[0001] Die Erfindung betrifft einen Leistungstransformator in Trockenbauweise und ein Verfahren
zur Herstellung eines Transformators in Trockenbauweise.
[0002] Transformatoren dienen zur Leistungsübertragung bei der Energieversorgung durch Spannungsanpassung
von einem ersten Spannungsniveau auf ein zweites. Anstelle von früher verbreitet eingesetzten
Leistungstransformatoren mit Ölfüllung werden in zunehmendem Maße Leistungstransformatoren
in Trockenbauweise, so genannte Trockentransformatoren, eingesetzt.
[0003] Dabei ist der Aufbau eines Leistungstransformator in Trockenbauweise dem des Leistungstransformator
mit Ölfüllung insoweit sehr ähnlich, als auch bei Leistungstransformator in Trockenbauweise
die jeweiligen Wicklungskörper auf Kernen aus ferromagnetischem Material aufgebracht
sind, die jeweils an beiden Enden mit Jochen verbunden sind und einen magnetischen
Kreis bilden.
[0004] Allerdings wird bei den Trockentransformatoren die Verlustwärme, welche bei Leistungstransformatoren
mit Ölfüllung vom Öl aufgenommen und über geeignete Kühlflächen oder separate Kühler
abgegeben wurde, durch Luftkonvektion abgeführt. Die geringere spezifische Wärmekapazität
der Luft gegenüber Öl bedeutet schlechthin eine Leistungsbegrenzung für Trockentransformatoren.
[0005] In den Wicklungen eines belasteten Transformators treten ohmsche Verluste durch die
Wicklungsströme und durch Wirbelströme im Leitermaterial auf. Diese ohmschen Verluste
werden überlagert von Leerlaufverlusten und gegebenenfalls Kurzschlussverlusten sowie
Hystereseverlusten.
[0006] Die Leerlaufverluste sind hauptsächlich durch die Induktion und die Beschaffenheit
des Kerns bestimmt und näherungsweise unabhängig von der Betriebstemperatur des Transformators.
Die Kurzschlussverluste sind temperaturabhängig und steigen bei konstanter Belastung
mit der Temperatur bzw. dem spezifischen Widerstand des Leitermaterials an. Um die
Hystereseverluste möglichst klein zu halten, kommen bevorzugt Kernmaterialien mit
sehr schmaler Hystereseschleife zum Einsatz.
[0007] Um die hierdurch verursachten Wärmeverluste eines Trockentransformators zu verringern
und so dessen Belastbarkeit zu verbessern, wird in neuerer Zeit bevorzugt amorphes
Kernmaterial statt kornorientierten Kernmaterials eingesetzt.
[0008] Allerdings erfordert die Verwendung von amorphen Werkstoffen neue Konstruktionen
und Verarbeitungsweisen, da das amorphe Material weitgehend druckempfindlich ist,
so dass hierdurch die Kernverluste verstärkt werden können.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, einen Leistungstransformator
der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen konstruktiver Aufbau so gewählt ist,
dass die Vorteile des amorphen Kernmaterials voll zum Tragen kommen, ohne dass infolge
Druckbelastung die Kernverluste erhöht werden.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
[0011] Demgemäß ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Kern aus amorphem Material von
der Haltevorrichtung hängend gehalten ist, wobei die Haltevorrichtung zur Fixierung
der wenigstens je einen Primärwicklung und Sekundärwicklung dient und hierzu den wenigstens
einen Wicklungskörper jeweils an dessen Stirnseiten beaufschlagt.
[0012] Dabei ist vorgesehen, dass der amorphe Kern jeweils als Wickelbandkern aus Bandmaterial
aus amorphem Werkstoff hergestellt ist.
[0013] Vorzugsweise werden hierbei die zum Einsatz als Kerne vorbereiteten Blechwickel mittels
reißfestem Band in Form gehalten, indem das reißfeste Band im Abstand zueinander wiederholt
um den Blechstapel geschlungen wird, so dass die Blechwickel zusammengehalten sind.
Die derart gebildeten Wickelbandkerne haben vorzugsweise einen rechteckförmigen Grundriss,
das heißt, sie fassen jeweils eine rechteckige Fläche ein. Doch gehören auch Ausgestaltungen
mit ovalem oder kreisförmigem Grundriss in den Geltungsbereich der Erfindung.
[0014] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße
Transformator als Drehstromtransformator ausgebildet und besitzt drei nebeneinander
angeordnete Kerne, die jeweils von einem Wicklungs- oder Spulenkörper umfasst sind.
[0015] Hierzu sind wenigstens zwei Wickelbandkerne mit ihren Längsschenkeln nebeneinander
angeordnet und zu deren mechanischen Verbindung mittels Bandmaterial aus amorphem
Material in der Wickelebene umwickelt sind, wobei alle Schenkel den gleichen Wickelquerschnitt
aufweisen, das heißt die gleiche Dicke und Breite.
[0016] Mit anderen Worten sind in vorteilhafter Weiterbildung wenigstens zwei, vorzugsweise
jedoch besser vier der zuvor beschriebenen Wickelbandkerne mit ihren Längsschenkeln
aneinander gelegt. Diese so gebildete Anordnung wird so dann mittels Bandmaterial
aus amorphem Werkstoff umwickelt, so dass infolge dieser Umwicklung insgesamt fünf
Schenkel mit gleichem Wickelquerschnitt resultieren.
[0017] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Haltevorrichtung aus wenigsten zwei Spannelementen
gebildet ist, welche miteinander in Wirkverbindung stehen und an jeder Stirnseite
eines Wicklungskörpers angeordnet sind. Dabei ist vorgesehen, dass die Haltekonstruktion
so ausgeführt ist, dass mechanische Spannungen, die bei der Fixierung der Wicklungskörper
entstehen, ausschließlich in die Haltekonstruktion und in die Wicklungskörper eingeleitet
werden, so dass die von den Wicklungskörpern umfassten Kerne in der Haltekonstruktion
zwar geführt aber nicht verspannt, also mechanischen Spannungen ausgesetzt, sind.
[0018] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass jeder
Kern zylinderförmig aus amorphem Material in Schichtbauweise gebildet ist mit zumindest
zwei Schenkeln und einem einendig angeformten Joch.
[0019] Vorteilhafterweise können die Spannelemente der Haltekonstruktion aus ferromagnetischem
Material bestehen und gleichzeitig als Joch dienen.
[0020] Als vorteilhaft erweist es sich hierbei, dass jeder Kern mit den Spannelementen der
Haltevorrichtung magnetisch leitend verbunden ist. Hierzu ist vorgesehen, dass jeder
Kern endseitig jeweils an zwei gegenüberliegenden Seiten von den Spannelementen ohne
Druck umfasst ist, wobei zur Vermeidung einer Druckbelastung des Kerns infolge einer
Einspannung des Kerns und der hierdurch bedingten mechanischen Beanspruchung die Spannelemente
mittels fest mit den Spannelementen verbundener Abstandshalter exakt auf Abstand zu
dem jeweiligen Kern gehalten werden.
[0021] Der jeweilige Kern wird hierbei an dem vorgesehenen Ort mit einem Ende in den Freiraum
zwischen den Spannelementen eingeführt und mittels einer mit den Spannelementen ebenfalls
fest verbundenen Tragplatte gehalten, so dass beispielsweise bei einem als Drehstromtransformator
ausgeführten erfindungsgemäßen Transformator drei Kerne säulenartig nebeneinander
an der als unteres Joch dienenden unteren Haltevorrichtung angeordnet sind, wobei
sie gegebenenfalls in den von den beiden Spannelementen begrenzten Zwischenraum unter
Vermeidung mechanischer Spannungen eingreifen.
[0022] Es ist aber entsprechend einer Ausführungsvariante der Erfindung auch möglich, dass
die Haltekonstruktion aus nicht-ferromagnetischem Material, insbesondere aus faserverstärkten
Kunststoffen besteht. In diesem Fall ist die Haltekonstruktion zwar nicht Teil des
Magnetfeldkreises, dafür aber weist die gesamte Anordnung ein deutlich verringertes
Gewicht gegenüber einer Ganz-Metall-Ausführung auf.
[0023] Gemäß einer weiteren Verbesserung des erfindungsgemäßen Transformators ist jeder
Kern an seinen Stirnseiten mit einer Auflage aus Isoliermaterial versehen. Diese Auflage
dient einerseits als elektrische Isolierung und andererseits als Mittel zur Stoßdämpfung
für den betreffenden Kern. Vorzugsweise ist diese Auflage aus einem Isolierwerkstoff,
wie zum Beispiel Kunststoff, insbesondere glasfaserverstärkter Kunststoff oder Silikonkautschuk.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Transformators
sind an den stirnseitigen Enden jedes Jochs Träger vorgesehen, welche die Joche, das
heißt das Unterjoch mit dem Oberjoch, miteinander verbinden. Diese Träger sind bevorzugt
an den außen liegenden Längsseiten des Kerns beziehungsweise der Kerne entlang geführt
und von dem jeweiligen betreffenden Wicklungskörper umfasst, das heißt, die Träger
sind im Inneren des Wicklungskörpers parallel zu dem jeweiligen Kern hindurchgeführt
und mit dem gegenüberliegenden Joch verbunden.
[0025] Zusätzlich können Zuganker vorgesehen sein, welche die aus den Spannelementen gebildeten
Joche gegen die Wicklungskörper pressen, wobei die Kerne jeweils unbeeinträchtigt
sind.
[0026] Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Erfindung vorsieht, anstelle einer
bisher üblichen Kernpresskonstruktion, bei welcher die Befestigung der Spulen- oder
Wicklungskörper durch Anpressen an den Kern erfolgt, eine Spulen-Presskonstruktion
zu verwenden. Hierbei werden die Wicklungskörper mittels einer Haltekonstruktion unabhängig
vom Kern gehalten. Der Kern wird lediglich auf dafür vorgesehenen Platten der Haltekonstruktion
aufgestellt beziehungsweise aufgehängt.
[0027] Neben dem Schutz der neuen Gestaltung eines Transformators mit sogenanntem hängendem
Kern in einer Spulen- oder Wicklungspresskonstruktion ist es auch Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung dieses neuartigen Transformators, nämlich
eines Transformators mit einem Kern , der aus geschichteten Streifen aus amorphem
Material zusammengesetzt ist, welches empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen
ist, mit wenigstens einem den Kern umgebenden, aus wenigstens je einer Primärwicklung
und Sekundärwicklung gebildeten Wicklungskörper sowie mit wenigstens einer Haltevorrichtung
anzugeben.
[0028] Dementsprechend ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines solchen
Transformators durch die Merkmale des Anspruchs 10 definiert.
[0029] Hierbei bilden die Kurzschenkel der Wickelringe jeweils die magnetischen Joche. Anstelle
der Rechteckform für den Querschnitt der einzelnen Wickelringe können auch ovale oder
kreisförmige Querschnitte zur Anwendung kommen.
[0030] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Transformatorkern aus insgesamt vier Wickeln
mit nebeneinander angeordneten Längsschenkeln gebildet ist, die miteinander mechanisch
verbunden sind, so dass auf diese Weise ein 5-Schenkel-Kern hergestellt ist. Auch
hier wird die mechanische Verbindung, wie zuvor bereits für den dreischenkeligen Kern
angegeben, vorzugsweise dadurch bewirkt, dass die Einzelkerne in ihrer Wickelebene
mit Bandmaterial umwickelt werden und so der Verbund der Einzelkerne zu einem 5-Schenkel-Kern
erfolgt.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist es zweckmäßig, dass zu Zwecken
der Stoßdämpfung und der elektrischen Isolation Matten aus Silikonkautschuk an den
Stirnseiten jedes Kerns angeordnet werden.
[0032] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten sind den weiteren abhängigen Ansprüchen
zu entnehmen.
[0033] Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0034] Anhand eines in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles der
Erfindung sollen die Erfindung, vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der
Erfindung sowie besondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
[0035]
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Transformators mit vollständiger elektrischer
Verschaltung,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie A-A in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer Stützanordnung zur Fixierung eines Wicklungskörpers und
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer Kernabstützung
[0036] In Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Transformators 10 mit vollständiger
elektrischer Außen-Verschaltung gezeigt, der als Drehstromtransformator je einen Kern
11 in drei Wicklungskörpern 12 aufweist, deren obere elektrische Anschlüsse 14, 16,
18 im gezeigten Beispiel mit
U, V, W gekennzeichnet und mittels Verbindungsleitern 20 miteinander leitend verbunden sind.
[0037] Die drei Wicklungskörper 12 sind in dichtem Abstand zueinander nebeneinander in Linie
angeordnet und zwischen einem unteren Joch 22 und einem oberen Joch 24 gehalten.
[0038] Jedes Joch 22, 24 ist aus je zwei Spannelementen 25 zusammengesetzt, die jeweils
als C-Profil ausgebildet sind, das heißt aus einem Stegteil 26 mit an dessen Längsseiten
zur gleichen Seite weisenden rechtwinklig angeformten Flanschen 28. Die Spannelemente
24 sind parallel zu einander angeordnet, so dass die Flansche 28 nach außen gerichtet
sind, während ihre flanschlosen Rückseiten aufeinander gerichtet sind.
[0039] Im gezeigten Beispiel haben die Flansche eine verschiedene Breite und zwar derart,
dass die auf Seiten der Wicklungskörper 12 befindlichen Flansche 28 schmaler sind
als die auf der den Wicklungskörpern 12 abgewandten Seite, die etwa doppelt so breit
sind. Insbesondere für die Spannelemente 25 des unteren Jochs 22 erweist sich diese
Gestaltung als vorteilhaft, da mit den breiteren Flanschen 28 eine entsprechend größere
Aufstandfläche und damit eine höhere Standsicherheit gewährleistet ist.
[0040] Die jeweils den Wicklungskörpern 12 zugewandten Flansche 28 der Spannelemente 25
dienen zur Befestigung der Wicklungskörper 12 und damit zur Krafteinleitung beim Verspannen
der Joche 22, 24. Darüber hinaus sind am unteren Flansch 28 des unteren Jochs 20 Traversen
30 angebracht, an deren äußeren Enden Rollen 32 befestigt sind, auf welchen der komplette
Transformator 10 bewegbar ist, wie auch aus der Ansicht in Fig. 2 zu erkennen ist.
[0041] Zur Abstützung der Wicklungskörper 12 auf dem unteren Joch 20 dienen Querträger 34,
die aus elektrisch nichtleitendem Material bestehen und vorzugsweise als glasfaserverstärkte
Platten 36 und Leisten 38 zum Einsatz kommen. Diese Querträger 34 sind einerseits
mit dem oberen Flansch 28 des unteren Jochs 20 verbunden und andererseits mit den
jeweils darauf gesetzten Wicklungskörpern 12.
[0042] In entsprechender Weise wiederholt sich diese Befestigungsweise an der Oberseite
des Transformators 10. Auch hier sind zwecks Verankerung der Wicklungskörper 12 aus
Platten 36 und Leisten 38, beide jeweils aus elektrisch nichtleitendem Material bestehend,
gebildete Querträger 34 entsprechend angeordnet, welche für die starre Verbindung
der Wicklungskörper 12 mit dem unteren Flansch 28 des oberen Jochs 22 vorgesehen sind.
[0043] In der Fig. 2, welche einen Querschnitt durch den Transformator 10 gemäß Fig. 1 entlang
der dort eingezeichneten Schnittlinie A-A wiedergibt, ist der erfindungsgemäße Transformator
10 mit Blick auf einen Wicklungskörper 12 von der Seite gezeigt.
[0044] Besonders unterscheidet sich diese Ansicht von der in Fig. 1 gezeigten Ansicht durch
den Blick auf den in dem unteren Joch 22 und oberen Joch gehaltenen beziehungsweise
aufgehängten Kern 11 aus amorphem Material.
[0045] Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, ist bei amorphen Werkstoffen, die für die
Herstellung von Transformator kernen vorgesehen sind, darauf zu achten, dass das Kernmaterial
keinerlei mechanischer Beanspruchung, zum Beispiel durch Druck ausgesetzt ist, da
hierdurch ein Anstieg der Kernverluste verursacht wird.
[0046] Aus diesem Grund sind die unteren Flansche 28 der das untere Joch 22 bildenden Spannelemente
25 mit einer Abstützplatte 40 versehen, auf welcher der jeweilige Kern 11 ruht. Zusätzlich
sind jeweils Zuganker 42 vorgesehen, welche die Spannelemente 25 des unteren Jochs
22 und des oberen Jochs 24 und den Kern 11 durchdringen und so für eine formschlüssige
Halterung des Kerns 11 sorgen.
[0047] An einem oberen Flansch 28 eines Spannelements 25, im gezeigten Beispiel des rechten
Spannelements 25, des oberen Jochs 24 ist ein Isolator angebracht, der zur Halterung
der Verbindungsleitung 20 dient. Auf der gegenüberliegenden, im gezeigten Beispiel
linken Seite des oberen Jochs 24 sind ebenfalls Verbindungsleiter gezeigt, die mit
wenigstens einem der Wicklungskörper 12 verbunden sind.
[0048] In Fig. 3 ist eine Seitenansicht einer durch einen Querträger 34 gebildeten Stützanordnung
zur Fixierung eines Wicklungskörpers 12 dargestellt, der je nachdem, ob er außenliegend
angeordnet ist oder innenliegend gemäß Fig. 1, schmal als Leiste 38 oder breit als
Platte 36 jeweils aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt ist.
[0049] In dem in Fig. 3 gezeigten Beispiel handelt es sich um einen Querträger 34, der außenliegend
zur Abstützung eines Wicklungskörpers 12 vorgesehen ist. Sein Aufbau ist wie folgt.
An jedem Ende der den Querträgers 34 bildenden Leiste 38 ist eine Gewindestange 46
eingesetzt, welche die Leiste 38 und eine darunter befindliche Platte aus Platte 48
durchgreift und jeweils in einer weiteren rechtwinklig zur Leiste 38 angeordneten
Leiste 54 aus glasfaserverstärktem Kunststoff verankert ist.
[0050] Unterhalb dieser an beiden Seiten des Transformators 10 verlaufenden Leisten 38 ist
jeweils eine Platte 50 aus Silikon vorgesehen, an die eine weitere Leiste 52 aus glasfaserverstärktem
Kunststoff anschließt.
[0051] Fig. 4 schließlich zeigt eine Seitenansicht einer Auflagerung für einen Kern 11 aus
amorphem Material. Diese Auflagerung besteht aus einer oberen Platte 56 aus Silikon,
die von der Tragplatte 42 aus glasfaserverstärktem Kunststoff unterstützt wird. Die
Tragplatte 42 aus glasfaserverstärktem Kunststoff ist ihrerseits von Zugankern 42
durchgriffen, welche mit den hier nicht dargestellten Spannelementen 25 des oberen
Jochs 22 zusammenarbeiten und sich daran abstützen.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 10
- Transformator
- 12
- Wicklungskörper
- 14
- elektrischer Anschluss U
- 16
- elektrischer Anschluss V
- 18
- elektrischer Anschluss W
- 20
- Verbindungsleiter
- 22
- unteres Joch
- 24
- oberes Joch
- 25
- Spannelement
- 26
- Steg
- 28
- Flansch
- 30
- Traverse
- 32
- Rolle
- 34
- Querträger
- 36
- Platte aus GFK
- 38
- Leiste aus GFK
- 40
- Tragplatte
- 42
- Zuganker
- 44
- Isolator
- 46
- Gewindestange
- 48
- Platte aus GFK
- 50
- Platte aus Silikon
- 52
- Platte aus GFK
- 54
- Platte aus GFK
- 56
- Platte aus Silikon
1. Transformaton (10) in Trockenbauweise mit einem als Wickelbandkern aus amorphem Bandmaterial
ausgebildeten Kern, welcher empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen ist, mit
wenigstens einem den Kern umgebenden, aus weinigstens je einer Primärwicklung und
Sekundärwicklung gebildeten Wicklungskörper (12) sowie mit wenigstens einer Haltevorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Haltevorrichtung zur Fixierung der wenigstens je einen Primärwicklung und Sekundärwicklung
dient und aus wenigsten zwei Spannelementen (25) gebildet ist, welche miteinander
in Wirkverbindung stehen und den wenigstens einen Wicklungskörper an jeder seiner
Stirnseiten beaufschlagen und dass der Kern aus amorphen Material von der Haltevorrichtung
hängend gehalten ist; wobei der wenigstens eine Wicklungskörper unabhängig vom Kern
gehalten ist.
2. Transformator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Transformator ein Drehstromtransformator ist und drei Wicklungskörper mit Kern
umfasst.
3. Transformator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern ringförmig mit rechteckigem beziehungsweise ovalem oder rundem Grundriss
ausgebildet ist.
4. Transformator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei solcher Wickelbandkerne mit ihren Längsschenkeln nebeneinander angeordnet
und zu deren mechanischen Verbindung mittels Bandmaterial aus amorphem Material in
der Wickelebene umwickelt sind, wobei alle Schenkel den gleichen Wickelquerschnitt
aufweisen.
5. Transformator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente aus ferromagnetischem Material bestehen und gleichzeitig als Joch
dienen, wobei jeder Kern mit den Spannelementen der Haltevorrichtung magnetisch leitend
verbunden ist. vorn kern gehalten ist.
6. Transformator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kern an seinen Stirnseiten mit einer Auflage aus Isoliermaterial viersehen
ist.
7. Transformator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den stirnseitigen Enden jedes Jochs Träger vorgesehen sind, welche die Joche miteinander
verbinden.
8. Transformator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger an den außen liegenden Längsseiten des Kerns beziehungsweise der Kerne
entlang geführt und von dem betreffenden Wicklungskörper umfasst sind.
9. Verfahren zur Herstellung eines Transformators (10) in Trakenbauweise mit einem Wickelbandkern
aus amorphem Material, welches empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen ist,
mit wenigstens einem den Kern umgebenden, aus wenigstens je einer Primärwicklung und
Sekundärwicklung gebildeten Wicklungskörper (12) mit wenigstens einer Haltevorrichtung
zur Fixierung des gebildeten Wickdungskörpers wobei die Haltevorrichtung aus wenigsten
zwei Spannelementen (25) gebildet ist, welche miteinander in Wirkverbindung stehen
und den wenigstens einen Wicklungskörper an jeder seiner Stirnseiten beaufschlagen
wobei der kern aus amorphen Material von der Haltevorrichtung hängend gehalten ist
wobei der wenigstens eine Wicklungsköper unäbhängig vom Kern gehalten ist, mit den
folgenden Schritten:
a) Bandmaterial aus amorphem Material wird bereitgestellt;
b) aus dem amorphem Bandmaterial werden zwei ringförmige Einzelkerne mit jeweils gleichem,
vorzugsweise rechteckigem Querschnitt durch Wickeln hergestelle;
c) die zwei Einzelkerne werden mit ihren Längsschenkeln aneinandergelegt und in der
Wickelebene der Einzelkerne mit Bandmaterial umwickelt, so dass der kern drei Längsschenkel
mit gleichem Querschnitt aufweist;
d) Verspannung des wenigstens einen Wicklungskörpers mit der Haltevorichtung,
e) die Außenschenkel des derart hergestellten Transformatorkerns werden jeweils mit
der elektrischen Primärwicklung beziehungsweise mit der elektrischen Sekundärwicklung
versehen;
f) anschließend erfolgt die Verschaltung der elektrischen Wicklungen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei zu Zwecken der Stoßdämpfung und der elektrischen
Isolation zumindest an der unteren Stirnseite jedes Kerns Matten aus Silikonkautschuk
angeordnet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 9, wobei zu Zwecken der Stoßdämpfung und der elektrischen
Isolation an beiden Stirnseiten jedes Kerns Matten aus Silikonkautschuk angeordnet
werden.
1. Dry-type transformer (10) with a core in the form of a winding ribbon core composed
of amorphous ribbon material, which core is sensitive to mechanical loads, having
at least one winding body (12) which surrounds the core and is formed from in each
case at least one primary winding and one secondary winding, and having at least one
holding apparatus,
characterized in that
the holding apparatus is used to fix the in each case at least one primary winding
and one secondary winding and is formed from at least two clamping elements (25) which
are operatively connected to one another and act on each of the end faces of the at
least one winding body, and in that the core composed of amorphous material is held suspended by the holding apparatus,
the at least one winding body being held independently of the core.
2. Transformer according to Claim 1, characterized in that the transformer is a polyphase transformer and has three winding bodies with a core.
3. Transformer according to one of the preceding claims, characterized in that the core is in an annular shape with a rectangular, oval or round outline.
4. Transformer according to Claim 3, characterized in that the longitudinal limbs of at least two such winding ribbon cores are arranged alongside
one another and have ribbon material composed of amorphous material wound around them
on the winding plane for their mechanical connection, with all the limbs having the
same winding cross section.
5. Transformer according to one of the preceding claims, characterized in that the clamping elements are composed of ferromagnetic material and are at the same
time used as a yoke, with each core being magnetically permeably connected to the
clamping elements of the holding apparatus.
6. Transformer according to one of the preceding claims, characterized in that each core is provided with a coating of insulating material on its end faces.
7. Transformer according to one of the preceding claims, characterized in that mounts are provided on the ends of each yoke and connect the yokes to one another.
8. Transformer according to Claim 7, characterized in that the mounts are passed along the core or the cores on the external longitudinal faces,
and are surrounded by the relevant winding body.
9. Method for producing a dry-type transformer (10) with a winding ribbon core composed
of amorphous material which is sensitive to mechanical loads, having at least one
winding body (12) which surrounds the core and is formed from in each case at least
one primary winding and one secondary winding, having at least one holding apparatus
for fixing the formed winding body, with the holding apparatus being formed from at
least two clamping elements (25) which are operatively connected to one another and
act on each of the end faces of the at least one winding body, with the core composed
of amorphous material being held suspended by the holding apparatus, the at least
one winding body being held independently of the core, comprising the following steps:
a) ribbon material composed of amorphous material is provided;
b) two annular individual cores each having the same, preferably rectangular, cross
section in each case are produced from the amorphous ribbon material by winding;
c) the two individual cores are placed with their longitudinal limbs against one another
and the ribbon material is wound around them on the winding plane of the individual
cores, such that the core has three longitudinal limbs with the same cross section;
d) bracing of the at least one winding body to the holding apparatus;
e) the outer limbs of the transformer core produced in this way are each provided
with the electrical primary winding or the electrical secondary winding;
f) the electrical windings are then connected.
10. Method according to Claim 9, characterized in that mats composed of silicone rubber are arranged at least on the lower end face of each
core, for the purposes of shock absorption and electrical insulation.
11. Method according to Claim 9, characterized in that mats composed of silicone rubber are arranged on both end faces of each core for
the purposes of shock absorption and electrical insulation.
1. Transformateur (10) de type sec avec un noyau formé de matériau en bande amorphe sous
forme de noyau en bande enroulée, qui est sensible à des sollicitations mécaniques,
avec au moins un corps d'enroulement (12) entourant le noyau et formé d'au moins respectivement
un enroulement primaire et un enroulement secondaire, ainsi qu'avec au moins un dispositif
de maintien, caractérisé en ce que le dispositif de maintien sert pour la fixation desdits au moins respectivement un
enroulement primaire et un enroulement secondaire et est formé d'au moins deux éléments
de serrage (25), qui sont en liaison active l'un avec l'autre et sollicitent ledit
au moins un corps d'enroulement sur chacun de ses côtés frontaux et en ce que le noyau en matériau amorphe est maintenu en suspension par le dispositif de maintien,
dans lequel ledit au moins un corps d'enroulement est maintenu indépendamment du noyau.
2. Transformateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le transformateur est un transformateur à courant triphasé et comprend trois corps
d'enroulement avec noyau.
3. Transformateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau est réalisé en forme d'anneau avec un tracé rectangulaire ou ovale ou rond.
4. Transformateur selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'au moins deux de ces noyaux en bande enroulée sont disposés avec leurs branches longitudinales
l'une à côté de l'autre et sont enveloppés dans le plan d'enroulement, en vue de leur
liaison mécanique, au moyen d'un matériau en bande en matériau amorphe, dans lequel
toutes les branches présentent la même section transversale d'enroulement.
5. Transformateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de serrage sont constitués de matériau ferromagnétique et servent en
même temps d'armature, dans lequel chaque noyau est relié de façon magnétiquement
conductrice aux éléments de serrage du dispositif de maintien.
6. Transformateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque noyau est muni sur ses côtés frontaux d'un appui en matériau isolant.
7. Transformateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu aux extrémités frontales de chaque armature des supports, qui relient
les armatures l'une à l'autre.
8. Transformateur selon la revendication 7, caractérisé en ce que les supports sont guidés le long des côtés longitudinaux situés à l'extérieur du
noyau ou des noyaux et sont entourés par le corps d'enroulement concerné.
9. Procédé de fabrication d'un transformateur (10), de type sec, avec un noyau en bande
enroulée en matériau amorphe, qui est sensible à des sollicitations mécaniques, avec
au moins un corps d'enroulement (12) entourant le noyau et formé d'au moins respectivement
un enroulement primaire et un enroulement secondaire, et avec au moins un dispositif
de maintien pour la fixation du corps d'enroulement formé, dans lequel le dispositif
de maintien est formé d'au moins deux éléments de serrage (25), qui sont en liaison
active l'un avec l'autre et sollicitent ledit au moins un corps d'enroulement sur
chacun de ses côtés frontaux, le noyau en matériau amorphe étant maintenu en suspension
par le dispositif de maintien et ledit au moins un corps d'enroulement étant maintenu
indépendamment du noyau, comprenant les étapes suivantes:
a) on prépare un matériau en bande en matériau amorphe;
b) on fabrique par enroulement, à partir du matériau en bande amorphe, deux noyaux
individuels en forme d'anneau présentant respectivement la même section transversale,
de préférence rectangulaire;
c) on juxtapose les deux noyaux individuels avec leurs branches longitudinales l'une
contre l'autre et on les enveloppe dans le plan d'enroulement des noyaux individuels
avec un matériau en bande, de telle manière que le noyau présente trois branches longitudinales
de même section transversale;
d) on serre ledit au moins un corps d'enroulement avec le dispositif de maintien;
e) on équipe les branches extérieures du noyau de transformateur ainsi fabriqué respectivement
avec l'enroulement électrique primaire ou avec l'enroulement électrique secondaire;
f) on effectue ensuite le câblage des enroulements électriques.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel on dispose, au moins sur le côté frontal
inférieur de chaque noyau, un tapis de caoutchouc silicone dans un but d'amortissement
des chocs et d'isolation électrique.
11. Procédé selon la revendication 9, dans lequel on dispose sur les deux côtés frontaux
de chaque noyau des tapis en caoutchouc silicone dans un but d'amortissement des chocs
et d'isolation électrique.