[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulische Steuervorrichtung gemäß Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 sowie eine Druckweiche gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 15.
[0002] Hydraulische Steuervorrichtungen mit einer Druckweiche sind in vielfältigen Ausführungsformen
in der Praxis bekannt. In einer Ausführung (s. Fig. 1) ist die Druckweiche zwischen
der Druckquelle und der Ventilanordnung in einem Hauptströmungsweg angeordnet und
als 3/2-Wege-Schieberventil ausgebildet, das in der einen Steuerstellung die Druckquelle
mit der Ventilanordnung verbindet und die Ventilanordnung vom Reservoir trennt, hingegen
in der anderen Steuerstellung die Druckquelle absperrt und die Ventilanordnung mit
dem Reservoir verbindet. Das Schieberventil braucht aus Gründen der leichtgängigen
Verstellbarkeit des Steuergliedes eine Gleitpassung, die in Aggregaten, z.B. mit einer
Pumpe mit geringer Fördermenge, bei hohem Versorgungsdruck bzw. Fördervolumenstrom
unzweckmäßige Leckageverluste zum Reservoir bedingt. Für bestimmte Steuervorrichtungen,
z.B. mit einer Druckquelle für hohen Maximaldruck bei kleinem Förderstrom, sind Leckverluste
bei angetriebener Druckquelle jedoch nicht tolerierbar. Unter anderem ist der Grund
für eine Druckweiche in solchen hydraulischen Steuervorrichtungen, dass nach Abschalten
der Druckquelle der an der Ventilanordnung anstehende Druck zum Reservoir abzubauen
ist, z.B. damit der Antriebsmotor der als Druckquelle fungierenden Pumpe beim Einschalten
nicht sofort gegen relativ hohen Widerstand arbeiten muss. Z.B. kann ein Einphasen-Wechselstrommotor
schlecht gegen anstehenden Druck anlaufen, was eine überdimensionierte Auslegung des
Antriebsmotors bedingt, damit dieser die Anlaufphase trotz Gegendrucks ordnungsgemäß
durchzuführen vermag. Um solche Anlaufschwierigkeiten zu vermeiden, ist es ferner
bekannt, die Druckweiche mit einem Hilfsvolumen in einem Steuerdruckkanal auszustatten,
der den das Steuerglied in der ersten Stellrichtung beaufschlagenden Steuerdruck enthält.
Dieses Hilfsvolumen wird in einer Kammer definiert, in der ein Kolben gegen Federkraft
so nachgibt, dass dann, wenn der Antriebsmotor anläuft und die Druckweiche die Ventilanordnung
vom Reservoir getrennt und mit der Druckquelle verbunden hat, die Druckquelle das
Hilfsvolumen füllt, wodurch der Antriebsmotor zunächst nur geringen Widerstand zu
überwinden hat. Dieses Hilfsvolumen bedeutet zusätzlichen baulichen Aufwand und erbringt
die erwünschte Wirkung allenfalls bis zu einem Maximaldruck von z.B. etwa 300 bar.
Bei höheren Maximaldrücken von z.B. bis zu 700 bar ist die Wirkung hingegen nicht
mehr zufriedenstellend.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Steuervorrichtung der
eingangs genannten Art anzugeben, in der bei zum Reservoir abgesperrtem Abströmweg
und arbeitender Druckquelle keine Leckageverluste auftreten, und in der der Anlaufwiderstand
des Antriebsmotors minimiert ist.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und des Patentanspruchs
15 gelöst.
[0005] Da das 2/2-Wegesitzventil bauartbedingt mit leckagefreier Absperrstellung arbeitet,
werden Leckageverluste vermieden, wenn bei angetriebener Druckquelle der Abströmweg
zum Reservoir abgesperrt ist. Da ferner die Drossel in der permanenten Hauptstromverbindung
zwischen der Druckquelle und der Ventilanordnung beim Anlaufen des Antriebsmotors
bedingt, dass sich erst eine vorbestimmte Druckdifferenz über die Drossel oder ein
vorbestimmter Volumenstrom durch die Drossel einstellen, ehe die Druckweiche den Abströmweg
leckagefrei absperrt, d.h., der Abströmweg zum Reservoir mit einer Verzögerung abgesperrt
wird bzw. nach dem Anlaufen noch offen bleibt, fördert die eingeschaltete Druckquelle
ohne nennenswerten Gegendruck zunächst noch in das Reservoir, so dass der Antriebsmotor
problemlos auf eine ausreichende Drehzahl kommt. Sogar ein klein dimensionierter Einphasen-Wechselstrommotor
kann somit als kostengünstige Antriebsquelle für eine Pumpe verwendet werden, da die
Druckweiche in Kombination mit der Drossel zum Reservoir"weich" und erst mit Verzögerung
absperrt. Diese Druckweiche arbeitet zufriedenstellend bis etwa 700 bar und sperrt
leckagefrei ab, beispielsweise sobald etwa ¾ des maximalen Pumpenförderstroms erreicht
sind. Die Druckdifferenz braucht nur relativ klein zu sein, damit die Druckweiche
wie gewünscht anspricht, so dass der Verlust durch die Drossel im Betrieb vernachlässigbar
bleibt, z.B. etwa 5 bis 10 bar bei einem Maximaldruck von z.B. 500 bar.
[0006] Die Druckweiche zeichnet sich durch eine kostengünstige und funktionssichere Sitzventilbauweise
mit leckagefreier Absperrstellung und weichem Absperrverhalten aus. Die leckagefreie
Absperrstellung vermeidet Leckageverluste für die Druckquelle, was für kleine Aggregate
wichtig sein kann. Das "weiche" Absperrverhalten erleichtert vor allem einen solchen
Antriebsmotor der Druckquelle das Anlaufen, der an sich gegen Widerstand schlecht
anläuft. Da eine kleine Druckdifferenz gebraucht wird, erzeugt die Druckweiche im
Betrieb nu einen vernachlässigbaren Verlust.
[0007] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform weist der Ventilkegel für die beiden Steuerdrücke
unterschiedlich große Beaufschlagungsflächen auf, derart, dass die Beaufschlagungsfläche
für den den Ventilkegel der ersten Verstellrichtung beaufschlagenden Steuerdruck kleiner
ist als die Beaufschlagungsfläche für den den Ventilkegel in der zweiten Verstellrichtung
beaufschlagenden Steuerdruck. Durch die Abstimmung der Beaufschlagungsflächen in Relation
zueinander lässt sich das gewünschte weiche Ansprechverhalten des Wegesitzventils
besonders einfach erzielen, und wird sichergestellt, dass bei kleiner Druckdifferenz
im Wegesitzventil eine große Schließkraft wirkt, so dass auch bis zu hohen Versorgungsdrücken
von etwa 700 Bar Leckagefreiheit gewährleistet wird.
[0008] Das Verhältnis der Beaufschlagungsflächen kann zwischen etwa 2 : 1 und 4 : 1 liegen,
beträgt jedoch vorzugsweise etwa 3 : 1.
[0009] Bei einer alternativen Ausführungsform können die Beaufschlagungsflächen etwa gleich
groß sein. Für eine ausreichende Schließkraft kann dann eine Drossel eingesetzt sein,
die ein höhere Druckdifferenz bewirkt.
[0010] Günstig ist es, wenn der Ventilkegel zwischen der kleineren Beaufschlagungsfläche
und dem Ventilsitz durch wenigstens eine Ringdichtung abgedichtet ist. Die Ringdichtung
dämpft einerseits die Bewegung des Ventilkegels, und stellt andererseits sicher, dass
in der Absperrstellung keine Leckage zwischen dem gegebenenfalls hohen Steuerdruck
P1, gegebenenfalls hohen Beaufschlagungsdruck und dem Reservoir R eintritt, die den
auf die kleinere oder andere Beaufschlagungsfläche wirkenden Steuerdruck verfälschen
könnte.
[0011] Zweckmäßig besitzt die Drossel einen festgelegten Drosselquerschnitt, der eine für
den jeweiligen Versorgungsdruck zweckmäßige Volumenstromrate oder Druckdifferenz vorgibt.
Die Drossel kann beispielsweise eine Einschraubdrossel in einem die Druckquelle und
die Ventilanordnung verbindenden Hauptkanal sein, und lässt sich bei Bedarf gegen
eine andere Einschraubdrossel mit anderem Drosselquerschnitt ersetzen. Grundsätzlich
wird die Größe der Drossel abhängig von der Fördermenge gewählt.
[0012] Alternativ kann die Drossel einen variablen Drosselquerschnitt aufweisen, der sich
an die jeweilige Betriebsbedingung bzw. Fördermenge anpassen lässt.
[0013] Bei einer baulich einfachen Ausführungsform weist der Ventilkegel einen ersten, die
größere Beaufschlagungsfläche definierenden Kolben und einen zweiten, die kleinere
Beaufschlagungsfläche definierenden Kolben auf. Zwischen den ersten und zweiten Kolben
ist eine ringförmige Sitzfläche, vorzugsweise mit zumindest in etwa der Größe der
kleineren Beaufschlagungsfläche vorgesehen. Die beiden Kolben werden in entsprechenden
Bohrungen abgedichtet verschieblich geführt und steuern in Abhängigkeit von den beiden
Vorsteuerdrücken und der Kraft einer in Öffnungsrichtung wirkenden Feder die Bewegungen
des Ventilkegels.
[0014] Günstig ist zwischen der Sitzfläche am Ventilkegel und dem ersten Kolben ein konkav
gerundeter Konusübergang vorgesehen. Der Konusübergang sorgt für eine saubere Strömungsführung
beim Öffnen des Sitzventils. Zwischen der Sitzfläche und dem zweiten Kolben kann eine
Einschnürung vorgesehen sein, vorzugsweise eine konkav gerundete Einschnürung. Dieser
über die Einschnürung definierte Strömungskanal dient zur Strömungsführung beim Öffnen
des Wegesitzventils.
[0015] Zweckmäßig ist die Sitzfläche konisch ausgebildet, vorzugsweise mit einem Konuswinkel
von etwa 70°. Der Ventilsitz kann ebenfalls entsprechend konisch ausgebildet sein,
oder leicht kugelig, um die leckagefreie Absperrstellung zu gewährleisten. Auf die
Sitzfläche kann in Richtung zum Konusübergang ein zylindrischer Ansatz folgen, und
danach eine weitere Konusfläche. Dies ist herstellungsbedingt (Schleifen) und stellt
zudem eine vorteilhafte Hubhilfe für den Öffnungsvorgang dar.
[0016] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist der Ventilkegel in einer der im Ventilsitz
enthaltenden Stufenbohrung angeordnet. Die Stufenbohrung besitzt, vorzugsweise, zwei
Stufenbohrungsabschnitte, wobei seitliche Kanäle zu der Stufenbohrung führen. In einer
zweckmäßigen Ausführungsform ist die Stufenbohrung in einer Buchse enthalten, die
mehrere außenliegende und beabstandete Dichtungsbereiche aufweist, und in eine einfache
Innenbohrung beispielsweise eines Gehäuses einsetzbar ist.
[0017] Bei einer weiteren, zweckmäßigen Ausführungsform ist die Buchse in dem Gehäuse in
einer zwei Ringkanäle aufweisenden Innenbohrung abgedichtet angeordnet. Zu einem Ringkanal
führen Kanäle, die mit einem Druckquellenanschluss und einem Ventilanordnungsanschluss
des Gehäuses verbunden sind, während der andere Ringkanal über einen Kanal mit einem
Reservoiranschluss des Gehäuses verbunden ist. In der Innenbohrung kann eine durchgängige
Buchsensicherungs-Schraube festgelegt sein, z. B. zwecks einfacher Montage, während
ein freies Innenbohrungsende durch eine Verschlussschraube verschlossen ist, die einerseits
die bequeme Montage der Komponenten des Wegesitzventils im Gehäuse ermöglicht, und
andererseits eine mit dem zwischen der Druckquelle und der Drossel abgeleiteten Steuerdruck
beaufschlagbare Steuerkammer begrenzt. In der Steuerkammer beaufschlagt der Steuerdruck
über die durchgängige Buchsensicherungsschraube die größere Beaufschlagungsfläche
des Ventilkegels. Der die größere Beaufschlagungsfläche definierende Kolben des Ventilkegels
kann mit einer Gleitpassung in der Stufenbohrung geführt sein, und zwar ohne spezielle
weitere Abdichtung, da der Steuerdruck in der Steuerkammer ohnedies in der Absperrstellung
des Wegesitzventils dem Versorgungsdruck gegenübersteht. Alternativ wäre es möglich,
auch dem die größere Beaufschlagungsfläche definierenden Kolben eine Ringdichtung
in der Stufenbohrung zu geben.
[0018] Die Feder, die den Ventilkegel in drucklosem Zustand der Steuervorrichtung in der
Öffnungsstellung hält, kann zweckmäßig an dem die kleinere Beaufschlagungsfläche definierenden
zweiten Kolben angeordnet sein und sich am Grund der Innenbohrung abstützen. Dank
der Führung des zweiten Kolbens in der Stufenbohrung wird auch die Feder ausgerichtet
positioniert.
[0019] Zweckmäßig sind die Drossel, die Feder und die Beaufschlagungsflächen am Ventilkegel
derart aufeinander abgestimmt, dass bei Einschalten der Druckquelle mit einer das
Anlaufen eines Antriebsmotors der Druckquelle, vorzugsweise eines Einfasen-Wechselstrommotors,
erleichternden Verzögerung zunächst eine vorbestimmte Druckdifferenz über die Drossel
oder ein vorbestimmter Volumenstrom durch die Drossel erzeugt wird, ehe der Abströmweg
zum Reservoir leckagefrei abgesperrt wird. Dadurch wird ein "weiches" Ansprechverhalten
der Druckweiche erzielt, ohne in der Steuervorrichtung weitere bauliche Maßnahmen
für diese Funktion anordnen zu müssen. Nach Abschalten des Antriebsmotors der Druckquelle
baut sich sowohl der von der Ventilanordnung anstehende Druck zum Reservoir ab, wie
auch der von der Druckquelle her anstehende Druck, letzterer über die Drossel. Der
an der Ventilanordnung anstehende Druck kann eventuell über ein Rückschlagventil gehalten
werden.
[0020] Bei kleineren Aggregaten mit geringer Fördermenge und hohem Druck erzeugt die Drossel
beim Anlaufen des Antriebsmotors nur einen vernachlässigbaren Staudruck bzw. eine
geringe Druckdifferenz. Erst bei ca. ¾ des Pumpenförderstroms ist das Δp groß genug
(ca. 5 bis 10 bar) und das Wegesitzventil geht in die Absperrstellung. Nun fördert
die Druckquelle über die Drossel zur Ventilanordnung, wobei nur ein vernachlässigbarer
Verlust von wenigen Prozenten in Kauf zu nehmen ist.
[0021] Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild einer hydraulischen Steuervorrichtung gemäβ des Standes der Technik,
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen hydraulischen Steuervor- richtung,
- Fig. 3 und Fig. 4
- zwei einander zugeordnete Vertikalschnitte einer konkreten Ausfüh- rungsform einer
Druckweiche für die hydraulische Steuervorrichtung von Fig. 2,
- Fig. 5
- einen Aufriss eines Ventilkegels der Druckweiche, und
- Fig. 6
- einen Vertikalschnitt einer Buchse der Druckweiche der Fig. 3 und 4.
[0022] Eine hydraulische Steuervorrichtung H gemäß des Standes der Technik weist in Fig.
1 ein 3/2-Wegeschieberventil 1 zwischen einer Druckquelle P und einer nicht dargestellten
Ventilanordnung (von der Ventilanordnung anstehender Druck P1) auf. Das Steuerglied
des 3/2-Wegeschieberventils 1 verbindet in drucklosem Zustand der hydraulischen Steuervorrichtung
H P1 mit einem Reservoir R, während P abgesperrt ist. Diese Steuerstellung wird durch
eine Feder unterstützt. Das Steuerglied des 3/2-Wegeschiebeventils 1 wird aus einer
Vorsteuerleitung 2 mit einem von P abgeleiteten Steuerdruck in Richtung zur zweiten
Steuerstellung beaufschlagt, und von einem von P1 über eine Steuerleitung 3 abgeleiteten
Steuerdruck parallel zur Feder zur ersten Steuerstellung beaufschlagt. Aufgrund der
für die Leichtgängigkeit des als Schieber ausgebildeten Steuergliedes erforderlichen
Gleitpassung lässt sich in jeder Steuerstellung, vor allem in der Absperrstellung
zum Reservoir R Leckage nicht vermeiden. Die Druckquelle P ist z.B. eine Pumpe und
wird durch einen nicht gezeigten ein- und ausschaltbaren Elektromotor angetrieben.
Von der nicht dargestellten Ventilanordnung wird zumindest ein hydraulischer Verbraucher
gesteuert.
[0023] In der gezeigten ersten Steuerstellung ist der Druck P1 zu R abgebaut. Die Verbindung
von P zu P1 ist blockiert. Beim Anlaufen des Antriebsmotors wirkt zunächst bis zum
Aufbauen des Steuerdrucks in der Steuerleitung 2 nur die Gegenkraft einer Feder, bis
das 3/2-Wegeschieberventil in die zweite Steuerstellung umschaltet. Es herrscht auch
dann sofort erheblicher Gegendruck von P1. Diesen Gegendruck muss der Antriebsmotor
überwinden, was beispielsweise bei einem Einphasen-Wechselstrommotor zu Problemen
führen kann. Um dem Antriebsmotor das Anlaufen zu erleichtern, kann deshalb der Druckweiche
W ein Hilfsvolumen 4 zugeordnet sein. In einer Kammer in der Steuerleitung 3 ist gegen
die Kraft einer Feder 6 ein Kolben 5 verschiebbar. Sobald das 3/2-Wegeschieberventil
1nach Überwinden der Feder in die zweite Steuerstellung umschaltet, wird über die
Steuerleitung 3 das Hilfsvolumen 4 gefüllt, wobei der Kolben 5 gegen die Feder 6 verlagert
wird, so dass der Antriebsmotor leichter anlaufen kann. Zweck der Druckweiche W ist
es ferner, den von der Ventilanordnung anstehenden Druck P1 dann zum Reservoir R abzubauen,
wenn der Antriebsmotor abgeschaltet ist.
[0024] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße hydraulische Steuervorrichtung H mit einer Druckweiche
W, die ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen ein "weiches" Ansprechverhalten hat, um
es einem Antriebsmotor M der Druckquelle P zu ermöglichen, unabhängig vom jeweiligen
Maximaldruck, z.B. bis etwa 700 bar, zunächst ohne nennenswerten Gegendruck anzulaufen,
und erst dann den gewünschten Versorgungsdruck P1 an der Ventilanordnung V aufzubauen,
wenn der Antriebsmotor M eine bestimmte Drehzahl erreicht hat und leistungsfähig genug
ist oder die Fördermenge etwa ¾ des jeweiligen Maximums erreicht.
[0025] Zwischen der Druckquelle P und der Ventilanordnung V ist in einem Gehäuse 21 der
Druckweiche W ein Hauptkanal 10, 12 vorgesehen. An einem Knoten 11 des Hauptkanals
10, 12 zweigt ein Abströmweg 13 zu einer Reservoirleitung 20 und einem Reservoir R
ab. Im Abströmweg 13 ist ein 2/2-Wegesitzventil 14 angeordnet, das druckabhängig zwischen
einer ersten Steuerstellung (Durchgangsstellung) wie in Fig. 2 gezeigt, und einer
zweiten Steuerstellung (leckagefreie Absperrstellung, nicht gezeigt) umschaltbar ist,
und ein Steuerglied 16 enthält. Die zweite Steuerstellung (leckagefreie Absperrstellung)
ist diesem Fall in beiden Strömungsrichtungen leckagefrei dicht.
[0026] Das Steuerglied 16 des 2/2-Wegesitzventils 14 wird in Richtung zur ersten Steuerstellung
durch eine Feder 17 und parallel dazu aus einer Steuerleitung 15 von einem Steuerdruck
beaufschlagt. Die Steuerleitung 15 zweigt vom Abströmweg 13 ab. In Richtung zur zweiten
Steuerstellung wird das Steuerglied 16 hingegen vom Vorsteuerdruck in einer Steuerleitung
18 beaufschlagt, die an einem Knoten 19 von dem Abschnitt 10 des Hauptkanals 10, 12
abzweigt, und zwar zwischen der Druckquelle P und einer Drossel D, die zwischen den
Knoten 19 und 11 angeordnet ist. Die Drossel D dient dazu, ein vorbestimmtes Druckgefälle
Δp zu erzeugen, und zwar auch, während die Druckquelle P noch in die Reservoirleitung
20 fördert, und bis in der Steuerleitung 18 ausreichender Steuerdruck aufgebaut ist,
der gegen den Steuerdruck in der Steuerleitung 15 und gegen die Kraft der Feder 17
die zweite Steuerstellung (leckagefreie Absperrstellung) einstellt. Erst dann wird
der Versorgungsdruck P1 an der Ventilanordnung V in voller Höhe aufgebaut und wird
die maximale Fördermenge erreicht. Dies erleichtert dem Antriebsmotor M das Anlaufen
aus dem Stand, da der Druckaufbau im Hauptkanal 10, 12 mit einer vorbestimmten Verzögerung
erfolgt, d. h., nachdem eine vorbestimmte Druckdifferenz Δp (z.B. ca. 5-10 bar) oder
ein bestimmter Volumenstrom mit Verzögerung durch die Drossel D aufgebaut wurde.
[0027] Die Drossel D kann einen festgelegten Drosselquerschnitt 30 aufweisen, oder, wie
bei 30' gestrichelt angedeutet, einen verstellbaren Drosselquerschnitt, und wird z.B.
abhängig von der maximalen Fördermenge gewählt.
[0028] Die Fig. 3 bis 6 verdeutlichen einen konkrete Ausführungsform der Druckweiche W,
die beispielsweise in dem in Fig. 2 angedeuteten blockförmigen Gehäuse 21 untergebracht
ist. Das Gehäuse 21 besitzt eine Innenbohrung 22, die blind endet, und in der eine
Buchse 23 abgedichtet festgelegt ist. In der Buchse 23 ist ein Ventilkegel 24 verschiebbar
und abgedichtet geführt, der mit einem in der Buchse 23 geformten Ventilsitz 25 zusammenarbeitet.
Die Buchse 23 wird beispielsweise durch eine durchgängige Buchsensicherungsschraube
26 in der Stufenbohrung 22 positioniert. Das freie Ende der Innenbohrung 22 ist durch
eine abdichtende Verschlussschraube 27 verschlossen, eine Steuerkammer begrenzt, zu
der die Steuerleitung 18 vom Knoten 19 führt. Die Steuerleitung 15 führt hingegen
zum unteren blinden Ende der Innenbohrung 22. In diesem Bereich ist die Feder 17 angeordnet.
Die Innenbohrung 22 weist z.B. zwei Ringkanäle auf. Der obere Ringkanal in Fig. 3
ist mit den Abschnitten 10, 12 des Hauptkanals verbunden, während der untere Ringkanal
mit der Reservoirleitung 20 verbunden ist. Die Buchse 23 (Fig. 6) hat in Ausrichtung
auf die Ringkanäle im Gehäuse 21 entsprechende seitliche Durchgänge.
[0029] In Fig. 4 sind in einem parallel gegenüber Fig. 3 versetzten Vertikalschnitt in einer
anderen Schnittebene zwei Durchgänge 28 erkennbar, die zum Befestigen des Gehäuses
21 beispielsweise an der Druckquelle und/oder an der Ventilanordnung dienen. In einer
teilweise mit einem Gewinde versehenen Bohrung 31, die Teile des Hauptkanals 10, 12
bildet, ist die Drossel D in Form einer Drosselschraube 29 mit dem festen Drosselquerschnitt
30 (z.B. 0,8 mm Durchmesser) eingeschraubt, beispielsweise benachbart zum Knoten 11,
an dem der Abströmweg 13 abzweigt.
[0030] Der Ventilkegel 24 weist einen ersten Kolben 32 auf, der eine größere Beaufschlagungsfläche
A1 (Druckmesser d1) definiert, und einen davon axial beabstandeten zweiten Kolben
50, der eine kleinere Beaufschlagungsfläche A2 (Druckmesser d2) definiert. Zwischen
den Kolben 32, 50 ist eine Sitzfläche 34 angeformt, beispielsweise eine Sitzfläche
mit konischer Form und einem Konuswinkel α von etwa 70°. In Richtung zum ersten Kolben
32 schließt sich an die Sitzfläche 34 ein kreiszylindrischer Ansatz 35 an, auf den
eine weitere kurze, konische Fläche 36 folgt. Die konische Fläche 36 ist in eine konkav
gerundeten Konusübergang 37 übergeführt, der mit zunehmendem Durchmesser schließlich
in den ersten Kolben 32 einläuft. Zwischen der Sitzfläche 34 und dem zweiten Kolben
50 ist eine Einschnürung 38 vorgesehen, die, vorzugsweise, konkav gerundet ist. Am
unteren Ende des zweiten Kolbens 50 ist ein Ansatz 33 angeformt, der zum Positionieren
und Abstützen der Feder 17 (Fig. 3) dient.
[0031] Der Ventilkegel 24 wird in der in Fig. 6 gezeigten Buchse 23 (siehe Fig. 3) verschiebbar
montiert. Die Buchse 23 weist mehrere Dichtungsnuten 40 an der Außenseite auf, wie
gegebenenfalls auch eine Hinterschneidung 48 am unteren Ende, jeweils zum Positionieren
einer Ringdichtung (nicht gezeigt), um die unterschiedlichen Druckbereiche der Buchse
23 in der Innenbohrung 22 im Gehäuse 21 (Fig. 3) gegeneinander abzudichten. In der
Buchse 23 ist eine Stufenbohrung 39 geformt, die einen obenliegenden Stufenbohrungsabschnitt
41 für den Kolben 32, einen Zwischenabschnitt 42 bis zum Ventilsitz 25, und einen
im Durchmesser kleineren Stufenbohrungsabschnitt 44 zum Führen des zweiten Kolbens
50 aufweist. Im Stufenbohrungsabschnitt 44 ist eine Ringnut 46 für zumindest eine
Ringdichtung 47 eingeformt, die den zweiten Kolben 50 am Außenumfang abdichtet und
Druckdichtheit zwischen seitlichen Einlässen 45 in den Stufenbohrungsabschnitt 44
und dem unteren Ende der Buchse 23 sicherstellt. In den Zwischenabschnitt 42 münden
seitliche Einlässe 43.
[0032] Die seitlichen Durchlässe 43 bzw. 45 münden jeweils in einem Ringkanal in dem Gehäuse
21 (Fig. 3) wobei ein Ringkanal 49 für die seitlichen Durchlässe 45 gestrichelt in
Fig. 6 angedeutet ist.
[0033] Bezugnehmend auf die Fig. 3, 4, 5 und 6 (Absperrstellung in Fig. 3) sind die seitlichen
Durchlässe 43 mit der Druckquelle P bzw. dem von der Ventilanordnung V anstehenden
Druck P1 verbunden, während in der Ringkammer 49 und den seitlichen Durchlässen 45
die Verbindung mit dem Reservoir R hergestellt ist. Die beiden Drücke P bzw. P1 stehen
in der Absperrstellung im Stufenbohrungsabschnitt 41 bzw. Zwischenabschnitt 42 und
der Einschnürung 37 an. Die größere Beaufschlagungsfläche A1 ist aus der Steuerleitung
18 mit dem Steuerdruck beaufschlagbar, während der zweite Kolben 50 auf der kleineren
Beaufschlagungsfläche A2 mit dem Steuerdruck aus der Steuerleitung 15 beaufschlagbar
ist. Die Feder 17 wirkt über den Ansatz 33 am zweiten Kolben 50 in Öffnungsrichtung
des Ventilskegels 24.
[0034] In der beschriebenen Absperrstellung der Druckweiche W fördert die Druckquelle zur
Ventilanordnung V, während der Abströmweg 13 leckagefrei abgesperrt ist.
[0035] Nach dem Abschalten des Antriebsmotors M entfällt das vorbestimmte Δp an der Drossel
30 und die Steuerdrücke 15 und 18 gleichen sich an. Schließlich hebt die Federkraft
der Feder 17 den Ventilkegel 24 mit der Sitzfläche 34 vom Ventilsitz 25 ab. Der Abströmweg
13 ist nun zur Reservoirleitung 20 offen, so dass der verbleibende Druck P1, P vollständig
abgebaut wird, gegebenenfalls bis auf einen niedrigen Reservoirdruck.
[0036] Wird der Antriebsmotor M erneut eingeschaltet, baut sich über die Drossel D ein Druckgefälle
auf, wobei der Abströmweg 13 zunächst noch offen ist. Sobald das Druckgefälle ein
vorbestimmtes Maß erreicht (einen bestimmten Volumenstrom), schiebt der Steuerdruck
in der Steuerleitung 18 den Ventilkegel 24 mit der Sitzfläche 34 auf den Ventilsitz
25 (leckagefreie Absperrstellung). Dies erfolgt bis zum Aufbau des vorbestimmten Druckgefälles
mit einer Verzögerung, die dem Antriebsmotor M das Anlaufen erleichtert. Da erst dann
der Abströmweg 13 abgesperrt wird, läuft der Antriebsmotor M bereits mit einer Drehzahl,
bei der er leistungsfähig genug ist, um den gewünschten Versorgungsdruck P, P1 aufzubauen.
In der Folge speist die Druckquelle P die Ventilanordnung V über die Drossel D.
[0037] Sofern A2 bzw. d2 annähernd dem Sitzquerschnitt d3 entspricht, hängt die erzeugte
Schließkraft von der Druckdifferenz über die Drossel 30 ab. Die Schließkraft könnte
auch druckabhängig gewählt werden, wenn d2 kleiner als der Sitzquerschnitt gewählt
wird. Dann kann die Kraft der Feder 17 (zum Öffnen) höher gewählt werden.
[0038] Alternativ könnten A1 und A2 (d1 und d2) annähernd gleich groß ausgebildet werden,
und/oder könnte der Sitzquerschnitt (d3) größer ausgebildet werden als A1 (d2). Die
relativen Dimensionen werden z.B. abhängig vom Einsatzfall und/oder Anlaufverhalten
des Antriebsmotors gewählt, sind jedoch sämtliche von der Erfindung mitumfasst.
1. Hydraulische Steuervorrichtung (H) mit einer abschaltbaren Druckquelle (P) zur Druckversorgung
wenigstens eines Verbrauchers über wenigstens eine Ventilanordnung (V), einem Reservoir
(R), und einer in einem Abströmweg (13) zumindest von der Ventilanordnung (V) zum
Reservoir (R) angeordneten Druckweiche (W), die bei abgeschalteter Druckquelle (P)
die Ventilanordnung (V) über den Abströmweg (13) mit dem Reservoir (R) verbindet und
bei eingeschalteter und Versorgungsdruck aufbauender Druckquelle (P) den Abströmweg
(13) zum Reservoir (R) absperrt, wobei die Druckweiche (W) ein verstellbares Steuerglied
(16) enthält, das in einer ersten Verstellrichtung zu einer den Abströmweg (13) zum
Reservoir (R) öffnenden Steuerstellung durch eine Feder (17) und einen aus dem von
der Ventilanordnung (V) her anstehenden Druck abgeleiteten Steuerdruck und in einer
zweiten Stellrichtung zu einer den Abströmweg (13) absperrenden Steuerstellung durch
einen aus dem Versorgungsdruck abgeleiteten Steuerdruck beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckweiche (W) ein 2/2-Wegesitzventil (14) mit leckagefreier Absperrstellung
und mit einem das Steuerglied (16) bildenden Ventilkegel (24) und einem im Abströmweg
(13) angeordneten Ventilsitz (25) ist, dass die Druckquelle (P) über eine Drossel
(D) permanent mit der Ventilanordnung (V) verbunden ist, dass der Abströmweg (13)
zwischen der Drossel (D) und der Ventilanordnung (V) zum Reservoir (R) abzweigt, und
dass der den Ventilkegel (24) in der zweiten Stellrichtung zum Ventilsitz (25) beaufschlagende
Steuerdruck zwischen der Druckquelle (P) und der Drossel (D) aus dem Versorgungsdruck
abgeleitet wird.
2. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkegel (24) für die beiden Steuerdrücke unterschiedlich große Druckbeaufschlagungsflächen
(A1, A2) aufweist, derart, dass die Beaufschlagungsfläche (A2) für den den Ventilkegel
(24) in der ersten Verstellrichtung beaufschlagenden Steuerdruck kleiner ist als die
Beaufschlagungsfläche (A1) für den den Ventilkegel (24) in der zweiten Verstellrichtung
beaufschlagenden Steuerdruck, wobei, vorzugsweise, das Verhältnis der Beaufschlagungsflächen
A1 : A2 zwischen etwa 2 : 1 und 4 : 1, vorzugsweise etwa 3 : 1, beträgt.
3. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkegel (24) für die beiden Steuerdrücke zumindest annähernd gleich große
Beaufschlagungsflächen (A1, A2) aufweist.
4. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkegel (24) zwischen der kleineren Beaufschlagungsfläche (A2) und dem Ventilsitz
(25) durch wenigstens eine Ringdichtung (47) abgedichtet ist.
5. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (D) einen festgelegten Drosselquerschnitt (30) aufweist, und, vorzugsweise
austauschbar, in einem die Druckquelle (P) und die Ventilanordnung (V) verbindenden
Hauptkanal angeordnet ist.
6. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (D) einen variablen Drosselquerschnitt (30') aufweist.
7. Hydraulische Steuervorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkegel (24) einen ersten, die größere Beaufschlagungsfläche (A1, d1) definierenden
Kolben (32) und einen zweiten, die kleinere Beaufschlagungsfläche (A2, d2) definierenden
Kolben (50) aufweist, und dass zwischen den Kolben (32, 50) eine ringförmige Sitzfläche
(34, d3), vorzugsweise mit zumindest in etwa der Größe der kleineren Druckbeaufschlagungsfläche
(A2) oder größer als diese, vorgesehen ist.
8. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Sitzfläche (34)und dem ersten Kolben (32) ein konkav gerundeter Konusübergang
(37) und zwischen der Sitzfläche (34) und dem zweiten Kolben (50) eine Einschnürung
(38), vorzugsweise eine konkav gerundete Einschnürung, vorgesehen sind.
9. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (34) konisch ist, vorzugsweise mit einem Konuswinkel (α) von etwa
70°, und dass auf die Sitzfläche (34) in Richtung zum Konusübergang (37) ein zylindrischer
Ansatz (35) und eine weitere Konusfläche (36) folgen.
10. Hydraulische Steuervorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkegel (24) in einer den Ventilsitz (25) enthaltenden Stufenbohrung (39)
angeordnet ist, vorzugsweise in einer die zwei Stufenbohrungsabschnitte (41, 44) umfassende
Stufenbohrung (39) und seitliche Kanäle (43, 45) zu den Stufenbohrungsabschnitten
(42, 44) enthaltenden Buchse (23), die vorzugsweise außen beabstandete Ringdichtungsbereiche
(40, 48) besitzt.
11. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (23) in einer zwei Ringkanäle aufweisenden Innenbohrung (22) eines Gehäuses
(21) sitzt, dass an einen Ringkanal Kanäle zu einem Druckquellenanschluss (P) und
einem Ventilanordnungsanschluss (P1) und an den anderen Ringkanal ein Kanal zu einem
Reservoiranschluss (R) angeschlossen sind, dass in der Innenbohrung (22) eine durchgängige
Buchsensicherungsschraube (26) festgelegt ist, und dass ein freies Innenbohrungsende
durch eine Verschlussschraube (27) verschlossen ist, die eine mit dem zwischen der
Druckquelle (P) und der Drossel (D) abgeleiteten Steuerdruck beaufschlagbare Steuerkammer
für die größere Druckbeaufschlagungsfläche (A1) definierenden Kolben (32) begrenzt.
12. Hydraulische Steuervorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (D) als Einschraubdrossel in den mit dem Druckquellenanschluss (P) verbundenen
Kanal (31) im Gehäuse (21) eingeschraubt ist.
13. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (17) an dem zweiten mit dem von der Ventilanordnung (V) her anstehenden
Druck (P1) abgeleiteten Steuerdruck beaufschlagbarer Kolben (50) angeordnet ist.
14. Hydraulische Steuervorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (D), die Feder (17) und die Beaufschlagungsflächen (A1, A2) am Ventilkegel
(24) derart aufeinander abgestimmt sind, dass bei Einschalten der Druckquelle (P)
mit einer das Anlaufen eines Antriebsmotors (M) der Druckquelle, vorzugsweise eines
Einphasen-Wechselstrommotors, erleichternden Verzögerung erst eine vorbestimmte Druckdifferenz
(ΔP) über die Drossel (D) oder ein vorbestimmter Volumenstrom durch die Drossel (D)
erzeugt wird, ehe der Abströmweg (13) zum Reservoir (R) leckagefrei abgesperrt wird.
15. Druckweiche (W) für eine hydraulische Steuervorrichtung (H), wobei die Druckweiche
(W) bei einer abgeschalteten Druckquelle (P) eine Ventilanordnung (V) über einen Abströmweg
(13) mit einem Reservoir (R) verbindet und bei eingeschalteter und Versorgungsdruck
aufbauender Druckquelle (P) den Abströmweg (13) zum Reservoir (R) absperrt, und ein
verstellbares Steuerglied (16) enthält, das in einer ersten Verstellrichtung zu einer
den Abströmweg öffnenden Steuerstellung durch eine Feder (17) und einen aus dem von
der Ventilanordnung (V) anstehenden Druck (P1) abgeleiteten Steuerdruck und in einer
zweiten Verstellrichtung zu einer den Abströmweg (13) absperrenden Steuerstellung
durch einen aus dem Versorgungsdruck (P) abgeleiteten Steuerdruck beaufschlagbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckweiche (W) ein 2/2-Wegesitzventil (14) mit einem das Steuerglied (16) bildenden
Ventilkegel (24) und einem im Abströmweg (13) angeordneten Ventilsitz (25) ist und
eine leckagefreie Absperrstellung aufweist, dass die Druckquelle (P) und die Ventilanordnung
(V) permanent über eine Drossel (D) verbunden sind, dass der Abströmweg(13) von einem
die Druckquelle (P) und die Ventilanordnung (V) verbindende Hauptkanal (10, 11, 12)
zwischen der Ventilanordnung (V) und der Drossel (D) abzweigt, und dass der den Ventilkegel
(24) in der zweiten Verstellrichtung zum Ventilsitz (25) beaufschlagende Steuerdruck
zwischen der Druckquelle (P) und der Drossel (D) aus dem Versorgungsdruck abgeleitet
wird.