[0001] Die Erfindung betrifft ein flüssiges Waschmittel, enthaltend eine Tensidmischung
aus anionischen und nichtionischen Tensiden und ein Parfüm. Die Erfindung betrifft
auch die Verwendung des Waschmittels sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
[0002] Bei der Zielsetzung kostengünstigere, flüssige Waschmittel bei gleicher oder gar
verbesserter Leistung herzustellen, wird insbesondere versucht, die Tensidmenge zu
reduzieren und/oder die Tensidart zu variieren.
[0003] Jedoch hat sich gezeigt, dass sich bei flüssigen Wasch- oder Reinigungsmitteln mit
geringem Tensidgehalt, dass heißt einem Tensidgehalt von maximal 25 Gew.-%, die Einarbeitung
höherer Parfümmengen, dass heißt Mengen ab 0,4 Gew.-%, schwierig gestaltet. So treten
Probleme bezüglich der Lagerstabilität auf, die sich insbesondere bei der Lagerung
bei niedrigen Temperaturen, dass heißt Temperaturen zwischen 0 und 10 °C, zeigen.
Vermutlich reicht die geringe Tensidmenge nicht mehr aus, um insbesondere die hydrophoben
Bestandteile des Parfümöls stabil zu dispergieren.
[0004] WO01/00776 offenbart ein flüssiges Waschmittel enthaltend Parfümöl und ein Tensidsystem aus
nichtionischen und anionischen Tenside, wobei das Verhältnis der nichtionischen zu
den anionischen Tensiden mindestens 0.75:1 sowie das Verhältnis der nichtionischen
Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5:1 und 30:1 beträgt. Die Beispiele aus D1 enthalten
Alkansulfonate und Seife als anionisches Tensid.
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein niedrigkonzentriertes, Parfümöl-haltiges, flüssiges
Waschmittel bereitzustellen, welches unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen
lagerstabil ist und keiner Phasentrennung unterliegt.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein flüssiges Waschmittel, enthaltend ein Parfümöl
und 5 bis 18 Gew.-% einer Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden,
wobei das anionische Tensid ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife enthält und wobei
die Menge an Alkylbenzolsulfonat mehr als 3,2 Gew.-%, die Menge an Parfümöl 0,4 bis
1,5 Gew.-%, das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen Tensiden
mindestens 0,75 : 1 sowie das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl
zwischen 5 : 1 und 30 : 1 beträgt.
[0007] Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl
zwischen 5 : 1 und 15 : 1 und mehr bevorzugt zwischen 5 : 1 und 10 : 1 beträgt.
[0008] Aus anwendungstechnischer Sicht enthalten flüssige Waschmittel vorzugsweise eine
Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden. So sind nichtionische
Tenside insbesondere bei Fett-haltigen Verschmutzungen wirksam. Anionische Tenside
werden aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit und ihres hohen Waschvermögens bei niedrigen
Temperaturen eingesetzt. Es hat sich nun überraschend gezeigt, dass in ein lagerstabiles,
niedrigkonzentriertes, flüssiges Waschmittel hohe Gehalte an Parfümöl eingearbeitet
werden können, wenn die nichtionischen Tenside mindestens zu 75 % der Gewichtsmenge
an anionischen Tensiden, also mindestens im Verhältnis 0,75 : 1, vorhanden sind. Das
erhaltene Waschmittel ist bei verschiedenen klimatischen Bedingungen und insbesondere
bei niedrigen Lagertemperaturen lagerstabil.
[0009] Es ist bevorzugt, dass die Menge an der Tensidmischung 8 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen
auf die Gesamtmenge an Waschmittel, beträgt.
[0010] Aus Kostengründen und auch aus ökologischer Sicht ist es vorteilhaft, die Gesamtmenge
an Tensiden so gering wie möglich zu halten.
[0011] Weiterhin ist es bevorzugt, dass das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den
anionischen Tensiden zwischen 0,75 : 1 und 5 : 1, vorzugsweise zwischen 0,75 : 1 und
3 : 1 beträgt.
[0012] Es hat sich gezeigt, dass bei diesem Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den
anionischen Tensiden eine optimale Stabilisierung des Parfümöls bei guter Waschleistung
erfolgt.
[0013] Die anionischen Tenside verleihen einem erfindungsgemäßen flüssigen Waschmittel,
enthaltend eine Tensidmischung aus nichtionischen und anionischen Tensiden, eine gute
Reinigungsleistung an Fetthaltigen Verschmutzungen.
[0014] Das anionische Tensid enthält ein Alkylbenzolsulfonat und eine Seife, und die Menge
an Alkylbenzolsulfonat beträgt mehr als 3,2 Gew.-%.
[0015] Alkylbenzolsulfonate werden aufgrund ihres Waschvermögens bevorzugt in den erfindungsgemäßen
Waschmitteln eingesetzt. Allerdings hat sich gezeigt, dass das Waschmittel bevorzugt
mehr als 3,2 Gew.-% an diesen anionischen Tensiden enthält, um eine ausreichend gute
Reinigungsleistung, insbesondere an Fett-haltigen Verfleckungen des flüssigen Waschmittels
zu erzielen.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Waschmittel 2 bis 12 Gew.-%
und vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-% eines Polyols, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge
an Waschmittel, welches aus der Gruppe bestehend aus Glycerin, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol,
Ethylenglycol, Diethylenglycol, Dipropylenglycol und Mischungen daraus ausgewählt
ist. In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel Glycerin.
[0017] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass Waschmittel, die bestimmte Mengen an Polyol
enthalten stabiler sind als Waschmittel mit anderen, nicht Polyol-haltigen Lösungsmitteln.
Dabei wird neben der Lagerstabilität, insbesondere bei niedrigen Lagertemperaturen,
auch die chemische Stabilität der Inhaltsstoffe, insbesondere der Enzyme, erhöht.
[0018] Ferner ist es bevorzugt, dass die Menge an Parfümöl 0,7 bis 1,3 Gew.-%, bezogen auf
die Gesamtmenge an Waschmittel, beträgt.
[0019] Da viele Verbraucher ein Waschmittels aufgrund seines Duftes, aber insbesondere aufgrund
des Duftes, welches es damit gewaschenen Textilien vermittelt, kaufen, ist es wünschenswert
möglichst hohe Mengen an Parfümöl in das niedrigkonzentrierte, flüssige Waschmittel
einzubringen. Allerdings werden zu hohe Parfümölmengen auch vom Verwender negativ
als "Überparfümierung" empfunden, so dass sich der Bereich von 0,4 bis 1,5 Gew.-%
und insbesondere von 0,7 bis 1,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel,
als optimaler Bereich herausgestellt hat.
[0020] Es ist weiterhin bevorzugt, dass das Parfümöl mindestens 15 Gew.-% an Riechstoffen
mit einem Siedepunkt über 250 °C und einem logP-Wert von ≥ 3,0 enthält.
[0021] Derartige Parfümöle können auch als "hydrophobe Parfümöle" bezeichnet werden und
weisen auf Textilien insbesondere eine bessere Duftwirkung im Hinblick auf Gefallen,
Intensität und Dauerhaftigkeit des Dufteindruckes auf.
[0022] Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung des erfindungsgemäßen Waschmittels zum
Waschen und/oder Reinigen von textilen Flächengebilden.
[0023] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
flüssigen Waschmittels, enthaltend ein Parfümöl und eine Tensidmischung aus nichtionischen
und anionischen Tensiden, wobei dem Mittel die nichtionischen Tenside mindestens im
Verhältnis 0,75 : 1 zu den anionischen Tensiden sowie im Verhältnis zwischen 5 : 1
und 30 : 1 zu dem Parfümöl zugesetzt werden.
[0024] Die Erfindung betrifft auch die Verwendung einer Tensidmischung aus nichtionischen
und anionischen Tensiden, wobei das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen
Tensiden mindestens 0,75 : 1 beträgt, in einer Menge bis zu 25 Gew.-% zur Verbesserung
der Lagerstabilität von einem flüssigen Waschmittel, welches ein Parfümöl umfasst,
bei der Lagerung in bestimmten Temperaturbereichen, mit der Maßgabe, dass das Verhältnis
der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl zwischen 5 : 1 und 30 : 1 beträgt. Die
Stabilisierung tritt insbesondere bei Lagerung in einem Temperaturbereich von 0 °C
bis 10 °C, bei Lagerung in einem Temperaturbereich von 10 °C bis 25 °C bei Lagerung
in einem Temperaturbereich von 25 °C und 40 °C auf.
[0025] Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Tensidmischung können flüssige Waschmittel
mit hohen Parfümgehalten erhalten werden, welche unter den verschiedensten klimatischen
Bedingungen lagerstabil sind. Insbesondere wird die Lagerstabilität der flüssigen
Waschmittel in einem Temperaturbereich von 0 °C bis 10 °C verbessert.
[0026] Im Folgenden soll die Erfindung, unter anderem anhand von Beispielen, detaillierter
beschrieben werden.
[0027] Das Waschmittel enthält 5 bis 18 Gew.-% einer Tensidmischung aus anionischen und
nichtionischen Tensiden.
[0028] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte;
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO, 4 EO oder 7 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Auch nichtionische Tenside, die EO- und PO-Gruppen
zusammen im Molekül enthalten, sind erfindungsgemäß einsetzbar. Hierbei können Blockcopolymere
mit EO-PO-Blockeinheiten bzw. PO-EO-Blockeinheiten eingesetzt werden, aber auch EO-PO-EO-Copolymere
bzw. PO-EO-PO-Copolymere. Selbstverständlich sind auch gemischt alkoxylierte Niotenside
einsetzbar, in denen EO- und PO-Einheiten nicht blockweise, sondern statistisch verteilt
sind. Solche Produkte sind durch gleichzeitige Einwirkung von Ethylen- und Propylenoxid
auf Fettalkohole erhältlich.
[0029] Geeignet ist ferner auch eine Mischung aus einem verzweigten ethoxylierten Fettalkohol
und einem unverzweigten ethoxylierten Fettalkohol, wie beispielsweise eine Mischung
aus einem C
16-18-Fettalkohol mit 7 EO und 2-Propylheptanol mit 7 EO.
[0030] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglucoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glycosideinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4. Alkylglucoside sind bekannte,
milde Tenside.
[0031] Eine weitere Klasse nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches
Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden,
sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester,
vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester.
[0032] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide.
[0033] Aus leistungstechnischer Sicht und im Hinblick auf die biologische Abbaubarkeit wird
besonders bevorzugt ein linearer, ethoxylierte mit 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt.
[0034] Der Gehalt an nichtionischen Tensiden beträgt in dem Waschmittel bevorzugt 2 bis
12,5 Gew.-%, vorzugsweise 4 bis 10 Gew.-% und insbesondere 5 bis 8 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Waschmittel.
[0035] Neben dem/den nichtionischen Tensid(en) enthält die Tensidmischung des Waschmittels
zwingend auch ein anionisches Tensid. Das anionische Tensid enthält ein Alkylbenzolsulfonat
und eine Seife.
[0036] Seifen sind gesättigte und ungesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure,
Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, (hydrierten) Erucasäure und Behensäure
sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern-, Olivenöl-
oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0037] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Magnesiumsalze vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside
in Form ihrer Natriumsalze vor. Ein weiteres bevorzugtes Gegenion für anionische Tenside
ist Cholin.
[0038] In der Erfindung bevorzugt einsetzbare Alkylbenzolsulfonate sind insbesondere bevorzugt
C9-13-Alkylbenzolsulfonate.
[0039] Zur Gewährleistung einer guten Waschleistung an einer Vielzahl an Verfleckungen,
enthält das erfindungsgemäße Waschmittel mehr als 3,2 Gew.-%, bezogen auf das gesamte
Mittel, an Alkylbenzolsulfonaten.
[0040] Der Gehalt eines Waschmittels an anionischen Tensiden kann bis zu 14 Gew.-%, bezogen
auf das gesamte Waschmittel, betragen. Der Gehalt eines Waschmittels an anionischen
Tensiden liegt aber vorzugsweise unter 10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel.
[0041] Neben der Tensidmischung enthält das Waschmittel ein Parfümöl. Das Parfümöl ist in
einer Menge von 0,4 bis 1,5 Gew.-% und vorzugsweise von 0,7 bis 1,3 Gew.-% vorhanden.
[0042] Außerdem beträgt das Verhältnis des Parfümöls zu den der nichtionischen Tenside zwischen
1 : 5 und 1 : 30, vorzugsweise 1 : 5 und 1 : 15 und mehr bevorzugt zwischen 1 : 5
und 1 : 10.
[0043] Ein Fachmann auf dem Gebiet der Waschmittel ist in der Lage, in den angegebenen Bereichen
für das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu anionischen Tenside, das Verhältnis
der nichtionischen Tenside zu dem Parfümöl sowie dem Gesamttensidgehalt die erfindungsgemäßen
Kombinationen zu erkennen bzw. die einzelnen Inhaltsstoffe (nichtionisches Tensid,
anionisches Tensid und Parfümöl) erfindungsgemäß zu kombinieren, um zum Gegenstand
der Erfindung, niedrigkonzentrierte Waschmittel mit relativ hohem Parfümgehalt, welche
bei den verschiedensten Lagerbedingungen stabil sind, zu gelangen. Der Begriff "relativ"
bezieht in diesem Zusammenhang nicht auf die absolute Menge an Parfüm, die im gesamten
Waschmittel vorhanden ist, sondern die Menge an Parfüm, die (relativ) im Verhältnis
zur Gesamttensidmenge vorhanden ist.
[0044] Als Parfümöle können einzelne Riechstoffverbindungen, zum Beispiel die synthetischen
Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe
verwendet werden. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet,
die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche
Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Parfümöl zu mindestens 15 Gew.-%
Riechstoffe mit einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert von ≥ 3,0. Es hat
sich gezeigt, dass erfindungsgemäße niedrigkonzentrierte Waschmittel, welche Parfümöle
mit einer solchen Mindestmenge an Riechstoffen mit einem Siedepunkt über 250°C und
einem logP-Wert von ≥ 3,0 enthalten, besonders vorteilhafte Dufteigenschaften aufweisen.
Beispielsweise kann ein noch länger anhaltender Dufteindruck auf der Wäsche erzielt
werden. Ebenso kann das Aufziehverhalten der Riechstoffe im Trockner auf die Wäsche
noch weiter verbessert werden, so dass die Wäsche noch länger und noch intensiver
riecht.
[0046] Der Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient eines Duftstoff-Bestandteils ist das Verhältnis
zwischen seiner Gleichgewichtskonzentration in Octanol und in Wasser. Da die Verteilungskoeffizienten
der Duftstoffbestandteile oft hohe Werte haben, zum Beispiel 1000 oder höher, werden
sie zweckmäßiger in der Form ihres Logarithmus zur Basis 10 angegeben, man spricht
dann vom so genannten log-P-Wert. Bevorzugte Riechstoffe dieser Erfindung weisen einen
logP von ≥ 3,0 oder höher auf, zum Beispiel von ≥ 3,1, vorzugsweise ≥ 3,2 und insbesondere
≥ 3,3.
[0047] Der logP-Wert zahlreicher Riechstoffe ist dokumentiert; zum Beispiel enthält die
Pomona92-Datenbank, verfügbar von Daylight Chemical Information Systems, Inc., (Daylight
CIS), Irvine, Kalifornien, zahlreiche logP-Werte, zusammen mit Zitaten zur Originalliteratur.
Jedoch werden die logP-Werte am zweckmäßigsten durch das "CLOGP"-Programm, das auch
von Daylight CIS verfügbar ist, berechnet. Dieses Programm führt auch die experimentellen
logP-Werte auf, wenn sie in der Pomona92-Datenbank verfügbar sind. Der "errechnete
logP" (ClogP-Wert) wird durch die Fragmentannäherung nach Harsch und Leo (siehe
A. Leo, in Comprehensive Medicinal Chemistry, Bd. 4, C. Harsch, P. G. Sammens, J.
B. Taylor und C. A. Ransden, Hrsg., S. 295, Pergamon Press, 1990, hierin durch den Bezug eingeschlossen). Die Fragmentannäherung basiert auf der chemischen
Struktur jedes der Duftstoffbestandteile und berücksichtigt die Zahlen und Typen von
Atomen, die Atombindungsfähigkeit und die chemische Bindung. Die ClogP-Werte, welches
die zuverlässigsten und am verbreitesten verwendeten Schätzwerte für diese physikochemische
Eigenschaft sind, werden im Rahmen dieser Erfindung vorzugsweise an Stelle der experimentellen
logP-Werte bei der Auswahl der Duftstoffbestandteile verwendet, die in der vorliegenden
Erfindung nützlich sind.
[0049] Andere Siedepunktwerte können zum Beispiel von verschiedenen, bekannten Chemiehandbüchern
und Datenbanken erhalten werden. Wenn ein Siedepunkt nur bei einem unterschiedlichen
Druck angegeben ist, in der Regel einem niedrigeren Druck als dem Normaldruck von
760 mm Hg, kann der Siedepunkt bei Normaldruck ungefähr mit Hilfe der Siedepunkt-Druck-Nomographen,
wie die in "
The Chemist's Companion", A. J. Gordon und R. A. Ford, John Wiley & Sons Publishers,
1972, S. 30-36, angegebenen, geschätzt werden. Wo anwendbar, können die Siedepunktwerte auch durch
Computerprogramme errechnet werden, basierend auf den Molekülstrukturdaten, wie jenen,
die beschrieben sind in "
Computer-assisted Prediction of Normal Boiling Points of Pyrans and Pynoles", D. T.
Starton et al., J. Chem. Inf. Comput. Sci., 32 (1992), SS. 306-316, "
Computer-assisted Prediction of Normal Boiling Points of Furans, Tetrahydrofurans,
and Thiophenes" (Computergestützte Vorhersage der normalen Siedepunkte von Furanen,
Tetrahydrofuranen und Thiophenen), D. T. Starton et al., J. Chem. Inf. Comput. Sci.,
31 (1992), SS. 301-310, und den darin zitierten Referenzen, und "
Predicting Physical Properties from Molecular Structure", R. Murugan et al., Chemtech.
Juni 1994, S. 17-23.
[0050] Im Folgenden werden in Tabelle 1 einige Riechstoffe beispielhaft aufgeführt, welche
die Kriterien Siedepunkt > 250°C und ClogP ≥ 3 erfüllen.
Tabelle 1: Beispiele für Riechstoffe
| Duftstoffbestandteile mit einem Siedepunkt > 250 °C und einem ClogP ≥ 3,0 |
Ungefährer Siedepunkt (°C) |
ClogP |
| Allylcylclohexanpropionat |
267 |
3,935 |
| Ambrettolid |
300 |
6,261 |
| Amylbenzoat |
262 |
3,417 |
| Amylcinnamat |
310 |
3,771 |
| Amylzimtaldehyd |
285 |
4,324 |
| Amylzimtaldehyddimethylacetal |
300 |
4,033 |
| iso-Amylsalicylat |
277 |
4,601 |
| Aurantiol |
450 |
4,216 |
| Benzophenon |
306 |
3,120 |
| Benzylsalicylat |
300 |
4,383 |
| para-tert-Butylcyclohexylacetat |
>250 |
4,019 |
| iso-Butylchinolin |
252 |
4,193 |
| beta-Caryophyllen |
256 |
6,333 |
| Cardinen |
275 |
7,346 |
| Cedrol |
291 |
4,530 |
| Cedrylacetat |
303 |
5,436 |
| Cedrylformiat |
>250 |
5,070 |
| Cinnamylcinnamat |
370 |
5,480 |
| Cyclohexylsalicylat |
304 |
5,265 |
| Cyclamenaldehyd |
270 |
3,680 |
| Dihydroisojasmonat |
>300 |
3,009 |
| Diphenylmethan |
262 |
4,059 |
| Diphenyloxid |
252 |
4,240 |
| Dodecanlacton |
258 |
4,359 |
| iso E super |
>250 |
3,455 |
| Ethylbrassylat |
3321 |
4,554 |
| Ethylmethylphenylglycidat |
260 |
3,165 |
| Ethylundecylenat |
264 |
4,888 |
| Exaltolid |
280 |
5,346 |
| Galaxolid |
>250 |
5,482 |
| Geranylanthranilat |
312 |
4,216 |
| Geranylphenylacetat |
>250 |
5,233 |
| Hexadecanolid |
294 |
6,805 |
| Hexenylsalicylat |
271 |
4,716 |
| Hexylzimtaldehyd |
305 |
5,473 |
| Hexylsalicylat |
290 |
5,260 |
| alpha-Iron |
250 |
3,820 |
| Lilial (p-t-bucinal) |
258 |
3,858 |
| Linalylbenzoat |
263 |
5,233 |
| 2-Methoxynaphthalin |
274 |
3,235 |
| Methyldihydrojasmon |
>300 |
4,843 |
| gamma-n-Methylionen |
252 |
4,309 |
| Moschus-Indanon |
>250 |
5,458 |
| Moschus-Keton |
FP = 137°C |
3,014 |
| Moschus-Tibetin |
FP = 136°C |
3,831 |
| Myristicin |
276 |
3,200 |
| Oxahexadecanolid-10 |
>300 |
4,336 |
| Oxahexadecanolid-11 |
FP = 35°C |
4,336 |
| Patchoulialkohol |
285 |
4,530 |
| Phantolid |
288 |
5,977 |
| Phenylethylbenzoat |
300 |
4,058 |
| Phenylethylphenylacetat |
325 |
3,767 |
| Phenylheptanol |
261 |
3,478 |
| Phenylhexanol |
258 |
3,299 |
| alpha-Santalol |
301 |
3,800 |
| Thibetolid |
280 |
6,246 |
| delta-Undecalacton |
290 |
3,830 |
| gamma-Undecalacton |
297 |
4,140 |
| Vetiverlyacetat |
285 |
4,882 |
| Yara-yara |
274 |
3,235 |
| FP steht für den Schmelzpunkt; diese Bestandteile haben einen Siedepunkt von höher
als 250°C. |
[0051] Diese Tabelle gibt eine hinreichende Anzahl nicht einschränkender Beispiele für Riechstoffe,
welche im Rahmen dieser Erfindung bevorzugt einsetzbar sind. Die Parfümöle der erfindungsgemäßen
Waschmittel enthalten vorzugsweise mindestens 3 unterschiedliche Riechstoffe, stärker
bevorzugt mindestens 4 unterschiedliche Riechstoffe, und noch weiter bevorzugt mindestens
5 unterschiedliche Riechstoffe.
[0052] Zusätzlich zu den Tensiden und dem Parfümöl kann das Waschmittel weitere Inhaltsstoffe
enthalten, die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften des Waschmittels
weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthält das Wasch- oder Reinigungsmittel
vorzugsweise zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe,
Bleichmittel, Bleichkatalysatoren, Bleichaktivatoren, Enzyme, Elektrolyte, nichtwässrigen
Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope,
Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer,
Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide,
Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Antistatika,
Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel,
weichmachenden Komponenten sowie UV-Absorber.
[0053] Als Gerüststoffe, die in dem Waschmittel enthalten sein können, sind beispielsweise
Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Phosphate oder Carbonate zu nennen.
[0054] Aus Gründen der Ästhetik werden allerdings bevorzugt lösliche, organische Gerüststoffe
in den flüssigen Waschmitteln eingesetzt.
[0055] Organische Gerüststoffe, welche in dem Waschmittel vorhanden sein können, sind beispielsweise
die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA),
Methylglycindiessigsäure (MGDA) und deren Abkömmlinge sowie Mischungen aus diesen.
Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure,
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen.
[0056] Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer
Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen
somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Werts von Waschmitteln.
Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure,
Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.
[0057] Als Gerüststoffe sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure.
[0058] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten.
[0059] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der
Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder
als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zuckerderivate
enthalten.
[0060] Citronensäure, beziehungsweise deren Salze, werden bevorzugt als lösliche, organische
Gerüststoffe in den flüssigen Waschmitteln eingesetzt.
[0061] Das flüssige Waschmittel kann auch ein Enzym oder eine Mischung aus Enzymen enthalten.
Geeignet sind insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen,
(Poly)-Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw.
andere Glykosylhydrolasen, Hemicellulase, Cutinasen, β-Glucanasen, Oxidasen, Peroxidasen,
Mannanasen, Perhydrolasen, Oxireduktasen und/oder Laccasen. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung werden bevorzugt Proteasen, Amylasen, Lipasen, Cellulasen, Mannanasen, Laccasen,
Tannanasen und Esterasen/Polyesterasen sowie Mischungen aus zwei oder mehr dieser
Enzyme eingesetzt.
[0062] Die Menge an Enzym bzw. an den Enzymen beträgt bezogen auf das gesamte Mittel 0,01
bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,12 bis etwa 3 Gew.-%. Die Enzyme werden bevorzugt als
Enzymflüssiformulierung(en) eingesetzt.
[0063] Zur Stabilisierung der Enzyme können die erfindungsgemäßen Waschmittel Stabilisierungsmittel
wie Borsäure bzw. Borate, Borsäure-Derivate oder Aminoalkohole enthalten.
[0064] Als Elektrolyte aus der Gruppe der anorganischen Salze kann eine breite Anzahl der
verschiedensten Salze eingesetzt werden. Bevorzugte Kationen sind die Alkali- und
Erdalkalimetalle, bevorzugte Anionen sind die Halogenide und Sulfate. Der Anteil an
Elektrolyten in dem Waschmittel beträgt üblicherweise 0,1 bis 5 Gew.-%.
[0065] Nichtwässrige Lösungsmittel, die dem Waschmittel eingesetzt werden können, stammen
beispielsweise aus der Gruppe der ein- oder mehrwertigen Alkohole, Alkanolamine oder
Glycolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind.
Es können Lösungsmittel eingesetzt werden, die aus Ethanol, n- oder i-Propanol, Butanolen,
Glycol, Propan- oder Butandiol, Glycerin, Diglycol, Propyl- oder Butyldiglycol, Hexylenglycol,
Ethylenglycolmethylether, Ethylenglycolethylether, Ethylenglycolpropylether, Ethylenglycolmono-n-butylether,
Diethylenglycolmethylether, Diethylenglycolethylether, Propylenglycolmethyl-, -ethyl-
oder - propylether, Dipropylenglycolmonomethyl- oder -ethylether, Di-isopropylenglycolmonomethyl-
oder - ethylether, Methoxy-, Ethoxy- oder Butoxytriglycol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol,
3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glycol-t-butylether, Di-n-octylether sowie Mischungen
dieser Lösungsmittel ausgewählt sind. Nichtwässrige Lösungsmittel können in dem Waschmittel
in Mengen zwischen 0,5 und 25 Gew.-%, bevorzugt aber unter 20 Gew.-% und insbesondere
unterhalb von 15 Gew.-% eingesetzt werden.
[0066] Es ist allerdings bevorzugt, dass das Waschmittel bestimmte Mengen an einem Polyol
als nicht-wässriges Lösungsmittel enthält. Es ist bevorzugt, dass das Waschmittel
2 bis 10 Gew.-% eines Polyols enthält. Das Polyol kann Glycerin, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol,
Ethylenglycol, Diethylenglycol und/oder Dipropylenglycol umfassen. Insbesondere bevorzugt
enthält das Waschmittel Glycerin.
[0067] Um den pH-Wert des Waschmittels in den gewünschten Bereich zu bringen, kann der Einsatz
von pH-Stellmitteln angezeigt sein. Einsetzbar sind hier sämtliche bekannten Säuren
bzw. Laugen, sofern sich ihr Einsatz nicht aus anwendungstechnischen oder ökologischen
Gründen bzw. aus Gründen des Verbraucherschutzes verbietet. Der pH-Wert des Waschmittels
liegt bevorzugt zwischen 4 und 10, bevorzugt zwischen 6,5 und 9 und am meisten bevorzugt
zwischen 7 und 8,8.
[0068] Die flüssigen Waschmittel weisen bevorzugt Viskositäten im Bereich von 200 bis 5000
mPas auf, wobei Werte zwischen 300 und 2000 mPas und insbesondere 400 und 1000 mPas
besonders bevorzugt sind. Die Bestimmung der Viskosität erfolgte mit einem Brookfield-Viskosimeter
LVT-II bei 20 U/min und 20°C, Spindel 3.
[0069] Um den ästhetischen Eindruck des Waschmittels zu verbessern, können sie mit geeigneten
Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei
Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber
den übrigen Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reinigungsmittel und gegen Licht sowie
keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
[0070] Als Schauminhibitoren, die in den Waschmitteln eingesetzt werden können, kommen beispielsweise
Seifen, Paraffine oder Silikonverbindungen, insbesondere Silikonöle, in Betracht,
die gegebenenfalls als Emulsionen vorliegen.
[0071] Geeignete Soil-Release-Polymere, die auch als "Antiredepositionsmittel" bezeichnet
werden, sind beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose
sowie die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder
Polyethylen- und/oder Polypropylenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch
modifizierten Derivaten von diesen. Geeignete Derivate umfassen die sulfonierten Derivate
der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere.
[0072] Optische Aufheller (so genannte "Weißtöner") können den Waschmitteln zugesetzt werden,
um Vergrauungen und Vergilbungen der behandelten textilen Flächengebilde zu beseitigen.
Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise aus den Substanzklassen der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren
(Flavonsäuren), 4,4'-Distyryl-biphenylen, Methylumbelliferone, Cumarine, Dihydrochinolinone,
1,3-Diarylpyrazoline, Naphthalsäureimide, Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme
sowie der durch Heterocyclen substituierten Pyrenderivate. Die optischen Aufheller
werden üblicherweise in Mengen zwischen 0% und 0,3 Gew.-%, bezogen auf das fertige
Waschmittel, eingesetzt.
[0073] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Bevorzugt werden dazu Celluloseether wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmenge an Waschmittel, eingesetzt.
[0074] Um während des Waschens von gefärbten Textilien die Farbstoffablösung und/oder die
Farbstoffübertragung auf andere Textilien wirksam zu unterdrücken, kann das Waschmittel
einen Farbübertragungsinhibitor enthalten. Es ist bevorzugt, dass der Farbübertragungsinhibitor
ein Polymer oder Copolymer von cyclischen Aminen wie beispielsweise Vinylpyrrolidon
und/oder Vinylimidazol ist. Als Farbübertragungsinhibitor geeignete Polymere umfassen
Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylimidazol (PVI), Copolymere von Vinylpyrrolidon
und Vinylimidazol (PVP/PVI), Polyvinylpyridin-N-oxid, Poly-N-carboxymethyl-4-vinylpyridiumchlorid
sowie Mischungen daraus. Besonders bevorzugt werden Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylimidazol
(PVI) oder Copolymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol (PVP/PVI) als Farbübertragungsinhibitor
eingesetzt. Polyvinylpyrrolidone (PVP) sind beispielsweise kommerziell von ISP Chemicals
als PVP K 15, PVP K 30, PVP K 60 oder PVP K 90 oder von der BASF als Sokalan® HP 50
oder Sokalan® HP 53 erhältlich. PVP/PVI-Copolymere sind beispielsweise kommerziell
von der BASF unter der Bezeichnung Sokalan® HP 56 erhältlich.
[0075] Die Menge an Farbübertragungsinhibitor bezogen auf die Gesamtmenge des Waschmittels
liegt bevorzugt von 0,01 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 bis 1 Gew.-% und mehr
bevorzugt von 0,1 bis 0,5 Gew.-%.
[0076] Alternativ können aber auch enzymatische Systeme, umfassend eine Peroxidase und Wasserstoffperoxid
beziehungsweise eine in Wasser Wasserstoffperoxid-liefernde Substanz als Farbübertragungsinhibitor
eingesetzt werden. Der Zusatz einer Mediatorverbindung für die Peroxidase, zum Beispiel
eines Acetosyringons, eines Phenolderivats oder eines Phenotiazins oder Phenoxazins,
ist in diesem Fall bevorzugt, wobei auch zusätzlich die oben genannten polymeren Farbübertragungsinhibitoren
eingesetzt werden können.
[0077] Die erfindungsgemäßen Waschmittel können Konservierungsmittel enthalten, wobei vorzugsweise
nur solche eingesetzt werden, die kein oder nur ein geringes hautsensibilisierendes
Potential besitzen. Beispiele sind Sorbinsäure und seine Salze, Benzoesäure und seine
Salze, Salicylsäure und seine Salze, Phenoxyethanol, Ameisensäure und seine Salze,
3-Iodo-2-propynylbutylcarbamat, Natrium N-(hydroxymethyl)glycinat, Biphenyl-2-ol sowie
Mischungen davon. Weitere geeignete Konservierungsmittel stellen Isothiazolone, Mischungen
von Isothiazolonen und Mischungen von Isothiazolonen mit anderen Verbindungen, beispielsweise
Tetramethylolglycoluril, dar.
[0078] Um die durch Schwermetalle katalysierte Zersetzung bestimmter Waschmittel-Inhaltsstoffe
zu vermeiden, können Stoffe eingesetzt werden, die Schwermetalle komplexieren. Geeignete
Schwermetallkomplexbildner sind beispielsweise die Alkalisalze der Ethylendiamintetraessigsäure
(EDTA) oder der Nitrilotriessigsäure (NTA), Methylglycindiessigsäure-Trinatriumsalz
(MGDA) sowie Alkalimetallsalze von anionischen Polyelektrolyten wie Polymaleaten und
Polysulfonaten.
[0079] Eine bevorzugte Klasse von Komplexbildnern sind die Phosphonate, die in dem Waschmittel
in Mengen von 0,01 bis 2,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 2 Gew.-% und insbesondere
von 0,03 bis 1,5 Gew.-% enthalten sind. Zu diesen bevorzugten Verbindungen zählen
insbesondere Organophosphonate wie beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure) (ATMP), Diethylentriamin-penta(methylenphosphonsäure)
(DTPMP bzw. DETPMP) sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBS-AM), die zumeist
in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze eingesetzt werden. Alternative Komplexbildner,
die in dem Waschmittel eingesetzt werden können sind Iminodisuccinate (IDS) oder Ethylendiamin-N,N'-disuccinat
(EDDS).
[0080] Die erfindungsgemäßen Waschmittel können zum Waschen von textilen Flächengebilden
verwendet werden.
[0081] Die Herstellung des Waschmittels erfolgt mittels üblicher und bekannter Methoden
und Verfahren. So können beispielsweise die Bestandteile der Waschmittel einfach in
Rührkesseln vermischt werden, wobei Wasser, die sauren Komponenten, falls jeweils
vorhanden, wie beispielsweise die Alkylbenzolsulfonate, Citronensäure, Borsäure, Phosphonsäure,
die Fettalkoholethersulfate, usw., und die nichtionischen Tenside zweckmäßigerweise
vorgelegt werden. Die nicht-wässrigen Lösungsmittel, falls vorhanden, werden vorzugsweise
auch zu diesem Zeitpunkt zugegeben, die Zugabe kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt
erfolgen. Anschließend wird, falls vorhanden, die Fettsäure zugegeben und es erfolgt
die Verseifung des Fettsäureanteils bei 50 bis 60 °C. Dann werden die weiteren Bestandteile
vorzugsweise portionsweise, hinzugefügt. Entscheidend ist allerdings, dass die zugesetzte
Aktivstoffmenge an nichtionischen Tensiden mindestens gleich der zugesetzten Aktivstoffmenge
der anionischen Tenside ist und dass die Menge an Parfümöl, die zugesetzt wird, zwischen
0,5 und 1,5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, liegt.
[0082] In der folgenden Tabelle 2 sind die Zusammensetzungen von drei Vergleichsrezepturen
V1 und V2 sowie die Zusammensetzungen von drei erfindungsgemäßen Waschmittels E1 -
E4 gezeigt (alle Mengen sind in Gew.-% Aktivstoff, bezogen auf das Mittel, angegeben):
Tabelle 2: Zusammensetzung der Waschmittel V1 und V2 und E1 bis E4 (Angabe in Gew.-%)
| |
V1 |
V2 |
E1 |
E2 |
E3 |
E4 |
| C12-13-Fettalkohol mit 7 EO |
5,2 |
5,5 |
6,4 |
6,4 |
6,8 |
7,2 |
| Lineares C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) |
6,85 |
6,42 |
6,42 |
5,35 |
4,82 |
4,28 |
| C12-18-Fettsäure (Na-Salz) |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
| Citronensäure (Na-Salz) |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Phosphonsäure |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Borsäure (Na-Salz) |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Polyacrylat-Verdicker |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Optischer Aufheller |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
| Glycerin |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Ethanol |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Silikon-Entschäumer |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
| Enzyme (Protease & Amylase) |
0,6 |
0,6 |
0,6 |
0,6 |
0,6 |
0,6 |
| Parfum A |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
| Farbstoff, Konservierungsmittel |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
| Verhältnis Niotensid zu Aniontensid |
0,58: 1 |
0,65: 1 |
0,76: 1 |
0,87: 1 |
1 : 1 |
1,15: 1 |
[0083] Die erhaltenen Waschmittel V1 - V2 und E1 - E4 wurden Lagertests, die unterschiedliche
klimatische Bedingungen simulieren, unterworfen.
Tabelle 3: Visuelle Beurteilung der Waschmittel V1 - V3 und E1 - E4 nach Lagerung
bei verschieden klimatischen Bedingungen.
| |
Woche |
V1 |
V2 |
E1 |
E2 |
E3 |
E4 |
| 24 °C bis 40 °C |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 24 °C bis 40 °C Beurteilung: RT |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 10 °C bis 30 °C |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 10 °C bis 30 °C Beurteilung: RT |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 0 °C bis 10 °C |
2 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 0 °C bis 10 °C Beurteilung: RT |
2 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
OK |
OK |
| OK: Ohne Befund |
| AKZEPTABEL: Mittel weist leichte Inhomogenitäten auf, ist aber akzeptabel |
| INSTABIL: Mittel ist nicht akzeptabel (starke Eintrübung, Aufrahmungen oder Phasentrennung) |
| RT: Raumtemperatur; entspricht 20 °C. |
[0084] Die Lagerung der erfindungsgemäßen Waschmittel erfolgte bei den angegebenen Temperaturen,
wobei die Temperaturen jeweils in einem definierten Zyklus innerhalb des angegebenen
Temperaturbereichs schwankten. Die Beurteilung erfolgte entweder bei Raumtemperatur
oder bei der untersten Temperatur eines Temperaturbereichs.
[0085] Aus den Stabilitätstests wird deutlich, dass bei Einstellung des erfindungsgemäßen
Verhältnisses von nichtionischen Tensiden zu anionischen Tensiden von mindestens 0,75
: 1 niedrigkonzentrierte (der Gesamttensidgehalt beträgt zwischen 13,87 Gew.-% in
Beispiel E1 und13,46 Gew.-% in Beispiel E4) Waschmitteln erhalten werden, die bei
den verschiedensten klimatischen Bedingungen stabil sind. Zusätzlich wird deutlich,
dass die erfindungsgemäßen Waschmittel in der Lage sind, das Parfümöl bei einem geringeren
Gesamttensidgehalt lagerstabil und homogen zu dispergieren.
[0086] In der folgenden Tabelle 4 sind die Zusammensetzungen von zwei Vergleichsrezepturen
V3 und V4 sowie zwei erfindungsgemäße Rezepturen E5 und E6 gezeigt (alle Mengen sind
in Gew.-% Aktivstoff, bezogen auf das Mittel, angegeben):
Tabelle 4: Zusammensetzung der Waschmittel V3 und V4 sowie E5 und E6 (Angabe in Gew.-%)
| |
V3 |
V4 |
E5 |
E6 |
| C12-18-Fettalkohol mit 7 EO |
5,2 |
5,2 |
6,4 |
6,4 |
| Lin. C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) |
6,85 |
6,85 |
5,35 |
5,35 |
| C12-18-Fettsäure (Na-Salz) |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
| Citronensäure (Na-Salz) |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| Phosphonsäure |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Borsäure (Na-Salz) |
1,06 |
1,06 |
1,06 |
1,06 |
| Polyacrylat-Verdicker |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Optischer Aufheller |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
| Glycerin |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Ethanol |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Silikon-Entschäumer |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
| Enzyme (Protease & Amylase) |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Parfüm B |
0,8 |
1,0 |
0,8 |
1,0 |
| Farbstoff, Konservierungsmittel |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
| Verhältnis Niotensid zu Aniontensid |
0,59: 1 |
0,59 : 1 |
0,87: 1 |
0,87: 1 |
Tabelle 5: Visuelle Beurteilung der Waschmittel V3 und V4 sowie E5 und E6 nach Lagerung
bei verschieden klimatischen Bedingungen.
| |
Woche |
V3 |
V4 |
E5 |
E6 |
| 24 °C bis 40 °C |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 24 °C bis 40 °C Beurteilung: RT |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 10 °C bis 30 °C |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 10 °C bis 30 °C Beurteilung: RT |
2 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 4 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 8 |
OK |
OK |
OK |
OK |
| 0 °C bis 10 °C |
2 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
| |
4 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
| 8 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
| 0 °C bis 10 °C Beurteilung: RT |
2 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
| 4 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
| 8 |
INSTABIL |
INSTABIL |
OK |
OK |
[0087] Aus den Stabilitätstests wird deutlich, dass bei Einstellung des erfindungsgemäßen
Verhältnisses von nichtionischen Tensiden zu anionischen Tensiden von mindestens 0,75
: 1 niedrigkonzentrierte (der Gesamttensidgehalt beträgt 13,73 Gew.-% in den Beispielen
E5 und E6) Waschmitteln mit hohen Parfümölgehalten erhalten werden, die bei den verschiedensten
klimatischen Bedingungen lagerstabil sind.
[0088] In der folgenden Tabelle 6 sind die Zusammensetzungen von drei erfindungsgemäßen
Rezepturen E7 bis E9 gezeigt (alle Mengen sind in Gew.-% Aktivstoff, bezogen auf das
Mittel, angegeben):
Tabelle 6: Zusammensetzung der Waschmittel E7 bis E9 (Angabe in Gew.-%)
| |
E7 |
E8 |
E9 |
| C12-18-Fettalkohol mit 7 EO |
6,4 |
6,4 |
6,4 |
| Lin. C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) |
5,35 |
5,35 |
5,35 |
| C12-18-Fettsäure (Na-Salz) |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
| Citronensäure (Na-Salz) |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| Phosphonsäure |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Borsäure (Na-Salz) |
1,06 |
1,06 |
1,06 |
| Polyacrylat-Verdicker |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Optischer Aufheller |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
| Glycerin |
3 |
3 |
3 |
| Ethanol |
1 |
1 |
1 |
| Silikon-Entschäumer |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
| Enzyme (Protease & Amylase) |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Parfüm C |
0,78 |
1,0 |
1,2 |
| Farbstoff, Konservierungsmittel |
+ |
+ |
+ |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
| Verhältnis Niotensid zu Aniontensid |
0,87: 1 |
0,87: 1 |
0,87: 1 |
[0089] Alle drei Zusammensetzungen waren bei den oben angegebenen sechs verschiedenen Lager-
und Bestimmungsbedingungen 8 Wochen lang ohne Befund ("OK").
[0090] Die im Rahmen dieser Erfindung eingesetzten Parfümöle A bis C enthalten jeweils mindestens
15 Gew.-% Riechstoffe mit einem Siedepunkt über 250 °C und einem logP-Wert bzw. ClogP-Wert
von ≥ 3,0. Der Gehalt an diesen Riechstoffen in den jeweiligen Parfümölen A bis C
steigt in der folgenden Reihenfolge an: Parfümöl A < Parfümöl B < Parfümöl C.
[0091] Bei Waschversuchen mit Waschmitteln, enthaltend eine Tensidmischung aus nichtionischen
und anionischen Tensiden, wobei das Verhältnis der nichtionischen Tenside zu den anionischen
Tensiden mindestens 0,75 : 1 beträgt, hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn
die Waschmittel mehr als 3,2 Gew.-% eines Alkylbenzolsulfonats enthält.
Tabelle 7: Zusammensetzung der Waschmittel E10, E11 und V12 (Angabe in Gew.-%)
| |
E10 |
E11 |
V12 |
| C12-18-Fettalkohol mit 7 EO |
6,4 |
7,2 |
8,0 |
| Lin. C10-C13-Alkylbenzolsulfonat (Na-Salz) |
5,35 |
4,28 |
3,20 |
| C12-18-Fettsäure (Na-Salz) |
1,98 |
1,98 |
1,98 |
| Citronensäure (Na-Salz) |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| Phosphonsäure |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Borsäure (Na-Salz) |
1,06 |
1,06 |
1,06 |
| Polyacrylat-Verdicker |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Optischer Aufheller |
0,08 |
0,08 |
0,08 |
| Glycerin |
3 |
3 |
3 |
| Ethanol |
1 |
1 |
1 |
| Silikon-Entschäumer |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
| Enzyme (Protease & Amylase) |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Parfüm C |
0,78 |
1,0 |
1,2 |
| Farbstoff, Konservierungsmittel |
+ |
+ |
+ |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
| Verhältnis Niotensid zu Aniontensid |
0,87: 1 |
1,15 : 1 |
1,54: 1 |
[0092] Alle drei Zusammensetzungen waren bei den oben angegebenen sechs verschiedenen Lager-
und Bestimmungsbedingungen 8 Wochen lang ohne Befund ("OK").
[0093] Jedoch zeigte das Waschmittel V12 eine schlechtere Reinigungsleistung an Fett-haltigen
Verfleckungen:
Tabelle 8: Vergleich der Reinigungsleistung des Waschmittels V12 mit den Waschmitteln
E10 und E11.
| Verfleckung |
Im Vergleich zu E10 |
Im Vergleich zu E11 |
| Lippenstift |
- 4,1 % |
- 5,4 % |
| Make Up |
- 12,7 % |
- 8,1 % |
| Motorenöl |
- 2,1 % |
- 0,9 % |
| Make Up |
-12,7% |
-8,1 % |
| Motorenöl |
- 2,1 % |
-0,9% |