Brenneranordnung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Brenneranordnung zum Verfeuern fluidischer Brennstoffe
und insbesondere eine Brenneranordnung für eine Gasturbinenanlage.
[0002] Mit Brenneranordnungen zum Verfeuern fluidischer Brennstoffe werden unter anderem
Gasturbinen in Kraftwerken und anderen Großmaschinenanwendungen betrieben. Insbesondere
werden hierbei sog. Dualbrennstoffbrenner eingesetzt, die zum Verfeuern von flüssigen
und gasförmigen Brennstoffen, beispielsweise Erdgas und Heizöl, optional oder kombiniert
vorgesehen sind.
[0003] Die Brenneranordnungen sind dementsprechend groß dimensioniert und weisen einen komplexen
Aufbau mit mehreren Brennstoffzufuhrkanälen auf. So wird bspw. häufig ein mittig angeordneter
kleiner dimensionierter Pilotbrenner mit eigener Brennstoffversorgung und Luftzuführung
dafür verwendet, die Flamme eines großen Hauptbrenners, der ringsherum um den Pilotbrenner
angeordnet ist, zu stabilisieren. Der große Hauptbrenner wird nämlich vorwiegend im
Magergemischbetrieb mit Sauerstoffüberschuss betrieben, um dadurch günstigere Emissionswerte
zu erreichen. Der Betrieb mit einem Magergemisch führt jedoch dazu, dass die Flamme
des Hauptbrenners zumindest in bestimmten Betriebszuständen Schwankungen unterliegt,
die durch eine fortwährend zündende Wirkung des Pilotbrenners ausgeglichen werden.
Eine derartige Brenneranordnung ist beispielsweise in
EP 0 580 683 B1 wiedergegebenen.
[0004] Eine Herausforderung bei diesen Brennern stellen die durch eine ungleichmäßige thermische
Verteilung entstehenden mechanischen Spannungen in den Wandungen des metallischen
Gehäuses, der sogenannten Nabe, in der die Zufuhrringkanäle der Gas- und Öl-Energieträger
relativ eng nebeneinander angeordnet sind, dar. Ein Gasringraum speist den Hauptbrenner
bezogen auf die Strömungsrichtung der zuströmenden Luft eingangsseitig stromauf der
sogenannten Drallschaufeln, die dem Luftstrom mit dem Brenngas einen vermischenden
Drall vermitteln, oder durch die Drallschaufeln hindurch. Weiterhin ist eine Ölzufuhr
vorhanden, die in der Regel näher am Brennerausgang angeordnet ist, als die Gaszufuhr.
Sie umfasst einen Ölringraum sowie einen zum Ringraum führenden Ölzufuhrkanal, der
in der zwischen dem Gasringraum und dem Pilotbrenner befindlichen Nabenwand angeordnet
ist.
[0005] Da Gas gegenüber Öl eine geringere Dichte aufweist, beansprucht es einen größeren
Querschnitt, wodurch die Dimensionierung der Gaszufuhr wesentlich größer ausfällt
als der Ölzufuhr. Daher weist der Teil der Brenner-Nabe mit der Gaszufuhr eine größere
zum Luftkanal gewandte Außenfläche auf als die Ölzufuhr. Die Luftzufuhr erfolgt mit
vorverdichteter Luft, die einen Verdichter passiert hat, wodurch diese zugeführte
Luft aufgrund der Komprimierung eine Temperatur aufweist, die bereits über 400°C erreicht.
Folglich wird der Bereich der Brenner-Nabe mit der Gaszufuhr schnell auf eine Temperatur
im Bereich von über 400°C aufgeheizt und bleibt bei dieser Betriebstemperatur. Der
zum Ölringraum führende Ölzufuhrkanal ist dagegen weiter von dem heißen Luftzufuhrkanal
entfernt sodass das Öl im Ölzufuhrkanal kaum eine Erwärmung erfährt und daher lediglich
eine Temperatur von etwa 50°C aufweist.
[0006] Da einerseits die Brenner-Nabe eine starke Aufheizung im Bereich der Gasringraums
erfährt und andererseits der benachbarte Ölzufuhrkanal deutlich kühler ist, unterliegt
die Wand zwischen der Gasringraum und dem Ölzufuhrkanal einem großen Temperaturgradienten.
Infolge des Temperaturgradienten entstehen thermische Spannungen, welche die Lebensdauer
derartiger Brenner-Naben verkürzen bzw. die Verwendung eines hochwertigen Materials
mit den damit verbundenen Kosten erforderlich machen. Auch in anderen Bereichen, in
denen ein kalter Brennstoff durch einen heißen Naben-Bereich geführt ist, treten derartige
Spannungen auf.
[0007] Die vorliegende Erfindung macht es sich daher zur Aufgabe, die beschriebenen thermisch
bedingten Spannungen in der Brenner-Nabe der Brenneranordnung herabzusetzen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Brenneranordnung nach Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen
Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0009] Eine erfindungsgemäße Brenneranordnung für eine Verfeuerungsanlage zum Verfeuern
fluidischer Brennstoffe umfasst eine Brenner-Nabe, wenigstens ein Luftzufuhrkanal
und für jede Brennstoffart wenigstens einen Brennstoffzufuhrkanal, wobei der wenigstens
eine Brennstoffzufuhrkanal zumindest teilweise in der Brenner-Nabe ausgebildet ist.
In wenigstens einem Brennstoffzufuhrkanal ist eine Abschirmwand angeordnet, die von
der Wandung des Brennstoffzufuhrkanals beabstandet ist, so dass zwischen der Wandung
des Brennstoffzufuhrkanals und der Abschirmwand ein nicht zum Strömungspfad des durch
den Brennstoffzufuhrkanal strömenden Brennstoffes gehörender Zwischenraum gebildet
ist.
[0010] In der erfindungsgemäßen Brenneranordnung bildet der Zwischenraum einen im Vergleich
zum umgebenden Metall der Brenner-Nabe schlecht Wärme leitenden Bereich, der das Metall
der Nabe von dem strömenden Brennstoff thermisch isoliert und so den Wärmeaustausch
zwischen dem Brennstoff und der Brenner-Nabe einschränket.
[0011] Die Abschirmwand kann in einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung der Erfindung
von einer in den Brennstoffzufuhrkanal eingebrachten Hülse gebildet sein. Um die richtige
radiale Lage der Hülse im Brennstoffzufuhrkanal zu gewährleisten, kann diese mit wenigstens
einem radialen Positioniermittel ausgestattet sein, welches einen Abstand der Hülse
von der Wand des Brennstoffzufuhrkanals sicherstellt, wobei der Abstand insbesondere
auch im Hinblick auf die maximal zu erlaubende Wärmetransferrate gewählt werden kann
werden kann. Einschränkungen ergeben sich hierbei allerdings aus dem in der Nabe zur
Verfügung stehenden Bauraum. Das wenigstens eine radiale Positioniermittel der Hülse
kann bspw. als ein kreisumlaufend angeordneter, radial nach außen vorragender Positionier-Vorsprung
ausgeführt sein. Insbesondere kann die Hülse wenigstens jeweils einen kreisumlaufenden
Positionier-Vorsprung im Bereich ihrer beiden Enden aufweisen. Hierdurch wird die
Ausrichtung der Hüllenvorrichtung zuverlässiger und die aufgrund der Spielabstände
möglichen Eigenschwingungen im Strom des Brennstoffes ausgeschlossen.
[0012] Der wenigstens eine Positionier-Vorsprung der Hülse kann weiterhin eine Ringnut aufweisen,
die insbesondere dann von Vorteil ist, wenn sich der Positionier-Vorsprung im Bereich
einer Anschlussstelle zwischen dem Brennstoffzufuhrkanal und einem Brennstoffzufuhrrohr
befindet. Mittels der Ringnut kann dann beim Verschweißen oder Verlöten des Brennstoffzufuhrrohrs
mit dem Brennstoffzufuhrkanal ein Festschweißen bzw. Festlöten des Positionier-Vorsprungs
am Brennstoffzufuhrkanal und/oder am Brennstoffzufuhrrohr vermieden werden.
[0013] Weiterhin kann die Hülse mit wenigstens einem axialen Positioniermittel ausgestattet
sein, welches mit einem im Brennstoffzufuhrkanal vorhandenen axialen Positioniermittel
zusammenwirket, um die Hülse (30) axial zu positionieren. Auf diese Weise ist ein
axiales Positionieren der Hülse ohne stoffschlüssige Verbindung möglich. Dabei kann
zwischen dem axialen Positioniermittel der Hülse und dem axialen Positioniermittel
im Brennstoffzufuhrkanal insbesondere ein axiales Spiel vorhanden sein, welches eine
thermische Ausdehnung der Hülse in Axialrichtung ermöglicht, ohne dass dabei Spannungen
generiert werden.
[0014] In einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung kann das axiale Positioniermittel der
Hülse als wenigstens eine Anstoßkante an einer stirnseitigen Fläche des Positionier-Vorsprungs
ausgebildet sein. Das axiale Positioniermittel im Brennstoffzufuhrkanal ist dann als
Gegenanstoßkante ausgeführt.
[0015] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine aus EP 0 580 683 B1 bekannte Brenneranordnung,
- Figur 2
- eine bekannte Ausgestaltung der Brenner-Nabe einer Brenneranordnung,
- Figur 3
- eine schematisch übertrieben dargestellte Folge der thermisch bedingten Spannung in
der Brenner-Nabe nach Stand der Technik aus Figur 2,
- Figur 4
- eine Querschnittsansicht einer bevorzugten Ausgestal- tung der erfindungsgemäßen Brenneranordnung,
und
- Figur 5
- eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht aus Figur 4.
[0016] Figur 1 zeigt eine Brenneranordnung nach dem Stand der Technik, die ggf. in Verbindung
mit mehreren gleichartigen Anordnungen, beispielsweise in der Brennkammer einer Gasturbinenanlage
eingesetzt werden kann.
[0017] Sie besteht aus einem inneren Teil, dem Pilotbrennersystem und einem konzentrisch
dazu liegenden äußeren Teil, dem Hauptbrennersystem. Beide Systeme sind für einen
Betrieb mit gasförmigen und/oder flüssigen Brennstoffen in beliebiger Kombination
geeignet. Das Pilotbrennersystem umfasst eine zentrale Ölzufuhr 1 (Medium G) mit einer
an ihrem Ende angeordneten Öldüse 5 und einen konzentrisch um die zentrale Ölzufuhr
1 herum angeordneten inneren Gaszufuhrkanal 2 (Medium F). Dieser wiederum ist umgeben
von einem konzentrisch um die Achse des Brenners angeordneten inneren Luftzufuhrkanal
3 (Medium E). In oder an dem inneren Luftzufuhrkanal 3 kann ein geeignetes Zündsystem
angeordnet sein, für welches viele Ausführungsmöglichkeiten bekannt sind und auf dessen
Darstellung hier deshalb verzichtet wurde. Der innere Luft-Zufuhrkanal 3 weist in
seinem Endbereich eine Drallbeschaufelung 6 auf. Das Pilotbrennersystem kann in einer
an sich bekannten Weise, d. h. überwiegend als ein Diffusionsbrenner, betrieben werden.
Seine Aufgabe besteht darin, den Hauptbrenner in einem stabilen Brennbertieb aufrecht
zu erhalten, da dieser zur Verminderung des Schadstoffausstoßes meistens mit einem
Magergemisch betrieben wird, was ein Stabilisieren seiner Flamme mittels einer Diffusionsflamme
oder einer auf einem weniger mageren Gemisch beruhenden Flamme erfordert.
[0018] Das Hauptbrennersystem weist ein konzentrisch zum Pilotbrennersystem angeordnetes
und schräg auf dieses zulaufendes äußeres Luft-Zufuhr-Ringkanalsystem 4 auf. Auch
dieses Luft-Zufuhr-Ringkanalsystem 4 ist mit einer Drallbeschaufelung 7 versehen.
Die Drallbeschaufelung 7 besteht aus Hohlschaufeln mit Auslassdüsen 11 im Strömungsquerschnitt
des Luft-Zufuhr-Ringkanalsystems 4 (Medium A). Diese werden aus einer Gaszufuhrleitung
19 und einem Gasringkanal 9 durch Öffnungen 10 gespeist. Zusätzlich weist der Brenner
eine Ölzufuhrleitung 23 auf, welche in einen Ölringkanal 13 mündet, der seinerseits
Auslassdüsen 14 im Bereich oder stromab der Drallbeschaufelung 7 aufweist.
[0019] Figur 2 zeigt eine Ausgestaltung der Brenner-Nabe 18 einer Brenneranordnung nach
Stand der Technik im Querschnitt.
[0020] Die Brenner-Nabe 18 weist als ein einstückig ausgebildetes Gussteil verschweißte
Gussstopfen 17 auf, mit welchen die Hilfsöffnungen verschlossen sind, die zum Entfernen
der Formkerne dienten.
[0021] In der Brenner-Nabe 18 sind ein Gasringraum 9 und ein Ölringraum 13 angeordnet. An
der nach außen gewandten und sich verjüngenden Seitenfläche der Brenner-Nabe 18 weisen
die Ringräume 9 und 13 jeweils eine Vielzahl an Austrittsöffnungen 10 und 14 auf,
durch welche der jeweilige Brennstoff (Medium B bzw. Medium C in Figur 1) in den Brennraum
24 ausgedüst wird.
[0022] In Figur 3 ist eine schematisch übertrieben dargestellte Folge der thermisch bedingten
Spannungen in der Brenner-Nabe nach Stand der Technik aus Figur 2 dargestellt. Aufgrund
der Spannungen ist die Wand 21 zwischen dem Gasringraum 9 und der Ölzufuhrleitung
23 verformt. Diese Verformung der metallischen gegossenen und/oder verschweißten Brenner-Nabe
18 ergibt sich aufgrund des Temperaturgradienten in der Wand zwischen dem Ölzufuhrkanal
23, durch den Öl mit einer Temperatur von ca. 50°C strömt, und dem Gasringraum 9,
der aufgrund der Erwärmung durch die Verdichterluft im Luftzufuhrkanal 4 (Medium A
in Fig.1) auf etwa 420°C erwärmt ist.
[0023] Figur 4 zeigt ausschnittsweise einen Querschnitt durch eine Ausführungsform für die
erfindungsgemäßen Brenneranordnung. Die Brenneranordnung umfasst eine Brenner-Nabe
18, in der ein Gasringraum 9 mit einem Gaszufuhrkanal 19 (in Figur 4 nicht dargestellt)
sowie ein Ölringraum 13 mit einem Ölzufuhrkanal 23 angeordnet sind. Der grundsätzliche
Aufbau der Brenneranordnung entspricht dem mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen
Aufbau. Es werden daher nur die Unterschiede zu dem den Figuren 1 und 2 beschriebenen
Brenneraufbau beschrieben.
[0024] In der erfindungsgemäßen Brenneranordnung ist eine Abschirmwand 30 im Ölzufuhrkanal
23 so angeordnet, dass zwischen der Wand zwischen dem Gasringraum 9 und der Ölzufuhrleitung
23 einerseits und der Abschirmwand 30 andererseits ein Zwischenraum 38 gebildet ist.
Dieser Zwischenraum 38 isoliert den von der Innenfläche der Abschirmwand 30 gebildeten
Strömungspfad des Öls thermisch von der Wand 21 zwischen dem Gasringraum 9 und der
Ölzufuhrleitung 23, da das in dem Zwischenraum befindliche Medium, etwa Luft oder
nicht oder kaum strömendes Öl, eine sehr viel geringere Wärmeleitfähigkeit aufweist,
als das Metall der Brenner-Nabe 18. So beträgt bspw. die Wärmeleitfähigkeit von Luft
0,023 W/mK und die von Öl etwa 0,15 W/mK (bei Raumtemperatur). Die Wärmeleitfähigkeit
von Metallen ist demgegenüber um zwei bis drei Größenordnungen höher. Der Zwischenraum
38 kann daher als eine adiabatisch wirkende thermische Abschirmung gesehen werden.
Der Betrag des Abstandes s zwischen der Wand 21 und der Abschirmwand 30 kann konstruktiv
zum Einstellen einer gewünschten Wärmetransferrate verwendet werden.
[0025] In der dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Abschirmwand in Form einer
in den Ölzufuhrkanal 23 eingesetzten Hülse 30 realisiert, die einen direkten Kontakt
des entlang des Strömungspfades im Ölzufuhrkanal 23 strömenden kalten Öls mit der
Wand 21 zwischen dem Gasringraum 9 und der Ölzufuhrleitung 23 verhindert. Der Außendurchmesser
der Hülse 30 ist um einen vorbestimmten Betrag geringer dimensioniert als der Innendurchmesser
des Ölzufuhrkanals 23, so dass zwischen der eingesetzten Hülse 30 und der Wand 21
ein Zwischenraum 38 ausgebildet ist, in dem sich ein Medium mit einer wesentlich niedrigeren
Wärmeleitfähigkeit als das Metall der Brenner-Nabe 18 befindet. Das durch die von
der Wand 21 beabstandet angeordnete Hülse 30 strömende Öl führt hierdurch kaum zu
einer Abkühlung der Wand 21, wodurch das Temperaturgefälle zwischen der gasringraumseitgen
Oberfläche und der ölkanalseitigen Oberfläche der Wand 21 geringer wird. Infolgedessen
treten nur wesentlich geringere mechanische Spannungen als im Stand der Technik auf.
[0026] Als geeignetes Medium im Zwischenraum 38 ist im einfachsten Fall das Öl selbst verwendbar,
sofern keine Zündung zu befürchten ist, da in diesem Fall keine Abdichtung des Zwischenraums
38 gegen den Strömungspfad des Öls erforderlich ist.
[0027] Um die Hülse 30 einfach in den Ölzufuhrkanal 23 der Brenner-Nabe 18 montieren zu
können, ist sie als ein in eine Öffnung in einem rohrartig ausgeführten Abschnitt
37 des Ölzufuhrkanals 23 einsteckbare Hülse 30 ausgebildet. Die Hülse 30 weist hierzu
an ihrem stromaufwärtigen Ende einen vorzugsweise kreisumlaufenden, ringförmigen Positionier-Vorsprung
33 auf, der als ein Abstandshalter zum radialen Zentrieren des Hülsenkörpers im Hohlraum
23 dient und zugleich die Funktion einer Anstoßkante trägt 53, die gegen eine komplementäre,
im Bereich der Öffnung des rohrartigen Vorsprungs 37 vorhandene Gegenanstoßkante 52
einer entsprechenden Nutausfräsung anstößt und somit die Position der Hülse 30 in
axialer Richtung festlegt. Figur 5 zeigt zur Verdeutlichung eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht
des rohrartig ausgeführten Abschnitts 37 des Ölzufuhrkanals 23 sowie der darin eingeführten
Hülse 30.
[0028] Die Hülse 30 weist an ihrem stromaufwärts positionierten Ende einen Positionier-Vorsprung
33 mit einer Ringnut 36 auf. sind. Die Ringnut 36 befindet sich bei in den Ölzufuhrkanal
23 eingesetzter Hülse 30 in Höhe der Ebene, in welcher sich die Öffnung des rohrartig
ausgeführten Abschnitts 37 befindet. Dadurch befindet sich beim Verschweißen des rohrartig
ausgeführten Abschnitts 37 mit einem Ölzuleitungsrohr 32 die Schweißnaht 31 im Bereich
der Ringnut 36, so dass beim Verbinden der beiden Rohrenden 30 der Positionier-Vorsprung
33, und damit die Hülse 30, nicht festgeschweißt wird oder festbrennt.
[0029] Der Positionier-Vorsprung 33 ist in einer verbreiteten Nutausfräsung des rohrartig
ausgeführten Abschnitts 37 und einer entsprechenden Nutausfräsung des Ölzuleitungsrohrs
32 angeordnet. Wie die Nutausfräsung des rohrartig ausgeführten Abschnitts 37 weist
auch die Nutausfräsung des Ölzuleitungsrohrs 32 eine Gegenanstoßkante 50 auf, die
mit einer Anstoßkante 51 des Positionier-Vorsprungs 33 zusammenwirkt. Auf diese Weise
wird die Hülse 30 durch den Positionier-Vorsprung 33 nicht nur in dem Ölzufuhrkanal
23 zentriert, sondern auch in Richtung der Längsachse Y gesichert.
[0030] Die beschriebene Art der Positionierung kann im Rahmen der Erfindung bereits ausreichend
sein, jedoch weist die vorliegende Ausgestaltung einen weiteren Positionier-Vorsprung
35 (Fig.4) auf, der in der Nähe des stromabwärtigen Endes der Hülse 30 angeordnet
ist. Er kann beispielsweise effektiv gegen eventuell auftretende Eigenschwingungen
der Hülse 30 wirken. Auch der am stromabwärtigen Ende der Hülse 30 angeordnete Positionier-Vorsprung
35 ist vorzugsweise als ringförmiger kreisumlaufender Vorsprung ausgeführt und reicht
mit seinem vorzugsweise zylindrisch ausgestalteten Außendurchmesser bis an die Wandung
des Hohlraums 38, so dass er ebenfalls zur Zentrierung der Hülse 30 beiträgt.
[0031] Alle Positionier-Vorsprünge 33, 35 weisen vorzugsweise einen derart dimensionierten
Durchmesser auf, dass zwischen den Wandungen des Hohlraumes 30 und zylindrischen Außenflächen
der Positionier-Vorsprünge ein ausreichender Abstand vorhanden ist, der dem Ausgleich
verschiedener thermischer Ausdehnungen dient. Dadurch wird die Hülse 30 in radialer
Richtung einerseits genau genug positioniert und andererseits niemals im Betrieb verklemmt.
Die infolge einer Verklemmung auch in der Brenner-Nabe 18 auftretenden Spannungen
werden somit effektiv vermieden.
[0032] Außerdem wird erfindungsgemäß auch die thermische Ausdehnung der Hülse 30 in axialer
Richtung Y frei von einer Spannungen verursachenden Verklemmung gestaltet. Hierzu
ist der in den Nutausfräsungen des rohrartig ausgeführten Abschnitts 37 und des Ölzuleitungsrohrs
32 befindliche Positionier-Vorsprung 33 derart dimensioniert, dass ein vorgegebener
Spielabstand d zwischen der Gegenanstoßkante 50 in der Nutausfräsung des Ölzuleitungsrohrs
32 und der entsprechenden Anstoßkante 51 des Positionier-Vorsprungs 33 vorhanden ist,
der eine thermische Ausdehnung der Hülse in Axialrichtung ermöglicht, ohne dass dadurch
Spannungen in axialer Richtung Y aufgebaut würden.
[0033] Die Hülse 30 kann in der erfindungsgemäßen Brenneranordnung montiert werden, indem
sie durch die mit einem Brennstoffzufuhrrohr 32 zu verbindende Öffnung des rohrartig
ausgeführten Abschnitts 37 des Brennstoffzufuhrkanals 23 bis zum Anschlag der Anstoßkante
53 des Positionier-Vorsprungs 33 gegen die Gegenanstoßkante 52 in der Nutfräsung des
rohrartig ausgeführten Abschnitts 37 in den Brennstoffzufuhrkanal 23 eingeführt wird.
Danach wird das Brennstoffzufuhrrohr 32 auf das stromaufwärtige Ende des rohrartig
ausgeführten Abschnitts 37 aufgesetzt und mithilfe eines Schweißverfahrens mit dem
rohrartig ausgeführten Abschnitt 37 verbunden, wobei die Ringnut 36 ein Festschweißen
der Hülse am Brennstoffzufuhrrohr 32 und/oder am rohrartig ausgeführten Abschnitt
37 verhindert.
[0034] Mit der beschriebenen Ausgestaltung der Hülse 30 sowie der Nutausfräsungen des rohrartig
ausgeführten Abschnitts 37 und des Ölzuleitungsrohrs 32 können sowohl axiale als auch
radiale Spannungen infolge einer Verklemmung der Hülse 30 verhindert werden.
[0035] Obwohl die Erfindung im Rahmen des Ausführungsbeispiels mit Bezug auf einen speziellen
Ölzufuhrkanal beschrieben worden ist, kann sie auch in anderen Brennstoffzufuhrkanälen
zur Anwendung kommen. Auch braucht die Hülse keinen keinen runden Querschnitt aufzuweisen,
sondern kann auch einen eckigen Querschnitt besitzen.
1. Brenneranordnung für eine Verfeuerungsanlage zum Verfeuern fluidischer Brennstoffe,
welche eine Brenner-Nabe (18), wenigstens einen Luftzufuhrkanal (3, 4) und für jede
Brennstoffart wenigstens einen Brennstoffzufuhrkanal (9, 13, 19, 23) aufweist, wobei
der wenigstens eine Brennstoffzufuhrkanal (9, 13, 19, 23) zumindest teilweise in der
Brenner-Nabe (18) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
in wenigstens einem Brennstoffzufuhrkanal (23) eine Abschirmwand (30) angeordnet ist,
die von der Wandung (21) des Brennstoffzufuhrkanals (23) beabstandet ist, so dass
zwischen der Wandung (21) des Brennstoffzufuhrkanals (23) und der Abschirmwand (30)
ein nicht zum Strömungspfad des durch den Brennstoffzufuhrkanal (23) strömenden Brennstoffes
gehörender Zwischenraum (38) gebildet ist.
2. Brenneranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abschirmwand von einer in den Brennstoffzufuhrkanal (23) eingebrachten Hülse (30)
gebildet ist.
3. Brenneranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (30) mit wenigstens einem radialen Positioniermittel (33, 35) ausgestattet
ist, welches einen Abstand (s) der Hülse (30) von der Wand (21) des Brennstoffzufuhrkanals
(23) gewährleistet.
4. Brenneranordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine radiale Positioniermittel (33, 35) der Hülse (30) als wenigstens
ein kreisumlaufend angeordneter, radial nach außen vorragender Positionier-Vorsprung
(33, 35) ausgeführt ist.
5. Brenneranordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Positionier-Vorsprung (33) der Hülse (30) eine Ringnut(36) aufweist.
6. Brenneranordnung nach Anspruch 4 oder Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (30) wenigstens jeweils einen kreisumlaufenden Positionier-Vorsprung (33,
35) im Bereich ihrer beiden Enden aufweist.
7. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (30) mit wenigstens einem axialen Positioniermitteln (51, 53) ausgestattet
ist, welche mit im Brennstoffzufuhrkanal (23) vorhandenen axialen Positioniermitteln
(50, 52) zusammenwirken, um die Hülse (30) axial zu positionieren.
8. Brenneranordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem axialen Positioniermittel (51, 53) der Hülse (30) und dem axialen Positioniermittel
(50, 52) im Brennstoffzufuhrkanal (23) ein axiales (d) Spiel vorhanden ist.
9. Brenneranordnung nach Anspruch 7 oder Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das axiale Positioniermittel (50, 51, 52, 53) der Hülse (30) als wenigstens eine Anstoßkante
(51, 53) an einer stirnseitige Fläche des Positionier-Vorsprungs (33) ausgebildet
ist und das axiale Positioniermittel (50, 52) im Brennstoffzufuhrkanal (23) als Gegenanstoßkante
(50, 52) ausgeführt ist.