[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Umreifungsset zur Bildung einer Verpackungseinheit
durch Umreifen eines Packgutes mit einer, insbesondere gekrümmten, Oberfläche, umfassend
ein Umreifungsgerät, welches eine Auflagefläche für die Oberfläche des Packgutes aufweist
und mit dem ein um das Packgut geführtes Band in einer Arbeitshöhe über dem Packgut
gespannt und mittels sich überlappender Bandabschnitte befestigt wird. Des Weiteren
betrifft die vorliegende Erfindung eine einem solchen Umreifungsset zugehörige, neuartige
Umreifungshilfe und eine umreifte Verpackungseinheit.
[0002] Umreifen bezeichnet ein in der Regel horizontales und/oder vertikales Umschlingen
eines Packgutes, wie z. B. einer Transporteinheit, mit Bändern, insbesondere zur Ladungssicherung.
[0003] Um Packgüter zu umreifen, werden beispielsweise metallische oder aus Kunststoff bestehende
Drähte oder aber insbesondere Bänder eingesetzt. Dabei wird das Band oder der Draht
zuerst lose um das Packgut geführt, dann gespannt und schließlich, vorzugsweise durch
ein Verschweißen, mittels sich überlappender Bandabschnitte befestigt. Zum Schluss
wird bedarfsweise das Bandende abgeschnitten.
[0004] Zum Umreifen können Maschinen und Handgeräte eingesetzt werden. Ein zum Umreifen
geeignetes Handgerät ist beispielsweise in der
EP 0 188 720 A1 beschrieben. Beim Einsatz von thermoplastischen Kunststoffbändern, wie aus Polyethylenterephtalat
(PET), Polypropylen (PP) oder Polyamid (PA), wird dabei vorzugsweise ein Reibverschweißen
der Bandabschnitte vorgenommen. Das manuell bedienbare Umreifungsgerät wird bei diesem
Verpackungsvorgang mit einer auf der Unterseite des Gerätekörpers befindlichen ebenen
Auflagefläche auf das Packgut aufgesetzt. Es ist auch üblich, die sich überlappenden
Bandabschnitte miteinander zu vercrimpen oder zu verplomben.
[0005] Beispiele für Packgüter mit gekrümmter Oberfläche stellen Coils aus Bandstahl dar.
Diese werden in der Regel mit metallischen Drähten oder Bändern umreift. Ein Einsatz
von Kunststoffbändern wird aber nicht vorgenommen, weil diese Bänder durch die Handgeräte
aufgrund der, insbesondere bei kleineren Krümmungsradien, divergierenden Formen von
Auflagefläche des Umreifungsgerätes und Oberfläche des Packgutes nicht richtig gespannt
werden können.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Umreifungsset der eingangs
genannten Art zu schaffen, das eine einfache und kostengünstige Herstellung von Umreifungen
für Packgüter mit gekrümmter Oberfläche unter Einsatz von Kunststoffbändern ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird mittels eines Umreifungssets der eingangs genannten Art gelöst,
das eine neuartige Umreifungshilfe umfasst, der eine eigenständige erfinderische Bedeutung
beigemessen wird. Die erfindungsgemäße Umreifungshilfe ist als Spannkörper ausgebildet
ist, welcher eine Anlagekante für das Umreifungsgerät, eine an das zu umreifende Packgut
angepasste oder anpassbare Form sowie zwei Spannböcke aufweist. Durch eine Zweipunktauflage
auf den Spannböcken wird das Band in einer durch das Umreifungsgerät bestimmten Arbeitshöhe
gehalten.
[0008] Eine mit dem erfindungsgemäßen Umreifungsset herstellbare umreifte erfindungsgemäße
Verpackungseinheit umfasst das Band, das Packgut und den zusätzlichen, als Umreifungshilfe
dienenden, an die äußere Form des Packgutes angepassten Spannkörper. Das Band ist
um das Packgut und den Spannkörper geführt, der nach dem Umreifen in der Verpackungseinheit
verbleibt, wenn das Umreifungsgerät seitlich unter dem gespannten Band herausgezogen
wird.
[0009] Erfindungsgemäß ist es somit möglich, einerseits in fertigungstechnisch wenig aufwändiger
Weise eine Umreifung des Packgutes vorzunehmen und dabei andererseits die erforderliche
Spannung des Bandes zu sichern. Ein durch beim Einsatz eines Umreifungsgerätes sich
ergebender Arbeitsabstand zwischen der gekrümmten Oberfläche des Packgutes und dem
Band kann dabei in der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit bereichsweise zugelassen
werden, da das Band in dem entsprechenden Bereich mittels des als Umreifungshilfe
dienenden Spannkörpers gespannt wird.
[0010] Beim Umreifen des Packgutes kann das Band in mindestens einer an der Umreifungshilfe
ausgebildeten Führung geführt werden. Eine solche Führung gewährleistet eine sichere
Bandführung und sorgt zusätzlich dafür, dass, wenn der Spannkörper nach dem Verspannen
in der Verpackungseinheit verbleibt, das Band gegen ein seitliches Verrutschen gesichert
ist.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der
nachfolgenden speziellen Beschreibung enthalten. Anhand eines in den beiliegenden
Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung zur Veranschaulichung des Einsatzes eines erfindungsgemäßen
Umreifungssets zur Bildung einer erfindungsgemäßen Verpackungseinheit durch Umreifen
eines Packgutes,
- Fig. 2
- ausschnittsweise, eine perspektivische Darstellung einer mit dem erfindungsgemäßen
Umreifungsset hergestellten erfindungsgemäßen Verpackungseinheit,
- Fig. 3
- in einer Ansicht von oben, eine perspektivische Darstellung einer dem erfindungsgemäßen
Umreifungsset zugehörigen erfindungsgemäßen Umreifungshilfe,
- Fig. 4
- die in Fig. 3 dargestellte erfindungsgemäße Umreifungshilfe in perspektivischer Darstellung
in einer Ansicht von unten,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die in Fig. 3 und 4 dargestellte erfindungsgemäße Umreifungshilfe,
- Fig. 6
- eine Vorderansicht der in Fig. 3 bis 5 dargestellten erfindungsgemäßen Umreifungshilfe.
[0012] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit denselben
Bezugszeichen versehen, so dass sie in der Regel auch jeweils nur einmal beschrieben
werden.
[0013] Wie zunächst Fig. 1 zeigt, dient ein erfindungsgemäßes Umreifungsset zur Bildung
einer Verpackungseinheit 1, die durch Umreifen eines Packgutes 2 mit einer, insbesondere
gekrümmten, Oberfläche 3 hergestellt wird. Hierzu wird ein Band 4 zuerst lose um das
Packgut 2 geführt, dann gespannt und schließlich, mittels sich überlappender Bandabschnitte
befestigt. Die Bandabschnitte sind in Fig. 2 mit den Bezugszeichen 4a und 4b bezeichnet.
[0014] Im Speziellen handelt es sich - wie Fig. 1 und 2 zeigen - bei dem zu umreifenden
Packgut 2 um eine Bandstahlrolle, bei der die Umfangsfläche eine konvex gekrümmte
Oberfläche 3 ist, die mittels des erfindungsgemäßen Umreifungssets mit dem Band 4
umreift wird.
[0015] Als Band 4 kann vorzugsweise mit Vorteil ein solches eingesetzt werden, das aus einem
thermoplastischen Kunststoff, wie Polyethylenterephtalat (PET), Polypropylen (PP)
oder Polyamid (PA), besteht, wobei die Bandabschnitte 4a, 4b durch ein Verschweißen,
insbesondere ein Reibschweißen, miteinander verbunden werden.
[0016] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Verpackungseinheit 1 aus dem Packgut 2,
dem Band 4 und einer zusätzlichen, neuartigen Umreifungshilfe 5 gebildet wird. Diese
ist ein an die äußere Form des Packgutes 2 angepasster oder anpassbarer Spannkörper
und ist einem Umreifungsset 5, 6 zugehörig, das außer der Umreifungshilfe 5 ein, insbesondere
manuell bedienbares, an sich bekanntes Umreifungsgerät 6 mit insbesondere ebener unterer
Auflagefläche AF umfasst.
[0017] Das Band 4 wird unter Einsatz des Umreifungssets 5, 6 um das Packgut 2 und den Spannkörper
(Umreifungshilfe 5) geführt, wobei der Spannkörper nach dem Verspannen in der Verpackungseinheit
1 verbleibt. Nach einem Transport der Verpackungseinheit 1 und einem Lösen der Umreifung
kann die Umreifungshilfe 5 vorteilhafterweise wiederverwendet werden.
[0018] Zum Umreifen des Packgutes 2 bzw. zur Herstellung der Verpackungseinheit 1 kann -
wie Fig. 1 veranschaulicht - mit Vorteil das bekannte Umreifungsgerät 6 eingesetzt
werden, ohne dass an ihm dazu bauliche Veränderungen, wie eine Veränderung der Auflagefläche
AF oder eine Veränderung einer Arbeitshöhe A, in der das Band 4 gespannt wird, vorgenommen
werden müssten. Das Gerät 6 kann mit seinem Gerätekörper GK beim Umreifen seitlich
an eine an der Umreifungshilfe 5 ausgebildete Anlagekante 7 (siehe hierzu Fig. 3 und
5) angelegt werden.
[0019] Beim Umreifen des Packgutes 2 kann des Weiteren das Band 4 in mindestens einer an
der Umreifungshilfe 5 ausgebildeten Führung 8 geführt werden, die in Fig. 1 und 2
dargestellt ist, deutlicher jedoch in Fig. 3 zu sehen ist.
[0020] Bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Umreifungssets 5, 6 wird ein zwangsläufig
beim Arbeiten mit einem Umreifungsgerät 6, insbesondere bei der Verwendung von Kunststoffbändern
4, aufgrund der Arbeitshöhe A des Gerätes sich einstellender Abstand A bzw. ein nach
Entfernen des Umreifungsgerätes 6 verbleibender Abstand A zwischen der Oberfläche
3 des Packgutes 2 und dem Band 4 bereichsweise bewusst zugelassen, wobei sich in diesem
Bereich die erfindungsgemäße Umreifungshilfe 5 befindet, die das Band 4 trotz des
Abstands A in ausreichender Weise spannt.
[0021] In Fig. 3 bis 6 ist ein erfindungsgemäßer, als Umreifungshilfe 5 einsetzbarer Spannkörper
in verschiedenen Ansichten als Einzelteil dargestellt.
[0022] Die erfindungsgemäße, vorzugsweise einstückige, Umreifungshilfe 5 umfasst einen,
insbesondere flachen, Mittelsteg 9 mit einer Länge L, einer Breite B und einer Höhe
H und zwei Seitenteilen 10, die auch als Wangen bezeichnet werden könnten und die
sich an den beiden Enden des Mittelsteges 9 befinden. Der Spannkörper kann vorzugsweise
aus Kunststoff, beispielsweise als Spritzgussteil, gefertigt sein.
[0023] Die Länge L des Mittelstegs 9 ist bevorzugt mehrfach größer als die Breite B des
Spannkörpers, und diese wiederum ist mehrfach größer als die Höhe H des Spannkörpers.
Insbesondere ist die Höhe H unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften derart
bemessen, dass der Mittelsteg 9 ein federelastisches Verhalten zeigt. Er kann unter
Einwirkung manueller Kräfte oder der vom Umreifungsgerät 6 bei seinem Spannvorgang
entwickelten Kräfte entsprechend der Form der gekrümmten Oberfläche 3 des Packgutes
2 gebogen werden und federt, wenn die Kraftbeaufschlagung wegfällt, wieder in seine
gestreckte Lage zurück. Durch seine Federwirkung wirkt er in einer erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit 1 spannend auf das Band 4.
[0024] Im Sinne einer materialökonomischen und leichten Bauweise können die Seitenteile
10 der Umreifungshilfe 5 bevorzugt als Hohlkörper ausgebildet sein. Um jedoch bei
dieser Ausbildung eine hohe Stabilität zu gewährleisten, kann in den Seitenteilen
10 eine Wabenstruktur 11 mit aus dem Spannkörpermaterial bestehenden Stegen vorgesehen
sein. Dies zeigen insbesondere Fig. 4 bis 6. Die Seitenteile 10 sind daher im Vergleich
mit dem Mittelsteg 9 starr ausgebildet. Bedarfsweise kann aber auch der Mittelsteg
9, insbesondere unterseitig, wie dies ebenfalls Fig. 4 bis 6 zeigen, eine derartige
Wabenstruktur 11 aufweisen.
[0025] Die Anlagekante 7 für das Umreifungsgerät 6 befindet sich seitlich des Mittelsteges
9 der Umreifungshilfe 5. Auch unter Berücksichtigung der sich beim Umreifen einstellenden,
an die Form des Packgutes 2 angepassten Krümmung des Mittelsteges 9 kann daran der
Gerätekörper GK des Umreifungsgerätes 6 ausgerichtet werden. Durch eine geeignete,
an die Länge den Gerätekörper GK des Umreifungsgerätes 6 angepasste Dimensionierung
der Länge L des Mittelsteges 9 - sowie bedarfsweise auch einer Höhe HW der Seitenteile
10 - kann gesichert werden, dass das Umreifungsgerät 6 beim Umreifen immer stabil
an der Umreifungshilfe 5 ausgerichtet werden kann.
[0026] In der dargestellten Ausführung befinden sich auf der Oberseite der Seitenteile 10
plattformartige rechteckige, insbesondere quadratische, ebene Flächen, die sich jeweils
auf einem ersten Abschnitt 12 der Seitenteile 10, der auch als Quaderabschnitt 12
bezeichnet werden könnte, befinden.
[0027] Wie insbesondere durch Fig. 3, 5 und 6 verdeutlicht wird, umfasst die erfindungsgemäße
Umreifungshilfe 5 neben den Quaderabschnitt 12 der Seitenteile 10, der die Funktion
einer sichernden Begrenzung der Anlage des Umreifungsgerätes 6 während der Herstellung
der Verpackungseinheit 1 erfüllt, einen zweiten Abschnitt 13, der hier wegen seiner
in der gezeigten Darstellung im Querschnitt dreieckigen Form auch als Prismenabschnitt
bezeichnet wird. Der Prismenabschnitt erfüllt die Funktion der Führung und Halterung
des Bandes 4. Im Prismenabschnitt sind jeweils in jedem Seitenteil 10 Spann- oder
Lagerböckchen 13a, 13b für das Band 4 gebildet.
[0028] Dazu sind in einer Oberkante 14 des zweiten Abschnitts 13 eines jeden Seitenteils
10 nach oben offene Ausnehmungen vorgesehen, die die bereits oben erwähnten Führungen
8 für das Band 4 bilden. Die Oberkante 14 liegt dabei in der gleichen Höhe HW wie
die Arbeitshöhe A des Umreifungsgerätes 6 und kann vorzugsweise - wie dargestellt
- auch die gleiche Höhe HW aufweisen wie der Quaderabschnitt 12. In den Führungen
8 liegt das Band 4 auch in der fertig umreiften, in Fig. 2 dargestellten erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit 1. In bevorzugter Ausführung kann dabei eine Länge LA der Ausnehmung
8 an eine Breite BB des Bandes 4 angepasst sein, so dass dieses weder beim Umreifen
noch danach seitlich verrutschen kann.
[0029] Die erwähnte Dreiecksform des Querschnitts der Prismenabschnitte der Seitenteile
10 wird dadurch gebildet, dass die Prismenabschnitte einerseits jeweils eine innenseitige,
mit der Wand der Quaderabschnitte 12 fluchtende und gemeinsame senkrechte Wand 15
aufweisen, durch welche die Länge L des Mittelsteges 9 begrenzt wird, und andererseits
außenseitig eine als Schrägfläche ausgebildete Wand 16 aufweisen. Diese Schrägwand
16 begünstigt ein leichtes Gleiten des Bandes 4 im Prismenabschnitt 13 bzw. über die
Lagerböckchen 13a, 13b, weil das Band 4 durch das Vorhandensein der Schrägfläche nur
über die gegenüber einer der Breite BW des Seitenteils 10 schmale Oberkante 14 des
Prismenabschnitts 13 bzw. der Lagerböckchen 13a, 13b läuft. Zwischen die jeweiligen
inneren senkrechten und geraden Wände 15 kann beim Umreifen der Gerätekörper GK des
Umreifungsgerätes 6 platziert werden.
[0030] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das vorstehende Ausführungsbeispiel. So ist
es beispielsweise möglich, eine andere Formgestaltung der erfindungsgemäßen Umreifungshilfe
5 vorzunehmen als die in den Zeichnungsfiguren dargestellte, ohne dass der Rahmen
der Erfindung verlassen wird. Beispielsweise sind die Seitenteile 10 des Spannkörpers
in der gezeigten Ausführung als rechtwinklig zum Mittelsteg 9 angeordnete Quader bzw.
Prismen ausgeführt. Es muss sich jedoch weder zwingend um jeweils einen rechten Winkel,
noch um Quader handeln. Die Seitenteile 10 könnten beispielsweise auch durch endständig
am Mittelsteg 9 befindliche Zylinder gebildet sein.
[0031] Es kann in vorteilhafter Weise auch vorgesehen sein, dass eine erfindungsgemäße Umreifungshilfe
5 derart dimensioniert wird, dass sie - nicht nur, wie dargestellt - im Stande ist,
eine konvexe Krümmung, sondern auch eine konkave Krümmung eines Packgutes 2 auszugleichen.
[0032] Außerdem bestehen vielfältige weitere Gestaltungsmöglichkeiten der Erfindung. So
kann die Erfindung selbstverständlich bedarfsweise auch angewandt werden, wenn die
Oberfläche 3 des Packgutes 2 nicht gekrümmt ist oder wenn die Befestigung des Bandes
2 nicht durch ein Verschweißen, sondern durch ein Vercrimpen oder durch Umhüllung
mit einer Verbindungshülse erfolgt, die um die Bandabschnitte 4a, 4b geklemmt wird.
[0033] Auch bei einer Umreifung eines Packgutes 2 mittels metallischer Bänder 2 ist die
Erfindung anwendbar, wenngleich dort durch den hohen Elastizitätsmodul des Bandes
2 und durch einen kleinen Auflagepunkt auf dem Packgut 2 bzw. durch eine geringe notwendige
Bandbreite die eingangs genannten Probleme in geringerem Maß auftreten. D. h. beim
Einsatz von metallischen Bändern 2 kann auch nach dem Entfernen eines zum Umreifen
eingesetzten Handgerätes 6 oft noch eine ausreichende Bandspannung in der Verpackungseinheit
gewährleistet werden. Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Umreifungshilfe 5 kann
bedarfsweise beim Einsatz metallischer Bänder 4, insbesondere bei einer starken Krümmung
des Packgutes 2, vorgenommen werden. Ein grundlegender Vorteil der Erfindung besteht
jedoch gerade darin, dass erfindungsgemäß das Umreifen von Packgütern 2 mit gekrümmter
Oberfläche 3 unter Einsatz von Kunststoffbändern und konventionellen Umreifungsgeräten
6 möglich wird, und dadurch eine kostengünstigere Herstellung von Umreifungen möglich
ist als mit metallischen Bändern.
[0034] Ferner ist die Erfindung nicht auf die im Anspruch 1 und den anderen unabhängigen
Ansprüchen definierten Merkmalskombinationen beschränkt, sondern kann auch durch jede
beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten
Einzelmerkmale definiert sein. Dies bedeutet, dass grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal
der genannten Ansprüche weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der
Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern sind die Ansprüche
lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung zu verstehen.
Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Verpackungseinheit
- 2
- Packgut
- 3
- Oberfläche von 2
- 4
- Band
- 4a, 4b
- Bandabschnitte von 4
- 5
- Spannkörper für 2
- 6
- Umreifungsgerät
- 7
- Auflagefläche von 5 für 6
- 8
- Führung für 4 in 5
- 9
- Mittelsteg von 5
- 10
- Seitenteil von 5
- 11
- Wabenstruktur in 5
- 12
- Quaderabschnitt von 10
- 13
- Prismenabschnitt von 10
- 13a, 13b
- Lagerböckchen in 13
- 14
- Oberkante von 13
- 15
- senkrechte Wand von 12, 13
- 16
- Schrägwand von 13
- A
- Arbeitshöhe von 6, Abstand zwischen 3 und 4
- AF
- Auflagefläche von 6
- B
- Breite von 9
- BB
- Bandbreite von 4
- BW
- Breite von 10
- GK
- Gerätekörper von 6
- H
- Höhe von 9
- HW
- Höhe von 10
- L
- Länge von 9
1. Umreifungsset (5, 6) zur Bildung einer Verpackungseinheit (1) durch Umreifen eines
Packgutes (2) mit einer, insbesondere gekrümmten, Oberfläche (3), umfassend ein Umreifungsgerät
(6), mit dem ein um das Packgut (2) geführtes Band (4) in einer Arbeitshöhe (A) über
dem Packgut (2) gespannt und mittels sich überlappender Bandabschnitte (4a, 4b) befestigt
wird, sowie umfassend eine Umreifungshilfe (5), die als Spannkörper ausgebildet ist,
welcher eine Anlagekante (7) für das Umreifungsgerät (6) und eine an das zu umreifende
Packgut (2) angepasste oder anpassbare Form sowie zwei Lagerböckchen (13a, 13b) aufweist,
die das Band (4) in der Arbeitshöhe (A) halten.
2. Umreifungsset (5, 6) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungshilfe (5) zur Anpassung an die Form, insbesondere an eine konvexe Krümmung,
des Packgutes (2) zumindest bereichsweise federelastisch ausgebildet ist.
3. Umreifungsset (5, 6) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungshilfe (5) an den Lagerböckchen (13a, 13b) jeweils eine Führung (8)
für das zum Umreifen des Packgutes (2) eingesetzte Band (4) aufweist.
4. Umreifungsset (5, 6) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungshilfe (5) aus Kunststoff, vorzugsweise als insbesondere einstückiges
Spritzgussteil, gefertigt ist.
5. Umreifungsset (5, 6) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungshilfe (5) einen, insbesondere flachen, Mittelsteg (9) und zwei Seitenteile
(10) umfasst, die sich an den beiden Enden des Mittelsteges (9) befinden.
6. Umreifungsset (5, 6) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (10) der Umreifungshilfe (5) als Hohlkörper ausgebildet sind.
7. Umreifungsset (5, 6) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass in den Seitenteilen (10) der Umreifungshilfe (5) eine Wabenstruktur ausgebildet ist.
8. Umreifungsset (5, 6) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungshilfe (5) jeweils in ihren Seitenteilen (10) einen ersten Abschnitt
(12) und einen zweiten Abschnitt (13) aufweist, wobei im zweiten Abschnitt (13) jeweils
ein Lagerböckchen (13a, 13b) angeordnet ist.
9. Umreifungsset (5, 6) nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe (HW) der Seitenteile (10) und/oder eine Länge (L) des Mittelsteges (9)
der Umreifungshilfe (5) an einen Gerätekörper (GK) des Umreifungsgerätes (6) angepasst
ist.
10. Umreifungsset (5, 6) nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelsteg (9) der Umreifungshilfe (5) zur Anpassung an die Form der Oberfläche
(3) des zu umreifenden Packgutes (2) federelastisch ist.
11. Umreifungshilfe (5) für ein Umreifungsset (5, 6) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
ausgebildet als Spannkörper mit einer an ein zu umreifendes Packgut (2) angepassten
oder anpassbaren Form und mit einer Anlagekante (7) für ein Umreifungsgerät (6) sowie
mit zwei Lagerböckchen (13a, 13b), die ein zum Umreifen eingesetztes Band (4) in einer
Arbeitshöhe (A) über einer Oberfläche (3) des Packgutes (2) halten.
12. Umreifungshilfe (5) nach Anspruch 11,
gekennzeichnet durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils eines der Ansprüche 2 bis 10.
13. Verpackungseinheit (1), herstellbar mittels eines Umreifungssets (5, 6) nach einem
der Ansprüche 1 bis 10, umfassend ein Packgut (2), eine Umreifungshilfe (5) nach einem
der Ansprüche 11 oder 12 sowie ein das Packgut (2) und die Umreifungshilfe (5) umreifendes
Band (4).
14. Verpackungseinheit (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das zu umreifende Packgut (2) eine Bandstahlrolle ist.
15. Verpackungseinheit (1) nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das das Packgut (2) umreifende Band (4) bereichsweise beabstandet (Abstand A) von
einer gekrümmten Oberfläche (3) des Packgutes (2) verläuft und in diesem Bereich mittels
der Umreifungshilfe (5) gespannt ist.
16. Verpackungseinheit (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das das Packgut (2) umreifende Band (4) durch an Oberkanten (14) der Umreifungshilfe
(5) befindliche Führungen (8) verläuft.
17. Verpackungseinheit (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungshilfe (5) - zumindest bereichsweise - formangepasst zu einer gekrümmten
Oberfläche (3) des Packgutes (2) gebogen ist.
18. Verpackungseinheit (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge (LA) der Führung (8) des Spannkörpers (5) an eine Breite (BB) des Bandes
(4) angepasst ist.
19. Verpackungseinheit (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass das Band (4) aus einem thermoplastischen Kunststoff, wie Polyethylenterephtalat (PET),
Polypropylen (PP) oder Polyamid (PA), besteht.
20. Verpackungseinheit (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bandabschnitte (4a, 4b) durch ein Verschweißen, insbesondere ein Reibschweißen,
miteinander verbunden sind.