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EP 2 238 296 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2011 Patentblatt 2011/40 |
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Anmeldetag: 17.12.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/010735 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/083144 (09.07.2009 Gazette 2009/28) |
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MASCHINE UND VERFAHREN ZUR AUFNAHME VON SCHOTTER EINES GLEISES
MACHINE AND METHOD FOR RECEIVING BALLAST OF A TRACK
MACHINE ET PROCÉDÉ POUR RAMASSER DU BALLAST SUR UNE VOIE FERRÉE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
02.01.2008 AT 42008
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
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Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- THEURER, Josef
A-1010 Wien (AT)
- WÖRGÖTTER, Herbert
A-4210 Gallneukirchen (AT)
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 2 134 574
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US-A- 4 611 541
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Aufnahme von Schotter eines Gleises, mit
einem auf Schienenfahrwerken verfahrbaren Maschinenrahmen und einer eine rotierbare,
endlose Förderkette aufweisenden Aushubvorrichtung, die aus zwei im Bereich eines
Kettenantriebes zusammen geführten Längskanälen und einem Querkettentrum gebildet
ist, das mit je einem unteren Ende der beiden Längskanäle verbunden ist, wobei jeder
Längskanal - bezüglich einer Maschinenquerrichtung - eine Kanalinnenseite und eine
Kanalaußenseite aufweist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Aufnahme von
Schotter eines Gleises.
[0002] Durch
US 4 611 541 ist eine derartige Maschine zum Reinigen von Schotter eines Gleises bekannt. Mit
leistungsfähigen Förderketten wird eine höhere Reinigungsleistung erzielt. Allerdings
ist damit eine vergrößerte Förderkette erforderlich, die jedoch im Bereich von Gleisengstellen,
wie z. B. einer Bahnsteigkante, aus Platzgründen nicht mehr eingesetzt werden kann.
Es wird daher bei dieser bekannten Ausführung vorgeschlagen, die im Bereich der Bahnsteigkante
positionierten Schwellen in Gleisquerrichtung zu verschieben, so dass der Längskanal
im Übergangsbereich zum Querkettentrum genügend Platz hat. Mit diesem Verfahren ist
jedoch der Nachteil verbunden, dass im Falle eines parallel verlaufenden Nachbargleises
dessen Lichraumprofil verletzt wird. Damit ist eine nachteilige Sperre des Nachbargleises
unumgänglich.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Maschine
und eines Verfahrens der eingangs genannten Art, mit der bzw. dem eine Schotteraufnahme
auch im Bereich von Gleisengstellen innerhalb des Lichtraumprofiles des Arbeitsgleises
möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Maschine der gattungsgemäßen Art durch
die im Kennzeichen von Anspruch 1 bzw. mit einem Verfahren durch die im Kennzeichen
von Anspruch 3 angeführten Merkmale gelöst.
[0005] Damit ist es möglich, vor einer Engstelle den Querschnitt des Längskanals in seinem
unteren, kritischen Bereich zu reduzieren, so dass die Aushubvorrichtung unter Verwendung
einer kleineren Förderkette noch innerhalb des Lichtraumprofiles einsetzbar ist. Ein
Nachbargleis kann somit ungehindert befahren werden.
[0006] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Unteranspruch und der Zeichnungsbeschreibung.
[0007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben. Es zeigen:
[0008] Fig. 1 eine Seitenansicht einer Maschine zur Schotterreinigung, Fig. 2 eine vergrößerte
Draufsicht auf eine Aushubvorrichtung in, Fig. 3 bis 6 verschiedene Details eines
Längskanals der Aushubvorrichtung.
[0009] Eine in Fig. 1 dargestellte Maschine 1 zur Aufnahme von Schotter 2 eines Gleises
3 weist einen auf Schienenfahrwerken 4 verfahrbaren Maschinenrahmen 5 auf und ist
in einer Arbeitsrichtung 6 verfahrbar. Zwischen den Schienenfahrwerken 4 ist eine
Aushubvorrichtung 7 zur Aufnahme des Schotters 2 vorgesehen. Diese besteht aus einer
endlosen, durch einen Antrieb 8 rotierbaren und um das Gleis 3 herumgeführten Förderkette
9. Der aufgenommene Schotter 2 wird in einer Siebanlage 24 gereinigt und anschließend
auf das Gleis 3 abgeworfen.
[0010] Wie insbesondere auch in Fig. 2 erkennbar, setzt sich die Aushubvorrichtung 7 aus
zwei im Bereich des Kettenantriebes 8 zusammen führenden Längskanälen 10 und einem
Querkettentrum 11 zusammen. Dieses ist unterhalb des Gleises 3 positioniert und verläuft
quer zur Maschinenlängsrichtung.
[0011] Das Querkettentrum 11 ist jeweils mit einem unteren Ende 12 der beiden Längskanäle
10 verbunden. Jeder Längskanal 10 weist - bezüglich einer Maschinenquerrichtung 13
- eine Kanalinnenseite 14 und eine Kanalaußenseite 15 sowie in seinem unteren Ende
12 an der Kanalaußenseite 15 eine Kanalöffnung 16 (s. Fig. 4) auf. Diese ist gemäß
Fig. 5 bzw. 6 wahlweise durch eine erste oder durch eine zweite Kanalabdeckung 17,
18 mittels einer Schraubverbindung 19 verschließbar.
[0012] Fig. 3 und 4 zeigen jeweils das untere Ende 12 des Längskanals 10 mit der Kanalöffnung
16. In Fig. 4 ist die einen größeren Kanalquerschnitt 20 ergebende erste Kanalabdeckung
17 mit strichpunktierter Linie angedeutet.
[0013] Wie insbesondere in Fig. 5 (in einem vereinfachten Querschnitt durch den Längskanal
10) ersichtlich, ergibt die erste Kanalabdeckung 17 mit der Fixierung am Längskanal
10 sowie der Abdeckung der Kanalöffnung 16 einen zur Durchführung der für den normalen
Arbeitseinsatz vorgesehenen Förderkette 9 geeigneten, vergrößerten Kanalquerschnitt
20.
[0014] Wie (in einem vereinfachten Querschnitt des Längskanals 10) in Fig. 6 ersichtlich,
ergibt die zweite Kanalabdeckung 18 mit der Fixierung am Längskanal 10 sowie der Abdeckung
der Kanalöffnung 16 einen zur Durchführung der für den Arbeitseinsatz in Gleisengstellen
21 vorgesehenen kleineren Hilfskette 22 geeigneten, verkleinerten Kanalquerschnitt
23. Die Ursache für die erwähnte Gleisengstelle 21 kann z. B. ein Bahnsteig 25 sein.
[0015] Eine zwischen der Kanalöffnung 16 und der Kanalabdeckung 17, 18 gelegene Trennebene
26 ist - bezüglich der dargestellten Arbeitsposition der Aushubvorrichtung 7 - vertikal
sowie parallel zur Maschinenlängsrichtung verlaufend ausgebildet.
[0016] Im normalen Arbeitseinsatz wird die Maschine mit der für den Längskanal 10 optimalen
Förderkette 9 betrieben, um damit eine maximale Aushub- und Reinigungsleistung zu
erzielen. Unmittelbar vor Erreichen eines Bahnsteiges 25 wird die Maschinenvorfahrt
unterbrochen. Die auf der Seite des Bahnsteiges 25 befindliche erste Kanalabdeckung
17 wird durch Lösen der Schraubverbindungen 19 entfernt. Die nunmehr freigelegte Kanalöffnung
16 erleichtert die Entfernung der Förderkette 9 (s. Fig. 4).
[0017] Durch die freigelegte Kanalöffnung 16 wird nunmehr die verkleinerte Hilfskette 22
eingeführt und durch Verbindung ihrer beiden Enden zu einer endlosen Kette gemacht.
Anschließend wird die zweite, eine Ebene bildende Kanalabdeckung 18 zur Abdeckung
der Kanalöffnung 16 an den Längskanal 10 angeschraubt. Wie in Fig. 6 ersichtlich,
verläuft die zweite Kanalabdeckung 18 in der Trennebene 26, so dass eine Breite B
des Längskanals 10 deutlich reduziert ist. Damit kann anschließend der Bereich des
Bahnsteiges 25 problemlos unter Aufnahme von Schotter 2 passiert werden, ohne dass
dazu eine Querverschwenkung der Aushubvorrichtung 7 erforderlich ist.
1. Maschine zur Aufnahme von Schotter eines Gleises, mit einem auf Schienenfahrwerken
(4) verfahrbaren Maschinenrahmen (5) und einer eine rotierbare, endlose Förderkette
(9) aufweisenden Aushubvorrichtung (7), die aus zwei im Bereich eines Kettenantriebes
(8) zusammen geführten Längskanälen (10) und einem Querkettentrum (11) gebildet ist,
das mit je einem unteren Ende (12) der beiden Längskanäle (10) verbunden ist, wobei
jeder Längskanal (10) - bezüglich einer Maschinenquerrichtung - eine Kanalinnenseite
(14) und eine Kanalaußenseite (15) aufweist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) jeder Längskanal (10) weist in seinem unteren Ende (12) an der Kanalaußenseite
(15) eine wahlweise mit einer ersten oder zweiten Kanalabdeckung (17, 18) lösbar verbundene
Kanalöffnung (16) auf,
b) erste Kanalabdeckung (17) ergibt mit der Fixierung am Längskanal (10) zur Abdeckung
der Kanalöffnung (16) einen zur Durchführung der Förderkette (9) geeigneten Kanalquerschnitt
(20),
c) die zweite Kanalabdeckung (18) ergibt mit der Fixierung am Längskanal (10) zur
Abdeckung der Kanalöffnung (16) einen reduzierten Kanalquerschnitt (23), der lediglich
die Durchführung einer verkleinerten Hilfskette (22) ermöglicht.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen der Kanalöffnung (16) und der Kanalabdeckung (17,18) gelegene Trennebene
(26) - bezüglich einer Arbeitsposition der Aushubvorrichtung (7) - vertikal sowie
parallel zu einer Maschinenlängsrichtung verlaufend ausgebildet ist.
3. Verfahren zur Aufnahme von Schotter (2) aus einer Schotterbettung eines Gleises (3),
wobei eine das Gleis (3) umschließende, rotierende Förderkette (9) den Schotter (2)
aufnimmt und in einem Längskanal (10) zu einer Abwurfstelle hoch fördert, dadurch gekennzeichnet, dass vor Erreichen einer Gleisengstelle (21) die Förderkette (9) durch eine kleinere Hilfskette
(22) ersetzt und der Längskanal (10) in einem unteren Abschnitt in seinem Querschnitt
reduziert wird.
1. A machine for picking up ballast of a track, comprising a machine frame (5) mobile
on on-track undercarriages (4) and an excavation device (7) having a rotatable endless
conveying chain (9), the excavation device (7) being composed of two longitudinal
channels (10) joined to one another in the region of a chain drive (8) and a transverse
chain member (11) connected to a respective lower end (12) of the two longitudinal
channels (10), wherein each longitudinal channel (10) has a channel inner side (14)
and a channel outer side (15) - with regard to a transverse direction of the machine,
characterized by the following features:
a) each longitudinal channel (10) has, at its lower end (12) on the channel outer
side (15), a channel aperture (16) detachably connected to a first or second channel
cover (17, 18), as desired,
b) the first channel cover (17), when fixed to the longitudinal channel (10) for covering
the channel aperture (16), results in a channel cross-section (20) suitable for the
passage of the conveying chain (9),
c) the second channel cover (18), when fixed to the longitudinal channel (10) for
covering the channel aperture (16), results in a reduced channel cross-section (23)
which enables only the passage of a reduced auxiliary chain (22).
2. A machine according to claim 1, characterized in that a separation plane (26) situated between the channel aperture (16) and the channel
cover (17,18) is configured - with regard to a working position of the excavation
device 7 - to extend vertically and parallel to a longitudinal direction of the machine.
3. A method for picking up ballast (2) from a ballast bed of a track (3), wherein a rotating
conveying chain (9) enclosing the track (3) picks up the ballast (2) and conveys it
upward in a longitudinal channel (10) to a discharge point,
characterized in that prior to reaching a track bottleneck (21), the conveying chain (9) is replaced by
a smaller auxiliary chain (22), and the cross-section in a lower section of the longitudinal
channel (10) is reduced.
1. Machine pour ramasser du ballast d'une voie ferrée, avec un châssis de machine (5)
pouvant être déplacé sur des mécanismes de roulement ferroviaires (4) et un dispositif
de déblai (7) présentant une chaîne transporteuse rotative sans fin (9) qui est formé
de deux canaux longitudinaux (10) guidés ensemble dans la région d'un entraînement
de chaîne (8) et d'un brin de chaîne transversal (11) qui est relié à chaque fois
à une extrémité inférieure (12) des deux canaux longitudinaux (10), dans laquelle
chaque canal longitudinal (10) présente un côté interne de canal (14) et un côté externe
de canal (15) par rapport à une direction transversale de la machine,
caractérisée par les caractéristiques suivantes :
a) chaque canal longitudinal (10) présente à son extrémité inférieure (12) sur le
côté externe de canal (15) une ouverture de canal (16) reliée au choix de manière
amovible à un premier ou second recouvrement de canal (17, 18),
b) le premier recouvrement de canal (17) donne avec la fixation au canal longitudinal
(10) pour recouvrir l'ouverture de canal (16) une section transversale de canal (20)
appropriée pour le passage de la chaîne transporteuse (9),
c) le second recouvrement de canal (18) donne avec la fixation au canal longitudinal
(10) pour recouvrir l'ouverture de canal (16) une section transversale de canal réduite
(23) qui permet uniquement le passage d'une chaîne auxiliaire réduite (22).
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un plan de séparation (26) situé entre l'ouverture de canal (16) et le recouvrement
de canal (17, 18) est réalisé en s'étendant verticalement ainsi que parallèlement
par rapport à une direction longitudinale de la machine, par rapport à une position
de travail du dispositif de déblai (7).
3. Procédé pour ramasser du ballast (2) à partir d'un lit de ballast d'une voie ferrée
(3), dans lequel une chaîne transporteuse rotative (9) entourant la voie ferrée (3)
ramasse le ballast (2) et le transporte vers le haut dans un canal longitudinal (10)
vers un point de déchargement, caractérisé en ce qu'avant d'atteindre un passage resserré de voie (21), la chaîne transporteuse (9) est
remplacée par une chaîne auxiliaire plus petite (22) et le canal longitudinal (10)
est réduit dans sa section transversale en une section inférieure.


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