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(11) |
EP 2 245 620 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.2017 Patentblatt 2017/35 |
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Anmeldetag: 02.02.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/051123 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/103610 (27.08.2009 Gazette 2009/35) |
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| (54) |
VERFAHREN UND MITTEL ZUR ENKODIERUNG VON HINTERGRUNDRAUSCHINFORMATIONEN
METHOD AND MEANS FOR ENCODING BACKGROUND NOISE INFORMATION
PROCÉDÉ ET MOYENS D'ENCODAGE D'INFORMATIONS DE BRUIT DE FOND
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.02.2008 DE 102008009718
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Unify GmbH & Co. KG |
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80807 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHANDL, Stefan
A-1130 Wien (AT)
- SETIAWAN, Panji
81739 München (DE)
- TADDEI, Herve
2273 EG Voorburg (NL)
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| (74) |
Vertreter: Fritzsche, Thomas |
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Fritzsche Patent
Naupliastraße 110 81545 München 81545 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- SOLLAUD A.: "G.729.1 RTP Payload Format update: DTX support"[Online] 8. Februar 2008
(2008-02-08), XP002526621 Gefunden im Internet: URL:http://www.ietf.org/proceedings/08mar/
IDs/draft-ietf-avt-rfc4749-dtx-update-00.t xt>
- SETIAWAN P. ET AL: "On the ITU-T G.729.1 Silence Compression Scheme" EUSIPCO-2008,
25. August 2008 (2008-08-25), - 29. August 2008 (2008-08-29) Seiten 1-5, XP002526622
Lausanne, Switzerland
- INTERNATIONAL TELECOMMUNICATION UNION ITU-T: "G.729.1 Amendment 4: New Annex C "DTX/CNG
scheme"" SERIES G: TRANSMISSION SYSTEMS AND MEDIA, DIGITAL SYSTEMS AND NETWORKS, Nr.
G.729.1, Juni 2008 (2008-06), Seiten 1-36, XP002526623
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren und Mittel zur Enkodierung von Hintergrundrauschinformationen
bei Sprachsignalkodierungsverfahren.
[0002] Für Telefongespräche ist seit den Anfängen der Telekommunikation eine Bandbreitenbeschränkung
für eine analoge Sprachübertragung vorgesehen. Die Sprachübertragung erfolgt auf einem
eingeschränkten Frequenzbereich von 300 Hz bis 3400 Hz.
[0003] Ein solcher eingeschränkter Frequenzbereich ist auch bei vielen Sprachsignalkodierungsverfahren
für die heutige digitale Telekommunikation vorgesehen. Vor einem Kodiervorgang wird
hierzu eine Bandbreitenbegrenzung des analogen Signals durchgeführt. Zur Kodierung
und zur Dekodierung kommt dabei ein Codec zum Einsatz, welcher aufgrund der beschriebenen
Bandbreitenbeschränkung im Frequenzbereich zwischen 300 Hz und 3400 Hz im Folgenden
auch als schmalbandiger Sprachcodec (Narrow Band Speech Codec) bezeichnet wird. Unter
dem Begriff Codec wird dabei sowohl die Kodiervorschrift zur digitalen Kodierung von
Audiosignalen als auch die Dekodiervorschrift zur Dekodierung von Daten mit dem Ziel
einer Rekonstruktion des Audiosignals verstanden.
[0004] Ein schmalbandiger Sprachcodec ist beispielsweise aus der ITU-T-Empfehlung G.729
bekannt. Mittels der dort beschriebenen Kodiervorschrift ist eine Übertragung eines
schmalbandigen Sprachsignals mit einer Datenrate von 8 kbit/s vorgesehen.
[0005] Weiterhin sind sogenannte breitbandige Sprachcodecs (Wide Band Speech Codec) bekannt,
welche zur Verbesserung des Höreindrucks eine Kodierung eines Audiosignals in einem
erweiterten Frequenzbereich vorsehen. Ein derart erweiterter Frequenzbereich liegt
z.B. zwischen einer Frequenz von 50 Hz und 7000 Hz. Ein breitbandiger Sprachcodec
ist beispielsweise aus der ITU-T-Empfehlung G.729.EV bekannt.
[0006] Üblicherweise sind Kodierungsverfahren für breitbandige Sprachcodecs skalierbar gestaltet.
Mit einer Skalierbarkeit ist hier gemeint, dass die übertragenen kodierten Daten verschiedene
abgegrenzte Blöcke enthalten, welche den schmalbandigen Anteil, den breitbandigen
Anteil und/oder die volle Bandbreite des kodierten Sprachsignals enthalten. Eine solche
skalierbare Gestaltung gestattet einerseits eine empfängerseitige Abwärtskompatibilität
und andererseits bietet sie eine einfache Möglichkeit, im Falle von eingeschränkten
Datenübertragungskapazitäten im Übertragungskanal eine sender- und empfängerseitige
Anpassung der Datenrate und der Größe von übertragenen Datenrahmen vorzunehmen.
[0007] Für eine Reduzierung der Datenübertragungsrate durch einen Codec ist üblicherweise
eine Komprimierung der zu übertragenden Daten vorgesehen. Eine Komprimierung wird
beispielsweise durch Kodierungsverfahren erreicht, bei denen zur Kodierung der Sprachdaten
Parameter für ein Anregungssignal und Filterparameter bestimmt werden. Die Filterparameter
sowie das Anregungssignal spezifizierende Parameter werden dann an den Empfänger übertragen.
Dort wird mithilfe des Codecs ein synthetisches Sprachsignal synthetisiert, das dem
ursprünglichen Sprachsignal hinsichtlich eines subjektiven Höreindrucks möglichst
ähnlich ist. Mit Hilfe dieses auch als »Analysis-by-Synthesis« bezeichneten Verfahrens
werden nicht die ermittelten und digitalisierten Abtastwerte (Samples) selbst übertragen,
sondern ermittelte Parameter, die eine empfängerseitige Synthese des Sprachsignals
ermöglichen.
[0008] Eine weitere Maßnahme zur Reduzierung der Datenübertragungsrate bietet ein Verfahren
zur diskontinuierlichen Übertragung (Discontinuous Transmission), welches in der Fachwelt
auch unter dem Begriff DTX geläufig ist. Dokument
US 2008/0027716 A1 offenbart eine DTX Signalisierung. Das grundsätzliche Ziel von DTX ist eine Reduzierung
der Datenübertragungsrate im Fall einer Sprechpause.
[0009] Hierzu kommt auf Seiten des Senders eine Sprechpausenerkennung (Voice Activity Detection,
VAD) zum Einsatz, welche bei Unterschreiten eines bestimmten Signalpegels auf eine
Sprechpause erkennt.
[0010] Üblicherweise wird vom Empfänger während einer Sprechpause keine völlige Stille erwartet.
Im Gegenteil würde eine völlige Stille empfängerseitig zu Irritationen oder sogar
zur Vermutung eines Verbindungsabbaus führen. Aus diesem Grund werden Verfahren zur
Erzeugung eines sogenannten Komfortrauschen (Comfort Noise) angewandt.
[0011] Bei einem Komfortrauschen handelt es sich um Rauschen, welches zur Füllung von Stillephasen
auf Seiten des Empfängers synthetisiert wird. Das Komfortrauschen dient einem subjektiven
Eindruck einer weiter bestehenden Verbindung, ohne die für die Übertragung von Sprachsignalen
vorgesehene Datenübertragungsrate zu beanspruchen. Mit anderen Worten wird zur senderseitigen
Kodierung des Rauschens ein geringerer Aufwand als zur Kodierung der Sprachdaten betrieben.
Für eine empfängerseitig noch als realistisch empfundene Synthetisierung des Komfortrauschens
werden Daten mit einer weitaus niedrigeren Datenrate übertragen. Die hierbei übertragenen
Daten werden in der Fachwelt auch als SID (Silence Insertion Description) bezeichnet.
[0012] Gegenwärtige skalierbare Kodierungsverfahren für breitbandige Sprachcodecs sehen
derzeit keine Verfahren zur diskontinuierlichen Übertragung vor.
[0013] Im Stand der Technik bestehen Probleme mit einer Anwendung des diskontinuierlichen
Übertragung (DTX) in Verbindung mit einem Komfortrauschgenerator auf Empfängerseite
(CNG Comfort Noise Generator).
[0014] Derzeit bekannte Verfahren zur diskontinuierlichen Übertragung sehen eine Übermittlung
SID-Rahmen mit aktualisierten Parametern zur Charakterisierung des Hintergrundrauschens
nur dann vor, wenn seitens des Enkoders signifikante Änderungen in der Energie des
Hintergrundrauschens während einer inaktiven Sprachperiode (Sprechpause) detektiert
werden. Dies betrifft sowohl schmalbandige (50Hz bis 4kHz) als auch breitbandige Sprachcodecs,
welche Verfahren zur diskontinuierlichen Übertragung unterstützen. Üblicherweise wird
bei der Entscheidung, einen SID-Rahmen mit aktualisierten Parametern zu übermitteln,
ein im Dekoder spezifizierter Energiegrenzwert (Energy Threshold) herangezogen. Dies
führt dazu, dass bei einer Nichtüberschreitung des definierten Energiegrenzwertes
keine SID-Rahmen gesendet werden. Seitens des Übertragungsnetzwerks zwischen Empfänger
und Sender wird jedoch ein derartiges Aussetzen des Sendens von SID-Rahmen als Ruhezustand
bzw. »Idle Channel« angesehen. Zur Gewährleistung einer Aufrechterhaltung der Verbindung
(»Connection Alive«) ist dann eventuell ein zusätzlicher Datenaustausch erforderlich,
um anzuzeigen, dass die Verbindung aufrechterhalten werden soll.
[0015] Ein bekannter zusätzlich vorgesehener Datenaustausch erfolgt derzeit in der Weise,
dass administrative Stellen im Netzwerkmanagement des Übertragungsnetzwerks den sendenden
Knoten, d.h. den sendenden Enkoder auffordern, den zuletzt übermittelten SID-Rahmen
erneut zu übermitteln, falls die verstrichene Leerlaufzeit (»Idle Period«) zum letzten
gesendeten SID-Rahmen als zu lang für die entsprechende Verbindung erachtet wird.
Für eine solche erneute Übermittlung werden Parameter des erneut gesendeten SID-Rahmens
nicht aktualisiert. Der Enkoder führt also keine zusätzlichen Aktionen aus.
[0016] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Implementierung der diskontinuierlichen
Übertragung in skalierbaren Sprachcodecs anzugeben.
[0017] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0018] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, den Enkoder eines Sprachcodecs so auszugestalten,
dass dieser nach einer zuvor ermittelten Leerlaufzeit (»Idle Period«) eine erneute
Ermittlung bzw. Berechnung von Parameter über das Hintergrundrauschen, insbesondere
der gemittelten Energie und der Autokorrelationsfunktion, vornimmt. Die besagte Ermittlung
der Hintergrundrauschparameter entspricht mit anderen Worten einer Enkodierung des
Rauschsignals. Administrative Stellen im Netzwerk informieren den Enkoder dabei über
die im Übertragungsnetzwerk eingestellte Leerlaufzeit. Der Enkoder bestimmt also die
Leerlaufzeit z.B. durch Anfrage administrativer Stellen im Übertragungsnetzwerk. Eine
solche Anfrage ist nur einmal notwendig, wenn die ermittelte Leerlaufzeit seitens
des Enkoders gespeichert wird.
[0019] Eine Einstellung eines zeitlichen Abstands für zu sendende SID-Rahmen gestattet es
administrativen Stellen im Übertragungsnetzwerk, den Enkoder zu einem Senden eines
aktualisierten Rahmens zu zwingen. Dies garantiert sowohl eine Aktualisierung zugunsten
einer besseren Rekonstruktion des Hintergrundrauschens im CNG als auch ein zuverlässigeres
Halten der Verbindung.
[0020] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass zur Entscheidung,
ob aktualisierte Hintergrundrauschparameter in Form eines aktualisierten SID-Rahmen
gesendet werden sollen, kein Vergleich der Energie des Hintergrundrauschsignals mit
einem Energiegrenzwert erforderlich ist. Das Verfahren spart somit Rechenressourcen
gegenüber den bekannten Verfahren.
[0021] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die eingestellte Zeitdauer zwischen zwei
SID-Rahmen mit den Erfordernissen des jeweiligen Übertragungsnetzwerks übereinstimmt.
[0022] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0023] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine SID-Struktur (SID Bitstream
Structure) bei der der schmalbandige Anteil der Hintergrundrauschinformation vom breitbandigen
Anteil der Hintergrundrauschinformation getrennt ist. Eine getrennte Behandlung von
schmalbandiger und breitbandiger Hintergrundrauschinformation in einem SID-Rahmen
ermöglicht eine getrennte Enkodierung des schmalbandigen und des breitbandigen Anteils
des Hintergrundrauschens und macht die Bearbeitung transparent. Diese Ausgestaltung
hat weiterhin den Vorteil, dass empfängerseitig bestimmt werden kann, ob ein Komfortrauschen
auf Basis des breitbandigen Anteils der übertragenen SID-Rahmen oder auf Basis des
schmalbandigen Anteils erfolgen soll. Dies ist von besonderem Vorteil für die empfängerseitige
akustische Rezeption in einer Situation, in der die Übertragungsrate für Sprachinformationsrahmen
derart verringert wurde, dass nur noch schmalbandige Sprachinformationen übertragen
werden. Wird nämlich, wie im derzeitigen Stand der Technik, schmalbandige Sprachinformationen
in Verbindung mit breitbandigem Rauschen synthetisiert, ist dies für den Empfänger
sehr irritierend. Die besagte Verringerung der Übertragungsrate für Sprachinformationsrahmen
kann zum Beispiel durch eine hohe Auslastung (Congestion) des Netzwerks zwischen Sender
und Empfänger verursacht sein. Die wesentlich kleineren SID-Rahmen sind von einem
solchen Netzwerkengpass nicht betroffen. Für sie besteht also weder ein Zwang zur
Reduzierung ihrer Datenübertragungsrate noch ihres Inhalts.
[0024] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zur Bestimmung der
Hintergrundrauschparameter des schmalbandigen ersten Anteils des Hintergrundrauschens
Energie und Autokorrelationsfunktion des Hintergrundrauschens ermittelt werden. Im
schmalbandigen Anteil ist eine Mittlung über einen relativ langen Zeitraum einer Sprechpause
notwendig, in der Praxis über einen Zeitraum von z.B. 100 ms. Die verwendeten Berechnungsgrößen
gemäß dieser Ausführungsform umfassen dabei die Energie (nicht die logarithmierte
Energie) und die Autokorrelationsfunktion.
[0025] Zu Beginn eines Zeitabschnitts, welcher als inaktiv bzw. als Sprechpause klassifiziert
ist, wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung eine zusätzliche
Überhangperiode (Hangover Period) eingeführt. Die neu eingeführte Überhangperiode,
im Folgenden: DTX-Überhangperiode dient im Vergleich zur bisher bekannten VAD- Überhangperiode
(Voice Activity Detection) einem weiteren bislang unbekannten Zweck. Während beide
Arten von Überhangperiode das Ziel verfolgen, mehrere Rahmen als aktive Sprachrahmen
zu kennzeichnen und damit eine falsche Klassifizierung am Ende eines Sprachsignals
zu vermeiden, hat die DTX-Überhangperiode den zusätzlichen Zweck, Informationen über
das Hintergrundrauschen zu erheben.
[0026] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der breitbandige zweite
Anteil gedämpft wird. Die Dämpfung des breitbandigen Anteils spielt eine Rolle bei
der Dämpfung des gesamten Energieanteils im breitbandigen Anteil. Diese Maßnahme ist
aufgrund der Tatsache notwendig, dass der Generator zur Erzeugung (synthetisieren)
des Komfortrauschens im Dekoder nicht in der Lage ist, dieselben Rauscheigenschaften
zu produzieren als das Originalhintergrundrauschen im Enkoder.
[0027] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass auf das gesamte Hintergrundrauschsignal,
also der Kombination aus breitbandigen und schmalbandigen Anteil, eine nachgeschaltete
Betonungsminderungsfilterung (»De-emphasis Post Filter«) angewandt wird. Das »De-Emphasis
Post Filter« führt zu einer Betonungsminderung (De-Emphasis) der Energie und der höheren
Frequenzkomponenten. Da die Mittelung in bestimmter Weise die spektrale Einhüllende
deformiert, kann diese Dämpfung in vorteilhafter Weise dazu beitragen, den störenden
Effekt eines gestörten breitbandigen Rauschens auf einen menschlichen Empfänger zu
reduzieren.
[0028] Ein Ausführungsbeispiel mit weiteren Vorteilen und Ausgestaltungen der Erfindung
wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0029] Dabei zeigt die einzige FIG eine zeitliche Darstellung eines Übergangs von einem
als Sprache klassifizierten zu einem als Hintergrundrauschen klassifizierten Eingangssignal
an einem Dekoder.
[0030] Im Folgenden wird der der Erfindung zugrundeliegende technische Hintergrund, zunächst
ohne Bezugnahme auf die Zeichnung, näher beschrieben.
[0031] Im Stand der Technik bestehen Probleme mit einer Anwendung des diskontinuierlichen
Übertragung (DTX) in Verbindung mit einem Komfortrauschgenerator auf Empfängerseite
(CNG Comfort Noise Generator). Während der DTX/CNG-Operation müssen folgende Überlegungen
berücksichtigt werden:
- 1. Seitens des CNG ist eine geeignete Erzeugung des Hintergrundrauschens bzw. Komfortrauschens
erforderlich, welche von einem Zuhörer auf Empfängerseite als realistisch aufgefasst
werden soll. Im Falle von breitbandigen Sprachcodecs, also beispielsweise Sprachcodecs
mit einer Bandbreite zwischen Frequenzen von 50 Hz und 7 kHz, wird eine Generierung
eines breitbandigen Rauschens als eine Verschlechterung angesehen. Darüber hinaus
ist der Charakter bzw. »die Farbe« des Hintergrundrauschens auf Dekoder- und Enkoderseite
nicht immer gleich, sodass gegenwärtige Lösungen, welche eine Mittelwertbildung der
Energie und der spektralen Einhüllenden vorsehen, eine Verfälschung der ursprünglichen
Hintergrundrauschinformation bewirken.
- 2. Das DTX-Verfahren übermittelt nur dann aktualisierte SID-Rahmen wenn seitens des
Enkoders signifikante Änderungen in der Energie des Hintergrundrauschens während einer
inaktiven Sprachperiode (Sprechpause) detektiert werden. Dies betrifft sowohl schmalbandige
(50Hz bis 4kHz) als auch breitbandige Sprachcodecs, welche das DTX/CNG-Verfahren unterstützen.
Üblicherweise spielt dabei ein Energiegrenzwert (Energy Threshold) eine zentrale Rolle.
Dies führt dazu, dass bei einer Nichtüberschreitung eines definierten Energiegrenzwertes
keine SID-Rahmen gesendet werden. Seitens des Übertragungsnetzwerks zwischen Empfänger
und Sender wird jedoch ein derartiges Aussetzen des Sendens von SID-Rahmen als Ruhezustand
bzw. »Idle Channel« angesehen. Zur Gewährleistung einer Aufrechterhaltung der Verbindung
(»Connection Alive«) ist dann eventuell ein zusätzlicher Datenaustausch erforderlich,
um anzuzeigen, dass die Verbindung aufrechterhalten werden soll.
[0032] Derzeit wird mit dem oben genannten Problemen wie folgt umgegangen:
Zu 1.: Die den breitbandigen Anteil betreffende Information wird in dem SID-Rahmen
enkodiert. Dabei werden die gemittelte logarithmische Energie und die gemittelte Immitance
Spectral Frequency (ISF) zur Beschreibung des breitbandigen Hintergrundrauschens herangezogen,
z.B. in den Sprachcodecs G.722.2 und AMR-WB. Es ist dabei keine getrennte Behandlung
eines unteren Teils und eines oberen Teils des breitbandigen Hintergrundrauschens
vorgesehen. Der schmalbandige Sprachcode G.729 verwendet eine gemittelte logarithmische
Energie und eine gemittelte Autokorrelationsfunktion. Die Mittelungsperiode für die
Energie und die Mittelungsperiode für die Autokorrelationsfunktion stimmen dabei nicht
überein.
Zu 2.: Administrative Stellen im Netzwerkmanagement fordern den sendenden Knoten,
d.h. den sendenden Enkoder auf, den zuletzt übermittelten SID-Rahmen erneut zu übermitteln,
falls die »Idle Period« als zu lang für die zugehörige Verbindung erachtet wird. Der
erneut gesendete SID-Rahmen und die darin enthaltene Information wird daher nicht
aktualisiert. Der Enkoder führt also keine zusätzlichen Aktionen aus.
[0033] Das erfinderische Verfahren sieht vor, den Enkoder so auszugestalten, dass dieser
nach einer bestimmten gegebenen Zeit eine erneute Berechnung der gemittelten Energie
und der Autokorrelationsfunktion vornimmt. Administrative Stellen im Netzwerk informieren
den Enkoder dabei über die benötigte Idle Time.
[0034] Im Folgenden werden weitere Ausführungsformen zur Generierung des SID-Rahmens beschrieben.
[0035] Eine SID-Struktur (SID Bitstream Structure) bei der der schmalbandige Anteil der
Hintergrundrauschinformation vom breitbandigen Anteil der Hintergrundrauschinformation
getrennt ist, wird erzeugt. Eine getrennte Behandlung von schmalbandiger und breitbandiger
Hintergrundrauschinformation in einem SID-Rahmen ermöglicht eine getrennte Enkodierung
des schmalbandigen und des breitbandigen Anteils des Hintergrundrauschens und macht
die Bearbeitung transparent.
[0036] Im schmalbandigen Anteil ist eine Mittlung über einen relativ langen Zeitraum einer
Sprechpause notwendig, in der Praxis über einen Zeitraum von z.B. 100 ms. Die verwendeten
Berechnungsgrößen umfassen dabei die Energie (nicht die logarithmierte Energie) und
die Autokorrelationsfunktion. Die Autokorrelationsfunktion wird benutzt für eine spektrale
Hüllkurvenpräsentation. Ein Gesamtverstärkungsfaktor kann dabei durch eine Kombination
aller Verstärkungs- und Mittlungsmethoden kompensiert werden. Die Werte für die Autokorrelationsfunktion
werden durch Summierung oder Mittelwertbildung jeweils normiert (Equally Weighted).
Dies betrifft alle SID-Rahmen. Eine relativ lange Mittelung (Averaging) des schmalbandigen
Anteils führt zu einer Glättung der schmalbandigen Energie und der spektralen Einhüllenden,
sodass eine plötzliche Energieänderung keinen merklichen Einfluss auf die Synthetisierung
des Komfortrauschens im Empfänger zeitigt. Dieselbe Mittelungsperiode wird sowohl
für die Energie als auch zur Mittelung der spektralen Einhüllenden verwendet, nachdem
ein erster SID-Rahmen nach einem Einsetzen eines Sprachsignals (Speak Burst) erzeugt
wird. Diese Maßnahme sichert eine konsistentere Abschätzung des schmalbandigen Hintergrundrauschens
während einem Übergang von einer Sprachperiode in eine Sprechpause.
[0037] Im Folgenden wird auf die FIG Bezug genommen. Die FIG zeigt ein Sprachsignal (Speech
Burst), dass zu einem bestimmten Zeitpunkt t einen bestimmten Signalpegel, Threshold,
in der Zeichnung als strichlierte Linie dargestellt, unterschreitet. Die Ordinate
ist als Pegel oder als Energiewert des Signals zu verstehen. Hierzu kommt auf Seiten
des Senders eine Sprechpausenerkennung (Voice Activity Detection, VAD) zum Einsatz,
welche bei Unterschreiten des Thresholds auf eine Sprechpause erkennt. Das VAD-Verfahren
sieht eine bekannte Überhangperiode VAD-HO vor, in welcher weiterhin aktive Sprachrahmen
gesendet werden und erst nach üblicherweise zwei Rahmenlängen in einen Modus überwechselt,
der eine Generierung von SID-Rahmen vorsieht.
[0038] Gemäß der hier beschriebenen Ausführungsform der Erfindung wird eine zusätzliche
Überhangperiode DTX-HO eingeführt. Die neue Überhangperiode DTX-HO schließt sich an
die bislang bekannte Überhangperiode VAD-HO an, welche als »Black Box« verwendet wird.
Während dieser Überhangperiode DTX-HO wird das im Enkoder bearbeitete Signal immer
noch als Sprachsignal klassifiziert, während parallel dazu bereits eine Bestimmung
von Hintergrundrauschparametern beginnt. Die Datenrate der Sprachkodierung ist bereits
reduziert, da zu Beginn einer Sprechpause keine hochqualitative Enkodierung benötigt
wird. Weiterhin wird für den schmalbandigen Anteil ein Teil der Überhangperiode benutzt
für die Mittelwertbildung des ersten SID-Rahmens. Die vorgenannten Ausführungen beziehen
sich vorzugsweise auf die letzten Rahmen FRAMES innerhalb einer Überhangperiode DTX-HO,
VAD-HO. Die Information der ersten Rahmen der Überhangperiode wird dagegen vorzugsweise
nicht benutzt.
[0039] Die neu eingeführte Überhangperiode DTX-HO dient im Vergleich zur bisher von Bedürfnissen
der Voice Activity Detection motivierten bekannten Überhangperiode VAD-HO einem weiteren
bislang nicht beachteten Zweck. Während beide Arten von Überhangperioden DTX-HO, VAD-HO
das Ziel verfolgen, mehrere Rahmen als aktive Sprachrahmen zu kennzeichnen und damit
eine falsche Klassifizierung am Ende eines Sprachsignals zu vermeiden, hat die DTX-Überhangperiode
DTX-HO den zusätzlichen Zweck, Informationen über das Hintergrundrauschen zu erheben.
[0040] Bezüglich des verfolgten Ziels, eine falsche Klassifizierung am Ende eines Sprachsignals
zu vermeiden, stellt die neue Überhangperiode DTX-HO eine zusätzliche Versicherung
dar, dass nach Ablauf der Überhangperiode DTX-HO definitiv ein Hintergrundrauschen
und keine Sprachsignale am Eingang des Dekoders anliegen. Bei einer bisherigen Verwendung
der bekannten Überhangperiode VAD-HO konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich
bei dem anliegenden Signal exklusiv nur um Hintergrundrauschen handelte. In der Praxis
konnten während dieser bekannten Überhangperiode VAD-HO noch Sprachanteile (Speech
Bursts) auftreten. Im Übrigen dient die neue Überhangperiode DTX-HO ausschließlich
zur Anlernung des Hintergrundrauschens.
[0041] Bezüglich der Wahl der Zeitdauer dieser Überhangperioden DTX-HO, VAD-HO und damit
der Wahl der Anzahl an Rahmen FRAMES ist eine vorteilhafte Einstellung z.B. so zu
wählen, dass eine Zeitdauer von zwei Rahmen - vgl. gestrichelte Achse FRAMES - für
die bekannte Überhangperiode VAD-HO und eine Zeitdauer von fünf Rahmen für die neue
Überhangperiode DTX-HO vorgesehen ist.
[0042] Im breitbandigen Anteil wird eine Energiedämpfung ausgeführt. Die Dämpfung des breitbandigen
Anteils spielt eine Rolle bei der Dämpfung des gesamten Energieanteils im breitbandigen
Anteil. Diese Maßnahme ist aufgrund der Tatsache notwendig, dass der Generator zur
Erzeugung (synthetisieren) des Komfortrauschens im Dekoder nicht in der Lage ist,
dieselben Rauscheigenschaften zu produzieren als das Originalhintergrundrauschen im
Enkoder.
[0043] Auf das ausgegebene Breitbandsprachsignal, also der Kombination aus breitbandigen
und schmalbandigen Anteil, wird eine nachgeschaltete Betonungsminderungsfilterung
(»De-emphasis Post Filter«) angewandt. Diese Filterung dämpft hauptsächlich höhere
Frequenzkomponenten. Das »De-Emphasis Post Filter« führt weiterhin zu einer Betonungsminderung
(De-Emphasis) der Energie und der höheren Frequenzkomponenten. Da die Mittelung in
bestimmter Weise die spektrale Einhüllende deformiert, kann diese Dämpfung dazu beitragen,
den störenden Effekt eines gestörten breitbandigen Rauschens auf einen menschlichen
Empfänger zu reduzieren.
1. Verfahren zur Generierung von SID-Rahmen für eine diskontinuierliche Übertragung von
Hintergrundrauschparametern über ein Übertragungsnetzwerk, mit dem in der Telekommunikation
Audiosignale von einem Sender an einen Empfänger übertragen werden, wobei bei dem
Verfahren eine periodenweise Ermittlung von Hintergrundrauschparametern und eine auf
Basis der ermittelten Hintergrundrauschparameter erfolgende Generierung und Übersendung
von SID-Rahmen vorgesehen ist,
wobei die Periode einer ermittelten, im Übertragungsnetzwerk eingestellten Leerlaufzeit
(Idle Period) des Übertragungsnetzwerks entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Audiosignal ein Sprachsignal verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entscheidung, ob die Hintergrundrauschparameter in Form eines der SID-Rahmen
übersandt werden sollen, anstelle eines Vergleichs der Energie eines Hintergrundrauschsignals
mit einem Energiegrenzwert eine Einstellung eines zeitlichen Abstandes zwischen zwei
zu übersendenden SID-Rahmen erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Hintergrundrauschparameter eines schmalbandigen ersten Anteils und eines breitbandigen
zweiten Anteils ermittelt werden und dass die Generierung des SID-Rahmens mit getrennten
Bereichen für den ersten und den zweiten Anteil erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass seitens des Empfängers bestimmt wird, ob ein Komfortrauschen auf Basis des breitbandigen
zweiten Anteils der übertragenen SID-Rahmen oder auf Basis des schmalbandigen ersten
Anteils erfolgen soll.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der Hintergrundrauschparameter des schmalbandigen ersten Anteils des
Hintergrundrauschens Energie und Autokorrelationsfunktion des Hintergrundrauschens
ermittelt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundrauschparameter des schmalbandigen ersten Anteils über einen Zeitraum
um 100 Millisekunden gemittelt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle einer logarithmierten Energie des Hintergrundrauschens die Energie des Hintergrundrauschens
ermittelt wird.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von einem als Sprache kategorisierten Signal zu einem als Hintergrundrauschen
kategorisierten Signal eine zusätzliche Überhangperiode (Hangover Period, DTX-HO)
vorgesehen ist, während der eine Bestimmung von Hintergrundrauschparametern erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zusätzliche Überhangperiode (DTX-HO) an eine bekannte Überhangperiode (VAD-HO)
anschließt, in welcher weiterhin aktive Sprachrahmen gesendet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Überhangperiode (DTX-HO) und die bekannte Überhangperiode (VAD-HO)
jeweils Rahmen (FRAMES) aufweisen und die Anzahl der Rahmen (FRAMES) derart gewählt
wird, dass eine Zeitdauer von zwei Rahmen für die bekannte Überhangperiode (VAD-HO)
und eine Zeitdauer von fünf Rahmen für die zusätzliche Überhangperiode (DTX-HO) vorgesehen
wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der breitbandige zweite Anteil gedämpft wird.
13. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das gesamte Hintergrundrauschsignal eine nachgeschaltete Betonungsminderungsfilterung
(De-Emphasis Post Filter) angewandt wird.
14. Codec mit Mitteln zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Codec nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine Implementierung im an sich bekannten ITU-T Standard G.729.1 (05/06) .
1. A method for the generation of SID frames for a discontinuous transmission of background
noise parameters via a transmission network with which audio signals are transmitted
by a sender to a recipient during telecommunication, said method involving a periodic
determination of background noise parameters and a generation and transmission of
SID frames based on the determined background noise parameters, wherein the period
corresponds to a determined idle period of the transmission network that is adjusted
in the transmission network.
2. The method according to claim 1, characterized in that a speech signal is used as the audio signal.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that, in the decision as to whether the background noise parameters should be sent in
the form of an SID frame, an interval of time between two SID frames to be sent is
adjusted, rather than comparing the energy of a background noise signal with an energy
threshold.
4. The method according to any of claims 1 to 3, characterized in that background noise parameters of a narrow band first portion and of a wide band second
portion are determined, and in that the SID frame is generated with separate areas for the first portion and the second
portion.
5. The method according to claim 4, characterized in that the recipient determines whether a comfort noise based on the wide band second portion
of the transmitted SID frame or based on the narrow band first portion should occur.
6. The method according to claim 4 or 5, characterized in that the background noise parameters of the narrow band first portion of the background
noise are determined by determining an energy and an autocorrelation function of the
background noise.
7. The method according to claim 6, characterized in that the background noise parameters of the narrow band first portion are averaged over
a period in 100 millisecond increments.
8. The method according to claim 6 or 7, characterized in that the energy of the background noise, rather than a logarithmized energy of the background
noise, is determined.
9. The method according to any of the preceding claims, characterized in that during the transition from a signal categorized as speech to a signal categorized
as background noise, an additional hangover period (DTX-HO) is provided, during which
background noise parameters are determined.
10. The method according to claim 9, characterized in that the additional hangover period (DTX-HO) follows a known hangover period (VAD-HO),
in which active speech frames continue to be sent.
11. The method according to claim 10, characterized in that the additional hangover period (DTX-HO) and the known hangover period (VAD-HO) each
include frames, and the number of frames is selected in such a way that a duration
of two frames is provided for the known hangover period (VAD-HO) and a duration of
five frames is provided for the additional hangover period (DTX-HO).
12. The method according to any of claims 4 to 9, characterized in that the wide band second portion is attenuated.
13. The method according to any of the preceding claims, characterized in that a subsequent de-emphasis post filter is applied to the entire background noise signal.
14. A codec having means for carrying out the method according to any of claims 1 to 13.
15. The codec according to claim 14, characterized by an implementation in the known ITU-T Standard G.729.1(05/06).
1. Procédé servant à générer des trames SID en vue d'une transmission discontinue de
paramètres de bruit de fond par l'intermédiaire d'un réseau de transmission, à l'aide
duquel des signaux audio sont transmis d'un émetteur à un récepteur lors de la télécommunication,
dans lequel une détermination périodique de paramètres de bruit de fond et une génération
effectuée sur la base des paramètres de bruit de fond déterminés et un envoi de trames
SID sont prévus dans le procédé,
dans lequel la période correspond à un temps d'inactivité (Idle Period), réglé dans
le réseau de transmission, du réseau de transmission.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un signal vocal est utilisé en tant que signal audio.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que pour décider si les paramètres de bruit de fond doivent être envoyés sous la forme
d'une des trames SID, un réglage d'un intervalle de temps entre deux trames SID à
envoyer est effectué en lieu et place d'une comparaison de l'énergie d'un signal de
bruit de fond à une valeur limite d'énergie.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des paramètres de bruit de fond d'une première partie à bande étroite et d'une deuxième
partie à bande large sont déterminés, et en ce que la génération de la trame SID est effectuée avec des zones séparées pour la première
et la deuxième partie.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est défini du côté du récepteur si un bruit de confort doit être effectué sur la
base de la deuxième partie à bande large des trames SID transmises ou sur la base
de la première partie à bande étroite.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que pour définir les paramètres de bruit de fond de la première partie à bande étroite
du bruit de fond, une énergie et une fonction d'autocorrélation du bruit de fond sont
déterminées.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une moyenne des paramètres de bruit de fond de la première partie à bande étroite
est établie sur une période de 100 millisecondes.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'énergie du bruit de fond est déterminée en lieu et place d'une énergie logarithmique
du bruit de fond.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une période résiduelle supplémentaire (Hangover Period, DTX-HO) est prévue lors du
passage d'un signal classé comme voix à un signal classé comme bruit de fond, au cours
de laquelle période résiduelle une définition de paramètres de bruit de fond est effectuée.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la période résiduelle supplémentaire (DTX-HO) se situe dans le prolongement d'une
période résiduelle connue (VAD-HO), dans laquelle par ailleurs des trames vocales
actives sont envoyées.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la période résiduelle supplémentaire (DTX-HO) et la période résiduelle connue (VAD-HO)
présentent respectivement des trames (FRAMES), et en ce que le nombre des trames (FRAMES) est choisi de telle manière que sont prévues une durée
de deux trames pour la période résiduelle connue (VAD-HO) et une durée de cinq trames
pour la période résiduelle supplémentaire (DTX-HO).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que la deuxième partie à bande large est atténuée.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un filtre de désaccentuation (De-Emphasis Post Filter) installé en aval est appliqué
sur l'ensemble du signal de bruit de fond.
14. Codec comprenant des moyens servant à mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque
des revendications 1 à 13.
15. Codec selon la revendication 14, caractérisé par une implémentation dans la recommandation UIT-T connue en soi G.729.1 (05/06).

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