[0001] Die Erfindung betrifft allgemein eine Drehwegerfassungsvorrichtung für Fahrzeuge
des öffentlichen Personenverkehrs mit einer Antriebsvorrichtung für eine verschwenkbar
und/oder verschiebbar gelagerte Ein-/Ausstiegseinrichtung, mit einer Antriebseinheit,
einem elektrischen Antriebsmotor und einem ersten Untersetzungsgetriebe. Derartige
Ein-/Ausstiegseinrichtung sind beispielsweise Türen, Rampen, Tritte oder dergleichen.
[0002] Ein Antriebssystem dieser Gattung umfasst im Allgemeinen wenigstens einen Aktuator
oder einen Antriebsmotor und eine davon angetriebenen Mechanik und/oder ein Getriebe,
um die Verschwenk- beziehungsweise Verschiebbewegung der Tür, Rampe, Tritt oder Dergleichen
zu bewirken siehe z.B.
DE 3743159 A. Es ist bekannt die Schwenkbewegung der Mechanik oder des Getriebes beispielsweise
mittels eines Potentiometerabgriffs zu erfassen. Ein derartiger Potentiometeraufbau
hat sich in der Praxis als nicht ausreichend verschleißarm und störungsunanfällig
erwiesen, um den hohen Sicherheitsanforderungen bei der Personenbeförderung zu genügen.
Es ist ferner bekannt, die Schwenk- beziehungsweise Schiebbewegung mittels an den
Endstellungen auslösenden Schaltkontakten zu steuern oder wenigstens zu überwachen.
Zwar lässt sich je nach Schaltkontaktaufbau und auch mit Hilfe redundanter Komponenten
ein hohes Maß an Zuverlässigkeit erreichen, nachteilig dabei ist, dass mit der einmalig
vorgenommenen Montage und Justage diese Endstellungen festliegen. Eine Nachjustage
beispielsweise bei der Endmontage der Ein-/Ausstiegseinrichtung in ein Fahrzeug zur
Personenbeförderung hat sich aufgrund der vergleichsweise schlechten Zugänglichkeit
der Schaltkontakte als sehr zeitaufwendig erwiesen. Diese schlechte Zugänglichkeit
beruht einerseits auf der gewünschten Kompaktheit derartiger Antriebe und andererseits
darauf, dass diese Schaltkontakte in der Regel unmittelbar an der bewegten Tür, Rampe,
Tritt usw., beispielsweise an deren zugehörigen Schwenkzapfen, und nicht an der antreibenden
Mechanik angeordnet sind, um so sicher zu sein, dass sich eben diese bewegten Elemente,
wie Tür, Rampe, Tritt usw. tatsächlich in dem durch den Schaltkontaktzustand wiedergegebenen
Zustand, beispielsweise offen oder geschlossen, befinden. Zudem hat sich herausgestellt,
dass im Betrieb aufgrund von Verschleiß und dem damit einhergehenden zunehmenden Spiel
zwischen den mechanisch wechselwirkenden Komponenten es oft im Laufe der Nutzungsdauer
des Fahrzeugs einer Nachjustierung bedarf.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemäße Drehwegerfassungsvorrichtung
für eine Ein-/Ausstiegseinrichtung mit wenigstens einer verschwenkbar und/oder verschiebbar
gelagerten Tür, Rampe, Tritt oder Dergleichen eines Fahrzeugs zur Personenbeförderung
bereitzustellen, das kostengünstig herstellbar ist und bei dem die Justierung der
Positionserfassung vereinfacht erfolgen kann. Die Drehwegerfassungsvorrichtung soll
sich insbesondere auch kompakt aufgebaute Antriebsvorrichtungen eignen. Die Nachteile
des Standes der Technik sollen vermieden werden.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Drehwegerfassungsvorrichtung gemäβ Anspruch 1, gelöst.
[0005] Um die exakte Position der Ein-/Ausstiegseinrichtung, vorzugsweise einer Tür, ermitteln
zu können, ist es sinnvoll den Drehweg über einen entsprechenden Geber direkt zu erfassen.
Ein solcher Geber, beispielsweise ein Absolutwertgeber, ermittelt die Position der
Tür auch im stromlosen Zustand des Fahrzeugs und erkennt beim Wiedereinschalten der
Stromversorgung die Position auch dann, wenn der Türflügel zwischenzeitlich manuell
bewegt wurde. Es haben sich Absolutwertgeber als praktikabel erwiesen, bei denen über
Schleifkontakte oberhalb der Drehsäule unmittelbar an der Abtriebswelle des Antriebsmotors
entsprechende Werte abgegriffen werden. Erfindungsgemäß kann aber auch ein berührungsloser,
elektronischer Absolutwertgeber eingesetzt werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsvariante
wird die Drehung der Abtriebswelle des Antriebsmotors indirekt über die Drehung einer
Abtriebswelle des zweiten Untersetzungsgetriebes ermittelt, das ebenfalls an den Antriebsmotor
gekoppelt ist.
[0006] Das zweite Untersetzungsgetriebe weist in einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante
die gleiche Untersetzung wie das erste Untersetzungs- bzw. Abtriebsgetriebe auf. Erfindungsgemäß
kann das zweite Untersetzungsgetriebe aber auch eine höhere Untersetzung aufweisen,
zum Beispiel um eine höhere Auflösung bei der Erfassung zu gewährleisten. Umgekehrt
kann die Untersetzung auch derart gewählt sein, dass das zweite Untersetzungsgetriebe
eine geringere Untersetzung aufweist, um möglichst wenig Bewegung und damit Verschleiß
zu verursachen. In allen Fällen muss das Untersetzungsverhältnis zwischen den Untersetzungsgetrieben
aber bekannt sein, um aus der Umdrehung der Abtriebswelle des zweiten Untersetzungsgetriebes
die Umdrehung der Abriebswelle des ersten Untersetzungsgetriebes exakt ermitteln zu
können.
[0007] Je nach Untersetzung kann die Drehwegerfassung nicht mechanisch, zum Beispiel über
Schleifringe erfolgen, sondern ist zum Beispiel elektronisch zu ermitteln. Dies ist
deshalb der Fall, weil zum Beispiel Schleifringe maximal 360° erfassen können.
[0008] An das zweite Untersetzungsgetriebe können der Geber, zum Beispiel ein Magnet, sowie
ein Gehäuse, zum Beispiel für die Aufnahme eines elektronischen Chips, problemlos
axial-zentrisch angebaut werden. Der Geber ermittelt die Stellung des Untersetzungsgetriebes
und somit bei bekanntem Untersetzungsverhältnis indirekt die Position bzw. den Drehweg
der Ein-/Ausstiegseinrichtung.
[0009] Die Erfassung des Drehweges über die Abtriebswelle des Antriebsmotors hat den Vorteil,
dass eventuelle Materialbrüche innerhalb des Antriebs erkannt und bei einer ungewollten
Türöffnung gemeldet werden können.
[0010] Erfindungsgemäß ist auch das zweite Untersetzungsgetriebe als Planetengetriebe ausgelegt.
Planetengetriebe haben üblicherweise ein gewisses Spiel, das vorteilhafterweise durch
erhöhte Fettmengen ausgeglichen werden kann. Diese Maßnahme ist extrem kostengünstig
und reicht vollends aus, da das zweite Untersetzungsgetriebe kein Drehmoment übertragen
muss. Vorzugsweise kann ein relativ steifes bzw. hochviskoses Fett eingesetzt werden.
[0011] Die erfindungsgemäße Drehwegerfassungsvorrichtung eignet sich insbesondere für eine
kompakt aufgebaute Antriebsvorrichtung, bei der die Antriebseinheit in einer Drehsäule
angeordnet werden kann, die die Ein-/Ausstiegseinrichtung, also in der Regel eine
Tür, bewegt. Durch diese Anordnung wird der Bauraum oberhalb der Tür nicht mehr benötigt
und kann für andere Einrichtungen verwendet werden. Wesentlich bei einer solchen Anordnung
ist jedoch auch, dass dem von der Antriebsvorrichtung aufgebrachten Drehmoment ein
Gegenlager entgegengesetzt wird. Die Antriebseinheit ist deshalb an einem feststehenden
Bauteil des Fahrzeugs befestigt. Somit ist es möglich, dass das Abtriebsdrehmoment
der Antriebsvorrichtung auf die Drehsäule übertragen werden kann und sich diese dreht.
[0012] Die Unterbringung der Antriebseinheit unmittelbar in der Drehsäule hat neben der
Raumeinsparung auch viele Vorteile hinsichtlich Wartung und Installation der gesamten
Antriebsvorrichtung.
[0013] Erfindungsgemäß wiest die Antriebsvorrichtung eine Lagerung auf, die berücksichtigt,
dass aufgrund der Länge der Drehsäule Verwindungen und Auslenkungen derselben während
des Betriebes kaum zu vermeiden sind. Die Bewegungen der Drehsäule kommen beispielsweise
dadurch zustande, dass das Fahrzeug aufgrund von Beschleunigungs- und Bremsvorgängen
sowie Kurvenfahrten gestaucht oder tordiert wird. Bei Bussen führt auch der Reifenkontakt
mit Bordsteinen oder ähnlichen Kanten dazu, dass eine Fahrzeugverformung und damit
eine Bewegung der Drehsäule entsteht. Da die Antriebseinheit an einem ortsfesten Bauteil
festgelegt ist, können sich solche Verwindungen und Auslenkungen der Drehsäule negativ
auf die Antriebsvorrichtung auswirken. Erfindungsgemäß ist die Antriebseinheit deswegen
über ein Lager mit dem Haltebauteil verbunden, dass ein Taumeln der Drehsäule ermöglicht,
eine Rotation um die Rotationsachse Z-Z jedoch verhindert. Unter Taumeln wird eine
Auslenkung aus der Rotationsachse Z-Z in X- und/oder Y-Richtung verstanden. Diese
Funktion hebt sozusagen eine Relativbewegung zwischen der Antriebseinheit und der
Säule auf.
[0014] Vorteilhafterweise ist weiterhin eine Bewegung in Z-Richtung, also in Richtung der
Rotationsachse Z-Z möglich. Zu diesem Zweck ist eine Führungswelle, die die Antriebseinheit
mit dem Lager verbindet, in einer Führung des Lagers verschiebbar gelagert. Die Führungswelle
ist zur Übertragung des Drehmomentes vorzugsweise unrund, sie kann beispielsweise
eine mehrkantige oder polygonale Geometrie aufweisen.
[0015] Die Drehsäule selbst ist drehbar gelagert, vorzugsweise ebenfalls im gleichen Haltebauteil,
die auch die Antriebseinheit lagert. Durch den Einsatz eines herkömmlichen Gelenklagers
zur Lagerung der Drehsäule kann sich diese im Haltebauteil drehen und gleichzeitig
Positionsabweichungen zwischen oberem und unterem Lager in X und Y-Richtung ausgleichen.
Der Schwenkpunkt der Führungswelle und das Drehsäulenlager sollten dabei auf einer
Ebene liegen, also in etwa an gleicher Position der Rotationsachse Z-Z angeordnet
sein. Dies verhindert Verspannungen und Belastungen der Lager und bewirkt, dass die
Bewegung der Antriebseinheit und Drehsäule möglichst parallel verlaufen.
[0016] Die bewegliche und flexible Lagerung der Antriebsvorrichtung bzw. Antriebseinheit
ermöglicht den Einbau der Antriebsvorrichtung in verschiedene Fahrzeuge. Es ist sogar
denkbar, die Antriebsvorrichtung in einer Drehsäule mit geringer Neigung, beispielsweise
bis 5° Schräglage, einzusetzen. Auch hilft die bewegliche Lagerung Einbautoleranzen
auszugleichen, was die Installation und Wartung der gesamten Antriebsvorrichtung erleichtert.
[0017] Als besonders geeignetes Lager hat sich ein Kugelwellengelenklager erwiesen. Die
Führungswelle wird mittels Kugeln in einer Kugelaufnahme geführt. In der Führungswelle
sind kugelförmige Vertiefungen angeordnet, die die Kugeln in Position halten. In der
Kugelaufnahme sind korrespondierende längliche Vertiefungen in Z-Richtung vorgesehen,
in denen die Kugeln geführt werden. Durch die Lage der länglichen Führungen in Z-Richtung
wird die Drehbewegung um Z verhindert, gleichzeitig aber ein Taumeln um Z-Z bzw. eine
kombinierte Drehung um X und Y ermöglicht. Die Kugelaufnahme kann vorzugsweise zweiteilig
aufgebaut sein.
[0018] Die Führungswelle kann vorzugsweise eine entlang ihrer Längsachse verlaufende durchgehende
Bohrung aufweisen, durch die notwendige Kabel und ähnliche Verbindungen geführt werde
können. Eine solche Bohrung hat den Vorteil, dass zum einen die Raumausnutzung optimiert
wird, zum anderen darin geführte Kabel und Verbindungen geschützt sind.
[0019] Die Antriebseinheit kann unterschiedlich aufgebaut und angeordnet sein. Beispielsweise
kann das Getriebe über seine Abtriebswelle als die Führungswelle mit dem Lager verbunden
sein, denkbar ist aber auch eine Anordnung, bei der die Abtriebswelle des Antriebsmotors
als Führungswelle fest mit dem Lager verbunden ist. Im letzteren Fall ist auch das
Gehäuse des Getriebes, z.B. eines Planetengetriebes, fest mit der Drehsäule verbunden.
Im Prinzip wird die Antriebseinheit im Gegensatz zur ersten Ausführungsvariante lediglich
gedreht, so dass das Getriebe in Richtung Untergrund weist. Wird der Antriebsmotor
bestromt, rotiert das Gehäuse der Antriebseinheit, wodurch die Drehsäule in Drehung
versetzt wird. Bei dieser Ausführung können ein Außenrohr für die Antriebseinheit
und die Drehmomentabstützung im Bereich des Lagers entfallen.
[0020] Erfindungsgemäß kann eine nicht selbsthemmende Antriebseinheit bzw. ein nicht selbsthemmendes
erstes Untersetzungsgetriebe vorgesehen sein, die Blockade wird also nicht durch die
Antriebseinheit bzw. das Getriebe, sondern durch eine Blockierungsvorrichtung vorzusehen.
Eine manuelle Betätigung der Ein-/Ausstiegseinrichtungen ist aufgrund der geringen
Selbsthemmung im Notfall stets gewährleistet, es muss dazu lediglich die Blockierungswirkung
der Blockierungseinrichtung aufgehoben werden. Dies führt zu einem hohen Maß an Sicherheit.
[0021] Da eine Selbsthemmung des Antriebs bzw. des Getriebes nicht gegeben ist, ist eine
zusätzliche Blockade des Antriebs zwingend erforderlich. Diese kann durch eine zusätzliche
Bremseinrichtung erfolgen, die im nichtbestromten Zustand eine mechanische Verriegelung
des Antriebs bewirkt. Diese Bremse ist elektrisch und manuell von Hand entriegelbar,
um den Antrieb zu entkoppeln und damit eine elektrische und/oder manuelle Bedienung
zu ermöglichen. Die manuelle Entriegelung der Bremse kann über eine bekannte Federkraftbremse
mit Handlüftung erfolgen, wobei die Handlüftung der Bremse für eine mechanische Notentriegelungseinrichtung
genutzt werden kann. Derartige Bremsen sind unter dem Begriff "Low-Activ-Bremse" bekannt.
Alternativ ist aber auch jede andere geeignete Blockierungsvorrichtung verwendbar.
Die Bremse kann beispielsweise mittels Federkraft auf die Abtriebswelle des Abtriebsmotors
wirken und elektromagnetisch lösbar sein.
[0022] Alternativ ist auch die Verwendung einer so genannten High-activ Bremse erfindungsgemäß
möglich. Eine solche Bremse ist bekannt auch unter dem Begriff Ankerkraftbremse bekannt.
Das bedeutet die Bremse ist im bestromten Zustand aktiv und die Tür ist in dieser
Position fixiert. Dabei ist Vorraussetzung, dass die Einstiegstür mit einer externen
Verriegelungseinrichtung versehen ist, um bei einem länger abgestellten Fahrzeug den
Einstieg dauerhaft sicher zu verriegeln. Dies kann z.B. durch ein fernbedienbares
Zentralverriegelungsschloss erfolgen.
[0023] Bei einem für einen kürzeren Zeitraum abgestellten Fahrzeug kann die Verriegelung
der Tür durch eine verzögerte Abschaltung der Versorgungsspannung ohne die externe
Verriegelung erfolgen. Dabei wird die Bremse für diesen Zeitraum weiterhin bestromt.
Bei einer nicht abgeschlossenen Tür und bei Abschaltung der Versorgungsspannung ist
die Tür zwar nicht mehr fixiert und kann manuell von Hand bewegt werden, dafür ist
aber eine mechanische Notentriegelung z.B. über Bowdenzug ist nicht mehr erforderlich.
Die Notentriegelung erfolgt zum Beispiel über einen Öffnerkontakt in der Ansteuerleitung
für die Bremse. Die Rückstellung der Notentriegelung kann zentral wie auch dezentral
mit einfachen Mitteln erfolgen, die dezentrale Rückstellung der Notentriegelung beispielsweise
über eine externe Relaisverschaltung.
[0024] Erfindungsgemäß kann auf eine Bremse als Blockierungseinrichtung sogar vollständig
verzichtet werden, wenn der Antriebsmotor kurzgeschlossen werden kann. Über das auftretende
Kurzschlussmoment des Antriebsmotors kann so die Tür verriegelt gehalten und ein Bewegen
der Tür verhindert werden. Diese Funktion ist immer gewährleistet, auch wenn das Fahrzeug
steht und nicht in Betrieb ist. Wird die Notentriegelung betätigt, wird vorzugsweise
über einen mechanischen Schalter die Verbindung zwischen den beiden Kontakten des
Motors unterbrochen, das Kurzschlussmoment wird aufgehoben und die Tür kann ohne Probleme
leicht von Hand geöffnet werden. Die Selbstverriegelung der Tür wird also durch einfaches
Trennen der Plus- oder Minusleitung des Motors aufgehoben. Die Verriegelung ist im
stromlosen Zustand des Motors immer vorhanden, das heißt, ein Stromausfall hat keinen
ändernden Einfluss auf diese. Bei Stromausfall oder ausgefallener Elektronik kann
die Notentriegelung stets durch Betätigung des Kurzschluss-Schalters erfolgen. Es
ist möglich, die Ein-/Ausstiegseinrichtung, insbesondere eine Tür, nach Unterbrechung
des Kurzschlusses durch Zurückschalten des Schalters wieder zu verriegeln.
[0025] Der Kurzschlussschalter funktioniert erfindungsgemäß vorzugsweise unmittelbar ohne
Hilfsenergie und damit auch bei stillgelegtem Fahrzeug oder bei Stromunterbrechung.
[0026] Die Vorteile der Verwendung eines solchen Kurzschluss-Schalters liegen zum einen
in der Reduzierung der notwendigen Bauteile für die Notentriegelung, zum andern kann
der Kurzschluss-Schalter an beliebiger ergonomisch günstiger Stelle platziert werden,
das Verlegen von sonst üblichen Bowdenzügen oder Pneumatikleitungen entfällt.
[0027] Erfindungsgemäß ist auch eine Kombination einer Verriegelung auf Basis eines Kurzschlusses
und die Verwendung einer Bremse oder mechanischen Verriegelung möglich. Dies kann
insbesondere dann der Fall sein, wenn das Kurzschlussmoment nicht ausreicht, um die
Tür sicher zu verriegeln.
[0028] Der schaltbare Kurschluss kann vorteilhafterweise durch Sonderwicklungen der Motorwicklungen
gewährleistet werden, die ausschließlich zur Herstellung des Kurzschlusses vorgesehen
sind. Durch Sonderwicklungen kann auch eine erhöhte Bremswirkung bzw. Verrieglungswirkung
erreicht werden.
[0029] Weiterhin kann das Ausgangselement des Untersetzungsgetriebes mit einer Hub-Dreheinheit
verbunden sein, eine an sich bekannte Komponente, die insbesondere bei Außenschwenktüren
eingesetzt wird. Über den Türhub erfolgt dabei eine formschlüssige Verbindung des
Türblattes mit dem Türportal über Schließkeile.
[0030] Zwischen dem Motor und dem Getriebe kann weiterhin die Bremse angeordnet sein. Da
über das Zusatzgetriebe keine Drehmomente übertragen werden müssen, kann dieses als
kostengünstiges Kunststoffgetriebe ausgeführt sein.
[0031] Anstelle einer nicht selbsthemmenden Antriebseinheit ist selbstverständlich auch
eine selbsthemmende Ausführung einsetzbar. Das Gesamtuntersetzungsgetriebe kann beispielsweise
in zwei Einzelgetriebe aufgeteilt sein, die durch eine ausrückbare Kupplung miteinander
gekoppelt sind. Die ansteuerbare Kupplung kann als unter Federkraft einrückende Kupplung
ausgebildet sein, die an eine manuell betätigbare Notfallentriegelungsvorrichtung
angeschlossen ist.
[0032] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das erste Untersetzungsgetriebe
mit dem Antriebsmotor und der ersten Kupplungshälfte gemeinsam axial mittels Federkraft
einer Druckfeder mit der zweiten Kupplungshälfte und dem zweiten Untersetzungsgetriebe
verbunden. In dieser Ausführung ist der Aufbau an der Kupplung ausgesprochen einfach
und mit deutlich weniger Bauteilen realisierbar. Der Außendurchmesser bleibt ebenso
deutlich kleiner, da der Anbindungspunkt des Bowdenzugs zentral im Gehäuse vorgesehen
ist.
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert:
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- Prinzipdarstellung einer Antriebsvorrichtung,
- Fig. 2:
- in einem schematisierten Axialschnitt einer beispielhaften Ausführungsform einer Antriebseinheit
für Ein/Ausstiegseinrichtungen;
- Fig. 3:
- Schnittdarstellung einer zweiten Ausführungsform der Lagerung der Antriebsvorrichtung,
- Fig. 4:
- Schnittdarstellung einer Lagerung der Antriebsvorrichtung,
- Fig. 5:
- ein Querschnitt durch das Lager zur Darstellung der Anordnung von Kugeln.
- Fig. 6:
- eine erfindungsgemäße Ausführungsform im Axialschnitt mit Betätigungselement,
- Fig. 7:
- Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Lagerung der Antriebseinheit für Ein/Ausstiegseinrichtungen
mit Drehmomentaufteilung,
[0034] Figur 1 zeigt zunächst in einer vereinfachten Prinzipdarstellung eine Antriebsvorrichtung
20. Eine Antriebseinheit 22 ist in einer Drehsäule 24 untergebracht. Die Drehsäule
24 weist Haltearme 26 für die Befestigung einer nicht gezeigten Tür auf und ist über
ein Bodenlager 28 drehbar auf einem Untergrund, üblicherweise einem Fahrzeugboden,
gelagert. Weiterhin ist ein Drehlager 38 gezeigt, über das die Drehsäule 24 drehbar
um eine Lenksachse Z-Z im einem Lager 34 gelagert ist.
[0035] Eine Abtriebswelle 54 der Antriebseinheit 22 ist über ein Drehsäulenlager 30 drehfest
mit der Drehsäule 24 verbunden, so dass über das Drehsäulenlager 30 eine Drehbewegung
der Drehsäule 24 bewirkt werden kann. Aus der Antriebseinheit 22 erstreckt sich eine
Führungswelle 32 in das Lager 34 hinein und ist über ein Antriebseinheitslager 36
drehfest mit diesem verbunden. Das Antriebseinheitslager 36 kann beispielsweise als
Kugelwellengelenklager ausgeführt sein und dient der Aufnahme des Drehmomentes der
Antriebseinheit 22, die wiederum fest mit einem Haltebauteil 40 verbunden ist.
[0036] Figur 2 zeigt eine als Kompaktantrieb aufgebaute und in der Drehsäule 24 angeordnete
Antriebseinheit 22, beispielsweise für eine Fahrgasttür, bei der innerhalb eines schlanken,
rohrförmig ausgebildeten Gehäuses 42 in axialer Richtung hintereinander ein elektrischer
Antriebsmotor 44 und ein erstes Untersetzungsgetriebe 46, dargestellt als dreiteiliges
Planetengetriebe, angeordnet sind. An den Antriebsmotor 44 schließt sich eine Bremse
48 an, die ebenfalls innerhalb des Gehäuses 42 untergebracht ist und als unter Federkraft
einrückende und elektromagnetisch und mechanisch lösbare "Low-Active-Bremse" oder
als "High-Active-Bremse" ausgeführt sein kann. Das erste Untersetzungsgetriebe 46
ist nicht selbsthemmend ausgeführt. An die Bremse 48 schließt sich ein zweites Untersetzungsgetriebe
72 an, an das An dieses zweite Untersetzungsgetriebe 72 können als Geber ein Absolutwertgeber,
zum Beispiel ein Magnet, sowie ein Gehäuse 73 für die Aufnahme des elektronischen
Chips problemlos axial-zentrisch angebaut werden. Da über das zweite Untersetzungsgetriebe
72 keine Drehmomente übertragen werden müssen, kann dieses als kostengünstiges Kunststoffgetriebe
ausgeführt sein.
[0037] Ein nicht erkennbares Abtriebselement des Antriebsmotors 44 ist mit einem ebenfalls
nicht erkennbaren Eingangselement des Untersetzungsgetriebes 46 verbunden, dessen
Abtriebswelle 54 über das Drehsäulenlager 30 mit der Drehsäule 24 verbunden ist. Die
Drehsäule 24 verjüngt sich unterhalb der Antriebseinheit 22.
[0038] Die Führungswelle 32 erstreckt sich aus dem Gehäuse 42 in das Lager 34 hinein, wobei
das Lager mit dem Haltebauteil 40 des Fahrzeugs verbunden ist.
[0039] Das vom Antriebsmotor 44 erzeugte Drehmoment wird über das Untersetzungsgetriebe
46 auf die Getriebeabtriebswelle 54 übertragen. Im Notfall muss lediglich die Bremse
48 gelöst werden, wonach die manuelle Betätigung der Fahrgasttür aufgrund der fehlenden
Selbsthemmung des Untersetzungsgetriebes 46 ohne weiteres möglich ist.
[0040] Anstelle oder zusätzlich zur Bremse 48 kann zur Verriegelung auch eine Kurzschlussvorrichtung
vorgesehen sein, die die Motorwicklungen des Antriebsmotors 44 zur Verriegelung kurzschließt.
[0041] Fig. 3. zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung 20. In diesem
Fall wirkt die Getriebeabtriebswelle 54 als Führungswelle 32, ragt in das Lager 34
hinein und ist dort drehfest gelagert. Das Gehäuse des Untersetzungsgetriebes 46 ist
drehfest mit der Drehsäule 24 verbunden. Wird der Antriebsmotor bestromt, rotiert
auch das Gehäuse des Untersetzungsgetriebes 46 der Antriebseinheit 22, wodurch die
Drehsäule 24 in Drehung versetzt wird. Bei dieser Ausführung können das Gehäuse 42
für die Antriebseinheit und die Drehmomentabstützung (Führung 66) im Bereich des Lagers
32 entfallen. An den Antriebsmotor 44 ist das zweite Untersetzungsgetriebe 72, beispielsweise
mit der gleichen Untersetzung wie das Untersetzungsgetriebe 46 und aus Kunststoff
gefertigt, angebracht.
[0042] Sämtliche elektrischen und mechanischen Anschlusselemente, z.B. ggfs. ein Bowdenzug
zur manuellen Entriegelung der Bremse, sind innerhalb des Gehäuses 22 angeordnet.
Auch kann bei Verwendung der Antriebsvorrichtung 20 in einer Hub-Dreheinheit ein Sensor
zur Huberfassung vorgesehen sein.
[0043] Figur 4 verdeutlicht die vorteilhafte Lagerung der Antriebsvorrichtung 20. Gezeigt
ist der Lagerbereich gemäß der Ausführungsvariante aus Figur 2. Das Haltebauteil 40
dient als Abstützung für das Drehmoment der Antriebseinheit 22. Das Lager 34 ist als
Kugelwellengelenklager ausgeführt und die Führungswelle 32 in einer zweiteiligen Kugelaufnahme
58 mittels Kugeln 60 geführt. Die Führungswelle 32 weist kugelförmige Aufnahmen für
die Kugeln 60 auf, die diese in Position halten. In der zweiteiligen Kugelaufnahme
58 sind korrespondierende längliche Vertiefungen 62 eingebracht, die in Z-Richtung
verlaufen. Die Führungswelle 32 ist durch diese Führungen in der Lage, Taumelbewegungen
durchzuführen. Die Vertiefungen 62 erlauben ein Taumeln der Führungswelle 32 in Z-Richtung,
die kugelförmigen Vertiefungen in der Führungswelle 32 ermöglichen die Drehmomentübertragung
um die Längsachse Z-Z.
[0044] Die Lagerung der Drehsäule 24 erfolgt über das Gelenklager 64, in dem sich die Drehsäule
24 um die Längsachse Z-Z drehen und Taumelbewegungen ausgleichen kann. Damit die Taumelbewegung
der Drehsäule 24 und der Antriebsvorrichtung 20 synchron verlaufen kann, ist die Kugelaufnahme
58 in Z-Richtung mittig im Gelenklager 64 angeordnet. Die Drehsäule 24 und die Führungswelle
32 weisen also sozusagen einen gemeinsamen Taumelpunkt 70 auf, der auf der Längsachse
Z-Z angeordnet ist. Um eine Verschiebung der Antriebseinheit 22 in Z-Richtung während
des Taumelns zu ermöglichen, ist die Führungswelle 32 mit einer mehrkantigen Geometrie
versehen, die in einer Führung 66 in Z-Richtung verschiebbar gleiten und das Drehmoment
der Antriebseinheit 22 überträgt.
[0045] Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch das Lager 34 und verdeutlicht die Anordnung
der Kugeln 60. Es sind Schrauben 68 erkennbar, die die beiden Kugelaufnahmen 58 miteinander
verbinden.
[0046] Figur 6 verdeutlicht eine erste erfindungsgemäße Ausführungsvariante der Antriebsvorrichtung
20. An der Antriebseinheit 22 ist ein Betätigungselement 74 gezeigt, das in diesem
Ausführungsbeispiel an einem Gehäuse 42 der Antriebseinheit befestigt ist. Alternativ
ist auch eine Befestigung direkt an der Antriebseinheit 22 möglich. Das Betätigungselement
74 ist mit seinem freien Ende mit einer nicht gezeigten Verriegelungsvorrichtung zum
Ver-/und Entriegeln der Ein/Ausstiegseinrichtungen verbunden. Durch eine Drehbewegung
der Antriebseinheit 22 um eine Rotationsachse Z-Z bewegt sich das Betätigungselement
74 und betätigt die Verriegelungsvorrichtung. Das Lager 34, das die Führungswelle
32 aufnimmt, ist seinerseits erfindungsgemäß über ein weiteres Rotationslager 76 mit
dem Haltebauteil 40 verbunden. Das Rotationslager 76 ermöglicht die Aufteilung der
Drehmomentabnahme zum einen für Betätigung der Verriegelungsvorrichtung, zum anderen
für die Drehung der Drehsäule 24.
[0047] Figur 7 zeigt das Rotationslager 76 im Querschnitt. Erkennbar ist, dass sich ein
vom Lager 34 aus erstreckendes Drehmomentübertragungsbauteil 78 in das Haltebauteil
40 hinein erstreckt und dort ausreichend Raum für eine Drehung um einen gewissen Rotationsgrad
zur Verfügung hat. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Drehmomentübertragungsbauteil
78 drei Langlöcher 80 auf, in die sich ortsfeste Bolzen 82 hinein erstrecken. Die
Lagerung zwischen den Bolzen 82 und den Langlöchern 80 kann beispielsweise durch Gleit-
oder Wälzlager erfolgen. Beim Einschalten der Antriebseinheit 22 dreht sich somit
zunächst die Antriebseinheit 22, da im Falle einer verriegelten Tür die Verschluss-
oder Verriegelungsvorrichtung den geringeren Widerstand darstellt. Da die Drehsäule
24 aufgrund der verschlossenen Tür an der Abtriebswelle 54 nicht bewegbar ist, wird
zunächst die Antriebseinheit 22 und somit das Betätigungselement 74 bewegt, wodurch
die Tür entriegelt wird. Kommen die Bolzen 82 an den Enden der Langlöcher 80 zum Anschlag,
wird die Drehbewegung der Antriebseinheit 24 blockiert und das Drehmoment die sich
dann weiterdrehende Abtriebswelle 54 auf die Drehsäule 24 und somit die Haltearme
26 übertragen. Es sind zwar drei Langlöcher 80 gezeigt, denkbar ist aber auch eine
Ausführung mit nur einem oder mehr als drei Langlöchern 80.
[0048] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
umfasst auch gleichwirkende weitere Ausführungsformen. Die Figurenbeschreibung dient
lediglich dem Verständnis der Erfindung.
1. Drehwegerfassungsvorrichtung für Fahrzeuge des öffentlichen Personenverkehrs mit einer
Antriebsvorrichtung (20) für eine verschwenkbar und/oder verschiebbar gelagerte Ein-/Ausstlegseinrichtung,
mit einer Antriebseinheit (22), einem elektrischen Antriebsmotor (44) und einem ersten
Untersetzungsgetriebe (46) zur Übertragung eines von dem Antriebsmotor (44) erzeugten
Drehmoments auf die Ein-/Ausstlegseinrichtung,
gekennzeichnet durch
ein zweites mit dem Antriebsmotor (44) verbundenes Untersetzungsgetriebe (72), das
zwischen dem Antriebsmotor (44) und einem Geber zur Ermittlung der Stellung des Untersetzungsgetriebes
angeordnet ist und kein von dem Antriebsmotor (44) erzeugtes Drehmoment auf die Ein-/Ausstiegseinrichtung
überträgt.
2. Drehwegerfassungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Untersetzungsgetriebe (72) die gleiche Untersetzung wie das erste Untersetzungsgetriebe
(46) aufweist.
3. Drehwegerfassungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Geber als Absolutwertgeber ausgeführt ist.
4. Drehwegerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Geber durch einen Magneten gebildet ist und sich an das zweite Untersetzungsgetriebe
(72) ein Gehäuse (73) mit einem elektronischen Chip anschließt.
5. Drehwegerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Untersetzungsgetriebe (72) aus Kunststoff gefertigt ist.
6. Drehwegerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (22)
- In einer sich bei Öffnungs- und Schließvorgängen um eine Rotationsachse Z-Z drehenden
Drehsäule (24), die die Ein-/Ausstlegseinrichtung öffnet und schließt, angeordnet
ist und diese antreibt,
- über ein Haltebauteil (40) am Fahrzeug gehalten ist, wobei das Haltebauteil (40)
als Gegenlager für ein Drehmoment der Antriebseinheit (22) wirkt.
7. Drehwegerfassungsvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Betätigungselement (74), das mit der Antriebseinheit (22) und mit der Verriegelungsvorrichtung
verbunden ist, wobei beim Öffnungsvorgang der Ein-/Ausstiegseinrlchtung bei Erzeugung
eines Drehmomentes durch die Antrlebseinheit zunächst das Betätigungselement (74) zur Betätigung der Verriegelungsvorrichtung
bewegt und erst anschließend das Drehmoment der Antriebseinheit (22) auf die Ein-/Ausstiegseinrichtung
übertragen wird.
8. Drehwegerfassungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Betätigungselement (74) drehfest mit einem Gehäuse (42) der Antriebseinheit
(22) verbunden ist,
- das die Ein-/Ausstiegseinrichtung mit der Antriebseinheit (22) über eine Abtriebswelle
(54) verbunden ist, über die Drehmoment zur Bewegung der Ein-/Ausstiegseinrichtung
übertragen wird,
- ein Rotationslager (76) vorgesehen ist, dass in beiden Drehrichtungen eine Rotation
des Gehäuses (42) der Antriebseinheit (22) um eine bestimmte Gradzahl zulässt,
wobei sich beim Öffnungsvorgang der Ein-/Ausstiegseinrichtung zunächst die Antriebseinheit
(22) mit dem Betätigungselement (74) bewegt, und die Verriegelungsvorrichtung betätigt
wird, dann die Drehbewegung des Gehäuses (42) der Antriebseinheit blockiert und das
Drehmoment der Antriebseinheit (22) über die Abtriebswelle (54) auf die Ein- / Ausstlegseinrichtung
übertragen wird.
9. Drehwegerfassungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet dass das Rotationslager (76) ein Drehmomentübertragungsbauteil (78) aufweist, dass mit
der Antriebseinheit (22) verbunden ist und zumindest ein Langloch (80) aufweist, in
das sich ein ortsfester Bolzen (82) hinein erstreckt.
10. Drehwegerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Antriebseinheit (22) und dem Haltebauteil (40) ein Lager vorgesehen
ist, das ein Taumeln der Drehsäule (24) ermöglicht und eine Rotation um die Rotationsachse
Z-Z- verhindert.
11. Drehwegerfassungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Führungswelle (32) von der Antriebseinheit (22) in ein Lager (34) erstreckt
und Aufnahmen zur Aufnahme von Kugeln (60) aufweist, die in Vertiefungen (62) der
Kugelaufnahme (58) des Lagers (34) angeordnet sind, wobei die Vertiefungen (62) in
Längsrichtung Z-Z eine Bewegung der Kugeln (60) erlauben, so dass die Führungswelle
(32) über die Kugeln (60) in Z-Richtung bewegbar, aber um die Längsachse Z-Z drehfest
in der Kugelaufnahme (58) gelagert ist.
1. A rotary travel detection device for public transport vehicles with a drive device
(20) for a pivotably and/or slidably mounted entry/exit facility, with a drive unit
(22), an electrical drive motor (44) and a first reduction gear unit (26) for transmitting
onto the entry/exit facility a torque generated by the drive motor (44),
characterised by
a second reduction gear unit (72) connected with a drive motor (44), which is disposed
between the drive motor (44) and an encoder for determining the position of the reduction
gear unit and transmits no torque generated by the drive motor (44) onto the entry/exit
facility.
2. Rotary travel detection device according to claim 1, characterised in that the second reduction gear unit (72) has the same reduction ratio as the first reduction
(26).
3. Rotary travel detection device according to claim 1 or claim 2, characterised in that the encoder is configured as an absolute value encoder.
4. Rotary travel detection device according to any one of the claims 1 to 3, characterised in that the encoder is formed by a magnet and that the reduction gear unit (72) is adjoined
by a housing (73) with an electronic chip.
5. Rotary travel detection device according to any one of the claims 1 to 4, characterised in that the second reduction gear unit (72) is made from plastic.
6. Rotary travel detection device according to any one of the claims 1 to 4,
characterised in that the drive unit (22)
- is disposed in and drives a rotation post (24), which rotates about an axis of rotation
Z-Z in opening and closing processes, and opens and closes the entry/exit facility,
- is retained, via a retaining component (40), on the vehicle, wherein the retaining
component (40) acts as a counter-bearing for a torque of the drive unit (22).
7. Rotary travel detection device according to claim 6, characterised by an actuating element (74) connected with the drive unit (22) and the locking apparatus,
wherein, during the opening process of the entry/exit facility, when a torque is generated
by the drive unit, the actuating element (74) is first moved for actuating the locking
apparatus, and the torque of the drive unit (22) is only then transmitted onto the
entry/exit facility.
8. Rotary travel detection device according to claim 7,
characterised in that
- the actuating element (74) is non-rotatably connected to a housing (42) of the drive
unit (22),
- the entry/exit facility is connected to the drive unit (22) via an output shaft
(54), via which torque for moving the entry/exit facility is transmitted,
- a rotation bearing (76) is provided, which permits rotation of the housing (42)
of the drive unit (22) by a certain number of degrees in both directions of rotation,
wherein, during the opening process of the entry/exit facility, the drive unit (22)
with the actuating element (74) moves first, and the locking apparatus is actuated,
then the rotary movement of the housing (42) of the drive unit is blocked and the
torque of the drive unit (22) is transmitted via the output shaft (54) onto the entry/exit
facility.
9. Rotary travel detection device according to claim 8, characterised in that the rotation bearing (76) comprises a torque transmission component (78) connected
to the drive unit (22) and comprising at least one elongated hole (80), into which
a stationary bolt (82) extends.
10. Rotary travel detection device according to any one of the claims 7 to 9, characterised in that, between the drive unit (22) and the retaining component (40), a bearing is provided
which allows the rotation post (24) to tumble and prevents a rotation about the axis
of rotation Z-Z.
11. Rotary travel detection device according to claim 10, characterised in that a guide shaft (32) extends from the drive unit (22) into a bearing (34) and comprises
receptacles for receiving balls (60) disposed in depressions (62) of the ball receptacle
(58) of the bearing (34), wherein the depressions (62) permit a movement of the balls
(60) in a longitudinal direction Z-Z, so that the guide shaft (32) is mounted moveably
in the Z-direction via the balls (60), but non-rotatably about the longitudinal axis
Z-Z in the ball receptacle (58).
1. Dispositif de détection de course de rotation pour véhicules de transport en commun
de personnes, avec un dispositif d'entraînement (20) pour un dispositif de montée/descente
logé à pivotement et/ou à translation, avec une unité d'entraînement (22), un moteur
électrique d'entraînement (44) ainsi qu'un premier démultiplicateur (46) destiné à
transmettre un couple généré par ledit moteur d'entraînement (44) audit dispositif
de montée /descente, caractérisé par un deuxième démultiplicateur (72) qui est relié au moteur d'entraînement (44), est
agencé entre ledit moteur d'entraînement (44) et un capteur de détermination de la
position du démultiplicateur et ne transmet pas de couple généré par ledit moteur
d'entraînement (44) audit dispositif de montée/descente.
2. Dispositif de détection de course de rotation selon la revendication 1, caractérisé par le fait que ledit deuxième démultiplicateur (72) présente la même démultiplication que ledit
premier démultiplicateur (46).
3. Dispositif de détection de course de rotation selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisé par le fait que ledit capteur est réalisé sous forme d'un capteur de valeur absolue.
4. Dispositif de détection de course de rotation selon l'une quelconque des revendications
1 à 3, caractérisé par le fait que ledit capteur est constitué par un aimant et que ledit deuxième démultiplicateur
(72) est suivi d'un boîtier (73) comprenant une puce électronique.
5. Dispositif de détection de course de rotation selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé par le fait que ledit deuxième démultiplicateur (72) est réalisé en matière plastique.
6. Dispositif de détection de course de rotation selon l'une quelconque des revendications
1 à 4,
caractérisé par le fait que ladite unité d'entraînement (22)
- est disposée dans une colonne tournante (24) et entraîne celle-ci, laquelle colonne
tournante tourne autour d'un axe de rotation Z-Z lors d'opérations d'ouverture et
de fermeture et ouvre et ferme ledit dispositif de montée/descente,
- est retenue sur le véhicule par le biais d'un composant de retenue (40), ledit composant
de retenue (40) faisant fonction de butée pour un couple de ladite unité d'entraînement
(22).
7. Dispositif de détection de course de rotation selon la revendication 6, caractérisé par un élément de manoeuvre (74) qui est relié à ladite unité d'entraînement (22) et
au dispositif de verrouillage, dans lequel, au cours de l'opération d'ouverture dudit
dispositif de montée/descente, lorsqu'un couple est généré par ladite unité d'entraînement,
d'abord ledit élément de manoeuvre (74) est déplacé pour commander ledit dispositif
de verrouillage et le couple de ladite unité d'entraînement (22) n'est transmis que
ci-après au dispositif de montée/descente.
8. Dispositif de détection de course de rotation selon la revendication 7,
caractérisé par le fait que
- ledit élément de manoeuvre (74) est fixe en rotation avec un boîtier (42) de ladite
unité d'entraînement (22),
- ledit dispositif de montée/descente est relié à ladite unité d'entraînement (22)
via un arbre de sortie (54) qui sert à transmettre le couple pour le déplacement du
dispositif de montée/descente,
- un palier de rotation (76) est prévu qui autorise une rotation du boîtier (42) de
ladite unité d'entraînement (22) dans les deux sens de rotation d'un certain nombre
de degrés,
dans lequel, lors de l'opération d'ouverture du dispositif de montée/descente, d'abord
ladite unité d'entraînement (22) est déplacée avec ledit élément de manoeuvre (74)
et ledit dispositif de verrouillage est actionné, puis le mouvement de rotation du
boîtier (42) de ladite unité d'entraînement est bloqué et le couple de l'unité d'entraînement
(22) est transmis via ledit arbre de sortie (54) au dispositif de montée/descente.
9. Dispositif de détection de course de rotation selon la revendication 8, caractérisé par le fait que ledit palier de rotation (76) comprend un composant de transmission de couple (78)
qui est relié à ladite unité d'entraînement (22) et présente au moins un trou oblong
(80) dans lequel se projette un boulon fixe (82).
10. Dispositif de détection de course de rotation selon l'une quelconque des revendications
7 à 9, caractérisé par le fait qu'entre ladite unité d'entraînement (22) et ledit composant de retenue (40) est prévu
un palier qui permet à la colonne tournante (24) de chanceler et empêche une rotation
autour de l'axe de rotation Z-Z.
11. Dispositif de détection de course de rotation selon la revendication 10, caractérisé par le fait qu'un arbre de guidage (32) s'étend depuis ladite unité d'entraînement (22) dans un palier
(34) et présente des logements destinés à recevoir des billes (60) qui sont disposées
dans des creux (62) du logement de bille (58) du palier (34), lesdits creux (62) permettant
dans la direction Z-Z un mouvement des billes (60) de sorte que ledit arbre de guidage
(32) peut être déplacé par lesdites billes (60) dans la direction Z, mais est logé
dans le logement de bille (58) de manière à être bloqué en rotation autour de l'axe
longitudinal Z-Z.