[0001] Die Erfindung betrifft einen elektronischen Schlüssel, insbesondere für eine Schließvorrichtung
eines Kraftfahrzeuges, mit einem Gehäuse aus Kunststoff, innerhalb dessen eine Elektronikeinheit
für eine Datenkommunikation mit der Schließvorrichtung angeordnet ist, einer am Gehäuse
ausgebildeten Aufnahme, die leitende Kontaktelemente aufweist und in der ein Energiespeicher
einsetzbar ist, und einem Deckel, der am Gehäuse lösbar befestigt ist und die Aufnahme
verschließt.
[0002] Schließvorrichtungen für Kraftfahrzeuge sind zur Steigerung des Komforts für den
Benutzer und zur Erhöhung der Diebstahlsicherheit oft mit einer elektronischen Betätigungseinheit,
insbesondere mit einem elektronischen Schlüssel, ausgestattet.
[0003] Nach einer entsprechenden Betätigung durch den Benutzer erfolgt eine Datenkommunikation
zwischen dem elektronischen Schlüssel und der Schließvorrichtung, bei der beispielsweise
ein Code, vorzugsweise über elektromagnetische Wellen, ausgetauscht wird, so dass
nach positiver Auswertung des Codes beispielsweise die Türen, der Kofferraumdeckel
des Kraftfahrzeuges fernbedienbar ent- und/oder verriegelt sowie weitere Funktionen
ausgelöst werden können. Ein elektronischer Schlüssel ist beispielsweise in der
DE 103 42 663 A1 beschrieben.
[0004] Um den elektronischen Schlüssel mit einer notwendigen Energie zu versorgen, ist innerhalb
des Gehäuses ein Energiespeicher in einer entsprechenden Aufnahme angeordnet, der
durch einen Deckel, der am Gehäuse befestigt ist, von der Umgebung abgeschlossen ist.
Um eine zuverlässige Abdichtung des Energiespeichers innerhalb des elektronischen
Schlüssels zu erreichen, ist am Deckel eine Dichtung befestigt. Während der Montage
wird der Deckel mit der Dichtung am Gehäuse des elektronischen Schlüssels fixiert.
Es hat sich nachteiligerweise gezeigt, dass während des Montagevorganges das Dichtelement
sich vom Deckel lösen kann, wodurch der Montageprozess unnötig gestört wird.
[0005] Um ein Ablösen der Dichtung zu verhindern, ist es bekannt, während des Fertigungsprozesses
die Dichtung am Deckel vorab zu verschweißen. Nachteiligerweise zeigen sich in einigen
Fällen an der Oberseite des Deckels aufgrund der thermischen Wärmeentwicklung sichtbare
Verformungsstellen, wodurch sich das Gesamterscheinungsbild des elektronischen Schlüssels
verschlechtert.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen elektronischen Schlüssel zu schaffen,
bei dem die genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere ein elektronischer
Schlüssel bereitgestellt wird, der eine zuverlässige Dichtheit des Energiespeichers
innerhalb des elektronischen Schlüssels gewährleistet und einfach montiert werden
kann, wobei der Energiespeicher auf komfortable und sichere Weise eingebaut bzw. gewechselt
werden kann.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein elektronischer Schlüssel mit den Merkmalen des
Anspruches 1 vorgeschlagen. In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen
ausgeführt.
[0008] Dazu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass an der Aufnahme ein Dichtelement unlösbar
angeordnet ist, das die Kontaktelemente umgibt, und der Deckel mit seiner Unterseite
am Dichtelement anliegt, wodurch sich eine zuverlässig abgedichtete Aufnahme bildet,
die im wesentlichen durch den Deckel und das Gehäuse begrenzt ist.
[0009] Beim Montagevorgang ist das Dichtelement bereits am Gehäuse unlösbar fixiert, so
dass der Deckel sicher auf die Aufnahme gesetzt werden kann und somit eine zuverlässige
Abdichtung der Aufnahme, in der der Energiespeicher während des Betriebes eingesetzt
ist, darstellt. Es besteht nicht die Gefahr, dass das Dichtelement während der Montage
abhanden kommt, da es zweckmäßigerweise vormontiert, einstückig am Gehäuse angeordnet
ist. Das Dichtelement kann aus einem elastischen Kunststoff ausgeführt sein. Vorteilhafterweise
wirkt auf das Dichtelement eine gewisse Anpresskraft, die durch den eingesetzten Deckel
ausgeübt wird. Das Dichtelement, das ein Material aufweist, das ein thermoplastisches
Elastomer umfasst, wird in einer bevorzugten Ausführungsform durch die Anpresskraft
elastisch verformt, wobei es am Deckel sowie am Gehäuse anliegt und die Aufnahme abdichtet.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Gehäuse mit dem Dichtelement ein 2K-Spritzgussteil.
Alternativ dazu kann das Dichtelement form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssig
an der Aufnahme befestigt sein. In einer weiteren Ausgestaltungsform besteht hierbei
die Möglichkeit, das Dichtelement am Gehäuse lasergestützt anzuschweißen. Hierbei
besteht nicht die Gefahr, dass durch diese thermische Befestigung äußerlich am elektronischen
Schlüssel sichtbare Stellen entstehen.
[0011] Vorteilhafterweise weist die Aufnahme an ihrem Randbereich ein vorsprungartiges erstes
Kragenelement mit einer Innenseite und einer Außenseite auf. Zudem kann es zweckmäßig
sein, dass das Gehäuse eine in einem Abstand zum ersten Kragenelement verlaufende
Wandung aufweist, die das erste Kragenelement umgibt. Hierbei bildet sich zwischen
dem ersten Kragenelement und der Wandung ein einseitig offener Kanal am Gehäuse, in
dem sich das Dichtelement befindet, das an der Außenseite des ersten Kragenelementes
befestigt ist. Vorteilhafterweise sind das Dichtelement, das erste Kragenelement sowie
die Wandung im Wesentlichen kreisförmig ausgeführt. Vorteilhafterweise besteht zwischen
der Wandung und dem am ersten Kragenelement anliegenden Dichtelement ein Abstand.
Zweckmäßigerweise kann dieser Abstand für ein zweites Kragenelement, das an der Unterseite
des Deckels ausgeführt ist, vorgesehen sein. Im befestigten Zustand des Deckels am
Gehäuse liegt das vorsprungartige zweite Kragenelement zwischen der Wandung und dem
Dichtelement. Das zweite Kragenelement ist in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
entsprechend der Geometrie der Wandung bzw. des ersten Kragenelementes des Gehäuses
angepasst. In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung kann das Dichtelement
auf dem ersten Kragenelement - das bedeutet auf der der Unterseite des Deckels zugewandten
Seite des ersten Kragenelementes - zumindest teilweise angeordnet sein. Hierbei ist
mit umfasst, dass das Dichtelement lediglich auf dem ersten Kragenelement oder an
der Außenseite des ersten Kragenelementes einschließlich auf dem ersten Kragenelement
befestigt sein kann.
[0012] Vorzugsweise ist ein erstes Kontaktelement mittig in der Aufnahme angeordnet. Ferner
weist die Aufnahme ein zweites Kontaktelement mit einem ersten und einem zweiten Kontaktbereich
auf, die gegenüberliegend jeweils an der Innenseite des ersten Kragenelementes liegen.
Ist der Energiespeicher in der Aufnahme eingelegt, kontaktiert der Energiespeicher
das erste und das zweite Kontaktelement, wodurch eine elektrische Versorgung der Elektronikeinheit
sichergestellt ist.
[0013] Eine die Erfindung verbessernde Maßnahme sieht vor, dass das Gehäuse und der Deckel
Spritzgussteile aus Kunststoff sind, wobei das Gehäuse eine höhere Festigkeit aufweist
als der Deckel. Vorteilhafterweise umfasst das Material des Gehäuses sowie des Deckels
glasfaserverstärkte Polymide. Zudem kann das Material des Gehäuses sowie des Deckels
Glasfasern und/oder Kohlenstofffasern und/oder Aramidfasern aufweisen. In einer möglichen
Ausführungsform der Erfindung ist der Deckel unterseitig mit Rastmitteln ausgeführt,
die in Gegenrastmittel des Gehäuses greifen. Während des Befestigens des Deckels am
Gehäuse verformen sich unter anderem die Rastmittel des Deckels und schnappen in die
Gegenrastmittel ein, wodurch ein exakter Sitz des Deckels am Gehäuse entsteht. Da
die Rastmittel des Deckels eine entsprechende geringe Festigkeit aufweisen, besteht
nicht die Gefahr, dass während der Montage es beispielsweise zu einem Ausbrechen der
Rastmittel kommt.
[0014] Um einen zuverlässigen Halt des Deckels am Gehäuse zu erzielen, sind vorteilhafterweise
mehrere Rastmittel an der Unterseite des Deckels angeordnet. Hierbei weist der Deckel
einen vorderen Randbereich, einen Seitenbereich und einen hinteren Randbereich auf,
wobei am vorderen Randbereich und am Seitenbereich mindestens ein Rastmittel angeformt
ist, der in ein entsprechendes Gegenrastmittel am Gehäuse wirkt.
[0015] Besonders vorteilhaft ist, dass am hinteren Randbereich des Deckels an seiner Unterseite
Anschlagelemente vorsprungartig ausgebildet sind, die jeweils in eine separate Öffnung
des Gehäuses sich erstrecken. Diese Anschlagelemente dienen unter anderem dazu, dass
während der Montage der Deckel zunächst mit seinem hinteren Randbereich in einem Winkel
zum Gehäuse führbar ist, wobei die genannten Anschlagelemente in die Öffnungen des
Gehäuses ragen, wobei der Deckel scharnierartig an den Anschlagelementen um eine Achse
verschwenkbar ist, bis die Rastmittel des Deckels mit den Gegenrastmitteln des Gehäuses
zusammenwirken, wodurch eine lösbare form- und/oder kraftschlüssige Befestigung des
Deckels am Gehäuse erzielbar ist. Im eingesetzten Zustand besteht ein kleiner Spalt
zwischen dem hinteren Randbereich des Deckels und dem Gehäuse. Damit keine Schlaufe
eines Fadens während der Unterbringung des elektronischen Schlüssels, beispielsweise
in einer Hosentasche des Benutzers, in diesen genannten Spalt gelangt und weiter sich
unterhalb des Deckels verschiebt, liegen die Anschlagelemente unmittelbar am Gehäuse
an.
[0016] Besonders vorteilhaft ist, dass eine Öffnung unterhalb des hinteren Randbereiches
des Deckels vorgesehen ist, in die ein Gegenstand zum Lösen des Deckels einführbar
ist. Bei dem Gegenstand handelt es sich vorteilhafterweise um den mechanischen Schlüssel,
der in einem Fach innerhalb des Gehäuses eingeführt sein kann. Zum Öffnen des Deckels
wird der mechanische Schlüssel aus seinem Fach entnommen und mit seiner Spitze in
die genannte Öffnung geführt. Hierbei befindet sich die Spitze des mechanischen Schlüssels
zwischen dem hinteren Randbereich des Deckels und dem Gehäuse. Durch ein entsprechendes
Bewegen des mechanischen Schlüssels, beispielsweise durch eine Drehung oder eine Hebelbewegung,
kann der hintere Randbereich des Deckels angehoben werden, wodurch gleichzeitig die
Rastmittel des Deckels sich aus den Gegenrastmitteln am Gehäuse lösen.
[0017] Zweckmäßigerweise ist die Öffnung zum Lösen des Deckels zur Aufnahme hin durch die
Wandung geschlossen. Hierdurch wird verhindert, dass der Gegenstand zu weit in das
Gehäuse geführt wird, wodurch beispielsweise das Innenleben, insbesondere das Dichtelement,
beschädigt werden könnte.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass die
Unterseite des Deckels mindestens ein vorsprungartig in Richtung der Aufnahme sich
erstreckendes Halteelement aufweist, das im geschlossenen Zustand des Deckels den
Energiespeicher kontaktiert, wodurch der Energiespeicher zuverlässig in seiner Position
innerhalb der Aufnahme gehalten ist. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass ein oder
mehrere Halteelemente vorgesehen sind, die bei der Montage des Deckels den Energiespeicher
ein wenig niederdrücken. Somit wird verhindert, dass der Energiespeicher etwaig den
Kontakt mit der Elektronikeinheit verliert, welches mit Fehlfunktionen des elektronischen
Schlüssels verbunden wäre.
[0019] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen zwei mögliche Ausführungsbeispiele
der Erfindung im Einzelnen beschrieben werden. Dabei können die in den Ansprüchen
und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine rein schematische Darstellung eines elektronischen Schlüssels, der in Datenkommunikation
mit einer Schließvorrichtung eines Kraftfahrzeuges steht,
- Fig. 2
- ein Gehäuse des elektronischen Schlüssels in dreidimensionaler Draufsicht,
- Fig. 3
- eine Teilansicht auf den elektronischen Schlüssel,
- Fig. 4
- eine dreidimensionale Ansicht auf die Unterseite des Deckels des elektronischen Schlüssels,
- Fig. 5
- eine mögliche Schnittansicht des elektronischen Schlüssels, wobei der Deckel über
Rastmittel an Gegenrastmitteln des Gehäuses befestigt ist,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Gehäuses mit Deckel,
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung des hinteren Randbereiches des Deckels, der an dem Gehäuse
angeordnet ist,
[0020] In Figur 1 ist rein schematisch ein elektronischer Schlüssel 1 dargestellt, der mit
einer Schließvorrichtung 40 eines Kraftfahrzeuges 41 in Datenkommunikation steht.
Der elektronische Schlüssel 1 weist unter anderem eine Elektronikeinheit 21 auf, die
mit einer Batterie als Energiespeicher versorgt wird. Diese in diesem Ausführungsbeispiel
nicht dargestellte Batterie ist innerhalb einer Aufnahme im elektronischen Schlüssel
1 angeordnet.
[0021] Gemäß Figur 2 ist die Aufnahme 22 dargestellt, in die die Batterie in das Gehäuse
20 eingelegt werden kann. Die Aufnahme 22 weist an ihrem Randbereich ein vorsprungartiges
erstes Kragenelement 24 auf, welches mit einer Innenseite 24a und einer Außenseite
24b ausgeführt ist. Das Kragenelement 24 weist eine durchgängige Wandung auf. In einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es selbstverständlich möglich, dass die
Wandung des ersten Kragenelementes 24 an definierten Stellen unterbrochen ist. Ferner
weist das Gehäuse 20 eine in einem Abstand zum ersten Kragenelement 24 verlaufende
Wandung 25 auf, die das erste Kragenelement 24 umgibt. Zwischen dem ersten Kragenelement
24 und der Wandung 25 befindet sich ein einseitig offener Kanal 26, in dem sich das
Dichtelement 23 befindet, welches grauschattiert dargestellt ist. Bei der dargestellten
Ausführungsform der Erfindung ist das Dichtelement 23 unmittelbar an der Außenseite
24b des ersten Kragenelementes 24 befestigt. Alternativ dazu kann das Dichtelement
23 auch zumindest teilweise auf dem Kragenelement 24 angeordnet sein.
[0022] Wie in Figur 2 deutlich zu erkennen ist, ist ein erstes Kontaktelement 28 mittig
in der Aufnahme 22 angeordnet. Des Weiteren ist ein zweites Kontaktelement 29 vorgesehen,
welches einen ersten 29a und einen zweiten Kontaktbereich 29b aufweist, die gegenüberliegend
jeweils an der Innenseite 24a des ersten Kragenelementes 24 liegen. Das erste Kontaktelement
28 stellt hierbei den Minuskontakt dar und das zweite Kontaktelement 29 den Pluskontakt.
Im eingesetzten Zustand der Batterie, die innerhalb der Innenseite 24a des Kragenelementes
29 eingelegt wird, stehen die aus einem flexiblen, metallischen Material bestehenden
Kontaktelemente 28, 29 in Kontakt mit der Batterie. Ein Teil des ersten 28 und des
zweiten Kontaktelementes 29 befindet sich unterhalb der Aufnahme 22 und ist in Kontakt
mit der nicht dargestellten Elektronikeinheit. Das erste Kontaktelement 28 erstreckt
sich durch eine erste Öffnung 30, die in der Aufnahme 22 ausgeführt ist, wobei zweite
Öffnungen 31 vorgesehen sind, durch die das zweite Kontaktelement 29 sich erstreckt
und in die Aufnahme 22 mit seinen Kontaktbereichen 29a, 29b hineinragt.
[0023] Benachbart jeweils zum ersten 29a und zum zweiten Kontaktbereich 29b weist die Aufnahme
22 Fixierungselemente 27b auf, die durch jeweils eine zweite Öffnung 31 hindurchragen.
Hierbei befinden sich die genannten Fixierungselemente 27b an der Innenseite 24a des
ersten Kragenelementes 24 und dienen dazu, die in der Aufnahme 22 eingesetzte Batterie
zuverlässig in ihrer Position zu halten. Hierfür sind die Fixierungselemente 27b an
ihrem freien Ende hakenförmig ausgeführt. Dem ersten und dem zweiten Kontaktbereich
29a, 29b ist jeweils ein Fixierungselement 27b zugeordnet und selbstverständlich ist
es denkbar, weitere Fixierungselemente 27b an der Innenseite 24a des ersten Kragenelementes
24 vorzusehen. In einer weiteren Alternative können die Fixierungselemente 27b einteilig
mit dem Kragenelement 24 ausgeführt sein.
[0024] Das Dichtelement 23 ist erfindungsgemäß an der Aufnahme 22 unlösbar befestigt. Bei
dieser Ausführungsform der Erfindung ist das Dichtelement 23 vormontiert, einstückig
am Gehäuse 20 angeordnet, so dass während des Montagevorganges das Dichtelement 23
beispielsweise nicht abhanden kommen kann. In der gezeigten Ausführungsform der Erfindung
ist das Gehäuse 20 mit dem Dichtelement 23 ein 2K-Spritzgussteil. In einer weiteren
Alternative kann das Dichtelement 23 am Gehäuse 20 durch ein thermisches Verfahren,
beispielsweise durch eine Laserverschweißung befestigt sein.
[0025] Damit die in der Aufnahme 22 eingelegte Batterie zuverlässig abgedichtet ist, wird
ein Deckel 10 am Gehäuse 20 befestigt. In der vorliegenden Ausführungsform des elektronischen
Schlüssels 1 erfolgt die genannte Befestigung über Rastmittel 13 und Gegenrastmittel
27a.
[0026] Wie Figur 4 deutlich zeigt, weist der Deckel 10 an seiner Unterseite 11 Rastmittel
13 auf, die in Gegenrastmittel 27a des Gehäuses 20, die in Figur 2 zu erkennen sind,
greifen. Der Deckel 10 weist einen vorderen Randbereich 10a, einen Seitenbereich 10b
und einen hinteren Randbereich 10c, wobei am vorderen Randbereich 10a zwei Rastmittel
13 und am Seitenbereich 10b jeweils ein Rastmittel 13 angeformt sind. Diese Rastmittel
13 greifen im eingesetzten Zustand des Deckels 10 in die Gegenrastmittel 27a des Gehäuses
20 ein, wodurch ein zuverlässiger Sitz des Deckels 10 am Gehäuse 20 gewährleistet
ist.
[0027] Zudem ist der Deckel 10 an seiner Unterseite 11 mit einem vorsprungartigen zweiten
Kragenelement 12 ausgeführt, das zwischen der Wandung 25 und dem Dichtelement 23 (s.
Figur 2) sich erstreckt und gleichzeitig am Dichtelement 23 anliegt. Im eingesetzten
Zustand des Deckels 10 übt dieser eine gewisse Anpresskraft auf das Dichtelement 23
aus.
[0028] Wie Figur 6 verdeutlicht, ragen die Fixierungselemente 27b sowie das Dichtelement
23 zumindest teilweise aus der Aufnahme 22 heraus. Der Deckel 10 ist ferner an seinem
hinteren Randbereich 10c an seiner Unterseite 11 mit vorsprungartigen Anschlagelementen
14 ausgebildet (siehe Figur 4), die jeweils in eine Öffnung 32 des Gehäuses 20, die
in Figur 2 dargestellt sind, sich erstrecken. Während der Montage wird der Deckel
10 zunächst mit dem hinteren Randbereich 10c in einem Winkel β zum Gehäuse 20 geführt,
wobei die Anschlagelemente 14 in die Öffnungen 32 ragen.
[0029] Anschließend wird der Deckel 10 scharnierartig am Anschlagelement 14 um eine Achse
33 verschwenkt, bis die Rastmittel 13 mit den Gegenrastmittel 27a zusammenwirken,
wodurch eine zuverlässige Clipsverbindung des Deckels 10 am Gehäuse 20 erzielbar ist.
[0030] Figur 7 zeigt in vergrößerter Form den elektronischen Schlüssel 1 am hinteren Randbereich
10c des Deckels 10 mit seinen Anschlagelementen 14, die jeweils in der Öffnung 32
sich befinden, wobei die Anschlagelemente 14 das Gehäuse 20 kontaktieren und der Deckel
10 um die Achse 33 gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt werden kann, bis der Deckel
10 zuverlässig mit seinen Rastmitteln 13 am Gehäuse 20 gehalten ist.
[0031] Figur 3 zeigt eine Ansicht des elektronischen Schlüssels 1, bei der der hintere Randbereich
10c des Deckels 10 dargestellt ist und mit seinen Rastmittel 13 in den Gegenrastmittel
27a eingreift. Das Gehäuse 20 ist mit einem Fach 34 ausgeführt, in das ein mechanischer
Schlüssel einführbar ist. Unterhalb des hinteren Randbereiches 10c des Deckels 10
ist eine Öffnung 35, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als länglicher Schlitz
ausgeführt ist, vorgesehen, in die ein Gegenstand, beispielsweise der mechanische
Schlüssel, zum Lösen des Deckels 10 eingeführt werden kann. Hierbei wird der mechanische
Schlüssel mit einer Spitze in die Öffnung 35 geführt. Durch ein leichtes Drehen des
mechanischen Schlüssels oder durch eine Hebelbewegung können die Rastmittel 13 aus
den Gegenrastmittel 27a gelöst werden, wodurch der Deckel 10 vom Gehäuse 20 entfernt
werden kann. Damit beim Hineinführen des mechanischen Schlüssels in die Öffnung 35
es nicht zu etwaigen Beschädigungen innerhalb des elektronischen Schlüssels 1 kommt,
ist die Öffnung 35 zur Aufnahme 22 hin durch die Wandung 25 geschlossen, welches in
Figur 2 besonders verdeutlicht ist. Der Bereich des Gehäuses 20 an der Öffnung 35
ist in der vorliegenden Ausführungsform stufenförmig ausgebildet. Im zusammengesetzten
Zustand des Deckels 10 an dem Gehäuse 20 weist die Öffnung 35 eine Tiefe zur Wandung
25 auf, die geringer ist als 4mm, vorzugsweise geringer ist als 2mm und besonders
bevorzugt geringer ist als 1mm, wobei die Öffnung 35 einen Abstand vom Gehäuse 20
zum Deckel 10 aufweist, der geringer ist als 4mm, vorzugsweise geringer ist als 2mm
und besonders bevorzugt geringer ist als 1mm.
[0032] In einer nicht dargestellten Alternative der Erfindung deckt im eingesetzten Zustand
innerhalb des Faches 34 der mechanische Schlüssel den Randbereich des Gehäuses 20,
an dem die Öffnung 35 ausgebildet ist, ab. Das bedeutet, dass die Öffnung 35, das
Fach 34 sowie die Rastmittel 13 und Gegenrastmittel 27a durch den im Fach 34 sich
befindenden Schlüssel verdeckt sind.
[0033] In Figur 5 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der die Rastmittel
13 an ihrem freien Ende wulstförmig ausgeführt sind, wobei das jeweilige Gegenrastmittel
27a als Aushöhlung ausgeführt ist. Im montierten Zustand hintergreift das freie Ende
des Rastmittels 13 hierbei die Aushöhlung 27a des Gehäuses 20.
[0034] In der dargestellten Ausgestaltungsform der Erfindung sind das Gehäuse 20 sowie der
Deckel 10 Spritzgussteile aus Kunststoff, wobei der Kunststoff glasfaserverstärkt
ist. Das Dichtelement ist aus einem thermoplastischen Elastomer ausgeführt.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- elektronischer Schlüssel
- 10
- Deckel
- 10a
- vorderer Randbereich
- 10b
- Seitenbereich
- 10c
- hinterer Randbereich
- 11
- Unterseite
- 12
- zweites Kragenelement
- 13
- Rastmittel
- 14
- Anschlagelement
- 20
- Gehäuse
- 21
- Elektronikeinheit
- 22
- Aufnahme
- 23
- Dichtelement
- 24
- erstes Kragenelement
- 24a
- Innenseite
- 24b
- Außenseite
- 25
- Wandung
- 26
- Kanal
- 27a
- Gegenrastmittel
- 27b
- Fixierungselement
- 28
- erstes Kontaktelement
- 29
- zweites Kontaktelement
- 29a
- erster Kontaktbereich (des zweiten Kontaktelementes)
- 29b
- zweiter Kontaktbereich (des zweiten Kontaktelementes)
- 30
- erste Öffnung
- 31
- zweite Öffnung
- 32
- Öffnung
- 33
- Achse
- 34
- Fach
- 35
- Öffnung
- 40
- Schließvorrichtung
- 41
- Kraftfahrzeug
1. Elektronischer Schlüssel (1), insbesondere für eine Schließvorrichtung (40) eines
Kraftfahrzeuges (41), mit
einem Gehäuse (20) aus Kunststoff, innerhalb dessen eine Elektronikeinheit (21) für
eine Datenkommunikation mit der Schließvorrichtung (40) angeordnet ist,
einer am Gehäuse (20) ausgebildeten Aufnahme (22), die leitende Kontaktelemente (28,29)
aufweist und in der ein Energiespeicher (70) einsetzbar ist, und
einem Deckel (10), der am Gehäuse (20) lösbar befestigt ist und die Aufnahme (22)
verschließt, wobei an der Aufnahme (22) ein Dichtelement (23) unlösbar angeordnet
ist, das die Kontaktelemente (28,29) umgibt, und der Deckel (10) mit seiner Unterseite
(11) am Dichtelement (23) anliegt, wodurch sich eine zuverlässig abgedichtete Aufnahme
(22) bildet, die im wesentlichen durch den Deckel (10) und das Gehäuse (20) begrenzt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (22) an ihrem Randbereich ein vorsprungartiges erstes Kragenelement
(24) mit einer Innenseite (24a) und einer Außenseite (24b) aufweist, wobei
das Gehäuse (20) eine in einem Abstand zum ersten Kragenelement (24) verlaufende Wandung
(25) aufweist, die das erste Kragenelement (24) umgibt, wobei sich zwischen dem ersten
Kragenelement (24) und der Wandung (25) ein einseitig offener Kanal (26) am Gehäuse
(20) bildet, in dem sich das Dichtelement (23) befindet, das an der Außenseite (24b)
des ersten Kragenelementes (24) befestigt ist und
der Deckel (10) an seiner Unterseite (11) mit einem vorsprungartigen zweiten Kragenelement
(12) ausgeführt ist, das zwischen der Wandung (25) und dem Dichtelement (23) sich
erstreckt und am Dichtelement (23) anliegt.
2. Elektronischer Schlüssel (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erstes Kontaktelement (28) mittig in der Aufnahme (22) angeordnet ist und ein
zweites Kontaktelement (29) einen ersten (29a) und einen zweiten Kontaktbereich (29b)
aufweist, die gegenüberliegend jeweils an der Innenseite (24a) des ersten Kragenelementes
(24) liegen.
3. Elektronischer Schlüssel (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (22) eine erste Öffnung (30), durch die sich das erste Kontaktelement
(28) zumindest teilweise erstreckt, und zweite Öffnungen (31) aufweist, wobei der
erste und der zweite Kontaktbereich (29a,29b) des zweiten Kontaktelementes (29) sich
jeweils durch eine zweite Öffnung (31) erstrecken.
4. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (23) vormontiert, einstückig am Gehäuse (20) angeordnet ist, wobei
auf das Dichtelement (23) eine Anpresskraft wirkt.
5. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (20) und der Deckel (10) Spritzgussteile aus Kunststoff sind, wobei das
Gehäuse (20) eine höhere Festigkeit aufweist als der Deckel (10).
6. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (20) mit dem Dichtelement (23) ein 2K-Spritzgußteil ist.
7. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (23) am Gehäuse (20) angeschweißt ist.
8. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel (10) unterseitig mit Rastmitteln (13) ausgeführt ist, die in Gegenrastmittel
(27a) des Gehäuses (20) greifen.
9. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (22) Fixierungselemente (27b) für den einzusetzenden Energiespeicher
(70) aufweist, die an der Innenseite (24a) des ersten Kragenelementes (24) angeordnet
sind, wobei insbesondere dem ersten und dem zweiten Kontaktbereich (29a,29b) jeweils
ein Fixierungselement (27b) zugeordnet ist, das durch die zweite Öffnung (31) sich
erstreckt.
10. Elektronischer Schlüssel (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fixierungselement (27b) mit dem ersten Kragenelement (24) ein einstückiges Bauteil
bildet.
11. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel (10) einen vorderen Randbereich (10a), einen Seitenbereich (10b) und einen
hinteren Randbereich (10c) aufweist, wobei am vorderen Randbereich (10a) und am Seitenbereich
(10b) mindestens ein Rastmittel (13) angeformt ist, der in ein entsprechendes Gegenrastmittel
(27a) am Gehäuse (20) wirkt, wobei insbesondere das freie Ende des Rastmittels (13)
wulstförmig und das Gegenrastmittel (27a) als Aushöhlung ausgeführt ist, wobei das
freie Ende des Rastmittels (13) die Aushöhlung (27a) hintergreift.
12. Elektronischer Schlüssel (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass am hinteren Randbereich (10c) des Deckels (10) an seiner Unterseite (11) Anschlagelement
(14) vorsprungsartig ausgebildet sind, die in eine Öffnung (32) des Gehäuses (20)
sich erstrecken.
13. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Öffnung (35) unterhalb des hinteren Randbereiches (10c) des Deckels (10) vorgesehen
ist, in die ein Gegenstand zum Lösen des Deckels (10) einführbar ist, wobei insbesondere
die Öffnung (35) zur Aufnahme (22) hin durch die Wandung (25) geschlossen ist.
14. Elektronischer Schlüssel (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (35) eine Tiefe zur Wandung (25) aufweist, die geringer ist als 4mm,
vorzugsweise geringer ist als 2mm und besonders bevorzugt geringer ist als 1 mm, wobei
die Öffnung (35) einen Abstand vom Gehäuse (20) zum Deckel (10) aufweist, der geringer
ist als 4mm, vorzugsweise geringer ist als 2mm und besonders bevorzugt geringer ist
als 1 mm.
15. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass
(1) während der Montage der Deckel (10) zunächst mit dem hinterem Randbereich (10c)
in einem Winkel (β) zum Gehäuse (20) führbar ist, wobei die Anschlagelemente (14)
in die Öffnungen (32) ragen,
(2) der Deckel (10) scharnierartig am Anschlagelement (14) um eine Achse (33) verschwenkbar
ist bis die Rastmittel (13) mit den Gegenrastmitteln (27a) zusammenwirken, wodurch
eine lösbare form- und/oder kraftschlüssige Befestigung des Deckels (10) am Gehäuse
(20) erzielbar ist.
16. Elektronischer Schlüssel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (23) auf der der Unterseite (11) des Deckels (10) zugewandten Seite
des ersten Kragenelementes (24) angeordnet ist.