[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindungsvorrichtung für ein erstes und ein
zweites zu einer Baueinheit verbindbare und gegeneinander justierbare Möbelbauteile.
[0002] Die miteinander zu verbindenden Möbelbauteile sind in vielen Ausführungsformen bekannt.
In bevorzugten Ausführungen sind die zu einer Baueinheit zu verbindenden Bauteile
gegenüber einer ortsfest am Möbelkorpus angebrachten Führung oszillierend verschiebbar.
Außer der Möglichkeit, die beiden Möbelbauteile unverschiebbar zu verbinden, muss
gewährleistet sein, dass die beiden Möbelbauteile gegeneinander ausgerichtet werden
können. Dies erfolgt beispielsweise durch Verdrehen von Justierschrauben oder ähnliche
Elementen.
[0003] Solche Ausführungen haben sich bewährt, die Einstellung ist jedoch von der Handhabung
her als umständlich anzusehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindungsvorrichtung der eingangs
näher beschriebenen Art so auszulegen, dass ohne Verwendung von Justierschrauben und
ohne einer Zuhilfenahme von Werkzeugen die beiden zu einer Baueinheit zu verbindenden
Möbelbauteile gegeneinander justiert werden können. Die gestellte Aufgabe wird dadurch
gelöst, dass in dem zweiten Möbelbauteil mindestens zwei im Abstand zueinander stehende
Verbindungselemente vorgesehen sind, und dass in dem ersten Möbelbauteil mindestens
eine der Anzahl der Verbindungselemente entsprechende Stückzahl von Justierlöchern
vorgesehen ist, und dass die Abstände der Fixierelemente zu den Abständen der Justierlöcher
abweichend sind und die Verbindungselemente und die Justierlöcher in der Verschiebeebene
liegen.
[0005] Solange die beiden Möbelbauteile noch nicht miteinander verbunden sind, kann ein
Möbelbauteil gegenüber dem anderen Möbelbauteil zwecks der Justierung um einen minimalen
Betrag in der Verschiebeebene verschoben werden. Durch die unterschiedlichen Abstände
zwischen den Justierlöchern und den Verbindungselementen kann nur ein Verbindungselement
in ein zugeordnetes Justierloch eingreifen. Die restlichen Verbindungselemente stützen
sich an den die Justierlöcher begrenzenden Rändern ab, sind demzufolge wirkungslos.
[0006] In einer Ausführung ist vorgesehen, dass in dem ersten Möbelbauteil drei beabstandete
Justierlöcher und in dem zweiten Möbelbauteil drei beabstandete Verbindungselemente
vorgesehen sind. Dabei kann das mittlere Justierloch und das mittlere Verbindungselement
jeweils als Einstellelement für die Grundeinstellung für die Möbelbauteile und die
beiden seitlichen Justierlöcher und Verbindungselement für die Korrektur angesehen
werden.
[0007] In einer ersten Ausführung ist vorgesehen, dass die Verbindungselemente als in Längsrichtung
der Justierlöcher und in ihrer Längsrichtung verfahrbare Justierbolzen ausgebildet
sind. Der jeweilige in ein Justierloch eingreifende Justierbolzen greift über einen
Teil der Länge in das jeweilige Justierloch ein.
[0008] Es ist ferner vorgesehen, dass die Abstände zwischen den Verbindungselementen größer
oder kleiner sind als die Abstände zwischen den Justierlöchern. In einer möglichen
Ausführung ist jedoch noch vorgesehen, dass die Abstände zwischen den Verbindungselementen
jedoch untereinander gleich sind.
[0009] Damit der in ein Justierloch jeweils eintauchende Verbindungsbolzen auch sicher in
das Justierloch eintauchen kann, ist vorgesehen, dass jeder Verbindungsbolzen mittels
jeweils eines Kraftspeichers belastet ist.
[0010] Zur sicheren Führung der Verbindungsbolzen ist vorgesehen, dass diese in einem Führungskanal
schließend geführt sind, die in einer am zweiten Möbelbauteil festgelegten Führungsplatte
vorgesehen sind.
[0011] In weiterer Ausgestaltung ist noch vorgesehen, dass die Verbindungsbolzen an den
den Kraftspeichern zugewandten Endbereichen mit jeweils einem quer zur Mittellängsachse
des jeweiligen Verbindungsbolzens verlaufenden Entriegelungsstiften versehen sind.
Diese Entriegelungsstifte ermöglichen, dass der jeweils in ein Justierloch eingetauchte
Verbindungsbolzen in eine Freigabestellung gebracht werden kann, so dass eine nachträgliche
Justierung noch möglich ist oder dass die miteinander verbundenen Möbelbauteile entkoppelt
werden können.
[0012] Damit die Entriegelungsstifte zwecks einer Freigabe durch das Justierloch entgegen
der Wirkung des Kraftspeichers verfahren werden können, ist vorgesehen, dass die Führungskanäle
zumindest an der den Entriegelungsstiften zugeordneten Seite offen sind bzw. Schlitze
aufweisen. Zweckmäßigerweise sind jedoch die Führungskanäle an den einander gegenüberliegenden
Seiten offen. Es sei noch erwähnt, dass die Führungsplatte fest mit dem zweiten Möbelbauteil
verbunden ist.
[0013] Damit die Freigabe des jeweiligen Verbindungsbolzens in einfachster Weise erreicht
werden kann, ist vorgesehen, dass an der Führungsplatte an der den Entriegelungsstiften
zugeordneten Seite ein in der Längsrichtung der Verriegelungsbolzen verschiebbar geführter
Entriegelungsschieber angeordnet ist, der mit den Entriegelungsstiften in einer Wirkverbindung
steht. Diese Wirkverbindung wird in besonders einfacher Weise erreicht, indem der
Entriegelungsschieber mit einem an der den Verbindungsbolzen zugewandten Seite vorgesehenen
Entriegelungssteg versehen ist, der mit Ausnehmungen versehen ist, in die die Entriegelungsstifte
eingreifen. Diese Ausnehmungen hintergreifen die Entriegelungsstifte. Um die Entriegelung
optimal ausführen zu können, ist vorgesehen, dass an der Führungsplatte ein Betätigungshebel
schwenkbar gelagert ist, an der der Entriegelungsschieber angelenkt ist.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Fixierelemente als Federzungen
ausgebildet sind, die an einem Halter angesetzt, angeformt oder ausgeformt sind. Diese
Federzungen sind so ausgelegt, dass die freien Endbereiche in eines der Justierlöcher
einrastet, sobald diese Federzunge fluchtend zu dem Justierloch steht.
[0015] Auch bei dieser Ausführung muss sichergestellt sein, dass im Bedarfsfalle eine Entriegelung
erfolgt. Es ist deshalb vorgesehen, dass in dem Halter ein Stab drehbar gelagert ist,
der mit Entriegelungsnocken versehen ist, die bei Drehung des Entriegelungsstabes
mit den Federzungen zusammenwirken.
[0016] Im Sinne dieser Anmeldung wird als das erste Möbelbauteil dasjenige bezeichnet, welches
die Justierlöcher aufweist und das zweite Möbelbauteil ist das Bauteil, welches mit
den Verbindungselementen ausgestattet ist. In Ausführungen ist vorgesehen, dass das
erste Möbelbauteil eine längs einer ortsfesten Führungsschiene verfahrbare Laufschiene
und das zweite Möbelbauteil der Boden eines Schubkastens ist. Auch die Umkehrung ist
möglich, so dass der Boden des Schubkastens das erste Möbelbauteil und die Laufschiene
das zweite Möbelbauteil ist.
[0017] Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Figuren 1a, 1 b, 2a, 2b, 2c
- die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung in einer ersten Ausführung in fünf verschiedenen
Ansichten, zur besseren Veranschaulichung mit Schnitt durch die Füh- rungsplatte in
der Mittelebene der Verbindungselemen- te,
- Figuren 3a, 3b, 4a, 4b, 4c
- die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung in einer zweiten Ausführungsform in fünf
verschiedenen An- sichten, zur besseren Veranschaulichung mit Schnitt durch die Führungsplatte
in der Mittelebene der Ver- bindungselemente und
- Figuren 5a, 5b, 6a, 6b, 6c
- die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung in einer dritten Ausführungsform in fünf
verschiedenen Ansich- ten.
[0019] In den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist die noch näher erläuterte
Verbindungsvorrichtung zur Verbindung eines teilweise dargestellten Schubkastens 10
mit einer Laufschiene 11 dargestellt, die längs einer fest an einem nicht dargestellten
Möbelkorpus angebrachten Führungsschiene 12 verfahrbar ist. Aus Gründen der vereinfachten
Darstellung ist nur der Boden 10a und eine Seitenwand 10b des Schubkastens 10 dargestellt.
Wie die Figur 1 deutlich zeigt, ist die Laufschiene 11 an der inneren, der Seitenwand
10b abgewandten Seite mit drei höhengleichen sowie im gleichen Abstand zueinander
stehenden Justierlöchern 13 ausgestattet. Lagegerecht zu diesen Justierlöchern 13
ist an der Unterseite des Bodens 10a des Schubkastens 10 eine Führungsplatte 14 festgelegt.
Wegen der anschaulicheren Erläuterung der erfindungsgemäßen Lösung ist die Führungsplatte
14 oberhalb der Ebene der Verbindungsbolzen 17 weggeschnitten dargestellt. Diese Führungsplatte
14 ist an der der Laufschiene 11 zugewandten Seite mit drei beabstandeten Führungen
15 versehen, die als Sacklöcher ausgebildet sind. Die die Führungen 15 begrenzenden
Wandungen verlaufen jedoch bogenförmig. In jede Führung 15 ist ein Kraftspeicher in
Form einer Druckfeder 16 eingesetzt. Außerdem ist in jede Führung 15 ein Verbindungsbolzen
17 eingesetzt. An der dem Boden 10a des Schubkastens 10 abgewandten Seite ist jeder
Verbindungsbolzen 17 mit einem Entriegelungsstift 18 versehen, der quer zur Mittellängsachse
jedes Verriegelungsbolzens 17 steht und durch ein Langloch 26 die Führungsplatte 14
durchdringt. An der dem Schubkasten 10a abgewandten Seite ist an der Führungsplatte
14 ein Entriegelungsschieber 19 verschiebbar eingesetzt. Dieser Entriegelungsschieber
19 ist an der der Laufschiene 11 zugewandten Seite mit einem Entriegelungssteg 20
versehen, der quer zur Verschieberichtung des Entriegelungsschiebers 19 steht. An
der der Laufschiene 11 abgewandten Seite ist der Entriegelungssteg 20 mit Langlöchern
versehen, in die die Entriegelungsstifte 18 eingreifen, Die Führungsplatte 14 ist
mit einer Bohrung 21 versehen, in die ein endseitiger Zapfen 22 eines Entriegelungshebels
23 eingesetzt ist. An diesen Entriegelungshebel 23 ist der Entriegelungsschieber 19
angelenkt. Dazu ist der Entriegelungsschieber 19 an der der Laufschiene 11 abgewandten
Seite mit einem Lagerzapfen 24 versehen, der in eine Bohrung 25 des Entriegelungshebels
23 eingreift.
[0020] Die Figur 1 a zeigt die zuvor beschriebene Verbindungsvorrichtung in einer schräg
perspektivischen und sprengbildlichen Darstellung, während die Figur 1b diese Anordnung
in einer quer zur Auszugsrichtung sprengbildlichen Darstellung zeigt.
[0021] Die Figur 2a zeigt eine der Figur 1a entsprechende Darstellung, jedoch ist die Verbindungsvorrichtung
im montierten Zustand dargestellt. Die Figur 2c zeigt diese Verbindungsvorrichtung
in einer Draufsicht und die Figur 2b zeigt diese Verbindungsvorrichtung in einer um
180° gedrehten Lage, d.h., in einer Unteransichtsperspektive.
[0022] Die Abstände der Führungen 15 und somit der Verbindungsbolzen 17 sind abweichend
von den Abständen zwischen den einzelnen Justierlöchern 13, liegen aber in der gleichen
Ebene. Vorzugsweise sind die Abstände der Führungen 15 ein klein wenig größer, beispielsweise
um einen Bereich von zwei Millimetern, als die Abstände zwischen den Justierlöchern
13. Die Figuren 2a, 2b, 2c zeigen, dass bei der gezeichneten Ausführung der mittlere
Verbindungsbolzen 17 in das zugehörige mittlere Justierloch 13 eingefahren ist. Um
den Schubkasten 10 und die Laufschiene 11 gegeneinander auszurichten, kann entweder
der Schubkasten 10 oder die Laufschiene 11 so bewegt werden, dass einer der äußeren
Verbindungsbolzen 17 in das zugehörige Justierloch 13 eingreift. In der Ausgangslage
sind alle Verbindungsbolzen 17 zurückgezogen. Ist jedoch einer der Verbindungsbolzen
17 in ein Justierloch 13 eingefahren, kann durch Verschwenken des Entriegelungshebels
23 der jeweilige Verbindungsbolzen 17 entgegen der Wirkung der jeweiligen Druckfeder
1b zurückgezogen, so dass die Verbindung zwischen dem Schubkasten 10 und der Laufschiene
11 gelöst ist, so dass wiederum eine gegenseitige Ausrichtung erfolgen kann.
[0023] Bei der zuvor beschriebenen Ausführung bildet die Laufschiene 11 das erste Möbelbauteil
und der Schubkasten 10 das zweite Möbelbauteil, die durch jeweils ein Justierloch
13 und einen eingefahrenen Verbindungsbolzen 17 eine Baueinheit bilden, wobei die
mit den Verbindungsbolzen 17 in Wirkverbindung stehenden Bauteile zur Verbindungsvorrichtung
gehören.
[0024] Die Figuren 3a, 3b, 4a, 4b, 4c zeigen eine anhand der zuvor abgehandelten Figuren
baugleiche Verbindungsvorrichtung, jedoch sind die Justierlöcher 13 als von der Unterseite
des Bodens 10a des Schubkastens 10 ausgehende Sacklöcher ausgebildet. Die Führungsplatte
14, hier ist wiederum die zum Betrachter liegende Seite bis zur Ebene der Verbindungselemente
weggeschnitten dargestellt, einschließlich der eingesetzten Druckfedern 16 und der
Verbindungsbolzen 17 sowie der Entriegelungsschieber 19 und der Entriegelungshebel
23 sind an der Laufschiene 11 festgelegt. Demzufolge steht die Führungsplatte 14 parallel
und im Abstand zur Seitenwand 10b des Schubkastens 10. Die Führungsplatte 14 steht
im Abstand zum zugewandten Schenkel der Laufschiene 11. Dazu sind an diesem Schenkel
der Laufschiene 11 zwei Zwischenstege 26 angesetzt oder angeformt. Der Entriegelungsschieber
19 liegt zwischen diesen Stegen wie insbesondere die Figuren 4a, 4b und 4c zeigen.
[0025] Die Figur 3 zeigt die Verbindungsvorrichtung in einer perspektivischen und sprengbildlichen
Darstellung, die Figur 3b zeigt die Verbindungsvorrichtung in einer sprengbildlichen
Seitenansicht mit Blick auf die Seitenwand 10b des Schubkastens 10, die Figur 4a zeigt
die Verbindungsvorrichtung gemäß der Figur 3a, jedoch im montierten Zustand, die Figur
4c zeigt die montierte Verbindungsvorrichtung in einer Seitenansicht mit Blick auf
die Seitenwand 10b des Schubkastens 10 und die Figur 4b zeigt die Verbindungsvorrichtung
in einer Unteransicht mit Blick auf den Boden 10 a des Schubkastens 10.
[0026] Die in den Figuren 3a bis 4c gezeigte Verbindungsvorrichtung ist eine Umkehrung der
in den Figuren 1a bis 2c gezeigten Vorrichtung. Demzufolge bildet bei dieser Ausführung
der Boden 10a des Schubkastens 10 das erste Möbelbauteil und die Laufschiene 11 mit
der angesetzten Führungsplatte 14 das zweite Möbelbauteil. Die Figuren 5a, 5b, 6a,
6b und 6c zeigen eine dritte Ausführung der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung.
Die Figur 5a zeigt diese in einer perspektivischen und sprengbildlichen Darstellung
mit Blick auf die Innenfläche der Seitenwand 10b des Schubkastens 10 und die Figur
5b zeigt diese Ausführung mit Blick auf die Außenfläche der Seitenwand 10b des Schubkastens
10. Die Figur 6a zeigt diese Verbindungsvorrichtung im montierten Zustand in perspektivischer
Darstellung mit Blick auf die Laufschiene 11 und die untere Seite des Bodens 10a des
Schubkastens 10. Die Figur 6b zeigt diese Verbindungsvorrichtung in einer Seitenansicht
und die Figur 6c diese Verbindungsvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung
mit Blick auf die untere Fläche des Bodens 10a des Schubkastens 10.
[0027] Wie besonders die Figur 5a zeigt, sind die Justierlöcher 13 bei dieser Ausführung
ebenfalls in der Laufschiene 11 angeordnet, jedoch sind sie im Gegensatz zu den zuvor
beschriebenen Ausführungen rechteckig gestaltet, wobei die Abstände wiederum gleich
sind. Anstelle der Verbindungsbolzen 17 greifen in die Justierlöcher 13 Federzungen
27 ein, die an einem Halter 28 angeformt sind, der eine Befestigungsplatte aufweist,
um diesen an der Unterseite des Bodens 10a des Schubkastens 10 festzulegen. Die Abstände
der Federzungen 27 weichen auch bei dieser Ausführung von den Abständen der Justierlöcher
13 ab. Wie insbesondere die Figuren 6a und 6c zeigen, ist gemäß diesen Darstellungen
die mittlere Federzunge 27 in das zugehörige Justierloch 13 eingeschwenkt. Je nach
Stellung des Schubkastens 10 zur Laufschiene 11 kann auch eine der äußeren Federzungen
27 in das zugehörige Justierloch 13 einschwenken.
[0028] Zur Entriegelung der jeweiligen Federzunge 27 ist Halter 28 mit einem Entriegelungsstab
29 ausgestattet, der drei beabstandete Entriegelungsnocken 30 trägt. Es ergibt sich
aus den Figuren, dass durch Drehung des Entriegelungsstabes 29 die in ein Justierloch
13 eingeschwenkte Federzunge 27 aus dem Justierloch 13 herausgedrückt wird, so dass
die gegenseitige Justierung des Schubkastens 10 zur Laufschiene 11 durchführbar ist.
[0029] Bei dieser Ausführung bildet die Laufschiene 11 das erste Möbelbauteil und der Schubkasten
10 mit dem am Boden 10a angesetzten Halter 28 das zweite Möbelbauteil. Auch bei dieser
Ausführung ist die Umkehrung möglich.
[0030] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Wesentlich
ist, dass die gegeneinander zu justierenden Möbelbauteile 10, 11 über eine Verbindungsvorrichtung
miteinander verbunden werden können, ohne dass Justierschrauben oder ähnliche Bauteile
mittels eines Werkzeuges verdreht werden müssen und dass in einem Möbelbauteil Justierlöcher
13 und in dem anderen Möbelbauteil Verbindungselemente in Form von Verbindungsbolzen
17 oder Federzungen 27 eingreifen. Ferner ist wesentlich, dass die Abstände zwischen
den Justierlöchern 13 und den Verbindungselementen 17, 27 voneinander abweichen.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 10
- Schubkasten
- 10a
- Boden
- 10b
- Seitenwand
- 11
- Laufschiene
- 12
- Führungsschiene
- 13
- Justierloch
- 14
- Führungsplatte
- 15
- Führung
- 16
- Druckfeder
- 17
- Verbindungsbolzen
- 18
- Entriegelungsstift
- 19
- Entriegelungsschieber
- 20
- Entriegelungssteg
- 21
- Bohrung
- 22
- Zapfen
- 23
- Entriegelungshebel
- 24
- Lagerzapfen
- 25
- Bohrung
- 26
- Langloch
- 27
- Federzunge
- 28
- Halter
- 29
- Entriegelungsstab
- 30
- Entriegelungsnocken
1. Verbindungsvorrichtung für ein erstes und ein zweites zu einer Baueinheit verbindbare
und gegeneinander justierbare Möbelbauteile (10, 11), dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Möbelbauteil (11, 10) mindestens zwei im Abstand zueinander stehende
Verbindungselemente (17, 27) vorgesehen sind, und dass in dem ersten Möbelbauteil
(10, 11) mindestens eine der Anzahl der Verbindungselemente (17, 27) entsprechende
Stückzahl von Justierlöchern (13) vorgesehen ist, und dass die Abstände der Fixierelemente
(17, 27) zu den Abständen der Justierlöcher (13) abweichend sind und die Verbindungselemente
(17, 27) und die Justierlöcher (13) in der Verschiebeebene liegen.
2. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Möbelbauteil (11, 10) drei beabstandete Justierlöcher (13) und in dem
zweiten Möbelbauteil (10, 11) drei beabstandete Verbindungselemente (17, 27) vorgesehen
sind.
3. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände zwischen den Verbindungselementen (17, 27) größer oder kleiner sind
als die Abstände zwischen den Justierlöchern (13).
4. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente als in Längsrichtung der Justierlöcher (13) verfahrbare Verbindungsbolzen
(17) ausgebildet sind.
5. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verbindungsbolzen (17) durch jeweils einen Kraftspeicher, vorzugsweise in Form
einer Druckfeder (16) belastet ist.
6. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verbindungsbolzen (17) in einer Führung (15) einer am ersten oder zweiten Möbelbauteil
(10, 11) festgelegten Führungsplatte (14) eingesetzt ist.
7. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsbolzen (17) an der den Kraftspeichern (16) zugewandten Endbereichen
mit jeweils einem quer zur Mittellängsachse des jeweiligen Verbindungsbolzens (17)
verlaufenden Entriegelungsstift (18) versehen sind.
8. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (15) zumindest an der den Entriegelungsstiften (18) zugewandten
Seite offen sind bzw. Schlitze aufweisen.
9. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsplatte (14) fest mit dem ersten oder zweiten Möbelbauteil verbunden ist,
und dass an der den Entriegelungsstiften zugeordneten Seite ein in der Längsrichtung
der Entriegelungsbolzen (17) verschiebbarer Entriegelungsschieber (19) angeordnet
ist, der mit den Entriegelungsstiften (18) in einer Wirkverbindung steht.
10. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Entriegelungsschieber (19) einen Entriegelungssteg (20) aufweist, der mit Ausnehmungen
versehen ist, in die die Entriegelungsstifte (18) eingreifen.
11. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führungsplatte (14) ein Entriegelungshebel (23) schwenkbar gelagert ist, an
dem der Entriegelungsschieber (19) angelenkt ist.
12. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente als Federzungen (27) ausgebildet sind, die an einem Halter
(28) angesetzt oder angeformt sind, der an dem ersten Möbelbauteil (11 oder 10) angesetzt,
angeformt oder ausgeformt sind.
13. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Halter (28) ein Entriegelungsstab (29) drehbar gelagert ist, der mit Entriegelungsnocken
(30) ausgestattet ist.