| (19) |
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(11) |
EP 2 243 881 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2016 Patentblatt 2016/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.04.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Anbauverdichter, der an einen Bagger ankuppelbar ist, sowie Verfahren zu seinem Betrieb
Mounted compactor which can be attached to a digger and method for operating same
Compacteur de montage pouvant être couplé sur une machine d'excavation ainsi que son
procédé de fonctionnement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.04.2009 DE 202009005813 U 22.04.2009 DE 102009018490
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.10.2010 Patentblatt 2010/43 |
| (73) |
Patentinhaber: MTS Maschinentechnik Schrode AG |
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72534 Hayingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schrode, Rainer
88529 Zwiefalten (DE)
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| (74) |
Vertreter: DREISS Patentanwälte PartG mbB |
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Friedrichstrasse 6 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 411 175 DE-A1- 4 343 865 DE-U1-202005 006 059
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WO-A1-2004/053232 DE-A1-102005 022 627
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Anbauverdichter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Im Bereich der Verdichtungstechnik von Erdböden gibt es verschiedenste Anforderungen
durch die Bodenart, die Kornform, der Korngrößenverteilung und durch den Wassergehalt.
So erreicht man beispielsweise bei bindigen Böden ein gutes Verdichtungsergebnis,
indem die Verdichtungsfrequenzen von eingesetzten Anbauverdichtern niedrig gehalten
werden. Bei nichtbindigen, also sandigen Böden, wird hingegen eine hohe Verdichtungsfrequenz
angestrebt, um eine gute Verdichtung zu erreichen. Darüber hinaus sind aus erschütterungstechnischer
Sicht in innerstädtischen Bereichen höhere Erregerfrequenzen wünschenswert. Eigenfrequenzen
von Geschossdecken liegen größtenteils in Bereichen zwischen 10 bis 30Hz (Hertz).
Das Risiko von Resonanzeffekten ist bei höheren Frequenzen geringer.
[0003] Zumeist werden hierbei exzentrisch rotierende Systeme eingesetzt. Eine Anordnung
von Massen, die exzentrisch um eine Achse rotieren, führt nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten
zu einer radialen Zentrifugalkraft um diese Achse, mit einer bauartbedingten Unwuchtfrequenz
und Unwuchtamplitude. Die so gebildeten dynamischen Kräfte werden über Platten in
den Boden abgeleitet. Dadurch wird der zu verdichtende Boden angeregt, sich an seinen
Korngrenzen zu verschieben und seine Dichte und somit seine Steifigkeit zu erhöhen.
[0004] Vom Markt her sind Anbauverdichter bekannt, die mit so genannten reversierbaren Unwuchtmassen
ausgestattet sind. Diese sind auf einer Antriebswelle exzentrisch angeordnet und können
in Abhängigkeit von der Drehrichtung unterschiedliche Unwuchtamplituden und damit
Schlagkräfte erzeugen, bei einer näherungsweise gleich bleibenden Frequenz. Das Unwuchtsystem
besteht beispielsweise aus drei Erregermassen, wovon wenigstens eine um einen bestimmten
Winkelbereich auf der Achse im Verhältnis zu den übrigen rotierenden Massen schwenkbar
ist. Eine solche Anordnung wird etwa in der
DE 20 2005 006 059 U1 beschrieben.
[0005] Ferner sind beispielsweise aus
EP 1 411 175 B1 Anbauverdichter bekannt, deren Schwingfrequenz veränderbar ist.
WO 2004/053232 A1 beschreibt eine Vibrationsplatte, bei der sowohl die Schwingungsfrequenz als auch
die Schwingungsamplitude einstellbar sind.
DE 10 2005 022 627 A1 offenbart ein Bodenverdichtungsgerät, bei dem eine Schwingungsfrequenz geregelt wird.
DE 43 43 865 A1 betrifft ein Bodenverdichtungsgerät, welches in zwei diskreten Betriebsarten betrieben
werden kann.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, den Betrieb eines Anbauverdichters zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Anbauverdichter nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Für die Erfindung wichtige
Merkmale finden sich ferner in der nachfolgenden Beschreibung und in den Zeichnungen,
wobei die Merkmale sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlichen Kombinationen
für die Erfindung wichtig sein können, ohne dass hierauf nochmals explizit hingewiesen
wird.
[0008] Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagenen mindestens drei Betriebsarten wird der
Einsatzbereich des Anbauverdichters deutlich erweitert, denn mit ihm können sowohl
bindige Böden als auch nichtbindige Böden optimal verdichtet werden. Dabei sorgt die
Tatsache, dass es sich um drei verschiedene diskrete Betriebsarten handelt dafür,
dass komplexe Einstellungsarbeiten ebenso wenig erforderlich sind wie ein lediglich
auf dem Gefühl des Benutzers basierendes und somit im Endeffekt eher ungenaues Einstellen.
Statt dessen sind die drei diskreten Betriebsarten beispielsweise so ausgelegt, dass
Resonanzen von eventuell im Arbeitsbereich des Anbauverdichters liegenden Bauwerken
vermieden werden können, wie Gebäude, Brücken, Pfeiler und dergleichen, damit diese
nicht beschädigt werden.
[0009] Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass der Anbauverdichter eine vorzugsweise
optische Anzeigeeinrichtung umfasst, welche dem Baggerführer im Betrieb die aktuelle
Betriebsart des Anbauverdichters anzeigt. Hierdurch wir die Handhabung stark vereinfacht.
[0010] Die Anzeigeeinrichtung ist dabei derart ausgeführt, dass sie ein der jeweiligen Betriebsart
zugeordnetes erstes Signal - beispielsweise ein Dauersignal - abgibt, wenn sich der
Anbauverdichter wenigstens ungefähr in einer der mindestens drei diskreten Betriebsarten
befindet, und ein der jeweiligen Betriebsart zugeordnetes zweites Signal-beispielsweise
ein intermittierendes Signal - abgibt, wenn sich der Anbauverdichter leicht außerhalb
der entsprechenden Betriebsart befindet.
[0011] Dabei geht die Erfindung aus von einer Unwuchterzeugung, wie sie üblicherweise bei
Anbauverdichtern verwendet wird, insbesondere auch in Ausführungen, die an einen Bagger
ankuppelbar sind. Dabei ist es günstig, wenn der Anbauverdichter von einem Hydrauliksystem
angetrieben und gesteuert wird, vorzugsweise von dem des Baggers. Es wird die Tatsache
genutzt, dass rotierende Massen, deren Schwerpunkte exzentrisch zu ihrer Drehachse
liegen, eine Unwucht erzeugen. Diese lässt sich nach dem Satz von Steiner für einzelne
oder mehrere rotierende Massen bestimmen. Dabei ist vorgesehen, dass die rotierenden
Massen abhängig von einer Drehrichtung einer Antriebswelle unterschiedliche Endstellungen
zueinander einnehmen. Dies wird erreicht, indem ein Teil der rotierenden Massen starr
mit der Antriebswelle gekoppelt sind, ein anderer Teil dagegen in einem bestimmten
Winkelbereich um die Antriebswelle schwenkbar ist, beispielsweise in einem Bereich
von ungefähr 180 Grad.
[0012] Bei einem Wechsel der Drehrichtung der Antriebswelle können die schwenkbaren rotierenden
Massen dann infolge ihrer Trägheit jeweils eine von zwei möglichen Endstellungen relativ
zu den starren rotierenden Massen annehmen. Dadurch wird eine Art "Mitnehmer-System"
gebildet. Die starr auf der Antriebswelle angebrachten rotierenden Massen können mit
der Antriebswelle formschlüssig oder kraftschlüssig verbunden sein, also beispielsweise
über eine Verzahnung oder eine Aufschrumpfung.
[0013] Dabei könnte der Unwuchterzeuger eine oder mehrere bezüglich der Antriebswelle starre
rotierende Massen und eine oder mehrere um die Antriebswelle in einem Winkelbereich
von bis zu ungefähr 180 Grad schwenkbare rotierende Massen enthalten, und diese könnten
auf der Antriebswelle so angeordnet sein, dass Unwuchten nur in einer durch die Drehrichtung
bestimmten Ebene auftreten. Dadurch wird eine Symmetrierung der Massen erreicht in
Bezug auf die Drehbewegung der Antriebswelle und ein Torkeln des Unwuchterzeugers
verhindert. Zugleich werden damit auch die Lager der Antriebswelle geschont. Mindestens
benötigt ein solcher Unwuchterzeuger daher drei rotierende Massen, eine schwenkbare
rotierende Masse etwa mittig auf der Antriebswelle und zwei starre rotierende Massen
symmetrisch zu beiden Seiten. Der Unwuchterzeuger kann konstruktiv flexibel ausgelegt
werden, wenn eine Verwendung auch von mehr als insgesamt drei rotierenden Massen berücksichtigt
wird. Der Wechsel der Drehrichtung der Antriebswelle lässt sich einfach erreichen,
wenn dazu beispielsweise vom Bagger die Fließrichtung des den Hydraulikmotor antreibenden
Hydraulikstroms ("Volumenstrom") umgekehrt wird.
[0014] Denkbar wäre auch eine Variation der Gesamtexzentrizität durch wahlweises Hinzu-
oder Abschalten mindestens einer zusätzlichen Antriebswelle mit mindestens einer zusätzlichen
exzentrischen Masse.
[0015] Bevorzugt liegt die Schlagfrequenz in der zweiten Betriebsart zwischen der Schlagfrequenz
in der ersten und in der dritten Betriebsart. Damit liegt die Schlagkraft in der zweiten
Betriebsart zwar unterhalb jener der beiden anderen Betriebsarten, jedoch bei einer
gegenüber der ersten Betriebsart etwas erhöhten Schlagfrequenz. Es wird somit sozusagen
ein "Soft-Mode" mit geringer Schlagkraft und relativ niedriger Schlagfrequenz geschaffen,
die zur besonders sicheren Vermeidung von Resonanzen jedoch gegenüber jener der ersten
Betriebsart etwas erhöht ist.
[0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schlagfrequenzen und Exzentrizitäten so aufeinander
abgestimmt sind, dass die Schlagkraft des Anbauverdichters in der ersten Betriebsart
wenigstens in etwa der Schlagkraft in der dritten Betriebsart entspricht, und vorzugsweise
die Schlagkraft in der zweiten Betriebsart ungefähr 50 bis 60% hiervon beträgt. Dies
gestattet eine Abdeckung von fast allen möglichen Einsatzszenarien.
[0017] Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schlagfrequenz in der ersten Betriebsart zwischen
30 und 40 Hz, vorzugsweise ungefähr bei 35 Hz, in der zweiten Betriebsart zwischen
40 und 50 Hz, vorzugsweise ungefähr bei 45 Hz, und in der dritten Betriebsart zwischen
55 und 65 Hz, vorzugsweise ungefähr bei 60 Hz liegt.
[0018] Beispielsweise werden drei Betriebsarten X1, X2 und X3 definiert, die in erfindungsgemäßer
Kombination aus Drehrichtung und Drehzahl Eigenschaften aufweisen, wie sie in der
nachfolgenden Tabelle beispielhaft und als ungefähre Größenangabe beschrieben sind:
| Betriebsart |
Exzentrizität der Massen |
Schlagfrequenz |
Schlagkraft |
| X1 |
groß |
klein (ca. 35 Hz) |
groß (ca. 80-100 kN) |
| X2 |
klein |
mittel (ca. 45Hz) |
mittel (ca. 40-60 kN) |
| X3 |
klein |
groß (ca. 60 Hz) |
groß (ca. 80-100 kN) |
[0019] In der Betriebsart X1 wird eine maximale Exzentrizität und somit eine maximale Unwucht
eingestellt, und der den Hydraulikmotor antreibende Hydraulikstrom ist so eingestellt,
dass sich dabei eine Schlagfrequenz von etwa 35 Hz ergibt. Dies führt zu einer Unwuchtamplitude
bzw. Schlagkraft von etwa 80-100 kN, insbesondere von ungefähr 85 kN.
[0020] In der Betriebsart X2 wird eine minimale Exzentrizität und somit eine minimale Unwucht
eingestellt. Der den Hydraulikmotor antreibende Hydraulikstrom bleibt gegenüber dem
X1-Betrieb in etwa unverändert, so dass sich als Folge der Entlastung durch die geringere
Unwucht eine leicht erhöhte Schlagfrequenz von etwa 45 Hz ergibt. Im Ergebnis führt
dies zu einer Unwuchtamplitude bzw. Schlagkraft von etwa 40-60 kN, insbesondere von
ungefähr 45 kN.
[0021] In der Betriebsart X3 ist die Exzentrizität bzw. Unwucht identisch zum X2-Betrieb.
Der den Hydraulikmotor antreibende Hydraulikstrom wird jedoch im Vergleich zum X1-und
X2-Betrieb auf einen erhöhten Wert eingestellt, so dass sich als Folge eine gleichfalls
erhöhte Schlagfrequenz von etwa 60 Hz ergibt. Damit wiederum wird aufgrund der schnelleren
Rotation trotz einer zu X2 gleichen Massenverteilung eine hohe Unwuchtamplitude bzw.
Schlagkraft ähnlich dem X1-Betrieb von etwa 80-100 kN, insbesondere von ungefähr 85kN
erreicht.
[0022] Die drei Betriebsarten X1, X2 und X3 lassen sich dabei allein mittels einer Umstellung
oder Umschaltung des Hydraulikstroms einstellen, wobei die Grundhydraulik des Baggers
konstruktiv dieselbe ist. Damit wird ein übermäßiger baulicher Aufwand vermieden.
Des weiteren kann die Betriebsart X1 eine Grundbetriebsart darstellen, von der aus
jeweils in einen X2- oder X3-Betrieb umgeschaltet und bedarfsweise wieder zurückgeschaltet
wird.
[0023] In Weiterbildung hierzu wird vorgeschlagen, dass die Anzeigeeinrichtung so ausgeführt
ist, dass sie das erste Signal abgibt, wenn die aktuelle Schlagfrequenz ungefähr innerhalb
von +/- 2,5 Hz einer Sollfrequenz der jeweiligen Betriebsart liegt, und das zweite
Signal abgibt, wenn die aktuelle Schlagfrequenz von der Sollfrequenz um mehr als ungefähr
+/- 2,5 Hz, jedoch weniger als ungefähr 5 Hz abweicht, und ein drittes oder gar kein
Signal abgibt, wenn die aktuelle Schlagfrequenz um mehr als ungefähr 5 Hz von der
Sollfrequenz abweicht.
[0024] Besonders robust, preiswert und für den Benutzer, beispielsweise den Baggerführer,
leicht verständlich ist es, wenn die Anzeigeeinrichtung drei Leuchteinrichtungen,
insbesondere LEDs umfassend, aufweist, von denen jeweils eine einer der drei Betriebsarten
zugeordnet ist.
[0025] Die Konstruktion des Anbauverdichters ist einfach, wenn die Schlagfrequenz im Betrieb
nur über den vom Bagger bereitgestellten Hydraulikstrom veränderbar ist. Auf ein im
oder am Anbauverdichter vorhandenes Hydraulikventil kann dann verzichtet werden.
[0026] Alternativ könnte der Anbauverdichter ein Schaltmittel zur Veränderung der Drehzahl
der Antriebswelle enthalten, welches ein hydraulisches Schaltventil aufweist, und
welches in einer ersten Stellung einen zusätzlichen Volumenstrom freigibt und in einer
zweiten Stellung den zusätzlichen Volumenstrom sperrt. Damit kann durch ein Zuschalten
eines parallelen Pfades der Volumenstrom zum Antrieb des Hydromotors erhöht und dessen
Drehzahl gesteigert werden, woraus sich eine entsprechende Erhöhung der Schlagfrequenz
ergibt. Diese Variante ist ohne große konstruktive Veränderungen auch bei bestehenden
Ausführungen von Anbauverdichtern realisierbar und somit vergleichsweise kostengünstig.
Ggf. ist diese Variante sogar bei bestehenden Anbauverdichtern nachrüstbar.
[0027] Eine Abwandlung dazu sieht vor, dass das Schaltmittel ein hydraulisches Schaltventil
aufweist, welches in einer ersten Stellung einen ersten Volumenstrom und in einer
zweiten Stellung einen zweiten Volumenstrom freigibt. Daraus ergibt sich eine konstruktive
Vereinfachung der Hydraulik des Anbauverdichters, indem eine Veränderung des Volumenstroms
über ein einziges Element geschehen kann, und ein zuschaltbarer paralleler Pfad nicht
erforderlich ist.
[0028] Besonders nützlich ist es, wenn das Schaltmittel durch einen hydraulischen Schaltimpuls
oder elektrohydraulisch oder manuell betätigbar ist. Dadurch kann der Hydraulikstrom
auf eine an eine Bauart des Unwuchterzeugers oder des Baggers angepasste Weise umgestellt
oder umgeschaltet werden. Insbesondere ist die Umschaltung durch einen kurzen hydraulischen
Impuls ("Kugelschreiberprinzip") vorteilhaft, wenn eine manuelle Umstellung nicht
in Frage kommt und eine elektrische oder zusätzliche hydraulische Verbindung zwischen
dem Anbauverdichter und dem ihn betreibenden Bagger nicht vorgesehen ist.
[0029] Eine weitere wichtige Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Masse relativ
zur Antriebswelle und um eine zur Antriebswelle parallele oder koaxiale Achse von
einer ersten in eine zweite Stellung und zurück verschwenkbar ist und mindestens eine
Anschlagfläche aufweist, die mit einem relativ zur Antriebswelle starren jedoch in
sich gummielastischen Anschlagpuffer zusammenarbeitet, wobei die Anschlagfläche um
eine zur Antriebswelle parallele Achse schwenkbar gelagert ist. Dem liegt folgende
Überlegung zugrunde: Sinnvoll ist es, die erste und die zweite Stellung so zu wählen,
dass zwei sehr unterschiedliche Exzentrizitäten entstehen. Dabei wird die erforderliche
Begrenzung mit Hilfe einer zweiseitig wirkenden Anschlagvorrichtung, bestehend aus
einem drehbar gelagerten Anschlagbolzen und zum Beispiel vier Anschlagpuffern verwirklicht.
Die bei einem Wechsel der Drehrichtung der Antriebswelle auftretende Winkelbeschleunigung
führt zusammen mit dem Trägheitsmoment der schwenkbaren rotierenden Masse zu hohen
Kräften beim Erreichen der Endstellungen. Die Anschlagpuffer nehmen diese Kräfte auf
und absorbieren zumindest einen Teil der Bewegungsenergie.
[0030] Beispielsweise sind die Anschlagpuffer als progressiv arbeitende Strukturdämpfer
aus einem Material ausgeführt, das ganz oder teilweise aus Co-Polyester-Elastomeren
besteht und auf einer Metallfläche der starren rotierenden Massen aufvulkanisiert
ist. Es kann vorteilhaft sein, die Anschlagpuffer als (dichte) Hohlkörper zu gestalten,
so dass die darin enthaltene Luft an der Energieaufnahme beteiligt ist. Vorzugsweise
besitzt der Anschlagbolzen (spiegelbildlich an seinen Enden) insgesamt vier Anschlagflächen,
nämlich zwei für jede der beiden Endstellungen der schwenkbaren rotierenden Masse.
Damit wird eine - bezogen auf eine zylindrische Grundform des Anschlagbolzens - größtmögliche
Fläche für die den Anschlag bestimmende Zone ermöglicht. Je größer die den Anschlag
bestimmende Fläche ist, um so niedriger bleiben die bei einem Anschlag auftretenden
Druckspannungen in den Anschlagpuffern.
[0031] Die Verdrehbarkeit des Anschlagbolzens führt dazu, dass sich dieser beim Auftreffen
auf die Anschlagpuffer von selbst automatisch so justiert, dass die Anschlagflächen
des Anschlagbolzens die Oberflächen der Anschlagpuffer -wenigstens in etwa planparallel
berühren. Der Anschlagbolzen kann sich also während der Verformungsphase der Anschlagpuffer
drehen und so eine flächige Berührung der Anschlagflächen auf die Anschlagpuffer aufrecht
erhalten. Dabei hilft es, wenn der Anschlagbolzen nur in einem beschränkten Winkelbereich
um seine Achse drehbar ist, beispielsweise in einem Winkelbereich von +/-12 Grad.
Außerdem verhindert die Beschränkung des Winkelbereichs, dass der Anschlagbolzen in
einer ihn aufnehmenden Bohrung infolge Vibrationen unkontrolliert zu drehen beginnt.
[0032] Vorgeschlagen wird ferner, dass die bewegliche Masse eine Vielzahl von Teilmassen
umfasst, die in einem Aufnahmeraum aufgenommen sind, dessen Volumen größer ist als
das Gesamtvolumen der Teilmassen, und der mindestens eine Begrenzungswand aufweist,
welche die Teilmassen in der ersten Drehrichtung in eine erste Position und in der
zweiten Drehrichtung in eine zweite Position zwingt, wobei der Gesamtschwerpunkt der
Teilmassen in der ersten Position insgesamt einen anderen Abstand zur Drehachse aufweist
als in der zweiten Position. Ein solcher Unwuchterzeuger arbeitet sehr verschleißarm
und hat daher eine große Lebensdauer.
[0033] Nachfolgend werden beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitansicht eines Anbauverdichters;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht eines Unwuchterzeugers des Anbauverdichters von Figur
1 in einer ersten Betriebsart;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht des Unwuchterzeugers von Figur 2 in einer zweiten Betriebsart;
- Figur 4
- einen Querschnitt durch einen Bereich des Unwuchterzeugers von Figur 2 längs der Linie
IV-IV von Figur 3;
- Figur 5
- ein Schaltplan einer ersten Ausführungsform einer Hydraulikschaltung des Anbauverdichters
von Figur 1 für eine erste Betriebsart;
- Figur 6
- eine Darstellung ähnlich zu Figur 5 für eine zweite Betriebsart;
- Figur 7
- eine Darstellung ähnlich zu Figur 5 für eine dritte Betriebsart;
- Figur 8
- ein Schaltplan einer zweiten Ausführungsform einer Hydraulikschaltung des Anbauverdichters
von Figur 1;
- Figur 9
- einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Unwuchterzeugers des Anbauverdichters
von Figur 1;
- Figur 10
- eine Ansicht von vorne des Anbauverdichters von Figur 1; und
- Figur 11
- ein Diagramm zur Erläuterung einer Einstellung einer Betriebsart des Anbauverdichters
der Figur 1..
[0034] In allen Figuren werden für funktionsäquivalente Teile oder Größen die jeweils gleichen
Bezugszeichen verwendet.
[0035] In der Figur 1 ist ein Anbauverdichter 10 dargestellt, der einen Unwuchterzeuger
12 umfasst. Der Unwuchterzeuger 12 ist mit einem Hydraulikmotor 13 verbunden, der
wiederum mit dem Hydrauliksystem eines nicht dargestellten Baggers verbunden ist.
Durch den Unwuchterzeuger 12 wird im Betrieb eine Verdichterplatte 14 in Schwingung
versetzt. Die Verdichterplatte 14 ist über Verbindungselemente 15 und Puffereinrichtungen
16, insbesondere Metallgummipuffer, mit einem Oberteil 17 des Anbauverdichters 10
elastisch verbunden. Der Anbauverdichter 10 ist über eine Aufnahme 18 an einem Baggerarm
19 befestigbar. Die Aufnahme 18 kann als Schnellwechselsystem ausgebildet sein. Dadurch
kann auf einfache Art und Weise eine mechanische und hydraulische Verbindung zum Bagger
hergestellt werden. Unterhalb der Aufnahme 18 schließt sich ein Drehmotor 20 an, über
den der Anbauverdichter 10 bezüglich des Baggerarms 19 verdreht werden kann. Der Hydraulikmotor
13 ist bei der gezeigten Ausführungsform unter Zwischenschaltung eines Ventilblocks
60 über Hydraulikleitungen 21 und die Aufnahme 18 mit dem Hydrauliksystem des Baggers
verbunden. Über den Ventilblock 60 kann der Volumenstrom, der vom Bagger zum Hydraulikmotor
13 gelangt, auf verschiedene Weise eingestellt werden kann, wie weiter unten unter
Bezugnahme auf die Figuren 5 bis 8 erläutert werden wird. Die Flussrichtung des Hydraulikstroms
zum Hydraulikmotor 13 ist baggerseitig umkehrbar. Alternativ oder zusätzlich kann
der Volumenstrom aber auch vom Bagger eingestellt werden, beispielsweise indem der
Baggerführer ein entsprechendes Steuerelement (Gaspedal, Steuerknüppel) entsprechend
betätigt. Hierauf wird am Ende dieser Beschreibung noch stärker im Detail eingegangen
werden.
[0036] Figur 2 zeigt eine Ansicht einer ersten Ausführungsform des Unwuchterzeugers 12 in
einer ersten Betriebsart mit kleiner Unwuchtamplitude: An eine Antriebswelle 30 sind
zwei starre rotierende und gegenüber einer Mittelachse der Antriebswelle 30 exzentrisch
angeordnete Massen 32a und 32b starr angekoppelt. Auf radialen Absätzen (ohne Bezugszeichen)
der starren rotierenden Massen 32a und 32b sind insgesamt vier hohle Anschlagpuffer
34 angeordnet, beispielsweise durch eine Aufvulkanisierung, von denen in der perspektivischen
Darstellung der Figuren 2 und 3 nur zwei sichtbar sind, und deren Funktion weiter
unten stärker im Detail erläutert werden wird.
[0037] Zwischen den gegenüber der Antriebswelle 30 starren rotierenden Massen 32a und 32b
befindet sich eine gegenüber der Antriebswelle 30 schwenkbare rotierende Masse 36.
Die Schwenkachse der Masse 36 ist koaxial zur Antriebswelle 30. Mittels Verschwenken
kann die Masse 36 relativ zur Antriebswelle 30 und den beiden zur Antriebswelle 30
starren Massen 32a und 32b in eine von zwei Endstellungen gebracht werden. In Figur
2 befindet sich die schwenkbare rotierende Masse 36 bezüglich der Antriebswelle 30
den starren rotierenden Massen 32a und 32b gegenüber, so dass sich in der Summe aller
drei Massen 32a, 32b, 36 eine relativ kleine Unwucht ergibt.
[0038] Figur 3 zeigt den Unwuchterzeuger 12 mit der schwenkbaren rotierenden Masse 36 in
der anderen der beiden möglichen Endstellungen: Die Masse 36 ist in der Achsenrichtung
der Antriebswelle 30 gesehen größtenteils in derselben Flucht mit den starren rotierenden
Massen 32a und 32b angeordnet, also von der Antriebswelle 30 aus gesehen auf der gleichen
Seite wie die starren rotierenden Massen 32a und 32b, so dass sich in der Summe aller
drei Massen 32a, 32b, 36 eine relativ große Unwucht ergibt.
[0039] In einer Aufnahmebohrung 38 der schwenkbaren rotierenden Masse 36 ist ein mit den
Anschlagpuffern 34 an den starren rotierenden Massen 32a und 32b in noch darzustellender
Weise zusammenwirkender drehbarer Anschlagbolzen 40 untergebracht, der mit seinen
abragenden Enden beidseitig über die Aufnahmebohrung 38 übersteht. Jedes abragende
Ende weist zwei entgegengesetzt angeordnete planparallele Anschlagflächen 42 auf.
In Figur 3 sind zwei ausgeformte Bohrungen 44 in der schwenkbaren rotierenden Masse
36 sichtbar, welche in ihrem Querschnitt eine langlochähnliche Form besitzen. Darin
sind zwei zylindrische Stifte 46 aufgenommen, die an ihrem nicht sichtbaren Ende fest
im Anschlagbolzen 40 verankert sind. Auf diese Weise ist der Anschlagbolzen 40 in
der Aufnahmebohrung 38 entsprechend der Geometrie der ausgeformten Bohrungen 44 um
einen kleinen Bereich drehbar.
[0040] Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, ruht der Anschlagbolzen 40 mittels der Anschlagflächen
42 in der in Figur 2 gezeigten Endstellung der schwenkbaren rotierenden Masse 36 auf
den in den Figuren 2 und 3 hinteren Anschlagpuffern 34. Wie aus Figur 3 ersichtlich
ist, ruht der Anschlagbolzen 40 mittels der Anschlagflächen 42 in der in Figur 3 gezeigten
Endstellung der schwenkbaren rotierenden Masse 36 auf den in den Figuren 2 und 3 vorderen
Anschlagpuffern 34. Dabei wird durch die Verdrehbarkeit des Anschlagbolzens 40 für
eine zu jedem Zeitpunkt parallele und damit großflächige Berührung zwischen den Anschlagflächen
42 und den Anschlagpuffern 34 gesorgt.
[0041] Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch jenen Bereich der schwenkbaren rotierenden
Masse 36, in dem die Bohrungen 44 vorhanden sind, wobei die Schnittebene orthogonal
zur Längsachse der Antriebswelle 30 ist und durch die in Figur 3 dargestellt Linie
IV-IV geht. Im Anschlagbolzen 40 sind die Stifte 46 fest verankert, beispielsweise
eingepresst oder eingeschraubt. Bei einer Verdrehung des Anschlagbolzens 40 in der
Aufnahmebohrung 38 werden die Stifte 46 in der ausgeformten Bohrung 44, begrenzt durch
die Größe der Spalte 48, verschwenkt. Damit ist der Anschlagbolzen 40 über einen Winkelbereich
50 in Bezug auf eine durch seine Mittelachse 52 gehende Referenzlinie 54 begrenzt
drehbar.
[0042] Figur 5 zeigt ein Schema der Hydraulikschaltung des Ventilblocks 60 zum Betreiben
des Unwuchterzeugers 12 in einer ersten Betriebsart. Ausgehend von Hydraulikanschlüssen
P, R und L an einer hydraulischen Schnellkupplung 62 an der Aufnahme 18 (im unteren
Teil von Figur 5) fließt ein druckbeaufschlagter Vorlaufstrom 64 durch verschiedene
Elemente hin zum Hydraulikmotor 13. Die weißen Dreiecksymbole 64 kennzeichnen den
druckbeaufschlagten Hauptflussweg..Der Hydraulikstrom fließt dabei über ein druckgesteuertes
Rückschlagventil 76 und ein einstellbares Stromregelventil 78 hin zum Hydraulikmotor
13. Das Stromregelventil 78 hat die Aufgabe, den Hydraulikstrom druckunabhängig gleich
zu halten. Parallel zum Stromregelventil 78 liegt ein Rückschlagventil 80, welches
zum Hydraulikmotor 13 hin sperrt.
[0043] Ausgehend vom Hydraulikmotor 13 (im oberen Teil der Figur) fließt ein durch schwarze
Dreiecksymbole gekennzeichneter Rücklaufstrom 74 durch verschiedene Elemente zurück
zur Schnellkupplung 62. Der Hydraulikstrom fließt dabei über ein normales Rückschlagventil
66 und ein druckgesteuertes Rückschlagventil 68 zurück zur Schnellkupplung 62. Parallel
zum Rückschlagventil 66 liegen in Nebenpfaden je ein Stromregelventil 70 und 72, Letzteres
in Reihe mit einem Schaltventil 88. Das Schaltventil 88 kann dabei entweder manuell
oder durch eine elektrische Fernwirkung (elektrohydraulisches Ventil) betätigbar sein.
Die Elemente 66, 70, 72 und 88 bilden insgesamt ein hydraulisches Schaltmittel 87.
[0044] Parallel zum Hydraulikmotor 13 sind gegenläufig zwei Druckbegrenzungsventile 82 und
84 angeordnet, beispielsweise zum Ausgleich transienter Betriebszustände, um etwa
einen Druckausgleich und ein gesteuertes Abbremsen im Nachlauf nach einem Abschalten
der Hydropumpe des Baggers zu ermöglichen. Eine Leckageleitung 86 verbindet den Hydraulikmotor
13 direkt mit der Schnellkupplung 62 zur Rückführung eventueller Leckageströme.
[0045] In Figur 5 ist die Hydraulikschaltung 60 in einem sogenannten "X1"-Betrieb dargestellt.
In diesem liegen am P-Anschluss der Schnellkupplung 62 ein hoher Versorgungsdruck
und am R-Anschluss ein Rücklaufdruck an. Das Schaltventil 88 ist geschlossen. Hydraulikfluid
strömt über das Rückschlagventil 76 und das Stromregelventil 78 zum Hydraulikmotor
13 und von dort über das Rückschlagventil 66 und das Rückschlagventil 68 zurück. Der
Druck des Hydraulikstroms an der Stelle 68a steuert das Rückschlagventil 68 auf. Ohne
die Verwendung des Rückschlagventils 68 bestünde die Gefahr des Kavitierens des Hydraulikmotors
13 beim Ausschalten. In dieser X1-Betriebsart dreht der Unwuchterzeuger 12 in einer
ersten Drehrichtung, in der die schwenkbare rotierende Masse 36 in der in Figur 3
gezeigten Stellung (große Unwucht) ist und eine Drehzahl von beispielsweise ungefähr
35 1/sec erreicht wird. Es ergibt sich eine Schlagkraft von beispielsweise ca. 90
kN.
[0046] Figur 6 zeigt die Hydraulikschaltung 60 bei einer gegenüber Figur 5 umgekehrten Fließrichtung
des Hydraulikstroms, was als "X2"-Betrieb bezeichnet wird. Ausgehend von dem nun druckbeaufschlagten
Anschluss R der Schnellkupplung 62 fließt der Vorlaufstrom 64 nun über das Rückschlagventil
68 und das Stromregelventil 70 hin zum Hydraulikmotor 13. Das Stromregelventil 70
hat wiederum die Aufgabe, den Hydraulikstrom druckunabhängig gleich zu halten. Ausgehend
vom Hydraulikmotor 13 fließt der Rücklaufstrom 74 über das Rückschlagventil 80 und
das Rückschlagventil 76 zurück zum nun drucklosen Rücklaufanschluss P an der Schnellkupplung
62. In dieser X2-Betriebsart dreht der Unwuchterzeuger 12 in einer zweiten Drehrichtung,
in der die schwenkbare rotierende Masse 36 in der in Figur 2 gezeigten Stellung (kleine
Unwucht) ist und eine Drehzahl von beispielsweise ungefähr 45 1/sec erreicht wird.
Es ergibt sich eine Schlagkraft von beispielsweise ca. 50 kN.
[0047] Figur 7 zeigt die Hydraulikschaltung 60 in einer dritten Betriebsart, die als "X3-Betriebsart"
bezeichnet wird. Die Fließrichtung des Hydraulikfluids und somit die Drehrichtung
des Unwuchterzeugers 12 entsprechen Figur 6. In diesem "X3"-Betrieb ist jedoch das
Schaltventil 88 geöffnet und erhöht, ergänzend zum Strom über das Stromregelventil
70, die Durchflussmenge. Beispielsweise steht der Volumenstrom durch das Schaltventil
88 zum Volumenstrom durch das Stromregelventil 70 in einem Verhältnis von 1:2. In
dieser X3-Betriebsart wird eine Drehzahl von beispielsweise ungefähr 60 1/sec erreicht,
bei einer Schlagkraft von beispielsweise ca. 90 kN.
[0048] Figur 8 zeigt ein Schema einer abgewandelten Ausführungsform einer Hydraulikschaltung
des Ventilblocks 60 zum Betreiben und Steuern des Unwuchterzeugers 12, bei der, abweichend
von den Darstellungen der Figuren 5 bis 7, an Stelle des Schaltventils 88 ein Impulsventil
90 in den Hydraulikstrom eingefügt ist. Das Impulsventil kann mittels eines kurzen
hydraulischen Impulses ("Kugelschreiberprinzip") geöffnet oder geschlossen werden.
Dazu wird ein hydraulischer Steuerstrom 92 benutzt, der an einer geeigneten Stelle
an dem druckbeaufschlagten Zweig stromabwärts vom P-Anschluss abgegriffen ist. Bedarfsweise
können die Druckbegrenzungsventile 82 und 84 für einen Betrieb mit einem Impulsventil
90 auf andere Schwellwerte eingestellt werden als für einen Betrieb mit einem Schaltventil
88. Beispielsweise sind die Schwellwerte um einen Faktor 1,75 erhöht.
[0049] Eine alternative Ausführungsform eines Unwuchterzeugers 12 ist in Figur 9 gezeigt.
Dabei gilt, dass solche Elemente und Bereiche, die funktionsäquivalent zu in vorhergehenden
Figuren beschriebenen Elementen und Bereichen sind, die gleichen Bezugszeichen tragen
und nicht nochmals im Detail erläutert sind.
[0050] Der Unwuchterzeuger 12 umfasst ein zylindrisches bzw. trommelförmiges geschlossenes
Gehäuse 94, welches exzentrisch um eine Antriebswelle 30 angeordnet ist. Im Inneren
des Gehäuses 94 ist ein Aufnahmeraum 96 gebildet, der unter anderem durch eine hohle
Begrenzungswand 98 begrenzt wird, die sich in etwa von der geometrischen Mitte des
Gehäuses 94 nach radial auswärts erstreckt. In dem Aufnahmeraum 96 ist eine bestimmte
Anzahl von Kugeln 100 vorhanden, die auch als "Teilmassen" bezeichnet werden und so
eine amorphe bewegliche Gesamtmasse 36 bilden. Dreht das Gehäuse 94 um die Antriebswelle
30 im Uhrzeigersinn, werden die Kugeln 100 in die in Figur 9 gezeigte Position gezwängt,
in der sie einen relativ geringen Abstand zur Antriebswelle 30 haben. Die Exzentrizität
ist somit vergleichsweise klein. Dreht das Gehäuse 94 dagegen entgegen dem Uhrzeigersinn,
werden die Kugeln 100 in die entgegengesetzte Position gezwängt, in der sie einen
relativ großen Abstand zur Antriebswelle 30 aufweisen. Die Exzentrizität ist somit
vergleichsweise groß.
[0051] Aus Figur 10 ist ersichtlich, dass der Anbauverdichter 10 an einer Stirnseite 102
des Oberteils 17 eine optische Anzeigeeinrichtung in Form von drei Leuchteinrichtungen
104a, 104b und 104c aufweist, welche jeweils durch ein Array mehrerer LEDs gebildet
sind. In der Betriebsart X1, also bei relativ großer Exzentrizität und einer Frequenz
von ungefähr 35Hz, leuchtet die Leuchteinrichtung 104a dauernd. In der Betriebsart
X2, also bei relativ kleiner Exzentrizität und einer Frequenz von ungefähr 45Hz, leuchtet
die Leuchteinrichtung 104b dauernd. In der Betriebsart X3, also bei relativ kleiner
Exzentrizität und einer Frequenz von ungefähr 60Hz, leuchtet die Leuchteinrichtung
104c dauernd.
[0052] Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Hydraulikstrom ausschließlich vom
Bagger aus eingestellt wird, beispielsweise, indem der Baggerführer ein entsprechendes
(nicht gezeigtes) Steuerelement (Gashebel oder Gaspedal o.ä.) betätigt. Der Baggerführer
wird durch die Anzeige der Leuchteinrichtungen 104a-c instruiert, wie er das Steuerelement
zu betätigen hat, um die Schlagfrequenz einer bestimmten Betriebsart einzustellen.
[0053] Daneben stellt der Baggerführer durch die Richtung des Hydraulikkreislaufs auch die
Exzentrizität ein.
[0054] Das entsprechende Verfahren wird nun unter Bezugnahme auf das Diagramm der Figur
11 beispielhaft für eine Betriebsart erläutert. In diesem Diagramm ist eine Schlagfrequenz
f über der Zeit t aufgetragen. Mit fs ist eine Soll-Schlagfrequenz bezeichnet, wobei
es sich hierbei um die Soll-Schlagfrequenz für die Betriebsart X1, X2 oder X3 handeln
kann. Mit fa ist eine aktuelle Schlagfrequenz bezeichnet. Um die Soll-Schlagfrequenz
fs ist ein erstes Toleranzband 106 gelegt, dessen Grenzen in einem Abstand von df1
von der Soll-Schlagfrequenz fs liegen, und ein zweites Toleranzband 108 gelegt, dessen
Grenzen in einem Abstand von df2 von der Soll-Schlagfrequenz fs liegen, wobei df2
größer ist als df1. df1 beträgt vorliegend beispielsweise 2,5 Hz, df2 beispielsweise
ungefähr 5 Hz. Liegt die aktuelle Schlagfrequenz fa innerhalb des ersten Toleranzbandes
106, leuchtet die entsprechende Leuchteinrichtung 104a, b oder c dauerhaft. Liegt
die aktuelle Schlagfrequenz fa außerhalb des ersten Toleranzbandes 106, jedoch noch
innerhalb des zweiten Toleranzbandes 108, leuchtet die entsprechende Leuchteinrichtung
104a, b oder c intermittierend. Liegt die aktuelle Schlagfrequenz fa auch außerhalb
des zweiten Toleranzbandes 108, leuchtet die entsprechende Leuchteinrichtung 104a,
b oder c überhaupt nicht.
[0055] Hierzu ist die Anzeigeeinrichtung 104 mit einer nicht gezeigten Stromversorgung gekoppelt,
die beispielsweise einen in den Anbauverdichter 10 integrierten Generator umfasst,
der entweder mit der Antriebswelle 30 des Unwuchterzeugers 12 oder mit einem separaten
Hydraulikmotor gekoppelt ist. Angesteuert wird die Anzeigeeinrichtung 104 durch eine
ebenfalls nicht gezeigte elektronische Signalerfassungs- und -verarbeitungseinheit.
Diese erfasst beispielsweise die aktuelle Drehzahl der Antriebswelle 30 über einen
entsprechenden Sensor und - beispielsweise über die Drehrichtung der Antriebswelle
30 - auch die aktuelle Exzentrizität.
[0056] Selbstverständlich sind auch andere Ausführungen der Anzeigeeinrichtung denkbar,
beispielsweise eine LCD-Anzeige, eine farbige Darstellung, eine Kommandoanzeige, oder
eine Übertragung beispielsweise per Bluetooth an eine Anzeigeeinrichtung im Führerstand
des Baggers. Auf diese Weise ist sogar die Einrichtung einer geschlossenen Regelstrecke
denkbar. Es versteht sich außerdem, dass die oben beschriebene Anzeigeeinrichtung
104 sowohl bei einem Unwuchterzeuger 12 mit verschwenkbaren Massen entsprechend der
Figuren 2 bis 4 als auch bei einem Unwuchterzeuger 12 mit einer Vielzahl von Einzelmassen
entsprechend der Figur 9 eingesetzt werden kann.
1. Anbauverdichter (10), der an einen Bagger ankuppelbar ist, bei dem eine Schlagwirkung
durch mindestens eine rotierende und relativ zu mindestens einer Antriebswelle (30)
exzentrisch angeordnete Masse (32, 36) erzeugt wird, wobei sowohl die Exzentrizität
als auch die Schlagfrequenz der rotierenden Masse (32, 36) im Betrieb gezielt veränderbar
sind, wobei mindestens drei diskrete Betriebsarten (X1, X2, X3) einstellbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Betriebsart (X1) die Exzentrizität größer als in der zweiten (X2) und
dritten Betriebsart (X3) und die Schlagfrequenz kleiner als in der dritten Betriebsart
(X3) ist, und dass in der zweiten (X2) und dritten Betriebsart (X3) die Exzentrizitäten
gleich sind, die Schlagfrequenz in der zweiten Betriebsart (X2) aber kleiner ist als
in der dritten Betriebsart (X3), und dass eine vorzugsweise optische Anzeigeeinrichtung
(104) vorgesehen ist, welche dem Baggerführer im Betrieb die aktuelle Betriebsart
(X1, X2, X3) des Anbauverdichters (10) anzeigt, und dass die Anzeigeeinrichtung (104)
so ausgeführt ist, dass sie ein der jeweiligen Betriebsart zugeordnetes erstes Signal
abgibt, wenn sich der Anbauverdichter (10) wenigstens ungefähr in einer der mindestens
drei diskreten Betriebsarten (X1, X2, X3) befindet, und ein der jeweiligen Betriebsart
zugeordnetes zweites Signal abgibt, wenn sich der Anbauverdichter leicht außerhalb
der entsprechenden Betriebsart (X1, X2, X3) befindet.
2. Anbauverdichter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagfrequenz in der zweiten Betriebsart (X2) zwischen der Schlagfrequenz in
der ersten (X1) und in der dritten Betriebsart (X3) liegt.
3. Anbauverdichter (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagfrequenzen und Exzentrizitäten so aufeinander abgestimmt sind, dass die
Schlagkraft des Anbauverdichters (10) in der ersten Betriebsart (X1) wenigstens in
etwa der Schlagkraft in der dritten Betriebsart (X3) entspricht, und vorzugsweise
die Schlagkraft in der zweiten Betriebsart (X2) ungefähr 50 bis 60% hiervon beträgt.
4. Anbauverdichter (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagfrequenz in der ersten Betriebsart (X1) zwischen 30 und 40 Hz, vorzugsweise
ungefähr bei 35 Hz, in der zweiten Betriebsart (X2) zwischen 40 und 50 Hz, vorzugsweise
ungefähr bei 45 Hz, und in der dritten Betriebsart (X3) zwischen 55 und 65 Hz, vorzugsweise
ungefähr bei 60 Hz liegt.
5. Anbauverdichter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung (104) so ausgeführt ist, dass sie das erste Signal abgibt,
wenn eine aktuelle Schlagfrequenz (fa) ungefähr innerhalb von +/- 2,5 Hz einer Sollfrequenz
(fs) der jeweiligen Betriebsart liegt, und das zweite Signal abgibt, wenn die aktuelle
Schlagfrequenz (fa) von der Sollfrequenz (fs) um mehr als ungefähr +/- 2,5 Hz, jedoch
weniger als ungefähr 5 Hz abweicht, und ein drittes oder gar kein Signal abgibt, wenn
die aktuelle Schlagfrequenz (fa) um mehr als ungefähr 5 Hz von der Sollfrequenz (fs)
abweicht.
6. Anbauverdichter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung drei Leuchteinrichtungen (104a; 104b, 104c), insbesondere
LEDs umfassend, aufweist, von denen jeweils eine einer der drei Betriebsarten (X1,
X2, X3) zugeordnet ist.
7. Anbauverdichter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagfrequenz im Betrieb nur über den vom Bagger bereitgestellten Hydraulikstrom
veränderbar ist.
8. Anbauverdichter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Veränderung der Schlagfrequenz ein Schaltmittel (87) in Form eines hydraulischen
Schaltventils (88; 90) umfasst, welches in einer ersten Stellung einen zusätzlichen
Volumenstrom freigibt und in einer zweiten Stellung den zusätzlichen Volumenstrom
sperrt.
9. Anbauverdichter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Veränderung der Schlagfrequenz ein Schaltmittel (87) in Form eines hydraulischen
Schaltventils (88, 90) aufweist, welches in einer ersten Stellung einen ersten Volumenstrom
und in einer zweiten Stellung einen zweiten Volumenstrom freigibt.
10. Anbauverdichter (10) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (87) durch einen hydraulischen Schaltimpuls oder elektrohydraulisch
oder manuell betätigbar ist.
11. Anbauverdichter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse (36) relativ zur Antriebswelle (30) und um eine zur Antriebswelle (30)
parallele Achse von einer ersten in eine zweite Stellung und zurück verschwenkbar
ist und mindestens eine Anschlagfläche (42) aufweist, die mit einem relativ zur Antriebswelle
(30) starren jedoch in sich gummielastischen Anschlagpuffer (34) zusammenarbeitet,
wobei die Anschlagfläche (42) um eine zur Antriebswelle (30) parallele Achse schwenkbar
gelagert ist, wobei die Anschlagfläche (42) vorzugsweise nur in einem beschränkten
Winkelbereich (50) verschwenkbar ist.
12. Anbauverdichter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Masse (36) eine Vielzahl von Teilmassen (100) umfasst, die in einem
Aufnahmeraum (96) aufgenommen sind, dessen Volumen größer ist als das Gesamtvolumen
der Teilmassen (100), und der mindestens eine Begrenzungswand (98) aufweist, welche
die Teilmassen (100) in der ersten Drehrichtung in eine erste Position und in der
zweiten Drehrichtung in eine zweite Position zwingt, wobei der Gesamtschwerpunkt der
Teilmassen (100) in der ersten Position insgesamt einen anderen Abstand zur Antriebswelle
(30) aufweist als in der zweiten Position.
13. Anbauverdichter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Anzeigeeinrichtung am Anbauverdichter (10) angeordnet ist oder eine
Übertragung an eine Anzeigeeinrichtung im Führerstand des Baggers erfolgt.
14. Verfahren zum Betreiben eines Anbauverdichters (10) nach einem der Ansprüche 1 - 13,
der an einen Bagger ankuppelbar ist, bei dem eine Schlagwirkung durch mindestens eine
rotierenden und relativ zu einer Antriebswelle (30) exzentrisch angeordnete Masse
(32, 36) erzeugt wird, wobei sowohl die Exzentrizität als auch die Schlagfrequenz
abhängig von einer Einsatzanforderung im Betrieb verändert werden, wobei in einer
ersten Betriebsart (X1) die Exzentrizität größer als in einer zweiten und dritten
Betriebsart (X2, X3) und die Schlagfrequenz kleiner als in der dritten Betriebsart
(X3) sind, in der zweiten und dritten Betriebsart (X2, X3) die Exzentrizitäten gleich
sind, die Schlagfrequenz in der zweiten Betriebsart (X2) aber kleiner ist als in der
dritten Betriebsart (X3), dadurch gekennzeichnet, dass dem Baggerführer im Betrieb die aktuelle Betriebsart (X1, X2, X3) des Anbauverdichters
(10) mittels einer vorzugsweise optischen Anzeigeeinrichtung (104) angezeigt wird,
und dass die Anzeige der Anzeigeeinrichtung (104) derart erfolgt, dass ein der jeweiligen
Betriebsart zugeordnetes erstes Signal abgegeben wird, wenn sich der Anbauverdichter
(10) wenigstens ungefähr in einer der mindestens drei diskreten Betriebsarten (X1,
X2, X3) befindet, und ein der jeweiligen Betriebsart zugeordnetes zweites Signal abgegeben
wird, wenn sich der Anbauverdichter leicht außerhalb der entsprechenden Betriebsart
(X1, X2, X3) befindet.
1. A mounted compactor (10), which can be coupled to a digger and in which an impact
action is generated by means of at least one rotating mass (32, 36) located eccentrically
relative to at least one drive shaft (30), wherein both the eccentricity and the impact
frequency of the rotating mass (32, 36) are variable in targeted fashion in operation,
and wherein at least three discrete modes of operation (X1, X2, X3) can be established,
characterized in that in the first mode of operation (X1), the eccentricity is greater than in the second
mode of operation (X2) and third mode of operation (X3) and the impact frequency is
less than in the third mode of operation (X3), and in the second mode of operation
(X2) and third mode of operation (X3), the eccentricities are equal, but in the second
mode of operation (X2) the impact frequency is less than in the third mode of operation
(X3); and that a preferably optical display device (104) is provided, which in operation
indicates the current mode of operation (X1, X2, X3) of the mounted compactor (10)
to the driver of the digger; and that the display device (104) is embodied such that
it outputs a first signal, associated with the applicable mode of operation, if the
mounted compactor (10) is located at least approximately in one of the at least three
discrete modes of operation (X1, X2, X3), and outputs a second signal, associated
with the applicable mode of operation, if the mounted compactor is slightly outside
the applicable mode of operation (X1, X2, X3).
2. The mounted compactor (10) of claim 1, characterized in that the impact frequency in the second mode of operation (X2) is lies between the impact
frequency in the first mode of operation (X1) and in the third mode of operation (X3)
.
3. The mounted compactor (10) of claim 2, characterized in that the impact frequencies and eccentricities are adapted to one another such that the
impact force of the mounted compactor (10) in the first mode of operation (X1) is
at least approximately equivalent to the impact force in the third mode of operation
(X3) and in the second mode of operation (X2) the impact force is preferably approximately
50 to 60% thereof.
4. The mounted compactor (10) of one of claims 2 or 3, characterized in that the impact frequency in the first mode of operation (X1) is between 30 and 40 Hz,
preferably approximately 35 Hz; in the second mode of operation (X2) between 40 and
50 Hz, preferably approximately 45 Hz; and in the third mode of operation (X3) between
55 and 65 Hz, preferably approximately 60 Hz.
5. The mounted compactor (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the display device (104) is embodied such that it outputs the first signal if a current
impact frequency (fa) lies approximately within ± 2.5 Hz of a desired frequency (fs)
of the respective mode of operation, and outputs the second signal if the current
impact frequency (fa) deviates from the desired frequency (fs) by more than approximately
± 2.5 Hz but less than approximately 5 Hz, and outputs a third signal or no signal
at all if the current impact frequency (fa) deviates from the desired frequency (fs)
by more than approximately 5 Hz.
6. The mounted compactor (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the display device has three lighting devices (104a; 104b, 104c), in particular including
LEDs, each of which is assigned to one of the three modes of operation (X1, X2, X3).
7. The mounted compactor (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the impact frequency in operation is variable only via the hydraulic flow furnished
by the digger.
8. The mounted compactor (10) of one of claims 1 through 6, characterized in that for varying the impact frequency, it includes a switch means (87) in the form of
a hydraulic on-off valve (88; 90), which in a first position enables an additional
volumetric flow and in a second position blocks the additional volumetric flow.
9. The mounted compactor (10) of one of claims 1 through 6, characterized in that for varying the impact frequency, it has a switch means (87) in the form of a hydraulic
on-off valve (88, 90), which in a first position enables a first volumetric flow and
in a second position it enables a second volumetric flow.
10. The mounted compactor (10) of one of claims 8 or 9, characterized in that the switch means (87) is actuatable by means of a hydraulic switch impulse or electrohydraulically
or manually.
11. The mounted compactor (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the mass (36) is pivotable from a first to a second position and back again relative
to the drive shaft (30) and about an axis parallel to the drive shaft (30) and has
at least one stop face (42), which cooperates with a stop buffer (34) which is rigid
relative to the drive shaft (30) but is intrinsically rubber-elastic, and the stop
face (42) is supported pivotably about an axis parallel to the drive shaft (30), and
the stop face (42) is preferably pivotable within only a limited angular range (50).
12. The mounted compactor (10) of one of claims 1 through 11, characterized in that the movable mass (36) includes many partial masses (100) that are received in a receiving
chamber (96), the volume of the mass being greater than the total volume of the partial
masses (100), and the mass having at least one boundary wall (98), which forces the
partial masses (100) in the first direction of rotation into a first position and
in the second direction of rotation into a second position, and the resultant center
of gravity of the partial masses (100) has a different total spacing from the drive
shaft (30) in the first position than in the second position.
13. The mounted compactor (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the optical display device is located on the mounted compactor (10), or a transmission
to a display device is made in the driver's cab of the digger.
14. A method for operating a mounted compactor (10) of one of claims 1 through 13 which
can be coupled to a digger and in which an impact action is generated by means of
at least one rotating mass (32, 36) located eccentrically relative to at least one
drive shaft (30), wherein both the eccentricity and the impact frequency are varied
in operation as a function of a utilization request, and in a first mode of operation
(X1), the eccentricity is greater than in a second and third mode of operation (X2,
X3) and the impact frequency is less than in the third mode of operation (X3), and
in the second and third mode of operation (X2, X3) the eccentricities are equal, but
in the second mode of operation (X2) the impact frequency is less than in the third
mode of operation (X3), characterized in that the current mode of operation (X1, X2, X3) of the mounted compactor (10) is displayed
to the driver of the digger in operation by means of a preferably optical display
device (104); and that the display of the display device (104) is effected such that
a first signal associated with the applicable mode of operation is output if the mounted
compactor (10) is at least approximately in one of the at least three discrete modes
of operation (X1, X2, X3), and a second signal associated with the applicable mode
of operation is output if the mounted compactor is slightly outside the applicable
mode of operation (X1, X2, X3).
1. Compacteur porté (10) apte à être accouplé à un excavateur, dans lequel un effet de
frappe est généré par au moins une masse (32, 36) rotative et disposée de façon excentrique
par rapport à au moins un arbre d'entraînement (30), dans lequel aussi bien l'excentricité
que la fréquence de frappe de la masse (32, 36) rotative peuvent être modifiées de
manière ciblée lors du fonctionnement, dans lequel au moins trois modes de fonctionnement
(X1, X2, X3) discrets peuvent être réglés, caractérisé par le fait que, dans le premier mode de fonctionnement (X1), l'excentricité est plus grande que
dans les deuxième (X2) et troisième (X3) modes de fonctionnement et la fréquence de
frappe est plus faible que dans le troisième mode de fonctionnement (X3), et que,
dans les deuxième (X2) et troisième (X3) modes de fonctionnement, les excentricités
sont égales, mais la fréquence de frappe est plus faible dans le deuxième mode de
fonctionnement (X2) que dans le troisième mode de fonctionnement (X3), et qu'un dispositif
d'affichage (104) de préférence optique est prévu qui indique au conducteur d'excavateur,
durant le fonctionnement, le mode de fonctionnement (X1, X2, X3) actuel du compacteur
porté (10), et que ledit dispositif d'affichage (104) est réalisé de manière à émettre
un premier signal associé au mode de fonctionnement respectif lorsque le compacteur
porté (10) se trouve, au moins à peu près, dans l'un desdits au moins trois modes
de fonctionnement (X1, X2, X3) discrets, et à émettre un deuxième signal associé au
mode de fonctionnement respectif lorsque le compacteur porté se trouve légèrement
hors du mode de fonctionnement (X1, X2, X3) correspondant.
2. Compacteur porté (10) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la fréquence de frappe dans le deuxième mode de fonctionnement (X2) se situe entre
la fréquence de frappe dans le premier (X1) et dans le troisième (X3) mode de fonctionnement.
3. Compacteur porté (10) selon la revendication 2, caractérisé par le fait que les fréquences de frappe et les excentricités sont accordées les unes aux autres
de telle sorte que la force de frappe du compacteur porté (10) dans le premier mode
de fonctionnement (X1) correspond au moins à peu près à la force de frappe dans le
troisième mode de fonctionnement (X3) et, de préférence, la force de frappe dans le
deuxième mode de fonctionnement (X2) fait environ entre 50 et 60 % de ceci.
4. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3, caractérisé par le fait que la fréquence de frappe dans le premier mode de fonctionnement (X1) est comprise entre
30 et 40 Hz, de préférence de 35 Hz à peu près, que, dans le deuxième mode de fonctionnement
(X2), elle est comprise entre 40 et 50 Hz, de préférence de 45 Hz à peu près et que,
dans le troisième mode de fonctionnement (X3), elle est comprise entre 55 et 65 Hz,
de préférence de 60 Hz à peu près.
5. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le dispositif d'affichage (104) est réalisé de manière à émettre le premier signal
lorsqu'une fréquence de frappe (fa) actuelle se situe à peu près à l'intérieur de
+/- 2,5 Hz d'une fréquence nominale (fs) du mode de fonctionnement respectif, et à
émettre le deuxième signal lorsque la fréquence de frappe (fa) actuelle diffère de
plus de +/- 2,5 Hz environ, mais de moins de 5 Hz environ, de la fréquence nominale
(fs), et à émettre un troisième signal ou à n'émettre aucun signal lorsque la fréquence
de frappe (fa) actuelle diffère de plus de 5 Hz environ de la fréquence nominale (fs).
6. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le dispositif d'affichage présente trois dispositifs lumineux (104a; 104b, 104c),
en particulier comprenant des DEL, dont respectivement un est associé à l'un des trois
modes de fonctionnement (X1, X2, X3).
7. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, en fonctionnement, la fréquence de frappe ne peut être modifiée que par le courant
hydraulique fourni par l'excavateur.
8. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que, pour modifier la fréquence de frappe, il comprend un moyen de commutation (87) sous
forme d'une soupape hydraulique de commande (88; 90) qui, dans une première position,
libère un débit volumique supplémentaire et, dans une deuxième position, arrête le
débit volumique supplémentaire.
9. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que, pour modifier la fréquence de frappe, il comprend un moyen de commutation (87) sous
forme d'une soupape hydraulique de commande (88, 90) qui, dans une première position,
libère un premier débit volumique et, dans une deuxième position, libère un deuxième
débit volumique.
10. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé par le fait que le moyen de commutation (87) peut être commandé par une impulsion hydraulique de
commutation ou de façon électrohydraulique ou manuelle.
11. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la masse (36) peut être pivotée, par rapport à l'arbre d'entraînement (30) et autour
d'un axe parallèle à l'arbre d'entraînement (30), depuis une première dans une deuxième
position et vice versa et présente au moins une surface de butée (42) qui agit de
concert avec un tampon de butée (34) qui est rigide par rapport à l'arbre d'entraînement
(30), mais élastique comme le caoutchouc en lui-même, la surface de butée (42) étant
logée à pivotement autour d'un axe parallèle à l'arbre d'entraînement (30), la surface
de butée (42) n'étant apte à pivoter que dans une plage angulaire (50) limitée.
12. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que la masse (36) mobile comprend une pluralité de masses partielles (100) qui sont reçues
dans un espace de réception (96) dont le volume est supérieur au volume total des
masses partielles (100) et qui présente au moins une paroi de limitation (98) qui
force les masses partielles (100), dans le premier sens de rotation, dans une première
position et, dans le deuxième sens de rotation, dans une deuxième position, le centre
de gravité total des masses partielles (100) dans la première position présentant
dans l'ensemble une autre distance par rapport à l'arbre d'entraînement (30) que dans
la deuxième position.
13. Compacteur porté (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que ledit dispositif optique d'affichage est disposé sur le compacteur porté (10) ou
qu'une transmission à un dispositif d'affichage situé dans le poste de conduite de
l'excavateur a lieu.
14. Procédé pour faire fonctionner un compacteur porté (10) selon l'une quelconque des
revendications 1 à 13, qui est apte à être accouplé à un excavateur, dans lequel un
effet de frappe est généré par au moins une masse (32, 36) rotative et disposée de
façon excentrique par rapport à un arbre d'entraînement (30), dans lequel aussi bien
l'excentricité que la fréquence de frappe sont modifiées en fonction d'une exigence
d'utilisation en fonctionnement, dans lequel, dans un premier mode de fonctionnement
(X1), l'excentricité est plus grande que dans des deuxième et troisième modes de fonctionnement
(X2, X3) et la fréquence de frappe est plus faible que dans le troisième mode de fonctionnement
(X3), dans les deuxième et troisième modes de fonctionnement (X2, X3), les excentricités
sont égales, mais la fréquence de frappe est plus faible dans le deuxième mode de
fonctionnement (X2) que dans le troisième mode de fonctionnement (X3), caractérisé par le fait que, en fonctionnement, le mode de fonctionnement (X1, X2, X3) actuel du compacteur porté
(10) est indiqué, au moyen d'un dispositif d'affichage (104) de préférence optique,
au conducteur d'excavateur et que l'affichage du dispositif d'affichage (104) se fait
de telle sorte qu'un premier signal associé au mode de fonctionnement respectif est
émis lorsque le compacteur porté (10) se trouve, au moins à peu près, dans l'un desdits
au moins trois modes de fonctionnement (X1, X2, X3) discrets, et qu'un deuxième signal
associé au mode de fonctionnement respectif est émis lorsque le compacteur porté se
trouve légèrement hors du mode de fonctionnement (X1, X2, X3) correspondant.
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