| (19) |
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(11) |
EP 2 240 640 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.07.2017 Patentblatt 2017/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.12.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/066871 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/092485 (30.07.2009 Gazette 2009/31) |
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| (54) |
TROCKENPARTIE
DRIER SECTION
TRAIN DE SÉCHAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
23.01.2008 DE 102008000133
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.10.2010 Patentblatt 2010/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HAMPE, Stephan
A-3100 St. Pölten (AT)
- ROLLENITZ, Erich
A-3100 St. Pölten (AT)
- LUEGMAIER, Peter
A-3100 St. Pölten (AT)
- STUDENTSCHNIG, Alexander
A-3100 St. Pölten / Oberwagram (AT)
- MEYSEL, Harald
A-3100 St. Pölten (AT)
- BODEN, Herbert
A-3100 St. Pölten (AT)
- KLAUNZER, Guido
A-1060 Wien (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 383 744 EP-A- 1 300 510 DE-U1- 9 017 390
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EP-A- 1 245 729 WO-A-98/27273 US-A- 5 600 897
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Trockenpartie zur Trocknung einer Papier-, Karton- oder
einer anderen Faserstoffbahn in einer Maschine zur Herstellung derselben gemäß dem
Oberbegrift des Anspruchs 1.
[0002] Wegen des einfachen Aufbaus und der leichten Abfuhr von Bahnresten, insbesondere
bei einem Abriss, werden zunehmend Trockenpartien mit einreihigen Trockengruppen eingesetzt
(vgl.
WO98/27273).
[0003] Dabei kommt ausschließlich die Unterseite der Faserstoffbahn mit den Trockenzylindern
in Kontakt. Daher bildet sich bei diesen Trockenpartien auch eine relativ starke Rollneigung
oder ein starker Curl der Faserstoffbahn heraus.
[0004] Um dem zu begegnen wurden Lösungen entwickelt, bei denen die Faserstoffbahn zur Verminderung
der Rollneigung befeuchtet wird, was jedoch das Trockenergebnis beeinträchtigt.
[0005] Auch die Verwendung von zweireihigen Trockengruppen am Ende der Trockenpartie ist
bekannt, jedoch relativ aufwendig.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Rollneigung der Faserstoffbahn bei guter
Bahnführung zu vermindern oder vollständig zu eliminieren.
[0007] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass in der letzten Trockengruppe
die Oberseite der Faserstoffbahn mit den beheizten Trockenzylindern in Kontakt kommt,
dass die Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe in Bahnlaufrichtung nach unten
geneigt verläuft, und dass am Ende der letzten Trockengruppe eine Transfervorrichtung
zum Überführen der Faserstoffbahn in den nächsten Maschinenabschnitt vorgesehen ist.
[0008] Durch die ausschließliche Verwendung von einreihigen Trockengruppen bleibt die Anordnung
in ihrem Aufbau einfach. Auch die Ausschussabfuhr ist in den, vor der letzten Trockengruppe
liegenden Trockengruppen wegen der unter dem Trockenband laufenden Faserstoffbahn
einfach.
[0009] Da die letzte Trockengruppe die, bis dahin nicht direkt getrocknete Oberseite der
Faserstoffbahn durch den Kontakt mit den beheizten Trockenzylindern trocknet, kann
die Rollneigung erheblich reduziert werden.
[0010] Durch die Neigung der Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe wird die Ausschussabfuhr
sowie die Abfuhr von Verschmutzungen aus diesem Bereich verbessert.
[0011] Damit bei einem Abriß die Faserstoffbahn schnell und somit mit nur minimalem Produktionsverlust
bei möglichst unveränderter Betriebsgeschwindigkeit wieder aufgeführt werden kann,
ist am Ende der letzten Trockengruppe eine Transfervorrichtung zur Überführung der
Faserstoffbahn in den nächsten Maschinenabschnitt, wie beispielsweise zu einem Auftragsaggregat
oder zu einer Aufwicklung, angeordnet. Die Bahnführung wird dadurch verbessert.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Anordnung werden die Bahnreste und Verschmutzungen durch
das Trockenband von den Trockenzylindern weggeführt, so dass diese nicht mehr zwischen
Trockenband und Trockenzylinder geführt werden.
[0013] Bei hohen Geschwindigkeiten steigt die mechanische Belastung der Faserstoffbahn und
bei hohen Flächengewichten ist das Risiko die Trockenbänder bei einem Abriß zu beschädigen
groß. Deshalb ist die erfindungsgemäße Trockenpartie besonders vorteilhaft bei Papiermaschinengeschwindigkeiten
an der Aufwickelstation von mehr als 1000 m/min, insbesondere von mehr als 1200 m/min
und vorzugsweise von mehr als 1300 m/min und bei Flächenmassen ab 40 g/m
2 oder bis zu 180 g/m
2, insbesondere zwischen 50 g/m
2 und 180 g/m
2, vorzugsweise zwischen 50 g/m
2 und 130 g/m
2.
[0014] Der Abtransport ähnlich einem Förderband kann noch dadurch verbessert werden, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband und Faserstoffbahn in der letzten Trockengruppe
jeweils von einem der Trockenzylinder zur folgenden Leitwalze dieser Trockengruppe
waagerecht ist.
[0015] Es kann aber auch vorteilhaft sein, wenn der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband
und Faserstoffbahn in der letzten Trockengruppe jeweils von einem der Trockenzylinder
zur folgenden Leitwalze dieser Trockengruppe zur Waagerechten geneigt, insbesondere
auch nach unten geneigt ist. Der Neigungswinkel kann im Bereich von 90°, vorzugsweise
im Bereich kleiner 50° liegen.
[0016] Bei besonderer Anordnung der letzten Trockengruppe, insbesondere bei flachem Neigungswinkel,
kann der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband und Faserstoffbahn in der letzten Trockengruppe
jeweils von einem der Trockenzylinder zur folgenden Leitwalze dieser Trockengruppe
zur Waagerechten im Bereich um bis zu 90°, vorzugsweise bis zu 50° nach oben geneigt
sein.
[0017] Vorteilhaft ist, wenn die Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe in Bahnlaufrichtung
im Bereich von -20° bis +30° zur Senkrechten, insbesondere senkrecht verläuft.
[0018] Um gleichzeitig den erforderlichen Bauraum zu begrenzen, ist es dabei von Vorteil,
wenn die Trockenzylinderreihe der vorletzten Trockengruppe in Bahnlaufrichtung nach
oben geneigt verläuft.
[0019] In allen Fällen sollten die Bahnreste und Verschmutzungen durch das Trockenband vom
Trockenzylinder weg auf den jeweils darunter liegenden Bereich des Trockenbandes befördert
werden. Dies kann dann soweit erfolgen, bis die Bahnreste und Verschmutzungen in den
Maschinenkeller fallen, wo sie von einer am Ende der Trockenpartie im Maschinenkeller
angeordneten Auffangvorrichtung aufgefangen werden. Die Auffangvorrichtung kann beispielsweise
ein Pulper sein.
[0020] Zur Gewährleistung der Zugänglichkeit der Trockenpartie sollten die Trockenzylinder
vorzugsweise über dem Maschinenkeller angeordnet sein.
[0021] Im Interesse einer sicheren Bahnführung ist es des Weiteren vorteilhaft, wenn die
Faserstoffbahn in der gesamten Trockenpartie ständig von einem Band und/oder einer
Walze und/oder einem Zylinder gestützt wird. In diesem Zusammenhang ist es auch vorteilhaft,
wenn die Bahnführung auch in den vor- bzw. nachgeschalteten Maschinenabschnitten ohne
freien Zug, das heißt ständig gestützt, ausgeführt ist.
[0022] Zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Bahnführung ist es auch wichtig,
im Falle eines Bahnabrisses die Faserstoffbahn schnell wieder aufzuführen. Dies kann
durch eine Transfervorrichtung, die geeignet ist, die Faserstoffbahn oder den Überführstreifen
vom unteren Bereich der letzten Trockengruppe zum nächsten in der Regel höherangeordneten
Maschinenabschnitt zu fördern, sichergestellt werden. Zum Zwecke des Überführens wird
vorzugsweise aus der Breite der Faserstoffbahn ein schmaler Überführstreifen mit einer
Schneideinrichtung herausgeschnitten und mittels der Transfereinrichtung überführt.
Die Transfereinrichtung kann eine Kombination einer Blaseinrichtung mit Seilführung
und/oder mindestens einem Vakuumband und/oder Luftleiteinrichtungen umfassen. Insbesondere
bei hohen Geschwindigkeiten kann die Transfereinrichtung für ein zuverlässiges Überführen
seillos ausgeführt sein, zum Beispiel durch mehrere hintereinander angeordnete Vakuumbänder.
[0023] Ein zuverlässiges Überführen setzt auch die sichere Abnahme der Faserstoffbahn oder
des Überführstreifens von der vorausgehenden Band- oder Walzenoberfläche voraus. Die
Abnahmevorrichtung kann zum Beispiel mit einer Saugvorrichtung und/oder mit Blasrohren
ausgestattet sein, die den Überführstreifen von der abgebenden Oberfläche ablösen
und so den Transfer einleiten und den Überführstreifen zur Transfervorrichtung lenken.
[0024] Zur Bildung des Überführstreifens ist eine Schneideinrichtung im Bereich der letzten
besaugten Leitwalze der letzten Trockengruppe (9) und / oder vor der vorletzten Trockengruppe
im Bereich z. B. eines Trockenzylinders vorgesehen. Bei der letzten Variante liegt
die Faserstoffbahn berührend auf der Trockenzylinderoberfläche. Die Schneideinrichtung
kann vorzugsweise als Wasserstrahlschneideinrichtung ausgebildet sein.
[0025] Für den Fall, dass der Überführstreifen vor der letzten oder vorletzten Trockengruppe
geschnitten wird, ist es vorteilhaft, wenn mindestens die besaugten Leitwalzen der
letzten Trockengruppe besaugte Randsaugzonen auf zumindest einer Seite zum Überführen
des Überführstreifens aufweisen.
[0026] Ein weiterer Vorteil bezüglich der Bahnführung ist es, wenn der Transferbereich zwischen
der vorletzten und der letzten Trockengruppe so ausgebildet ist, dass der Laufrichtungsvektor
der Faserstoffbahn oder des Überführstreifens unmittelbar nach deren Übergabe an der
Übergabestelle vom Trockenband der vorletzten Trockengruppe auf das Trockenband der
letzten Trockengruppe eine Komponente in Maschinenlaufrichtung aufweist. Dadurch werden
eventuell anfallende Bahnreste in Maschinenlaufrichtung transportiert und durch die
letzte Trockengruppe zum Pulper oder Maschinenkeller geführt. Somit bleiben keine
störenden Bahnreste in der Trockengruppe zurück.
[0027] Hierbei ist es vorteilhaft, wenn der Laufrichtungsvektor unmittelbar nach der Übergabe
der Faserstoffbahn an der Übergabestelle einen Winkel zur Senkrechten im Bereich von
größer als 0° und kleiner als 180°, vorzugsweise größer als 10° und kleiner als 90°
aufweist.
[0028] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband und Faserstoffbahn
in der letzten Trockengruppe zwischen der Übergabestelle und der folgenden ersten
Leitwalze dieser Trockengruppe zur Waagerechten im Bereich bis zu 30°, vorzugsweise
0° nach oben und bis zu 90°, vorzugsweise 30° nach unten geneigt ist.
[0029] In einer Ausgestaltungsvariante ist die letzte Trockengruppe mit einer weiteren Trocknungsvorrichtung
kombiniert. Dies kann zum Beispiel ein Pralllufttrockner oder Strahlungstrockner sein.
[0030] Die erfindungsgemäße Trockenpartie kann als Vortrockenpartie und / oder als Nachtrockenpartie
der Papiermaschine angeordnet sein. Im Falle der Vortrockenpartie kann die Trockenpartie
unmittelbar vor einer Glätt- und/oder einer Auftragseinrichtung einer Papiermaschine
angeordnet sein. Die Auftragseinrichtung kann eine Leimauftragseinrichtung oder eine
Auftragseinrichtung für Streichfarbe sein. In diesen Fällen kann durch die letzte
Trockengruppe eine Curlkorrektur der Faserstoffbahn durchgeführt werden. Es ist auch
möglich den Einfluss des Auftragsaggregates auf den Curl vorab zu kompensieren. Die
erfindungsgemäße Trockenpartie lässt sich in ihrer Wirkung auf den Einfluss des nachfolgenden
Maschinenabschnitts abstimmen. Dies kann z. B. über die Anpassung der Trocknungstemperatur
der Trockenzylinder in der letzten Trockengruppe geschehen.
[0031] Insbesondere diesbezüglich ist es vorteilhaft, die Trockenzylinder der letzten Trockengruppe
in einer separaten Heizstufe zusammenzufassen.
[0032] Für eine gute Einflussnahme ist der Dampfdruck der Trockenzylinder der letzten Trockengruppe
höher als in mindestens einer der vorhergehenden Trockengruppen. So ist es vorteilhaft,
wenn der Differenzdruck zwischen der letzten und vorletzten Trockengruppe zwischen
2 bis 8 bar beträgt. Der Dampfdruck der Trockenzylinder der letzten Trockengruppe
ist insbesondere größer als 10 bar, vorzugsweise größer als 12 bar, und insbesondere
größer als 12,5 bar.
[0033] Zur Verbesserung der Curlkorrektur kann in der letzten Trockengruppe auch mindestens
ein Hochleistungstrockenzylinder eingesetzt werden. Dieser zeichnet sich dadurch aus,
dass die mit der Faserstoffbahn in Kontakt kommende Zylinderoberfläche eine Temperatur
von über 120 °C aufweist. Dies führt zu einer hohen Wärmestromdichte. Die Wärmestromdichte
soll großer als 25 kW/m
2 insbesondere größer als 38 kWlm
2 und vorzugsweise größer als 42 kW/m
2 betragen.
[0034] Die letzte Trockengruppe umfasst insbesondere für Trockenzylinderdurchmesser kleiner
oder gleich 2500 mm, insbesondere kleiner oder gleich 1800 mm und ganz besonders bei
Durchmesser kleiner oder gleich 1500 mm mindestens 2 Trockenzylinder.
[0035] Zur Erhöhung der Wirkung ist der Durchmesser mindestens eines Trockenzylinders der
letzten Trockengruppe größer als 1000 mm, vorzugsweise gleich oder größer als 1800
mm. Insbesondere für große Durchmesser größer als 1800 mm, insbesondere größer als
2500 mm, kann auch nur 1 Trockenzylinder vorgesehen sein.
[0036] Für eine gute Leistungsanpassung ist es vorteilhaft, wenn im Bereich des gemeinsamen
Bahnlaufes von Trockenband und Faserstoffbahn in der letzten Trockengruppe zwischen
der Übergabestelle und der folgenden ersten Leitwalze dieser Trockengruppe eine zusätzliche
Trocknungseinrichtung vorgesehen ist. Dies kann ein Pralllufttrockner sein.
[0037] Zur Stabilisierung des Bahnlaufs kann im Bereich des gemeinsamen Bahnlaufes von Trockenband
und Faserstoffbahn in der letzten Trockengruppe zwischen der Übergabestelle und der
folgenden ersten Leitwalze dieser Trockengruppe eine Stabilisierungsvorrichtung zur
Stabilisierung des Bahnlaufes vorgesehen sein. Die Stabilisierungsvorrichtung kann
durch ein umlaufendes Band, das die Faserstoffbahn in diesem Bereich abdeckt, realisiert
sein.
[0038] Um umherfliegende Bahnreste aus der Trockenpartie zu leiten oder zu verhindern, dass
sie in nachfolgende Trockengruppen gelangen, ist es vorteilhaft, im Bereich der letzten
Trockengruppe und/oder im Bereich der vorletzten Trockengruppe eine Prallleitwand
vorzusehen. Die Prallwand ist dabei so angeordnet, dass die Bahnreste in den Pulper,
in den Maschinenkeller oder auf eine Transporteinrichtung zum Abtransport geleitet
werden.
[0039] Es ist auch vorteilhaft, wenn im Bereich der letzten Trockengruppe und/oder im Bereich
der vorletzten Trockengruppe mindestens eine zusätzliche Vorrichtung zur Korrektur
des Curls der Faserstoffbahn vorgesehen ist. Eine solche Vorrichtung kann eine Befeuchtungseinrichtung,
wie zum Beispiel ein Düsenfeuchter, Dampffeuchter etc. sein oder auch eine Pralllufteinrichtung.
Diese sind vorzugsweise sektioniert über die Breite einstellbar.
[0040] Eine weitere Ausgestaltungsvariante zeichnet sich dadurch aus, dass die letzte Trockengruppe
außerhalb der Haube der Trockenpartie angeordnet ist. Dies wird dadurch ermöglicht,
dass die Trocknungsrate am Ende der Trockenpartie gering ist und der Hauptzweck die
Curlbeeinflussung ist. Bei dieser Variante wird die Zugänglichkeit für Wartungs- und
Servicearbeiten verbessert. Ebenso sind die Belastungen des Personals durch hohe Temperaturen
wie sie in der Haube auftreten, eliminiert. Der Bahnlauf kann leicht eingesehen und
beobachtet werden.
[0041] Die erfindungsgemäße Trockenpartie lässt sich vorteilhaft für die Herstellung von
Kopierpapieren oder Verpackungspapieren, insbesondere bei höheren Flächengewichten
ab 40 g/m
2 oder bis zu 180 g/m
2, insbesondere zwischen 50 g/m
2 und 180 g/m
2, vorzugsweise zwischen 50 g/m
2 und 130 g/m
2.verwenden. Hier stellt die Beherrschung der Bahnreste bei Bahnabrissen eine besondere
Herausforderung dar.
[0042] Nachfolgend soll die Erfindung an Ausführungsbeispielen anhand der Figuren 1 bis
4 näher erläutert werden.
[0043] Die Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch das Ende der Trockenpartie
mit den letzten drei Trockengruppen 7, 8, 9.
[0044] In Figur 2 ist eine senkrechte Anordnung der letzten Trockengruppe dargestellt.
[0045] Die Figur 3 ist eine vergrößerte Darstellung des Transferbereiches am Ende der letzten
Trockengruppe.
[0046] Die Figur 4 zeigt mögliche Anordnungen der erfindungsgemäßen Trockenpartie innerhalb
einer Papiermaschine.
[0047] In Figur 1 werden alle Trockengruppen 7, 8, 9 der Trockenpartie von einer Reihe von
nebeneinander angeordneten, beheizten Trockenzylinder 3 gebildet, wobei sich zwischen
jeweils zwei Trockenzylindern 3 eine besaugte Leitwalze 4 befindet.
[0048] Dabei wird die Faserstoffbahn 1 von einem endlos umlaufenden Trockenband 2 in Form
eines luftdurchlässigen Trockensiebes der jeweiligen Trockengruppe 7, 8, 9 mäanderförmig,
abwechselnd über die Trockenzylinder 3 und die Leitwalzen 4 geführt.
[0049] Das Trockenband 2 drückt die Faserstoffbahn 1 gegen die heiße Mantelfläche der Trockenzylinder
3 und verbessert so den Wärmetransport zur Faserstoffbahn 1.
[0050] Während der Umschlingung der Leitwalze 4 liegt die Faserstoffbahn 1 außen, weshalb
die Leitwalze 4 besaugt ist. Der Unterdruck der Leitwalze 4 saugt die Faserstoffbahn
1 so an das Trockenband 2.
[0051] Hierzu besitzen die Leitwalzen 4 einen perforierten Walzenmantel, dessen Innenraum
mit einer Unterdruckquelle verbunden ist.
[0052] Zur Stabilisierung des Bahnlaufs befinden sich in den Taschen zwischen den Trockenzylindern
3 Saugkästen 11, über deren Unterdruck die Faserstoffbahn 1 zwischen Trockenzylinder
3 und Leitwalze 4 an das Trockenband 2 gesaugt wird.
[0053] Bei allen Trockengruppen 7, 8, außer der letzten 9, befinden sich die Trockenzylinder
3 unter der Faserstoffbahn 1, dies bedeutet, dass auch nur die Unterseite der Faserstoffbahn
1 in diesen Trockengruppen 7, 8 mit den Trockenzylindern 3 in Kontakt kommt.
[0054] Dies führt zu einer intensiveren Trocknung der Unterseite der Faserstoffbahn 1 und
damit auch zur Rollneigung.
[0055] Daher befinden sich die Trockenzylinder 3 der letzten Trockengruppe 9 über der Faserstoffbahn
1, was zum Kontakt der Oberseite der Faserstoffbahn 1 mit der heißen Mantelfläche
dieser Trockenzylinder 3 führt.
[0056] Auf diese Weise kann die einseitige Trocknung wieder ausgeglichen und die Rollneigung
erheblich vermindert werden.
[0057] Da alle Trockengruppen nur eine Reihe von Trockenzylindern 3 und ein Trockenband
2 besitzen, ist die Trockenpartie mit relativ wenig Aufwand verbunden.
[0058] Auch Bahnreste und Verschmutzungen können in den vorderen Trockengruppen 7, 8 wegen
des über der Faserstoffbahn 1 laufenden Trockenbandes 2 relativ einfach nach unten
abgeführt werden.
[0059] Um auch bei der letzten Trockengruppe 9 die Bahnabfuhr zu verbessern, verläuft die
Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe 9 in Bahnlaufrichtung 12 nach unten
geneigt. Der Neigungswinkel beträgt in diesem Beispiel +30 ° zur Senkrechten.
[0060] Fällt in der letzten Trockengruppe 9 ein Bahnrest auf die vom Trockenband 2 gestützte
Faserstoffbahn 1, wenn diese vom Trockenzylinder 3 zur Leitwalze 4 läuft, so wird
dieser Bahnrest von der Leitwalze 4 weg befördert.
[0061] Während der Umschlingung der Leitwalze 4 kann der Bahnrest dann in den Maschinenkeller
5 oder auch auf den nächsten Abschnitt dieser Trockengruppe 9 fallen, in dem die Faserstoffbahn
1 vom Trockenzylinder 3 zur Leitwalze 4 läuft.
[0062] Um diesen Transport der Bahnreste und Verschmutzungen noch zu verbessern, verläuft
die Faserstoffbahn 1 mit dem Stützband 2 in der letzten Trockengruppe vom Trockenzylinder
3 zur folgenden Leitwalze 4 etwa waagerecht.
[0063] Am Ende der Trockenpartie befindet sich im Maschinenkeller 5 eine Auffangvorrichtung
6, z. B. ein Pulper, zur Aufnahme der von der letzten Trockengruppe 9 abgeführten
Verschmutzungen, Bahnreste usw.
[0064] Im Interesse einer guten Zugänglichkeit der Elemente der Trockenpartie, insbesondere
der Trockenzylinder 3, befinden sich diese alle über dem Maschinenkeller 5 und damit
auch über der Bedienebene.
[0065] Um dabei den Raumbedarf der Trockenpartie zu begrenzen, verläuft die Trockenzylinderreihe
der vorletzten Trockengruppe 8 in Bahnlaufrichtung 12 nach oben geneigt. Die davor
liegenden Trockengruppen 7 verlaufen waagerecht.
[0066] In der gesamten Trockenpartie wird die Faserstoffbahn 1 ständig von einem Zylinder
3, einer Walze 4 oder einem Band 2 gestützt, was die Bahnführung selbst bei hohen
Maschinengeschwindigkeiten sehr sicher macht.
[0067] Nach der Trockenpartie wird die Faserstoffbahn 1 zu einer Aufrollstation 10 geführt.
[0068] In der Figur 2 ist eine Variante zu Figur 1 dargestellt. Ein wesentlicher Unterschied
ist die senkrechte Anordnung der letzten Trockengruppe 9. Vorteilhaft ist, wenn die
Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe 9 in Bahnlaufrichtung im Bereich von
-20° bis +30° zur Senkrechten, insbesondere wie dargestellt, senkrecht verläuft.
[0069] Die Trockenpartie mit allen Gruppen ist innerhalb einer Haube 21 angeordnet.
[0070] Damit bei einem Abriss die Faserstoffbahn 1 schnell und somit mit nur minimalem Produktionsverlust
bei möglichst unveränderter Betriebsgeschwindigkeit wieder aufgeführt werden kann,
ist am Ende der letzten Trockengruppe 9 eine Transfervorrichtung 13 zur Überführung
der Faserstoffbahn in den nächsten Maschinenabschnitt 10, wie beispielsweise zu einem
Auftragsaggregat oder zu einer Aufwicklung 10, angeordnet. Die Bahnführung wird dadurch
verbessert. Die Transfereinrichtung 13 ist hier als Vakuumband ausgeführt.
[0071] In Figur 2 ist der Neigungswinkel "c" angegeben, der die Abweichung des gemeinsamen
Bahnlaufes von Trockenband 2 und Faserstoffbahn 1 in der letzten Trockengruppe 9 jeweils
von einem der Trockenzylinder 3 zur folgenden Leitwalze 4 zur Waagerechten angibt.
Der Winkel "c" beträgt hier ungefähr 0°.
[0072] Vorteilhaft ist, wenn der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband und Faserstoffbahn
1 in der letzten Trockengruppe 9 jeweils von einem der Trockenzylinder 3 zur folgenden
Leitwalze 4 dieser Trockengruppe zur Waagerechten geneigt, insbesondere auch nach
unten geneigt ist. Der Neigungswinkel "c" kann im Bereich von 90°, vorzugsweise im
Bereich kleiner 50° liegen.
[0073] Bei besonderer Anordnung der letzten Trockengruppe, insbesondere bei flachem Neigungswinkel,
kann der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband und Faserstoffbahn in der letzten Trockengruppe
9 jeweils von einem der Trockenzylinder 3 zur folgenden Leitwalze 4 dieser Trockengruppe
9 zur Waagerechten nach oben geneigt sein. Der Neigungswinkel "c" kann vorzugsweise
dann im Bereich um bis zu 90°, vorzugsweise bis zu 50° nach oben gerichtet sein.
[0074] Zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Bahnführung ist es auch wichtig,
im Falle eines Bahnabrisses die Faserstoffbahn 1 schnell wieder aufzuführen. Figur
2 und Figur 3 zeigen eine Transfervorrichtung 13, die geeignet ist, die Faserstoffbahn
1 oder den Überführstreifen vom unteren Bereich der letzten Trockengruppe 9 abzunehmen
und zum nächsten in der Regel höherangeordneten Maschinenabschnitt zu fördern.
[0075] Zum Zwecke des Überführens wird vorzugsweise aus der Breite der Faserstoffbahn ein
schmaler Überführstreifen mit einer Schneideinrichtung 14,15 herausgeschnitten und
mittels der Transfereinrichtung überführt. Die Transfereinrichtung 13 kann eine Kombination
einer Blaseinrichtung mit Seilführung und/oder mindestens einem Vakuumband und/oder
Luftleiteinrichtungen umfassen. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten kann die
Transfereinrichtung für ein zuverlässiges Überführen seillos ausgeführt sein. In der
Figur 2 nimmt ein Vakuumband 13 den Überführstreifen 1 von der Leitwalze 23 ab und
transportiert ihn zur Leitwalze 24. Von dort kann er mit bekannten Seilführungen oder
Luftleitelementen weitergeführt werden. Die Schneideinrichtung 14 ist im Bereich der
letzten besaugten Leitwalze 4 angeordnet. Die Faserstoffbahn liegt während dem Schneidvorgang
auf dem Trockenband 2 auf. Diese Position ist aufgrund der Nähe zur Transfervorrichtung
13 und dem Pulper 6 vorteilhaft. Eine weitere Ausgestaltung ist die Anordnung der
Schneideinrichtung 15 im Bereich des letzten Trockenzylinders der Trockengruppe 7
vor der vorletzten Trockengruppe 8. Die Faserstoffbahn liegt dabei direkt auf der
Oberfläche des Trockenzylinders 3 auf. Die Schneideinrichtungen sind beispielhaft
als Wasserstrahlschneideinrichtung ausgebildet Die Restbahn wird während des Überführens
in Pulper gefahren.
[0076] Ein zuverlässiges Überführen setzt auch die sichere Abnahme der Faserstoffbahn 1
oder des Überführstreifens von der vorausgehenden Band- oder Walzenoberfläche 2, 23
voraus. In Figur 2 und 3 ist die Situation nach erfolgter Überführung dargestellt.
Die Faserstoffbahn bzw. der Überführstreifen ist zwischen dem Trockenzylinder 3 und
der Leitwalze 24 bereits wieder straff gezogen und in die nächste, nicht dargestellte
Maschinensektion überführt.
[0077] Die Abnahmevorrichtung kann am Beginn der Transfervorrichtung 13 zum Beispiel mit
einer Saugvorrichtung und/oder mit Blasrohren ausgestattet sein, die den Überführstreifen
von der Oberfläche ablösen und so den Transfer einleiten. Die Abnahme des Überführstreifens
und / oder der Faserstoffbahn 1 oder der Restbahn kann durch die Saug- und/oder Blaseinrichtung
25 bewirkt oder unterstützt werden. In Bahnlaufrichtung 12 gesehen wird im ersten
Bereich der Saug- und/oder Blaseinrichtung diese zur Bahnlaufstabilisierung vorzugsweise
besaugt. Kurz vor der Leitwalze 24 kann mit Hilfe von Blasluft der Überführstreifen
und / oder die Faserstoffbahn 1 oder die Restbahn vom Trockenband 2 abgelöst und zur
Transfereinrichtung 13 bzw. zum Pulper 6 gelenkt werden.
[0078] Ein weiterer Vorteil bezüglich der Bahnführung ist es, wenn der Transferbereich zwischen
der vorletzten und der letzten Trockengruppe so ausgebildet ist, dass der Laufrichtungsvektor
19 der Faserstoffbahn 1 oder des Überführstreifens unmittelbar nach deren Übergabe
an der Übergabestelle 20 vom Trockenband 2 der vorletzten Trockengruppe 8 auf das
Trockenband 2 der letzten Trockengruppe 9 eine Komponente in Maschinenlaufrichtung
aufweist. Dadurch werden eventuell anfallende Bahnreste in Maschinenlaufrichtung 22
transportiert und durch die letzte Trockengruppe 9 zum Pulper 6 oder Maschinenkeller
5 geführt. Somit bleiben keine störenden Bahnreste in der Trockengruppe zurück.
[0079] Hierbei ist es vorteilhaft, wenn der Laufrichtungsvektor 19 einen Winkel "a" zur
Senkrechten im Bereich von größer als 0° und kleiner als 180°, vorzugsweise größer
als 10° und kleiner als 90° aufweist.
[0080] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband 2 und Faserstoffbahn
1 in der letzten Trockengruppe 9 zwischen der Übergabestelle 20 und der folgenden
ersten Leitwalze 4 dieser Trockengruppe 9 zur Waagerechten im Winkel "b" im Bereich
bis zu 30°, vorzugsweise 0° nach oben und bis zu 90°, vorzugsweise 30° nach unten
geneigt ist.
[0081] Für eine gute Leistungsanpassung ist es vorteilhaft, wenn im Bereich des gemeinsamen
Bahnlaufes von Trockenband 2 und Faserstoffbahn 1 in der letzten Trockengruppe 9 zwischen
der Übergabestelle 20 und der folgenden ersten Leitwalze 4 dieser Trockengruppe eine
zusätzliche Trocknungseinrichtung 18 vorgesehen ist. Dies kann ein Pralllufttrockner
18 sein.
[0082] Zur Stabilisierung des Bahnlaufs ist im Bereich des gemeinsamen Bahnlaufes von Trockenband
2 und Faserstoffbahn 1 in der letzten Trockengruppe 9 zwischen der Übergabestelle
20 und der folgenden ersten Leitwalze dieser Trockengruppe eine Stabilisierungsvorrichtung
17 zur Stabilisierung des Bahnlaufes vorgesehen. Die Stabilisierungsvorrichtung 17
ist im vorliegenden Beispiel durch ein umlaufendes Band, das die Faserstoffbahn 1
in diesem Bereich abdeckt, realisiert.
[0083] Um umherfliegende Bahnreste aus der Trockenpartie zu leiten oder zu verhindern, dass
sie in nachfolgende Trockengruppen gelangen, ist es vorteilhaft, im Bereich der letzten
Trockengruppe 9 und/oder im Bereich der vorletzten Trockengruppe 8 eine Prallleitwand
16 vorzusehen. Die Prallwand ist dabei so angeordnet, dass die Bahnreste in den Pulper
6, in den Maschinenkeller 5 und/oder auf eine Transporteinrichtung zum Abtransport
geleitet werden.
[0084] Die Figur 4 zeigt eine Papiermaschine mit einer Formerpartie 27, einer Pressenpartie
28, einer vortrockenpartie 29, einer Nachttrockenpartie 32 und einer Aufrollung 10.
Zwischen der Vor- 29 und Nachtrockenpartie 32 ist eine Glätteinrichtung 30 sowie eine
Auftragseinrichtung 31 zum Auftragen von Leim und/oder Streichfarbe angeordnet. Die
erfindungsgemäße Trockenpartie kann sowohl als Vor- 29 als auch als Nachtrockenpartie
32 zum Einsatz kommen. Die Anordnung als Vortrockenpartie 29 hat den Vorteil, dass
der Einfluss des insbesondere einseitigen Auftrages auf den Curl der Faserstoffbahn
1 zumindest teilweise kompensiert werden kann.
Bezugszeichenliste
[0085]
- 1
- Faserstoffbahn
- 2
- Trockenband
- 3
- Trockenzylinder
- 4
- Leitwalzen
- 5
- Maschinenkeller
- 6
- Auffangvorrichtung, Pulper
- 7,8,9
- Trockengruppen
- 10
- Maschinenabschnitt, Aufrollstation
- 11
- Saugkästen
- 12
- Bahnlaufrichtung
- 13
- Transfervorrichtung
- 14
- Schneideinrichtung
- 15
- Schneideinrichtung
- 16
- Prallleitwand
- 17
- Stabilisierungsvorrichtung
- 18
- Trocknungseinrichtung
- 19
- Laufrichtungsvektor
- 20
- Übergabestelle
- 21
- Haube über Trockenpartie
- 22
- Maschinenlaufrichtung
- 23
- Leitwalze
- 24
- Leitwalze
- 25
- Saug-/Blaseinrichtung
- 26
- Schaber
- 27
- Formerpartie
- 28
- Pressenpartie
- 29
- Vortrockenpartie
- 30
- Glättwerk
- 31
- Auftragseinrichtung
- 32
- Nachtrockenpartie
1. Trockenpartie zur Trocknung einer Papier-, Karton- oder einer anderen Faserstoffbahn
(1) in einer Maschine zur Herstellung derselben mit ausschließlich einreitigen Trockengruppen
(7, 8, 9), in denen die Faserstoffbahn (1) von einem endlos umlaufenden Trockenband
(2) gestützt, abwechselnd über beheizte, in einer Reihe nebeneinander angeordnete
Trockenzylinder (3) und Leitwalzen (4) geführt wird, wobei das Trockenband (2) die
Faserstoffbahn (1) gegen die Mantelfläche der Trockenzylinder (3) drückt und in den
Trockengruppen (7, 8, 9) jeweils nur eine bestimmte Seite der Faserstoffbahn (1) mit
den Trockenzylindern (3) in Kontakt kommt, in allen vor der letzten Trockengruppe
(9) liegenden Trockengruppen (7,8) die Unterseite der Faserstoffbahn (1) mit den beheizten
Trockenzylindern (3) in Kontakt kommt
dadurch gekennzeichnet, dass
in der letzten Trockengruppe (9) die Oberseite der Faserstoffbahn (1) mit den beheizten
Trockenzylindern (3) in Kontakt kommt, dass die Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe
(9) in Bahnlaufrichtung (12) nach unten geneigt verläuft, und dass am Ende der letzten
Trockengruppe (9) eine Transfervorrichtung (13) zum Überführen der Faserstoffbahn
(1) in den nächsten Maschinenabschnitt (10) vorgesehen ist.
2. Trockenpartie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in der letzten
Trockengruppe (9) jeweils von einem der Trockenzylinder (3) zur folgenden Leitwalze
(4) dieser Trockengruppe (9) waagerecht ist.
3. Trockenpartie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in der letzten
Trockengruppe (9) jeweils von einem der Trockenzylinder (3) zur folgenden Leitwalze
(4) dieser Trockengruppe (9) zur Waagerechten geneigt ist.
4. Trockenpartie nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in der letzten
Trockengruppe (9) jeweils von einem der Trockenzylinder (3) zur folgenden Leitwalze
(4) dieser Trockengruppe (9) zur Waagerechten nach unten geneigt ist.
5. Trockenpartie nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in der letzten
Trockengruppe (9) jeweils von einem der Trockenzylinder (3) zur folgenden Leitwalze
(4) dieser Trockengruppe (9) zur Waagerechten im Bereich um bis zu 90°, vorzugsweise
bis zu 50°, nach unten geneigt ist.
6. Trockenpartie nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in der letzten
Trockengruppe (9) jeweils von einem der Trockenzylinder (3) zur folgenden Leitwalze
(4) dieser Trockengruppe (9) zur Waagerechten im Bereich um bis zu 90°, vorzugsweise
bis zu 50°, nach oben geneigt ist.
7. Trockenpartie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe (9) in Bahnlaufrichtung (12) im
Bereich von -20° bis +30° zur Senkrechten verläuft..
8. Trockenpartie nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenzylinderreihe der letzten Trockengruppe (9) in Bahnlaufrichtung (12) senkrecht
verläuft.
9. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenzylinderreihe der vorletzten Trockengruppe (8) in Bahnlaufrichtung (12)
nach oben geneigt verläuft.
10. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserstoffbahn (1) in der gesamten Trockenpartie ständig von einem Band (2) und/oder
einer Walze (4) und/oder einem Zylinder (3) gestützt wird.
11. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenzylinder (3) über dem Maschinenkeller (5) angeordnet sind.
12. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Ende der Trockenpartie im Maschinenkeller (5) eine Auffangvorrichtung (6) angeordnet
ist.
13. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transfereinrichtung (13) aus einer mit einer Seilführung zusammenwirkenden Blaseinrichtung
und/oder mindestens einem Vakuumband und/oder mindestens einer Luftleiteinrichtung
besteht.
14. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transfereinrichtung (13) eine Abnahmevorrichtung zum Abnehmen der Faserstoffbahn
(1) von einer vorausgehenden Stützfläche umfasst.
15. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die von der Transfereinrichtung (13) überführte Faserstoffbahn (1) als Überführstreifen
(1) ausgebildet ist.
16. Trockenpartie nach Ansprusch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leitwalzen (4) zwischen den Trockenzylindern (3) der letzten Trockengruppe (9)
besaugte Leitralzen sind und mindestens diese besaugten Leitwalzen (4) besaugte Randsaugzonen
auf zumindest einer Seite zur Überführung des Überführstreifens aufweisen.
17. Trockenpartie nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Schneideinrichtung (14, 15) auf der letzten besaugten Leitwalze (4) der letzten
Trockengruppe (9) und / oder vor der vorletzten Trockengruppe (8) zur Bildung des
Überführstreifens vorgesehen ist.
18. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Transferbereich zwischen der vorletzten und der letzten Trockengruppe (9) so ausgebildet
ist, dass der Laufrichtungsvektor (19) der Faserstoffbahn (1) oder des Überführstreifens
unmittelbar nach deren Übergabe an der Übergabestelle (20) vom Trockenband (2) der
vorletzten Trockengruppe (8) auf das Trockenband (2) der letzten Trockengruppe (9)
eine Komponente in Maschinenlaufrichtung aufweist.
19. Trockenpartie nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Laufrichtungsvektor (19) einen Winkel zur Senkrechten im Bereich von größer als
0° und kleiner als 180°, vorzugsweise größer als 10° und kleiner als 90° aufweiset.
20. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemeinsame Bahnlauf von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in der letzten
Trockengruppe (9) zwischen der Übergabestelle (20) vom Trockenband (2) der vorletzten
Trockengruppe (8) auf das Trockenband (2) der letzten Trockengruppe (9) und der folgenden
ersten Leitwalze (4) der Letzten Trockengruppe (9) zur Waagerechten im Bereich bis
zu 30°, vorzugsweise bis zu 0° nach oben und bis zu 90°, vorzugsweise 30° nach unten
geneigt ist.
21. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die letzte Trockengruppe mit einer weiteren Trocknungsvorrichtung, beispielweise einem
Pralllufttrockner oder Strahlungstrockner kombiniert ist.
22. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenpartie als Vortrockenpartie und / oder als Nachtrockenpartie der Papiermaschine
angeordnet ist.
23. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenpartie vor einer Glätt- und/oder einer Auftragseinrichtung der Papiermaschine
angeordnet ist.
24. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trockenzylinder (3) der letzten Trockengruppe (9) in einer separaten Heizstufe
zusammengefasst sind.
25. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dampfdruck der Trockenzylinder (3) der letzten Trockengruppe (9) höher ist, als
der Dampfdruck in mindestens einer der vorhergehenden Trockengruppen (7,8).
26. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dampfdruck der Trockenzylinder (3) der letzten Trockengruppe (9) größer als 10
bar, vorzugsweise größer als 12 bar, und insbesondere größer als 12,5 bar ist.
27. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Durchmesser mindestens eines Trockenzylinders (3) der letzten Trockengruppe (9)
größer als 1000 mm, vorzugsweise gleich oder größer als 1800 mm sind.
28. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich des gemeinsamen Bahnlaufes von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in
der letzten Trockengruppe (9) zwischen der Übergabestelle (20) vom Trockenband (2)
der vorletzten Trockengruppe (8) auf das Trockenband (2) der letzten Trockengruppe
(9) und der folgenden ersten Leitwalze (4) dieser Trockengruppe (9) eine zusätzliche
Trocknungseinrichtung (18) vorgesehen ist.
29. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich des gemeinsamen Bahnlaufes von Trockenband (2) und Faserstoffbahn (1) in
der letzten Trockengruppe (9) zwischen der Übergabestelle (20) vom Trockenband (2)
der vorletzten Trockengruppe (8) auf das Trockenband (2) der letzten Trockengruppe
(9) und der folgenden ersten Leitwalze (4) dieser Trockengruppe (9) eine Stabilisierungsvorrichtung
(17) zur Stabilisierung des Bahnlaufes vorgesehen ist.
30. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich der letzten Trockengruppe (9) und/oder im Bereich der vorletzten Trockengruppe
eine Prallleitwand (16) vorgesehen ist.
31. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich der letzten Trockengruppe (9) und/oder im Bereich der vorletzten Trockengruppe
mindestens eine zusätzliche Vorrichtung zur Korrektur des Curls der Faserstoffbahn
(1) vorgesehen ist.
32. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die letzte Trockengruppe (9) außerhalb einer der Trockenpartie zugeordneten Haube
(21) angeordnet ist.
33. Verwendung der Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
für die Herstellung von Kopierpapieren oder Verpackungspapieren, bei Geschwindigkeiten
von über 1000 m/min und Flächengewichten von größer oder gleich 40 g/m2 an der Aufwickelstation.
1. Drying section for drying a paper, cardboard or other fibrous web (1) in a machine
for producing the latter with exclusively single-row drying groups (7, 8, 9), in which
the fibrous web (1), supported by an endlessly circulating drying belt (2), is guided
alternately over guide rollers (4) and drying cylinders (3) which are heated and are
arranged in a row next to one another, the drying belt (2) pressing the fibrous web
(1) against the circumferential face of the drying cylinders (3), and in each case
only a defined side of the fibrous web (1) coming into contact with the drying cylinders
(3) in the drying groups (7, 8, 9), and the underside of the fibrous web (1) coming
into contact with the heated drying cylinders (3) in all drying groups (7, 8) which
lie upstream of the last drying group (9), characterized in that the upper side of the fibrous web (1) comes into contact with the heated drying cylinders
(3) in the last drying group (9), and in that the drying cylinder row of the last drying group (9) runs in a downwardly inclined
manner in the web running direction (12), and in that a transfer apparatus (13) for transferring the fibrous web (1) into the next machine
section (10) is provided at the end of the last drying group (9).
2. Drying section according to Claim 1, characterized in that the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) is horizontal in each case from one of the drying cylinders (3) to the following
guide roller (4) of the said drying group (9).
3. Drying section according to Claim 1, characterized in that the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) is inclined with respect to the horizontal in each case from one of the drying
cylinders (3) to the following guide roller (4) of the said drying group (9).
4. Drying section according to Claim 1 or 3, characterized in that the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) is inclined downwards with respect to the horizontal in each case from one of
the drying cylinders (3) to the following guide roller (4) of the said drying group
(9).
5. Drying section according to Claim 4, characterized in that the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) is inclined downwards with respect to the horizontal in the range of up to 90°,
preferably of up to 50°, in each case from one of the drying cylinders (3) to the
following guide roller (4) of the said drying group (9).
6. Drying section according to Claim 3, characterized in that the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) is inclined upwards with respect to the horizontal in the range of up to 90°,
preferably of up to 50°, in each case from one of the drying cylinders (3) to the
following guide roller (4) of the said drying group (9).
7. Drying section according to Claim 1, characterized in that the drying cylinder row of the last drying group (9) runs in the web running direction
(12) in the range from -20° to +30° with respect to the perpendicular.
8. Drying section according to Claim 7, characterized in that the drying cylinder row of the last drying group (9) runs perpendicularly in the
web running direction (12).
9. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the drying cylinder row of the penultimate drying group (8) runs in an upwardly inclined
manner in the web running direction (12).
10. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the fibrous web (1) is supported continuously in the entire drying section by a belt
(2) and/or a roller (4) and/or a cylinder (3).
11. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the drying cylinders (3) are arranged above the machine basement (5).
12. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that a catching apparatus (6) is arranged at the end of the drying section in the machine
basement (5).
13. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the transfer device (13) consists of a blowing device which interacts with a cable
guide and/or at least one vacuum belt and/or at least one air guide device.
14. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the transfer device (13) comprises a pick-up apparatus for picking up the fibrous
web (1) from a preceding supporting face.
15. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the fibrous web (1) which is transferred by the transfer device (13) is configured
as a transfer strip (1).
16. Drying section according to Claim 15, characterized in that the guide rollers (4) between the drying cylinders (3) of the last drying group (9)
are evacuated guide rollers, and the said evacuated guide rollers (4) have evacuated
edge suction zones on at least one side for transferring the transfer strip.
17. Drying section according to Claim 16, characterized in that a cutting device (14, 15) is provided on the last evacuated guide roller (4) of the
last drying group (9) and/or upstream of the penultimate drying group (8) in order
to form the transfer strip.
18. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the transfer region between the penultimate and the last drying group (9) is configured
in such a way that the web running vector (19) of the fibrous web (1) or of the transfer
strip has a component in the machine running direction immediately after its transfer
at the transfer point (20) from the drying belt (2) of the penultimate drying group
(8) to the drying belt (2) of the last drying group (9).
19. Drying section according to Claim 18, characterized in that the running direction vector (19) has an angle with respect to the perpendicular
in the range from greater than 0° and smaller than 180°, preferably greater than 10°
and smaller than 90°.
20. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) between the transfer point (20) from the drying belt (2) of the penultimate drying
group (8) to the drying belt (2) of the last drying group (9) and the following first
guide roller (4) of the last drying group (9) is inclined with respect to the horizontal
upwards in the range of up to 30°, preferably of up to 0°, and downwards in the range
of up to 90°, preferably 30°.
21. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the last drying group is combined with a further drying apparatus, for example an
impingement air dryer or radiation dryer.
22. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the drying section is arranged as a pre-drying section and/or as a post-drying section
of the papermaking machine.
23. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the drying section is arranged upstream of a calendering device and/or an application
device of the papermaking machine.
24. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the drying cylinders (3) of the last drying group (9) are combined in a separate
heating stage.
25. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the steam pressure of the drying cylinders (3) of the last drying group (9) is higher
than the steam pressure in at least one of the preceding drying groups (7, 8).
26. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the steam pressure of the drying cylinders (3) of the last drying group (9) is greater
than 10 bar, preferably greater than 12 bar and, in particular, greater than 12.5
bar.
27. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the diameter of at least one drying cylinder (3) of the last drying group (9) is
greater than 1000 mm, preferably greater than or equal to 1800 mm.
28. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that an additional drying device (18) is provided in the region of the common web run
of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group (9) between the transfer
point (20) from the drying belt (2) of the penultimate drying group (8) to the drying
belt (2) of the last drying group (9) and the following first guide roller (4) of
the said drying group (9).
29. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that a stabilizing apparatus (17) for stabilizing the web run is provided in the region
of the common web run of drying belt (2) and fibrous web (1) in the last drying group
(9) between the transfer point (20) from the drying belt (2) of the penultimate drying
group (8) to the drying belt (2) of the last drying group (9) and the following first
guide roller (4) of the said drying group (9).
30. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that an impingement guide wall (16) is provided in the region of the last drying group
(9) and/or in the region of the penultimate drying group.
31. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that at least one additional apparatus for correcting the curl of the fibrous web (1)
is provided in the region of the last drying group (9) and/or in the region of the
penultimate drying group.
32. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the last drying group (9) is arranged outside a hood (21) which is assigned to the
drying section.
33. Use of the drying section according to one of the preceding claims, in particular
for producing copying papers or packaging papers, at speeds of above 1000 m/min and
weights per unit area of greater than or equal to 40 g/m2 at the winding station.
1. Section de séchage pour le séchage d'une nappe de papier, carton, ou d'une autre nappe
de matière fibreuse (1) dans une machine de fabrication de celle-ci, comprenant exclusivement
des groupes de séchage en une rangée (7, 8, 9) dans lesquels la nappe de matière fibreuse
(1) est supportée par une bande de séchage en circulation sans fin (2), est guidée
en alternance sur des cylindres de séchage chauffés (3) et des rouleaux directeurs
(4), disposés les uns à côté des autres en rangées, la bande de séchage (2) pressant
la nappe de matière fibreuse (1) contre la surface d'enveloppe des cylindres de séchage
(3) et seulement un côté déterminé de la nappe de matière fibreuse (1) venant en contact
avec les cylindres de séchage (3) dans les groupes de séchage (7, 8, 9), dans tous
les groupes de séchage (7, 8) situés avant le dernier groupe de séchage (9), le côté
inférieur de la nappe de matière fibreuse (1) venant en contact avec les cylindres
de séchage chauffés (3),
caractérisée en ce que
dans le dernier groupe de séchage (9), le côté supérieur de la nappe de matière fibreuse
(1) vient en contact avec les cylindres de séchage chauffés (3), en ce que la rangée de cylindres de séchage du dernier groupe de séchage (9) s'étend de manière
inclinée vers le bas dans le sens d'avance de la nappe (12), et en ce qu'à l'extrémité du dernier groupe de séchage (9), est prévu un dispositif de transfert
(13) pour transférer la nappe de matière fibreuse (1) à la partie de machine suivante
(10).
2. Section de séchage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la nappe de matière
fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) à chaque fois depuis l'un des cylindres
de séchage (3) jusqu'au rouleau directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9)
est horizontal.
3. Section de séchage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la nappe de matière
fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) à chaque fois depuis l'un des cylindres
de séchage (3) jusqu'au rouleau directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9)
est incliné par rapport à l'horizontale.
4. Section de séchage selon la revendication 1 ou 3,
caractérisée en ce que
le parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la nappe de matière
fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) à chaque fois depuis l'un des cylindres
de séchage (3) jusqu'au rouleau directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9)
est incliné vers le bas par rapport à l'horizontale.
5. Section de séchage selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la nappe de matière
fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) à chaque fois depuis l'un des cylindres
de séchage (3) jusqu'au rouleau directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9)
est incliné vers le bas par rapport à l'horizontale dans une plage allant jusqu'à
90°, de préférence jusqu'à 50°.
6. Section de séchage selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la nappe de matière
fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) à chaque fois depuis l'un des cylindres
de séchage (3) jusqu'au rouleau directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9)
est incliné vers le haut par rapport à l'horizontale dans une plage allant jusqu'à
90°, de préférence jusqu'à 50°.
7. Section de séchage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la rangée de cylindres de séchage du dernier groupe de séchage (9) s'étend dans la
direction d'avance de la nappe (12) dans une plage de -20° à +30° par rapport à la
verticale.
8. Section de séchage selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
la rangée de cylindres de séchage du dernier groupe de séchage (9) s'étend verticalement
dans la direction d'avance de la nappe (12).
9. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la rangée de cylindres de séchage de l'avant-dernier groupe de séchage (8) dans la
direction d'avance de la nappe (12) s'étend de manière inclinée vers le haut.
10. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la nappe de matière fibreuse (1) dans l'ensemble de la section de séchage est supportée
en permanence par une bande (2) et/ou un rouleau (4) et/ou un cylindre (3).
11. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les cylindres de séchage (3) sont disposés pardessus la cave de machine (5).
12. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
un dispositif de réception (6) est disposé à l'extrémité de la section de séchage
dans la cave de machine (5).
13. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de transfert (13) se compose d'un dispositif de soufflage coopérant
avec un guidage par câble et/ou d'au moins une bande à vide et/ou d'au moins un dispositif
de guidage d'air.
14. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de transfert (13) comprend un dispositif d'enlèvement pour enlever la
nappe de matière fibreuse (1) d'une surface de support qui la précède.
15. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la nappe de matière fibreuse (1) transférée par le dispositif de transfert (13) est
réalisée sous forme de ruban de transfert (1).
16. Section de séchage selon la revendication 15,
caractérisée en ce que
les rouleaux directeurs (4) entre les cylindres de séchage (3) du dernier groupe de
séchage (9) sont des rouleaux directeurs aspirés et au moins ces rouleaux directeurs
aspirés (4) présentent des zones d'aspiration marginales aspirées sur au moins un
côté en vue du transfert du ruban de transfert.
17. Section de séchage selon la revendication 16,
caractérisée en ce
qu'un dispositif de coupe (14, 15) est prévu sur le dernier rouleau directeur aspiré
(4) du dernier groupe de séchage (9) et/ou avant l'avant-dernier groupe de séchage
(8) pour former le ruban de transfert.
18. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la région de transfert entre l'avant-dernier et le dernier groupe de séchage (9) est
réalisée de telle sorte que le vecteur de direction d'avance (19) de la nappe de matière
fibreuse (1) ou du ruban de transfert présente, immédiatement après son transfert
au point de transfert (20) de la bande de séchage (2) de l'avant-dernier groupe de
séchage (8) à la bande de séchage (2) du dernier groupe de séchage (9), une composante
dans la direction d'avance de la machine.
19. Section de séchage selon la revendication 18,
caractérisée en ce que
le vecteur de direction d'avance (19) présente un angle avec la verticale dans une
plage supérieure à 0° et inférieure à 180°, de préférence supérieure à 10° et inférieure
à 90°.
20. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la nappe de matière
fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) entre le point de transfert (20)
depuis la bande de séchage (2) de l'avant-dernier groupe de séchage (8) à la bande
de séchage (2) du dernier groupe de séchage (9) et le premier rouleau directeur suivant
(4) du dernier groupe de séchage (9) est incliné vers le haut par rapport à l'horizontale
dans une plage allant jusqu'à 30°, de préférence jusqu'à 0° et vers le bas jusqu'à
90°, de préférence de 30°.
21. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dernier groupe de séchage est combiné à un dispositif de séchage supplémentaire,
par exemple un sécheur à air à impact ou un sécheur à rayonnement.
22. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la section de séchage est disposée en tant que section de pré-séchage et/ou en tant
que section de post-séchage de la machine à papier.
23. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la section de séchage est disposée avant un dispositif de lissage et/ou un dispositif
d'enduction de la machine à papier.
24. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les cylindres de séchage (3) du dernier groupe de séchage (9) sont réunis dans un
étage de chauffage séparé.
25. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la pression de vapeur des cylindres de séchage (3) du dernier groupe de séchage (9)
est supérieure à la pression de vapeur dans au moins l'un des groupes de séchage précédents
(7, 8).
26. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la pression de vapeur des cylindres de séchage (3) du dernier groupe de séchage (9)
est supérieure à 10 bars, de préférence supérieure à 12 bars, et en particulier supérieure
à 12,5 bars.
27. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le diamètre d'au moins un cylindre de séchage (3) du dernier groupe de séchage (9)
est supérieur à 1000 mm, de préférence supérieur ou égal à 1800 mm.
28. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
dans la région du parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la
nappe de matière fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) entre le point
de transfert (20) de la bande de séchage (2) de l'avant-dernier groupe de séchage
(8) à la bande de séchage (2) du dernier groupe de séchage (9) et le premier rouleau
directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9) est prévu un dispositif de séchage
supplémentaire (18).
29. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
dans la région du parcours complet de la nappe depuis la bande de séchage (2) et la
nappe de matière fibreuse (1) dans le dernier groupe de séchage (9) entre le point
de transfert (20) de la bande de séchage (2) de l'avant-dernier groupe de séchage
(8) à la bande de séchage (2) du dernier groupe de séchage (9) et le premier rouleau
directeur suivant (4) de ce groupe de séchage (9) est prévu un dispositif de stabilisation
(17) pour stabiliser le parcours de la nappe.
30. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
dans la région du dernier groupe de séchage (9) et/ou dans la région de l'avant-dernier
groupe de séchage est prévue une paroi directrice d'impact (16).
31. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
dans la région du dernier groupe de séchage (9) et/ou dans la région de l'avant-dernier
groupe de séchage est prévu au moins un dispositif supplémentaire pour corriger l'enroulement
de la nappe de matière fibreuse (1).
32. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dernier groupe de séchage (9) est disposé à l'extérieur d'un capot (21) associé
à la section de séchage.
33. Utilisation de la section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en particulier pour la fabrication de papiers sensibles à la pression ou de papiers
d'emballage, à des vitesses supérieures à 1000 m/min et avec des grammages supérieurs
ou égaux à 40 g/m2 au poste d'enroulement.
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