[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hausgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der Druckschrift
US 2797680 ist ein Herd bekannt, der einen Ofenmantel mit gegenüberliegenden Seitenwänden aufweist.
Zusätzlich gibt es separate, flach ausgebildete Seitenwandelemente. Die Seitenwandelemente
sind emailliert und mit Löchern für Zubehörführungen in einem vorbestimmten Raster
ausgebildet. Darüber hinaus sind die Seitenwandelemente mit Mitteln zur Montage längs
der Innenflächen der Seitenwände ausgestattet. Die hutförmigen Zubehörführungen besitzen
eine Krempe sowie eine Kappe. Die Kappe einer jeden Zubehörführung ragt jeweils durch
eines der Löcher eines der Seitenwandelemente. Die Krempe erstreckt sich über den
Lochbereich hinaus zwischen Ofenmantel und Seitenwandplatte. Besagte Zubehörführungen
werden lose und unabhängig voneinander in den genannten Löchern montiert. Dabei sind
für jedes Seitenwandelement vier Zubehörführungen vorgesehen.
[0003] Aus der
EP 1464897A2 ist ferner ein Gargerät mit einer Gargerätemuffel bekannt, an deren gegenüberliegenden
Seitenwänden korrespondierende seitliche Führungsrillen ausgebildet sind. Diese Führungsrillen
stützen in einer horizontalen Garraumebene jeweils ein Einschubteil ab und sind jeweils
mit einer oberen Flankenfläche und einer unteren Flankenfläche ausgebildet, deren
Steigungen gegenüber der Seitenwände zueinander unterschiedlich sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders einfach aufgebautes, optisch
ansprechendes Auszugssystem bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Hausgerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen einzeln oder in Kombination
zu entnehmen.
[0006] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 sind pro Seitenwand und Nutzlastträger
genau drei an den Ecken eines Dreiecks angeordnete Führungselemente ausgebildet, von
denen ein vorderes Führungselement und ein hinteres Führungselement in einer annähernd
horizontalen Ebene liegen, und ein oberes Führungselement zwischen den beiden anderen
liegt, jedoch in einer Vertikalrichtung nach oben hin versetzt ist und die drei Führungselemente
zusammen einen Führungsraum für den Nutzlastträger bilden. In diesem vorzugsweise
schlitzförmigen Führungsraum ist der Nutzlastträger frei verschieblich gelagert. Durch
die Verwendung von lediglich drei Führungselementen ergibt sich ein optisch ansprechendes
System. Das Einschieben des Nutzlastträgers in den Nutzraum wird erleichtert, da nach
Einschieben in den Führungsraum ein Ausrichten an weiteren Führungselementen nicht
erforderlich ist.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind die drei Führungselemente pro Seitenwand
und Nutzlastträger derart ausgebildet, dass die von der Nutzrauminnenseite aus demontierbar
und/oder montierbar sind. Durch vorherige Entnahme der Führungselemente ist der Nutzraum
leicht reinigbar. Bei Gargeräten mit Pyrolysefunktion können Temperaturen von bis
zu 500°C im Nutzraum auftreten. Sofern die Führungselemente (beispielsweise aus Kostengründen)
nicht für derart hohe Temperaturen ausgelegt sind, können diese vor der pyrolytischen
Selbstreinigung aus dem Nutzraum entfernt werden. Eine Schädigung der Führungselemente
wird dadurch vermieden.
[0008] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Führungselemente mindestens
eine Steckachse aufweisen, mit denen sie in Lagerbuchsen, die in der Seitenwand angeordnet
sind, befestigbar sind. Das Demontieren und/oder Montieren der Führungselemente kann
dadurch geradlinig, ohne eine Einhängebewegung erfolgen. Die Richtung der Montage
ist somit sinnfällig gestaltet.
[0009] Insbesondere durch ein Vielfaches der für einen Nutzlastträger in einer Einschubebene
benötigten Lagerbuchsen im Nutzraum können mehrere, einzeln oder gemeinsam nutzbare
Einschubebenen gebildet werden. Dadurch ergibt sich ein besonders flexibles System,
bei dem ein Nutzlastträger in einer beliebigen, der durch die Anordnung der Lagerbuchsen
in den Seitenwänden vorgegebenen Höhenpositionen benutzt werden kann. Auch die gleichzeitige
Verwendung mehrerer Nutzlastträger in verschiedenen Einschubebenen wird dadurch ermöglicht.
Durch Umstecken der Führungselemente kann die Lage der Einschubebene geändert werden.
Bei der Verwendung in Gargeräten bewirkt dieses einfach aufgebaute, aus wenigen Komponenten
bestehende Auszugssystem zudem noch eine Verbesserung der Energieeffizienz des Gargerätes,
da gegenüber konventionellen Auszugssystemen, die gleichzeitig alle Einschubebenen
bereitstellen, weniger Masse aufgeheizt werden muss.
[0010] Bevorzugt ist es, dass die Führungselemente durch Federkraft in den Lagerbuchsen
gehalten sind. Dadurch wird ein werkzeugloses Demontieren und/oder Montieren der Führungselemente
ermöglicht. Für einen Benutzer des Hausgerätes ist somit eine besonders einfache und
schnelle Handhabung möglich. Die bekannten Nachteile, die eine werkzeuggebundene Demontage
und/oder Montage mit sich bringt, werden vermieden.
[0011] Insbesondere bei rotationssymmetrisch ausgebildeten Führungselementen sind diese
mit einem geringen Materialaufwand in optisch ansprechender Form fertigbar. Zudem
entfällt durch die rotationssymmetrische Ausbildung ein Ausrichten vor dem Einstecken
in die Lagerbuchsen. Ferner ist dadurch eine kostengünstige Herstellbarkeit mittels
eines Drehautomaten möglich. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden
die Führungselemente mit einem seitlich angeordneten Bund ausgestaltet, der beim Einschieben
bzw. Herausfahren des Nutzlastträgers aus dem Nutzraum ein Schleifen des Nutzlastträgers
an den Seitenwänden des Nutzraumes verhindert.
[0012] Indem zumindest eines der Führungselemente einen drehbar gelagerten Lagerring aufweist,
der auf dem Nutzlastträger läuft, wird der Bedienkomfort beim Herausfahren bzw. Einschieben
des Nutzlastträgers aus- bzw. in den Nutzraum erhöht.
[0013] Besitzt zumindest eines der Führungselemente im Wesentlichen ein Wälzkörperlager
und eine dadurch drehbar gelagerte Steckachse, so wird der Bedienkomfort beim Herausziehen
bzw. Einschieben des Nutzlastträgers aus bzw. in den Nutzraum - insbesondere bei schwerer
Beladung - deutlich verbessert.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Führungselemente, die den Führungsraum
bilden, derart hintereinander angeordnet, dass sie in einer Einschubrichtung des Nutzlastträgers
jeweils einen Abstand zueinander aufweisen. Dadurch ergibt sich eine optisch besonders
ansprechende Anordnung der Führungselemente; bei Verwendung in Gargeräten wird dadurch
zudem noch die Luftzirkulation bei Umluftbetrieb verbessert.
[0015] Von Vorteil kann es sein, wenn die Führungselemente in einer vorderen der Tür zugewandten
Hälfte, bevorzugt in einem der Tür zugewandten ersten Drittel der Seitenwand des Nutzraums
angeordnet sind. Bei Anordnung in der ersten Hälfte ergibt sich ein angemessener Auszugsweg,
bei Anordnung im ersten Drittel ergibt sich ein nochmals verbesserter Auszugsweg,
bei dem der Nutzlastträger noch weiter aus dem Nutzraum herausziehbar ist.
[0016] Um den Nutzlastträger in zumindest einer seiner Endpositionen zu stoppen, weist dieser
zumindest eine Stoppkontur auf, die mit mindestens einem Führungselement formschlüssig
zusammenwirkt. Beim Herausziehen des Nutzlastträgers aus dem Nutzraum wird durch die
Stoppkontur dessen Herunterfallen durch Überfahren des vorderen Führungselementes
verhindert. Weitere, türseitig am Nutzlastträger angebrachte Stoppkonturen verhindern
beim Einschieben des Nutzlastträgers in den Nutzraum eine Kollision zwischen dem Nutzlastträger
und der Rückwand des Nutzraumes. Durch die zweifache Nutzung als oberes Führungselement
und als korrespondierendes Element für die Stoppkontur ergibt sich aufgrund des reduzierten
Materialeinsatzes eine preisgünstige Ausführung, die zudem noch die Energieeffizienz
bei Einsatz in Gargeräten steigert.
[0017] Bevorzugt ist es, dass die Stoppkonturen derart auf dem Nutzlastträger platziert
sind, dass dieser in einer dem Nutzraum vorgelagerten Endposition durch türseitiges
Anheben und einer damit verbundenen Drehbewegung um das vordere Führungselement, an
dem hinteren Führungselement vorbei schwenkbar und in Richtung der Tür herausnehmbar
ist. Dadurch ist eine besonders sichere, durch den Nutzlastträger nicht überfahrbare
Stoppfunktion gegeben.
[0018] Eine elastische Ausbildung der Stoppkonturen am Nutzlastträger dient dazu, dass die
Führungselemente die Stoppkonturen durch eine über einem Grenzwert liegende, türseitig
gerichtete Zugkraft am Nutzlastträger überfahren. Dadurch kann durch eine enge Führung
des Nutzlastträgers im Führungsraum ein geringer Kippwinkel erreicht werden, ohne
dass eine Aushängebewegung zum Herausnehmen bzw. Einsetzen des Nutzlastträgers erforderlich
ist. Darüber hinaus ergibt sich durch die elastischen Stoppkonturen eine Anschlagdämpfung,
die den Bedienkomfort erhöht. Bei Verwendung von Führungselementen mit Wälzkörperlager
ergibt sich durch die Anschlagdämpfung zudem noch eine Verlängerung der Lebensdauer
der Führungselemente.
Für eine Verwendung in Gargeräten mit Pyrolysebetrieb ist es bevorzugt, dass die Führungselemente
für die Verwendung im Temperaturbereich von bis zu 500°C ausgelegt sind. Dadurch können
im Pyrolysebetrieb nicht nur die Führungselemente selbst, sondern auch ein beispielsweise
emaillierter Nutzlastträger mitgereinigt werden.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- In einer perspektivischen Darstellung ein Gargerät mit in einer mittleren Einschubebene
eingesetzten Führungselementen;
- Fig. 2
- das Führungselement in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung ein alternatives Führungselement mit Wälzkörperlager;
- Fig. 4
- in einer perspektivischen Darstellung das Gargerät mit einem teilweise herausgezogenen
Nutzlastträger und
- Fig. 5
- den Nutzlastträger mit den drei Führungselementen in einer Seitenansicht.
[0021] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente unterschiedlicher Ausführungsformen
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0022] Das in Fig. 1 dargestellte Gargerät mit einem Nutzraum 1, einer Rückwand 2 und Seitenwänden
3 ist frontseitig durch eine Tür 4 verschließbar. In den Seitenwänden 3 sitzen jeweils
mehrere, an den Ecken eines Dreiecks angeordnete Gruppen von je zwei unteren Lagerbuchsen
5 zusammen mit einer oberen Lagerbuchse 7. Diese Gruppen sind derart angeordnet, dass
sich mehrere Einschubebenen ergeben. In den Lagerbuchsen 5 und 7 sind pro Seitenwand
3 in einer mittleren Einschubebene drei Führungselemente 9 fixiert. Von denen liegen
ein vorderes Führungselement 11 und ein hinteres Führungselement 13 in einer annähernd
horizontalen Ebene, und ein oberes Führungselement 15 zwischen den beiden anderen,
jedoch in einer Vertikalrichtung V nach oben hin versetzt. Die Seitenwände 3 mit den
Lagerbuchsen 5 und 7 sowie den darin fixierten Führungselementen 9 sind zueinander
spiegelsymmetrisch ausgebildet.
[0023] Fig. 2 zeigt das Führungselement 9. Dieses setzt sich aus einem Lagerring 19, einem
Bund 21 sowie einer Steckachse 23 zusammen. Das Führungselement 9 ist rotationssymmetrisch
ausgestattet.
[0024] In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform des Führungselementes 9 gezeigt, bei
der dieses aus einem Wälzkörperlager 25 und einer dadurch drehbar gelagerten Steckachse
23 gebildet wird. In Position gehalten wird das Wälzkörperlager 25 beispielsweise
durch einen in Richtung der Innenseite des Nurzraumes 1 weisenden Wellensicherungsring
sowie einem, auf der gegenüberliegenden Seite ausgebildeten Bund an der Steckachse
23 (jeweils nicht dargestellt). Der Lagerring 19 des Wälzkörperlagers 25 kann ebenfalls
mit einem Bund 21 (in Fig. 3 nicht gezeigt) ausgestattet sein. Die Führungselemente
9 werden durch Federkraft über Ihre Steckachse 23 derart in den Lagerbuchsen 5 und
7 fixiert, dass sie werkzeuglos von der Nutzrauminnenseite aus demontierbar und/oder
montierbar sind. Eine an den Lagerbuchsen 5 und 7 befindliche, außerhalb des Nutzraumes
1 sitzende, nicht näher dargestellte Federklammer greift in einen eingeschnürten Bereich
der Steckachse 23 ein und bildet somit eine, durch Überwindung einer Federkraft lösbare
Steckverbindung. Je nach Belegung der Lagerbuchsen 5 und 7 mit den Führungselementen
9 können mehrere, einzeln oder gemeinsam nutzbare Einschubebenen für einen Nutzlastträger
27 gebildet werden. Die Führungselemente 9 sind in einem vorderen, der Tür 4 zugewandten,
ersten Drittel der Seitenwand 3 des Nutzraumes 1 angeordnet.
[0025] Durch am Nutzlastträger 27 angebrachte Stoppkonturen 29 und 31 (Fig. 4) wird dieser
in seinen beiden Endpositionen gestoppt. Die Stoppkonturen 29 sind derart auf dem
Nutzlastträger 27 positioniert, dass beim Einschieben des Nutzlastträgers 27 in den
Nutzraum 1 eine Kollision zwischen dem Nutzlastträger 27 und der Rückwand 2 des Nutzraumes
1 verhindert wird. Die vorderen beiden Stoppkonturen 29, sowie die hinteren beiden
Stoppkonturen 31 sind über nicht näher gezeigte Befestigungselemente, wie z.B. Schrauben
oder Nieten, mit dem Nutzlastträger 27 verbunden. In einer besonderen Ausgestaltung
werden diese direkt, beispielsweise durch Umformung aus dem Material des Nutzlastträgers
27 geformt. In einer besonderen Ausführungsvariante sind die vorderen Stoppkonturen
29 sowie die hinteren Stoppkonturen 31 elastisch ausgebildet. Dadurch sind diese durch
eine über einen Grenzwert liegende Zugkraft F am Nutzlastträger durch die oberen Führungselemente
15 überfahrbar. Somit ist der Nutzlastträger 27 durch eine rein horizontal wirkende
Kraft F aus den Führungselementen 9 entrastbar und wieder in diese einführbar. Die
elastische Ausbildung der Stoppkonturen 29 und 31 kann beispielsweise durch die Verwendung
von Elastomer- Formkörpern, oder durch am Nutzlastträger angebrachte Zusatzkomponenten
aus Federstahl erfolgen. Eine weitere Möglichkeit der elastischen Ausbildung ergibt
sich durch die Ausnutzung der Federeigenschaften des Nutzlastträger- Werkstoffes,
was beispielsweise durch angeformte Biegelaschen bei einem aus Kunststoff gebildeten
Nutzlastträger (nicht gezeigt) erreicht werden kann.
[0026] Bei starrer Ausprägung der hinteren Stoppkonturen 31 ist eine Aushängebewegung zum
Entnehmen des Nutzlastträgers 27 notwendig. Dies gilt insbesondere, wenn - wie in
Fig. 5 gezeigt - ein durch die Führungselemente 9 gebildeter Führungsraum 33 derart
gewählt ist, dass ein geradliniges, horizontales Herausziehen in Richtung der Kraft
F des Nutzlastträgers 27 nicht möglich ist. Das Herausnehmen des Nutzlastträgers 27
aus dem Führungsraum 33 erfolgt in seiner Endposition durch türseitiges Anheben des
Nutzlastträgers 27. Bei entsprechender Positionierung der der hinteren Stoppkonturen
31 verbleibt bei vollständig ausgezogenem Nutzlastträger 27 ein Spalt B zwischen einem
hinteren Ende des Nutzlastträgers 27 und dem hinteren Führungselement 13. Durch türseitiges
Anheben des Nutzlastträgers 27 wird dessen hinteres Ende an dem hinteren Führungselement
13 vorbeigeschwenkt und somit der Formschluss zwischen der hinteren Stoppkontur 31
und dem oberen Führungselement 15 überwunden. Der Nutzlastträger 27 kann anschließend
türseitig ausgezogen werden. In einer alternativen Ausführungsform (nicht gezeigt)
ist der Führungsraum 33 derart vergrößert, dass der Nutzlastträger 27 in seiner Endposition
annähernd horizontal in einer geradlinigen Bewegung aus dem Führungsraum 33 herausziehbar
ist. Das Stoppen des Nutzlastträgers 27 in seiner Endposition wird dadurch erreicht,
dass sein Schwerpunkt vor dem vorderen Führungselement 11 liegt, und der Nutzlastträger
27 sich somit am oberen Führungselement 15 abstützt. Dadurch entsteht bei vollständig
ausgezogenem Nutzlastträger 27 ein Formschluss zwischen der hinteren Stoppkontur 31
und dem oberen Führungselement 15.
Bezugszeichenliste:
[0027]
- 1
- Nutzraum
- 2
- Rückwand
- 3
- Seitenwand
- 4
- Tür
- 5
- untere Lagerbuchsen
- 7
- obere Lagerbuchse
- 9
- Führungselemente
- 11
- vorderes Führungselement
- 13
- hinteres Führungselement
- 15
- oberes Führungselement
- 19
- Lagerring
- 21
- Bund
- 23
- Steckachse
- 25
- Wälzkörperlager
- 27
- Nutzlastträger
- 29
- vordere Stoppkontur
- 31
- hintere Stoppkontur
- 33
- Führungsraum
- A
- Abstand
- A'
- Abstand
- B
- Spalt
- F
- Kraft
- V
- Vertikalrichtung
1. Hausgerät, insbesondere Gargerät, mit einem durch eine Tür (4) verschließbaren Nutzraum
(1) und an Seitenwänden (3) vorgesehenen Führungselementen (9), über die ein Nutzlastträger
(27) geführt herausziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass pro Seitenwand (3) und Nutzlastträger (27) genau drei an den Ecken eines Dreiecks
angeordnete Führungselemente (9) ausgebildet sind, von denen ein vorderes Führungselement
(11) und ein hinteres Führungselement (13) in einer annähernd horizontalen Ebene liegen,
und ein oberes Führungselement (15) zwischen den beiden anderen liegt, jedoch in einer
Vertikalrichtung (V) nach oben hin versetzt ist und die drei Führungselemente (9)
zusammen einen Führungsraum (33) für den Nutzlastträger (27) bilden.
2. Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Führungselemente (9) pro Seitenwand (3) und Nutzlastträger (27) derart ausgebildet
sind, dass sie von der Nutzrauminnenseite aus demontierbar und/oder montierbar sind.
3. Hausgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9) mindestens eine Steckachse (23) aufweisen, mit deren Hilfe
sie in Lagerbuchsen (5, 7), die in der Seitenwand (3) angeordnet sind, befestigbar
sind.
4. Hausgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vielfaches der für einen Nutzlastträger (27) in einer Einschubebene benötigten
Lagerbuchsen (5, 7) im Nutzraum (1) mehrere, einzeln oder gemeinsam nutzbare Einschubebenen
bilden.
5. Hausgerät nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9) durch Federkraft in den Lagerbuchsen (5, 7) gehalten sind.
6. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9) rotationssymmetrisch ausgebildet sind.
7. Hausgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Führungselemente (9) einen drehbar gelagerten Lagerring (19)
aufweist, der auf dem Nutzlastträger (27) läuft.
8. Hausgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Führungselemente (9) im Wesentlichen ein Wälzkörperlager (25)
und eine dadurch drehbar gelagerte Steckachse (23) aufweist.
9. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9), die den Führungsraum (33) bilden, derart hintereinander
angeordnet sind, dass sie in einer Einschubrichtung des Nutzlastträgers (27) jeweils
einen Abstand (A, A') zueinander aufweisen.
10. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9) in einer vorderen der Tür (4) zugewandten Hälfte, bevorzugt
in einem der Tür (4) zugewandten ersten Drittel der Seitenwand (3) des Nutzraums (1)
angeordnet sind.
11. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzlastträger (27) mindestens eine Stoppkontur (29, 31) aufweist, die mit zumindest
einem der Führungselemente (9) formschlüssig zusammenwirkt und ihn in zumindest einer
Endposition stoppt.
12. Hausgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoppkonturen (29, 31) derart auf dem Nutzlastträger (27) platziert sind, dass
dieser in einer dem Nutzraum (1) vorgelagerten Endposition durch türseitiges Anheben
und einer damit verbundenen Drehbewegung um das vordere Führungselement (11) an dem
hinteren Führungselement (13) vorbei schwenkbar und in Richtung der Tür (4) herausnehmbar
ist.
13. Hausgerät nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass Stoppkonturen (29, 31) am Nutzlastträger (27) elastisch ausgebildet sind, und dass
die Führungselemente (9) die Stoppkonturen (29, 31) durch eine über einem Grenzwert
(F Grenz) liegende, türseitig gerichtete Zugkraft (F) am Nutzlastträger (27) überfahren.
14. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9) für die Verwendung im Temperaturbereich von bis zu 500°C
ausgelegt sind.