[0001] Die Erfindung betrifft einen Selbstfärbe-Handstempel mit einem Rahmen aus Metall,
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Der Rahmen weist hier zwei durch eine obere
Deckwand miteinander verbundene Seitenwände auf; weiters ist ein bei Benützung relativ
zum Rahmen entgegen Federkraft abwärts bewegbarer Betätigungsbügel aus Metall vorgesehen,
der zwei entlang der Seitenwände des Rahmens verschiebbare Schenkel aufweist, mit
denen ein innerhalb des Rahmens verschiebbar und wendbar angeordnetes Typenaggregat
gekuppelt ist; im oberen Bereich des Rahmens sind Auflager-Vorsprünge für einen einschiebbaren
Stempelkissenhalter vorgesehen, die an den Innenseiten der Seitenwände des Rahmens
einwärts abstehen.
[0002] Derartige sog. (Voll-)Metall-Selbstfärbe-Handstempel sind bereits seit langem bekannt,
vgl.
US 454 499 A, und wegen ihrer Robustheit und langen Lebensdauer geschätzt. Der Rahmen, auch Stempelgehäuse
genannt, besteht dabei üblicherweise aus einem Stahlblechteil, der nach dem Ausschneiden
oder Ausstanzen entsprechend gebogen wird, vgl. beispielsweise auch
AT 1 185 U1, Fig. 5. Beim Betätigen des Handstempels, also beim Erzeugen eines Stempel-Abdrucks,
wird der Betätigungsbügel am auf die Unterlage aufgesetzten Rahmen entlang abwärts
bewegt, wobei die Schenkel des in Ansicht U-förmigen Betätigungsbügels entlang den
Außenseiten der Seitenwände des Rahmens verschoben werden. Eine Führung und Positionssicherung
wird dabei durch ein auf der Deckplatte des Rahmens oben angebrachtes Rohr ermöglicht,
das in ein entsprechendes Rohr oder dergl. Aufnahme in einem Griff am Betätigungsbügel
teleskopisch einschiebbar ist, wobei im Rohr üblicherweise eine Schraubendruckfeder
enthalten ist, vgl. beispielsweise auch
AT 380 836 B oder
AT 1 659 U1. Eine zusätzliche Führung der Schenkel des Betätigungsbügels an den Rahmen-Seitenwänden
wird weiters dadurch erhalten, dass die Bügel-Schenkel mit einer Wendeachse oder Achsstummeln
des Typenaggregats, beispielsweise einer einfachen Stempelplatte oder eines Aggregats
mit Bandtypen usw., gekuppelt sind, wobei die Enden dieser Achse bzw. diese Achsstummel
in einer Schlitzführung in den Seitenwänden des Rahmens geführt werden; vgl. auch
WO 2005/037565 A1. Weder diese Achsführung noch das Teleskop-Rohr ist jedoch als eigentliche Führung
für den Betätigungsbügel am Rahmen gedacht, vielmehr sind mit diesen Komponenten a
priori andere Funktionen verbunden, und es kann demgemäß durchaus zu Fehlfunktionen
bis hin zu einem Verkanten oder Selbsthemmen des Betätigungsbügels am Gehäuse des
Handstempels kommen.
[0003] Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bereits auf den Rahmen aufgesetzte haubenförmige
Führungsteile aus Kunststoff vorgeschlagen, vgl. die vorstehend erwähnte
AT 1 185 U1 oder aber die
AT 1 659 U1, um den Betätigungsbügel am Metall-Rahmen durch eben diesen haubenförmigen Führungsteil
zu führen. In diesen haubenförmigen Führungsteil oberhalb des Metall-Rahmens wurde
auch ein Einschubfach für einen Stempelkissenhalter vorgesehen. Die obere Deckwand
des Rahmens musste demgemäß mit einer entsprechend großen Durchbrechung für den Durchtritt
der Stempeltypen versehen werden, damit letztere in ihrer oberen Einfärbestellung
mit dem darüber befindlichen Stempelkissen in Kontakt gelangen können.
[0004] Diese haubenförmigen Führungsteile bringen jedoch einen wesentlichen Aufwand bei
der Herstellung und Montage des Handstempels mit sich. Dies gilt umso mehr für eine
Stahl/Kunststoff-Verbundausführung von Rahmen und Betätigungsbügel, wie sie beispielsweise
in der
AT 501 318 B1 oder aber in der
DE 295 21 420 U1 vorgeschlagen sind, wobei dort Metallteile in passenden Kunststoffteilen aufgenommen
sind. Darüberhinaus beeinträchtigt die große Durchbrechung in der Deckwand des Rahmens
dessen Festigkeit bzw. Stabilität.
[0005] In der eingangs erwähnten
US 454 499 A ist bereits eine Möglichkeit für eine Einschub-Führung eines Stempelkissenhalters
direkt im Metallrahmen gezeigt, wobei Auflager-Vorsprünge dadurch vorgesehen werden,
dass entweder Laschen aus der Rahmen-Seitenwand ausgestanzt und einwärts umgebogen
oder aber Winkel an den Seitenwänden des Rahmens innen angenietet werden. Derartige
innen angenietete Winkel können jedoch Beschränkungen hinsichtlich Dimensionierung
und Beweglichkeit des Typenaggregats beim Wenden und Abwärts- bzw. Aufwärtsbewegen
mit sich bringen, abgesehen davon dass die Anbringung von Winkeln im Innenraum des
Stempel-rahmens verhältnismäßig mühsam ist. Falls die Auflager-Vorsprünge durch ausgestanzte
und abgebogene Laschen gebildet werden, so ist eine exakte Fertigung notwendig, da
sonst der Stempelkissenhalter entweder gegen die abgebogenen Laschen stößt und nicht
ordnungsgemäß in den Rahmen eingeschoben werden kann, oder aber der Halt für den Stempelkissenhalter
im oberen Bereich des Rahmens nur lose ist, so dass der Stempelkissenhalter ungewollt
aus dem Handstempel herausfallen kann. Demgemäß sind in der Praxis immer wieder relativ
aufwändige Nachjustierungen bei den ausgebogenen Laschen erforderlich.
[0006] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Selbstfärbe-Handstempel wie eingangs angeführt
vorzuschlagen, der eine einfache, nichtsdestoweniger zuverlässige Anbringung eines
Stempelkissenhalters im oberen Bereich des Metall-Rahmens des Handstempels ermöglicht,
wobei überdies der Aufwand für die Herstellung und Montage niedrig gehalten werden
können soll.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung einen Selbstfärbe-Handstempel, wie
in Anspruch 1 definiert, vor. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Beim vorliegenden Selbstfärbe-Handstempel ist somit vorgesehen, dass die Auflager-Vorsprünge
an Tragkörpern, die an den Außenseiten der Rahmen-Seitenwände vorgesehen sind, angebracht
sind und durch Öffnungen in den Seitenwänden ragen.
[0009] Es sind somit die Auflager-Vorsprünge für den Stempelkissenhalter an gesonderten,
außen am Rahmen angebrachten Elementen vorgesehen, wobei die Auflager-Vorsprünge von
diesen Elementen, d.h. den Tragkörpern, abstehen und durch Öffnungen in den Seitenwänden
in den Innenraum des Rahmens ragen. Die Öffnungen in den Seitenwänden können dabei
beispielsweise gleichzeitig beim Ausschneiden des Stahlblech-Rohlings für den Rahmen
vorgesehen werden, und die Tragkörper können plättchenförmig ausgebildet und eng an
den Außenseiten der Seitenwände anliegend vorgesehen werden. Hierbei können die plättchenförmigen
Tragkörper im Bereich der Anlage der Schenkel des Betätigungsbügels an den Seitenwänden
des Rahmens vorgesehen sein und so ein Gleitlager für die Schenkel am Rahmen bilden.
Im Fall der Ausbildung der Tragkörper aus Kunststoff, z.B. POM, ABS oder PE, wird
dann eine leichtgängige Führung der Schenkel am Rahmen ermöglicht, wobei ein Kontakt
Metall auf Metall vermieden wird. Es ist aber auch denkbar, gesonderte Tragkörper,
etwa jeweils mit einem einzelnen Auflager-Vorsprung, in entsprechenden Öffnungen der
Seitenwände des Rahmens durch Verrasten zu fixieren. Die außen liegenden Trag- oder
Haltekörper können dann in Abstand von den Schenkeln des Betätigungsbügels vorliegen.
[0010] So oder so ist es für die Anbringung der Tragkörper jedenfalls vorteilhaft, wenn
sie Rastvorsprünge aufweisen, mit denen sie einfach in zugehörigen Rastöffnungen der
Rahmen-Seitenwände durch Einschnappen fixiert sind. Für eine gute Positionierung und
hohe Lagestabilität ist es dabei weiters günstig, wenn die Auflager-Vorsprünge über
den Rastvorsprüngen vorgesehen sind. Dadurch, dass dann jeweils zwei Vorsprünge übereinander
vorgesehen sind, die durch gesonderte Öffnungen (oder aber durch eine gemeinsame schlitzförmige,
längliche Öffnung) ragen, wird einem Verdrehen des jeweiligen Tragkörpers wirksam
begegnet. In einer einfachen Ausführung ist es jedoch auch denkbar, dass die Rastvorsprünge
zugleich die Auflager-Vorsprünge bilden. Zweckmäßigerweise haben dabei die Vorsprünge
einen nicht-runden, z.B. rechteckigen Querschnitt, um so einem Verdrehen in der Rastöffnung
entgegen zu wirken.
[0011] Wie bereits vorstehend erwähnt, kann der Tragkörper außen zusätzlich zur Lagerung
des jeweiligen Bügel-Schenkels herangezogen werden, und in diesem Zusammenhang ist
es für eine Führung der Bügel-Schenkel am Rahmen besonders günstig, wenn an der von
den Auflager-Vorsprüngen abgewandten Außenseite der Tragkörper Führungsstege für die
Schenkel des Betätigungsbügels geformt sind. Der Tragkörper bildet in diesem Fall
zugleich einen Führungskörper für den jeweiligen Bügel-Schenkel.
[0012] Für eine besonders gute Positionierung und Lagefixierung der Trag- bzw. Führungskörper
ist es weiters von Vorteil, wenn jeder Tragkörper einen oberen flanschartigen Dachvorsprung
aufweist, der an einem oberen Übergangsbereich von der Seitenwand zur oberen Deckwand
des Rahmens anliegt.
[0013] Um einen Stempelkissenhalter im eingeschobenen Zustand zusätzlich abzustützen und
gegebenenfalls geringfügig in der eingeschobenen Position durch Kraftschluss festzuhalten,
ist es auch von Vorteil, wenn der Rahmen an einer Breitseite einen an die obere Deckwand
anschließenden Steg aufweist, an dessen Innenseite zumindest ein weiterer Auflager-Vorsprung
für den Stempelkissenhalter in dessen eingeschobener Position vorgesehen ist. Dabei
ist es weiters günstig, wenn der weitere Auflager-Vorsprung durch eine aus dem Steg
ausgeschnittene bzw. ausgestanzte, ausgebogene Lasche gebildet ist. Die den Auflager-Vorsprung
an der Querwand bildende Lasche kann dabei eine schräge Position haben, d.h. von ihrem
Ausgangspunkt an der Querwand schräg nach oben gerichtet sein, um so eine federnde
Anlage am Rand des Stempelkissenhalters im gewünschten Ausmaß sicherzustellen.
[0014] Im Hinblick auf die angestrebte Fixierung durch Verrasten sowie gegebenenfalls die
vorteilhafte Gleitführung der Bügelschenkel ist es wie erwähnt von besonderem Vorteil,
wenn die Tragkörper aus Kunststoff, z.B. POM, ABS oder PE, bestehen. Die Auflager-Vorsprünge
können dann, falls notwendig oder gewünscht, beim Einschieben eines Stempelkissenhalters
geringfügig nach unten - unter elastischer Deformation - ausgelenkt werden, um so
das problemlose Einschieben des Stempelkissenhalters sowie ein Halten des Stempelkissenhalters
durch elastische, reibschlüssige Anlage an letzterem zu ermöglichen.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf
die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, und unter Bezugnahme auf die Zeichnung
noch weiter erläutert. Es zeigen:
die Fig. 1 und 2 einen Selbstfärbe-Handstempel gemäß der Erfindung in Schrägansichten
von vorne oben (Fig. 1) bzw. von vorne unten (Fig. 2);
Fig. 3 eine Schrägansicht dieses Handstempels gemäß Fig. 1 von hinten, mit entferntem
Typenaggregat, um den Innenraum des Rahmens des Handstempels zu verdeutlichen;
die Fig. 4 und 5 Vorderansichten des Handstempels gemäß Fig. 1 bis 3 in der Ruhestellung
(Fig. 4) bzw. in der Stempel- oder Abdruckstellung (Fig. 5), wobei Eckbereiche des
Stempel-Rahmens aufgebrochen sind, um Details hinsichtlich der Kupplung einer Wendeachse
mit dem Betätigungsbügel, der Anlenkung einer das Wenden des Typenaggregats des Handstempels
steuernden, schwenkbaren Kulisse, sowie insbesondere des Verrastens eines plättchenförmigen
Führungskörpers zu veranschaulichen;
Fig. 6 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht des Handstempels gemäß Fig. 1 bis
5, zur Veranschaulichung eines Auflager-Vorsprungs im Vorderseitenbereich des Rahmens,
zur Abstützung eines Stempelkissenhalters;
Fig. 7 in den Teilfiguren A bis F einen plättchenförmigen Führungskörper, wie er beim
vorliegenden Handstempel zur Führung eines Schenkels des Betätigungsbügels am Stempel-Gehäuse
oder -Rahmen vorgesehen ist, in einer Vorderansicht (A), einer Draufsicht (B), einer
Unteransicht (C), einer Seitenansicht (D), einer Schrägansicht der Innenseite (E)
und einer Schrägansicht der Außenseite (F); und
[0016] Fig. 8 in einer Schrägansicht ähnlich Fig. 1 eine alternative Ausführungsform eines
Handstempels, mit modifizierten Führungsstegen für die Betätigungsbügel-Schenkel.
[0017] In den Fig. 1 bis 6 ist ein Handstempel 1 mit Selbstfärbemechanismus, kurz Selbstfärbe-Handstempel
1 genannt, veranschaulicht, der einen Rahmen oder ein Gehäuse 2 aus Metall sowie einen
in Ansicht U-förmigen Betätigungsbügel 3, ebenfalls aus Metall, aufweist. Der Betätigungsbügel
3 hat zwei Schenkel 4, 5, die an den Außenseiten von Seitenwänden 6, 7 des Metall-Rahmens
2 in der Betriebsstellung vertikal auf und ab bewegbar geführt sind, s. auch den Pfeil
8 in Fig. 1. An der Oberseite des Betätigungsbügels 3 ist ein üblicher Handgriff 9
befestigt, der innen zumindest teilweise hohl ist, wobei im Inneren des Griffs 9 ein
Rohrstutzen 10 aufgenommen werden kann, der am Rahmen 2 oberseitig fest angebracht
ist und zur Aufnahme einer Druck-Schraubenfeder (nicht gezeigt), wie an sich bekannt,
dient, die sich einerseits an der Oberseite des Rahmens 2 und andererseits im Inneren
des Griffs 9 abstützt, um so den Betätigungsbügel 3 gemäß der Darstellung in Fig.
1 nach oben, in die dargestellte Ruhestellung oder Nichtgebrauchsstellung, zu drücken.
Entgegen dieser Federkraft kann der Betätigungsbügel 3 beim Anbringen eines Stempelabdrucks
auf einer Unterlage (Papier etc.) mit Hilfe eines im Inneren des Rahmens 2 angebrachten
Typenaggregats 11 (s. beispielsweise Fig. 2 und 4 bzw. 5) abwärts verschoben werden.
Das Typenaggregat 11 wird dabei während dieser Abwärtsbewegung des Betätigungsbügels
3 abwärts verstellt und zusätzlich, wie dies an sich bekannt ist, um seine Achse um
180° gewendet, um die Drucktypen, die in der Ruhestellung an einem Stempelkissen 12
eines im oberen Bereich des Rahmens 2 angebrachten Stempelkissenhalters 13 anliegen,
um 180° herumzuschwenken und nach unten zu bewegen, so dass die in Fig. 5 gezeigte
Abdruckstellung erreicht wird. Für diese Verstellbewegung sind die Schenkel 4, 5 des
Betätigungsbügels 3 mit den Enden einer insbesondere aus Fig. 5 ersichtlichen Wendeachse
14 des Typenaggregats 11 (oder mit vom Typenaggregat seilich abstehenden Achsstummeln)
über an sich bekannte Achssicherungselemente 15 gekuppelt. Überdies ist ein ebenfalls
an sich herkömmlicher, bekannter Wendemechanismus 16 zum Herumschwenken des Typenaggregats
11 vorgesehen, beispielsweise mit zwei schwenkbar an den Innenseiten der Seitenwände
6, 7 des Rahmens 2 oben angelenkten Steuerkulissen-Elementen 17. Zur Führung der Enden
der Wendeachse 14 sind in den Rahmen-Seitenwänden 6, 7 vertikale Längsschlitze 18
vorgesehen.
[0018] Der Wendemechanismus 16 kann aber selbstverständlich auch in einer anderen bekannten
Form, etwa wie in
US 454 499 A gezeigt, realisiert sein.
[0019] Der Metall-Rahmen 2 ist aus einem gestanzten bzw. ausgeschnittenen und entsprechend
gebogenen Stahlblech-Abschnitt gebildet, wobei die beiden Seitenwände 6, 7 durch eine
obere Deckwand 19 einstückig miteinander verbunden sind. An dieser Deckwand 19 ist
mittig der Rohrstutzen 10 für die Schraubendruckfeder auf an sich bekannte Weise fest
angebracht, beispielsweise durch Vernieten. Weiters erstreckt sich an der Vorderseite
des Handstempels 1, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, eine von der Deckwand 19 abwärts
stehende, streifen- oder stegförmige Querwand 20, vgl. auch die Schnittdarstellung
im Eckbereich in Fig. 6, wobei sich diese Querwand 20 von einer Seitenwand 6 zur anderen
Seitenwand 7 erstreckt und im gezeigten Ausführungsbeispiel mit einer transparenten
aufgesteckten Kunststoff-Tasche 21 als Sichtfenster zur Aufnahme eines Stempel-Vordruckblattes
versehen ist. An ihren Unterseiten, in den Eckbereichen, sind die Rahmen-Seitenwände
6, 7 in an sich üblicher Weise durch Stangen 22 miteinander verbunden und so in ihrer
Position stabilisiert.
[0020] Die beiden Schenkel 4, 5 des Betätigungsbügels 3 sind ebenfalls einteilig aus Stahlblech
hergestellt und dabei durch einen Steg 23 miteinander verbunden, der weiters einen
insbesondere aus Fig. 1 und 3 ersichtlichen Schieber 24 lagert; durch dessen Eingriff
in eine von mehreren Vertiefungen 25 am Rohrstutzen 10 kann der Betätigungsbügel 3
in einer vorgegebenen Position relativ zum Rahmen 2 fixiert werden, etwa um im Fall
eines Typenaggregats 11 mit Datums-Typenbändern oder dergl., wie gezeigt, die Typenbänder
verstellen zu können, oder aber insbesondere, um das Stempelkissen 12 mit Stempelfarbe
tränken zu können.
[0021] Soweit bisher beschrieben ist der vorliegende Handstempel 1 von an sich bekannter
Bauart, und es kann sich eine noch detailliertere Beschreibung des Aufbaus und der
Funktion des Handstempels 1 erübrigen.
[0022] An jeder Rahmen-Seitenwand 6, 7 ist nun beim vorliegenden Handstempel 1 außen ein
einteiliger Kunststoff-Trag- bzw. -Führungskörper 26 mit Führungsstegen 27, 28 für
den jeweiligen Schenkel 4 bzw. 5 des Betätigungsbügels 3 befestigt und dabei durch
Verrasten fixiert. Dieser Trag- oder Führungskörper 26 ist, wie am besten aus Fig.
7A, E und F hervorgeht, allgemein plättchenförmig ausgebildet und insbesondere aus
Kunststoff, wie z.B. aus POM, ABS oder aber auch PE, geformt bzw. gespritzt. An der
einen Seite, der Außenseite, dieses plättchenförmigen Trag- oder Führungskörpers 26
sind die genannten Führungsstege 27, 28 für den jeweiligen Schenkel 4 bzw. 5 des Betätigungsbügels
3 vorgesehen. An der anderen Seite, der Innenseite, sind einerseits Rastvorsprünge
29 für die Befestigung an der jeweiligen Seitenwand 6 bzw. 7 sowie andererseits Auflager-Vorsprünge
30 für den Stempelkissenhalter 13 vorgesehen. Die Rastvorsprünge 29 sind, wie insbesondere
aus Fig. 7E hervorgeht, hakenförmig ausgebildet, und mit diesen hakenförmigen Rastvorsprüngen
29 ist der Trag- oder Führungskörper 26 in entsprechenden (Rast-)Öffnungen 31 (s.
Fig. 3 und 5) der Seitenwände 6, 7 des Rahmens 2 durch Verrasten fixiert. Aus Fig.
3 ist weiters ein leerer Stempelkissenhalter 13 ersichtlich, der mit seinem in dieser
Betriebsstellung unteren Rand seiner beiden Breitseiten-Wände auf den Auflager-Vorsprüngen
30 des jeweiligen Trag- oder Führungskörpers 26 (s. auch Fig. 5) aufliegt und dabei
ähnlich einer Lade ein- oder ausgeschoben werden kann. Hierzu kann er mit einem aus
Fig. 3 ersichtlichen Griffbereich 32 versehen sein.
[0023] Aus Fig. 3 sowie aus Fig. 6 ist weiters ersichtlich, dass die sich zwischen den Seitenwänden
6, 7 des Rahmens 2 erstreckende vorderseitige Querwand 20 bereichsweise ausgeschnitten
oder ausgestanzt ist, so dass ausgebogene Laschen als weitere Auflager-Vorsprünge
33 für die eine Längsseite des Stempelkissenhalters 13 gebildet werden. Diese Laschen
bzw. Vorsprünge 33 erstrecken sich dabei vorzugsweise, wie aus Fig. 3 und 6 ersichtlich,
von der Querwand 20 schräg nach oben, wodurch die Kraft, mit der die Laschen 33 gegen
den Stempelkissenhalter 13 drücken, auf einfache Weise im geeigneten Bereich dimensioniert
werden kann.
[0024] Aus Fig. 7, in den Teilfiguren B und C bis F, ist weiters ersichtlich, dass der plättchenförmige
Trag- oder Führungskörper 26 an seiner Oberseite, auf der von den Führungsstegen 27,
28 für die Bügelschenkel 4, 5 abgewandten Seite, einen Dachvorsprung 34 aufweist,
mit dem er in der montierten Stellung am Übergang von der jeweiligen Seitenwand, z.B.
7, zur oberen Deckwand 19 anliegt, vgl. auch beispielsweise Fig. 4. Durch diesen Dachvorsprung
34 wird eine zusätzliche formschlüssige Stabilisierung des Führungskörpers 26 in seiner
am Rahmen 2 montierten Position erzielt.
[0025] In Abwandlung der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 7 können die Rastvorsprünge 29
und die Auflager-Vorsprünge 30 auch durch ein und dieselben Vorsprünge 29-30 gebildet
sein, d.h. die Auflager-Vorsprünge 30 können beispielsweise an ihrer Außenseite oder
Unterseite mit entsprechenden Haken zwecks Verrastung in einer korrespondierenden
Öffnung in der Seitenwand 6 bzw. 7 des Rahmens 2 versehen sein. Dadurch wird die Herstellung
insofern erleichtert, als in der jeweiligen Seitenwand nur insgesamt zwei Öffnungen,
für zwei kombinierte Vorsprünge 29-30, statt insgesamt vier Öffnungen, für zwei Rastvorsprünge
29 und zwei Auflager-Vorsprünge 30, vorzusehen sind. Die gezeigte Ausführungsform
hat jedoch andererseits den Vorteil einer besonders stabilen Lagefixierung des jeweiligen
Führungskörpers 26 am Rahmen 2.
[0026] Schließlich ist aus Fig. 7, aus den Teilfiguren A, E und F, noch ersichtlich, dass
der plättchenförmige Trag- oder Führungskörper 26 mit einer nach unten offenen Ausnehmung
35 versehen ist. Dadurch wird im montierten Zustand des Trag- oder Führungskörpers
26 am Rahmen 2 Platz für die Enden der Wendeachse 14 in der oberen Stellung des Typenaggregats
11 geschaffen, vgl. beispielsweise die Darstellung in Fig. 4 links. Dabei ist aus
Fig. 4 ersichtlich, dass das Steuerkulissenelement 17 in seinem oberen Bereich, wo
es mit einem Lagervorsprung 36 in der jeweiligen Seitenwand, z.B. 6, schwenkbar gelagert
ist, innenseitig abgeflacht oder abgestuft sein kann, wie bei 37 veranschaulicht ist,
um so besser Platz für den Stempelkissenhalter 13 zu schaffen.
[0027] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 7 gleitet der jeweilige Betätigungsbügel-Schenkel
4 bzw. 5 flächig am plättchenförmigen Führungskörper 26, s. insbesondere die Schnittdarstellungen
in Fig. 4 und 5, linke Seite, wobei der eigentliche Plättchenteil des Trag- oder Führungskörpers
26 auch als Distanzelement zwischen der jeweiligen Seitenwand 6 bzw. 7 und dem zugehörigen
Schenkel 4 bzw. 5 wirkt. Dadurch wird ein Gleiten Metall auf Metall vermieden, und
die Führungskörper 26 sehen eine vorteilhafte, leichtgängige Gleitführung für die
Bügelschenkel 4, 5 vor.
[0028] In Fig. 8 ist eine gegenüber Fig. 1 bis 7 vereinfachte Führung der Bügelschenkel
4, 5 in Form einer bloßen Seiten-Führung mit Hilfe von gesonderten Tragkörpern bzw.
Führungsstegen 27', 28' vorgesehen, die je für sich beispielsweise aus Kunststoff
(.z.B. POM, ABS oder PE) hergestellt sind und mit Rastvorsprüngen wie vorstehend beschrieben
(vgl. die Rastvorsprünge 29) an der zugehörigen Seitenwand, z.B. 7, des Rahmens 2
fixiert sind. Auch hier sind die Führungsstege 27', 28' zugleich Tragkörper für innenseitige
Auflager-Vorsprünge entsprechend den Auflager-Vorsprüngen 30 gemäß Fig. 7, um so eine
Halterung und Einschubführung für den Stempelkissenhalter 13 (in Fig. 8 nicht ersichtlich,
vgl. aber Fig. 3) zu erhalten.
[0029] Der Handstempel 1 gemäß Fig. 8 entspricht im Übrigen, was die Ausbildung des Rahmens
2 und des Bügels 3 betrifft, bevorzugt jener gemäß Fig. 1 bis 7, so dass sich eine
neuerliche Beschreibung erübrigen kann.
[0030] Wenn die Erfindung vorstehend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher
erläutert wurde, so sind doch Abwandlungen und Modifikationen im Rahmen der Erfindung
möglich. So können beispielsweise auch andere Typenaggregate als das gezeigte Typenaggregat
11 Verwendung finden, etwa mit einer einfachen Abdruckplatte mit festem Text anstatt
eines Typenaggregats mit verstellbaren Typenbändern, gegebenenfalls in Kombination
mit einem festen Text benachbart den einstellbaren Typen. Der aus der vorderseitigen
Querwand 20 ausgebogene Auflager-Vorsprung 33 kann auch breiter als in Fig. 3 gezeigt
sein, wobei beispielsweise eine Erstreckung über die Hälfte der Länge des Stegs 20
durchaus denkbar wäre.
1. Selbstfärbe-Handstempel (1) mit einem Rahmen (2) aus Metall, der zwei durch eine obere
Deckwand (19) miteinander verbundene Seitenwände (6, 7) aufweist, und mit einem bei
Benützung relativ zum Rahmen (2) entgegen Federkraft abwärts bewegbaren Betätigungsbügel
(3) aus Metall, der zwei entlang der Seitenwände (6, 7) des Rahmens (2) verschiebbare
Schenkel (4, 5) aufweist, mit denen ein innerhalb des Rahmens (2) verschiebbar und
wendbar angeordnetes Typenaggregat (11) gekuppelt ist, wobei im oberen Bereich des
Rahmens (2) Auflager-Vorsprünge (30) für einen einschiebbaren Stempelkissenhalter
(13) vorgesehen sind, die an den Innenseiten der Seitenwände (6, 7) des Rahmens (2)
einwärts abstehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager-Vorsprünge (30) an Tragkörpern (26), die an den Außenseiten der Rahmen-Seitenwände
(6, 7) vorgesehen sind, angebracht sind und durch Öffnungen in den Seitenwänden (6,
7) ragen.
2. Handstempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkörper (26) Rastvorsprünge (29) aufweisen, mit denen sie in zugehörigen Rastöffnungen
(31) der Rahmen-Seitenwände (6, 7) durch Einschnappen fixiert sind.
3. Handstempel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager-Vorsprünge (30) über den Rastvorsprüngen (29) vorgesehen sind.
4. Handstempel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorsprünge (29) zugleich die Auflager-Vorsprünge (30) bilden.
5. Handstempel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der von den Auflager-Vorsprüngen (30) abgewandten Außenseite der Tragkörper (26)
Führungsstege (27, 28) für die Schenkel (4, 5) des Betätigungsbügels (3) geformt sind.
6. Handstempel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Tragkörper (26) einen oberen flanschartigen Dachvorsprung (34) aufweist, der
an einem oberen Übergangsbereich von der Seitenwand (6, 7) zur oberen Deckwand (19)
des Rahmens (2) anliegt.
7. Handstempel nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkörper (26) aus Kunststoff, z.B. POM, ABS oder PE, bestehen.
8. Handstempel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) an einer Breitseite eine an die obere Deckwand (19) anschließende
Querwand (20) aufweist, an deren Innenseite zumindest ein weiterer Auflager-Vorsprung
(33) für den Stempelkissenhalter (13) in dessen eingeschobener Position vorgesehen
ist.
9. Handstempel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Auflager-Vorsprung (33) durch eine aus der Querwand (20) ausgeschnittene
bzw. ausgestanzte, ausgebogene Lasche gebildet ist.