[0001] Die Erfindung betrifft einen hochfesten niedriglegierten Stahl für nahtlose Stahlrohre
mit hervorragender Schweißbarkeit und Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion gemäß
Patentanspruch 1.
[0002] Nahtlose Rohre aus hochfesten Stählen werden z. B. für Leitungsrohre zum Transport
von Öl oder Gas verwendet, die sowohl onshore wie auch offshore verlegt werden.
[0003] In den vergangenen Jahren haben die Rohrhersteller starke Anstrengungen unternommen,
um die gestiegenen Anforderungen einerseits bezüglich Materialeinsparung, z. B. durch
Verringerung der Wanddicke bei gleichen Materialanforderungen und andererseits die
Forderung zur Auslegung von Rohrleitungen auf höhere Betriebsdrücke beim Gastransport
zu bewältigen.
[0004] Legierungen, die üblicherweise für nahtlose Leitungsrohre verwendet werden, sind
für Stahlgüten bis 80 ksi (X80) in Standards, wie zum Beispiel der API 5L, der DNV-OS-F101
und der EN 10208 definiert. Für hochfeste Güten oberhalb von 80 ksi werden in diesen
Standards keine Angaben hinsichtlich der Grenzwerte für die Legierungselemente gemacht.Bei
der Entwicklung höherfester Güten ist zu berücksichtigen, dass die daraus hergestellten
Stahlrohre schweißbar sind und über gute Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften
verfügen müssen.
[0005] Während bislang standardmäßig für Rohrleitungen Stahlgüten bis X80 (R
p0.2: min 551 MPa, R
m: min 620 MPa gemäß API 5L verwandt wurden, besteht jetzt zunehmender Bedarf für
hochfeste Stähle der Festigkeitsklasse bis 100 ksi (X100) (Rp
0.2: min. 690 MPa, R
m: min. 760 MPa).
[0006] Werden diese Stähle für Rohrleitungen für den Öl- und Gastransport verwendet, bestehen
jedoch hohe Anforderungen bezüglich ihrer Schweißbarkeit (z. B. Rohrverbindungsschweißung),
ihrer Zähigkeit bei tiefen Temperaturen bis -40°C und einer Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion,
insbesondere für Gasrohrleitungen, die H2S belastetes Gas (Sauergas) transportieren.
[0007] Für geschweißte, nach dem UOE- Verfahren hergestellte Stahlrohre, sind Stahlgüten
bis 100 ksi (X 100) oder sogar 120 ksi (X120) allgemein bekannt.
[0008] Bei diesen Stählen werden die geforderten Eigenschaften nicht über verstärkten Legierungseinsatz,
sondern durch Kombination eines möglichst niedrigen Legierungsgehaltes mit thermomechanischem
Walzen des zu einem Rohr umzuformenden Bleches erreicht.
[0009] Für die Herstellung warmgewalzter nahtloser Rohre ist dieses Konzept jedoch nur bedingt
oder gar nicht anwendbar, da die spezifische Temperaturführung bei der Warmfertigung
nahtloser Rohren nicht die erforderliche Absenkung der Umformtemperatur für die Anwendung
bekannter Konzepte für thermomechanische Behandlungen erlaubt.
[0010] Für warmgewalzte nahtlose Rohre ist es deshalb erforderlich, die geforderten Eigenschaften
insbesondere über ein angepasstes Legierungskonzept und über eine gezielte Einstellung
eines anforderungsgerechten feinkörnigen Gefüges durch eine nachträgliche Vergütungsbehandlung
zu erreichen.
[0011] Die geforderte Steigerung der Festigkeit bei ausreichender Zähigkeit von warmgefertigten
nahtlosen Rohren für die beschriebenen Anwendungsbereiche erfordert die Entwicklung
neuer Legierungskonzepte. Speziell im Streckgrenzenbereich ab 500 MPa ist es mit den
bekannten Legierungskonzepten schwierig, ausreichende Zähigkeiten und eine ausreichende
Sauergasbeständigkeit bei gleichzeitiger guter Schweißbarkeit zu erreichen.
[0012] Der die Festigkeit steigernde Mechanismus, der gleichzeitig zu einer Steigerung der
Zähigkeit führt, ist bekanntermaßen die Verringerung der Korngröße. Diese kann u.
a. durch Zulegieren von Nickel und Molybdän und der damit verbundenen Verringerung
der Umwandlungstemperatur erzielt werden.
[0013] Molybdän verbessert zusätzlich die Anlassbeständigkeit bei höheren Anlasstemperaturen
und die Durchhärtbarkeit. Die Zugabe von Nickel verschlechtert allerdings ab einem
bestimmten Legierungsgehalt die Oberflächenqualität der warmgewalzten Rohre deutlich.
[0014] Eine Festigkeitssteigerung durch eine deutliche Erhöhung des Kohlenstoffgehalts führt
zu einer Verschlechterung der Zähigkeit und zu einer starken Erhöhung des Kohlenstoffäquivalents.
[0015] Aus diesem Grund muss eine solche Legierungszugabe von zähigkeitssteigernden Maßnahmen
flankiert werden. Das Kohlenstoffäquivalent erweist sich häufig als eine Herausforderung,
welche die Analysenwahl zum Teil stark einschränkt.
[0016] Zur Steigerung der Festigkeit werden zusätzlich Mikrolegierungselemente wie Titan,
Niob und Vanadium eingesetzt. Titan scheidet sich bei hohen Temperaturen teilweise
bereits in der flüssigen Phase als recht grobes Titannitrid aus. Niob bildet bei niedrigeren
Temperaturen Niobkarbonitrid-Ausscheidungen. Mit weiter abnehmender Temperatur reichert
sich zusätzlich Vanadin in Karbonitriden an, d. h. es ist mit der Ausscheidung von
VC-Teilchen zu rechnen.
[0017] Zu grobe Ausscheidungen dieser Mikrolegierungselemente wirken sich negativ auf die
Zähigkeitseigenschaften und die Sauergasbeständigkeit aus. Daher darf der Gehalt dieser
Legierungselemente nicht zu hoch sein. Des Weiteren müssen die Gehalte an Kohlenstoff
und Stickstoff, die für die Bildung der Ausscheidungen erforderlich sind, berücksichtigt
werden.
[0018] Ein hochfester niedriglegierter Stahl für warmgewalzte nahtlose Stahlrohre, der die
Anforderungen eines X100 nach API 5L für geschweißte Rohre erfüllt, ist aus der
WO 2007/017161 A1 bekannt. Diese bekannte Stahllegierung weist ein Legierungskonzept mit C: 0.03 -
0,13%, Mn: 0,90 - 1,80%, Si ≤ 0,40 %, P ≤ 0,020%, S ≤ 0,005%, Ni: 0,10 - 1,00%, Cr:
0,20- 1,20%, Mo: 0,15-0,80%, Ca ≤ 0,040%, V ≤ 0,10%, Nb ≤ 0,040 %, Ti ≤ 0,020%, N
≤ 0,011% und ein aus Bainit und Martensit bestehendes Mischgefüge auf.
[0019] Dieser bekannte Stahl weist nach einer Vergütungsbehandlung zwar die für einen X100
(100 ksi) geforderten mechanischen Eigenschaften und Schweißbarkeit auf, über die
Verwendung als Gasleitungsrohr für mit H
2S belastetem Gas (Sauergas) im Hinblick auf eine mögliche Spannungsrisskorrosion,
wird jedoch keine Aussage getroffen. Die sich bei dem bekannten Stahl möglicherweise
bildenden Chromcarbide können jedoch die Sauergasbeständigkeit negativ beeinflussen.
[0020] Weiterhin sind die Ni-Gehalte mit bis zu 1% bei dem bekannten Stahl sehr hoch, was
sich in der Bildung von Klebzunder auf der Oberfläche beim Warmwalzen der Rohre, z.
B. beim Warmpilgern, Rohrkontiverfahren, etc., auswirken kann und die Oberflächenqualität
der Rohre stark beeinträchtigen und eine aufwändige zerspanende Nacharbeit der Oberfläche
erforderlich machen würde.
EP 1681364 A,
JP 1139740 A,
JP 6172855 A and
WO 2004/031420 A beschreiben andere Stahllegierungen, die für Anwendungen als Rohr auch geeignet sind.
[0021] Die Anforderungen an Leitungsrohre für die vorgenannten Anwendungsbereiche lassen
sich wie folgt zusammenfassen:
Streckgrenze Rp0.2 min.: 620 MPa (90 ksi) bzw. 690 MPa (100 ksi)
- Zugfestigkeit Rm min: 690 MPa (90 ksi) bzw. 760 MPa (100 ksi)
- Kerbschlagarbeit Av (längs): 90 J bei -40°C
- Gewährleistung der allgemeinen Schweißbarkeit
- niedriger, bzw. eingeschränkter Ni-Gehalt
- Korrosionsbeständigkeit auch beim Transport von H2S belastetem Gas (Sauergas)
Aufgabe der Erfindung ist es, einen kostengünstigen niedrig legierten Stahl für die
Herstellung hochfester schweißbarer nahtloser Stahlrohre anzugeben, der die genannten
Anforderungen hinsichtlich Streckgrenze, Zugfestigkeit und Kerbschlagarbeit sicher
erfüllt und darüber hinaus eine gute allgemeine Schweißbarkeit sowie eine ausreichende
Korrosionsbeständigkeit bei Sauergaseinsatz gewährleistet und nach dem Warmwalzen
eine einwandfreie Oberfläche aufweist.
[0022] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0023] Nach der Lehre der Erfindung wird für einen niedrig legierten Stahl zur Herstellung
hochfester schweißbarer warmgewalzter nahtloser Stahlrohre, eine Stahl mit folgender
chemischer Zusammensetzung vorgeschlagen:
0,080 - 0,11 % C
0,020 - 0,050 % Al
0,25 - 0,35 % Si
1,65 - 1,90 % Mn
max. 0,015 % P
max. 0,005 % S
0,45 - 0,55 % Ni
0,15- 0,20 % Cu
0,35 - 0,55 % Mo
0,04-0,06% V
0,04 - 0,05 % Nb
max. 0,006%N
[0024] Rest Eisen mit erschmelzungsbedingten Verunreinigungen, mit optionaler Zugabe von
Ti und der Maßgabe, dass die Summe der Gehalte an Ti + Nb + V einen Wert von ≥ 0,04
bis ≤ 0,15 % und das Verhältnis Cu/Ni einen Wert von <1 aufweist.
[0025] Die erfindungsgemäße Stahllegierung setzt auf der Entwicklung der Leitungsrohrstähle
nach API 5L, ISO 3183, DNV-OS-F101 und der EN 10208 auf.
[0026] Die im Zuge der vorliegenden Erfindung durchgeführten Versuche haben überraschend
gezeigt, dass im Vergleich zur bekannten Stahllegierung unter Verzicht auf die Zugabe
von Cr, die Einhaltung eines bestimmten Cu/Ni Verhältnisses die Sauergasbeständigkeit
für diese Festigkeitsstufe deutlich positiv beeinflusst ohne die mechanischen Eigenschaften
(Festigkeit und Zähigkeit) sowie die Schweißbarkeit negativ zu beeinflussen.
[0027] Neben Nickel besitzt auch Kupfer einen positiven Effekt auf die Sauergasbeständigkeit.
[0028] Kupfer allein zulegiert beeinflusst die Warmumformbarkeit negativ und schädigt die
Korngrenzen. Durch das Zulegieren von Ni mit einem zusätzlich hinsichtlich Sauergasbeständigkeit
abgestimmten Cu/Ni-Verhältnis (Cu/Ni < 1) wird dies kompensiert.
[0029] Die Kombination des erfindungsgemäßen Legierungskonzeptes als Basis und die nach
dem Warmumformprozess erforderliche Vergütung begründen die Sauergasbeständigkeit
des entwickelten nahtlosen Stahlrohres.
[0030] Die Summe der Gehalte an Titan, Niob und Vanadin ist mit einem Wert von ≥ 0,04 %
einerseits ausreichend hoch, um die geforderte Festigkeitssteigerung zu erreichen
aber mit ≤ 0,15 % auch ausreichend niedrig, um die geforderten Zähigkeitseigenschaften
und ausreichende Sauergasbeständigkeit zu gewährleisten.
[0031] Je nach Kundenanforderung lässt sich mit dem erfindungsgemäßen Legierungskonzept
vorteilhaft sowohl ein Stahl mit der Gütestufe 90 ksi (X90), als auch 100 ksi (X100)
erreichen unter Einhaltung aller für die jeweilige Gütestufe bekannten Anforderungen.
[0032] Der Ni-Gehalt ist mit max. 0,60 % ausreichend niedrig, um bei den für diese Stahlgüte
hauptsächlich angewandten Rohrherstellungsverfahren eine ausreichend gute Oberflächenqualität
zu erzeugen.
[0033] Die aus einer Betriebsschmelze mit der nachfolgend aufgeführten erfindungsgemäßen
Stahllegierung erzeugten nahtlosen Stahlrohre weisen ausgezeichnete Werte hinsichtlich
ihrer Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften auf.
0,10%C
0,30 % Si
1,68 % Mn
0,015% P
0,002 % S
0,026 % Al
0,19%Cu
0,48 % Ni
0,37 % Mo
0,047 % V
0,042 % Nb
0,003 % Ti
0,006 % N

[0034] Hieran wurden die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Werte ermittelt. Die
Werte sind die Mittelwerte aus jeweils drei Zugproben, bzw. drei Kerbschlagbiegeproben.
Die Proben wurden als Längsproben aus betrieblich erzeugten wärmebehandelten Rohren
entnommen.
| Geometrie |
Rt0,5 |
Rm |
Rt0,5/Rm |
Av |
| (AD x WD) |
|
|
|
(bei -40°C) |
| 114,3 x 7,3 mm |
809MPa |
842 MPa |
0,96 |
198 J |
| 168,3 x 12,5 mm |
804 MPa |
835 MPa |
0,96 |
221 J |
| 168,3 x 25,4 mm |
697 MPa |
768 MPa |
0,91 |
215 J |
| 193,7 x 12,0 mm |
807 MPa |
839 MPa |
0,96 |
202 J |
| 193,7 x 25,9 mm |
696 MPa |
774 MPa |
0,90 |
191 J |
| Anforderungen X 90 |
> 620 MPa |
> 690 MPa |
|
> 90 J |
| Anforderungen X 100 |
> 690 MPa |
> 760 MPa |
|
> 90 J |
| AD: Außendurchmesser, WD: Wanddicke |
1. Hochfester niedriglegierter Stahl für nahtlose Stahlrohre mit hervorragender Schweißbarkeit
und Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion mit einer Mindeststreckgrenze von 620
MPa und einer Zugfestigkeit von mindestens 690 MPa, mit folgender chemischer Zusammensetzung
(in Masse-%):
0,080 - 0,11 % C
0,020 - 0,050 %AI
0,25 - 0,35 % Si
1,65 - 1,90 % Mn
max. 0,015 % P
max. 0,005 % S
0,45 - 0,55 % Ni
0,15 - 0,20 % Cu
0,35 - 0,55 % Mo
0,04 - 0,06 % V
0,04 - 0,05 % Nb
max. 0,006 % N
Rest Eisen mit erschmelzungsbedingten Verunreinigungen, mit optionaler Zugabe von
Ti und der Maßgabe, dass die Summe der Gehalte an Ti + Nb + V einen Wert von ≥ 0,04
bis ≤ 0,15 % und das Verhältnis Cu/Ni einen Wert von < 1 aufweist.
2. Stahl nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ti- Gehalt bis zu 0,020 % beträgt.
3. Stahl nach einem der Ansprüche 1-2
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stahl eine Mindeststreckgrenze von 690 MPa und eine Zugfestigkeit von mindestens
760 MPa aufweist.
4. Hochfestes schweißbares nahtloses Stahlrohr, hergestellt durch Warmwalzen mit anschließender
Vergütung, mit hervorragender Schweißbarkeit und Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion
mit einer Mindeststreckgrenze von 620 MPa und einer Zugfestigkeit von mindestens 690
MPa, bestehend aus einem Stahl mit folgender Legierungszusammensetzung:
0,080 - 0,11 % C
0,020 - 0,050 %AI
0,25 - 0,35 % Si
1,65 - 1,90 % Mn
max. 0,015 % P
max. 0,005 % S
0,45 - 0,55 % Ni
0,15 - 0,20 % Cu
0,35 - 0,55 % Mo
0,04 - 0,06 % V
0,04 - 0,05 % Nb
max. 0,006 % N
Rest Eisen mit erschmelzungsbedingten Verunreinigungen, mit optionaler Zugabe von
Ti und der Maßgabe, dass die Summe der Gehalte an Ti + Nb + V einen Wert von < 0,15
und das Verhältnis Ni/Cu einen Wert von ≥ 1 aufweist.
5. Stahlrohr nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stahl einen Ti-Gehalt von bis zu 0,020 % aufweist.
1. A high-strength, low-alloy steel for seamless steel pipes with excellent weldability
and resistance against stress corrosion cracking and with a minimum yield strength
of 620 MPa and a tensile strength of at least 690 MPa, comprising in mass %:
0.080-0.11 % C,
0.020-0.050% Al,
0.25-0.35% Si,
1.65-1.90% Mn,
max. 0.015% P,
max. 0.005% S,
0,45-0.55% Ni,
0.15-0.20% Cu,
0.35-0.55% Mo,
0,04-0.06% V,
0.04-0.05% Nb,
max. 0.006% N, and
remainder iron with melt-related impurities, further comprising Ti, wherein a sum
of Ti+Nb+V concentrations has a value from ≥ 0.04% to ≤ 0.15% and a ratio Cu/Ni has
a value of < 1.
2. The steel of claim 1, wherein the Ti concentration is less than or equal to 0.02%.
3. The steel of claim 1 or 2, wherein the steel has a minimum yield strength of 690 MPa
and a tensile strength of at least 760 MPa.
4. A high-strength, weldable seamless steel pipe, produced by hot-rolling followed by
tempering, with excellent weldability and resistance against stress corrosion cracking
and with a minimum yield strength of 620 MPa and a tensile strength of at least 690
MPa, comprising a steel having the following alloy composition in mass-%:
0. 080-0.11% C,
0.020-0.050% Al,
0.25-0.35% Si,
1.65-1.90% Mn,
max. 0.015% P,
max. 0.005% S,
0.45-0.55% Ni,
0.15-0.20% Cu,
0.35-0.55% Mo,
0-04-0.06% V,
0.04-0.05% Nb,
max. 0.006% N, and
remainder iron with melt-related impurities, further comprising Ti, wherein a sum
of Ti+Nb+V concentrations has a value < 0.15 and a ratio Cu/Ni has a value of≥1.
5. The steel pipe of claim 4, wherein the steel has a titanium concentration of less
than or equal to 0.020%.
1. Acier faiblement allié, à haute résistance, pour des tubes en acier sans soudure présentant
une excellente soudabilité et une excellente résistance à la fissuration par corrosion
sous contrainte et ayant une limite conventionnelle d'élasticité minimum de 620 MPa
et une résistance à la traction d'au moins 690 MPa comprenant, en pourcentage en masse
:
entre 0,080 et 0,11 % C,
entre 0,020 et 0,050% Al,
entre 0,25 et 0,35 % Si,
entre 1,65 et 1,90 % Mn,
maxi. 0,015% P,
maxi. 0,005 % S,
entre 0,45 et 0,55 % Ni,
entre 0,15 et 0,20 % Cu,
entre 0,35 et 0,55 % Mo,
entre 0,04 et 0,06 % V,
entre 0,04 et 0,05 % Nb,
maxi. 0,006 % N, et
du fer résiduel présentant des impuretés liées à la fonte, comprenant en outre du
Ti, une somme des concentrations Ti+Nb+V ayant une valeur comprise entre ≥ 0,04 % et ≤ 0,15 % et un rapport Cu/Ni ayant
une valeur <1.
2. Acier selon la revendication 1, doté d'une concentration en Ti inférieure ou égale
à 0,02 %.
3. Acier selon la revendication 1 ou 2, l'acier ayant une limite conventionnelle d'élasticité
minimum de 690 MPa et une résistance à la traction d'au moins 760 MPa.
4. Tube en acier sans soudure, à haute résistance, produit par laminage à chaud puis
par trempe, doté d'une excellente soudabilité et d'une excellente résistance à la
fissuration par corrosion sous contrainte et ayant une limite conventionnelle d'élasticité
minimum de 620 PMa et une résistance à la traction d'au moins 690 MPa, comprenant
un acier ayant la composition d'alliage suivante, en pourcentage en masse :
entre et 0,11 % C,
entre 0,020 et 0,050 % Al,
entre 0,25 et 0,35 % Si,
entre 1,65 et 1,90 % Mn,
maxi. 0,015 % P,
maxi. 0,005 % S,
entre 0,45 et 0,55 % Ni,
entre 0,15 et 0,20 % Cu,
entre 0,35 et 0,55 % Mo,
entre 0,04 et 0,06 % V,
entre 0,04 et 0,05 % Nb,
maxi. 0,006 % N, et
du fer résiduel présentant des impuretés liées à la fonte, comprenant en outre du
Ti, dans lequel une somme des concentrations Ti+Nb+V possède une valeur < 0,15 et
un rapport Cu/Ni possède une valeur ≥ 1.
5. Tube en acier selon la revendication 4, dans lequel l'acier possède une concentration
de titane inférieure ou égale à 0,020 %.