[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Bestimmung
des Zielpunktes einer Beobachtungseinheit.
[0002] Eine gattungsgemäße Beobachtungseinheit kann mit unterschiedlichen Geräten, beispielsweise
Kameras, Sichtgeräten oder Schusswaffensimulatoren kombiniert werden. Die erfindungsgemäße
Beobachtungseinheit eignet sich z.B. für die Bestimmung des Zielpunktes bzw. der Blickrichtung
einer Kamera, was für die Bildaufzeichnung und -verarbeitung in virtuellen Studios
von besonderer Bedeutung ist. Die erfindungsgemäße Beobachtungseinrichtung gestattet
die präzise Bestimmung des von einer Kamera aufgenommenen Bildbereichs.
[0003] Die erfindungsgemäße Beobachtungseinrichtung kann auch an Sichtgeräten angebracht
werden, um einen vom Nutzer ins Blickfeld genommen Ausschnitt aus einem projizierten
Bild zu ermitteln. Die Kenntnis des anvisierten Bildausschnitts gestattet beispielsweise
die situations- oder aktionsabhängige Einspielung unterschiedlicher Bilder auf einem
Sichtschirm oder einer Projektionsfläche.
[0004] Ein weiteres Anwendungsfeld eröffnet sich für die erfindungsgemäße Beobachtungseinrichtung
bei der Steuerung bzw. Überwachung von Robotern, insbesondere Industrierobotern. In
Bezug auf die Qualität der von Robotern zu erledigenden Aufgaben spielen vor allem
Passungsfragen eine Rolle, die von der Fähigkeit des Roboters abhängen, eine bestimmte
Raumposition sehr genau anfahren zu können. Ein vielversprechender Weg dazu ist die
externe Überwachung des Roboters und die präzise Ermittlung seiner Position im Raum.
Bekannt ist, hierzu ein Mehrkameramesssystem zur flexiblen Positionsbestimmung einzusetzen,
welches die Erhöhung der Absolutgenauigkeit ermöglicht. Das bekannte Messsystem arbeitet
mit mehreren hochauflösenden und kalibrierten Messkameras, die den Arbeitsraum des
Industrieroboters überwachen. Auf dem Endeffektor des Industrieroboters sind entsprechende
Zielmarkierungen angebracht, mit denen es möglich ist, die Position und Orientierung
des Endeffektors zu bestimmen. Der technische Aufwand ist dabei hoch. Die vorliegende
Erfindung kann auch für solche Positionsbestimmungen von Endeffektoren an Robotern
vorteilhaft eingesetzt werden.
[0005] Ein spezieller Anwendungsfall der Beobachtungseinrichtung, auf den in der nachfolgenden
Beschreibung überwiegend Bezug genommen wird, ist die Zielpunktbestimmung an einem
Schusswaffensimulator. Der Fachmann wird aber leicht erkennen, dass die Beobachtungseinrichtung
auch auf andere Anwendungen übertragen werden kann.
[0006] Zum Üben des Umgangs mit Schusswaffen werden unterschiedlichste Simulationsgeräte
verwendet, welche die Handhabung der Waffe und die Abgabe eines Schusses mehr oder
weniger realitätsnah simulieren können. Damit der Benutzer eines solchen Simulators
auch eine Rückkopplung darüber erhält, ob ein simulierter Schuss das anvisierte Ziel
tatsächlich getroffen hätte bzw. wo ein Projektil im Falle einer echten Schussabgabe
eingeschlagen wäre, sind entsprechende Vorrichtungen und Auswerteverfahren erforderlich,
welche den Zielpunkt ermitteln, der im Moment der Schussabgabe vom Schützen anvisiert
wurde und in den dann im Falle einer realen Schussabgabe das Projektil eingeschlagen
hätte, immer vorausgesetzt, dass die an der Simulationswaffe angebrachte Visiereinrichtung
bei fehlerfreiem Anvisieren des Zielpunktes weitgehend mit dem Einschlagpunkt deckungsgleich
ist. Die aus der Ballistik resultierenden Abweichungen zwischen Visierpunkt und Trefferstelle
sind für die nachfolgenden Betrachtungen nicht entscheidend, sodass darauf nicht näher
eingegangen wird.
[0007] Aus der
DE 601 15 445 T2 ist ein Feuerwaffenlaserübungssystem und -verfahren bekannt, welches eine visuelle
Rückkopplung simulierter Geschossaufschlagsorte gestattet. Dazu ist an einem Schusswaffensimulator
ein Lasersendemodul angebracht, welches einen Laserstrahl bei der Betätigung des Auslösers
auf eine Zielscheibe richtet. Darüber hinaus ist eine Abtasteinrichtung vorgesehen,
die ein Bild der Zielscheibe und des darauf projizierten Laserstrahls erfasst und
an ein Computersystem übermittelt. Die Auftreffstellen des Laserstrahls können dem
Benutzer angezeigt und einer weiteren automatisierten Verarbeitung unterzogen werden.
[0008] Aus der
DE 10 2004 042 144 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Schusssimulation von direkt gerichteten
Waffen mittels Laserlicht bekannt. Auch in diesem Fall ist am Schusswaffensimulator
eine Laserstrahlquelle vorgesehen, die einen Laserstrahl auf das anvisierte Ziel richtet.
Von am Ziel angebrachten Reflektoren wird ein Teil des Laserlichtes reflektiert und
an den Schusswaffensimulator zurück geworfen. Die Laufzeit des reflektierten Laserstrahls
kann u. a. für die Ermittlung der Entfernung zwischen dem Schusswaffensimulator und
dem Ziel verwendet werden.
[0009] Die
DE 698 28 412 T2 beschreibt eine mit einem Laser funktionierende Übungswaffe, welche mit einem Computersystem
zusammenarbeitet, um den Zielpunkt zu ermitteln. Ein an der Waffe angebrachtes Lasermodul
sendet im Zeitpunkt der Schussabgabe einen Laserstrahl auf eine Zielscheibe, wobei
der Auftreffpunkt des Laserstrahls an der Zielscheibe über Detektoren ermittelt und
an ein Computersystem weitergeleitet wird.
[0010] Die zuvor genannten, aus dem Stand der Technik bekannten Systeme haben gemeinsam,
dass an der Schusswaffe ein Laserstrahlmodul angeordnet werden muss, welches einen
stark fokussierten Laserstrahl aussendet, soweit der Projektionspunkt des Laserstrahls
auf der Zielscheibe für die Auswertung der Treffergenauigkeit heran gezogen wird.
Damit bestehen hohe Anforderungen an das Laserstrahlmodul, insbesondere bei großen
Entfernungen zwischen der Schusswaffe und der Zielscheibe. Wenn der Laserstrahl eine
zu geringe Parallelität aufweist, lässt sich der Zielpunkt nicht mit hoher Genauigkeit
bestimmen, da die Projektionsfläche des Laserstrahls größer als der Auftreffquerschnitt
eines realen Projektils ist. Werden stattdessen Laserstrahlen mit hoher Parallelität
verwendet, sind die benötigten Laserstrahlmodule technisch aufwendig, was nicht nur
zu hohen Kosten sondern auch zu großen Abmessungen führt, die einer realitätsnahen
Nachbildung eines Schusswaffensimulators entgegen stehen. Außerdem müssen bei der
Verwendung stark gebündelter Laserstrahlen besondere Schutzvorkehrungen getroffen
werden, um eine Schädigung der Augen des Benutzers bzw. umstehender Personen zu vermeiden,
wenn diese ungewollt vom Laserstrahl getroffen werden.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Vorrichtung und
ein Verfahren zur Bestimmung des Zielpunktes einer Beobachtungseinheit, insbesondere
eines Schusswaffensimulators anzugeben, welche die vorgenannten Nachteile vermeidet.
Insbesondere wird angestrebt, die Auflösegenauigkeit der Zielpunktdetektion zu erhöhen,
ohne dass dadurch die Kosten für eine entsprechende Zielscheibe oder zur Beobachtung
eines Bildbereichs unvertretbar hoch werden. Gleichzeitig soll es durch die Erfindung
ermöglicht werden, große Bildbereiche genau zu beobachten bzw. große Zielscheiben
zu realisieren, auf denen beispielsweise ein realitätsnahes Szenario bildlich dargestellt
werden kann, ggf. unter Verwendung bewegter Bilder.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß dem beigefügten Patentanspruch 1
bzw. durch ein Verfahren gemäß dem beigefügten Patentanspruch 11 gelöst.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bestimmung des Zielpunktes einer Beobachtungseinheit
umfasst einen Zielschirm, auf dem mindestens ein Zielbereich definiert ist. Der Zielschirm
ist beispielsweise als Projektionsleinwand gestaltet oder kann Bestandteil eines Bauwerkes
oder dergleichen sein. Der Zielschirm und damit auch der Zielbereich müssen nicht
planar sein sondern können beispielsweise auf einer einfach oder mehrfach sphärisch
gekrümmten Fläche angeordnet sein. Gekrümmte Projektionsflächen eröffnen die realitätsnahe
Darstellung der Zielbilder oder anderer Objekte, sodass beispielsweise für einen Schützen
auch weit entfernt liegende Ziele auf einem nur wenige Meter entfernten Zielschirm
simuliert werden können. Der Zielbereich kann sich über den gesamten Zielschirm erstrecken
oder nur einen Teil des Zielschirms erfassen.
[0014] Die Vorrichtung umfasst weiterhin einen Abtastlinienprojektor, der mindestens zwei
nicht parallele Abtastlinien zeitgleich oder zeitversetzt auf den Zielschirm projiziert
und über diesen bzw. den Zielbereich verschiebt. Dabei ist es zweckmäßig, keine orthogonal
und höchstens eine parallel zur Drehachse eines Ablenkspiegels des Projektors liegenden
Abtastlinie zu verwenden.
[0015] Darüber hinaus ist eine Steuereinheit vorgesehen, welche die Verschiebung der Abtastlinien
steuert und misst, um zu bestimmen, wann die Abtastlinien in den Zielbereich ein-
bzw. aus diesem austreten und wo innerhalb des Zielbereichs sich die Abtastlinien
zu einem bestimmten Zeitpunkt befinden.
[0016] Schließlich ist ein optischer Zielpunktdetektor vorgesehen, der beispielsweise an
einem Schusswaffensimulator, einer Kamera oder einem Sichtgerät angebracht und mit
der Blickrichtung des entsprechenden Gerätes (z.B. mit der Visiereinrichtung eines
Schusswaffensimulators) ausgerichtet ist.
[0017] Der Zielpunktdetektor kann je nach Anwendungsfall den Zielbereich dauerhaft beobachten
oder z.B. durch eine simulierte Schussabgabe aktiviert werden, so dass er jeweils
ein Zielpunktsignal an die Steuereinheit liefern kann, wenn er eine Abtastlinie erkennt.
Wenn der Zielpunktdetektor das Auftreten der Abtastlinien dauerhaft beobachtet, kann
das generierte Zielpunktsignal ständig oder nur in vorbestimmten Momenten, beispielsweise
bei der Betätigung des Abzugs geliefert werden. Im letztgenannten Fall kann dafür
beispielsweise das in einem Zwischenspeicher innerhalb eines vorgegebenen Bereichs
um den Abzugszeitpunkt abgelegte Signal an die Steuereinheit geliefert werden, wenn
der Schütze den Abzug des Waffensimulators betätigt.
[0018] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Beobachtungseinheit als
Bestandteil eines Schusswaffensimulators ausgestaltet. In abgewandelten Ausführungen
dient die Beobachtungseinheit der Erfassung eines Zielpunktes einer Kamera oder eines
anderen Sichtgerätes. Solche Sichtgeräte können in an sich bekannter Weise stereoskopisch
aufgebaut sein, wobei die Zielpunkterfassung für die Sichtfelder der beiden Augen
getrennt ausgeführt sein können. Unter einem Zielpunkt kann im Sinne der Erfindung
auch ein bestimmter, flächiger Ausschnitt aus einem Zielbereich verstanden werden,
der von der Kamera bzw. dem Sichtgerät erfasst wird.
[0019] Vorzugsweise wird der Zielbereich durch mindestens zwei lagebestimmte Referenzdetektoren
begrenzt, welche bei der bewegten Projektion der mindestens zwei nicht parallelen
Abtastlinien getroffen werden und dadurch entsprechende Referenzsignale generieren.
Die Referenzdetektoren dienen auch der Autokalibration, denn sie ermöglichen die Überprüfung
der Lage der Abtastlinien. Die Referenzdetektoren können in abgewandelten Ausführungsformen
auch außerhalb des Zielbereichs angeordnet werden, solange sie von den Abtastlinien
während einer Ablenkbewegung erreicht werden.
[0020] Die Steuereinheit berechnet aus den Referenzsignalen und dem vom Zielpunktdetektor
gelieferten Zielpunktsignal die Position der Abtastlinien im Zielbereich, beispielsweise
zum Zeitpunkt der Schussabgabe. Nachfolgend wird aus der Bestimmung eines virtuellen
Schnittpunktes der mindestens zwei Abtastlinien die genaue Lage des Zielpunktes im
Moment der simulierten Schussabgabe bzw. zu einem vorgegebenen Beobachtungszeitpunkt
bestimmt. Tatsächlich besteht zwar ein minimaler zeitlicher Versatz zwischen dem Beobachtungszeitpunkt
(z.B. dem Zeitpunkt der Schussabgabe) und der Erkennung der beiden Abtastlinien durch
den Zielpunktdetektor, jedoch bewegt sich dieser aufgrund hoher Wiederholraten und
geringer Verarbeitungszeiten allenfalls im Millisekundenbereich, so dass er für die
Ermittlung des Zielpunktes vernachlässigt werden kann oder bei hohen Genauigkeitsanforderungen
rechnerisch berücksichtigt werden kann.
[0021] Abhängig von der Form des Zielbereichs und der Erfassung der Bewegung der Abtastlinien
in diesem können unterschiedliche Methoden zur Bestimmung des Zielpunktes eingesetzt
werden. In einem einfachen Fall wird die Zeit zwischen dem Auftreten der Referenzsignale
und dem Zeitpunkt der Erkennung der jeweiligen Abtastlinie durch Zielpunktdetektor
ermittelt. Bei Kenntnis der Ablenkgeschwindigkeit (z.B. aus der Winkelgeschwindigkeit
des Ablenkspiegels im Projektor) kann über die Zeitdifferenz die jeweilige Position
der Abtastlinien berechnet werden.
[0022] In einer abgewandelten Ausführungsform kann der Abstrahlwinkel für die jeweilige
Abtastlinie ermittelt werden, vorzugsweise durch Detektion innerhalb des Projektors.
Aus Breitenwinkel und Höhenwinkel lässt sich dann die Lage der Abtastlinie auf einer
Zielebene oder auch in einem dreidimensionalen Raum bestimmen. Dies bietet den Vorteil,
dass ein Zielpunkt nicht nur in einer Ebene sondern im Raum präzise bestimmbar wird.
Der virtuelle Schnittpunkt der Abtastlinien zum Beobachtungszeitpunkt (Schussabgabe)
liegt dann auf der optischen Achse zwischen dem Zielpunktdetektor und dem anvisierten
Zielpunkt.
[0023] Für den Einsatz der erfindungsgemäßen Beobachtungseinheit an einem Schusswaffensimulator
ist von besonderer Bedeutung, dass am Schusswaffensimulator kein einen Laserstrahl
aussendendes Modul benötigt wird, sondern dass dieses durch einen einfachen optischen
Detektor ersetzt ist. Dieser Zielpunktdetektor hat in diesem Anwendungsfall einen
möglichst geringen Blickwinkel, so dass sein Erfassungsbereich auf eine sehr geringe
Fläche mit beispielsweise wenigen Quadratmillimetern Ausdehnung beschränkt ist. Gleichzeitig
kann der Zielschirm bzw. der darauf definierte Zielbereich nahezu beliebig groß dimensioniert
werden, ohne dass dadurch der Aufwand der Zielpunktdetektion wesentlich steigt.
[0024] In anderen Anwendungsfällen kann ebenfalls eine hohe Auflösegenauigkeit der Zielpunktdetektion
erreicht werden, ohne dass dafür aufwendige Positionsbestimmungen im Raum nötig sind,
wie sie bislang beispielsweise durch Projektion eines Gittermusters ausgeführt werden.
[0025] Da die projizierten Abtastlinien mit geringen Energiedichten beaufschlagt werden
können, kann eine Gesundheitsgefährdung von sich im Zielbereich befindlichen Personen
(z.B. bei der Anwendung in einem virtuellen Studio) ausgeschlossen werden. Der Abtastlinienprojektor
wird vorzugsweise jedoch zwischen dem Zielschirm und dem Schusswaffensimulator positioniert.
Durch diese Positionierung des Abtastlinienprojektors wird in jedem Fall vermieden,
dass der Benutzer des Schusswaffensimulators unmittelbar vom projizierten Laserlicht
getroffen wird.
[0026] Der Abtastlinienprojektor besitzt mindestens eine Lichtquelle (z.B. Laser oder LED),
deren Strahl linienförmig aufgefächert und beispielsweise über einen rotierenden Ablenkspiegel
oder Kippspiegel als Abtastlinie über den Zielbereich verschoben wird. Aufbau und
Funktionsweise derartiger Laserscanner sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt, so
dass auf eine detaillierte Beschreibung des Abtastlinienprojektors verzichtet werden
kann. Es sei aber erwähnt, dass für die Erhöhung der Abtastrate auch mehr als zwei
Abtastlinien über den Zielbereich geführt werden können, wobei unterschiedliche Wellenlängen,
Polarisationen oder Modulationen des Laserlichts nutzbar sind, um eine gegenseitige
Beeinflussung der Abtastlinien zu vermeiden.
[0027] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind vier Referenzdetektoren vorgesehen, die
jeweils an den Ecken eines rechteckigen Zielbereichs angeordnet sind. Wenn in diesem
Fall Abtastlinien verwendet werden, die nicht parallel zu den Seitenkanten und den
Diagonalen des Zielbereichs über diesen verschoben werden, treffen die Abtastlinien
zeitlich versetzt auf alle vier Referenzdetektoren, so dass vier Zeitpunkte für die
Bestimmung der Referenzpositionen der Abtastlinien im Zielbereich zur Verfügung stehen.
Die dazwischen liegenden Positionen der Abtastlinien im Zielbereich lassen sich in
Kenntnis der Verschiebegeschwindigkeit einfach berechnen.
[0028] Eine abgewandelte Ausführungsform nutzt den erfassten Abstrahlwinkel der Abtastlinien
zur Positionsbestimmung.
[0029] Die Abtastlinien werden bevorzugt mit einer hohen Wiederholrate über den Zielbereich
geführt. Unter Verwendung von rotierenden Ablenkspiegeln im Abtastlinienprojektor
können Widerholraten von 100 Hz und mehr ohne weiteres erreicht werden. Dies bedeutet,
dass pro Sekunde mehr als 50 Paare von Abtastlinien den Zielbereich überstreichen
und dort vom Zielpunktdetektor erfasst werden können. Durch Vervielfachung der Spiegelflächen
lassen sich höhere Wiederholraten leicht erzielen.
[0030] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sowie eines grundsätzlichen Ablaufs des beispielsweise durch diese Vorrichtung
abzuarbeitenden Verfahrens, unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Übersichtsdarstellung einer Vorrichtung zur Bestimmung des Zielpunktes eines
Schusswaffensimula- tors;
- Fig. 2:
- einen Ablaufplan der wesentlichen Verfahrensschritte eines Verfahrens zur Bestimmung
des Zielpunktes eines Schusswaffensimulators.
[0031] In Fig. 1 sind die wesentlichen Elemente einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Bestimmung des Zielpunktes eines Schusswaffensimulators sowie deren Zusammenwirken
vereinfacht dargestellt. Die Vorrichtung umfasst einen Zielschirm 01, der beispielsweise
als eine Projektionsfläche mit einer Ausdehnung von mehreren Quadratmetern ausgestaltet
sein kann. In abgewandelten Ausführungsformen kann der Zielschirm eine beliebig abgewandelte,
berechenbare Oberflächenform aufweisen, z.B. sphärisch gekrümmt sein. Auf eine solche
Projektionsfläche kann eine herkömmliche Zielscheibe aufgezeichnet oder aufprojiziert
werden. Ebenso ist es möglich, auf dem Zielschirm 01 komplexe Bildszenarien zu projizieren,
einschließlich bewegter Bildsequenzen. Auf dem Zielschirm 01 ist mindestens ein Zielbereich
02 definiert, in welchem vom Benutzer ein Zielpunkt 03 anvisiert wird.
[0032] Bei der dargestellten Ausführungsform sind insgesamt vier Referenzdetektoren 04 vorgesehen,
die hier jeweils an den Ecken des Zielbereichs 02 angeordnet sind. Bei anderen Ausführungsformen
können mehr oder weniger Referenzdetektoren eingesetzt werden, die auch an anderen
Stellen des Zielbereichs positionierbar sind. Die Funktion der Referenzdetektoren
besteht darin, eine bzw. mehrere Referenzpositionen auf der Projektionsfläche relativ
zum Projektor zu bestimmen. Dies kann beispielsweise durch Auswertung einer gemeinsamen
Zeitbasis und der von den Referenzdetektoren gelieferten Referenzsignale erfolgen.
Im einfachsten Fall gestatten es die Referenzdetektoren, ein oder mehrere Zeitfenster
zu definieren, welche durch Eintritt einer Abtastlinie 05 in den Zielbereich 02 geöffnet
werden und beim Verlassen des Zielbereichs wieder geschlossen werden. Durch die Verwendung
von mehr als zwei Referenzdetektoren und geeignete Ausrichtung der Abtastlinien kann
der Zielbereich dabei in mehrere Teilbereiche untergliedert werden.
[0033] Bei der oben bereits erwähnten abgewandelten Ausführungsform werden stattdessen die
jeweils aktuellen Abstrahlwinkel bestimmt. Aus der Kenntnis der Abstrahlcharakteristik
des Abtastlinienprojektors und dem Startzeitpunkt einer Ablenkung lässt sich dieser
Winkel ermitteln.
[0034] Die Abtastlinien 05 werden von einem Abtastlinienprojektor 06 generiert, auf den
Zielschirm projiziert und über den Zielbereich 02 verschoben. In der dargestellten
Ausführungsform ist der Abtastlinienprojektor 06 als Laserscanner konfiguriert, der
einen Laserstrahl mit Hilfe an sich bekannter optischer Elemente linienförmig auffächert,
um zunächst eine erste Abtastlinie 05a über den Zielbereich 02 zu verschieben und
nachfolgend eine zweite Abtastlinie 05b mit veränderter Ausrichtung und 180° phasenversetzt
ebenfalls über den Zielbereich 02 zu verschieben. In abgewandelten Ausführungsformen
kann der Abtastlinienprojektor 06 mehrere Laserlichtquellen und/oder Ablenkeinheiten
umfassen.
[0035] Die beiden Abtastlinien 05a, 05b können zeitgleich oder zeitversetzt über den Zielbereich
02 bewegt werden. Sie verlaufen nicht parallel zueinander, vorzugsweise in einem Winkel
von 90°. Es ist besonders zweckmäßig, die Abtastlinien nicht parallel zu den Seitenkanten
und den Diagonalen des Zielbereichs 02 zu projizieren, da auf diese Weise nie zwei
Referenzdetektoren 04 gleichzeitig von einer Abtastlinie getroffen werden.
[0036] Eine zentrale Steuereinheit 07 wertet die Referenzsignale der Referenzdetektoren
04 aus und bestimmt die jeweiligen Zeitpunkte an denen die erste bzw. zweite Abtastlinie
den jeweiligen Referenzdetektor trifft. Gleichzeitig ist die Steuereinheit 07 mit
dem Abtastlinienprojektor 06 gekoppelt, um die Projektion der Abtastlinien zu veranlassen.
Unter Verwendung der Ablenkgeschwindigkeit, mit welcher die Abtastlinien über den
Zielbereich 02 geführt werden, kann die Steuereinheit unter gleichzeitiger Heranziehung
der von den Referenzdetektoren 04 gelieferten Referenzsignale berechnen, an welcher
Stelle des Zielbereichs sich die Abtastlinie zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet.
Dies erfolgt bei einer zeitbasierten Berechnung, ausgehend von dem ermittelten Zeitpunkt
des Eintritts in den Zielbereich (Öffnen des Zeitfensters) bzw. des Auftreffens auf
einen weiteren Referenzdetektor, der nach der Öffnung des Zeitfensters von der Abtastlinie
getroffen wird. In abgewandelten Ausführungsformen werden Längen- und Breitenwinkel
der Abtastlinien innerhalb eines abgetasteten Zielraums bestimmt, um eine räumlich
definierte Lage der Abtastlinien zu ermitteln.
[0037] In dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel wird das Zeitfenster geöffnet, wenn die Abtastlinie
05 den ersten auf ihrem Verschiebeweg liegenden Referenzdetektor trifft und geschlossen,
wenn die Abtastlinie am vierten in Bewegungsrichtung liegenden Referenzdetektor ankommt.
Dazwischen tangiert die Abtastlinie die beiden weiteren Referenzdetektoren, wodurch
die Genauigkeit der Positionsberechnung erhöht werden kann, was sich auch als Öffnen
und Schließen von Zeit-Teilfenstern verstehen lässt.
[0038] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst weiterhin einen Zielpunktdetektor 08, der
an einem Schusswaffensimulator 09 angebracht ist. Der Zielpunktdetektor 08 besitzt
mindestens einen optischen Sensor, mit welchem der Zielbereich 02 beobachtet wird,
wenn der Schusswaffensimulator 09 auf den Zielschirm 01 gerichtet ist und eine Schussabgabe
simuliert wird. Anders als bei bilderfassenden Systemen ist der Zielpunktdetektor
08 mit einem möglichst geringen Blickwinkel ausgestattet, so dass er auch bei größerer
Entfernung vom Zielbereich nur einen kleinen Ausschnitt des Zielbereichs 02 erfasst.
Zur Fokussierung kann der Zielpunktdetektor 08 eine entsprechende Optik umfassen.
Der vom Zielpunktdetektor 08 beobachtete Bereich entspricht beispielsweise der Größe
einer Einschlagöffnung eines Projektils, welches am Zielpunkt 03 einschlagen würde.
Allerdings lässt sich der Zielpunkt 03 auch im Falle eines größeren Beobachtungsbereiches
durch Berücksichtigung der Signalstärke genauer bestimmen.
[0039] Als Zielpunkt 03 wird die Stelle angesehen, an welcher sich im Zeitpunkt der Schussabgabe
die beiden Abtastlinien 05a, 05b virtuell überkreuzen, ggf. unter Vernachlässigung
des zeitlichen Abstands der Projektion bei zeitversetzt projizierten Abtastlinien.
Durch das in zwei Richtungen durchgeführte Scannen des Zielbereichs 02 mit den Abtastlinien
05 wird virtuell eine Matrix aus zahlreichen Kreuzungspunkten der beiden Abtastlinien
auf den Zielbereich projiziert. Im Moment der Schussabgabe wird der Zielpunktdetektor
08 abgefragt und von der Steuereinheit 07 wird im Falle der zeitbasierten Ermittlung
der Positionen der Abtastlinien die Zeitspanne bestimmt, die bis zum Erfassen der
ersten Abtastlinie 05a und dem Erfassen der zweiten Abtastlinie 05b vergeht. In Kenntnis
der von den Referenzdetektoren 04 gelieferten Zeitsignale und der Ablenkgeschwindigkeit
der Abtastlinien kann aus diesen Werten die jeweilige Position der beiden Abtastlinien
zum Zeitpunkt der Schussabgabe berechnet werden. Der anvisierte Zielpunkt 03 entspricht
dann dem virtuellen Schnittpunkt der beiden Abtastlinien in der ermittelten Position.
Klarstellend wird darauf hingewiesen, dass die Abtastlinien und der vom Schützen anvisierte
Zielpunkt durchaus in verschiedenen Ebenen liegen können. Die optische Achse zwischen
Zielpunkt und Zielpunktdetektor wird von den Abtastlinien gekreuzt. Die Projektion
des Schnittpunktes dieser Kreuzungspunkte ist dann deckungsgleich mit dem Zielpunkt.
[0040] In Fig. 2 sind in Form eines Ablaufplans nochmals die wichtigsten Schritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt, jeweils der entsprechenden Einheit der zuvor beschriebenen
Vorrichtung zugeordnet, die für die Ausführung dieser Schritte verantwortlich ist.
Zur Projektion von mindestens zwei Abtastlinien auf dem Zielschirm wird zunächst im
Schritt 20 ein Laserstrahl z.B. auf einen rotierenden Spiegel oder ein gleichartiges
Element gelenkt, um die Abtastlinien zu erzeugen. Im Schritt 21 werden die Abtastlinien
über den Zielschirm verschoben und treffen dabei auf die Referenzdetektoren 04 auf,
die daraufhin das Referenzsignal an die Steuereinheit 07 übermitteln. Im Schritt 22
kann eine Autokalibration der gesamten Vorrichtung erfolgen, unter Auswertung der
von den Referenzdetektoren gelieferten Referenzsignale und unter Verwendung einer
gemeinsamen Zeitbasis, die beispielsweise in der Steuereinheit 07 erzeugt und an die
anderen Einheiten verteilt wird.
[0041] Der Schusswaffensimulator 09 empfängt im Schritt 23 die gemeinsame Zeitbasis und
detektiert beim Auslösen eines Schusses mit Hilfe des Zielpunktdetektors 08 die projizierten
Abtastlinien. Die Zeitpunkte der Detektion der Abtastlinien werden beispielsweise
in Form eines Zeitstempels an die Steuereinheit 07 übermittelt. Diese berechnet daraufhin
im Schritt 24 in der oben bereits erläuterten Weise den Zielpunkt unter Verwendung
der ermittelten Zeitinformationen.
[0042] Da die Vorrichtung zur Bestimmung des Zielpunktes in der beschriebenen Anwendung
mit einem Schusswaffensimulator zusammenwirkt, besteht zweckmäßiger Weise eine Datenkopplung
zwischen der Steuereinheit 07 und einer Simulationszentraleinheit 10. Die Simulationszentraleinheit
10 übernimmt weitere Steuerungsfunktionen für den Schusswaffensimulator.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 01
- Zielschirm
- 02
- Zielbereich
- 03
- Zielpunkt
- 04
- Referenzdetektoren
- 05
- Abtastlinie
- 05a
- erste Abtastlinie
- 05b
- zweite Abtastlinie
- 06
- Abtastlinienprojektor
- 07
- Steuereinheit
- 08
- Zielpunktdetektor
- 09
- Schusswaffensimulator
- 10
- Simulationszentraleinheit
1. Vorrichtung zur Bestimmung des Zielpunktes (03) einer Beobachtungseinheit (09), umfassend:
- einen Abtastlinienprojektor (06), welcher mindestens zwei nicht parallele Abtastlinien
(05a, 05b) zeitgleich oder zeitversetzt projiziert und über einen Zielbereich (02)
verschiebt;
- eine Steuereinheit (07), welche die Verschiebung der Abtastlinien (05a, 05b) steuert;
- einen optischen Zielpunktdetektor (08), der jeweils ein Zielpunktsignal an die Steuereinheit
(07) liefert, wenn eine Abtastlinie (05a, 05b) erkannt wird;
wobei die Steuereinheit (07) die Position jeder Abtastlinie (05a, 05b) im Zielbereich
(02) zum Zeitpunkt der Erkennung durch den Zielpunktdetektor (08) bestimmt und den
virtuellen Schnittpunkt der beiden Abtastlinien (05a, 05b) in diesem Zeitpunkt als
Zielpunkt (03) ausgibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Bestimmung des Zielpunktes (03) eines Schusswaffensimulators
(09), dadurch gekennzeichnet, dass der optische Zielpunktdetektor (08) am Schusswaffensimulator (09) angebracht und
mit dessen Visiereinrichtung ausgerichtet ist; und dass das Zielpunktsignal mindestens
bei einer simulierten Schussabgabe an die Steuereinheit (07) geliefert wird, wenn
eine Abtastlinie (05a, 05b) erkannt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Referenzdetektoren (04) umfasst, welche von den Abtastlinien
(05a, 05b) während ihrer Verschiebung getroffen werden und Referenzsignale an die
Steuereinheit (07) liefern.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (07) aus den Referenzsignalen und den zwischen deren Auftreten
verstrichenen Zeiten die Position jeder Abtastlinie (05a, 05b) im Zielbereich (02)
zum Zeitpunkt der Erkennung durch den Zielpunktdetektor (08) bestimmt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass vier Referenzdetektoren (04) an den Ecken eines rechteckigen Zielbereichs (02) angeordnet
sind, wobei die beiden Abtastlinien (05a, 05b) nicht parallel zu den Seitenkanten
und den Diagonalen des Zielbereichs (02) verschoben werden, sodass sie alle vier Referenzdetektoren
(04) zeitlich nacheinander treffen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastlinienprojektor (06) die Ablenkwinkel ermittelt, mit denen die Abtastlinien
(05a, 05b) zum Zielbereich projiziert werden, und dass die Steuereinheit (07) aus
den ermittelten Ablenkwinkeln die Position jeder Abtastlinie (05a, 05b) im Zielbereich
(02) zum Zeitpunkt der Erkennung durch den Zielpunktdetektor (08) bestimmt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastlinienprojektor (06) mindestens eine Laserlichtquelle und eine Ablenkeinheit
umfasst, welche zur Erzeugung und Verschiebung der Abtastlinien (05a, 05b) einen linienförmig
aufgefächerten Laserstrahl erzeugt und über den Zielbereich (02) verschiebt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastlinienprojektor (06) zwei Laserlichtquellen mit unterschiedlichen Wellenlängen,
Polarisationen oder Modulationen für die Erzeugung der Abtastlinien (05a, 05b) nutzt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastlinien (05a, 05b) mit einer Wiederholrate von mehr als 100 Hz über den
Zielbereich (02) geführt werden.
10. Verfahren zur Bestimmung des Zielpunktes (03) einer Beobachtungseinheit (09), folgende
Schritte umfassend:
- Projektion von mindestens zwei nicht parallelen Abtastlinien (05a, 05b) zeitgleich
oder zeitversetzt auf einen Zielschirm (01);
- Verschiebung der Abtastlinien in einem vorbestimmten Zielbereich (02) des Zielschirms
(01) mit einer vorbestimmten Verschiebegeschwindigkeit;
- Erfassen der beiden Abtastlinien mit einem optischen Zielpunktdetektor (08);
- Bestimmen der Position der jeweiligen Abtastlinie im Zielbereich (02) im Zeitpunkt
der Erfassung durch den Zielpunktdetektor (08);
- Bestimmen des Zielpunktes (03) als Schnittpunkt der beiden Abtastlinien (05a, 05b)
im Zeitpunkt der Erfassung durch den Zielpunktdetektor (08).
11. Verfahren nach Anspruch 10 zur Bestimmung des Zielpunktes (03) eines Schusswaffensimulators
(09), dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassen der beiden Abtastlinien mit einem am Schusswaffensimulator angebrachten
und mit dessen Visiereinrichtung ausgerichteten optischen Zielpunktdetektor im Zeitpunkt
einer simulierten Schussabgabe erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitpunkte bestimmt werden, in denen die Abtastlinien in den Zielbereich ein-
bzw. aus diesem austreten, und dass die Zeitspanne zwischen diesen Zeitpunkten sowie
die Ablenkgeschwindigkeit für die Bestimmung der Position der jeweiligen Abtastlinie
im Zielbereich im Zeitpunkt der Erfassung durch den Zielpunktdetektor herangezogen
werden.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der jeweiligen Abtastlinie im Zielbereich auf der Basis der Raumwinkel
der Abtastlinie im Zeitpunkt der Erfassung durch den Zielpunktdetektor bestimmt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abtastlinien rechtwinklig zueinander auf den Zielschirm projiziert werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abtastlinien zeitlich nacheinander alterierend auf den Zielschirm projiziert
werden.