| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 246 023 A2 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.04.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL BA ME RS |
| (30) |
Priorität: |
30.04.2009 DE 102009019344
|
| (71) |
Anmelder: Otto Bock Mobility Solutions GmbH |
|
07426 Königsee (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Kretschmer, Oliver
74889 Sinsheim (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Rehmann, Thorsten et al |
|
Gramm, Lins & Partner GbR
Theodor-Heuss-Strasse 1 38122 Braunschweig 38122 Braunschweig (DE) |
|
| |
|
(57) Ein Rollstuhlrahmen bestehend aus zwei sich gegenüberliegenden Seitenrahmen (1, 2),
die über mindestens eine Kreuzstrebe (11), einen Sitz (5) und einen Rückenrahmen (6)
miteinander verbunden sind, und die jeweils eine im Wesentlichen horizontale, den
Sitz (5) aufnehmende obere Strebe (3) und eine untere Strebe (4) aufweisen, zeichnet
sich dadurch aus, dass die beiden Streben (3, 4) an ihren dem Rückenrahmen (6) zugewandten
Ende über einen einteiligen Rohrbogen (7) miteinander verbunden sind, und dass der
Durchmesser (D1, D2) des Rohrbogens (7) an seinen beiden Enden (7', 7") unterschiedlich groß ist.
|

|
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rollstuhlrahmen, bestehend aus zwei sich gegenüberliegenden
Seitenrahmen, die über mindestens eine Querstrebe, einen Sitz und einen Rückenrahmen
miteinander verbunden sind, und die jeweils eine im Wesentlichen horizontale, den
Sitz aufnehmende, obere Strebe und eine damit verbundene untere Strebe aufweisen.
[0002] Ein solcher Rollstuhlrahmen ist beispielsweise aus der
DE 20 2004 005 653 U1 bekannt. Die beiden Streben des Rahmens sind an ihrem vorderen Ende dadurch verbunden,
dass sie mit einem vertikalen Rohr verschweißt werden. An ihrem hinteren Ende sind
sie über eine vertikale Strebe miteinander verschraubt, die gleichzeitig jeweils ein
Lager für ein Antriebsrad aufnehmen kann. Der Rückenrahmen ist mit der Radlagestrebe
verschraubt.
[0003] Aus der
DE 91 13 085 U1 ist ein Rollstuhlrahmen bekannt, bei dem die Streben über in vertikaler Richtung
ragende vordere und hintere Streben miteinander verschraubt sind.
[0004] Die aus der
DE 295 17 374 U1 bekannten Seitenrahmen für einen Rollstuhlrahmen sind über eine direkt auf die obere
und untere Strebe aufgespritzte Kunststoffummantelung miteinander verbunden.
[0005] Die bekannten Verbindungen sind zeit- und kostenaufwendig herzustellen. Der Erfindung
liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, den Aufbau der Seitenrahmen zu vereinfachen und
eine schnelle Montage zu gestatten.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe zeichnet sich ein gattungsgemäßer Rollstuhlrahmen dadurch
aus, dass die beiden Streben an ihren dem Rückenrahmen zugewandten Ende über einen
einteiligen Rohrbogen miteinander verbunden sind, und dass der Durchmesser des Rohrbogens
an seinen beiden Enden unterschiedlich groß ist. Es kann der Innendurchmesser und/oder
der Außendurchmesser an den beiden Enden unterschiedlich groß sein.
[0007] Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, den Rohrbogen als separates Bauteil herzustellen
und die untere Strebe in das eine Ende des Rohrbogens einzustecken und in das andere
Ende jeweils ein unteres Ende des Rückenrahmens einzustecken oder aufzustecken.
[0008] Die obere Strebe kann mit dem Rohrrahmen durch eine Muffe oder eine Verschraubung
verbunden werden. Die unterschiedlich großen Durchmesser der Enden des Rohrbogens
gestatten es, herkömmliche Rohre für die untere Strebe und den Rückenrahmen zu verwenden,
was den modularen Aufbau eines Rollstuhlrahmens begünstigt und die Herstellkosten
reduziert, da die Lagerhaltung klein gehalten werden kann. Außerdem sind Steckverbindungen
wesentlich schneller herstellbar als Schraub- oder Schweißverbindungen.
[0009] An dem Rückenteil, das einen Rohrrahmen aufweist, dessen untere Enden in die oberen
Enden der Rohrbögen einsteckbar sind, sind vorzugsweise an dessen oberen Ende Schiebegriffe
angeordnet.
[0010] Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nachfolgend
näher beschrieben werden.
[0011] Es zeigt:
- Figur 1 -
- die Seitenansicht eines Rollstuhles,
- Figur 2 -
- die Rückansicht des Rollstuhles nach Figur 1;
- Figur 3 -
- die Ansicht eines Seitenrahmens,
- Figur 4 -
- die perspektivische Darstellung des Rohrbogens.
[0012] Der Rollstuhl besteht aus dem Rahmen, der zwei sich gegenüberliegende Seitenrahmen
1, 2 aufweist. Jeder Seitenrahmen 1, 2 besteht aus einer horizontal verlaufenden oberen
Strebe 3 und einer hierzu parallel verlaufenden unteren Strebe 4. Die Streben 3, 4
sind an ihrem vorderen Ende über eine Strebe 8 und an ihrem hinteren Ende über den
einstückigen Rohrbogen 7 miteinander verbunden. An der vorderen Strebe 8 sind die
Fußstützenbügel 9 mit der Fußstütze 10 befestigt.
[0013] In Querrichtung sind die Seitenrahmen 1, 2 über den Sitz 5 und die Kreuzstrebe 11
miteinander verbunden. Wie Figur 4 zeigt, ist der einstückige Rohrbogen 7 konifiziert.
Der Innendurchmesser D
1 des oberen Endes 7' ist größer als der Innendurchmesser D
2 am unteren Ende. Das untere Ende 7" des Rohrbogens 7 ist fest mit der Strebe 4 durch
ein Gelenkelement 16 verbunden, um das sich die Kreuzstrebe 11 bewegt. Das Gelenkelement
16 ist in das Ende 7" des Rohrbogens 7 eingesteckt. In das obere Ende 7' sind jeweils
die Rohre 6a des Rückenrahmens 6 eingesteckt, die an den gegenüberliegenden Enden
die Schiebegriffe 12 aufweisen. Zwischen den Rohren 6a des Rückenrahmens 6 ist eine
Bespannung 15 vorgesehen, die die Rückenlehne für den Rollstuhl bildet.
[0014] In bekannter Weise ist an der unteren Strebe 4 noch jeweils ein lenkbares Vorderrad
14 befestigt und zwischen der oberen Strebe 3 und der unteren Strebe 4 ist im hinteren
Bereich je ein Antriebsrad 15 höhenverstellbar gelagert.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Seitenrahmen
- 2
- Seitenrahmen
- 3
- obere Strebe
- 4
- untere Strebe
- 5
- Sitz
- 6
- Rückenrahmen
- 6a
- Rohrrahmen / Rohr
- 7
- Rohrbogen
- 7'
- oberes Ende
- 7"
- unteres Ende
- 8
- vertikale Strebe
- 9
- Fußstützenhalter
- 10
- Fußstütze
- 11
- Kreuzstrebe
- 12
- Handgriff
- 13
- Vorderrad
- 14
- Antriebsrad
- 15
- Bespannung
- 16
- Gelenkelement
- D1
- Durchmesser
- D2
- Durchmesser
1. Rollstuhlrahmen bestehend aus zwei sich gegenüberliegenden Seitenrahmen (1, 2), die
über mindestens eine Kreuzstrebe (11), einen Sitz (5) und einen Rückenrahmen (6) miteinander
verbunden sind, und die jeweils eine im Wesentlichen horizontale, den Sitz (5) aufnehmende
obere Strebe (3) und eine untere Strebe (4) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Streben (3, 4) an ihren dem Rückenrahmen (6) zugewandten Ende über einen
einteiligen Rohrbogen (7) miteinander verbunden sind, und dass der Durchmesser (D1, D2) des Rohrbogens (7) an seinen beiden Enden (7', 7") unterschiedlich groß ist.
2. Rollstuhlrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser (D1, D2) an den beiden Enden (7', 7") des Rohrbogens (7) unterschiedlich groß ist.
3. Rollstuhlrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser an den beiden Enden (7', 7") des Rohrbogens (7) unterschiedlich
groß ist.
4. Rollstuhlrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückenteil (6) einen Rohrrahmen (6a) aufweist, dessen untere Enden in die oberen
Enden (7') der Rohrbögen (7) einsteckbar sind und dessen obere Enden Schiebegriffe
(12) aufweisen.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente