[0001] Die Erfindung betrifft einen Rotor mit den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch
1.
[0003] Dabei zeigt die
KR 2002/0035198 A einen walzenförmigen Rotor zum Zermahlen von Holz zu Sägemehl. Einzelne Sägezähne
werden dabei in Vertiefungen auf der Trommel eingesetzt und mit Hilfe von Fixierleisten
festgelegt.
[0004] Die
AT 365 507 B zeigt eine Messerwalze zum Zerkleinern von Holz zu Spänen. In ein mit Schlitzen versehenes
Messer sind einzelne, quer zur Klinge stehende Schneidflächen eingesetzt und werden
gemeinsam mit diesem auf einen Messerhalter mittels Schienen und Schrauben gehalten.
Diese Anordnung ist neben einer Spannleiste in eine Vertiefung der Trommel eingesetzt.
[0005] Aus der
DE 26 16 847 A sind Profilleisten zum Befestigen an einem Rotor bekannt, wobei die zahnartigen V-Profile
schräg zur Umdrehungsrichtung des Schlägerrotors liegen. Profil- und Distanzleistenabschnitt
sind dabei zu einem Bauteil vereinigt.
[0006] Eine trommelförmige Zerkleinerungsvorrichtung ist auch aus der
DE 298 22 550 U1 bekannt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rotor der eingangs genannten Gattung
derart weiterzubilden, dass bei einfacher Konstruktion mit einfach herzustellenden
Werkzeugen, wie Sägesegmenten oder Spitzsegmenten, eine wirksame Funktion des Rotors
erreicht wird.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Rotor, welcher die Merkmale von
Anspruch 1 aufweist.
[0009] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Rotors sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0010] Der erfindungsgemäße Rotor kann je nach Ausführungsform als Zerspaner oder als Transportwerkzeug,
wie Ein- und Auszugswalze, Vorschubswalze oder Beschleunigungsrolle, verwendet werden.
[0011] Die Anpassbarkeit des erfindungsgemäßen Rotors ist gegeben, da dessen Werkzeuge leicht
austauschbar am Körper des Rotors formschlüssig befestigt sind.
[0012] Insbesondere wenn gemäß einer Ausführungsform die Werkzeuge in Form von Sägeelementen
zu Radialebenen des Rotors schräg geneigt verlaufend ausgerichtet sind, ergibt sich
der Vorteil, dass bei guter Wirksamkeit die Sägesegmente beim Zerkleinern von Holz
nicht mehr freigeschliffen oder hinterschliffen sein müssen, sodass eine kostengünstige
Herstellung der Sägesegmente, die ja Verschleißteile sind, möglich ist.
[0013] Der erfindungsgemäße Rotor kann somit insbesondere zum Zerkleinern von Rund- und
Abfallholz oder anderen Werkstoffen, wie Kunststoff und dgl. zu Spänen verwendet werden,
sodass mit dem erfindungsgemäßen Rotor beispielsweise Rundholz, das nicht für die
Sägeindustrie verwendbar ist (Schleifholz, Industrieholz), direkt zu Sägespänen verarbeitet
werden kann, die für das Herstellen von Holzpellets einsetzbar sind.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Rotor ist das Austauschen von Werkzeugen besonders einfach,
da es genügt, die Abdruckschrauben zu lösen, worauf die Halteleisten für die Werkzeuge
mitsamt den Werkzeugen leicht aus dem Rotorkörper ausgeschoben werden können.
[0015] Die gemäß der Erfindung bevorzugte Ausrichtung der Werkzeuge, nämlich nicht nur zur
Achse des Rotors schräggestellt, sondern auch zur Radialebene des Rotors schräggestellt,
lässt sich einfach dadurch erreichen, dass die Nuten in den Halteleisten des erfindungsgemäßen
Rotors entsprechend schräggestellt sind. Dies kann einfach dadurch erreicht werden,
dass die Nuten zur Längserstreckung der Halteleisten schräggestellt sind einerseits,
und zur Ebene der Halteleisten unter einem (spitzen) Winkel stehen andererseits.
[0016] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.
[0017] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Rotor in Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Rotor in Stirnansicht,
- Fig. 3
- schematisch eine Halteleiste für Werkzeuge,
- Fig. 4
- in Stirnansicht eine weitere Ausführungsform eines Rotors,
- Fig. 5
- den Rotor aus Fig. 4 in Schrägansicht,
- Fig. 6
- die Einzelheit A aus Fig. 4,
- Fig. 7
- in Schrägansicht eine andere Ausführungsform einer Halteleiste,
- Fig. 8
- die Halteleiste aus Fig. 7 in Draufsicht,
- Fig. 9
- die Einzelheit A aus Fig. 8,
- Fig. 10
- eine weitere Halteleiste in Draufsicht und
- Fig. 11
- eine andere Ausführungsform eines Werkzeuges für den erfindungsgemäßen Rotor.
[0018] Ein erfindungsgemäßer Rotor 1 besitzt mehrere an seinen Umfang angeordnete und dort
lösbar befestigte Halteleisten 2, in die Werkzeuge 3 in Form von Sägesegmenten oder
Spitzsegmenten eingesetzt sind. Diese Werkzeuge 3 können in verschiedenen Abmessungen
und Geometrien je nach Einsatzbereich des Rotors 1 ausgeführt sein. Beispielsweise
können schneidende Werkzeuge 3 für Zerspaner und nicht schneidende Werkzeuge für Transportwalzen
verwendet werden.
[0019] Die Halteleisten 2 werden mit Hilfe von Abdruckschrauben 4, die in Löchern 8 (Gewindebohrungen)
der Halteleisten 2 angeordnet (eingeschraubt) sind, festgelegt. Hiezu werden die Halteleisten
2 in achsparallele, schwalbenschwanzförmig hinterschnittene Nuten 9 des Rotors 1 eingesetzt
werden und dann die Abdruckschrauben 4 betätigt, so dass sie sich mit ihren freien
Enden am Boden der Nuten 9 im Rotor 1 abstützen und so die Halteleisten 2 und die
in diese eingesetzten Werkzeuge 3 festlegen. Dabei ist bevorzugt, dass die Enden der
Werkzeuge 3 gegenüber den Längsrändern der Halteleisten 2 vorstehen, sodass beim Betätigen
der Abdruckschrauben 4 zuerst die Werkzeuge 3 fixiert werden und erst dann die Halteleisten
2 an den Seitenwänden der Nuten 9 anliegend fixiert werden.
[0020] Wie insbesondere die Fig. 1 zeigt, sind die Nuten 5, 6 in den Halteleisten 2 gegenüber
den Nuten 5, 6 in benachbarten Halteleisten 2 versetzt angeordnet, sodass auch die
Werkzeuge 3, die in diese Nuten 5, 6 der Halteleisten 2 eingesetzt sind, zueinander
versetzt angeordnet sind.
[0021] In Fig. 1 und 3 ist zu sehen, dass die Nuten 5, 6 in den Halteleisten 2 zu deren
Längserstreckung, die zur Achse 7 des Rotors 1 parallel ist, und damit die in die
Nuten 5, 6 eingesetzten Werkzeuge 3 in abwechselnd unterschiedlichen Richtungen schräggestellt
sind. Überdies sind - siehe Fig. 3 - die Nuten 5, 6 zur Ebene der Halteleisten 2 und
damit zu Radialebenen des Rotors 1 abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen schräggestellt,
so dass auch die in die Nuten 5, 6 eingesetzten Werkzeuge 3 zu Radialebenen schräg
gestellt sind. Die Schnittrichtung für einen mit Halteleisten 2 gemäß Fig. 3 ausgestatteten
Rotor 1 ist in Fig. 3 durch den Pfeil 10 angedeutet.
[0022] Dadurch dass die Sägesegmente 3 zweifach schräggestellt sind (gegenüber der Achse
7 des Rotors 1 und gegenüber Radialebenen des Rotors 1), müssen diese nicht freigeschliffen
werden und es kann für das Herstellen der Sägesegmente 3 der Laserschnitt angewendet
werden. Das bringt den Vorteil, dass mit der damit verbundenen Wärmeeinwirkung auch
gleichzeitig ein Härten der Oberfläche der Sägesegmente 3 eintritt. Die Zahnform der
Sägesegmente 3 kann je nach dem zu zerspanenden oder zerkleinernden Werkstoff gewählt
werden, größer oder kleiner, mit positivem oder negativem Schnittwinkel oder mit größerem
oder kleinerem Spitzwinkel gewählt werden. Es ist auch eine Ausführungsform gedacht,
bei welcher die Zähne über die Sägesegmente 3 seitlich überstehen.
[0023] Im Rahmen der Erfindung ist auch in Betracht gezogen, dass die Halteleisten 2 für
die Werkzeuge 3 aus mehreren einzelnen Teilen zusammengesetzt sind, sodass in jeder
achsparallelen Nut 9 des Rotors 1 mehrere Halteleisten 2 nebeneinander liegend angeordnet
und festgelegt sind.
[0024] Die erfindungsgemäße Ausbildung erlaubt es auch, einen Rotor 1 scheibenförmig auszubilden,
wobei die Halteleisten 2 mit den Werkzeugen 3 an einer Planseite des Rotors 1 angeordnet
sind. Auch hier können die Werkzeuge 3 radial oder schräg zu Radialebenen eingesetzt
werden.
[0025] Bei der in den Fig. 4 bis 6 gezeigten Ausführungsform eines Rotors 1 sind die Nuten
9 des Rotors 1 an die Form der Halteleisten 2, wie sie in Fig. 7 bis 9 und in Fig.
10 gezeigt sind, angepasst. Fig. 6 zeigt die Ausbildung einer Nut 9 im Rotor 1 und
es ist erkennbar, dass diese einen hinterschnittenen Bereich 11 ausweist, in den die
Längsränder 13 der Halteleisten 2 eingreifen und einen vertieften Bereich 15, in dem
der Basisteil 17 der Halteleisten 2 aufgenommen ist.
[0026] So wie bei der anderen Ausführungsform (Fig. 1 bis 3) werden die Halteleisten 2 im
Rotor 1 mit Hilfe von Abdruckschrauben 4 festgelegt.
[0027] Bei der in den Fig. 5 bis 10 gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rotors
1 werden in die Nuten 9 des Rotors 1 abwechselnd Halteleisten 2 gemäß Fig. 8 und Halteleisten
2 gemäß Fig. 10 eingesetzt, so dass die Werkzeuge 3 abwechselnd zur Achse 7 des Rotors
1 schräg gestellt sind.
[0028] Auch bei der in den Fig. 4 bis 10 gezeigten Ausführungsform werden die Werkzeuge
3 in Nuten 5 bzw. 6 der Halteleisten 2 eingesetzt und so festgehalten, wie dies anhand
der Fig. 1 bis 3 für die dort gezeigten und beschriebenen Werkzeuge 3 erläutert ist.
[0029] In Fig. 11 ist noch eine Ausführungsform eines Werkzeuges 3 gezeigt, das mit Zähnen
19 ausgerüstet ist.
[0030] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben
werden:
[0031] Ein Rotor 1 besitzt an seinem Umfang angeordnete Werkzeuge 3 in Form von Sägesegmenten
oder Spitzsegmenten. Die Werkzeuge 3 sind leistenförmig ausgebildet und in Nuten 5,
6, die in Halteleisten 2 vorgesehen sind, eingesetzt. Die Halteleisten 2 werden in
achsparallele Nuten des Rotors 1 eingesetzt und festgeklemmt. Das Klemmen der Halteleisten
2 und der Werkzeuge 3 in den Nuten wird erreicht, indem die Nuten hinterschnitten
ausgebildet sind und die Halteleisten 2 durch Abdruckschrauben 4 festgeklemmt werden.
1. Rotor (1) mit an seinem Außenumfang angeordneten Werkzeugen (3), wie Sägesegmenten
oder Spitzsegmenten, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (3) leistenförmig und in Nuten (5, 6), die in im Rotor (1) angeordneten
Halteleisten (2) vorgesehen sind, eingesetzt sind, dass die Halteleisten (2) formschlüssig
in schwalbenschwanzförmigen Nuten (9) im Rotor (1) aufgenommen sind, dass die Halteleisten
(2) durch Abdruckschrauben (4) in den Nuten (9) des Rotors (1) geklemmt sind, dass
die über die Halteleisten (2) vorstehenden Enden der Werkzeuge (3) an den Seitenwänden
der Nuten (9) des Rotors (1) anliegen.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdruckschrauben (4) am Boden der Nuten (9) im Rotor (1) abgestützt sind.
3. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten in den Halteleisten (2) und die in diese eingesetzten Werkzeuge (3) in
Form von Sägesegmenten (3) zu Radialebenen des Rotors (1) schräg verlaufend ausgerichtet
sind.
4. Rotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (3) zu Radialebenen des Rotors (1) abwechselnd in entgegengesetzte
Richtungen schräggestellt sind.
5. Rotor nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (5, 6) in Halteleisten (2) zu Nuten (5, 6) in benachbarten Halteleisten
(2) versetzt angeordnet sind.
6. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten in den Halteleisten (2) und die in diese eingesetzten Werkzeuge (3) in
Form von Sägesegmenten (3) zur Achse (7) des Rotors (1) schräg verlaufend ausgerichtet
sind.
7. Rotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (3) zur Achse (7) des Rotors (1) abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen
schräggestellt sind.
8. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (3) in Form von Spitzsegmenten in Nuten (5, 6) in den Halteleisten
(2), die in Radialebenen des Rotors (1) verlaufend ausgerichtet sind, eingesetzt sind.
9. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteleisten (2) in Nuten (9) aufgenommen sind, die an der Umfangsfläche des
trommelförmig ausgebildeten Rotors (1) vorgesehen sind.
10. Rotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) parallel zur Achse des Rotors (1) verlaufend ausgerichtet sind.
11. Rotor nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (1) scheibenförmig ausgebildet ist und dass die die Nuten (5, 6) aufweisenden
Halteleisten (2) an einer Seitenfläche des Rotors (1) angeordnet sind.
12. Rotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (5, 6) in den Halteleisten (2) und damit die in sie eingesetzten Sägesegmente
(3) radial oder schräg zu Radialebenen des Rotors (1) ausgerichtet sind.
13. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in die Nuten (9) des Rotors (1) Halteleisten (2) eingesetzt sind, die abwechselnd
in entgegengesetzte Richtung schräg gestellte Nuten (5, 6) für die Aufnahme von Werkzeugen
(3) aufweisen.
14. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteleisten (2) an ihrer am Rotor (1) außen liegenden Fläche um eine zur Achse
(7) des Rotors (1) parallele Achse konvex gekrümmt sind.
15. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteleisten (2) einen Basisteil (17) aufweisen, der in einen vertieften Bereich
(15) der Nuten (9) im Rotor (1) eingreift.