[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine mindestens dreischienige Auszugführung zur
Führung eines aus einem Korpus ausziehbaren Auszugs, umfassend eine Außenschiene,
mindestens eine auf Wälzkörpern gelagerte Mittelschiene, eine auf Wälzkörpern gelagerte
Innenschiene und mindestens eine Dämpfungsvorrichtung.
[0002] Solche Auszugführungen sind aus dem Stand der Technik bekannt.
[0003] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Auszugführungen hat die Verwendung einer
Dämpfungsvorrichtung entweder zur Folge, dass ein breiterer Einbauraum für den Einbau
der Auszugführung benötigt wird, wenn die Dämpfungsvorrichtung nicht in die Schienen
der Auszugführung integriert ist, oder dass die Schienen der Auszugführung verkürzt
ausgebildet sind und die Auszugführung daher eine geringere Traglast und/oder einen
kürzeren Auszugsweg aufweist, wenn die Dämpfungsvorrichtung in die Schienen integriert
ist.
[0004] Die
US 2004/0174101 A1 offenbart eine Auszugführung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0005] Die
EP 1 561 398 A1 offenbart eine Auszugführung, welche eine Bewegungsdämpfungsvorrichtung zum Dämpfen
einer Bewegung eines Einschubs umfasst, wobei eine Mittelschiene der Auszugführung
zur Anordnung der Bewegungsdämpfungsvorrichtung verkürzt ausgebildet ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auszugführung der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche nur einen schmalen Einbauraum benötigt und eine
hohe Traglast und/oder einen großen Auszugsweg ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Auszugführung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Auszugführung eine Einzugsvorrichtung zum selbsttätigen Einziehen der Auszugführung
aus einem zumindest teilweise ausgezogenen Zustand in den vollständig eingeschobenen
Zustand aufweist, wobei die Einzugsvorrichtung mindestens einen Energiespeicher und
mindestens einen an dem mindestens einen Energiespeicher angreifenden Mitnehmer umfasst,
und dass im vollständig eingeschobenen Zustand der Auszugführung mindestens eine Wälzkörperlaufbahn
der mindestens einen Mittelschiene zumindest teilweise zwischen der mindestens einen
Dämpfungsvorrichtung und der Einzugsvorrichtung angeordnet ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung bietet den Vorteil, dass die mindestens eine Mittelschiene
besonders lang ausgebildet werden kann. Dadurch ist eine hohe Traglast und/oder ein
großer Auszugsweg gewährleistet. Ferner ist dadurch eine platzsparende Anordnung der
Einzugsvorrichtung und der Dämpfungsvorrichtung an der Auszugführung möglich. Auch
gewährleistet eine solche Einzugsvorrichtung, dass die Auszugführung beim Einschieben
des Auszugs stets die vollständig eingeschobene Endstellung erreicht.
[0009] Die erfindungsgemäße Auszugführung bietet ferner den Vorteil, dass nur ein schmaler
Einbauraum benötigt wird. Unter einem Einbauraum ist derjenige Raum zu verstehen,
der von der Auszugführung im montierten Zustand eingenommen wird. Insbesondere die
Baubreite, das heißt die Erstreckung der Auszugführung in einer senkrecht zu einer
Auszugsrichtung und im montierten Zustand der Auszugführung horizontalen Richtung,
ist bei der erfindungsgemäßen Auszugführung besonders gering.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass alle Wälzkörperlaufbahnen
der mindestens einen Mittelschiene dieselbe Länge aufweisen. Auf diese Weise ist eine
besonders hohe Stabilität der mindestens einen Mittelschiene gewährleistet. Außerdem
kann dadurch eine identisch aufgebaute Mittelschiene sowohl in der linken als auch
in der rechten Auszugführung eines Paars von Auszugführungen verwendet werden.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Auszugführung
vollständig zwischen einer Seitenwand des Korpus und einer Seitenwand des aus dem
Korpus auszuziehenden Auszugs anordenbar ist. Dies ermöglicht eine flexible Anordnung
der Auszugführung an einer Seitenwand des Korpus. Insbesondere ist die vertikale Position
der Auszugführung damit nicht an die Form des Auszugs gebunden.
[0012] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Außenschiene korpusseitig und die Innenschiene
auszugseitig angeordnet werden. Es ist jedoch auch möglich, die Außenschiene auszugseitig
und die Innenschiene korpusseitig anzuordnen. Es hat sich als besonders günstig erwiesen,
wenn im montierten Zustand der Auszugführung eine im Wesentlichen vertikal und in
Auszugsrichtung verlaufende Ebene alle Wälzkörperlaufbahnen der Auszugführung und
die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung schneidet. Insbesondere wenn alle Wälzkörperlaufbahnen
der Auszugführung und die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung im montierten Zustand
der Auszugführung im Wesentlichen übereinander angeordnet sind, wirken bei einer Belastung
der Auszugführung in Schwerkraftrichtung auf die Auszugführung geringe Torsionskräfte,
so dass die Auszugführung im Betrieb weitgehend verwindungsfrei ist.
[0013] Vorteilhaft ist es, wenn die Außenschiene, die mindestens eine Mittelschiene oder
die Innenschiene einen - in einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung genommenen
- im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt aufweisen.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn sowohl die Außenschiene als auch die mindestens
eine Mittelschiene und die Innenschiene einen in einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung
genommenen, im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt aufweisen. So ist eine geschachtelte
und damit besonders kompakte Anordnung der Schienen relativ zueinander möglich.
[0015] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn mindestens eine Mittelschiene im vollständig
eingeschobenen Zustand der Auszugführung zumindest abschnittsweise auf zumindest drei
Seiten von der Außenschiene umgeben ist. So ist die mindestens eine Mittelschiene
besonders stabil und platzsparend an der Außenschiene der Auszugführung führbar.
[0016] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Innenschiene im vollständig
eingeschobenen Zustand der Auszugführung auf zumindest drei Seiten von der mindestens
einen Mittelschiene umgeben. Dadurch ist die Innenschiene besonders stabil und platzsparend
an der mindestens einen Mittelschiene führbar.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Auszugführung als Vollauszugführung ausgebildet ist. Auf diese Weise weist die
Auszugführung einen besonders großen Auszugsweg auf, und der Auszug kann vollständig
aus dem Korpus ausgezogen werden.
[0018] Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die mindestens
eine Dämpfungsvorrichtung mittels der Innenschiene betätigbar ist. Hierzu kann ein
Betätigungselement vorgesehen sein, welches der Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
mittels der Innenschiene dient.
[0019] Die Bewegungsdämpfung mittels der Dämpfungsvorrichtung kann beispielsweise durch
ein in einem Gehäuse der Dämpfungsvorrichtung angeordnetes Bewegungsdämpfungsfluid
realisiert werden, wobei das Bewegungsdämpfungsfluid beispielsweise ein Gas oder ein
Gasgemisch, insbesondere Luft, umfasst.
[0020] Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Bewegungsdämpfungsfluid
eine Flüssigkeit, insbesondere ein Öl, Silikon oder ähnliches, umfasst.
[0021] Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Dämpfungsvorrichtung
zwei mittels eines Kolbens voneinander getrennte Innenräume umfasst, in denen das
Bewegungsdämpfungsfluid angeordnet ist. Die Dämpfungswirkung der Dämpfungsvorrichtung
wird dann dadurch erzielt, dass der Kolben relativ zu dem Gehäuse der Dämpfungsvorrichtung,
beispielsweise mittels einer Kolbenstange, verschoben wird. Dadurch werden das Volumen
der Innenräume und der darin herrschende Druck verändert, wobei das Bewegungsdämpfungsfluid
aufgrund der Druckdifferenz beispielsweise durch Öffnungen in dem Kolben von dem einen
Innenraum in den anderen Innenraum strömt. Die Strömungsgeschwindigkeit wird durch
die Größe der Öffnungen in dem Kolben und die Viskosität des Bewegungsdämpfungsfluids
vorgegeben. Durch den Strömungswiderstand, insbesondere aufgrund der während des Durchströmens
der Öffnungen auftretenden Reibung, und/oder durch die Reibung zwischen dem Kolben
und einer Begrenzungswand eines im Gehäuse der Dämpfungsvorrichtung vorgesehenen Zylinders,
der den Kolben aufnimmt, wird die Bewegung des Kolbens und der an dem Kolben angreifenden
Bauteile abgebremst, und es erfolgt eine Umwandlung der Bewegungsenergie des Kolbens
und der an dem Kolben angreifenden Bauteile in thermische Energie.
[0022] Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Betätigungselement
zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung mittels der Innenschiene
in Auszugsrichtung hinter der Innenschiene angeordnet ist und sich in einer im montierten
Zustand der Auszugführung vertikalen Richtung, insbesondere in einer Richtung parallel
zu einem einen oberen und einen unteren Schenkel der Innenschiene verbindenden Schienenrücken,
über im Wesentlichen die ganze Höhe der Innenschiene erstreckt.
[0023] Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Betätigungselement
zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung mittels der Innenschiene
als ein Steg ausgebildet ist. Unter einem "Steg" ist in dieser Beschreibung ein längliches
dünnes Element zu verstehen.
[0024] Vorzugsweise ist die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung zumindest teilweise außerhalb
der Außenschiene angeordnet. So können die mindestens eine Mittelschiene und die Innenschiene
besonders lang ausgebildet sein.
[0025] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Dämpfungsvorrichtung
an einem unteren Rand der Auszugführung angeordnet ist.
[0026] Alternativ hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Dämpfungsvorrichtung
an einem oberen Rand der Auszugführung angeordnet ist.
[0027] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann ein Paar von Auszugführungen
vorgesehen sein, wobei eine Auszugführung auf einer in der Auszugsrichtung linken
Seite des Auszugs und die andere Auszugführung auf einer in der Auszugsrichtung rechten
Seite des Auszugs angeordnet ist.
[0028] Bei einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Dämpfungsvorrichtungen
des Paars von Auszugführungen im montierten Zustand der Auszugführungen spiegelsymmetrisch
zu einer vertikal und in der Auszugsrichtung verlaufenden Längsmittelebene des Auszugs
angeordnet sind.
[0029] Alternativ hierzu kann aber auch vorgesehen sein, dass im montierten Zustand des
Paars von Auszugführungen die Dämpfungsvorrichtung der einen Auszugführung an einem
oberen Rand der Auszugführung und die Dämpfungsvorrichtung der anderen Auszugführung
an einem unteren Rand der Auszugführung angeordnet ist.
[0030] Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass mindestens eine
Ausnehmung in mindestens einer der Wälzkörperlaufbahnen der Außenschiene vorgesehen
ist, durch die sich ein Betätigungselement zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
hindurch erstreckt. Dadurch ist die mindestens eine außerhalb der Außenschiene angeordnete
Dämpfungsvorrichtung besonders einfach betätigbar, ohne dass sich das Betätigungselement
um eine Wälzkörperlaufbahn der Außenschiene herum erstrecken muss, was zu einer Verbreiterung
der Auszugführung führen würde.
[0031] Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
längs der Ausnehmung verschiebbar ist. So ist die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung
besonders einfach beim Einschieben der Innenschiene mittels des Betätigungselements
betätigbar.
[0032] Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
mindestens eine in Auszugsrichtung vordere Anschlagsfläche aufweist, an der die Innenschiene
zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung angreift.
[0033] Nach einer Weiterbildung dieser Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die in Auszugsrichtung vordere Anschlagsfläche des Betätigungselements ein Elastomer
und/oder ein thermoplastisches Material umfasst. Dadurch kann ein Auftreffen der Innenschiene
auf die Anschlagfläche des Betätigungselements gedämpft werden, so dass eine besonders
schonende Betätigung der Dämpfungsvorrichtung mittels der Innenschiene möglich ist.
[0034] Es kann vorgesehen sein, dass die Auszugführung eine Rastvorrichtung aufweist, mittels
welcher die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung und die Innenschiene lösbar miteinander
koppelbar sind. So ist die Dämpfungsvorrichtung insbesondere beim Ausziehen der Auszugführung
einfach wieder in ihren Ausgangszustand zurückführbar.
[0035] Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Rastvorrichtung
ein dämpferseitiges und ein innenschienenseitiges Rastelement umfasst, wobei ein Rastteil
des dämpferseitigen Rastelements mit einer Steuerkurve zusammenwirkt, welche auf einer
dem innenschienenseitigen Rastelement abgewandten Seite des Rastteils angeordnet ist,
und wobei das Rastteil des dämpferseitigen Rastelements durch Verschieben des dämpferseitigen
Rastelements in Auszugsrichtung entlang der Steuerkurve außer Eingriff mit dem innenschienenseitigen
Rastelement bringbar ist. Eine solche Rastvorrichtung ermöglicht insbesondere eine
einfache und wenig störanfällige Zurückführung der Dämpfungsvorrichtung in deren Ausgangszustand.
[0036] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass das Rastteil des dämpferseitigen Rastelements gegen die Steuerkurve vorgespannt
ist.
[0037] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Mitnehmer und ein
Betätigungselement zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung beim Einschieben
und/oder beim Ausziehen der Auszugführung in Auszugsrichtung relativ zueinander beweglich
ausgebildet sind.
[0038] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der mindestens eine Mitnehmer
und ein Betätigungselement zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
sowohl beim Einschieben als auch beim Ausziehen der Auszugführung in Auszugsrichtung
relativ zueinander beweglich ausgebildet sind. Dadurch ist eine Entkopplung der einzelnen
Bauteile voneinander gewährleistet.
[0039] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass beim Ausziehen der
Auszugführung der mindestens eine Mitnehmer der Einzugsvorrichtung von der vollständig
eingeschobenen Stellung in eine zweite Stellung bringbar und in der zweiten Stellung
verrastbar ist.
[0040] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass beim Einschieben der Auszugführung
vor einem Entrasten des mindestens einen Mitnehmers die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung
mittels der Innenschiene betätigbar ist. Dadurch ist die Betätigung der Dämpfungsvorrichtung
von der Betätigung des mindestens einen Mitnehmers entkoppelt und damit die Betätigung
der Auszugführung wenig störanfällig.
[0041] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der mindestens eine
Mitnehmer und ein Betätigungselement zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
in einer Richtung quer zur Auszugsrichtung der Auszugführung beim Einschieben und
beim Ausziehen der Auszugführung relativ zueinander beweglich ausgebildet sind. Auf
diese Weise ist eine Entkopplung der Bewegung des mindestens einen Mitnehmers und
des Betätigungselement in einer Richtung quer zur Auszugsrichtung gewährleistet. Insbesondere
ermöglicht dies, den Mitnehmer beim Ausziehen der Auszugführung quer zur Auszugsrichtung
in eine Raststellung zu bewegen, in welcher der Mitnehmer verbleibt, bis er durch
das Einschieben der Auszugführung wieder entrastet wird.
[0042] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung,
welche beispielsweise mittels mindestens eines Dämpferhalters gehalten wird, von einer
in Einschubrichtung vorderen Seite der Innenschiene angestoßen und dadurch zusammengeschoben
wird.
[0043] Vorzugsweise wird durch dieses Zusammenschieben die kinetische Energie des Auszugs
beim Einschieben umgewandelt und der Auszug dadurch abgebremst.
[0044] Vorzugsweise wird die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung nicht mittels des mindestens
einen Mitnehmers der Einzugsvorrichtung, sondern mittels einer separaten Rastvorrichtung
in ihren Ausgangszustand zurückbewegt. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Dämpfungsvorrichtung mittels der separaten Rastvorrichtung beim
Herausziehen der Auszugführung aus dem vollständig eingeschobenen Zustand von einer
ersten Position in eine zweite Position verschiebbar ist, wobei die Rastelemente der
Rastvorrichtung in der zweiten Position außer Eingriff miteinander bringbar sind und
damit die Dämpfungsvorrichtung trotz des weiteren Ausziehens der Auszugführung in
der zweiten Position verbleibt.
[0045] Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Ansteuerung der Dämpfungsvorrichtung
durch die Innenschiene von der Funktion der Einzugsvorrichtung unabhängig ist und
somit größere Einbautoleranzen zwischen der Position der Einzugsvorrichtung und der
Position der Dämpfungsvorrichtung zulässig sind. Die Dämpfungsvorrichtung wird auf
diese Weise stets sicher von der Innenschiene beim Ausziehen der Auszugführung mitgezogen.
[0046] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die mindestens
eine Dämpfungsvorrichtung zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, außerhalb
der Auszugführung angeordnet ist. So kann verhindert werden, dass die mindestens eine
Dämpfungsvorrichtung unbeabsichtigt mittels der Mittelschiene betätigt wird.
[0047] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass an der mindestens einen
Dämpfungsvorrichtung ein dämpferseitiges Rastelement angeordnet ist, welches ein in
Form eines Hammers ausgebildetes Rastteil umfasst. Vorzugsweise wird dieses Rastteil
während der Einschubbewegung und/oder der Auszugsbewegung durch eine Kurvenbahn in
einem Grundgehäuse so gesteuert, dass es mit einem Haken eines innenschienenseitigen
Rastelements zumindest zeitweise in Eingriff bringbar ist.
[0048] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
[0049] In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Auszugführung
in einem vollständig eingeschobenen Zustand, mit Blickrichtung auf eine Außenseite
der Innenschiene der Auszugführung;
- Fig. 2
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 in einem teilweise ausgezogenen Zustand, mit Blickrichtung
auf die Außenseite der Innenschiene der Auszugführung;
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 im teilweise ausgezogenen Zustand, mit Blickrichtung
auf eine Innenseite der Innenschiene der Auszugführung, wobei zur übersichtlicheren
Darstellung die Außenschiene und die Mittelschiene nicht dargestellt sind;
- Fig. 4
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 in einem bis zur Betätigung einer Einzugsvorrichtung
eingeschobenen Zustand, mit Blickrichtung auf die Außenseite der Innenschiene der
Auszugführung;
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 im bis zur Betätigung der Einzugsvorrichtung eingeschobenen
Zustand, mit Blickrichtung auf die Innenseite der Innenschiene der Auszugführung,
wobei zur übersichtlicheren Darstellung die Außenschiene und die Mittelschiene nicht
dargestellt sind;
- Fig. 6
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 in einem teilweise mittels der Einzugsvorrichtung eingezogenen
Zustand, mit Blickrichtung auf die Außenseite der Innenschiene der Auszugführung;
- Fig. 7
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 im teilweise mittels der Einzugsvorrichtung eingezogenen
Zustand, mit Blickrichtung auf die Innenseite der Innenschiene der Auszugführung,
wobei zur übersichtlicheren Darstellung die Außenschiene und die Mittelschiene nicht
dargestellt sind;
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 im vollständig eingeschobenen Zustand, mit Blickrichtung
auf die Außenseite der Innenschiene der Auszugführung; und
- Fig. 9
- eine schematische perspektivische Darstellung des in Auszugsrichtung hinteren Bereichs
der Auszugführung aus Fig. 1 im vollständig eingeschobenen Zustand, mit Blickrichtung
auf die Innenseite der Innenschiene der Auszugführung, wobei zur übersichtlicheren
Darstellung die Außenschiene und die Mittelschiene nicht dargestellt sind.
[0050] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0051] Eine in den Fig. 1 bis 9 dargestellte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Auszugführung
umfasst eine Außenschiene 102, eine Mittelschiene 104 und eine Innenschiene 106.
[0052] Beispielsweise kann die Außenschiene 102 korpusseitig und die Innenschiene 106 auszugseitig
angeordnet werden. Es ist jedoch auch möglich, die Außenschiene 102 auszugseitig und
die Innenschiene 106 korpusseitig anzuordnen.
[0053] Die Außenschiene 102, die Mittelschiene 104 und die Innenschiene 106 weisen jeweils
einen in einer Richtung quer zur Auszugsrichtung A genommenen C-förmigen Querschnitt
auf.
[0054] Die Außenschiene 102, die Mittelschiene 104 und die Innenschiene 106 umfassen jeweils
einen oberen und einen unteren, im montierten Zustand der Auszugführung 100 im Wesentlichen
horizontal verlaufenden Schenkel, dessen Oberflächen zumindest teilweise als Wälzkörperlaufbahnen
108 ausgebildet sind, und jeweils einen den oberen und den unteren Schenkel verbindenden,
im montierten Zustand der Auszugführung 100 im Wesentlichen vertikal verlaufenden
Schienenrücken 110 (Fig. 1 bis 9).
[0055] Unter einer Innenseite der Innenschiene 106 ist die Seite eines Schienenrückens 110c
der Innenschiene 106 zu verstehen, auf der der untere und der obere Schenkel der Innenschiene
106 angeordnet sind.
[0056] Unter einer Außenseite der Innenschiene 106 ist die der Innenseite der Innenschiene
106 abgewandte Seite der Innenschiene 106 zu verstehen.
[0057] Unter einer Innenseite der Mittelschiene 104 ist die Seite eines Schienenrückens
110b der Mittelschiene 104 zu verstehen, auf der der untere und der obere Schenkel
der Mittelschiene 104 angeordnet sind.
[0058] Unter einer Außenseite der Mittelschiene 104 ist die der Innenseite der Mittelschiene
104 abgewandte Seite der Mittelschiene 104 zu verstehen.
[0059] Die Außenschiene 102 umfasst zwei Wälzkörperlaufbahnen 108a, 108b, welche auf einander
zugewandten Flächen des oberen und des unteren Schenkels der Außenschiene 102 angeordnet
sind.
[0060] Die Mittelschiene 104 umfasst vier Wälzkörperlaufbahnen 108c, 108d, 108e, 108f, wobei
zwei Wälzkörperlaufbahnen 108d, 108e auf einander zugewandten Flächen des oberen und
des unteren Schenkels der Mittelschiene 104 und zwei Wälzkörperlaufbahnen 108c, 108f
auf einander abgewandten Flächen des oberen und des unteren Schenkels der Mittelschiene
104 angeordnet sind.
[0061] Die Innenschiene 106 weist zwei Wälzkörperlaufbahnen 108g und 108h auf, welche auf
einander abgewandten Flächen des oberen und des unteren Schenkels der Innenschiene
106 angeordnet sind.
[0062] Die Auszugführung 100 weist ferner in den Zeichnungen nicht dargestellte Wälzkörper
auf, welche beispielsweise als kugelförmige Wälzkörper ausgebildet und in einem Wälzkörperkäfig
gehalten sind.
[0063] Derartige Wälzkörper sind zwischen der Wälzkörperlaufbahn 108a der Außenschiene 102
und der Wälzkörperlaufbahn 108c der Mittelschiene 104 sowie zwischen der Wälzkörperlaufbahn
108b der Außenschiene 102 und der Wälzkörperlaufbahn 108f der Mittelschiene 104 angeordnet,
um die Mittelschiene 104 an der Außenschiene 102 geführt verfahren zu können.
[0064] Ferner sind derartige Wälzkörper zwischen der Wälzkörperlaufbahn 108d der Mittelschiene
104 und der Wälzkörperlaufbahn 108g der Innenschiene 106 sowie zwischen der Wälzkörperlaufbahn
108e der Mittelschiene 104 und der Wälzkörperlaufbahn 108h der Innenschiene 106 angeordnet,
um die Innenschiene 106 an der Mittelschiene 104 geführt verfahren zu können.
[0065] Die Innenschiene 106 ist an der Mittelschiene 104 so angeordnet, dass im vollständig
eingeschobenen Zustand der Auszugführung 100 die Mittelschiene 104 die Innenschiene
106 von drei Seiten, nämlich von oben, von unten und auf der Innenseite der Innenschiene
106, umgibt, wobei der Schienenrücken 110c der Innenschiene 106 dem Schienenrücken
110b der Mittelschiene 104 abgewandt angeordnet ist.
[0066] Die Mittelschiene 104 ist an der Außenschiene 102 so angeordnet, dass im vollständig
eingeschobenen Zustand der Auszugführung 100 die Außenschiene 102 zumindest einen
in der Auszugrichtung A vorne liegenden Abschnitt der Mittelschiene 104 von drei Seiten,
nämlich von oben, von unten und auf der Außenseite der Mittelschiene 104, umgibt,
wobei der Schienenrücken 110b der Mittelschiene 104 dem Schienenrücken 110a der Außenschiene
102 zugewandt angeordnet ist.
[0067] Im in einer Auszugsrichtung A, längs welcher die Innenschiene 106 und die Mittelschiene
104 relativ zu der Außenschiene 102 ausziehbar sind, hinteren Bereich der Auszugführung
100 ist eine kombinierte Einzugs- und Dämpfungseinrichtung 112 angeordnet. Die Einzugs-
und Dämpfungseinrichtung 112 umfasst eine Dämpfungsvorrichtung 114 und eine Einzugsvorrichtung
116.
[0068] Die Einzugs- und Dämpfungseinrichtung 112 umfasst eine als Führungsplatte 118 ausgebildete
Platte und ist mit derselben an der Innenseite des Schienenrückens 110a der Außenschiene
102 angeordnet, wobei eine Ausnehmung 120 im unteren Schenkel der Außenschiene 102
und somit auch in der Wälzkörperlaufbahn 108b der Außenschiene 102 vorgesehen ist,
durch die sich die Einzugs- und Dämpfungseinrichtung 112 hindurch erstreckt.
[0069] Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst die Dämpfungsvorrichtung 114 ein Gehäuse 122
und einen in den Zeichnungen nicht dargestellten Kolben, an dem eine in das Gehäuse
122 hineinragende Kolbenstange 124 angeordnet ist, wobei sowohl das Gehäuse 122 als
auch die Kolbenstange 124 der Dämpfungsvorrichtung 114 außerhalb der Außenschiene
102, im montierten Zustand der Auszugführung 100 unterhalb der Außenschiene 102, angeordnet
sind. Die Kolbenstange 124 der Dämpfungsvorrichtung 114 ist mit der an der Außenschiene
102 angeordneten Führungsplatte 118 fest verbunden.
[0070] Die Dämpfungsvorrichtung 114 umfasst ferner zwei mittels des Kolbens voneinander
getrennte Innenräume, in denen ein Bewegungsdämpfungsfluid, beispielsweise Luft, angeordnet
ist. Die Dämpfungswirkung der Dämpfungsvorrichtung 114 wird dadurch erzielt, dass
der Kolben relativ zu dem Gehäuse 122 mittels der Kolbenstange 124 verschoben wird.
[0071] Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass das Gehäuse 122 der Dämpfungsvorrichtung 114 fest mit der Führungsplatte 118
verbunden ist und die Kolbenstange 124 relativ zu dem Gehäuse 122 in der Auszugsrichtung
A oder entgegen der Auszugsrichtung A, das heißt in der Einschubrichtung E, beweglich
ausgebildet ist.
[0072] Zum Verschieben des Gehäuses 122 der Dämpfungsvorrichtung 114 mittels der Innenschiene
106 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Betätigungselement 126, welches als
Steg ausgebildet ist, vorgesehen.
[0073] Das Betätigungselement 126 zur Betätigung der Dämpfungsvorrichtung 114 ist am in
der Auszugsrichtung A hinteren Ende des Gehäuses 122 der Dämpfungsvorrichtung 114
angeordnet. Damit lässt sich das Betätigungselement 126 beim Einschieben der Auszugführung
100 mittels der Innenschiene 106 weit in einen in Auszugsrichtung A hinteren Bereich
der Auszugführung 100 verschieben. Die Dämpfungsvorrichtung 114 mit dem Betätigungselement
126 nimmt dabei nur einen sehr geringen Raum ein. Die Mittelschiene 104 und die Innenschiene
106 können daher besonders lang ausgebildet werden, was einen großen Auszugsweg und/oder
eine besonders große Traglast der Auszugführung 100 ermöglicht.
[0074] Das Betätigungselement 126 weist eine in Auszugsrichtung A vordere Anschlagfläche
130 auf, an der die Innenschiene mit ihrem in der Auszugsrichtung A hinteren Ende
angreifen kann. Die Anschlagfläche 130 des Betätigungselements 126 ist aus einem ein
Elastomer oder ein thermoplastisches Material umfassenden Material gebildet.
[0075] Das Betätigungselement 126 zur Betätigung der Dämpfungsvorrichtung 114 weist ferner
ein in Form eines Hammers ausgebildetes dämpferseitiges Rastelement 132 mit einem
Rastteil 134 auf. Das Rastteil 134 des dämpferseitigen Rastelements 132 ist durch
die Formelastizität des dämpferseitigen Rastelements 132 gegen eine Steuerkurve 136
vorgespannt und bei Verschiebung in der Auszugsrichtung A entlang der Steuerkurve
136 in einer Richtung quer zur Auszugsrichtung A beweglich.
[0076] Die Steuerkurve 136 weist eine Rampe 137 und zwei mittels der Rampe 137 verbundene,
parallel zur Auszugsrichtung A verlaufende und im montierten Zustand der Auszugführung
100 horizontal ausgerichtete Abschnitte 139a, 139b auf, wobei der Abschnitt 139a zu
dem innenschienenseitigen Rastelement 138 hin versetzt und der Abschnitt 139b von
dem innenschienenseitigen Rastelement 138 weg versetzt angeordnet ist.
[0077] Der zu dem innenschienenseitigen Rastelement 138 hin versetzte Abschnitt 139a der
Steuerkurve 136 ist in der Einschubrichtung E vor dem von dem innenschienenseitigen
Rastelement 138 weg versetzten Abschnitt 139b angeordnet.
[0078] Die Rampe 137 der Steuerkurve 136 ist ein schräg zwischen den horizontalen Abschnitten
139a, 139b verlaufendes Teilstück der Steuerkurve 136.
[0079] Die Steuerkurve 136 ist folglich so ausgebildet, dass das dämpferseitige Rastelement
132 im vollständig eingeschobenen Zustand der Auszugführung 100 mittels des zu dem
innenschienenseitigen Rastelement 138 hin versetzten Abschnitts 139a der Steuerkurve
136 zu dem innenschienenseitigen Rastelement 138 hin vorgespannt ist.
[0080] Das innenschienenseitige Rastelement 138 ist an einem Steuerelement 140, welches
an der Innenschiene 106 angeordnet ist, vorgesehen.
[0081] Das innenschienenseitige Rastelement 138 ist in einer Richtung quer zur Auszugsrichtung
A nachgiebig ausgebildet, so dass das innenschienenseitige Rastelement 138 auch dann
an dem dämpferseitigen Rastelement 132 in der Einschubrichtung E vorbeiführbar ist,
wenn sich das dämpferseitige Rastelement 132 in einer Position befindet, in der das
dämpferseitige Rastelement 132 im Normalbetrieb der Auszugführung 100 mit dem innenschienenseitigen
Rastelement 138 in Eingriff ist.
[0082] Im vollständig eingeschobenen Zustand der Auszugführung 100 ist das dämpferseitige
Rastelement 132 mit dem innenschienenseitigen Rastelement 138 im Normalbetrieb der
Auszugführung 100 in Eingriff. Das dämpferseitige Rastelement 132 und das innenschienenseitige
Rastelement 138 bilden zusammen eine Rastvorrichtung 142, welche eine lösbare Kopplung
zwischen der Dämpfungsvorrichtung 114 und der Innenschiene 106 ermöglicht.
[0083] Die Einzugsvorrichtung 116 umfasst einen beispielsweise als Feder, insbesondere Zugfeder,
ausgebildeten Energiespeicher 144 und einen Mitnehmer 146, an welchem der Energiespeicher
144 angreift.
[0084] Der Energiespeicher 144 wird über eine Umlenkvorrichtung 148 geführt, die mittels
der Führungsplatte 118 in vertikaler Richtung im Wesentlichen mittig und in der Einschubrichtung
E am vorderen Ende des Schienenrückens 110a der Außenschiene 102 angeordnet ist, und
erstreckt sich ausgehend von einer Befestigungsvorrichtung 150, die an einem in der
Auszugsrichtung A vorderen Ende der Führungsplatte 118 und benachbart zu einem in
der Auszugsrichtung A vorderen Ende der Ausnehmung 120 in dem unteren Schenkel der
Außenschiene 102 angeordnet ist, zunächst in der Einschubrichtung E und nach der Umlenkung
mittels der Umlenkvorrichtung 148 im Wesentlichen in der Auszugsrichtung A bis zu
dem Mitnehmer 146.
[0085] Der Mitnehmer 146 weist einen der Außenschiene zugewandten, in Fig. 3, 5 und 7 dargestellten
Führungszapfen 152 und einen der Innenschiene zugewandten, in Fig. 2, 4 und 6 dargestellten
Mitnehmerzapfen 154 auf. Der Führungszapfen 152 wird in einem Führungskanal 156 der
Führungsplatte 118 geführt. Der Führungskanal 156 ist unterteilt in einen Führungsabschnitt
158, welcher im montierten Zustand der Auszugführung 100 horizontal verläuft, und
einen Rastabschnitt 160, welcher an dem in der Auszugsrichtung A vorderen Ende des
Führungsabschnitts 158 quer zu demselben, im montierten Zustand der Auszugführung
100 beispielsweise vertikal nach unten, verläuft.
[0086] Mittels des Führungszapfens 152 ist der Mitnehmer 146 in der Auszugsrichtung A entlang
des Führungsabschnitts 158 und anschließend quer zu der Auszugsrichtung A entlang
des Rastabschnitts 160 geführt verfahrbar.
[0087] Da die mittels des Energiespeichers 144 auf den Mitnehmer 146 ausgeübte Kraft im
Wesentlichen parallel zur Einschubrichtung E wirkt, kann der Mitnehmer 146 durch Verschieben
des Führungszapfens 152 in den Rastabschnitt 160 des Führungskanals 156 in eine Raststellung
gebracht werden (Fig. 2 und 3).
[0088] Der Mitnehmers 146 ist mittels des Steuerelements 140, welches an der Innenschiene
106 angeordnet ist, betätigbar. Das Steuerelement 140 umfasst einen Einlaufabschnitt
162, einen Steuerkanal 164 und einen Endabschnitt 166.
[0089] Die vorstehend beschriebene Auszugführung 100 funktioniert wie folgt:
[0090] Beim Einschieben der Auszugführung 100 aus dem vollständig ausgezogenen Zustand (Fig.
2 und 3) wird die Innenschiene 106 relativ zu der Außenschiene 102 und relativ zu
der Mittelschiene 104 auf die am in der Einschubrichtung E vorderen Ende der Außenschiene
102 angeordnete Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung 112 zu bewegt, bis das in der Einschubrichtung
E vordere Ende der Innenschiene 106 an der Anschlagfläche 130 des Betätigungselements
126 angreift.
[0091] Dadurch wird beim weiteren Einschieben der Auszugführung 100 das Gehäuse 122 der
Dämpfungsvorrichtung 114 in der Einschubrichtung E verschoben.
[0092] Durch dieses Verschieben des Gehäuses 122 der Dämpfungsvorrichtung 114 in der Einschubrichtung
E werden das Volumen der beiden Innenräume des Gehäuses 122 und der darin jeweils
herrschende Druck verändert, wobei das Bewegungsdämpfungsfluid aufgrund der Druckdifferenz
beispielsweise durch Öffnungen in dem Kolben von dem einen Innenraum in den anderen
Innenraum strömt. Die Strömungsgeschwindigkeit wird durch die Größe der Öffnungen
in dem Kolben und die Viskosität des Bewegungsdämpfungsfluid vorgegeben. Durch die
während des Durchströmens der Öffnungen auftretende Reibung erfolgt eine Umwandlung
der Bewegungsenergie der Innenschiene 106 und des daran angeordneten Auszugs in thermische
Energie. Dadurch wird eine Einschubbewegung der Auszugführung 100 abgebremst.
[0093] Die Betätigung der Dämpfungsvorrichtung 114 erfolgt vorzugsweise nach dem Beginn
der Betätigung der Einzugsvorrichtung 116.
[0094] Beim Einschieben der Innenschiene 106 wird der Mitnehmer 146 mittels des Steuerelements
140 dadurch betätigt, dass der Mitnehmerzapfen 154 des Mitnehmers 146 mittels des
Einlaufabschnitts 162 in dem Steuerelement 140 aufgenommen und entlang des Steuerkanals
164 in den Endabschnitt 166 des Steuerelements 140 geführt wird (Fig. 4 und 5). Durch
die Form des Steuerkanals 164 und des Endabschnitts 166 des Steuerelements 140 wird
im Normalbetrieb beim Einschieben der Auszugführung 100 der Mitnehmer 146, welcher
dann in der Raststellung angeordnet ist, mittels des Steuerelements 140 aus dieser
Raststellung entrastet. Der Mitnehmerzapfen 154 des Mitnehmers 146 befindet sich daraufhin
in einem Endabschnitt 166 des Steuerelements 140 (Fig. 6 und 7).
[0095] Aufgrund der Kraft, welche mittels des Energiespeichers 144 auf den Mitnehmer 146
in der Einschubrichtung E ausgeübt wird, werden sowohl der Mitnehmer 146 als auch
die mittels des Mitnehmerzapfens 154 und des Steuerelements 140 mit dem Mitnehmer
146 verrastete Innenschiene 106 von der Raststellung in die vollständig eingeschobene
Position der Auszugführung 100 gezogen (Fig. 1, 8 und 9).
[0096] Die Betätigung der Dämpfungsvorrichtung 114 mittels des Betätigungselements 126 erfolgt
dabei nur durch Verschieben der Innenschiene 106. Der Mitnehmer 146 und das Betätigungselement
126 kommen hierbei nicht miteinander in Kontakt.
[0097] Beim Ausziehen der Auszugführung 100 aus dem vollständig eingeschobenen Zustand erfolgt
eine Wiederherstellung des Ausgangszustands der Dämpfungsvorrichtung 114 durch Verschieben
des Gehäuses 122 relativ zu der Kolbenstange 124 in der Auszugsrichtung A mittels
der Rastvorrichtung 142.
[0098] Das Gehäuse 122 der Dämpfungsvorrichtung 114 wird beim Ausziehen der Innenschiene
106 mittels der Rastvorrichtung 142 von einer ersten Position, in welcher die Kolbenstange
124 maximal in das Gehäuse 122 eingeschoben ist, in eine zweite Position, in welcher
die Kolbenstange 124 maximal aus dem Gehäuse 122 ausgezogen ist, bewegt, wobei in
der zweiten Position das dämpferseitige Rastelement 132 mit dem innenschienenseitigen
Rastelement 138 außer Eingriff kommt, so dass das Gehäuse 122 der Dämpfungsvorrichtung
114 trotz eines weiteren Ausziehens der Innenschiene 106 in der zweiten Position verbleibt.
[0099] Im Detail funktioniert die Rastvorrichtung 142 dabei so, dass durch Verschieben des
dämpferseitigen Rastelements 132 der Auszugführung 100 in der Auszugsrichtung A das
Rastteil 134 entlang der Steuerkurve 136 und damit zunächst horizontal entlang des
zu dem innenschienenseitigen Rastelement 138 hin versetzten Abschnitts 139a der Steuerkurve
136 verschoben wird. Durch weiteres Verschieben des dämpferseitigen Rastelements 132
in der Auszugsrichtung A wird das Rastteil 134 aufgrund seiner Vorspannung anschließend
entlang der Rampe 137 der Steuerkurve 136 und damit während der Bewegung in der Auszugsrichtung
A auch senkrecht zu derselben vertikal nach unten von dem innenschienenseitigen Rastelement
138 weg bewegt und damit außer Eingriff mit dem innenschienenseitigen Rastelement
138 gebracht (Fig. 2 und 4).
[0100] Die Einzugsvorrichtung 116 wird beim Ausziehen der Auszugführung 100 aus dem vollständig
eingeschobenen Zustand dadurch in ihren Ausgangszustand zurückgeführt, dass der Mitnehmer
146 mittels des Mitnehmerzapfens 154, welcher sich in dem Endabschnitt 166 des Steuerelements
140 befindet, durch Ausziehen der Innenschiene 106 entlang des Führungskanals 156
verschoben wird. Der Mitnehmer 146 wird am Ende des Führungsabschnitts 158 des Führungskanals
156 in seiner Bewegung in der Auszugsrichtung A gestoppt und aufgrund der Form des
Steuerelements 140 mittels des Mitnehmerzapfens 154 entlang des Rastabschnitts 160
des Führungskanals 156 nach unten bewegt.
[0101] Mit dieser Bewegung des Mitnehmers 146 von der vollständig eingeschobenen Position
in die Raststellung wird gleichzeitig der Energiespeicher 144 geladen, das heißt die
Feder gespannt.
[0102] Beim Einschieben und beim Ausziehen der Auszugführung 100 ist die Bewegung des Mitnehmers
146 von der Bewegung des Betätigungselements 126 im Wesentlichen unabhängig.
[0103] Eine Auszugsführung gemäß den obigen Ausführungen ermöglicht im Vergleich zu den
aus dem Stand der Technik bekannten Auszugführungen einen größeren Auszugsweg und/oder
eine größere Traglast.
1. Mindestens dreischienige Auszugführung zur Führung eines aus einem Korpus ausziehbaren
Auszugs, umfassend eine Außenschiene (102), mindestens eine auf Wälzkörpern gelagerte
Mittelschiene (104), eine auf Wälzkörpern gelagerte Innenschiene (106) und mindestens
eine Dämpfungsvorrichtung (114),
wobei im vollständig eingeschobenen Zustand der Auszugführung (100) mindestens eine
Wälzkörperlaufbahn (108) mindestens einer Mittelschiene (104) zumindest teilweise
zwischen mindestens einer Dämpfungsvorrichtung (114) und einer Wälzkörperlaufbahn
(108) der Innenschiene (106) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auszugführung (100) eine Einzugsvorrichtung (116) zum selbsttätigen Einziehen
der Auszugführung (100) aus einem zumindest teilweise ausgezogenen Zustand in den
vollständig eingeschobenen Zustand aufweist, wobei die Einzugsvorrichtung (116) mindestens
einen Energiespeicher (144) und mindestens einen an dem mindestens einen Energiespeicher
(144) angreifenden Mitnehmer (146) umfasst, und dass im vollständig eingeschobenen
Zustand der Auszugführung (100) mindestens eine Wälzkörperlaufbahn (108) der mindestens
einen Mittelschiene (104) zumindest teilweise zwischen der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
(114) und der Einzugsvorrichtung (116) angeordnet ist.
2. Auszugführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auszugführung (100) vollständig zwischen einer Seitenwand des Korpus und einer
Seitenwand des aus dem Korpus auszuziehenden Auszugs anordenbar ist.
3. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand der Auszugführung (100) eine im Wesentlichen vertikal und in
Auszugsrichtung verlaufende Ebene alle Wälzkörperlaufbahnen (108) der Auszugführung
(100) und die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung (114) schneidet.
4. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschiene (102), die mindestens eine Mittelschiene (104) und die Innenschiene
(106) einen - in einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung genommenen - im Wesentlichen
C-förmigen Querschnitt aufweisen.
5. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungselement (126) zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
(114) mittels der Innenschiene (106) in Auszugsrichtung hinter der Innenschiene (106)
angeordnet ist und sich in einer im montierten Zustand der Auszugführung (100) vertikalen
Richtung über im Wesentlichen die ganze Höhe der Innenschiene (106) erstreckt.
6. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung (114) zumindest teilweise außerhalb der
Außenschiene (102) angeordnet ist, wobei mindestens eine Ausnehmung (120) in mindestens
einer der Wälzkörperlaufbahnen (108) der Außenschiene (102) vorgesehen ist, durch
die sich ein Betätigungselement (126) zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
(114) hindurch erstreckt.
7. Auszugführung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (126) längs der Ausnehmung (120) verschiebbar ist.
8. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungselement (126) zur Betätigung der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung
(114) mittels der Innenschiene (106) vorgesehen ist, welches mindestens eine ein Elastomer
und/oder ein thermoplastisches Material umfassende, in Auszugsrichtung vordere Anschlagfläche
(130) aufweist, an der die Innenschiene (106) zur Betätigung der mindestens einen
Dämpfungsvorrichtung (114) angreift.
9. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auszugführung (100) eine Rastvorrichtung (142) aufweist, mittels welcher die
mindestens eine Dämpfungsvorrichtung (114) und die Innenschiene (106) lösbar miteinander
koppelbar sind.
10. Auszugführung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (142) ein dämpferseitiges Rastelement (132) und ein innenschienenseitiges
Rastelement (138) umfasst, wobei ein Rastteil (134) des dämpferseitigen Rastelements
(132) mit einer Steuerkurve (136) zusammenwirkt, welche auf einer dem innenschienenseitigen
Rastelement (138) abgewandten Seite des Rastteils (134) angeordnet ist, und wobei
das Rastteil (134) des dämpferseitigen Rastelements (132) durch Verschieben des dämpferseitigen
Rastelements (132) in Auszugsrichtung entlang der Steuerkurve (136) außer Eingriff
mit dem innenschienenseitigen Rastelement (138) bringbar ist.
11. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Mitnehmer (146) und ein Betätigungselement (126) zur Betätigung
der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung (114) in Auszugsrichtung beim Einschieben
und/oder beim Ausziehen der Auszugführung (100) relativ zueinander beweglich ausgebildet
sind.
12. Auszugführung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einschieben der Auszugführung (100) vor einem Entrasten des mindestens einen
Mitnehmers (146) die mindestens eine Dämpfungsvorrichtung (114) mittels der Innenschiene
(106) betätigbar ist.
13. Auszugführung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Mitnehmer (146) und ein Betätigungselement (126) zur Betätigung
der mindestens einen Dämpfungsvorrichtung (114) quer zur Auszugsrichtung beim Einschieben
oder beim Ausziehen der Auszugführung (100) relativ zueinander beweglich ausgebildet
sind.
1. At least three-rail drawer guide for guiding a drawer that is withdrawable from a
carcase, comprising an outer rail (102), at least one middle rail (104) mounted on
rolling bodies, an inner rail (106) mounted on rolling bodies, and at least one damping
apparatus (114), wherein in the fully pushed-in state of the drawer guide (100) at
least one rolling body track (108) of at least one middle rail (104) is disposed at
least partially between at least one damping apparatus (114) and a rolling body track
(108) of the inner rail (106),
characterised in that
the drawer guide (100) comprises a retraction apparatus (116) for automatically retracting
the drawer guide (100) from an at least partially withdrawn state into the fully pushed-in
state, wherein the retraction apparatus (116) comprises at least one energy storage
mechanism (144) and at least one driver (146) that acts upon the at least one energy
storage mechanism (144) and in that in the fully pushed-in state of the drawer guide (100) at least one rolling body
track (108) of the at least one middle rail (104) is disposed at least partially between
the at least one damping apparatus (118) and the retraction apparatus (116).
2. Drawer guide according to claim 1, characterised in that the drawer guide (100) is arrangable completely between a side wall of the carcase
and a side wall of the drawer to be withdrawn from the carcase.
3. Drawer guide according to either of claim 1 or 2, characterised in that in the assembled state of the drawer guide (100) a plane extending substantially
vertically and in withdrawal direction intersects all of the rolling body tracks (108)
of the drawer guide (100) and the at least one damping apparatus (114).
4. Drawer guide according to any of claims 1 to 3, characterised in that the outer rail (102), the at least one middle rail (104) and the inner rail (106)
have a - viewed in a direction at right angles to the withdrawal direction - substantially
C-shaped cross section.
5. Drawer guide according to any of claims 1 to 4, characterised in that an actuating element (126) for actuating the at least one damping apparatus (114)
by means of the inner rail (106) is disposed in withdrawal direction behind the inner
rail (106) and, in the assembled state of the drawer guide (100), extends in a vertical
direction over substantially the entire height of the inner rail (106).
6. Drawer guide according to any of claims 1 to 5, characterised in that the at least one damping apparatus (114) is disposed at least partially outside of
the outer rail (102), wherein in at least one of the rolling body tracks (108) of
the outer rail (102) at least one cut-out (120) is provided, through which extends
an actuating element (126) for actuating the at least one damping apparatus (114).
7. Drawer guide according to claim 6, characterised in that the actuating element (126) is displaceable along the cut-out (120).
8. Drawer guide according to any of claims 1 to 7, characterised in that an actuating element (126) for actuating the at least one damping apparatus (114)
by means of the inner rail (106) is provided, which comprises at least one - in withdrawal
direction - front stop face (130), which comprises an elastomer and/or a thermoplastic
material and upon which the inner rail (106) acts in order to actuate the at least
one damping apparatus (114).
9. Drawer guide according to any of claims 1 to 8, characterised in that the drawer guide (100) comprises a detent apparatus (142), by means of which the
at least one damping apparatus (114) and the inner rail (106) are releasably couplable
to one another.
10. Drawer guide according to claim 9, characterised in that the detent apparatus (142) comprises a damper-side detent element (132) and an inner-rail-side
detent element (138), wherein a detent part (134) of the damper-side detent element
(132) interacts with a control curve (136) that is disposed at a side of the detent
part (134) remote from the inner-rail-side detent element (138), and wherein the detent
part (134) of the damper-side detent element (132) is movable out of engagement with
the inner-rail-side detent element (138) by displacement of the damper-side detent
element (132) in withdrawal direction along the control curve (136).
11. Drawer guide according to any of claims 1 to 10, characterised in that the at least one driver (146) and an actuating element (126) for actuating the at
least one damping apparatus (114) are configured to be movable relative to one another
in withdrawal direction during pushing-in and/or during withdrawal of the drawer guide
(100).
12. Drawer guide according to claim 11, characterised in that during pushing-in of the drawer guide (100) prior to an unlatching of the at least
one driver the (146) at least one damping apparatus (114) is actuable by means of
the inner rail (106).
13. Drawer guide according to any of claims 1 to 12, characterised in that the at least one driver (146) and an actuating element (126) for actuating the at
least one damping apparatus (114) are configured to be movable relative to one another
transversely of the withdrawal direction during pushing-in or during withdrawal of
the drawer guide (100).
1. Guide de tiroir au moins à trois rails pour le guidage d'un tiroir pouvant être sorti
d'un corps, comprenant un rail extérieur (102), au moins un rail médian (104) logé
sur des corps de roulement, un rail intérieur (106) logé sur des corps de roulement
et au moins un dispositif d'amortissement (114),
au moins une voie de roulement de corps de roulement (108) au moins d'un rail médian
(104) étant disposée, à l'état complètement inséré du guide de tiroir (100), au moins
en partie entre au moins un dispositif d'amortissement (114) et une voie de roulement
de corps de roulement (108) du rail intérieur (106),
caractérisé en ce
que le guide de tiroir (100) présente un dispositif de rentrée (116) pour la rentrée
automatique du guide de tiroir (100) d'un état au moins en partie sorti à l'état complètement
inséré, le dispositif de rentrée (116) comportant au moins un accumulateur d'énergie
(144) et au moins un entraîneur (146) agissant sur l'au moins un accumulateur d'énergie
(144), et en ce qu'à l'état complètement inséré du guide de tiroir (100), au moins
une voie de roulement de corps de roulement (108) de l'au moins un rail médian (104)
est disposée au moins en partie entre l'au moins un dispositif d'amortissement (114)
et le dispositif de rentrée (116).
2. Guide de tiroir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide de tiroir (100) peut être entièrement disposé entre une paroi latérale du
corps et une paroi latérale du tiroir à sortir du corps.
3. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'à l'état monté du guide de tiroir (100), un plan s'étendant sensiblement verticalement
et dans le sens de sortie coupe toutes les voies de roulement de corps de roulement
(108) du guide de tiroir (100) et l'au moins un dispositif d'amortissement (114).
4. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rail extérieur (102), l'au moins un rail médian (104) et le rail intérieur (106)
présentent une section transversale sensiblement en forme de C, prise dans une direction
perpendiculaire au sens de sortie.
5. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un élément d'actionnement (126) est disposé pour l'actionnement de l'au moins un dispositif
d'amortissement (114) à l'aide du rail intérieur (106) dans le sens de sortie derrière
le rail intérieur (106) et s'étend dans un sens vertical à l'état monté du guide de
tiroir (100) sur sensiblement toute la hauteur du rail intérieur (106).
6. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif d'amortissement (114) est disposé au moins en partie en
dehors du rail extérieur (102), au moins un évidement (120) étant prévu dans au moins
l'une des voies de roulement de corps de roulement (108) du rail extérieur (102),
au travers duquel un élément d'actionnement (126) s'étend pour l'actionnement de l'au
moins un dispositif d'amortissement (114).
7. Guide de tiroir selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (126) peut être déplacé le long de l'évidement (120).
8. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un élément d'actionnement (126) est prévu pour l'actionnement de l'au moins un dispositif
d'amortissement (114) à l'aide du rail intérieur (106), lequel présente au moins une
surface de butée (130) avant dans le sens de sortie, comprenant un élastomère et/ou
un matériau thermoplastique, sur laquelle le rail intérieur (106) agit pour l'actionnement
de l'au moins un dispositif d'amortissement (114).
9. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le guide de tiroir (100) présente un dispositif d'encliquetage (142), à l'aide duquel
l'au moins un dispositif d'amortissement (114) et le rail intérieur (106) peuvent
être couplés de manière amovible.
10. Guide de tiroir selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif d'encliquetage (142) comporte un élément d'encliquetage côté amortisseur
(132) et un élément d'encliquetage (138) côté rail intérieur, une partie d'encliquetage
(134) de l'élément d'encliquetage (132) côté amortisseur coagissant avec une came
de commande (136) qui est disposée sur un côté, éloigné de l'élément d'encliquetage
(138) côté rail intérieur, de la partie d'encliquetage (134), et la partie d'encliquetage
(134) de l'élément d'encliquetage (132) côté amortisseur pouvant être désengagée de
l'élément d'encliquetage (138) côté rail intérieur par déplacement de l'élément d'encliquetage
(132) côté amortisseur dans le sens de sortie le long de la came de commande (136).
11. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'au moins un entraîneur (146) et un élément d'actionnement (126) sont réalisés de
manière mobile l'un par rapport à l'autre pour l'actionnement de l'au moins un dispositif
d'amortissement (114) dans le sens de sortie lors de l'insertion et/ou lors de la
sortie du guide de tiroir (100).
12. Guide de tiroir selon la revendication 11, caractérisé en ce que lors de l'insertion du guide de tiroir (100) avant un désencliquetage de l'au moins
un entraîneur (146), l'au moins un dispositif d'amortissement (114) peut être actionné
à l'aide du rail intérieur (106).
13. Guide de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'au moins un entraîneur (146) et un élément d'actionnement (126) pour l'actionnement
d'au moins un dispositif d'amortissement (114) sont réalisés de manière mobile l'un
par rapport à l'autre transversalement au sens de sortie lors de l'insertion et/ou
lors de la sortie du guide de tiroir (100).