[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Negativform
für den Guss einer Turbinenschaufel, in dem ein Wachsmodell der Turbinenschaufel hergestellt
wird und die Negativform anhand des Wachsmodells erstellt wird. Daneben betrifft die
Erfindung ein im Verfahren Verwendung findendes Hilfsmittel sowie eine Form zum Herstellen
eines Wachsmodells einer Turbinenschaufel.
[0002] Aus
DE 197 26 111 C1 ist beispielsweise ein Verfahren zur gießtechnischen Herstellung einer Turbinenlaufschaufel
bekannt, in dem ein Wachsmodell der Schaufel hergestellt wird, wobei der Schaufelfuß
durch Ausfüllen einer die Schaufelkontur aufweisenden Kokille erzeugt wird. Anschließend
wird eine Formschale für das Gießen der Turbinenschaufel hergestellt, wobei die Kokille
am Schaufelfuß verbleibt. Nach einem Ausschmelzen des Wachsmodells definiert die Innenkontur
der Kokille die Außenkontur der zu gießenden Turbinenschaufel. Mit anderen Worten,
die Kokille stellt einen Teil der Gießform für das gießtechnische Herstellen der Turbinenschaufel
dar. Die Kokille soll im Rahmen dieses Verfahrens eine Verbesserung der Oberflächengenauigkeit
für die Formgebung des Schaufelfußes erreichen, so dass ein aufwändiges Nacharbeiten
des Schaufelfußes nach dem Gießen der Turbinenschaufel nicht notwendig ist. Die Kokille
ist entweder aus einem warmfesten, ausreichend oxidationsbeständigen Legierungsmaterial
hergestellt, so dass sie wieder verwendbar ist, oder sie ist als Wegwerfkokille aus
einem niedrig legierten Stahl hergestellt.
[0003] Gegenüber diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
vorteilhaftes Verfahren zum Herstellen einer Negativform für das Gießen einer Turbinenschaufel
zur Verfügung zu stellen, mit welchem sich auch ohne Verwendung einer Kokille in kritischen
Schaufelbereichen eine verbesserte Formgebung realisieren lässt.
[0004] Es ist eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein vorteilhaftes Verfahren
zum Herstellen einer Turbinenschaufel zur Verfügung zu stellen, mit dem sich eine
verbesserte Formgebung der Turbinenschaufel ohne die Verwendung einer Kokille erreichen
lässt.
[0005] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein vorteilhaftes Hilfsmittel
zum Herstellen einer Negativform einer Turbinenschaufel zur Verfügung zu stellen.
[0006] Die erste Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen einer Negativform zum Gießen
einer Turbinenschaufel nach Anspruch 1 gelöst, die zweite Aufgabe durch ein Verfahren
zum Herstellen einer Turbinenschaufel nach Anspruch 8 und die dritte Aufgabe durch
einen Abstandshalter für eine Wachsform nach Anspruch 9. Die abhängigen Ansprüche
enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0007] Im erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer Negativform zum Gießen einer
Turbinenschaufel weist die zu gießende Turbinenschaufel eine Schaufelplattform und
ein Befestigungselement zum Befestigen der Schaufel an einer Schaufelhalterung auf,
wobei wenigstens eine Fläche des Befestigungselements einer Plattformfläche der Schaufelplattform
mit Abstand gegenüberliegt. Im erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Wachsmodell der
herzustellenden Turbinenschaufel hergestellt und anhand des Wachsmodells eine Negativform
der Turbinenschaufel erstellt, nachdem das Wachsmodell ausgehärtet ist. Nach dem Fertigstellen
der Negativform wird das Wachsmodell ausgeschmolzen. Erfindungsgemäß ist während des
Aushärtens und/oder einer Lagerung und/oder eines Transports des Wachsmodells wenigstens
ein Abstandshalter zwischen der Plattformfläche der Schaufelplattform und der wenigstens
einen gegenüberliegenden Fläche des Befestigungselements des Wachsmodells angeordnet.
[0008] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass Abweichungen in der Formgebung insbesondere
der Befestigungselemente von Turbinenschaufeln aufgrund von Deformationen des Wachsmodells
während des Aushärtens und/oder des Lagerns bis zum Herstellen der Negativform und/oder
eines Transports entstehen. Besonders gravierend können diese Deformationen im Bereich
der Schaufelabhängung sein, die in der Regel durch hakenförmige Elemente gebildet
wird, welche von der Schaufelplattform beabstandet sind. Diese Haken sind jedoch besonders
kritisch, was die Dimensionierung des Abstandes zwischen den Haken und der Schaufelplattform
betrifft. Dieser Abstand definiert nämlich die Lage der Plattform im Heißgaspfad der
Turbine.
[0009] Durch das Einsetzen des Abstandshalters kann der besonders kritische Abstand zwischen
den Haken und der Schaufelplattform sehr gut konstant gehalten werden, so dass ein
Nacharbeiten einer gegossenen Turbinenschaufel in der Regel nicht mehr notwendig ist.
Da der Abstandshalter vor dem Herstellen der Negativform aus dem Wachsmodell entfernt
wird, braucht er nicht aus einem Material zu bestehen, das den Gießvorgang beim Gießen
der Turbinenschaufel übersteht. Im Vergleich zu der eingangs genannten Kokille kann
daher ein sehr viel weniger warmfestes Material und damit ein kostengünstigeres Material
zur Anwendung kommen.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn der Abstandshalter bereits während des Aushärtens des Wachsmodells
zwischen der Plattformfläche der Schaufelplattform und der wenigstens einen gegenüberliegenden
Fläche des Befestigungselementes angeordnet ist, sonder bis unmittelbar vor dem Herstellen
der Negativform im Wachsmodell verbleibt. Auf diese Weise können den Abstand zwischen
der Schaufelplattform und dem Befestigungselement beeinflussende Verformungen des
Wachsmodells von der Herstellung bis zu seiner Verwendung ununterbrochen vermieden
werden.
[0011] Um etwaige auftretende Kräfte möglichst gleichmäßig zu verteilen, ist es vorteilhaft,
wenn der wenigstens eine Abstandshalter den Raum zwischen der Plattformfläche der
Schaufelplattform und der wenigstens einen gegenüberliegenden Fläche des Befestigungselementes
vollständig ausfüllt.
[0012] Um nicht nur Verschiebungen im Abstand zwischen dem Befestigungselement und der Schaufelplattform
zu unterbinden, sondern auch Lateralbewegungen zwischen der Schaufelplattform und
dem Befestigungselement, kann der Abstandshalter an wenigstens einer weiteren Fläche
des Befestigungselements anliegen. Außerdem kann auch ein Abstandshalter Verwendung
finden, der eine an die Form des Befestigungselements angepasste Aufnahme zum Aufnehmen
wenigstens eines Teils des Befestigungselements aufweist. Auf diese Weise kann das
Befestigungselement in allen relevanten Richtungen gegen Deformationen abgesichert
werden. Insbesondere kann der Abstandshalter auch ein Teil einer Form zum Herstellen
des Wachsmodells der Turbinenschaufel sein.
[0013] Der verwendete Abstandshalter kann insbesondere aus Metall oder Keramik hergestellt
sein. Falls der Abstandshalter aus Metall hergestellt ist, kommen beispielsweise Stahl
oder Aluminium in Frage, wobei Aluminium aufgrund seines geringen Gewichts Vorteile
mit sich bringt.
[0014] Im erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer Turbinenschaufel wird eine Turbinenschaufel
mit einer Schaufelplattform und einem Befestigungselement zum Befestigen der Schaufel
an einer Schaufelhalterung hergestellt, wobei wenigstens eine Fläche des Befestigungselements
einer Plattformfläche der Schaufelplattform mit Abstand gegenüber liegt. Die Turbinenschaufel
wird mit Hilfe einer Negativform der Turbinenschaufel gegossen. Erfindungsgemäß wird
die Negativform entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer
Negativform erstellt.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen einer Turbinenschaufel erlaubt das
Herstellen der Turbinenschaufel mit in den besonders relevanten Bereichen der Aufhängung
gut kontrollierbaren Oberflächen und Dimensionen, ohne dass hierfür die Verwendung
einer Kokille notwendig wäre.
[0016] Erfindungsgemäß wird außerdem ein Abstandshalter für eine Wachsform einer Turbinenschaufel
mit einer Schaufelplattform und einem Befestigungselement zum Befestigen der Schaufel
an einer Schaufelhalterung, wobei wenigstens eine Fläche des Befestigungselements
einer Plattformfläche der Schaufelplattform mit Abstand gegenüberliegt, zur Verfügung
gestellt. Der erfindungsgemäße Abstandshalter weist eine an die Form des Befestigungselements
angepasste Aufnahme zum Aufnehmen wenigstens eines Teil des Befestigungselements auf.
Ein derartiger Abstandshalter kann vorteilhaft im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Herstellen einer Negativform für die Herstellung einer Turbinenschaufel Verwendung
finden. Er kann insbesondere aus Metall, beispielsweise aus Stahl oder Aluminium hergestellt
sein. Auch eine Herstellung aus Keramik ist möglich.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Form zur Herstellung eines Wachsmodells
einer Turbinenschaufel zur Verfügung gestellt. Die Form umfasst einen herausnehmbaren
oder abtrennbaren Teil, der bei der Entnahme des Wachsmodells aus der Form am Wachsmodell
verbleibt und einen erfindungsgemäßen Abstandshalter bildet.
[0018] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Figuren.
Figur 1 zeigt eine Gasturbine in einem Längsteilschnitt.
Figur 2 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Beispiel für eine Turbinenschaufel.
Figur 3 zeigt ein Beispiel für eine Brennkammer einer Gasturbine
Figur 4 zeigt stark schematisiert die Aufhängung einer Turbinenschaufel.
Figur 5 zeigt den Ablauf eines Verfahrens zum gießtechnischen Herstellen einer Turbinenschaufel.
Figur 6 zeigt einen Ausschnitt aus einem Wachsmodell einer Turbinenschaufel.
[0019] Die Figur 1 zeigt beispielhaft eine Gasturbine 100 in einem Längsteilschnitt.
[0020] Die Gasturbine 100 weist im Inneren einen um eine Rotationsachse 102 drehgelagerten
Rotor 103 mit einer Welle 101 auf, der auch als Turbinenläufer bezeichnet wird.
[0021] Entlang des Rotors 103 folgen aufeinander ein Ansauggehäuse 104, ein Verdichter 105,
eine beispielsweise torusartige Brennkammer 110, insbesondere Ringbrennkammer, mit
mehreren koaxial angeordneten Brennern 107, eine Turbine 108 und das Abgasgehäuse
109.
[0022] Die Ringbrennkammer 110 kommuniziert mit einem beispielsweise ringförmigen Heißgaskanal
111. Dort bilden beispielsweise vier hintereinander geschaltete Turbinenstufen 112
die Turbine 108.
[0023] Jede Turbinenstufe 112 ist beispielsweise aus zwei Schaufelringen gebildet. In Strömungsrichtung
eines Arbeitsmediums 113 gesehen folgt im Heißgaskanal 111 einer Leitschaufelreihe
115 eine aus Laufschaufeln 120 gebildete Reihe 125.
[0024] Die Leitschaufeln 130 sind dabei an einem Innengehäuse 138 eines Stators 143 befestigt,
wohingegen die Laufschaufeln 120 einer Reihe 125 beispielsweise mittels einer Turbinenscheibe
133 am Rotor 103 angebracht sind.
[0025] An dem Rotor 103 angekoppelt ist ein Generator oder eine Arbeitsmaschine (nicht dargestellt).
[0026] Während des Betriebes der Gasturbine 100 wird vom Verdichter 105 durch das Ansauggehäuse
104 Luft 135 angesaugt und verdichtet. Die am turbinenseitigen Ende des Verdichters
105 bereitgestellte verdichtete Luft wird zu den Brennern 107 geführt und dort mit
einem Brennmittel vermischt. Das Gemisch wird dann unter Bildung des Arbeitsmediums
113 in der Brennkammer 110 verbrannt. Von dort aus strömt das Arbeitsmedium 113 entlang
des Heißgaskanals 111 vorbei an den Leitschaufeln 130 und den Laufschaufeln 120. An
den Laufschaufeln 120 entspannt sich das Arbeitsmedium 113 impulsübertragend, so dass
die Laufschaufeln 120 den Rotor 103 antreiben und dieser die an ihn angekoppelte Arbeitsmaschine.
[0027] Die dem heißen Arbeitsmedium 113 ausgesetzten Bauteile unterliegen während des Betriebes
der Gasturbine 100 thermischen Belastungen. Die Leitschaufeln 130 und Laufschaufeln
120 der in Strömungsrichtung des Arbeitsmediums 113 gesehen ersten Turbinenstufe 112
werden neben den die Ringbrennkammer 110 auskleidenden Hitzeschildelementen am meisten
thermisch belastet.
[0028] Um den dort herrschenden Temperaturen standzuhalten, können diese mittels eines Kühlmittels
gekühlt werden.
[0029] Ebenso können Substrate der Bauteile eine gerichtete Struktur aufweisen, d.h. sie
sind einkristallin (SX-Struktur) oder weisen nur längsgerichtete Körner auf (DS-Struktur).
[0030] Als Material für die Bauteile, insbesondere für die Turbinenschaufel 120, 130 und
Bauteile der Brennkammer 110 werden beispielsweise eisen-, nickel- oder kobaltbasierte
Superlegierungen verwendet.
[0032] Ebenso können die Schaufeln 120, 130 Beschichtungen gegen Korrosion (MCrAlX; M ist
zumindest ein Element der Gruppe Eisen (Fe), Kobalt (Co), Nickel (Ni), X ist ein Aktivelement
und steht für Yttrium (Y) und/oder Silizium, Scandium (Sc) und/oder zumindest ein
Element der Seltenen Erden bzw. Hafnium). Solche Legierungen sind bekannt aus der
EP 0 486 489 B1,
EP 0 786 017 B1,
EP 0 412 397 B1 oder
EP 1 306 454 A1.
[0033] Auf der MCrAlX kann noch eine Wärmedämmschicht vorhanden sein, und besteht beispielsweise
aus ZrO
2, Y
2O
3-ZrO
2, d.h. sie ist nicht, teilweise oder vollständig stabilisiert durch Yttriumoxid und/oder
Kalziumoxid und/oder Magnesiumoxid.
[0034] Durch geeignete Beschichtungsverfahren wie z.B. Elektronenstrahlverdampfen (EB-PVD)
werden stängelförmige Körner in der Wärmedämmschicht erzeugt.
[0035] Die Leitschaufel 130 weist einen dem Innengehäuse 138 der Turbine 108 zugewandten
Leitschaufelfuß (hier nicht dargestellt) und einen dem Leitschaufelfuß gegenüberliegenden
Leitschaufelkopf auf. Der Leitschaufelkopf ist dem Rotor 103 zugewandt und an einem
Befestigungsring 140 des Stators 143 festgelegt.
[0036] Die Figur 2 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Laufschaufel 120 oder Leitschaufel
130 einer Strömungsmaschine, die sich entlang einer Längsachse 121 erstreckt.
[0037] Die Strömungsmaschine kann eine Gasturbine eines Flugzeugs oder eines Kraftwerks
zur Elektrizitätserzeugung, eine Dampfturbine oder ein Kompressor sein.
[0038] Die Schaufel 120, 130 weist entlang der Längsachse 121 aufeinander folgend einen
Befestigungsbereich 400, eine daran angrenzende Schaufelplattform 403 sowie ein Schaufelblatt
406 und eine Schaufelspitze 415 auf.
[0039] Als Leitschaufel 130 kann die Schaufel 130 an ihrer Schaufelspitze 415 eine weitere
Plattform aufweisen (nicht dargestellt).
[0040] Im Befestigungsbereich 400 ist ein Schaufelfuß 183 gebildet, der zur Befestigung
der Laufschaufeln 120, 130 an einer Welle oder einer Scheibe dient (nicht dargestellt).
[0041] Der Schaufelfuß 183 ist beispielsweise als Hammerkopf ausgestaltet. Andere Ausgestaltungen
als Tannenbaum- oder Schwalbenschwanzfuß sind möglich.
[0042] Die Schaufel 120, 130 weist für ein Medium, das an dem Schaufelblatt 406 vorbeiströmt,
eine Anströmkante 409 und eine Abströmkante 412 auf.
[0043] Bei herkömmlichen Schaufeln 120, 130 werden in allen Bereichen 400, 403, 406 der
Schaufel 120, 130 beispielsweise massive metallische Werkstoffe, insbesondere Superlegierungen
verwendet.
[0045] Die Schaufel 120, 130 kann hierbei durch ein Gussverfahren, auch mittels gerichteter
Erstarrung, durch ein Schmiedeverfahren, durch ein Fräsverfahren oder Kombinationen
daraus gefertigt sein.
[0046] Werkstücke mit einkristalliner Struktur oder Strukturen werden als Bauteile für Maschinen
eingesetzt, die im Betrieb hohen mechanischen, thermischen und/oder chemischen Belastungen
ausgesetzt sind.
[0047] Die Fertigung von derartigen einkristallinen Werkstücken erfolgt z.B. durch gerichtetes
Erstarren aus der Schmelze. Es handelt sich dabei um Gießverfahren, bei denen die
flüssige metallische Legierung zur einkristallinen Struktur, d.h. zum einkristallinen
Werkstück, oder gerichtet erstarrt.
[0048] Dabei werden dendritische Kristalle entlang dem Wärmefluss ausgerichtet und bilden
entweder eine stängelkristalline Kornstruktur (kolumnar, d.h. Körner, die über die
ganze Länge des Werkstückes verlaufen und hier, dem allgemeinen Sprachgebrauch nach,
als gerichtet erstarrt bezeichnet werden) oder eine einkristalline Struktur, d.h.
das ganze Werkstück besteht aus einem einzigen Kristall. In diesen Verfahren muss
man den Übergang zur globulitischen (polykristallinen) Erstarrung meiden, da sich
durch ungerichtetes Wachstum notwendigerweise transversale und longitudinale Korngrenzen
ausbilden, welche die guten Eigenschaften des gerichtet erstarrten oder einkristallinen
Bauteiles zunichte machen.
[0049] Ist allgemein von gerichtet erstarrten Gefügen die Rede, so sind damit sowohl Einkristalle
gemeint, die keine Korngrenzen oder höchstens Kleinwinkelkorngrenzen aufweisen, als
auch Stängelkristallstrukturen, die wohl in longitudinaler Richtung verlaufende Korngrenzen,
aber keine transversalen Korngrenzen aufweisen. Bei diesen zweitgenannten kristallinen
Strukturen spricht man auch von gerichtet erstarrten Gefügen (directionally solidified
structures).
[0050] Solche Verfahren sind aus der
US-PS 6,024,792 und der
EP 0 892 090 A1 bekannt; diese Schriften sind bzgl. des Erstarrungsverfahrens Teil der Offenbarung.
[0051] Ebenso können die Schaufeln 120, 130 Beschichtungen gegen Korrosion oder Oxidation
aufweisen, z. B. (MCrAlX; M ist zumindest ein Element der Gruppe Eisen (Fe), Kobalt
(Co), Nickel (Ni), X ist ein Aktivelement und steht für Yttrium (Y) und/oder Silizium
und/oder zumindest ein Element der Seltenen Erden, bzw. Hafnium (Hf)). Solche Legierungen
sind bekannt aus der
EP 0 486 489 B1,
EP 0 786 017 B1,
EP 0 412 397 B1 oder
EP 1 306 454 A1, die bzgl. der chemischen Zusammensetzung der Legierung Teil dieser Offenbarung sein
sollen.
[0052] Die Dichte liegt vorzugsweise bei 95% der theoretischen Dichte.
[0053] Auf der MCrAlX-Schicht (als Zwischenschicht oder als äußerste Schicht) bildet sich
eine schützende Aluminiumoxidschicht (TGO = thermal grown oxide layer).
[0054] Vorzugsweise weist die Schichtzusammensetzung Co-30Ni-28Cr-8Al-0,6Y-0,7Si oder Co-28Ni-24Cr-10Al-0,6Y
auf. Neben diesen kobaltbasierten Schutzbeschichtungen werden auch vorzugsweise nickelbasierte
Schutzschichten verwendet wie Ni-10Cr-12Al-0,6Y-3Re oder Ni-12Co-21Cr-11Al-0,4Y-2Re
oder Ni-25Co-17Cr-10Al-0,4Y-1,5Re.
[0055] Auf der MCrAlX kann noch eine Wärmedämmschicht vorhanden sein, die vorzugsweise die
äußerste Schicht ist, und besteht beispielsweise aus ZrO
2, Y
2O
3-ZrO
2, d.h. sie ist nicht, teilweise oder vollständig stabilisiert durch Yttriumoxid und/oder
Kalziumoxid und/oder Magnesiumoxid.
Die Wärmedämmschicht bedeckt die gesamte MCrAlX-Schicht.
[0056] Durch geeignete Beschichtungsverfahren wie z.B. Elektronenstrahlverdampfen (EB-PVD)
werden stängelförmige Körner in der Wärmedämmschicht erzeugt.
[0057] Andere Beschichtungsverfahren sind denkbar, z.B. atmosphärisches Plasmaspritzen (APS),
LPPS, VPS oder CVD. Die Wärmedämmschicht kann poröse, mikro- oder makrorissbehaftete
Körner zur besseren Thermoschockbeständigkeit aufweisen. Die Wärmedämmschicht ist
also vorzugsweise poröser als die MCrAlX-Schicht.
[0058] Wiederaufarbeitung (Refurbishment) bedeutet, dass Bauteile 120, 130 nach ihrem Einsatz
gegebenenfalls von Schutzschichten befreit werden müssen (z.B. durch Sandstrahlen).
Danach erfolgt eine Entfernung der Korrosions- und/oder Oxidationsschichten bzw. -produkte.
Gegebenenfalls werden auch noch Risse im Bauteil 120, 130 repariert. Danach erfolgt
eine Wiederbeschichtung des Bauteils 120, 130 und ein erneuter Einsatz des Bauteils
120, 130.
[0059] Die Schaufel 120, 130 kann hohl oder massiv ausgeführt sein. Wenn die Schaufel 120,
130 gekühlt werden soll, ist sie hohl und weist ggf. noch Filmkühllöcher 418 (gestrichelt
angedeutet) auf.
[0060] Die Figur 3 zeigt eine Brennkammer 110 einer Gasturbine. Die Brennkammer 110 ist
beispielsweise als so genannte Ringbrennkammer ausgestaltet, bei der eine Vielzahl
von in Umfangsrichtung um eine Rotationsachse 102 herum angeordneten Brennern 107
in einen gemeinsamen Brennkammerraum 154 münden, die Flammen 156 erzeugen. Dazu ist
die Brennkammer 110 in ihrer Gesamtheit als ringförmige Struktur ausgestaltet, die
um die Rotationsachse 102 herum positioniert ist.
[0061] Zur Erzielung eines vergleichsweise hohen Wirkungsgrades ist die Brennkammer 110
für eine vergleichsweise hohe Temperatur des Arbeitsmediums M von etwa 1000°C bis
1600°C ausgelegt. Um auch bei diesen, für die Materialien ungünstigen Betriebsparametern
eine vergleichsweise lange Betriebsdauer zu ermöglichen, ist die Brennkammerwand 153
auf ihrer dem Arbeitsmedium M zugewandten Seite mit einer aus Hitzeschildelementen
155 gebildeten Innenauskleidung versehen.
[0062] Jedes Hitzeschildelement 155 aus einer Legierung ist arbeitsmediumsseitig mit einer
besonders hitzebeständigen Schutzschicht (MCrAlX-Schicht und/oder keramische Beschichtung)
ausgestattet oder ist aus hochtemperaturbeständigem Material (massive keramische Steine)
gefertigt.
[0063] Diese Schutzschichten können ähnlich der Turbinenschaufeln sein, also bedeutet beispielsweise
MCrAlX: M ist zumindest ein Element der Gruppe Eisen (Fe), Kobalt (Co), Nickel (Ni),
X ist ein Aktivelement und steht für Yttrium (Y) und/oder Silizium und/oder zumindest
ein Element der Seltenen Erden, bzw. Hafnium (Hf). Solche Legierungen sind bekannt
aus der
EP 0 486 489 B1,
EP 0 786 017 B1,
EP 0 412 397 B1 oder
EP 1 306 454 A1.
[0064] Auf der MCrAlX kann noch eine beispielsweise keramische Wärmedämmschicht vorhanden
sein und besteht beispielsweise aus ZrO
2 Y
2O
3-ZrO
2, d.h. sie ist nicht, teilweise oder vollständig stabilisiert durch Yttriumoxid und/oder
Kalziumoxid und/oder Magnesiumoxid.
[0065] Durch geeignete Beschichtungsverfahren wie z.B. Elektronenstrahlverdampfen (EB-PVD)
werden stängelförmige Körner in der Wärmedämmschicht erzeugt.
[0066] Andere Beschichtungsverfahren sind denkbar, z.B. atmosphärisches Plasmaspritzen (APS),
LPPS, VPS oder CVD. Die Wärmedämmschicht kann poröse, mikro- oder makrorissbehaftete
Körner zur besseren Thermoschockbeständigkeit aufweisen.
[0067] Wiederaufarbeitung (Refurbishment) bedeutet, dass Hitzeschildelemente 155 nach ihrem
Einsatz gegebenenfalls von Schutzschichten befreit werden müssen (z.B. durch Sandstrahlen).
Danach erfolgt eine Entfernung der Korrosions- und/oder Oxidationsschichten bzw. -produkte.
Gegebenenfalls werden auch noch Risse in dem Hitzeschildelement 155 repariert. Danach
erfolgt eine Wiederbeschichtung der Hitzeschildelemente 155 und ein erneuter Einsatz
der Hitzeschildelemente 155.
[0068] Aufgrund der hohen Temperaturen im Inneren der Brennkammer 110 kann zudem für die
Hitzeschildelemente 155 bzw. für deren Halteelemente ein Kühlsystem vorgesehen sein.
Die Hitzeschildelemente 155 sind dann beispielsweise hohl und weisen ggf. noch in
den Brennkammerraum 154 mündende Kühllöcher (nicht dargestellt) auf.
[0069] Figur 4 zeigt in einer stark schematisierten Darstellung die Aufhängung einer Leitschaufel
1 an einem Haltering 3, der sich in Umfangsrichtung der Turbine wenigstens um einen
Teil des Umfangs erstreckt. Das Halteelement 3 weist Haltevorsprünge 5 auf, an denen
die Turbinenschaufel 1 befestigt wird.
[0070] Die Turbinenschaufel 1 weist ein Schaufelblatt 9 und wenigstens eine am radial äußeren
Ende des Schaufelblatts 9 angeordnete Schaufelplattform 11. Eine entsprechende Schaufelplattform
kann auch am radial inneren Ende des Schaufelblatts 9 angeordnet sein (in Figur 4
nicht dargestellt). Die Schaufelplattform 11 weist eine radial innere Plattformfläche
13 auf, die in der Gasturbine einen Teil der Wandung des Strömungspfades für die heißen
Verbrennungsgase bildet. An der der radial inneren Plattformfläche 13 gegenüberliegenden
radial äußeren Plattformfläche 15 sind Haltehaken 7 ausgebildet, mit denen die Turbinenschaufel
an den Haltevorsprüngen 5 des Halteelements 3 aufgehängt werden kann. Entsprechende
Haltehaken können auch an der radial inneren Plattform vorhanden sein.
[0071] Der Abstand d zwischen der radial äußeren Plattformfläche 15 und einer dieser Plattformfläche
gegenüberliegenden Hakenfläche 17 bestimmt in Verbindung mit der Lage der Haltevorsprünge
5 des Halteelements 3 die Positionierung der radial inneren Plattformfläche 13 im
Heißgaspfad der Gastrubine und ist somit für das Ausbilden eines strömungstechnisch
optimierten Heißgaspfades von großer Bedeutung. Im Rahmen der gießtechnischen Herstellung
einer Turbinenschaufel kommt daher das Gewährleisten eines definierten Abstandes d
zwischen der radial äußeren Plattformfläche und der Hakenfläche 7 große Bedeutung
zu.
[0072] Ein Verfahren zur gießtechnischen Herstellung der in Figur 4 gezeigten Turbinenschaufel
wird nachfolgend mit Bezug auf Figur 5 beschrieben.
[0073] In einem ersten Verfahrensschritt 19 wird eine Gießform für ein Wachsmodell der herzustellenden
Turbinenschaufel 9 erstellt. Da beim Gießen des Wachsmodells keine besonders hohen
Temperaturen vorkommen, kann das Material für die Wachsmodellgießform im Hinblick
auf die Bearbeitbarkeit optimiert gewählt werden, so dass sich die Kontur des Wachsmodells
präzise als Negativform erzeugen lässt. Eine einmal hergestellte Gießform für das
Wachsmodell kann auch wieder verwendet werden, so dass nicht notwendigerweise in jedem
Verfahren zum Herstellen eines Negativmodells für eine Turbinenschaufel der Schritt
des Herstellens einer Gießform für ein Wachsmodell enthalten sein muss. Lediglich
dann, wenn eine Turbinenschaufel mit neuer Geometrie zum ersten Mal hergestellt werden
soll, ist eine Gießform für das entsprechende Wachsmodell neu herzustellen.
[0074] Mittels der Gießform für das Wachsmodell wird in Schritt 21 das Wachsmodell der Turbinenschaufel
gegossen. Nachdem das Wachsmodell soweit ausgehärtet ist, dass die Gießform entfernt
werden kann, werden in Schritt 23 Abstandshalterelemente in den Bereich der Haltehaken
7 eingesetzt. Ein solches Abstandshalterelement 219 ist schematisch in Figur 6 dargestellt.
Die Figur zeigt einen Ausschnitt aus einem Wachsmodell 201 der Turbinenschaufel 1
aus Figur 4. Das Wachsmodell weist ein Modellschaufelblatt 209, eine Modellplattform
211 mit einer radial inneren Modellplattformfläche 213 und einer radial äußeren Modellplattformfläche
215 auf. Von der Modellplattform 211 aus erstreckt sich ein Modellhaltehaken 207,
der eine der äußeren Modellplattformfläche 215 zugewandte und von dieser beabstandete
Modellhakenfläche 217 aufweist.
[0075] Sobald das Wachsmodell 209 aus der Form genommen werden kann, werden Abstandshalterelemente
219 in den Zwischenraum zwischen der radial äußeren Modellplattformfläche 215 und
der gegenüberliegenden Modellhakenfläche 217 eingeschoben. Der Abstandshalter 219
ist aus einem formbeständigen Material, beispielsweise Metall oder Keramik hergestellt.
Insbesondere metallische Materialien, etwa Stahl oder Aluminium, lassen sich mit präzisen
Abmessungen herstellen, so dass die Dicke des Abstandshalters sehr genau an den einzuhaltenden
Abstand d zwischen der radial äußeren Modellplattformfläche 215 und der gegenüber
liegenden Modellhakenfläche 217 angepasst werden kann.
[0076] Sobald der Abstandshalter 219 in den Zwischenraum zwischen der radial äußeren Plattformfläche
215 und der gegenüber liegenden Modellhakenfläche 217 eingeschoben ist, ist der Abstand
zwischen diesen beiden Flächen gegen eine Veränderung aufgrund von Deformationen im
Wachsmodell während des weiteren Aushärtens und/oder während des Transports und/oder
des Lagerns des Wachsmodells gesichert. Der Abstandshalter 219 weist zudem einen verdickten
Abschnitt 221 auf, welcher als Rand dient, der der Stirnfläche 223 des Modellhakens
207 gegenüber liegt. Auf diese Weise kann auch einer Verlagerung der Stirnfläche 223
durch Deformation insbesondere des Modellhakens 207 zuverlässig entgegengewirkt werden.
[0077] Obwohl der Abstandshalter 219 im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach der Entnahme
des Wachsmodells aus der Gießform eingesetzt wird, kann der Abstandshalter auch so
ausgebildet sein, dass er während des Gießprozesses einen Teil der Gießform bildet,
der anschließend zusammen mit dem Wachsmodell aus der Gießform genommen oder von der
Gießform abgetrennt werden kann. Dadurch, dass sich in dieser alternativen Ausgestaltung
des Verfahrens der Abstandshalter bereits während des Gießens in seiner Position befindet,
ist das Wachsmodell im Bereich des Modellhakens 207 auch gegen Verformungen, die beim
Entnehmen des Modells aus der Form auftreten könnten, gesichert.
[0078] Der Abstandshalter 229 verbleibt vorteilhafter Weise solange im Wachsmodell 201 der
Turbinenschaufel 1, bis anhand des Wachsmodells 201 eine Negativform für die Turbinenschaufel
1 erstellt wird. Nachdem der Abstandshalter in Schritt 25 des Verfahrens entfernt
worden ist, wird die Negativform beispielsweise mittels eines Keramikmaterials um
das Wachsmodell herum gebildet (Schritt 27). Nach dem Abbinden der Negativform wird
das Wachs aus der Negativform ausgeschmolzen, so dass der dadurch entstehende Hohlraum
zum Gießen der Turbinenschaufel in Schritt 29 zur Verwendung steht. Nachdem die Turbinenschaufel
mit Hilfe der Negativform gegossen worden ist, wird die Negativform entfernt und das
Verfahren zum Herstellen der Turbinenschaufel ist abgeschlossen.
[0079] Die vorliegende Erfindung stellt ein einfaches Mittel zur Verfügung, mit dem einer
Deformation des Wachsmodells, das während eines Gießprozesses zum Herstellen einer
Turbinenschaufel Verwendung findet, entgegengewirkt werden kann. Dadurch lassen sich
Verbesserungen beim Einhalten einer präzisen Geometrie des Wachsmodells erreichen,
wodurch die Zahl an fehlerhaft gegossenen Turbinenschaufeln, die nachzuarbeiten sind,
oder im schlimmsten Fall Ausschuss darstellen, verringert werden kann.
1. Verfahren zum Herstellen einer Negativform zum Gießen einer Turbinenschaufel (1) mit
einer Schaufelplattform (11) und wenigstens einem Befestigungselement (7) zum Befestigen
der Turbinenschaufel (1) an einer Schaufelhalterung (3), wobei wenigstens eine Fläche
(17) des Befestigungselementes (7) einer Plattformfläche (15) der Schaufelplattform
(11) mit Abstand (d) gegenüber liegt, in dem
- ein Wachsmodell (201) der herzustellenden Turbinenschaufel (1) hergestellt wird,
- eine Negativform der Turbinenschaufel (1) anhand des Wachsmodells (201) erstellt
wird, nachdem das Wachsmodell (201) ausgehärtet ist, und
- das Wachsmodell (201) nach dem Fertigstellen der Negativform ausgeschmolzen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
während des Aushärtens und/oder während einer Lagerung und/oder während einem Transport
des Wachsmodells (201) wenigstens ein Abstandhalter (219) zwischen der Plattformfläche
(215) der Schaufelplattform (211) und der wenigstens einen gegenüber liegenden Fläche
des Befestigungselementes (207) des Wachsmodells (201) angeordnet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandshalter (219) bis unmittelbar von der Herstellen der Negativform im Wachsmodell
(201) verbleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Abstandshalter (219) den Raum zwischen der Plattformfläche (215)
der Schaufelplattform (211) und der wenigstens einen gegenüber liegenden Fläche (217)
des Befestigungselementes (207) des Wachsmodells (201) vollständig ausfüllt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das der Abstandhalter (219) an wenigstens einer weiteren Fläche (223) des Befestigungselements
(207) des Wachsmodells (201) anliegt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandhalter (219) Verwendung findet, der eine an die Form des Befestigungselementes
(207) des Wachsmodells (201) angepasste Aufnahme zum Aufnehmen wenigstens eines Teils
des Befestigungselementes (207) aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandshalter (219) Teil einer Form zum Herstellen des Wachsmodells ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandhalter (219) aus Metall Verwendung findet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandhalter (219) aus Keramik Verwendung findet.
9. Verfahren zum Herstellen einer Turbinenschaufel (1) mit einer Schaufelplattform (11)
und einem Befestigungselement (7) zum Befestigen der Turbinenschaufel (1) an einer
Schaufelhalterung (3), wobei wenigstens eine Fläche (17) des Befestigungselementes
(7) einer Plattformfläche (15) der Schaufelplattform (11) mit Abstand gegenüber liegt,
in dem die Turbinenschaufel (1) mit Hilfe einer Negativform der Turbinenschaufel gegossen
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Negativform der Turbinenschaufel (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 erstellt
wird.
10. Abstandhalter (219) für ein Wachsmodell (201) einer Turbinenschaufel (1) mit einer
Schaufelplattform (11) und einem Befestigungselement (7) zum Befestigen der Turbinenschaufel
(1) an einer Schaufelhalterung (3), wobei wenigstens eine Fläche (17) des Befestigungselementes
(7) einer Plattformfläche (15) der Schaufelplattform (11) mit Abstand gegenüber liegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandshalter (219) eine an die Form des Befestigungselementes (207) des Wachsmodells
(201) der Turbinenschaufel (1) angepasste Aufnahme zum Aufnehmen wenigstens eines
Teils des Befestigungselementes (207) des Wachsmodells (201) aufweist.
11. Abstandhalter (219) nach Anspruch 9,
gekennzeichnet durch
seine Ausgestaltung aus Metall.
12. Abstandhalter (219) nach Anspruch 9,
gekennzeichnet durch
seine Ausgestaltung aus Keramik.
13. Abstandhalter (219) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandshalter (219) Teil einer zum Herstellen des Wachsmodells (201) Verwendung
findenden Form ist, welcher zusammen mit dem Wachsmodell (201) aus der Form herausgelöst
werden kann.
14. Form zur Herstellung eines Wachsmodells (201) einer Turbinenschaufel (1),
dadurch gekennzeichnet, dass
sie einen herausnehmbaren oder abtrennbaren Teil zum Verbleib am Wachsmodell (201)
bei der Entnahme des Wachsmodells (201) aus der Form umfasst, der einen Abstandshalter
(219) nach einem der Ansprüche 10 bis 13 bildet.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Herstellen einer Negativform zum Gießen einer Turbinenschaufel (1)
mit einer Schaufelplattform (11) und wenigstens einem Befestigungselement (7) zum
Befestigen der Turbinenschaufel (1) an einer Schaufelhalterung (3), wobei wenigstens
eine Fläche (17) des Befestigungselementes (7) einer Plattformfläche (15) der Schaufelplattform
(11) mit Abstand (d) gegenüber liegt, in dem
- ein Wachsmodell (201) der herzustellenden Turbinenschaufel (1) hergestellt wird,
- eine Negativform der Turbinenschaufel (1) anhand des Wachsmodells (201) erstellt
wird, nachdem das Wachsmodell (201) ausgehärtet ist, und
- das Wachsmodell (201) nach dem Fertigstellen der Negativform ausgeschmolzen wird,
wobei
während einer Lagerung und/oder während eines Transports des Wachsmodells (201) wenigstens
ein Abstandhalter (219) zwischen der Plattformfläche (215) der Schaufelplattform (211)
und der wenigstens einen gegenüber liegenden Fläche des Befestigungselementes (207)
des Wachsmodells (201) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandshalter (219) von dem Herstellen der Negativform aus dem Wachsmodell (201)
entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Abstandshalter (219) den Raum zwischen der Plattformfläche (215)
der Schaufelplattform (211) und der wenigstens einen gegenüber liegenden Fläche (217)
des Befestigungselementes (207) des Wachsmodells (201) vollständig ausfüllt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das der Abstandhalter (219) an wenigstens einer weiteren Fläche (223) des Befestigungselements
(207) des Wachsmodells (201) anliegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandhalter (219) Verwendung findet, der eine an die Form des Befestigungselementes
(207) des Wachsmodells (201) angepasste Aufnahme zum Aufnehmen wenigstens eines Teils
des Befestigungselementes (207) aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandshalter (219) Teil einer Form zum Herstellen des Wachsmodells ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandhalter (219) aus Metall Verwendung findet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandhalter (219) aus Keramik Verwendung findet.
8. Verfahren zum Herstellen einer Turbinenschaufel (1) mit einer Schaufelplattform (11)
und einem Befestigungselement (7) zum Befestigen der Turbinenschaufel (1) an einer
Schaufelhalterung (3), wobei wenigstens eine Fläche (17) des Befestigungselementes
(7) einer Plattformfläche (15) der Schaufelplattform (11) mit Abstand gegenüber liegt,
in dem die Turbinenschaufel (1) mit Hilfe einer Negativform der Turbinenschaufel gegossen
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Negativform der Turbinenschaufel (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 erstellt
wird.