| (19) |
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(11) |
EP 2 242 931 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2016 Patentblatt 2016/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.02.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2009/000230 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/103278 (27.08.2009 Gazette 2009/35) |
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| (54) |
ZIRKULATIONSSTRUKTUR FÜR EINEN TURBOVERDICHTER
CIRCULATION STRUCTURE FOR A TURBO COMPRESSOR
STRUCTURE D'ÉCOULEMENT POUR TURBOCOMPRESSEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.02.2008 DE 102008010283
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.10.2010 Patentblatt 2010/43 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines AG |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BRIGNOLE, Giovanni
80939 München (DE)
- ZSCHERP, Carsten
82194 Gröbenzell (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 924 336 US-A1- 2007 160 459
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GB-A- 2 408 546 US-B1- 6 290 458
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Zirkulationsstruktur für einen Turboverdichter nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine solche Zirkulationsstruktur ist z.B. aus der
US 6 290 458 bekannt. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Turboverdichter sowie ein Flugtriebwerk
und eine stationäre Gasturbine.
[0002] Zirkulationsstrukturen bzw. Rezirkulationsstrukturen für Turboverdichter sind in
Form sogenannter "Casing Treatments" und "Hub Treatments"" bekannt. Die "Casing Treatments"
und "Hub Treatments" genannten Zirkulationsstrukturen haben primär die Aufgabe, den
aerodynamisch stabilen Betriebsbereich des Verdichters durch eine Optimierung des
Pumpgrenzabstandes zu erhöhen. Ein optimierter Pumpgrenzabstand ermöglicht höhere
Verdichterdrücke und somit eine höhere Verdichterbelastung. Die für einen örtlichen
Strömungsabriss und letztendlich für das Pumpen des Verdichters verantwortlichen Störungen
treten an gehäuseseitigen Enden der Laufschaufeln einer bzw. mehrerer Verdichterstufen
bzw. an den nabenseitigen, radial innenliegenden Enden der Leitschaufeln auf, da in
diesen Bereichen die aerodynamische Belastung im Verdichter am höchsten ist. Durch
Zirkulationsstrukturen wird die Strömung im Bereich der Schaufelenden stabilisiert.
Statorseitige Zirkulationsstrukturen im Bereich der gehäuseseitigen Enden der Laufschaufeln
bezeichnet man als "Casing Treatments". Rotorseitige Zirkulationsstrukturen im Bereich
der nabenseitigen Enden der Leitschaufeln bezeichnet man als "Hub Treatments".
[0003] Die
DE 29 24 336 A1 beschreibt eine Blattspitzenummantelungsstruktur für eine Verdichtungsstufe eines
Gasturbinentriebwerks, die eine sich in Umfangsrichtung erstreckende Vertiefung in
der Wand eines Gehäuses umfasst, das die Spitzen der Schaufeln umgibt, wobei axial
abgeschrägte Nuten und sich in Umfangsrichtung erstreckende Nuten Flächenunstetigkeiten
am Grund der Vertiefung bilden.
[0004] Nach der
US 6 290 458 B1 sind eine Mehrzahl erster Vertiefungen in Richtung eines Fluiddruckgradienten an
einer inneren Strömungsoberfläche und zweite Vertiefungen in Umfangsrichtung zur Kommunikation
der ersten Vertiefungen in Umfangsrichtung vorgesehen.
[0005] Aus der
DE 103 30 084 A1 sind als "Casing Treatments" und "Hub Treatments" ausgebildete Strömungsstrukturen
für einen Turboverdichter bekannt, die in Umfangsrichtung durchströmbare Ringkammern
aufweisen. Die in Ümfangsrichtung durchströmbaren Ringkammern sind konzentrisch zu
einer Achse des Turboverdichters im Bereich von freien Schaufelenden eines Laufschaufelkranzes
oder eines Leitschaufelkranzes angeordnet, wobei die Ringkammern radial an einen Hauptströmungskanal
des Turboverdichters angrenzen. Innerhalb der in Umfangsrichtung durchströmbaren Ringkammern
können Leitelemente angeordnet sein.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine neuartige
Zirkulationsstruktur für einen Turboverdichter zu schaffen.
[0007] Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass die eingangs genannte Zirkulationsstruktur
für einen Turboverdichter durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1 weitergebildet ist.
[0008] Erfindungsgemäß sind in Hauptströmungsrichtung des Hauptströmungskanals gesehen stromaufwärts
der oder jeder Ringkammer mehrere in Axialrichtung durchströmbare Kammern positioniert,
wobei eine radiale Aussparung zum Hauptströmungskanal im Bereich der in Axialrichtung
durchströmbaren Kammern ausgebildet ist.
[0009] Mit der hier vorliegenden Erfindung wird erstmals vorgeschlagen, in Hauptströmungsrichtung
des Hauptströmungskanals gesehen stromaufwärts der oder jeder in Umfangsrichtung durchströmbaren
Ringkammern mehrere in Axialrichtung durchströmbare Kammern anzuordnen. Die erfindungsgemäße
Zirkulationsstruktur kombiniert demnach in Axialrichtung durchströmbare Kammern, die
keine Umfangsverbindung aufweisen, mit mindestens einer Ringkammer, die in Umfangsrichtung
durchströmbar ist, wobei die oder jede Ringkammer in Hauptströmungsrichtung gesehen
stromabwärts der in Axialrichtung durchströmbaren Kammer ohne Umfangsverbindung positioniert
ist. Hierdurch wird die Ausbildung eines Spaltwirbels in seiner Entstehungen pulsierend
gehemmt. Eine sich ausbildende Rezirkulationsströmung nutzt verlustreiches Fluid,
um die Zuströmung rotorseitiger Baugruppen zu beeinflussen, wobei die geometrischen
Eigenschaften der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern ohne Umfangsverbindung
einen Gegendrall erzeugen. Weitere Strömungsversperrungsgebiete werden in die Ringkammern
mit Umfangsverbindung verlagert.
[0010] Die erfindungsgemäße Zirkulationsstruktur gewährleistet aufgrund ihrer Einfachheit
sehr niedrige Verluste. Verlusterzeugende, dreidimensionale Strömungsphänomene können
effektiv gehemmt werden. Hierdurch können positive Effekte auf die Betriebsstabilität
des Turboverdichters bei Teillast und Volllast mit einer insgesamt positiven Veränderung
des Wirkungsgrads, insbesondere bei Volllast, gekoppelt werden. Die Einfachheit der
Zirkulationsstruktur ist mit geringen Herstellkosten verbunden.
[0011] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung naher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Teillängsschnitt durch einen Verdichter im Bereich einer gehäuseseitigen Zirkulationsstruktur
nach einem Beispiel, das das Verständnis der Erfindung erleichtert;
- Fig. 2:
- ein vergrößertes Detail aus der Darstellung der Fig. 1;
- Fig. 3:
- das Detail der Fig. 2 in Axialblickrichtung;
- Fig. 4:
- das Detail der Fig. 2 in Radialblickrichtung;
- Fig. 5 bis 7:
- Teillängsschnitte durch Verdichter in Axialbauweise im Bereich einer gehäuseseitigen
Zirkulationsstruktur nach weiteren Beispielen, die das Verständnis der Erfindung erleichtern;
- Fig. 8:
- einen Teillängsschnitt durch einen Verdichter in Axialbauweise im Bereich einer erfindungsgemäßen,
gehäuseseitigen Zirkulationsstruktur nach einem Ausführungsbeispiel;
- Fig. 9 bis 18:
- Darstellungen in Radialblickrichtung von Varianten erfindungsgemäßer, gehäuseseitiger
Zirkulationsstrukturen; und
- Fig. 19;
- das Detail der Fig. 3 nach einer anderen Variante.
[0012] Die Erfindung betrifft eine Zirkulationsstruktur für einen Turboverdichter, insbesondere
für einen Verdichter einer Gasturbine, die als "Casing Treatment"" oder als "Hub Treatment"
ausgebildet sein kann. Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf Fig. 1
bis 19 an einer als "Casing Treatment" ausgebildeten Zirkulationsstruktur beschrieben,
die in ein statorseitiges Gehäuse eingebracht ist, welches einen Hauptströmungskanal
des Turboverdichters radial außen begrenzt und sich an freie Schaufelenden von Laufschaufeln
eines rotorseitigen Laufschaufelkranzes anschließt. Die erfindungsgemäße Zirkulationsstruktur
ist jedoch analog auch als "Hub Treatment" einsetzbar, wobei dieselbe dann in eine
rotorseitige Nabe eingebracht ist, die den Hauptströmungskanal des Turboverdichters
radial innen begrenzt und sich an freie Schaufelenden von Leitschaufeln eines statorseitigen
Leitschaufelkranzes anschließt.
[0013] Fig. 1 bis 4 zeigen unterschiedliche Ansichten einer als "Casing Treatment" ausgebildeten,
gehäuseseitigen Zirkulationsstruktur 20, die in ein statorseitiges Gehäuse 21 eines
Verdichters einer Gasturbine eingebracht ist, nach einem Beispiel, das das Verständnis
der Erfindung erleichtert. Das Gehäuse 21 begrenzt radial außen einen Hauptströmungskanal
22, wobei im Hauptströmungskanal 22 rotorseitige Laufschaufeln 23 eines Laufschaufelkranzes
24 rotieren. Radial innen wird der Hauptströmungskanal 22 von einer Nabe 25 des Rotors
begrenzt.
[0014] Im Beispiel der Fig. 1 bis 4 umfasst die Zirkulationsstruktur 20 eine in Umfangsrichtung
durchströmbare Ringkammer 26, die konzentrisch zu einer Achse des Verdichters im Bereich
von freien Schaufelenden der Laufschaufeln 23 des Laufschaufelkranzes 24 angeordnet
ist. Die Ringkammer 26 grenzt dabei radial an den Hauptströmungskanal 22 an. Die Ringkammer
26 erlaubt eine Durchströmung in Umfangsrichtung und verfügt demnach über eine Umfangsverbindung.
Die Ringkammer 26 ist als Umfangsnut ausgebildet, wobei innerhalb der Ringkammer 26
Leitelemente zur Strömungsführung positioniert sein können.
[0015] Die Ringkammer 26 erstreckt sich in Axialrichtung gesehen vollständig im Bereich
der freien Schaufelenden der Laufschaufeln 23 des Laufschaufelkranzes 24. Die Axialerstreckung
der Ringkammer 26 ist dabei gemäß Fig. 2 durch den Parameter b gekennzeichnet. Die
Radialerstreckung der Ringkammer 26 ist durch den Parameter t gekennzeichnet. Eine
in Hauptströmungsrichtung gesehen stromaufwärts positionierte Kante der Ringkammer
26 ist gemäß Fig. 4 durch ek und eine stromabwärts positionierte Kante der Ringkammer
26 durch ak gekennzeichnet.
[0016] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung sind in Hauptströmungsrichtung des Hauptströmungskanals
22 gesehen stromaufwärts der Ringkammer 26 mehrere in Axialrichtung durchströmbare
Kammern 27 positioniert. Die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 sind als
Schlitze bzw. Axialnuten ausgebildet und in Umfangsrichtung nicht miteinander verbunden,
die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 verfügen demnach über keine Umfangsverbindung.
Eine in Hauptströmungsrichtung des Hauptströmungskanals 22 gesehen stromaufwärts positionierte
Kante der Kammern 27 ist in Fig. 4 mit vk gekennzeichnet, eine in Hauptströmungsrichtung
des Hauptströmungskanals 22 gesehen stromabwärtige Kante der Kammern 27 ist in Fig.
4 mit hk gekennzeichnet. Eine saugseitige Kante der Kammern 27 ist in Fig. 4 mit sk
und eine druckseitige Kante mit dk gekennzeichnet, wobei Fig. 3 und 4 eine Saugseite
28 und eine Druckseite 29 einer Laufschaufel 23 des Laufschaufelkranzes 24 zeigen.
[0017] Die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 sind in Axialrichtung gesehen abschnittsweise
im Bereich der freien Schaufelenden der Laufschaufeln 23 des Laufschaufelkranzes 24
positioniert. So zeigt Fig. 2 mit dem Parameter o den Abschnitt der in Axialrichtung
durchströmbaren Kammern 27, der sich im Bereich der freien Schaufelenden der Laufschaufeln
23 erstreckt und demnach den Laufschaufelkranz 24 überlappt. Der Parameter v zeigt
hingegen den Abschnitt der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27, der sich vollständig
stromaufwärts des Laufschaufelkranzes 24 erstreckt.
[0018] Fig. 2 verdeutlicht mit dem Parameter h die radiale Erstreckung bzw. Tiefe der in
Axialrichtung durchströmbaren Klammern 27. Eine sich an die stromaufwärtige Kante
vk anschließende Kontur der Kammern 27 ist gemäß Fig. 2 um den Winkel α gegenüber
der radial äußeren Kontur des Hauptströmungskanals 22 schräggestellt.
[0019] Eine sich an die stromabwärtige Kante hk anschließende Kontur der Kammern 27 ist
gegenüber der radial äußeren Konturierung des Hauptströmungskanals 22 um den Winkel
β schräggestellt. Weiterhin sind gemäß Fig. 3 die in Axialrichtung durchströmbaren
Kammern 27 gegenüber der Radialrichtung um den Winkel γ schräggestellt. In Umfangsrichtung
gesehen verfügen die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 über das Breite c,
wobei in Umfangsrichtung unmittelbar benachbarte Kammern 27 den Abstand s aufweisen.
[0020] Verbindungen bzw. Mündungsöffnungen 30 der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern
27 in den Hauptströmungskanal 22 sind von einer Verbindung bzw. Mündungsöffnung 31
der Ringkammer 26 axial beabstandet bzw. axial getrennt, wobei gemäß Fig. 2 der axiale
Abstand zwischen diesen Mündungsöffnungen 30 und 31 durch den Parameter a gekennzeichnet
ist.
[0021] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Kanten ak und ek der Ringkammer
26 sowie die Kanten vk, hk, dk, und sk der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern
27 und damit die Eintrittsflächen derselben durch beliebige Kurven oder Splines beschrieben
werden können. Sich an diese Kanten anschließende Randflächen der Ringkammer 26 sowie
der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 können durch generische Nurbs-Flächen
definiert sein. Die Geometrie jeder einzelnen Kammer 27 kann von den anderen Kammern
27 abweichen. Dies gilt insbesondere für die Neigungswinkel γ der Kammern 27, den
Umfangsabstand s der Kammern 27 und die Umfangsbreite c der Kammern 27.
[0022] Im Beispiel der Fig. 1 bis 4 (siehe insbesondere Fig. 1 und 2) sind sich an die Kanten
ak und ek der Ringkammer 26 und sich an die Kanten vk, hk, dk und sk der Kammern 27
anschließende Randflächen bzw. Außenflächen durch Rotation von stetig differenzierbaren
Kurven generiert. Im Unterschied hierzu sind in Fig. 5 diese Randflächen bzw. Außenflächen
von einer Polyline, in Fig. 6 aus einer Geraden und Kreissegmente und in Fig. 7 von
einfachen geometrischen Formen, wie einer Ellipse und einem Rechteck, generiert.
[0023] Als Alternative zur Rotation kann auch eine lokale Translation zur Erzeugung der
Randflächen bzw. Außenflächen der Kemmern 26 sowie 27 angewendet werden. Fig. 8 zeigt
eine Ausführungsform der Erfindung mit einer Konturierung des Gehäuses 21 unter Ausbildung
einer radialen Aussparung zum Hauptströmungskanal 22 im Bereich der in Axialrichtung
durchströmbaren Kammern 27.
[0024] Im Beispiel der Fig. 1 bis 4 können die Parameter α, β, h, t und b einen beliebigen
Wert annehmen. Ebenfalls können die Parameter o, v und a einen beliebigen Wert annehmen,
wobei insbesondere zur Gewährleistung einer Überlappung der in Axialrichtung durchströmbaren
Kammern 27 mit den freien Schaufelenden der Laufschaufeln 23 des Laufschaufelkranzes
24 die Parameter o und v einen Wert von größer als Null annehmen müssen. Weiterhin
kann hierdurch eine Vorstreckung der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 stromaufwärts
einer Eintrittskante der Lautschaufeln 23 realisiert werden. Für eine axiale Trennung
der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 von der Ringkammer 26 bzw. für eine
axiale Trennung der entsprechenden Mündungsöffnungen 30, 31 muss der Parameter a einen
Wert von größer als Null annehmen.
[0025] Im Beispiel der Fig. 1 bis 4 (siehe insbesondere Fig. 4) erstrecken sich die Kanten
sk und dk der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 gerade in Axialrichtung
des Turboverdichters. Demgegenüber zeigen Fig. 9 bis 15 eine hiervon abweichende Konturierung
der saugseitigen Kanten sk und der druckseitigen Kanten dk der in Axialrichtung durchströmbaren
Kammern 27.
[0026] So sind in Fig. 9 und 10 diese Kanten sk und dk der in Axialrichtung durchströmbaren
Kammern 27 gegenüber der Axialrichtung schräggestellt. In Fig. 11 bis 14 sind die
Kanten sk und dk der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 in Umfangsrichtung
gebogen, wobei in Fig. 15 die Kanten sk und dk der Kammern 27 im Bereich der stromabwärtigen
Kante hk in etwa tangential zur Saugseite und Druckseite der Laufschaufeln 23 verlaufen.
[0027] Fig. 16 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit zwei Ringkammern 26, die
beide in Hauptströmungsrichtung des Strömungskanals 22 gesehen, stromabwärts der in
Axialrichtung durchströmbaren Kammern 27 positioniert sind.
[0028] Fig. 17 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, in welcher die in Axialrichtung
durchströmbaren Kammern 27 mit der stromabwärts derselben positionierten Ringkammer
26 über diskrete Verbindungen 33 verbunden sind. Diese diskreten Verbindungen 33 können
über entsprechende Steuerelemente aktiv geschlossen und geöffnet werden, um so eine
aktive Regelung eines Strömungsübertritts zwischen der Ringkammer 26 und den in Axialrichtung
durchströmbaren Kammern 27 einzustellen.
[0029] Fig. 18 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welcher die stromabwärtige
Kante ak der Ringkammer 26 diskrete Vorsprünge 34 aufweist, um so die Axialerstreckung
der Mündungsöffnung 31 der Ringkammer 26 abschnittsweise zu vergrößern. Demgegenüber
zeigt Fig. 19 eine Konturierung einer Randfläche bzw. Mantelfläche nw der Ringkammer
26 mit diskreten radialen Vorsprüngen 35, welche die radiale Erstreckung t der Ringkammer
26 abschnittsweise verringern.
[0030] Die Erfindung kann auch dann zum Einsatz kommen, wenn der Turboverdichter einen Tandem-Rotor
mit zwei unmittelbar aufeinander folgenden Laufschaufelkränzen und/oder zwei unmittelbar
aufeinander folgenden Leitschaufelkränzen aufweist.
[0031] Vorzugsweise findet die erfindungsgemäße Zirkulationsstruktur bei Turboverdichtern,
insbesondere Verdichtern einer als Flugtriebwerk ausgebildeten Gasturbine oder einer
stationären Gasturbine Verwendung.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 20
- Zirkulationsstruktur
- 21
- Gehäuse
- 22
- Hauptströmungskanal
- 23
- Laufschaufel
- 24
- Laufschaufelkranz
- 25
- Nabe
- 26
- Ringkammer
- 27
- Kammer
- 28
- Saugseite
- 29
- Druckseite
- 30
- Mündungsöffnung
- 31
- Mündungsöffnung
- 32
- Vorsprung
- 33
- Verbindungen
- 34
- Vorsprung
- 35
- Vorsprung
1. Zirkulationsstruktur für einen Turboverdichter, insbesondere für einen Verdichter
einer Gasturbine, mit mindestens einer in Umfangrichtung durchströmbaren Ringkammer
(26), die konzentrisch zu einer Achse des Turboverdichters im Bereich von freien Schaufelenden
eines Schaufelkranzes (24) angeordnet ist und die radial an einen Hauptströmungskanal
(22) angrenzt, wobei
in Hauptströmungsrichtung des Hauptströmungskanals (22) gesehen stromaufwärts der
oder jeder Ringkammer (26) mehrere in Axialrichtung durchströmbare Kammern (27) positioniert
sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine radiale Aussparüng züm Hauptströmüngskanal (22) im Bereich des in Axialrichtung
durch strömbaren Kammern (27) aüsgebildet ist.
2. Zirkulationsstruktur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die stromaufwärts der oder jeder Ringkammer (26) positionierten Kammern (27) als
Schlitze oder Axialnuten ausgebildet sind, die in Umfangrichtung nicht miteinander
verbunden sind.
3. Zirkulationsstruktur nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die oder jede Ringkammer (26) als Umfangsnut ausgebildet ist, wobei vorzugsweise
in mindestens einer Ringkammer Leitelemente positioniert sind.
4. Zirkulationsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass Verbindungen bzw. Mündungsöffnungen (30) der in Axialrichtung durchströmbaren Kammern
(27) in den Hauptströmungskanal (22) von einer Verbindung bzw. Mündungsöffnung (31)
der oder jeder Ringkammer (26) in den Hauptströmungskanal (22) axial beabstandet und
damit axial getrennt sind.
5. Zirkulationsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern (27) von der oder jeder Ringkammer (26)
derart getrennt sind, dass keine Verbindung zwischen den in Axialrichtung durchströmbaren
Kammern (27) und der stromabwärts der Kammern (27) positionierten Ringkammer (26)
besteht.
6. Zirkulationsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Axialrichtung durchströmbare Kammern (27) mit der stromabwärts der Kammern (27)
positionierten Ringkammer (26) über diskrete Verbindungen (33) verbunden sind.
7. Zirkulationsstruktur nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet,
dass die diskreten Verbindungen (33) über Steuerungselemente aktiv geschlossen und geöffnet
werden können.
8. Zirkulationsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die oder jede Ringkammer (26) in Axialrichtung gesehen vollständig im Bereich
von freien Schaufelenden des Schaufelkranzes (24) erstreckt.
9. Zirkulationsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern (27) in Axialrichtung gesehen abschnittsweise
im Bereich von freien Schaufelenden des Schaufelkranzes (24) erstrecken.
10. Zirkulationsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in Axialrichtung durchströmbaren Kammern (27) in Hauptströmungsrichtung des Hauptströmungskanals
(22) gesehen stromaufwärts von Eintrittskanten der Schaufeln des Schaufelkranzes (24)
vorgestreckt sind.
11. Turboverdichter, mit mindestens einer Zirkulationsstruktur nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 10.
12. Flugtriebwerk, mit einem Turboverdichter nach Anspruch 11.
13. Stationäre Gasturbine, mit einem Turboverdichter nach Anspruch 11.
1. A circulation structure for a turbocompressor, in particular for a compressor of a
gas turbine, comprising at least one annular chamber (26) through which a flow can
pass in a circumferential direction, which chamber is concentric with respect to an
axis of the turbocompressor in the region of free blade ends of a blade ring (24)
and radially borders a main flow channel (22), wherein a plurality of chambers (27)
through which a flow can pass in an axial direction are positioned upstream of the
or each annular chamber (26) when viewed in a main flow direction of the main flow
channel (22), characterized in that a radial recess to the main flow channel (22) is configured in the region of the
chambers (27) through which a flow can pass in an axial direction.
2. The circulation structure according to claim 1, characterized in that the chambers (27) positioned upstream of the or each annular chamber (26) are configured
as slots or axial grooves which are not connected to one another in the circumferential
direction.
3. The circulation structure according to claim 1 or 2, characterized in that the or each annular chamber (26) is configured as a circumferential groove, wherein
guide elements are preferably positioned in at least one annular chamber.
4. The circulation structure according to one of claims 1 to 3, characterized in that connections or mouth openings (30) of the chambers (27), through which a flow can
pass in an axial direction, into the main flow channel (22) are spaced apart axially
from a connection or a mouth opening (31) of the or each annular chamber (26) into
the main flow channel (22) and thus are axially separated.
5. The circulation structure according to one of claims 1 to 4, characterized in that the chambers (27) through which a flow can pass in an axial direction are separated
from the annular chamber (26) in such a way that no connection exists between the
chambers (27) through which a flow can pass in an axial direction and the annular
chamber (26) positioned downstream of the annular chamber (26).
6. The circulation structure according to one of claims 1 to 4, characterized in that the chambers (27) through which a flow can pass in an axial direction are connected
by means of discrete connections (33) to the annular chamber (26) positioned downstream
of the chambers (27).
7. The circulation structure according to claim 6, characterized in that the discrete connections (33) can be actively closed and opened by means of control
elements.
8. The circulation structure according to one of claims 1 to 7, characterized in that the or each annular chamber (26) extends completely in the region of free blade ends
of the blade ring (24) when viewed in the axial direction.
9. The circulation structure according to one of claims 1 to 8, characterized in that the chambers (27) through which a flow can pass in an axial direction extend partially
in the region of free blade ends of the blade ring (24) when viewed in the axial direction.
10. The circulation structure according to one of claims 1 to 9, characterized in that the chambers (27) through which a flow can pass in an axial direction are extended
upstream of a leading edge of the blades of the blade ring (24) when viewed in the
main flow direction of the main flow channel (22).
11. A turbocompressor comprising at least one circulation structure according to one of
claims 1 to 10.
12. An aircraft engine comprising a turbocompressor according to claim 11.
13. A stationary gas turbine comprising a turbocompressor according to claim 11.
1. Structure d'écoulement pour un turbocompresseur, notamment pour un compresseur d'une
turbine à gaz comprenant au moins une chambre annulaire (26) pouvant être traversée
par le fluide dans une direction circonférentielle, qui est disposée de manière concentrique
par rapport un axe du turbocompresseur dans la zone des extrémités libres des aubes
d'une couronne d'aubes (24) et qui est radialement adjacente un canal d'écoulement
principal (22), vu de la direction d'un écoulement principal du canal d'écoulement
principal (22), plusieurs chambres (27) pouvant être traversées par le fluide dans
une direction axiale étant positionnées en amont de la ou de chaque chambre annulaire
(26), caractérisé en ce qu'une échancrure radiale vers le canal d'écoulement principal (22) est façonnée dans
la section de la chambre (27) pouvant être traversée par le fluide en direction axiale.
2. Structure d'écoulement selon la revendication 1, caractérisée en ce que les chambres (27) positionnées en amont de la ou de chaque chambre annulaire (26)
sont façonnées en tant qu'interstice ou rainures axiales qui ne sont pas reliées entre
elles en direction circonférentielle,
3. Structure d'écoulement selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la ou chaque chambre annulaire (26) est façonnée en tant que rainure circonférentielle,
des éléments de conduite étant préférablement positionnés dans au moins une chambre
annulaire.
4. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les connexions ou embouchures (30) des chambres (27) pouvant être traversées par
le fluide en direction axiale dans le canal d'écoulement principal (22) sont écartées
axialement et ainsi séparées par une connexion ou une embouchure (31) de la ou de
chaque chambre annulaire (26) dans le canal d'écoulement principal.
5. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les chambres (27) pouvant être traversées par le fluide en direction axiale sont
séparées de sorte à ce qu'aucune connexion n'existe entre les chambres (27) pouvant
être traversées par le fluide en direction axiale et la chambre annulaire (26) positionnée
en aval des chambres (27).
6. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les chambres (27) pouvant être traversées par le fluide en direction axiale sont
connectées à la chambre annulaire (26) positionnée en aval des chambres (27) par l'intermédiaire
de connexions discrètes (33).
7. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 6, caractérisée en ce que les connexions discrètes (33) peuvent être fermées et ouvertes activement via les
éléments de commande.
8. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les chambres (27) pouvant être traversées par le fluide en direction axiale, vues
en direction axiale, s'étendent par sections dans la zone des extrémités libres des
aubes d'une couronne d'aubes (24).
9. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les chambres (27) pouvant être traversées par le fluide en direction axiale, vues
en direction d'écoulement principal du canal d'écoulement principal (22), sont avancées
en amont des bords d'entrée des aubes de la couronne d'aubes (24).
10. Structure d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les chambres (27) pouvant être traversées par le fluide en direction axiale, vues
en direction d'écoulement principal du canal d'écoulement principal (22), sont avancées
en amont des bords d'entrée des aubes de la couronne d'aubes (24).
11. Turbocompresseur doté d'au moins une structure d'écoulement selon une ou plusieurs
des revendications 1 à 10.
12. Réacteur d'avion doté d'un turbocompresseur selon la revendication 11.
13. Turbine à gaz stationnaire dotée d'un turbocompresseur selon la revendication 11.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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