[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Fertigungsrückständen aus
Durchgängen mit jeweils zwei Austrittsöffnungen in Werkstücken mittels eines Fluids,
wobei jeder Durchgang mit Fluid geflutet wird und ein auf das Fluid in dem Durchgang
wirkender Unterdruck erzeugt wird.
[0002] Bei der spanenden Bearbeitung von Werkstücken aus Metall wird überflüssiges Material
in Form von Spänen abgetragen. Bei der Herstellung von Durchgängen in Werkstücken,
beispielsweise mittels Bohren oder Fräsen, müssen die Späne zuverlässig aus den Durchgängen
entfernt werden. Insbesondere bei Durchgängen, die Hinterschneidungen und/oder Verjüngungen
aufweisen, ist die Entfernung des überflüssigen Materials problematisch, da sich dieses
an den Engstellen bzw. an Ecken und Kanten von Hinterschneidungen festsetzen und den
Durchgang verstopfen kann.
[0003] Zur Entfernung des überschüssigen Materials aus den Durchgängen sind verschiedenen
Verfahren bekannt geworden:
Von der Fa. DÜRR Aktiengesellschaft ist das so genannte Tauchfluten von Werkstücken
zur Rückstandsentfernung in Durchgängen entwickelt worden, bei dem das Werkstück in
eine Flutkammer gelegt wird, die mit etwa 300 Liter Waschflüssigkeit gefüllt wird.
Durch Beaufschlagen von in der Waschflüssigkeit angeordneten Düsen mit etwa 10 bar
Flüssigkeitsdrucks entstehen in der Flutkammer starke Turbulenzen, die die das Reinigen
der Werkstücke bewirken.
[0004] Bei dem so genannten Aqua Cannon Verfahren der Valiant Cleaning Technology GmbH werden
Fluidstrahlen mit Hilfe eines Düsensystems impulsartig mit Strömungsgeschwindigkeiten
von bis zu 45 m/s auf die Durchgänge des Werkstücks gerichtet, um die Rückstände aus
den Durchgängen zu entfernen. Der Druckaufbau bewirkt eine Verformung und Ablösung
von eingeklemmten Spänen. Die Entfernung der Rückstände ist jedoch vielfach nicht
befriedigend, da der Düsenstrahl nur auf Teilflächen des Durchgangs auftrifft. Verdeckte,
für den Düsenstrahl nicht unmittelbar zugängliche Flächen in den Durchgängen lassen
sich nicht wirksam reinigen. Die Effizienz der Rückstandsentfernung wird weiter dadurch
gemindert, dass der auftreffende Düsenstrahl, insbesondere bei unregelmäßig geformten
Durchgängen, wie beispielsweise Überström- oder Kühlkanäle in Zylinderblöcken, mehrfach
reflektiert wird.
[0005] Aus der
DE 10 2005 019 285 B3 ist ein Reinigungsverfahren und eine Reinigungsanlage zur vollständigen Reinigung
von Werkstückinnenräumen bzw. Kanälen insbesondere von Motorenteilen bekannt. Durch
ein geregeltes Durchspülen des Innenraumes bzw. der Kanäle mit einem voll ausfüllenden
Volumenstrom an Reinigungsflüssigkeit soll ein sicheres Freispülen und Abreinigen
von Spänen sichergestellt werden. Um eingeklemmte Späne aus vorhandenen Innenkonturen
des Werkstücks zu entfernen, ist der Volumenstrom an Reinigungsflüssigkeit mittels
einer Ventilanordnung umkehrbar. Das Durchspülen der Hohlräume und/oder des Kanalsystems
des Werkstücks erfolgt mit mindestens einem Ein- und mindestens einem Ausflussanschluss
von Rohr- oder Schlauchleitungen für die Reinigungsflüssigkeit, die dabei gegenüber
dem Werkstück dichtend anschließen. Die Reinigungsflüssigkeit steht unter einem Überdruck
von bis zu 8 bar zur Verfügung.
[0006] Aus der
DE 297 17 946 U1 ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen aus Durchgängen von Werkstücken
bekannt, die mit Ultraschall und einem schlagartig wirkenden Vakuum arbeitet. Die
Vorrichtung weist einen Fluidbehälter auf, der zur vollständigen Aufnahme mehrerer
Werkstücke in einer Waschflüssigkeit geeignet ist, die auf etwa 80 -90 ° C vorgeheizt
werden muss. Jedes Werkstück weist einen Durchgang mit mehreren Austrittsöffnungen
auf. An eine der Austrittsöffnungen jedes Werkstücks wird über einen außerhalb des
Behälters angeordneten Adapter über eine bodenseitige Öffnung des Behälters schockartig
ein Vakuum gelegt. Die im Inneren des Werkstücks befindliche Waschflüssigkeit beginnt
schlagartig zu sieden, wobei der Ultraschall den Übergang der Waschflüssigkeit in
die Dampfphase im Inneren des Werkstücks beschleunigt. Die nachströmende Waschflüssigkeit
expandiert im Inneren des Werkstücks explosiv. Die Strömungsverhältnisse des Dampfs
in Verbindung mit dem Ultraschall bewirken die Reinigung des Innenraums des Werkstücks.
Die untere Öffnung jedes Adapters ist über ein Ventil mit einem von zwei Unterdruckbehältern
zur Aufnahme des Dampf-/ Flüssigkeitsgemischs verbunden, wobei jeder der beiden Unterdruckbehälter,
wechselweise mit einer Ringvakuumpumpe verbindbar ist.
[0007] Ausgehend von dem Stand der Technik nach der
DE 297 17 946 U1 liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, das eine verbesserte Entfernung von Fertigungsrückständen aus Durchgängen
von Werkstücken, insbesondere auch bei Durchgängen mit Hinterschneidungen und/oder
Engstellen bei geringerem Leistungsbedarf ermöglicht. Des Weiteren soll eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagen werden.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst,
dass zunächst beim Einlegen des Werkstücks in den Fluidbehälter jeder Durchgang in
dem Werkstück vollständig mit dem Fluid geflutet wird, wobei ein flüssiges Fluid mit
Umgebungstemperatur eingesetzt wird undanschließend an eine der Austrittsöffnungen
jedes Durchgangs eine Fluidleitung angeschlossen wird, die mit Mitteln zur Erzeugung
eines Drucks in der Fluidleitung verbunden ist und endseitig einen Adapter aufweist,
dessen Rand die Austrittssöffnung des Durchgangs umgibt und dichtend auf der Oberfläche
des Werkstücks aufliegt, und ein Unterdruck schlagartig auf das flüssige Fluid mit
den Mitteln zur Erzeugung eines Drucks in der Fluidleitung zur Wirkung gebracht wird,
der eine Strömung des flüssigen Fluids in dem Durchgang erzeugt, wobei der dabei auftretende
Unterdruckstoß mit einen Unterdruck von bis zu -0,7 bar zu einer Ablösung der Fertigungsrückstände
und deren Abtransport aus dem Durchgang führt.
[0009] Die weitere Verbesserung der Entfernung von Fertigungsrückständen wird dadurch erzielt,
dass zunächst jeder Durchgang mit flüssigem Fluid geflutet und anschließend der Unterdruck
schlagartig auf das Fluid zur Wirkung gebracht wird. Der dabei auftretende Unterdruckstoß
mit einem Unterdruck von bis zu -0,7 bar, vorzugsweise -0,5 bar führt zu einer wirksamen
Ablösung der Fertigungsrückstände und deren Abtransport aus dem Durchgang. Der Unterdruck
wird beispielsweise dadurch schlagartig zur Wirkung gebracht, dass über mindestens
ein Schaltorgan, insbesondere ein oder mehrere Ventile jeder geflutete Durchgang mit
einer Unterdruckquelle, insbesondere einem Unterdruckbehälter in leitende Verbindung
gebracht wird. In der Unterdruckquelle, insbesondere dem Unterdruckbehälter wirkt
bereits der volle Unterdruck, der durch Öffnen jedes Schaltorgans in den gefluteten
Durchgängen sofort voll wirksam wird. Die Verbindung zwischen den Durchgängen und
der Unterdruckquelle erfolgt über Fluidleitungen und ggf. Adapter zum Anschluss der
Rohrleitungen an die Durchgänge.
[0010] Jeder Durchgang wird vollständig mit Fluid geflutet und durch den auf das flüssige
Fluid in dem Durchgang wirkenden Druck eine Strömung des Fluids in jedem Durchgang
erzeugt. Als Fluid eignet sich insbesondere Wasser. Eine Temperaturerhöhung des Wassers,
wie beim nächstliegenden Stand der Technik, ist nicht erforderlich. Das Fluid wird
mit Umgebungstemperatur von z.B. 22° C eingesetzt.
[0011] Insbesondere bei sich verengenden Durchgängen ist es vorteilhaft, dass auf das Fluid
ein negativer Druck (Unterdruck) wirkt, der eine Strömung des Fluids in dem Durchgang
von der Engstelle in Richtung der Erweiterung des Durchgangs erzeugt. Die Fertigungsrückstände
werden dadurch wirksam von der Engstelle in Richtung der Erweiterung abtransportiert,
so dass Verstopfungen vermieden werden. Des Weiteren ist der Leistungsbedarf zur Rückstandsentfernung
bei Verwendung von Unterdruck geringer als bei Verwendung eines Überdrucks, der auf
das in dem Durchgang befindliche Fluid wirkt.
[0012] Die Rückstandsentfernung wird weiter dadurch verbessert, dass auf das strömende Fluid
ein pulsierender Unterdruck wirkt. Das Pulsieren bewirkt, dass ein Festsetzen der
von dem strömenden Fluid gelösten Fertigungsrückstände und damit eine Verstopfung
des Durchgangs an Engstellen und /oder Hinterschneidungen verhindert wird.
[0013] Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist durch die Merkmale
des Anspruchs 3 gekennzeichnet.
[0014] Der Fluidbehälter ist so dimensioniert, dass das Werkstück vollständig von diesem
aufgenommen und dessen Durchgänge vollständig mit flüssigem Fluid geflutet sind. Die
mit einem Unterdruckerzeuger verbundenen Fluidleitungen erzeugen die Strömung in den
vollständig gefluteten Durchgängen.
[0015] Um die volle Leistung des Unterdruckerzeugers in den Durchgängen des Werkstücks zur
Wirkung zu bringen, weist jede Fluid-Leitung endseitig einen Adapter auf, dessen Rand
die Austrittsöffnung umgibt und dichtend auf der Oberfläche des Werkstücks aufliegt.
Hierdurch wird sichergestellt, dass die volle Saugleistung des Unterdruckerzeugers
in das den Durchgang flutende flüssige Fluid eingekoppelt und dort in Strömungsenergie
des Fluids umgesetzt wird.
[0016] Zur Entfernung von Fertigungsrückständen mittels negativem Druck (Unterdruck), umfassen
die Mittel zur Erzeugung eines Unterdrucks einen Unterdruckbehälter zur Aufnahme des
Fluids, das von dem Fluid-Behälter durch die Durchgänge über die Fluidleitungen sowie
die Sammelleitung in den Unterdruckbehälter gelangt, wobei der Unterdruckbehälter
oberhalb des maximalen Fluidspiegels des flüssigen Fluids mit einer Vakuumpumpe verbunden
ist. Um den von einer Vakuumpumpe in dem Unterdruckbehälter aufgebauten Unterdruck
schlagartig in den Fluidleitungen zur Wirkung zu bringen, ist in den Fluidleitungen
zwischen dem Unterdruckbehälter sowie den Adaptern mindestens ein Schalt-Ventil angeordnet.
[0017] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand der schematischen Darstellung
in Figur 1 näher erläutert.
[0018] Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist einen Fluidbehälter
(1) zur Aufnahme eines Werkstücks (2) in dem Fluid auf. Bei dem Werkstück (2) handelt
es sich beispielsweise um einen Zylinderkopf eines vierzylindrigen Reihenmotors mit
vier Zylinderbohrungen und diese umgebende, Hinterschneidungen aufweisende Kühlmittelkanäle.
An einer der Austrittsöffnungen der vorgenannten Durchgänge in dem Zylinderkopf ist
jeweils eine Fluidleitung (3) angeschlossen; die Fluidleitungen sind mit Mitteln zur
Erzeugung eines Unterdrucks in den Fluidleitungen (3) verbunden. Endseitig weisen
die Fluidleitungen (3) jeweils ein Adapter (4) auf, der an das Werkstück (2) angepasst
ist. Hierzu umgibt der Rand des Adapters (4) die verschiedenen Austrittsöffnungen
der Durchgänge und liegt dichtend auf der Oberfläche des Werkstücks (2) auf. Die Fluidleitungen
(3) laufen in einer Sammelleitung (5) zusammen, die mit einem Unterdruckbehälter (6)
zur Aufnahme des Fluids verbunden ist. Oberhalb des maximalen Fluidspiegels des Unterdruckbehälters
(6) ist dieser mit einer insgesamt mit (7) bezeichneten Vakuumpumpe verbunden. In
der Sammelleitung (5) befindet sich zwischen den Fluidleitungen (3) und dem Unterdruckbehälter
(6) ein Umschaltventil (8a).
[0019] Ferner befindet sich in einer Rückführleitung (9) zwischen dem Unterdruckbehälter
(6) und einem Vorlagebehälter (10) ein weiteres Umschaltventil (8b). In dem Vorlagebehälter
(10) mündet die Rückführleitung (9) in einem Grobfilter (11). Das gereinigte Fluid
gelangt aus dem Vorlagebehälter (10) über eine Versorgungspumpe (12), einen Feinfilter
(13) über die Rückführleitung (14) zurück in den Fluidbehälter (1) zur Aufnahme des
Werkstücks (2).
[0020] Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Jeder Durchgang in dem Werkstück (2) wird beim Einlegen in das Fluid in dem Fluidbehälter
(1) vollständig mit dem Fluid geflutet. In dem Unterdruckbehälter (6) wird mittels
der Vakuumpumpe (7) ein Unterdruck aufgebaut. Durch Öffnen des Umschaltventils (8a)
in der Sammelleitung (5) wird der in dem Unterdruckbehälter (6) herrschende Unterdruck
in den Fluidleitungen (3) schlagartig wirksam. Hierdurch wird eine starke Strömung
des Fluids in den Durchgängen des Werkstücks (2) erzeugt. Die dabei von der Strömung
mitgerissenen Fertigungsrückstände gelangen über die Fluidleitung(en) (3) sowie die
Sammelleitung (5) bei geöffnetem Umschaltventil (8a) und geschlossenem Umschaltventil
(8b) in den Unterdruckbehälter (6).
Nach Beendigung der Rückstandsentfernung wird die Vakuumpumpe (7) deaktiviert, so
dass über das geöffnete Umschaltventil (8b) das mit den Rückständen beladene Fluid
aus dem Unterdruckbehälter (6) über die Rückführleitung (9) sowie den Grobfilter (11)
in den Vorlagebehälter (10) gelangt. Von dort wird das Fluid mit Hilfe der Versorgungspumpe
(12) über einen Feinfilter (13) sowie die Rückführleitung (14) nach Entfernung der
Rückstände dem Fluidbehälter (1) erneut zugeführt.
Bezugszeichenliste
| Nr. |
Bezeichnung |
| 1 |
Fluidbehälter |
| 2 |
Werkstück |
| 3 |
Fluidleitung |
| 4 |
Adapter |
| 5 |
Sammelleitung |
| 6 |
Unterdruckbehälter |
| 7 |
Vakuumpumpe |
| 8a |
Umschaltventil |
| 8b |
Umschaltventil |
| 9 |
Rückführleitung |
| 10 |
Vorlagebehälter |
| 11 |
Grobfilter |
| 12 |
Versorgungspumpe |
| 13 |
Feinfilter |
| 14 |
Rückführleitung |
1. Verfahren zum Entfernen von Fertigungsrückständen aus Durchgängen mit jeweils zwei
Austrittsöffnungen in Werkstücken mittels eines Fluids, wobei jeder Durchgang mit
Fluid geflutet wird und ein auf das Fluid in dem Durchgang wirkender Unterdruck erzeugt
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zunächst beim Einlegen des Werkstücks in einen Fluidbehälter (1) jeder Durchgang
in dem Werkstück vollständig mit dem Fluid geflutet wird, wobei ein flüssiges Fluid
mit Umgebungstemperatur eingesetzt wird und
- anschließend an eine der Austrittsöffnungen jedes Durchgangs eine Fluidleitung (3)
angeschlossen wird, die mit Mitteln zur Erzeugung eines Drucks in der Fluidleitung
verbunden ist und endseitig einen Adapter (4) aufweist, dessen Rand die Austrittssöffnung
des Durchgangs umgibt und dichtend auf der Oberfläche des Werkstücks aufliegt, und
ein Unterdruck schlagartig auf das flüssige Fluid mit den Mitteln zur Erzeugung eines
Drucks in der Fluidleitung zur Wirkung gebracht wird, der eine Strömung des flüssigen
Fluids in dem Durchgang erzeugt, wobei der dabei auftretende Unterdruckstoß mit einen
Unterdruck von bis zu -0,7 bar zu einer Ablösung der Fertigungsrückstände und deren
Abtransport aus dem Durchgang führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf das strömende Fluid ein pulsierender Unterdruck wirkt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, wobei
- die Vorrichtung einen Fluidbehälter (1) aufweist, der zur vollständigen Aufnahme
eines Werkstücks mit mehreren Durchgängen mit jeweils zwei Austrittsöffnungen in einem
Fluid geeignet ist,
- die Vorrichtung mehrere Fluidleitungen (3) aufweist, die mit Mitteln zur Erzeugung
eines Unterdrucks in jeder Fluidleitung verbunden sind, wobei jede Fluidleitung an
eine der Austrittsöffnungen eines der Durchgänge des Werkstücks anschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Mittel zur Erzeugung eines Unterdrucks einen Unterdruckbehälter (6) zur Aufnahme
des flüssigen Fluids umfassen, der mit jeder Fluidleitung (3) verbunden ist und der
Unterdruckbehälter (6) oberhalb des maximalen Fluidspiegels mit einer Vakuumpumpe
(7) verbunden ist,
- jede Fluidleitung (3) in einer Sammelleitung (5) zusammenläuft, die mit dem Unterdruckbehälter
(6) zur Aufnahme des flüssigen Fluids verbunden ist, wobei sich in der Sammelleitung
(5) zwischen den Fluidleitungen (3) und dem Unterdruckbehälter (6) ein Umschaltventil
(8a) befindet, das derart eingerichtet ist, dass durch Öffnen des Umschaltventils
(8a) in der Sammelleitung (5) der in dem Unterdruckbehälter (6) herrschende Unterdruck
in den Fluidleitungen (3) schlagartig wirksam wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Fluidleitung endseitig einen Adapter aufweist, dessen Rand geeignet ist, eine
der Austrittsöffnungen eines der Durchgänge des Werkstücks zu umgeben und dichtend
auf der Oberfläche des Werkstücks aufzuliegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erzeugung eines Unterdrucks einen pulsierenden Unterdruck in jeder
Fluidleitung erzeugen.
1. Method for removing production remnants from conduits each having two outlet openings
in workpieces by means of a fluid, wherein each conduit is flooded with fluid and
a negative pressure acting on the fluid in the conduit is produced,
characterized in that
- initially when inserting the workpiece into a fluid container (1) each conduit in
the workp-ece is completely flooded with the fluid, wherein a liquid fluid at ambient
temperature is used and
- then a fluid line (3) is connected to one of the outlet openings of each conduit,
which fluid line is connected to means for producing a pressure in the fluid line
and at the end has an adapter (4) whose end surrounds the outlet opening of the conduit
and rests sealingly on the surface of the workpiece and a negative pressure is brought
to act abruptly on the liquid fluid with the means for producing a pressure in the
fluid line, which generates a flow of the liquid fluid in the conduit, wherein the
accompanying negative pressure surge with a negative pressure of up to -0.7 bar leads
to a separation of the production remnants and their removal from the conduit.
2. The method according to claim 1, characterized in that a pulsating negative pressure acts on the flowing fluid.
3. Apparatus for carrying out the method according to claim 1, wherein
- the apparatus comprises a fluid container (1) which is suitable for completely accommodating
a workpiece having a plurality of conduits each having two outlet openings in a fluid,
- the apparatus comprises a plurality of fluid lines (3), which are connected to means
for producing a negative pressure in each fluid line, wherein each fluid line can
be connected to one of the outlet openings of one of the conduits of the workpiece,
characterised in that
- the means for producing a negative pressure comprise a negative pressure container
(6) for accommodating the liquid fluid, which is connected to each fluid line (3)
and the negative pressure container (6) is connected above the maximum fluid level
to a vacuum pump (7),
- each fluid line (3) runs together in a collecting duct (5) which is connected to
the negative pressure container (6) to accommodate the liquid fluid, wherein a reversing
valve (8a) is located in the collecting duct (5) between the fluid lines (3) and the
negative pressure container (6), which reversing valve is adapted in such a manner
that by opening the reversing valve (8a) in the collecting duct (5) the negative pressure
prevailing in the negative pressure container (6) becomes abruptly active in the fluid
lines (3).
4. The apparatus according to claim 3, characterized in that each fluid line has an adapter at one end, whose edge is suitable for surrounding
one of the outlet openings of one of the conduits of the workpiece and of resting
sealingly on the surface of the workpiece.
5. The apparatus according to claim 3 or 4, characterized in that the means for generating a negative pressure generate a pulsating negative pressure
in each fluid line.
1. Procédé destiné à retirer des résidus de fabrication de passages ayant chacun deux
orifices de sortie dans des pièces d'oeuvre au moyen d'un fluide, lors duquel, on
inonde chaque passage de fluide et on créé une dépression agissant sur le fluide dans
le passage,
caractérisé en ce que
- dans un premier temps, lors de l'insertion de la pièce d'oeuvre dans un réservoir
à fluide (1), on inonde totalement chaque passage dans la pièce d'oeuvre avec le fluide,
un fluide liquide à température ambiante étant utilisé et
- ensuite, on raccorde sur l'un des orifices de sortie de chaque passage un conduit
à fluide (3) qui est relié sur des moyens destinés à créer une pression dans le conduit
à fluide et qui comporte côté extrémité un adaptateur (4), dont le bord entoure l'orifice
de sortie du passage et repose de sorte à créer l'étanchéité sur la surface de la
pièce d'oeuvre et une dépression déploie ses effet par à-coups sur le fluide liquide
avec les moyens destinés à créer une pression dans le conduit à fluide, qui génère
un flux du fluide liquide dans le passage, la poussée de dépression produite à cet
effet d'une dépression de jusqu'à -0,7 bar conduisant à un décollement des résidus
de fabrication et à leur évacuation hors du passage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une dépression pulsatoire agit sur le fluide en flux.
3. Dispositif destiné à réaliser le procédé selon la revendication 1, dans lequel
- le dispositif comportant un réservoir à fluide (1) qui est adapté pour recevoir
entièrement une pièce d'oeuvre avec plusieurs passages avec chacun deux orifices de
sortie dans un fluide,
- le dispositif comportant plusieurs conduits à fluide (3), qui sont reliés avec des
moyens destinés à créer une dépression dans chaque conduit à fluide, chaque conduit
à fluide pouvant se raccorder sur l'un des orifices de sortie de l'un des passages
de la pièce d'oeuvre,
caractérisé en ce que
- les moyens destinés à créer une dépression comprennent un réservoir à dépression
(6) destiné à recevoir le fluide liquide qui est relié avec chaque conduit à fluide
(3) et le réservoir à dépression (6) est relié à une pompe à vide (7) au-dessus du
niveau maximal de fluide,
- chaque conduit à fluide (3) converge dans un conduit collectif (5) qui est relié
avec le réservoir à dépression (6) destiné à recevoir le fluide liquide, dans le conduit
collectif (5), entre les conduits à fluide (3) et le réservoir à dépression (6) se
trouvant une soupape d'inversion (8a) qui est ménagée de telle sorte que par l'ouverture
de la soupape d'inversion (8a) dans le conduit collectif (5), la dépression régnant
dans le réservoir à dépression (6) devienne active par à-coups dans les conduits à
fluide (3).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que chaque conduit à fluide comporte du côté extrémité un adaptateur, dont le bord est
adapté pour entourer l'un des orifices de sortie de l'un des passages de la pièce
d'oeuvre et pour reposer de sorte à créer l'étanchéité sur la surface de la pièce
d'oeuvre.
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que les moyens destinés à créer une dépression créent une dépression pulsatoire dans
chaque conduit à fluide.