(19)
(11) EP 2 246 496 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.11.2010  Patentblatt  2010/44

(21) Anmeldenummer: 09158375.7

(22) Anmeldetag:  21.04.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 2/96(2006.01)
E04B 2/90(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(71) Anmelder: 4B Holding AG
6300 Zug (CH)

(72) Erfinder:
  • Ambühl, Rudolf
    6030 Ebikon (CH)

(74) Vertreter: Werner, André et al
Troesch Scheidegger Werner AG, Schwäntenmos 14
8126 Zumikon
8126 Zumikon (CH)

   


(54) Befestigungsvorrichtung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement sowie ein Verfahren zur Montage einer Befestigungsvorrichtung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement


(57) Eine erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2), wobei das Fassadenelement (2) mindestens zwei Rahmen (4) mit einer jeweils zwischen den Rahmen (4) ausgebildeten Zwischenraum (6) auf und eine Rahmeninnenseite ist mit Metallprofilen versehen. Dabei weist das jeweilige Metallprofil Dichtungsrahmenteile auf, und einen Abstandhalter und ein in den Rahmen (4) einbringbares Einsetzelement (25) auf. Die Befestigungsvorrichtung ist auf dem Fassadenelement befestigbar und ist mehrteilig ausgebildet und weist ein Steckelement, ein Klammerelement und einen Gegenhalter auf, wobei diese miteinander verbindbar sind.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Verfahren zum Montage einer Befestigungsvorrichtung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement nach dem Oberbegriff von Anspruch 11.

[0002] Herkömmliche Befestigungsvorrichtungen für den Zusammenbau von vorfabrizierten Fassadenelementen benötigen Zusatzprofile und Schrauben, welche die Dichtungen dabei zusätzlich durchdringen resp. durchbohren. Ein Nachteil dabei ist, dass die an den durchbohrten Stellen der Dichtungen das Eindringen von Wasser (wie beispielsweise durch Wind und Regen) begünstigt wird und dies bei der Fassade mit der Zeit zu Feuchtigkeitsschäden führen kann. Das Eindringen von Wasser kann insbesondere bei stürmischem Wetter auftreten, wenn die Fassade hohen Windlasten ausgesetzt ist und Regen resp. Wasser auf die Fassade gelangt.

[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand darin, eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von Einsetzelementen in Fassadenelemente oder Flächenelemente für eine Fassade zu finden, welche einfach und sicher zu montieren ist und kein zusätzliches Durchbohren der Dichtung erfordert.

[0004] Eine erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement ist mit den Merkmalen von Anspruch 1 dargestellt. Weitere Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 2 bis 10 dargestellt. Ein Verfahren zur Montage einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement ist mit den Merkmalen von Anspruch 11 dargestellt.

[0005] Eine erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement ist dargestellt, dabei weist das Fassadenelement mindestens zwei Rahmen mit einer jeweils zwischen den Rahmen ausgebildeten Zwischenraum auf und eine Rahmeninnenseite ist mit Metallprofilen versehen. Dabei weist das jeweilige Metallprofil Dichtungsrahmenteile auf und ein in den Rahmen einbringbares Einsetzelement auf. Die Befestigungsvorrichtung ist auf dem Fassadenelement befestigbar und ist mehrteilig ausgebildet und weist ein Steckelement, ein Klammerelement und einen Gegenhalter auf, wobei diese miteinander verbindbar sind. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass Einsetzelemente, wie beispielsweise Glasscheibenelemente, an vorfabrizierten Fassadenelementen ohne zusätzliches Durchdringen oder zusätzliches Durchbohren der Dichtungsrahmenteile, beispielsweise mittels einer Schraube, einfach montiert werden können und dabei zuverlässig vor Regenwasser abdichten.

[0006] Eine Ausführungsform ist, dass in montiertem Zustand des Fassadenelementes mindestens eine Abdeckung an mindestens einer Befestigungsvorrichtung befestigt ist. Dadurch wird erreicht, dass Zwischenräume oder Spalten zwischen den Fassadenelementen abgeschlossen resp. abgedeckt werden können und die Befestigungsvorrichtung vor mechanischen Beschädigungen (wie beispielsweise vor Abbrechen durch Schläge auf die Befestigungsvorrichtung) geschützt ist.

[0007] Eine weitere Ausführungsform ist, dass die Befestigungsvorrichtung auf zwei Halbprofilen befestigt ist, wobei das jeweilige Halbprofil aus einem zweiteiligen Pfosten oder einem Riegel, einem zweiteiligen Metallprofil und einem zweiteiligen Dichtungsrahmenteil aufgebaut ist und/oder die Befestigungsvorrichtung an einem Vollprofil befestigt ist, wobei das jeweilige Vollprofil aus einem einteiligen Pfosten, einem einteiligen Metallprofil und einem einteiligen Dichtungsrahmenteil ausgebildet ist. Dadurch wird erreicht, dass die Befestigungsvorrichtung je nach Bedarf an der für die das jeweilige Fassadenelement benötigten Profilart befestigt werden kann. Das Vollprofil eignet sich dabei für Stellen der Flächenelemente oder Fassadenelemente, wo eine gute Wasserableitung nach unten erforderlich ist.

[0008] Eine weitere Ausführungsform ist, dass Seiten der mit Halbprofilen versehenen Rahmen zusammen geschoben sind und die Befestigungsvorrichtung zwischen dem Zwischenraum auf dem Metallprofil und dem Dichtungsrahmenteil montiert ist. Dadurch wird erreicht, dass durch das Aufeinandertreffen von zwei Halbprofilen zusammen mit der Befestigungsvorrichtung eine gute Dichtung erreicht wird, ohne dass ein zusätzliches Durchbohren der Dichtungsrahmenteile erforderlich ist.

[0009] Eine weitere Befestigungsvorrichtung ist, dass zwischen Dichtungslippen der Dichtungsrahmenteile ein Durchbruch mit einer möglichst flachen Dichtungsebene ausgebildet ist, vorzugsweise derart flach, dass deren Unterflächen so weit wie möglich zum Steckelement hin ausgerichtet sind. Dadurch wird erreicht, dass der Bereich, welcher nicht direkt mit dem Steckelement in Kontakt ist, d.h. der Bereich zwischen den Endungen der Dichtungslippen, möglichst nahe an einem vom Durchbruch aufgenommenen Teil, d.h. einer Schmalseite des Steckelementes anliegt.

[0010] Eine weitere Ausführungsform ist, dass das Steckelement eine Steckschiene und mindestens einen davon abragenden Kopfteil aufweist, wobei der Gegenhalter mit mindestens einer Öffnung versehen ist. Das Klammerelement ist H-förmig ausgebildet, wobei ein Ende zangenförmig ausgebildete Schenkel aufweist. Durch die Ausbildung des Steckelements kann seine Steckschiene in das Metallprofil eingehängt oder eingesteckt werden. Die Ausbildung des Gegenhalters bewirkt, dass der Kopfteil des Steckelements von der dafür vorgesehenen Öffnung aufgenommen werden kann. Die Ausgestaltung des Klammerelements erlaubt einerseits das Anbringen an dem dafür vorgesehenen Dichtungsrahmen, sowie die Aufnahme des mit dem Kopfteil des Steckelementes versehenen Gegenhalters zwischen seinen Schenkeln. Ausserdem ermöglichen die gebogenen Schenkel, das Einrasten des Klammerelements in mindestens eine dafür vorgesehene Nut in der Abdeckung.

[0011] Eine weitere Ausführungsform ist, dass die Steckschiene in eine Metallprofilnut eingebracht ist und das Kopfteil aus der Öffnung des Gegenhalters ragt. Dabei sind der Gegenhalter und das Klammerelement in auf das Halbprofil und/oder auf das Vollprofil montiertem Zustand durch ein Befestigungsmittel, vorzugsweise durch eine Schraube, miteinander verbunden. Dadurch wird erreicht, dass die beim Anziehen der Schraube der Gegenhalter gegen das Kopfteil des Steckelements in Richtung zur Aussenseite der Fassade bewegt wird und das breite Ende des Kopfteils dadurch fest in der Öffnung oder Schlitz des Gegenhalters arretiert ist.

[0012] Eine weitere Ausführungsform ist, dass die Steckschiene einen rinnenförmigen Abschluss aufweist. Dadurch wird erreicht, dass das Steckelement fest in der dafür vorgesehenen Metallprofilnut eingehängt resp. arretiert werden kann.

[0013] Eine weitere Ausführungsform ist, dass das Fassadenelement mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung versehen ist.
Dadurch wird erreicht, dass unterschiedliche Einsetzelemente je nach Bedarf einfach und gut abdichtend an Fassadenelementen, welche für den Aufbau einer ganzen Fassade benötigt werden, montiert werden können.

[0014] Eine weitere Ausführungsform ist, dass eine Fassade mit mindestens einem Fassadenelement versehen ist, wobei das Fassadenelement mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung versehen ist. Dadurch wird erreicht, dass die Fassade aus Fassadenelementen, welche mit Befestigungsvorrichtungen versehen sind, zusammengebaut werden kann, ohne dass Dichtungsteile zusätzlich durchbohrt werden müssen.

[0015] Eine weitere Ausführungsform ist ein Verfahren zur Montage einer erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement in ein Fassadenelement, welches mindestens folgende Schritte aufweist:
  • Einsetzen mindestens eines Einsetzelementes auf die mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung versehenen Dichtungsrahmenteile;
  • Befestigen der Befestigungselemente; und
  • Montieren der Abdeckung auf dem Klammerelement.


[0016] Dadurch wird erreicht, dass die erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung ohne zusätzliches Durchbohren der Dichtungsrahmen auf dem jeweiligen Fassadenelement montiert werden kann.

[0017] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachstehend anhand von Figuren noch näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1
rein schematisch, ein Gebäude mit einer mit Fassadenelementen versehenen Fassade;
Fig. 2
rein schematisch, ein mit erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtungen versehenes Fassadenelement;
Fig. 3
schematisch, eine perspektivische Explosionszeichnung eines Abschnitts eines Fassadenelementes;
Fig. 4
ein Schnitt A - A' gemäss Fig. 2 durch ein Vollprofil;
Fig. 5
ein Schnitt B - B' gemäss Fig. 2 durch ein Halbprofil;
Fig. 6a
eine perspektivische Darstellung eines Steckelementes einer erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung;
Fig. 6b
eine perspektivische Darstellung eines Gegenhalters und eines Klammerelementes einer erfindungsgemässen Befestigungsvor- richtung;
Fig. 7
schematisch, eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts zweier zueinander geschobenen Rahmen mit erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtungen versehen;
Fig. 8
schematisch, eine weitere perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Rahmens mit einem Einsetzelement und erfindungs- gemässen Befestigungsvorrichtungen versehen; und
Fig. 9
eine perspektivische Darstellung eines Abschnittes von zwei mit Abdeckungungen versehenen Rahmen resp. eines Fassadenelementes dar.


[0018] In Figur 1 ist rein schematisch, beispielsweise ein Gebäude 1 mit einer mit Fassadenelementen 2 versehenen Fassade 3 dargestellt. Die Fassadenelemente 2 sind dabei viereckig ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass die Fassadenelemente 2 oder Flächenelemente dreieckig, fünfeckig, sechseckig oder allgemein ausgedrückt als Polygon ausgebildet sein können.

[0019] In Fig. 2 ist rein schematisch das mit erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtungen versehenes Fassadenelement 2 dargestellt. Das Fassadenelement 2 weist dabei jeweils zwei Rahmen 4 auf. Ein Rahmen 4 weist jeweils zwei Riegel 9 und zwei Pfosten 10 auf. Die Pfosten 10 können ein- oder zweiteilig ausgebildet sein. Die Rahmen 4 können zusammenschiebbar ausgebildet sein. Zwischen den in Fig. 2 beiden dargestellten Rahmen 4 ist ein Zwischenraum 6 ausgebildet. Die Befestigungsvorrichtung ist dabei entweder über dem Zwischenraum 6 zwischen den beiden Rahmen 4 an einer beliebigen Stelle 5, wo die zusammengeschobenen Rahmen 4 aufeinandertreffen (markiert durch Pfeile P) montiert oder die Befestigungsvorrichtung wird an einer beliebigen Stelle 5' des nicht zusammenschiebbaren Teils der Rahmen 4 montiert. Die Stellen 5, 5' sind in Fig. 2 nur beispielhaft dargestellt und können wie vorgängig beschrieben beliebig gewählt werden. Die Rahmen 4 sind jeweils dann zueinander zusammenschiebbar ausgebildet, wenn eine erste Rahmenseite 7 zweiteilig als Halbprofil ausgebildet ist. Oder die Befestigungsvorrichtung ist auf einer weiteren Rahmenseite 8 angebracht. Dies ist dann der Fall, wenn die weitere Rahmenseite 8 einteilig als Vollprofil ausgebildet ist. Das Fassadenelement 2 resp. die Rahmen 4 sind mindestens teilweise vorgefertigt. Sie werden mindestens zum Teil vorfabriziert auf die Baustelle angeliefert und können auf der Baustelle falls notwendig noch fertig gestellt werden und anschliessend für den Zusammenbau zu einer Gesamtfassade dienen. Weiter sind in Fig. 2 zwei Schnittebenen A - A' und B - B' dargestellt.

[0020] Fig. 3 stellt schematisch, eine perspektivische Explosionszeichnung eines Abschnitts des Fassadenelementes 2 dar. Dabei ist ersichtlich, dass der dargestellte Ausschnitt des Rahmens 4 einerseits einen Riegel 9 und anderseits einen zweiteilig ausgebildeten Pfosten 10' aufweist, welche zusammen eine klassische Pfosten-Riegel-Konstruktion bilden. Dabei kann der Rahmen 4 mit seinem Riegel 9 und Pfosten 10' beispielsweise aus Holz oder Metall ausgebildet sein. Weiter ist in Fig. 3 ein einteiliges Metallprofil 11 dargestellt, welches beispielsweise in U-Form mit von der Mitte der U-Form seitlich abragenden Flächen ausgebildet ist. Das Metallprofil 11 ist in eine korrespondierende Riegelnut 12 des Riegels 9 einsetzbar. Ein zweiteiliges, beispielsweise im Wesentlichen F-förmiges, Metallprofil 13 ist in eine korrespondierende Pfostennut 14 des Pfostens 10' einsetzbar. Die Metallprofile 11, 13 sind beispielsweise aus Aluminium oder Glasfaserverstärktem Kunststoff GFK ausgebildet. Jeweils zwei Metallprofile 11, 13 können zusammen einen Metallrahmen bilden. Ein Steckelement 15 weist eine länglich ausgebildete Steckschiene 16 mit einem rinnenförmigen Abschluss 16' auf, von welchem mindestens ein Stab 17 mit einem pilzförmigen Kopfteil 18 abragt. Die Steckschiene 16 ist in eine Nut 19 des Metallprofils 11 oder in eine weitere Nut 20 des Metallprofils 13 einbringbar, wobei die rinnenförmige Ausbildung der Steckschiene 16 ein festes Einhängen respektive Einrasten in die jeweilige korrespondierende Nut 19, 20 sichergestellt. Dadurch kann ein Herausstossen des Steckelements 15 verhindert werden. Weiter ist aus Fig. 3 ein Ausschnitt eines Dichtungsrahmens 21 mit zwei Dichtungsrahmenteilen 22, 23 ersichtlich. Der erste Dichtungsrahmenteil 22 ist dazu geeignet, auf das einteilige Metallprofil 11 aufgebracht zu werden. Der Dichtungsrahmenteil 22 weist eine stufenförmig ausgebildete nach unten ragende Fläche 24 auf, welche geeignet ist, allfällig eingedrungenes Regenwasser nach unten resp. zum Boden hin selbstleerend abzuleiten. Der zweite Dichtungsrahmenteil 23 ist dazu geeignet, auf das zweiteilige Metallprofil 13 aufgebracht zu werden. Fig. 3 stellt ausserdem ein Einsetzelement 25 dar, welches beispielsweise aus Glas, Keramik, Holz, Kunststoff oder Stein bestehen kann. Weiter ist ein Gegenhalter 26 sowie ein Klammerelement 27 dargestellt. Der Gegenhalter 26 und das Klammerelement 27 bilden zusammen mit dem Steckelement 15 die Befestigungsvorrichtung. Es ist aber auch denkbar, dass die Befestigungsvorrichtung aus zwei Teilen oder aus mehr als drei Teilen bestehen kann. Der Gegenhalter 26 und das Steckelement 15 sind beispielsweise aus Metall, vorzugsweise aus verzinktem Federstahl ausgebildet. Das Klammerelement 27 kann aus glasfaserverstärktem Kunststoff GFK hergestellt sein. Weiter zeigt Fig. 3 eine Abdeckung 28, beispielsweise aus Aluminium, Chrom-Nickel-Stahl CNS oder Buntmetall. Diese weist an ihrer Unterseite eine Abdeckungsdichtung 29, auf. Die Abdeckungsdichtung 29 stellt sicher, dass die montierte Befestigungsvorrichtung vor mechanischen Einflüssen geschützt ist und nicht abbrechen kann und gegen Regen abdichtet.

[0021] Fig. 4 zeigt einen Schnitt A - A' gemäss Fig. 2 durch ein Vollprofil VP. Dabei ist der Riegel 9 oder der Pfosten 10, das Metallprofil 11 sowie der Dichtungsrahmenteil 22 einteilig ausgebildet und bilden zusammen das Vollprofil VP. Das Metallprofil 11 ist mit mindestens einem Befestigungsmittel 30, beispielsweise einer Schraube 31, mit dem Riegel 9 oder Pfosten 10 fest verbunden. Dadurch, dass das Befestigungsmittel 30 durch den Dichtungsrahmenteil 22 abgedeckt wird, ist die Gefahr vom Entstehen einer Wärmebrücke stark vermindert. Weiter ist deutlich ersichtlich, wie der Dichtungsrahmenanteil 22 die Aussenseite des Metallprofils 11 umschliesst und in der Nut 19 zwei voneinander getrennte Dichtungslippen 32, 32' bildet. Dadurch kann der Stab 17 beim Einhängen der Steckschiene 16 in eine dafür im Metallprofil 11 vorgesehene Einhängenut 19' zunächst durch eine Öffnung oder einen Durchbruch 33 zwischen den Dichtungslippen 32, 32' geschoben werden. Sobald der rinnenförmige Abschluss 16' der Steckschiene 16 in der Einhängenut 19' eingehängt ist, ist der Stab 17 von den Dichtungslippen 32, 32' gut abdichtend umschlossen. Dadurch wird erreicht, dass der Dichtungsrahmenteil 22 nicht zusätzlich für das Anbringen des Steckelementes 15 durchbohrt werden muss. Weiter stellt Fig. 4 zwei dreifachverglaste Einsetzelemente 25 dar, welche mit ihrer Oberseite teilweise an den jeweiligen Dichtungsrahmenteil 22 grenzen und mit ihrer Unterseite an die jeweilige Abdeckungsdichtung 29 der Abdeckung 28 grenzen. Zwischen den Einsetzelementen 25 ist ein Abstand D ausgebildet, welcher den mit dem Klammerelement 27 versehenen Gegenhalter 26 in sich aufnimmt. Das H-förmige Klammerelement 27 reicht mit seinem U-förmigen Klammerende 34 bis an die Dichtungslippen 32, 32' und drückt mit seinen Auflageflächen auf einen Teilbereich des Dichtungsrahmenteils 22 und ist dabei gleichzeitig fest auf dem Metallprofil 11 positioniert. Das zweite Ende zeigt zwei längliche Schenkel 35, welche jeweils an einem Schenkelende eine gabelförmig abstehende Spitze 36 und eine gebogene Klammernut 37 aufweisen. Die Spitze 36 dient zur Aufnahme des Einsetzelementes 25 wie auch der Beabstandung der Abdeckungsdichtung 29, damit diese nicht gegen das Klammerelement 27 gedrückt werden kann. Die Klammernut 37 ist dazu geeignet ein jeweils korrespondierendes Schienenteil 38 der Abdeckung 28 in sich aufzunehmen, wie aus Fig. 4 hervorgeht. Im mittleren Bereich des H-fömigen Klammerelements 27 ist dargestellt, wie der Gegenhalter 26 den pilzförmigen Kopfteil 18 durch einen Ausnehmung 39 oder Schlitz im Gegenhalter 26 in sich aufnimmt. Weiter ist ein Befestigungselement 40, beispielsweise in Form einer Schraube 40', dargestellt, welche durch eine Öffnung des Gegenhalters 26 in Richtung zu einem Schenkelboden 41 hin eingeführt ist. Sobald die Schraube 40' festgeschraubt ist, liegt der breite Teil des Kopfteiles 18 fest am Schlitz 39 des Gegenhalters 26 an und die Schraube 40' drückt mit seinem Ende gegen den Schenkelboden 41 oder berührt in zumindest. In montiertem Zustand der Befestigungsvorrichtung ist diese dafür geeignet, grossen Windlasten standzuhalten und die Einsetzelemente 25 sicher in Position zu halten. Gleichzeitig wird ein Eindringen von Wasser ins Innere des Riegels 9 oder Pfostens 10 resp. zum Riegel 9 oder Pfosten 10 hin verhindert.

[0022] Fig. 5 zeigt einen Schnitt B - B' gemäss Fig. 2 durch das Halbprofil HP. Dabei ist der Pfosten 10', das Metallprofil 13 sowie der Dichtungsrahmenteil 23 zweiteilig ausgebildet und bilden zusammen das Halbprofil HP. Zwei Rahmenseiten 7 der Pfosten 10' sind zueinander geschoben, wobei das jeweilige Metallprofil 13 in die dafür vorgesehene korrespondierende Pfostennut 12 eingesetzt ist und mit mindestens einem weiteren Befestigungselement 42, wie einer Schraube 42', mit dem Pfosten 10' verbunden ist. Dadurch wird eine solide Verankerung des Metallprofils 13 im Pfosten 10' erreicht. Der jeweilige Dichtungsrahmenteil 23 ist derart auf das Metallprofil 13 aufgesetzt, dass dieser mit seinem einen Ende an den Pfosten 10' angrenzt und daran sich anschliessend in der Form des Metallprofils 13 anschmiegt und an seinem anderen Ende mit jeweils einer Dichtungslippe 43, 43' ein Metallprofilende 44 kragenähnlich einfasst. Dabei liegen die Unterseiten der Dichtungslippen 43, 43' möglichst flach an eine Dichtungsebene DE an. Dadurch wird erreicht, dass ein Durchbruch 45 im montierten Zustand der Befestigungsvorrichtung dicht am Stab 17 des Steckelementes 15 anliegt und dadurch zusammen mit der vorgängig beschriebenen Anordnung des Dichtungsrahmenteils 23 zuverlässig vor Nässe abdichtet. Wie schon in Fig. 4 beschrieben, ist in Fig. 5 analog das Klammerelement 27, welches durch das Befestigungsmittel 40, 40' mit dem Gegenhalter 26 verbunden ist, das Steckelement 15 sowie zwei Einsetzelemente 25 dargestellt. Weiter zeigt Fig. 5 die Abdeckung 28 mit der Abdeckdichtung 29.

[0023] Fig. 6a stellt eine perspektivische Darstellung des Steckelementes 15 einer erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung dar. Dabei ist das Steckelement 15 mit der Steckschiene 16 vom welchem gabelförmig zwei Stäbe 17, 17' abragen dargestellt. Die Stäbe 17; 17' sind um ein Mehrfaches breiter als hoch, wie aus der Fig. 6a deutlich hervorgeht. Die Stäbe 17, 17' weisen jeweils den pilzförmigen, flach ausgebildeten Kopfteil 18 auf. Das Steckelement 15, insbesondere die Stäbe 17, 17' und das Kopfteil 18, kann dabei beispielsweise aus Federstahl ausgebildet sein. Das Kopfteil 18 resp. die Stäbe 17, 17' aus Federstahl sind beispielsweise mit etwa 15° zu den Schlitzen bezüglich einer Einschiebeachse durch die Schlitze des Gegenhalters (nicht dargestellt) verdreht. Nach erfolgtem Einführen werden die Stäbe 17, 17' resp. das Kopfteil 18 fest in Position in den Schlitzen gehalten. Unterhalb des Kopfteiles 18 zeigen die Stäbe 17, 17' eine zum Gabelinnern geschwungene Linie, welche danach wieder gerade zum Steckteil 16 verläuft. Das Steckteil 16 zeigt den rinnenförmigen Abschluss 16', welcher mit einer nach innen, d.h. zum Steckteil 16 hin gebogenen Ende versehen sein kann, damit eine noch bessere Sicherung des Steckelements 15 in eingehängtem Zustand sichergestellt werden kann. Das Steckelement 15 ist sowohl für das Halbprofil wie auch das Vollprofil (nicht dargestellt) einsetzbar.

[0024] Fig. 6b stellt eine perspektivische Darstellung des Gegenhalters 26 und des Klammerelementes 27 einer erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung dar. Dabei ist der Gegenhalter 26 mittels des Befestigungselementes 40, beispielsweise der Schraube 40', auf dem Klammerelement 27 befestigt, wobei die beiden Schlitze 39 seitlich vom Schenkelboden 41 des Klammerelements 27 weg das Klammerelement 27 überragen. Das H-förmige Klammerelement 27 weist an seinem einen Ende zwei vom Schenkelboden 41 zunächst gerade verlaufenden Schenkel 35 auf, welche in einen zangenförmigen Endbereich 46 münden. Die davon zur Aussenseite des Endbereichs 46 abragende Spitze 36 ist dargestellt. An seinem anderen Ende weist das Klammerelement 27 gerade verlaufenden brettförmig ausgebildete gleichlange Schenkel 35 auf. Der Gegenhalter 26 und das Klammerelement 27 sind sowohl für das Halbprofil wie auch das Vollprofil (nicht dargestellt) einsetzbar.

[0025] Fig. 7 zeigt schematisch, eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts zweier zusammengeschobener Rahmen 4 (markiert durch die Pfeile P), wobei die zweiteilig ausgebildeten Pfosten 10' mit zwei erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtungen versehen sind. Weiter sind zwei erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtungen auf dem Riegel 9 aufgebracht. Dabei ist der Riegel 9 mit dem einteiligen Metallprofil 11 und dem Dichtungsrahmenteil 22 versehen ersichtlich. Die Fläche 24 zum selbsttätigen Ableiten von Wasser ist dargestellt. Weiter geht aus Fig. 7 die beiden Pfosten 10' mit dem einen Teil des zweiteiligen Metallprofils 13 und dem einen Teil des zweiteiligen Dichtungsrahmenteils 23 hervor. Die dargestellten erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtungen zeigen deutlich das Steckelement 15, den Gegenhalter 26 und das Klammerelement 27.

[0026] Fig. 8 stellt schematisch, eine weitere perspektivische Darstellung des Ausschnitts des Rahmens 4, welcher mit dem Einsetzelement 25 und vier erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtungen versehen ist dar. Das Einsetzelement 25 ist ein dreifachverglastes Scheibenelement. Ein Teil eines Randes 47 des Einsetzelementes 25 grenzt dabei an die die Innenseite der Spitze 36 des Klammerelementes 27. Die Fläche 24 ragt stufenförmig vom Rand 47 nach unten ab.

[0027] Fig. 9 stellt eine perspektivische Darstellung eines Abschnittes von zwei mit Abdeckungungen 28 versehenen Rahmen 4 resp. eines Fassadenelementes 2 dar. Zwei Einsetzelemente 25 sind in die Rahmen 4 eingesetzt. Die mit den Halbprofilen HP versehenen Pfosten 10' sind eng zueinander geschoben (siehe Pfeile P). Dies erlaubt eine dichte Aneinanderreihung von Fassadenelementen 2 oder Flächenelementen an der Fassade.


Ansprüche

1. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2), wobei das Fassadenelement (2) mindestens zwei Rahmen (4) mit einer jeweils zwischen den Rahmen (4) ausgebildeten Zwischenraum (6) aufweist und eine Rahmeninnenseite mit Metallprofilen (11; 13) versehen ist, wobei das jeweilige Metallprofil (11; 13) Dichtungsrahmenteile (22; 23) aufweist und ein in den Rahmen (4) einbringbares Einsetzelement (25) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung auf dem Fassadenelement (2) befestigbar ist und mehrteilig ausgebildet ist und ein Steckelement (15), ein Klammerelement (27) und einen Gegenhalter (26) aufweist, wobei diese miteinander verbindbar sind.
 
2. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in montiertem Zustand des Fassadenelementes (2) mindestens eine Abdeckung (28) an mindestens einer Befestigungsvorrichtung befestigt ist.
 
3. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung auf zwei Halbprofilen (HP) befestigt ist, wobei das jeweilige Halbprofil (HP) aus einem zweiteiligen Pfosten (10'), dem Metallprofil (13) und dem Dichtungsrahmenteil (23) aufgebaut ist und/oder die Befestigungsvorrichtung an einem Vollprofil (VP) befestigt ist, wobei das jeweilige Vollprofil (VP) aus einem Riegel (9) oder einem einteiligen Pfosten (10), dem Metallprofil (11) und dem jeweiligen Dichtungsrahmenteil (22) ausgebildet ist.
 
4. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Halbprofilen (HP) versehenen Rahmenseiten (7) zusammen geschoben sind und die Befestigungsvorrichtung zwischen dem Zwischenraum (6) auf dem Metallprofil (13) und dem Dichtungsrahmenteil (23) montiert ist.
 
5. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Dichtungslippen (32; 32'; 43; 43') der Dichtungsrahmenteile (22; 23) ein Durchbruch (33; 45) mit einer möglichst flachen Dichtungsebene (DE), vorzugsweise derart flach, dass deren Unterflächen so weit wie möglich zum Stab (17) hin ausgerichtet sind, ausgebildet ist.
 
6. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckelement (15) eine Steckschiene (16) und mindestens einen davon abragenden Kopfteil (18) aufweist, wobei der Gegenhalter (26) mit mindestens einem Schlitz (39) versehen ist und das Klammerelement (27) H-förmig ausgebildet ist, wobei ein Ende zangenförmig ausgebildete Schenkel (35) aufweist.
 
7. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckschiene (16) in eine Metallprofilnut (19') eingebracht ist und das Kopfteil (18) aus dem Schlitz (39) des Gegenhalters (26) ragt und der Gegenhalter (26) und das Klammerelement (27) in auf das Halbprofil (HP) und/oder auf das Vollprofil (VP) montiertem Zustand durch ein Befestigungselement (40), vorzugsweise durch eine Schraube (40'), miteinander verbunden sind.
 
8. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckschiene (16) einen rinnenförmigen Abschluss (16') aufweist.
 
9. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Fassadenelement (2) mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung versehen ist.
 
10. Fassade mit mindestens einem Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fassadenelement (2) mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung versehen ist.
 
11. Verfahren zur Montage einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von einem Einsetzelement (25) in ein Fassadenelement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren mindestens folgende Schritte aufweist:

- Einsetzen mindestens eines Einsetzelementes (25) auf die mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung versehenen Dichtungsrahmenteile (22; 23);

- Befestigen der Befestigungselemente (31; 31'; 42; 42'); und

- Montieren der Abdeckung (28) auf dem Klammerelement (27).


 




Zeichnung




























Recherchenbericht