[0001] Die Erfindung betrifft ein System für die Herstellung einer an einer Wand, insbesondere
Raumwand, montierbaren Multifunktionswand bestehend einerseits aus zumindest einem
flächigen Element, wie einem Paneel oder dergleichen, das eine der Wand zugeordnete
wandseitige Oberfläche und eine dem Raum zugeordnete raumseitige Oberfläche aufweist,
und andererseits aus zumindest zwei an gegenüberliegenden Kanten des flächigen Elementes,
vorzugsweise an der oberen und an der unteren Kante des flächigen Elementes, angeordneten
Montageschienen, die einerseits an der Wand befestigt sind und andererseits zumindest
dieses flächige Element halten. Die Multifunktionswand kann sich auch über einen wesentlichen
Teil einer Wand, wie z. B. einer Raumwand, erstrecken.
[0002] Aus der Praxis sind Multifunktionswände bekannt, bei denen das flächige Element in
seiner zu festigenden Kante eine durchgehende Nut aufweist, in die ein an einer Montageschiene
angeformtes Tannenzapfenprofil eingreift. Bei der Montage wird zunächst die betreffende
Montageschiene an der Wand montiert. Anschließend wird das flächige Element derart
befestigt, dass das Tannenzapfenprofil in die Nut des flächigen Elementes eingeführt
wird. Anschließend wird an der gegenüberliegenden Kante das Tannenzapfenprofil einer
weiteren Montageschiene in die Nut eingeführt und die Montageschiene dann an der Wand
befestigt. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Multifunktionswand mit den gewünschten
Abmessungen hergestellt ist.
[0003] Als nachteilig erweist sich, dass ein einzelnes flächiges Element später nicht mehr
zu entfernen ist, ohne dass die bei der Montage nachfolgend montierten flächigen Elemente
und Montageschienen ebenfalls mitdemontiert werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und eine Multifunktionswand
anzugeben, in der auch einzelne flächige Elemente ohne die Demontage benachbarter
flächiger Elemente wieder demontiert werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass jede Montageschiene zumindest eine im Wesentlichen
parallel zur Wand ausgerichtete, vorzugsweise zwei parallel ausgerichtete Nutflanken
aufweisende, Nut zur Aufnahme der gesamten betreffenden Kante des zu befestigenden
flächigen Elementes aufweist und zwischen zwei benachbarten Montageschienen mehrere
nebeneinander angeordnete flächige Elemente angeordnet sind, wobei jedes flächige
Element zwei gegenüberliegende kurze Kanten und zwei gegenüberliegende lange Kanten
aufweist und jedes flächige Element mit seiner kurzen Kante in die korrespondierende
Nut der Montageschiene einführbar ist.
[0006] Zumindest ein flächiges Element kann als handelsübliches Paneel ausgebildet sein.
Die kurze Kante stellt die Stirnkante des Paneels dar und kann eine Länge von etwa
20 cm aufweisen. Der Abstand der Montageschienen ist durch die Länge der langen Kanten
bestimmt. Die Länge der langen Kante kann beispielsweise 60 cm betragen. Vorzugsweise
sind die Montageschienen horizontal an einer Wand oder an einem als Konterlattung
oder Unterkonstruktion ausgebildeten Abstandselement montiert. Bei einer horizontalen
Ausrichtung der Montageschienen ist die kurze Kante jedes flächigen Elementes horizontal
und die lange Kante entsprechend vertikal ausgerichtet.
[0007] Mit zunehmender Länge der Montageschienen ist eine höhere Anzahl an flächigen Elementen
erforderlich. Benachbarte flächige Element können mit ihren Längskanten stumpf aneinander
stoßen. Es ist aber auch durchaus möglich, dass die flächigen Elemente im Bereich
der einen langen Kante eine Nut und im Bereich der gegenüberliegenden anderen langen
Kante eine Feder aufweisen. Dann können die flächigen Elemente nach Art einer Nut-Feder-Verbindung
gegeneinander fixiert werden.
[0008] Selbstverständlich können die flächigen Elemente auch quadratisch ausgebildet sein.
In diesem Fall sind die lange und die kurze Kante gleich lang. Sofern die flächigen
Elemente beispielsweise als handelsübliches Paneel ausgebildet ist, beträgt die Dicke
etwa zwischen 5 und 20 mm.
[0009] Bei zumindest einem flächigen Element kann es sich beispielsweise um ein Paneel,
ein Tafelelement zum Schreiben, ein Spiegelelement, ein Plexiglaselement, ein Magnetboard
oder dergleichen handeln. Die Kante des flächigen Elementes entspricht dabei der Dicke
des gesamten Paneels. Die Montageschiene kann aus Aluminium, Kunststoff oder einem
sonstig geeigneten Material bestehen. Soll eine Multifunktionswand beispielsweise
mit drei übereinander angeordneten Reihen an flächigen Elementen erstellt werden,
können in einem ersten Schritt zunächst die vier Montageschienen in der gewünschten
Länge und in dem gewünschten vertikalen Abstand an der Wand, bei der es sich beispielweise
um eine Raumwand oder auch um eine freistehende Wand anderer Gestaltung handeln kann,
befestigt. Anschließend werden die flächigen Elemente seitlich in die Nuten gegenüberliegender
Montageschienen eingeschoben.
[0010] Die Multifunktionswand kann als Set in Form eines Systems ausgebildet sein und verkauft
werden. In diesem Fall wird die entsprechende Anzahl an Montageschienen, flächigen
Elementen und Zubehör, wie beispielsweise Schrauben, Halteeinrichtungen, Abstandselemente,
Dübel etc. werksseitig zusammengestellt und als Set verkauft. Der Kunde muss lediglich
die Montage zu Hause vornehmen, wobei werkseitig auch schon sowohl die Montageschienen
als auch die flächigen Elemente auf die richtige Länge gebracht worden sein können.
[0011] Sofern später einmal ein flächiges Element entfernt werden soll, muss dieses lediglich
wieder hinausgeschoben werden, ohne dass es hierzu weiterer Maßnahmen, wie beispielsweise
der Demontage von Montageschienen wie im Stand der Technik, bedarf.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Multifunktionswand werden die statischen Eigenschaften
für die Gewichtsaufnahme von zusätzlichen Bauteilen, wie z. B. Bildschirme, Regalböden
oder dergleichen, ausschließlich durch die an der Wand montierte Montageschiene übernommen,
während die flächigen Elemente zur dekorativen Gestaltung vorgesehen sind. Durch die
Auswahl des gewünschten Dekors der flächigen Elemente kann die Optik der Multifunktionswand
beliebig gestaltet werden. Durch die Vielfalt an zu kombinierenden flächigen Elementen
ist die Multifunktionswand vielfältig einsetzbar. Sie kann nicht nur beispielsweise
im Wohnbereich eingesetzt werden. Auch beispielsweise eine Verwendung in Tagungsräumen
ist möglich. In diesem Fall bietet es sich an, wenn beispielsweise ein flächiges Element
als Tafelelement oder als eine Art Flipchart ausgebildet ist.
[0013] Vorzugsweise kann zumindest eine Montageschiene, die zur Fixierung zweier benachbarter
flächiger Element ausgebildet ist, zwei Nuten, deren Nutgrunde aufeinander zuweisend
ausgerichtet sind, aufweisen.
[0014] Für eine leichte Verschiebbarkeit des flächigen Elementes in der Nut bietet sich
an, wenn die Breite der Nut etwas größer als die Breite der Kante des flächigen Elementes
ist. Hierdurch können die flächigen Elemente leicht in der betreffenden Nut verschoben
werden.
[0015] Soll beispielsweise an der Multifunktionswand ein Bildschirm montiert werden, müssen
nur die betreffenden flächigen Elemente in dem Bereich durch seitliches Verschieben
entfernt werden. Es kann dann die Verkabelung in der Multifunktionswand verlegt und
anschließend können die demontierten flächigen Elemente wieder eingeschoben werden.
Selbstverständlich können auch andere Bauteile, wie beispielsweise Halterungen für
Regalböden oder dergleichen, an den Montageschienen befestigt werden.
[0016] Die Nut kann aus zwei im Abstand zueinander angeordneten dünnwandigen Schenkeln bestehen.
Hierdurch erhält die Multifunktionswand eine nahezu ebene Oberfläche, da nur die Montageschienen
mit ihren raumseitigen dünnwandigen Schenkeln leicht gegenüber der generellen Erstreckung
der Multifunktionswand hervorstehen.
[0017] Zumindest eine Montageschiene kann eine Befestigungsnut aufweisen, die bei befestigten
flächigen Elementen raumseitig frei zugänglich ist. Die Befestigungsnut kann hinsichtlich
ihres Querschnittes an den zu befestigenden Gegenstand angepasst sein.
[0018] Dabei kann der Verlauf zumindest einer Befestigungsnut gekrümmt nach oben ausgerichtet
sein. Es kann dann beispielsweise eine Halterung mit einem entsprechend ausgebildeten
Einführelement in die Befestigungsnut eingeführt werden.
[0019] Es bietet sich an, wenn in wenigstens eine Befestigungsnut zumindest eine Halterung,
insbesondere eine einem Regalboden zugeordnete Halterung, einführbar, insbesondere
durch Einhaken einführbar, ist. Damit kann ein Regalboden leicht montiert bzw. demontiert
werden.
[0020] Zumindest eine Halterung kann als Adapterelement ausgebildet sein. An dem Adapterelement
können beliebige auch handelsübliche Halteeinrichtungen befestigt werden. Dies eignet
sich insbesondere für die Montage von Flachbildschirmen. In diesem Fall wird die Halteeinrichtung
für den Flachbildschirm direkt oder über ein weiteres Bauteil an dem Adapterelement
befestigt, so dass auf diese Weise der Flachbildschirm mit einer handelsüblichen Halteeinrichtung
über das Adapterelement in die erfindungsgemäße Multifunktionswand eingehängt werden
kann. Das Bauteil kann selbstverständlich derart ausgebildet sein, das die Montagehöhe
des Flachbildschirms auch variiert werden kann. Vorteilhafterweise ist jeder Halterung
oder jedem Regalboden zumindest eine Stabilisierungseinrichtung zugeordnet, die im
montierten Zustand der Halterung oder des Regalbodens einerseits zumindest bereichsweise
mit der Halterung oder dem Regalboden und andererseits zumindest bereichsweise mit
dem unterhalb dieser Halterung oder dieses Regalbodens befindlichen Bereich des flächigen
Elementes und/oder mit der unterhalb dieser Halterung oder dieses Regalbodens befindlichen
Montageschiene in Kontakt ist. Sofern die Stabilisierungseinrichtung nur bereichsweise
mit dem unterhalb dieser Halterung bzw. dieses Regalbodens befindlichen Bereich des
flächigen Elementes in Kontakt ist, ist der Abstand zwischen der Halterung bzw. dem
Regalboden einerseits und dem Kontaktbereich von flächigen Element und Stabilisierungseinrichtung
möglichst weit auseinander.
[0021] Um eine Verlagerung des flächigen Elementes in Richtung der Wand beispielweise in
Folge eines Aufbringens einer großen Last auf den Regalboden oder aufgrund eines schweren
Flachbildschirms zu verhindern, bietet sich an, wenn zumindest im Kontaktbereich zwischen
dem flächigen Element einerseits und der Halterung und/oder der Stabilisierungseinrichtung
andererseits auf der der Wand zugewandten Seite des flächigen Elementes ein Stützaufnahmeelement
vorgesehen ist, das zumindest bereichsweise zum einen mit der Wand bzw. einem auf
der Wand montierten Abstandselement und zum anderen mit dem flächigen Element in Kontakt
ist. Als Stützaufnahmeelement kann beispielsweise ein Vierkantholz der entsprechenden
Dicke verwendet werden. Mit der einen Seite ist das Vierkantholz mit der Rückseite
des flächigen Elementes und mit der gegenüberliegenden Seite mit der Wand bzw. dem
Abstandselement, wie beispielsweise der Unterkonstruktion, in Kontakt. Auf diese Weise
wölbt sich das flächige Element auch bei hohen Lasten nicht in Richtung der Wand,
da der durch die Gewichtskraft erzeugte Druck von dem Stützaufnahmeelement aufgenommen
wird.
[0022] Die Halterung oder die Stabilisierungseinrichtung können lediglich punktuell mit
dem flächigen Element in Kontakt sein. Es ist aber auch durchaus möglich, dass die
Halterung oder die Stabilisierungseinrichtung als Profil ausgebildet sind, welches
über seine komplette Länge, zumindest aber abschnittsweise, mit dem flächigen Element
in Kontakt ist.
[0023] Vorteilhafterweise ist die Stabilisierungseinrichtung an dem Regalboden befestigt.
Es ist aber auch durchaus möglich, dass im montierten Zustand des Regalbodens eine
zusätzlich Befestigung, beispielsweise mittels Schrauben, gegenüber dem flächigen
Element erfolgt. Durch die Stabilisierungseinrichtungen können auch schwerere Gegenstände
auf dem Regalboden abgestellt werden, ohne dass dieser sich beispielsweise nach unten
neigt.
[0024] Zumindest eine Stabilisierungseinrichtung kann Bestandteil der Halterung sein.
[0025] Es ist aber auch durchaus möglich, dass zumindest eine Stabilisierungseinrichtung
als separates Bauteil ausgebildet ist, das beispielsweise an dem Regalboden angeschraubt
ist.
[0026] Die Multifunktionswand kann über zumindest ein Abstandselement von der Wand beabstandet
sein. Beispielsweise kann es sich bei dem Abstandselement um eine Konterlattung handeln,
die an einer Raumwand befestigt ist.
[0027] Die Multifunktionswand kann zumindest im Bereich einer seiner Außenränder eine wandseitige
Beleuchtungseinrichtung für eine indirekte verdeckte Beleuchtung aufweisen.
[0028] Zumindest ein flächiges Element kann als handelsübliches Paneel ausgebildet sein.
Hierbei kann es sich beispielsweise um ein Fußboden-, Wand- oder Deckenpaneel oder
um ein Massivholzpaneel handeln. Damit kann auf eine große Dekorvielfalt zurückgegriffen
werden.
[0029] Die Dicke zumindest eines flächigen Elementes kann zumindest im Bereich der gesamten
betreffenden Kante kleiner als 15 mm sein. Es ist aber auch durchaus möglich, dass
die Dicke zumindest eines flächigen Elementes über seine komplette Erstreckung kleiner
15 mm ist.
[0030] Zum Aneinanderdrücken benachbarter, in einer Nut befindlicher flächiger Elemente
kann zumindest eine in Richtung der betreffenden Montageschiene wirkende und mit einem
an dem entgegengesetzten Ende der Montageschiene vorgesehenen Gegenlager zusammenwirkende
Aneinanderdrückeinrichtung vorgesehen sein. Das Gegenlager kann starr ausgebildet
sein. Beispielsweise kann die Nut endseitig geschlossen ausgebildet sein oder es kann
ein in die Nut hineinragender Vorsprung vorgesehen sein. Gegen ein solches Gegenlager
werden die flächigen Elemente durch die Aneinanderdrückeinrichtung gedrückt. Selbstverständlich
ist es aber auch möglich, dass auf beiden Seiten der Montageschiene je eine Aneinanderdrückeinrichtung
vorgesehen ist. Die Aneinanderdrückeinrichtung drückt die benachbarten, flächigen
Elemente so aneinander, dass die flächigen Elemente sich nicht mehr verschieben können
und damit eine ungewollte Fugenbildung zwischen benachbarten flächigen Elementen vermieden
wird.
[0031] Zumindest eine Aneinanderdrückeinrichtung kann einen Spannbereich und zumindest eine
an dem Spannbereich seitlich angebrachte(n) Kontaktfläche(n) aufweisen, wobei jede
Kontaktfläche mit dem zu drückenden flächigen Element, vorzugsweise mit der Schmalseite
(Kante) des zu drückenden flächigen Elementes, zusammenwirkt und der Spannbereich
mit der Montageschiene zusammenwirkt und wobei für ein Aneinanderdrücken der flächigen
Elemente aneinander der Abstand zwischen dem Spannbereich und der Montageschiene verringerbar
ist. Sofern die Multifunktionswand an der Wand befestigt ist, befindet sich damit
zumindest eine Kontaktfläche oberhalb oder unterhalb des Spannbereichs.
[0032] Mittels geeigneter Maßnahmen wird der Spannbereich gegenüber der Montageschiene fixiert.
Weist die Monatageschiene beispielsweise einen sich längs der Montageschiene erstreckenden
Hohlraum auf, kann in diesen Hohlraum nach Ablängen der Montageschiene auf die gewünschte
Länge endseitig beispielsweise ein Holzstück eingeschlagen werden, in das beispielsweise
eine Schraube hineingedreht werden kann. Zur Fixierung der Aneinanderdrückeinrichtung
kann der Spannbereich eine Bohrung aufweisen, durch die die Schraube hindurchfasst.
[0033] Die Schraube wird in den Holzklotz eingeschraubt. Je weiter die Schraube in den Holzklotz
hineingeschraubt wird, verringert sich zunehmend der Abstand zwischen dem Spannbereich
und der Montageschiene. Dies hat zur Folge, dass jede Kontaktfläche zunehmend stärker
auf das ihm zugeordnete flächige Element wirkt und damit die Flächenelemente mehr
und mehr aneinandergedrückt werden.
[0034] Selbstverständlich sind auch andere konstruktive Ausgestaltungen zum Eindrehen einer
Schraube denkbar. So kann z. B. in dem Hohlraum der Montageschiene ein sich längs
der Montageschiene erstreckender Schraubkanal vorgesehen sein, in den eine Schraube
eingedreht werden kann.
[0035] Auch andere Maßnahmen zur Befestigung sind möglich. So kann der Spannbereich beispielsweise
auch im Bereich gegenüberliegender Kanten Rastarme aufweisen, die mit entsprechenden
auf der Montageschiene angeordneten Rastelementen zusammenwirken.
[0036] Die Gesamtbreite der in einer Montageschiene eingeschobenen flächigen Elemente zusammen
kann geringfügig, insbesondere 5 bis 10 mm, größer sein, als die Länge der Montageschiene.
Werden nun die in der Montageschiene eingeschobenen, flächigen Elemente aneinander
gedrückt, verringert sich hierdurch der seitliche Überstand.
[0037] Zumindest eine Kontaktfläche kann sich im nicht gespannten Zustand weiter in Richtung
des(der) flächigen Elementes(Elemente) befinden als der zugeordnete Spannbereich.
[0038] Dabei können der Spannbereich und zumindest eine Kontaktfläche Teil eines, insbesondere
gekrümmt ausgebildeten, Federelementes sein. Selbstverständlich können der Spannbereich
und zumindest eine Kontaktfläche auch Teil eines starren Elementes, das beispielsweise
klammerartig ausgebildet ist, sein. Das Federelement bzw. das starre Element werden
beispielsweise mit einer Schraube an der Montageschiene fixiert. Durch das Eindrehen
der Schraube verringert sich der Abstand zwischen dem Spannbereich und der Montageschiene,
so dass damit die flächigen Elemente aneinander gedrückt werden.
[0039] Zumindest eine Kontaktfläche kann als ein Teilbereich, insbesondere als ein in Richtung
des zu drückenden flächigen Elementes weisend vorspringender Teilbereich, eines seitlich
montierbaren Kantenelementes ausgebildet sein. Ein entsprechendes Kantenelement kann
beispielsweise mittels Schrauben an der Montageschiene befestigt sein.
[0040] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung und Montage einer an einer
Wand, insbesondere Raumwand, montierbaren Multifunktionswand bestehend einerseits
aus zumindest zwei flächigen Elementen, wie Paneelen oder dergleichen, die jeweils
eine der Wand zugeordnete wandseitige Oberfläche und eine dem Raum zugeordnete raumseitige
Oberfläche aufweisen, und andererseits aus zumindest zwei an gegenüberliegenden Kanten
der flächigen Elemente, vorzugsweise an der oberen und an der unteren Kante der flächigen
Elemente, angeordneten Montageschienen, die einerseits direkt oder indirekt an der
Wand befestigt werden und andererseits die flächigen Elemente halten, wobei jede Montageschiene
zumindest eine im Wesentlichen parallel zur Wand ausgerichtete, vorzugsweise zwei
parallel ausgerichtete Nutflanken aufweisende, Nut zur Aufnahme der jeweiligen gesamten
betreffenden Kante des zu befestigenden flächigen Elementes aufweist.
[0041] Für ein späteres leichtes Einführen und ein eventuelles späteres leichtes Herausziehen
von zwischen zwei benachbarten Montageschienen befindlichen flächigen Elementen dürfen
die flächigen Elemente nicht in den Nuten der Montageschienen klemmen.
[0042] Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren anzugeben, dass den vorgenannten Nachteil
vermeidet und ein leichtes Einführen und Herausziehen der flächigen Elemente ermöglicht.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zunächst eine erste Montageschiene horizontal
an der Wand bzw. an einem an der Wand befestigten Abstandselement ausgerichtet und
insbesondere an der Wand bzw. an dem Abstandselement befestigt wird und anschließend
die Montageposition der darunter oder der darüber befindlichen zweiten Montageschiene
so festgelegt wird, dass der Abstand der beiden Montageschienen um ein ein späteres
horizontales Verschieben der flächigen Elemente ermöglichendes Übermaß, das vorzugsweise
0,5 bis 3 mm, insbesondere 1 mm, betragen kann, größer ist als die Länge der vertikalen
Kanten der zwischen diesen beiden Montageschienen anzubringenden flächigen Elemente.
Durch dieses Übermaß ist ein späteres Einschieben und auch Herausziehen der flächigen
Elemente sichergestellt, da ein gewisses Spiel besteht.
[0043] Dabei kann in die nach oben geöffnete Nut der ersten Montageschiene zumindest ein
Distanzelement in der Dicke des beabsichtigten Übermaßes eingelegt werden, auf das(die)
Distanzelement(e) wenigstens ein später anzubringendes flächiges Element aufgesetzt
werden und dann die darüber anzubringende Montageschiene mit ihrer nach unten geöffneten
Nut auf die horizontale Kante eines jeden flächigen Elements aufgesetzt werden. Das
Distanzelement kann beispielsweise als durchgehender Streifen ausgebildet sein, der
in die Nut eingelegt wird.
[0044] Nach der Bestimmung der Montageposition und gegebenenfalls der Befestigung der benachbarten
Montageschienen kann jedes Distanzelement wieder entfernt werden. Durch die Entfernung
jedes Distanzelementes ist der Abstand zwischen den beiden Nutgrunden der benachbarten
Montageschienen um die Dicke des Distanzelementes größer als die Länge der vertikalen
Kante der flächigen Elemente, so dass damit ein Freiraum für ein hinreichendes Spiel
gewährleistet ist.
[0045] Sofern nur ein flächiges Element eingesetzt wird, ist das flächige Element in Bezug
auf die Länge der Montageschiene so zu platzieren, das die darüber anzubringende Montageschiene
nicht kippt.
[0046] Selbstverständlich können auch mehrere beabstandet zueinander angeordnete Distanzelement
verwendet werden. Bei der Verwendung von zwei Distanzelementen ist vorzugsweise das
Distanzelement und damit das eine flächige Element im Bereich des einen Endes der
Montageschiene und das andere Distanzelement und damit auch das flächige Element im
Bereich des anderen Endes der Montageschiene platziert. Damit ist neben der Gewährleistung
einer späteren leichten Verschiebbarkeit auch sichergestellt, dass die darüber anzubringende
Montageschiene in Bezug auf die erste Montageschiene parallel ausgerichtet ist.
[0047] Alternativ kann in die nach oben geöffnete Nut der ersten Montageschiene zumindest
ein später anzubringendes flächiges Element mit seiner kurzen Kante eingeführt werden,
auf die Kante eines jeden eingeführten flächigen Elements oberseitig ein Distanzelement
in der Dicke des beabsichtigten Übermaßes aufgebracht werden und dann auf jedes Distanzelement
und den oberen Bereich der darunter befindlichen flächigen Elemente die darüber anzubringende
Montageschiene mit ihrer nach unten geöffneten Nut aufgesetzt werden.
[0048] Vorzugsweise kann vor dem Einführen in die Nuten zweier benachbarter Montageschienen
in zumindest eine vertikale Kante eines flächigen Elementes eine Aussparung zur Bildung
einer Ausnehmung in der fertigmontierten Multifunktionswand eingebracht werden. Die
Ausnehmung kann selbstverständlich auch bereits werksseitig eingebracht werden. Auch
kann in jede Kante zweier benachbarter flächiger Elemente je eine Aussparung eingebracht
werden, so dass im montierten Zustand dann die Ausnehmung - sofern beide Aussparungen
in derselben Höhe angebracht sind - durch beide Aussparungen gebildet wird. Durch
die Ausnehmungen können beispielsweise Kabel geführt werden.
[0049] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung und Montage einer
an einer Wand, insbesondere Raumwand, montierbaren Multifunktionswand bestehend einerseits
aus zumindest zwei flächigen Elementen, wie Paneelen oder dergleichen, die jeweils
eine der Wand zugeordnete wandseitige Oberfläche und eine dem Raum zugeordnete raumseitige
Oberfläche aufweisen, und andererseits aus zumindest zwei an gegenüberliegenden Kanten
der flächigen Elemente, vorzugsweise an der oberen und an der unteren Kante der flächigen
Elemente, angeordneten Montageschienen, die einerseits an der Wand befestigt werden
und andererseits die flächigen Elemente halten, wobei jede Montageschiene zumindest
eine im Wesentlichen parallel zur Wand ausgerichtete, vorzugsweise zwei parallel ausgerichtete
Nutflanken aufweisende, Nut zur Aufnahme der jeweiligen gesamten betreffenden Kante
des zu befestigenden flächigen Elementes aufweist.
[0050] Beim Herstellen der Multifunktionswand werden nach der Montage zumindest zweier Montageschienen
die flächigen Elemente seitlich in die Nuten gegenüberliegender Montageschienen eingeschoben.
Nach dem Einschieben sämtlicher flächiger Elemente wird üblicherweise auf jede der
vier Seiten der Multifunktionswand je ein Kantenelement, das beispielsweise als Winkelprofil
ausgebildet ist, aufgeschraubt. Als Nachteil erweist sich, dass sich auch mit seitlich
aufgeschraubten Kantenelementen die flächigen Elemente in der Nut verschieben können,
was zu einer unerwünschten Fugenbildung zwischen zwei benachbarten flächigen Elementen
führen kann.
[0051] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren
zur Herstellung und Montage einer Multifunktionswand anzugeben, das eine sichere Fixierung
der flächigen Elemente aneinander im montierten Zustand gewährleistet.
[0052] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die erforderlichen flächigen Elementen in
die Montageschiene eingesetzt, insbesondere seitlich hineingeschoben, werden, und
zum Aneinanderdrücken benachbarter, in dieser Nut befindlicher flächiger Elemente
zumindest an einem Ende der Montageschiene eine Aneinanderdrückeinrichtung angebracht
wird, die auf zumindest eines der beiden äußeren flächigen Elemente dieser Nut eine
in Richtung der betreffenden Montageschiene wirkende und mit einem an dem entgegengesetzten
Ende der Montageschiene vorgesehenen oder anzubringenden Gegenlager zusammenwirkende
Spannkraft ausübt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die flächigen Elemente
beispielsweise in die Montageschiene so eingeschoben, dass die benachbarten flächigen
Elemente sich an ihren Seitenkanten berühren. Handelt es sich beispielsweise um flächige
Elemente mit einer vorstehenden Feder und auf der gegenüberliegenden Kante mit einer
entsprechenden Nut, greift die Feder des einen flächigen Elementes in die entsprechende
Nut des benachbarten flächigen Elementes ein. Dann werden mittels zumindest einer
Aneinanderdrückeinrichtung die flächigen Elemente dicht aneinandergedrückt und so
in dieser Position auch dauerhaft gehalten. Ein Verschieben ist nicht mehr möglich.
[0053] Das Gegenlager kann starr ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Nut endseitig
geschlossen ausgebildet sein oder es kann ein in die Nut hineinragender Vorsprung
vorgesehen sein. Gegen ein solches Gegenlager werden die flächigen Elemente durch
die Aneinanderdrückeinrichtung gedrückt. Selbstverständlich ist es aber auch möglich,
dass auf beiden Seiten der Montageschiene je eine Aneinanderdrückeinrichtung vorgesehen
ist. Die Aneinanderdrückeinrichtung drückt die benachbarten, flächigen Elemente so
aneinander, dass die flächigen Elemente sich nicht mehr verschieben können und damit
eine ungewollte Fugenbildung zwischen benachbarten Flächenelemente vermieden wird.
[0054] Im eingeschobenen Zustand kann zumindest eines der beiden äußeren flächigen Elemente
leicht über das freie Ende der Montageschiene, vorzugsweise 5 bis 10 mm, vorstehen.
Es ist auch selbstverständlich möglich, dass auf beiden Seiten der Montageschienen
das jeweilige flächige Element übersteht. Beim Aneinanderdrücken der flächigen Elemente
reduziert sich der jeweilige Überstand.
[0055] Im Folgenden wird ein in den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Multifunktionswand und
- Fig. 2
- das Detail "X" aus Figur 2,
- Fig. 3
- den Gegenstand nach Fig. 1, wobei in dem Hohl- raum jeder Montageschiene ein Holzklotz
vorge- sehen ist,
- Fig. 4
- den Gegenstand nach Fig. 2, wobei in dem Hohl- raum ein Schraubkanal vorgesehen ist,
- Fig. 5-11
- unterschiedliche Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Aneinanderdrückeinrichtung,
- Fig. 12-15
- unterschiedliche Ausgestaltung einer Stabili- sierungseinrichtung,
- Fig. 16
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Multifunktionswand,
- Fig. 17
- eine vergrößerte Seitenansicht auf ein Halte- element mit Halteeinrichtung und
- Fig. 18
- eine Stabilisierungseinrichtung mit einem rückseitig vorgesehenen Stützaufnahmeelement.
[0056] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0057] In den Figuren ist eine erfindungsgemäße Multifunktionswand dargestellt, die vor
einer Wand 1, bei der es sich im vorliegenden Fall um eine Raumwand handelt, montiert
ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Multifunktionswand über ein
Abstandselement 2, das im vorliegenden Fall als Konterlattung ausgebildet ist, von
der Wand 1 beabstandet.
[0058] Die Multifunktionswand besteht aus fünf horizontal ausgerichteten Montageschienen
3 und aus mehreren, zwischen jeweils zwei Montageschienen 3 angeordneten, als Paneele
ausgebildeten flächigen Elemente 4. Jede Montageschiene 3 weist einen Montageschenkel
5 auf. Mittels Schrauben 6 sind die Montageschienen 3 auf dem Abstandselement 2 befestigt.
An dem Montageschenkel 5 ist ein sich im Wesentlichen orthogonal zur Wand 2 erstreckender,
bei dem in Fig. 2 dargestellten aus zwei Schenkeln ausgebildeter Bereich 7 angeformt.
Die obere und die untere Montageschiene 3 weisen je eine im Wesentlichen parallel
zur Wand 1 ausgerichtete Nut auf, die zwei parallel ausgerichtete Nutflanken 8 umfasst.
In die Nut greift die gesamte betreffende Kante des zu befestigenden flächigen Elementes
4 ein.
[0059] Da die drei mittleren Montageschiene 3 sowohl ein oberes als auch ein unteres flächiges
Element 4 fixieren, weist jede dieser Montageschienen 3 zwei Nuten, deren Nutgrunde
aufeinander zuweisend ausgerichtet sind, auf. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Breite der Nut etwas größer als die Breite der gesamten Kante des flächigen
Elementes 4, so dass jedes flächige Element 4 leicht in Richtung der Längserstreckung
der Montageschienen 3 verschiebbar ist.
[0060] Wie insbesondere der Detailzeichnung in Figur 2 zu entnehmen ist, weisen die drei
mittleren Montageschienen 3 zwei Befestigungsnuten 9 auf, die bei befestigten flächigen
Elementen 4 raumseitig frei zugängig sind. Der Verlauf der unteren Befestigungsnut
9 ist dabei gekrümmt nach oben ausgerichtet, so dass - wie in Figur 2 dargestellt
- eine Halterung 10, bei der es sich in diesem Fall um eine Halterung 10 für einen
Regalboden 11 handelt, mit einem entsprechend ausgebildeten Einführelement 12 in die
Befestigungsnut 9 eingeführt werden kann.
[0061] Soll nun vor einem beispielsweise der beiden mittleren flächigen Elemente 4 ein Bildschirm
in die entsprechende Befestigungsnut 9 eingehakt und die entsprechende erforderliche
Verkabelung "unsichtbar" verlegt werden, muss nur das in diesem Fall mittlere flächige
Element 4 seitlich hinausgeschoben und die Verkabelung in den dahinter befindlichen
Bereich verlegt werden. Anschließend kann das entfernte flächige Element 4 wieder
einfach hineingeschoben werden. Es muss lediglich innerhalb des flächigen Elementes
4 eine kleine Aussparung zur Bildung einer späteren Ausnehmung 29 für die entsprechende
Kabeldurchführung eingebracht werden.
[0062] Bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist in jeder Montageschiene
3 in dem Hohlraum ein Holzklotz 13 vorgesehen. Selbstverständlich kann auch ein anderes
Material, wie beispielsweise Kunststoff, verwendet werden. Der Holzklotz 13 dient
zum Hineinschrauben einer Schraube 14 zum Anbringen einer Aneinanderdrückeinrichtung
15.
[0063] In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem in dem Hohlraum der Montageschiene
3 ein Schraubkanal 16 zum Hineinschrauben einer Schraube 14 für ein späteres Anbringen
einer Aneinanderdrückeinrichtung 15 vorgesehen ist.
[0064] Verschiedene Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Aneinanderdrückeinrichtung 15
und daraus resultierende unterschiedlichen Montagen sind in den Figuren 5 bis 11 dargestellt.
[0065] Jede der in den Fig. 5 bis 8 und 10 dargestellten Aneinanderdrückeinrichtung 15 ist
für die Verwendung bei Montageschienen 3, die beidseitig eine Nut mit entsprechend
eingeschobenen, flächigen Elementen 4 aufweisen, bestimmt. Jede Aneinanderdrückeinrichtung
15 weist einen Spannbereich 17 und zwei auf gegenüberliegenden Seiten angeordnete
Kontaktflächen 18 auf.
[0066] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede Kontaktfläche 18 als
ein Teilbereich eines seitlich montierbaren Kantenelementes 19 ausgebildet. Vorzugsweise
ist dabei das Kantenelement 19 winklig ausgebildet, so dass durch den in dieser Figur
sichtbaren Schenkel des Kantenelementes 19 die Multifunktionswand seitlich und der
von vorne sichtbare Randbereich der flächigen Elementen 4 durch den anderen Schenkel
abgedeckt ist.
[0067] Bei dem in Fig. 10 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede Kontaktfläche 18 als
ein in Richtung des zu drückenden flächigen Elementes (4) weisend vorspringender Teilbereich
20, des seitlich montierbaren Kantenelementes 19 ausgebildet.
[0068] Mittels je einer Schraube 14 pro Ende einer Montageschiene 3 wird das Kantenelement
19 an der Montageschiene 3 befestigt. Beim Anziehen der Schraube 14 verringert sich
der Abstand A, so dass die in dieser Nut befindlichen flächigen Elemente 4 aneinander
gedrückt werden.
[0069] Beispielsweise in Fig. 7 ist eine Ausführungsform einer Aneinanderdrückeinrichtung
15 dargestellt, bei der die zwei Kontaktflächen 18 sich im nicht gespannten Zustand
weiter in Richtung des flächigen Elementes 4 befinden, als der zugeordnete Spannbereich
17. Der Spannbereich 17 und die beiden Kontaktflächen 18 sind Teil eines starren,
in etwa u-förmig ausgebildeten Elementes.
[0070] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Spannbereich 17 und die beiden
Kontaktflächen 18 Teil eines gekrümmt ausgebildeten Federelementes sind. Sowohl in
Fig. 6 als auch in Fig. 7 sind Schrauben 14 vorgesehen, mittels der die jeweilige
Aneinanderdrückeinrichtung 15 zum Aneinanderdrücken der flächigen Elemente 4 an der
Montageschiene 3 befestigt sind. Die Kantenelemente 19 werden später durch geeignete
Maßnahmen randseitig befestigt.
[0071] In Fig. 8 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der der Spannbereich 17 im Bereich
zweier gegenüberliegender Kanten zwei Rastarme 21 aufweist, die mit nicht dargestellten,
auf der Montageschiene 3 angeordneten Rastelementen zusammenwirken.
[0072] In Fig. 9 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das die Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Aneinanderdrückeinrichtung 15 in Verbindung mit einer Montageschiene 3 zeigt, die
nur eine Nut aufweist. Daher ist nur ein Spannbereich 17 und eine Kontaktfläche 18
vorgesehen, die mit dem flächigen Element 4 zusammenwirkt. Zusätzlich ist an dem Spannbereich
17 auf der der Kontaktfläche 18 gegenüberliegenden Seite ein Auflagerschenkel 22 vorgesehen,
der sich beim Hineinschrauben der Schraube 14 auf der Montageschiene 3 abstützt.
[0073] Selbstverständlich kann die Aneinanderdrückeinrichtung 15 auch eine keilförmige Ausgestaltung
aufweisen, die nach dem Einschieben der flächigen Elementen 4 in die Nut so verwendet
wird, dass wenigstens eine der beiden Nutflanken 8 zumindest bereichsweise in Richtung
der gegenüberliegenden anderen Nutflanke 8 verlagert wird und so das flächige Element
4 zwischen den beiden Nutflanken 8 eingeklemmt wird. Dies ist in Fig. 11 dargestellt.
Hier ist die Andrückeinrichtung 15 so in die Montageschiene 3 eingebracht worden,
dass die der Wand 1 zugewandte Nutflanke 8 in Richtung der anderen Nutflanke 8 umgebogen
wird und so das flächige Element 4 an einem unerwünschten Verschieben gehindert wird.
[0074] In den Fig. 12-15 sind unterschiedliche Ausgestaltungen einer erfindungsgemäßen Stabilisierungseinrichtung
23 dargestellt. Je nach der Länge eines Regalbodens 11 kann die Anzahl an Stabilisierungseinrichtungen
23 variieren. Mittels der Stabilisierungseinrichtungen 23 wird der Regalboden 11 unterseitig
gegenüber den flächigen Elementen 4 abgestützt, so dass auch schwerere Gegenstände
auf dem Regalboden 11 abgestellt werden können. Es ist auch durchaus möglich, dass
sich zumindest eine Stabilisierungseinrichtung 23 gegenüber der darunter befindlichen
Montageschiene 8 abstützt.
[0075] Bei dem in Fig. 12 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stabilisierungseinrichtung
23 als Winkel ausgebildet, wobei der eine Schenkel 24 mittels einer Schraube 25 unterseitig
an dem Regalboden 11 befestigt ist, während der andere Schenkel 26 mit dem flächigen
Element 4 in Kontakt ist und sich so der Regalboden 11 nicht nach unten neigen und/oder
biegen kann. Die Länge jedes Schenkels 24 bzw. 26 kann etwa 40cm betragen.
[0076] In Fig. 13 ist eine im Wesentlichen als Dreieck ausgebildete Stabilisierungseinrichtung
23 dargestellt, die mittels der Schraube 25 unterseitig an dem Regalboden 11 befestigt
ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Stabilisierungseinrichtung
23 in dem dem flächigen Element 4 zugewandten Bereich einen Anlagepunkt 27 auf, mit
dem die Stabilisierungseinrichtung 23 mit dem flächigen Element 4 in Kontakt ist.
[0077] Bei dem in Fig. 14 ausgebildeten Ausführungsbeispiel ist die Stabilisierungseinrichtung
23 Bestandteil der Halterung 10. Fig. 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Stabilisierungseinrichtung
23 ähnlich dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 13. Allerdings weist die Stabilisierungseinrichtung
23 nur ein schräg zum Regalboden 11 ausgerichtetes stabartig ausgebildetes Element
auf, dessen eines Ende mittels der Schraube 25 unterseitig an dem Regalboden 11 befestigt
ist und dessen anderes Ende mit dem flächigen Element 4 in Kontakt ist. Zum Schutz
des flächigen Elementes 4 weist das Ende eine Gummikappe 28 auf.
[0078] Selbstverständlich kann die Stabilisierungseinrichtung 23 auch als Seitenteil ausgebildet
sein, das an zumindest eine der beiden gegenüberliegenden Schmalseiten des Regalbodens
11 beispielsweise angeschraubt ist. Das Seitenteil kann geschlossen ausgebildet sein
oder auch Ausnehmungen aufweisen.
[0079] Fig. 16 zeigt eine erfindungsgemäße Multifunktionswand mit lediglich drei horizontal
übereinander angeordneten Montageschienen 3. Damit weist die Multifunktionswand auch
nur zwei "Reihen" an flächigen Elementen 4 auf.
[0080] Wie Fig. 16 zu entnehmen ist, sind zwischen zwei benachbarten Montageschienen 3 mehrere
nebeneinander angeordnete flächige Elemente 4 angeordnet, wobei jedes flächige Element
4 zwei gegenüberliegende kurze Kanten und zwei gegenüberliegende lange Kanten aufweist.
Jedes flächige Element 4 ist dabei mit seiner kurzen Kante in die korrespondierende
Nut der Montageschiene 3 eingeführt.
[0081] Bei den flächigen Elementen 4 kann es sich beispielsweise um handelsübliche Paneele
handeln, dessen kurze Kante eine Länge von etwa 20 cm aufweist. Der Abstand der Montageschienen
3 ist durch die Länge der langen Kanten bestimmt. Die Länge der langen Kante beträgt
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 60 cm. Mit zunehmender Länge der Montageschienen
3 ist eine höhere Anzahl an flächigen Elementen 4 erforderlich.
[0082] Wie in Fig. 16 zu erkennen ist, sind in der fertiggestellten Multifunktionswand zwei
Ausnehmungen 29 beispielsweise zum Durchführen von Kabeln vorgesehen. Bei der in Fig.
16 linken Ausnehmung 29 ist im Bereich der langen Kante eines flächigen Elementes
4 eine in etwa halbrunde Aussparung vor dem Einführen des flächigen Elementes 4 in
die Nut eingebracht worden. Bei der in Fig. 16 rechten Ausnehmung 29 ist in jede der
langen Kanten zweier benachbarter flächiger Elemente 4 eine Aussparung vor dem Einführen
des flächigen Elementes 4 in die Nut eingebracht worden, wobei in diesem Ausführungsbeispiel
beide Aussparungen auf gleicher Höhe liegen und zusammen einen rechteckigen Querschnitt
bilden.
[0083] In Fig. 17 ist eine als Adapterelement ausgebildete Halterung 10 dargestellt, die
ein Einführelement 12 zum Einführen in eine Befestigungsnut 9 aufweist. An dem Adapterelement
ist über ein weiteres Bauteil 30 eine Halteeinrichtung 31 befestigt. An der Halteeinrichtung
31 kann ein Flachbildschirm montiert werden.
[0084] Das weitere Bauteil 30 hat auf der dem Haltelement 10 abgewandten Seite zwei schräg
angeordnete, voneinander wegweisende Schenkel 32 und ist mittels zumindest einer Schraube
33 an dem Halteelement 10 befestigt. Die Halteeinrichtung 31 hat zwei aufeinander
zuweisende Klemmelemente 34, mittels derer sie die beiden Schenkel 32 des Bauteils
30 umfasst.
[0085] Die Halteeinrichtung 31 kann als Schiene ausgebildet sein, die sich zumindest über
einen wesentlichen Anteil der Breite eines Flachbildschirmes erstreckt, der beispielsweise
mittels Schrauben rückseitig an der Halteeinrichtung 31 befestigt ist. Es ist aber
auch möglich, dass die Halteeinrichtungen 30 nur eine geringe Breite aufweisen, so
dass bei einer solchen Ausgestaltung vorzugsweise zumindest zwei Halteeinrichtungen
30 vorgesehen sind, die jeweils im Randbereich der gegenüberliegenden Seiten des Flachbildschirms
angeordnet sind.
[0086] Für eine Variation der Montagehöhe des Flachbildschirms bietet sich an, wenn z.B.
das Bauteil 30 ein Langloch, durch das die Schraube 33 geführt ist, aufweist, so dass
das Halteelement 10 und die Bauteil 30 relativ zueinander verschoben werden können.
[0087] In dem in Fig. 18 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stabilisierungseinrichtung
23 Bestandteil der Halterung 10. Um eine Verlagerung des flächigen Elementes 4 in
Richtung der Wand 1, beispielweise in Folge eines Aufbringens einer großen Last auf
den Regalboden 11, zu verhindern, ist zumindest im Kontaktbereich zwischen dem flächigen
Element 4 einerseits und der Halterung 10 andererseits auf der der Wand 1 zugewandten
Seite des flächigen Elementes 4 ein Stützaufnahmeelement 35 vorgesehen. Das Stützaufnahmeelement
35 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem auf der Wand 1 montierten
und als Unterkonstruktion dienenden Abstandselement 2 und zum anderen mit dem flächigen
Element 4 in Kontakt. Als Stützaufnahmeelement 35 kann beispielsweise ein Vierkantholz
der entsprechenden Dicke verwendet werden. Mit der einen Seite ist das Vierkantholz
mit der Rückseite des flächigen Elementes 4 und mit der gegenüberliegenden Seite mit
dem Abstandselement 2 in Kontakt.
1. System für die Herstellung einer an einer Wand (1), insbesondere Raumwand, montierbaren
Multifunktionswand bestehend einerseits aus zumindest einem flächigen Element (4),
wie einem Paneel oder dergleichen, das eine der Wand (1) zugeordnete wandseitige Oberfläche
und eine dem Raum zugeordnete raumseitige Oberfläche aufweist, und andererseits aus
zumindest zwei an gegenüberliegenden Kanten des flächigen Elementes (4), vorzugsweise
an der oberen und an der unteren Kante des flächigen Elementes (4), angeordneten Montageschienen
(3), die einerseits an der Wand (1) befestigt sind und andererseits zumindest dieses
flächige Element (4) halten, dadurch gekennzeichnet, dass jede Montageschiene (3) zumindest eine im Wesentlichen parallel zur Wand (1) ausgerichtete,
vorzugsweise zwei parallel ausgerichtete Nutflanken (8) aufweisende, Nut zur Aufnahme
der gesamten betreffenden Kante des zu befestigenden flächigen Elementes (4) aufweist
und zwischen zwei benachbarten Montageschienen (3) mehrere nebeneinander angeordnete
flächige Elemente (4) angeordnet sind, wobei jedes flächige Element (4) zwei gegenüberliegende
kurze Kanten und zwei gegenüberliegende lange Kanten aufweist und jedes flächige Element
(4) mit seiner kurzen Kante in die korrespondierende Nut der Montageschiene (3) einführbar
ist.
2. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Montageschiene (3) eine Befestigungsnut (9) aufweist, die bei befestigten
flächigen Elementen (4) raumseitig frei zugänglich ist.
3. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf zumindest einer Befestigungsnut (9) gekrümmt nach oben ausgerichtet ist.
4. System nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens eine Befestigungsnut (9) zumindest eine Halterung (10), insbesondere
eine einem Regalboden (11) zugeordnete Halterung (10), einführbar ist.
5. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Halterung (10) als Adapterelement ausgebildet ist.
6. System nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Halterung (10) oder jedem Regalboden (11) zumindest eine Stabilisierungseinrichtung
(23) zugeordnet ist, die im montierten Zustand der Halterung (10) oder des Regalbodens
(11) einerseits zumindest bereichsweise mit der Halterung (10) oder dem Regalboden
(11) und andererseits zumindest bereichsweise mit dem unterhalb dieser Halterung (10)
oder dieses Regalbodens (11) befindlichen Bereich des flächigen Elementes (4) und/oder
mit der unterhalb dieser Halterung (10) oder dieses Regalbodens (11) befindlichen
Montageschiene (8) in Kontakt ist.
7. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Kontaktbereich zwischen dem flächigen Element (4) einerseits und der
Halterung (10) und/oder der Stabilisierungseinrichtung (23) andererseits auf der der
Wand (1) zugewandten Seite des flächigen Elementes (4) ein Stützaufnahmeelement (35)
vorgesehen ist, das zumindest bereichsweise zum einen mit der Wand (1) bzw. einem
auf der Wand (1) montierten Abstandselement (2) und zum anderen mit dem flächigen
Element (4) in Kontakt ist.
8. Verfahren zur Herstellung und Montage einer an einer Wand (1), insbesondere Raumwand,
montierbaren Multifunktionswand bestehend einerseits aus zumindest zwei flächigen
Elementen (4), wie Paneelen oder dergleichen, die jeweils eine der Wand (1) zugeordnete
wandseitige Oberfläche und eine dem Raum zugeordnete raumseitige Oberfläche aufweisen,
und andererseits aus zumindest zwei an gegenüberliegenden Kanten der flächigen Elemente
(4), vorzugsweise an der oberen und an der unteren Kante der flächigen Elemente (4),
angeordneten Montageschienen (3), die einerseits an der Wand (1) befestigt werden
und andererseits die flächigen Elemente (4) halten, wobei jede Montageschiene (3)
zumindest eine im Wesentlichen parallel zur Wand (1) ausgerichtete, vorzugsweise zwei
parallel ausgerichtete Nutflanken (8) aufweisende, Nut zur Aufnahme der jeweiligen
gesamten betreffenden Kante des zu befestigenden flächigen Elementes (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass zunächst eine erste Montageschiene (3) horizontal an der Wand (1) bzw. an einem an
der Wand (1) befestigten Abstandselement (2) ausgerichtet und insbesondere an der
Wand (1) bzw. an dem Abstandselement (2) befestigt wird und anschließend die Montageposition
der darunter oder der darüber befindlichen zweiten Montageschiene (3) so festgelegt
wird, dass der Abstand der beiden Montageschienen (3) um ein ein späteres horizontales
Verschieben der flächigen Elemente (4) ermöglichendes Übermaß, das vorzugsweise 0,5
bis 3 mm betragen kann, größer ist als die Länge der vertikalen Kanten der zwischen
diesen beiden Montageschienen (3) anzubringenden flächigen Elemente (4).
9. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die nach oben geöffnete Nut der ersten Montageschiene (3) zumindest ein Distanzelement
in der Dicke des beabsichtigten Übermaßes eingelegt wird, dass auf das(die) Distanzelement(e)
wenigstens ein später anzubringendes flächiges Element (4) aufgesetzt wird, und dass
dann die darüber anzubringende Montageschiene (3) mit ihrer nach unten geöffneten
Nut auf die horizontale Kante eines jeden flächigen Elements (4) aufgesetzt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die nach oben geöffnete Nut der ersten Montageschiene (3) zumindest ein später
anzubringendes flächiges Element (4) mit seiner kurzen Kante eingeführt wird, dass
auf die Kante eines jeden eingeführten flächigen Elements (4) oberseitig ein Distanzelement
in der Dicke des beabsichtigten Übermaßes aufgebracht wird und dass dann auf jedes
Distanzelement und den oberen Bereich der darunter befindlichen flächigen Elemente
(4) die darüber anzubringende Montageschiene (3) mit ihrer nach unten geöffneten Nut
aufgesetzt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise vor dem Einführen in die Nuten zwei benachbarter Montageschienen (3)
in zumindest eine vertikale Kante eines flächigen Elementes (4) eine Aussparung zur
Bildung einer Ausnehmung (29) in der fertigmontierten Multifunktionswand eingebracht
wird.