[0001] Haushalts-Kältegeräte wie z. B. Kühlschränke, Gefrierschränke, Kühl-/Gefrierkombinationsgeräte,
usw. weisen üblicherweise eine Vielzahl von Türabstellern, Schubladen, Fächern, Abstellschalen
sowie sonstigen Abstellbehältnissen auf. Üblicherweise sind für verschiedene Ausstattungstypen
von Haushalts-Kältegeräten unterschiedlich ausgebildete Abstellbehältnisse vorgesehen.
Sie unterscheiden sich insbesondere durch mit unterschiedlichen Geometrieformen angeformten
Griffe, variierenden Vorderwand- und/oder Seitenwandkonturformen. Diese Typenvielfalt
führt zu einem erheblichen Aufwand in der Fertigung sowie Lagerhaltung.
[0002] Die
US 2003/020384 A1 beschreibt eine Kühlgutschublade eines Kältegeräts, die ein dekoratives Element aufweist,
welches von einem Zierrahmen gebildet wird, der an einer Frontwand der Kühlgutschublade
von vorne angefügt wird, so dass der Zierrahmen die gesamte Frontwand der Kühlgutschublade
umschließt.
[0003] Die
US 2004/007009 A1 beschreibt einen Türabsteller eines Kältegeräts, mit einem umlaufenden oberen Rand,
auf den ein gefärbter Dekorrahmen aufgesetzt ist.
[0004] Die
DE 101 17 763 A1 beschreibt ein Abstellbehälter zur Montage in einer Tür eines Kältegeräts, wobei
der Abstellbehälter aus einem Behälterkorpus und einer ein vom Behälterkorpus getrenntes
Teil bildenden Dekorblende aufgebaut ist. Die Dekorblende ist in ein vertieftes Feld
an der Vorderseite des Abstellbehälters eingesetzt.
[0005] DE 10 2005 022 516 A1 offenbart einen Türabsteller mit einem Boden, einer Vorderwand und einer Rückwand,
wobei die Vorderwand aus mehreren ineinandergreifenden Elementen zusammengefügt ist.
Die Vorderwand ist aus einem oberen und einem unteren Strangprofil und einer zwischen
den Strangprofilen eingefassten Platte zusammengefügt. Die Strangprofile sind Hohlprofile,
in deren Hohlräume von Stirnwänden des Türabstellers abstehende Zapfen eingreifen.
DE 102005022516 A1 offenbart ein Haushalts-Kältegerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Haushalts-Kältegerät mit mindestens
einem Abstellbehältnis bereitzustellen, dessen Grundkonturform in besonders einfacher
Weise veränderbar ist. Diese Aufgabe wird durch ein Haushalts-Kältegerät gemäß Anspruch
1.
[0007] Dadurch, dass am oberen Rand des Grundbehälters des Abstellbehältnisses mindestens
eine zusätzliche Randabschlussleiste modular angebracht ist, die ein im Wesentlichen
U-förmiges Querschnittsprofil aufweist und ein vorderer Schenkel der U-profilförmigen
Randabschlussleiste flächenbündig mit der Vorderwand des Grundbehälters des Abstellbehältnisses
abschließt, ist eine Art Baukastensystem bereitgestellt. Der Grundkörper des jeweiligen
Typus von Abstellbehältnis kann durch verschieden ausgebildete Randabschlussleisten
insbesondere hinsichtlich seiner Konturform und Aussehen verändert und an unterschiedliche
Gegebenheiten angepasst werden. Die Randabschlussleiste bildet dabei mit mindestens
einem Wandteil des Grundbehälters eine Teilfläche zumindest der Frontwand des Abstellbehältnisses.
Auf diese Weise setzt sich die Frontwand des Abstellbehältnisses aus mindestens zwei
Teilflächen bzw. Wandabschnitten, nämlich insbesondere der Vorderwand des Grundbehälters
und der Vorderwand der Randabschlussleiste, zusammen, die sich vorzugsweise z. B.
hinsichtlich ihres Materials, Oberflächenstruktur und/oder Farbe unterscheiden können.
[0008] Durch die modulare Anbringungsweise der jeweiligen Randabschlussleiste am Grundgehäuse
des jeweiligen Abstellbehältnisses können auf der Basis ein und derselbe Grundgehäuseform
verschiedenartige Randabschlussleisten markenspezifisch montiert werden. Auf diese
Weise reicht lediglich ein einzelner Typ von Grundgehäuse für die jeweilige Art von
Abstellbehältnis aus, was Lagerhaltung und Produktionsprozess vereinfacht. Aus dem
ein und denselben Grundgehäuse können durch das Anbringen markenspezifischer Randabschlussleisten
verschiedene Designlinien von Abstellbehältnissen in einfacher Weise bereitstellt
werden.
[0009] Darüber hinaus können Anforderungen an Materialqualität, Qualität des Randverlaufs
der Oberkante des Grundgehäuses, usw. verringert werden und etwaige Nachbearbeitungsschritte
wie z. B. Glätten oder Abschleifen des oberen Randes des Grundgehäuses entfallen,
da ja die Randabschlussleiste den oberen Rand des Grundgehäuses von vorne abdeckt,
so dass etwaige Fehlstellen, Risse, Grate, usw. am oberen Rand des Grundgehäuses durch
die Abdeckfunktion der jeweiligen Randabschlussleiste unsichtbar gemacht werden.
[0010] Insbesondere können durch die Modularität des Aufbaus der erfindungsgemäßen Abstellbehältnisse
deren Randabschlussleisten auch nachträglich durch neue Randabschlussleisten ausgetauscht
und somit deren Gesamterscheinungsbild im Nachhinein verändert werden.
[0011] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist eine zusätzliche Randabschlussleiste
mit dem oberen Rand des jeweiligen Abstellbehältnisses vorzugsweise form-, kraft-,
und/oder reibschlüssig verbunden. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise eine Art
Stecksystem zwischen der jeweiligen Randabschlussleiste und dem oberen Rand des jeweiligen
Abstellbehältnisses. Dadurch ist eine leichte Montage und Demontage der jeweiligen
Randabschlussleiste möglich.
[0012] Die zusätzliche Randabschlussleiste wird mittels wiedelösbarer Verbindungsmittel
am oberen Rand des Abstellbehältnisses modular angebracht. Dies erlaubt eine besonders
einfache Montage und Demontage der jeweiligen Randabschlussleiste. Insbesondere können
auch nachträglich alte Randabschlussleisten gegen neue ausgetauscht werden. Als lösbares
Verbindungsmittel ist eine Nut-Federverbindung zwischen dem oberen Rand des jeweiligen
Abstellbehältnisses und der jeweilig aufgesteckten zusätzlichen Randabschlussleiste
vorgesehen. Dabei bildet der obere Rand des Grundbehälters des jeweiligen Abstellbehältnisses
die Feder dieser Nut-Federverbindung.
[0013] Zusätzlich oder unabhängig dazu kann die jeweilige Randabschlussleiste ggf. auch
mittels unlösbarer Verbindungsmittel, insbesondere Klebemittel, am oberen Rand des
jeweiligen Abstellbehältnisses modular angebracht sein. Dadurch kann eine besonders
dauerhafte Verbindung zwischen der Randabschlussleiste und dem Grundbehälter des Abstellbehältnisses
bewirkt werden.
[0014] Durch die Modularität des Aufbaus des jeweiligen Abstellbehältnisses ist es insbesondere
möglich, das Grundgehäuse dieses Abstellbehältnisses weniger formstabil, insbesondere
mit dünnerem Wandteilen als bisher bei Abstellbehältnissen üblich, auszubilden und
erst durch die Randabschlussleiste dem Grundgehäuse eine ausreichende Formstabilität
und Steifigkeit zu geben.
[0015] Die jeweilige zusätzliche Randabschlussleiste weist im Wesentlichen ein U-förmiges
Querschnittsprofil auf. Der vordere Schenkel der U-profilförmigen Randabschlussleiste
überdeckt dabei den vorderen Rand des Grundgehäuses des Abstellbehältnisses als Teil
der Frontwand des Abstellbehältnisses. Der vordere Schenkel der U-profilförmigen Randabschlussleiste
überdeckt den oberen Rand des Grundgehäuses des Abstellbehältnisses in vorteilhafter
Weise auch derart als Außenwandfläche, dass er weitgehend flächenbündig mit der übrigen
Vorderwand des Grundgehäuses abschließt. Dadurch lassen sich auf vielfältige Weise
unterschiedliche Abstellbehältnisse mit verschiedenartigen Geometrieformen und Aussehen
herstellen.
[0016] Nach einer weiteren zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung sind insbesondere sowohl
das Grundgehäuse bzw. der Behälterkorpus des jeweiligen Abstellbehältnisses als auch
die jeweilige zusätzlich modular angebrachte Randabschlussleiste jeweils als Kunststoff-Spritzgussteil
ausgebildet. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Fertigung beider Komponenten.
[0017] Die jeweilige Randabschlussleiste erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Wandstärke
der Frontwand des Grundgehäuses des jeweiligen Abstellbehältnisses und bildet eine
Verlängerung bzw. Fortsetzung der Frontwand des Grundgehäuses in deren Lageebene nach
oben hin.
[0018] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung überragt die jeweilige Randabschlussleiste
sowohl mit einem vorderen Wandteil als auch mit einem hinteren Wandteil den oberen
Rand des jeweiligen Grundgehäuses. Im Unterschied zu einer Blende, die lediglich vor
die Frontwand eines Grundgehäuses gesteckt wird, ergibt sich durch diese Konstruktion
ein formstabilerer Verbund des zusammengesetzten, modular zusammengesetzten Abstellbehältnisses.
Die Überkragung der Randabschlussleiste ist dabei vorzugsweise derart ausgebildet,
dass sie die Frontwand des Grundbehälters mit mindestens einem Wandteil nach oben
hin ergänzt, d. h. die Frontwand des Grundbehälters wird an ihrer Oberkante in ihrer
Lageebene durch ein Vorderwandteil der Randabschlussleiste nach oben hin fortgesetzt
bzw. verlängert. In entsprechender Weise können auch die Längsseitenwände durch Seitenschenkel
der Randabschlussleiste oder eigene Randabschlussleisten nach oben hin verkleidet
sein.
[0019] Um eine Steckverbindung zwischen dem jeweiligen Grundbehälter und einer Randabschlussleiste
zu ermöglichen, wird entlang dem Verlauf des jeweilig abzudeckenden, oberen Randabschnitts
des Grundbehälters und/oder entlang dem Verlauf der jeweilig aufzusteckenden Randabschlussleiste
Rastmittel vorgesehen. Diese werden durch Rastnasen sowie zugehörige Rastnuten oder
Rastlöcher bzw. Vertiefungen gebildet. Insbesondere kann es zweckmäßig sein, in vorgebbaren
Abständen voneinander an der Innenseite der Außenwand und/oder der Innenwand einer
U-profilförmigen Randabschlussleiste Rastnasen vorzusehen, die in Richtung auf den
zwischen den beiden Schenkeln der U-profilförmigen Randabschlussleiste einzuklemmenden,
oberen Randzone des Grundbehälters abstehen.
[0020] Dabei sind korrespondierend zu den Ortspositionen dieser Rastnasen Rastnuten, Vertiefungen,
oder Durchbrüche in der abzudeckenden oberen Randzone des Grundbehälters eingelassen.
Alternativ dazu kann es natürlich auch zweckmäßig sein, die Positionen von Rastnasen
und Rastnuten zu vertauschen, d. h. Rastnasen am jeweilig abzudeckenden, oberen Randabschnitt
des Grundbehälters und Rastnuten z. B. im hinteren Schenkelabschnitt der U-profilförmigen
Randabschlussleiste, der hinter dem jeweiligen, oberen Randabschnitt des Grundbehälters
zu liegen kommt, vorzusehen.
[0021] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann die zusätzliche Randabschlussleiste
lediglich den oberen Vorderrand des Grundbehälters abdecken. Bereits dadurch ergeben
sich in vorteilhafter Weise ein dekorativer Abschluss und eine ausreichende Stabilisierung
der Vorderwand des Grundbehälters.
[0022] Insbesondere kann es vorteilhaft sein, die zusätzliche Randabschlussleiste entlang
dem Verlauf des oberen Vorderrands des Grundbehälters sowie beidseitig zumindest entlang
einem vorderen Teilabschnitt des oberen Rands der beiden Längsseiten des Grundbehälters
vorzusehen. Diese Art von Randabschlussleiste weist also drei Schenkelabschnitte in
Draufsicht betrachtet auf. Sie umgreift mit ihren beiden äußeren Schenkelabschnitten
jeweils zumindest einen vorderen Teilabschnitt der Oberkante der beiden Längsseitenwände
des Grundbehälters und bewirkt dadurch eine verbesserte Stabilität des zusammengesetzten
Abstellbehälters. Insbesondere ist es möglich, die jeweilige Randabschlussleiste so
auszubilden, dass sowohl eine obere Randzone der Frontwand des Grundbehälters als
auch obere Randzonen der beiden Längsseitenwände des Grundbehälters entlang deren
Gesamttiefenlänge von der Randabschlussleiste eingefasst werden.
[0023] Zwischen der Außenwand und der Innenwand der jeweiligen Randabschlussleiste werden
Querrippen vorgesehen, die eine Materialversteifung der beiden in vorgebbarem Querabstand
zueinander angeordneten Wandteile der Randabschlussleiste bewirken. In den Rippen
sind Ausnehmungen vorgesehen, welche den jeweilig abzudeckenden, oberen Randabschnitt
des Grundbehälters beim Aufstecken der Randabschlussleiste aufnehmen und diesen außenseitig
und innenseitig in Querrichtung abstützen. Allein bereits durch diese Ausnehmungen
in den Rippen lässt sich ggf. die jeweilig abzudeckende, obere Randzone des Grundbehälters
mit der Randabschlussleiste in der Art einer Nut-Federverbindung verrasten. Insbesondere
ergibt sich eine sichere Verrastung bzw. Steckverbindung von Randabschlussleiste und
Grundbehälter in Kombination mit Rastnasen an der Innenseite der Außenwand und/oder
Innenwand der U-profilförmigen Randabschlussleisten und dazugehörigen Ausnehmungen
bzw. Rastnuten in der jeweiligen abzudeckenden oberen, innenseitigen und/oder außenseitigen
Randzone des Grundbehälters.
[0024] Die Innenwand, die Außenwand und die Rippen der jeweiligen Randabschlussleisten bilden
in vorteilhafter Weise eine saubere Fließfront beim Spritzgießen, so dass die jeweilige
Randabschlussleiste mit einer harmonischen, qualitativ hochwertigen Oberfläche durch
Spritzgießen herstellbar ist. Insbesondere sind die Querrippen der jeweiligen Randabschlussleiste
entlang deren Längsverlauf von deren Rastnasen versetzt bzw. beabstandet angeordnet.
Hierdurch wird eine Wirbelbildung beim Spritzgießen verringert, da das in eine Negativform
eingespritzte Kunststoffmaterial jeweils entweder eine Rastnase oder eine Rippe abgetrennt
voneinander ausfüllt. Dadurch ist die Randabschlussleiste praktisch ohne Bindenähte
und somit mit entsprechend glatten Außenflächen als Spritzgussteil herstellbar.
[0025] Die jeweilige Randabschlussleiste ist vorzugsweise als Dekorleiste, insbesondere
für einen Türabsteller, eine Aufbewahrungsschale oder eine Schublade eines Haushalts-Kältegeräts
wie z.B. eines Kühlschranks, Gefrierschranks, und/oder Kühl-/Gefrierkombinationsschrank
ausgebildet. Mit Hilfe der Randabschlussleisten ist es ermöglicht, auf einheitlichen
Grundbehältern unterschiedliche Dekorleisten zu befestigen, die diesen jeweils ein
markenspezifisches Aussehen verleihen. Dadurch können auf der Basis derselben Grundbehältertypen
Abstellbehältnisse hergestellt werden, die bei verringerten Produktionskosten durch
verschieden Designs von Randabschlussleisten markenspezifisch ausstattbar sind. Bevorzugt
werden also mehrere verschieden geformte und/oder gefärbte Dekorleisten bereitgestellt,
welche jeweils an dem gleichen Typ von Behälterkorpus montierbar sind. Die Dekorleisten
können vorzugsweise mit verschiedenen Farben beschichtet sein, um eine unterschiedliche
Optik verschiedener Dekorleisten zu bewirken. Besonders bevorzugt kann die jeweilige
Dekorleiste eine Metallic-Oberfläche aufweisen.
[0026] Die jeweilige Randabschlussleiste kann insbesondere zusätzlich als Griff- oder Bügelelement
ausgebildet sein. Dadurch ist die Handhabung des jeweiligen Abstellbehältnisses verbessert.
[0027] Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0028] Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend anhand von Zeichnungen
näher erläutert.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung den Innenraum eines Haushalts-Kältegeräts mit einer Vielzahl
von beispielhaften Abstellbehältnissen, die nach dem erfindungsgemäßen Prinzip konstruiert
und einheitlich markenspezifisch ausgestattet sind,
- Fig. 2, 3
- schematisch in perspektivischer Darstellung sowie im Querschnitt von der Seite her
betrachtet einen Türabsteller, der nach dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip
an seinem oberen Rand im Frontbereich sowie Seitenrandbereich mit einer gemeinsamen
Randabschlussleiste in Modulbauweise versehen ist,
- Fig. 4, 5
- schematisch in perspektivischer Darstellung sowie schematisch im Querschnitt von der
Seite her betrachtet den Türabsteller der Figuren 2, 3 im auseinandergebauten Vormontagezustand,
- Fig. 6 mit 8
- in verschiedenen Ansichten eine Schublade aus dem Innenraum des Haushalts-Kältegeräts
von Figur 1, an deren oberen Vorderrand eine zusätzliche Randabschlussleiste nach
dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip modular angebracht ist, und
- Fig. 10
- in schematischer Querschnittsdarstellung von der Seite her betrachtet die Randabschlussleiste
des Türabstellers der Figuren 2 mit 4, die auf dessen oberen Randabschnitt nach dem
erfindungsgemäßen Modulbauprinzip aufgesteckt ist.
[0030] Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren 1 mit 10 jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0031] Die Figur 1 zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung den Innenraum eines
geöffneten, doppeltürigen Haushalts-Kältegeräts KG, insbesondere eines Kühl-/Kältekombinationsgeräts
als vorteilhaftes Ausführungsbeispiel. Das Haushalts-Kältegerät KG weist ein gemeinsames
Gehäuse mit sich vertikal erstreckenden Innenbehältern F1, F2 auf, die seitlich nebeneinander,
d. h. Seite an Seite gesetzt durch eine Trennwand TW voneinander separiert sind. Insbesondere
ist der in der Figur 1 linke, erste Innenbehälter F1 als Gefrierschrank (sogenannter
"Freezer") und der zweite Innenbehälter F2 als Kühlschrank (sogenannter "cooler")
ausgebildet. Alternativ können selbstverständlich auch beide Innenbehälter als Kühlschränke
als Gefrierschränke ausgebildet sein. Im Folgenden werden beide Innenbehälter F1,
F2 der Einfachheit halber jeweils als Kälteschrank bezeichnet. Jeder Kälteschrank
F1, F2 ist durch eine eigens zugeordnete Tür TU1, TU2 verschließbar. Die jeweilige
Tür TU1 bzw. TU2 ist dabei am äußeren Längsrahmen des Kältegeräts KG drehbar aufgehängt
bzw. angelenkt. Im geschlossenen Zustand des Kältegeräts KG drücken die schwenkbaren,
freien Längsseiten der Türen TU1, TU2 mit einer Dichtungslippe auf die Frontfläche
der Trennwand TW. Zum Öffnet der jeweiligen Tür TU1 bzw. TU2 wird deren frei bewegliche
Längsrahmenseite von der Trennwand TW weg nach außen seitlich weggeschwenkt. In jedem
Kälteschrank F1 bzw. F2 sind eine Vielzahl von Trageplatten, Schubfächern, Ablagefächern,
Schubladen und/oder ein oder mehrere Gefrierfächer vorgesehen.
[0032] An der Innenwand TIW1, TIW2 der jeweiligen Tür TU1 bzw. TU2 sind ein oder mehrere
sogenannte Türabsteller bzw. Abstellbehältnisse angebracht. So sind beispielsweise
bei der Tür TU1 an deren Innenwand TIW1 drei kastenförmige Abstellbehältnisse bzw.
Türabsteller BI1 in vorgegebenen Höhenabständen übereinander montiert. An der Innenwand
TIW2 der zweiten Tür TU2 ist ebenfalls eine Vielzahl von Türabstellern bzw. Abstellbehältnissen
wie z. B. BI2 in vorgebbaren Höhenabständen voneinander montiert. Der jeweilige Türabsteller
wie z. B. BI1 ist dabei zwischen den vertikal verlaufenden Längsseitenrändern des
Innenrahmens seiner Tür wie z. B. TU1 weitgehend passfähig eingefügt, d. h. er erstreckt
sich im Wesentlichen über die lichte Breite der beiden parallel zueinander verlaufenden,
vertikalen Längsseitenränder bzw. Holme des Innenrahmens IR1 der Tür TU1, um eine
möglichst gute Raumausnutzung zu erreichen.
[0033] Derartige Türabsteller sind selbstverständlich auch bei sonstigen Haushalts-Kältegeräten
wie z. B. ein- oder mehrtürigen Gefrierschränken, Kühl-/Gefrierkombinationsgeräten,
Kühlschränken, usw. an die Innenwand der jeweiligen Tür anbringbar.
[0034] Das Haushalts-Kältegerät KG von Fig. 1 weist unter anderem in seinen beiden Kälteschränken
F1, F2 zusätzlich ein oder mehrere Schubladen oder Ablagebehälter, insbesondere kastenförmige
Aufnahmeschalen DR1, DR2 als Innenausstattungskomponenten auf.
[0035] Um der Vielzahl der Türabstellern BI1, BI2 ein einheitliches, markenspezifisches
Aussehen zu geben, sind am oberen Rand deren Grundbehälter Randabschlussleisten vom
selben Designtyp modular angebracht. In entsprechender Weise sind auf die oberen Vorderränder
der schubladenartigen Abstellbehältnisse DR1, DR2 einheitlich designte Randabschlussleisten
modular aufgesteckt.
[0036] Figur 2 zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung einen der Türabstellbehälter
BI1, welcher an der Innenwand TIW1 zwischen den beiden, vertikal verlaufenden Längsholmen
HO1, H02 der Tür TU1 befestigt werden kann. Die Türabsteller BI2 sind analog zum Türabsteller
BI1 modular aufgebaut. Der Türabsteller BI1 weist einen Grundbehälter bzw. Behälterkorpus
GK1 auf. Dieser setzt sich aus einem horizontal ausgerichteten planflächigen Bodenelement
B01, einer vertikal zum Bodenelement B01 angeordneten Rückwand RW1, einer vertikal
zum Bodenelement B01 angeordneten Vorderwand VW1 sowie zwei vertikal ausgerichteten
Längsseitenwänden SW11, SW12 zusammen, die die Rückwand RW1 und Vorderwand VW1 miteinander
verbinden. Die vier Wandteile VW1, RW1, SW11, SW12 des Grundbehälters GK1 stehen im
Wesentlichen senkrecht zum Bodenelement B01 und umgeben dessen Außenrand ringsum.
Das Bodenelement B01 ist dabei im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet. Auf diese
Weise weist der Grundbehälter GK1 eine im Wesentlichen rechteckförmige Kastenform
auf. Im montierten Zustand des Türabstellers BI1 liegt die Rückwand RW1 an der Innenwand
TIW1 der Tür TU1 an. Die Vorderwand VW1 des Grundbehälters GK1 ist hingegen einem
Benutzer bei geöffneter Tür zugewandt. Die Seitenwände SW11, SW12 sind beim Türabsteller
BI1 die kürzeren Seitenwände. Sie erstrecken sich bei geschlossener Tür in Tiefenrichtung
des jeweiligen Innenbehälters bzw. Kältefachs F1, F2.
[0037] Beim Türabsteller B1 von Figur 2 ist eine zusätzliche Randabschlussleiste DL1 an
einer oberen Vorderrandzone sowie beidseitig entlang einer oberen Randzone der Seitenwände
SW11, SW12 als bügelartiges Dekorelement im Modulbausystem angebracht. Diese Randabschlussleiste
DL1 bildet dabei einen oberen Wandteil der Fronwand sowie der Seitenwände SW11, SW12
des Türabstellers BI1. Dies bedeutet, dass die Randabschlussleiste DL1 sowohl die
Vorderwand VW1 des Grundbehälters GK1 als auch dessen Seitenwände SW11 nach oben hin
in einer aufgesetzten zusätzlichen Randzone verlängert bzw. fortsetzt. Dies geht insbesondere
aus der Figur 4 hervor, die den Türabsteller BI1 schematisch in perspektivischer Darstellung
in einem auseinandergebauten Zustand mit abgenommener Randabschlussleiste DL1 zeig.
Die Vorderwand VW1 sowie obere, vordere Teilabschnitte der Längsseitenränder SW11,
SW12 des Grundbehälters GK1 sind niedriger in der Höhe als die Rückwand RW1. Erst
durch die Randabschlussleiste DL1 wird die Höhe der Vorderwand VW1 sowie der Seitenwände
SW11, SW12 des Grundbehälters GK1 an die Höhe der Rückwand RW1 angepasst. Damit bildet
die Randabschlussleiste DL1 im Bereich der Vorderwand sowie jeweils in einem vorderen
Bereich der Seitenwände SW11, SW12 einen oberen Wandteil des zusammengesetzten Türabstellbehälters
BI1. Sie komplettiert also die Frontwand VW1 sowie zumindest einen vorderen Teilabschnitt
der Seitenwände SW11, SW12 des Grundbehälters GK1. Die Randabschlussleiste DL1 weist
eine U-bügelformartige Geometrieform auf. Sie setzt sich aus einem Frontschenkelabschnitt
VB1 und zwei daran endseitig angeformten Seitenschenkelabschnitten FL1, FL2 zusammen.
Der geradlinig verlaufende Frontschenkelabschnitt VB1 ist auf eine obere Randzone
der Frontwand bzw. Vorderwand VW1 des Grundbehälters GK1 aufgesteckt, während die
beiden Seitenschenkelabschnitte FL1, FL2 auf vordere, obere Randabschnitte der Seitenwände
SW11, SW12 des Grundbehälters GK1 aufgeklemmt sind. Die beiden Seitenschenkelabschnitte
FL1, FL2 sind an die Enden des Frontschenkelabschnitts VB1 um etwas mehr als 90° abgewinkelt
nach hinten in Tiefenrichtung auf die Rückwand RW1 zu angeformt. Der Grundbehälter
GK1 weist hier im Ausführungsbeispiel eine sich in Richtung Rückwand RW1 etwas aufweitende
Innen- und Außenkontur auf, so dass er leicht trapezförmig von oben betrachtet, d.
h. in Draufsicht ausgebildet ist. Die Randabschlussleiste DL1 umrahmt die Vorderwand
VW1 sowie die beiden Seitenwände SW11, SW12 des Grundbehälters GK1 bügelartig und
verleiht diesen dadurch zusätzliche Stabilität bzw. Steifigkeit.
[0038] Die Frontwand VW1 ist entlang ihrer Gesamtlänge entlang einer oberen Randzone verjüngt.
In entsprechender Weise sind vordere obere Randabschnitte der Seitenwände SW11, SW12
des Grundbehälters GK1 dünner als ihre unteren Wandteile ausgebildet. Auf diese streifenförmige,
verjüngte obere Randzone der Vorderwand VW1 sowie der Seitenwände SW11, SW12 des Grundbehälters
GK1 ist die bügelartige Randabschlussleiste DL1 aufgesetzt bzw. aufgesteckt. In dem
verjüngten Randabschnitt sind eine Vielzahl von Ausnehmungen bzw. Rastnuten NUT1 vorgesehen.
Diese Rastnuten NUT1 können sowohl in der oberen ausgedünnten Randzone der Frontwand
VW1 als auch der beiden Seitenwände SW11, SW12 innenseitig, d. h. auf der den Innenraum
des Abstellbehältnisses zugewandten Seite eingelassen sein. Zusätzlich oder unabhängig
hiervon können entsprechende Rastnuten gegebenenfalls auch außenseitig in die obere,
ausgedünnte Randzone eingebracht sein. Dies veranschaulichen insbesondere die schematischen
Querschnittsdarstellungen der Figuren 3, 5.
[0039] Alternativ dazu können in der oberen, ausgedünnten Randzone auch Schlitze oder Durchbrüche
als Rastnuten vorgesehen sein. In diese Ausnehmungen bzw. Rastnuten NUT1 rasten entsprechende
Rastnasen auf der Innenseite der Randabschlussleiste DL1 ein. Dies veranschaulicht
insbesondere die schematische Querschnittsdarstellung von Figur 10.
[0040] Im Detail der Figur 10 ist die Randabschlussleiste DL1 bereits auf der Vorderwand
VW1 montiert. Die Randabschlussleiste DL1 weist eine U-Profilform im Querschnitt betrachtet
auf. Sie umfasst ein im Wesentlichen planflächiges, streifenförmiges Deckenelement
DE, das hier im Ausführungsbeispiel in einer horizontalen Lageebene liegt. An dessen
Außenkante sowie Innenkante ist jeweils ein Schenkel SE1, SE2 rechtwinklig angeformt.
Diese beiden Schenkel SE1, SE2 stehen in vertikaler Richtung nach unten gegenüber
dem Deckenelement DE frei ab. Sie weisen einen vorgebbaren Querabstand voneinander
auf, so dass zwischen den beiden Schenkeln SE1, SE2 ein Spaltraum eingeschlossen ist.
Der Schenkel SE1 bildet eine Außenwand sowie der Schenkel SE2 eine Innenwand der U-profilförmigen
Randabschlussleiste DL1. Die Unterkante VUK der Außenwand SE1 sitzt auf einem sockelartigem
Einschnitt AK1 an der Außenseite im oberen Randbereich der Frontwand VW1 auf. Ausgehend
von diesem Einschnitt AK1 erstreckt sich nach oben hin der ausgedünnte bzw. verjüngte
obere Randabschnitt der Vorderwand VW. Die Breite dieses Abschnitts AK1 ist vorzugsweise
entsprechend der Querschnittsbreite des vorderen Schenkels bzw. der Außenwand SE1
der Randabschlussleiste DL1 gewählt. Dadurch schließt der vordere Schenkel SE1 der
U-profilförmigen Randabschlussleiste DL1 den oberen Rand der Frontwand VW1 des Grundbehälters
GK1 weitgehend flächenbündig ab. Dies bedeutet, dass die Außenwand SE1 der Randabschlussleiste
DL1 entlang einem unteren Teilabschnitt in einen oberen Randabschnitt der Frontwand
VW1 flächenbündig hineinintegriert ist und in der Lageebene der Außenfläche der Frontwand
VW1 diese um einen vorgebbaren Wandlängenabschnitt in vertikaler Richtung nach oben
hin verlängert bzw. fortsetzt. Die Außenseite der Randabschlussleiste schließt also
die Frontwand VW1 nach oben hin bündig ab, so dass von außen betrachtet der Eindruck
eines einheitlich gebildeten Türabstellers mit ansprechender, insbesondere durchgehend
glatter Gesamtoberfläche entsteht.
[0041] Zwischen der Außenwand SE1 und der Innenwand SE2 der Randabschlussleiste DL1 sind
in Längsabständen voneinander versetzt Querrippen IR1 zur Versteifung beider Wandteile
SE1, SE2 vorgesehen. Die jeweilige Querrippe IR1 reicht dabei nicht ganz bis zum unteren,
frei abstehenden Rand der Innen- und Außenwand SE1, SE2 der Randabschlussleiste DL1,
jedoch bis etwa zur Höhe der Rastnasen NO1. Diese Rastnasen NO1 sind in Längsabständen,
d. h. senkrecht zur Bildebene von Figur 10 der Randabschlussleiste an der Innenseite
deren Außenwand SE1 vorgesehen. Sie sind in korrespondierende Rastnuten NUT1 eingerastet,
die in die Außenseite der verdünnten oberen Randzone der Frontwand VW1 eingelassen
sind. Zweckmäßig kann es insbesondere sein, die Querrippen IR1 stets in einem gewissen
Versatzabstand zu den Rastnasen NO1 anzuordnen, um zu vermeiden, dass der Materialfluss
des Kunststoffs beim Spritzgießen der Randabschlussleiste beeinträchtigt wird. Auf
diese Weise ist weitgehend sichergestellt, dass die Randabschlussleiste einwandfrei
mit hochwertiger Optik, d. h. ohne Risse oder sonstige Beeinträchtigungen hergestellt
werden kann. Besonders bevorzugt ist jeweils zwischen zwei Rippen IR1 jeweils eine
Rastnase angeordnet. Dieser Versatz von Querrippen und Rastnasen bzw. zugehörigen
Rastnuten entlang dem Längsverlauf der Randabschlussleiste, d. h. hier in Figur 10
senkrecht zur Bildebene betrachtet, ist dadurch angedeutet, dass eine zusätzliche
Rastnase N02 gestrichelt eingezeichnet ist. Dies soll andeuten, dass diese Rastnase
gegenüber der Querrippe IR1 senkrecht zur Bildebene von Figur 10 längsversetzt ist.
[0042] Die Funktion der Querrippen IR1 ist zum Einen, die Randabschlussleiste DL1 zu stabilisieren,
damit diese auch konstruktiv einen Teil der Frontwand und gegebenenfalls der Seitenwände
SW11, SW12 des Grundbehälters GK1 ersetzten kann. Zum Anderen dienen die Rippen IR1
mit Ihren Ausnehmungen bzw. Rastnuten NUT1 dazu, den oberen verjüngten Randabschnitt
der Frontwand VW, sowie der Seitenwände SW11, SW12 von innen her abzustützen, wenn
die Rastnasen NO1 in die korrespondierend angeordneten Ausnehmungen bzw. Rastnuten
NUT1 eingerastet sind. Die Querrippen sorgen somit auch für eine sichere Rastverbindung.
Diese kann bereits ausreichend für eine einwandfreie Klemmverbindung zwischen der
Randabschlussleiste und der jeweiligen oberen Randzone des Grundbehälters sein. Die
Rastnasen sowie Rastnuten NO1, NUT1 können somit gegebenenfalls auch entfallen. Denn
zwischen der jeweiligen Querrippe IR1 und der Außenwand SE1 der Rastabschlussleiste
ist eine Einstecknut SNU1 gebildet, in die der ausgedünnte, obere Randabschnitt der
Frontwand VW sowie der Seitenwände SW11, SW12 weitgehend formschlüssig, kraftschlüssig,
und/oder reibschlüssig eingesteckt werden kann.
[0043] Allgemein betrachtet ist also die Randabschlussleiste durch eine Nut-Federverbindung
mit dem oberen Rand des Grundbehälters verbunden, die wiederlösbar ist. Dabei entspricht
der obere Rand des Grundbehälters der Feder dieser Steckverbindung.
[0044] An Stelle einer flächenbündigen Anbringung der Randabschlussleiste kann es gegebenenfalls
auch zweckmäßig sein, dass der vordere Wandteil der Randabschlussleiste die obere
Randzone des Grundbehälters mit einem Vorsprung überlappt bzw. überkragt. Dies veranschaulichen
beispielhaft die Figuren 6 mit 8, die eine Schublade DR1 aus dem Inneren des Haushalts-Kältegeräts
von Figur 1 in verschiedenen schematischen Ansichten zeigen. Die Schubladen DR2 sind
entsprechend ausgebildet. Figur 6 zeigt die Schublade DR 1 schematisch in perspektivischer
Darstellung im zusammengebauten Zustand, die Figur 7 dieses zusammengesetzte Abstellbehältnis
in einer schematischen Querschnittsdarstellung von der Seite her betrachtet. Die Figuren
8 und 9 zeigen jeweils in zu den Figuren 6 und 7 korrespondierenden Ansichten die
Schublade DR1 im auseinandergebauten Zustand. An die Oberkante der Frontwand VW2 der
Schublade DR1 ist eine Randabschlussleiste DL1 angesteckt. Diese Randabschlussleiste
DL1 ist dabei insbesondere als Griff oder Bügel ausgebildet. Dazu steht ihre Vorderwand
gegenüber dem oberen Randzonenbereich der Vorderwand VW2 des Grundbehälters GB1 der
Schublade DR1 vor. Zusätzlich weicht die Vorderwand VW2 des Grundbehälters GB1 im
Bereich ihrer oberen Randzone OK2 nach innen, d. h. Richtung der Rückwand RW2 des
Grundbehälters GB1 zurück, so dass dort eine Mulde gebildet ist. Im Querschnittsbild
von Figur 7 ist dieses Zurückweichen der oberen Randzone OK2 gegenüber dem unteren
Wandverlauf der Frontwand VW2 gut sichtbar. Zum Aufstecken der Randabschlussleiste
DL1 weist diese im Bereich ihrer Rückwand eine eingeformte Rastnut RNU2 auf. In diese
kann eine ausgedünnte bzw. verjüngte Randzone OK2 im Bereich der Oberkante der Frontwand
VW2 weitgehend formschlüssig eingeklemmt bzw. eingesteckt werden. Die Vorderwand VSE1
der U-profilförmigen Randabschlussleiste DL1 steht dabei um einen vorgebbaren Vorsprung
VOR frontal nach vorne in Richtung auf eine Bedienperson vor. Dadurch ist für eine
Bedienperson von unten her ein Eingriff bzw. Griff gebildet. Die Spaltbreite zwischen
der Vorderwand VSE1 und der Rückwand RW2 der Randabschlussleiste DL1 ist vorzugsweise
derart gewählt, dass eine Bedienperson mit ihren Fingern ins Innere zwischen der Vorderwand
VSE1 der Randabschlussleiste DL1 und dem nach hinten zurückweichenden, oberen Rand
der Vorderwand VW2 des Grundbehälters GB1 hineingreifen kann. Dadurch kann sie die
Schublade DR1 in einfacher Weise aus dem jeweiligen Kältefach F1 bzw. F2 herausziehen
oder hineinschieben.
[0045] Durch ein derart entsprechend dem Grundprinzip der Ausführungsbeispiele der Figuren
1 mit 10 modular zusammengesetztes Abstellbehältnis aus einem Grundbehälter und Randabschlusselement
ist es möglich, durch bloßen Austausch der Randabschlusselemente eine Markendifferenzierung
vorzunehmen, während der Grundbehälter für verschiedene Typen von Haushalts-Kältegeräten
stets derselbe bleiben kann. Dadurch ist eine deutliche Reduzierung der Kosten bei
der Herstellung und Lagerhaltung der Abstellbehältnisse ermöglicht. Die Grundkörper
der Türabsteller oder Schubladen sind also immer gleich. Lediglich die Randabschlussleisten
variieren je nach Markenspezifizierung. Anders ausgedrückt können die Grundkörper
der Abstellbehältnisse stets dieselben bleiben und lediglich durch Austausch der Randabschlussleisten
markenspezifisch modifiziert bzw. verändert werden. Dies ist dadurch möglich, dass
die Grundkörper eine definierte Schnittstelle aufweisen, auf die die markenspezifischen
Randabschlussleisten aufgesteckt, insbesondere aufgeschnappt werden können. Die Randabschlussleisten
können insbesondere verschiedene Geometrieformen, verschiedene Farben, verschiedene
Oberflächengestaltungen, usw. aufweisen, wobei ein bestimmtes Design der jeweiligen
Randabschlussleiste jeweils einer bestimmten Marke bzw. Designvariante zugeordnet
ist. Die Randabschlussleisten können insbesondere flächenbündig die Vorderwand des
Grundkörpers nach oben hin abschließen. Zusätzlich oder unabhängig hiervon können
auch Teilabschnitte des oberen Rands der Seitenwände des Grundkörpers mit einer derartigen
Randabschlussleiste versehen werden. Alternativ dazu kann die Randabschlussleiste
die Vorderwand und/oder die Seitenwände des Grundkörpers in einer oberen Randzone
außenseitig überlappen bzw. überkragen. Da jeweils derselbe Grundkörper bzw. dasselbe
Grundgehäuse für die Türabsteller bzw. für die Schubladen verwendet wird, ist ein
Gleichteil bereitgestellt, was die Produktion und Lagerhaltung vereinfacht. Diese
Gleichteile können durch Aufstecken verschiedenartiger Randabschlussleisten individualisiert
bzw. spezifiziert werden. Dadurch sind hinsichtlich des Designs trotz der gleichgestalteten
Grundkörper für die Abstellbehältnisse designspezifische Differenzierungen ermöglicht.
Mithilfe der Randabschlussleisten lassen sich den Abstellbehältnissen insbesondere
verschiedene Gesamthöhen geben. Die Randabschlussleisten können als designspezifische
Teile als gleiches Modul auch für verschiedene Höhen von Abstellbehältnissen wie z.B.
Abstellern oder Schubladen verwendet werden. Aufgrund der Modularität von Grundbehälter
und jeweiliger Randabschlussleiste ist also eine Art Baukastensystem bereitgestellt.
1. Haushalts-Kältegerät (KG) mit mindestens einem Abstellbehältnis (BI1) umfassend einen
Grundbehälter, an dessen oberem Rand (OK 1) mindestens eine zusätzliche Randabschlussleiste
(DL1) modular angebracht ist, wobei die zusätzliche Randabschlussleiste (DL1) ein
im Wesentlichen U-förmiges Querschnittsprofil aufweist und die Randabschlussleiste
eine Verlängerung der Frontwand des Grundbehälters (GK1) in deren Lageebene nach oben
hin bildet, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorderer Schenkel (SE1) der U-profilförmigen Randabschlussleiste (DL1) flächenbündig
mit der Vorderwand (VW1) des Grundbehälters (GK1) des Abstellbehältnisses (BI1) abschließt,
wobei an der Innenseite der Randabschlussleiste Rastnasen (NO1) vorgesehen sind und
mit korrespondierenden Rastnuten (NUT1) als Verbindungsmittel verrastbar sind, die
korrespondierenden Rastnuten (NUT1) in der Außenseite der verdünnten oberen Randzone
der Frontwand (VW1) eingelassen sind, wobei zwischen dem vorderen Schenkel (SE1) und
dem hinteren Schenkel (SE2) der Randabschlussleiste (DL1) in Längsabständen voneinander
versetzte Querrippen (IR1) vorgesehen sind, und die Querrippen (IR1) etwa bis zur
Höhe der Rastnasen (NO1) reichen.,
2. Haushalts-Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Randabschlussleiste (DL1) lediglich entlang einem vorderen Teilabschnitt
des oberen Rands (OK1), insbesondere dem oberen Vorderrand, des Grundbehälters (GK1)
des Abstellbehältnisses (BI1) vorgesehen ist.
3. Haushalts-Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Randabschlussleiste (DL1) lediglich den oberen Vorderrand (OK1) sowie
beidseitig lediglich zumindest einen vorderen Teilabschnitt des oberen Rands der beiden
Längsseitenwände (SW11, SW12) des Grundbehälters (GK1) Abstellbehältnisses (BI1) abdeckt.
4. Haushalts-Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Randabschlussleiste (DL1) als Dekorelement ausgebildet ist.
5. Haushalts-Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Randabschlusseiste (DL1) als Griff- oder Bügelelement ausgebildet
ist.
6. Haushalts-Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Randabschlussleiste (DL1) mittels unlösbarer Verbindungsmittel, insbesondere
Klebemittel, am oberen Rand (OK1) des Abstellbehältnisses (BI1) modular angebracht
ist.
7. Haushalts-Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Schenkel (SE2) der U-profilförmigen Randabschlussleiste (DL1) eine obere
Teilzone der Frontwand (VW1) und/oder zumindest einen vorderen Teilabschnitt der Längsseitenwände
(SW11, SW12) des Grundbehälters (GK1) des Abstellbehältnisses (DL1) innenseitig übergreift.
8. Haushalts-Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstellbehältnis (BI1) als Türabsteller ausgebildet ist.
9. Haushalts-Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstellbehältnis (BI1) als Schublade ausgebildet ist.
1. Household refrigerating device (KG) having at least one storage container (BI1) comprising
a basic container, on the upper edge (OK 1) of which at least one additional cover
strip (DL1) is fitted in a modular manner, wherein the additional cover strip (DL1)
has an essentially U-shaped cross-sectional profile and the cover strip forms an extension
of the front wall of the basic container (GK1) in its plane of site upwards, characterised in that a forward leg (SE1) of the U-profile shaped cover strip (DL1) finishes flush with
the front wall (VW1) of the basic container (GK1) of the storage container (BI1),
wherein locking pins (NO1) are provided on the interior of the cover strip and can
be locked with corresponding locking grooves as connection means (NUT1), the corresponding
connection means (NUT1) are embedded in the exterior of the thinned, upper edge zone
of the front wall (VW1), wherein there is provision for transverse ribs (IR1) offset
at longitudinal distances from one another between the forward leg (SE1) and the rear
leg (SE2) of the cover strip (DL1) and the transverse ribs (IR1) reach to approximately
the height of the locking pins (NO1).
2. Household refrigerating device according to claim 1, characterised in that the additional cover strip ((DL1) is provided only along a forward partial section
of the upper edge (OK1), in particular the upper leading edge, of the basic container
(GK1) of the storage container (BI1).
3. Household refrigerating device according to claim 2, characterised in that the additional cover strip (DL1) covers only the upper leading edge (OK1) and also
on both sides only at least a forward partial section of the upper edge of the two
longitudinal side walls (SW11, SW12) of the basic container (GK1) storage container
(BI1).
4. Household refrigerating device according to one of the preceding claims, characterised in that the additional cover strip (DL1) is designed as a decorative element.
5. Household refrigerating device according to one of the preceding claims, characterised in that the additional cover strip (DL1) is designed as a handle or grip-bar element.
6. Household refrigerating device according to one of the preceding claims, characterised in that the additional cover strip (DL1) is fitted by means of non-detachable connection
means, in particular adhesive means, on the upper edge (OK1) of the storage container
(BI1) in a modular manner.
7. Household refrigerating device according to one of the preceding claims, characterised in that the rear leg (SE2) of the U-profile shaped cover strip (DL1) overlaps an upper partial
zone of the front wall (VW1) and/or at least a forward partial section of the longitudinal
side walls (SW11, SW12) of the basic container (GK1) of the storage container (DL1)
on the inside.
8. Household refrigerating device according to one of the preceding claims, characterised in that the storage container (BI1) is designed as a door shelf.
9. Household refrigerating device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the storage container (BI1) is designed as a drawer.
1. Appareil frigorifique ménager (KG) avec au moins un contenant de dépose (BI 1) comprenant
un récipient de base, sur le bord supérieur (OK 1) duquel au moins une moulure terminale
périphérique supplémentaire (DL 1) est apposée de façon modulaire, dans lequel la
moulure terminale périphérique supplémentaire (DL 1) présente un profilé de section
essentiellement en forme de U et la moulure terminale périphérique constitue vers
le haut, dans son plan de positionnement, une prolongation de la paroi frontale du
récipient de base (GK 1), caractérisé en ce qu'une branche avant (SE 1) de la moulure terminale périphérique en forme de profilé
en U (DL 1) affleure avec la paroi avant (VW 1) du récipient de base (GK 1) du contenant
de dépose (BI1), dans lequel des nez d'encliquetage (NO 1) sont prévus sur le côté
intérieur de la moulure terminale périphérique et encliquetables avec des rainures
d'encliquetage (NUT 1) correspondantes sous forme d'éléments de liaison, les rainures
d'encliquetage (NUT 1) correspondantes étant enchâssées dans le côté extérieur de
la zone périphérique supérieure amincie de la paroi avant (VW 1), des nervures transversales
(IR 1) écartées longitudinalement l'une par rapport à l'autre étant prévues entre
la branche avant (SE 1) et la branche arrière (SE 2) de la moulure terminale périphérique
(DL 1), les nervures transversales (IR 1) atteignant environ la hauteur des nez d'encliquetage
(NO 1).
2. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce que la moulure terminale périphérique supplémentaire (DL 1) est uniquement prévue le
long d'une section avant du bord supérieur (OK 1), en particulier du bord avant supérieur,
du récipient de base (GK 1) du contenant de dépose (BI 1).
3. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 2, caractérisé en ce que la moulure terminale périphérique supplémentaire (DL 1) couvre uniquement le bord
avant supérieur (OK 1) ainsi que des deux côtés uniquement au moins une section avant
du bord supérieur des deux parois latérales longitudinales (SW 11, SW 12) du récipient
de base (GK 1) du contenant de dépose (BI 1).
4. Appareil frigorifique ménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la moulure terminale périphérique supplémentaire (DL 1) est exécutée sous forme d'élément
décoratif.
5. Appareil frigorifique ménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la moulure terminale périphérique supplémentaire (DL 1) est exécutée sous forme d'élément
de poignée ou d'étrier.
6. Appareil frigorifique ménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la moulure terminale périphérique supplémentaire (DL 1) est apposée de façon modulaire
sur le bord supérieur (OK 1) du contenant de dépose (BI 1) au moyen d'un élément de
liaison irréversible, en particulier de la colle.
7. Appareil frigorifique ménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la branche arrière (SE2) de la moulure terminale périphérique en forme de profilé
en U (DL 1) empiète côté intérieur sur une zone partielle supérieure de la paroi avant
(VW1) et/ou au moins une section avant des parois latérales longitudinales (SW 11,
SW 12) du récipient de base (GK 1) du contenant de dépose (DL 1).
8. Appareil frigorifique ménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contenant de dépose (BI 1) est exécuté sous forme de rangement de porte.
9. Appareil frigorifique ménager selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le contenant de dépose (BI 1) est exécuté sous forme de tiroir.