[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum zumindest teilweisen
Entfernen einer Beschichtung von einer durch eine Senkung, einen Kappensitz oder einen
Nabenring gebildeten Funktionsfläche eines Fahrzeugrads sowie eine Oberflächenbehandlungsanlage
zum Auftragen und Bearbeiten von Beschichtungen auf Fahrzeugrädern.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Fahrzeugräder, wie sie insbesondere für
den Einsatz an Kraftfahrzeugen vorgesehen sind, aus metallischen Werkstoffen wie Stahl
Aluminium oder Magnesium herzustellen. Derartige Fahrzeugräder werden mit einer Beschichtung
versehen, die eine oder mehrere Schichten umfasst. Die Beschichtung dient als Korrosionsschutz
für den metallischen Werkstoff und gegebenenfalls zur Verbesserung der ästhetischen
Wirkung der Fahrzeugräder. Als Beschichtungsverfahren für die Fahrzeugräder kommen
üblicherweise Nasslackierungsverfahren und Pulverbeschichtungsverfahren zum Einsatz,
diese können auch miteinander kombiniert werden.
[0003] In jüngster Zeit werden auch Beschichtungsverfahren wie CVD (Chemical Vapor Deposition)
oder PVD (Physical Vapor Deposition) für die Beschichtung von Fahrzeugrädern vor einem
Klarlackauftrag eingesetzt.
[0004] Das Fahrzeugrad weist zur Anbringung an eine Nabe, insbesondere einer Kraftfahrzeugachse,
dienende Funktionsflächen auf. Eine erste Gruppe von Funktionsflächen wird durch Senkungen
gebildet. Die Senkungen können dabei konisch oder kalottenförmig geformt sein und
dienen der flächigen Anlage von Radbefestigungsmitteln oder deren Teilen, z.B. von
Köpfen von Radschrauben oder Radmuttern. Als weitere Funktionsfläche kann ein Nabenring
vorgesehen sein, in den bei Anbringung des Fahrzeugrads an der Nabe ein nabenseitig
vorgesehener, umlaufender Zentrierbund formschlüssig eingreift, um eine exakte Zentrierung
des Fahrzeugrads gegenüber der Nabe zu gewährleisten. Eine weitere Funktionsfläche
wird als Kappensitz bezeichnet und dient der Aufnahme einer Abdeckkappe zur Abdeckung
einer zentralen Bohrung an dem Fahrzeugrad. Die Funktionsflächen sollen, im Gegensatz
zu den übrigen Oberflächenbereichen des Fahrzeugrads, nach Durchführung der Beschichtung
des Fahrzeugrads zumindest im Wesentlichen beschichtungsfrei sein. Dadurch wird beispielsweise
erreicht, dass die Paarungsgeometrie zwischen der Radschraube oder -mutter und dem
Fahrzeugrad im Bereich der Senkung den notwendigen Reibschluss im Betrieb gewährleisten
kann. Bei einer im Bereich der Senkung verbleibenden Beschichtung verändert sich,
insbesondere durch Setzvorgänge, die Flächenpressung zwischen Radschraube und Fahrzeugrad,
so dass die Funktionssicherheit beeinträchtigt werden könnte.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, die Funktionsflächen während der Durchführung
des oder der zur Beschichtung des gesamten Fahrzeugrads vorgesehenen Beschichtungsvorgänge
abzudecken, um dort ein Auftreffen und Anhaften von Beschichtungsmaterial zu verhindern.
Hierzu werden vor der Durchführung der Beschichtung geeignete Abdeckmittel wie Kugeln
oder Stopfen auf die Funktionsflächen aufgebracht und nach Durchführung der Beschichtung
wieder entfernt. Dies bringt einen erheblichen Zusatzaufwand mit sich, der die Anbringung
und Entfernung sowie gegebenenfalls eine Aufbereitung der entsprechenden Stopfen umfasst.
Zudem ergeben sich in Grenzbereichen zwischen den Stopfen und der am Fahrzeugrad anhaftenden
Beschichtung unerwünschte Anhäufungen und Bruchstellen von Beschichtungsmaterial,
die gegebenenfalls in einem Nachbearbeitungsschritt entfernt werden müssen. Durch
die Abdeckmittel wird die nähere Umgebung der Senkung, insbesondere eine Ausnehmung
zur Aufnahme der Radbefestigungsmittel, an deren Grund die Senkung angeordnet ist,
bei der Durchführung der Beschichtungsverfahren zumindest teilweise abgeschattet,
so dass dort gegebenenfalls keine zufriedenstellende Beschichtung erreicht wird und
Qualitätskriterien im Hinblick auf Optik und Korrosionsschutz nicht eingehalten werden.
[0006] Verstärkt wird dieses Abschattungsproblem durch die Tatsache, dass die Ausnehmung,
an deren Grund die Senkung angeordnet ist und die den Radschraubenkopf oder die Radmutter
aufnimmt, oft einen nur unwesentlich größeren Durchmesser als diese Radbefestigungsmittel
aufweist, so dass gerade genug Platz zum Ansetzen eines Werkzeugs vorhanden ist. Je
nach Design der Fahrzeugräder können die Ausnehmungen sogar als zylindrische Schraubenbohrung
ausgeführt sein, die eine im Wesentlichen längliche Form haben können und tief in
das Fahrzeugrad hineinragen.
[0007] Aus der
DE 102 49 999 B3 ist ein Verfahren zur Absaugung von Funktionsflächen an Fahrzeugrädern bekannt, die
mit einer Pulverbeschichtung versehen werden. Bei diesem Verfahren wird zunächst das
zur Beschichtung dienende Lackpulver vollflächig auf die Fahrzeugräder aufgebracht.
In einem nachfolgenden Prozessschritt werden die Funktionsflächen mit Hilfe einer
geeigneten Absaugeinrichtung wieder von dem nur locker anhaftenden Pulver befreit,
bevor ein Einbrennen des Pulvers in einem Ofen erfolgt. Die Wirkungsweise dieses Verfahrens
ist auf Pulverbeschichtungen beschränkt, bei Nasslackierungen oder anderen Beschichtungsverfahren
haftet das Lackmaterial deutlich stärker an den Fahrzeugrädern an und kann nicht durch
Absaugen entfernt werden.
[0008] Ferner ist aus der
EP 1 598 121 A2 ein lasergestütztes Entschichtungsverfahren bekannt, bei welchem eine bereits aufgebrachte
Beschichtung mit Laserpulsen verdampft wird.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren, eine Vorrichtung und eine
Oberflächenbehandlungsanlage bereitzustellen, die es ermöglicht, Vertiefungen weitgehend
zu beschichten und eine kostengünstige und vom Beschichtungsverfahren unabhängige
Freistellung von Funktionsflächen an Fahrzeugrädern gewährleistet.
[0010] Zur Lösung der das Verfahren betreffenden Aufgabe wird ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 bereitgestellt. Bei der Verfahrensdurchführung wird die Funktionsfläche
einem von einer Strahlungsquelle erzeugten Strahlenbündel so lange ausgesetzt, bis
die Beschichtung im Bereich der Funktionsfläche zumindest teilweise in Folge der Erhitzung
durch das Strahlenbündel in ein Gasgemisch überführt wird. Als Strahlungsquelle kommt
insbesondere eine Laserquelle in Frage, die hochenergetische elektromagnetische Wellen
abgibt, die ihrerseits beim Auftreffen auf die Beschichtung im Bereich der Funktionsfläche
des Fahrzeugrads, insbesondere durch Strahlungsabsorption, zu einer lokalen Erwärmung
der Beschichtung führt. Das von der Strahlungsquelle abgegebene Strahlenbündel weist
eine derartig hohe Energiedichte auf, dass die Beschichtung lokal so stark erwärmt
werden kann, dass sie verdampft. Umliegende Beschichtungsbereiche, die nicht mit dem
Strahlenbündel beaufschlagt werden, erfahren keine signifikante Erwärmung, die dort
aufgebrachte Beschichtung bleibt unbeeinträchtigt. Bei dem Verdampfungsvorgang werden
Moleküle der Beschichtung in die Umgebung freigesetzt und bilden mit der Umgebungsatmosphäre,
insbesondere Umgebungsluft, ein Gasgemisch.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn die Funktionsfläche so lange dem Strahlenbündel ausgesetzt
wird, bis im Bereich der Funktionsfläche eine von der Beschichtung verdeckte Metalloberfläche
des Fahrzeugrads zumindest teilweise freigelegt ist. Für eine ordnungsgemäße Funktion
des Fahrzeugrads ist es nicht zwingend, dass die Funktionsflächen metallisch blank
sind. Vielmehr ist es ausreichend, wenn die Dicke der verbleibenden Beschichtung nur
noch wenige 1/1000 mm beträgt, da sich derart dünne Beschichtungen nicht negativ auf
die Funktion der Funktionsflächen auswirken.
[0012] In Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass das durch die Erhitzung entstehende
Gasgemisch abgesaugt wird. Durch eine Absaugung, die insbesondere unmittelbar im Bereich
der zu bearbeitenden Funktionsfläche stattfindet, wird einerseits ein unerwünschtes
Austreten von gegebenenfalls schädlichen Bestandteilen der abgelösten Beschichtung
in die Umgebung vermieden. Andererseits kann ein Niederschlag derartiger Beschichtungsbestandteile
in anderen Bereichen des Fahrzeugrads wirksam unterbunden werden, wodurch ansonsten
eine Beeinträchtigung der Oberflächenqualität der verbleibenden Beschichtung auftreten
könnte.
[0013] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Strahlenbündel eine
von Null verschiedene Divergenz hat, und dass die Abmessungen eines beim Auftreffen
des Strahlenbündels auf das Fahrzeugrad entstehenden Strahlflecks durch Veränderung
der relativen Anordnung des Fahrzeugrads und des Strahlenbündels festgelegt werden.
Übliche Strahlungsquellen wie Laserlichtquellen senden Strahlenbündel aus, deren Randstrahlen
in einem spitzen Winkel zueinander stehen und somit eine von Null abweichende Divergenz
aufweisen. Somit ergibt sich beim Auftreffen des Strahlenbündels auf das Fahrzeugrad
ein Strahlfleck mit einer vorzugsweise kreisrunden Ausdehnung, die bei gegebener Divergenz
insbesondere vom Abstand zwischen Lichtquelle und Fahrzeugrad abhängt. Bei einer vorteilhaften
Weiterbildung des Verfahrens wird gewährleistet, dass nur die zu entschichtenden Oberflächenbereiche
des Fahrzeugrads mit dem Strahlenbündel beaufschlagt werden, während angrenzende Bereiche,
insbesondere die beschichtete Ausnehmung zur Aufnahme der Radbefestigungsmittel, bestrahlungsfrei
bleiben.
[0014] Vorteilhaft ist es, wenn die Funktionsfläche dem Strahlenbündel ausgesetzt wird,
nachdem alle Beschichtungen auf das Fahrzeugrad aufgebracht wurden. Bei den in Frage
stehenden Beschichtungen handelt es sich um bei der Nutzung des Fahrzeugrads dauerhaft
an der Oberfläche verbleibende Beschichtungen. Aus Produktions-, Lagerungs- oder Präsentationsgründen
aufgebrachte Korrosionsschutz- oder Hochglanzschichten sind hiervon nicht umfasst,
da diese üblicherweise keine für die Nutzung des Fahrzeugrads relevante Schichtdicke
aufweisen. Somit wird erfindungsgemäß sichergestellt, dass die Funktionsfläche für
eine Nutzung bereit ist und keine zusätzlichen Vorbereitungshandlungen bei der Anbringung
des Fahrzeugrads an einem Fahrzeug, insbesondere einem Kraftfahrzeug, notwendig sind.
Möglicherweise nach dem Abtrag der Beschichtung von den Funktionsflächen auf das Fahrzeugrad
aufgebrachte Schutzwachsschichten sind ebenfalls nicht zum Verbleib auf dem Fahrzeugrad
bei der Nutzung bestimmt und sind ebenfalls nicht umfasst.
[0015] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Funktionsfläche
dem Strahlenbündel ausgesetzt wird, nachdem alle Beschichtungen auf sämtliche Oberflächen
des Fahrzeugrads aufgebracht wurden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass beim
Auftragen der Beschichtungen keine Rücksicht auf die Beschichtungsfreiheit von Funktionsflächen
genommen werden muss. Vielmehr kann ein kostengünstiger Beschichtungsauftrag auf allen
Oberflächen ohne aufwendige Abdeckmaßnahme vorgenommen werden. Anschließend werden
die Funktionsflächen selektiv entschichtet.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Beschichtung eine
Grundierung und einen auf die Grundierung aufgebrachten Klarlack umfasst. Die Grundierung
kann sowohl als Spritzlack, insbesondere als wasserlöslicher Lack, als Pulverbeschichtung
oder als CVD-Beschichtung oder PVD-Beschichtung aufgebracht werden. Gleiches gilt
für gegebenenfalls vorgesehene weitere Schichten, bei denen es sich insbesondere um
eine für die optische Anmutung des Fahrzeugrads wichtige Dekorschicht und eine zum
Schutz der Dekorschicht aufgetragene Deckschicht handeln kann. Üblicherweise wird
das Fahrzeugrad mit einer Grundierung auf Pulverbasis versehen, auf die nach Einbrennen
des Pulverlacks eine Dekorschicht auf Wasserlackbasis aufgebracht wird. Diese wird
anschließend mit einer Schutzschicht aus transparentem Pulverlack überzogen.
[0017] Vorteilhaft ist es, wenn das Fahrzeugrad entlang einer vorgebbaren Bahn bewegt wird,
während ein Teil der Funktionsfläche dem Strahlenbündel ausgesetzt wird. Zur Einhaltung
der gewünschten Strahlungsintensität für den Strahlfleck auf der Oberfläche des Fahrzeugrads
kann es erforderlich sein, das Strahlenbündel derart an die Oberfläche des Fahrzeugrads
anzunähern, dass der Strahlfleck eine kleinere Ausdehnung als die zu bearbeitende
Funktionsfläche hat. In diesem Fall wird die Beschichtung durch Abfahren der Funktionsfläche
mit dem Strahlfleck entlang einer vorgegebenen Bahn abgetragen. Die Metallurgie des
Fahrzeugrades wird aufgrund der schonenden, partiellen Erwärmung nicht verändert.
Die Energie wird fast vollständig von der abzutragenden Beschichtung absorbiert.
[0018] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Bahn in Abhängigkeit
von einer Kontur der Funktionsfläche und der Größe des Strahlflecks vorgegeben wird.
Vorzugsweise wird die Bahn derart vorgegeben, dass jeder Flächenabschnitt der Funktionsfläche
lediglich ein einziges Mal vom Strahlenbündel überstrichen werden muss, um eine rasche
und effiziente Bearbeitung des Fahrzeugrads zu gewährleisten. Da der Strahlfleck eine
inhomogene Verteilung der Strahlungsintensität aufweisen kann, wird erfindungsgemäß
vorgesehen, nebeneinander liegende Bahnen derart anzuordnen, dass es zu einer Überschneidung
der jeweils mit dem Strahlfleck bearbeiteten Flächenbereiche kommt. Somit wird auch
in den möglicherweise mit geringerer Abtragleistung bearbeiteten Randbereichen der
Bahn eine ausreichende Freistellung der Funktionsfläche erreicht.
[0019] Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Fahrzeugrad
relativ zu dem räumlich feststehenden Strahlenbündel verfahren und/oder verschwenkt
wird. Dadurch kann die Zuführung des Strahlenbündels von der Lichtquelle bis zur Oberfläche
des Fahrzeugrads einfach gehalten werden. Vorzugsweise wird das von der Strahlungsquelle
abgegebene Strahlenbündel im Freistrahl, gegebenenfalls unter Verwendung von Umlenkmitteln
wie Umlenkspiegeln, auf die Funktionsflächen gerichtet. Ergänzend oder alternativ
kann das Strahlenbündel zumindest abschnittsweise in einem Lichtleiter, insbesondere
in einem Glasfaserbündel oder einem Fluidlichtleiter, geführt sein. Die zur Bearbeitung
größerer Flächenbereiche notwendige Verfahrbewegung des Strahlflecks auf der Oberfläche
des Fahrzeugrads wird bei dieser Ausführungsform der Erfindung ausschließlich durch
Bewegungen des Fahrzeugrads bewirkt.
[0020] In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Richtung und/oder
Lage des Strahlenbündels gegenüber dem feststehenden Fahrzeugrad verändert wird. Dies
erfolgt vorzugsweise durch Bewegen einer Umlenkeinrichtung für das Strahlenbündel.
Ergänzend oder alternativ kann das Strahlenbündel zumindest abschnittsweise in einem
flexiblen Lichtleiter, beispielsweise einem Glasfaserbündel oder einem Fluidlichtleiter,
geführt werden, welcher entsprechend der auf der Oberfläche des Fahrzeugrads abzufahrenden
Bahn ausgelenkt und/oder verschoben wird. Dadurch können hochdynamische Relativbewegungen
zwischen Strahlenbündel und Fahrzeugrad mit hoher Präzision erzielt werden. Dies ist
darauf zurückzuführen, dass die Masse der Umlenkreinrichtung und/oder des flexiblen
Lichtleiters gering ist und mit ebenfalls geringen Kräften die zur Durchführung der
geforderten Bewegungen notwendigen Beschleunigungen hervorgerufen werden können.
[0021] Vorteilhaft ist es, wenn eine Positionierung der Strahlungsquelle gegenüber der zu
bearbeitenden Funktionsfläche von einer Bildverarbeitungseinrichtung bestimmt wird.
Mit einer Bildverarbeitungseinrichtung, die wenigstens eine Kamera und eine damit
verbundene Verarbeitungseinheit umfasst, können Körperkanten des Fahrzeugrads ermittelt
werden, um die räumliche Lage des Fahrzeugrads gegenüber der Strahlungsquelle zu ermitteln.
Aus der ermittelten Lage kann anschließend der für die Bearbeitung der Funktionsflächen
notwendige Verfahrweg bestimmt werden, um das Fahrzeugrad in den Arbeitsbereich der
Strahlungsquelle zu bringen. Bevorzugt kann die Bildverarbeitungseinrichtung die Lage
des Fahrzeugrads bezogen auf eine Rotationssymmetrieachse bestimmen, so dass keine
rotatorische Ausrichtung des Fahrzeugrads um die Rotationssymmetrieachse vor der Durchführung
des Bearbeitungsvorgangs erfolgen muss. Besonders bevorzugt ist die Bildverarbeitungseinrichtung
derart eingerichtet, dass sie unterschiedlich dimensionierte Fahrzeugräder voneinander
unterscheiden kann und die jeweils zur Bearbeitung der entsprechenden Funktionsflächen
notwendigen Bahnen aus einem Speicher abrufen kann.
[0022] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Strahlenbündel
aus einer Hülse austritt, die in eine Ausnehmung des Fahrzeugrads eingefahren wird,
an deren Grund die als Senkung ausgebildete Funktionsfläche angeordnet ist. Die Hülse
dient dem Schutz der an die zu entschichtende Senkung angrenzenden Beschichtung der
Ausnehmung, die zur Aufnahme der Radbefestigungsmittel vorgesehen ist. Ferner ist
die Verwendung einer solchen Hülse zur Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien vorteilhaft,
da aus Strahlenschutzgründen das Strahlenbündel möglichst nur kurze Distanzen als
Freistrahl überbrücken sollte und das Einfahren der Hülse in die Ausnehmung verhindert,
dass hochenergetische Strahlung unkontrolliert austritt und zu Beschädigungen oder
Verletzungen führt.
[0023] Grundsätzlich kann die Hülse hierfür beliebig, beispielweise als elliptisches Rohr,
als Vierkantrohr oder als Vieleckrohr mit einem polygonalen Querschnitt, ausgebildet
sein. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass
die Hülse eine längliche, hohlzylindrische Form hat. Dadurch kann die Hülse tief in
die Ausnehmungen eingebracht werden. Der Außendurchmesser der hohlzylindrischen Hülse
ist dabei an die Abmessung der Ausnehmungen angepasst, sodass die Hülse in die Ausnehmung
eingeführt werden kann, ohne dass diese die Wandung der Ausnehmung berührt.
[0024] Zur Lösung der die Vorrichtung betreffenden Aufgabe ist eine Vorrichtung zum zumindest
teilweisen Entfernen einer Beschichtung von einer durch eine Senkung, einen Kappensitz
oder einen Nabenring gebildeten Funktionsfläche eines Fahrzeugrads vorgesehen. Erfindungsgemäß
weist die Vorrichtung eine Strahlungsquelle auf, mit der ein auf die Funktionsfläche
richtbares Strahlenbündel erzeugbar ist, so dass die Beschichtung im Bereich der Funktionsfläche
zumindest teilweise in Folge der Erhitzung durch das Strahlenbündel in ein Gasgemisch
überführbar ist. Zudem ist mit Hilfe einer Stelleinrichtung die relative Anordnung
zwischen dem Fahrzeugrad und dem Strahlenbündel veränderbar. Mit einer derartigen
Vorrichtung kann vorzugsweise das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden.
Bei der Strahlungsquelle handelt es sich vorzugsweise um eine Laserquelle, die einen
kontinuierlichen oder gepulsten, insbesondere monochromatischen, Laserstrahl mit einer
Wellenlänge oder Wellenlängenverteilung im Bereich des mittleren Infrarots, vorzugsweise
in einem Bereich zwischen 350 nm und 2500 nm, besonders bevorzugt zwischen 900 nm
und 1500 nm, abgibt.
[0025] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Hülse vorgesehen, in der das Strahlenbündel
geführt ist und die eine Austrittsöffnung für das Strahlenbündel hat. Wie oben bereits
erwähnt dient die Hülse dem Schutz der seitlich und oberhalb der zu entschichtenden
Funktionsflächen angrenzenden Beschichtung, insbesondere an der Wandung der Ausnehmung
zur Aufnahme der Radbefestigungsmittel. Sie dient ferner der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien
und verhindert, dass hochenergetische Strahlung unkontrolliert austritt und zu Beschädigungen
oder Verletzungen führt. Die Hülse ist vorzugsweise auf die Divergenz des Strahlenbündels
angepasst, so dass sie den Querschnitt des Strahlenbündels nicht begrenzt, um unerwünschte
Abschwächungen der Strahlungsintensität zu vermeiden. Vorzugsweise ist eine Weglänge
für das zumindest bereichsweise in der Hülse geführte Strahlenbündel abhängig von
der Divergenz des Strahlenbündels derart gewählt, dass der endseitig an der Austrittsöffnung
der Hülse vorliegende Strahlfleck zumindest nahezu dem minimalen Strahlfleck entspricht,
der zur Bearbeitung des Fahrzeugrads eingesetzt werden soll.
[0026] Vorteilhaft ist es, wenn die Hülse durch die Stelleinrichtung verfahren und/oder
verschwenkt werden kann. Da die Hülse lediglich ein geringes Gewicht aufweisen muss,
um ihrer Schutzfunktion für das Strahlenbündel gerecht zu werden, kann sie mit geringen
Kräften und hohen Beschleunigungen bewegt werden, so dass ein rasches Überstreichen
der mit dem Strahlenbündel zu bearbeitenden Funktionsflächen am Fahrzeugrad und somit
eine kurze Taktzeit für die Bearbeitung erreicht werden kann.
[0027] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das Fahrzeugrad durch die Stelleinrichtung
verfahren und/oder verschwenkt werden. Dies ist insbesondere dann von Interesse, wenn
die am Fahrzeugrad zu bearbeitenden Funktionsflächen eine große Ausdehnung haben oder
weit voneinander beabstandet sind und eine Verstellmöglichkeit für das Strahlenbündel
überschritten wird. Insbesondere dient die Stelleinrichtung in einer Doppelfunktion
sowohl der Zu- bzw. Abfuhr des Fahrzeugrades wie auch der Bewegung des Fahrzeugrades
während des Bearbeitungsvorgangs. Auch Kombinationen der Verstellung des Strahlenbündels
mit der Verstellung des Fahrzeugrads sind möglich.
[0028] Vorzugsweise umfasst die Stelleinrichtung einen Roboterarm, der mit wenigstens zwei
relativ zueinander durch Schwenkantriebe verstellbaren Armabschnitten ausgerüstet
ist und der eine Bewegung des Fahrzeugrads in wenigstens einer Verfahrebene und/oder
wenigstens einer Schwenkebene bewirken kann.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Stelleinrichtung einen
Verfahrtisch. Der Verfahrtisch kann für translatorische und gegebenenfalls auch für
rotatorische Bewegungen eingerichtet sein und nimmt das Fahrzeugrad während der Bearbeitung
auf. Vorzugsweise ist der Verfahrtisch zumindest als XY-Tisch ausgebildet, der Bewegungen
in einer, vorzugsweise horizontal ausgerichteten, Verfahrebene ermöglicht. Besonders
bevorzugt weist der Verfahrtisch zusätzlich eine Stelleinrichtung für eine Z-Achse
auf, die eine Verstellung orthogonal zu der durch die X- und die Y-Achse bestimmten
Verfahrebene ermöglicht. Eine rotatorische Verstellung des Verfahrtischs kann durch
einen Rotationsantrieb vorgesehen sein, wobei eine Rotationsachse vorzugsweise orthogonal
zur X-Y-Verfahrebene ausgerichtet ist.
[0030] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Absaugeinrichtung zum Absaugen des
bei der Bestrahlung freigesetzen Gasgemischs vorgesehen. Vorzugsweise umfasst die
Absaugeinrichtung ein Absauggebläse, an dessen Saugseite ein Saugschlauch angebracht
ist. Dieser ist bis kurz vor die zu bearbeitende Funktionsfläche geführt und ermöglicht
somit eine Absaugung des Gasgemischs in unmittelbarer Nähe der bearbeiteten Funktionsfläche.
Druckseitig kann das Absauggebläse mit einer Filtereinrichtung versehen werden, um
die abgesaugten Rauchgaspartikel zurückzuhalten und lediglich gefilterte, partikelfreie
Umgebungsluft ins Freie abzugeben. Oder es wird das gesamte entstehende Gasgemisch
einer oxidativen, thermischen Gasreinigung zugeführt, die bei einer die Vorrichtung
zum Abtragen von Beschichtungen umfassenden Beschichtungsanlage ohnehin zur Abluftreinigung
vorgesehen ist.
[0031] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Bildverarbeitungseinrichtung zur
Bestimmung einer Positionierung einer Strahlungsquelle gegenüber der zu bearbeitenden
Funktionsfläche vorgesehen. Mit Hilfe der Bildverarbeitungseinrichtung kann ermittelt
werden, in welcher Weise eine Verfahrbewegung und/oder Verschwenkbewegung des Fahrzeugrads
und/oder der Strahlungsquelle vorgenommen werden muss, um die Austrittsöffnung der
Hülse, in der das Strahlenbündel geführt ist, in den korrekten Abstand und die korrekte
Lage gegenüber der zu bearbeitenden Funktionsfläche zu bringen.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Oberflächenbehandlungsanlage mit
einer Auftrageinrichtung zum Auftragen einer Beschichtung auf ein Fahrzeugrad, einem
Trockner zum Aushärten der aufgetragenen Beschichtung und einer Vorrichtung zum zumindest
teilweisen Entfernen einer Beschichtung von einer Funktionsfläche eines Fahrzeugrads
vorgesehen. Die Auftrageinrichtung kann eine oder mehrere Beschichtungseinrichtungen
umfassen, in denen eine Beschichtung des Fahrzeugrads mit Pulverlack und/oder Nasslack
vorgenommen wird. Wenigstens einer der Beschichtungseinrichtungen ist ein Trockner
nachgeschaltet, der eine Aushärtung und/oder Vernetzung der aufgetragenen Beschichtung
durch Temperatur oder durch Strahlung, insbesondere durch Infrarotstrahlung oder ultraviolette
Strahlung, ermöglicht. Diejenigen Bereiche des Fahrzeugrads, die als Funktionsflächen
beschichtungsfrei sein sollen, werden mit Hilfe der in einem Bearbeitungsfluss stromab
der Auftrageinrichtung und dem Trockner angeordneten Vorrichtung zum zumindest teilweisen
Entfernen der Beschichtung bearbeitet. Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Entlackungsstation,
- Figur 2
- die Entlackungsstation gemäß Figur 1 in einer Seitenansicht,
- Figur 3
- eine Detaildarstellung aus der Ansicht gemäß Figur 2,
- Figur 4
- perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Entlackungsstation
mit einem Verfahrtisch zur Handhabung des Fahrzeugrads während des Entlackungsvorgangs,
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Entlackungsstation,
und
- Figur 6
- eine Seitenansicht der Entlackungsstation gemäß Figur 5.
[0033] Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte erste Ausführungsform einer Entlackungsstation
10 umfasst eine Laserstrahlungsquelle 12, die an einem Trägerrahmen 14 ortsfest angebracht
ist. Am Trägerrahmen 14 sind zudem zwei Kameras 16 einer Bildverarbeitungseinrichtung
angeordnet. Ein Industrieroboter 20 dient zur Handhabung der als Aluminiumräder 18
ausgeführten und vollflächig mit einer Beschichtung versehenen Fahrzeugräder. Weiterhin
umfasst die Entlackungsstation 10 eine Absaugeinrichtung 22 zur Abluftabsaugung, ein
Schienentransportsystem 24 zur Zufuhr von Aluminiumrädern 18 sowie ein Förderband
26 zur Abfuhr von Aluminiumrädern 18.
[0034] Die Laserstrahlungsquelle 12 stellt ein nicht näher dargestelltes Strahlenbündel
bereit, das aus Sicherheitsgründen in einem abgewinkelten Vierkantrohr 28 geführt
ist. Im Inneren des Vierkantrohrs 28 ist an einer Knickstelle zwischen einem im Wesentlichen
horizontal verlaufenden Vierkantrohr-Abschnitt 28a und einem im Wesentlichen vertikal
verlaufenden Vierkantrohr-Abschnitt 28b ein nicht dargestellter Umlenkspiegel angeordnet.
Dieser lenkt das leicht divergierende Strahlenbündel aus der horizontalen in die vertikale
Richtung nach unten auf die Oberfläche des Aluminiumrads 18 um. Zur Stabilisierung
des Vierkantrohrs 28 ist an dem Trägerrahmen 14 ein L-förmiger Halter 30 angebracht,
der den Endbereich des Vierkantrohr-Abschnitts 28b abstützt.
[0035] Endseitig ist das Vierkantrohr 28 mit einer hohlzylindrischen Schutzhülse 32 versehen,
wie sie in den Figuren 2 und 3 näher dargestellt ist. Die Schutzhülse 32 weist einen
Außendurchmesser auf, der auf die in den Aluminiumrädern 18 eingebrachten zylindrischen
Schraubenbohrungen oder Schraubenlöcher angepasst ist, die als Ausnehmungen zur Aufnahme
von Schraubenköpfen nicht dargestellter Radschrauben dienen. Ein Innendurchmesser
der Schutzhülse 32 ist derart gewählt, dass er zumindest im Wesentlichen einem größten
Durchmesser der in den Aluminiumrädern 18 vorgesehenen kalottenförmigen Schraubensenkungen
34 (auch Schraubenkalotte genannt) entspricht, aber kleiner als die zylindrische Bohrung
ist.
[0036] Die Länge der Vierkantrohr-Abschnitte 28a, 28b und der Schutzhülse 32 sowie der freie
Innenquerschnitt des Vierkantrohrs 28 und der Innendurchmesser der Schutzhülse 32
sind derart auf die Divergenz des von der Laserstrahlungsquelle 12 bereitgestellten
Strahlenbündels abgestimmt, dass der Querschnitt des Strahlenbündels am Ende der Schutzhülse
32 in einer Querschnittsebene orthogonal zur Strahlrichtung im Wesentlichen dem Innendurchmesser
der Schutzhülse 32 entspricht. Dadurch kann ein Abtrag der Beschichtung in der jeweiligen
Schraubensenkung 34 ohne Verfahren des Aluminiumrads 18 erfolgen, da der Strahlfleck
des Strahlenbündels die gesamte Oberfläche der Schraubensenkung 34 erfasst.
[0037] Die Schutzhülse 32 ist an ihrer Umfangsfläche mit einer Kunststoffschicht überzogen,
die eine hohe Festigkeit und gute Gleiteigenschaften bietet, so dass bei einer zufällig
auftretenden, unerwünschten Berührung zwischen Aluminiumrad 18 und Schutzhülse 32
Beschädigungen der Beschichtung in den Schraubenbohrungen vermieden werden.
[0038] Die am Trägerrahmen 14 angebrachte, zwei Kameras 16 sowie eine nicht dargestellte
Steuerungseinheit umfassende Bildverarbeitungseinrichtung ermöglicht die Erfassung
der räumlichen Lage des Aluminiumrads 18, das vom Industrieroboter 20 relativ zur
Laserstrahlungsquelle 12 bewegbar ist, um ein Einfahren bzw. Ausfahren der Schutzhülse
32 in die Schraubenbohrungen des Aluminiumrads 18 zu ermöglichen. Die Bildverarbeitungseinrichtung
erlaubt somit eine bezogen auf die Rotationssymmetrieachse 19 des Aluminiumrads 18
frei wählbare Winkelausrichtung des Aluminiumrads 18 gegenüber der Laserstrahlungsquelle
12.
[0039] Der Industrieroboter 20 ist als Vierachsroboter ausgeführt und trägt an der vierten
Achse einen U-förmigen Halter 36, an dem zwei nach unten offene U-Profile 38 angebracht
sind. Diese sind mit kunststoffummantelten, durch einen nicht dargestellten Antrieb
verfahrbaren Haltezapfen 40 versehen, die am Felgenhorn des Aluminiumrads 18 angreifen
und dessen exakte Positionierung auf dem Halter 36 bewirken.
[0040] Die Absaugeinrichtung 22 umfasst ein Sauggebläse 42, an dessen Saugseite ein zumindest
abschnittsweise flexibler Saugschlauch 44 angebracht ist, der in einem Saugmundstück
46 mündet. Das Saugmundstück 46 und der daran angebrachte Saugschlauch 44 sind mit
Hilfe eines Stellzylinders 47 in vertikaler Richtung verstellbar am Fuß des Tragrahmens
14 angebracht, um ein leichtes Zuführen und Entnehmen des Aluminiumrads 18 zu ermöglichen
und dennoch während des Abtragvorgangs einen möglichst geringen Abstand zum Wirkort
des Strahlenbündels einnehmen zu können.
[0041] Das Saugmundstück 46 weist einen kegelabschnittsförmigen Einlassbereich 48 auf, der
zentrisch unterhalb des zu bearbeitenden Aluminiumrads 18 angeordnet ist. Das Saugmundstück
46 ist an seinen Innenflächen mit einer hochtemperaturfesten Absorptionsbeschichtung
versehen, die dazu dient, nicht auf das Aluminiumrad 18 auftreffende Strahlung des
Strahlenbündels zu absorbieren und somit unkontrollierte Reflexionen dieser Strahlung,
insbesondere an rückwärtige Flächen des Aluminiumrads 18, zu verhindern. An der Druckseite
des Sauggebläses 42 ist eine Filtereinrichtung 50 angebracht, die die während des
Bearbeitungsvorgangs durch das Strahlenbündel der Laserstrahlungsquelle 12 freigesetzten
Partikel aus der mittels des Saugmundstücks 46 und des Saugschlauchs 44 abgesaugten
Umgebungsluft filtert und somit ein unkontrolliertes Entweichen dieser Partikel in
die Umgebung verhindert. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung
wird die vom Sauggebläse 42 angesaugte Abluft einer thermischen Abgasnachbehandlung,
insbesondere einer Nachverbrennung, unterzogen, so dass gegebenenfalls auf die Filtereinrichtung
50 verzichtet werden kann.
[0042] Bei der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele werden für funktionsgleiche
Komponenten die selben Bezugszeichen verwendet, funktionsähnliche Komponenten werden
mit um 100 oder 200 erhöhten Bezugsziffern versehen.
[0043] Die Entlackungsstation 110 gemäß der Figur 4 unterscheidet sich von der Entlackungsstation
10 gemäß den Figuren 1 bis 3 durch eine andere Form der Zuführung der Aluminiumräder
18 zur Laserstrahlungsquelle 12. Der Industrieroboter 120 gemäß der Figur 4 ist mit
einer Tragplatte 152 ausgerüstet, auf der zwei von Stellantrieben 154 in einer Schwenkebene
verschwenkbare Greifer 156 ein Ergreifen und ein zuverlässiges Abheben des Aluminiumrads
18 von einer Rollenförderbahn 158 ermöglichen. Die Aluminiumräder 18 werden vom Industrieroboter
120 auf einem von U-Profilen 138 und von verstellbaren Haltezapfen 140 gebildeten,
an einem Dreiachstisch 160 angebrachten Halter 136 abgelegt und fixiert.
[0044] Der Dreiachstisch 160 weist Stellantriebe zum Verfahren des Felgenhalters 136 in
die drei zueinander senkrechten Raumrichtungen X, Y und Z auf. Damit kann das Aluminiumrad
18 mit seinen Schraubensenkungen 34 derart gegenüber der Laserstrahlungsquelle 12
angeordnet werden, dass die Beschichtung im Bereich der Schraubensenkungen 34 abgetragen
werden kann. Ein weiterer Unterschied der Entlackungsstation 110 gegenüber der aus
den Figuren 1 bis 3 dargestellten Entlackungsstation 10 liegt darin, dass die Absaugeinrichtung
122 ein fest am Halter 136 angebrachtes Saugmundstück 146 aufweist.
[0045] Bei der in den Figuren 5 und 6 dargestellten dritten Ausführungsform einer Entlackungsstation
210 ist die Laserstrahlungsquelle 212 mit längenvariablen Vierkantrohr-Abschnitten
228a und 228b ausgestattet und kann somit in und gegen die X-und Z-Richtung längenverstellt
werden. Dem längenvariablen Vierkantrohr-Abschnitt 228a ist ein am Trägerrahmen 214
mittels eines U-Profils 262 befestigter Linearsteller 264 zugeordnet. Dem längenvariablen
Vierkantrohr-Abschnitt 228b ist ein am Linearsteller 264 angebrachter Linearsteller
265 zugeordnet. Damit kann das Strahlenbündel in X- und Z-Richtung gegenüber dem Aluminiumrad
18 verstellt werden, während die Verstellung des Aluminiumrads 18 in Y-Richtung durch
das Förderband 226 stattfindet, wie nachstehend beschrieben wird.
[0046] Die Bereitstellung der Aluminiumräder 18 für die Bearbeitung durch die Laserstrahlungsquelle
212 ist bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 5 und 6 durch ein Förderband 226
gewährleistet, das drei voneinander unabhängig betreibbare Förderbandabschnitte 226a,
226b und 226c aufweist.
[0047] Der Förderbandabschnitt 226a dient dazu, die von einem Schienentransportsystem 224
herbeigeförderten Aluminiumräder 18 von Zentrierspindeln 266 abzuheben, was durch
einen S-förmigen Verlauf des Förderbandabschnitts 226a gewährleistet wird. Sobald
die Aluminiumräder 18 mittels des Förderbandabschnitts 226a von dem kontinuierlich
betriebenen Schienentransportsystem 224 abgehoben sind, werden sie in eine Warteposition
unmittelbar vor den Förderbandabschnitt 226b gebracht.
[0048] Der Förderbandabschnitt 226b umfasst jeweils seitlich an Führungsschienen aufgenommene
und mit Zentrierrollen 270 versehene Linearantriebe 272, deren Bewegungsachsen jeweils
paarweise parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Linearantriebe 272 sind jeweils
an Winkelblechen 274 angebracht, die ihrerseits durch Koppelmittel mit umlaufenden
Fördergurten 276 des Förderbandabschnitts 226b verbunden sind. Somit können die Linearantriebe
272 in eine auf den Förderbandabschnitt 226a übergreifende Abholstellung und in eine
auf den Förderbandabschnitt 226c übergreifende Abgabestellung gebracht werden, um
eine Übergabe des Aluminiumrads 18 zwischen den jeweiligen Förderbandabschnitten 226a,
226b und 226c zu ermöglichen.
[0049] Während der Bearbeitung des Aluminiumrads 18 findet eine Verstellung der Vierkantrohr-Abschnitte
228a, 228b durch die Linearsteller 264, 265 statt, um die Schutzhülse 232 am Ende
des Vierkantrohr-Abschnitts 228b jeweils in der gewünschten Position auf die gewünschte
Tiefe in die Schraubenbohrungen der Aluminiumräder 18 einzufahren.
[0050] Wie der Darstellung der Figur 6 entnommen werden kann, ist die Absaugeinrichtung
226 mit einem pyramidenabschnittsförmig gestalteten, zwischen den beiden Fördergurten
276 angeordneten Saugmundstück 246 ausgerüstet, dessen in Figur 6 sichtbare Längserstreckung
im Wesentlichen dem Außendurchmesser der zu bearbeitenden Aluminiumräder 18 entspricht
und dessen in Figur 5 erkennbare Quererstreckung dem Abstand zwischen den Führungsschienen
der Fördergurte 276 entspricht.
[0051] Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist es überdies vorgesehen,
den in der Figur 3 sichtbaren, kegelabschnittsförmigen Nabenring 50 und/oder den zylindrisch
umlaufenden Kappensitz 51, die ebenfalls mit der Beschichtung versehen wurden, mit
Hilfe der Laserstrahlungsquelle 12 zu entschichten. Der Kappensitz 51 kann in der
gleichen Orientierung der Aluminiumräder 18 wie die Schraubensenkungen 34 entschichtet
werden. Für die Entschichtung des Nabenrings 50 können die Haltezapfen 40 des Halters
36 derart modifiziert sein, dass sie das Aluminiumrad 18 auch bei Umkehrung der Tragplatte
52 und somit hängender Anordnung des Aluminiumrads 18 tragen können. Somit kann der
Nabenring 50 dem von der Laserstrahlungsquelle 12 abgegebenen Strahlenbündel zugewandt
werden und dementsprechend entschichtet werden.
[0052] Bei einer ebenfalls nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist das Vierkantrohr
durch ein Rohr mit kreisförmigem, elliptischen oder vieleckigem Querschnitt ersetzt.
1. Verfahren zum zumindest teilweisen Entfernen einer Beschichtung von einer durch eine
Senkung, einen Kappensitz oder einen Nabenring gebildeten Funktionsfläche (34, 50,
51) eines Fahrzeugrads (18), wobei die Funktionsfläche (34, 50, 51) einem von einer
Strahlungsquelle (12, 212) erzeugten Strahlenbündel so lange ausgesetzt wird, bis
die Beschichtung im Bereich der Funktionsfläche (34, 50, 51) zumindest teilweise infolge
der Erhitzung durch das Strahlenbündel in ein Gasgemisch überführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Strahlenbündel eine von null verschiedene Divergenz hat und aus einer Austrittsöffnung
einer Hülse (32; 232) austritt, die eine längliche, hohlzylindrische Form hat und
in eine Ausnehmung des Fahrzeugrads (18) eingefahren wird, an deren Grund die als
Senkung (34) ausgebildete Funktionsfläche angeordnet ist, wobei die Hülse (32; 232)
den Querschnitt des Strahlenbündels nicht begrenzt und der endseitig an der Austrittsöffnung
vorliegende Querschnitt des Strahlenbündels einem beim Auftreffen des Strahlenbündels
auf das Fahrzeugrad (18) entstehenden, minimalen Strahlfleck entspricht, der zur Bearbeitung
des Fahrzeugrads (18) eingesetzt werden soll, und dass
die Abmessungen des während der Bearbeitung verwendeten Strahlflecks durch Verändern
der relativen Anordnung des Fahrzeugrads (18) ünd des Strahlenbündels festgelegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Erhitzung entstehende Gasgemisch abgesaugt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugrad (18) relativ zu dem räumlich feststehenden Strahlenbündel verfahren
und/oder verschwenkt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Positionierung des Strahlenbündels gegenüber der zu bearbeitenden Funktionsfläche
(34, 50, 51) von einer Bildverarbeitungseinrichtung (16) bestimmt wird.
5. Vorrichtung zum zumindest teilweisen Entfernen einer Beschichtung von einer durch
eine Senkung, einen Kappensitz oder einen Nabenring gebildeten Funktionsfläche (34,
50, 51) eines Fahrzeugrads (18), die eine Strahlungsquelle (12, 212) umfasst, mit
der ein auf die Funktionsfläche (34, 50, 51) richtbares Strahlenbündel mit einer von
null verschiedenen Divergenz erzeugbar ist, so dass die Beschichtung im Bereich der
Funktionsfläche (34, 50, 51) zumindest teilweise infolge der Erhitzung durch das Strahlenbündel
in ein Gasgemisch überführbar ist,
gekennzeichnet durch
eine längliche, hohlzylindrische Hülse (32, 232), in der das Strahlenbündel geführt
ist und die eine Austrittsöffnung für das Strahlenbündel aufweist, wobei die Hülse
einen Innendurchmesser hat, der dem Querschnitt des Strahlenbündels an der Austrittsöffnung
entspricht, und durch
eine Stelleinrichtung (20, 120, 160, 264, 265), mit der die relative Anordnung zwischen
dem Fahrzeugrad (18) und dem Strahlenbündel veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Stelleinrichtung (264, 265) die Hülse (32, 232) verfahren und/oder verschwenkt
werden kann.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Stelleinrichtung (20, 120, 160) das Fahrzeugrad (18) verfahren und/oder
verschwenkt werden kann.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch eine Absaugeinrichtung (22, 122, 222) zum Absaugen des bei der Bestrahlung freigesetzten
Gasgemischs.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, gekennzeichnet durch eine Bildverarbeitungseinrichtung (16) zur Bestimmung einer Positionierung des Strahlenbündels
gegenüber der zu bearbeitenden Funktionsfläche (34, 50, 51).
10. Oberflächenbehandlungsanlage mit einer Auftrageinrichtung zum Auftragen einer Beschichtung
auf ein Fahrzeugrad (18), einem Trockner zum Aushärten der aufgetragenen Beschichtung
und einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9.
1. Method for the at least partial removal of a coating from a functional area (34, 50,
51) of a vehicle wheel (18) formed by a recess, a cap seat or a hub ring, wherein
the functional area (34, 50, 51) is exposed to a beam generated by a radiation source
(12, 212) until the coating in the region of the functional area (34, 50, 51) is transformed
at least partially into a gas mixture as a result of the heating by the beam,
characterized in that
the beam has a divergence differing from zero and exits from an exit opening of a
sleeve (32; 232) which has an elongate, hollow-cylindrical shape and which is introduced
into a cutout of the vehicle wheel, on the base of which cutout the functional area
in the form of a recess is disposed, wherein the sleeve (32; 232) does not limit the
cross section of the beam and wherein the cross section of beam present at the exit
opening at the end of the sleeve corresponds to a minimum beam spot formed upon impinging
of the beam on the vehicle wheel (18), which minimum beam spot is to be used to process
the vehicle wheel (18), and in that the dimensions of the beam spot used during the process are defined by varying the
relative arrangement of the vehicle wheel (18) and the beam.
2. Method according to claim 1, characterized in that the gas mixture produced as a result of the heating is extracted.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the vehicle wheel (18) is displaced and/or slewed relative to the spatially fixed
beam.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a positioning of the beam relative to the functional area (34, 50, 51) to be processed
is determined by an image processing device (16).
5. Apparatus for the at least partial removal of a coating from a functional area (34,
50, 51) of a vehicle wheel (18) formed by a recess, a cap seat or a hub ring, comprising
a radiation source (12, 212), which may generate a beam having a divergence differing
from zero that may be directed onto the functional area (34, 50, 51) so that the coating
in the region of the functional area (34, 50, 51) may be transformed at least partially
into a gas mixture as a result of the heating by the beam,
characterized by
an elongated, hollow-cylindrical sleeve (32, 232), in which the beam is guided and
which comprises an exit opening for the beam, wherein the sleeve has an inside diameter
corresponding to the cross section of the beam at the exit opening, and by
a positioning device (20, 120, 160, 264, 265), by means of which the relative arrangement
between the vehicle wheel (18) and the beam is variable.
6. Apparatus according to claim 5, characterized in that by means of the positioning device (264, 265) the sleeve (32, 232) may be displaced
and/or slewed.
7. Apparatus according to one of claims 5 to 6, characterized in that by means of the positioning device (20, 120, 160) the vehicle wheel (18) may be displaced
and/or slewed.
8. Apparatus according to one of claims 5 to 7, characterized by an extraction device (22, 122, 222) for extracting the gas mixture released during
the irradiation.
9. Apparatus according to one of claims 5 to 8, characterized by an image processing device (16) for determining a positioning of the beam relative
to the functional area (34, 50, 51) to be processed.
10. Surface treatment installation comprising an application device for applying a coating
onto a vehicle wheel (18), a drier for hardening the applied coating and an apparatus
according to one of claims 5 to 9.
1. Procédé d'élimination, au moins partielle, d'un revêtement d'une surface fonctionnelle
(34, 50, 51) d'une roue (18) de véhicule, constituée d'un chambrage, d'un siège de
capuchon ou d'une bague de moyeu, ladite surface fonctionnelle (34, 50, 51) étant
exposée à un faisceau de rayons, engendré par une source de rayonnement (12, 212),
pendant une période d'une durée telle que le revêtement soit au moins partiellement
transmuté en un mélange gazeux dans la région de ladite surface fonctionnelle (34,
50, 51), sous l'effet du chauffage provoqué par ledit faisceau de rayons,
caractérisé par le fait que
le faisceau de rayons présente une divergence différant de zéro, et sort d'un orifice
de sortie d'un manchon (32 ; 232) configuré en un cylindre creux allongé, inséré dans
un évidement de la roue (18) de véhicule au fond duquel se trouve la surface fonctionnelle
réalisée sous la forme d'un chambrage (34), sachant que ledit manchon (32 ; 232) ne
délimite pas la section transversale du faisceau de rayons et que la section transversale
dudit faisceau de rayons, se présentant à l'extrémité dudit orifice de sortie, correspond
à une tache minimale de rayonnement qui est produite lors de l'impact dudit faisceau
de rayons sur la roue (18) de véhicule, et qu'il convient d'utiliser en vue de l'usinage
de ladite roue (18) de véhicule ; et que
les dimensions de ladite tache de rayonnement, utilisée au cous de l'usinage, sont
fermement établies par modification de la disposition relative de ladite roue (18)
de véhicule et dudit faisceau de rayons.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le mélange gazeux engendré par le chauffage est évacué par aspiration.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la roue (18) de véhicule est déplacée et/ou animée de pivotements par rapport au
faisceau de rayons occupant une position fixe dans l'espace.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un positionnement du faisceau de rayons, vis-à-vis de la surface fonctionnelle (34,
50, 51) à usiner, est déterminé par un système (16) de traitement d'images.
5. Dispositif d'élimination, au moins partielle, d'un revêtement d'une surface fonctionnelle
(34, 50, 51) d'une roue (18) de véhicule, constituée d'un chambrage, d'un siège de
capuchon ou d'une bague de moyeu, pourvu d'une source de rayonnement (12, 212) par
laquelle peut être engendré un faisceau de rayons qui présente une divergence différant
de zéro et peut être dirigé vers ladite surface fonctionnelle (34, 50, 51), de telle
sorte que ledit revêtement puisse être au moins partiellement transmuté en un mélange
gazeux dans la région de ladite surface fonctionnelle (34, 50, 51), sous l'effet du
chauffage provoqué par ledit faisceau de rayons,
caractérisé par
un manchon (32, 232) configuré en un cylindre creux allongé dans lequel le faisceau
de rayons est guidé, et qui comporte un orifice de sortie dédié audit faisceau de
rayons, ledit manchon présentant un diamètre intérieur qui correspond à la section
transversale dudit faisceau de rayons au niveau dudit orifice de sortie ; et par
un système de réglage (20, 120, 160, 264, 265) permettant de modifier la disposition
relative entre la roue (18) de véhicule et ledit faisceau de rayons.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par le fait que le manchon (32, 232) peut être déplacé et/ou animé de pivotements par l'intermédiaire
du système de réglage (264, 265).
7. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 6, caractérisé par le fait que la roue (18) de véhicule peut être déplacée et/ou animée de pivotements par l'intermédiaire
du système de réglage (20, 120, 160).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par un système (22, 122, 222) d'évacuation par aspiration conçu pour évacuer, par aspiration,
le mélange gazeux libéré lors de l'exposition au rayonnement.
9. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé par un système (16) de traitement d'images, conçu pour déterminer un positionnement du
faisceau de rayons vis-à-vis de la surface fonctionnelle (34, 50, 51) devant être
usinée.
10. Installation de traitement de surfaces, comprenant un système applicateur conçu pour
déposer un revêtement sur une roue (18) de véhicule, un sécheur dévolu au durcissement
du revêtement déposé, et un dispositif conforme à l'une des revendications 5 à 9.