[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsschrank, vorzugsweise einen Sicherheits-Untertischschrank,
mit wenigstens einem Schrankkorpus, und mit zumindest einer an den Schrankkorpus angelenkten
Tür.
[0002] Solche Schränke, insbesondere Sicherheitsschränke, sind allgemein bekannt, wozu nur
beispielhaft auf die
DE 93 17 218 U1 hingewiesen sei. Regelmäßig werden derartige Schränke, bzw. Untertischschränke unterhalb
von Labortischen platziert. In Labors kommen oftmals nicht nur Gefahrstoffe wie brennbare
Flüssigkeiten (beispielsweise Alkohole), sondern auch Säuren oder Laugen zum Einsatz.
[0003] Die Bevorratung solcher Säuren und Laugen muss einerseits getrennt von den zuvor
angesprochenen Gefahrstoffen erfolgen und ist andererseits problematisch, was die
dauerhafte Unterbringung angeht. Denn beispielsweise Säuredämpfe (oder auch Laugendämpfe)
greifen nahezu alle Materialien an, aus denen solche Sicherheits-Schränke aufgebaut
sind, namentlich Metallplatten, Scharniere, Griffe, Schienenführungen etc. Da heutzutage
zunehmend die Anforderung besteht, nicht nur Gefahrstoffe, sondern auch Säuren und
Laugen verbrauchsnah zu lagern, müssen geeignete Vorkehrungen getroffen werden. Denn
viele Labors gehen mehr und mehr dazu über, bisher ausgelagerte Chemikalienvorräte
von ihrer Menge her zu verringern und direkt in den Labors zu lagern, um die Wege
und etwaige Ausfallzeiten so kurz wie möglich zu bemessen.
[0004] Im Rahmen der gattungsbildenden Lehre nach der
US 5 664 853 ist ein Schrank bekannt geworden, welcher im Inneren des Schrankkorpus mit einzelnen
Abteilungen ausgerüstet ist. Diese Abteilungen werden einerseits von vertikalen und
andererseits von horizontalen Paneelen definiert. Die fraglichen Paneele sind überwiegend
nicht an den Schrankkorpus angeschlossen, sondern definieren eine separate Struktur
im Inneren.
[0005] DE 94 16 974 U zeigt einen Sichercheitsschrank, ausgebildet mit einerh zweiteiligen Schrankkorpus,
einer Gefahrstoffabteilung und einer Säure-/Laugen-Abteilung mit Innenverkleidung.
[0006] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen Schrank, insbesondere
Sicherheitsschrank, der eingangs beschriebenen Ausgestaltung so weiter zu entwickeln,
dass die problemlose Lagerung von sämtlichen im Labor benötigten Materialien, insbesondere
von Säuren und Laugen, gelingt.
[0007] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Sicherheitsschrank
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Schrankkorpus wenigstens
zweiteilig mit einer Gefahrstoffabteilung und einer Säure-/Laugen-Abteilung mit Innenverkleidung
ausgebildet ist, wobei die vom Schrankkorpus unabhängige Innenverkleidung resistent
gegenüber Säuren und Laugen ausgeführt ist und das Innere des Schrankkorpus teilweise
bedeckt sowie einen eigenen Raumkörper getrennt vom Schrankkorpus bildet und dazu
die Innenverkleidung mehrteilig mit Bodenverkleidungsteil und Dachverkleidungsteil
sowie Wandverkleidungsteilen ausgebildet ist, welche unabhängig vom Schrankkorpus
eine selbsttragende Hülle bilden und einzeln dauerhaft oder lösbar mittels gegenüber
Säure und Laugen resistenten Befestigungsmitteln mit dem Schrankkorpus verbunden sind,
und wobei etwaige zwischen den einzelnen Verkleidungsteilen verbleibende Fugen nach
Anbringung der Innenverkleidung im Schrankkorpus versiegelt werden.
[0008] Die erfindungsgemäße Innenverkleidung ist also unabhängig vom Schrankkorpus ausgelegt.
Das meint im Rahmen der Erfindung, dass die Innenverkleidung getrennt von dem Schrankkorpus
gefertigt wird und/oder einen eigenen Raukörper getrennt vom Schrankkorpus bildet.
Dadurch lässt sich ein vorhandener Schrankkorpus bedarfsweise mit der Innenverkleidung
ausrüsten und der Schrank entsprechend aufrüsten. Die Verbindung der Innenverkleidung
mit dem Schrankkorpus ist dauerhaft oder auch lösbar gestaltet. Hier schlägt die Erfindung
spezielle Befestigungsmittel vor, welche resistent gegenüber Säuren und Laugen ausgeführt
sind. Als Befestigungsmittel haben sich beispielsweise so genannte Kunststoffnägel
als günstig erwiesen. Denn mit Hilfe der Kunststoffnägel lässt sich die Innenverkleidung
einerseits gegenüber dem Schrankkorpus sichern und andererseits in ihrer gewünschten
Position gegenüber dem Schrankkorpus fixieren.
[0009] Die Innenverkleidung ist - wie die Befestigungsmittel - resistent gegenüber Säuren
und Laugen ausgebildet. Dabei hat es sich ganz besonders bewährt, wenn die Innenverkleidung
ganz oder teilweise selbsttragend ausgebildet ist. Das heißt, die Verkleidung kommt
ohne einen eigenen stützenden Rahmen aus, ist vielmehr in der Lage, gleichsam ohne
den
[0010] Schrankkorpus eine Einhausung, also einen geschlossenen Raumkörper, zu bilden. Anders
ausgedrückt, werden tragende Funktionen der Innenverkleidung von dieser selbst übernommen.
Alle Verkleidungsteile wirken folglich als gleichsam Schalen und nehmen in ihrer Gesamteinheit
eingeleitete Kräfte auf.
[0011] Dabei hat es sich besonders bewährt, wenn die Innenverkleidung aus einem Kunststoff,
beispielsweise einem thermoplastischen Kunststoff hergestellt ist. Beispiele für geeignete
Kunststoffe sind Polyethylen oder auch Polypropylen. So ist es bekannt, dass beispielsweise
aus Polyethylen (PE) säurefeste Behälter und Rohre sowie Folien hergestellt werden
können. Auch Polypropylen (PP) eignet sich hierfür und wird beispielsweise für die
Herstellung von Batteriekästen genutzt. Jedenfalls zeichnen sich solche thermoplastischen
Kunststoffe im Allgemeinen und Polyethylen, Polypropylen aber auch Polyamid (PA) im
Speziellen durch ihre besondere Eignung aus, als Material für die erfindungsgemäß
eingesetzte und vorzugsweise selbsttragende Innenverkleidung des Schrankkorpus zu
dienen.
[0012] Dabei hat es sich ergänzend als besonders günstig erwiesen, wenn der Schrankkorpus
wenigstens zweigeteilt ausgestaltet ist. Hierdurch trägt die Erfindung dem Umstand
Rechnung, dass Gefahrstoffe einerseits und Säuren sowie Laugen etc. andererseits nicht
gemeinsam, sondern nur getrennt bevorratet werden dürfen. Folgerichtig verfügt der
erfindungsgemäße Schrankkorpus vorteilhaft über eine Gefahrstoffabteilung und eine
Säure-/Laugen-Abteilung. Die Gefahrstoffabteilung dient zur Bevorratung von meistens
brennbaren Gefahrstoffen wie Alkoholen etc., während die Säure-/Laugen-Abteilung Säuren,
Laugen oder vergleichbare Flüssigkeit aufnimmt.
[0013] Im Rahmen der Erfindung wird nun die Auslegung zu getroffen, dass lediglich die Säure-/Laugen-Abteilung
mit der beschriebenen Innenverkleidung ausgerüstet ist. Dadurch kann der Schrank besonders
kostengünstig hergestellt werden. Denn die Innenverkleidung wird lediglich in dem
Bereich des Schrankkorpus eingesetzt, welcher Säure- bzw. Laugendämpfen und folglich
einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt ist. Dabei trägt die Erfindung dem Umstand Rechnung,
dass solche Sicherheitsschränke in der Regel als Stahlschränke oder auch Holzschränke
mit beispielsweise Kunststoffbeschichtung ausgebildet sind. Jedenfalls wird durch
die Kunststoff-Innenverkleidung sichergestellt, dass insbesondere die Säure-/Laugen-Abteilung
des Schrankkorpus geschützt wird, was zwangsläufig entstehende Säure-/Laugendämpfe
angeht.
[0014] Um dies im Detail zu realisieren, hat es sich bewährt, wenn die Innenverkleidung
mehrteilig ausgebildet ist. Dabei ist es beispielsweise denkbar, mit einem Bodenverkleidungsteil
und einem Dachverkleidungsteil sowie mehreren Wandverkleidungsteilen zu arbeiten.
Selbstverständlich können auch einzelne der vorerwähnten Verkleidungsteile zusammengefasst
werden. Das lässt sich so bewerkstelligen, dass beispielsweise das Bodenverkleidungsteil
und ein oder mehrere Wandverkleidungsteile einstückig ausgelegt sind. - Solche Ausführungsformen
sind grundsätzlich bekannt, wozu nur beispielhaft auf das Gebrauchsmuster
DE 1 920 640 U1 verwiesen sei. Allerdings geht es hier um einen Kunststoffkasten für den Innenausbau
von Lieferwagen, wird also eine völlig andere Technologie beschrieben.
[0015] Um den gewünschten und vorzugsweise realisierten selbsttragenden Aufbau der Innenverkleidung
herstellen zu können, hat es sich bewährt, wenn einzelne Verkleidungsteile wenigstens
teilweise gegeneinander fixiert sind. Alternativ oder zusätzlich lassen sich die besagten
Verkleidungsteile auch aufeinander stehend im Innern des Schrankkorpus platzieren.
Dabei sorgt ergänzend der die Innenverkleidung umschließende Schrankkorpus dafür,
dass die Innenverkleidung einen Halt erfährt. So oder so bilden die einzelnen Verkleidungsteile
unabhängig von dem Schrankkorpus vorteilhaft eine selbsttragende Hülle, also einen
zur Tür hin offenen Quader, der zusammen mit der Tür die Einhausung formt. Die Verkleidungsteile
lassen sich folglich problemlos beispielsweise bei einem schon vorhandenen Schrankkorpus
nachrüsten. Selbstverständlich ist auch die Neuausrüstung unschwer denkbar und wird
von der Erfindung umfasst. Dabei werden etwaige und zwischen den einzelnen Verkleidungsteilen
verbleibende Fugen nach Anbringung der Innenverkleidung im Schrankkorpus gegebenenfalls
versiegelt.
[0016] Neben dem Inneren des Schrankkorpus bzw. der Säure-/Laugen-Abteilung hat es sich
bewährt, wenn die an den Schrankkorpus angelenkte Tür ein daran angebrachtes Türverkleidungsteil
aufweist. Dieses Türverkleidungsteil mag mit der Tür verklebt oder sonst wie adhäsiv
oder auf andere Art und Weise verbunden sein. Das gilt grundsätzlich auch für die
übrigen Verkleidungsteile der Innenverkleidung, die ebenfalls mit dem Schrankkorpus
adhäsiv verbunden werden können. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform werden
die einzelnen Verkleidungsteile jedoch mit Hilfe der speziellen Befestigungsmittel
aus Kunststoff, insbesondere mittels der Kunststoffnägel, mit dem Schrankkorpus verbunden.
Das kann lösbar erfolgen.
[0017] Dadurch lässt sich insgesamt die Auslegung so treffen, dass ein etwaiges Türscharnier
oder andere Funktionselemente außerhalb der von den sämtlichen Verkleidungsteilen
(also dem Bodenverkleidungsteil, dem Dachverkleidungsteil, den Wandverkleidungsteilen
und dem Türverkleidungsteil) gebildeten Einhausung angeordnet werden können. Das heißt,
die aus den Verkleidungsteilen gebildete Einhausung für die Säure, Laugen etc. bildet
eine gleichsam innere und nahezu geschlossene Schale in dem Sicherheitsschrank bzw.
der Säure-/Laugen-Abteilung. Außerhalb dieser Schale befinden sich der Schrankkorpus
und etwaige Funktionselemente des Schrankkorpus wie Scharniere, Schlösser, Verriegelungsstangen
etc. Dadurch werden diese Funktionselemente bzw. die einzelnen Teile des Schrankkorpus
von zwangsläufig entstehenden Säuredämpfen oder auch Laugendämpfen separiert. Denn
erfindungsgemäß ist an dieser Stelle jeweils die Innenverkleidung zwischengeschaltet.
[0018] Da die einzelnen Verkleidungsteile der Innenverkleidung fugenlos oder größtenteils
fugenlos aneinander anschließen respektive etwaige verbleibende Fugen mit ebenfalls
säure-/laugenresistenten Kunststoffen verschlossen werden, ist sichergestellt, dass
die sich im Innern praktisch zwangsläufig bildenden Säuredämpfe oder auch Laugendämpfe
nicht bis zum Schrankkorpus respektive dessen Funktionselementen vordringen können.
Denn der betreffende erfindungsgemäße Sicherheitsschrank verfügt in der Regel über
eine Saugöffnung und steht mit einer ohnehin im Labor vorhandenen Absaugeinheit in
Verbindung. Das heißt, die betreffenden Dämpfe werden durchgängig abgesaugt.
[0019] Schlussendlich hat es sich bewährt, wenn auch etwaige Einbauelemente im Innern der
Säure-/Laugen-Abteilung bzw. innenseitig der Innenverkleidung ebenfalls aus einem
resistenten Material realisiert werden. Bei diesen Einbauelementen mag es sich nicht
einschränkend um eine Schienenführung für eine Schublade handeln. Diese Schienenführung
ist - wie die Verkleidungsteile - vorteilhaft aus Polypropylen oder auch Polyethylen
oder einem vergleichbaren thermoplastischen Kunststoff gefertigt. Dadurch wird die
gewünschte Resistenz gegenüber Säuren/Laugen erreicht. Zur Befestigung der Schienenführung
können Befestigungsteile aus Polyamid eingesetzt werden. Aus diesem Material sind
üblicherweise auch die erforderlichen Rollen für die Schublade hergestellt.
[0020] Bei der Realisierung der bereits angesprochenen Schublade wird man vorteilhaft ebenfalls
auf einen thermoplastischen Kunststoff zurückgreifen, der gegenüber Säuren/Laugen
oder dergleichen resistent ist. Das heißt, sämtliche Einbauten oder auch beweglichen
Teile im Innern der von der Innenverkleidung gebildeten Hülle sind vorteilhaft ebenfalls
aus einem resistenten Material, beispielsweise einem thermoplastischen Kunststoff,
hergestellt. Dabei formt die aus den einzelnen Verkleidungsteilen gebildete selbsttragende
Hülle in Verbindung mit dem Türverkleidungsteil insgesamt einen nahezu geschlossenen
Raum bzw. die Einhausung, welche lediglich zwischen dem Türverkleidungsteil und der
übrigen Hülle einen (gering bemessenen) Spalt aufweist. Die Einhausung wird dabei
von dem Bodenverkleidungsteil, dem Dachverkleidungsteil sowie den Wandverkleidungsteilen
der Innenverkleidung in Kombination mit dem Türverkleidungsteil gebildet.
[0021] Im Ergebnis wird ein Schrank zur Verfügung gestellt, der sich besonders als Sicherheits-Untertischschrank
eignet. Tatsächlich kann dieser Sicherheits-Untertischschrank problemlos unterhalb
eines Labortisches platziert werden und dient zur Aufnahme praktisch sämtlicher im
Labor benötigter Gefahrstoffe sowie von Säuren/Laugen. Zu diesem Zweck ist der erfindungsgemäße
Schrank in wenigstens zwei Abteilungen, nämlich in die Gefahrstoffabteilung und die
Säure-/Laugen-Abteilung unterteilt.
[0022] Im Rahmen der Erfindung weist lediglich die Säure-/Laugen-Abteilung eine Innenverkleidung
auf. Diese Innenverkleidung formt eine nahezu geschlossene Umhüllung (Einhausung)
für die in ihrem Innern bevorrateten Säuren/Laugen. Etwaige Funktionselemente des
Schrankkorpus sowie der Schrankkorpus als solcher befinden sich außerhalb dieser Umhüllung,
können also von im Innern entstehenden Dämpfen nicht (mehr) angegriffen werden. Ganz
abgesehen davon werden solche Dämpfe selbstverständlich durch eine Absaugung durchgängig
aus dem Innern entfernt.
[0023] Im Ergebnis wird die Standzeit und Lebensdauer des erfindungsgemäß ausgestalteten
Schrankes gegenüber bisherigen Ausführungsformen deutlich erhöht. Das lässt sich im
Kern darauf zurückführen, dass im Innern entstehende Dämpfe praktisch ausschließlich
auf die Innenverkleidung aus dem diesbezüglich resistenten Kunststoffmaterial treffen.
Außerdem sind etwaige Zusatzeinbauten oder Zusatzelemente im Innern dieser durch die
Innenverkleidung gebildeten Hülle ebenfalls aus resistenten Materialien hergestellt
bzw. mit einer Abdeckung aus einem solchen resistenten Material ausgerüstet. Dadurch
wird eine lange Standzeit und Lebensdauer des solchermaßen modifizierten Schrankes
bei zugleich einfachem und kostengünstigen Aufbau realisiert. Hierin sind die wesentlichen
Vorteile zu sehen.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung einer aus mehreren Verkleidungsteilen
aus Kunststoff aufgebauten sowie wenigstens teilweise selbsttragenden Innenverkleidung.
Diese Innenverkleidung wird zur ganzen oder teilweisen Bedeckung des Inneren des Schrankkorpus
eingesetzt. Der Schrankkorpus selbst ist Bestandteil des fraglichen Schrankes, insbesondere
des Sicherheitsschrankes. Zu diesem Zweck ist der Schrankkorpus mit zumindest einer
an den Schrankkorpus angelenkten Tür ausgerüstet. Außerdem verfügt der Schrank, insbesondere
Sicherheitsschrank über wenigstens einen derartigen Schrankkorpus. Besonders vorteilhaft
kann es sich bei dem Sicherheitsschrank um einen Sicherheits-Untertischschrank handeln.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Schrank
schematisch.
[0026] In der Figur erkennt man eine Absaughaube 1, die sich oberhalb eines Labortisches
2 erstreckt. Unter dem Labortisch 2 ist ein Untertischschrank 3 angeordnet, der im
Rahmen des gezeigten Beispiels als Sicherheits-Untertischschrank 3 ausgestaltet ist.
Der Sicherheits-Untertischschrank 3 setzt sich in seinem grundsätzlichen Aufbau aus
einem Schrankkorpus 4 sowie zwei an den Schrankkorpus 4 angelenkten Türen 5 zusammen.
Bei den Türen 5 handelt es sich nicht einschränkend um Drehflügeltüren 5.
[0027] Außerdem erkennt man, dass der Schrankkorpus 4 wenigstens zweigeteilt ist. Tatsächlich
setzt sich der Schrankkorpus 4 aus einer Gefahrstoffabteilung 4a und einer Säure-/Laugen-Abteilung
4b zusammen.
[0028] Von besonderer Bedeutung ist der Umstand, dass der Schrankkorpus 4 mit einer Innenverkleidung
6 ausgerüstet ist. Die Innenverkleidung 6 bedeckt das Innere des Schrankkorpus 4 ganz
oder teilweise und ist unabhängig vom Schrankkorpus 4 ausgelegt. Hiermit meint die
Erfindung, dass die Innenverkleidung 6 einen vom Schrankkorpus 4 unabhängigen Raumkörper
bildet, der im Innern des Schrankkorpus 4 realisiert werden kann oder eben nicht.
Im Rahmen des Ausführungsbeispiels ist lediglich die Säure-/Laugen-Abteilung 4b mit
der Innenverkleidung 6 ausgerüstet. Die Innenverkleidung 6 ist selbsttragend ausgelegt,
wie dies einleitend bereits beschrieben wurde.
[0029] Anhand der Darstellung wird deutlich, dass die Innenverkleidung 6 mehrteilig ausgestaltet
ist. Tatsächlich finden sich ein Bodenverkleidungsteil 6a, ein Dachverkleidungsteil
6b sowie mehrere Wandverkleidungsteile 6c. Die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b,
6c können teilweise gegeneinander fixiert sein und formen zusammengenommen eine selbsttragende
Hülle 6a, 6b, 6c, also einen zur Tür 5 hin offenen Quader. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels
stehen die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c aufeinander. Etwaige zwischen den
einzelnen Verkleidungsteilen 6a, 6b, 6c verbleibende Fugen werden versiegelt.
[0030] Im Rahmen des Beispiels sind die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c mit dem Schrankkorpus
4 verbunden, und zwar beispielsweise lösbar. Dabei kann das jeweilige Verkleidungsteil
6a, 6b, 6c adhäsiv mit dem Schrankkorpus 4 verbunden werden. Im Allgemeinen wird man
hier jedoch auf Befestigungsmittel aus Kunststoff zurückgreifen, um die einzelnen
Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c gegenüber dem Schrankkorpus 4 in einer gewünschten Position
zu halten. Bei diesen Befestigungsmitteln aus Kunststoff handelt es sich nicht einschränkend
um Kunststoffnägel, die mit einem Kopf und einem Federschaft ausgerüstet sind. Mit
Hilfe dieses Federschaftes lässt sich der jeweilige Kunststoffnagel in einer Bohrung
im Schrankkorpus 4 lösbar verankern und sorgt infolge dessen für eine zugleich lösbare
und positionsgenaue Fixierung der einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c gegenüber
dem Schrankkorpus 4. Das ist selbstverständlich nicht zwingend zu verstehen.
[0031] In jedem Fall bilden die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c die selbsttragende
Hülle 6a, 6b, 6c, die unabhängig vom Schrankkorpus 4 ausgelegt ist. Die einzelnen
Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c sind aus Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen
Kunststoff wie Polyethylen oder Polypropylen, gefertigt. Zu der Verkleidung 6 gehört
auch ein Türverkleidungsteil 6d, welches innenseitig der Tür 5 an diese angebracht
ist. Die sämtlichen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c, 6d formen zusammengenommen einen
praktisch geschlossenen Raum, die Einhausung 6a, 6b, 6c, 6d welche in ihrem Innern
Säure- und/oder Laugenvorräte aufnimmt. Dabei schließen die einzelnen Verkleidungsteile
6a, 6b, 6c, 6d jeweils nahezu fugenfrei aneinander an. Sofern etwaige Fugen verbleiben,
werden diese ebenfalls mit Kunststoff versiegelt.
[0032] Die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c, 6d formen die insgesamt nahezu geschlossene
Einhausung 6a, 6b, 6c, 6d, die lediglich randseitig des Türverkleidungsteils 6d einen
geringfügigen Spalt aufweist. Außerhalb dieser Einhausung 6a, 6b, 6c, 6d sind Funktionselemente
des Schrankes angeordnet, beispielsweise ein Schloss für die als Drehflügeltür 5 ausgestaltete
Tür 5, eine Handhabe für die Tür 5, Scharniere für die Tür 5 etc. Auf diese Weise
werden diese Funktionselemente nicht von sich etwaig im Innern der aus den Verkleidungsteilen
6a, 6b, 6c, 6d geformten Einhausung 6a, 6b, 6c, 6d gebildeten Säure-/Laugendämpfen
angegriffen. Dadurch ist der dargestellte Schrank mit einer hohen Lebensdauer und
einwandfreien Funktionalität bei zugleich geringen Kosten ausgerüstet.
[0033] Hierzu trägt ergänzend bei, dass etwaige Innenanbauten im Innern der Innenverkleidung
6 ebenfalls aus einem resistenten Werkstoff, im vorliegenden Fall erneut einem thermoplastischen
Kunststoff, hergestellt sind. Zu diesen Elementen mögen ein oder mehrere Schienenführungen
7, 7' gehören, die ebenfalls aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt sind. An
oder auf den besagten Schienenführungen 7, 7' kann eine Schublade aus thermoplastischem
Kunststoff geführt werden. Zur Anbringung der Schienenführung 7, 7' an dem Schrankkorpus
4 mögen Schrauben dienen, deren Schraubenköpfe mit Kunststoffkappen ebenfalls aus
thermoplastischem Kunststoff abgedeckt sind, um den Säuredämpfen keine Angriffsfläche
zu bieten.
[0034] Die jeweilige Schienenführung 7, 7' ist zweiteilig gestaltet und setzt sich aus einer
Rollenleiste 7 und einer Schubleiste 7' zusammen. Auf der Rollenleiste 7 werden nicht
ausdrücklich dargestellte Rollen zur Führung der Schublade geführt. Die Schubleiste
7' sorgt für die Positionierung der Schublade.
[0035] Die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c, 6d können insgesamt oder nur teilweise
mit dem Schrankkorpus 4 respektive der Tür 5 verbunden werden. Denn bei diesem Vorgang
werden gegebenenfalls und automatisch Schlitze 8 gebildet, die zur Führung und Aufnahme
der übrigen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c, 6d dienen. Im gezeigten Beispiel formen
die Wandverkleidungsteile 6c in Verbindung mit dem Schrankkorpus 4 solche Schlitze
8, die vorliegend zur Aufnahme einerseits des Dachverkleidungsteils 6b und andererseits
des Bodenverkleidungsteils 6a dienen.
[0036] Im Ausführungsbeispiel stehen die einzelnen Verkleidungsteile 6a, 6b, 6c im Innern
des Schrankkorpus 4 aufeinander. Das Türverkleidungsteil 6d ist demgegenüber an die
Tür 5 angeschlossen und kann naturgemäß mit den übrigen Verkleidungsteilen 6a, 6b,
6c in der beschriebenen Weise (aufeinander stehend) nicht wechselwirken. Man erkannt,
dass die seitlichen Wandverkleidungsteile 6c mit jeweils nach außen weisenden Abkantungen
9 im Bereich einer der Tür 5 zugewandten Öffnung des Schrankkorpus 4 ausgerüstet sind.
Zu diesen Abkantungen 9 der beiden seitlichen Wandverkleidungsteile 6c korrespondieren
frontseitige Seitennasen 10 an einerseits dem Bodenverkleidungsteil 6a und andererseits
dem Dachverkleidungsteil 6b.
[0037] In eingebautem Zustand dienen die Abkantungen 9 der beiden seitlichen Wandverkleidungsteile
6c als gleichsam Anschläge für das Bodenverkleidungsteil 6a und das Dachverkleidungsteil
6b. Denn die beiden letztgenannten Verkleidungsteile 6a, 6b lassen sich nur soweit
in den Schrankkorpus 4 bei zuvor montierten seitlichen Wandverkleidungsteilen 6c und
hinterem Wandverkleidungsteil 6c einführen, bis die Seitennasen 10 an den Abkantungen
9 anliegen. Auf diese Weise stehen sowohl das Bodenverkleidungsteil 6a als auch das
Deckenverkleidungsteil 6b gegenüber der durch die jeweilige Abkantung 9 definierten
Vorderkante der seitlichen Wandverkleidungsteile 6c über. Dieser Überstand wird letztlich
durch die Breite der Seitennasen 10 in Einschubrichtung definiert und sorgt dafür,
dass sowohl das Bodenverkleidungsteil 6a als auch das Deckenverkleidungsteil 6b im
Bereich dieses Überstandes das Türverkleidungsteil 6d bei geschlossener Tür 5 übergreifen
und auch übergreifen können.
1. Sicherheitsschrank, vorzugsweise Sicherheits-Untertischschrank, mit wenigstens einem
Schrankkorpus (4), und mit zumindest einer an den Schrankkorpus (4) angelenkten Tür
(5), wobei
- der Schrankkorpus (4) wenigstens zweiteilig mit einer Gefahrstoffabteilung (4a)
und einer Säure-/Laugen-Abteilung (4b) mit Innenverkleidung (6) ausgebildet ist, und
- die vom Schrankkorpus (4) unabhängige Innenverkleidung (6) resistent gegenüber Säuren
und Laugen ausgeführt ist und das Innere des Schrankkorpus (4) teilweise bedeckt sowie
einen eigenen Raumkörper getrennt vom Schrankkorpus (4) bildet,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Innenverkleidung (6) mehrteilig mit Bodenverkleidungsteil (6a) und Dachverkleidungsteil
(6b) sowie Wandverkleidungsteilen (6c) ausgebildet ist, welche unabhängig vom Schrankkorpus
(4) eine selbsttragende Hülle (6a, 6b, 6c) bilden und einzeln dauerhaft oder lösbar
mittels gegenüber Säure und Laugen resistenten Befestigungsmitteln mit dem Schrankkorpus
(4) verbunden sind, und wobei
- etwaige und zwischen den einzelnen Verkleidungsteilen (6a, 6b, 6c) verbleibende
Fugen nach Anbringung der Innenverkleidung (6) im Schrankkorpus (4) versiegelt werden.
2. Sicherheitsschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Verkleidungsteile (6a, 6b, 6c) wenigstens teilweise gegeneinander fixiert
sind und/oder aufeinander stehen.
3. Sicherheitsschrank Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Verkleidungsteile (6a, 6b, 6c) aus Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen
Kunststoff wie Polyethylen oder Polypropylen, gefertigt sind.
4. Sicherheitsschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Schrankkorpus (4) angelenkte Tür (5) ein daran angebrachtes Türverkleidungsteil
(6d) aufweist.
5. Sicherheitsschrank nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Türverkleidungsteil (6d) ebenfalls aus einem thermoplastischen Kunststoff, wie
beispielsweise Polyethylen oder Polypropylen, gefertigt ist.
6. Sicherheitsschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein etwaiges Türscharnier oder ein anderes Funktionselement des Schrankkorpus (4)
außerhalb einer von den sämtlichen Verkleidungsteilen (6a, 6b, 6c, 6d) gebildeten
Einhausung (6a, 6b, 6c, 6d) angeordnet ist.
7. Sicherheitsschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine im Innern der Innenverkleidung (6) vorgesehene Schienenführung (7, 7') oder
ein vergleichbares Einbauelement aus resistentem Material realisiert ist.
8. Sicherheitsschrank nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbauelement aus einem thermoplastischen Kunststoff wie beispielsweise Polyamid,
hergestellt ist.
1. A safety cabinet, preferably a safety under-table cabinet, with at least one cabinet
body (4), and with at least one door (5) hinged to the cabinet body (4), wherein
- The cabinet body (4) has at least a two-part design, with a hazardous substance
compartment (4a) and an acid/lye compartment (4b) with an interior lining (6), and
- The interior lining (6) independent of the cabinet body (4) is designed to be resistant
to acids and lyes, covers the interior of the cabinet body (4), and forms its own
space body separately from the cabinet body (4),
characterized in that
- The interior lining (6) is designed in multiple parts with the floor lining section
(6a) and ceiling lining section (6b) as well as wall lining sections (6c), which form
a self-supporting sheath (6a, 6b, 6c) independently of the cabinet body (4), and are
individually joined permanently or detachably with the cabinet body (4) by means of
fastening means that are resistant to acids and lyes, and wherein
- Any joints remaining between the individual lining sections (6a, 6b, 6c) are sealed
after the interior lining (6) has been secured in the cabinet body (4).
2. The safety cabinet according to claim 1, characterized in that the individual lining sections (6a, 6b, 6c) are at least partially fixed in place
relative to each other and/or placed one on top of the other.
3. The safety cabinet according to claim 1 or 2, characterized in that the individual lining sections (6a, 6b, 6c) are made out of plastic, in particular
a thermoplastic, such as polyethylene or polypropylene.
4. The safety cabinet according to one of claims 1 to 3, characterized in that the door (5) hinged to the cabinet body (4) exhibits a door lining section (6d) secured
thereto.
5. The safety cabinet according to claim 4, characterized in that the door lining section (6d) is also made out of a thermoplastic plastic, e.g., polyethylene
or polypropylene.
6. The safety cabinet according to one of claims 1 to 5, characterized in that any door hinge or other functional element of the cabinet body (4) is situated outside
of a housing (6a, 6b, 6c, 6d) formed by all of the lining sections (6a, 6b, 6c, 6d).
7. The safety cabinet according to one of claims 1 to 6, characterized in that a rail guide (7, 7') provided inside of the interior lining (6) or a comparable installation
element is realized using resistant material.
8. The safety cabinet according to claim 7, characterized in that the installation element is made out of a thermoplastic, for example, such as polyamide.
1. Armoire de sécurité, de préférence une armoire de sécurité sous table, avec au moins
un corps d'armoire (4) et avec au moins une porte (5) articulée au corps d'armoire
(4), dans laquelle
- le corps d'armoire (4) est conçu en au moins deux parties, avec un compartiment
pour produits dangereux (4a) et un compartiment pour solution alcaline/acide (4b)
avec un habillage intérieur (6), et
- l'habillage intérieur (6) indépendant du corps d'armoire (4) est conçu résistant
aux solutions alcalines et aux acides, et couvre partiellement l'intérieur du corps
d'armoire (4), tout en formant un corps d'espace indépendant, séparé du corps d'armoire
(4),
caractérisée en ce que
- l'habillage intérieur (6) est conçu en plusieurs pièces, avec une pièce d'habillage
de plancher (6a), une pièce d'habillage de plafond (6b) et des pièces d'habillage
de paroi (6c), formant une enveloppe autoportante (6a, 6b, 6c), indépendamment du
corps d'armoire (4) et reliées individuellement au corps d'armoire (4), de façon durable
et amovible, par des moyens de fixation résistants aux acides et aux solutions alcalines,
et dans laquelle
- les éventuels joints demeurant entre les différentes pièces d'habillage (6a, 6b,
6c) sont scellés dans le corps d'armoire (4) après la pose de l'habillage intérieur
(6).
2. Armoire de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en ce que les différentes pièces d'habillage (6a, 6b, 6c) sont au moins partiellement fixées
les unes aux autres et/ou les unes sur les autres.
3. Armoire de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les différentes pièces d'habillage (6a, 6b, 6c) sont constitués d'une matière plastique,
en particulier une matière thermoplastique telle que le polyéthylène ou le polypropylène.
4. Armoire de sécurité selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la porte (5) articulée au corps d'armoire (4) comporte une pièce d'habillage de porte
(6d) fixée sur celle-ci.
5. Armoire de sécurité selon la revendication 4, caractérisée en ce que la pièce d'habillage de porte (6d) est également constituée d'une matière thermoplastique
telle que le polyéthylène ou le polypropylène.
6. Armoire de sécurité selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'une éventuelle charnière de porte ou un autre élément fonctionnel du corps d'armoire
(4) est agencé à l'extérieur d'un logement (6a, 6b, 6c, 6d) formée par les différentes
pièces d'habillage (6a, 6b, 6c, 6d).
7. Armoire de sécurité selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que un guidage à rail (7, 7') ou un élément encastrable similaire prévu à l'intérieur
de l'habillage intérieur (6) est réalisé à partir d'un matériau résistant.
8. Armoire de sécurité selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'élément encastrable est constitué d'une matière thermoplastique, telle que par
exemple le polyamide.