| (19) |
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(11) |
EP 2 238 653 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.08.2017 Patentblatt 2017/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.01.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/050954 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/095414 (06.08.2009 Gazette 2009/32) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUR BEFESTIGUNG EINES FLUGZEUGKABINENMODULS
DEVICE FOR FASTENING AN AIRCRAFT CABIN MODULE
DISPOSITIF POUR FIXER UN MODULE DE CABINE D'AVION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.01.2008 DE 102008006433 28.01.2008 US 62580 P
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Airbus Operations GmbH |
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21129 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RIEDEL, Christian
21640 Bliedersdorf (DE)
- WEIDEL, Michael
31180 Giesen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Isarpatent |
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Patent- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles
Hassa Peckmann & Partner mbB
Postfach 44 01 51 80750 München 80750 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 608 303 US-A1- 2005 211 835
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DE-A1- 3 416 143
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung eines Flugzeugkabinenmoduls,
welches zusätzlich die Spannungsversorgung für das Flugzeugkabinenmodul bereitstellt
und einen Datenaustausch zwischen dem Flugzeugkabinenmodul und einem Flugzeugkabinenserver
erlaubt.
[0002] Die
DE 10 2006 012 730 B3 beschreibt ein Befestigungssystem zum Befestigen eines Kabinenausstattungselements
an einer Trägerstruktur eines Flugzeuges. Es ist eine Vorrichtung zur Befestigung
eines Flugzeugkabinenmoduls vorgesehen, wobei die Vorrichtung ein Bauelement mit Schenkeln
zur lösbaren Arretierung eines an dem Flugzeugkabinenmodul angebrachten Steckers und
mehrere elektrische Kontakte aufweist.
[0003] Die
DE 699 36 580 T2 beschreibt einen elektrischen Verbinder mit zweiteiligem Gehäuse und Klemme. Der
elektrische Verbindungsaufbau umfasst zwei Halbschalen, wobei jede Halbschale wenigstens
zwei Öffnungen einschließt, die von einem Innenraum der Halbschale zu einer äußeren
Umgebung der Halbschale führen. Jede Halbschale schließt einen ausgesparten Kanal
entlang einer inneren Oberfläche ein, wobei an der Halbschale ein Halteklip angebracht
ist, der wenigstens zwei vorgebogene Ansätze einschließt, die durch die mindestens
zwei Öffnungen gehen. Dabei ist der Halteklip über eine Schnappverbindung eingepresst,
um an der inneren Oberfläche der Halbschale anzuliegen. Eine Hauptoberfläche des Halteklips
ruht auf der Oberfläche des ausgesparten Kanals, wobei vor der Verbindung der Halteklip
in jeder Halbschale daran durch ein Minimum von drei Kontaktpunkten angebracht ist,
wobei wenigstens zwei der Kontaktpunkte Schnappverbindungsanbringungen sind.
[0004] US 2005/211835 A1 und
DE 26 08 303 A1 betreffen ein Stromverteilungssystem. Insbesondere beschreibt
US 2005/211835 A1 eine Vorrichtung zur Befestigung mindestens einer Sitzgruppe mit elektrischen Verbrauchern
in einer Flugzeugkabine, wobei die Vorrichtung ein Bauelement mit Schenkeln bzw. eine
U-Profilschiene zur lösbaren Arretierung eines an der Sitzgruppe angebrachten Steckers
und mehrere elektrische Kontakte aufweist, wobei das Bauelement als Schienenbauelement
U-förmig ausgebildet ist, wobei dessen Schenkel Arretierungspunkte zur lösbaren Arretierung
des an dem Flugzeugskabinenmodul angebrachten Steckers aufweisen und dessen die beiden
Schenkel verbindender Mittelabschnitt die elektrische Kontakte zur Spannungsversorgung
und zum Datenaustausch von Daten mit dem Flugzeugkabinenmodul aufweist. Die Kontakte
sind durch Kontaktnuten gebildet, die eine Haltefunktion für den Stecker ausüben.
[0005] DE 34 16 143 A1 betrifft eine Autobus-Installationsschiene. drei Kontaktpunkten angebracht ist, wobei
wenigstens zwei der Kontaktpunkte Schnappverbindungsanbringungen sind.
[0006] In der Kabine eines Flugzeuges, insbesondere eines Passagierflugzeuges, sind eine
Vielzahl von Flugzeugkabinenmodulen montiert. Diese Flugzeugkabinenmodule umfassen
beispielsweise Passagierversorgungseinheiten PSU (Passenger Supply Unit), Notsauerstoffversorgungseinheiten
zur dezentralen Sauerstoffversorgung der Passagiere im Notfall, Kabinenbeleuchtungseinheiten,
Luftdüseneinheiten, Passagieraudioeinheiten, beispielsweise Lautsprecher, oder Passagiervideoeinheiten,
beispielsweise Anzeigemonitore. Einige dieser Flugzeugkabinenmodule müssen mit einer
Versorgungsgleichspannung von beispielsweise 28 Volt DC versorgt werden, während andere,
beispielsweise die Notsauerstoffversorgungseinheiten, mit einer Wechselspannung von
beispielsweise 115 Volt AC versorgt werden müssen.
[0007] Bei herkömmlichen Flugzeugen werden die Flugzeugkabinenmodule über Spannungsversorgungsleitungen
mit elektrischer Energie versorgt, die von Datenleitungen, welche zum Austausch von
Daten zwischen den Flugzeugkabinenmodulen und einem zentralen Rechner dienen, getrennt
verlegt werden.
Die Befestigung der Flugzeugkabinenmodule erfolgt dabei über mechanische Halterungen,
die in einem Profilbauelement angebracht sind, das in einem Kabinenversorgungskanal
vorgesehen ist.
Aufgrund der getrennten Verkabelung von Datenleitungen und Spannungsversorgungsleitungen
ist der Aufwand bei der Montage der Flugzeugkabinenmodule innerhalb des Passagierraumes
eines Flugzeuges hoch.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Befestigung
von Flugzeugkabinenmodulen zu schaffen, bei der der Montageaufwand minimiert wird
und die robust gegenüber Erschütterungen und Beschleunigungskräften ist.
[0009] Die Erfindung schafft eine Vorrichtung zur Befestigung mindestens eines Flugzeugkabinenmoduls
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0010] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung werden die elektrischen Kontakte durch
Kontaktnuten gebildet, in denen Kontaktstifte des an dem Flugzeugkabinenmodul angebrachten
Steckers in einer Längsrichtung des Schienenbauelements vor der Arretierung des Steckers
verschiebbar sind.
[0011] Hierdurch wird eine hohe Flexibilität bei der Montage der Flugzeugkabinenmodule erreicht,
da ein Monteur vor der Arretierung des Flugzeugkabinenmoduls dieses in Längsrichtung
in eine gewünschte Position verschieben kann. Dies ist umso hilfreicher, da die örtliche
Verteilung bzw. Positionierung der Flugzeugkabinenmodule in einem Flugzeug entsprechend
den Kundenwünschen stark variieren kann. Weiterhin wird es hierdurch einfacher, Plätze
für mögliche spätere Einbauten freizuhalten, wenn die Flugzeugkabine beispielsweise
ein anderes Bestuhlungs- bzw. Klassen-Layout erhält.
[0012] Bei einer möglichen Ausführungsform besteht das Schienenbauelement aus einem stabilen,
leichten und elektrisch isolierenden Material, beispielsweise aus Aluminium, CFK und/oder
[0013] Teflon. In dieses elektrisch isolierende Material werden die elektrisch leitenden
Kontakte eingefügt.
[0014] Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung sind die
elektrischen Kontakte mit einer Schutzkappe zum Schutz gegen Korrosion abdeckbar.
Die Schutzkappe besteht dabei beispielsweise aus einer Gummilippe. Neben dem Schutz
vor Korrosion bieten diese Schutzkontakte zudem einen Schutz gegen ein unbeabsichtigtes
Berühren der elektrisch leitenden Kontakte durch einen Monteur bzw. einen Passagier.
[0015] Die elektrisch leitenden Kontakte weisen bei einer Ausführungsform Kontaktgruppen
auf, beispielsweise eine Gruppe von Gleichspannungskontakten zum Anlegen einer Gleichspannung,
eine Gruppe von Wechselspannungskontakten zum Anlegen einer Wechselspannung und eine
Gruppe von Datenkontakten zum Austausch von Daten zwischen den Flugzeugkabinenmodulen
und einem Flugzeugkabinenserver.
[0016] Dabei weisen die Datenkontakte vorzugsweise jeweils einen vorgegebenen Wellenwiderstand
von beispielsweise 100 Ohm / Meter auf.
[0017] In einer möglichen Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung sind an den Steckern
gefederte Arretierungsvorsprünge angebracht, die in Arretierungsausnehmungen einrasten.
[0018] In Abhängigkeit von der Federstärke der an den Arretierungsvorsprüngen angebrachten
Feder ist es möglich, die Beschleunigungskräfte abzufangen, bei welcher sich erst
Arretierungen im Flugbetrieb lösen können. In einer möglichen Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung beträgt diese Beschleunigungskraft ein Vielfaches
der Erdbeschleunigungskraft, beispielsweise 16 G.
[0019] Im Weiteren werden bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
zur Befestigung eines Flugzeugkabinenmoduls unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren
zur Erläuterung erfindungswesentlicher Merkmale beschrieben.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel für eine Befestigungsvorrichtung gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- das Anbringen einer Passagierversorgungseinheit PSU an dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Befestigungsvorrichtung gemäß der Erfindung;
- Fig. 3
- das Anbringen einer Notsauerstoffversorgungseinheit an der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Befestigungsvorrichtung gemäß der Erfindung.
[0021] Wie man aus Fig. 1 erkennen kann, weist die Befestigungsvorrichtung 1 ein U-förmig
ausgebildetes Schienenbauelement 2 auf, das vorzugsweise aus einem leichten, stabilen
und isolierenden Material besteht. Das U-förmig ausgebildete Schienenbauelement 2
weist zwei gegenüberliegende Schenkel 2A, 2B auf, die über einen mittig gelegenen
Mittelabschnitt 2C verbunden sind. Die beiden gegenüberliegenden Schenkel 2A, 2B sind
an den Mittelabschnitt 2C vorzugsweise angeformt. Das Schienenbauelement 2 bildet
ein Schienenprofil, dessen Schenkel beispielsweise einen Winkel von etwa 90° zu dem
Mittelabschnitt 2C bilden. Das leichte, stabile, isolierende Material, aus dem das
Schienenbauelement 2 besteht, ist beispielsweise Aluminium, CFK oder Teflon. Das Schienenbauelement
2 besteht beispielsweise aus einem abschirmenden
dünnen Aluminiumprofil. Wie man aus Fig. 1 erkennen kann, sind an den Innenseiten
der beiden gegenüberliegenden Schenkel 2A, 2B jeweils Arretierungspunkte 3A, 3B vorgesehen.
Die Arretierungspunkte 3A, 3B liegen vorzugsweise einander gegenüber. Die Arretierungspunkte
3A, 3B werden beispielsweise
durch halbkugelförmige Ausnehmungen gebildet. Der die beiden Schenkel 2A, 2B verbindende
Mittelabschnitt 2C weist mehrere elektrische Kontakte 4-1 bis 4-11 auf, die einerseits
zur Spannungsversorgung eines Flugzeugkabinenmoduls vorgesehen sind und zum anderen
einen Datenaustausch von Daten zwischen einem Flugzeugkabinenmodul und einem Flugkabinenserver
ermöglichen.
[0022] In dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel sind die elektrischen Kontakte 4-1, 4-2 zum
Anlegen einer Versorgungsgleichspannung vorgesehen, beispielsweise einer Versorgungsgleichspannung
von 28 Volt DC für eine normale Spannungsversorgung des an der Befestigungsvorrichtung
1 angebrachten Flugzeugkabinenmoduls.
[0023] Weiterhin sind die Kontakte 4-3, 4-4 für eine Notfallversorgungsgleichspannung, beispielsweise
in Höhe von 28 Volt DC vorgesehen. In dem in Fig. 1 dargestellt Beispiel bilden ferner
die elektrischen Kontakte 4-5 bis 4-8 Datenkontakte, die zum Austausch von Daten zwischen
dem befestigten Flugzeugkabinenmodul und einem Flugzeugkabinenserver dienen. Diese
Datenkontakte weisen bei einer möglichen Ausführungsform jeweils einen vorgegebenen
Wellenwiderstand von beispielsweise 100 Ohm/Meter auf.
[0024] Die elektrischen Kontakt 4-9 bis 4-11 dienen zum Anlegen einer Versorgungswechselspannung
in Höhe von beispielsweise 115 Volt AC, die zur Auslösung einer Notsauerstoffversorgung
für die Flugzeugkabine benötigt wird.
[0025] Die in Fig. 1 dargestellte Befestigungsvorrichtung 1 kann in einem Versorgungskanal
einer Flugzeugkabine verlegt werden. Um Einflüssen durch Feuchtigkeit vorzubeugen,
werden bei einer möglichen Ausführungsform die elektrischen Kontakte 4-i jeweils mit
einer zugehörigen Schutzkappe zum Schutz gegen
[0026] Korrosion abgedeckt. Diese Schutzkappe besteht beispielsweise aus einer Gummilippe.
Zusätzlich schützt die Schutzkappe auch gegen ein unbeabsichtigtes Berühren der Kontakte
durch einen Monteur oder durch einen Passagier.
[0027] Bei einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
sind die elektrischen Kontakte 4-1 bis 4-11, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind, als
Kontaktnuten ausgebildet. In diesen Kontaktnuten sind Kontaktstifte eines an dem Flugzeugkabinenmodul
angebrachten Steckers in Längsrichtung des Schienenbauelements vor der Arretierung
des Steckers verschiebbar. Hierdurch wird eine große Flexibilität bei der Montage
der Flugzeugkabinenmodule innerhalb der Passagierkabine erreicht. Zudem wird die Montage
des Flugzeugkabinenmoduls für den Monteur entscheidend erleichtert. Die in Fig. 1
dargestellten elektrischen Kontakte 4-1 bis 4-11 dienen bei einer möglichen Ausführungsform
nicht nur der elektrischen Kontaktierung, sondern üben zusätzlich eine Haltefunktion
aus. Dadurch wird erreicht, dass die Flugzeugkabinenmodule auch bei Vibrationen sicher
an der Befestigungsvorrichtung 1 angebracht sind. Zudem wird es für den Monteur leichter,
die Flugzeugkabinenmodule vor der letztendlichen Arretierung in Längsrichtung zu verschieben,
ohne eine Haltekraft ausüben zu müssen.
[0028] Fig. 2 zeigt die Montage einer Passagierversorgungseinheit 5 an der Befestigungsvorrichtung
1, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. In einer möglichen Ausführungsform weist die
Passagierversorgungseinheit 5 einen über ein Gelenk 6 angebrachten Stecker 7 auf,
der Kontaktstifte 8-1 bis 8-8
besitzt. Der Abstand zwischen den Kontaktstiften 8-i entspricht dem Abstand der elektrischen
Kontakt 4-i innerhalb des Schienenbauelements 2. Darüber hinaus entspricht die Höhe
der hervorragenden Kontaktstifte 8-i im Wesentlichen der Tie
fe der elektrischen Kontakt 4-i innerhalb des Schienenbauelements 2. Da die Passagierbedieneinheit
5 keine Wechselspannungsversorgung benötigt, weist der Stecker 7 der Passagierversorgungseinheit
5 keine Kontaktstifte für die Wechselspannungsversorgungskontakte 4-9, 4-10, 4-11
auf. In einer möglichen Ausführungsform sind die elektrischen Kontakte 4-i und die
Kontaktstifte 8-i jeweils vergoldet.
[0029] Wie man aus Fig. 2 erkennen kann, weist der Stecker 7 zwei einander gegenüberliegende
gefederte Arretierungsvorsprünge 9A, 9B auf, welche in die Arretierungsausnehmungen
3A, 3B des Schienenbauelements 2 an Arretierungspunkten einrasten können. Die Arretierungsvorsprünge
9A, 9B sind in einem Gehäuse des Steckers 7 entgegen der Federkraft einer jeweils
zugehörigen Feder versenkbar, wobei die Federkraft der angebrachten Feder entsprechend
den Montagevorgaben einstellbar ist. Bei einer möglichen Ausführungsform ist die Federkraft
der Federn derart hoch, dass die Arretierung erst bei einer sehr hohen Beschleunigungskraft
ausgelöst wird, die ein Vielfaches der Erdbeschleunigungskraft beträgt. Bei einer
möglichen Ausführungsform wird die Arretierung erst bei einer Beschleunigung von mehr
als dem Sechzehnfachen der Erdbeschleunigungskraft G gelöst.
[0030] Wie man aus Fig. 2 erkennen kann, ist das Flugzeugkabinenmodul 5 in sehr einfacher
Weise an der Befestigungsvorrichtung 1 anbringbar. Vor der Arretierung, d. h. dem
Einrasten der Arretierungsvorsprünge 9A, 9B in entsprechende Arretierungsausnehmungen
3A, 3B kann das zu montierende Flugzeugkabinenmodul 5 in Längsrichtung des Schienenbauelements
2 durch den Monteur verschoben werden, beispielsweise, um eine Feinjustierung vorzunehmen.
Die Gleichspannungsversorgungskontakte 4-1, 4-2 sind mit einer Gleichspannungsversorgungsquelle
für einen Normalbetrieb verbunden. Die elektrischen Kontakt 4-3, 4-4 sind mit einer
Gleichspannungsquelle für den Notfallbetrieb verbunden. Die Datenkontakte 4-5, 4-6,
4-7, 4-8 sind mit einem Server zum Datenaustausch mit den jeweiligen Flugzeugkabinenmodulen
verbunden. Die elektrischen Kontakte 4-9, 4-10, 4-11 sind mit einer Wechselspannungsquelle
verbunden, die beispielsweise eine Wechselspannung mit einer Amplitude von 115 Volt
liefert.
[0031] Fig. 3 zeigt das Anbringen einer Notsauerstoffversorgungseinheit 10 an der Befestigungsvorrichtung
1. Die Notsauerstoffversorgungseinheit 10 weist wie die Passagierversorgungseinheit
5 einen Stecker 7 auf, der über ein Gelenk 6 mit der Notsauerstoffversorgungseinheit
10 verbunden ist. Die Notsauerstoffversorgungseinheit 10 dient zur dezentralen Sauerstoffversorgung
der Passagiere im Notfall, wobei Sauerstoffmasken aus der Notsauerstoffversorgungseinheit
10 fallen. Zur Spannungsversorgung der Notsauerstoffversorgungseinheit 10 wird eine
Wechselspannung von beispielsweise 115 Volt AC benötigt. Daher weist der elektrische
Stecker 7, wie in Fig. 3 dargestellt, zwei Kontaktstifte 8-9, 8-11 auf, die in entsprechende
elektrische Kontakte 4-9, 4-11 des Schienenbauelements 2 eingreifen.
[0032] Wie man aus den Fig. 1 bis 3 erkennen kann, dient die Vorrichtung 1 nicht nur zur
Befestigung der Flugzeugkabinenmodule, sondern auch zu deren elektrischer Energieversorgung
sowie dem Datenaustausch zwischen den Flugzeugkabinenmodulen und einer zentralen Recheneinheit,
beispielsweise einem Server. Die Befestigungsvorrichtung 1 eignet sich für beliebige
Flugzeugkabinenmodule, beispielsweise für Passagierversorgungseinheiten, Notsauerstoffversorgungseinheiten,
Kabinenbeleuchtungseinheiten, Passagieraudioeinheiten, Passagiervideoeinheiten oder
Luftdüseneinheiten. Mittels der Befestigungsvorrichtung 1 kann der
Aufwand hinsichtlich der Verkabelung erheblich vermindert werden. Eine separate Verkabelung
für die Energie- und Datenübertragung entfällt. Weiterhin wird die Montage der Flugzeugkabinenmodule
für die Monteure erheblich erleichtert. Es wird eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich
der Flexibilität beim Einbau der Flugzeugkabinenmodule erreicht. Darüber hinaus wird
die Wartbarkeit der Flugzeugkabinenmodule erleichtert. Durch den Einsatz der Befestigungsvorrichtung
1 als standardisierte Schnittstelle ist es zudem möglich, neuartige Flugzeugkabinenmodule
schnell und einfach in das System zu integrieren. Weiterhin wird der Einbau von Flugzeugkabinenmodulen
entsprechend den Kundenwünschen vereinfacht.
1. Vorrichtung zur Befestigung mindestens eines Flugzeugkabinenmoduls (5, 10),
die ein Bauelement (2) mit Schenkeln (2A, 2B) zur lösbaren Arretierung eines an dem
Flugzeugkabinenmodul (5, 10) angebrachten Steckers (7) und mehrere elektrische Kontakte
(4-i) aufweist,
wobei
das Bauelement als Schienenbauelement (2) U-förmig ausgebildet ist, wobei dessen Schenkel
(2A, 2B) Arretierungspunkte (3A, 3B) zur lösbaren Arretierung des an dem Flugzeugskabinenmodul
(5, 10) angebrachten Steckers (7) aufweisen und dessen die beiden Schenkel (2A, 2B)
verbindender Mittelabschnitt (2) die elektrische Kontakte (4-i) zur Spannungsversorgung
und zum Datenaustausch von Daten mit dem Flugzeugkabinenmodul (5, 10) aufweist,
wobei die Arretierungspunkte (3A, 3B) gebildet sind durch Ausnehmungen,
die derart ausgebildet sind, dass gefederte Arretierungsvorsprünge, die an dem Stecker
(7) angebracht sind, in die Ausnehmungen einrasten können, und wobei die elektrischen
Kontakte (4-i) durch Kontaktnuten gebildet werden, in denen
Kontaktstifte (8-i) des an dem Flugzeugkabinenmoduls (5, 10) angebrachten Steckers
(7) in einer Längsrichtung des Schienenbauelements (2) vor der Arretierung des Steckers
(7) verschiebbar sind,
wobei die Kontaktnuten derart ausgebildet sind, dass sie eine Haltefunktion für den
Stecker ausüben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schienenbauelement (2) aus einem elektrisch isolierenden Material besteht, in
dem die elektrisch leitenden Kontakte eingefügt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elektrisch isolierende Material Aluminium, CFK oder Teflon aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrischen Kontakte (4-i) jeweils mit einer Schutzkappe zum Schutz gegen Korrosion
abdeckbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzkappe eine Gummilippe ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1-4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrischen Kontakte (4-i)
Gleichspannungskontakte (4-1, 4-2, 4-3, 4-4) zum Anlegen einer Gleichspannung,
Wechselspannungskontakte (4-9, 4-10, 4-11) zum Anlegen einer Wechselspannung und
Datenkontakte (4-5, 4-6, 4-7, 4-8) zum Austausch von Daten zwischen dem Flugzeugkabinenmodul
(5, 10) und einem Flugzeugkabinenserver aufweisen.
7. Anordnung aus einem Flugzeugkabinenmodul und einer Vorrichtung nach Anspruch 1-6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flugzeugkabinenmodul (5, 10)
eine Passagierversorgungseinheit,
eine Ausgleichseinheit,
eine Notsauerstoffversorgungseinheit,
eine Kabinenbeleuchtungseinheit,
eine Passagieraudioeinheit,
eine Passagiervideoeinheit oder
eine Luftdüseneinheit aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenkontakte (4-5, 4-6, 4-7, 4-8) jeweils einen vorgegebenen Wellenwiderstand
aufweisen, der 100 Ohm/Meter beträgt oder dem Wellenwiderstand des Verwendeten Datenbusses
entspricht.
9. Anordnung aus einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einem
Flugzeugkabinenmodul mit einem Stecker mit gefederten Arretierungsvorsprüngen, wobei
die lösbare Arretierung des Steckers in dem Schienenbauelement derart ausgebildet
ist, dass sich die Arretierung des Flugzeugkabinenmoduls (5; 10) erst bei einer hohen
Beschleunigungskraft löst, die mehr als ein Sechzehnfaches der Erdbeschleunigungskraft
beträgt.
1. Device for fastening at least one aircraft cabin module (5, 10),
said device comprising a component (2) having limbs (2A, 2B) for detachably locking
a plug (7) that is fitted to the aircraft cabin module (5, 10), and multiple electrical
contacts (4-i),
wherein
the component is configured as a U-shaped rail component (2), wherein the limbs (2A,
2B) of said component comprise locking points (3A, 3B) for detachably locking the
plug (7) that is fitted to the aircraft cabin module (5, 10) and the middle section
(2) that connects the two limbs (2A, 2B) of said component comprises the electrical
contacts (4-i) for supplying power and for exchanging data with the aircraft cabin
module (5, 10),
wherein the locking points (3A, 3B) are formed by means of recesses
that are configured in such a manner that spring-loaded locking projections that are
fitted to the plug (7) can latch into the recesses,
and wherein the electrical contacts (4-i) are formed by means of contact grooves and
it is possible for contact pins (8-i) of the plug (7) that is fitted to the aircraft
cabin module (5, 10) to be displaced in a longitudinal direction of the rail component
element (2) prior to locking the plug (7),
wherein the contact grooves are configured in such a manner that they exert a retaining
function for the plug.
2. Device according to claim 1,
characterised in that
the rail component (2) is embodied from an electrically insulating material and the
electrically conductive contacts are inserted into said rail component.
3. Device according to claim 2,
characterised in that
the electrically insulating material comprises aluminium, carbon fibre reinforced
polymer or Teflon.
4. Device according to claim 1-3,
characterised in that
the electrical contacts (4-i) in each case can be covered with a protective cap so
as to protect against corrosion.
5. Device according to claim 4,
characterised in that
the protective cap is a rubber lip.
6. Device according to claim 1-4
characterised in that
the electrical contacts (4-i)
comprise direct current contacts (4-1, 4-2, 4-3, 4-4) for applying a direct current,
alternating current contacts (4-9, 4-10, 4-11) for applying an alternating current
and
data contacts (4-5, 4-6, 4-7, 4-8) for exchanging data between the aircraft cabin
module (5, 10) and an aircraft cabin server.
7. Arrangement of an aircraft cabin module and a device according to claim 1-6,
characterised in that
the aircraft cabin module (5, 10) comprises a passenger care unit,
a compensation unit,
an emergency oxygen supply unit,
a cabin illuminating unit,
a passenger audio unit,
a passenger video unit or
an air jet unit.
8. Device according to claim 6,
characterised in that
the data contacts (4-5, 4-6, 4-7, 4-8) in each case comprise a predetermined characteristic
impedance that amounts to 100 ohm/metre or corresponds to the characteristic resistance
of the data bus that is used.
9. Arrangement of a device according to any one of the preceding claims and an aircraft
cabin module having a plug having spring-loaded locking projections, wherein the detachable
locking arrangement of the plug is provided in the rail component in such a manner
that the locking arrangement of the aircraft cabin module (5, 10) only detaches in
the case of a high acceleration force that amounts to more than sixteen times the
gravitational acceleration force.
1. Dispositif pour fixer au moins un module de cabine d'avion (5, 10),
qui comporte un élément (2) avec des branches (2A, 2B) pour bloquer de manière libérable
un connecteur (7) monté sur le module de cabine d'avion (5, 10) et plusieurs contacts
électriques (4-i),
dans lequel
l'élément se présente sous la forme d'un élément profilé (2) en forme de U, les branches
(2A, 2B) de celui-ci comportant des points de blocage (3A, 3B) destinés au blocage
libérable du connecteur (7) monté sur le module de cabine d'avion (5, 10) et la partie
médiane (2) de celui-ci qui relie les deux branches (2A, 2B) comportant les contacts
électriques (4-i) pour l'alimentation en courant et pour l'échange de données avec
le module de cabine d'avion (5, 10),
les points de blocage (3A, 3B) étant formés par des évidements, qui sont réalisés
de telle manière que des saillies de blocage à ressorts, qui sont montées sur le connecteur
(7), peuvent s'enclencher dans les évidements, et les contacts électriques (4-i) étant
formés par des encoches de contact, dans lesquelles des broches de contact (8-i) du
connecteur (7) monté sur le module de cabine d'avion (5, 10) peuvent être déplacées
dans une direction longitudinale de l'élément profilé (2) avant le blocage du connecteur
(7),
les encoches de contact étant réalisées de manière à exercer une fonction de maintien
pour le connecteur.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément profilé (2) se compose d'un matériau électriquement isolant, dans lequel
les contacts électriquement conducteurs sont insérés.
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le matériau électriquement isolant comporte de l'aluminium, du PRFC ou du Téflon.
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les contacts électriques (4-i) peuvent être recouverts respectivement d'un capuchon
de protection pour la protection contre la corrosion.
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce que le capuchon de protection est une lèvre en caoutchouc.
6. Dispositif selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les contacts électriques (4-i) comportent des contacts pour tension continue (4-1,
4-2, 4-3, 4-4) destinés à l'application d'une tension continue,
des contacts pour tension alternative (4-9, 4-10, 4-11) destinés à l'application d'une
tension alternative et des contacts pour données (4-5, 4-6, 4-7, 4-8) destinés à l'échange
de données entre le module de cabine d'avion (5, 10) et un serveur de cabine d'avion.
7. Ensemble constitué d'un module de cabine d'avion et d'un dispositif selon les revendications
1 à 6,
caractérisé en ce que
le module de cabine d'avion (5, 10) comporte
une unité d'alimentation pour passager,
une unité de compensation,
une unité d'alimentation en oxygène de secours,
une unité d'éclairage de cabine,
une unité audio pour passager,
une unité vidéo pour passager ou
une unité de buses d'air.
8. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les contacts pour données (4-5, 4-6, 4-7, 4-8) comportent respectivement une impédance
caractéristique prédéfinie,
qui est de 100 ohms/mètre ou correspond à l'impédance caractéristique du bus de données
utilisé.
9. Ensemble constitué d'un dispositif selon l'une des revendications précédentes et d'un
module de cabine d'avion, comprenant un connecteur doté de saillies de blocage à ressorts,
le blocage libérable du connecteur dans l'élément profilé étant réalisé de telle manière
que le blocage du module de cabine d'avion (5 ; 10) se libère uniquement à une force
d'accélération élevée, qui correspond à plus de seize fois la force d'accélération
gravitationnelle.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente