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(11) |
EP 2 247 813 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.06.2014 Patentblatt 2014/24 |
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Anmeldetag: 26.02.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/052277 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/109511 (11.09.2009 Gazette 2009/37) |
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VERFAHREN ZUM BETRIEB EINER PERSONENSCHLEUSE
METHOD FOR OPERATING A TURNSTILE
PROCÉDÉ DE FONCTIONNEMENT D'UN TOURNIQUET
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.03.2008 DE 102008013060
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.11.2010 Patentblatt 2010/45 |
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Patentinhaber: Gallenschütz, Thomas |
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77815 Bühl (DE) |
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Erfinder: |
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- Gallenschütz, Thomas
77815 Bühl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Reule, Hanspeter et al |
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Wolf & Lutz Patentanwälte
Lessingstrasse 12 76530 Baden-Baden 76530 Baden-Baden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/38203 DE-C1- 4 007 303
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DE-A1- 4 403 565 US-A1- 2008 028 682
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Personenschleuse gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Dokument
DE40 07 303 C1 offenbart eine Personenschleuse, welche mit einem solchen Verfahren betrieben werden
kann.
[0003] Personenschleusen für die zyklische Freigabe eines Durchgangs weisen mindestens ein
Sperrelement, wie beispielsweise einen Sperrholm, auf, der zwischen einer den Durchgang
versperrenden Sperrstellung und einer den Durchgang freigebenden Durchgangsstellung
beweglich ist. Der Sperrholm ist mit einem Träger verbunden, beispielsweise auf einer
ortsfest drehbar gelagerten Schreibe montiert, durch deren Bewegung der Sperrholm
bewegt wird. Um den Durchgang zu sperren, beispielsweise bis eine gültige Eintrittskarte
in ein Auslesegerät eingegeben wird, ist ein Sperriegel vorgesehen, der die Bewegung
des Trägers durch Anlage an einer Wirkfläche hemmt. Der Riegel ist zwischen einer
Sperrstellung und einer Freigabestellung beweglich, wobei in letzterer der Träger
frei beweglich ist. Soll der Durchgang in beiden Richtungen gesperrt und freigegeben
werden können, so ist ein zweiter Riegel vorhanden, der in seiner Sperrstellung ebenfalls
an einer oder mehreren Wirkflächen des Trägers zur Anlage kommt. Der Träger weist
zu diesem Zweck zu jeder Wirkfläche eine in eine entgegengesetzte Richtung weisende
zweite Wirkfläche auf.
[0004] Beim Aufbau und der Inbetriebnahme einer Personenschleuse muß die Steuereinrichtung
programmiert werden. Die Steuereinrichtung muß mit Informationen versorgt werden,
welche Art von Personenschleuse vorliegt. Die Informationen beinhalten beispielsweise
Angaben darüber, ob die Personenschleuse eine oder zwei sperrbare Durchgangsrichtungen
aufweist, wie viele Riegel vorhanden sind, wie viele Wirkflächen zum Sperren vorhanden
sind und ob die Riegel im stromlosen Zustand in der Sperrstellung oder in der Freigabestellung
sind. Eine solche Parametrierung erfolgt üblicherweise durch Eingabe entsprechender
Parameterwerte an der Steuereinrichtung selbst oder an einem mit der Steuereinrichtung
verbundenen Eingabegerät durch dafür geschultes Personal. Hierzu ist entweder eine
Eingabemöglichkeit oder eine Schnittstelle an der Steuereinrichtung notwendig. Zudem
wird entsprechend ausgerüstetes und geschultes Personal benötigt, was insbesondere
bei dezentraler Herstellung der fertigen Anlagen, beispielsweise beim Zusammenbau
der Anlagen vor Ort, sehr aufwendig ist.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art derart
weiterzubilden, dass es weniger aufwendig ist.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen den Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0007] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, eine automatische Konfigurierung der Steuereinrichtung
einer Personenschleuse bereit zu stellen. Dabei wird von der Tatsache Gebrauch gemacht,
dass sich relevante Eigenschaften der Personenschleuse aus ihrem Verhalten im Betrieb
ableiten lassen. Somit müssen nur die Bewegung des Trägers charakterisierende Daten
in einem Testlauf ermittelt werden, um die Steuereinrichtung mit den relevanten Informationen
betreffend Zahl und Art der Riegel und der Wirkflächen zu versorgen. Eine automatische
Konfigurierung erspart schon beim Zusammenbau der Personenschleuse und bei der Inbetriebnahme
erheblichen Aufwand. Dies ist um so mehr relevant, als Personenschleusen nach dem
Baukastenprinzip gefertigt werden können, wodurch auch bei bestehenden Personenschleusen
durch Nachrüstung bauliche Veränderungen vorgenommen werden können. Schließlich ist
es auch möglich, während des Betriebs einen Testlauf durchzuführen, bei dem Änderungen
an der Personenschleuse, seien sie durch Eingriff einer Bedienperson oder durch Verschleiß
bewirkt, erkannt werden können.
[0008] Das Verfahren eignet sich gleichermaßen für Personenschleusen mit einem Riegel, der
zur Anlage an einer oder mehreren ersten Wirkflächen des Trägers bestimmt ist, wie
für in zwei Richtungen sperrbare Personenschleusen, die zwei Riegel und in entgegengesetzte
Bewegungsrichtungen weisende Wirkflächen am Träger aufweisen. Dabei wird der Träger
zweckmäßig bei allen möglichen Kombinationen der Riegelendstellungen in beiden Bewegungsrichtungen
bis zur Hemmung durch einen der Riegel bzw. bis zum Erreichen der vorbestimmten Wegstrecke
bewegt. Insbesondere wird bevorzugt, dass beim Testlauf die Bewegung des Trägers bis
zur Anlage einer Wirkfläche an einen der Riegel mehrfach wiederholt wird, insbesondere
eine vorgegebene Anzahl von Malen, beispielsweise so lange, bis der betreffende Riegel
an jeder der zugehörigen Wirkflächen zur Anlage gekommen ist. Der Testlauf wird vorteilhaft
so oft wiederholt, bis die Steuereinrichtung die relevanten Parameter der Personenschleuse
ermitteln kann.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch dazu genutzt werden, die Personenschleuse,
beispielsweise nach einem Stromausfall, in eine vorbestimmte Stellung, die sogenannte
Nullposition, zu bringen. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass entweder eine der
Wirkflächen von den weiteren Wirkflächen unterscheidbar ist oder aber dass eine Gruppe
von Wirkflächen von den übrigen Wirkflächen unterscheidbar ist. Der Träger weist dann
eine Referenzwirkfläche oder eine Gruppe von Referenzwirkflächen auf, wobei die Anlage
eines der Riegel an einer der Referenzwirkflächen die Nullposition oder eine der Nullpositionen
definiert. Zur Einstellung der Nullposition bzw. einer der Nullpositionen wird bei
dem Testlauf der Träger so lange bewegt, bis der Riegel oder einer der Riegel an der
Referenzwirkfläche oder einer der Referenzwirkflächen anliegt.
[0010] Vorzugsweise ist der Träger ortsfest drehbeweglich gelagert. Die Steuereinrichtung
ermittelt dann die von ihm während des Testlaufs überstrichenen Drehwinkel bzw. die
Drehwinkel indirekt charakterisierende Daten und speichert sie im Datenspeicher. Es
ist möglich, den Träger vor der Ermittlung der seine Bewegung charakterisierenden
Daten in eine Referenzstellung zu bringen. Die Referenzstellung kann durch Anlage
des Riegels oder eines der Riegel an der Wirkfläche oder einer der Wirkflächen definiert
sein. Es ist jedoch auch möglich, die Referenzstellung durch eine Schaltposition eines
bei Bewegung des Trägers schaltbaren Schalters zu definieren, insbesondere durch den
Anfang und/oder das Ende eines Bereichs, in dem der Schalter vom Träger betätigt wird.
[0011] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen als Sperrscheibe ausgebildeten Träger mit einer Sperreinrichtung
in schematischer Darstellung.
[0012] In der Zeichnung ist ein Verriegelungsmechanismus für ein Drehkreuz dargestellt.
Dieser weist eine Sperrscheibe 10 auf, die um eine Drehachse 12 drehbar ist. Die Sperrscheibe
10 ist fest mit den Sperrholmen des Drehkreuzes verbunden, so dass bei einer Blockierung
ihrer Drehbewegung der in einen Durchgang der Personenschleuse ragende Sperrholm nicht
bewegt werden kann und den Durchgang sperrt. Am Umfang der in der Draufsicht im wesentlichen
kreisrunden Sperrscheibe 10 stehen in radialer Richtung in konstanten Winkelabständen
angeordnete Nocken 14 ab, die seitliche erste und zweite Wirkflächen 16a, 16b aufweisen.
Um die Drehbewegung der Sperrscheibe 10 blockieren zu können, sind zwei Riegel 18,
20 um Schwenkachsen 22 schwenkbar nahe der Sperrscheibe 10 gelagert. Durch Verschwenken
um die Schwenkachsen 22 können die Riegel 18, 20 zwischen einer Freigabestellung und
einer Sperrstellung verschwenkt werden. Im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der linke Riegel 18, mit dem die Drehbewegung der Sperrscheibe 10 entgegen dem
Uhrzeigersinn blockierbar ist, in der Freigabestellung. Die Sperrscheibe 10 kann somit
gegen den Uhrzeigersinn um die Drehachse 12 gedreht werden. Der rechte Riegel 20 befindet
sich dagegen in der Sperrstellung. Dabei liegt eine Anlagefläche 24 an einer der zweiten
Wirkflächen 16b an und hemmt die Drehung der Sperrscheibe 10. Das Verschwenken der
Riegel 18, 20 zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung erfolgt mittels
einer eine Rückstellkraft F bewirkenden Feder, die permanent auf den jeweiligen Riegel
18, 20 wirkt, und beim Fehlen anderer Kräfte den Riegel 18, 20 in die Freigabestellung
drückt. Um die Riegel 18,20 in die Blockadestellung zu bewegen, sind Hubmagnete vorgesehen,
die bei Betätigung der Rückstellkraft F entgegenwirken.
[0013] Das Drehkreuz wird zur Freigabe und zum Sperren des Durchgangs mittels einer Steuereinrichtung
angesteuert. Die Steuereinrichtung muß nach dem Zusammenbau und vor der Inbetriebnahme
des Drehkreuzes mit den das Drehkreuz charakterisierenden Parametern versehen werden.
Die Parametrierung erfolgt automatisch in einem Testlauf. Dabei wird gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel wie folgt vorgegangen:
Der Testlauf wird durch Betätigung einer Reset-Taste gestartet. Zunächst wird die
Sperrscheibe 10 gedreht, wobei die Hubmagnete der Riegel 18, 20 stromlos sind, so
dass die Rückstellkraft F der Feder beide Riegel 18, 20 in der Freigabestellung hält.
Eine Drehung der Sperrscheibe 10 entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgt ungehemmt, woraus
die Information gewonnen wird, dass der erste Riegel 18 stromlos öffnet. Nach Überstreichen
eines Drehwinkels von 360° wird die Bewegung der Sperrscheibe 10 angehalten und umgekehrt,
wobei die Information gewonnen wird, dass auch der zweite Riegel 20 stromlos öffnet.
Auch diese Bewegung wird nach Überstreichen eines Drehwinkels von 360° angehalten.
[0014] Anschließend wird der Hubmagnet des ersten Riegels 18 mit Strom beaufschlagt, so
dass der erste Riegel 18 in seine Sperrstellung bewegt wird. Daraufhin wird die Sperrscheibe
10 wieder entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, bis die Bewegung durch Anlage einer der
ersten Wirkflächen 16a an der Anlagefläche 24 des ersten Riegels 18 gehemmt wird.
Diese Stellung dient als Referenzstellung. Dann wird der erste Riegel 18 in seine
Freigabestellung bewegt, die Drehung der Sperrscheibe 10 wird fortgesetzt und der
Hubmagnet des ersten Riegel 18 wieder mit Strom beaufschlagt. Durch Anlage an die
folgende der ersten Wirkflächen 16a wird die Bewegung der Sperrscheibe 10 wieder gehemmt.
Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Sperrscheibe 10 einen Drehwinkel von
360° überstrichen hat. Die Personenschleuse weist einen Impulsgeber auf, welcher die
Zahl der Impulse misst, die zwischen der Anlage des ersten Riegels 18 an einer der
ersten Wirkflächen 16a und der Anlage des ersten Riegels 18 an der darauf folgenden
ersten Wirkfläche 16a erfolgen. Durch Umrechnung der Impulszahl in einen Drehwinkel
wird die Information gewonnen, dass die gegen den Uhrzeigersinn weisenden ersten Wirkflächen
16a in einem Winkelabstand von 60° zueinander angeordnet sind. Das Verfahren wird
durch Drehen im Uhrzeigersinn und Betätigung des zweiten Riegels 20 wiederholt, woraus
die Information gewonnen wird, dass auch die in den Uhrzeigersinn weisenden zweiten
Wirkflächen 16b im Winkelabstand von 60° zueinander angeordnet sind.
[0015] Die gewonnenen Informationen werden in einem Datenspeicher der Steuereinrichtung
gespeichert, so dass durch den automatischen Parametrierungsprozeß die Steuereinrichtung
mit der Information versehen wird, dass es sich bei der Personenschleuse um ein beidseitig
sperrbares Drehkreuz handelt, dessen Steuerscheiben 10 in beiden Drehrichtungen in
Winkelabständen von 60° sperrbar ist, und dass die Riegel 18, 20 in stromlosem Zustand
in der Freigabestellung sind.
[0016] Wenn eine oder mehrere der in Fig. 1 gezeigten Wirkflächen 16a, 16b von den übrigen
Wirkflächen unterscheidbar sind, kann der Testlauf auch zur Einstellung einer Nullposition
des Drehkreuzes, beispielsweise nach einem Stromausfall, verwendet werden. Die Unterscheidbarkeit
kann beispielsweise dadurch gegeben sein, dass einer der Nocken 14 breiter oder schmaler
ausgebildet ist als die übrigen Nocken. Die Unterscheidbarkeit der betreffenden Wirkfläche
ergibt sich dann aus ihrem Abstand zu den benachbarten Wirkflächen, der sich von den
übrigen Abständen der Wirkflächen zueinander unterscheidet. Es ist jedoch auch möglich,
dass auf der Sperrscheibe 10 eine Steuerscheibe montiert ist, wie sie in der Patentanmeldung
DE 10 2007 036 360 beschrieben ist. Die Sperrscheibe weist dann drei Steuernocken auf, die drei der
Nocken 14 überdecken.
[0017] Im ersteren Fall wird die Nullposition durch Anlage eines der Riegel 18, 20 an eine
Wirkfläche des breiter oder schmaler ausgeführten Nockens definiert. Die Nullposition
wird in einem Testlauf dadurch eingestellt, dass der betreffende Riegel nach und nach
an aufeinanderfolgenden Wirkflächen zur Anlage gebracht wird und die Steuereinrichtung
anhand des Drehwinkels der Sperrscheibe 10 zwischen zwei Positionen, in denen ihre
Bewegung gehemmt ist, die Nullposition erkennt. Im letzteren Fall sind drei Nullpositionen
durch die Anlage eines der Riegel 18, 20 an eine der Wirkflächen 16a,16b gegeben,
die nicht von einem Steuernocken überdeckt werden. Beginnend von einer Position, in
der einer der Riegel 18, 20 an einer der Wirkflächen 16a, 16b anliegt, wird der betreffende
Riegel in die Freigabestellung bewegt, und die Sperrscheibe 10 wird um 60° gedreht.
Wenn der Riegel dann in seine Sperrstellung einfallen kann, befindet sich die Personenschleuse
in ihrer Nullposition.
[0018] Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten:
[0019] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Personenschleuse für die zyklische
Freigabe eines Durchgangs, wobei die Personenschleuse eine einen Datenspeicher und
eine Datenverarbeitungseinheit aufweisende Steuereinrichtung und mindestens ein Sperrelement
aufweist, das zwischen einer den Durchgang an einer Sperrstelle versperrenden Sperrstellung
und einer den Durchgang freigebenden Durchgangsstellung beweglich ist, wobei das mindestens
eine Sperrelement mit einem in mindestens einer Bewegungsrichtung beweglichen Träger
10 verbunden ist, der eine erste Wirkfläche 16a oder mehrere erste Wirkflächen 16a
aufweist, wobei die Personenschleuse eine Verriegelungseinrichtung mit mindestens
einem Riegel 18, 20 aufweist, der zwischen einer ersten und einer zweiten Endstellung
beweglich ist und in einer seiner Endstellungen zur Anlage an der ersten Wirkfläche
16a oder einer der ersten Wirkflächen 16a bestimmt ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass die Steuereinrichtung in einem Testlauf der Personenschleuse, insbesondere nach
ihrer Inbetriebnahme, den Riegel 18, 20 in mindestens eine seiner Endstellungen bewegt
und den Träger 10 so weit bewegt, bis seine Bewegung durch den Riegel 18, 20 gehemmt
wird, dass die Bewegung des Trägers 10 nach einer vorbestimmten Wegstrecke angehalten
wird, wenn sie nicht durch den Riegel 18, 20 gehemmt wird, dass die Bewegung des Trägers
10 charakterisierende Daten von der Steuereinrichtung ermittelt werden und dass die
Datenverarbeitungseinheit aus den die Bewegung des Trägers 10 charakterisierenden
Daten die Personenschleuse charakterisierende Parameter ermittelt, welche im Datenspeicher
gespeichert werden.
1. Verfahren zum Betrieb einer Personenschleuse für die zyklische Freigabe eines Durchgangs,
wobei die Personenschleuse eine einen Datenspeicher und eine Datenverarbeitungseinheit
aufweisende Steuereinrichtung und mindestens ein Sperrelement aufweist, das zwischen
einer den Durchgang an einer Sperrstelle versperrenden Sperrstellung und einer den
Durchgang freigebenden Durchgangsstellung beweglich ist, wobei das mindestens eine
Sperrelement mit einem in mindestens einer Bewegungsrichtung beweglichen Träger (10)
verbunden ist, der eine erste Wirkfläche (16a) oder mehrere erste Wirkflächen (16a)
aufweist, wobei die Personenschleuse eine Verriegelungseinrichtung mit mindestens
einem Riegel (18) aufweist, der zwischen einer ersten und einer zweiten Endstellung
beweglich ist und in einer seiner Endstellungen zur Anlage an der ersten Wirkfläche
(16a) oder einer der ersten Wirkflächen (16a) bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung in einem Testlauf der Personenschleuse, insbesondere nach ihrer
Inbetriebnahme, den Riegel (18) in mindestens eine seiner Endstellungen bewegt und
den Träger (10) so weit bewegt, bis seine Bewegung durch den Riegel (18) gehemmt wird,
dass die Bewegung des Trägers (10) nach einer vorbestimmten Wegstrecke angehalten
wird, wenn sie nicht durch den Riegel (18) gehemmt wird, dass die Bewegung des Trägers
(10) charakterisierende Daten von der Steuereinrichtung ermittelt werden und dass
die Datenverarbeitungseinheit aus den die Bewegung des Trägers (10) charakterisierenden
Daten die Personenschleuse charakterisierende Parameter ermittelt, welche im Datenspeicher
gespeichert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10) in zwei einander entgegengesetzte Bewegungsrichtungen beweglich ist
und in beiden Bewegungsrichtungen so weit bewegt wird, bis seine Bewegung durch den
mindestens einen Riegel (18) gehemmt wird, und dass die Bewegung des Trägers (10)
nach einer vorbestimmten Wegstrecke angehalten wird, wenn sie nicht durch den mindestens
einen Riegel (18) gehemmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10) eine zweite Wirkfläche (16b) oder mehrere zweite Wirkflächen (16b)
aufweist, welche in eine zur ersten Wirkfläche (16a) oder zu den ersten Wirkflächen
(16a) entgegengesetzte Richtung weist bzw. weisen und dass die Verriegelungseinrichtung
einen weiteren Riegel (20) aufweist, der zwischen einer ersten und einer zweiten Endstellung
beweglich ist und in einer seiner Endstellungen zur Anlage an der zweiten Wirkfläche
(16b) oder einer der zweiten Wirkflächen (16b) bestimmt ist und dass zur Ermittlung
der die Bewegung des Trägers (10) charakterisierenden Daten beide Riegel (18, 20)
nacheinander in mindestens eine ihrer Endstellungen bewegt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10) bei allen möglichen Kombinationen der Riegelendstellungen in beiden
Bewegungsrichtungen bis zur Hemmung durch einen der Riegel (18, 20) bzw. bis zum Erreichen
der vorbestimmten Wegstrecke bewegt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Testlauf nach Hemmung der Bewegung des Trägers (10) der betreffende Riegel (18,
20) zur Freigabe der Bewegung in seine andere Endstellung gebracht wird, dass anschließend
der Träger (10) weiterbewegt wird, dass der Riegel (18, 20) wieder in seine die Hemmung
bewirkende Endstellung gebracht wird und dass der Träger (10) weiterbewegt wird, bis
seine Bewegung durch den Riegel (18, 20) gehemmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess des Aufhebens und Wiederherstellens der Hemmung eine vorgegebene Anzahl
von Malen wiederholt wird, insbesondere bis der betreffende Riegel (18, 20) an jeder
der zugehörigen Wirkflächen (16a, 16b) zur Anlage gekommen ist
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Testlauf der Träger (10) so lange bewegt wird, bis der Riegel (18) oder einer
der Riegel (18, 20) an einer von den weiteren Wirkflächen (16a, 16b) unterscheidbaren
Referenzwirkfläche oder an einer Referenzwirkfläche aus einer Gruppe von von den weiteren
Wirkflächen (16a, 16b) unterscheidbaren Referenzwirkflächen anliegt.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10) ortsfest drehbeweglich gelagert ist und dass die von ihm während
des Testlaufs überstrichenen Drehwinkel oder die Drehwinkel charakterisierende Daten
von der Steuereinrichtung ermittelt und im Datenspeicher gespeichert werden.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10) vor der Ermittlung der seine Bewegung charakterisierenden Daten in
eine Referenzstellung gebracht wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzstellung durch die Anlage des Riegels (18, 20) oder eines der Riegel
(18, 20) an der Wirkfläche (16a, 16b) oder einer der Wirkflächen (16a, 16b) definiert
ist.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzstellung durch eine Schaltposition eines bei Bewegung des Trägers (10)
schaltbaren Schalters definiert ist.
1. Method for operation of a security gate for cyclical release of a passageway, whereby
the security gate has a control device having a data memory and a data processing
unit, and at least one blocking element that can be moved between a blocking position
that blocks the passageway at a blocking location, and a pass-through position that
releases the passageway, whereby the at least one blocking element is connected with
a carrier (10) that can move in at least one direction of movement, which carrier
has a first active surface (16a) or multiple first active surfaces (16a), whereby
the security gate has a locking device having at least one latch (18), which can be
moved between a first and a second end position and is intended to make contact with
the first active surface (16a) or one of the first active surfaces (16a) in one of
its end positions, characterized in that in a test run of the security gate, particularly after its startup, the control device
moves the latch (18) into at least one of its end positions, and moves the carrier
(10) until its movement is inhibited by the latch (18), that the movement of the carrier
(10) is stopped after a predetermined path distance, if it is not inhibited by the
latch (18), that data that characterize the movement of the carrier (10) are determined
by the control unit, and that the data processing unit determines parameters that
characterize the security gate from the data that characterize the movement of the
carrier (10), which parameters are stored in the data memory.
2. Method according to claim 1, characterized in that the carrier (10) can be moved in two opposite directions of movement, and is moved
so far, in both directions of movement, until its movement is inhibited by the at
least one latch (18), and that the movement of the carrier (10) is stopped after a
predetermined path distance, if it is not inhibited by the at least one latch (18).
3. Method according to claim 2, characterized in that the carrier (10) has a second active surface (16b) or multiple second active surfaces
(16b) that face(s) in the direction opposite the first active surface (16a) or opposite
the first active surfaces (16a), and that the locking device has another latch (20)
that can be moved between a first and a second end position and is intended to make
contact with the second active surface (16b) or one of the second active surfaces
(16b) in one of its end positions, and that in order to determine the data that characterize
the movement of the carrier (10), both latches (18, 20) are moved into at least one
of their end positions, one after the other.
4. Method according to claim 3, characterized in that the carrier (10) is moved in both directions of movement, until it is inhibited by
one of the latches (18, 20) or until the predetermined path distance has been reached,
in all possible combinations of the end positions of the latches.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that during the test run, after inhibition of the movement of the carrier (10), the latch
(18, 20) in question is brought into its other end position, in order to release the
movement, that subsequently, the carrier (10) is moved further, that the latch (18,
20) is brought back into its end position that brings about inhibition, and that the
carrier (10) is moved further until its movement is inhibited by the latch (18, 20).
6. Method according to claim 5, characterized in that the process of canceling out and restoring inhibition is repeated a predetermined
number of times, particularly until the latch (18, 20) in question has made contact
with each of the related active surfaces (16a, 16b).
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that during the test run, the carrier (10) is moved until the latch (18) or one of the
latches (18, 20) lies against a reference active surface that can be differentiated
from one of the further active surfaces (16a, 16b), or against a reference active
surface from a group of reference active surfaces that can be differentiated from
the further active surfaces (16a, 16b).
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the carrier (10) is mounted in a fixed location, so as to rotate, and that the rotation
angles over which it passes during the test run, or the data that characterize the
rotation angles, are determined by the control unit and stored in the data memory.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the carrier (10) is brought into a reference position before the data that characterize
its movement are determined.
10. Method according to claim 9, characterized in that the reference position is defined by contact of the latch (18, 20) or one of the
latches (18, 20) against the active surface (16a, 16b) or one of the active surfaces
(16a, 16b) .
11. Method according to claim 9, characterized in that the reference position is defined by a switching position of a switch that can be
switched when the carrier (10) moves.
1. Procédé pour faire fonctionner un tourniquet destiné à libérer cycliquement un passage,
sachant que le tourniquet présente un dispositif de commande comportant une mémoire
de données et une unité de traitement de données, et présente au moins un élément
de blocage qui est mobile entre une position de blocage bloquant le passage au niveau
d'un emplacement de blocage et une position de passage libérant le passage, sachant
que l'élément de blocage au moins unique est relié à un support (10) mobile dans au
moins une direction de déplacement, qui présente une première surface active (16a)
ou plusieurs premières surfaces actives (16a), et sachant que le tourniquet présente
un dispositif de verrouillage comprenant au moins un verrou (18) qui est mobile entre
une première et une seconde position finale et qui est destiné à s'appliquer dans
une de ses positions finales contre la première surface active (16a) ou une des premières
surfaces actives (16a), caractérisé en ce que, lors d'un test de fonctionnement du tourniquet, en particulier après sa mise en
service, le dispositif de commande déplace le verrou (18) dans au moins une de ses
positions finales et déplace le support (10) jusqu'à ce que son déplacement soit inhibé
par le verrou (18) en ce que le déplacement du support (10) est arrêté au bout d'une distance parcourue prédéterminée
s'il n'est pas inhibé par le verrou (18), en ce que le dispositif de commande détermine des données caractérisant le déplacement du support
(10), et en ce que l'unité de traitement détermine, à partir des données caractérisant le déplacement
du support (10), des paramètres caractérisant le tourniquet qui sont enregistrés dans
la mémoire de données.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (10) est mobile dans deux directions de déplacement mutuellement opposées
et est déplacé dans ces deux directions jusqu'à ce que son déplacement soit inhibé
par le verrou au moins unique (18), et en ce que le déplacement du support (10) est arrêté au bout d'une distance parcourue prédéterminée
s'il n'est pas inhibé par le verrou au moins unique (18).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le support (10) présente une deuxième surface active (16b) ou plusieurs deuxièmes
surfaces actives (16b), qui est ou sont dirigées dans une direction opposée à la première
surface active (16a) ou aux premières surfaces actives (16a), et en ce que le dispositif de verrouillage présente un autre verrou (20) qui est mobile entre
une première et une seconde position finale et qui est destiné à s'appliquer dans
une de ses positions finales contre la deuxième surface active (16b) ou une des deuxièmes
surfaces actives (16b), et en ce que, pour déterminer les données caractérisant le déplacement du support (10), les deux
verrous (18, 20) sont déplacées successivement dans au moins une de leurs positions
finales.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le support (10) est déplacé dans toutes les combinaisons possibles des positions
finales des verrous, dans les deux directions de déplacement, jusqu'à l'inhibition
par un des verrous (18, 20) ou jusqu'à l'atteinte de la distance parcourue prédéterminée.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors du test de fonctionnement, à la suite de l'inhibition du déplacement du support
(10), le verrou concerné (18, 20) est amené dans son autre position finale afin de
libérer le déplacement, en ce que le déplacement du support (10) est ensuite poursuivi, en ce que le verrou (18, 20) est à nouveau amené dans sa position finale produisant l'inhibition,
et en ce que le déplacement du support (10) est poursuivi jusqu'à ce que ce déplacement soit inhibé
par le verrou (18, 20).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le processus de suppression et de rétablissement de l'inhibition est répété un nombre
prédéfini de fois, en particulier jusqu'à ce que le verrou (18, 20) soit venu en application
contre chacune des surfaces actives associées (16a, 16b).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors du test de fonctionnement, le support (10) est déplacé jusqu'à ce que le verrou
(18) ou un des verrous (18, 20) s'applique contre une surface active de référence
différentiable des autres surfaces actives (16a, 16b), ou contre une surface active
de référence d'un groupe de surfaces actives de référence différentiables des autres
surfaces actives (16a, 16b).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support (10) est monté mobile en rotation à poste fixe, et en ce que des données caractérisant l'angle de rotation ou les angles de rotation qu'il couvre
pendant le test de fonctionnement sont déterminées par le dispositif de commande et
enregistrées dans la mémoire de données.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support (10) est amené dans une position de référence avant de déterminer les
données caractérisant son déplacement.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la position de référence est définie par l'application du verrou (18, 20) ou d'un
des verrous (18, 20) contre la surface active (16a, 16b) ou une des surfaces actives
(16a, 16b).
11. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la position de référence est définie par une position de commutation d'un commutateur
pouvant être commuté lors du déplacement du support (10).

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