[0001] Die Erfindung betrifft ein Spülflüssigkeitspumpensystem, mit einem Pumpenaggregat
und mit einer Drehantriebseinrichtung zum Antrieb des Pumpenaggregats. Mit dem Begriff
Spülflüssigkeitspumpensystem wird im Rahmen dieser Druckschrift ein Pumpensystem bezeichnet,
welches Spülflüssigkeit fördert, die bei dem Vortrieb oder dem Niederbringen von Bohrungen
das Bohrloch durchspült.
[0002] Insbesondere beim Vortrieb oder beim Niederbringen bei Großlochbohrungen wird während
des Bohrvorganges Spülflüssigkeit der Bohrung zugeführt. Die Spülflüssigkeit dient
einerseits der Schmierung der an der Ortsbrust bzw. an der Bohrungssohle arbeitenden
Bohrwerkzeuge sowie der Abstützung der Ortsbrust bzw. der Bohrungswandung. Andererseits
kann mit Hilfe der Spülflüssigkeit auch gelöstes Bohrgut aus der Bohrung herausgebracht
werden, in dem beispielsweise zentral durch einen hohlen Bohrstrang frische Spülflüssigkeit
in dem Bereich der Bohrlochsohle bzw. der Ortsbrust zugeführt wird und somit eine
Spülflüssigkeitsströmung erzeugt wird, die gelöstes Bohrgut mitreißt und aus der Bohrung
herausbringt.
[0003] Zur Erzeugung der für das Ausbringen erforderlichen Spülflüssigkeitsströmung sind
besonders leistungsstarke Pumpensysteme erforderlich. Die Förderleistung derartiger
Pumpensysteme liegt regelmäßig im Bereich von maximal 3000 l/min und einem Druck von
maximal 500 bar.
[0004] Zum Stand der Technik gehören Pumpensysteme, die sich durch eine besonders kompakte
Bauweise auszeichnen, da die das Pumpenaggregat antreibende Drehantriebseinrichtung
des Pumpensystems oberhalb des Pumpenaggregats angeordnet und an dessen Gehäuseoberseite
angeflanscht ist. Die Drehantriebseinrichtungen haben regelmäßig Leistungen von bis
zu 1.700 kW.
[0005] Um diese Leistung bzw. das von der Drehantriebseinrichtung gelieferte Drehmoment
auf die Eingangswelle des Pumpenaggregats übertragen zu können, ist es bekannt, sowohl
die Welle des Drehantriebs als auch die Antriebswelle der Pumpe beidseitig aus dem
jeweiligen Gehäuse herauszuführen, so dass jede Welle zwei Wellen-Enden aufweist.
Auf jedem Wellenende ist rotationsfest ein Kettenrad gelagert. Die Drehmomentübertragung
erfolgt dementsprechend durch zwei parallel zueinander verlaufende Ketten.
[0006] Nachteilig ist bei derartigen Pumpensystemen, dass der aufgrund der beidseitig laufenden
Ketten erforderliche konstruktive Aufwand durch die doppelt benötigten Bauteile und
insbesondere durch die 4-fach erforderlichen Wellendurchführungen mit entsprechenden
Dichtungsanordnungen hoch ist. Ferner erzeugen die Kettenantriebe im Betrieb einen
erheblichen Geräuschpegel.
[0007] Die
GB-A-1034058 betrifft Verbesserungen an einem Sonnen- und Planetengetriebe. Zwar ist in diesem
Dokument offenbart, diese Verbesserungen, die eine Drehantriebseinrichtung sowie ein
ein Antriebsrad und ein Abtriebsrad umfassendes Zahnradgetriebe umfassen, im Zusammenhang
mit einer Pumpenanordnung einzusetzen, diese ist jedoch für einen Einsatz in der Süßwarenindustrie
vorgesehen. Hinweise darauf, ein Spülflüssigkeitspumpensystem in der erfindungsgemäßen
Weise auszugestalten, enthält dieses Dokument daher nicht.
[0008] Die
US 2004/0060717 A1 betrifft eine Bohrvorrichtung mit einer kompakten Kompressor-Pumpenanordnung. Bei
den Pumpen handelt es sich um Hydraulikpumpen, die der Bereitstellung des zur Betätigung
der Bohrvorrichtung, beispielsweise Drehen und Stellen des Mastes, mittels Hydraulikzylinder
oder Hydraulikmotoren erforderlichen Drucks dient. Der Kompressor dient zur Herstellung
von Druckluft, die zum Ausbringen von Bohrgut aus der Bohrung eingesetzt wird. Der
Kompressor und die Pumpen sind zu einer Einheit zusammengeflanscht und über Zahnräder
mit einer Antriebsachse verbunden, die von einem Rotationsmotor angetrieben wird.
Wiederum handelt es sich bei dem Gegenstand dieses Dokuments nicht um eine Spülflüssigkeitspumpe.
[0009] Die
US 2004/0028540 A1 bezieht sich auf eine manuell angetriebene Pumpen- oder Kompressoranordnung. Zwar
ist bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform eine Wirkverbindung zwischen
dem manuellen Antrieb und der Pumpen- bzw. Kompressoreinrichtung mittels ineinandergreifender
Zahnräder bewerkstelligt, einen Zusammenhang mit einem Spülflüssigkeitspumpensystem
hat dieses Dokument jedoch nicht.
[0010] Die
US 2004/0219040 A1 zeigt eine Vorrichtung mit einem Summiergetriebe, welches gerade der Bündelung der
Leistung mehrerer Motoren dient. Anregungen für ein Spülflüssigkeitspumpensystem mit
genau einer Drehantriebseinrichtung enthält diese Druckschrift nicht. Die
US2004/0219042 zeigt eine Pumpenanordnung mit einem Motor.
[0011] Die
CN 2 385 075 Y offenbart ein Spülpumpenaggregat. Es umfasst ein Pumpengehäuse, in dem eine Antriebswelle
gelagert ist, die ein erstes Zahnrad aufweist, welches sich im Eingriff mit einem
zweiten Zahnrad einer ebenfalls in dem Gehäuse gelagerten Kurbelwelle befindet. Die
Antriebswelle trägt eine Riemenscheibe, über welche das Spülpumpenaggregat mit einer
externen, nicht näher beschriebenen Drehantriebseinrichtung gekoppelt ist.
[0012] Die
US 2,883,874 offenbart eine Spülpumpe mit einem Pumpenaggregat, welche eine in einem Kurbelgehäuse
vorgesehene Kurbelwelle umfasst. Die Kurbelwelle ist mit einem Schneckengetriebe verbunden,
das in einem Getriebegehäuse vorgesehen ist. Das Getriebegehäuse ist seitlich neben
dem Kurbelgehäuse angeordnet und überragt das Kurbelgehäuse in vertikaler Richtung
auch nach unten. Hier ragt eine Schneckenwelle aus dem Getriebegehäuse zum Anschluss
eines Antriebsmotors heraus.
[0013] Die
US 4,435,990 offenbart eine portable Getriebeeinheit zur Zwischenschaltung zwischen einer Antriebsquelle
und einer angetriebenen Quelle, insbesondere zur Verbindung eines Industriemotors
mit einer Spülpumpe. Antriebsmotor, Getriebeeinheit und Spülpumpe sind nebeneinander
angeordnet.
[0014] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Pumpensystem zu schaffen, welches
die vorgenannten Nachteile nicht aufweist.
[0015] Diese Aufgabe ist durch das in Anspruch 1 wiedergegebene Pumpensystem gelöst.
[0016] Dadurch, dass bei dem erfindungsgemäßen Pumpensystem die Drehantriebseinrichtung
über ein ein Antriebs- und ein Abtriebsrad umfassendes Zahnradgetriebe mit dem Pumpenaggregat
wirkverbunden ist, wird die einem Kettenantrieb eigene Geräuschentwicklung vermieden.
Ferner hat sich überraschenderweise gezeigt, dass es zur Übertragung der zum Betrieb
des Pumpenaggregats erforderlichen Leistung und Drehmomente ausreicht, ein Zahnradgetriebe
nur auf einer Seite des Pumpensystems vorzusehen.
[0017] Es ist erfindungsgemäß ein Pumpensystem vorgesehen, bei welchem die Drehantriebseinrichtung
nur ein einziges Wellenende aufweist, mit dem das Antriebsrad über eine Kupplung drehverbindbar
ist.
[0018] Der von dem Zahnradgetriebe hervorgerufene Geräuschpegel kann weiter gesenkt werden,
wenn - wie besonders bevorzugt - die Zahnräder des Zahnradgetriebes schräg verzahnt
sind.
[0019] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Pumpensystems
dargestellt.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- das Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht sowie
- Fig. 2
- dasselbe Ausführungsbeispiel in einer teilgeschnittenen Ansicht von vorn (Ansicht
II in Fig. 1).
[0021] Das Pumpensystem 100 umfasst ein Pumpenaggregat 1 herkömmlicher Bauart. Dieses Pumpenaggregat
1 umfasst ein Gehäuse 2, aus dessen dem Betrachter zugewandten Seite ein Ende einer
Pumpenantriebswelle 3 herausragt. Mit diesem Wellenende ist das Abtriebsrad 4 eines
Zahnradgetriebes 5 drehfest verbunden.
[0022] Das Zahnradgetriebe 5 dient der Herstellung der Wirkverbindung des Pumpenaggregats
mit einer Drehantriebseinrichtung 6, die einen in der Zeichnung nur angedeuteten,
beispielsweise hydraulisch oder elektrisch angetriebenen, Rotationsmotor R umfasst.
[0023] Die Drehantriebseinrichtung 6 umfasst ein Gehäuse 7, welches am Gehäuse 2 des Pumpenaggregats
1 angeflanscht ist.
[0024] Wiederum auf der dem Betrachter zugewandten Seite ragt ein Wellenende einer angetriebenen
Welle 8 aus dem Gehäuse 7 der Drehantriebseinrichtung 6 heraus. Es ist über eine Schaltkupplung
12 mit einem Antriebsrad 9 verbunden, die wahlweise das Antriebsrad 9 drehfest mit
dem Wellenende verbindet oder löst. Das Antriebsrad 9 ist mit dem Abtriebsrad 4 über
ein Zwischenrad 10 gekoppelt, welches drehbar in einem Gehäuse 11 des Zahnradgetriebes
gelagert ist. Anstatt der Schaltkupplung kann nicht erfindungsgemäß auch eine elastische,
nicht schaltbare Kupplung vorgesehen sein, die das Wellenende permanent mit dem Antriebsrad
verbindet.
[0025] Die Verzahnung des Zwischenrads 10 befindet sich im Eingriff mit den Verzahnungen
des Antriebsrades 9 und des Abtriebsrades 4. Zwecks Lärmreduzierung sind die Räder
des Zahnradgetriebes schräg verzahnt.
1. Spülflüssigkeitspumpensystem (100)
mit einem Pumpenaggregat (1), und mit genau einer einen Rotationsmotor (R) umfassenden
Drehantriebseinrichtung (6) zum Antrieb des Pumpenaggregats (1),
wobei die Drehantriebseinrichtung (6) über ein ein Antriebsrad (9) und ein Abtriebsrad
(4) umfassendes Zahnradgetriebe (5) mit dem Pumpenaggregat (1) wirkverbunden ist,
gekennzeichnet dadurch, dass die Drehantriebseinrichtung (6) ein Gehäuse (7) umfasst, aus welchem ein Wellenende
einer angetriebenen Welle (8) herausragt, welches mit dem Antriebsrad (9) verbunden
ist,
wobei das Pumpenaggregat (1) ein Gehäuse (2) umfasst, aus dem ein Ende einer Pumpenantriebswelle
(3) herausragt mit welchem das Abtriebsrad (4) des Zahnradgetriebes (5) drehfest verbunden
ist, und wobei das Gehäuse (7) der Drehantriebseinrichtung (6) oberhalb des Pumpenaggregats
(1) angeordnet und an der Oberseite des Gehäuses (2) des Pumpenaggregats (1) angeflanscht
ist, und wobei die Drehantriebseinrichtung (6) ein einziges Wellenende aufweist, mit
dem das Antriebsrad (9) drehverbunden ist,
und wobei das Antriebsrad über eine Kupplung, mit der wahlweise eine drehfeste Verbindung
zwischen dem Antriebsrad (9) und dem Wellenende herstellbar ist, mit dem Wellenende
verbunden ist.
2. Spülflüssigkeitspumpensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnräder (4, 9, 10) schräg verzahnt sind.
1. Rinsing liquid pump system (100)
with a pump aggregate (1) and with precisely one rotary drive device (6), which comprises
a rotation motor (R), for driving the pump aggregate (1),
wherein the rotary drive device (6) is operatively connected to the pump aggregate
(1) via a gear transmission (5) comprising a drive gear (9) and a driven gear (4),
characterized in that the rotary drive device (6) comprises a housing (7) from which a shaft end of a driven
shaft (8) protrudes which is connected to the drive gear (9),
wherein the pump aggregate (1) comprises a housing (2) from which an end of a pump
drive shaft (3) protrudes to which the driven gear (4) of the gear transmission (5)
is connected in a rotationally fixed manner, and wherein the housing (7) of the rotary
drive device (6) is arranged above the pump aggregate (1) and flanged to the upper
side of the housing (2) of the pump aggregate (1), and wherein the rotary drive device
(6) has a single shaft end to which the drive gear (9) is rotationally connected,
and wherein the drive gear is connected to the shaft end via a coupling with which
a rotationally fixed connection between the drive gear (9) and the shaft end can optionally
be established.
2. Rinsing liquid pump system according to claim 1, characterized in that the gearwheels (4, 9, 10) are helically toothed.
1. Système de pompe pour un fluide de rinçage (100) avec une unité de pompe (1) et avec
juste un dispositif d'entraînement en rotation (6) pour entraîner l'unité de pompe
(1) et comprenant un moteur à rotation (R),
dans lequel le dispositif d'entraînement en rotation (6) est fonctionnellement relié
à l'unité de pompe (1) par l'intermédiaire d'une transmission à engrenage (5) comprenant
une roue motrice (9) et une roue de sortie (4), caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement en rotation (6) comporte un boîtier (7) à partir duquel
une extrémité d'arbre d'un arbre entraîné (8) fait saillie, ladite extrémité étant
reliée à la roue motrice (9),
dans lequel l'unité de pompe (1) comporte un boîtier (2), à partir duquel une extrémité
d'un arbre à entraînement de pompe (3) fait saillie, l'extrémité avec laquelle la
roue de sortie (4) de la transmission à engrenage (5) est reliée de manière fixée
à rotation, et dans lequel le boîtier (7) du dispositif d'entraînement en rotation
(6) est arrangé au-dessus de l'unité de pompe (1) et bridé au côté supérieur du boîtier
(2) de l'unité de pompe (1), et dans lequel le dispositif d'entraînement en rotation
(6) présente une seule extrémité d'arbre, avec laquelle la roue motrice (9) est reliée
de manière rotative,
et dans lequel la roue motrice est reliée à l'extrémité d'arbre par un couplage avec
lequel une liaison fixée à rotation entre la roue motrice (9) et l'extrémité de l'arbre
facultativement peut être réalisée.
2. Système de pompe pour un fluide de rinçage selon la revendication 1, caractérisé en ce queles roues dentées (4, 9, 10) sont à denture hélicoïdale.