federelementen (13) Zwischenräume (14) ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume (14) mit einem Füllstoff (15) aus einem zweiten elastischen Material,
das ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend HD-PE, PP, PUR, NR, SBR, EPDM, EPS,
XPS, EVA, TPE, zumindest annähernd vollständig ausgefüllt sind, wobei eine Sekantensteifigkeit
des zweiten elastischen Materials maximal so groß ist, dass die Einfederungscharakteristik
über die Federelemente (13) bei deren Belastung nicht bzw. nur unwesentlich beeinflusst
wird.
2. Schwellenschuh (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Füllhöhe (16) des Füllstoffes (15) größer ist, als eine Federelementhöhe (17)
der oder des, gegebenenfalls niedrigsten, Federelemente(s) (13) in dieser Richtung.
3. Schwellenschuh (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) zumindest einen Teil der Federelemente (13), die mit geringerer
Federelementhöhe (17) als die größte Federelementhöhe (17) ausgebildet sind, in horizontaler
Richtung überdeckend angeordnet ist.
4. Schwellenschuh (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) die Federelemente (13) um einen Wert in der Höhe überragt, der
ausgewählt ist aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 1mm und einer oberen
Grenze von 10 mm.
5. Schwellenschuh (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine, einer Schwelle (2) zuwendbare Oberfläche des Füllstoffes (15) hydrophob
ist.
6. Schwellenschuh (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) ein Schaumstoff ist.
7. Schwellenschuh (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff des Füllstoffes (15) eine mittlere Porengröße aufweist, die ausgewählt
ist aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 10 µm und einer oberen Grenze von
3 mm.
8. Schwellenschuh (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) ein, insbesondere geschlossenzelliger, elastischer Schaumstoff
ist.
9. Schwellenschuh (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) adhäsiv mit den Federelementen (13) verbunden ist.
10. Schwellenschuh (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) einen bakteriziden oder fungiziden Wirkstoff enthält.
11. Schwellenschuh (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (13) am Boden (9) anvulkanisiert sind.
12. Verfahren zur Herstellung eines Schwellenschuhs (1), nach dem aus einem elastischen
Material ein Boden (9) und Seitenwände (10) des Schwellenschuhs (1) durch Vulkanisation
in einer Form hergestellt werden, wobei auf dem Boden (9) Federelemente (13) derart
angeordnet werden, dass zwischen diesen Zwischenräume (14) frei bleiben, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zwischenräumen (14) ein Füllstoff (15) angeordnet wird, der aus einem zweiten
elastischen Material besteht, das ausgewählt wird aus einer Gruppe umfassend HD-PE,
PP, PUR, NR, SBR, EPDM, EPS, XPS, EVA, TPE, und der die Zwischenräume (14) zumindest
annähernd vollständig ausgefüllt, wobei eine Sekantensteifigkeit des zweiten elastischen
Materials bei maximal so groß ist, dass die Einfederungscharakteristik über die Federelemente
(13) bei deren Belastung nicht bzw. nur unwesentlich beeinflusst wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff (15) als elastische Platte hergestellt wird und in dieser Vertiefungen
ausgebildet werden, die hinsichtlich ihrer Geometrie zumindest annähernd den Federelementen
(13) entsprechen, und diese Platte nach der Vulkanisation auf den Boden (9) aufgelegt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff (15) ein aufschäumbarer Rohstoff verwendet wird, der vor dem Einsetzen
einer Schwelle (2) in den Zwischenräumen (14) angeordnet und nach dem Einsetzen der
Schwelle (2) aufgeschäumt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellenschuh (1) nach einem 2-Komponentenverfahren hergestellt wird, wobei
während der Vulkanisation ein aufschäumbarer Rohstoff für den Füllstoff (15) in die
Form in die Zwischenräume (14) zwischen den Federelementen (13) eingebracht und aufgeschäumt
wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15 dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (13) an den Boden (9) des Schwellenschuhs (1) anvulkanisiert werden.
1. A cross tie shoe (1) with a floor (9) and lateral walls (10), which are made out of
an elastic material, wherein spring elements (13) are arranged on the floor (9) so
as to project over the latter, and gaps (14) are formed between the spring elements
(13), characterized in that the gaps (14) are filled at least close to completely with a filler (15) made out
of a second elastic material selected from a group comprised of HD-PE, PP, PUR, NR,
SBR, EPDM, EPS, XPS, EVA, TPE, wherein a secant stiffness of the second elastic material
is at most so large as to only insignificantly influence the deflection characteristics
via the spring elements (13) when loaded, if at all.
2. The cross tie shoe (1) according to claim 1, characterized in that a fill height (16) of the filler (15) is larger than a spring element height (17)
of the, possibly lowest, spring element(s) (13) in this direction.
3. The cross tie shoe (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the filler (15) is arranged so as to cover at least a portion of the spring elements
(13), which are designed with a lower spring element height (17) than the largest
spring element height (17).
4. The cross tie shoe (1) according to claim 2 or 3, characterized in that the filler (15) upwardly projects over the spring elements (13) by a value selected
from a range with a lower limit of 1 mm and an upper limit of 10 mm.
5. The cross tie shoe (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one surface of the filler (15) that can be turned toward a cross tie (2)
is hydrophobic.
6. The cross tie shoe (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the filler (15) is a foam.
7. The cross tie shoe (1) according to claim 6, characterized in that the foam of the filler (15) exhibits an average pore size selected from a range with
a lower limit of 10 µm and an upper limit of 3 mm.
8. The cross tie shoe (1) according to claim 6 or 7, characterized in that the filler (15) is an elastic, in particular closed-cell, foam.
9. The cross tie shoe (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the filler (15) is adhesively bonded with the spring elements (13).
10. The cross tie shoe (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the filler (15) contains a bactericidal or fungicidal agent.
11. The cross tie shoe (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the spring elements (13) are vulcanized to the floor (9).
12. A method for manufacturing a cross tie shoe (1), in which a floor (9) and lateral
walls (10) of the cross tie shoe (1) are fabricated out of an elastic material through
vulcanization in a mold, wherein spring elements (13) are arranged on the floor (9)
in such a way as to leave gaps (14) between the latter, characterized in that the gaps (14) have arranged in them a filler (15), which consists of a second elastic
material selected from a group comprised of HD-PE, PP, PUR, NR, SBR, EPDM, EPS, XPS,
EVA, TPE, and fills the gaps (14) at least close to completely, wherein a secant stiffness
of the second elastic material is at most so large as to only insignificantly influence
the deflection characteristics via the spring elements (13) when loaded, if at all.
13. The method according to claim 12, characterized in that the filler (15) is manufactured as an elastic plate, which has formed into it depressions
whose geometry at least approximately corresponds to the spring elements (13), and
this plate is placed on the floor (9) after vulcanization.
14. The method according to claim 12, characterized in that the filler (15) used is a foamable raw material, which is first arranged in the gaps
(14) prior to insertion of a cross tie (2), and then foamed after insertion of the
cross tie (2).
15. The method according to claim 12, characterized in that the cross tie show (1) is manufactured based on a 2-component method, wherein a foamable
raw material for the filler (15) is introduced into the mold in the gaps (14) between
the spring elements (13) and foamed during vulcanization.
16. The method according to one of claims 12 to 15, characterized in that the spring elements (13) are vulcanized to the floor (9) of the cross tie shoe (1).
1. Sabot de traverse (1) comprenant un fond (9) et des parois latérales (10) qui sont
fabriqués en un matériau élastique, dans lequel des éléments élastiques (13) sont
disposés sur le fond (9) et en saillie par rapport à celui-ci, et des espaces intermédiaires
(14) sont formés entre lesdits éléments élastiques (13), caractérisé en ce que les espaces intermédiaires (14) sont remplis au moins sensiblement complètement d'une
matière de charge (15) en un second matériau élastique, qui est choisi dans un groupe
comprenant HD-PE, PP, PUR, NR, SBR, EPDM, EPS, XPS, EVA, TPE, et dans lequel une rigidité
sécante du second matériau élastique est d'une grandeur maximale telle que la caractéristique
de compression sur les éléments élastiques (13) n'est pas influencée, ou plutôt seulement
de façon insignifiante, lors de leur charge.
2. Sabot de traverse (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une hauteur de remplissage (16) de la matière de charge (15) est plus grande qu'une
hauteur d'élément élastique (17) du ou des éléments élastiques éventuellement plus
faible(s) (13) dans cette direction.
3. Sabot de traverse (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la matière de charge (15) d'au moins une partie des éléments élastiques (13), qui
sont formés avec une plus petite hauteur d'élément élastique (17) que la hauteur d'élément
élastique (17) la plus grande, est agencée en recouvrement dans la direction horizontale.
4. Sabot de traverse (1) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la matière de charge (15) des éléments élastiques (13) fait saillie en hauteur d'une
valeur sélectionnée dans une plage ayant une limite inférieure de 1 mm et une limite
supérieure de 10 mm.
5. Sabot de traverse (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une surface supérieure de la matière de charge (15), tournée vers une traverse (2),
est hydrophobe.
6. Sabot de traverse (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la matière de charge (15) est une mousse de plastique.
7. Sabot de traverse (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la mousse de plastique de la matière de charge (15) présente une taille de pore qui
est sélectionnée dans une plage ayant une limite inférieure de 10 µm et une limite
supérieure de 3 mm
8. Sabot de traverse (1) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la matière de charge (15) est une mousse de plastique élastique à cellules fermées.
9. Sabot de traverse (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce la matière de charge (15) est reliée par adhérence avec les éléments élastiques
(13).
10. Sabot de traverse (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la matière de charge (15) comprend un principe actif bactéricide ou fongicide.
11. Sabot de traverse (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments élastiques (13) sont vulcanisés au niveau du fond.
12. Procédé de fabrication d'un sabot de traverse (1), par l'intermédiaire duquel un fond
(9) et des parois latérales (10) du sabot de traverse (1) sont fabriqués dans un moule
en un matériau élastique par vulcanisation , dans lequel des éléments élastiques (13)
sont disposés sur le fond (9), de telle sorte que des espaces intermédiaires (14)
sont formés entre ceux-ci, caractérisé en ce qu'une matière de charge (15) est agencée dans les espaces intermédiaires (14), qui est
constituée d'un second matériau élastique, qui est choisi dans un groupe comprenant
HD-PE, PP, PUR, NR, SBR, EPDM, EPS, XPS, EVA, TPE, et qui va remplir au moins sensiblement
complètement les espaces intermédiaires (14), dans lequel une rigidité sécante du
second matériau élastique est d'une grandeur maximale telle que la caractéristique
de compression sur les éléments élastiques (13) n'est pas influencée, ou plutôt seulement
de façon insignifiante, lors de leur charge.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la matière de remplissage (15) est fabriquée sous la forme d'une plaque élastique,
et des évidements sont formés dans celle-ci, qui correspondent, en ce qui concerne
leur géométrie, au moins sensiblement aux éléments élastiques (13), et cette plaque
est disposée sur le fond (9) après la vulcanisation.
14. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'une matière première susceptible de mousser est utilisée comme matière de remplissage
(15), qui est mise en place avant l'insertion d'une traverse (2) dans les espaces
intermédiaires (14), et amenée à l'état de mousse après l'insertion de la traverse
(2).
15. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le sabot de traverse (1) est préparé par l'intermédiaire d'un procédé à deux composants,
dans lequel au cours de la vulcanisation, une matière première susceptible de mousser
en tant que matière de remplissage (15) est introduite dans le moule dans les espaces
intermédiaires (14) entre les éléments élastiques (13), puis est amenée à l'état de
mousse.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 15, caractérisé en ce que les éléments élastiques (13) sont vulcanisés au niveau du fond (9) du sabot de traverse
(1).