[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Flechterzeugnisses
mit wenigstens zwei einen Mantelflechtkreis ausbildenden Kurvenbahnen, in denen von
Flügelrädern gehaltene Klöppel geführt sind, und mit einer im Inneren des Mantelflechtkreises
angeordneten Klöppelaufnahme, in der weitere Klöppel gehalten sind.
[0002] Um bei Bergsteigerseilen und anderen Sicherheitsseilen zu verhindern, dass über die
Handinnenflächen in das Mantelgeflecht eingeleitete Zugkräfte zu Verschiebungen zwischen
der Seele und dem die Seele umgebenden Mantelgeflecht führen, ist es bekannt, das
Mantelgeflecht und die Seele mittels Verklebungen, Verschweißungen oder Vernähungen
miteinander zu verbinden. Derartige Verbindungen haben jedoch den Nachteil, dass sie
die Flexibilität des Seiles und damit auch die Lebensdauer des Seiles herabsetzen.
Außerdem ist die Herstellung derartiger Verbindungen technisch aufwendig und kostenintensiv.
[0003] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster GM 78 23 387 ist ein Seil in Kern-Mantelkonstruktion
bekannt. Bei diesem Seil ist die an der Mantelbildung insgesamt beteiligte Anzahl
an Fäden größer als die in jedem beliebigen Seilquerschnitt an der Mantelbildung beteiligte
Anzahl von Fäden. In oder an der Seele des Seiles geführte Fäden sind an vorbestimmten
Stellen mit an bis dahin an der Mantelbildung beteiligten Fäden vertauscht, so dass
das Mantelgeflecht und die Seele des Seiles miteinander verbunden sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Gattungen aufzuzeigen, mit der eine besonders effiziente Möglichkeit zur Verbindung
von Seele und Mantelgeflecht aufgezeigt ist.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Klöppelaufnahme
und wenigstens eine der Kurvenbahnen über eine Klöppelwechseleinrichtung miteinander
verbunden sind. Die Klöppelwechseleinrichtung erlaubt das automatische Verflechten
einzelner Fäden der Seele mit einzelnen Fäden des Mantelgeflechts, indem einzelne
in den Flügelrädern gehaltene Klöppel und einzelne in der Klöppelaufnahme gehaltene
Klöppel umeinander herumgeführt werden. Die Klöppelwechseleinrichtung weist, auf den
Kreismittelpunkt des Mantelflechtkreises bezogen, vorzugsweise einen rotationssymmetrischen
Aufbau auf.
[0007] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Klöppelaufnahme wenigstens ein im Inneren des
Mantelflechtkreises angeordnetes Flügelrad aufweist. Jedes Flügelrad hat wenigstens
eine, vorzugsweise jedoch zwei Aufnahmeplätze für die Klöppel. Dabei erlaubt ein Flügelrad
mit nur einem einzigen Aufnahmeplatz lediglich einzelne aufeinanderfolgende Wechselvorgänge
zwischen den das Mantelgeflecht ausbildenden Fäden und den die Seele ausbildenden
Fäden. Ein Flügelrad mit zwei Aufnahmeplätzen ermöglicht hingegen das zeitgleiche
Austauschen eines einzelnen Fadens der das Mantelgeflecht ausbildenden Fäden gegen
einen einzelnen Faden der die Seele ausbildenden Fäden. Zur Ausbildung einer Fadenverschlingung
zwischen den Fäden des Mantelgeflechts und den Fäden der Seele ist es ebenfalls erforderlich,
das Flügelrad mit wenigstens zwei Aufnahmeplätzen auszubilden.
[0008] Nach einer nächsten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die Klöppelwechseleinrichtung
wenigstens einen koaxial mit dem Flügelrad verbundenen Drehteller auf, welcher wenigstens
zwei spiegelsymmetrisch zu einer Axialebene des Drehtellers angeordnete Kurvenbahnabschnitte
aufweist, wobei jeder Kurvenbahnabschnitt als Passstück für eine im Mantelflechtkreis
angeordnete Kurvenbahnunterbrechung ausgebildet ist. Die spiegelsymmetrische Anordnung
erlaubt das wahlweise Ineingriffbringen des einen Passstückes mit der Kurvenbahnunterbrechung
oder des jeweils anderen Passstückes mit derselben Kurvenbahnunterbrechung, indem
der Drehteller mittels eines Stellantriebes zwischen zwei Drehstellungen hin- und
herbewegbar ist. Damit fungiert der Drehteller als eine Art Klöppelschleuse, so dass
Klöppel zwischen den Kurvenbahnen des Mantelflechtkreises und der Klöppelaufnahme
hin- und herbewegt werden können, ohne hierfür in den Kurvenbahnen Weichen oder Abzweigungen
vorsehen zu müssen.
[0009] Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Klöppelaufnahme
wenigstens zwei im Inneren des Mantelflechtkreises angeordnete Kurvenbahnen auf, mit
denen ein Kernflechtkreis ausgebildet ist. Der Kernflechtkreis erlaubt die Herstellung
des Kerngeflechts, indem die in der Klöppelaufnahme gehaltenen Klöppel umeinander
herumgeführt werden. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, den Kernflechtkreis entsprechend
der konstruktiven Platzverhältnisse rotationssymmetrisch, doppelsymmetrisch, einfachsymmetrisch
oder auch asymmetrisch auszubilden. Außerdem ist es möglich, die Klöppelaufnahme mit
Aufnahmeplätzen für weitere Klöppel auszustatten, die innerhalb des Kernflechtkreises
angeordnet sind.
[0010] Um einen Klöppelwechsel zwischen dem Mantelflechtkreis und dem Kernflechtkreis zu
ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass jeder an einem Drehteller ausgebildete Kurvenabschnitt
auch als Passstück für eine im Kernflechtkreis angeordnete Kurvenbahnunterbrechung
ausgebildet ist.
[0011] Nach einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist jeder Kurvenbahnabschnitt an
einem Klöppelschieber ausgebildet, der über ein Ausrücklager an dem Drehteller der
Klöppelwechseleinrichtung gehalten ist. Der Klöppelschieber bildet somit einen linearbeweglichen
Teilabschnitt einer Oberplatte aus, in welcher sämtliche Kurvenbahnen des Mantelflechtkreises
sowie des Kernflechtkreises angeordnet sind. Die Führungsflächen des Ausrücklagers
verlaufen vorzugsweise quer zu den Führungsflächen der in diesem Bereich verlaufenden
Kurvenbahnen des Mantelflechtkreises bzw. des Kernflechtkreises.
[0012] Eine vorteilhaft kleinbauende Klöppelwechseleinrichtung ist dadurch geschaffen, dass
die Klöppelschieber über wenigstens eine Kurvenscheibe mit einer Steuerwelle wirkverbunden
sind, wobei die Steuerwelle koaxial zur Drehachse des Drehtellers angeordnet ist.
Dabei ist die Kurvenscheibe vorzugsweise als Kulissenführung ausgebildet, in welcher
am Klöppelschieber angeordnete Kulissensteine geführt sind. Über entsprechend positionierte
Sensoren erhält die Kurvenscheibe über die Steuerwelle einen Drehimpuls, so dass die
an den Klöppelschiebern ausgebildeten Kurvenbahnabschnitte in die ihnen jeweils zugeordnete
Kurvenbahnunterbrechung hineinbewegt oder aus diesen herausbewegt werden.
[0013] Das mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellte Flechterzeugnis zeichnet sich
dadurch aus, dass die Seele und das Mantelgeflecht mittels einzelner Verflechtungen
beweglich miteinander verbunden sind. Mit den Verflechtungen bleibt die natürliche
Flexibilität eines aus einzelnen Fäden bestehenden Flechterzeugnisses voll erhalten,
ohne dass sicherheitsbeeinträchtigende Verschiebungen zwischen der Seele und dem Mantelgeflecht
auftreten können.
[0014] Die Verflechtungen weisen beispielsweise Fadenwechsel auf, die zwischen den Fäden
des Mantelgeflechts und den Fäden der Seele ausgebildet sind. Derartige Fadenwechsel
stellen einen Übergang eines oder mehrerer Fäden zwischen dem Mantelgeflecht und der
Seele dar. Dabei besteht grundsätzlich die Möglichkeit, den Fadenwechsel mittels eines
einzigen Fadens in Form eines Positionswechsels oder mittels zweier sich kreuzender
Fäden in Form eines Fadenaustausches herzustellen.
[0015] Die Verflechtungen können aber auch Fadenverschlingungen aufweisen, die zwischen
den Fäden des Mantelgeflechts und den Fäden der Seele ausgebildet sind. Derartige
Fadenverschlingungen sind
dadurch gekennzeichnet, dass mit den an ihnen beteiligten Fäden kein Positionswechsel zwischen dem Mantelgeflecht
und der Seele herbeigeführt ist. Grundsätzlich liegt es dabei im Rahmen der Möglichkeiten,
derartige Fadenverschlingungen entweder von außen sichtbar oder von außen unsichtbar
an der Peripherie des Mantelgeflechts auszuführen.
[0016] Mit den Fäden der Seele ist beispielsweise wenigstens ein Kerngeflecht ausgebildet.
Damit stellt das Flechterzeugnis ein Verbundgeflecht dar, bei dem Verschiebungen zwischen
der Seele und dem Mantelgeflecht besonders wirkungsvoll verhindert sind. Selbstverständlich
liegt es im Rahmen der Erfindung, die erfindungsgemäße Vorrichtung derart auszubilden,
dass mit den Fäden der Seele mehrere Kerngeflechte hergestellt werden können, oder
dass nur mit einem Teil der Fäden der Seele ein Kerngeflecht hergestellt werden kann.
[0017] Um die Haftreibung zwischen einer Handinnenfläche und dem Mantelgeflecht zu verbessern,
können die Verflechtungen einzelne Unterbrechungen aufweisen, so dass zwischen den
Unterbrechungen in das Mantelgeflecht eingeleitete Zugkräfte oberhalb des Kraftangriffes
zu einer Längung des Mantelgeflechts und unterhalb des Kraftangriffes zu einer Stauchung
des Mantelgeflechts führen. Die Stauchungen vermindern dabei das Risiko des Abrutschens
einer das erfindungsgemäße Flechterzeugnis ergreifenden Hand. Selbstverständlich können
die Unterbrechungen auch derart positioniert sein, dass ihre Bewandtnis ausschließlich
fertigungsbedingt ist.
[0018] Die einzelnen Fäden des Mantelgeflechts können zu den einzelnen Fäden der Seele unterschiedliche
Farben aufweisen. Mit unterschiedliche Farben aufweisenden Fäden besteht insbesondere
die Möglichkeit, einzelne Fadenwechsel zwischen eine vorbestimmte Farbe aufweisenden
Fäden des Mantelgeflechts und andersfarbigen Fäden der Seele vorzunehmen. Je nach
Häufigkeit und Position derartiger Fadenwechsel resultieren daraus optisch ansprechende
Farbspiele innerhalb des mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung maschinell hergestellten
Mantelgeflechts.
[0019] Das mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchzuführende Verfahren zur maschinellen
Herstellung des Flechterzeugnisses zeichnet sich dadurch aus, dass einzelne Fäden
der Seele und einzelne Fäden des Mantelgeflechts automatisch miteinander verflochten
werden. Das Verflechten beinhaltet das maschinelle Führen der Fäden während des gesamten
Herstellungsprozesses. Durch das Verflechten der Fäden werden die Seele und das Mantelgeflecht
beweglich miteinander verbunden, so dass die natürliche Flexibilität eines aus einzelnen
Fäden bestehenden Flechterzeugnisses voll erhalten bleibt, ohne dass sicherheitsbeeinträchtigende
Verschiebungen zwischen der Seele und dem Mantelgeflecht auftreten können.
[0020] Zum Verflechten werden einzelne Fäden der das Mantelgeflecht ausbildenden Fäden und
einzelne Fäden der die Seele ausbildenden Fäden beispielsweise automatisch verwechselt.
Derartige Verwechslungen werden entweder durch Positionswechsel eines einzigen Fadens
oder durch einen zeitgleichen Positionswechsel zweier Fäden in Form eines Fadenaustausches
hergestellt.
[0021] Zum Verflechten können aber auch einzelne Fäden der das Mantelgeflecht ausbildenden
Fäden und einzelne Fäden der die Seele ausbildenden Fäden automatisch miteinander
verschlingt werden. Zur Herstellung einer derartigen Verschlingung ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung dazu geeignet, wenigstens einen der miteinander zu verschlingenden Fäden
um den jeweils anderen Faden herumzuführen. Vorzugsweise werden jedoch beide miteinander
zu verschlingende Fäden auf einer Kreisbahn um 360 Grad bewegt.
[0022] Weiterhin ist vorgesehen, dass die die Seele ausbildenden Fäden mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu einem Kerngeflecht miteinander verflochten werden. Auf diese Weise
wird durch das Verflechten des Mantelgeflechts mit einzelnen Fäden der Seele ein Verbundgeflecht
hergestellt, mit dem Verschiebungen zwischen der Seele und dem Mantelgeflecht besonders
wirkungsvoll verhindert werden.
[0023] Ein kinematisch einfacheres und betriebssicheres Arbeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist damit erreicht, dass das Verflechten des Mantelgeflechts und das miteinander Verflechten
von einzelnen Fäden der Seele und einzelnen Fäden des Mantelgeflechts im fortwährenden
Wechsel durchgeführt werden. Mit dem fortwährenden Wechsel laufen das Flechten des
Mantelgeflechts betreffende Bewegungsabläufe und das Verflechten der Seele mit dem
Mantelgeflecht betreffende Bewegungsabläufe nacheinander ab.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale
ergeben, ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne Darstellung
eines Maschinenständers; und
- Fig. 2:
- eine perspektivische Detailansicht einer Klöppelwechseleinrichtung für die Vorrichtung
gemäß Fig. 1.
[0025] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung eines
Flechterzeugnisses, mittels zwei einen Mantelflechtkreis 1 ausbildenden Kurvenbahnen,
wobei in einer der Kurvenbahnen von rechtsdrehenden Flügelrädern 2 gehaltene Klöppel
3 und in der jeweils andere Kurvenbahn von links- drehenden Flügelrädern 4 gehaltene
Klöppel (nicht dargestellt) geführt sind. Außerdem weist die Vorrichtung eine im Inneren
des Mantelflechtkreises 1 angeordnete Klöppelaufnahme 5 auf, in der weitere Klöppel
6, 7 gehalten sind. Die Klöppelaufnahme 5 und eine der Kurvenbahnen des Mantelflechtkreises
1 sind über eine Klöppelwechseleinrichtung 8, 9 miteinander verbunden. Die Klöppelaufnahme
5 besteht aus einer Vielzahl im Inneren des Mantelflechtkreises 1 angeordneten Flügelrädern
10, 11, 12. Außerdem weist die Klöppelaufnahme 5 zwei im Inneren des Mantelflechtkreises
1 angeordnete Kurvenbahnen auf, mit denen ein Kernflechtkreis 13 ausgebildet ist.
In den Kurvenbahnen des Kernflechtkreises 13 sind die in den Flügelrädern 11, 12 gehaltenen
Klöppel 6, 7 geführt, wobei die Klöppel 6 in den rechtsdrehenden Flügelrädern 11 und
die Klöppel 7 in den linksdrehenden Flügelrädern 12 geführt sind. Die Flügelräder
2, 4 des Mantelflechtkreises 1 sowie wie die Flügelräder 11, 12 des Kernflechtkreises
13 sind über ein im Inneren eines Maschinengehäuses 14 angeordnetes Zahnradgetriebe
mit einem Elektromotor 15 und einem Handrad 16 verbunden.
[0026] Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Detailansicht der Klöppelwechseleinrichtung
8 für die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1. Die Fig. 2 zeigt, dass die Klöppelwechseleinrichtung
8 einen koaxial mit dem Flügelrad 10 verbundenen Drehteller 17 aufweist, welcher zwei
spiegelsymmetrisch zu einer Axialebene des Drehtellers 17 angeordnete Kurvenbahnabschnitte
18, 19 aufweist, wobei jeder Kurvenbahnabschnitt 18, 19 als Passstück für eine im
Mantelflechtkreis 1 (siehe Fig. 1) angeordnete Kurvenbahnunterbrechung ausgebildet
ist. Außerdem ist jeder Kurvenbahnabschnitt 18, 19 als Passstück für eine im Kernflechtkreis
13 (siehe Fig. 1) angeordnete Kurvenbahnunterbrechung ausgebildet. Jeder Kurvenbahnabschnitt
18, 19 ist an einem Klöppelschieber 20, 21 ausgebildet, der über ein Ausrücklager
22, 23 an dem Drehteller 17 der Klöppelwechseleinrichtung 8 gehalten ist. Die Klöppelschieber
20, 21 sind über eine Kurvenscheibe 24 mit einem Hebelarm 25 einer Steuerwelle wirkverbunden,
wobei die Steuerwelle koaxial zur Drehachse des Drehtellers 17 angeordnet ist. Der
Hebelarm 25 der Steuerwelle und ein drehfest mit dem Drehteller 17 verbundener Hebelarm
26 sind über einen Druckgeber 27 miteinander verbunden. Der Druckgeber 27 ist über
eine Drehdurchführung 28 an eine stationäre Druckleitung 29 angeschlossen. Der Drehteller
17 ist über einen Lagerflansch 30 mit der Abtriebswelle eines stationären Winkelgetriebes
31 verbunden. Das Winkelgetriebe 31 ist an einen Stellmotor 32 angeflanscht, dessen
Schaltung über eine drehfest mit dem Drehteller 17 verbundene Impulsscheibe 33 realisiert
ist.
1. Vorrichtung zur Herstellung eines Flechterzeugnisses mit wenigstens zwei einen Mantelflechtkreis
ausbildenden Kurvenbahnen, in denen von Flügelrädern gehaltene Klöppel geführt sind,
und mit einer im Inneren des Mantelflechtkreises angeordneten Klöppelaufnahme, in
der weitere Klöppel gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klöppelaufnahme (5) und wenigstens eine der Kurvenbahnen über eine Klöppelwechseleinrichtung
(8, 9) miteinander verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klöppelaufnahme (5) wenigstens ein im Inneren des Mantelflechtkreises (1) angeordnetes
Flügelrad (10, 11, 12) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klöppelwechseleinrichtung (8, 9) wenigstens einen koaxial mit dem Flügelrad (10)
verbundenen Drehteller (17) aufweist, welcher wenigstens zwei spiegelsymmetrisch zu
einer Axialebene des Drehtellers (17) angeordnete Kurvenbahnabschnitte (18, 19) aufweist,
wobei jeder Kurvenbahnabschnitt (18, 19) als Passstück für eine im Mantelflechtkreis
(1) angeordnete Kurvenbahnunterbrechung ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klöppelaufnahme (5) wenigstens zwei im Inneren des Mantelflechtkreises (1) angeordnete
Kurvenbahnen aufweist, mit denen ein Kernflechtkreis (13) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kurvenbahnabschnitt (18, 19) als Passstück für eine im Kernflechtkreis (13)
angeordnete Kurvenbahnunterbrechung ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kurvenbahnabschnitt (18, 19) an einem Klöppelschieber (20, 21) ausgebildet
ist, der über ein Ausrücklager (22, 23) an dem Drehteller (17) der Klöppelwechseleinrichtung
(8) gehalten ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klöppelschieber (20, 21) über wenigstens eine Kurvenscheibe (24) mit einer Steuerwelle
(25) wirkverbunden sind, wobei die Steuerwelle koaxial zur Drehachse des Drehtellers
(17) angeordnet ist.