[0001] Die Erfindung betrifft ein nahtbares Pressfilz für eine Maschine zur Herstellung
und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, wie beispielsweise einer Papier-, Karton-oder
Tissuebahn sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
[0002] Pressfilze bestehen üblicherweise aus einer die Zuglast aufnehmenden Trägerstruktur,
die auch im Wesentlichen die Dimensionsstabilität des Pressfilzes bereitstellt.
[0003] Die Trägerstrukturen heutiger nahtbarer Pressfilze sind oftmals rund gewobenen, wobei
die Maschinenrichtungsgarne unter Ausbildung von Nahtschlaufen zurückgewoben sind.
Der Nachteil rund gewobener Strukturen besteht darin, dass der Rundwebvorgang zeitintensiv
und kostspielig ist. Des Weiteren ist, da die Kettgarne die Maschinenquerrichtungs-
und die Schussgarne die Maschinenrichtungsgarne bilden, die Länge solcher Trägerstrukturen
auf die Breite der beim Weben verwendeten Webmaschinen begrenzt.
[0004] Um das kostspielige Rundweben zu ersetzen, werden in dem aus der
WO89/12717 bekannten Stand der Technik nahtbare Pressfilze mit flach gewobenen Trägerstrukturen
vorgeschlagen. Bei diesen Pressfilzen wird das flach gewobene Gewebe unter Ausbildung
von Umschlagkanten auf sich selbst abgelegt, wobei Querfäden aus dem Gewebe im Bereich
der Umschlagkanten entfernt werden. In diesem Fall stellen die Maschinenrichtungsfäden
des Gewebes im Bereich der Umschlagkanten die Nahtschlaufen des nahtbaren Pressfilzes
bereit. Das in der
WO89/12717 beschriebene Verfahren erlaubt die einfache Herstellung von Geweben, die dann auf
die entsprechenden Dimensionen des herzustellenden Pressfilzes konfektioniert werden.
[0005] Insbesondere bei Pressfilzanwendungen besteht seit langer Zeit der Wunsch die teuer
herzustellenden Gewebe durch Gelegestrukturen und/oder Wirkstrukturen zu ersetzen,
da Gelege und Gewirke deutlich schneller (mit oftmals mehr als 10 facher Geschwindigkeit)
gegenüber Geweben hergestellt werden können.
[0006] Aus der
EP0261488 ist bekannt, die Trägerstruktur eines Pressfilzes aus einer flach hergestellten Kettenwirkstruktur
aufzubauen und diese analog zu dem in der
WO89/12717 genannten Verfahren unter Ausbildung von Umschlagkanten auf sich selbst abzulegen.
Bei der
EP0261488 werden aber die Nahtschlaufen durch zusätzliche Drahtwendeln bereitgestellt, die
in die Kettenwirkstruktur im Bereich der Umschlagkanten eingehängt sind. Durch diese
Anordnung bildet die Struktur des Pressfilzes im Nahtbereich ein gegenüber dem übrigen
Pressfilz erhebliche Unregelmäßigkeit aus, was zu Vibrationen beim Betrieb solcher
Pressfilze und Markierungen in dem mit diesen hergestellten Papier führen kann.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein in der Maschine nahtbares Pressfilz
bereitzustellen, welches eine günstig herzustellende und nicht markierende Trägerstruktur
hat.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Pressfilz für eine Maschine zur
Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton-
oder Tissuebahn. Das Pressfilz hat eine die Dimensionsstabilität des Filzes im Wesentlichen
beeinflussende Trägerstruktur. Hierbei umfasst die Trägerstruktur ein flach hergestelltes
textiles Flächengebilde, das gebildet ist aus Längsgarnen und diese kreuzenden Quergarnen
sowie aus Nähgarnen, welche die Längs- und die Quergarne an den Kreuzungsstellen miteinander
verbinden.
[0009] Das textile Flächengebilde des erfindungsgemäßen Pressfilzes ist länger als die Länge
der Trägerstruktur und in Abschnitten derart auf sich selbst abgelegt, dass die Trägerstruktur
durch mehrere sich jeweils auf der gesamten Länge der Trägerstruktur erstreckende
Lagen des textilen Flächengebildes gebildet ist. Hierbei sind die aufeinander angeordneten
Lagen zumindest abschnittweise miteinander verbunden.
[0010] Durch das aufeinander Ablegen der Abschnitte des textilen Flächengebildes sind Umschlagkanten
gebildet, die sich quer zur Längsrichtung der Trägerstruktur erstrecken und die ein
eines und ein anderes querseitiges Ende der Trägerstruktur festlegen. Im Bereich der
Umschlagkanten verlaufen die Längsgarne gekrümmt um an den beiden querseitigen Enden
der Trägerstruktur jeweils Nahtschlaufen auszubilden. Die Trägerstruktur ist in einer
Papiermaschine nahtbar, indem die beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur zum
Endlosmachen der Trägerstruktur zueinander geführt werden und die Nahtschlaufen unter
Ausbildung eines sich in Querrichtung der Trägerstruktur erstreckenden Verbindungskanals
miteinander in Eingriff gebracht sind. Zum Verbinden der beiden querseitigen Enden
der Trägerstruktur ist ein Steckdraht durch den Verbindungskanal der Trägerstruktur
geführt.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird ein Pressfilz mit einer nicht gewobenen Trägerstruktur
bereitgestellt, die sowohl Längs- als auch Quergarne hat. Die Längsgarne stellen hierbei
die Elemente dar, die zumindest den wesentlichen Teil der auf das Pressfilz einwirkenden
Zuglast aufnehmen. Die Quergarne legen zumindest den wesentlichen Teil der Querstabilität
des Pressfilzes fest. Da bei der erfindungsgemäßen Lösung die Längsgarne auch die
Nahtschlaufen bereitstellen, können die in der
EP0261488 vorgeschlagenen Drahtwendeln im Nahtbereich entfallen. Da das erfindungsgemäße Pressfilz
eine Trägerstruktur hat, die ein nicht gewobenes textiles Flächengebilde umfasst oder
sogar aus diesem gebildet ist, kann diese einfach und schnell und damit kostengünstig
hergestellt werden.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung verbindet somit die Vorzüge der aus der
WO89/12717 und
EP0261488 bekannten Lösungen.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0014] Die auf sich selbst abgelegten Abschnitte des textilen Flächengebildes können zwei
oder mehr ganze Lagen ausbilden. Ist die Trägerstruktur beispielsweise zweilagig,
d.h. wird durch zwei sich jeweils über die Länge der Trägerstruktur erstreckende Lagen
des textilen Flächengebildes gebildet, so können beispielsweise die beiden Endabschnitte
des flach hergestellten textilen Flächengebildes so auf dem Mittenabschnitt des textilen
Flächengebildes abgelegt sein, dass sich diese zu einer den Mittenabschnitt vollständig
bedeckenden Lage ergänzen. In diesem Fall ist also das textile Flächengebildet in
etwa doppelt so lang wie die Trägerstruktur und das Pressfilz.
[0015] Selbstverständlich kann die Trägerstruktur auch drei Lagen des textilen Flächengebildes
umfassen oder durch diese gebildet sein. In diesem Fall kann beispielsweise das textile
Flächegebilde in drei Abschnitte gleicher Länge aufgeteilt sein, beispielsweise zwei
Endabschnitte und einen Mittenabschnitt, die aufeinander abgelegt sind, indem beispielsweise
der eine Endabschnitt die eine Seite des Mittenabschnitts vollständig bedeckt und
der andere Endabschnitt die der einen Seite gegenüberliegende andere Seite des Mittenabschnitts
vollständig bedeckt.
[0016] Vorzugsweise sind die aufeinander abgelegten Abschnitte des textilen Flächengebildes
durch Vernähen und/oder Vernadeln miteinander verbunden. Im letzt genannten Fall können
die Abschnitte bspw. durch eine aufgenadelte Vliesstruktur aus Stapelfasern miteinander
verbunden sein.
[0017] Um das Durchführen des Steckdrahts durch den Verbindungskanal zu erleichtern, sieht
eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass im Bereich der Umschlagkanten
jeweils ein oder mehrere Quergarne aus dem textilen Flächengebilde entfernt ist bzw.
sind.
[0018] Das textile Flächengebilde ist vorzugsweise eine Kettenwirkstruktur oder ein Drehergewebe.
Vorzugsweise ist die Trägerstruktur nur durch die eine Kettenwirkstruktur oder das
eine Drehergewebe gebildet. Diese beiden Strukturen sind sehr einfach und kostengünstig
herzustellen und können beispielsweise in nahezu beliebigen Abmessungen als Rollenware
vorgefertigt und entsprechend den spezifischen Dimensionen des herzustellenden Pressfilzes
konfektioniert werden.
[0019] Vorzugsweise erstrecken sich die Längsgarne in der Trägerstruktur bis auf den Bereich
der Nahtschlaufen gerade. Des Weiteren erstrecken sich vorzugsweise die Quergarne
in der Trägerstruktur gerade. Unter dem Begriff der "geraden Erstreckung in der Trägerstruktur"
soll vorliegend verstanden werden, dass sich die Garne zur Bereitstellung der Trägerstruktur
nicht gekrümmt erstrecken, wie dies bspw. bei einem Gewebe der Fall ist. Die o.g.
Definition soll nicht ausschließen, das die Garne gekrümmt verlaufen, wenn die Trägerstruktur
gekrümmt verläuft, wie dies bspw. bei der endlos gemachten Trägerstruktur der Fall
ist.
[0020] Bei einem Gewebe erstrecken sich die Garne wechselseitig gekrümmt. Der Vorteil im
geraden Verlauf der Längs- und/oder Quergarne liegt einerseits darin, dass weniger
Garnmaterial zur Herstellung des textilen Flächengebildes benötigt wird. Ferner sind
solche Strukturen insbesondere bei der Verwendung als Pressfilz dimensionsstabiler
als ein Gewebe, da eine durch gerade Garne aufgebaute Struktur bei Krafteinwirkung
im Pressnip weniger Verzug zeigt als ein Gewebe mit gekrümmt verlaufenden Garnen.
[0021] Zur Verbesserung der Nahtbarkeit ist es sinnvoll, wenn die Längsgarne Monofilamentgarne
sind, da in diesem Fall der Steckdraht deutlich einfacher durch den Verbindungskanal
geführt werden kann als wenn die Längsgarne durch Multifilamentgarne gebildet sind.
Vorzugsweise sind die die Längsgarne bildenden Monofilamentgarne aus einem Polyamid
und/oder einem Polyamid Copolymer gebildet oder enthalten diese(s).
[0022] Zur Verbesserung der Anbindung der Vliesstruktur an die Trägerstruktur ist es sinnvoll,
wenn die Quergarne Multifilamentgarne und/oder Stapelfasergarne sind. In Multifilamentgarnen
und/oder Stapelfasergarnen können die Stapelfasern der Vliesstruktur deutlich besser
verankert werden als in Monofilamentgarnen. Denkbar ist in diesem Zusammenhang beispielsweise,
dass die Multifilamentgarne aus mehreren miteinander verzwirnten Monofilamentgarnen
gebildet sind. Denkbar sind hier bspw. 4-fach Zwirne, 6-fach Zwirne, 9-fach Zwirne
oder 10-fach-Zwirne, um nur einige mögliche Zwirne zu nennen.
[0023] Vorteilhafterweise sind die Quergarne zueinander beabstandet, wobei der Abstand zwischen
benachbarten Quergarnen zumindest dem Durchmesser der Quergarne entspricht. In diesem
Fall sind die Lagen des textilen Flächengebildes vorzugsweise so aufeinander abgelegt,
dass Quergarne der einen Lage zwischen benachbarten Quergarnen der anderen Lage angeordnet
sind und umgekehrt. Hierdurch kann die Dicke zweier aufeinander abgelegter Lagen reduziert
werden. Des Weiteren werden die aufeinander abgelegten Lagen zueinander fixiert.
[0024] Ferner ist es denkbar, dass die Längsgarne zueinander beabstandet sind und der Abstand
zwischen benachbarten Längsgarnen zumindest dem Durchmesser der Längsgarne entspricht.
In diesem Fall sind die Lagen des textilen Flächengebildes vorzugsweise so aufeinander
abgelegt, dass Längsgarne der einen Lage zwischen benachbarten Längsgarnen der anderen
Lage angeordnet sind und umgekehrt.
[0025] Um Markierungen durch lokale Dickenschwankungen zu reduzieren, sind die Durchmesser
der Quergarne vorzugsweise dem Durchmesser des Steckdrahts angepasst. Eine bevorzugte
Ausgestaltung der Erfindung sieht daher vor, dass der Durchmesser der Quergarne im
wesentlichen dem Durchmesser des Steckdrahts entspricht.
[0026] Vorzugsweise erstrecken sich die Längsgarne in der vorgesehenen Maschinenrichtung
und die Quergarne in der vorgesehenen Maschinenquerrichtung des Pressfilzes.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Pressfilzes, das in einer Maschine
zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn nahtbar ist und eine Trägerstruktur
hat, umfasst bei der Herstellung der Trägerstruktur die folgenden Schritte:
- a) Bereitstellen eines flach hergestellten textilen Flächengebilde das gebildet ist
aus Längsgarnen und diese kreuzenden Quergarnen sowie die Längs- und die Quergarne
an den Kreuzungsstellen miteinander verbindenden Nähgarnen, wobei das textile Flächengebilde
länger ist als die Länge der Trägerstruktur,
- b) Ablegen des textilen Flächengebildes auf sich selbst, durch aufeinander legen von
Abschnitten des textilen Flächengebildet derart, dass die Trägerstruktur durch mehrere
sich jeweils auf der gesamten Länge der Trägerstruktur erstreckende Lagen des textilen
Flächengebildes gebildet wird, wobei durch das aufeinander Ablegen der Abschnitte
des textilen Flächengebildes Umschlagkanten gebildet werden, die sich quer zur Längsrichtung
der Trägerstruktur erstrecken und die ein eines und ein anderes querseitiges Ende
der Trägerstruktur festlegen, wodurch die im Bereich der Umschlagkanten gekrümmt verlaufenden
Längsgarne an den beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur jeweils Nahtschlaufen
ausbilden,
- c) Endlosmachen des auf sich selbst abgelegten, die Trägerstruktur bildenden Flächengebildes
durch Zusammenführen der Nahtschlaufen des einen querseitigen Endes und der Nahtschlaufen
des anderen querseitigen Endes unter Ausbildung eines Verbindungskanals und Durchführen
eines Steckdrahts durch den Verbindungskanal.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren kann nach einer Weiterbildung der Erfindung den weiteren
Schritt umfassen, dass jeweils ein oder mehrere Quergarne aus dem textilen Flächengebilde
im Bereich der Umschlagkanten entfernt wird bzw. werden.
[0029] Des Weiteren kann das erfindungsgemäße Verfahren nach einer Weiterbildung der Erfindung
den Schritt umfassen, dass die aufeinander abgelegten Lagen des die Trägerstruktur
bildenden textilen Flächengebildes miteinander verbunden werden. Hierbei ist es möglich,
dass die Lagen nur entlang von Linien miteinander verbunden werden, wie dies bspw.
beim Vernähen der Lagen miteinander der Fall sein kann. Denkbar ist auch, die Lagen
flächig miteinander zu verbinden, wie dies bspw. der Fall sein kann, wenn die Lagen
miteinander verklebt werden.
[0030] Das flach hergestellte textile Flächengebilde hat zwei Querkanten, die das textile
Flächengebilde in seiner Länge begrenzen sowie zwei Längskanten, die das textile Flächengebilde
in seiner Breite begrenzen. Des weiteren hat das textile Flächengebilde eine Oberseite
und eine dieser gegenüberliegende Unterseite.
[0031] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen,
dass aus dem textilen Flächengebilde vor Schritt b) ein schlauchförmiges Gebilde erzeugt
wird.
[0032] Hierbei ist es insbesondere denkbar, dass das textile Flächengebilde zur Bildung
des schlauchförmigen Gebildes im Bereich seiner beiden Querkanten mit sich selbst
verbunden wird, indem ein an die eine Querkante angrenzender einer Endabschnitt des
textilen Flächengebildes auf einen an die andere Querkante angrenzenden anderen Endabschnitt
des textilen Flächengebildes abgelegt wird. Vorzugsweise erfolgt das Ablegen derart,
dass entweder die Oberseite des einen Endabschnitts auf der Oberseite des anderen
Endabschnitts abgelegt wird oder die Unterseite des einen Endabschnitts auf der Unterseite
des anderen Endabschnitts abgelegt wird und die aufeinander abgelegten Endabschnitte
zumindest abschnittweise miteinander verbunden werden. Die Verbindung kann hierbei
bspw. mittels eines Verfahrens erfolgen, bei dem das Material des Flächengebildes,
d.h. die Längsfäden und/oder Querfäden und/oder Nähfäden, im Bereich der beiden Endabschnitte
des textilen Flächengebildes zumindest teilweise durch Verschmelzen miteinander verbunden
werden.
[0033] Denkbar ist insbesondere, dass nach der Herstellung des schlauchförmigen Gebildes,
Schritt b) durchgeführt wird. Ferner ist denkbar, dass nach Schritt c) eine Fixierung
der Nahtschlaufen erfolgt. Hierzu ist es insbesondere denkbar, dass nach Verbinden
der Nahtschlaufen die aus mehreren Lagen des textilen Flächengebildes gebildete Trägerstruktur
um zwei zueinander parallele Walzen geführt wird, mittels deren die Trägerstruktur
in ihrer Längserstreckung gespannt wird, wodurch die Nahtschlaufen in ihrem Verlauf
fixiert werden. Die Fixierung kann zusätzlich zu der Zugspannung unter Einwirkung
von Temperatur erfolgen. Hierzu ist es bspw. denkbar, dass eine oder beide der Walzen
beheizt sind. Denkbar ist auch, das textile Flächengebilde auf andere Art und Weise,
bspw. durch Wärmestrahlung, einer Temperaturbehandlung während der Zugspannung zu
unterziehen. Zusätzlich zu der Zugspannung kann das die mehrlagige Struktur bildende
textile Flächengebilde auch durch einen Pressspalt geführt werden.
[0034] Ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Pressfilzes, das in
einer Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn nahtbar ist
und eine Trägerstruktur hat, umfasst bei der Herstellung der Trägerstruktur die folgenden
Schritte:
a) Bereitstellen eines flach hergestellten textilen Flächengebildes, welches sich
in Längsrichtung des Pressfilzes erstreckende Längsgarne umfasst, wobei das textile
Flächengebilde eine Ober- und eine Unterseite hat sowie dieses in seiner Länge begrenzende
Endabschnitte, und wobei das textile Flächengebilde länger ist als die herzustellende
Trägerstruktur,
b) Bildung eines schlauchförmigen Gebildes aus dem textilen Flächengebilde durch Zusammenführen
der beiden Endabschnitte des textilen Flächengebildes und Ablegen der beiden Endabschnitte
aufeinander, wobei entweder die Oberseite im Bereich des einen Endabschnitts auf der
Oberseite im Bereich des anderen Endabschnitts abgelegt wird oder die Unterseite im
Bereich des einen Endabschnitts auf der Unterseite im Bereich des anderen Endabschnitts
und
c) Verbinden der beiden aufeinander abgelegten Endabschnitte miteinander,
d) Ablegen des schlauchförmigen Gebildes auf sich selbst unter Bildung einer Trägerstruktur
mit mehreren aufeinander abgelegten Lagen und mit Umschlagkanten, die sich quer zur
Längsrichtung der Trägerstruktur erstrecken und die ein eines und ein anderes querseitiges
Ende der Trägerstruktur festlegen, wobei die im Bereich der Umschlagkanten gekrümmt
verlaufenden Längsgarne an den beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur jeweils
Nahtschlaufen ausbilden,
e) Endlosmachen des auf sich selbst abgelegten, die Trägerstruktur bildenden schlauchförmigen
Gebildes durch Zusammenführen der Nahtschlaufen des einen querseitigen Endes und der
Nahtschlaufen des anderen querseitigen Endes unter Ausbildung eines Verbindungskanals
und Durchführen eines Steckdrahts durch den Verbindungskanal, und
d) optionales Verbinden der aufeinander abgelegten Lagen miteinander.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von schematischen, nicht maßstäblichen Zeichnungen
weiter erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Pressfilzes,
- Figur 2
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Pressfilzes,
- Figur 3
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Pressfilzes.
[0036] Die Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Pressfilzes mit einer Trägerstruktur 11, wobei die Herstellung
der Trägerstruktur 11 die nachfolgend beschriebenen Schritte umfasst.
[0037] Es wird eine textiles Flächengebilde 1 bereitgestellt. Das textile Flächengebilde
1 ist gebildet aus Längsgarnen 2 sowie Quergarnen 3a, 3b, 3c, welche die Längsgarne
2 kreuzen. Die Längsgarne 2 sind mit den Quergarnen 3a, 3b, 3c an den Kreuzungsstellen
mittels Nähgarnen 4 miteinander verbunden. Vorliegend bildet das textile Flächengebilde
1 eine einlagige Kettenwirkstruktur. Die Längsgarne 2 sind aus einem Polyamid und
als Monofilamentgarne ausgebildet, wohingegen die Quergarne 3a, 3b, 3c als Multifilamentgarne
ausgebildet sind.
[0038] Die Kettenwirkstruktur 1 ist länger als die Länge der herzustellenden Trägerstruktur
11. Vorliegend ist die Kettenwirkstruktur 1 etwa doppelt so lang wie die herzustellende
Trägerstruktur 11. Die Kettenwirkstruktur 1 hat in ihrer Länge betrachtet zwei Endabschnitte
5b, 5c sowie einen Mittenabschnitt 5a, wobei die beiden Endabschnitte 5b, 5c zusammen
in etwa die Länge des Mittenabschnitts 5a haben (siehe Figur 1a). Hierbei sind die
Quergarne des einen Endabschnitts 5b mit dem Bezugszeichen 3b und die des anderen
Endabschnitts 5c mit dem Bezugszeichen 3c versehen. Ferner sind die Quergarne 3a,
3b und 3c zueinander beabstandet, wobei der Abstand zwischen benachbarten Quergarnen
3a, 3b, 3c zumindest dem Durchmesser der Quergarne 3a, 3b, 3c selbst entspricht.
[0039] In den Figuren 1b und 1c ist das Ablegen des textilen Flächengebildes 1 auf sich
selbst gezeigt. Hierzu werden die beiden Endabschnitte 5b, 5c jeweils derart auf dem
[0040] Mittenabschnitt 5a abgelegt, dass die Trägerstruktur 11 durch mehrere sich jeweils
auf der gesamten Länge der Trägerstruktur 11 erstreckende Lagen des textilen Flächengebildes
1 gebildet wird. Mit anderen Worten bilden die beiden Endabschnitte 5b, 5c zusammen
eine Lage der Trägerstruktur 11, wie der Mittenabschnitt 5a eine Lage der Trägerstruktur
11 bildet. Durch das aufeinander Ablegen der Endabschnitte 5b, 5c auf dem Mittenabschnitt
5a werden des weiteren Umschlagkanten 6, 7 gebildet, die sich quer zur Längsrichtung
der Trägerstruktur 11 erstrecken und die ein eines und ein anderes querseitiges Ende
der Trägerstruktur 11 festlegen.
[0041] Man erkennt aus der Darstellung der Figur 1c, dass die Lagen des textilen Flächengebildes
1 so aufeinander abgelegt sind, dass Quergarne 3b, 3c, der einen Lage zwischen benachbarten
Quergarnen 3a der anderen Lage angeordnet sind und umgekehrt.
[0042] Vor dem aufeinander Ablegen oder danach können nun eines oder mehrerer der Quergarne
3b, 3c aus dem textilen Flächengebilde 1 im Bereich der Umschlagkanten 6, 7 entfernt
werden: Die im Bereich der Umschlagkanten 6, 7 gekrümmt verlaufenden Längsgarne 2
bilden an den beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur 11 jeweils Nahtschlaufen
8, 9 aus, durch welche zum Endlosmachen der Trägerstruktur 11 ein Steckdraht 10 führbar
ist (siehe Figur 1 d).
[0043] Nachfolgend werden die aufeinander abgelegten Lagen des textilen Flächengebildes
1 miteinander verbunden. Dies kann bspw. durch Vernähen der Lagen erfolgen und/oder
beim Vernadeln einer Vliesstruktur aus Stapelfasern.
[0044] Die Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Pressfilzes mit einer Trägerstruktur 11.
[0045] Das in der Figur 2 beschriebene Verfahren fügt dem aus der Figur 1 bekannten Verfahren
bspw. den in der Figur 2b beschriebenen Fertigungsschritt hinzu, bei dem aus dem textilen
Flächengebilde 1, bevor dieses in ganzen Lagen auf sich selbst abgelegt wird, aus
dem textilen Flächengebilde ein schlauchförmiges Gebilde hergestellt wird.
[0046] Das textile Flächengebilde 1 hat zwei Querkanten 18, 19, die das textile Flächengebilde
in seiner Länge begrenzen sowie eine Oberseite 20 und eine dieser gegenüberliegende
Unterseite 21.
[0047] Zur Bildung des schlauchförmigen Gebildes 25 wird das textile Flächengebilde 1 im
Bereich seiner beiden Querkanten 18, 19 mit sich selbst verbunden. Hierzu wird ein
an die eine Querkante 18 angrenzender einer Endabschnitt 26 des textilen Flächengebildes
1 auf einen an die andere Querkante 19 angrenzenden anderen Endabschnitt 27 des textilen
Flächengebildes abgelegt. Das Ablegen erfolgt vorliegend derart, dass die Oberseite
20 des einen Endabschnitts 26 auf der Oberseite 20 des anderen Endabschnitts 27 abgelegt
wird. Nachfolgend werden die aufeinander abgelegten Endabschnitte 26, 27 in einem
Verbindungsbereich 24 miteinander verbunden, bspw. durch eine Heißdrahtvorrichtung
23. Der Verbindungsbereich 24 verläuft in der Darstellung der Figur 2 rechts von der
durch das Bezugszeichen 22 bezeichneten Trennstelle. Ferner werden die in der Darstellung
der Figur 2 links der Trennlinie 22 liegenden Teile der Endabschnitte 26, 27 beim
Verbinden mit der Heißdrahtvorrichtung von dem textilen Flächengebilde 1 abgetrennt.
[0048] Der Verbindungsbereich 24 kann nachfolgend bspw. mittels Ultraschalleinwirkung geglättet
werden.
[0049] In den Figuren 2c und 2d ist das Ablegen des schlauchförmigen Gebildes 25 auf sich
selbst gezeigt. Hierbei werden mehrere, vorliegend zwei, sich jeweils auf der gesamten
Länge der Trägerstruktur 11 erstreckende Lagen 28, 29 des textilen Flächengebildes
1 gebildet wird. Durch das auf sich selbst Ablegen des schlauchförmigen Gebildes 25
werden die Umschlagkanten 6, 7 gebildet, die sich quer zur Längsrichtung der Trägerstruktur
11 erstrecken und die ein eines und ein anderes querseitiges Ende der Trägerstruktur
11 festlegen.
[0050] Man erkennt aus der Darstellung der Figur 2d, dass die Lagen 28, 29 des textilen
Flächengebildes 1 so aufeinander abgelegt sind, dass Quergarne 3 der einen Lage 28
zwischen benachbarten Quergarnen 3 der anderen Lage 29 angeordnet sind und umgekehrt.
[0051] Vor dem aufeinander Ablegen oder danach können ein oder mehrere der Quergarne 3 aus
dem textilen Flächengebilde 1 im Bereich der Umschlagkanten 6, 7 entfernt werden.
Die im Bereich der Umschlagkanten 6, 7 gekrümmt verlaufenden Längsgarne 2 bilden an
den beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur 11 jeweils Nahtschlaufen 8, 9 aus.
[0052] Die aufeinander abgelegten Lagen 28, 29 des schlauchförmigen Gebildes 25 können miteinander
verbunden werden. Dies kann bspw. durch Vernähen der Lagen 28, 29 erfolgen.
[0053] Bei dem in der Figur 2e gezeigten Verfahrensschritt wird das auf sich selbst abgelegte
schlauchförmige Gebilde 25 zur weiteren Herstellung der Trägerstruktur 11 endlos gemacht
indem die Nahtschlaufen 8, 9 der beiden querseitigen Enden unter Ausbildung eines
Verbindungskanals zusammengeführt werden, durch welchen ein Steckdraht 10 geführt
wird (siehe Figur 2e). Beim Endlosmachen des auf sich selbst abgelegten schlauchförmigen
Gebildes 25 wird dieses um zwei zueinander beabstandete und parallel ausgerichtete
Walzen 30, 31 geführt, deren Abstand zueinander in Richtung L veränderbar, insbesondere
vergrößerbar, ist, so dass auf die Trägerstruktur 11 in deren Längserstreckung, d.h.
in Längsrichtung der Längsgarne, eine Zugspannung erzeugt werden kann. Hierdurch können
die Nahtschlaufen 8, 9 in deren Form fixiert werden. Vorliegend ist zumindest eine
der Walzen 30, 31 beheizt, so dass das Fixieren der Nahtschlaufen 8, 9 unter Einwirkung
von Zugspannung und Temperatur erfolgt.
[0054] Nach dem Fixieren wird die Trägerstruktur 11 einer Vernadelungseinrichtung 32 zugeführt,
mittels der eine Stapelfasern umfassende Vliesstruktur 33 mit der Trägerstruktur 11
vernadelt wird.
[0055] Die Figur 2 zeigt ein fertig hergestelltes erfindungsgemäßes Pressfilz 12. Das Pressfilz
12 hat die aus den Figuren 1 und 2 bekannte Trägerstruktur 11, die auf ihrer der Maschine
zugewandten Seite 13 mit einer oder mehreren maschinenseitigen Faservlieslagen 14
und auf ihrer der Faserstoffbahn zugewandten Seite 15 mit einer oder mehreren papierseitigen
Faservlieslagen 16 benadelt ist. Die Faservlieslagen 14, 16 sind im Bereich der Nahtschlaufen
8, 9 auf ihrer gesamten Breite (Maschinenquerrichtung) und ihrer gesamten Dicke bis
zur Trägerstruktur 11 durchtrennt, so dass das erfindungsgemäße Pressfilz 12 in einer
Papier-, Karton- oder Tissuemaschine genahtet werden kann, indem die beiden querseitigen
Enden der Trägerstruktur 11 zum Endlosmachen der Trägerstruktur 11 zueinander geführt
und die Nahtschlaufen 8, 9 unter Ausbildung eines sich in Querrichtung der Trägerstruktur
11 erstreckenden Verbindungskanals 17 miteinander in Eingriff gebracht werden und
durch den Verbindungskanal 17 zum Verbinden der Nahtschlaufen 8, 9 der Trägerstruktur
11 der Steckdraht 10 geführt ist.
1. Pressfilz für eine Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn,
insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, mit einer die Dimensionsstabilität
des Filzes im Wesentlichen beeinflussenden Trägerstruktur, die ein flach hergestelltes
textiles Flächengebilde umfasst, das gebildet ist aus Längsgarnen und diese kreuzenden
Quergarnen sowie die Längs- und die Quergarne an den Kreuzungsstellen miteinander
verbindenden Nähgarnen, wobei das textile Flächengebilde länger ist als die Länge
der Trägerstruktur und in Abschnitten derart auf sich selbst abgelegt ist, dass die
Trägerstruktur durch mehrere sich jeweils auf der gesamten Länge der Trägerstruktur
erstreckende Lagen des textilen Flächengebildes gebildet ist und die Lagen zumindest
abschnittweise miteinander verbunden sind, wobei durch das aufeinander Ablegen der
Abschnitte des textilen Flächengebildes Umschlagkanten gebildet sind, die sich quer
zur Längsrichtung der Trägerstruktur erstrecken und die ein eines und ein anderes
querseitiges Ende der Trägerstruktur festlegen, wobei die Längsgarne im Bereich der
Umschlagkanten gekrümmt verlaufen, um an den beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur
jeweils Nahtschlaufen auszubilden, wobei die Trägerstruktur in einer Maschine nahtbar
ist, indem die beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur zum Endlosmachen der Trägerstruktur
zueinander geführt und die Nahtschlaufen unter Ausbildung eines sich in Querrichtung
der Trägerstruktur erstreckenden Verbindungskanals miteinander in Eingriff gebracht
sind und durch den Verbindungskanal zum Endlosmachen der Trägerstruktur ein Steckdraht
geführt ist.
2. Pressfilz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Umschlagkanten jeweils ein oder mehrere der Quergarne aus dem textilen
Flächengebilde entfernt ist bzw. sind.
3. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Flächengebilde eine Kettenwirkstruktur oder ein Drehergewebe ist.
4. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längsgarne in der Trägerstruktur bis auf den Bereich der Nahtschlaufen gerade
erstrecken.
5. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Quergarne in der Trägerstruktur gerade erstrecken.
6. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur nur durch die eine Kettenwirkstruktur oder das eine Drehergewebe
gebildet ist.
7. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsgarne Monofilamentgarne sind.
8. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quergarne Multifilamentgarne und/oder Stapelfasergarne sind.
9. Pressfilz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Multifilamentgarne gezwirnt sind.
10. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quergarne zueinander beabstandet sind und der Abstand zwischen benachbarten Quergarnen
zumindest dem Durchmesser der Quergarne entspricht.
11. Pressfilz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen des textilen Flächengebildes so aufeinander abgelegt sind, dass Quergarne
der einen Lage zwischen benachbarten Quergarnen der anderen Lage angeordnet sind und
umgekehrt.
12. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsgarne zueinander beabstandet sind und der Abstand zwischen benachbarten
Quergarnen zumindest dem Durchmesser der Quergarne entspricht.
13. Pressfilz nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen des textilen Flächengebildes so aufeinander abgelegt sind, dass Längsgarne
der einen Lage zwischen benachbarten Längsgarnen der anderen Lage angeordnet sind
und umgekehrt.
14. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Quergarne im wesentlichen dem Durchmesser des Steckdrahts entspricht.
15. Pressfilz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längsgarne in der vorgesehenen Maschinenrichtung und die Quergarne in der
vorgesehenen Maschinenquerrichtung erstrecken.
16. Verfahren zur Herstellung eines Pressfilzes, das in einer Maschine zur Herstellung
und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn nahtbar ist und eine Trägerstruktur hat,
wobei die Herstellung der Trägerstruktur die folgenden Schritte umfasst:
a) Bereitstellen eines flach hergestellten textilen Flächengebilde das gebildet ist
aus Längsgarnen und diese kreuzenden Quergarnen sowie die Längs- und die Quergarne
an den Kreuzungsstellen miteinander verbindenden Nähgarnen, wobei das textile Flächengebilde
länger ist als die Länge der Trägerstruktur,
b) Ablegen des textilen Flächengebildes auf sich selbst, durch aufeinander legen von
Abschnitten des textilen Flächengebildet derart, dass die Trägerstruktur durch mehrere
sich jeweils auf der gesamten Länge der Trägerstruktur erstreckende Lagen des textilen
Flächengebildes gebildet wird, wobei durch das aufeinander Ablegen der Abschnitte
des textilen Flächengebildes Umschlagkanten gebildet werden, die sich quer zur Längsrichtung
der Trägerstruktur erstrecken und die ein eines und ein anderes querseitiges Ende
der Trägerstruktur festlegen, wodurch die im Bereich der Umschlagkanten gekrümmt verlaufenden
Längsgarne an den beiden querseitigen Enden der Trägerstruktur jeweils Nahtschlaufen
ausbilden,
c) Endlosmachen des auf sich selbst abgelegten, die Trägerstruktur bildenden Flächengebildes
durch Zusammenführen der Nahtschlaufen des einen querseitigen Endes und der Nahtschlaufen
des anderen querseitigen Endes unter Ausbildung eines Verbindungskanals und Durchführen
eines Steckdrahts durch den Verbindungskanal.