(19)
(11) EP 2 245 131 B2

(12) NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT
Nach dem Einspruchsverfahren

(45) Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den Einspruch:
10.07.2019  Patentblatt  2019/28

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
06.07.2016  Patentblatt  2016/27

(21) Anmeldenummer: 09714574.2

(22) Anmeldetag:  15.01.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
C11D 3/50(2006.01)
C11D 1/22(2006.01)
C11D 10/04(2006.01)
C11D 1/83(2006.01)
C11D 1/04(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2009/050419
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/106378 (03.09.2009 Gazette  2009/36)

(54)

NIEDRIGKONZENTRIERTES, FLÜSSIGES WASCH- ODER REINIGUNGSMITTEL MIT PARFÜM

LOW-CONCENTRATION LIQUID DETERGENTS OR CLEANERS CONTAINING PERFUME

AGENT LAVANT OU NETTOYANT PARFUMÉ LIQUIDE FAIBLEMENT CONCENTRÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 29.02.2008 DE 102008012061

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.11.2010  Patentblatt  2010/44

(73) Patentinhaber: Henkel AG & Co. KGaA
40589 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • VÖLKEL, Theodor
    40699 Erkrath (DE)
  • HÖLSKEN, Sören
    40589 Düsseldorf (DE)
  • GUCKENBIEHL, Bernhard
    50769 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 623 671
WO-A-00/18898
WO-A-02/16537
WO-A-99/06507
WO-A1-2009/106378
US-A- 5 076 954
US-A- 5 731 281
US-A- 6 004 920
US-A- 6 090 762
US-A1- 2004 033 924
EP-A1- 0 525 893
WO-A-01/00776
WO-A-98/47995
WO-A-2006/109242
WO-A2-2008/151273
US-A- 5 391 316
US-A- 5 952 281
US-A- 6 071 873
US-A1- 2003 109 396
US-B1- 6 225 277
   
     
    Bemerkungen:
    Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind.
     


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein flüssiges Waschmittel, enthaltend eine Tensidmischung aus anionischen und nichtionischen Tensiden und ein Parfüm. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung des Waschmittels sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.

    [0002] Bei der Zielsetzung kostengünstigere, flüssige Waschmittel bei gleicher oder gar verbesserter Leistung herzustellen, wird insbesondere versucht, die Tensidmenge zu reduzieren und/oder die Tensidart zu variieren.

    [0003] Jedoch hat sich gezeigt, dass sich bei flüssigen Wasch- oder Reinigungsmitteln mit geringem Tensidgehalt, dass heißt einem Tensidgehalt von maximal 25 Gew.-%, die Einarbeitung höherer Parfümmengen, dass heißt Mengen ab 0,4 Gew.-%, schwierig gestaltet. So treten Probleme bezüglich der Lagerstabilität auf, die sich insbesondere bei der Lagerung bei niedrigen Temperaturen, dass heißt Temperaturen zwischen 0 und 10 °C, zeigen. Vermutlich reicht die geringe Tensidmenge nicht mehr aus, um insbesondere die hydrophoben Bestandteile des Parfümöls stabil zu dispergieren.

    [0004] WO01/00776 offenbart ein flüssiges Waschmittel enthaltend Parfümöl und ein Tensidsystem aus nichtionischen und anionischen Tenside, wobei das Verhältnis der nichtionischen zu den anionischen Tensiden mindestens 0.75:1 sowie das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5:1 und 30:1 beträgt. Die Beispiele aus D1 enthalten Alkansulfonate und Seife als anionisches Tensid.

    [0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein niedrigkonzentriertes, Parfümöl-haltiges, flüssiges Waschmittel bereitzustellen, welches unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen lagerstabil ist und keiner Phasentrennung unterliegt.

    [0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein flüssiges Waschmittel, enthaltend ein Parfümöl und 5 bis 18 Gew.-% einer Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, wobei das anionische Tensid ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife enthält und wobei die Menge an Alkylbenzolsulfonat mehr als 3,2 Gew.-%, die Menge an Parfümöl 0,4 bis 1,5 Gew.-%, das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden mindestens 0,75 : 1 sowie das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5 : 1 und 30 : 1 beträgt.

    [0007] Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5 : 1 und 15 : 1 und mehr bevorzugt zwischen 5 : 1 und 10 : 1 beträgt.

    [0008] Aus anwendungstechnischer Sicht enthalten flüssige Waschmittel vorzugsweise eine Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden. So sind nichtionische Tenside insbesondere bei Fett-haltigen Verschmutzungen wirksam. Anionische Tenside werden aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit und ihres hohen Waschvermögens bei niedrigen Temperaturen eingesetzt. Es hat sich nun überraschend gezeigt, dass in ein lagerstabiles, niedrigkonzentriertes, flüssiges Waschmittel hohe Gehalte an Parfümöl eingearbeitet werden können, wenn die nichtionischen Tenside mindestens zu 75 % der Gewichtsmenge an anionischen Tensiden, also mindestens im Verhältnis 0,75 : 1, vorhanden sind. Das erhaltene Waschmittel ist bei verschiedenen klimatischen Bedingungen und insbesondere bei niedrigen Lagertemperaturen lagerstabil.

    [0009] Es ist bevorzugt, dass die Menge an der Tensidmischung 8 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, beträgt.

    [0010] Aus Kostengründen und auch aus ökologischer Sicht ist es vorteilhaft, die Gesamtmenge an Tensiden so gering wie möglich zu halten.

    [0011] Weiterhin ist es bevorzugt, dass das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden zwischen 0,75 : 1 und 5 : 1, vorzugsweise zwischen 0,75 : 1 und 3 : 1 beträgt.

    [0012] Es hat sich gezeigt, dass bei diesem Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden eine optimale Stabilisierung des Parfümöls bei guter Waschleistung erfolgt.

    [0013] Die anionischen Tenside verleihen einem erfindungsgemäßen flüssigen Waschmittel, enthaltend eine Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, eine gute Reinigungsleistung an Fetthaltigen Verschmutzungen.

    [0014] Das anionische Tensid enthält ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife, und die Menge an Alkylbenzolsulfonat beträgt mehr als 3,2 Gew.-%.

    [0015] Alkylbenzolsulfonate werden aufgrund ihres Waschvermögens bevorzugt in den erfindungsgemäßen Waschmitteln eingesetzt. Allerdings hat sich gezeigt, dass das Waschmittel bevorzugt mehr als 3,2 Gew.-% an diesen anionischen Tensiden enthält, um eine ausreichend gute Reinigungsleistung, insbesondere an Fett-haltigen Verfleckungen des flüssigen Waschmittels zu erzielen.

    [0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Waschmittel 2 bis 12 Gew.-% und vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-% eines Polyols, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, welches aus der Gruppe bestehend aus Glycerin, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, Ethylenglycol, Diethylenglycol, Dipropylenglycol und Mischungen daraus ausgewählt ist. In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel Glycerin.

    [0017] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass Waschmittel, die bestimmte Mengen an Polyol enthalten stabiler sind als Waschmittel mit anderen, nicht Polyol-haltigen Lösungsmitteln. Dabei wird neben der Lagerstabilität, insbesondere bei niedrigen Lagertemperaturen, auch die chemische Stabilität der Inhaltsstoffe, insbesondere der Enzyme, erhöht.

    [0018] Ferner ist es bevorzugt, dass die Menge an Parfümöl 0,7 bis 1,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, beträgt.

    [0019] Da viele Verbraucher ein Waschmittels aufgrund seines Duftes, aber insbesondere aufgrund des Duftes, welches es damit gewaschenen Textilien vermittelt, kaufen, ist es wünschenswert möglichst hohe Mengen an Parfümöl in das niedrigkonzentrierte, flüssige Waschmittel einzubringen. Allerdings werden zu hohe Parfümölmengen auch vom Verwender negativ als "Überparfümierung" empfunden, so dass sich der Bereich von 0,4 bis 1,5 Gew.-% und insbesondere von 0,7 bis 1,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, als optimaler Bereich herausgestellt hat.

    [0020] Es ist weiterhin bevorzugt, dass das Parfümöl mindestens 15 Gew.-% an Riechstoffen mit einem Siedepunkt über 250 °C und einem logP-Wert von ≥ 3,0 enthält.

    [0021] Derartige Parfümöle können auch als "hydrophobe Parfümöle" bezeichnet werden und weisen auf Textilien insbesondere eine bessere Duftwirkung im Hinblick auf Gefallen, Intensität und Dauerhaftigkeit des Dufteindruckes auf.

    [0022] Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung des erfindungsgemäßen Waschmittels zum Waschen und/oder Reinigen von textilen Flächengebilden.

    [0023] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Waschmittels, enthaltend ein Parfümöl und eine Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, wobei dem Mittel die nichtionischen Tenside mindestens im Verhältnis 0,75 : 1 zu den anionischen Tensiden sowie im Verhältnis zwischen 5 : 1 und 30 : 1 zu dem Parfümöl zugesetzt werden.

    [0024] Die Erfindung betrifft auch die Verwendung einer Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, wobei das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden mindestens 0,75 : 1 beträgt, in einer Menge bis zu 25 Gew.-% zur Verbesserung der Lagerstabilität von einem flüssigen Waschmittel, welches ein Parfümöl umfasst, bei der Lagerung in bestimmten Temperaturbereichen, mit der Maßgabe, dass das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5 : 1 und 30 : 1 beträgt. Die Stabilisierung tritt insbesondere bei Lagerung in einem Temperaturbereich von 0 °C bis 10 °C, bei Lagerung in einem Temperaturbereich von 10 °C bis 25 °C bei Lagerung in einem Temperaturbereich von 25 °C und 40 °C auf.

    [0025] Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Tensidmischung können flüssige Waschmittel mit hohen Parfümgehalten erhalten werden, welche unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen lagerstabil sind. Insbesondere wird die Lagerstabilität der flüssigen Waschmittel in einem Temperaturbereich von 0 °C bis 10 °C verbessert.

    [0026] Im Folgenden soll die Erfindung, unter anderem anhand von Beispielen, detaillierter beschrieben werden.

    [0027] Das Waschmittel enthält 5 bis 18 Gew.-% einer Tensidmischung aus anionischen und nichtionischen Tensiden.

    [0028] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte; insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO, 4 EO oder 7 EO, C9-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Auch nichtionische Tenside, die EO- und PO-Gruppen zusammen im Molekül enthalten, sind erfindungsgemäß einsetzbar. Hierbei können Blockcopolymere mit EO-PO-Blockeinheiten bzw. PO-EO-Blockeinheiten eingesetzt werden, aber auch EO-PO-EO-Copolymere bzw. PO-EO-PO-Copolymere. Selbstverständlich sind auch gemischt alkoxylierte Niotenside einsetzbar, in denen EO- und PO-Einheiten nicht blockweise, sondern statistisch verteilt sind. Solche Produkte sind durch gleichzeitige Einwirkung von Ethylen- und Propylenoxid auf Fettalkohole erhältlich.

    [0029] Geeignet ist ferner auch eine Mischung aus einem verzweigten ethoxylierten Fettalkohol und einem unverzweigten ethoxylierten Fettalkohol, wie beispielsweise eine Mischung aus einem C16-18-Fettalkohol mit 7 EO und 2-Propylheptanol mit 7 EO.

    [0030] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglucoside der allgemeinen Formel RO(G)x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glycosideinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4. Alkylglucoside sind bekannte, milde Tenside.

    [0031] Eine weitere Klasse nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester.

    [0032] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide.

    [0033] Aus leistungstechnischer Sicht und im Hinblick auf die biologische Abbaubarkeit wird besonders bevorzugt ein linearer, ethoxylierte mit 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt.

    [0034] Der Gehalt an nichtionischen Tensiden beträgt in dem Waschmittel bevorzugt 2 bis 12,5 Gew.-%, vorzugsweise 4 bis 10 Gew.-% und insbesondere 5 bis 8 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Waschmittel.

    [0035] Neben dem/den nichtionischen Tensid(en) enthält die Tensidmischung des Waschmittels zwingend auch ein anionisches Tensid. Das anionische Tensid enthält ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife.

    [0036] Seifen sind gesättigte und ungesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, (hydrierten) Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern-, Olivenöl- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.

    [0037] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Magnesiumsalze vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form ihrer Natriumsalze vor. Ein weiteres bevorzugtes Gegenion für anionische Tenside ist Cholin.

    [0038] In der Erfindung bevorzugt einsetzbare Alkylbenzolsulfonate sind insbesondere bevorzugt C9-13-Alkylbenzolsulfonate.

    [0039] Zur Gewährleistung einer guten Waschleistung an einer Vielzahl an Verfleckungen, enthält das erfindungsgemäße Waschmittel mehr als 3,2 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, an Alkylbenzolsulfonaten.

    [0040] Der Gehalt eines Waschmittels an anionischen Tensiden kann bis zu 14 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Waschmittel, betragen. Der Gehalt eines Waschmittels an anionischen Tensiden liegt aber vorzugsweise unter 10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel.

    [0041] Neben der Tensidmischung enthält das Waschmittel ein Parfümöl. Das Parfümöl ist in einer Menge von 0,4 bis 1,5 Gew.-% und vorzugsweise von 0,7 bis 1,3 Gew.-% vorhanden.

    [0042] Außerdem beträgt das Verhältnis des Parfümöls zu den der nichtionischen Tenside zwischen 1 : 5 und 1 : 30, vorzugsweise 1 : 5 und 1 : 15 und mehr bevorzugt zwischen 1 : 5 und 1 : 10.

    [0043] Ein Fachmann auf dem Gebiet der Waschmittel ist in der Lage, in den angegebenen Bereichen für das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu anionischen Tenside, das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl sowie dem Gesamttensidgehalt die erfindungsgemäßen Kombinationen zu erkennen bzw. die einzelnen Inhaltsstoffe (nichtionisches Tensid, anionisches Tensid und Parfümöl) erfindungsgemäß zu kombinieren, um zum Gegenstand der Erfindung, niedrigkonzentrierte Waschmittel mit relativ hohem Parfümgehalt, welche bei den verschiedensten Lagerbedingungen stabil sind, zu gelangen. Der Begriff "relativ" bezieht in diesem Zusammenhang nicht auf die absolute Menge an Parfüm, die im gesamten Waschmittel vorhanden ist, sondern die Menge an Parfüm, die (relativ) im Verhältnis zur Gesamttensidmenge vorhanden ist.

    [0044] Als Parfümöle können einzelne Riechstoffverbindungen, zum Beispiel die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.

    [0045] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Parfümöl zu mindestens 15 Gew.-% Riechstoffe mit einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert von ≥ 3,0. Es hat sich gezeigt, dass erfindungsgemäße niedrigkonzentrierte Waschmittel, welche Parfümöle mit einer solchen Mindestmenge an Riechstoffen mit einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert von ≥ 3,0 enthalten, besonders vorteilhafte Dufteigenschaften aufweisen. Beispielsweise kann ein noch länger anhaltender Dufteindruck auf der Wäsche erzielt werden. Ebenso kann das Aufziehverhalten der Riechstoffe im Trockner auf die Wäsche noch weiter verbessert werden, so dass die Wäsche noch länger und noch intensiver riecht.

    [0046] Der Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient eines Duftstoff-Bestandteils ist das Verhältnis zwischen seiner Gleichgewichtskonzentration in Octanol und in Wasser. Da die Verteilungskoeffizienten der Duftstoffbestandteile oft hohe Werte haben, zum Beispiel 1000 oder höher, werden sie zweckmäßiger in der Form ihres Logarithmus zur Basis 10 angegeben, man spricht dann vom so genannten log-P-Wert. Bevorzugte Riechstoffe dieser Erfindung weisen einen logP von ≥ 3,0 oder höher auf, zum Beispiel von ≥ 3,1, vorzugsweise ≥ 3,2 und insbesondere ≥ 3,3.

    [0047] Der logP-Wert zahlreicher Riechstoffe ist dokumentiert; zum Beispiel enthält die Pomona92-Datenbank, verfügbar von Daylight Chemical Information Systems, Inc., (Daylight CIS), Irvine, Kalifornien, zahlreiche logP-Werte, zusammen mit Zitaten zur Originalliteratur. Jedoch werden die logP-Werte am zweckmäßigsten durch das "CLOGP"-Programm, das auch von Daylight CIS verfügbar ist, berechnet. Dieses Programm führt auch die experimentellen logP-Werte auf, wenn sie in der Pomona92-Datenbank verfügbar sind. Der "errechnete logP" (ClogP-Wert) wird durch die Fragmentannäherung nach Harsch und Leo (siehe A. Leo, in Comprehensive Medicinal Chemistry, Bd. 4, C. Harsch, P. G. Sammens, J. B. Taylor und C. A. Ransden, Hrsg., S. 295, Pergamon Press, 1990, hierin durch den Bezug eingeschlossen). Die Fragmentannäherung basiert auf der chemischen Struktur jedes der Duftstoffbestandteile und berücksichtigt die Zahlen und Typen von Atomen, die Atombindungsfähigkeit und die chemische Bindung. Die ClogP-Werte, welches die zuverlässigsten und am verbreitesten verwendeten Schätzwerte für diese physikochemische Eigenschaft sind, werden im Rahmen dieser Erfindung vorzugsweise an Stelle der experimentellen logP-Werte bei der Auswahl der Duftstoffbestandteile verwendet, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind.

    [0048] Die Siedepunkte zahlreicher Riechstoffe sind zum Beispiel in "Perfume and Flavor Chemicals (Aroma Chemicals)", S. Arctander, 1969 veröffentlicht durch den Autor, angegeben.

    [0049] Andere Siedepunktwerte können zum Beispiel von verschiedenen, bekannten Chemiehandbüchern und Datenbanken erhalten werden. Wenn ein Siedepunkt nur bei einem unterschiedlichen Druck angegeben ist, in der Regel einem niedrigeren Druck als dem Normaldruck von 760 mm Hg, kann der Siedepunkt bei Normaldruck ungefähr mit Hilfe der Siedepunkt-Druck-Nomographen, wie die in "The Chemist's Companion", A. J. Gordon und R. A. Ford, John Wiley & Sons Publishers, 1972, S. 30-36, angegebenen, geschätzt werden. Wo anwendbar, können die Siedepunktwerte auch durch Computerprogramme errechnet werden, basierend auf den Molekülstrukturdaten, wie jenen, die beschrieben sind in "Computer-assisted Prediction of Normal Boiling Points of Pyrans and Pynoles", D. T. Starton et al., J. Chem. Inf. Comput. Sci., 32 (1992), SS. 306-316, "Computer-assisted Prediction of Normal Boiling Points of Furans, Tetrahydrofurans, and Thiophenes" (Computergestützte Vorhersage der normalen Siedepunkte von Furanen, Tetrahydrofuranen und Thiophenen), D. T. Starton et al., J. Chem. Inf. Comput. Sci., 31 (1992), SS. 301-310, und den darin zitierten Referenzen, und "Predicting Physical Properties from Molecular Structure", R. Murugan et al., Chemtech. Juni 1994, S. 17-23.

    [0050] Im Folgenden werden in Tabelle 1 einige Riechstoffe beispielhaft aufgeführt, welche die Kriterien Siedepunkt > 250°C und ClogP ≥ 3 erfüllen.
    Tabelle 1: Beispiele für Riechstoffe
    Duftstoffbestandteile mit einem Siedepunkt > 250 °C und einem ClogP ≥ 3,0 Ungefährer Siedepunkt (°C) ClogP
    Allylcylclohexanpropionat 267 3,935
    Ambrettolid 300 6,261
    Amylbenzoat 262 3,417
    Amylcinnamat 310 3,771
    Amylzimtaldehyd 285 4,324
    Amylzimtaldehyddimethylacetal 300 4,033
    iso-Amylsalicylat 277 4,601
    Aurantiol 450 4,216
    Benzophenon 306 3,120
    Benzylsalicylat 300 4,383
    para-tert-Butylcyclohexylacetat >250 4,019
    iso-Butylchinolin 252 4,193
    beta-Caryophyllen 256 6,333
    Cardinen 275 7,346
    Cedrol 291 4,530
    Cedrylacetat 303 5,436
    Cedrylformiat >250 5,070
    Cinnamylcinnamat 370 5,480
    Cyclohexylsalicylat 304 5,265
    Cyclamenaldehyd 270 3,680
    Dihydroisojasmonat >300 3,009
    Diphenylmethan 262 4,059
    Diphenyloxid 252 4,240
    Dodecanlacton 258 4,359
    iso E super >250 3,455
    Ethylbrassylat 3321 4,554
    Ethylmethylphenylglycidat 260 3,165
    Ethylundecylenat 264 4,888
    Exaltolid 280 5,346
    Galaxolid >250 5,482
    Geranylanthranilat 312 4,216
    Geranylphenylacetat >250 5,233
    Hexadecanolid 294 6,805
    Hexenylsalicylat 271 4,716
    Hexylzimtaldehyd 305 5,473
    Hexylsalicylat 290 5,260
    alpha-Iron 250 3,820
    Lilial (p-t-bucinal) 258 3,858
    Linalylbenzoat 263 5,233
    2-Methoxynaphthalin 274 3,235
    Methyldihydrojasmon >300 4,843
    gamma-n-Methylionen 252 4,309
    Moschus-Indanon >250 5,458
    Moschus-Keton FP = 137°C 3,014
    Moschus-Tibetin FP = 136°C 3,831
    Myristicin 276 3,200
    Oxahexadecanolid-10 >300 4,336
    Oxahexadecanolid-11 FP = 35°C 4,336
    Patchoulialkohol 285 4,530
    Phantolid 288 5,977
    Phenylethylbenzoat 300 4,058
    Phenylethylphenylacetat 325 3,767
    Phenylheptanol 261 3,478
    Phenylhexanol 258 3,299
    alpha-Santalol 301 3,800
    Thibetolid 280 6,246
    delta-Undecalacton 290 3,830
    gamma-Undecalacton 297 4,140
    Vetiverlyacetat 285 4,882
    Yara-yara 274 3,235
    FP steht für den Schmelzpunkt; diese Bestandteile haben einen Siedepunkt von höher als 250°C.


    [0051] Diese Tabelle gibt eine hinreichende Anzahl nicht einschränkender Beispiele für Riechstoffe, welche im Rahmen dieser Erfindung bevorzugt einsetzbar sind. Die Parfümöle der erfindungsgemäßen Waschmittel enthalten vorzugsweise mindestens 3 unterschiedliche Riechstoffe, stärker bevorzugt mindestens 4 unterschiedliche Riechstoffe, und noch weiter bevorzugt mindestens 5 unterschiedliche Riechstoffe.

    [0052] Zusätzlich zu den Tensiden und dem Parfümöl kann das Waschmittel weitere Inhaltsstoffe enthalten, die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften des Waschmittels weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthält das Wasch- oder Reinigungsmittel vorzugsweise zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichkatalysatoren, Bleichaktivatoren, Enzyme, Elektrolyte, nichtwässrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden Komponenten sowie UV-Absorber.

    [0053] Als Gerüststoffe, die in dem Waschmittel enthalten sein können, sind beispielsweise Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Phosphate oder Carbonate zu nennen.

    [0054] Aus Gründen der Ästhetik werden allerdings bevorzugt lösliche, organische Gerüststoffe in den flüssigen Waschmitteln eingesetzt.

    [0055] Organische Gerüststoffe, welche in dem Waschmittel vorhanden sein können, sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), Methylglycindiessigsäure (MGDA) und deren Abkömmlinge sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen.

    [0056] Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Werts von Waschmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.

    [0057] Als Gerüststoffe sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispielsweise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure.

    [0058] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten.

    [0059] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zuckerderivate enthalten.

    [0060] Citronensäure, beziehungsweise deren Salze, werden bevorzugt als lösliche, organische Gerüststoffe in den flüssigen Waschmitteln eingesetzt.

    [0061] Das flüssige Waschmittel kann auch ein Enzym oder eine Mischung aus Enzymen enthalten. Geeignet sind insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen, (Poly)-Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere Glykosylhydrolasen, Hemicellulase, Cutinasen, β-Glucanasen, Oxidasen, Peroxidasen, Mannanasen, Perhydrolasen, Oxireduktasen und/oder Laccasen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden bevorzugt Proteasen, Amylasen, Lipasen, Cellulasen, Mannanasen, Laccasen, Tannanasen und Esterasen/Polyesterasen sowie Mischungen aus zwei oder mehr dieser Enzyme eingesetzt.

    [0062] Die Menge an Enzym bzw. an den Enzymen beträgt bezogen auf das gesamte Mittel 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,12 bis etwa 3 Gew.-%. Die Enzyme werden bevorzugt als Enzymflüssiformulierung(en) eingesetzt.

    [0063] Zur Stabilisierung der Enzyme können die erfindungsgemäßen Waschmittel Stabilisierungsmittel wie Borsäure bzw. Borate, Borsäure-Derivate oder Aminoalkohole enthalten.

    [0064] Als Elektrolyte aus der Gruppe der anorganischen Salze kann eine breite Anzahl der verschiedensten Salze eingesetzt werden. Bevorzugte Kationen sind die Alkali- und Erdalkalimetalle, bevorzugte Anionen sind die Halogenide und Sulfate. Der Anteil an Elektrolyten in dem Waschmittel beträgt üblicherweise 0,1 bis 5 Gew.-%.

    [0065] Nichtwässrige Lösungsmittel, die dem Waschmittel eingesetzt werden können, stammen beispielsweise aus der Gruppe der ein- oder mehrwertigen Alkohole, Alkanolamine oder Glycolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind. Es können Lösungsmittel eingesetzt werden, die aus Ethanol, n- oder i-Propanol, Butanolen, Glycol, Propan- oder Butandiol, Glycerin, Diglycol, Propyl- oder Butyldiglycol, Hexylenglycol, Ethylenglycolmethylether, Ethylenglycolethylether, Ethylenglycolpropylether, Ethylenglycolmono-n-butylether, Diethylenglycolmethylether, Diethylenglycolethylether, Propylenglycolmethyl-, -ethyl- oder - propylether, Dipropylenglycolmonomethyl- oder -ethylether, Di-isopropylenglycolmonomethyl- oder - ethylether, Methoxy-, Ethoxy- oder Butoxytriglycol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glycol-t-butylether, Di-n-octylether sowie Mischungen dieser Lösungsmittel ausgewählt sind. Nichtwässrige Lösungsmittel können in dem Waschmittel in Mengen zwischen 0,5 und 25 Gew.-%, bevorzugt aber unter 20 Gew.-% und insbesondere unterhalb von 15 Gew.-% eingesetzt werden.

    [0066] Es ist allerdings bevorzugt, dass das Waschmittel bestimmte Mengen an einem Polyol als nicht-wässriges Lösungsmittel enthält. Es ist bevorzugt, dass das Waschmittel 2 bis 10 Gew.-% eines Polyols enthält. Das Polyol kann Glycerin, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, Ethylenglycol, Diethylenglycol und/oder Dipropylenglycol umfassen. Insbesondere bevorzugt enthält das Waschmittel Glycerin.

    [0067] Um den pH-Wert des Waschmittels in den gewünschten Bereich zu bringen, kann der Einsatz von pH-Stellmitteln angezeigt sein. Einsetzbar sind hier sämtliche bekannten Säuren bzw. Laugen, sofern sich ihr Einsatz nicht aus anwendungstechnischen oder ökologischen Gründen bzw. aus Gründen des Verbraucherschutzes verbietet. Der pH-Wert des Waschmittels liegt bevorzugt zwischen 4 und 10, bevorzugt zwischen 6,5 und 9 und am meisten bevorzugt zwischen 7 und 8,8.

    [0068] Die flüssigen Waschmittel weisen bevorzugt Viskositäten im Bereich von 200 bis 5000 mPas auf, wobei Werte zwischen 300 und 2000 mPas und insbesondere 400 und 1000 mPas besonders bevorzugt sind. Die Bestimmung der Viskosität erfolgte mit einem Brookfield-Viskosimeter LVT-II bei 20 U/min und 20°C, Spindel 3.

    [0069] Um den ästhetischen Eindruck des Waschmittels zu verbessern, können sie mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reinigungsmittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.

    [0070] Als Schauminhibitoren, die in den Waschmitteln eingesetzt werden können, kommen beispielsweise Seifen, Paraffine oder Silikonverbindungen, insbesondere Silikonöle, in Betracht, die gegebenenfalls als Emulsionen vorliegen.

    [0071] Geeignete Soil-Release-Polymere, die auch als "Antiredepositionsmittel" bezeichnet werden, sind beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose sowie die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder Terephthalsäure bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylen- und/oder Polypropylenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Geeignete Derivate umfassen die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere.

    [0072] Optische Aufheller (so genannte "Weißtöner") können den Waschmitteln zugesetzt werden, um Vergrauungen und Vergilbungen der behandelten textilen Flächengebilde zu beseitigen. Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise aus den Substanzklassen der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren (Flavonsäuren), 4,4'-Distyryl-biphenylen, Methylumbelliferone, Cumarine, Dihydrochinolinone, 1,3-Diarylpyrazoline, Naphthalsäureimide, Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme sowie der durch Heterocyclen substituierten Pyrenderivate. Die optischen Aufheller werden üblicherweise in Mengen zwischen 0% und 0,3 Gew.-%, bezogen auf das fertige Waschmittel, eingesetzt.

    [0073] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern. Bevorzugt werden dazu Celluloseether wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, eingesetzt.

    [0074] Um während des Waschens von gefärbten Textilien die Farbstoffablösung und/oder die Farbstoffübertragung auf andere Textilien wirksam zu unterdrücken, kann das Waschmittel einen Farbübertragungsinhibitor enthalten. Es ist bevorzugt, dass der Farbübertragungsinhibitor ein Polymer oder Copolymer von cyclischen Aminen wie beispielsweise Vinylpyrrolidon und/oder Vinylimidazol ist. Als Farbübertragungsinhibitor geeignete Polymere umfassen Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylimidazol (PVI), Copolymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol (PVP/PVI), Polyvinylpyridin-N-oxid, Poly-N-carboxymethyl-4-vinylpyridiumchlorid sowie Mischungen daraus. Besonders bevorzugt werden Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylimidazol (PVI) oder Copolymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol (PVP/PVI) als Farbübertragungsinhibitor eingesetzt. Polyvinylpyrrolidone (PVP) sind beispielsweise kommerziell von ISP Chemicals als PVP K 15, PVP K 30, PVP K 60 oder PVP K 90 oder von der BASF als Sokalan® HP 50 oder Sokalan® HP 53 erhältlich. PVP/PVI-Copolymere sind beispielsweise kommerziell von der BASF unter der Bezeichnung Sokalan® HP 56 erhältlich.

    [0075] Die Menge an Farbübertragungsinhibitor bezogen auf die Gesamtmenge des Waschmittels liegt bevorzugt von 0,01 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 bis 1 Gew.-% und mehr bevorzugt von 0,1 bis 0,5 Gew.-%.

    [0076] Alternativ können aber auch enzymatische Systeme, umfassend eine Peroxidase und Wasserstoffperoxid beziehungsweise eine in Wasser Wasserstoffperoxid-liefernde Substanz als Farbübertragungsinhibitor eingesetzt werden. Der Zusatz einer Mediatorverbindung für die Peroxidase, zum Beispiel eines Acetosyringons, eines Phenolderivats oder eines Phenotiazins oder Phenoxazins, ist in diesem Fall bevorzugt, wobei auch zusätzlich die oben genannten polymeren Farbübertragungsinhibitoren eingesetzt werden können.

    [0077] Die erfindungsgemäßen Waschmittel können Konservierungsmittel enthalten, wobei vorzugsweise nur solche eingesetzt werden, die kein oder nur ein geringes hautsensibilisierendes Potential besitzen. Beispiele sind Sorbinsäure und seine Salze, Benzoesäure und seine Salze, Salicylsäure und seine Salze, Phenoxyethanol, Ameisensäure und seine Salze, 3-Iodo-2-propynylbutylcarbamat, Natrium N-(hydroxymethyl)glycinat, Biphenyl-2-ol sowie Mischungen davon. Weitere geeignete Konservierungsmittel stellen Isothiazolone, Mischungen von Isothiazolonen und Mischungen von Isothiazolonen mit anderen Verbindungen, beispielsweise Tetramethylolglycoluril, dar.

    [0078] Um die durch Schwermetalle katalysierte Zersetzung bestimmter Waschmittel-Inhaltsstoffe zu vermeiden, können Stoffe eingesetzt werden, die Schwermetalle komplexieren. Geeignete Schwermetallkomplexbildner sind beispielsweise die Alkalisalze der Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) oder der Nitrilotriessigsäure (NTA), Methylglycindiessigsäure-Trinatriumsalz (MGDA) sowie Alkalimetallsalze von anionischen Polyelektrolyten wie Polymaleaten und Polysulfonaten.

    [0079] Eine bevorzugte Klasse von Komplexbildnern sind die Phosphonate, die in dem Waschmittel in Mengen von 0,01 bis 2,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 2 Gew.-% und insbesondere von 0,03 bis 1,5 Gew.-% enthalten sind. Zu diesen bevorzugten Verbindungen zählen insbesondere Organophosphonate wie beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure) (ATMP), Diethylentriamin-penta(methylenphosphonsäure) (DTPMP bzw. DETPMP) sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBS-AM), die zumeist in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze eingesetzt werden. Alternative Komplexbildner, die in dem Waschmittel eingesetzt werden können sind Iminodisuccinate (IDS) oder Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS).

    [0080] Die erfindungsgemäßen Waschmittel können zum Waschen von textilen Flächengebilden verwendet werden.

    [0081] Die Herstellung des Waschmittels erfolgt mittels üblicher und bekannter Methoden und Verfahren. So können beispielsweise die Bestandteile der Waschmittel einfach in Rührkesseln vermischt werden, wobei Wasser, die sauren Komponenten, falls jeweils vorhanden, wie beispielsweise die Alkylbenzolsulfonate, Citronensäure, Borsäure, Phosphonsäure, die Fettalkoholethersulfate, usw., und die nichtionischen Tenside zweckmäßigerweise vorgelegt werden. Die nicht-wässrigen Lösungsmittel, falls vorhanden, werden vorzugsweise auch zu diesem Zeitpunkt zugegeben, die Zugabe kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Anschließend wird, falls vorhanden, die Fettsäure zugegeben und es erfolgt die Verseifung des Fettsäureanteils bei 50 bis 60 °C. Dann werden die weiteren Bestandteile vorzugsweise portionsweise, hinzugefügt. Entscheidend ist allerdings, dass die zugesetzte Aktivstoffmenge an nichtionischen Tensiden mindestens gleich der zugesetzten Aktivstoffmenge der anionischen Tenside ist und dass die Menge an Parfümöl, die zugesetzt wird, zwischen 0,5 und 1,5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, liegt.

    [0082] In der folgenden Tabelle 2 sind die Zusammensetzungen von drei Vergleichsrezepturen V1 und V2 sowie die Zusammensetzungen von drei erfindungsgemäßen Waschmittels E1 - E4 gezeigt (alle Mengen sind in Gew.-% Aktivstoff, bezogen auf das Mittel, angegeben):
    Tabelle 2: Zusammensetzung der Waschmittel V1 und V2 und E1 bis E4 (Angabe in Gew.-%)
      V1 V2 E1 E2 E3 E4
    C12-13-Fettalkohol mit 7 EO 5,2 5,5 6,4 6,4 6,8 7,2
    Lineares C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) 6,85 6,42 6,42 5,35 4,82 4,28
    C12-18-Fettsäure (Na-Salz) 1,98 1,98 1,98 1,98 1,98 1,98
    Citronensäure (Na-Salz) 1 1 1 1 1 1
    Phosphonsäure 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
    Borsäure (Na-Salz) 1 1 1 1 1 1
    Polyacrylat-Verdicker 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
    Optischer Aufheller 0,08 0,08 0,08 0,08 0,08 0,08
    Glycerin 3 3 3 3 3 3
    Ethanol 1 1 1 1 1 1
    Silikon-Entschäumer 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01
    Enzyme (Protease & Amylase) 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6
    Parfum A 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0
    Farbstoff, Konservierungsmittel + + + + + +
    Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100
    Verhältnis Niotensid zu Aniontensid 0,58: 1 0,65: 1 0,76: 1 0,87: 1 1 : 1 1,15: 1


    [0083] Die erhaltenen Waschmittel V1 - V2 und E1 - E4 wurden Lagertests, die unterschiedliche klimatische Bedingungen simulieren, unterworfen.
    Tabelle 3: Visuelle Beurteilung der Waschmittel V1 - V3 und E1 - E4 nach Lagerung bei verschieden klimatischen Bedingungen.
      Woche V1 V2 E1 E2 E3 E4
    24 °C bis 40 °C 2 OK OK OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK OK OK
    24 °C bis 40 °C Beurteilung: RT 2 OK OK OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK OK OK
    10 °C bis 30 °C 2 OK OK OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK OK OK
    10 °C bis 30 °C Beurteilung: RT 2 OK OK OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK OK OK
    0 °C bis 10 °C 2 INSTABIL INSTABIL OK OK OK OK
    4 INSTABIL INSTABIL OK OK OK OK
    8 INSTABIL INSTABIL OK OK OK OK
    0 °C bis 10 °C Beurteilung: RT 2 INSTABIL INSTABIL OK OK OK OK
    4 INSTABIL INSTABIL OK OK OK OK
    8 INSTABIL INSTABIL OK OK OK OK
    OK: Ohne Befund
    AKZEPTABEL: Mittel weist leichte Inhomogenitäten auf, ist aber akzeptabel
    INSTABIL: Mittel ist nicht akzeptabel (starke Eintrübung, Aufrahmungen oder Phasentrennung)
    RT: Raumtemperatur; entspricht 20 °C.


    [0084] Die Lagerung der erfindungsgemäßen Waschmittel erfolgte bei den angegebenen Temperaturen, wobei die Temperaturen jeweils in einem definierten Zyklus innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs schwankten. Die Beurteilung erfolgte entweder bei Raumtemperatur oder bei der untersten Temperatur eines Temperaturbereichs.

    [0085] Aus den Stabilitätstests wird deutlich, dass bei Einstellung des erfindungsgemäßen Verhältnisses von nichtionischen Tensiden zu anionischen Tensiden von mindestens 0,75 : 1 niedrigkonzentrierte (der Gesamttensidgehalt beträgt zwischen 13,87 Gew.-% in Beispiel E1 und13,46 Gew.-% in Beispiel E4) Waschmitteln erhalten werden, die bei den verschiedensten klimatischen Bedingungen stabil sind. Zusätzlich wird deutlich, dass die erfindungsgemäßen Waschmittel in der Lage sind, das Parfümöl bei einem geringeren Gesamttensidgehalt lagerstabil und homogen zu dispergieren.

    [0086] In der folgenden Tabelle 4 sind die Zusammensetzungen von zwei Vergleichsrezepturen V3 und V4 sowie zwei erfindungsgemäße Rezepturen E5 und E6 gezeigt (alle Mengen sind in Gew.-% Aktivstoff, bezogen auf das Mittel, angegeben):
    Tabelle 4: Zusammensetzung der Waschmittel V3 und V4 sowie E5 und E6 (Angabe in Gew.-%)
      V3 V4 E5 E6
    C12-18-Fettalkohol mit 7 EO 5,2 5,2 6,4 6,4
    Lin. C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) 6,85 6,85 5,35 5,35
    C12-18-Fettsäure (Na-Salz) 1,98 1,98 1,98 1,98
    Citronensäure (Na-Salz) 1,2 1,2 1,2 1,2
    Phosphonsäure 0,5 0,5 0,5 0,5
    Borsäure (Na-Salz) 1,06 1,06 1,06 1,06
    Polyacrylat-Verdicker 0,3 0,3 0,3 0,3
    Optischer Aufheller 0,08 0,08 0,08 0,08
    Glycerin 3 3 3 3
    Ethanol 1 1 1 1
    Silikon-Entschäumer 0,01 0,01 0,01 0,01
    Enzyme (Protease & Amylase) 0,1 0,1 0,1 0,1
    Parfüm B 0,8 1,0 0,8 1,0
    Farbstoff, Konservierungsmittel + + + +
    Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100
    Verhältnis Niotensid zu Aniontensid 0,59: 1 0,59 : 1 0,87: 1 0,87: 1
    Tabelle 5: Visuelle Beurteilung der Waschmittel V3 und V4 sowie E5 und E6 nach Lagerung bei verschieden klimatischen Bedingungen.
      Woche V3 V4 E5 E6
    24 °C bis 40 °C 2 OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK
    24 °C bis 40 °C Beurteilung: RT 2 OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK
    10 °C bis 30 °C 2 OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK
    10 °C bis 30 °C Beurteilung: RT 2 OK OK OK OK
    4 OK OK OK OK
    8 OK OK OK OK
    0 °C bis 10 °C 2 INSTABIL INSTABIL OK OK
      4 INSTABIL INSTABIL OK OK
    8 INSTABIL INSTABIL OK OK
    0 °C bis 10 °C Beurteilung: RT 2 INSTABIL INSTABIL OK OK
    4 INSTABIL INSTABIL OK OK
    8 INSTABIL INSTABIL OK OK


    [0087] Aus den Stabilitätstests wird deutlich, dass bei Einstellung des erfindungsgemäßen Verhältnisses von nichtionischen Tensiden zu anionischen Tensiden von mindestens 0,75 : 1 niedrigkonzentrierte (der Gesamttensidgehalt beträgt 13,73 Gew.-% in den Beispielen E5 und E6) Waschmitteln mit hohen Parfümölgehalten erhalten werden, die bei den verschiedensten klimatischen Bedingungen lagerstabil sind.

    [0088] In der folgenden Tabelle 6 sind die Zusammensetzungen von drei erfindungsgemäßen Rezepturen E7 bis E9 gezeigt (alle Mengen sind in Gew.-% Aktivstoff, bezogen auf das Mittel, angegeben):
    Tabelle 6: Zusammensetzung der Waschmittel E7 bis E9 (Angabe in Gew.-%)
      E7 E8 E9
    C12-18-Fettalkohol mit 7 EO 6,4 6,4 6,4
    Lin. C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) 5,35 5,35 5,35
    C12-18-Fettsäure (Na-Salz) 1,98 1,98 1,98
    Citronensäure (Na-Salz) 1,2 1,2 1,2
    Phosphonsäure 0,5 0,5 0,5
    Borsäure (Na-Salz) 1,06 1,06 1,06
    Polyacrylat-Verdicker 0,3 0,3 0,3
    Optischer Aufheller 0,08 0,08 0,08
    Glycerin 3 3 3
    Ethanol 1 1 1
    Silikon-Entschäumer 0,01 0,01 0,01
    Enzyme (Protease & Amylase) 0,1 0,1 0,1
    Parfüm C 0,78 1,0 1,2
    Farbstoff, Konservierungsmittel + + +
    Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100
    Verhältnis Niotensid zu Aniontensid 0,87: 1 0,87: 1 0,87: 1


    [0089] Alle drei Zusammensetzungen waren bei den oben angegebenen sechs verschiedenen Lager- und Bestimmungsbedingungen 8 Wochen lang ohne Befund ("OK").

    [0090] Die im Rahmen dieser Erfindung eingesetzten Parfümöle A bis C enthalten jeweils mindestens 15 Gew.-% Riechstoffe mit einem Siedepunkt über 250 °C und einem logP-Wert bzw. ClogP-Wert von ≥ 3,0. Der Gehalt an diesen Riechstoffen in den jeweiligen Parfümölen A bis C steigt in der folgenden Reihenfolge an: Parfümöl A < Parfümöl B < Parfümöl C.

    [0091] Bei Waschversuchen mit Waschmitteln, enthaltend eine Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, wobei das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden mindestens 0,75 : 1 beträgt, hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn die Waschmittel mehr als 3,2 Gew.-% eines Alkylbenzolsulfonats enthält.
    Tabelle 7: Zusammensetzung der Waschmittel E10, E11 und V12 (Angabe in Gew.-%)
      E10 E11 V12
    C12-18-Fettalkohol mit 7 EO 6,4 7,2 8,0
    Lin. C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) 5,35 4,28 3,20
    C12-18-Fettsäure (Na-Salz) 1,98 1,98 1,98
    Citronensäure (Na-Salz) 1,2 1,2 1,2
    Phosphonsäure 0,5 0,5 0,5
    Borsäure (Na-Salz) 1,06 1,06 1,06
    Polyacrylat-Verdicker 0,3 0,3 0,3
    Optischer Aufheller 0,08 0,08 0,08
    Glycerin 3 3 3
    Ethanol 1 1 1
    Silikon-Entschäumer 0,01 0,01 0,01
    Enzyme (Protease & Amylase) 0,1 0,1 0,1
    Parfüm C 0,78 1,0 1,2
    Farbstoff, Konservierungsmittel + + +
    Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100
    Verhältnis Niotensid zu Aniontensid 0,87: 1 1,15 : 1 1,54: 1


    [0092] Alle drei Zusammensetzungen waren bei den oben angegebenen sechs verschiedenen Lager- und Bestimmungsbedingungen 8 Wochen lang ohne Befund ("OK").

    [0093] Jedoch zeigte das Waschmittel V12 eine schlechtere Reinigungsleistung an Fett-haltigen Verfleckungen:
    Tabelle 8: Vergleich der Reinigungsleistung des Waschmittels V12 mit den Waschmitteln E10 und E11.
    Verfleckung Im Vergleich zu E10 Im Vergleich zu E11
    Lippenstift - 4,1 % - 5,4 %
    Make Up - 12,7 % - 8,1 %
    Motorenöl - 2,1 % - 0,9 %
    Make Up -12,7% -8,1 %
    Motorenöl - 2,1 % -0,9%



    Ansprüche

    1. Flüssiges Waschmittel, enthaltend ein Parfümöl und 5 bis 18 Gew.-% einer Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, wobei das anionische Tensid ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife enthält und wobei die Menge an Alkylbenzolsulfonat mehr als 3,2 Gew.-%, die Menge an Parfümöl 0,4 bis 1,5 Gew.-% , das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden mindestens 0,75 : 1 sowie das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5 : 1 und 30 : 1 beträgt.
     
    2. Waschmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5 : 1 und 15 : 1 und mehr bevorzugt zwischen 5 : 1 und 10 : 1 beträgt.
     
    3. Waschmittel gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an der Tensidmischung 8 bis 15 Gew.-% beträgt.
     
    4. Waschmittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden zwischen 0,75 : 1 und 5 : 1, vorzugsweise zwischen 0,75 : 1 und 3 : 1 beträgt.
     
    5. Waschmittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an Parfümöl 0,7 bis 1,3 Gew.-% beträgt.
     
    6. Waschmittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Parfümöl mindestens 15 Gew.-% Riechstoffe mit einem Siedepunkt über 250 °C und einem logP-Wert von ≥ 3,0 enthält.
     
    7. Verwendung des Waschmittels gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 zum Waschen von textilen Flächengebilden.
     
    8. Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Waschmittels, enthaltend ein Parfümöl und 5 bis 18 Gew.-% einer Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, wobei das anionische Tensid ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife enthält, die Menge an Alkylbenzolsulfonat mehr als 3,2 Gew.-% und die Menge an Parfümöl 0, 4 bis 1,5 Gew.-% beträgt, und wobei dem Mittel die nichtionischen Tenside mindestens im Verhältnis 0,75 : 1 zu den anionischen Tensiden sowie im Verhältnis zwischen 5 : 1 und 30 : 1 zu dem Parfümöl zugesetzt werden.
     


    Claims

    1. A liquid washing agent containing a perfume oil and from 5 to 18 wt.% of a surfactant mixture consisting of non-ionic and anionic surfactants, wherein the anionic surfactant contains an alkylbenzene sulfonate and a soap, and wherein the amount of alkylbenzene sulfonate is more than 3.2 wt.%, the amount of perfume oil is from 0.4 to 1.5 wt.%, the ratio of the non-ionic surfactants to the anionic surfactants is at least 0.75:1 and the ratio of the non-ionic surfactants to the perfume oil is between 5:1 and 30:1.
     
    2. The washing agent according to claim 1, characterized in that the ratio of the non-ionic surfactants to the perfume oil is between 5:1 and 15:1 and more preferably between 5:1 and 10:1.
     
    3. The washing agent according to claim 1 or claim 2, characterized in that the amount of the surfactant mixture is from 8 to 15 wt.%.
     
    4. The washing agent according to one of claims 1 to 3, characterized in that the ratio of the non-ionic surfactants to the anionic surfactants is between 0.75:1 and 5:1, preferably between 0.75:1 and 3:1.
     
    5. The washing agent according to one of claims 1 to 4, characterized in that the amount of perfume oil is from 0.7 to 1.3 wt.%.
     
    6. The washing agent according to one of claims 1 to 5, characterized in that the perfume oil contains at least 15 wt.% of odorants having a boiling point of above 250 °C and a logP value of ≥ 3.0.
     
    7. The use of the washing agent according to one of claims 1 to 6 for the washing of textile fabrics.
     
    8. A method for producing a liquid washing agent containing a perfume oil and from 5 to 18 wt.% of a surfactant mixture consisting of non-ionic and anionic surfactants, wherein the anionic surfactant contains an alkylbenzene sulfonate and a soap, the amount of alkylbenzene sulfonate is more than 3.2 wt.% and the amount of perfume oil is from 0.4 to 1.5 wt.%, and wherein the non-ionic surfactants are added to the agent at least in a ratio to the anionic surfactants of 0.75:1 and in a ratio to the perfume oil of between 5:1 and 30:1.
     


    Revendications

    1. Détergent liquide contenant une huile de parfum et 5 à 18 % d'un mélange tensioactif constitué d'agents tensioactifs non-ioniques et anioniques, dans lequel l'agent tensioactif anionique contient un alcoylbenzène sulfonate et un savon, et dans lequel la quantité d'alcoylbenzène sulfonate est supérieure à 3,2 % en poids, la quantité d'huile de parfum est de 0,4 à 1,5 % en poids, le rapport des agents tensioactifs non-ioniques aux agents tensioactifs anioniques est d'au moins 0,75: 1 et le rapport des agents tensioactifs non-ioniques à l'huile de parfum est compris entre 5:1 et 30: 1.
     
    2. Détergent selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rapport des agents tensioactifs non-ioniques à l'huile de parfum est compris entre 5: 1 et 15:1 et plus préférablement entre 5:1 et 10:1.
     
    3. Détergent selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la quantité du mélange d'agents tensioactifs est de 8 à 15 % en poids.
     
    4. Détergent selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport des agents tensioactifs non-ioniques aux agents tensioactifs anioniques est compris entre 0,75:1 et 5:1, de préférence entre 0,75: 1 et 3:1.
     
    5. Détergent selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la quantité d'huile de parfum est de 0,7 à 1,3 % en poids.
     
    6. Détergent selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'huile de parfum contient au moins 15 % en poids d'agents parfumants présentant un point d'ébullition supérieur à 250 °C et une valeur logP supérieure ou égale à 3,0.
     
    7. Utilisation du détergent selon l'une des revendications 1 à 6 pour le lavage des tissus textiles.
     
    8. Procédé de fabrication d'un détergent liquide contenant une huile de parfum et 5 à 18 % en poids d'un mélange tensioactif constitué d'agents tensioactifs non-ioniques et anioniques, dans lequel l'agent tensioactif anionique contient un alcoylbenzène sulfonate et un savon, la quantité d'alcoylbenzène sulfonate est supérieure à 3,2 % en poids et la quantité d'huile de parfum est de 0,4 à 1,5 % en poids, et dans lequel les agents tensioactifs non-ioniques sont ajoutés à la composition au moins dans le rapport de 0,75: 1 aux agents tensioactifs anioniques et dans le rapport compris entre 5: 1 et 30:1 à l'huile de parfum.
     






    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




    In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur