[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anschlußvorrichtung zum Ankoppeln eines Trageflansches
an eine Last, mit einem Gehäuse, das eine Buchse sowie einen um diese verdrehbaren
Halter für den Tragflansch aufweist, wobei der Trageflansch im Gehäuse um eine senkrecht
zur Drehachse des Halters liegende Drehachse verschwenkbar ist und durch die Buchse
axial eine Durchgangsöffnung verläuft, in welcher ein Haltebolzen mit einem oberen
Kopfteil drehbar angebracht und mit seinem dem Kopfteil abgewandten axialen Ende zur
Befestigung eine Last axial über das Gehäuse vorsteht, wobei der Haltebolzen in montiertem
Zustand in der Durchgangsöffnung gegen ein axiales Herausziehen aus dieser formschlüssig
gehalten ist.
[0002] Solche Anschlußvorrichtungen werden häufig insbesondere zum Anheben von Lasten eingesetzt.
Zu diesem Zweck wir die Anschlußvorrichtung an der Last befestigt und dann an ihren
Trageflansch, der vielfach als ein Tragering ausgebildet ist, mittels eines Hebehakens
oder einer Kette o. ä. angehoben und an eine andere Stelle verbracht.
[0003] Eine Vorrichtung dieser Art wird in der
EP 1 069 067 B1 beschrieben. Bei ihr sind der Schaft des Tragbolzens und die Buchse, in der er sitzt,
mittels Aufschrumpfen miteinander verbunden, wobei das obere Ende der Buchse am Kopfabschnitt
des Tragbolzens anliegt. Bei dieser bekannten Anschlußvorrichtung besteht nun der
Nachteil, daß die absolut feste Verbindung zwischen Schaft des Tragbolzens und der
Buchse dazu führt, daß ein wie auch immer ausgelöstes Drehen des Tragbolzens zwangsläufig
zu einem Drehen der Buchse führt. Aus diesem Grund dreht sich beim Anziehen der Schraube
(nämlich beim Anschrauben der Last) die Buchse und damit auch der unten an der Buchse
angebrachte, auf der Oberseite der Last aufliegende Flansch mit der Drehung der Schraube
mit. Damit muß beim Anziehen der Schraube auch die Reibung zwischen dem Flansch und
der Last, auf der er anliegt, gerade im Endbereich des Festziehens der Schraube zusätzlich
überwunden werden, was zu einer erheblichen Vergrößerung des erforderlichen Anzugsmomentes
der Schraube führt. Dabei ist es möglich, daß die Schraube nicht völlig sicher vorgespannt
werden kann, wenn der Flansch der Buchse und seine Berührfläche mit der Last nicht
genau parallel zueinander liegen. Ist das Aufschrumpfen der Buchse auf den Schaft
des Tragebolzens durchgeführt, ist die Vormontage dieser bekannten Anschlußvorrichtung
erfüllt, d. h. sie kann im ansonsten fertig montierten Zustand mitgenommen und an
der Last angebracht werden. Ein Herausfallen des Schaftes aus der Buchse ist nicht
möglich.
[0004] Bei der Anschlußvorrichtung aus der
US 5 248 176 A werden anstelle einer den Tragbolzen halternden Hülse zwei axial hintereinander geschaltete
Hülsen eingesetzt, deren jede an ihrem axial äußeren Ende mit einem radial auskragenden
Ringflansch versehen ist. Dabei ist der Tragbolzen innerhalb dieser von den beiden
Hülsen gebildeten Halterung relativ zu diesen frei beweglich und nicht an ihnen befestigt,
was beim Anschrauben an die anzuhängende Last die Nachteile behebt, die bei der weiter
oben geschilderten bekannten Anschlußvorrichtung durch die dort eingesetzte feste
Verbindung zwischen diesen Teilen auftraten. Allerdings ist nur bei einer in der
US 5 248 176 A gezeigten Ausführungsform mit einem zentralen Tragbolzen eine formschlüssige Halterung
vorgesehen, mit welcher der Tragbolzen im zusammengesetzten Zustand der Anschlußvorrichtung
daran gehindert wird, aus der von den beiden Buchsen gebildeten Durchgangsöffnung,
in welcher er gehaltert ist, nach oben herauslaufen zu können. Zu diesem Zweck ist
das am unteren Ende des Tragbolzens vorgesehene Gewinde zum Anschrauben der Last axial
bis etwa in die halbe Länge der Durchgangsbohrung fortgesetzt, wobei in einer in der
unteren Hülse angebrachten Einsenkung eine kurze Schraubenfeder von etwa 1 ½ Gewindegängen
sitzt, die dort mit engem Sitz von außen in den Gewindegängen des Tragbolzens angebracht
ist und diese nach außen überragt, wodurch ein Rücklauf des Tragbolzens aus der Durchgangsöffnung
heraus vermieden und dadurch ein Zusammenhalten der montierten Anschlußvorrichtung
auch dann gesichert ist, wenn diese noch nicht an einer Last befestigt ist. Diese
bekannte Anschlußvorrichtung weist insgesamt jedoch einen relativ komplizierten Aufbau
mit einer Vielzahl von einzelnen Elementen auf. Zudem wird beim Anschrauben des Tragbolzens
an die anzuhängende Last infolge des engen Sitzes der Halte-Schraubenfeder, die am
Tragbolzen zwischen dessen Gewindegängen gehalten wird, bei deren Drehung auch die
Halte-Schraubenfeder drehend mitgenommen. Dabei müssen im Rahmen des vorgeschriebenen
Anzugsmomentes des Tragbolzens gerade in der letzten Phase des Anziehens des Tragbolzens
die zwischen der Halte-Schraubenfeder und der anliegenden Oberfläche der anzukoppelnden
Last dann auftretenden Reibkräfte zusätzlich überwunden werden.
[0005] Eine Anschlußvorrichtung der eingangs genannte Art wird in der
US 4 641 986 A beschrieben. Hier wird nur eine mittlere Buchse eingesetzt, in welcher der Tragbolzen
drehbar sitzt, wobei sich der an seiner Oberseite über einen Zwischenring am oberen
Ende der Buchse abstützende Tragbolzen am unteren Ende der Buchse in einer dort angebrachten
vergrößerten Ausnehmung mittels eines im Bereich seines Anschraubgewindes für die
zu befestigende Last eingelassenen Sprengringes gegen ein Herausziehen nach oben gesichert
ist. Wird bei dieser bekannten Anschlußvorrichtung der Tragbolzen nun an die Oberfläche
einer anzuhängenden Last angeschraubt, dann bedeutet dies, daß, insbesondere im letzten
Anzugstadium, eine Relativdrehung zwischen dem Sprengring und dem Gewindeschaft des
Tragbolzens eintritt, die aufgrund der hohen Anzugskräfte wiederum dazu führt, daß
auch hier ein mehr oder weniger großer Anteil des vorgeschriebenen Anzugsmomentes
für die Überwindung auch dieser Reibung aufgebracht werden muß, was unerwünscht ist.
[0006] Ausgehend hiervon will die Erfindung eine Anschlußvorrichtung vorschlagen, die einen
einfachen Aufbau aufweist und bei der so gut wie kein Anteil des vorgeschriebenen
Anzugsmomentes für die zusätzliche Überwindung von Reibkräften zwischen dem einzuschraubenden
Tragbolzen und anderen Elementen der Vorrichtung bei einem Anschrauben einer Last
aufgewendet werden muß.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Anschlußvorrichtung der eingangs genannten Art
dadurch erreicht, daß der Tragbolzen einen Schaft mit einem in einem axialen Abstand
vom oberen Ende der Buchse vorgesehenen Schaftbereich mit einem radial vergrößerten
Schaftdurchmesser aufweist, dessen radialer Überstand im montierten Zustand innerhalb
dieses axialen Abstandes von einem Buchseabschnitt mit einem verringerten Innendurchmesser
unter axialem Spiel radial von außen her teilweise überdeckt wird.
[0008] Bei der Erfindung wird zunächst allein durch die Formgebung des Schaftes des Tragbolzens
und durch die Formgebung der Buchse in der Durchgangsöffnung formschlüssig ein Herausziehen
des Tragbolzens nach oben aus der Durchgangsöffnung heraus verhindert, ohne daß es
dafür - wie bei bekannten Anschlußvorrichtungen - noch des zusätzlichen Anbringens
weiterer konstruktiver Teile (wie von Sprengringen, auf Gewinde des Tragbolzenschaftes
eng sitzend aufzubringende Schraubenfedern o. ä.) bedarf, wobei aber der Tragbolzen
relativ zum Gehäuse und der Buchse in diesem frei verdreht werden kann. Bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung der Anschlußvorrichtung findet beim Einschrauben des Tragbolzens in
die anzuhängende Last keinerlei zusätzliche axiale Kraftübertragung zwischen dem Tragbolzen
einerseits und einem anderen Teil der Vorrichtung statt, so daß insoweit auch keine
infolge axialer Berührkräfte um den Tragbolzen herum auf diesen einwirkende Reibmomente
aufgebaut werden. Vielmehr steht das zulässige Anzugsmoment der Schraube voll zum
Aufbau der gewünschten Vorspannung zur Verfügung. Während bei bekannten Anschlußvorrichtungen
der Tragbolzen in der Durchgangsöffnung der Hülse formschlüssig so gehaltert ist,
daß er keine axialen Relativbewegung zur Buchse ausführen kann, bedeutet die bei der
Erfindung eingesetzte formschlüssige Verhinderung eines axialen Herausrutschens aus
der Hülse schon wegen des geforderten axialen Spieles nicht, daß keinerlei axiale
Relativbewegung zwischen Tragbolzen und Hülse möglich sein soll. Vielmehr wird bei
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung nur ein vollständiges axiales Herauslaufen aus
der Hülse formschlüssig verhindert, d. h. der Bolzen kann nicht in Gänze aus der Hülse
axial herausgezogen werden. Eine axiale Relativbewegung zwischen dem Bolzen und der
Hülse aber dergestalt, daß der Bolzen dabei nicht vollständig aus der Hülse herausläuft,
wird bei der Erfindung durchaus zugelassen, also keine formschlüssige Halterung eingesetzt,
die grundsätzlich eine axiale Relativbewegung zwischen Bolzen und Hülse verhindert,
wie die bei bekannten Anschlußvorrichtungen der Fall ist. Je nachdem, an welcher Stelle
innerhalb des axialen Abstandes vom oberen Ende der Buchse her bei montiertem Tragbolzen
dessen radial vergrößerter Schaftbereich beginnt, kann schon durch die Auslegung der
Konstruktion gemäß der Erfindung festgelegt werden, über welchen axialen Bereich hinweg
der Tragbolzen, ist er einmal montiert, im Rahmen des axialen Spieles innerhalb der
Durchgangsöffnung axial zu dieser bewegbar ist.
[0009] In einer besonders vorzugsweisen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung
besteht der Schaftbereich mit vergrößertem Schaftdurchmesser aus einem Außengewinde,
dessen Gewindegänge die radiale Vergrößerung bilden, und der Buchsenabschnitt mit
verringertem Innendurchmesser aus einem Innengewinde, das dem Gewinde auf dem Schaftbereich
vergrößerten Schaftdurchmessers entspricht. Bei dieser Ausgestaltung wird der Tragbolzen
bei seinem Montieren in der Vorrichtung zunächst mit seinem dem Schaftbereich vergrößertem
Schaftdurchmessers bildenden Außengewinde durch das Innengewinde des Buchsenabschnittes
mit verringertem Innendurchmesser hindurchgeschraubt, bis das Außengewinde vollständig
durch das Innengewinde hindurchgetreten ist. Anschließend kann der Tragbolzen in der
Durchgangsöffnung der Buchse ohne weitere Drehung noch so weit axial verschoben werden,
bis der Kopfteil des Tragbolzens oben auf der Buchse oder auf einer zwischengeschalteten
Beilagscheibe aufliegt. Wird der Tragbolzen nun aber entgegen seiner Einschieberichtung
axial in der Durchgangsöffnung in Richtung zu deren oberem Ende hin bewegt, ist dies
nur so weit möglich, bis das radial über den sonstigen Schaftdurchmesser nach außen
überstehende Außengewinde im Schaftbereich mit radial vergrößertem Schaftdurchmesser
gegen den es von radial außen teilweise überdeckenden, nach innen radial überstehenden
Buchsenabschnitt mit verringertem Innendurchmesser zur Anlage kommt. Eine weitere
axiale Verschiebebewegung des Schaftes in der Durchgangsöffnung ist dann nicht mehr
möglich, wenn nicht speziell eine Verdrehung des Tragbolzens zum gewollten Herausschrauben
bzw. Hindurchschrauben seines Außengewindes durch das Innengewinde der Hülse gezielt
eingesetzt wird.
[0010] Bevorzugt wird hierbei der Innendurchmesser der Buchse im Bereich außerhalb des Buchsenabschnittes
mit verringertem Innendurchmesser größer als der Außendurchmesser der Gewindegänge
am Schaftbereich des Tragbolzens mit vergrößertem Schaftdurchmesser ausgebildet, so
daß im montierten Zustand der Schaftbereich mit vergrößertem Schaftdurchmesser in
dem ihn umgebenden Buchsenbereich nicht an der Innenwand der Buchse anliegt, sondern
zu dieser (wie auch axial) ein vorgegebenes Spiel hat, was das Einschrauben des Schraubbolzens
in eine anzuschraubende Last erneut begünstigt.
[0011] Eine ganz besonders einfache und damit auch kostengünstige Ausgestaltung der Erfindung
besteht darin, daß das Außengewinde, das den Schaftbereich mit vergrößertem Schaftdurchmesser
darstellt, gleich von dem Gewinde gebildet wird, welches an dem der Last zugewandten
Endbereich des Tragbolzens zum Anschrauben der Last vorgesehen ist, wobei der Durchmesser
des restlichen Bereiches des Schaftes des Tragbolzens kleiner als der Kerndurchmesser
dieses Außengewindes ist. Dies hat den Vorteil, daß Standardschrauben oder zumindest
sehr einfach herstellbare Schrauben eingesetzt werden können, was von großem Vorteil
ist.
[0012] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Außengewinde des Schaftbereiches
mit vergrößertem Schaftdurchmesser, bei montiertem Tragbolzen, in einem mittleren
Bereich zwischen dem Gewinde zum Anschrauben der Last an dem dem Kopfteil des Tragbolzens
abgewandten Ende des letzteren und dem Buchsenabschnitt mit verringertem Innendurchmesser
vorgesehen. Bei dieser Lösung kann die Buchse für mehrere Anschraubgewindegrößen gleich
bleiben, es ändert sich nur das Anschraubgewinde, was kostenmäßig ein Vorteil sein
kann.
[0013] Für eine gute Handhabung und eine sichere Funktion empfiehlt es sich bei dieser Ausführungsform
der Erfindung, daß das Innengewinde im Buchsenabschnitt mit verringertem Innendurchmesser
mindestens einen vollständigen Gewindegang, bevorzugt aber zwei vollständige Gewindegänge,
umfaßt. Gleichermaßen bevorzugt sollte das Außengewinde des Schaftbereiches des Tragbolzens
mit vergrößertem Schaftdurchmesser mindestens zwei, bevorzugt aber drei vollständige
Gewindegänge aufweisen.
[0014] Eine weitere, sehr vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung
besteht auch darin, daß am Tragbolzen der Schaftbereich mit radial vergrößertem Schaftdurchmesser
zylindrisch ausgebildet ist und in eine an der Innenfläche der Buchse entsprechend
angebrachte Ringnut hineinragt, wobei der radial vergrößerte Schaftbereich in der
Ringnut radial und axial mit Spiel sitzt. Bei dieser Ausführungsform bleibt der Tragbolzen
im zusammengebauten Zustand gegenüber der Buchse leicht verdrehbar, wobei der Tragbolzen
jedoch ohne zusätzlichen Kraftaufwand nicht mehr aus der Buchse entfernt werden kann
und damit stets in dieser gehalten wird. Somit kann bei dieser Ausführungsform der
Tragbolzen ohne erheblichen weiteren Aufwand (Arbeitsaufwand oder gar zusätzliches
Bauteil) in der Buchse gehalten werden. Bei der Montage wird der Tragbolzen beim Einführen
in die Durchgangsöffnung zunächst so weit in diese hineingesteckt, bis sein zylindrischer
Bereich mit etwas vergrößertem Durchmesser am Beginn der Durchgangsbohrung sitzt,
wobei letztere, gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, an ihrem
oberen Ende mit einer Abrundung oder einer Anfasung versehen ist, wodurch ein Einlaufen
des Schaftteiles des Tragbolzens mit größerem Durchmesser erleichtert wird. Ist der
Schaftbereich mit vergrößertem Durchmesser zylindrisch ausgebildet, dann wird er anschließend,
z. B. mittels eines geeigneten Kunststoffhammers, durch den verengten Teil der Durchgangsöffnung
mit Kraftaufwand hindurchgeschlagen, bis er in die Ringnut mit erweitertem Durchmesser
eingetreten ist. Dabei ist es von Vorteil, die axiale Länge des Schaftbereiches mit
vergrößertem Durchmesser möglichst klein zu halten, um den Kraftaufwand beim Hindurchtreiben
durch den oberen Eingangsbereich der Durchgangsbohrung abzusenken. Jedoch muß sichergestellt
sein, daß im montierten Zustand der in der Ringnut aufgenommene Schaftbereich vergrößerten
Durchmessers des Tragbolzens in der Ringnut auch mit dem geforderten axialen Spiel
sitzt, wobei dieses ggf. auch relativ klein sein kann, jedoch ein leichtes und unbehindertes
Verdrehen des Tragbolzens in der Durchgangsbohrung sichergestellt sein muß.
[0015] Besonders bevorzugt ist bei einer solchen Ausführungsform der Erfindung der Tragbolzen
mit seinem Schaft aus einem Material mit größerer Festigkeit als das der Buchse ausgebildet,
was das Hindurchtreiben durch den engeren Öffnungsbereich der Durchgangsöffnung erleichtert.
Dabei wird der vergrößerte Durchmesser des Schaftbereiches des Tragbolzens nur radial
so weit überstehend gewählt, daß ein Eintreiben des Tragbolzens mit einem mäßigen
Kraftaufwand durch den engeren Bereich der Durchgangsöffnung hinweg ohne weiteres
möglich ist, wobei es sich als vorteilhaft zeigte, wenn dabei die sonstige Nennweite
der Durchgangsöffnung vom Außendurchmesser des zylindrischen Schaftbereiches mit vergrößertem
Durchmesser radial um 0,1 bis 0,075 mm überdeckt wird. Hieraus wird ersichtlich, daß
auch schon kleine Durchmesserdifferenzen zu einem ausreichend guten axialen Sitz des
Bereiches des Tragbolzens mit vergrößertem Durchmesser gegenüber dem Buchsenabschnitt
mit verringertem Innendurchmesser führen und eine ausreichende axiale Halterung gegen
unerwünschtes Herauslaufen des Tragbolzens aus der Durchgangsöffnung gewährleisten.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht auch darin, daß der
Trageflansch im Gehäuse so gelagert ist, daß er in jeder seiner möglichen Verschwenkstellungen
selbsthemmend gehaltert ist. Bevorzugt wird dies dadurch erreicht, daß der Trageflansch
mittels in Richtung seiner Drehachse wirkender, sich gegen ihn abstützender Vorspannmittel
unter eine in jeder seiner möglichen Verschwenkstellungen ihn in Verschwenkrichtung
selbsthemmend halternden Vorspannung gesetzt wird. Bevorzugt wird dies z. B. dadurch
erreicht, daß der Trageflansch an seinem unteren Ende zwei aufeinanderzu gerichtete,
jeweils von außen in das Gehäuse eingreifende Drehbolzen aufweist, wobei die Vorspannmittel
auf die im Gehäuse liegenden axialen Endflächen der Drehbolzen, z. B. mittels durch
die Vorspannung erzeugter Reibung, einwirken.
[0017] In besonders vorteilhafter Weise und auch in einfacher Form läßt sich dies dadurch
erreichen, daß dabei die Vorspannmittel eine auf der Buchse angeordnete Spreizfeder
umfassen, die in einer Ringnut am Außenumfang der Buchse sitzt und infolge ihrer Spreizwirkung
gegen die ihr zugewandten axialen Endflächen der beiden Drehbolzen mit einer entsprechenden
Vorspannung anliegt. Dabei kann auch die Form der Feder so ausgebildet sein, daß hier
keine punktförmige, sondern eine flächige Anlage (unter der erzeugten Vorspannung)
gegen die Drehbolzen gegeben ist.
[0018] Als Mittel zum Aufbau einer solchen Vorspannung sind dem Fachmann unterschiedlichste
Möglichkeiten bekannt, wobei bevorzugt die Vorspannmittel eine in einer Ringnut am
Außenumfang der Buchse sitzende Ringfeder umfassen können, die im Querschnitt eine
relativ zur Buchse nach außen gerichtete Wölbung aufweist, mittels derer ein Andrücken
unter Vorspannung gegen die Endflächen der Drehbolzen stattfinden kann.
[0019] Bei ausreichend stark angelegter Federwirkung kann der Trageflansch relativ zum Gehäuse
in jeder möglichen Verschwenkposition und der Halter relativ zur Buchse in jeder möglichen
Verdrehposition gehalten werden. Zudem hat dies auch den Vorteil, daß die einzelnen
Teile nach der Montage nicht von selbst auseinander fallen.
[0020] Handelt es sich z. B. bei einer solchen Vorspannfeder um eine Spreizfeder, die ringförmig
ausgebildet ist und in einer Ringnut am Außenumfang der Buchse sitzt, kann diese bevorzugt
so ausgestaltet sein, daß sie im wesentlichen nur in dem Bereich, der der Endfläche
des zugeordneten Drehbolzens jeweils gegenüberliegt, aus der Ringnut herausragt und
gegen diese Endfläche drückt. Von oben her betrachtet ähnelt eine solche Feder einer
Zitrone. Die Feder wird beim Drehen des verdrehbaren Halters mitgedreht.
[0021] Handelt es sich bei der Feder hingegen z. B. um eine in einer Ringnut am Außenumfang
der Buchse sitzende Ringfeder, so ist es in diesem Fall von Vorteil, wenn der Halter
ebenfalls eine umlaufende Nut umfaßt, welche der Ringnut der Buchse radial gegenüberliegt.
Der innere Durchmesser dieser Nut entspricht in etwa dem Abstand der beiden Drehbolzen
zueinander, ist besonders bevorzugt jedoch etwas größer, damit die Feder den gewünschten
Druck auf die Bolzen ausüben kann. Bei dieser Ausführungsform ragt die Ringfeder am
gesamten Umfang aus der Ringnut der Buchse und drückt sowohl gegen die zugewandten
axialen Endflächen der Drehbolzen, als auch (mit ihren axialen Endkanten) gegen den
Boden der Ringnut der Buchse. Neben einer im wesentlichen kreisförmig gekrümmten Feder
ist jedoch in bestimmten Fällen bevorzugt auch eine leicht oval gekrümmte Feder einsetzbar,
wobei sich bei dieser Ausführungsform die Feder beim Drehen des verdrehbaren Halters
nicht unbedingt mitdrehen muß.
[0022] Besonders bevorzugt sind die Vorspannmittel jedoch so ausgebildet und angebracht,
daß sie auch eine Vorspannung zwischen Buchse und verdrehbarem Halter erzeugen, wodurch
erreicht wird, daß auch der Halter in jeder Verdrehstellung relativ zur Buchse selbsthemmend
gehalten wird.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen im Prinzip beispielshalber
noch näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schnittbild einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung längs Schnittebene I-I
in Fig. 4;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit A aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit B aus Fig. 1;
- Fig. 4
- die Schnittdarstellung IV-IV aus Fig. 1;
- Fig. 5
- Ausbildungsvarianten von einsetzbaren Spreizfedern in Form sogenannter "Zitronenfedern"
;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit B aus Fig. 1, jedoch mit einer radial
nach außen gewölbten Ringfeder;
- Fig.7
- eine Schnittdarstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung
analog zur Schnittdarstellung von Fig. 1;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit C aus Fig. 7;
- Fig. 9
- eine dritte Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung entsprechend
Schnittebene IX-IX aus Fig. 11;
- Fig. 10
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit D aus Fig. 9, sowie
- Fig. 11
- eine (vergrößerte) Schnittdarstellung des Schnittes XI-XI aus Fig. 9.
[0024] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung sind bei den unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
für gleiche Teile stets die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0025] Fig. 1 zeigt eine Anschlußvorrichtung 1 in Schnittdarstellung gemäß Schnittlage
I-I aus Fig. 4, also in einer Schnittlage parallel zur Zeichnungsebene.
[0026] Die Anschlußvorrichtung 1 umfaßt dabei einen Trageflansch 2, der mit einer (in den
Figurendarstellungen nicht gezeigten) Last verbunden werden kann, die dann mittels
einer (nicht dargestellten) Hebevorrichtung in geeigneter Weise, etwa mittels einer
in eine Öffnung 3, welche der Trageflansch 2 ausbildet, hindurchgeführte Lastkette,
einen Haken o. ä. angehoben und an eine andere Stelle versetzt werden kann.
[0027] Die Anschlußvorrichtung 1 weist ferner ein Gehäuse 4 auf, das eine zentrale Buchse
5 umfaßt, die an ihrem in der Zeichnung axial unteren Ende in einen sich radial nach
außen erweiternden Ringflansch 6 einmündet, der an seinem radial außen liegenden Endbereich
axial wieder etwas nach oben ansteigt und dabei eine umlaufende Ringfläche 7 ausbildet.
[0028] Ferner umfaßt das Gehäuse 4 einen um die Buchse 5 verdrehbaren Halter 8, der an seiner
oberen Begrenzungsfläche gegen die Unterseite eines Kopfteiles 9 eines Tragbolzens
10 anliegt, wenn der Trageflansch 2 nach oben angehoben wird.
[0029] Der Halter 8 erstreckt sich fast über die gesamte axiale Länge zwischen der Unterseite
des Kopfteiles 9 und der umlaufenden Ringfläche 7 des Ringflansches 6, wobei im Halter
8 an zwei einander um 180° gegenüberliegenden Stellen jeweils eine nach unten offene
Ausnehmung 14 (Fig. 3) vorgesehen ist, in die ein Drehbolzen 11a bzw. 11b hineinragt.
Die Drehbolzen 11a und 11b sind mit ihren Mittelachsen zueinander ausgerichtet und
bilden mit diesen eine Drehachse 12.
[0030] Die Drehbolzen 11 a und 11 b sind am unteren Ende des Trageflansches 2 angebracht,
so daß über sie der Trageflansch 2 um die Drehachse 12 relativ zum Gehäuse 4 in einer
Richtung senkrecht zur Längsmittelachse 13 des Tragbolzens 10 verschwenkbar ist.
[0031] Die Drehbolzen 11 a und 11 b sitzen jeweils an ihrer Unterseite auf der Ringfläche
7 des Ringflansches 6 der Buchse 5 und ansonsten formschlüssig in der ihnen jeweils
zugeordneten Ausnehmung 14 des Halters 8 (vgl. Fig. 3). Dabei sind die Ausnehmungen
14 im Halter 8 in ihrer axialen Länge jedoch so bemessen, daß die in sie eingreifenden
Drehbolzen 11a, 11b in ihnen ein kleines Spiel
s (in axialer Richtung des Tragbolzens 10 gesehen) haben (vgl. Fig. 3).
[0032] Die Hülse 5 ist zentral von einer Durchgangsöffnung 15 durchsetzt (vgl. Fig. 3),
in welcher der Schaft 16 des Tragbolzens 10 aufgenommen und der Tragbolzen 10 im montierten
Zustand relativ zur Buchse 5 verdrehbar angeordnet ist. Der Schaft 15 weist in einem
gewissen axialen Abstand
a von der Unterseite des Kopfteiles 9 des Tragbolzens 10 einen Schaftbereich 17 mit
einem etwas vergrößertem Durchmesser
d2 auf.
[0033] In Fig. 2 ist die Ausbildung des Schaftes 15 des Tragbolzens 10 innerhalb der Durchgangsöffnung
15 der Buchse 5 in vergrößerter Darstellung des Details A aus Fig. 1 dargestellt.
Daraus ist der Schaftbereich 17 mit etwas vergrößertem Durchmesser
d2 ersichtlich.
[0034] Wie aus Fig. 2 ebenfalls entnommen werden kann, weist die Buchse 5 einen Buchsenabschnitt
18 auf, der von einer Ringnut 19 gebildet wird und damit einen dem Schaftbereich 17
vergrößerten Durchmessers des Tragbolzens 10 zugeordneten Buchsenbereich mit ebenfalls
vergrößertem Durchmesser
d1 ausbildet. Der Schaftabschnitt 17 des Tragbolzens 10 ragt im montierten Zustand,
und zwar mit axialem sowie radialem Spiel, teilweise in diese Ringnut 19 hinein, wie
dies Fig. 2 darstellt. Dabei ist der Durchmesser
d2 des Schaftabschnittes 17 kleiner als der zugeordnete Durchmesser
d1 des Buchsenbereiches 18, aber größer als der Durchmesser
d3 des sonstigen Schaftbereiches des Tragbolzens 10 in der Durchgangsöffnung 15 und
größer als der Durchmesser
d4 des sonstigen Bereiches der Durchgangsöffnung 15.
[0035] Bei der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausgestaltung des Schaftes 16 des Tragbolzens
10 ist der Schaftbereich 17 vergrößerten Durchmessers zylindrisch ausgebildet. Er
kann aber auch in anderer Form ausgebildet sein, wie dies weiter unten in Verbindung
mit den beiden anderen noch beschriebenen Ausführungsformen dargestellt ist (Fig.
7 und 9).
[0036] Bei der zylindrischen Ausbildung, die in die entsprechende zylindrisch im Querschnitt
ausgebildete Ringnut 19 hineinragt, hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn
die radiale Eindringtiefe
b des Schaftbereiches 17 vergrößerten Durchmessers in die Ringnut 19 im Bereich von
0,075 mm bis 0,1 mm liegt.
[0037] Der Schaft 16 des Tragbolzens 10 bzw. der Tragbolzen 10 seinerseits ist üblicherweise
aus einem Material gefertigt, das eine erheblich höhere Festigkeit aufweist als das
Material der ihn umgebenden Buchse 5.
[0038] In Fig. 3 ist die Einzelheit
B aus Fig. 1 ebenfalls in vergrößertem Maßstab dargestellt:
Sie zeigt die Verhältnisse im Bereich des Eingreifens des Drehbolzens 11 b in den
Halter 8 bis zur Buchse 5 hin:
Die in Fig. 3 gezeigte Darstellung für den Drehbolzen 11 b gilt in völlig analoger
Weise auch für die Anordnung des ihm gegenüberliegenden anderen Drehbolzens 11a und
dessen Eingreifen in das Gehäuse 4.
[0039] Wie Fig. 3 zeigt, ist zwischen der axialen Endfläche 20 des Drehbolzens 11 b und
der Buchse 5 eine Spreizfeder 21 vorgesehen, die, wie die Schnittdarstellung gemäß
Fig. 4 (entlang Schnittlinie IV-IV aus Fig. 1) zeigt, die Hülse 5 umschließt. Dabei
ist, entsprechend der Position der Spreizfeder 21, an der Außenwand der Hülse 5 eine
umlaufende Nut 22 angebracht (Fig. 3), in welche die Spreizfeder 21 in ihrem Umlauf
um die Hülse 5 herum teilweise hineinragt. Ferner ist ihr, entsprechend zugeordnet,
auch an der Innenfläche des Halters 8 eine Umlaufnut 31 zugeordnet, in welche die
Spreizfeder 21 ebenfalls hineinragt. Stützt sich dabei die Spreizfeder 21 auch am
Nutboden der umlaufenden Nut 22 ab, entsteht auch eine selbsthemmende Wirkung bei
der Einnahme einer relativen Verdrehposition zwischen Halter 8 und Buchse 5 (vgl.
auch Fig. 11). Diese kann noch dadurch verstärkt werden, wenn die Spreizfeder 21 so
ausgebildet ist, daß sie bei ihrem Umlauf sowohl gegen den Boden der Nut 22, wie zusätzlich
auch noch gegen den Boden der Nut 31 drückt.
[0040] Die Spreizfeder 21 überträgt eine Vorspannung auf die axialen Endflächen 20 der beiden
Bolzen 11 a und 11 b, wobei diese Vorspannung so ausgelegt ist, daß der Trageflansch
2 in jeder Verschwenkstellung um die Drehachse 12 infolge der zwischen der Spreizfeder
21 und den beiden Endflächen 20 der Drehbolzen 11 a und 11 b erzeugten Reibungskräfte
selbsthemmend lagepositioniert ist. Die Vorspannung wirkt, wenn sich die Spreizfeder
21 auch am Halter 8 in dessen Nut abstützt, aber auch auf den Halter 8 und die Buchse
5, wodurch der Halter 8 gegenüber der Buchse 5 um die Drehachse 13 ebenfalls selbsthemmend
lagepositionierbar ist.
[0041] Anstelle einer Spreizfeder 21, wie sie in den Fig. 1, 3 und 4 gezeigt ist, könnte
gleichermaßen auch eine andere Form von Spreizfeder eingesetzt werden, wofür beispielshalber
drei unterschiedliche Varianten in Fig. 5 gezeigt sind:
Es handelt sich dabei um sogenannte nZitronenfedern", also um elastische Federn, die im eingebauten Wirkzustand an ihren den beiden Drehbolzen
11a, 11b zugewandten Seiten radiale Ausbuchtungen 30 nach außen hin aufweisen, mit
denen dann an der jeweiligen Endfläche 20 der Drehbolzen 11 a, 11 b ein nicht mehr
im wesentlichen punkt- bzw. linienförmiger, sondern ein flächiger Kontakt erreicht
werden kann, der eine besonders gute Übertragung ausreichender Vorspannkräfte auf
die zugewandte Endfläche 20 des jeweiligen Drehbolzens 11 a bzw. 11 b gestattet.
[0042] Fig. 6 zeigt in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung eine weitere Ausführungsform
für die einsetzbare Vorspannfeder:
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 besteht die Vorspannfeder aus einer in der Nut
22 an der Außenseite der Buchse 5 sitzenden, im axialen Schnitt mit einer Wölbung
radial nach außen versehenen Ringfeder 23, die sich an ihrer ausgewölbten Außenseite
an der zugeordneten Endwand 20 des entsprechenden Drehbolzens 11a bzw. 11 b und an
ihren beiden axialen Enden am Boden der Nut 22 in der Hülse 5 abstützt und dabei durch
die Wölbung die entsprechend gewünschte elastische Anpreßkraft gegen die Endfläche
20 des zugeordneten Drehschaftes 11 a bzw. 11 b aufbaut. Die Ringfeder 23 kann auch
so ausgebildet sein, daß sie zusätzlich auch noch eine Vorspannung zwischen der Buchse
5 und dem Halter 8 aufbaut und damit auch eine selbsthemmende Lagepositionierung des
letzteren relativ zur Buchse 5 in jeder Relativ-Drehlage zwischen beiden gestattet.
[0043] In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Ausführungsform einer Anschlußvorrichtung 1
gezeigt, die sich von der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 nur durch die Ausbildung der
Durchgangsöffnung 15 sowie die Schaftgestaltung des Tragbolzens 10 unterscheidet,
wobei Fig. 8 in vergrößerter Darstellung die Einzelheit C aus Fig. 7 zeigt.
[0044] Bei dieser Ausgestaltung besteht der Schaftbereich 17 vergrößerten Durchmessers des
Tragbolzens 10 aus einem Außengewinde 25, dessen Gewindegänge radial über den sonstigen
Schaftdurchmesser
d3 des Tragbolzens 10 überstehen (vgl. Fig. 8), wobei letzterer kleiner als der Kerndurchmesser
des Außengewindes 25 im Schaftbereich 17 ist.
[0045] Wieder ist der Schaftbereich 17 vergrößerten Durchmessers in einem axialen Abstand
a vom Kopfteil 9 entfernt.
[0046] Der obere Eingangsbereich der Durchgangsöffnung 15 besteht, wie aus Fig. 8 gut erkennbar
ist, ebenfalls aus einem Innengewindeabschnitt 24, der zwei voll umlaufende Gewindegänge
umfaßt. Dabei ist am oberen Ende der Durchgangsöffnung 15 eine umlaufende Abrundung
27, die auch als Anfasung ausgebildet sein könnte, zum leichteren Einführen des Schaftes
16 des Tragbolzens 10 in die Durchgangsöffnung 15 angebracht.
[0047] Dieser Abschnitt eines Innengewindes 24 im oberen Eingangsbereich der Durchgangsöffnung
15 verkleinert die freie radiale Durchgangsfläche der Durchgangsöffnung 15 dort, so
daß dieser Abschnitt der Buchse 5 im eingebauten Zustand des Tragbolzens 10 dessen
Bereich 17 mit vergrößertem Radius von außen her und unter einem axialen Spiel (im
Einbauzustand) radial teilweise überdeckt, wie Fig. 8 gut erkennen läßt.
[0048] Dabei ist das Innengewinde 24 im oberen Eingangsbereich der Durchgangsöffnung 15
so ausgeführt, daß das Außengewinde 25 des Schaftbereiches 17 vergrößerten Außendurchmessers
beim Einführen des Tragbolzens 10 in die Durchgangsöffnung 15 durch das Innengewinde
24 hindurchgeschraubt werden kann, so daß die in Fig. 7 und 8 dargestellte Anordnung
sich im montierten Zustand des Tragbolzens 10 einstellt.
[0049] Wie aus Fig. 8 leicht erkennbar ist, kann der Tragbolzen 10 axial aus der in Fig.
8 dargestellten Montageendstellung nicht einfach axial nach oben aus der Durchgangsöffnung
15 herausgezogen werden, da sein Schaftabschnitt 17 dort von dem radial nach innen
überstehenden, ihn teilweise überdeckenden Innengewinde 24 am Herausziehen gehindert
wird. Nur durch ein bewußtes Herausschrauben könnte das Außengewinde 25 wieder durch
das Innengewinde 24 hindurchgeführt und dann erst der Schaft 16 herausgezogen werden.
[0050] Wie Fig. 8 ferner zeigt, greift auch bei dieser Ausgestaltung der Schaftabschnitt
17 vergrößerten Durchmessers wiederum in einen Buchsenabschnitt mit vergrößertem Innendurchmesser,
nämlich in Form einer Ringnut 19 in der Innenwand der Buchse 5, ein, wobei er dort
wieder sowohl axial, wie auch radial mit deutlichem Spiel sitzt.
[0051] Noch eine weitere, dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung
ist in den Fig. 9 bis 11 dargestellt, wobei Fig. 9 wiederum, entsprechend Fig. 1,
eine Schnittdarstellung der Anschlußvorrichtung 1 gemäß Schnittlage
IX-IX aus Fig. 11, Fig. 10 eine vergrößerte Darstellung des Details D aus Fig. 1 und Fig.
11 eine Schnittdarstellung in der Schnittlage
IX-IX aus Fig. 9 zeigt.
[0052] Diese Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung 1 unterscheidet
sich von der gemäß den Fig. 7 und 8 nur dadurch, daß bei ihr der Schaftbereich 17
des Tragbolzens 10 mit vergrößertem Durchmesser von dem Außengewinde 26 am Ende des
Schaftes des Tragbolzens 10 gebildet wird, das gleichzeitig auch zum Anschrauben der
(nicht gezeigten) Last dient. Dieses Außengewinde 26 hat einen Kerndurchmesser, der
größer ist als der Durchmesser des sonstigen Schaftes 16.
[0053] Ein Anschraubgewinde für die zu befestigende Last ist auch bei den Ausführungsformen
der Anschlußvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 und Fig. 7 vorgesehen, dort jedoch in den Zeichnungen
nicht angegeben.
[0054] Auch in Fig. 9 ist der obere Eingangsbereich der Durchgangsöffnung 15 mit einem Innengewinde
24 (wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 und 8) versehen, das in der Durchgangsöffnung
15 radial nach innen hin hervorragt und den radial nach außen überstehenden Schaftbereich
des Endgewindes 26 (entsprechend dem Schaftbereich 17 des Tragbolzens 10) teilweise
radial nach innen hin überdeckt.
[0055] Bei dieser Ausführungsform kann der Schaft 16 zwar um eine relativ große axiale Strecke
aus der Durchgangsöffnung 15 nach oben hin ausgezogen werden, jedoch ein völliges
Herausziehen ist nicht möglich, da dies wiederum durch das nach innen vorstehende
Innengewinde 24 verhindert wird.
[0056] Die Schnittdarstellung gemäß Fig. 10 zeigt im übrigen die Verwendung einer Zitronenfeder
21 gemäß der in Fig. 5 in der Mitte gezeigten Ausführungsform als Vorspannmittel zum
Andrücken gegen die Endflächen 20 der Drehbolzen 11a und 11b zur selbsthemmenden Halterung
des Trageflansches 2 in einer beliebig von ihm eingenommenen Drehstellung.
1. Anschlußvorrichtung (1) zum Ankoppeln eines Trageflansches (2) an eine Last, mit einem
Gehäuse (4), das eine Buchse (5) sowie einen um diese verdrehbaren Halter (8) für
den Trageflansch (2) umfaßt, wobei letzterer im Gehäuse (4) um eine senkrecht zur
Drehachse (13) des Halters (8) liegende Drehachse (12) verschwenkbar ist und durch
die Buchse (5) axial eine Durchgangsöffnung (15) verläuft, in der ein Tragbolzen (10)
mit einem oberen Kopfteil (9) drehbar angebracht ist, an seinem dem Kopfteil (9) abgewandten
axialen Ende zur Befestigung einer Last axial über das Gehäuse (4) vorsteht und im
montierten Zustand gegen ein axiales Herausziehen aus der Durchgangsöffnung (15) formschlüssig
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbolzen (10) einen Schaft (16) mit einem in einem axialen Abstand (a) vom
oberen Ende der Buchse (5) vorgesehenen Schaftbereich (17) mit einem radial vergrößertem
Schaftdurchmesser (d2) aufweist, dessen radialer Überstand im montierten Zustand innerhalb dieses axialen
Abstandes (a) von einem Buchsenabschnitt mit einem verringerten Innendurchmesser unter
axialem Spiel (s) radial von außen her teilweise überdeckt wird.
2. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaftbereich (17) mit vergrößertem Schaftdurchmesser aus einem Außengewinde
(25), dessen Gewindegänge die radiale Vergrößerung bilden, und der Buchsenabschnitt
mit verringertem Innendurchmesser aus einem dem Gewinde (25) auf dem Schaftbereich
(17) vergrößerten Schaftdurchmessers entsprechenden Innengewinde (24) besteht.
3. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser (d1) der Buchse (5) im Bereich außerhalb des Buchsenabschnittes mit verringertem Innendurchmesser
größer als der Außendurchmesser (d2) der Gewindegänge (25) am Schaftbereich (17) mit vergrößertem Schaftdurchmesser ist.
4. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengewinde von einem an dem der Last zugewandten Endbereich des Tragbolzens
(10) zum Anschrauben der Last vorgesehenen Außengewinde (26) gebildet wird, wobei
der Durchmesser (d3) des restlichen Schaftes (16) des Tragbolzens (10) kleiner als der Kerndurchmesser
dieses Außengewindes (28) ist.
5. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 und 4, jeweils rückbezogen
auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Innengewinde (24) im Buchsenabschnitt mit verringertem Innendurchmesser mindestens
einen vollständigen Gewindegang umfaßt.
6. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Tragbolzen (10) der Schaftbereich (17) mit radial vergrößertem Schaftdurchmesser
zylindrisch ausgebildet ist und in eine an der Innenfläche der Buchse (5) entsprechend
angebrachte Nutausnehmung (19) hineinragt, wobei der radial vergrößerte Schaftbereich
(17) in der Nutausnehmung (19) radial und axial mit Spiel sitzt.
7. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbolzen (10) mit seinem Schaft (16) aus einem Material mit einer größeren
Festigkeit als der des Materials der Buchse (5) besteht.
8. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (5) am oberen Ende ihrer Durchgangsöffnung (15) mit einer Abrundung (27)
oder einer Anfasung versehen ist.
9. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Trageflansch (2) im Gehäuse (4) so gelagert ist, daß er in jeder Verschwenkstellung
selbsthemmend gehaltert ist.
10. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Trageflansch (2) mittels in Richtung seiner Drehachse (12) wirkender, sich am
Trageflansch (2) abstützender Vorspannmittel (21, 23) unter eine in jeder Verschwenkstellung
des Trageflansches (2) diesen in Verschwenkrichtung selbsthemmend haltende Vorspannung
gesetzt ist.
11. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Trageflansch (2) an seinem unteren Ende zwei aufeinanderzu gerichtete, jeweils
von außen in das Gehäuse (4) eingreifende Drehbolzen (11a, 11b) aufweist, wobei die
Vorspannmittel (21, 23) auf die im Gehäuse (4) liegenden axialen Endflächen (20) der
Drehbolzen (11 a, 11 b) wirken.
12. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel eine auf der Buchse (5) angeordnete Spreizfeder (21) umfassen,
die in einer Ringnut (22) am Außenumfang der Buchse (5) sitzt.
13. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel eine in einer Ringnut (22) am Außenumfang der Buchse (5) sitzende
Ringfeder (23) umfassen.
14. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel (21, 23) auch eine Vorspannung zwischen der Buchse (5) und dem
verdrehbaren Halter (8) erzeugen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Anschlußvorrichtung (1) zum Ankoppeln eines Trageflansches (2) an eine Last, mit
einem Gehäuse (4), das eine Buchse (5) sowie einen um diese verdrehbaren Halter (8)
für den Trageflansch (2) umfaßt, wobei letzterer im Gehäuse (4) um eine senkrecht
zur Drehachse (13) des Halters (8) liegende Drehachse (12) verschwenkbar ist und durch
die Buchse (5) axial eine Durchgangsöffnung (15) mit einem ersten Durchmesser (d4) in ihrem oberen Eingangsbereich verläuft, in der ein Tragbolzen (10) mit einem oberen
Kopfteil (9) und einem axial anschließenden Schaft (10) drehbar angebracht ist, an
seinem dem Kopfteil (9) abgewandten axialen Ende zur Befestigung einer Last axial
über das Gehäuse (4) vorsteht und im montierten Zustand gegen ein axiales Herausziehen
aus der Durchgangsöffnung (15) formschlüssig gehalten ist, indem in der Durchgangsöffnung
(15) der Buchse (5) eine Ausnehmung (19) mit einem gegenüber dem ersten Durchmesser
(d4) vergrößerten Innendurchmesser (d1) ausgebildet ist, in die ein mit dem Schaft (10) verbundenes Eingriffsteil hineinragt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (5) des Tragbolzens (10) in einem axialen Abstand (a) vom oberen Ende
der Buchse (5) als Eingriffsteil einstückig einen Schaftbereich (17) mit einem radial
vergrößerten Schaftdurchmesser (d2) im Bereich der Ausnehmung (19) ausbildet, der unter radialem und axialem Spiel in
die Ausnehmung (19) hineinragt, wobei gilt: d1 > d2 > d4, worin d1 den Innendurchmesser der Ausnehmung (19), d2 den radial vergrößerten Schaftdurchmesser des vergrößerten Schaftbereiches (17) und
d4 den ersten Durchmesser der Durchgangsöffnung (15) bezeichnen.
2. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaftbereich (17) mit vergrößertem Schaftdurchmesser (d2) aus einem Außengewinde (25), dessen Gewindegänge die radiale Vergrößerung bilden,
und der Buchsenabschnitt mit dem ersten Durchmesser (d4) aus einem dem Gewinde (25) auf dem Schaftbereich (17) vergrößerten Schaftdurchmessers
(d2) entsprechenden Innengewinde (24) besteht.
3. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengewinde von einem an dem der Last zugewandten Endbereich des Tragbolzens
(10) zum Anschrauben der Last vorgesehenen Außengewinde (26) gebildet wird, wobei
der Durchmesser (d3) des restlichen Schaftes (16) des Tragbolzens (10) kleiner als der Kerndurchmesser
dieses Außengewindes (26) ist.
4. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Innengewinde (24) im Buchsenabschnitt mit dem ersten Durchmesser (d4) mindestens einen vollständigen Gewindegang umfaßt.
5. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaftbereich (17) mit radial vergrößertem Schaftdurchmesser (d2) zylindrisch ausgebildet ist.
6. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbolzen (10) mit seinem Schaft (16) aus einem Material mit einer Festigkeit
besteht, die größer als die des Materials der Buchse (5) ist.
7. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (5) am oberen Ende ihrer Durchgangsöffnung (15) mit einer Abrundung (27)
oder einer Anfasung versehen ist.
8. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Trageflansch (2) im Gehäuse (4) so gelagert ist, daß er in jeder Verschwenkstellung
selbsthemmend gehaltert ist.
9. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Trageflansch (2) mittels in Richtung seiner Drehachse (12) wirkender, sich an
ihm abstützender Vorspannmittel (21, 23) unter eine in jeder Verschwenkstellung ihn
in Verschwenkrichtung selbsthemmend halternde Vorspannung gesetzt ist.
10. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Trageflansch (2) an seinem unteren Ende zwei aufeinanderzu gerichtete, jeweils
von außen in das Gehäuse (4) eingreifende Drehbolzen (11a, 11b) aufweist, wobei die
Vorspannmittel (21, 23) auf die im Gehäuse (4) liegenden axialen Endflächen (20) der
Drehbolzen (11a, 11 b) wirken.
11. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel eine auf der Buchse (5) angeordnete Spreizfeder (21) umfassen,
die in einer Ringnut (22) am Außenumfang der Buchse (5) sitzt.
12. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel eine in einer Ringnut (22) am Außenumfang der Buchse (5) sitzende
Ringfeder (23) umfassen.
13. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel (21, 23) auch eine Vorspannung zwischen der Buchse (5) und dem
verdrehbaren Halter (8) erzeugen.