[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausgabe von Getränken, mit
einem Wassertank, der über eine Pumpe mit einem Karbonisator verbunden ist, der an
eine Zuleitung für CO
2 angeschlossen ist und ein Gehäuse umfasst, in dem eine mit CO
2 und karbonisiertem Wasser gefüllte Kammer ausgebildet ist, wobei der Teil der Kammer
mit karbonisiertem Wasser an einen Ablauf angeschlossen ist.
[0002] Die
EP 1 629 882 offenbart eine Vorrichtung zur Karbonisierung und Kühlung von Getränken, bei der
die Karbonisierungseinheit in einem rohrförmigen Innenbehälter untergebracht ist.
Die Karbonisierungseinheit umfasst dabei eine Vielzahl von hohlen Fasern, die als
semipermeable Membran ausgebildet sind und die für Flüssigkeit dicht, für Gas jedoch
diffusionsoffen ausgebildet sind. Dadurch kann die Flüssigkeit mit CO
2 angereichert werden. Die Ausbildung einer solchen Karbonisierungseinheit ist jedoch
vergleichsweise aufwändig und ein Austausch einzelner Bauteile ist schwierig. Zudem
muss für einen kontinuierlichen Betrieb eine große Oberfläche der Membran vorhanden
sein.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Ausgabe von
Getränken zu schaffen, die auf einfache Weise Wasser mit CO
2 versetzen kann und kompakt aufgebaut ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß erfolgt bei der Vorrichtung eine Einleitung des aus dem Wassertank
geförderten Wassers über eine Düse, die das Wasser durch den mit CO
2 gefüllten Teil der Kammer in das karbonisierte Wasser einspritzt. Ein solcher Karbonisator
ist einfach und kompakt aufgebaut und kann zudem auch im kontinuierlichen Verfahren
die gewünschte Menge an karbonisiertem Wasser erzeugen. Das Einspritzen der Düse besitzt
den Vorteil, dass durch das Einspritzen von Wasser ein große Grenzfläche zwischen
Gas und Flüssigkeit gebildet ist, so dass das CO
2 sehr schnell gelöst werden kann. Zudem kann der Karbonisator bei geringen Drücken
betrieben werden.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in der Kammer in dem unteren
mit karbonisierten Wasser gefüllten Teil eine von dem Ablauf beabstandete Prallfläche
angeordnet. Dadurch wird vermieden, dass gasförmiges CO
2 durch den Ablauf austritt, sondern das gasförmige CO
2 wird an der Prallfläche abgebremst und steigt dann aufgrund der geringeren Dichte
wieder nach oben auf, während unterhalb der Prallfläche das mit CO
2 angereicherte Wasser durch den Ablauf abströmen kann.
[0007] Für einen einfachen Aufbau des Gehäuses weist dieses ein Rohr auf, das an der Oberseite
durch eine Scheibe mit einer Zuleitung für CO
2 und einer Zuleitung für das aus dem Wassertank geförderte Wasser verschlossen ist.
Das Rohr kann zudem an der Unterseite durch eine weitere Scheibe verschlossen sein,
an der der Ablauf für karbonisiertes Wasser ausgespart ist. Ein solcher Aufbau ermöglicht
eine einfache Abdichtung des Gehäuses, das über Dichtringe an dem inneren Umfang des
Rohres gegenüber der Umgebung abgedichtet sein kann.
[0008] Die Düse ist vorzugsweise an der Scheibe des Gehäuses montiert und weist einen Kanal
mit einem Durchmesser zwischen 0,5 bis 2,5 mm, insbesondere 1 bis 1,5 mm auf. Dadurch
wird das Wasser an der Düse stark beschleunigt, wobei nur ein geringer Volumenstrom
durch die Düse mit hoher Geschwindigkeit austritt. Dies verbessert den Wirkungsgrad
des Karbonisators.
[0009] Die Kammer des Karbonisators wird vorzugsweise mit einem Innendruck zwischen 2 bis
4 bar, insbesondere etwa 3 bar, betrieben, so dass nur geringe Drücke vorhanden sind.
Dadurch können Pumpen mit geringer Baugröße verwendet werden.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung ist an dem Gehäuse ein Sensor zur Erfassung des Füllstandes
des karbonisierten Wassers vorgesehen. Der Sensor kann dabei mit einer Steuerung gekoppelt
sein, mittels der die Pumpe steuerbar ist, so dass gewährleistet ist, dass der Wasserspiegel
in der gewünschten Höhe ist, um eine effektive Anreicherung mit CO
2 zu gewährleisten.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Gehäuse des Karbonisators in einem Behälter
mit Wasser angeordnet. Dabei kann der Behälter zur Kühlung eingesetzt werden, wenn
dieser über eine Kühleinrichtung temperiert wird. Vorzugsweise wird mittels der Pumpe
das Wasser aus dem Wassertank wahlweise zu dem Karbonisator oder in den Behälter gefördert,
so dass sowohl der Karbonisator als auch der Behälter für die Getränkezubereitung
genutzt werden kann. Insbesondere kann die Getränkeausgabe wahlweise über den Karbonisator
oder den Behälter mit dem nicht karbonisierten Wasser erfolgen.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ausgabe von Getränken,
und
- Figur 2
- eine geschnittene Seitenansicht des Karbonisators der Figur 1.
[0013] Eine Vorrichtung 1 zur Ausgabe von Getränken umfasst einen Wassertank 2, der für
eine Befüllung abnehmbar ausgestaltet sein kann, insbesondere wenn die Vorrichtung
im Haushaltsbereich eingesetzt wird. Der Wassertank 2 ist über eine Leitung 3 mit
einer Pumpe 4 gekoppelt, die Wasser aus dem Wassertank 2 über eine Leitung 5 zu einem
Behälter 10 fördert. An der Leitung 5 ist eine Abzweigung 6 ausgebildet, die über
ein Rückschlagventil 7 und eine Leitung 8 mit einem Karbonisator 9 verbunden ist.
Der Karbonisator dient zur Anreicherung des geförderten Wassers mit CO
2. Hierfür ist der Karbonisator an einen unter Druck stehenden CO
2-Speicher 17 angeschlossen, der über einen Druckminderer 18 und eine Leitung 19 mit
dem Karbonisator 9 verbunden ist. Ferner ist an dem Karbonisator 9 eine schematisch
dargestellte Füllstandserkennung 11 vorgesehen, mittels der der Füllstand des Karbonisators
9 mit flüssigem Medium erfassbar ist.
[0014] Der Karbonisator 9 ist über eine Leitung 12 mit einem schaltbaren Ventil 13 verbunden,
das an eine Getränkeausgabe 14 angeschlossen ist. Parallel hierzu ist der Behälter
10 mit dem nicht karbonisierten Wasser über eine Leitung 15 mit einem schaltbaren
Ventil 16 verbunden, dass ebenfalls an die Getränkeausgabe 14 angeschlossen ist. Über
Schaltung der Ventile 13 und 16 kann der Benutzer entscheiden, ob er karbonisiertes
Wasser aus dem Karbonisator 9 oder stilles Wasser aus dem Behälter 10 erhalten möchte.
[0015] In Figur 2 ist der Karbonisator 9 der Vorrichtung 1 im Detail dargestellt.
[0016] Der Karbonisator 9 umfasst ein Gehäuse mit einem Rohr 20, das an einer oberen Seite
durch eine Scheibe 21 verschlossen ist, die mit einem Stutzen in das Rohr 20 eingreift.
An dem Stutzen ist ein Dichtring 36 zur Abdichtung angeordnet. Die Scheibe 21 weist
mittig eine Zuleitung 22 für das aus dem Tank 2 geförderte Wasser auf. Benachbart
zu der Zuleitung 22 ist ein Anschluss 29 an eine Zuleitung 30 für CO
2 angeordnet. Die Zuleitung 30 für CO
2 wird über die Leitung 19 mit unter Druck stehendem CO
2 gespeist.
[0017] In dem Rohr 20 ist eine Kammer mit einem oberen Teil 26 und einem unteren Teil 27
ausgebildet. Der obere Teil 26 der Kammer ist mit CO
2 gefüllt, das einen Druck von etwa 2 bis 4 bar, insbesondere 3 bar, aufweist. Im unteren
Teil 27 der Kammer ist karbonisiertes Wasser angeordnet, das einen Füllstand 40 aufweist,
der über die Füllstandserkennung 11 detektiert wird.
[0018] Um Wasser mit CO
2 zu versetzen, wird über eine Düse 23 Wasser durch den oberen Teil 26 der Kammer mit
CO
2 eingespritzt. Die Düse 23 weist dabei einen rohrförmigen Kanal 24 mit einem Durchmesser
zwischen 0,5 und 2 mm, insbesondere 1 bis 1,5 mm auf, so dass das Wasser mit hoher
Geschwindigkeit eingespritzt wird und sich eine Wolke 28 ausbildet, die eine große
Grenzfläche zwischen Gas und Flüssigkeit aufgrund der Vielzahl von Blasen besitzt.
Dadurch wird im unteren Teil 27 der Kammer Wasser mit CO
2 angereichert. Durch Zufuhr von Wasser und CO
2 wird der Füllstand 40 über die Füllstandserkennung 11 und eine Steuerung annähernd
konstant gehalten.
[0019] Im unteren Teil 27 des Rohres 20 ist eine horizontal ausgerichtete Prallfläche 31
vorgesehen, die beabstandet von einem Ablauf 33 an der Unterseite des Rohres 20 ist.
Durch die Prallfläche 31 wird verhindert, dass CO
2 in gasförmiger Form durch den Ablauf 33 durchgeleitet wird. Vielmehr werden die Luftblasen
an der Prallfläche 31 angehalten und strömen aufgrund der geringeren Dichte nach oben.
Die Prallfläche 31 ist an einem Formkörper 32 festgelegt, der an einer unteren Scheibe
34 montiert ist. Die untere Scheibe 34 weist einen in das Rohr 20 eingefügten Stutzen
35 auf, an dem am äußeren Umfang ein Dichtring 36 angeordnet ist. Der Ablauf 33 ist
dann an die Leitung 12 zu der Getränkeausgabe 14 angeschlossen.
[0020] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Kühlung des Karbonisators 9
über das Wasser in dem Behälter 10, das wiederum über eine Kühleinrichtung gekühlt
ist. Es ist auch möglich, eine direkte Kühlung des Karbonisators 9 vorzusehen.
1. Vorrichtung (1) zur Ausgabe von Getränken, mit einem Wassertank (2), der über eine
Pumpe (4) mit einem Karbonisator (9) verbunden ist, der an eine Zuleitung (19) für
CO2 angeschlossen ist und ein Gehäuse (21, 34) umfasst, in dem eine mit CO2 und karbonisiertem Wasser befüllte Kammer (26, 27) ausgebildet ist, wobei der Teil
(27) der Kammer mit karbonisiertem Wasser an einem Ablauf (31) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Einleitung des aus dem Wassertank (2) geförderten Wassers über eine Düse (23)
erfolgt, die das Wasser durch den mit CO2 befüllten Teil (26) der Kammer in das karbonisierte Wasser einspritzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kammer in dem unteren mit karbonisiertem Wasser befüllten Teil (27) eine von
dem Ablauf (33) beabstandete Prallfläche (31) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse ein Rohr (20) umfasst, das von einer Oberseite durch eine Scheibe (21)
mit einer Zuleitung (30) für CO2 und eine Zuleitung (22) für das aus dem Wassertank (2) geförderte Wasser verschlossen
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Scheibe (21) die Düse (23) montiert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (23) einen Kanal (24) mit einem Durchmesser zwischen 0,5 und 2,5 mm, insbesondere
1 bis 1,5 mm aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (20) an der Unterseite durch eine Scheibe (34) verschlossen ist, an der
der Ablauf (33) für karbonisiertes Wasser ausgespart ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer eine im Wesentlichen zylindrische Form besitzt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer einen Innendruck zwischen 2 bis 4 bar aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in dem Gehäuse ein Sensor zur Erfassung des Füllstandes des karbonisierten
Wassers vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor mit einer Steuerung gekoppelt ist, mittels der die Pumpe (4) steuerbar
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Karbonisators (9) in einem Behälter (10) mit Wasser angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (9) über eine Kühleinrichtung gekühlt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Pumpe (4) das Wasser aus dem Wassertank (2) wahlweise zu dem Karbonisator
(9) oder in den Behälter (10) förderbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Getränkeausgabe (14) vorgesehen ist, zu der wahlweise Wasser aus dem Behälter
(10) oder karbonisiertes Wasser aus dem Karbonisator (9) förderbar ist.