[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Zirkel mit Schenkelgelenk für die beiden Zirkelschenkel
an einem oberen Zirkelkopf der Zirkelschenkel, mit einer in der Nähe des Schenkelgelenkes
in je einem Gewindelager drehbar gelagerten Verstellspindel, wobei die Verstellspindel
je nach dem Grad der Aufspreizung der Zirkelschenkel aus diesen mehr oder weniger
weit herausragt, und mit am unteren Ende der Zirkelschenkel jeweils angeordneten Minen-
oder Nadelbefestigungen,
[0002] Ein solcher Zirkel ist in verschiedenen Ausführungen bekannt. Da die Verstellspindel
bei den bekannten Zirkeln je nach dem Öffnungsgrad der Zirkelschenkel mehr oder weniger
weit aus letzteren herausragt, besteht die Möglichkeit oder auch die Gefahr, dass
durch Herunterfallen oder durch Anstossen an die freien Enden der Verstellspindel
diese verbogen werden kann. Auch kann man sich beim Hantieren mit dem Zirkel unter
Umständen leichte Verletzungen mit der Verstellspindel zufügen, was vor allem auf
Schulkinder zutrifft.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zirkel der eingangs genannten Art
so auszubilden, dass unbeabsichtigte Beschädigungen der Verstellspindel sowie eine
Verletzungsgefahr beim Hantieren mit dem Zirkel vermieden werden können. Eine Unteraufgabe
besteht darin, den Zirkelschutz so zu gestalten, dass der Zirkel, auch ohne in einem
Zirkeletui untergebracht zu sein, gegen Beschädigungen geschützt ist.
[0004] Erfindungsgemäss wird die gestellte Aufgabe bei einem Zirkel gemäss Oberbegriff des
Anspruchs 1 durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst,
nämlich durch einen die Spindeldrehung und Schenkel-Verstellung zulassenden Spindelschutzkörper,
welcher die Verstellspindel so weit abdeckt, dass eine ungewollte Verbiegung der oder
eine Verletzung durch die Verstellspindel vermieden ist.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes nach Anspruch 1 sind in den Ansprüchen
2 bis 18 angegeben.
[0006] Bei Zirkeln mit einem den Zirkelkopf bildenden kopfseitigen Lagerkörper besteht eine
günstige Ausbildung und Lagerung des Spindelschutzkörpers darin, dass dieser am kopfseitigen
Lagerkörper gelagert ist. Diese grundsätzliche Ausführung gestattet es, dass der Spindelschutzkörper
aus zwei etwa hutartigen Schutzplatten bestehen kann, die sich auf beiden Aussenseiten
der Zirkelschenkel vom Zirkelkopf bis zum Bereich der Verstellspindel erstrecken und
mit je zwei die Verstellspindel beidseits überdeckenden Querfortsätzen versehen sind.
Ein Vorteil dieser Ausführung ist, dass die Zirkelschenkel zwischen den beiden Schutzplatten
unabhängig von diesen bewegbar sind.
[0007] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind vor allem darin zu sehen, dass bei
Hantieren mit dem Zirkel nach der Erfindung eine Beschädigung (Verbiegen, Abbrechen)
der und eine Verletzung durch die Verstellspindel vermieden werden, weil die Verstellspindel
gewissermassen eine Schutzrahmen aufweist. In bevorzugter Ausführung besteht der Spindelschutzkörper
aus Kunststoff. Ein besonderer Vorteil und eine besondere Ausgestaltung ergeben sich
aufgrund des Spindelschutzes durch den Spindelschutzkörper dadurch, dass die Verstellspindel
selbst komplett aus Kunststoff gefertigt werden kann. Auch das auf der Verstellspindel
sitzende Rändelrad kann aus Kunststoff bestehen. Die Herstellung einer Verstellspindel
und ggfs. Ihres Rändelrades aus Kunststoff ergibt im Vergleich zu einer Metallausführung
eine Kostenersparnis.
[0008] Die Unteraufgabe wird dadurch gelöst, dass über die Enden der Zirkelschenkel mit
ihren Minen- und Nadelbefestigungen und ihren Feststell-Rädchen Schutzkappen aufsetzbar
sind, die elastisch deformierbare Schenkel zur leichten De- und Remontage aufweisen.
Auf diese Weise ist der Zirkel auch ohne Unterbringung in einem Zirkelkasten oder
einem Etui ausreichend geschützt.
[0009] Der Zirkel nach der Erfindung ist vorzugsweise ein solcher, der nicht nur eine Feineinstellung,
sondern auch eine Schnelleinstellung zulässt, d.h. dass er ausser der Feineinstellung
der Öffnungsweite seiner Schenkel mittels des Rändelrades mit einer solchen Gewindesteigung
seiner Verstellspindel und der zugehörigen Gewindelager versehen ist, dass eine Schnellverstellung
der Zirkelschenkel durch Aufspreizen oder Zusammenführen der Zirkelschenkel von Hand
ermöglicht ist.
[0010] Im folgenden wird der Gegenstand der Erfindung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigt in perspektivischer
Darstellung der Fig. 1 bis 4 sowie Fig. 6 und 8 und in Draufsicht der Fig. 5 und 7:
- Fig. 1
- einen Zirkel mit zwei zirkelkopfseitig gelagerten hutartigen Schutzplatten auf beiden
Aussenseiten der Zirkelschenkel;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel, mit nur einer hutartigen Schutzplatte, welche die
Verstellspindel und das Rändelrad rahmenartig umgibt und durch Schlitze der beiden
Zirkelschenkel hindurchragt;
- Fig. 3
- ein drittes Beispiel eines Zirkeld, bei dem im Vergleich zu Fig.2 der obere, kopfseitig
gelagerte Fortsatz weggelasssen und die Spindel und Rändelrad rahmenartig umfassende
Schutzplatte an den Gewindelagern geführt ist;
- Fig. 4
- eine Variante zu Fig. 3, bei der die Einzelplatte nach Fig. 3 dupliziert und beide
Schutzplatten z.B. an axialen Verlängerungen der Gewindelager aussen an den Zirkelschenkeln
gerührt sind;
- Fig. 5
- einen Zirkel, dessen Gewindelager axiale geteilte Kunststoffbuchsen sind, die in Schenkelschlitzen
und aussen auf den Zirkelschenkeln sitzen und an die jeweilige Winkelstellung der
Zirkelschenkel adaptierbar sind, wobei gestrichelt angedeutete zungenartige Fortsäze
als Spindelschutz an die Kunststoffbuchsen angeformt sind;
- Fig. 6
- Fig. 6 die Einzelheit einer der beiden Doppelzungen-Spindelschutzkörper nach Fig.
5, in Seitenansicht;
- Fig. 7
- einen Zirkel, bei dem zusätzlich zum Spindelschutzkörper über die Minen- bzw. Nadelbefestigungen
der Zirkelschenkel eine Schutzkappe geschoben ist; und
- Fig. 8
- eine einzelne Schutzkappe, perspektivisch.
[0011] Der Zirkel ZZ nach Fig. 1 hat einen vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Zirkelkopf
1 und einem gerändelten Schaft 1a an seinem oberen Ende. Der Zirkelkopf 1bildet das
Gehäuse für ein Schenkelgelenk 2 der beiden Zirkelschenkel Z1, Z2, deren zugehörige
Gelenkschrauben mit 2.1 und 2.2 bezeichnet sind. Am unteren Ende des Zirkels ZZ1 sind
Nadelbefestigungen 3.1, 3.2 mit Nadeln 4.1 und 4.2 und Feststellrädchen 5.1, 5.2 angeordnet.
Der Zirkel ZZ wie auch die in Fig. 2 bis 4 dargestelleten Zirkel sind der Einfachheit
halber als Stechzirkel mit je zwei Nadeln dargestellt; es versteht sich, dass statt
einer Nadel auch eine Graphitmine befestigt werden kann, so dass ein Zeichenzirkel
gebildet wird. In Fig.1 sind die Spindelachse 6' strichpunktiert und die Verstellspindel
6 (im folgenden vereinfachend: Spindel) und ihre Gewindelager 7 gestrichelt angedeutet.
Im einfachsten Fall sind die Gewindelager von der Spindel 6 durchdrungene Gewindebuchsen,
die um eine senkrecht zu Spindelachse 6' verlaufende Gelenkachse 7' um einen Winkel
schwenkbar in Bohrungen der Zirkelschenkel Z1, Z2 gelagert sind. Dieser Winkel entspricht
der Veränderung des Winkels zwischen einem Zirkelschenkel und der Spindelachse 6'
, wenn die Zirkelschenkel in ihrer Srellung zwischen geschlossener und geöffneter
Position verstellt werden. Je nach Öffnungsgrad des Zirkels ZZ ragt die Spindel 6
mehr oder weniger weit durch Schlitze 8 in den Zirkelschenkeln Z1, Z2 aus diesen heraus.
Diese Schlitze 8, von denen nur einer zu sehen ist, lassen die schon erwähnte Änderung
des Winkels zwischen der Spindel 6 und den Zirkelschenkeln Z1, Z2 zu.
[0012] Erfindungsgemäss ist ein die Spindeldrehung und Schenkel-Verstellung zulassender
Spindelschutzkörper SSK1 vorgesehen, welcher die Spindel 6 so weit abdeckt, dass eine
ungewollte Verbiegung der oder eine Verletzung durch die Spindel 6 vermieden ist.
Der Spindelschutzkörper SSK1 besteht beim ersten Ausführungsbeispiel aus zwei etwa
hutartigen Schutzplatten 9.1, 9.2, die sich auf beiden Aussenseiten der Zirkelschenkel
Z1, Z2 vom Zirkelkopf 1 bis zum Bereich der Verstellspindel 6 erstrecken und mit je
zwei die Spindel 6 beidseits überdeckenden Querfortsätzen 10 versehen sind. Der Spindelschutzkörper
SSK1 ist mit seinen beiden Schutzplatten 9.1, 9.2 am Zirkelkopf 1 mit den beiden Gelenkschrauben
2.1, 2.2 angeschraubt; er kann auch mit dem Zirkelkopf 1 zu einem Lagerkörper baulich
vereinigt sein.
[0013] Wie man sieht, ist die Spindel 6 durch die beiden Querfortsätze oder Zungen 10,10
an ihren beiden überstehenden Enden geschützt, wobei das Rändelrad 11 auf jeder Zirkelbreitseite
durch einen Schlitz 12 in den Schutzplatten nach aussen zugänglich und bedienbar hervorsteht.
[0014] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Zirkelschenkel Z1, Z2 vom Spindelbereich
bis zum Zirkelkopf 1 jeweils geschlitzt, und eine im Zirkelkopf 1 mittels der Gelenkschrauben
2.1, 2.2 befestigte, ebenfalls etwa hutartig geformte Spindel-Schutzplatte SSK2 erstreckt
sich durch die beiden Schenkelschlitze 13 bis zum Spindelbereich. Ein Spindelumfassungsbereich
der Spindelschutzplatte SSK2 ist mit einem Spindelaufnahmeschlitz 14 versehen. Letzterer
wird von einem Querschlitz 12 zum Hindurchgreifen des Rändelrades 11 gekreuzt, so
dass ein Umfassungsbereich für das Rändelrad gebildet ist. Die Zirkelschenkel Z1,
Z2 sind in Öffnungs- und Schliessrichtung mit ihren Gewindelagern 7 an den Kanten
des Spindelaufnahmeschlitzes 14 der Spindelschutzplatte SSK2 frei gleitend und auf
der sich drehenden Spindel bewegbar. Die Dicke der Spindelschutzplatte SSK2 ist vorzugsweise
mindestens so gross wie der Spindeldurchmesser.
[0015] Im Beispiel nach Fig. 3 ist ebenfalls eine die Spindel 6 umfassende Schutzplatte
SSK3 vorgesehen, die einen Kreuzschlitz 12, 14 mit Führungsschlitz 14 für die Verstellspindel
6 und einem Rändelradschlitz 12 für das Rändelrad 11 aufweist und die mit Querfortsätzen
10, 10 durch Schlitze 8 in den Zirkelschenkeln Z1, Z2 hindurchgreift, wobei ihre Position
durch die gleitende Lagerung ihrer Führungsschlitzflanken an den schwenkbaren Gewindebuchsen
7 und durch das Rändelrad 11 bestimmt ist, welches durch den quer zur Spindelachse
6' verlaufenden Rändelradschlitz 12 hindurchgreift. Die Lagerung der Schutzplatte
SSK3 ist in diesem Beispiel quasi schwimmend, weil sie keine am Zirkelkopf 1 befestigte
Verlängerung aufweist. Die Schutzplatte SSK3 ist mit Vorteil aus zwei zueinander kongruenten
Teilplatten zusammengefügt (vergl. Spalt 15), deren Gesamtdicke vorzugsweise etwas
grösser ist als der Spindeldurchmesser. Die beiden Hälften können mit kleinen ineinandergreifenden
Schnapp-Vorsprüngen und - Ausnehmungen versehen sein, so dass sie bei der Montage
über Spindel 6 und Rändelrad 11 geschoben und dann zusammengeclipst werden.
[0016] Im Beispiel nach Fig. 4 ist eine Doppel-Schutzplatte SSK4 quasi in schwimmender Lagerung
der beiden Einzelplatten vorgesehen. Die Doppel-Schutzplatte SSK4 besteht aus zwei
Schutzplatten 90.1 und 90.2, von denen je eine auf je einer Seite der Verstellspindel
6 an den Aussenseiten der Zirkelschenkel Z1, Z2 angeordnet ist, wobei jede Schutzplatte
einen Kreuzschlitz 12, 14 mit Führungsschlitz 14 für die Verstellspindel 6 und einem
Rändelradschlitz 12 für das Rändelrad 11 aufweist. Schwenkbare Gewindebuchsen 7 greifen
jeweils mit kopfschraubenartigen Verlängerungen 7.1 durch die Führungsschlitze 14
der Schutzplatten 90.1, 90.2 hindurch. Die Position der beiden Schutzplatten 90.1,
90.2 ist ähnlich dem Beispiel nach Fig. 3 durch die gleitende Lagerung der Flanken
ihrer Führungsschlitze 14 an den Verlängerungen 7.1 der schwenkbaren Gewindebuchsen
7 und durch das Rändelrad 11 bestimmt, welches durch den quer zur Spindelachse verlaufenden
Rändelradschlitz 12 hindurchgreift.
[0017] Im Beispiel nach Fig. 5 und 6 wird von einer Zirkelausführung ausgegangen, bei der
die schwenkbaren Gewindebuchsen 70 jeweils zweiteilig sind, wobei jede der beiden
Buchsenhälften 70.1, 70.2 sowohl in Schlitzen 8 der Zirkelschenkel Z1, Z2 mit inneren
Buchsenteilen 70a als auch aussen auf den Zirkelschenkeln mit äusseren Buchsenteilen
70b sitzt. Die Gewindebuchsen 70 bestehen aus Kunststoff. An die äusseren Buchsenteile
70b sind die Spindel 6 beidseits überdeckende Schutzzungen 900a, 900b eines Schutzkörpers
SSK 5 angeformt, die in Fig. 5 und 6 gestrichelt angedeutet sind. Insbesondere verlaufen
die Schutzzungen auf ihren der Spindel 6 zugewandten Seite rinnenförmig bzw. konvex
gekrümmt. Bei dieser Ausführung bewegen sich die Schutzzungen 900a, 900b zusammen
mit den Zirkelschenkeln Z1, Z2, wenn diese geöffnet oder geschlossen werden. Ausserdem
weisen bei diesem Beispiel die Zirkelschenkel Z1, Z2 gelenkige, feststellbare Verbindungen
ihrer unteren Schenkelabschnitte z1, z2 auf, wie anhand der Gelenk- und Fixierschrauben
16 erkennbar. Der^1 untere Schenkelabschnitt 15 des Zirkelschenkels Z2 ist ferner
an der Trennstelle 17 herausnehmbar, wenn die Fixierschraube 18 gelöst wird, so dass
z.B. statt eines Schenkelabschnitts 15 mit Graphitmine ein solcher mit Reissfeder
eingesetzt werden kann. Die Ausführung mit angelenkten Schenkelabschnitten nach Fig.
5 kann naturgemäss auch bei den anderen Zirkel-ausführungen nach Fig. 1 bis 4 sowie
7 Anwendung finden.
[0018] Mit Vorteil bestehen nicht nur der Schutzkörper SSK5 nach Fig. 5 und 6 aus Kunststoff,
sondern auch die Schutzkörper SSK1, SSK2, SSK3 und SSK4 nach Fig. 1 bis 4 sowie derjenige
der noch zu erläuternden Fig. 7. Geeignet sind zäh-elastische, d.h. bruchsichere,
thermoplastische Kunststoffe, z.B. Polyäthylen oder Polypropylen.
[0019] Es ist sogar zweckmässig, dass die Verstellspindel selbst aus Kunststoff gefertigt
ist, weil sie durch die Spindelschutzkörper geschützt ist. Desgleichen besteht eine
günstige Ausführung darin, dass auch das Rändelrad ein Kunststoffteil ist.
[0020] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 und 8 ist über die freien Enden der Zirkelschenkel
Z1, Z2 mit ihren Minen- und Nadelbefestigungen und ihren Feststell-Rädchen eine Schutzkappe
19 aufsetzbar, die elastisch deformierbare Schenkel 19.1, 19.2 zur leichten De- und
Remontage auweist. Im Innern der Schutzkappe 19 ragt von der Rückwand eine rechteckige
Aufnahmekammer 20 hervor, in welchen beim Aufsetzen der Schutzkappe die Nadeln oder
Minen ihre Aufnahme finden. Bei diesem Zirkel sind mithin die Spindel 6, z.B. mit
Spindelschutzkörper SSK2, und die Zirkelspitzen mit der Schutzkappe 19 geschützt,
so dass der Zirkel zu seinem Schutz nicht unbedingt in einem Zirkelkasten oder in
einem Etui untergebracht werden muss.
[0021] Es sei noch erwähnt das bei allen beschriebenen Zirkelausführungen die Spindelschutzkörper
einer Ausführung nicht entgegenstehen, bei der ausser der Feineinstellung der Öffnungsweite
ihrer Schenkel mittels des Rändelrades 11 eine solche Gewindesteigung ihrer Verstellspindel
und der zugehörigen Gewindelager vorgesehen ist, dass eine Schnell- oder Grobverstellung
der Zirkelschenkel beim Zusammenklappen bzw. beim Aufspreizen oder Zusammenführen
der Zirkelschenkel von Hand ermöglicht ist, bevor in den letzgenannten beiden Fällen
mit dem Rändelrad eine Feinverstellung vorgenommen wird. Der beschriebene Spindelschutz
gemäss der Erfindung ist auch bei Zirkeln möglich, bei denen während der Schnellverstellung
die Vertsellspindel sich nicht dreht, weil mittels hebel-betätigbarer geteilter Gewindelager
letztere von der Verstellspindel entkuppelt werden. D. h. die Gewindelager rasten
durch Druck auf die an den Zirkelschenkeln gelagerten Hebel aus, und die Zirkelschenkel
lassen sich dann durch Schnellverstellung öffnen oder schliessen. Lässt man die Hebel
los, rasten die Gewindelager wieder an der Verstellspindel ein, so dass die normale
Feinverstellung mittels des Rändelrades ermöglicht ist.
Bezugszeichenliste
[0022]
- ZZ
- Zirkel
- 1
- Zirkelkopf
- 1a
- Schaft, gerändelt
- 2
- Schenkelgelenk
- Z1, Z2
- Zirkelschenkel
- 2.1, 2.2
- Gelenkschrauben
- 3.1, 3.2
- Nadelbefestigungen
- 4.1, 4.2
- Nadeln
- 5.1, 5.2
- Feststellrädchen
- 6
- Verstellspindel
- 6'
- Spindelachse
- 7
- Gewindelager
- 7'
- Gelenkachse von (7)
- 8
- Schlitze in (Z1, Z2)
- SSK1
- Spindelschutzkörper
- 9.1, 9.2
- Schutzplatten, hutartig
- 10
- Querfortsätze
- 11
- Rändelrad
- 12
- Schlitz für (11)
- SSK2
- Spindelschutzplatte
- 13
- Schenkelschlitze
- 14
- Spindelaufnahmeschlitz iu (SSK2)
- SSK3
- Schutzplatte, weitere
- 15
- Spalt an (SSK3)
- SSK4
- Doppel-Schutzplatte
- 90.1, 90.2
- einzelne Schutzplatten
- 7.1
- Verlängerungen an (7)
- 70
- Gewindebuchsen, zweiteilig
- 70.1, 70.2
- Buchsenhälften
- 70a, 70b
- innerer bzw. äusserer Buchsenteil
- 900a, 900b
- Schutzzungen
- SSK5
- Schutzkörper, weiterer
- z1, z2
- Schenkelabschnitte, untere
- 16
- Gelenk- und Fixierschrauben
- 17
- Trennstelle an (z2)
- 18
- Fixierschraube
- 19
- Schutzkappe
- 19.1, 19.2
- Schenkel an (19)
- 20
- Aufnahmekammer, rechteckig
1. Zirkel (ZZ) mit Schenkelgelenk (2) für die beiden Zirkelschenkel (Z1, Z2) an einem
oberen Zirkelkopf (1) der Zirkelschenkel, mit einer in der Nähe des Schenkelgelenkes
(2) in je einem Gewindelager (7) drehbar gelagerten Verstellspindel (6), wobei die
Verstellspindel je nach dem Grad der Aufspreizung der Zirkelschenkel (Z1, Z2) aus
diesen mehr oder weniger weit herausragt, und mit am unteren Ende der Zirkelschenkel
jeweils angeordneten Minen- oder Nadelbefestigungen (3.1, 3.2) , gekennzeichnet durch einen die Spindeldrehung und Schenkel-Verstellung zulassenden Spindelschutzkörper
(SSK1, SSK2, SSK3, SSK4, SSK5), welcher die Verstellspindel (6) so weit abdeckt, dass
eine ungewollte Verbiegung der oder eine Verletzung durch die Verstellspindel vermieden ist.
2. Zirkel nach Anspruch 1, mit einem den Zirkelkopf bildenden kopfseitigen Lagerkörper
für das Schenkelgelenk, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelschutzkörper (SSK1, SSK2) am kopfseitigen Lagerkörper gelagert ist.
3. Zirkel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelschutzkörper (SSK1) aus zwei etwa hutartigen Schutzplatten (9.1, 9.2)
besteht, die sich auf beiden Aussenseiten der Zirkelschenkel (Z1, Z2) vom Zirkelkopf
(1) bis zum Bereich der Verstellspindel (6) erstrecken und mit je zwei die Verstellspindel
beidseits überdeckenden Querfortsätzen (10) versehen sind.
4. Zirkel nach Anspruch 3, wobei ein mittig auf der Verstellspindel sitzendes Rändelrad
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rändelrad (11) durch Schlitze(12) in den Schutzplatten (9.1, 9.2) nach aussen
hindurchgreift.
5. Zirkel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkelschenkel (Z1, Z2) vom Spindelbereich bis zum Zirkelkopf (1) jeweils geschlitzt
sind und eine im Zirkelkopf befestigte etwa hutartig geformte Spindelschutzplatte
(SSK2) sich durch die beiden Schenkelschlitze (13) bis zum Spindelbereich erstreckt,
dass ein Spindelumfassungsbereich der Spindelschutzplatte (SSK2) mit einem Spindelaufnahmeschlitz
(14) versehen ist und dass die Zirkelschenkel (Z1, Z2) in Öffnungs- und Schliessrichtung
mit ihren Gewindelagern (7) an den Schlitzflanken der Spindelschutzplatte frei gleitend
und auf der sich drehenden Spindel (6) bewegbar sind. (Fig. 1)
6. Zirkel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelaufnahmeschlitz (14) der Schutzplatte (SSK2) von einem Querschlitz (12)
zum Hindurchgreifen des Rändelrades (11) gekreuzt wird, so dass ein Umfassungsbereich
für das Rändelrad (11) gebildet ist. (Fig. 1)
7. Zirkel nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die den Zirkelschenkeln (Z1, Z2) zugeordneten Gewindelager (7) für die Verstellspindel
(3) als schwenkbar gelagerte Gewindebuchsen ausgebildet sind, deren Schwenkachsen
(7') quer zur Verstellspindel (6) verlaufen, so dass sie der Änderung des Winkels
zwischen Verstellspindel (3) und Zirkelschenkel (Z1, Z2), die sich bei der Öffnungs-
oder Schliessbewegung der Zirkelschenkel ergibt, zu folgen vermögen.
8. Zirkel nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine die Spindel (6) umfassende Schutzplatte (SSK3), die einen Kreuzschlitz (14,
12) mit Führungsschlitz (14) für die Verstellspindel (6) und einem Rändelradschlitz
(12) für das Rändelrad (11) aufweist und die mit Querfortsätzen durch Schlitze (8) in den Zirkelschenkeln (Z1, Z2) hindurchgreift, wobei ihre Position
durch die gleitende Lagerung ihrer Führungsschlitzflanken an den schwenkbaren Gewindebuchsen
(7) und durch das Rändelrad (11) bestimmt ist, welches durch den quer zur Spindelachse (6') verlaufenden Rändelradschlitz (12) hindurchgreift.
9. Zirkel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Schutzplatten (90.1, 90.2) eines Spindelschutzkörpers (SSK4), von denen je eine
auf je einer Seite der Verstellspindel (6) an den Aussenseiten der Zirkelschenkel
(Z1, Z2) angeordnet ist, wobei jede Schutzplatte einen Kreuzschlitz (14, 12) mit Führungsschlitz
(14) für die Verstellspindel (3) und einen Rändelradschlitz (12) für das Rändelrad
(11) aufweist, dass schwenkbare Gewindebuchsen (7) jeweils mit kopfschraubenartigen
Verlängerungen (7.1) durch die Führungsschlitze (14) der Schutzplatten hindurchgreifen und wobei die Position
der beiden Schutzplatten (90.1, 90.2) durch die gleitende Lagerung ihrer Führungsschlitzflanken an den Verlängerungen (7.1) der
schwenkbaren Gewindebuchsen (7) und durch ein Rändelrad (11) bestimmt ist, welches durch den quer zur Spindelachse (6') verlaufenden Rändelradschlitz (12) hindurchgreift.
10. Zirkel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (SSK3) aus zwei zueinander kongruenten Teilplatten zusammengefügt
ist, deren Gesamtdicke grösser ist als der Spindeldurchmesser.
11. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelschutzkörper (SSK1, SSK2, SSK3, SSK4) aus Kunststoff besteht.
12. Zirkel nach Anspruch 7, wobei die schwenkbaren Gewindebuchsen jeweils zweiteilig
sind und jeder Buchsenteil (70.1, 70.2) sowohl in Schlitzen (8) der Zirkelschenkel
(Z1, Z2) sitzen (70a) als auch aussen auf den Zirkelschenkeln sitzende Buchsenteile
(70b) aus Kunststoff aufweisen dadurch gekennzeichnet, dass an die äusseren Buchsenteile (70b) die Verstellspindel beidseits überdeckende Schutzzungen
(900a, 900b) angeformt sind.
13. Zirkel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzzungen (900a, 900b) auf ihren der Verstellspindel (6) zugewandten Seite
rinnenförmig verlaufen.
14. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellspindel selbst aus Kunststoff gefertigt ist.
15. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, mit einem auf der Verstellspindel sitzenden
Rändelrad, dadurch gekennzeichnet, dass auch das Rändelrad aus Kunststoff besteht.
16. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass über die Enden der Zirkelschenkel (Z1, Z2) mit ihren Minen- und Nadelbefestigungen
und ihren Feststell-Rädchen Schutzkappen (19) aufsetzbar sind, die elastisch deformierbare
Schenkel (19.1, 19.2) zur leichten De- und Remontage aufweisen.
17. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass er ausser der Feineinstellung der Öffnungsweite seiner Schenkel mittels des Rändelrades
(11) mit einer solchen Gewindesteigung seiner Verstellspindel (6) und der zugehörigen
Gewindelager (7) versehen ist, dass eine Schnell- oder Grobverstellung der Zirkelschenkel
(Z1, Z2) beim Zusammenklappen bzw. beim Aufspreizen oder Zusammenführen der Zirkelschenkel
von Hand ermöglicht ist, bevor in den letztgenannten beiden Fällen mit dem Rändelrad
(11) eine Feinverstellung vorgenommen wird.