(19)
(11) EP 2 247 518 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.09.2011  Patentblatt  2011/39

(21) Anmeldenummer: 09705657.6

(22) Anmeldetag:  22.01.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65H 1/22(2006.01)
G07D 11/00(2006.01)
B65H 7/06(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2009/000381
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/095179 (06.08.2009 Gazette  2009/32)

(54)

VORRICHTUNG FÜR DIE VEREINZELUNG VON BLATTGUT

APPARATUS FOR SEPARATING SHEET MATERIAL

SYSTÈME DE SÉPARATION DE FEUILLES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 30.01.2008 DE 102008006743

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.11.2010  Patentblatt  2010/45

(73) Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH
81677 München (DE)

(72) Erfinder:
  • NÜTZEL, Dominik
    81371 München (DE)
  • REUTER, Franz
    84405 Dorfen (DE)
  • THUM, Xaver
    82515 Wolfratshausen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 321 403
WO-A-02/077933
GB-A- 2 166 898
WO-A-99/28226
DE-A1- 2 628 889
JP-A- 2000 331 214
   
  • AZUCHI I ET AL: "Bill Deposit Gate for Teller Auto-Cashier" IP.COM JOURNAL, IP.COM INC., WEST HENRIETTA, NY, US, 1. Mai 1988 (1988-05-01), XP013046853 ISSN: 1533-0001
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut, insbesondere von Banknoten, welches als Stapel in die Vorrichtung eingegeben wird.

[0002] Bekannte Automaten für die Annahme von Blattgut, insbesondere Banknoten oder andere Wertdokumente, weisen eine Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut auf. Das zu vereinzelnde Blattgut wird als loser Stapel von mehreren Stück Blattgut in die Vorrichtung für die Vereinzelung eingegeben. Dabei kann es vorgesehen sein, daß das Blattgut von einer Bedienperson derart in die Vorrichtung für die Vereinzelung eingegeben wird, daß die einzelnen Stücke Blattgut nacheinander von der Vorrichtung erfaßt und zur weiteren Bearbeitung einzeln an ein Transportsystem übergeben werden. Ebenso ist es möglich, daß die Bedienperson das Blattgut nur teilweise in die Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut eingibt. In diesem Fall wird der Stapel von Blattgut von einer Transporteinrichtung vollständig in die Vorrichtung für die Vereinzelung transportiert. Anschließend können die einzelnen Stücke Blattgut, wie zuvor beschrieben, von der Vorrichtung für die Vereinzelung erfaßt und einzeln an das Transportsystem übergeben werden. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus Azuchi, I. et al: "Bill Deposit Gate for Teller Auto-Cashier", ip.com Journal, ip.com Inc., West Henrietta, NY, USA, 1. Mai 1988, XP013046853 ISSN: 1533-0001, bekannt.

[0003] Bei der Vereinzelung des Blattguts treten jedoch häufig Probleme auf, weil der Stapel von einzelnen Stücken Blattgut gebildet wird, deren Kanten schlecht zueinander ausgerichtet sind, d. h. die Kanten der einzelnen Stücke Blattgut verlaufen nicht parallel zueinander. In diesem Fall werden die einzelnen Stücke Blattgut bei der Vereinzelung von der Vorrichtung für die Vereinzelung ungleichmäßig erfaßt, weshalb das Blattgut von dem anschließenden Transportsystem nicht im wesentlichen parallel zu zwei der Außenkanten des Blattguts transportiert wird. Durch diesen schrägen Transport des Blattguts kann es bei der weiteren Bearbeitung zu Problemen kommen, beispielsweise Stauungen. Gleichartige Probleme ergeben sich auch für den Fall, daß die den Stapel bildenden Stücke Blattgut zwar gut hinsichtlich ihrer Kanten zueinander ausgerichtet sind, der gesamte Stapel Blattgut aber schräg in die Vorrichtung für die Vereinzelung eingegeben wird.

[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut, insbesondere von Banknoten, welches als Stapel in die Vorrichtung eingegeben wird, anzugeben, bei der die zuvor geschilderten Probleme erkannt und verhindert werden können.

[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

[0006] Die Erfindung geht dabei von einer Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut, insbesondere von Banknoten, welches als Stapel in einen Eingabebereich der Vorrichtung eingegeben wird und bis zu einem Vereinzeler transportiert wird, der einzelne Stücke Blattgut des Stapels von Blattgut an ein Transportsystem übergibt, welches das vereinzelte Blattgut in einer Transportrichtung transportiert, aus, wobei ein in Transportrichtung vor dem Vereinzeler angeordneter Sensor, der sich im wesentlichen über die Breite des Eingabebereichs erstreckt, Signale erzeugt, die angeben, ob und in welchem Bereich der Breite des Eingabebereichs Blattgut vorhanden ist, und wobei eine Steuereinrichtung, welche die Signale des Sensors während eines Transports des Stapels von Blattgut zum Vereinzeler auswertet und auftretende Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors über die Anwesenheit oder Abwesenheit von Blattgut mit vorgegebenen Schwellenwerten für Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors vergleicht, um aus den auftretenden Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors eine Aussage abzuleiten, ob die den Stapel von Blattgut bildenden Stücke Blattgut hinsichtlich ihrer Kanten zueinander ausgerichtet sind, und ob der Stapel von Blattgut eine Ausrichtung aufweist, die im wesentlichen parallel zu der Transportrichtung des Transportsystems ist.

[0007] Der Vorteil der Erfindung ist insbesondere darin zu sehen, daß die Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut, welches als Stapel in den Eingabebereich der Vorrichtung eingegeben wird, mittels der Auswertung der Signale des Sensors durch die Steuereinrichtung erkennen kann, ob ein eingegebener Stapel von Blattgut eine gute Stapelqualität aufweist, d. h. ob das den Stapel bildende Blattgut hinsichtlich seiner Kanten gut zueinander ausgerichtet ist, und ob der Stapel von Blattgut insgesamt gerade in den Eingabebereich eingegeben worden ist, d. h. ob der Stapel von Blattgut insgesamt eine gute Ausrichtung aufweist, also insbesondere eine Ausrichtung seiner Kanten parallel zu der Transportrichtung.

[0008] Bei einer Weiterbildung ist es vorgesehen, daß die Steuereinrichtung den Vereinzeler steuert und die Vereinzelung des Stapels von Blattgut verhindert, falls die Überprüfung der Signale des Sensors ergibt, daß die den Stapel von Blattgut bildenden Stücke Blattgut hinsichtlich ihrer Kanten schlecht zueinander ausgerichtet sind oder der Stapel von Blattgut eine Ausrichtung aufweist, die von der Transportrichtung des Transportsystems abweicht.

[0009] Die Weiterbildung weist den Vorteil auf, daß durch die Verhinderung der Vereinzelung des Blattguts von Stapeln von Blattgut, das eine schlechte Ausrichtung aufweist, sei es die Ausrichtung des Blattguts zueinander oder die Ausrichtung des gesamten Stapels zu der Transportrichtung des Transportsystems, Störungen bei der weiteren Bearbeitung des vereinzelten Blattguts verhindert werden können.

[0010] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsformen anhand von Figuren.

[0011] Es zeigt
Figur 1
eine prinzipielle Ausführungsform einer Vorrichtung für die Ver- einzelung von Blattgut, insbesondere von Banknoten, welches als Stapel in die Vorrichtung eingegeben wird,
Figur 2
die Eingabe eines ersten Stapels von Blattgut in die in Figur 1 dar- gestellte Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut, und
Figur 3
die Eingabe eines zweiten Stapels von Blattgut in die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut.


[0012] In Figur 1 ist eine prinzipielle Ausführungsform einer Vorrichtung 1 Vereinzelung von Blattgut BN, insbesondere von Banknoten, welches als Stapel in die Vorrichtung 1 eingegeben wird dargestellt.

[0013] Die Vorrichtung 1 ist in einem Gehäuse 9 angeordnet und weist zur Eingabe der Banknoten BN einen Eingabebereich F auf, welcher von einer Blende 8 verschlossen werden kann. Der Stapel von Banknoten BN wird von einer Bedienperson auf eine im Eingabebereich F angeordnete Ablagefläche 4 gelegt.

[0014] Im Eingabebereich F befindet sich ein Sensor 10, 11, der sich über die Breite des Eingabebereichs F erstreckt. Der Sensor 10, 11 kann beispielsweise von einer Lichtschranke gebildet werden, die eine Reihe von nebeneinander liegender Lichtquellen aufweist, z. B. Leuchtdioden 11, wobei gegenüberliegend eine Reihe von nebeneinander liegender Detektoren angeordnet ist, z. B. Fotodioden 10, welche die Signale der Leuchtdioden empfangen. Statt von einer zeilenförmigen Lichtschranke kann der Sensor 10, 11 auch von einer Zeilenkamera gebildet werden. Die Zeilenkamera kann beispielsweise von einem CCD-Sensor 10 gebildet werden, zu dem eine zeilenförmige Lichtquelle 11 gegenüberliegend angeordnet ist. Der zeilenförmige CCD-Sensor 10 kann aber auch selbst über eine zeilenförmige Lichtquelle verfügen, deren reflektiertes Licht der CCD-Sensor 10 empfängt. Es ist auch möglich, daß der CCD-Sensor 10 reflektiertes Umgebungslicht detektiert, d. h. über keine Lichtquelle verfügt.

[0015] Wird vom Sensor 10, 11 die Eingabe von Banknoten BN erkannt, wird ein erster Teil 2 einer Transporteinrichtung 2, 3, 3' in einer Richtung R auf die Banknoten BN zu bewegt, bis die Banknoten BN zwischen dem ersten Teil 2 der Transporteinrichtung 2, 3, 3' und der Auflagefläche 4 geklemmt sind. In der Auflagefläche 4 ist ein zweiter Teil 3, 3' der Transporteinrichtung 2, 3, 3' angeordnet. Die zwischen dem ersten Teil 2 und dem zweiten Teil 3, 3' der Transporteinrichtung 2, 3, 3' geklemmten Banknoten BN werden nach ihrer Klemmung von der Transporteinrichtung 2, 3, 3', die aus Riemen 2, 3' und Rollen 3 bestehen kann, zu einem Vereinzeler 5, 6 transportiert. Dazu kann es vorgesehen sein, daß erster 2 und zweiter 3, 3' Teil der Transporteinrichtung 2, 3, 3' angetrieben werden. Es ist auch möglich, daß nur der zweite Teil 3, 3' angetrieben wird. Ebenso ist es möglich, daß nur der erste Teil 2 angetrieben wird.

[0016] Der Vereinzeler 5, 6 besteht beispielsweise aus einer Vereinzelungswalze 5, welche jeweils die unterste der Banknote des Stapels von Banknoten BN ergreift, wobei eine Rückhalteeinrichtung 6 die anderen Banknoten des Stapels von Banknoten BN zurückhält. Die jeweils vom Vereinzeler 5, 6 erfaßte und vereinzelte Banknote wird an ein Transportsystem 7 übergeben, welches die einzelnen Banknoten einer weiteren Bearbeitung zuführt, z. B. einer Überprüfung der Banknoten auf deren Art und Echtheit. Während der Vereinzelung wird der erste Teil 2 der Transporteinrichtung 2, 3, 3' nicht angetrieben. Der zweite Teil 3, 3' oder ein Abschnitt 3 des zweiten Teils 3, 3' der Transporteinrichtung 2, 3, 3' kann jedoch angetrieben werden, damit die jeweils unterste Banknote des Stapels von Banknoten BN zum Vereinzeler 5, 6 transportiert wird.

[0017] Figur 2 zeigt die Eingabe eines ersten Stapels von Banknoten BN in die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung 1. In Figur 2 sind die Auflagefläche 4 des Eingabebereichs F, die Vereinzelungswalze 5 sowie der Sensor 10 dargestellt.

[0018] Der dargestellte erste Stapel von Banknoten BN besteht aus mehreren Banknoten, die hinsichtlich ihrer Kanten schlecht zueinander ausgerichtet sind. Derartig schief liegende Banknoten werden von der Vereinzelungswalze 5 ungleichmäßig erfaßt, weshalb sie anschließend in unterschiedlichen Winkeln schräg von dem Transportsystem 7 transportiert werden und die eingangs geschilderten Probleme bei der Bearbeitung verursachen können.

[0019] Die Probleme bei der Bearbeitung der Banknoten BN können verhindert werden, falls ein derartiger Stapel von Banknoten BN erkannt und nicht vereinzelt wird. Eine Auswertung der Signale des zeilenförmigen Sensors 10, 11 mittels einer Steuereinrichtung 12, die beispielsweise von einem Mikroprozessor gebildet werden kann, ergibt während des Transports des Stapels von Banknoten BN zum Vereinzeler 5, 6 eine starke Schwankung der Signale, da sich die einzelnen Banknoten des Stapel von Banknoten BN, wie dargestellt, innerhalb der gestrichelten Linien bewegen. In den mit dem Bezugszeichen S gekennzeichneten Bereichen des zeilenförmigen Sensors 10, 11 wechseln während des Transports des Stapels von Banknoten BN zum Vereinzeler 5, 6 die Signale, die eine Anwesenheit oder Abwesenheit von Banknoten anzeigen. Treten die Schwankungen der Signale des Sensors 10,11 zwischen Anwesenheit und Abwesenheit von Banknoten mit einer Häufigkeit auf, die größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist, wird keine Vereinzelung der den Stapel bildenden Banknoten BN vorgenommen. Der Stapel Banknoten wird in diesem Fall von der Transporteinrichtung 2, 3, 3' wieder aus dem Eingabebereich F heraus transportiert. Die Steuereinrichtung 12 kann eine Anweisung für die Bedienperson erzeugen und auf einer Anzeigeeinrichtung 13 der Vorrichtung 1 darstellen. Im geschilderten Fall der häufigen Schwankung der Signale des Sensors 10, 11, die auf einen Stapel schlecht zueinander ausgerichteter Banknoten BN schließen lassen, kann die Bedienperson aufgefordert werden, den Stapel von Banknoten BN zu entnehmen, die Banknoten BN zueinander auszurichten und den Stapel von Banknoten BN erneut in den Eingabebereich F einzulegen.

[0020] Figur 3 zeigt die Eingabe eines zweiten Stapels von Banknoten BN in die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung 1. In Figur 3 sind die Auflagefläche 4 des Eingabebereichs F, die Vereinzelungswalze 5 sowie der Sensor 10 dargestellt.

[0021] Der dargestellte zweite Stapel von Banknoten BN besteht aus mehreren Banknoten, die hinsichtlich ihrer Kanten gut zueinander ausgerichtet sind. Jedoch wurde der gesamte Stapel Banknoten BN von der Bedienperson schräg in den Eingabereich der Vorrichtung 1 eingegeben. Derartig schief liegende Banknoten werden von der Vereinzelungswalze 5 ungleichmäßig erfaßt, weshalb sie anschließend alle mit einem bestimmten Winkel schräg von dem Transportsystem 7 transportiert werden und die eingangs geschilderten Probleme bei der Bearbeitung verursachen können.

[0022] Diese Probleme bei der Bearbeitung können verhindert werden, falls ein derartiger Stapel von Banknoten BN erkannt und nicht vereinzelt wird. Eine Auswertung der Signale des zeilenförmigen Sensors 10,11 mittels der Steuereinrichtung 12, ergibt während des Transports des Stapels von Banknoten BN zum Vereinzeler 5, 6 eine gleichförmige Veränderung der Signale, da sich der Stapel von Banknoten BN, wie dargestellt, innerhalb der gestrichelten Linien bewegt. In den mit dem Bezugszeichen S gekennzeichneten Bereichen des zeilenförmigen Sensors 10, 11 ändern sich während des Transports des Stapels von Banknoten BN zum Vereinzeler 5, 6 die Signale, die eine Anwesenheit bzw. Abwesenheit von Banknoten anzeigen. Überschreitet die Anzahl der ermittelten Veränderungen der Signale des Sensors 10, 11 während des Transports des Stapels von Banknoten BN in Richtung zum Vereinzeler 5, 6 einen vorgegebenen Schwellenwert, wird keine Vereinzelung der den Stapel bildenden Banknoten BN vorgenommen. Der Stapel Banknoten wird in diesem Fall von der Transporteinrichtung 2, 3, 3' wieder aus dem Eingabebereich F heraus transportiert. Die Steuereinrichtung 12 kann eine Anweisung für die Bedienperson erzeugen und auf der Anzeigeeinrichtung 13 der Vorrichtung 1 darstellen. Im geschilderten Fall der gleichförmigen Veränderung der Signale des Sensors 10, 11, die auf einen schräg eingegebenen Stapel von Banknoten BN schließen lassen, kann die Bedienperson aufgefordert werden, den Stapel von Banknoten BN zu entnehmen und den Stapel von Banknoten BN erneut und gerade in den Eingabebereich F einzulegen. Dazu kann beispielsweise ein Leitblech 4' vorgesehen sein, welches den Eingabereich F bzw. die Auflagefläche 4 in der Figur 3 an der unteren Kante abschließt. An diesem Leitblech 4' können die Banknoten BN bei der Eingabe durch die Bedienperson angelegt werden.

[0023] Somit können Rückschlüsse über die Stapelqualität des Stapels von Banknoten BN aus den Signalen des Sensors 10, 11 abgeleitet werden und die Vereinzelung von Stapeln von Banknoten BN verhindert werden, falls die Banknoten aufgrund schlechter Stapelqualität bei der nachfolgenden Bearbeitung Probleme bereiten können. Treten während der Eingabe eines Stapels von Banknoten BN häufige Schwankungen der Signale bestimmter Detektoren des Sensors 10,11 zwischen Anwesenheit und Abwesenheit von Banknoten auf, deutet dies auf Banknoten hin, die hinsichtlich ihrer Kanten nicht gut zueinander ausgerichtet sind. Tritt während der Eingabe eines Stapels von Banknoten BN eine kontinuierliche Veränderung einer bestimmten Anzahl von Signalen nebeneinander liegender Detektoren des Sensors 10, 11 auf, die sich von Anwesenheit von Banknoten auf Abwesenheit von Banknoten, bzw. umgekehrt, verändern, deutet dies auf einen Stapel von Banknoten hin, der schräg in den Eingabebereich eingegeben wurde. Abhängig von den Eigenschaften des Vereinzelers 5, 6 sowie des Transportsystems 7 und anderer nachfolgender, für die weitere Bearbeitung der Banknoten verwendeter Elemente werden Schwellenwerte für zulässige Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors 10, 11 festgelegt.

[0024] Bisher wurde die Eingabe eines Stapels von Banknoten BN im Zusammenhang mit einer Transporteinrichtung 2, 3' beschrieben, welche den Stapel von Banknoten BN, nach der Eingabe durch die Bedienperson, zum Vereinzeler 5, 6 transportiert. Es ist offensichtlich, daß der Sensor 10, 11 auch dann in der zuvor beschriebenen Weise verwendet werden kann, wenn keine Transporteinrichtung 2, 3' vorgesehen ist, d. h. wenn der Stapel von Banknoten BN von der Bedienperson bis zum Vereinzeler 5, 6 in den Eingabebereich F der Vorrichtung 1 für die Vereinzelung eingegeben wird.

[0025] Weitere Abweichungen können sich für den Aufbau der Vorrichtung 1 für die Vereinzelung ergeben. Beispielsweise kann die Auflagefläche 4 bis an die Blende 8 heranreichen. In diesem Fall ist für den Sensor 10, 11 ein Fenster oder ein transparenter Bereich in der Auflagefläche 4 vorhanden, falls der Sensor 10, 11 von einem Detektor 10 mit gegenüberliegender Lichtquelle 11 gebildet wird. Ebenso kann auf eine Blende 8 verzichtet werden, d. h. der Eingabebereich F ist nicht verschließbar. Es ist auch möglich, das Blattgut entlang seiner kurzen Kanten und nicht wie dargestellt entlang seiner langen Kanten zu transportieren. Ebenso ist es möglich, daß die Längsausdehnung des Sensors 10, 11 statt der Breite des Eingabebereichs F der Breite der Auflagefläche 4, der Breite des Vereinzelers 5, 6 oder der Breite des Transportsystems 7 entspricht.

[0026] Die beschriebene Vorrichtung 1 für die Vereinzelung von Blattgut eignet sich insbesondere für Banknoten, die stapelweise vorliegen und für eine Bearbeitung vereinzelt werden müssen. Beispielsweise für die automatische Annahme bzw. Einzahlung von Banknoten oder deren automatische Prüfung, Sortierung usw.


Ansprüche

1. Vorrichtung für die Vereinzelung von Blattgut (BN), insbesondere von Banknoten, welches als Stapel in einen Eingabebereich (F) der Vorrichtung eingegeben wird und bis zu einem Vereinzeler (5, 6) transportiert wird, der einzelne Stücke Blattgut des Stapels von Blattgut (BN) an ein Transportsystem (7) übergibt, welches das vereinzelte Blattgut in einer Transportrichtung (T) transportiert, gekennzeichnet durch
einen in Transportrichtung (T) vor dem Vereinzeler (5, 6) angeordneten Sensor (10, 11), der sich im wesentlichen über die Breite des Eingabebereichs (F) erstreckt, wobei der Sensor (10, 11) Signale erzeugt, die angeben, ob und in welchem Bereich der Breite des Eingabebereichs (F) Blattgut vorhanden ist, und
einer Steuereinrichtung (12), welche die Signale des Sensors (10, 11) während eines Transports des Stapels von Blattgut (BN) zum Vereinzeler (5, 6) auswertet und auftretende Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors (10, 11) über die Anwesenheit oder Abwesenheit von Blattgut mit vorgegebenen Schwellenwerten für Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors (10, 11) vergleicht, um aus den auftretenden Schwankungen und Veränderungen der Signale des Sensors (10,11) eine Aussage abzuleiten, ob die den Stapel von Blattgut (BN) bildenden Stücke Blattgut hinsichtlich ihrer Kanten zueinander ausgerichtet sind, und ob der Stapel von Blattgut (BN) eine Ausrichtung aufweist, die im wesentlichen parallel zu der Transportrichtung (T) des Transportsystems (7) ist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10, 11) von mehreren Lichtschranken gebildet wird, die über die Breite des Eingabebereichs (F) verteilt sind, wobei die Lichtschranken insbesondere gleiche Abstände zueinander aufweisen.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10, 11) von einer Zeilenkamera gebildet wird, insbesondere einer CCD-Zeilenkamera.
 
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Transporteinrichtung (2, 3, 3') im Eingabebereich (F) vorgesehen ist, welche den Stapel von Blattgut (BN) in den Eingabebereich (F) hinein transportiert.
 
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (12) den Vereinzeler (5, 6) steuert und die Vereinzelung des Stapels von Blattgut (BN) verhindert, falls die Überprüfung der Signale des Sensors (10, 11) ergibt, daß die den Stapel von Blattgut (BN) bildenden Stücke Blattgut hinsichtlich ihrer Kanten schlecht zueinander ausgerichtet sind oder der Stapel von Blattgut (BN) eine Ausrichtung aufweist, die von der Transportrichtung (T) des Transportsystems (7) abweicht.
 
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (12) die Transporteinrichtung (2, 3, 3') ansteuert, um den Stapel von Banknoten (BN) aus dem Eingabebereich (F) heraus zu transportieren.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (12) Anweisungen für eine Bedienperson erzeugt und auf einer Anzeigeeinrichtung (13) darstellt, insbesondere Anweisungen den Stapel von Blattgut (BN) aus dem Eingabebereich (F) zu entnehmen und erneut mit verbesserter Ausrichtung des Blattguts und/oder des Stapels von Blattgut (BN) einzulegen.
 


Claims

1. An apparatus for singling sheet material (BN), in particular bank notes, which is inputted into an input area (F) of the apparatus as a stack and is transported up to a singler (5, 6), which transfers individual pieces of sheet material of the stack of sheet material (BN) to a transport system (7), which transports the singled sheet material in a transport direction (T), characterized by
a sensor (10, 11) disposed in transport direction (T) upstream of the singler (5, 6), which substantially extends over the width of the input area (F), the sensor (10, 11) generating signals which specify whether and in which area of the width of the input area (F) the sheet material is present, and
a control device (12), which evaluates the signals of the sensor (10, 11) during a transport of the stack of sheet material (BN) to the singler (5, 6) and compares occurring fluctuations and changes of the signals of the sensor (10, 11) regarding the presence or absence of sheet material with predetermined threshold values for fluctuations and changes of the signals of the sensor (10, 11), in order to derive a statement from the occurring fluctuations and changes of the signals of the sensor (10, 11), whether the pieces of sheet material forming the stack of sheet material (BN) are aligned to each other with respect to their edges, and whether the stack of sheet material (BN) has an alignment, which substantially is in parallel to the transport direction (T) of the transport system (7).
 
2. The apparatus according to claim 1, characterized in that the sensor (10, 11) is formed by a plurality of light barriers, which are distributed over the width of the input area (F), the light barriers having in particular the same distances to each other.
 
3. The apparatus according to claim 1, characterized in that the sensor (10, 11) is formed by a line camera, in particular by a CCD line camera.
 
4. The apparatus according to any of claims 1 to 3, characterized in that a transport system (2, 3, 3') is provided in the input area (F), which transports the stack of sheet material (BN) into the input area (F).
 
5. The apparatus according to any of claims 1 to 4, characterized in that the control device (12) controls the singler (5, 6) and prevents the singling of the stack of sheet material (BN), when the check of the signals of the sensor (10, 11) yields that the pieces of sheet material forming the stack of sheet material (BN) are poorly aligned to each other with respect to their edges or the stack of sheet material (BN) has an alignment which deviates from the transport direction (T) of the transport system (7).
 
6. The apparatus according to claim 5, characterized in that the control device (12) actuates the transport system (2, 3, 3') in order to transport the stack of bank notes (BN) out of the input area (F).
 
7. The apparatus according to claim 5 or 6, characterized in that the control device (12) generates instructions for an operator and displays them on a display device (13), in particular instructions as to remove the stack of sheet material (BN) from the input area (F) and to re-input it with an improved alignment of the sheet material and/or of the stack of sheet material (BN).
 


Revendications

1. Dispositif de déliassage de produit en feuilles (BN), notamment de billets de banque, qui est introduit sous forme de pile dans une zone d'alimentation (F) du dispositif et transporté jusqu'à une déliasseuse (5, 6) qui remet des pièces distinctes de produit en feuilles de la pile de produit en feuilles (BN) à un système de transport (7) qui transporte le produit en feuilles déliassé dans une direction de transport (T), caractérisé par
un capteur sensoriel (10, 11) agencé avant la déliasseuse (5, 6) dans la direction de transport (T) et s'étendant essentiellement sur la largeur de la zone d'alimentation (F), le capteur sensoriel (10, 11) générant des signaux qui indiquent si et dans quelle zone de la largeur de la zone d'alimentation (F) du produit en feuilles se trouve, et par un appareillage de commande (12) qui évalue les signaux du capteur sensoriel (10, 11) pendant un transport de la pile de produit en feuilles (BN) à la déliasseuse (5, 6) et qui compare des fluctuations et modifications des signaux du capteur sensoriel (10, 11) concernant la présence ou l'absence de produit en feuilles avec des valeurs-seuils données pour des fluctuations et modifications des signaux du capteur sensoriel (10, 11) afin de déduire, à partir des fluctuations et modifications des signaux du capteur sensoriel (10, 11) qui surviennent, un renseignement indiquant si les pièces de produit en feuilles constituant la pile de produit en feuilles (BN) sont alignées entre elles quant à leurs bords et si la pile de produit en feuilles (BN) présente un alignement qui est essentiellement parallèle à la direction de transport (T) du système de transport (7).
 
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur sensoriel (10, 11) est constitué de plusieurs barrières lumineuses qui sont réparties sur la largeur de la zone d'alimentation (F), les barrières lumineuses présentant notamment de mêmes espacements les unes par rapport aux autres.
 
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur sensoriel (10, 11) consiste en une caméra linéaire, notamment en une caméra linéaire CCD.
 
4. Dispositif selon une des revendications de 1 à 3, caractérisé en ce qu'un appareillage de transport (2, 3, 3') est prévu dans la zone d'alimentation (F), ce dernier transportant la pile de produit en feuilles (BN) à l'intérieur de la zone d'alimentation (F).
 
5. Dispositif selon une des revendications de 1 à 4, caractérisé en ce que l'appareillage de commande (12) commande la déliasseuse (5, 6) et empêche le déliassage de la pile de produit en feuilles (BN) dans le cas où la vérification des signaux du capteur sensoriel (10, 11) révèle que les pièces de produit en feuilles constituant la pile de produit en feuilles (BN) sont mal alignées entre elles quant à leurs bords ou que la pile de produit en feuilles (BN) présente un alignement qui diverge de la direction de transport (T) du système de transport (7).
 
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'appareillage de commande (12) pilote l'appareillage de transport (2, 3, 3') pour transporter la pile de billets de banque (BN) à l'extérieur de la zone d'alimentation (F).
 
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'appareillage de commande (12) génère et affiche sur un appareillage d'affichage (13) des instructions destinées à un opérateur, notamment des instructions de retirer de la zone d'alimentation (F) la pile de produit en feuilles (BN) et de l'insérer à nouveau de sorte que l'alignement du produit en feuilles et/ou de la pile de produit en feuilles (BN) est corrigé.
 




Zeichnung








Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur