[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auszugsführung, insbesondere für einen Schubkasten,
mit einer an einem Möbelkorpus festlegbaren Führungsschiene und einer verfahrbar an
der Führungsschiene gelagerten Laufschiene, wobei die Laufschiene an mindestens zwei
Laufrollen abgestützt ist, die mit ihren Drehachsen jeweils entlang einer Führungsbahn
der Führungsschiene bewegbar sind, und mindestens eine Führungsbahn am Ende nach unten
geneigt verläuft.
[0002] Die
DE 2702039 offenbart eine Auszugsführung für eine Schublade, bei der an einer Führungsschiene
zwei voneinander beabstandete Führungsbahnen ausgebildet sind, die von einer Drehachse
einer Laufrolle durchgriffen sind. Die an der Führungsschiene angeordnete Laufrolle
bewegt sich bei einem Verfahren der Laufschiene entlang der Führungsbahn, wobei ein
Ende der Führungsbahn nach unten abgewinkelt ist. Dadurch wird gewährleistet, dass
bei einem Schließen der Schublade diese in einer geschlossenen Position bleibt. Bei
dieser Auszugsführung ist nachteilig, dass beim Herausziehen des Schubkastens an der
Frontblende eine Absenkung stattfindet, denn aufgrund von Gewichtsbelastung und Lagerspiel
bei der Führung der Drehachsen in den horizontalen Führungsbahnen wird bei einer zunehmenden
Öffnung des Schubkastens die Frontblende nach unten gedrückt, insbesondere auch aufgrund
der Gestaltung der Länge der Führungsbahnen. Zudem kann es durch die Gewichtsbelastung
der Laufschiene leicht zu einem ungewollten Herausfahren des Schubkastens kommen.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auszugsführung zu schaffen,
die einfach aufgebaut ist und ein Absenken des Schubkastens beim Öffnen vermeidet,
wobei eine gute Führung der Laufschiene gewährleistet werden soll.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Auszugsführung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß sind zwei Führungsbahnen an der Führungsschiene für die Drehachsen
von Laufrollen ausgebildet, die eine solche Ausrichtung in Auszugsrichtung aufweisen,
dass bei einer Öffnungsbewegung der Laufschiene ein vorderer Teil der Laufschiene
relativ zu einem hinteren Teil angehoben wird. Dadurch wird die nachteilige Absenkung
der Frontblende beim Öffnen des Schubkastens vermieden, indem die Neigung der Führungsbahnen
unterschiedlich ausgebildet ist, damit einem entsprechenden Absenken entgegengewirkt
wird. Vielmehr wird durch die Führungsbahnen ein leichtes Anheben des vorderen Teils
bewirkt, die der Absenkung aufgrund der Gewichtskräfte entgegenwirkt, so dass im Ergebnis
zumindest eine im Wesentlichen horizontale Führung der Frontblende gegeben ist. Der
Benutzer erhält somit das Gefühl einer qualitativ hochwertigen Auszugsführung, auch
wenn diese einfach aufgebaut ist.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die in Auszugsrichtung
hintere Führungsbahn benachbart zu einem hinteren nach unten geneigten Ende eine stärkere
Neigung nach unten auf als die vordere Führungsbahn benachbart zu einem hinteren nach
unten geneigten Ende. Die hintere Führungsbahn kann bis auf das geneigte Ende beispielsweise
horizontal ausgebildet sein, während die vordere Führungsbahn leicht ansteigt. Ferner
ist es möglich, die vordere Führungsbahn bis auf den Endabschnitt horizontal auszubilden,
während die hintere Führungsbahn leicht nach unten geneigt ist. Die Neigung der beiden
Führungsbahnen untereinander kann dabei in einem Bereich zwischen 2° bis 8°, vorzugsweise
3° bis 5° angeordnet sein.
[0007] In einer weiteren Ausgestaltung sind die Führungsbahnen jeweils durch einen Schlitz
gebildet, der in einem Wandabschnitt der Führungsschiene ausgespart ist. Der Wandabschnitt
kann dabei durch einen vertikalen Steg an der Führungsschiene ausgebildet sein. Insbesondere
kann der Wandabschnitt doppelwandig oder mehrlagig, insbesondere drei- bis vierlagig,
ausgebildet sein, so dass eine stabile Führung der Drehachsen gewährleistet ist. Durch
die doppelwandige Ausbildung des Wandabschnittes kann die Führungsschiene aus einem
gebogenen Stahlblech hergestellt sein.
[0008] Die Führungsbahn kann auch eine Kurven- oder Wellenform aufweisen, um das Laufverhalten
des Schubkastens gezielt beeinflussen zu können. Ein sich öffnender Schubkasten verhält
sich wie ein eingespannter Biegebalken. Um die Frontblende idealerweise beim Öffnen
immer auf einem Niveau zu halten, muss die Auslenkung analog der Biegelinie durch
die Kontur der Führungsbahn ausgeglichen werden. Wenn mindestens eine definierte Halteposition
des Schubkastens zwischen den beiden Endpositionen gewünscht ist, ist eine Wellenform
mit mindestens einem definierten Haltepunkt für die Führungsbahn denkbar. Die Kurven-
oder Wellenform wird vorzugsweise für die hintere Führungsbahn, kann aber auch für
die vordere Führungsbahn angewendet werden, sofern in diesem Fall die Kontur der hinteren
Führungsbahn angepasst wird.
[0009] Zur Kopplung der Laufrollen an den Drehachsen ist vorzugsweise ein Laufwagen vorgesehen,
der die Laufrollen an den beiden Führungsbahnen in einem konstanten Abstand hält.
Der Laufwagen kann dabei stabförmig eine Lagerung für die Drehachsen ausbilden, so
dass ein konstanter Abstand gewährleistet ist. Dabei kann an jeder Seite der Führungsbahn
jeweils eine Laufrolle angeordnet sein, so dass beidseitig der Führungsbahn eine Laufrolle
angeordnet ist und eine Schiefstellung der Drehachse sowie ein mögliches Verklemmen
vermieden wird.
[0010] Für eine besonders gute Führung der Drehachse an den Führungsbahnen sowie für eine
gewisse Synchronisierung beider Schubkastenseiten kann an einer Auflagekante der Führungsbahn
eine Rändelung und/oder Verzahnung ausgebildet sein.
[0011] Bei allen erfindungsgemäßen Konturen der Führungsbahnen, insbesondere der hinteren,
muss durch geeignete Wahl der Laufrollendurchmesser gewährleistet sein, dass die Laufschiene
nicht auf dem vertikalen Steg der Führungsschiene zum Aufliegen kommt.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Auszugsführung in einer montierten
Position;
- Figuren 2A - 2C
- mehrere Ansichten der Führungsschiene der Auszugsfüh- rung der Figur 1 ohne Laufschiene;
- Figuren 3A - 3C
- mehrere Ansichten der Führungsschiene der Figur 2 ohne Laufrollen;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht einer modifizierten Führungs- schiene einer erfindungsgemäßen
Auszugsführung;
- Figuren 5A und 5B
- zwei Ansichten einer modifizierten Führungsschiene einer erfindungsgemäßen Auszugsführung
- Figuren 6A und 6B
- zwei Ansichten einer modifizierten Führungsschiene einer erfindungsgemäßen Auszugsführung
- Figuren 7A und 7B
- zwei Ansichten einer Auszugsführung gemäß einem weite- ren Ausführungsbeispiel;
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht der Führungsschiene der Fi- gur 5 mit Laufwagen;
- Figuren 9A - 9C
- mehrere perspektivische Ansichten einer Führungsschiene der Auszugsführung der Figur
5;
- Figur 10
- eine Seitenansicht der Führungsschiene der Auszugsfüh- rung der Figur 5, und
- Figuren 11A und 11B
- zwei perspektivische Ansichten eines Laufwagens der er- findungsgemäßen Auszugsführungen.
[0013] In Figur 1 ist eine Auszugsführung 1 dargestellt, die eine Führungsschiene 2 aufweist,
die an einer Seitenwand 3 eines Möbelkorpus festgelegt ist. An der Führungsschiene
2 ist eine Laufschiene 4 verfahrbar gelagert, wobei nachfolgend die Begriffe "vorne"
und "hinten" die Einbausituation in einem Möbelkorpus bezeichnen, so dass derjenige
Bereich hinten liegt, der benachbart zu einer Rückwand 11 des Möbelkorpus angeordnet
ist.
[0014] In Figur 2A ist die Führungsschiene 2 ohne Laufschiene dargestellt. Die Führungsschiene
2 umfasst einen nach oben gebogenen Wandabschnitt 5, an dem eine vordere Führungsbahn
6 und eine hintere Führungsbahn 7 ausgebildet sind, die den Wandabschnitt 5 schlitzförmig
durchgreifen. An jeder Führungsbahn 6 bzw. 7 ist eine Achse 9 gelagert, an der jeweils
zwei Laufrollen 8 montiert sind. Die Laufrollen 8 sind an den Achsen 9 unverdrehbar
festgelegt. Auf jeder Seite des Wandabschnittes 5 ist eine Laufrolle 8 an der Achse
9 angeordnet, auf der ein horizontaler oberer Abschnitt der Laufschiene 4 aufliegt.
Beim Verfahren der Laufschiene 4 drehen sich die Laufrollen 8 mit den Achsen 9, so
dass diese entlang der Führungsbahnen 6 bzw. 7 bewegt werden. Dabei können die Baugruppen
Achse-Laufrolle 8, 9, wie in Figur 2B dargestellt, jede für sich in den Führungsbahnen
6, 7 geführt sein, oder wie in Figur 2A gezeigt, über einen Laufwagen 10 miteinander
verbunden sein.
[0015] In den Figuren 3A und 3B ist die Führungsschiene 2 im Detail dargestellt. Die vordere
Führungsbahn 6 umfasst einen hinteren Endabschnitt 60, der leicht geneigt nach unten
verläuft und gegenüber einer Horizontalen um den Winkel α geneigt ist, beispielsweise
in einem Bereich zwischen 2° und 8°. An den Endabschnitt 60 schließt sich ein horizontaler
Abschnitt 61 der Führungsbahn 6 an, der sich bis zu einem vorderen Ende 62 erstreckt.
[0016] Die hintere Führungsbahn 7 umfasst ebenfalls einen geneigt abfallenden Endabschnitt
70, der um den Winkel α zur Horizontalen nach unten geneigt ist, insbesondere in einem
Winkel zwischen 2° und 8°. An den Endabschnitt 70 schließt sich ein linearer Abschnitt
71 an, der allerdings nicht horizontal ausgerichtet ist, sondern um den Winkel β nach
unten verläuft. Dadurch kann bei einer Bewegung der Laufschiene 4 in Öffnungsrichtung
das hintere Auflager leicht nach unten geführt werden und damit die Laufschiene hinten
leicht nach unten und vorn leicht nach oben gegenüber der Führungsschiene verschwenkt
werden, so dass der Absenkbewegung der Frontblende aufgrund von Gewichtskräften entgegengewirkt
wird.
[0017] In Figur 3C ist die Führungsschiene 2 im Querschnitt dargestellt. Die Führungsschiene
2 ist im Wesentlichen U-förmig ausgebildet, wobei der vertikale Wandabschnitt 5 kürzer
ist als der andere vertikale Schenkel. Der Wandabschnitt 5 ist durch ein vierlagiges
Stahlblech gebildet, wobei ein erstes Stahlblech an einer Falzkante 52 gefaltet ist
und einen Abschnitt 50 aufweist, der benachbart zu dem vertikalen Abschnitt 51 angeordnet
ist. Ein zweites Stahlblech umfasst einen vertikalen Abschnitt 54, der an einer Falzante
53 umgebogen ist und an einem parallelen Abschnitt 55 des Stahlbleches anliegt. Der
Wandabschnitt 5 umfasst im Bereich der Führungsbahnen 6 und 7 somit einen vierlagigen
Aufbau.
[0018] Zur Erhöhung der Stabilität der Führungsschiene 2 sind zwei Lagen Stahlblech gebogen,
wobei ein inneres Stahlblech zwischen einem Bodenbereich 58 und einem vertikalen Schenkel
an einem Abschnitt 56 schräg verläuft, während das äußere Stahlblech eine rechtwinklige
Kante 57 aufweist, so dass zwischen dem inneren Stahlblech und dem äußeren Stahlblech
im Eckbereich eine dreieckförmige Kammer 59 gebildet ist.
[0019] In Figur 4 ist eine gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel modifizierte Führungsschiene
2' einer Auszugsführung 1' dargestellt. Die Führungsschiene 2' umfasst an einem vertikalen
Wandabschnitt 5' zwei Führungsbahnen 6' und 7' (nicht gezeigt), an denen Achsen 9
gelagert sind, an denen jeweils zwei Laufrollen 8 angeordnet sind. Die Führungsbahn
6' weist eine untere Auflagekante auf, die eine Profilierung 63 in Form einer Rändelung
oder Verzahnung besitzt. Die Achsen 9 weisen in ihrem Mittelbereich analog zur Profilierung
63 eine Rändelung oder Verzahnung als Gegenkontur auf, die hier nicht gezeigt ist.
Durch diesen Formschluss wird ein sicherer Abrollprozess und eine gewisse Synchronisierung
beider Schubkastenseiten erreicht.
[0020] Die Figuren 5A und 5B zeigen eine modifizierte Führungsschiene 2 einer Auszugsführung,
bei der die hintere Führungsbahn 7 kurvenförmig ausgebildet ist. Wie bei dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel ist ein hinterer geneigt abfallender Endabschnitt 70 vorgesehen,
an den sich eine gekrümmt verlaufende Erhebung 75 anschließt, die dann nach einem
abfallenden Abschnitt im eine horizontal auslaufenden Endabschnitt 76 aufweist. Diese
Form der Führungsbahnen 6 und 7 sind so gewählt, dass ein an der Laufschiene 4 montierter
Schubkasten bei einer Verschiebebewegung eine vertikal ausgerichtete Frontblende aufweist.
Zwar wird der Schubkasten sich bei einem Herausziehen gegenüber einer Horizontalen
absenken, eine Schrägstellung der Frontblende wird jedoch vermieden.
[0021] Die in den Figuren 6A und 6B gezeigten Führungsschiene 2 weist eine vordere Führungsbahn
6 auf, die wie bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen ausgebildet ist. Die
hintere Führungsbahn ist wellenförmig ausgebildet und weist einen hinteren abfallenden
Endabschnitt 70 auf, an den sich eine gekrümmt verlaufende Erhebung 77 anschließt.
Neben der Erhebung 77 ist ein Tal 78 ausgebildet ist, dessen tiefster Punkt niedriger
angeordnet ist als eine benachbarte Erhebung 79 der Führungsbahn. Dadurch wird ein
Haltepunkt bereitgestellt, wenn eine Achse 9 in dem Tal 78 zwischen den Erhebungen
77 und 79 in der Führungsbahn angeordnet ist.
[0022] In den Figuren 7A und 7B ist eine weitere Auszugsführung 1" dargestellt, die eine
Führungsschiene 2" und eine daran gelagerte Laufschiene 4" aufweist. Die Führungsschiene
2" und die Laufschiene 4" sind jeweils aus einem abgekanteten Stahlblech hergestellt
und einlagig ausgeführt.
[0023] Wie in Figur 8 gezeigt ist, sind an der Führungsschiene 2" an einem Wandabschnitt
5" zwei Führungsbahnen 6" und 7" (siehe Fig. 9) ausgebildet, an denen Achsen 9 mit
Laufrollen 8 gelagert sind. Die beiden Achsen 9 sind dabei wiederum über einen Laufwagen
10 miteinander verbunden, der für eine gleichmäßige Beabstandung der Laufrollen 8
sorgt.
[0024] Wie in Figur 9A gezeigt ist, befinden sich die Achsen 9 der Laufrollen 8 in einer
vorderen Führungsbahn 6" und einer hinteren Führungsbahn 7", wobei in Figur 9A der
Laufwagen 10 zur besseren Veranschaulichung nicht gezeichnet ist. Durch Bewegung der
Laufschiene werden dann die Achsen 9 (Figur 9B) entlang der Führungsbahnen 6" und
7" bewegt.
[0025] In Figur 10 ist die Führungsschiene 2" in einer Seitenansicht gezeigt, wobei die
vordere Führungsbahn 6" im Wesentlichen horizontal verläuft und einen nach unten geneigten
Endabschnitt aufweist, während die hintere Führungsbahn 7" sowohl an einem hinteren
Endabschnitt als auch im übrigen Bereich nach unten geneigt verläuft. Der Übergang
zwischen den Bereichen kann sowohl kantenförmig als auch abgerundet sein, um den Übergang
zwischen den Bereichen sanfter zu gestalten.
[0026] In den Figuren 11A und 11B ist ein Laufwagen 10 gezeigt, der die Laufrollen 8 an
den Achsen 9 miteinander verbindet. Der Laufwagen 10 kann dabei durch Metall oder
Kunststoffstege gebildet sein, die an den Achsen 9 eine Lagerung aufweisen, um die
Achsen 9 gleichmäßig voneinander beabstandet zu halten.
[0027] In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist die vordere Führungsbahn 6, 6', 6"
bis auf den Endbereich horizontal ausgerichtet. Es ist natürlich möglich, die vordere
Führungsbahn 6, 6', 6" leicht nach oben oder unten geneigt auszubilden, während die
hintere Führungsbahn 7, 7', 7" relativ zu der Führungsbahn 6, 6', 6" stärker nach
unten geneigt ausgebildet ist, um den Effekt eines Anhebens der Frontblende beim Öffnen
eines Schubkastens zu gewährleisten. In jedem Fall ist die hintere Führungsbahn 7,7',7"
bis auf den Endbereich in einem Winkel zwischen 2° und 8° stärker nach unten geneigt
als die vordere Führungsbahn 6, 6', 6".
1. Auszugsführung (1, 1', 1"), insbesondere für einen Schubkasten, mit einer an einem
Möbelkorpus festlegbaren Führungsschiene (2, 2', 2") und einer verfahrbar an der Führungsschiene
(2, 2', 2") gelagerten Laufschiene (4, 4', 4"), wobei die Laufschiene (4, 4', 4")
an mindestens zwei Laufrollen (8) abgestützt ist, die mit ihren Achsen (9) jeweils
entlang einer Führungsbahn (6, 6', 6", 7, 7', 7") der Führungsschiene (2, 2', 2")
bewegbar sind, und mindestens eine Führungsbahn (6, 6', 6", 7, 7', 7") am Ende (60,
70) nach unten geneigt verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsbahnen (6, 6', 6", 7, 7', 7") so ausgebildet sind, dass bei einer
Öffnungsbewegung der Laufschiene (4, 4', 4") ein vorderer Teil der Laufschiene (4,
4', 4") relativ zu einem hinteren Teil angehoben wird.
2. Auszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Auszugsrichtung hintere Führungsbahn (7, 7', 7") benachbart zu einem hinteren
nach unten geneigten Ende (70) eine stärkere Neigung nach unten besitzt als die vordere
Führungsbahn (6, 6', 6") benachbart zu einem hinteren nach unten geneigten Ende (60).
3. Auszugsführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Führungsbahn (6, 6', 6") benachbart zu einem hinteren Ende (60) im Wesentlichen
horizontal verläuft.
4. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Führungsbahn (7, 7', 7") benachbart zu einem hinteren Ende (70) leicht
abfallend ausgebildet ist, vorzugsweise in einem Winkel zwischen 2° - 8° zur Horizontalen
geneigt.
5. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der vorderen Führungsbahn (6) und der hinteren Führungsbahn (7) so gewählt
sind, dass ein an der Laufschiene (4) montierter Schubkasten bei einer Verschiebebewegung
eine vertikal ausgerichtete Frontblende aufweist.
6. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der hinteren Führungsbahn (7) benachbart zu einem hinteren Ende (70) wellenförmig
mit mindestens einem definierten Haltepunkt ausgebildet ist.
7. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Achse (9) eine Führungsbahn (6, 6', 6", 7, 7', 7") durchgreift und an beiden
Seiten der Führungsbahnen (6, 6', 6", 7, 7', 7") jeweils eine Laufrolle (8) angeordnet
ist.
8. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen (6, 6', 6", 7, 7', 7") durch einen Schlitz gebildet sind, der
in einem Wandabschnitt (5, 5', 5") der Führungsschiene (2, 2', 2") ausgespart ist.
9. Auszugsführung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandabschnitt (5) mit der Führungsbahn (6, 6', 7, 7') mindestens doppelwandig
ausgebildet ist.
10. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (8) über einen Laufwagen (10) miteinander verbunden sind.
11. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Führungsbahn (6, 6', 6", 7, 7', 7") an einer Auflagekante eine
Rändelung und/oder Verzahnung (63) ausgebildet ist.
12. Auszugsführung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Achse (9) im Mittelbereich eine mit der Rändelung oder Verzahnung
(63) in Eingriff stehende Profilierung aufweist.