| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 245 272 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
06.04.2016 Patentblatt 2016/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.12.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2008/010557 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2009/100748 (20.08.2009 Gazette 2009/34) |
|
| (54) |
MEHRTEILIGER BESCHAUFELTER ROTOR FÜR EINE STRÖMUNGSMASCHINE
MULTI-COMPONENT BLADED ROTOR FOR A TURBOMACHINE
ROTOR A AUBES, EN PLUSIEURS PARTIES, POUR UNE TURBOMACHINE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
13.02.2008 DE 102008008887
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Diesel & Turbo SE |
|
86153 Augsburg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- ASCHENBRUCK, Emil
47167 Duisburg (DE)
- BLASWICH, Michael
46045 Oberhausen (DE)
- KLEINEFELDT, Andreas
40880 Ratingen (DE)
- CLINE, William, F.
Latrobe
PA 15650 (US)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 359 350 GB-A- 710 119 US-A- 1 876 067
|
GB-A- 622 626 GB-A- 723 549 US-A- 5 743 713
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen mehrteiligen beschaufelten Rotor für eine Strömungsmaschine,
insbesondere eine Glas- oder Dampfturbine oder einen Axialverdichter, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, sowie eine Strömungsmaschine mit einem solchen Rotor.
[0002] Beschaufelte Rotoren, wie sie beispielsweise als Kompressorrotor im Kompressorbereich
eines Gasturbinenrotores eingesetzt werden, sind häufig mehrteilig aus einzelnen,
miteinander verbundenen Scheiben aufgebaut, wobei für jede Stufe des Verdichters eine
eigene Scheibe vorgesehen oder mehrere, je eine Stufe bildende Schaufelreihen auf
einer Scheibe, einer sogenannten Multidisk, angeordnet sein können.
Im Stand der Technik bekannt ist die
GB 723 549 A bekannt, offenbart wird ein mehrteilig beschaufelter Rotor für eine Strömungsmaschine,
bestehend aus mehreren, über eine Verzahnung drehfest miteinander verbundenen, scheibenartigen
Elementen, wobei die Verzahnung im mittleren und die Aufnahme der Schaufelfüße im
äußeren Rotorbereich erfolgt. Aufgrund der konstruktiven Trennung der Schaufelfußbefestigung
von der verzahnenden Rotorbefestigung, ist es erforderlich die Schaufelfüße über gesonderte
Befestigungselemente an den Rotor anzubringen.
Weiter ist im Stand der Technik die
GB 622 626 A bekannt, offenbart ist dort eine beschaufelte Turbinenscheibe, wobei die Schaufeln
mit der Turbinenscheibe über Zähne in Verbindung stehen. Ob und ggf. wie die Elemente
der Turbinenscheibe gemeinsam mit den Schaufeln befestigt werden ist nicht offenbart.
Mehrteilige beschaufelte Rotoren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sind beispielsweise
auch aus der
EP 1 728 973 A1 oder der OE-OS 26 43 886 bekannt,
in der die einzelnen Scheiben über Zuganker axial zusammengespannt und mittels Hirth-Verzahnungen,
die axial zwischen den Schaufelreihen ausgebildet sind, zueinander zentriert und aneinander
drehfestgelegt werden.
[0003] Eine solche Stirnverzahnung wird aus mechanischen Gründen und zur Vermeidung von
Störungen der Strömung üblicherweise auf einem Durchmesser angeordnet, der kleiner
als der Außendurchmesser des Rotors ist. Zur Herstellung einer solchen radial innen
liegenden Stirnverzahnung muss dann ein Freiraum für den Werkzeugauslauf vorgesehen
werden. Dies erhöht nachteilig den Material-Fertigungs- und Montageaufwand, da dieser
Freiraum beim Zusammenbau des Rotors mit einem entsprechenden Füllstück verschlossen
werden muss, um eine Störung der Strömung zu verhindern.
[0004] Fig. 2 zeigt hierzu im Teilquerschnitt die Trennebene 7a eines mehrteiligen Rotors
nach dem Stand der Technik, in der eine Stirnverzahnung 3a auf einem Durchmesser angeordnet
ist, der kleiner ist als der Außendurchmesser des Rotors. Zur Herstellung der Stirnzähne
ist ein Freiraum 10a für den Werkzeugauslauf vorgesehen, der mit einem Füllstück 11
verschlossen ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Rotor für eine Strömungsmaschine
zur Verfügung zu stellen, bei der die formschlüssige Befestigung der Rotorteile mit
der formschlüssigen Befestigung der Schaufelfüße funktionell zusammenwirkt.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Rotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch
dessen kennzeichnenden Merkmale weitergebildet. Anspruch 13 stellt eine Strömungsmaschine
mit einem erfindungsgemäßen Rotor, die Unteransprüche bevorzugte Weiterbildungen unter
Schutz.
[0007] Neben einstückig mit den Scheiben ausgebildeten Laufschaufeln ist es bekannt, 10
Laufschaufeln an den Scheiben lösbar zu befestigen, indem ein Schaufelfuß der entsprechenden
Laufschaufel in einer entsprechend geformte Nut in Axial- oder Umfangsrichtung des
Rotors, die hierzu bevorzugt eine oder mehrere Hinterschneidungen aufweist, in radialer
Richtung form schlüssig festgelegt wird. Fig. 2 zeigt hierzu eine Laufschaufel 8,
deren Schaufetfuß in eine Axialnut eingeführt ist, 15 sowie eine Laufschaufel 9, deren
Schaufelfuß in einer Umfangsnut gehaltert ist, In einer Einschubrichtung in die Nut
kann der Schaufelfuß durch Zwischen- oder Verschlussstücke oder angrenzende Schaufelfüße
gesichert werden, die beispielsweise verkeilt oder verschraubt werden.
[0008] Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, die Trennebene wenigstens zweier Scheiben
in eine solche Nut zu verlegen, die zur Aufnahme eines Schaufelfußes einer Laufschaufel
vorgesehen ist. Somit wird ein für den Werkzeugauslauf erforderlicher Freiraum durch
die Laufschaufelfüße der entsprechenden Stufe mit verschlossen.
[0009] Hierzu weist ein mehrteiliger beschaufelter Rotor nach der vorliegenden Erfindung
für eine Strömungsmaschine, insbesondere eine Gas- oder Dampfturbine oder einen Axialverdichter,
zwei oder mehr Scheiben auf, deren einander zugewandten Stirnseiten in einer Trennebene
drehtest miteinander verbindbar sind, wobei in dieser Trennebene eine Nut ausgebildet,
die einen oder mehrere Laufschaufelfüße aufnimmt.
[0010] Hierdurch können vorteilhaft Kosten aufgrund der Herstellung und Montage der Füllstücke
entfallen. Zugleich kann vorteilhafterweise eine Schwächung der Struktur des Rotors,
insbesondere eine Unterbrechung des Kraftflusses im Rotor, aber auch eine Störung
der Strömung durch einen zusätzlichen Freiraum neben der zur Aufnahme der Schaufelfüße
ohnehin erforderlichen Nut vermieden werden. Ein weiterer Vorteil kann darin liegen,
dass die Fertigung, insbesondere eine spanende Fertigung, und eine Kontrolle der durch
die Trennebene insoweit axial teilbar ausgebildeten Nut erleichtert wird.
[0011] Die beiden Scheiben können lösbar, insbesondere formschlüssig, drehfest miteinander
verbunden werden. Hierzu ist in einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung
in der Trennebene eine Stirnverzahnung, insbesondere eine Hirth-Verzahnung oder eine
Gleason-Verzahnung ausgebildet. Die wenigstens zwei Scheiben können dann durch einen
oder mehrere Zuganker axial miteinander verbunden werden. In einer alternativen Ausgestaltung
können die beiden Scheiben auch in der Trennebene unlösbar miteinander verbunden,
beispielsweise verschweißt werden. Seide Formen können auch miteinander kombiniert
sein, 15 indem eine Scheibe mit einer benachbarten Scheibe lösbar, insbesondere über
eine Stirnverzahnung, mit einer gegenüberliegenden benachbarten Scheibe unlösbar verbunden,
insbesondere verschweißt ist.
[0012] Als Scheibe werden vorliegend insbesondere rotationssymmetrische Abschnitte des Rotors
bezeichnet.
[0013] Nuten für Schaufelfüße können sich in axialer Richtung des Rotors erstrecken, wie
dies beispielsweise aus der
DE-OS-1 182474 bekannt ist In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn jeder Zahngrund einer Stirnverzahnung
in einer solchen axialen Nut endet, die damit den erforderlichen Werkzeugauslauf ermöglicht.
Bevorzugt ist die Nut jedoch eine im Umfangsrichtung des Rotors verlaufende Nut zur
Aufnahme mehrerer, über den Umfang verteilter Schaufelfüße. Hierzu kann die Nut einen
Tannenbaumquerschnitt aufweisen. Ein Tannenbaumquerschnitt ist im Sinne der vorliegenden
Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass er in radialer Richtung eine oder mehrere Hinterschneidungen
aufweist, die von entsprechenden Vorsprüngen des Schaufelfußes hintergriffen werden
können und diesen so in radialer Richtung 30 formschlüssig festlegen.
In einer bevorzugten Ausführung erstreckt sich eine Stirnverzahnung radial in einen
Nutgrund der Nut. Das heißt, die Stirnverzahnung ist radial innerhalb der am
Au Ben umfang ausgebildeten Nut auf einem Durchmesser angeordnet, der kleiner als
der Außendurchmesser des Rotors ist.
[0014] Vorteilhafterweise können die Schaufelfüße vor dem Verbinden der beiden Scheiben
zwischen den beiden durch die Trennebene voneinander getrennten Nuthälften angeordnet
werden , so dass sie bei verbundenen Scheiben Hinterschneidungen der dann geschlossenen
Nut hintergreifen. In diesem Fall ist keine Einführweiche in die umlaufende Nut erforderlich,
wie sie bei Nuten, die in einstückigen Scheiben ausgebildet sind, zum Einschieben
der Schaufelfüße vorgesehen sind. In einer bevorzugten Ausführung kann die Nut daher
einen im Umfangsrichtung des Rotors im wesentlichen konstanten Querschnitt aufweist.
[0015] Die Trennebene kann axial an beliebiger Stelle der Nut ausgebildet sein. Bevorzugt
verläuft sie im Wesentlichen durch den Flächenmittelpunkt eines Nutquerschnittes,
so dass sich der Schaufelfuß in beiden Scheiben etwa gleich stark abstützt. Insbesondere
kann die Nut im Wesentlichen symmetrisch zur Trennebene 15 ausgebildet sein. Dabei
wird unter Symmetrie vorliegend nicht nur eine mathematische Symmetrie verstanden,
bei der die Kontur der einen Scheibe in einem Axialschnitt der Komplementärkontur
der anderen Scheibe entspricht, sondern auch eine funktionelle Symmetrie, beispielsweise
die Ausbildung einander entsprechender Hinterschneidungen, die jedoch insbesondere
in radialer Richtung relativ zur anderen Scheibe versetzt sein können. Dies ist besonders
bei Gasturbinenkompressorrotoren von Vorteil, bei denen der Außenradius der Rotornabe
im Allgemeinen in Strömungsrichtung zunimmt, um dem zunehmend verdichteten Fluid Rechnung
zu tragen.
[0016] Auf einer oder beiden Scheiben können parallel zu der Trennebene eine oder 25 mehrere
weitere Schaufelreihe vorgesehen sein, so dass eine solche Scheibe mehrere Stufen
der Strömungsmaschine bildet. Solche weitere Schaufelreihen können ebenfalls formschlüssig
durch in weiteren Nuten gehaltene Schaufelfüße befestigbar oder integral mit der Scheibe
ausgebildet, i. e. mit dieser urgeformt oder unlösbar verbunden, beispielsweise verschweißt
oder aufgenietet sein. Auch 30 eine Kombination ist möglich, bei der eine oder beide
Scheiben sowohl in Nuten gehaltene als auch integral mit der Scheibe ausgebildete
Schaufeln aufweisen.
In einer erfindungsgemäßen Strömungsmaschine mit einem mehrteiligen beschaufelten
Rotor können zwei oder mehr Scheiben jeweils in einer Trennebene drehfest miteinander
verbunden sein, in der eine Nut zur Aufnahme eines oder mehrerer Schaufelfüße ausgebildet
ist.
[0017] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und den Ausführungsbeispielen. Hierzu zeigt, teilweise schematisiert:
- Fig. 1
- eine Gasturbine nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung im axialen Halbschnitt;
- Fig. 2
- zwei Laufschaufeln auf miteinander in einer Trennebene verbunden Scheiben eines Rotors
nach dem Stand der Technik in einem axialen Teilschnitt; und
- Fig. 3
- in Fig. 2 entsprechender Darstellung teilweise zwei in einer Trennebene verbunden
Scheiben eines Rotors nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
[0018] Fig. 1 zeigt im axialen Halbschnitt die obere Hälfte einer Gasturbine nach einer
Ausführung der vorliegenden Erfindung. Ein Kompressorrotor 1 der Gasturbine ist als
Rotor bzw. Läufer in Scheibenbauweise ausgeführt, wobei jede Scheibe 2 als sogenannte
Multidisk mehrere axial hintereinander angeordnete Reihen von über 20 den Umfang verteilten
Laufschaufeln 5 trägt, deren Schaufelfüße hierzu in entsprechende Nuten 6 in Umfangsrichtung
des Rotors 1 gehaltert sind. Die Nuten 6 verfügen über Montageöffnungen, die ein Einsetzen
der Schaufeln ermöglichen (nicht dargestellt).
[0019] Die Scheiben 2 sind zueinander mittels Hirth-Stirnverzahnungen 3 oder Gleason-Verzahnungen
positioniert und werden über Schrauben bzw. Zuganker 4 zu einem Läuferverbund verspannt.
[0020] Bei einem Rotor nach dem Stand der Technik, wie er ausschnittsweise in Fig. 2 dargestellt
ist, sind die Trennebenen in der Multidisks zwischen Nuten zweier benachbarter Schaufelreihen
8 und 9 angeordnet. Da die Hirth-Stirnverzahnung 3a auf einem Durchmesser angeordnet
ist, der kleiner als der Außendurchmesser der Kompressorscheiben ist, muss für den
Herstellungsprozess der Verzahnung 3a ein entsprechender Freiraum 10a für den Auslauf
des Werkzeugs vorgesehen werden. Dieser Freiraum 10a muss beim Zusammenbau des Läufers
mit entsprechenden Füllstücken 11 verschlossen werden, um eine durchgehende Nabenkontur
und somit einen kontinuierlichen Verlauf der inneren Wand 12 des Strömungskanals 13
der Gasturbine zu gewährleisten.
[0021] Bei einem in Fig. 3 dargestellten Rotor nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung,
wie er beispielsweise in der Gasturbine gem. Fig. 1 verwendet werden kann, ist die
Trennebene 7 benachbarter Multidisks in die Symmetrieebene einer Nut 10 zur Aufnahme
von Schaufelfüßen 14 von Laufschaufeln 5 gelegt. Die Hirth-Stirnverzahnung 3 ist radial
unterhalb dieser derart axial geteilten Nut 10 angeordnet. Diese Anordnung hat den
Vorteil, dass die Nut 10 zugleich als Freiraum für den Auslauf des Werkzeugs zur Herstellung
der Hirth-Stirnverzahnung 3 verwendet werden kann.
[0022] Die Nut 10 wird beim Zusammenbau des Rotors durch die Füße 14 der Kompressorlaufschaufeln
5 der entsprechenden Stufe verschlossen.
[0023] Diese Anordnung hat den Vorteil, dass auf das zusätzliche Füllstück 11 verzichtet
werden kann. Weiterhin wird die Fertigung und Kontrolle der Oberflächen 15 in der
axial geteilten Nut 10 erleichtert.
[0024] In einer nicht dargestellten weiteren Ausführung sind die Schaufeln der Stufen 20
zwischen den Trennebenen als Integralbauteil der Scheiben ("Bladed Disc" BLISK) ausgebildet.
Bezugszeichen liste
[0025]
- 1
- Kompressorrotor
- 2
- Scheibe
- 3,3a
- Hirth-Stirnverzahnung
- 4
- Zuganker
- 5
- Laufschaufel
- 6
- Nut
- 7, 7a
- Trennebene
- 8,9
- Schaufelreihen
- 10
- Nut
- 10a
- Freiraum
- 11
- Füllstück
- 12
- inneren Wand
- 13
- Strömungskanal
- 14
- Schaufelfuß
- 15
- Oberflächen
1. Mehrteiliger beschaufelter Rotor (1) für eine Strömungsmaschine, insbesondere eine
Gas- oder Dampfturbine oder einen Axialverdichter, mit wenigstens zwei Scheiben (2),
deren einander zugewandten Stirnseiten in einer Trennebene (7) formschlüssig sowie
drehfest miteinander verbindbar sind, dass in der Trennebene eine Nut (10) zur Aufnahme
eines Schaufelfußes (14) wenigstens einer Laufschaufel ausgebildet ist, dass in der
Trennebene eine Stirnverzahnung (3) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Stirnverzahnung (3) sowohl die formschlüssige Verbindung der Scheiben (2)
untereinander als auch der Scheiben (2) mit dem Schaufelfuß (14) wenigstens einer
Laufschaufel erfolgt.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnverzahnung (3) sich radial in einen Nutgrund der Nut (10) erstreckt,
3. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennebene im Wesentlichen durch den Flächenmittelpunkt eines Nutquerschnittes
verläuft.
4. Rotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut im Wesentlichen symmetrisch zur Trennebene ausgebildet ist.
5. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut einen Tannenbaumquerschnitt aufweist.
6. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut eine in Umfangsrichtung des Rotors verlaufende Nut zur Aufnahme mehrerer,
über den Umfang verteilter Schaufelfüße ist.
7. Rotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut einen im Umfangsrichtung des Rotors im Wesentlichen konstanten Querschnitt
aufweist.
8. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einer der beiden Scheiben parallel zu der Trennebene wenigstens eine
weitere Schaufelreihe vorgesehen ist.
9. Rotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Schaufelreihe formschlüssig durch in einer weiteren Nut gehaltene Schaufelfüße
befestigbar ist.
10. Rotor nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Schaufelreihe integral mit der Scheibe ausgebildet ist.
11. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Scheiben durch einen Zuganker (4) axial miteinander verbindbar
sind.
12. Strömungsmaschine, insbesondere Gas- oder Dampfturbine oder Axialverdichter, mit einem
mehrteiligen beschaufelten Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. A multi-part bladed rotor (1) for a fluid flow machine, in particular a gas or steam
turbine or an axial compressor, with at least two discs (2), the end faces of which
facing one another are positively and rotationally connectable in a fixed manner to
one another in a separating plane (7), that in the separating plane a groove (10)
for receiving a blade root (14) of at least one moving blade is formed, that in the
separating plane face splines (3) are formed, characterized in that both the positive interconnection of the discs (2) and also the connection of the
discs (2) to the blade root (14) of at least one moving blade takes place by way of
the face splines (3).
2. The rotor according to Claim 1, characterized in that the face splines (3) radially extend into a groove base of the groove (10).
3. The rotor according to any one of the preceding claims, characterized in that the separating plane substantially runs through the area centre point of a groove
cross section.
4. The rotor according to Claim 3, characterized in that the groove is substantially formed symmetrically with respect to the separating plane.
5. The rotor according to any one of the preceding claims, characterized in that the groove has a Christmas tree cross section.
6. The rotor according to any one of the preceding claims, characterized in that the groove is a groove running in circumferential direction of the rotor for receiving
multiple blade roots distributed over the circumference.
7. The rotor according to Claim 6, characterized in that the groove has a cross section that is substantially constant in the circumferential
direction of the rotor.
8. The rotor according to any one of the preceding claims, characterized in that on at least one of the two discs parallel to the separating plane at least one further
blade row is provided.
9. The rotor according to Claim 8, characterized in that a further blade row can be positively fastened through blade roots held in a further
groove.
10. The rotor according to Claim 8 or 9, characterized in that a further blade row is integrally formed with the disc.
11. The rotor according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least two discs can be axially connected to one another by way of a tensile
anchor (4).
12. A fluid flow machine, in particular gas or steam turbine or axial compressor, with
a multi-part bladed rotor according to any one of the preceding claims.
1. Rotor à aubes en plusieurs parties (1) pour une turbomachine, notamment une turbine
à gaz ou à vapeur ou un compacteur axial, comportant au moins deux disques (2) n dont
les côtés frontaux tournés l'un vers l'autre peuvent être reliés dabs un plan de séparation
(7) par conjonction de forme ou de manière solidaire en rotation, en ce que dans le
plan de séparation une rainure (10) pour recevoir un pied d'aube (14) d'au moins une
aube directrice est réalisée, en ce que dans le plan de séparation une denture frontale
(3) est réalisée, caractérisé en ce que par l'intermédiaire de la denture frontale (3) tant la liaison par conjonction de
forme des disques (2) l'un sous l'autre que des disques (2) avec le pied d'aube (14)
d'au moins une aube directrice a lieu.
2. Rotor selon la revendication 1, caractérisé en ce que la denture frontale (3) s'étend radialement dans un fond de rainure de la rainure
(10).
3. Rotor selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le plan de séparation s'étend essentiellement à travers le point central de surface
d'une section transversale de rainure.
4. Rotor selon la revendication 3, caractérisé en ce que la rainure est réalisée essentiellement symétriquement au plan de séparation.
5. Rotor selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rainure présente une section transversale en forme de sapin.
6. Rotor selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rainure est une rainure s'étendant dans la direction circonférentielle du - rotor
pour recevoir plusieurs pieds d'aube, répartis sur la circonférence.
7. Rotor selon la revendication 6, caractérisé en ce que la rainure présente une section transversale essentiellement constante dans la direction
circonférentielle du rotor.
8. Rotor selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur au moins un des deux disques parallèlement au plan de séparation au moins une
rangée d'aubes supplémentaire est prévue.
9. Rotor selon la revendication 8, caractérisé en ce que une rangée d'aubes supplémentaire peut être fixée par conjonction de forme par l'intermédiaire
d'un pied d'aube maintenu dans une rainure supplémentaire.
10. Rotor selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que une rangée d'aubes supplémentaire est réalisée en un seul tenant avec le disque.
11. Rotor selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que au moins au moins deux disques peuvent être reliés axialement l'un à l'autre par
l'intermédiaire d'une ancre de traction (4).
12. Turbomachine, notamment turbine à gaz ou à vapeur ou compacteur axial, comportant
un rotor à aubes en plusieurs aubes selon une des revendications précédentes.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente