[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bzw. 6. Des Weiteren betrifft die Erfindung Vorrichtungen zur Nassbehandlung
von Wäsche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8 bzw. 18.
[0002] Die Nassbehandlung von Wäsche jeglicher Art, insbesondere das Waschen und Spülen
von Wäsche, erfolgt in Waschmaschinen oder auch Waschschleudermaschinen mit einer
drehend angetriebenen Trommel. Waschschleudermaschinen verfügen über eine Trommel
mit nur einer einzigen Kammer. Größere Waschmaschinen, insbesondere Durchlaufwaschmaschinen
für gewerbliche Wäschereien, weisen eine längliche Trommel mit mehreren in Längsrichtung
entlang der Drehachse der Trommel aufeinanderfolgenden Kammern auf. Die Erfindung
bezieht sich sowohl auf Durchlaufwaschmaschinen als auch auf Waschmaschinen mit einer
nur eine einzige Kammer aufweisenden Trommel, insbesondere Waschschleudermaschinen.
[0003] Die zum Waschen und auch Spülen der Wäsche dienende Behandlungsflüssigkeit muss erwärmt
werden. Dazu wird die Behandlungsflüssigkeit bislang außerhalb der Waschmaschine oder
Durchlaufwaschmaschine erwärmt, so dass bereits erwärmte Behandlungsflüssigkeit in
die Trommel bzw. die betreffende Kammer der Trommel geleitet wird. Dazu sind separate
Tanks erforderlich, worin die Behandlungsflüssigkeit erwärmt oder aufgeheizt wird.
Diese Tanks erfordern viel Platz, der je nach Größe der Tanks erheblich sein kann.
[0004] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Verfahren und
Vorrichtungen zur Nassbehandlung von Wäsche zu schaffen, die auf einfache Weise ein
Aufwärmen bzw. Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit in der Waschmaschine, insbesondere
der Durchlaufwaschmaschine oder der Waschschleudermaschine, zulassen.
[0005] Ein Verfahren zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs
1 auf. Demnach ist vorgesehen, die Behandlungsflüssigkeit durch Dampf aufzuheizen,
der in einer mindestens einem Teil der die Trommel umgebenden Außentrommel erzeugt
wird. Dadurch kann nicht nur das Beheizen der Behandlungsflüssigkeit in der Waschmaschine
oder Waschschleudermaschine erfolgen, der Dampf zum Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit
wird auch in der Waschmaschine oder Waschschleudermaschine erzeugt. Hierbei hat die
Außentrommel eine Mehrfachfunktion; sie dient als Dampferzeuger und zur Bereitstellung
einer Wärmetauscherfläche, insbesondere Kondensationsfläche für den Dampf, wodurch
die Behandlungsflüssigkeit, die mit der Außentrommel in Kontakt kommt, aufgeheizt
wird.
[0006] Es ist des Weiteren vorgesehen, dass der Dampf in wenigstens einem umlaufenden Ringraum
erzeugt wird, der die ganze Trommel oder zumindest denjenigen Teil der Trommel umgibt,
in dem Behandlungsflüssigkeit aufzuheizen ist.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, den Dampf durch
Verdampfen einer Flüssigkeit in mindestens einem unteren Bereich des Ringraums unterhalb
der Drehachse der Trommel zu erzeugen. Die zu verdampfende Flüssigkeit sammelt sich
schwerkraftbedingt in diesem unteren Teil des Ringraums, so dass sie hier gezielt
und besonders wirksam so weit erhitzt werden kann, dass Dampf entsteht. Der Dampf
verteilt sich im die Trommel im Bereich der Außentrommel umgebenden Ringraum, wodurch
die mit der Innenwandung des Ringraums in Kontakt kommende Behandlungsflüssigkeit
durch Kondensieren des Dampfs an dieser Innenwandung erwärmt bzw. aufgeheizt wird.
Damit die Behandlungsflüssigkeit mit der Innenwandung des mit Dampf gefüllten Ringraums
in Kontakt kommen kann, ist dort, wo die Behandlungsflüssigkeit erwärmt oder aufgeheizt
werden soll, die Trommel flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet.
[0008] Bevorzugt wird zur Erzeugung von Dampf im jeweiligen Ringraum die diesen aufweisende
stillstehende Außentrommel von außen mindestens bereichsweise befeuert, vorzugsweise
im unteren Bereich, in dem sich zu verdampfende Flüssigkeit sammelt. Durch die äußere
Befeuerung der den Ringraum aufweisenden Außentrommel kommt eine besonders wirksame
Wärmeübertragung zustande.
[0009] Alternativ ist es denkbar, die Flüssigkeit in mindestens einem Ringraum im Inneren
der zum Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit dienenden Außentrommel durch wenigstens
eine in dem Ringraum angeordnete Heizeinrichtung zu verdampfen. Diese Heizeinrichtung
kann durch ein Wärmeträgerfluid, beispielsweise Thermoöl, aber auch elektrisch betrieben
werden. Die Anordnung der mindestens einen Heizeinrichtung im Ringraum führt zu einem
besonders intensiven, insbesondere direkten Kontakt der Heizeinrichtung mit der zu
verdampfenden Flüssigkeit im Ringraum.
[0010] Bei einer Durchlaufwaschmaschine mit einer mehrere in Längsrichtung aufeinanderfolgende
Kammern aufweisenden länglichen Trommel und nur einer mindestens einer Kammer zugeordneten
Außentrommel wird nur im Bereich wenigstens einer die Außentrommel aufweisenden Kammer
Dampf erzeugt. Die Außentrommel dient dabei aber auch als Dampferzeuger, insbesondere
als eine Art Dampfkessel. Demnach kann in einer Durchlaufwaschmaschine die Dampferzeugung
gezielt im Bereich mindestens einer solchen Kammer erfolgen, in der die Behandlungsflüssigkeit
erwärmt oder aufgeheizt werden soll. Externe Heizeinrichtungen und zum Aufheizen der
Behandlungsflüssigkeit dienende Tanks erfordert eine solche Durchlaufwaschmaschine
nicht mehr.
[0011] Ein weiteres Verfahren zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Maßnahmen
des Anspruchs 6 auf. Demnach wird die Behandlungsflüssigkeit in mindestens einer Kammer
der Trommel durch außenseitiges Beheizen der Trommel im Bereich dieser Kammer erwärmt
oder erhitzt. Die Behandlungsflüssigkeit in mindestens einer Kammer der Trommel kann
so gezielt nahezu direkt erhitzt werden, so dass das erfindungsgemäße Verfahren separate
Heizeinrichtungen neben der Waschmaschine nicht mehr erfordert.
[0012] Bevorzugt ist vorgesehen, die Flüssigkeit in mindestens einer Kammer der Trommel
im Bereich der tiefsten Stelle der Trommel unter der Drehachse derselben von außen
aufzuheizen. Weil sich die Behandlungsflüssigkeit in der Trommel an der tiefsten Stelle
sammelt, kann die Behandlungsflüssigkeit direkt mit einer Energiequelle oder einem
Energieträger in Kontakt kommen und dadurch wirksam erwärmt oder aufgeheizt werden.
Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe, wobei es sich um eine
Waschmaschine, insbesondere Durchlaufwaschmaschine, aber auch eine Waschschleudermaschine
handeln kann, weist die Merkmale des Anspruchs 8 auf. Demnach ist es vorgesehen, die
stillstehende Außentrommel mindestens bereichsweise doppelwandig auszubilden. Dadurch
erhält die Außentrommel in ihrem doppelwandigen Bereich einen geschlossenen Raum,
vorzugsweise einen geschlossen Ringraum, der die drehend angetriebene (innere) Trommel
wenigstens teilweise umgibt. Im Ringraum der doppelwandigen Außentrommel ist durch
mindestens eine Heizeinrichtung Dampf erzeugbar. Die doppelwandige Außentrommel dient
dabei sozusagen als Dampfkessel. Indem weiterhin vorgesehen ist, dass die Trommel
im Bereich der doppelwandigen Außentrommel flüssigkeitsdurchlässig ist, kann die Behandlungsflüssigkeit
in diesem flüssigkeitsdurchlässigen Bereich die Innenseite der Innenwandung der doppelwandigen
Außentrommel benetzen, so dass der im Ringraum erzeugte Dampf über die Innenseite
der doppelwandigen Außentrommel seine Wärmeenergie direkt an die aufzuheizende Behandlungsflüssigkeit
übertragen kann. Die Innenwandung dient dabei als Kondensatorfläche oder Kondensationsfläche,
woran der in der doppelwandigen Außentrommel erzeugte Dampf kondensiert.
[0013] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung ist vorgesehen, die doppelwandige
Außentrommel aus einer zylindrischen Innenwandung und einer im unteren Bereich eine
Erweiterung, insbesondere eine Querschnittserweiterung, aufweisenden Außenwandung
zu bilden. Abgesehen von der Erweiterung ist die Außentrommel auch zylindrisch ausgebildet,
jedoch mit einem etwas größeren Durchmesser als die Innenwandung, so dass außerhalb
der Erweiterung die Außenwandung die Innenwandung mit geringem Abstand konzentrisch
umgibt. Um die Trommel herum entsteht so ein umlaufender Ringraum mit abgesehen von
der Erweiterung im unteren Bereich der Außentrommel konstanten Querschnitt. Diese
Gestaltung der doppelwandigen Außentrommel sorgt dafür, dass im Bereich der Erweiterung,
insbesondere der Querschnittserweiterung, ein Reservoir für zu verdampfende Flüssigkeit
im Ringraum geschaffen wird, das so bemessen ist, dass die Flüssigkeit die zylindrische
Innenwandung der Außentrommel auch im Bereich der Querschnittserweiterung nicht berührt,
so dass die Innenwandung des als Druckkammer zur Dampferzeugung dienenden Ringraums
vollständig, nämlich umlaufend, mit dem im Ringraum erzeugten Dampf in Kontakt gelangen
kann. Dadurch wird die gesamte Innenwandung der Außentrommel vom Dampf aufgeheizt,
so dass die Innenwandung als Kondensationsfläche dienen kann, an der in der Außentrommel
erzeugter Dampf kondensiert. Die dabei dienende Energie steht über die über ihren
ganzen Umfang als Wärmeübertragungsfläche dienende Innenfläche zum Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit
zur Verfügung.
[0014] Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann die Außentrommel nur über einen
Teil ihrer Länge (in Richtung der Drehachse der Trommel) doppelwandig ausgebildet
sein. Es ist dadurch möglich, der Trommel, insbesondere einer Kammer derselben, auch
noch eine konventionelle einwandige Außentrommel zuzuordnen, die dazu dient, Behandlungsflüssigkeit
im Bereich der jeweiligen Kammer abzulassen oder zuzuführen. Bevorzugt erstrecken
sich dann der einwandige Bereich und der doppelwandige Bereich der Außentrommel jeweils
über die halbe Länge der Trommel oder nur über die halbe Länge einer Kammer der Trommel.
Die Außentrommel ist in diesem Falle bevorzugt mittig unterteilt. Auf diese Weise
kann die Trommel oder nur eine Kammer derselben sowohl direkt beheizt werden als auch
eine Zu- oder Abfuhr der Behandlungsflüssigkeit erfolgen.
[0015] Eine bevorzugte Weiterbildung der Vorrichtung sieht es vor, die doppelwandige Außentrommel
vorzugsweise im unteren Bereich mit wenigstens einem Kanal zur Ableitung und/oder
Zufuhr von Behandlungsflüssigkeit zu versehen. Es kann so Behandlungsflüssigkeit durch
die doppelwandige Außentrommel hindurchgeleitet werden. Dadurch kann sich die doppelwandige
Außentrommel über die ganze Länge einer Kammer oder der Trommel erstrecken und so
eine wirksame Aufheizung der Behandlungsflüssigkeit in der Trommel erfolgen, gleichwohl
aber durch den Ringraum in der doppelwandigen Außentrommel hindurch Behandlungsflüssigkeit
aus der Trommel oder der jeweiligen Kammer abgelassen oder zugeführt werden. Der Kanal
weist dazu gegenüberliegende offene Stirnseiten sowohl in der Innenwandung als auch
in der Außenwandung der Außentrommel auf. Der Kanal ist bevorzugt verschließbar durch
ein Ventil, so dass er zum bedarfsweisen Zuführen oder Ablassen von Behandlungsflüssigkeit
geöffnet werden kann.
[0016] Bei einer als Durchlaufwaschmaschine ausgebildeten Vorrichtung, die eine Trommel
mit mehreren in ihrer Längsrichtung aufeinanderfolgenden Kammern aufweist, ist vorgesehen,
nur mindestens einer Kammer eine Außentrommel zuzuordnen, die mindestens über einen
Teil ihrer Länge doppelwandig ausgebildet ist. Bei solchen Durchlaufwaschmaschinen
ist es besonders vorteilhaft, die Behandlungsflüssigkeit vorzugsweise am Anfang der
Klarwaschzone und alternativ oder zusätzlich am Anfang der Spülzone direkt aufzuheizen
mit Dampf, der in der jeweiligen doppelwandigen Außentrommel sowohl erzeugt wird als
auch kondensiert.
[0017] Mindestens einer Außentrommel der Durchlaufwaschmaschine ist wenigstens im Bereich,
in der sie doppelwandig ausgebildet ist, eine Heizeinrichtung zugeordnet. Die Heizeinrichtung
kann außerhalb der doppelwandigen Außentrommel vorgesehen sein, und zwar vorzugsweise
unter derselben, aber auch im Ringraum der doppelwandigen Außentrommel, wobei auch
in diesem Falle die Heizeinrichtung vorzugsweise einem unteren Bereich des Ringraums
zugeordnet ist, und zwar demjenigen Bereich, der mit einer Erweiterung, insbesondere
einer wannenartigen oder nach außen gewölbten Querschnittsaufweitung versehen ist.
In dieser Aufweitung ist genügend Platz für die Unterbringung der Heizeinrichtung
im Ringraum und außerdem sammelt sich hier die in Dampf umzuwandelnde Flüssigkeit,
so dass diese durch direkten Kontakt mit der Heizeinrichtung die von der Heizeinrichtung
erzeugte Energie vollständig aufnehmen kann.
[0018] Es ist des Weiteren vorgesehen, vorzugsweise jeder doppelwandigen Außentrommel einen
den Druck und/oder die Temperatur im Ringraum messenden Sensor zuzuordnen. Dadurch
kann die Druckkammer auf kritische Werte überprüft werden, so dass hierin keine unzulässig
hohen Drücke oder Temperaturen entstehen können. Gegebenenfalls kann es auch reichen,
nur den Druck oder die Temperatur im jeweiligen Ringraum zu ermitteln.
[0019] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Druck- und/oder Temperatursensoren ihre Messwerte
laufend an eine Einrichtung übertragen, die die Werte überprüft, insbesondere eine
Regelung mit vorgegebenen Sollwerten vornimmt. Auf diese Weise können insbesondere
vorgegebene Betriebsparameter der Vorrichtung nicht nur überwacht, sondern auch gezielt
angefahren werden. Insbesondere ist es möglich, die Vorrichtung so zu betreiben, dass
vorgegebene Behandlungsdaten der Wäsche eingehalten werden, die vor allem in Abhängigkeit
anhand der Art der jeweils zu behandelnden Wäsche ausgewählt wird.
[0020] Eine weitere Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale
des Anspruchs 18 auf. Bei dieser Vorrichtung ist es vorgesehen, dass im Bereich wenigstens
einer Kammer ohne eine Außentrommel eine Heizeinrichtung zum Beheizen eines Mantels
der Trommel der Kammer vorgesehen ist. Es kann so die in der jeweiligen Kammer befindliche
Behandlungsflüssigkeit durch ein direktes Beheizen, insbesondere Befeuern, der Trommel
erwärmt bzw. aufgeheizt werden. Dadurch ist es im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen
dieser Art nicht erforderlich, zum Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit die kalte
Behandlungsflüssigkeit abzulassen und an anderer Stelle erwärmte oder aufgeheizte
Behandlungsflüssigkeit der Kammer zuzuführen. Die Behandlungsflüssigkeit wird erfindungsgemäß
vielmehr direkt in der Kammer erwärmt bzw. erhitzt, was bevorzugt während der laufenden
Nassbehandlung erfolgen kann.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung nach dem Anspruch 18 ist die
Heizeinrichtung einem unteren Abschnitt des Mantels der Trommel im Bereich der zu
beheizenden Kammer zugeordnet. Auf diese Weise kann die Behandlungsflüssigkeit in
der Trommel besonders wirksam erwärmt bzw. aufgeheizt werden, weil sich schwerkraftbedingt
die Behandlungsflüssigkeit im unteren Bereich der Trommel sammelt, so dass die aufzuwärmende
Behandlungsflüssigkeit sich stets in Kontakt mit der von außen aufgeheizten Wandung
der Trommel befindet.
[0022] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer als Durchlaufwaschmaschine ausge- bildeten Vorrichtung
der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Schnitt II-II durch die Durchlaufmaschine der Fig. 1,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Durchlaufwaschmaschine in einer Ansicht analog
zur Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Schnitt IV-IV durch die Durchlaufwaschmaschine der Fig. 3,
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer Durchlaufwaschmaschine in einer teil- weisen
Seitenansicht gemäß der Fig. 1,
- Fig. 6
- einen Schnitt VI-VI durch eine Kammer der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 5,
- Fig. 7
- ein viertes Ausführungsbeispiel einer Durchlaufwaschmaschine in einer Seiten- ansicht
analog zur Fig. 5,
- Fig. 8
- einen Schnitt VIII-VIII durch eine Kammer der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 7,
- Fig. 9
- einen Schnitt IX-IX durch die Durchlaufwaschmaschine der Fig. 7,
- Fig. 10
- eine teilweise Seitenansicht eines fünften Ausführungsbeispiels einer Durch- laufwaschmaschine,
- Fig. 11
- einen Schnitt XI-XI durch die Durchlaufwaschmaschine der Fig. 10,
- Fig. 12
- einen schematischen Längsschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung,
nämlich eine Waschschleudermaschine, und
- Fig. 13
- ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Waschschleudermaschine in einer Ansicht
analog zur Fig. 12.
[0023] Die Erfindung bezieht sich auf verschiedene Vorrichtungen zur Nassbehandlung von
Wäsche jeglicher Art. Die Figuren zeigen als Durchlaufwaschmaschinen bzw. Waschstraßen
für gewerblichen Wäschereien ausgebildete Vorrichtungen und als sogenannte Waschschleudermaschine
ausgebildete Vorrichtungen.
[0024] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Durchlaufwaschmaschine verfügt über eine längliche
zylindrische Trommel 20, die über eine vorzugsweise horizontale Drehachse 21 drehend
antreibbar ist, und zwar umlaufend oder nur durch Teilkreisbewegungen in periodisch
sich ändernden Richtungen. In der Trommel 20 sind durch quergerichtete Trennwände
22 mehrere in Längsrichtung der Durchlaufwaschmaschine längs der Drehachse 21 aufeinanderfolgende
Kammer 23 gebildet. Die Kammer 23 können gleich groß oder auch unterschiedlich groß
sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind bis auf die größere erste Kammer 23 alle
darauffolgenden Kammern etwa gleich groß.
[0025] Die in der Fig. 1 gezeigte Durchlaufwaschmaschine verfügt über dreizehn aufeinanderfolgende
Kammern 23. Die in Durchlaufrichtung (von links nach rechts in der Fig. 1) aufeinanderfolgenden
ersten vier Kammern 23 bilden eine Vorwaschzone 24. Die darauffolgenden fünf Kammern
23 sind für eine Klarwaschzone 25 vorgesehen. Schließlich bilden die letzten Kammern
23 eine Spülzone 26, die gegebenenfalls auch zum Ausrüsten der Wäsche dienen kann.
Die Erfindung ist nicht auf Durchlaufwaschmaschinen mit den in der Fig. 1 gezeigten
dreizehn Kammern 23 beschränkt. Vielmehr kann die Anzahl der Kammern 23 je nach Art
der Durchlaufwaschmaschine kleiner oder größer sein. Es ist auch denkbar, dass die
Durchlaufwaschmaschine nur eine Vorwaschzone 24 und eine Klarwaschzone 25 aufweist.
Das gilt insbesondere für den Fall, dass die Wäsche hinter der Durchlaufwaschmaschine
in vorzugsweise in einer Entwässerungseinrichtung gespült wird.
[0026] Bei der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 1 ist der letzten Kammer 23 der Vorwaschzone
24, der ersten Kammer 23 der Klarwaschzone 25, der letzten Kammer 23 der Klarwaschzone
25 und der ersten Kammer 23 der Spülzone 26 jeweils eine feststehende Außentrommel
27, 28 zugeordnet. Im Bereich derjenigen Kammern 23, denen Außentrommeln 27 und 28
zugeordnet sind, ist der Mantel der drehend antreibbaren Trommel 20 gelocht bzw. perforiert,
so dass Behandlungsflüssigkeit aus der jeweiligen Kammer 23 durch die infolge der
Perforation oder Lochung flüssigkeitsdurchlässige Wandung der Trommel 20 zu einer
Innenwandung 31 der jeweiligen Außentrommel 27 bzw. 28 gelangen kann. Diejenigen Kammern
23 der Trommel 20, denen keine Außentrommeln 27, 28 zugeordnet sind, verfügen über
flüssigkeitsdichte, geschlossene Wandungen.
[0027] Die Außentrommeln 27 dienen dazu, Behandlungsflüssigkeit aus den Kammern 23, denen
die Außentrommeln 27 zugeordnet sind, durch einen vorzugsweise verschließbaren Abfluss
29 abzulassen und gegebenenfalls auch Behandlungsflüssigkeit zuzuführen.
[0028] In erfindungsgemäß besonderer Weise sind die Außentrommeln 28 ausgebildet. Die Außentrommeln
dienen nämlich dazu, sowohl Dampf zu erzeugen als auch den Dampf zu kondensieren.
Dazu sind die Außentrommeln 28 doppelwandig ausgebildet. Die doppelwandigen Außentrommeln
28 stellen Druckbehälter dar, in denen Dampf erzeugt wird. Die doppelwandigen Außentrommeln
28 dienen so quasi als "Dampfkessel". Außerdem dienen die Innenwandungen 31 der doppelwandigen
Außentrommeln 28 auch als Kondensationsfläche bzw. Kondensatorfläche, an der der im
Inneren der doppelwandigen Außentrommeln 28 erzeugte Dampf kondensiert. Die dabei
an die als Wärmeübertragungsflächen dienenden Innenwandungen 31 abgegebene Wärmeenergie
heizt die Behandlungsflüssigkeiten auf, die sich an den Innenseiten der Innenwandungen
31 der Außentrommeln 28 befinden.
[0029] Im Inneren jeder der gleich ausgebildeten doppelwandigen Außentrommeln 28 ist ein
die flüssigkeitsdurchlässige Wandung der Trommel 20 im Bereich der mit der Außentrommel
28 versehenen Kammern 23 umgebender, umlaufender Ringraum 30 gebildet. Dieser Ringraum
30 ist in der Fig. 2 im Querschnitt dargestellt. Demnach verfügt die Außentrommel
28 über die zylindrische Innenwandung 31, deren Durchmesser etwas größer ist als der
Durchmesser der Trommel 20. Die zylindrische Innenwandung 31 der Außentrommel 28 umgibt
die Trommel 20 konzentrisch. Die Außentrommel 28 verfügt des Weiteren über eine die
Innenwandung 31 mit Abstand vollständig umgebende Außenwandung 32. Zwischen der größeren
Außenwandung 32 und der kleineren Innenwandung 31 entsteht so der geschlossen umlaufende
Ringraum 30, der als Druckbehälter zur Dampferzeugung in der jeweiligen Außentrommel
28 dient. Die Außenwandung 32 ist nur teilweise, nämlich in einem oberen Teil, zylindrisch
ausgebildet. Dieser zylindrische oberer Teil der Außenwandung 32 weist einen größeren
Durchmesser als die Innenwandung 31 auf, umgibt somit die Innenwandung 31 konzentrisch.
Die Mittelpunkte der Innenwandung 31 und des zylindrischen oberen Teils der Außenwandung
32 liegen dadurch auf der Drehachse 21 der Trommel 20. Der untere Bereich der Außenwandung
32 ist mit einer Erweiterung, insbesondere einer Querschnittserweiterung, versehen.
Diese kommt dadurch zustande, dass der untere Teil der Außenwandung 32 eine Gestalt
aufweist, die von der zylindrischen Gestalt des oberen Teils der Außenwandung 32 abweicht,
nämlich nach außen erweitert ist. Diese Gestalt des unteren Teils der Außenwandung
32 kann eine beliebige Geometrie aufweisen, die zu einer Aufweitung im unteren Bereich
des Ringraums 30 der Außentrommel 28 führt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist
die Außenwandung 32 einen etwas ebenflächigen, horizontalen Bodenbereich 23 auf. Dieser
kann leicht gewölbt sein, wobei die tiefste Stelle unterhalb der Drehachse 21 liegt.
Dadurch sammelt sich die Flüssigkeit 34 im Ringraum 30 an der tiefsten Stelle der
Außentrommel 28 und bedeckt insbesondere vollständig die ebenflächige oder leicht
gewölbte Bodenwandung 33. Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel ist es denkbar,
dass die Außenwandung 32 im unteren Bereich eine wannenartige Auswölbung aufweist
oder die untere Hälfte der Außenwandung 32 zur Bildung der Querschnittserweiterung
als eine Halbellipse oder eine Parabel ausgebildet ist. Denkbar ist es auch, die Querschnittserweiterung
des unteren Teils der Außentrommel 28 durch eine rinnenartige Aufweitung der Außenwandung
32 im Bodenbereich zu bilden. Grundsätzlich lässt sich die Erfindung realisieren durch
Aufweitungen im unteren Bereich der Außentrommel 28, insbesondere der Außenwandung
32 derselben, die eine beliebige geometrische Gestalt aufweist, die zu einem Sammeln
der Flüssigkeit 34 im Bodenbereich der Außentrommel 28 führt und sicherstellt, dass
die Flüssigkeit 34 den unteren Scheitelbereich der Innenwandung 31 nicht berührt.
Bei allen Ausgestaltungen der Aufweitungen ist vorgesehen, dass der Querschnitt des
Ringraums 30 im unteren Bereich der Außentrommel 28 größer ist als im oberen Bereich;
vorzugsweise der Querschnitt des Ringraums 30 nach unten hin insbesondere konzentrisch
zunimmt.
[0030] Bei der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 1 und 2 wird die Außentrommel 28 an der Unterseite
befeuert durch einen Gas- oder Ölbrenner. Diese Befeuerung kann durch ein mittig unter
der Außentrommel 28 angeordnetes Flammrohr 35 erfolgen, das eine geradlinige Reihe
aus einer Vielzahl von Flammen 45 erzeugt. Durch das sich in Längsrichtung der Außentrommel
28 durchgehend erstreckende Flammrohr 35 wird eine geschlossene Flammenreihe erzeugt,
wobei die Flammen 45 von unten gegen die Bodenwandung 33 der Außenwandung 32 der Außentrommel
28 gerichtet sind.
[0031] In der Außenwandung 32 der Außentrommel 28 sind ein Drucksensor 36 und ein Temperatursensor
37 angeordnet. Diese Sensoren 36 und 37 erfassen den Druck und die Temperatur im Ringraum
30 in der Außentrommel 28. Die Messwerte werden vorzugsweise einer Einrichtung zugeführt,
die sie entsprechend verarbeitet. Die Einrichtung dient zum Regeln des Dampfdrucks
im Inneren der Außentrommel 28. Denkbar ist es auch, der Außentrommel 28 nur einen
Drucksensor 36 oder nur einen Temperatursensor 37 zuzuordnen. Zusätzlich weist jede
Außentrommel 28 vorzugsweise noch mindestens ein in den Figuren nicht gezeigtes Überdruckventil
auf.
[0032] Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel ist es denkbar, bei Durchlaufwaschmaschinen,
bei denen die Trommel 20 zur Nassbehandlung der Wäsche nicht umlaufend, sondern nur
hin- und hergehend (schwenkend) angetrieben wird, die Außentrommel 28 so auszubilden,
dass sie nur teilweise doppelwandig ist, insbesondere in einem unteren Bereich, in
dem sich die Behandlungsflüssigkeit in der mit der Außentrommel 28 versehenen Kammer
23 befindet. Der dann nicht mehr geschlossene Ringraum 23 umgibt in diesem Falle nur
einen unteren Teil der Trommel 20, beispielsweise nur eine untere Hälfte derselben.
[0033] Die Fig. 3 und 4 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Durchlaufwaschmaschine.
Diese Durchlaufwaschmaschine unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 1 und 2 nur
in einer anderen Beheizung der zu verdampfenden Flüssigkeit in der Außentrommel 28.
Im Übrigen entspricht die Durchlaufwaschmaschine der Fig. 3 und 4 derjenigen der Fig.
1 und 2. Deswegen werden für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet.
[0034] Aus der Fig. 4 geht hervor, dass zur Dampferzeugung im Ringraum 30 die sich in der
Aufweitung im unteren Bereich der Außentrommel 28 befindliche Flüssigkeit direkt aufgeheizt
wird durch im Bereich der Bodenwandung 33 angeordnete Heizstäbe 38. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die vorzugsweise elektrisch betriebenen Heizstäbe 38 in Rohren 39 angeordnet.
Die Rohre 39 erstrecken sich durchgehend in Längsrichtung der Außentrommel 28 zwischen
gegenüberliegenden Stirnwänden derselben. Mit den Stirnwänden der Außentrommel 28
sind die Enden der Rohre 39 flüssigkeitsdicht verschweißt. Die Rohre 39 sind an den
Stirnseiten der Außentrommel 28 offen zum Einsatz der Heizstäbe 38 und zum Hindurchführen
von Kabeln zur Versorgung der Heizstäbe 38 mit elektrischer Energie. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel sind zwei übereinanderliegende Reihen mehrerer nebeneinanderliegender
Rohre 39 dicht über der Bodenwandung 33 der Außentrommel 28 angeordnet, und zwar auf
Lücke. Dadurch liegen alle Rohre 39 in der zur Dampfbildung im Ringraum 30 dienenden
Flüssigkeit.
[0035] Die Fig. 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Durchlaufwaschmaschine. Diese ist prinzipiell genauso wie die Durchlaufwaschmaschine
der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele ausgebildet sein, weswegen für gleiche
Teile gleiche Bezugsziffern verwendet werden.
[0036] In der Fig. 5 ist nur ein teilweiser Längsschnitt durch die Trommel 20 der Durchlaufwaschmaschine
gezeigt, und zwar im Bereich einer ersten Kammer 23 der Klarwaschzone 25. Im Bereich
anderer Kammern 23 kann die Durchlaufwaschmaschine genauso ausgebildet sein. Bei dieser
Durchlaufwaschmaschine ist der Kammer 23 eine Außentrommel 40 zugeordnet, die gleichzeitig
die Funktionen in den Außentrommeln 27 und 28 der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele
der Durchlaufwaschmaschine erfüllt. Zu diesem Zweck ist die Außentrommel 40 in Längsrichtung
der Kammer 23 unterteilt in einen in Behandlungsrichtung vornliegenden einwandigen
Teil gemäß der Außentrommel 27 und einen nachfolgenden Teil gemäß der Außentrommel
28. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Außentrommel 40 etwa mittig geteilt,
so dass jeder Teil der Außentrommel 40 etwa gleich lang ist. Bei Bedarf kann die Unterteilung
auch anders erfolgen, indem beispielsweise der hintere Teil der Außentrommel 40, der
der doppelwandigen Außentrommel 28 der zuvor beschriebenen Durchlaufwaschmaschine
entspricht, größer ist. Der erste Teil der Außentrommel 40 dient wie die Außentrommel
27 dazu, durch den im Bereich der Kammer 23 flüssigkeitsdurchlässigen Mantel der Trommel
20 hindurch Behandlungsflüssigkeit über ein Abfluss 29 aus der Kammer 23 abzuführen
oder auch zuzuführen. Der hintere Teil der Außentrommel 40 dient wie die Außentrommel
28 zur Erzeugung von Dampf zur Aufheizung der Behandlungsflüssigkeit in der Kammer
23.
[0037] Im Querschnitt ist der hintere zur Dampferzeugung dienende doppelwandige Teil der
Außentrommel 40 genauso ausgebildet wie die Außentrommel 28 (vgl. Fig. 2 und 6). Nur
erstreckt sich die doppelwandige Außentrommel 40 lediglich über einen Teil der Länge
der Kammer 23. Ebenso erstreckt sich das Flammrohr 35 zur außenseitigen Beheizung
der Bodenwandung 33 der Außenwandung 32 der Außentrommel 28 nur über einen hinteren
Teil der Kammer 23, dem der doppelwandige Teil der Außentrommel 40 zugeordnet ist.
Im Übrigen ist der doppelwandige Teil der Außentrommel 40 genauso ausgebildet wie
bei der Außentrommel 28, so dass insoweit auf die Beschreibung der Außentrommel 28
im Zusammenhang mit der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 1 und 2 Bezug genommen wird.
[0038] Alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel kann der doppelwandige Teil der Außentrommel
40 auch beheizt sein durch Heizstäbe 38 und/oder Rohre 39 im Inneren des Ringraums
30 gemäß der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 4.
[0039] Die Fig. 7 bis 9 zeigen einen Teil eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Durchlaufwaschmaschine. Diese Durchlaufwaschmaschine ist genauso ausgebildet wie die
Durchlaufwaschmaschine der Fig. 1 und 2. Deswegen werden für gleiche Teile wiederum
gleiche Bezugsziffern verwendet.
[0040] Die Durchlaufwaschmaschine der Fig. 7 bis 9 unterscheidet sich von der Durchlaufwaschmaschine
der Fig. 1 und 2 nur durch eine andere Ausbildung der Außentrommel 41. Diese Außentrommel
41 vereint auch die Funktionen der Außentrommeln 27 und 28 der Durchlaufwaschmaschine
der Fig. 1 und 2. Dazu ist im Gegensatz zur Durchlaufwaschmaschine der Fig. 5 und
6 die Außentrommel 41 nicht in Längsrichtung der Kammer 23 geteilt. Vielmehr ist die
Außentrommel 21 wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 in Längsrichtung der
ganzen Kammer 23 durchgehend doppelwandig ausgebildet, um auch als Druckbehälter bzw.
Dampfkessel zur Dampferzeugung im Inneren der Außentrommel 41 zu dienen. Um gleichwohl
im Bereich der Außentrommel 41 Behandlungsflüssigkeit aus der Kammer 23 ableiten oder
ggf. auch zuführen zu können, ist im Ringraum 30 der doppelwandigen Außentrommel 41
ein Kanal vorgesehen, bei dem es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um ein Rohr
42 handelt. Das Rohr 42 ist unter der Drehachse 21 an der tiefsten Stelle der Außentrommel
41 vorgesehen. Es erstreckt sich in senkrechter Richtung durch den Ringraum 30 sowie
die Innenwandung 31 und die Außenwandung 32. Das Rohr 42 ist flüssigkeitsdicht mit
Durchgangsbohrungen in der Innenwandung 31 und der Außenwandung 32 verschweißt, die
mit dem Außendurchmesser des Rohres 42 korrespondierenden. Gegenüberliegende Stirnseiten
des Rohrs 42 sind offen, so dass das Rohr 42 Öffnungen in der Innenwandung 31 und
der Außenwandung 32 bildet, durch die Behandlungsflüssigkeit, die sich aufgrund der
im Bereich der Außentrommel 41 flüssigkeitsdurchlässig ausgebildeten Trommel 20 im
Bodenbereich der Innenwandung 31 der Außentrommel 41 sammelt, durch das Rohr 42 nach
außen abfließen kann. Die Flüssigkeit wird also vom Rohr 42 durch den Ringraum 30
und die Außenwandung 32 der Außentrommel 41 hindurchgeleitet (Fig. 9).
[0041] Dem eine Abflussöffnung für Behandlungsflüssigkeit aus der Kammer 23 darstellenden
Rohr 42 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Ventil 43 zugeordnet. Das Ventil
43 verschließt das Rohr 42. Durch Öffnen des Ventils 43 kann Behandlungsflüssigkeit
aus der Kammer 23 vom Rohr 42 durch die Außentrommel 41 hindurch abgelassen oder auch
zugeführt werden.
[0042] Die Fig. 10 und 11 zeigen eine Durchlaufwaschmaschine, die ebenfalls im prinzipiellen
Aufbau der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 1 und 3 entsprechen kann, weswegen für
gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet werden.
[0043] Bei der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 10 und 11 erfolgt das Ablassen und ggf. Zuführen
von Behandlungsflüssigkeit aus bestimmten Kammern 23, beispielsweise die letzte Kammer
23 der Vorwaschzone 24, wie bei der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 1 und 2 durch
eine übliche, einwandige Außentrommel 27. Die Durchlaufwaschmaschine unterscheidet
sich von derjenigen der Fig. 1 und 2 lediglich dadurch, dass keine doppelwandige Außentrommel
28 vorgesehen ist. Das Aufwärmen bzw. Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit in den
entsprechenden Kammern 23, beispielsweise der ersten Kammer 23 der Klarwaschzone 25,
erfolgt hier nicht durch Erzeugung von Dampf in einem Ringraum 30, der die Trommel
20 umgibt; vielmehr durch direkte Beheizung des flüssigkeitsundurchlässigen Mantels
der Trommel 20 im Bereich der Kammer 23, in der Behandlungsflüssigkeit aufgeheizt
werden soll.
[0044] Die Beheizung findet im gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Befeuerung statt.
Dazu ist im Bereich der jeweiligen Kammer 23 mittig unterhalb der Trommel 20 ein längliches
Flammrohr 44 angeordnet. Das Flammrohr 44 erstreckt sich durchgehend über die gesamte
Länge der Kammer 23. Das beispielsweise mit Gas oder Öl befeuerte Flammrohr 44 erzeugt
eine in Längsrichtung der Kammer 23 durchgehende Reihe einer Vielzahl von Flammen
45. Die Flammen 45 sind von unten gegen die Trommel 20 gerichtet. Dabei dient der
geschlossene Mantel der Trommel 20 im Bereich der Kammer 23 als Wärmetauscherfläche,
die die von den Flammen 45 des Flammrohrs 44 erzeugte Wärme durch Wärmeleitung an
die im Bereich der Kammern 23 in der Trommel 20 sich befindliche Behandlungsflüssigkeit
überträgt. Bei der gezeigten Durchlaufwaschmaschine findet somit eine direkte Beheizung
der Behandlungsflüssigkeit in der eine erwärmte oder aufgewärmte Behandlungsflüssigkeit
erfordernden Kammer 23 in der Trommel 20 statt. Die Fig. 12 zeigt eine als Waschschleudermaschine
ausgebildete Vorrichtung gemäß der Erfindung. Diese Waschschleudermaschine verfügt
über nur eine einzige Kammer 50 aufweisende drehend antreibbare Trommel 46. Die Trommel
46 weist eine vollständig flüssigkeitsdurchlässige, beispielsweise gelochte, Zylinderwandung
47 auf. Die gesamte Zylindenivandung 47 der Waschschleudermaschine ist umgeben von
einer stillstehenden Außentrommel 48.
[0045] Die Außentrommel 48 ist teilweise einwandig und teilweise doppelwandig ausgebildet.
In Längsrichtung entlang einer Drehachse 49 der Trommel 46 ist ein erster Teil der
Außentrommel 48 einwandig, während der darauffolgende zweite Teil der Außentrommel
48 doppelwandig ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Außentrommel 48 auch
etwa mittig geteilt in einem anfänglichen einwandigen und einen darauffolgenden zweiwandigen
Bereich. Im einwandigen Bereich der Außentrommel 48 kann Behandlungsflüssigkeit aus
der einzigen Kammer 50 in der Trommel 46 durch die gelochte Zylinderwandung 47 sowohl
abgeführt als auch zugeführt werden. Im darauffolgenden doppelwandigen Teil der Außentrommel
48 erfolgt eine außenseitige Befeuerung nur dieses doppelwandigen Teils der Außentrommel
48 durch ein längliches Flammrohr 51. Dadurch wird Flüssigkeit 34 im die Trommel 46
vollständig umgebenden Ringraum 52 im doppelwandigen Teil der Außentrommel 48 so weit
aufgeheizt, dass Dampf im Ringraum 52 entsteht, der die Behandlungsflüssigkeit, die
infolge der gelochten Zylinderwandung 47 die Innenwandung 53 des doppelwandigen Teils
der Außentrommel 48 benetzt, erhitzt. Dabei dient der Ringraum 52 in der Außentrommel
28 als Druckbehälter bzw. Dampfkessel zur Erzeugung des Dampfs. Gleichzeitig dient
die Innenwandung 53 des doppelwandigen Teils der Außentrommel 48 als Kondensations-
bzw. Kondensatorfläche für den in der Außentrommel 48 erzeugten Dampf. Die dabei frei
werdende Wärmeenergie wird über die Innenwandung 53 durch Wärmeleitung an die die
Innenseite der Innenwandung 53 benetzende Behandlungsflüssigkeit weitergeleitet, um
die Behandlungsflüssigkeit aufzuheizen. Die Außenwandung 54 im doppelwandigen Bereich
der Außentrommel 48 ist im unteren Bereich mit einer Aufweitung, insbesondere einer
Querschnittsaufweitung versehen, die dazu führt, dass sich im durch die Querschnittsaufweitung
im Volumen vergrößerten Bodenbereich des doppelwandigen Teils der Außentrommel 48
Flüssigkeit sammelt, die von der vom Flammrohr 51 erhitzten Außenwandung 54 soweit
aufgeheizt wird, dass Dampf im als Dampferzeuger und Kondensator dienenden Ringraum
52 entsteht.
[0046] Die Außentrommel 48 der Waschschleudermaschine der Fig. 12 ist prinzipiell genauso
ausgebildet wie die Außentrommel 40 der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Durchlaufwaschmaschine.
Deswegen wird hinsichtlich der konkreten Ausbildung der Außentrommel 48 Bezug genommen
auf die Beschreibung im Zusammenhang mit der Außentrommel 40. Für gleiche Teile werden
gleiche Bezugsziffern verwendet.
[0047] Die Fig. 13 zeigt eine Waschschleudermaschine, die prinzipiell der in der Fig. 12
gezeigten Waschschleudermaschine entspricht. Deswegen werden für gleiche Teile gleiche
Bezugsziffern der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 12 verwendet. Auf die Beschreibung
der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 12 wird Bezug genommen.
[0048] Die Durchlaufwaschmaschine der Fig. 13 unterscheidet sich von derjenigen der Fig.
12 nur durch eine andere Ausbildung der Außentrommel 55. Diese Außentrommel 55 ist
über die gesamte Länge der Kammer 50 durchgehend doppelwandig ausgebildet. Zur Zu-
und Abfuhr von Behandlungsflüssigkeit in die Kammer 50 bzw. aus der Kammer 50 heraus
ist im unteren Bereich der Außentrommel 55 ein Kanal vorgesehen. Dieser Kanal ist
wie bei der Durchlaufwaschmaschine gemäß den Fig. 7 bis 9 als ein Rohr 56 ausgebildet,
womit Behandlungsflüssigkeit durch den Ringraum 52 der doppelwandigen Außentrommel
55 durchführbar ist.
[0049] Zur Erzeugung von Dampf im Ringraum 52 der doppelwandigen Außentrommel 55 ist unter
der Außenwandung 54 der Außentrommel 55 wiederum ein Flammrohr 51 vorgesehen. Dieses
heizt die sich in der unteren Aufweitung, insbesondere Querschnittsaufweitung, der
Außentrommel 55 sammelnde Flüssigkeit 34 soweit auf, dass sich oberhalb der Flüssigkeit
34 im Ringraum 52 Dampf 57 bildet, der zur Beheizung der die Innenwandung 53 der Außentrommel
55 benetzenden Behandlungsflüssigkeit in der Kammer 50 der Trommel 46 dient.
[0050] Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen der Außentrommel 55 wird Bezug genommen auf
die Beschreibung der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 7 bis 9, die über eine Außentrommel
41 verfügt, die hinsichtlich der Gestaltung, des Aufbaus und der Funktion der Außentrommel
55 der Waschschleudermaschine der Fig. 13 entspricht.
[0051] Die in den Fig. 12 und 13 gezeigten Waschschleudermaschinen können an der Stelle
der Flammrohre 51 auch durch Heizeinrichtungen im Inneren des jeweiligen Ringraums
52 beheizt werden. Bei diesen Heizeinrichtungen kann es sich um Heizstäbe 38 und Rohre
39 im unteren Bereich des Ringraums 52 handeln. Konkret erfolgt die Dampferzeugung
bei solchen Waschschleudermaschinen mit Heizeinrichtungen, wie sie im Zusammenhang
mit der Durchlaufwaschmaschine der Fig. 3 und 4 beschrieben worden sind. Hierauf wird
Bezug genommen.
[0052] Die Erfindung eignet sich auch für Trockner für Wäsche. Hierbei ist eine gelochte
Trocknertrommel zur Aufnahme der zu trocknenden Wäsche vollständig oder ggf. auch
nur teilweise umgeben von einer stillstehenden doppelwandigen Außentrommel. Im Ringraum
der Außentrommel wird Flüssigkeit soweit aufgeheizt, dass sich in der Innentrommel
Dampf bildet, der durch Kondensation an der Innenwandung der Außentrommel Trocknungsluft
im Inneren des Trockners zum Trocknen der Wäsche erwärmt. Die zu verdampfende Flüssigkeit
im Inneren des Ringraums der stillstehenden Außentrommel kann von außen oder auch
vom Inneren der doppelwandigen Außentrommel heraus aufgeheizt werden.
[0053] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend im Zusammenhang mit der Durchlaufwaschmaschine
der Fig. 1 und 2 näher erläutert:
[0054] Die Behandlungsflüssigkeit in einigen Kammern 23 der Durchlaufwaschmaschine, und
zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel der ersten Kammer 23 der Klarwaschzone 25 und
der ersten Kammer 23 der Spülzone 26, wird durch Dampf aufgewärmt bzw. erhitzt. Der
dazu benötigte Dampf wird erfindungsgemäß direkt an oder in der Durchlaufwaschmaschine
erzeugt. Zu diesem Zweck wird ein sich in der doppelwandigen Außentrommel 28 befindlicher
Vorrat an Flüssigkeit durch ein entsprechendes Beheizen verdampft. Bei der Flüssigkeit
kann es sich um Wasser handeln. Das Wasser kann ggf. mit den Siedepunkt erniedrigenden
Zusätzen versehen sein. Es sind auch andere Flüssigkeiten mit niedrigem Siedepunkt
als zu verdampfendes Wasser innerhalb der Außentrommel 28 denkbar.
[0055] Die Außentrommel 28 ist als ein Druckkörper ausgebildet, indem nach Art eines Dampfkessels
direkt Dampf erzeugt und kondensiert wird. Dazu sind die Innenwandung 31 und die Außenwandung
32 der Außentrommel 28 druck- und gasdicht miteinander verschweißt. Die Außentrommel
28 ist auch als Kondensator ausgebildet. Dabei dient die Innenwandung 31 der Außentrommel
28 als Kondensator- bzw. Kondensationsfläche. An der im Inneren der Außentrommel 28
liegenden Seite der Innenwandung 31 kondensiert der Dampf. Die dabei frei werdende
Energie wird über die Innenwandung 31 an die die Innenseite (das ist die zur Trommel
10 weisende Seite der Innenwandung 31) der Innenwandung 31 benetzende aufzuwärmende
Behandlungsflüssigkeit abgegeben. Dabei dient die Innenwandung 31 der als Druckbehälter
und Kondensator ausgebildeten Außentrommel 28 als Wärmetauscherfläche, von der die
Energie des in der Außentrommel 28 erzeugten und an der Innenwandung 31 kondensierten
Dampfs 57 an die Innenwandung 31 übertragen wird. Durch die im Bereich der Außentrommel
28 flüssigkeitsdurchlässige Wandung der Kammer 23 der Trommel 20 gelangt Behandlungsflüssigkeit
in der Kammer 23 der Trommel 20 an die Innenwandung 31 der Außentrommel 28, so dass
die die Innenwandung 31 benetzende Behandlungsflüssigkeit vom im Ringraum 30 der Außentrommel
28 gebildeten Dampf 57 und die Kondensation desselben an der Innenwandung 31 die Behandlungsflüssigkeit
in der Kammer 23 aufgewärmt wird.
[0056] Im Ringraum 30 der doppelwandigen Außentrommel 28 befindet sich soviel Flüssigkeit,
dass unter allen Betriebsumständen niemals die ganze Flüssigkeit verdampft. Der Flüssigkeitspegel
im Bodenbereich des Ringraums 30 ist so gewählt, dass dieser den tiefsten Punkt der
Innenwandung 31 nicht erreicht, so dass der innerhalb des die Trommel 20 vollständig
umgebenden Ringraums 30 gebildete Dampf 57 mit der gesamten Innenwandung 31 der Außentrommel
28 ringsherum in Kontakt gelangt und hieran kondensieren kann.
[0057] Die bei der Dampferzeugung verdampfte Flüssigkeit im Inneren der Außentrommel 28
wird kontinuierlich ersetzt durch sich bei der Abkühlung des erzeugten Dampfs 57 bildenden
Kondensat, das vor allem von der Innenwandung 31 zurückfließt zum Flüssigkeitsvorrat
in der Außentrommel 28.
[0058] Durch die untere Erweiterung, insbesondere Querschnittserweiterung, der Außentrommel
28 sammelt sich die zu verdampfende Flüssigkeit stets an der tiefsten Stelle der Außentrommel
28, und zwar im Bereich der ebenen, oder nur leicht gebogenen Bodenwandung 33 der
Außenwandung 32 der Außentrommel 28.
[0059] Die untere Aufweitung bzw. Querschnittserweiterung entsteht in der Außentrommel 28
ein Reservoir für die zu verdampfende Flüssigkeit 34. Durch das etwa mittig unter
der Bodenwandung 33 der Außentrommel 28 angeordnete Flammrohr 35 wird nur derjenige
untere Teil der Außentrommel 28 beheizt, indem sich die zu verdampfende Flüssigkeit
34 sammelt und die von der Flüssigkeit 34 benetzt wird. Die äußeren Randbereiche der
Außentrommel 28, in denen sich nur Dampf 57 befindet, werden hingegen nicht beheizt.
Auf diese Weise erfolgt eine besonders wirksame Verdampfung der Flüssigkeit 34 in
der Außentrommel 28, wodurch in dieser kontinuierlich während des Betriebs der Durchlaufwaschmaschine
Dampf 57 erzeugbar ist.
[0060] Durch den Drucksensor 36 und den Temperatursensor 37 werden ständig die aktuellen
Temperatur- und Druckwerte innerhalb der Außentrommel 28 ermittelt. Durch vorzugsweise
eine Regeleinrichtung werden die gemessenen Druck- und Temperaturwerte im Inneren
der Außentrommel 28 mit vorgegebenen Druck- und Temperaturwerten verglichen und dementsprechend
die Beheizung der Außentrommel 28 durch das Flammrohr 35 geregelt, so dass ein vorgegebener
Dampfdruck im Inneren, insbesondere im Ringraum 30, der Außentrommel 28 automatisch
angefahren werden kann. Denkbar ist es auch, nur die Temperatur oder nur den Druck
in der Außentrommel 28 zu messen.
[0061] Das erfindungsgemäße Verfahren läuft mit den Durchlaufwaschmaschinen der Fig. 3 bis
9 und den Waschschleudermaschinen nach den Fig. 12 und 13 prinzipiell genauso wie
beim zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren ab. Einige Ausführungsbeispiele
unterscheiden sich von demjenigen der Fig. 1 nur dadurch, dass die Beheizung der Flüssigkeit
im Ringraum nicht indirekt über das Flammrohr erfolgt, sondern durch im Inneren der
Außentrommel angeordnete Heizstäbe, insbesondere Rohre mit darin angeordneten elektrischen
Heizstäben oder sonstigen Heizelementen. Denkbar ist aber auch eine direkte Beheizung
der Flüssigkeit durch im Inneren der Außentrommel angeordnete elektrische Heizelemente,
die mit der zu verdampfenden Flüssigkeit direkt in Kontakt gelangen können.
[0062] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Beheizen der Behandlungsflüssigkeit der in den
Fig. 10 und 11 gezeigten Durchlaufwaschmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass das
Aufwärmen bzw. Aufheizen der Behandlungsflüssigkeit in die Durchlaufwaschmaschine
integriert ist, indem in derjenigen Kammer 23, in der Behandlungsflüssigkeit aufgeheizt
werden soll, eine direkte Beheizung der flüssigkeitsdurchlässigen Trommel 20 durch
ein Flammrohr 44 erfolgt. Dabei dient der die Kammer 23 bildende Teil der zylindrischen
Wandung der Trommel 20 zur direkten Übertragung der vom Flammrohr 44 erzeugten Energie
an die Behandlungsflüssigkeit in der betreffenden Kammer 23.
[0063] Die erfindungsgemäße Verfahren eignen sich auch zur Aufheizung der Luft zum Trocknen
von Wäsche in Wäschetrocknern.
Bezugszeichenliste:
[0064]
- 10
- Trommel
- 21
- Drehachse
- 22
- Trennwand
- 23
- Kammer
- 24
- Vorwaschzone
- 25
- Klarwaschzone
- 26
- Spülzone
- 27
- Außentrommel
- 28
- Außentrommel
- 29
- Abfluss
- 30
- Ringraum
- 31
- Innenwandung
- 32
- Außenwandung
- 33
- Bodenwandung
- 34
- Flüssigkeit
- 35
- Flammrohr
- 36
- Drucksensor
- 37
- Temperatursensor
- 38
- Heizstab
- 39
- Rohr
- 40
- Außentrommel
- 41
- Außentrommel
- 42
- Rohr
- 43
- Ventil
- 44
- Flammrohr
- 45
- Flamme
46 Trommel
47 Zylinderwandung
48 Außentrommel
49 Drehachse
50 Kammer
51 Flammrohr
52 Ringraum
53 Innenwandung
54 Außenwandung
55 Außentrommel
56 Rohr
57 Dampf
58 Behandlungsflüssigkeit
1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche, wobei die Wäsche in einer drehend antreibbaren
Trommel (20, 46) mindestens gewaschen wird und die wenigstens zum Waschen dienende
Behandlungsflüssigkeit aufgeheizt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsflüssigkeit durch Dampf (57) aufgeheizt wird der in einer mindestens
einen Teil der Trommel (20, 46) umgebenden Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) erzeugt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf (57) in wenigstens einem vorzugsweise umlaufenden Ringraum (30, 52) zwischen
der Trommel (20, 46) und der Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) erzeugt wird, insbesondere
durch Verdampfen einer erhitzten Flüssigkeit (34) in mindestens einem unteren Bereich
des Ringraums (30, 52).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) im Bereich des jeweiligen Ringraums (30, 52)
von außen mindestens bereichsweise befeuert wird, vorzugsweise im Bereich der tiefsten
Stelle.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit (34) durch mindestens eine im Ringraum (30, 52) angeordnete Heizeinrichtung
verdampft wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Durchlaufwaschmaschine mit einer mehrere in Längsrichtung aufeinanderfolgende
Kammern (23) aufweisenden länglichen Trommel (20) nur mindestens einer Kammer (23)
eine Außentrommel (28, 40, 41) zugeordnet wird und nur in mindestens einer ausgewählten,
eine Außentrommel (28, 40, 41) aufweisenden Kammer (23) Dampf (57) erzeugt wird.
6. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche, wobei die Wäsche in einer drehend antreibbaren
Trommel (20) mindestens gewaschen wird und zum Waschen dienende Behandlungsflüssigkeit
aufgeheizt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsflüssigkeit in mindestens einer Kammer (23) der Trommel (20) durch
außenseitiges Beheizen der Trommel (20) im Bereich dieser Kammer (23) aufgeheizt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit (34) in mindestens einer Kammer (23) der Trommel (20) im Bereich
der tiefsten Stelle der Trommel (20) von außen aufgeheizt wird.
8. Vorrichtung zur Nassbehandlung von Wäsche mit einer drehend antreibbaren Trommel (20,
46) und mindestens einer Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55), die sich wenigstens über
einen Teil der Länge der Trommel (20, 46) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) wenigstens bereichsweise doppelwandig ausgebildet
ist und in der doppelwandigen Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) durch mindestens eine
Heizeinrichtung Dampf erzeugbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die doppelwandige Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) einen umlaufenden Ringraum (30,
52) um die Trommel (20, 46) bildet, wobei die doppelwandige Außentrommel (28, 40,
41, 48, 55) vorzugsweise aus einer zylindrischen Innenwandung (31, 53) und eine im
unteren Bereich eine Erweiterung aufweisende Außenwandung (32, 54) aufweist zur Vergrößerung
des Ringraums (30, 52) im Bereich der unteren Erweiterung.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwandung (32, 54) im Bereich außerhalb der Erweiterung einen zylindrischen
Bereich mit einem größeren Durchmesser als die Innenwandung (31, 53) aufweist, wobei
der zylindrische Bereich der Außenwandung (32, 54) die Innenwandung (31, 53) konzentrisch
umgibt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (20, 46) im Bereich der doppelwandigen Außentrommel (28, 40, 41, 48,
55) für Behandlungsflüssigkeit durchlässig ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) stillstehend ausgebildet ist und/oder die Außentrommel
(40, 48) nur über einen Teil ihrer Länge doppelwandig ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die doppelwandige Außentrommel (41, 55) vorzugsweise im unteren Bereich mit wenigstens
einem Kanal zur Ableitung und/oder Zufuhr von Behandlungsflüssigkeit durch die doppelwandige
Außentrommel (41, 55) aus der Trommel (20, 46) bzw. in die Trommel (20, 46) versehen
ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (20) mehrere in Längsrichtung aufeinanderfolgende Kammern (23) aufweist,
wobei mindestens einer Kammer (23) eine Außentrommel (28, 40, 41) zugeordnet ist,
die mindestens über einen Teil ihrer Länge doppelwandig ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) mindestens im Bereich, in der sie doppelwandig
ausgebildet ist, wenigstens eine Heizeinrichtung zugeordnet ist, insbesondere die
Heizeinrichtung außerhalb der Außentrommel (28, 41, 48, 55) angeordnet ist, vorzugsweise
als ein unter der Außentrommel (28, 41, 48, 55) angeordnetes Flammrohr (35, 51) ausgebildet
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung im Ringraum (30, 52) der Außentrommel (40, 41, 48, 55) angeordnet
ist, vorzugsweise im Bereich der unteren Erweiterung der doppelwandigen Außentrommel
(28, 40, 41, 48, 55) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder doppelwandigen Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) ein den Druck und/oder
die Temperatur im Ringraum (30, 52) der doppelwandigen Außentrommel (28, 40, 41, 48,
55) messender Sensor (36, 37) zugeordnet ist, vorzugsweise eine Einrichtung vorgesehen
ist, die in Abhängigkeit vom gemessenen Druck und/oder von der gemessenen Temperatur
im Ringraum (30, 52) der oder jeder Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) die Heizeinrichtung
in oder unter der doppelwandigen Außentrommel (28, 40, 41, 48, 55) steuert, vorzugsweise
regelt.
18. Vorrichtung zur Nassbehandlung von Wäsche mit einer drehend antreibbaren länglichen
Trommel (20), in der mehrere in Längsrichtung der Trommel (20) aufeinanderfolgende
Kammern (23) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich wenigstens einer Kammer (23) dem Mantel der Trommel (20) im Bereich dieser
Kammer (23) mindestens eine Heizeinrichtung zugeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Heizeinrichtung einem unteren Abschnitt des Mantels der Trommel
(20) im Bereich der zu beheizenden Kammer (23) zugeordnet ist, insbesondere die mindestens
eine Heizeinrichtung zum außenseitigen Befeuern der Wandung der Trommel (20) im Bereich
derjenigen Kammer (23), in der die Behandlungsflüssigkeit erhitzt werden soll, ausgebildet
ist, vorzugsweise als mindestens ein Flammrohr (44).