[0001] Die Erfindung betrifft eine Hausfeuerungsanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Die
EP 997 965 A1 offenbart einen zur Verminderung von Schwebstoffen optimierten Brenner für ein Heizgerät,
der mit einem festen Brennstoff, beispielsweise Pellets oder ähnlich vereinzelten
Teilen eines festen Brennstoffs betrieben wird. Hierbei wird durch die speziell ausgestaltete
Ausbildung der Brennkammer und der Zufuhr von Zuluft ein Eintrag von Schwebstoffen
in die Abgase erschwert. Dabei erfolgt eine Zufuhr der Zuluft lediglich über eine
Zulufteinrichtung, deren Luftzufuhr mittels eines Konvektionsgebläses um die Feuerstelle
herum verteilt wird. Ein Sauerstoffsensor steuert die Luftzufuhr und stellt ein bevorzugt
optimales Luft/Brennstoff- Verhältnis durch Abgleich der Brennstoffzufuhr und der
Luftzufuhr ein. Durch die einzige Zufuhreinrichtung ist eine Nachverbrennung von nicht
vollständig oxidierten Abgasen, beispielsweise Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe,
durch eine sekundäre Zufuhreinrichtung nicht möglich. Daher erübrigt sich auch eine
Messung der Verbrennungstemperatur zur Beurteilung der Konzentrationsgleichgewichte
an nicht vollständig oxidierten Abgasen und von deren Reaktionskinetik. Eine Verminderung
von Schadstoffen in Form von gasförmigen nicht vollständig oxidierten Abgasen und
damit ein in jeder Verbrennungsphase (Zündphase, Anfahrphase, stationäre Phase) optimierter
Verbrennungsprozess sind mittels dieses Brenners nicht möglich.
[0003] Aus der
AT 412 903 B ist ein Verfahren zum Betrieb einer Feuerungsanlage zur Verbrennung von Brennstoffen
bekannt, bei dem eine primäre und eine sekundäre Zulufteinrichtung abhängig vom Gehalt
an Kohlenmonoxid, der mittels eines Kohlenmonoxid-Sensors kontinuierlich gemessen
wird, und abhängig von der Temperatur geregelt wird. Dabei werden die sekundäre Zufuhr
von Zuluft und die Brennstoffzufuhr abhängig vom Gehalt von Kohlenmonoxid im Abgas
und der Verbrennungstemperatur geregelt. Die Verwendung eines Kohlenmonoxid-Sensors
ist kosten- und wartungsaufwendig. Das Verfahren sieht keine separate Regelung im
nicht stationären Betrieb der Feuerungsanlage vor, so dass insbesondere in einer Startphase
keine separate Regelung erfolgt, die einen Ausstoß von Schadstoffen, insbesondere
nicht vollständig oxidierten Schadstoffen, in dieser Startphase verhindert.
[0004] Weiterhin sind Feuerungsanlagen für zerkleinerte feste Brennstoffe wie Pellets, Hackschnitzel
und dergleichen auf dem Markt erhältlich, die zwar über eine Nachverbrennung mittels
einer sekundären Zufuhreinrichtung und einen Sensor zur Ermittlung des Restsauerstoffgehalts
im Abgas aufweisen, jedoch keine beziehungsweise keine separate Regelung für die Startphase
aufweisen.
[0005] Umfangreiche Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass in der Zünd- und Anfahrphase
des Verbrennungsprozesses weitaus höhere Schadgas- und Feinstaubemissionen zu verzeichnen
sind als in der stationären Betriebsphase bei gleichmäßiger Brennstoffzufuhr. Dies
liegt daran, dass in den erstgenannten Phasen das Luft/Brennstoffgemisch nicht fest
eingestellt werden kann, um optimale Verbrennung zu erreichen. Je nach Auslegung der
Heizungsanlage können jedoch mehrere Zünd- und Anfahrphasen pro Stunde auftreten.
Dies bedeutet, dass der Beitrag dieser Verbrennungsphasen zur Schadstoffemission erheblich
sein kann. Da jedoch die Schadstoffemissionen in diesen nicht stationären Betriebsphasen
vom Gesetzgeber nicht überwacht werden, wurden bisher keine Prozessregelungsstrategien
entwickelt, um die damit einhergehenden, hohen Emissionen zu verringern.
[0006] Es ergibt sich daher die Aufgabe, eine Hausfeuerungsanlage zur Verbrennung von festen,
zerkleinerten Brennstoffen derart weiterzubilden, dass die Schadstoffemissionen über
den gesamten Betriebsbereich der Hausfeuerungsanlage minimiert werden. Dabei soll
eine derartige Hausfeuerungsanlage einfach und kostengünstig aufgebaut sein.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Hausfeuerungsanlage zur kontinuierlichen Verbrennung
von festen, zerkleinerten Brennstoffen während unterschiedlicher Betriebsphasen, nämlich
einer Zündphase, während der der Brennstoff entzündet wird, einer Anfahrphase, in
der der Verbrennungsprozess stabilisiert wird und einer Betriebsphase mit einem stationären
Verbrennungsbetrieb, mit einer Dosiereinrichtung zum Dosieren des Brennstoffs in einen
Brennraum, einer primären Zulufteinrichtung zur Dosierung der für den Verbrennungsvorgang
nötigen Zuluft, einer sekundären Zulufteinrichtung zur Nachverbrennung von nicht vollständig
oxidierten Verbrennungsprodukten, einem Temperatursensor zur Erfassung der Verbrennungstemperatur
und einem Sauerstoffsensor zur Erfassung des im Abgas vorhandenen Restsauerstoffs
sowie einer Zündeinrichtung zur Zündung des Brennstoffs gelöst, wobei während der
stationären Betriebsphase die Dosiereinrichtung abhängig von einem durch Zufuhr von
Brennstoff gesteuerten Wärmebedarf und die primäre Zulufteinrichtung abhängig von
der Dosierung des festen Brennstoffs und die sekundäre Zulufteinrichtung abhängig
vom Restauerstoff geregelt wird und während der Zündphase die primäre Zulufteinrichtung
konstant betrieben und die sekundäre Zulufteinrichtung abhängig von der Verbrennungstemperatur
und abhängig vom Restsauerstoffgehalt geregelt wird. Während der Anfahrphase kann
die primäre Zulufteinrichtung abhängig von der Dosierung des Brennstoffs, beispielsweise
in Form eines steuer- oder regelbaren Brennstoffvolumenstroms und die sekundäre Zulufteinrichtung
gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ausschließlich abhängig vom Restsauerstoffgehalt
geregelt werden. In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Regelung der Zulufteinrichtung
zusätzlich abhängig von der Verbrennungstemperatur erfolgen, da bei geringeren Wärmeleistungen
davon ausgegangen werden kann, dass die Verbrennungstemperatur entsprechend niedriger
sein kann und deswegen eine Regelung notwendig werden kann, die sowohl den restsauerstoffgehalt
als auch die Verbrennungstemperatur berücksichtigt.
[0008] Durch eine derartige Hausfeuerungsanlage können die Schadstoffemissionen nicht nur-wie
beispielsweise von Gesetzgebern nur eingeschränkt gefordert - in der stationären Betriebsphase
vermindert sondern vor allem auch in der infolge der nicht stationären Verbrennungsvorgänge
für Schadstoffausstoß besonders anfälligen Zünd- beziehungsweise Anfahrphase vermindert
werden, welche zusammen durchaus eine Dauer von 10-30 Minuten einnehmen können.
[0009] Als Brennstoff eignen sich alle festen, zerkleinerten Brennstoffe, beispielsweise
organische Brennstoffe wie Holzpellets, Holzhackschnitzel, generell vorher zubereitete,
portionierte Biomasse und dergleichen. Die Dosiereinrichtung der Hausfeuerungsanlage
kann aus einer Transportschnecke, einem Förderband oder dergleichen gebildet sein.
Die primäre und sekundäre Zulufteinrichtung kann beispielsweise aus jeweils einem
Gebläse gebildet sein, deren Drehzahl durch eine entsprechende Regelung eingestellt
und auf diese Weise die Menge an dosierter Zuluft vorgegeben wird. Weiterhin kann
die separate Dosierung des primären und/oder sekundären Zuluftstroms über einen Saugzugventilator
und separat steuerbare Zuluftschieber oder dergleichen erfolgen. Die primäre Zuluft
erfolgt bevorzugt von unten durch einen Rost für den entzündeten Brennstoff. Die sekundäre
Zuluft wird vorzugsweise so in die Nachbrennzone beispielweise mittels einer oder
mehrerer Düsen eingebracht, dass eine optimale Durchmischung mit dem Abgasstrom vorliegt
und kann vorgewärmt sein, um die Reduktion der Verbrennungstemperatur zu mindern.
Eine Abtrennung zwischen Brennkammer und einem Nachverbrennungskammer zur Vermeidung
von schädlicher Konvektion kann vorgesehen sein. Der Temperatursensor kann durch ein
Thermoelement, ein Thermometer, ein Pyroelement oder dergleichen gebildet sein und
erfasst in bevorzugter Weise die Verbrennungstemperatur an einem für die Regelung
charakteristischen Punkt im Brennraum, bevorzugt in der Nähe der Maximaltemperatur.
Mittels entsprechender empirischer Überlegungen kann dabei auf eine mittlere Verbrennungstemperatur
und damit auf die Entstehung oder Einstellung eines Gleichgewichts von nicht vollständig
oxidierten Schadstoffen wie beispielsweise Kohlenmonoxid, (polyzyklischen) Kohlenwasserstoffen
und/oder Feinstaub im Abgas geschlossen werden. Als Sauerstoffsensor kann ein optischer
oder elektrochemischer Sensor verwendet werden. Dieser Sensor wird bevorzugt am Ausgang
des Abgases, beispielsweise vor der Einleitung in einen Kamin vorgesehen werden. Als
Zündvorrichtung kann ein Heißluftgebläse dienen, das den auf dem Rost befindlichen
Brennstoff durch Gastemperaturen über dem Flammpunkt entzündet.
[0010] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Hausfeuerungsanlage sieht vor, die primäre Zulufteinrichtung
zur Entzündung des Brennstoffs bei ausgeschalteter sekundärer Zulufteinrichtung mit
konstanter Zuluft zu betreiben. Auf diese Weise kann ohne Abkühlung der Heißluft des
Heizgebläses bei einer entsprechend begrenzten Zufuhr der Brennstoff schnell und sicher
entzündet werden.
[0011] Nach einer Entzündung des Brennstoffs bleibt in vorteilhafter Weise die sekundäre
Zulufteinrichtung solange stillgelegt, bis der Restsauerstoff einen vorgegebenen Wert,
beispielsweise 18 Vol.-% unterschreitet. Dabei kann die sekundäre Zulufteinrichtung
stillgelegt bleiben, bis zusätzlich die Verbrennungstemperatur einen vorgegebenen
Wert von beispielsweise 400° C bis 450° C überschreitet. Wird dabei der vorgegebene
Wert der Verbrennungstemperatur erstmalig überschritten, erfolgt bei Unterschreiten
des vorgegebenen Werts für den Restsauerstoffgehalt eine Regelung des sekundären Zuluftstroms
abhängig von der Verbrennungstemperatur und dem Gehalt an Restsauerstoff. Dabei können
für Verbrennungstemperaturen über dem vorgegebenen Wert und Brenntemperaturen gleich
oder unterhalb des vorgegebenen Werts unterschiedliche Regelungsfunktionen, beispielsweise
mit unterschiedlichem Regelungscharakter vorgegeben werden. Beispielsweise können
unterschiedliche Regler wie beispielsweise ein P-, PI-, PID-Regler verwendet werden
oder die Regelparameter untereinander unterschiedlich gewichtet werden. Weiterhin
können die vorgegebenen Werte zur Umschaltung der Regelung auf Basis der Vebrennungstemperatur
und des Gehalts an Restsauerstoff variiert werden. Eine derartige Regelung strebt
eine Minimierung der Verbrennungstemperatur-Absenkung durch Zuluft über die sekundäre
Zufuhreinrichtung an, um die Bildung der genannten Schadstoffe aufgrund zu geringer
Temperatur selbst bei bereits angelaufener Verbrennung soweit möglich zu vermeiden.
Auf diese Weise wird der Zündvorgang zügig gestartet und unverzüglich auf eine effektive
Nachverbrennung durch Zufuhr von Luft über die sekundäre Zufuhreinrichtung umgeschaltet,
sobald eine Schadstoffbildung aufgrund der Bildungsbedingungen beispielsweise der
Bildung von Kohlenmonoxid nach dem Boudouard-Gleichgewicht nicht mehr vernachlässigbar
ist.
[0012] Ist die Zündphase abgeschlossen, wird auf die Anfahrphase umgeschaltet. Während dieser
Anfahrphase wird nach einer vorteilhaften Ausführung der Hausfeuerungsanlage zumindest
zu Beginn der Anfahrphase die sekundäre Zuluft auf einen minimalen Wert beschränkt.
Dies bedeutet, dass die primäre Zuluft nach stabiler Entzündung des Brennstoffs abhängig
von einer Dosierung des Brennstoffs, die zum Anfahren des Verbrennungsvorgangs mit
steigender Rate des Brennstoffs erfolgen kann, geregelt wird, wobei eine Mindestzufuhr
an sekundärer Zuluft erfolgt, um eine Grundlast von Zuluft zur Nachverbrennung von
gegebenenfalls entstehenden Schadstoffen bereitzuhalten. Da in der Anfahrphase insbesondere
nach einem Wiederanfahren mit bereits angebranntem Brennstoff die Verhältnisse der
Verbrennung sowie die Reaktionsprodukte stark variieren, muss die Regelung der sekundären
Zuluft grundsätzlich nach der Verbrennungstemperatur und nach dem Gehalt an Restsauerstoff
im Abgas erfolgen. Ist die Verbrennungstemperatur allerdings hoch genug, wie dies
in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel gegeben sein kann, dann kann - wie sich
überraschenderweise gezeigt hat - auf deren Berücksichtigung zur Regelung der sekundären
Zuluftstromeinrichtungverzichtet werden. Eine Regelung erfolgt dabei gemmäß einem
vorteilhaften Ausführungsbeispiel während der Anfahrphase in der Weise, dass bei zunehmendem
Restsauerstoffgehalt die Zuluft vermindert und bei abnehmendem Restsauerstoffgehalt
erhöht wird.
[0013] Die Dauer der Zündphase und der Anfahrphase kann zeitlich begrenzt werden. Dabei
können empirisch gewonnene Informationen eines Verbrennungsprozesses als Umschaltzeiten
von der Zündphase in die Anfahrphase beziehungsweise von der Anfahrphase in die Betriebsphase
mit stationärem Verbrennungsbetrieb herangezogen werden. In weiteren Ausführungsbeispielen
können die Umschaltpunkte zwischen den einzelnen Phasen aus einer aktuell vorliegende
Verbrennungssituation beispielsweise anhand der gewonnen Sensordaten für Restsauerstoff
und/oder der Verbrennungstemperatur sowie Betriebsdaten der Zufuhreinrichtungen und/oder
der Dosiereinrichtungen festgelegt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Dauer
der Zündphase und/oder der Anfahrphase abhängig von einer Stillstandszeit der Hausfeuerungsanlage
vorgebbar sein. Auf diese Weise kann beispielsweise einer Restwärme in dem Brennraum
beziehungsweise der Temperatur des Brennguts entsprochen werden. Beispielsweise kann
bei einer Neuinbetriebnahme der Hausfeuerungsanlage mit ausschließlich unverbranntem
Brennstoff eine längere Dauer der Zünd- und/oder Anfahrphase vorgesehen werden.
[0014] In der Betriebsphase mit stationärem Verbrennungsbetrieb wird die primäre Zulufteinrichtung
abhängig vom eingestellten Brennstoffvolumenstrom über die Dosiervorrichtung geregelt.
Durch die auf diese Weise erzielbare stöchiometrische Verbrennung bei einer hohen,
im Wesentlichen konstanten Temperatur kann auf einen Temperatureinfluss der Regelung
der sekundären Zufuhreinrichtung verzichtet und lediglich eine vom Restsauerstoff
abhängige Regelung vorgenommen werden, die indirekt auch unterschiedliche Brennstoffqualitäten
(z.B. Porosität) berücksichtigt. Der von außen angeforderte Wärmebedarf der Hausfeuerungsaniage
wie Volllast- oder Teillastbetrieb kann durch die gleichförmige Führung von Brennstoffzufuhr
und Zufuhr von Luft über die primäre Zufuhreinrichtung durchgeführt werden. Ändert
sich bei diesem Vorgang die Verbrennungstemperatur in Bezug auf die Schadstoffbildung
und/oder das Gleichgewicht einer Schadstoffbildung, kann die sekundäre Zufuhreinrichtung
abhängig von der Änderung der Verbrennungstemperatur korrigiert werden.
[0015] Der Regelvorgang beziehungsweise die Zufuhr von sekundärer oder primärer Zuluft kann
beendet werden, indem die Dosiervorrichtung abgestellt und das Unterschreiten eines
vorgegebenen Werts der Verbrennungstemperatur erkannt wird.
[0016] Die Regelung der vorgeschlagenen Hausfeuerungsanlage kann werkseitig oder vom Kunden
parametriert werden. Hierbei kann zumindest einer von Parametern zur Darstellung einer
Abhängigkeit der primären und/oder sekundären Zulufteinrichtung von der Verbrennungstemperatur,
dem Restsauerstoff und/oder der Brennstoffzufuhr abhängig von einer Stillstandszeit
der Hausfeuerungsanlage vorgegeben werden.
1. Hausfeuerungsanlage zur kontinuierlichen Verbrennung von festen, zerkleinerten oder
pellettierten Brennstoffen während unterschiedlicher Betriebsphasen, nämlich einer
Zündphase, während der Brennstoff entzündet wird, einer Anfahrphase, in der der Verbrennungsprozess
stabilisiert wird und einer Betriebsphase mit einem stationären Verbrennungsbetrieb,
mit einer Dosiereinrichtung zum Dosieren des Brennstoffs in einen Brennraum, einer
primären Zulufteinrichtung zur Dosierung der für den Verbrennungsvorgang nötigen Zuluft,
einer sekundären Zulufteinrichtung zur Nachverbrennung von nicht vollständig oxidierten
Verbrennungsprodukten, einem Temperatursensor zur Erfassung der Verbrennungstemperatur
und einem Sauerstoffsensor zur Erfassung des im Abgas vorhandenen Restsauerstoffgehalts
sowie einer Zündeinrichtung zur Zündung des Brennstoffs, wobei während der Betriebsphase
mit stationärem Verbrennungsbetrieb die Dosiereinrichtung abhängig vom Wärmebedarf
und die primäre Zulufteinrichtung abhängig vom Brennstoffvolumenstrom und die sekundäre
Zulufteinrichtung abhängig vom Restsauerstoffgehalt und gegebenenfalls von der Verbrennungstemperatur
geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Zündphase die primäre Zulufteinrichtung konstant betrieben und die sekundäre
Zulufteinrichtung abhängig von der Verbrennungstemperatur und abhängig vom Restsauerstoffgehalt
betrieben wird und während der Anfahrphase die primäre Zulufteinrichtung abhängig
von der Dosierung von Brennstoff und die sekundäre Zulufteinrichtung abhängig vom
Restsauerstoffgehalt geregelt wird.
2. Hausfeuerungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Zulufteinrichtung während der Anfahrphase zusätzlich abhängig von der
Verbrennungstemperatur geregelt wird.
3. Hausfeuerungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Zulufteinrichtung während der Zündphase mit einem konstanter Zuluftstrom
betrieben wird.
4. Hausfeuerungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundäre Zulufteinrichtung solange stillgelegt bleibt, bis der Restsauerstoffgehalt
im Abgas einen vorgegebenen Wert unterschreitet oder die Verbrennungstemperatur einen
vorgegebenen Wert erstmals überschreitet.
5. Hausfeuerungsanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei erstmaligem Überschreiten der Verbrennungstemperatur über den vorgegebenen Wert
die sekundäre Zulufteinrichtung eines weiteren, über dem ersten Wert liegenden nach
einer Funktion geregelt wird, wobei der sekundäre Zuluftstrom abhängig von der Verbrennungstemperatur
und dem Restsauerstoffgehalt ist.
6. Hausfeuerungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass während der Anfahrphase die sekundäre Zuluft zumindest auf einen minimalen Wert beschränkt
wird.
7. Hausfeuerungsanlage nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der stationären Betriebsphase der sekundäre Zuluftstrom in Abhängigkeit vom Restsauerstoffgehalt
im Abgas und von der Verbrennungstemperatur geregelt wird.
8. Hausfeuerungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsphase durch Unterschreiten eines vorgegebenen Werts der Verbrennungstemperatur
beendet wird.
9. Hausfeuerungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Parameter zur Darstellung einer Abhängigkeit der primären und/oder
sekundären Zulufteinrichtung von der Verbrennungstemperatur, dem Restsauerstoffgehalt
und/oder der Brennstoffvolumenstrom abhängig von einer Stillstandszeit der Hausfeuerungsanlage
vorgegeben wird.