[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren und Mittel zur Dekodierung von Hintergrundrauschinformationen
bei Sprachsignalkodierungsverfahren.
[0002] Für Telefongespräche ist seit den Anfängen der telekommunikation eine Bandbreitenbeschränkung
für eine analoge Sprachübertragung vorgesehen. Die Sprachübertragung erfolgt auf:
einem eingeschränkten Frequenzbereich von 300 Hz bis 3400 Hz.
[0003] Ein solcher eingeschränkter Frequenzbereich ist auch bei vielen Sprachsignalkodierungsverfahren
für die heutige digitale Telekommunikation vorgesehen. Vor einem Kodiervorgang wird
hierzu eine Bandbreiteabegrehzung des analogen Signals durchgeführt. Zur Kodierung
und zur Decodierung kommt dabei ein Codec zum Einsatz, welcher aufgrund der beschriebenen
Bandbreitenbeschränkung im Frequenzbereich zwischen 300 Hz und 3400 Hz in Folgenden
auch als schmalbandiger Sprach-Codec (Narrow Band Speech Codec) bezeichnet wird. Unter
dem Begriff Codec wird dabei sowohl die Kodiervorschrift zur digitale Kodierung von
Audiosignale als auch die Dekodietvorschrift zur Dekodierung von Daten mit dem Ziel
einer Rekonstruktion des Audiosignals verstanden.
[0004] Ein schmalbandiger Sprach-Codec ist beispielsweise aus der ITU-T-Empfehlung G.729
bekannt. Mittels der dort beschiriebenen Kodiervorschrift ist eine Übertragung eines
schmalbandigen Sprachsignal mit einer Datenrate von 8 kbit/s vorgesehen.
[0005] Weiterhin sind sogenannte breitbandige Sprach-Codecs (Wide Band Speech Codec) bekannt,
welche zur Verbesserung des Höeindrucks eine Kodierung eines in einem erweiterten
Frequenzbereich vorsehen. Ein derart erweiterter Frequenzbereich liegt z.B. zwischen
einer Frequenz von 50 Hz und 7000 Hz. Ein breitbandiger Sprach-Codec ist beispielsweise
aus der ITU-T-Empfehlung G.729.EV bekannt.
[0006] Üblicherweise sind Kodierungsverfahren für breitbandige Sprach-Codecs skalierbar
gestaltet. Mit einer Skalierbarkeit. ist hier gemeint, dass die übertragenen kodierten
Daten verschiedene abgegrenzte Blöcke entfalten, welche den schmalbandigen Anteil,
den breitbandigen Anteil und/oder die volle Bandbreite des kodierten Sprachsignals
enthalten. Eine solche skalierbare Gestaltung gestattet einerseits eine empfängerseitige
Abwärtskompatibilität und andererseits bietet sie eine einfache Möglichkeit, im Falle
von eingeschränkten Datenübertragungskapazitäten im Übertragungskanal eine sender-
und empfängerseitige Anpassung der Datenrate und der Größe von übertragenen Datenrahmen
vorzunehmen.
[0007] Für eine Reduzierung der Datenübertragungsrate durch einen Codec ist üblicherweise
eine Komprimierung der zu übertragenden Daten vorgesehen. Eine Komprimierung wird
beispielsweise durch Kodierungsverfahren erreicht, bei zur Kodierung der Sprachdaten
Parameter für ein Anregungssignal und Filterparameter bestimmt werden. Die Filterparameter
sowie das Anregungssignal spezifizierende Parameter werden dann an den Empfänger übertragen.
Dort wird mithilfe des Codecs ein synthetisches Sprachsignal synthetisiert, das dem
ursprünglichen Sprachsignal hinsichtlich eines subjektiven Höreindrucks möglichst
ähnlich ist. Mit Hilfe diesem auch als »Analysis-by-Synthesis« bezeichneten Verfahren
werden nicht die ermittelten und digitalisierten Abtastwerte (Samples) selbst übertragen,
sondern ermittelte Parameter, die eine empfängerseitige Synthese des Sprachsignals
ermöglichen.
[0008] Eine weitere Maßnahme zur Reduzierung der Datenübertragungsrate bietet ein Verfahren
zur diskontinuierlichen Übertragung (Discontinuous-Transmission), welches in der Fachwelt
auch unter dem Begriff DTX geläufig ist. Das grundsätzliche Ziel von DTX ist eine
Reduzierung der Datenübertragungsrate im Fall einer Sprechpause.
[0009] Hierzu kommt auf Seiten des Senders eine Sprechpausenerkennung (Voice Activity Detection,
VAD) zum Einsatz, welche bei Unterschreiten eines bestimmten Signalpegel auf eine
Sprechpause erkennt.
[0010] Üblicherweise wird vom Empfänger während einer Sprechpause keine völlige Stille erwartet.
Im Gegenteil würde eine völlige Stille empfängerseitig zu Irritationen oder sogar
zur Vermutung eines Verbindungsabbaus führen. Aus diesem Grund werden Verfahren zur
Erzeugung eines sogenannten Komfortrauschen (Comfort Noise) abgewandt.
[0011] Bei einem Komfortrauschen handelt es sich um Rauschen, welches zur Füllung von Stillephasen
auf Seiten des Empfängers synthetisiert wird. Das Komfortrauschen dient einem subjektiven
Eindruck einer weiter bestehenden Verbindung, ohne die für die Übertragung von Sprachsignalen
vorgesehene Datenübertragungsrate zu beanspruchen. Mit anderen Worten wird zur senderseitigen
Kodierung des Rauschens ein geringerer Aufwand als zur Kodierung der Sprachdaten betrieben.
Für eine empfängerseitig noch als realistisch empfundene Synthetisierung - d.h. Dekodierung
- des Komfortrauschens werden Daten mit einer weitaus niedrigeren Datenraten übertrager.
Die hierbei übertragenen Daten werden in der Fachwelt auch als SID (Silence Insertion
Description) bezeichnet.
[0012] Im Stand der Technik entstehen Probleme mit dem Verfahren zur diskontinuierlichen
Übertragung bei einer Verwendung von breitbandigen Sprachcodecs, wie z.B. ITU-T G.729.1,
G.72.2.2 oder 3GPP AMR-WB. Die genannten skalierbaren breitbandigen Sprachcodecs unterstützen
üblicherweise unterschiedliche Datenübertragungsraten in einem Bandbreitenbereich
von 50 bis 7000 Hz.
[0013] Mögliche Datenraten zur Enkodierung der Sprachinformationen sind z.B. 8, 12, 14,
16,..., 32 kbit/s, welche z.B. im Standard G.729.1 zum Einsatz kommen. Die Datenraten
von 8 und 12 kbit/s werden auf schmalbandige Signale (50Hz bis 4kHz) angewandt. Datenraten
von mehr als 12 kbit/s werden auf das obere Frequenzband von 4 bis 7 kHz angewandt.
[0014] Während einer Übertragung ist ein Wechsel zwischen den besagten Datenraten möglich.
Ein plötzlicher Wechsel von einer schmalbandigen auf eine breitbandige Datenrate verursacht
dabei bekanntermaßen einen störenden Effekt auf einen menschlichen Rezipienten. Ein
solcher Übergang erfolgt beispielsweise in Folge einer Beschneidung des Datenstroms
(Bitstream Trancation), welcher beispielsweise durch das Übertragungsnetzwerk zwischen
Sender und Empfänger verursacht wird, beispielsweise in Folge einer Einrichtung weiterer
zusätzlicher Verbindungen oder aufgrund eines Datenstaus (Congestion) im Übertragungsnetzwerk.
Die genannte Beschneidung führt zu einer Änderung der Datenrate und schließlich zu
einem Übergang von einer breitbandigen zu einer schmalbandigen Übertragung des Sprachsignals.
[0015] Werden im Enkoder Verfahren zur diskontinuierlichen Übertragung - bzw. DTX-Verfahren
- angewandt, ist eine Einsparung der Datenübertragungsrate für die Übertragung der
jeweiligen Datenrahmen möglich. Das DTX-Verfahren kommt genau dann zum Einsatz, wenn
ein entsprechender Rahmen als Sprechpause charakterisiert ist. In Anwendung des DTX-Verfahrens
wird eine reduzierte Datenübertragungsrate an übertragenen Rahmen aufgrund zweier
Faktoren erreicht. Erstens müssen seitens des Enkoders nicht alle inaktiven Rahmen
an den Dekoder gesandt werden. Zweitens belegt ein gesendeter SID-Rahmen bzw. inaktiver
Rahmen viel weniger Bits als ein Sprachdatenrahmen.
[0016] Ein solches Verfahren erfordert eine Beteiligung einer Sprechpausenerkennung (VAD)
auf Enkoderseite. Mit Hilfe eines Sprechpausendetektors wird dem Enkoder auf der Senderseite
mitgeteilt, ob ein aktueller Abtastwerte enthaltender und zu enkodierender Rahmen
ein Sprachsignal enthält oder eine Sprechpause mit Hintergrundrauschen. Mit Hilfe
dieser Charakterisierung werden im Enkoder Maßnahmen getroffen, welche die Wahrnehmungscharakteristika
(Perceptional Characteristics) eines inaktiven Rahmens (Inactive Speech Frame) ermitteln.
Zu solchen Wahrnehmungscharakteristika zählen beispielsweise die gemittelte Energie
sowie spektrale und zeitliche Charakteristika.
[0017] Der Enkoder sendet daraufhin einen speziell gekennzeichneten Rahmen, einen SID-Rahmen
(Silence Insertion Descriptor) an den Dekoder. Der Dekoder synthetisiert auf Basis
der in einem SID-Rahmen enthaltenen Informationen ein Komfortrauschen, wobei der Dekoder
aufgrund des SID-Rahmens bestimmen kann, ob es sich bei der enthaltenen Rauschinformation
um schmalbandige oder breitbandige Informationen handelt.
[0018] Ein Wechsel der Datenrate (»Bitrate Switching«) zwischen schmalbandiger und breitbandiger
Information ist ein übliches Szenario für jeden skalierbaren breitbandigen Sprachcodec.
Eine Behandlung eines Datenratenwechsels während einer normalen Sprachphase, d.h.
in Abwesenheit von Sprechpausen, ist zwar hinreichend in der Literatur beschrieben,
eine Behandlung bei Eintritt in eine DTX-Phase ist derzeit indes noch unbekannt.
[0019] Es ergibt sich daher ein dringendes Bedürfnis, ein Verfahren zum Datenratenwechsel
während einer DTX-Phase und/oder bei Eintritt in eine DTX-Phase anzugeben, um auf
einen Wechsel zwischen einer schmalbandigen und breitbandigen Datenrate vor oder während
des Übergangs in die DTX-Phase optimal zu reagieren.
[0020] Während einer Sprechpause ist eine Datenratenbeschneidung unwahrscheinlich, da die
Datenbelegung (Bitstream Elocation)eines SID-Rahmens ohnehin weniger Bits benötigt
als ein aktiver Sprachdatenrahmen in einer »normalen« Codec-Operation, also eine Codec-Operation
während einer auschließlichen Sprechphase.
[0021] Dies führt zu einem möglichen Szenario, in dem die Datenrate während einer aktiven
Sprechphase geändert wird, jedoch in Sprechpausen, also während der DTX-Phase in einem
breitbandigen Modus verbleibt. Als sehr störend seitens eines menschlichen Empfängers
auf Dekoderseite wird dabei der Fall empfunden, bei dem die aktiven Sprachrahmen schmalbandig
dekodiert sind und das Hintergrundrauschen in Sprechpausen breitbandig wiedergegeben
wird.
[0022] Dieser Fall tritt mit hoher Wahrscheinlichkeit z.B. in Situatonen auf, bei denen
die enkoderseitig gesendeten Sprachdatenrahmen durch das Übertragungsnetzwerk beschnitten
werden, jedoch seitens des Übertragungsnetzwerks noch genügend Kapazität zur Übertragung
der breitbandigen SID-Rahmen übrig bleibt.
[0023] Bislang sind keine Verfahren zum Wechsel der Datenrate von SID-Rahmen während einer
Sprechpause bekannt. Die bestehenden Verfahren zum Wechsel der Datenrate beziehen
sich lediglich auf den normalen Codec-Betrieb während einer aktiven Sprachphase.
[0024] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Wechsel einer Datenrate von SID-Rahmen
während einer Sprechpause anzugeben, das eine verbesserte Qualität des am Dekoder
synthetisierten Signals zur Folge hat.
[0025] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0026] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, eine Ermittlung von Informationen zum
Verlauf der Bandbreitehumschaltung (Bitrate Switching) während einer aktiven Sprachphase
vorzunehmen. Die skalierbare Natur des erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden Sprachsignalkodierungsverfahren
bzw. Codecs drückt dabei die Möglichkeit des Codecs zur Bandbreitenumschaltung bereits
aus.
[0027] Erfindungsgemäß werden während der Sprachphase auf Seiten des Dekoders Informationen
zum prozentualen Anteil von breitbandigen aktiven Sprachrähmen im Vergleich zu schmalbandigen
aktiven Sprachrahmen erhoben. Mit anderen Worten werden nicht erst zum Zeitpunkt eines
Wechselt in eine Sprechpause Informationen zum Charakter des Hintergrundrauschens
erhoben, wie aus dem Stand der Technik bislang nahegelegt wurde. Ein höher prozentualer
Anteil an breitbandigen aktiven Sprachrahmen zeigt dabei an, dass seitens des Codecs
eine breitbandigen Verwendung bevorzugt wird und daher ein Bedarf besteht, während
einer DTX-Phase Rauschinformationen breitbandig zu synthetisieren, d.h. zu dekodieren.
Wird dagegen ein niedriger prozentualer Anteil ermittelt, wird auf Seiten des Dekoders
bei Eintritt in eine DTX-Phase ein schmalbandiges Rauschens erzeugt, sogar dann, wenn
die empfangenen SID-Rahmen eine Synthetisierung - d.h.. Dekodierung - eines breitbandigen
Rauschens erlauben würden.
[0028] Mit dem hier vorgestellten erfindungsgemäßen Verfahren wird die Aufgabe der Erfindung,
ein Verfahren zum Wechsel einer Datenrate von SID-Rahmen während einer Sprechpause
anzugeben mehr als gelöst. Der zu lösende Wechsel zwischen Rauschinformationen mit
verschiedener Datenrate gemäß der Aufgabe wird gemäß der hier vorgestellten erfinderischen
Lösung in eine Bestimmung eines Anteils an Rauschinformationen mit verschiedenen Datenraten
verfeinert. Der Anteil ist im Gegensatz zu einem Wechsel in beliebigem Verhältnis
zwischen Rauschinformationen mit verschiedener Datenrate einstellbar.
[0029] Durch die Einstellbarkeit bzw. Anpassbarkeit der Rauschsignalqualität auf die zuvor
erhobene Sprachsignalqualität (schmalbandig/breitbandig) ergibt für das gesamte Signal,
also Rausch- und Sprachsignal, auf Seiten des Empfänger insgesamt eine erheblich gesteigerte
Signalqualität. Das erfindungsgemäße Verfahren löst somit die Aufgabe der Erfindung,
eine verbesserte Qualität des am Dekoder synthetisierten Signals zu erzielen.
[0030] Ein solcher Ansatz gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erweist sich als grundlegend
für vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung, welche Gegenstand der Unteransprüche
sind.
[0031] Wird gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Entscheidung dahingehend getroffen,
dass während einer Sprechpause ein Rauschsignal mit einer bestimmten Qualität (d.h.
breitbandig oder schmalbandig) synthetisiert wird, kann ein Fall auftreten, bei dem
in den letzten wenigen Rahmen während einer aktiven Sprachphase seitens des Netzwerks
eine Beschneidung der aktiven Datenrahmen stattfand.
[0032] Zur Erklärung wird zunächst angenommen, dass der verwendete Codec eine breitbandigen
Wiedergabeweise bevorzugt und eine breitbandige Übertragungsweise in der Vergangenheit
durch das Übertragungsnetzwerk auch überwiegend gewährleistet war. Dies kann zu dem
Fall führen, dass wenige aktive Sprachrahmen beim empfangenden Dekoder als schmalbandige
Sprachrahmen eintreffen, bevor dort erste SID-Rahmen empfanden werden.
[0033] In diesem Fall würde ohne zusätzliche Maßnahmen ein abrupter Übergang von einem schmalbandigen
Sprachsignal auf ein breitbandige Rauschsignal während der ersten wenigen SID-Rahmen
erfolgen. So wichtig ein solcher Übergang zur Wiedereinstellung auf eine breitbandige
Empfangsbedingung im Allgemeines ist, wird dieser Übergang jedoch für den Empfänger
als störend empfanden.
[0034] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist daher vorgesehen, dass bei Eintritt in
die DTX-Phase zunächst eine vorwiegend schmalbandige Dekodierung der Hintergrundrauschinformationen
erfolgt, welche nach einem einstellbaren Zeitraum in eine vorwiegend breitbandige
Dekodierung übergeht. Ein solchen Übergang erfolgt also vorzugsweise quasi-stetig,
wobei ein Übergang zu diskreten Zeitpunkten - daher »quasi«-stetig - auf einen bestimmten
Anteilsfaktor eingestellt wird.
[0035] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird ein Verfahren zum schnellem Umschalten
(Fast Switching) vorgeschlagen, bei welchem innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens
von 100 ms ein quasi-stetiger Übergang von einer schmalbandigen (Anteilsfaktor = 0)
auf eine breitbandige (Anteilsfaktor = 1) Rauschsignalqualität durchgeführt wird.
Dieser Übergang wird seitens des Dekoders durchgeführt.
[0036] Als besonders vorteilhaft für das subjektive menschliche Hörempfinden haben sich
gemäß einer Weiterbildung der Erfindung folgende Werte für den Anteilsfaktor erwiesen:
zum Zeitpunkt des Eintritts in die. DTX-Phase ein Anteilsfäktor von 0, mithin ausschließlich
schmalbandiges Rauschen;
zu einem Zeitpunkt von 20 ms nach Eintritt in die DTX-Phase ein Anteilsfaktor von
0,09525986892242;
zu einem Zeitpunkt von 40 ms nach Eintritt in die DTX-Phase ein Anteilsfaktor von
0,19753086419753;
zu einem Zeitpunkt von 60 ms nach Eintritt in die DTX-Phase ein Anteilsfaktor von
0,36595031245237:
zu einem Zeitpunkt von 80 ms nach Eintritt in die DTX-Phase ein Anteilsfaktor von
0,62429507696997; und;
zu einem Zeitpunkt von 100 ms nach Eintritt in die DTX-Phase ein Anteilsfaktor von
1, mithin ausschließlich breitbandiges Rauschen.
[0037] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird angenommen, dass der verwendete Codec
eine schmalbandige Wiedergabeweise bevorzug und/oder eine breitbandige Übertragungsweise
in der Vergangenheit durch das Übertragungsnetzwerk nicht gewährleistet war. Dies
kann zu dem Fall führen, dass wenige aktive Sprachrahmen beim empfangenden Dekoder
als breitbandige Sprachrahmen eintreffen, bevor dort erste SID-Rahmen empfangen werden.
[0038] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass bei Eintritt in die
DTX-Phase zunächst eine vorwiegend breitbandige Dekodierung der Hintergründrauschinformationen
erfolgt, welche nach einem einstellbaren Zeitraum in eine vorwiegend schmalbandige
Dekodierung übergeht. Ein solcher Übergang erfolgt analog zum oben beschriebenen Weiterbildung
vorzugsweise quasi-stetig, wobei ein Übergang zu diskreten Zeitpunkten auf einen bestimmten
Anteilsfaktor eingestellt wird.
[0039] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird ein Verfahren zum schnellem Umschalten
(Fast Switching) vorgeschlagen, bei welchem innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens
von 100 ms ein quasi-stetiger Übergang von einer breitbandigen (Anteilsfaktor = 1)
auf eine schmalbandige (Anteilsfaktor = 0) Rauschsignalqualität durchgeführt wird.
Dieser Übergang wird seitens des Dekoders durchgeführt.
[0040] Zum quasi-stetigen Übergang von der breitbandigen auf die schmalbandige Rauschsignalqualität
wird der Anteilsfaktor mit Werten wie oben, allerdings in umgekehrter Reihenfolge
eingestellt.
[0041] Ein Ausführungsbeispiel mit weiteren Vorteilen und Ausgestaltungen der Erfindung
wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0042] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine zeitliche Darstellung einer batenrate zwischen einem Sender und einem Empfänger
mit mehreren Bandbreitenumschaltungen und einem Eintritt in eine Sprechpause, wobei
SID-Rahmen gesendet werden;
- Fig. 2A
- eine schematische Darstellung eines erstes Szenarios einer Bandbreiteriumschaltung;
- Fig. 2B
- eine schematische Darstellung eines zweiten Szenarios einer Bandbreitenumschaltung;
und;
- Fig. 3
- Ein dekoderseitig ausgeführter Umschaltvorgang mit einem quasi-stetigen Übergang von
einer schmalbandigen auf eine breitbandige Rauschsignalqualität.
[0043] In Fig. 1 ist eine zeitliche Übertragung von Sprachdatenrah-5 men mit einer jeweiligen
Datenrate DR sowie, ab einer dritten Zeitpunkt t3, eine Übertragung von SID-Rahmen
dargestellt.
[0044] Vor einem ersten Zeitpunkt t1 erfolgt eine Übertragung von breitbandigen aktiven
Sprachrahmen mit einer Datenrate von 32 kbit/s. Ab dem Zeitpunkt t1 erfolgt eine Umschaltung
auf eine Datenrate von 22 kbit/s und ab einem zweiten Zeitpunkt t2 auf eine Datenrate
von 12 kbit/s. Eine Datenrate von 12 kbit/s entspricht bereits einem schmalbandigen
Sprachrahmen.
[0045] Zu einem dritten Zeitpunkt t3 wird angenommen, dass aufgrund einer Sprechpause seitens
des Senders ein Übertritt in eine DTX-Phase erfolgt. Ab dem dritten Zeitpunkt t3 werden
somit SID-Rahmen SID in einer bestimmten zeitlichen Periode gesendet.
[0046] Ab dem dritten Zeitpunkt t3 tritt nun die zuvor erläuterte Situation ein, dass in
der Vergangenheit - während der Zeitphase zwischen dem zweiten Zeitpunkt t2, und dem
dritten Zeitpunkt t3 - ein schmalbandiges Sprachsignal übermittelt wurde, wobei ab
dem dritten Zeitpunkt t3 nunmehr ein breitbandiges Rauschsignal durch entsprechende
SID-Rähmen zur Verfügung gestellt wird. Die Datenrate der SID-Rahmen entspricht 43
bit/20ms = 2,15 kbit/s bei einer Länge von 43 Bit pro SID-Rahmen und einer Periode
von 20 ms pro gesendetem SID-Rahmen.
[0047] In dieser Situation tritt der Fall ein, dass seitens des Dekoders ein unmittelbarer,
d.h. unstetiger, Übergang von einem schmalbandigen Sprachsignal auf ein breitbandiges
Räuschsignal erfolgen würde. Ein solcher abrupter Übergang wird für einen menschlichen
Rezipienten als äußerst störend empfanden.
[0048] Figur 2A und Figur 2B zeigen zwei mögliche Szenarien für einen Verlauf der Datenrate
DR über die Zeit t.
[0049] In Figur 2A ist aufgrund von Einschränkungen des Netzwerks oder aufgrund anderer
Umstände eine Übertragung weitgehend schmalbandig, im Beispiel der Fig. 2A mit 8.
kbit/s, während zu wenigen Zeitpunkten, zwischen einem ersten Zeitpunkt t1 und einem
zweiten Zeitpunkt t2, ausnahmsweise eine breitbandige Übertragung mit 32 kbit/s erfolgt.
[0050] In Figur 2B wiederum ist eine umgekehrte Situation zu verzeichnen, nämlich eine überwiegend
breitbandige Übertragungsweise mit 32 kbit/s und eine ausnahmsweise kurze, zwischen
einem vierten Zeitpunkt t4 und einem fünften Zeitpunkt t5 erfolgende, schmalbandige
Übertragungsweise.
[0051] Im Folgenden wird zu einem Zeitpunkt t3 für das Beispiel der Fig. 2A sowie zu einem
Zeitpunkt t6 für das Beispiel der Fig. 2B angenommen, dass ein Eintritt in eine DTX-Phase
erfolgt.
[0052] Gemäß dem erfindungsgemäßen Vorgehen werden während der Sprachphase auf Seiten des
Dekoders Informationen zum Anteil von breitbandigen aktiven Sprachrahmen im Vergleich
zu schmalbandigen aktiven Sprachrahmen erhöben.
[0053] Für das Beispiel der Fig. 2A ist dabei der prozentuale Anteil von breitbandigen aktiven
Sprachrahmen als sehr niedrig zu bezeichnen, während im Beispiel der Fig. 2B ein hoher
prozentualer Anteil von breitbandigen aktiven Sprachrahmen vorliegt.
[0054] Bei Eintritt in eine DTX-Phase zum Zeitpunkt t3 im Beispiel der Fig. 2A wird nun,
unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ein schmalbandiges Rauschen erzeugt,
obwohl die ab dem Zeitpunkt t3 empfangenen - nicht dargestellten - SID-Rahmen eine
Synthetisierung eines breitbandigen Rauschens erlauben würden.
[0055] Im Beispiel der Fig. 2B dagegen werden zu einem Zeitpunkt t6 mit der dort beginnenden
DTX-Phase eine breitbandige Synthetisierung der Rauschinformationen bevorzugt.
[0056] In Fig. 3 ist eine Rauschsignalqualität HB-SHARE über eine Zeit TIME, welche in ms
angegeben ist, aufgetragen. Die Fig. 3 stellt dabei eine Gestaltung des Rauschsignals
in Anschluss an ein Szenario gemäß der vorangegangenen Figur 2B dar, bei der aufgrund
des dekoderseitig ermittelten prozentualen Anteils von breitbandigen aktiven Sprachrahmen
ein Bedarf ermittelt wurde, während der DTX-Phase Rauschinformationen breitbandig
zu synthetisieren.
[0057] Der Übergang in die DTX-Phase erfolgt in der Darstellung der Fig. 3 zum dargestellten
Zeitpunkt TIME von 0 ms. Um diesen Übergang von einem schmalbandigen Sprachsignal
auf ein breitbandiges Rauschsignal quais-stetig zu gestalten, was sich als günstigste
Ausgestaltung für ein subjektive Hörempfinden eines menschlichen Rezipienten erwiesen
hat, wird zu diesem Zeitpunkt TIME mit einem ausschließlich schmalbandigen Signal
begonnen, d.h. mit einem Anteil HB-SHARE des breitbandige Rauschens von 0. Zu einem
Zeitpunkt von 100 ms ist der bereitbandige Rauschanteil 1 bzw. 140 %. Zum quasi-stetigen
Übergang von einem ausschließlich schmalbandigen Rauschsignal zum Zeitpunkt TIME =
0 ms auf einem ausschließlich breitbandigen Rauschsignal zum Zeitpunkt TIME = 100
ms haben sich in der Praxis folgende weitere Werte des Anteils HB-SHARE zu diskreten
Zeitpunkten TIME bewahrt:
Zum Zeitpunkt TIME = 20 ms ein Anteil HB-SHARE von 0,09525986892242;
Zum Zeitpunkt TIME = 40 ms ein Anteil HB-SHARE von 0,19753086419753;
Zum Zeitpunkt TIME = 60 ms ein Anteil HB-SHARE von 0,36595031245237; und;
Zum Zeitpunkt TIME = 80 ms ein Anteil HB-SHARE von 0,62429507696997.
[0058] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht in analoger Weise einen Übergang
von einem breitbandigen Sprachsignal auf ein schmalbandiges Rauschsignal vor.
[0059] Hierzu wird zunächst in Bezugnahme auf Fig 2A ein leicht abgeändertes Szenario angenommen,
bei dem in Abweichung zu dem in Fig. 2A dargestellten Szenario kurz vor dem Zeitpunkt
t3 noch eine nicht dargestellte - Änderung auf eine breitbandige Übertragung mit 32
kbit/s erfolgt. Trotz dieses »Peaks« bleibt der prozentuale Anteil von breitbandigen
aktiven Sprachrahmen sehr niedrig, sodass nunmehr bei Übergang in die DTX-Phase ein
Rauschsignal zu synthetisieren ist, dass breitbandig beginnt, jedoch - aufgrund der
überwiegend schmalbandigen Übertragungshistorie und der damit für die Zukunft zu erwartenden
Fortsetzung des schmalbandigen Übertragungscharakters - in ein schmalbandiges Rauschsignal
überzuführen ist. Um diesen Übergang von einem breitbandigen Sprachsignal auf ein
schmalbandiges Rauschsignal quais-stetig zu gestalten, wird zum Eintritt in die DTX-Phase
mit einem ausschließlich breitbandigen Signal begonnen, d.h. mit einem Anteil HB-SHARE
des breitbandigen Rauschens von 1. Zu einem Zeitpunkt von 100 ms ist der schmalbandige
Rauschanteil 0. Zum quasi-stetigen Übergang von einem ausschließlich breitbandigen
Rauschsignal zum Zeitpunkt des Eintritts in die DTX-Phase auf einem ausschließlich
schmalbandigen Rauschsignal zu einem Zeitpunkt nach 100 ms werden in vorteilhafter
Weise die oben vorgeschlagenen Werte in einer umgekehrten Reihe eingestellt. Die entspräche
einer an der Ordinate HB-SHARE gespiegelten Kurve gemäß Fig. 3.
1. Verfähren zur Dekodierung eines SID-Rahmens (SID) für eine Übermittlung von Hintergrundrauschinformationen
in Anwendung eines skalierbaren Sprachsignalkodierungsverfahren mit folgenden Schritten:
Bestimmung eines Anteils an empfangenen breitbandigen Sprachrahmen im Verhältnis zu
empfangenen schmalbandigen Sprachrahmen während einer Sprachphase,
Dekodierung der in einem SID-Rahmen enthaltenen Hintergrundrauschinformationen bei
Eintritt in eine DTX-Phase, wobei die Dekodierung nach Maßgabe des ermittelten Anteils
vorwiegend breitbandig oder schmalbandig erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer Bestimmung eines hohen Anteils an empfangenen breitbandigen Sprachrahmen
bei Eintritt in die DTX-Phase eine vorwiegend breitbandige Dekodierung der Hintergrundrauschinformationen
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Eintritt in die DTX-Phase zunächst eine vorwiegend schmalbandige Dekodierung
der Hintergrundrauschinformationen erfolgt, welche nach einem einstellbaren Zeitraum
in eine vorwiegend breitbandige Dekodierung übergeht.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang in die vorwiegend breitbandige Dekodierung mit einem Anteilsfaktor (HB-SHARE)
einstellbar ist, welcher ein Verhältnis zwischen einer breitbandigen und einer schmalbandigen
Rauschsignalqualität ausdrückt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteilsfaktor zum Zeitpunkt des Eintritts in die DTX-Phase zu Null dimensioniert
wird.
6. Verfähren nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, , dass der Anteilsfaktor zu einem Zeitpunkt von 100 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu
Eins dimensioniert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anteilsfaktor
- zu einem Zeitpunkt von 20 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,09525986892242
dimensioniert wird;
- zu einem Zeitpunkt von 40 ms nach Eintritt in die BTX-Phase zu 0,19753086419753
dimensioniert wird;
- zu einem Zeitpunkt von 60 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,36595031245237
dimensioniert wird; und;
- zu einem Zeitpunkt von 80 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,62429507696997
dimensioniert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer Bestimmung eines niedrigen Anteils an empfangenen breitbandigen Sprachrahmen
bei Eintritt in die DTX-Phase eine vorwiegend schmalbandige Dekodierung der Hintergrundrauschinformationen
erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Eintritt in die DTX-Phase zunächst eine vorwiegend breitbandige Dekodierung der
Hintergrundrauschinformationen erfolgt, welche nach einem einstellbaren Zeitraum in
eine vorwiegend schmalbandige Dekodierung übergeht.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang in die vorwiegend schmalbandige Dekodierung mit einem Anteilsfaktor
(HB-SHARE) einstellbar ist, welcher ein Verhältnis zwischen einer breitbandigen und
einer schmalbandigen Rauschsignalqualität ausdrückt.
11. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Anteilsfaktor zum Zeitpunkt des Eintritts in die DTX-Phase zu Eins dimensioniert
wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteilsfaktor zu einem Zeitpunkt von 100 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu
Null dimensioniert wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anteilsfaktor
- zu einem Zeitpunkt von 20 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,62429507696997
dimensioniert wird;
- zu einem Zeitpunkt von 40 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,36595031245237
dimensioniert wird;
- zu einem Zeitpunkt von 60 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,19753086419753
dimensioniert wird; und;
- zu einem Zeitpunkt von 80 ms nach Eintritt in die DTX-Phase zu 0,09525986892242
dimensioniert wird.
14. Codec mit Mitteln zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Codec nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine simplementierung im an sich bekannten ITU-T Standard G.729.1.
1. A method for decoding an SID frame (SID) for transmitting background noise information
using a scalable speech signal coding method with the following steps:
Determining an amount of received broadband speech frames relative to received narrowband
speech frames during a speech phase,
Decoding the background noise information contained in an SID frame upon entrance
into a DTX phase, wherein the decoding takes place according to the determined amount
of primarily broadband or narrowband.
2. The method according to Claim 1, characterized in that in the case of a determination of a high amount of received broadband speech frames,
upon entrance into the DTX phase a primarily broadband decoding of the background
noise information takes place.
3. The method according to Claim 2, characterized in that upon entrance into the DTX phase at first a primarily narrowband decoding of the
background noise information takes place which merges after an adjustable time period
into a primarily broadband decoding.
4. The method according to Claim 3, characterized in that the transition into the primarily broadband decoding can be adjusted with an amount
factor (HB-SHARE) which expresses a relationship between a broadband and a narrowband
noise signal quality.
5. The method according to Claim 4, characterized in that the amount factor is dimensioned to zero at the time of the entrance into the DTX
phase.
6. The method according to one of Claims 4 to 5, characterized in that the amount factor is dimensioned to one at a time of 100 ms after entrance into the
DTX phase.
7. The method according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that the amount factor
- is dimensioned to 0.09525986892242 at a time of 20 ms after entrance into the DTX
phase;
- is dimensioned to 0.19753086419753 at a time of 40 ms after entrance into the DTX
phase;
- is dimensioned to 0.36595031245237 at a time of 60 ms after entrance into the DTX
phase; and
- is dimensioned to 0.62429507696997 at a time of 80 ms after entrance into the DTX
phase.
8. The method according to Claim 1, characterized in that in the case of a determination of a low amount of received broadband speech frames
upon entrance into the DTX phase a primarily narrowband decoding of the background
noise information takes place.
9. The method according to Claim 8, characterized in that upon entrance into the DTX phase at first a primarily broadband decoding of the background
noise information takes place which merges after an adjustable time period into a
primarily narrowband decoding.
10. The method according to Claim 9, characterized in that the transition into the primarily narrowband decoding can be adjusted with the amount
factor (HB-SHARE), that expresses a relationship between a broadband and a narrowband
noise signal quality.
11. The method according to Claim 10, characterized in that the amount factor is dimensioned to one at the time of the entrance into the DTX
phase.
12. The method according to one of Claims 10 to 11, characterized in that the amount factor is dimensioned to zero at a time period of 100 ms after entrance
into the DTX phase.
13. The method according to one of Claims 10 to 12,
characterized in that the amount factor
- is dimensioned to 0. 62429507696997 at a time of 20 ms after entrance into the DTX
phase;
- is dimensioned to 0.36595031245237 at a time of 40 ms after entrance into the DTX
phase;
- is dimensioned to 0.19753086419753 at a time of 60 milliseconds after entrance into
the DTX phase; and
- is dimensioned to 0. 9525986892242 at a time of 80 ms after entrance into the DTX
phase.
14. A codec with means for carrying out the method according to one of Claims 1 to 13.
15. The codec according to Claim 14, characterized by an implementation in the known ITU-T standard G.729.1.
1. Procédé de décodage d'une trame SID (SID) pour une transmission d'informations de
bruit de fond en application d'un procédé de codage de signal vocal modulable avec
les étapes suivantes :
la détermination d'une proportion de trames vocales à large bande reçues par rapport
à des trames vocales à bande étroite reçues pendant une phase vocale,
le décodage des informations de bruit de fond contenues dans une trame SID lors de
l'entrée dans une phase DTX, dans lequel le décodage est effectué conformément à la
proportion déterminée principalement à large bande ou bande étroite.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans le cas d'une détermination d'une proportion élevée de trames vocales à large
bande reçues lors de l'entrée dans la phase DTX, un décodage principalement à large
bande des informations de bruit de fond est effectué.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que lors de l'entrée dans la phase DTX, un décodage principalement à bande étroite des
informations de bruit de fond est, tout d'abord, effectué, lequel décodage passe,
après une période réglable à un décodage principalement à large bande.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le passage au décodage principalement à large bande est réglable avec un facteur
de proportion (HB-SHARE) qui exprime un rapport entre une qualité de signal de bruit
à large bande et une qualité de signal de bruit à bande étroite.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le facteur de proportion est dimensionné à zéro au moment de l'entrée dans la phase
DTX.
6. Procédé selon l'une des revendications 4 à 5, caractérisé en ce que le facteur de proportion est dimensionné à un, à un moment de 100 ms après l'entrée
dans la phase DTX.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que le facteur de proportion
- est dimensionné à un moment de 20 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,09525986892242
;
- est dimensionné à un moment de 40 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,19753086419753
;
- est dimensionné à un moment de 60 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,36595031245237
;
- est dimensionné à un moment de 80 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,62429507696997.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans le cas d'une détermination d'une proportion faible de trames vocales à large
bande reçues lors de l'entrée dans la phase DTX, un décodage principalement à bande
étroite des informations de bruit de fond est effectué.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que, lors de l'entrée dans la phase DTX, un décodage principalement à large bande des
informations de bruit de fond est tout d'abord effectué, lequel décodage passe, après
une période réglable à un décodage principalement à bande étroite.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le passage au décodage principalement à bande étroite est réglable avec un facteur
de proportion (HB-SHARE) qui exprime un rapport entre une qualité de signal de bruit
à large bande et une qualité de signal de bruit à bande étroite.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le facteur de proportion est dimensionné à un au moment de l'entrée dans la phase
DTX.
12. Procédé selon l'une des revendications 10 à 11, caractérisé en ce que le facteur de proportion est dimensionné à un moment de 100 ms après l'entrée dans
la phase DTX à zéro.
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12,
caractérisé en ce que le facteur de proportion
- est dimensionné à un moment de 20 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,62429507696997
;
- est dimensionné à un moment de 40 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,36595031245237
;
- est dimensionné à un moment de 60 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,19753086419753
; et ;
- est dimensionné à un moment de 80 ms après l'entrée dans la phase DTX à 0,09525986892242.
14. Codec avec des moyens pour la réalisation du procédé selon l'une des revendications
1 à 13.
15. Codec selon la revendication 14, caractérisé par une implémentation dans la norme UIT-T G.729.1 connue en elle-même.