[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kunststofffolienbeutel sowie einen Beutelstapel,
enthaltend eine Vielzahl erfindungsgemäßer Kunststofffolienbeutel.
[0002] Kunststofffolienbeutel finden heutzutage vielfältigste Verwendung. Exemplarisch sei
auf Kunststofftragetaschen, Schüttgutgebinde, Produktumhrillungen und Gefrierbeutel
verwiesen. Besonders beliebt sind Kunststofffolienbeutel auch für die Verpackung von
z.B. Obst- und Gemüseprodukten im Groß- und Einzelhandel. Zweckmäßigerweise werden
solche Kunststofffolienbeutel in Stapelform verpackt und transportiert.
[0003] Aus Kostengründen sowie aus ökologischen Erwägungen versucht man, den Materialeinsatz
bei der Herstellung solcher Kunststofffolienbeutel möglichst gering zu halten, zumal
die gegenwärtigen Entwicklungen in der Kunststofftechnologie es ermöglichen, für die
Herstellung von Kunststoffbeuteln auf Folienmaterialien zurückzugreifen, die selbst
in Form von Mehrschichtfolien nur noch über eine Dicke im Bereich von wenigen µm verfügen.
Aus den genannten Gründen geht die Tendenz dahin, möglichst dünnwandige Kunststofffolienbeutel
einzusetzen.
[0004] Bei der Herstellung der für Kunststoffbeutel verwendeten Kunststofffolien wie auch
bei der Herstellung der Kunststofffolienbeutel lässt sich trotz vielfältigster Maßnahmen
nicht vollständig vermeiden, dass es zu dem Phänomen der elektrostatischen Aufladung
kommt, mit der Folge, dass in einem Stapel vorliegende benachbarte Folienbeutel zuweilen
kaum voneinander zu trennen sind oder dass die Folienwandungen eines Beutels stark
aneinander haften und das Öffnen des Beutels erschweren. Diese Probleme sind bei sehr
dünnwandigen Kunststofffolien besonderes stark ausgeprägt, Ferner wirkt sich das Phänomen
der elektrostatischen Aufladung insbesondere auch beim Transport und der Verpackung
von Beutelstapeln äußerst nachteilig aus. Beispielsweise kann es beim Verpackungsvorgang
zum Umklappen bzw. Umknicken bestimmter Beutelabschnitte und manchmal sogar von Beutelhälften
kommen. Derartige fehlerhafte Beutelstapel, die durchaus bis zu 1000 einzelne Beutel
enthalten können, werden regelmäßig vom Erwerber selbst dann beanstandet und nicht
mehr abgenommen, wenn nur ein oder zwei der Beutel nicht ordnungsgemäß im Beutelstapel
vorliegen. Für Beanstandungen wird häufig auch schon als ausreichend angesehen, wenn
die Verschlusslaschen von in einem Beutelstapel benachbart vorliegenden Beuteln aneinander
haften bleiben, beispielsweise weil sie beim Verpacken umgeknickt wurden.
[0005] Bislang ist man auf Grund der dargestellten Probleme gehalten, die Beutelstapel von
im Wesentlichen lose aufeinander liegenden Beuteln manuell zu verpacken, um den Anteil
an Ausschussware möglichst gering zu halten. Auch werden Beutelstapel zur Vermeidung
von Handhabungsproblemen häufig verblockt.
[0006] Aus der
DE 19935056 A1 sind solche Beutelstapel zu entnehmen, bei denen die Rückwand mit einer Lasche, enthaltend
Durchlassöffnungen zum Aufhängen auf eine Tragevorrichtung versehen ist. Die Eckabschnitte
der Laschen weisen Verblockungsstellen auf, über welche aneinander liegende Beutel
in einem Stapel miteinander verbunden sind. Diese Eckabschnitte können über Perforationslinien
beim Abreißen eines Beutels aus dem Beutelstapel unter Freigabe des Beutels aufgetrennt
werden. Auf diese Weise sollen Beutel verfigbar sein, die sich beim Verpacken und
Befördern wesentlich einfacher handhaben lassen als herkömmliche verblockte Beutelstapel.
In den Ecken einer Lasche Abreißperforationslinien vorzusehen, geht ebenfalls aus
der
DE 3704663 C2 hervor, die sich vornehmlich mit einer Vorrichtung zum Ablegen und Aufstapeln von
Beuteln einer geschweißten Bodennaht aus einer flachgelegten doppellagigen Folienbahn
befasst.
[0007] Dass das Verblocken von Kunsrstofffolien unter Ausbildung eines Beutelstapels eine
gängige Vorgehensweise zu sein scheint, um diese Beutel bzw. Beutelstapel beim Transport
und der Lagerung besser handhaben zu können, entnimmt man auch der
DE 19812739 A1.
[0008] Die
WO 03/035500 A1 befasst sich mit einem Kunststofffolienbeutel, bei welchem die Vorderwand und die
Rückwand jeweils mit einer doppelwandigen Lasche ausgestattet sind, durch welche Zugbänder
geführt werden. Diese Zugbänder sollen sich dadurch, dass man in den Eckbereichen
Ausstanzungen vorsieht, leichter handhaben lassen, so dass die Einfüllöffnung des
Beutels beim Befüllen ausreichend am Behälterrand gehalten werden kann, ohne in den
Behälter zu rutschen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zu Grunde, Kunststofffolienbeutel
verfügbar zu machen, die nicht mit den Nachteilen des Stands der Technik behaftet
sind und die insbesondere ein Verpacken in Stapelform zulassen, beim dem insbesondere
auch unter Einsatz von Verpackungsautomaten keine Ausschussware bzw. allenfalls ein
substantiell verminderte Anteil an Ausschussware generiert wird. Ferner lag der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, Kunststoffbeutel bzvv. Beutelstapel verfügbar zu machen, die
sich bei einem automatisierten Betrieb störungsfrei mit Stückgut, beispielsweise Brot,
befüllen lassen.
[0010] Demgemäß wurde ein Kunststofffolienbeutel gefunden, umfassend eine Vorderwand und
ein Rückwand, jeweils enthaltend eine Oberkante, eine Unterkante und sich gegenüberliegende
erste und zweite Seitenränder, sowie eine, insbesondere einlagige, Lasche, verbunden
mit oder als integraler Bestandteil der Rückwand, die sich, in Richtung von der Unter-
zur Oberkante betrachtet, über die Oberkante der Vorderwand hinaus erstreckt und die
mit einem oberen Rand sowie sich gegenüberliegenden ersten und zweiten seitlichen
Begrenzungen ausgestattet ist, welche in den oberen Rand münden, wobei der Abstand
zwischen erster und zweiter seitlicher Begrenzung zumindest entlang eines ersten transversalen
Segments, betrachtet von der Oberkante der Vorderwand zu dem oberen Rand der Lasche,
kleiner ist als der Abstand von erstem und zweitem Seitenrand der Vorderseite auf
der Höhe der Oberkante der Vorderseite, wobei die erste seitliche Begrenzung in diesem
ersten transversalen Segment eine geringere seitliche Ausdehnung aufweist als der
erste Seitenrand der Vorderwand an dessen Oberkante und wobei die zweite seitliche
Begrenzung in diesem ersten transversalen Segment eine geringere seitliche Ausdehnung
aufweist als der zweite Seitenrand der Vorderwand an dessen Oberkante. Transversale
Segmente der Lasche erstrecken sich regelmäßig quer, insbesondere im Wesentlichen
senkrecht, zu einer sich von der Oberkante zu der Unterkante von Vorder- und Rückwand
erstreckenden Achse, insbesondere Symmetrieachse, und erstrecken sich im Allgemeinen
zudem in dieser Querausrichtung von der ersten bis zur zweiten seitlichen Begrenzung
der Lasche. Bei den erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeuteln wird aus Gründen der
leichteren Zuordnung diejenige Wand des Beutels, die mit der Lasche ausgestattet ist,
welche sich über die Oberkante der gegenüberliegenden Wand hinaus erstreckt, als Rückwand
bezeichnet, Selbstverständlich kann eine solche, die Lasche aufweisende Wand des Folienbeutels
in der praktischen Anwendung auch ähnlich einer so genannten Vorderwand ausgestaltet
sein und beispielsweise als Hauptfläche für Hersteller- und Produktangaben oder sonstige
werbende Aussagen dienen.
[0011] Erfindungsgemäß kann hierbei vorgesehen sein, dass die erste seitliche Begrenzung
zumindest partiell einen gekrümmten, insbesondere konvexen oder konkaven, Verlauf
aufweist und/oder dass die zweite seitliche Begrenzung zumindest partiell einen gekrümmten,
insbesondere konvexen oder konkaven, Verlauf aufweist, Konkave gekrümmte erste und
zweite seitliche Begrenzungen sind bevorzugt. Konkav gekrümmt im Sinne der vorliegenden
Erfindung ist eine seitliche Begrenzung dann, wenn sie bei einer Blickrichtung auf
den oberen Rand bzw. die Oberkante nach innen gewölbt ist. Bei der konvex gekrümmten
seitlichen Begrenzung ist es dann genau umgekehrt.
[0012] Zweckmäßigerweise sind die Vorderwand und die Rückwand entlang ihrer jeweiligen ersten
und zweiten Seitenränder zumindest abschnittsweise miteinander verklebt und/oder verschweißt.
[0013] Weitere Ausführungsformen erfindungsgemäßer Folienbeutel zeichnen sich dadurch aus,
dass diese in Bezug auf Ihre Längsachse symmetrisch gestaltet sind. Unter einer Längsachse
im Sinne der vorliegenden Erfindung soll diejenige Achse verstanden werden, die sich
in ihrer Ausrichtung von dem oberen Rand der Lasche bis zur Unterkante der Vorderwand
bzw. des Kunststofffolienbeutels erstreckt und die im Mittel einen im Wesentlichen
gleichen Abstand zum ersten und zum zweiten Seitenrand von Vorderwand und Rückwand
aufweist.
[0014] In einer alternativen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die ersten und zweiten
seitlichen Begrenzungen der Lasche in einem zweiten transversalen Segment, das sich
von der Oberkante der Vorderwand aus erstreckt, über einen gegenseitigen Abstand verfügen,
der im Wesentlichen dem Abstand von erstem und zweitem Seitenrand der Vorderwand auf
der Höhe der Oberkante entspricht, und dass das erste transversale Segment in Richtung
des oberen Randes der Lasche auf das zweite transversale Segment folgt und sich insbesondere
bis zum oberen Rand erstreckt.
[0015] Ferner ist es möglich, dass der Abstand zwischen erster und zweiter seitlicher Begrenzung
innerhalb des ersten transversalen Segments im Bereich des oberen Randes der Lasche
am geringsten ist.
[0016] Unter den erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeutel sind auch solche mit umfasst,
bei denen der Beutelboden einen Faltenboden, enthaltend mindestens eine Bodenfalte,
darstellt.
[0017] Auch kann ein solcher erfindungsgemäßer Kunststofffolienbeutel einen Seitenfaltenbeutel
darstellen.
[0018] Üblicherweise ist vorgesehen, dass die Vorderwand, die Rückwand und/oder die Lasche
sowie gegebenenfalls die Seitenwände aus einer Kunststoffolie auf der Basis von Polyolefinen,
insbesondere Polyethylen oder Polypropylen, gefertigt sind oder bestehen. Hierbei
kann vorgesehen sein, dass die Kunststofffolie eine Mehrschichtfolie, insbesondere
eine Polyethylen/Polypropylen/Polyethylen-Folie, darstellt.
[0019] In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Vorderwand
und/oder die Rückwand auf einer mono- oder biaxial orientierten Kunststoffolie basieren.
[0020] Auch ist es möglich, die Vorderwand und/oder die Rückwand zumindest bereichsweise
mit Perforationslöchern auszustatten.
[0021] Eine besonders praktikable Variante eines erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeutels
enthält ferner, insbesondere in der Lasche, mindestens eine Durchlassöffnung, geeignet
und ausgerichtet zur Anbringung des Kunststofffolienbeutels an einer Tragevorrichtung.
Hierbei kann wiederum vorgesehen sein, dass sich von der, insbesondere in der Lasche
vorliegenden, Durchlassöffnung mindestens eine Schwächungslinie, insbesondere Perforationslinie,
in Richtung des oberen Rands, insbesondere bis zum oberen Rand der Lasche, erstreckt.
[0022] Auch ist es möglich, die Eckabschnitte im Bereich des Übergangs von erstem und/oder
zweitem Seitenrand zur Unterkante von Vorderwand und/oder Rückwand abgeschrägt auszugestalten.
[0023] Der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegenden Aufgabe wird ferner gelöst durch einen
Beutelstapel, enthaltend eine Vielzahl an erfindungsgemäßen Kunststoffolienbeuteln.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung sieht Ferner vor, dass der Beutelstapel, insbesondere
im bodenseitigen Abschnitt, mit mindestens einer Banderole eingefasst ist.
[0024] Der vorliegenden Erfindung lag die überraschende Erkenntnis zu Grunde, dass bereits
allein durch Manipulation der Laschenform die Handhabung von Kunststofffolienbeuteln,
wenn alleine oder in Stapelform vorliegend, wesentlich vereinfacht und wesentlich
weniger fehleranfällig wird. Insbesondere wirken sich elektrostatische Phänomene nicht
mehr bzw. nur noch in weitaus geringerem Umfang nachteilig auf den Verpackungsvorgang
aus. Mit dem erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeutel gelingt es nun sogar, von einer
manuellen Verpackung von Beutelstapeln auf eine automatisierte Verpackungsvariante
umzusatteln. Auf diese Weise lässt sich der Verpackungsvorgang weitaus schneller sowie
kostengünstiger gestalten.
[0025] Die Vorzüge, die mit dem Einsatz der erfindungsgemäßen Beutelstapel einhergehen,
treten insbesondere auch beim automatisierten Befüllen mit Stückgut, z.B. Brot, hervor.
Denn hierbei wird in der Regel die frei zugängliche Beutelwand des zuoberst in einem
Beutelstapel vorliegenden Kunststofffolienbeutels mittels eines Saugers angehoben,
damit von der Öffnungsseite her ein Schieber, auf dem sich das Stückgut befindet,
dieses in den Beutel hineinführen kann. Bei Überlagerung von Abschnitten benachbarter
Kunststofffolienbeutel in dem Beutelstapel, insbesondere der Überlagerung von Laschenecken,
ist bislang der automatisierte Öffnungsvorgang häufig fehlgeschlagen, mit der Folge,
dass das Stückgut nicht in, sondern auf den Beutel geschoben wurde, wodurch Ausschussware
entstand und der Ladevorgang unterbrochen werden musste. Derartige Störungen treten
bei Verwendung der erfindungsgemäßen Beutelstapel in der Regel nicht mehr auf.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachgehenden Beschreibung,
in der eine bevorzugte Ausflihrungsform der Erfindung beispielhaft anhand schematischer
Zeichnungen erläutert wird. Dabei zeigen:
- Figuren 1a bis 1m
- den oberen Abschnitt erfindungsgemäßer Kunststofffolienbeutel in schematischer Draufsicht,
- Figuren 2a bis 2e
- unterschiedliche Ausführungsformen der unteren Abschnitte erfin- dungsgemäßer Kunststofffolienbeutel
in schematischer Draufsicht und
- Figur 3
- eine schematische Querschnittsansicht des unteren Beutelabschnitt ge- mäß Figur 2e,
[0027] Die Figuren 1a bis 1m zeigen unterschiedliche Ausfühungsvariartten eines erfindungsgemäßen
Kunststofmolienbeutels 1 in Bezug auf die unterschiedliche Ausgestaltung der Lasche
2. Die Lasche 2 ist in den dargestellten Ausführungsibrmen integraler Bestandteil
der Rückwand 4 des erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeutels 1. In den dargestellten
Varianten sind die Vorderwand 6 und die Rückwand 4 bis auf die Lasche 2 in ihren Dimensionen
im Wesentlichen identisch. Die ersten und zweiten Seitenränder 8 und 10 von Vorderwand
6 und Rückwand 4 liegen in der in Figur la gezeigten Ausführungsform bis zur Oberkante
12 der Vorderwand 6 miteinander verbunden bzw. einstückig oder miteinander verschweißt
vor. In sämtlichen dargestellten Ausfilhrungsformen gemäß Figur 1 stellt die Längsachse
Y auch die Symmetrieachse dar.
[0028] Bei den Kunststofffolienbeuteln 1 gemäß Figur 1a verlaufen die ersten und zweiten
seitlichen Begrenzungen 14 und 16 der Lasche 2 geradlinig abgeschrägt bis zum oberen
Rand 18 derselben, Die ersten und zweiten seitlichen Begrenzungen 14, 16 besitzen
demgemäß, und zwar über die gesamte Längsausdehnung der Lasche 2, einen Abstand zueinander
in transversaler Ausrichtung, d.h. quer bzw. senkrecht zur Längsachse Y, der geringer
ist als der Abstand von erstem und zweitem Seitenrand 8, 10 der Vorderwand 6 auf der
Höhe der Oberkante 12. Dieses Phänomen findet sich ebenfalls in den Ausfiihrungsformen
gemäß Figuren 1b bis 1m wieder, welche allesamt erfindungsgemäße Kunststofffolienbeutel
repräsentieren.
[0029] Beispielsweise können die ersten und zweiten seitlichen Begrenzungen 14 und 16 in
einer Abwandlung bereits auf der Höhe der Oberkante 12 der Vorderwand 6 über einen
Abstand verfügen, der geringer ist als der Abstand von erstem und zweitem Seitenrand
8, 10 auf der Höhe der Oberkante 12 (siehe z.B. Figuren 1d, 1f , 1g, 1h und 1l). In
diesem Fall bildet die Lasche 2 als solche das erste transversale Segment 44, das
sich von der Oberkante 12 der Vorderwand 6 bis zum oberen Rand 18 der Lasche 2 erstreckt.
Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, dass dieses erste transversale Segment 44,
d.h. ein verringerter Abstand von erster und zweiter seitlicher Begrenzung gegenüber
dem Abstand von erstem und zweitem Seitenrand 8, 10 der Vorderwand auf der Höhe der
Oberkante 12, beabstandet von dieser Oberkante einsetzt. In diesem Fall ist der Abstand
von erster und zweiter seitlicher Begrenzung 14, 16 der Lasche 2 zunächst nicht geringer
als der Abstand von erstem und zweitem Seitenrand der Vorderwand 6 in der Höhe der
Oberkante 12. Bei diesen Ausführungsformen verfügt die Lasche demgemäß über ein zweites
transversales Segment 46, das das erste transversale Segment 44 von dem Verlauf der
Oberkante 12 separiert. Derartige Ausführungsformen finden sich in den Figuren 1b,
1e, 1i, 1j und 1m wiedergegeben.
[0030] Ferner sind auch solche Ausführungsformen mit umfasst, bei denen der obere Rand 18
der Lasche 2 nur über eine minimale, beispielsweise punktuelle Ausdehnung verfügt
(siehe Figur 1e).
[0031] Selbstverständlich unterfallen auch solche Ausftihrungsformen unter die erfindungsgemäßen
Kunststofffolienbeutel, bei denen die ersten und zweiten Seitenränder 8 und 10 nicht
parallel verlaufen, sondern sich z.B. zum Beutelboden hin verbreitern (siehe Figuren
1j und 1m).
[0032] Weiter werden von den erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeuteln 1 auch solche Ausgestaltungen
erfasst, und stellen sich zudem als besonders zweckmäßig dar, bei denen im Bereich
der Lasche 2 mindestens eine, insbesondere zwei Durchlassöffnungen 20, 22 vorliegen
(siehe Figur li). Diese Durchlassöffnungen 20, 22 können dazu benutzt werden, einen
Beutelstapel auf eine entsprechende Tragevorrichtung, beispielsweise bestehend aus
Tragestegen, aufzuziehen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungen strecken
sich von diesen Durchlassöffnungen bis zum oberen Rand 18 der Lasche 2 Schwächungslinien
24 und 26, beispielsweise in Form von Perforationslinien.
[0033] Als besonderes geeignet haben sich solche Kunststofffolienbeutel 1 erwiesen, bei
denen der Verlauf der ersten und zweiten seitlichen Begrenzung 14, 16 zumindest partiell
konkav gekrümmt ausgestaltet ist. Derartige Ausffihnmgsformen finden in den Figuren
1c, 1h, 1i und 1j wiedergegeben. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, erfiztdungsgemäße
Kunststofffolienbeutel 1 mit einer Lasche auszustatten, deren erste und zweite seitliche
Begrenzungen 14, 16 zumindest partiell konvex gekrümmt ausgestaltet sind (s.a. Figuren
1k, 1l und lm). Schließlich unterfallen beispielsweise auch solche Ausflihrungsformen
unter die erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeutel 1, bei denen diese in Form von
Seitenfaltenbeuteln vorliegen. Eine derartige Ausführungsform ist in Figur 1f schematisch
wiedergegeben. Die Seitenfalten der nach innen gefalteten Seitenwände sind durch die
gestrichelten Linien 48 und 50 angedeutet.
[0034] Wie Figur 2 zu entnehmen ist, kann der Beutelboden 52 der erfindungsgemäßen Kunststofffolienbeutel
in vielfältiger Weise gestaltet sein und beispielsweise in Form eines Faltenbodens
vorliegen (siehe Figuren 2b, 2d und 2e). Im Bereich des Beutelbodens können die Vorderwand
und die Rückwand z.B, miteinander verklebt und/oder verschweißt vorliegen. Auch im
Bodenbereich ist es möglich, abgeschrägte Ecken vorzusehen (siehe Figuren 2c, 2d und
2e). Wird ein Faltenboden eingesetzt, sind Vorderwand und Rückwand nach innen umgeschlagen
und verfügen zumeist im mittleren Bereich über eine verbindende Falte 28. Hierbei
kann es sich auch um eine Schweiß- oder Klebenaht handeln. In der Figur 2e wiedergegebenen
Ausführungsform ist die Bodenfalte 28, soweit sie mit den Seitenrändern 8 und 10 überlappt,
mit diesen verschweißt. Dies betrifft in der in Figur 2e wiedergegebenen Variante
die Abschnitte 30 und 32. In schematischer Querschnittsansicht stellt sich der in
Figur 2e wiedergegebene Bodenabschnitt wie in Figur 3 gezeigt dar. Hierbei liegen,
wenn beispielsweise auf den Seitenrand 8 geblickt wird, im Bereich 30 die Abschnitte
34 und 36, die den Faltenboden 38 bilden, miteinander sowie mit dem Seitenrand 8 von
Vorder- und Rückwand verschweißt vor. Weiter abwärts erstrecken sich die zweilagig
ausgeführten Abschnitte 40 und 42.
[0035] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in den Zeichnungen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln aus auch in jeder beliebigen
Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformenwesentlich
sein.
1. Kunststofffolienbeutel, umfassend eine Vorderwand und ein Rückwand, jeweils enthaltend
eine Oberkante, eine Unterkante und sich gegenüberliegende erste und zweite Seitenränder,
sowie eine, insbesondere einlagige, Lasche, verbunden mit oder als integraler Bestandteil
der Rückwand, die sich, in Richtung von der Unter- zur Oberkante betrachtet, über
die Oberkante der Vorderwand hinaus erstreckt und die mit einem oberen Rand sowie
sich gegenüberliegenden ersten und zweiten seitlichen Begrenzungen ausgestattet ist,
welche in den oberen Rand münden, wobei der Abstand zwischen erster und zweiter seitlicher
Begrenzung zumindest entlang eines ersten transversalen Segments, betrachtet von der
Oberkante der Vorderwand zu dem oberen Rand der Lasche, kleiner ist als der Abstand
von erstem und zweitem Seitenrand der Vorderseite auf der Höhe der Oberkante der Vorderseite,
wobei die erste seitliche Begrenzung in diesem ersten transversalen Segment eine geringere
seitliche Ausdehnung aufweist als der erste Seitenrand der Vorderwand an dessen Oberkante
und wobei die zweite seitliche Begrenzung in diesem ersten transversalen Segment eine
geringere seitliche Ausdehnung aufweist als der zweite Seitenrand der Vorderwand an
dessen Oberkante,
2. Kunststofffolienbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste seitliche Begrenzung zumindest partiell einen gekrümmten, insbesondere
konvexen oder konkaven, Verlauf aufweist und/oder dass die zweite seitliche Begrenzung
zumindest partiell einen gekrümmten, insbesondere konvexen oder konkaven, Verlauf
aufweist.
3. Kunststofffolienbeutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieser in Bezug auf seine Längsachse symmetrisch ist.
4. Kwiststofffolienbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten seitlichen Begrenzungen der Lasche in einem zweiten transversalen
Segment, das sich von der Oberkante der Vorderwand aus erstreckt, über einen gegenseitigen
Abstand verfügen, der im Wesentlichen dem Abstand von erstem und zweitem Seitenrand
der Vorderwand auf der Höhe der Oberkante entspricht, und dass das erste transversale
Segment in Richtung des oberen Randes der Lasche auf das zweite transversale Segment
folgt und sich insbesondere bis zum oberen Rand erstreckt.
5. Kunststofffolienbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen erster und zweiter seitlicher Begrenzung innerhalb des ersten
transversalen Segments im Bereich des oberen Randes der Lasche am geringsten ist.
6. Kunststofffolienöeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser einen Seitenfaltenbeutel darstellt.
7. Kunststofffolienbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand, die Rückwand und/oder die Lasche sowie gegebenenfalls die Seitenwände
aus einer Kunststofffolie, insbesondere einer Mehrschichtfolie, auf der Basis von
Polyolefinen, insbesondere Polyethylen oder Polypropylen, gefertigt sind oder bestehen.
8. Kunststofifolienbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand und/oder die Rückwand auf einer mono- oder biaxial orientierten Kunststofffolie
basieren.
9. Kunststofffalienbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner enthaltend,
insbesondere in der Lasche, mindestens eine Durchlassöffnung, geeignet und ausgerichtet
zur Anbringung des Kunststofffolienbeutels an einer Tragevorrichtung.
10. Kunststofffolienbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckabschnitte im Bereich des Übergangs von erstem und/oder zweitem Seitenrand
zur Unterkante von Vorderwand und/oder Rückwand abgeschrägt sind.
11. Beutelstapel, umfassend eine Vielzahl von aneinander anliegenden Kunststofffolienbeuteln
gemäß einem der vorangehenden Ansprüche.
12. Beutelstapel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutelstapel, insbesondere im bodenseitigen Abschnitt, mit mindestens einer Banderole
eingefasst ist.
13. Verfahren zum Verpacken der Kunststofffolienbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis
10, bei dem man eine Vielzahl von Kunststofffolienbeuteln unter Ausbildung eines Beutelstapels,
insbesondere automatisiert, aufeinander legt und bei dem der erhaltene Beutelstapel
mit Hilfe eines Verpackungsautomaten in ein Verpackungsbehältnis, insbesondere einen
Karton, überführt wird.
14. Verwendung der Kunststofffolienbeutel nach einem der Patentansprüche 1 bis 10 für
die Herstellung eines Beutelstapels.
15. Verwendung des Beutelstapels gemäß Anspruch 11 oder 12 für das Überführen in ein Verpackungsbehältnis
mit Hilfe eines Verpackungsautomaten.