| (19) |
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(11) |
EP 2 247 824 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.07.2014 Patentblatt 2014/27 |
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Anmeldetag: 19.02.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/001266 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/103307 (27.08.2009 Gazette 2009/35) |
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| (54) |
VERFAHREN ZU EINER AUTOMATISCHEN HERSTELLUNG EINER DEFINIERTEN STREBÖFFNUNG BEI STREBBETRIEBEN
IM UNTERTÄGIGEN STEINKOHLENBERGBAU
METHOD FOR AUTOMATICALLY CREATING A DEFINED FACE OPENING IN LONGWALL COAL MINING OPERATIONS
PROCÉDÉ POUR PRATIQUER DE MANIÈRE AUTOMATIQUE UNE OUVERTURE DÉFINIE DE TAILLE DANS
DES SYSTÈMES DE VEINES DE MINES DE HOUILLE SOUTERRAINES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.11.2010 Patentblatt 2010/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Rag Aktiengesellschaft |
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44623 Herne (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- JUNKER, Martin
45133 Essen (DE)
- MOZAR, Armin
59073 Hamm (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Karl-Ernst et al |
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Patentanwälte
Becker & Müller
Turmstrasse 22 40878 Ratingen 40878 Ratingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 349 827 DE-A1- 2 917 609 DE-A1- 3 743 758 DE-C1- 3 620 880 GB-A- 2 090 896
|
DE-A1- 2 714 506 DE-A1- 3 605 236 DE-A1- 19 636 389 DE-C1- 19 528 378 US-A- 4 634 186
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zu einer automatischen Herstellung einer definierten
Streböffnung bei einen Strebförderer, wenigstens eine Gewinnungsmaschine sowie einen
hydraulischen Schildausbau aufweisenden Strebbetrieben im untertägigen Steinkohlenbergbau.
[0002] Ein Problem bei der automatischen Steuerung von Strebbetrieben sowohl in Abbaurichtung
als auch in Verhiebsrichtung der Gewinnungsmaschine besteht unter anderem darin, einerseits
eine ausreichend große Streböffnung herzustellen, um den Durchgang der Strebausrüstung
beispielsweise ohne Kollisionen zwischen Gewinnungsmaschine und Schildausbaugestellen
bei der Vorbeifahrt der Gewinnungsmaschine sicherzustellen, und andererseits den Bergeanfall
bei der Gewinnungsarbeit möglichst gering zu halten, demnach die Gewinnungsarbeit
möglichst auf den Flözhorizont zu beschränken, ohne zuviel Nebengestein mitzuschneiden.
Die vor dem Verhieb im wesentlichen zur Verfügung stehenden Lagerstättendaten über
Flözmächtigkeit, Liegend- bzw. Hangendniveau und das Vorhandensein von Sätteln und/oder
Mulden sowohl in der Abbaurichtung als auch in der Längsrichtung der Strebausrüstung,
also in Verhiebsrichtung der Gewinnungsmaschine, sind zu ungenau, um darauf eine automatisierte
Steuerung der Gewinnungs- und Ausbauarbeit stützen zu können.
[0003] In der
DE 196 36 389 A1 ist ein eingangs genanntes Verfahren beschrieben, bei welchem eine Laststeuerung
der Schildausbaugestelle vorgesehen ist, bei welcher die kritischen Lastfälle "einseitige
Belastung" und/oder "Spitzentanz" schon beim Setzvorgang mithilfe entsprechender Sensoren
erfasst und durch entsprechende Ansteuerung der hydraulischen Stempel und/oder eines
Eckzylinders in ihrer Auswirkung unschädlich gemacht werden. Zur Durchführung dieses
Verfahrens sind an den Bauteilen des Schildausbaugestells Sensoren angeordnet, deren
elektrische Messwerte einem Steuergerät zur Auswertung der Messsignale und zur Ansteuerung
der hydraulischen Stempel und/oder des dem Schildausbaugestell zugeordneten Eckzylinders
genutzt werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten
Art aufzuzeigen, mittels dessen aufgrund der an der Strebausrüstung zu gewinnenden
Daten eine Automatisierung der Gewinnungs- und Ausbauarbeit im Hinblick auf die Herstellung
einer definierten Streböffnung möglich ist.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser
Beschreibung nachgestellt sind.
[0006] Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken ein Verfahren insbesondere für die schneidende
Gewinnung mit einem Walzenschrämlader als Gewinnungsmaschine vor, bei welchem mittels
an wenigstens drei der vier Hauptbauteile jedes Schildausbaugestells wie Bodenkufe,
Bruchschild, Traglenkern und bruchseitigem Bereich der Hangendkappe angebrachter Neigungssensoren
die Neigung der Schildbauteile gegen die Horizontale ermittelt und aus den gemessenen
Daten in einer Rechnereinheit durch Vergleich mit den darin abgelegten, die geometrische
Ausrichtung der Bauteile und deren Bewegung während des Schreitens definierenden Basisdaten
die jeweils bankrechte Schildhöhe des Schildausbaugestells berechnet wird, und bei
welchem ferner mittels an der Gewinnungsmaschine angebrachter Sensoren die Schnitthöhe
der Gewinnungsmaschine als Streböffnung erfasst wird, wobei die entsprechenden Datensätze
für jeden von einem zugeordneten Schildausbaugestell durchschrittenen Abschnitt des
Strebbetriebs gespeichert und im Sinne einer ortssynchronen Auswertung an einem Abschnitt
des Strebbetriebs die Schnitthöhe der Gewinnungsmaschine mit der Schildhöhe des Schildausbaugestells
abgeglichen wird, wenn das mit einer zeitlichen Verzögerung nacheilende Schildausbaugestell
die Stelle erreicht, auf die sich die dem Vergleich mit der Schildhöhe zugrunde liegende
Schnitthöhe der Gewinnungsmaschine bezieht.
[0007] Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, dass zunächst aufgrund der mit einem
vergleichsweise geringen Aufwand zu ermittelnden Schildhöhe ein Parameter für die
Strebsteuerung in ausreichender Genauigkeit und Zuverlässigkeit zur Verfügung steht.
Der andere erfindungsgemäß herangezogene Parameter besteht in der Erfassung der Schnittführung
der Gewinnungsmaschine durch Feststellung von deren absoluter Schnitthöhe. Da die
Hangendkappe des jeweiligen Schildausbaugestells den von der Gewinnungsmaschine bei
deren Vorbeifahrt an dem betreffenden Schildausbaugestell freigeschnittenen Bereich
erst zeitversetzt, dass heißt mit einer sogenannten Ausbauverspätung von ein bis zwei
Ausbauschritten, erreicht, sieht die Erfindung vor, dass die entsprechenden Datensätze
für jeden von einem zugeordneten Schildausbaugestell durchschrittenen Abschnitt des
Strebbetriebs gespeichert und im Sinne einer ortssynchronen Auswertung abgeglichen
werden. Aufgrund dieser Maßnahme ist eine Aussage darüber möglich, ob die von der
Gewinnungsmaschine freigeschnittene Schnitthöhe auch der späteren Schildhöhe an diesem
Ort entspricht, oder ob eventuell auftretender Nachfall oder eintretende Konvergenzen
zu Abweichungen der Schildhöhe nach oben oder unten von der Schnitthöhe führen, denen
bei der nächsten Vorbeifahrt der Gewinnungsmaschine durch eine Änderung beziehungsweise
Anpassung von deren Schnitthöhe Rechnung zu tragen ist. Entsprechendes gilt auch für
das Durchfahren von Mulden und/oder Sätteln. Insofern nutzt das erfindungsgemäße Verfahren
im wesentlichen die ermittelte Schildhöhe, um unter Einbeziehung der Schnitthöhe der
Gewinnungsmaschine einen Regelkreis zur Steuerung der Gewinnungs- und Ausbauarbeit
einzurichten, der bei seiner Anwendung zur automatischen Einhaltung einer definierten
Streböffnung führt. Dabei kann zweckmäßigerweise als Indikator für die Strebhöhe die
an der Vorderkante der Hangendkappe ermittelte bankrechte Schildhöhe zwischen Oberkante
Kappe und Unterkante Kufe herangezogen werden. Als Steuergröße für die Höhensteuerung
des jeweiligen Schildausbaugestells eignet sich auch die Schildhöhe im Bereich des
Schildstempels, weil ansonsten der Relativwinkel zwischen der Hangendkappe und der
Bodenkufe in einzelnen Höhenanpassungsphasen zu starken Höhenveränderungen bezogen
auf die Kappenspitze führt. Insofern kann es zweckmäßig sein, die Schildhöhe zwischen
Hangendkappe und Bodenkufe an beliebigen Stellen zu ermitteln und die für das jeweilige
Verfahren sinnvollste Stelle für die Höhensteuerung zu verwenden.
[0008] Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die gespeicherten
Datensätze für Schnitthöhen und Schildhöhen im Sinne einer zeitsynchronen Auswertung
für einen ausgewählten Abschnitt des Strebbetriebes zum gleichen Zeitpunkt miteinander
abgeglichen werden. Auch wenn zum Zeitpunkt des Abgleichs das betreffende Schildausbaugestell
den freigeschnittenen Bereich noch nicht erreicht hat, kann eine zeitsynchrone Auswertung
der zur Verfügung stehenden Datensätze zur Vornahme von Prognosen bezüglich der Entwicklung
der Streböffnung und von Neigungsveränderungen an den Schildausbaugestellen während
des kommenden Abbaufortschrittes beitragen, so dass aufgrund von entsprechend festgestellten
Tendenzen in dem Verhalten der Streböffnung die Gewinnungs- und Ausbauarbeit frühzeitig
im Hinblick auf die Einhaltung einer vorgegebenen Streböffnung angepasst werden kann.
[0009] Die Erfindung sieht weiterhin in einem Ausführungsbeispiel vor, dass für einen einzelnen
Strebbetrieb anhand der Lagerstättendaten sowie der für die eingesetzte Strebausrüstung
geltenden Maschinendaten eine der erforderlichen Streböffnung entsprechende Sollhöhe
für die Schildhöhe der Schildausbaugestelle vorgegeben wird und bei Abweichungen der
ermittelten Ist-Schildhöhe von der Soll-Schildhöhe eine automatische Steuerung der
Schnitthöhe der Gewinnungsmaschine zur Erreichung der Soll-Schildhöhe am Ausbau erfolgt.
Die für die Streböffnung geltende Soll-Schildhöhe ergibt sich einerseits aus dem Aufbau
des hereinzugewinnenden Flözes, wobei die Gewinnung regelmäßig das zwischen einem
kompetenten Hangenden und einem kompetenten Liegenden anstehende Material erfassen
soll. Dies schließt somit gegebenenfalls die Hereingewinnung eines zwischen Kohle
und kompetentem Hangenden anstehenden Schmierpackens wie auch einer zwischen Kohle
und kompetentem Liegenden anstehenden Panas-Schicht ein. Andererseits sind die Daten
insbesondere der Schildausbaugestelle zu beachten, vor allem deren Arbeitsbereich
zwischen einem Aufstehen auf dem kompetenten Liegenden und einer Abstützung des kompetenten
Hangenden, so dass die Schnitthöhe nicht größer ausgelegt sein soll als der Arbeitsbereich
der Schildausbaugestelle. Dabei ist die Soll-Schnitthöhe so auszulegen, dass ein Durchgang
der Gewinnungsmaschine mit der vorgegebenen Schnitthöhe innerhalb des Arbeitsbereiches
der Schildausbaugestelle ohne eine Kollision möglich ist. Da im Betrieb das kompetente
Hangende durch die Gewinnungsmaschine nicht angegriffen werden soll, ist bei der Festlegung
der Schnitthöhe gegebenenfalls ein planmäßiger Liegendeinschnitt vorzusehen, um die
erforderliche Streböffnung auch bei geringeren Flözmächtigkeiten zur Verfügung stellen
zu können.
[0010] Aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen ständigen Überwachung der Ist-Schildhöhe
kann von Schnitt zu Schnitt der Gewinnungsmaschine überprüft werden, ob die von der
Gewinnungsmaschine hergestellte Streböffnung entsprechend der Soll-Schildhöhe eingehalten
wird, oder ob es zu Abweichungen nach oben oder unten kommt. Diesen Abweichungen entsprechend
ist es möglich, eine automatische Steuerung der Gewinnungsmaschine vorzunehmen, und
zwar entweder durch Veränderung des Oberschnitts an der voreilenden Walze, die jedoch
das kompetente Hangende unangegriffen lassen soll, oder durch Veränderung des Unterschnittes
an der nacheilenden Walze. Dabei wird die Wahl der Unterschnittgröße beziehungsweise
gegebenenfalls der Oberschnittgröße bei verschiedenen Abweichungen der Ist-Schildhöhe
von der Soll-Schildhöhe eingestellt.
[0011] So lassen plötzliche Änderungen in der Neigung der Hangendkappen einzelner Schildausbaugestelle
in begrenzten Abschnitten des Strebbetriebs in Richtung einer größeren Streböffnung
auf das Vorhandensein von örtlich begrenzten Ausbrüchen schließen, und dies kann somit
unterschieden werden von einer gegebenenfalls falsch eingestellten Schnitthöhe der
Gewinnungsmaschine.
[0012] Der Vergleich der Soll-Schildhöhe mit der Ist-Schildhöhe kann überlagert werden durch
das Auftreten von Konvergenz, die die freigeschnittene Streböffnung entgegen der Stützwirkung
des eingesetzten Schildausbaus verringert. So ist nach einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung vorgesehen, dass bei Unterschreiten des Wertes für die Schnitthöhe durch
die Schildhöhe die eingetretene Konvergenz ermittelt und die Konvergenz beispielsweise
durch Erhöhung des Unterschnitts kompensiert wird. Hiermit kann gezielt der Einfluss
der Konvergenz auf die Strebhöhe kompensiert werden. In einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass im Falle von geplanten Betriebsstillständen die
Streböffnung um das Maß einer über die Dauer des Betriebsstillstandes zu erwartenden
Konvergenz vergrößert wird.
[0013] Da die Entwicklung der Streböffnung über den Abbaufortschritt auch davon abhängig
ist, in welcher Relativ-Neigungsstellung die Gewinnungsmaschine mit ihren Walzen zu
den Schildausbaugestellen steht, ist nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung
vorgesehen, dass am Strebförderer und/oder an der Gewinnungsmaschine jeweils ein Neigungssensor
angeordnet ist und der Neigungswinkel von Strebförderer und Gewinnungsmaschine im
Abbaurichtung ermittelt wird. Hierbei reicht die Anordnung eines Neigungssensors an
der Gewinnungsmaschine aus. Obwohl die auf dem Strebförderer fahrende und daran geführte
Gewinnungsmaschine gewissermaßen eine Einheit mit dem Strebförderer bildet, kann es
zur Verbesserung der Genauigkeit der Steuerung zweckmäßig sein, auch die Neigung des
Strebförderers über einen daran angeordneten Neigungssensor zu erfassen. Gegebenenfalls
reicht die Anordnung eines Neigungssensors lediglich an dem Strebförderer für die
Zwecke der Steuerung aus.
[0014] Die Erfassung des Neigungsverhaltens der Gewinnungsmaschine im Verhältnis zur Stellung
des Schildausbaugestells gibt die Möglichkeit, bei relativen Winkelstellungen von
Schildausbaugestellen und Gewinnungsmaschine zueinander einerseits einen Differenzwinkel
zwischen der Bodenkufe des Schildausbaugestells und der Gewinnungsmaschine beziehungsweise
dem Strebförderer und andererseits einen Differenzwinkel zwischen der Hangendkappe
des Schildausbaugestells und der Gewinnungsmaschine beziehungsweise dem Strebförderer
zu bestimmen und den jeweiligen Differenzwinkel in die Berechnung der von der Gewinnungsmaschine
beim Verhieb herzustellenden Streböffnung einzubeziehen . So kann es zweckmäßig sein,
über den an der Bodenkufe des Schreitausbaugestells vorhandenen Neigungssensor den
in Abbaurichtung gemessenen Kufenwinkel gegen die Horizontale zu erfassen und als
Steuergröße zu verwenden, da die Bodenkufe in der Regel nicht auf dem natürlichen
Liegenden fährt, sondern entlang einer freigeschnittenen Stufenkontur von Walzenschnittspuren.
Beim Setzen des Schildausbaugestells kommt es daher aufgrund der hohen Flächenpressung
der Bodenkufe mit einer nahe der Kufenspitze auftretenden Druckspitze häufig zum Einsinken
in das künstlich hergestellte Liegende. Dabei erfolgt das Einsinken der Bodenkufe
nicht lageparallel, sondern wegen der Druckverteilung an der Bodenkufe verstärkt an
der Kufenspitze, so dass die Bodenkufe eine Art Drehbewegung vollzieht. Diesem Effekt
kann durch Einsatz eines sogenannten "Baseliftes" entgegengewirkt werden, mittels
dessen die Kufe eines einzelnen Schildausbaugestells im Rahmen des Schreitvorgangs
im Vergleich zur Hangendkappe angehoben werden kann. Im einzelnen werden beim Einsatz
des Baselifts die Bodenkufen des betreffenden Schildausbaugestells vor dem Schreitvorgang
angehoben, damit die Kufen auf das Liegende beziehungsweise darauf liegendes Haufwerk
aufgleiten können. Somit kann erreicht werden, dass sich die Bodenkufen nicht immer
stärker eingraben. Auch ist der Baselift geeignet, ein Schildausbaugestell beim Vorziehen
vorteilhaft auszurichten. In den Fällen, in denen die Bodenkufe ohne größere Probleme
auf dem Liegenden fährt, ist eine Steuerung des Schildausbaugestells unter Berücksichtigung
der ermittelten Kufenneigung ausreichend; insofern bedarf es der Ermittlung eines
Kufenwinkels nicht. Bei der Hangendkappe dagegen tritt ein solches Fall seltener auf,
solange kein Nachfall am Hangenden entsteht, da die Hangendkappe in der Regel entlang
des natürlichen Hangendhorizontes fährt. Damit tritt in der Regel ein Einsinken der
Hangendkappe in das Hangende nicht auf. Im Falle von eintretender Konvergenz jedoch
entsteht ein Höhenverlust am Schildausbaugestell mit damit einhergehender Winkelbewegung
der Hangendkappe, so dass wie schon ausgeführt Relativstellungen zwischen Gewinnungsmaschine
und Hangendkappe ebenfalls Rückschlüsse über die zu erwartende Streböffnung zulassen.
[0015] Weiterhin führt ein über die Neigungskontrolle an der Gewinnungsmaschine zu erfassendes
Klettern der Gewinnungsmaschine in Abbaurichtung zu einer Verringerung der Streböffnung
mit der Gefahr von Kollisionen der Gewinnungsmaschine mit den Schildausbaugestellen
während ein Abtauchen der Gewinnungsmaschine in Abbaurichtung zu einer Vergrößerung
der Streböffnung führt, die unter Umständen den maximalen Arbeitsbereich der Schildausbaugestelle
übersteigt. Dem ist dann auch durch eine Anpassung der Schnitthöhe an der Gewinnungsmaschine
Rechnung zu tragen.
[0016] Ein solches Klettern beziehungsweise Tauchen der Gewinnungsmaschine tritt zwangsläufig
bei dem Durchfahren von in Abbaurichtung ausgeprägten Mulden und/oder Sätteln auf.
So wird beispielsweise das Anfahren eines Sattels durch die festgestellte Neigungsänderung
der am Hangenden anliegenden Hangendkappe des Schildausbaugestells erkannt. Aus dem
Maß der Neigungsänderung zwischen zwei Vorziehschritten des Schildausbaus kann die
Höhenveränderung im Sinne einer Minderung der Höhe für jeden weiteren Schreitvorgang
des betreffenden Schildausbaugestells berechnet werden. Um die Streböffnung auf dem
eingestellten Soll-Niveau zu halten und der Minderung der Streböffnung entgegenzutreten,
ist bei der Gewinnungsmaschine eine Steuerbewegung zur Durchführung eines Unterschnittes
einzuleiten. Anschließend wird vor Überschreiten eines Sattelhochpunktes eine Neigungsänderung
der Hangendkappe zur Horizontalen erkennbar. Dies ist dazu heranzuziehen, rechtzeitig
die Schneidarbeit mit einer Rückführung des gefahrenen Unterschnittes zu steuern,
damit auch beim Überfahren des Sattels die Sollhöhe der Streböffnung eingehalten wird.
Entsprechende Steuervorgänge, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen, sind bei dem
Durchfahren einer Mulde einzustellen, bei welchem prinzipiell die gleichen Richtungsabläufe
herrschen.
[0017] Die an den Schildausbaugestellen angeordneten Neigungssensoren geben auch ein Maß
für die Neigung der Schildausbaugestelle quer zur Abbaurichtung, da auch in der Verhiebsrichtung
der Gewinnungsmaschine im Strebverlauf Sättel und Mulden ausgeprägt sein können. Da
sich der Verlauf des Hangenden und Liegenden in Längsrichtung der Strebsäule aus der
Querneigung der Schildausbaugestelle ableiten lässt, besteht die Möglichkeit, die
voreilende Walze und die nacheilende Walze der Gewinnungsmaschine im Wege einer kontinuierlichen
Schnittführung so zu steuern, dass kein unerwünschter Hangendanschnitt beziehungsweise
kein gegebenenfalls über das eingestellte Maß hinausgehender Liegendeinschnitt erfolgt,
so dass ein unnötiger Bergemitschnitt oder ein Anbauen von Kohle oder das Auftreten
von Engstellen zwischen Gewinnungsmaschine und Schildausbau vermieden sind.
[0018] Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass als Neigungssensoren
Beschleunigungssensoren eingesetzt werden, die über die Abweichung von der Erdbeschleunigung
die Winkelstellung des Beschleunigungssensors im Raum erfassen. Insoweit wird physikalisch
der Winkel gegenüber der Vertikalen bestimmt, der in den Neigungswinkel für die Neigung
der Schildbauteile gegen die Horizontale umzurechnen ist. Dabei kann zur Ausschaltung
von durch die Schwingungen der eingesetzten Bauteile verursachten Fehlern vorgesehen
sein, dass die von den Beschleunigungssensoren ermittelten Messwerte mittels eines
geeigneten Dämpfungsverfahrens überprüft und korrigiert werden.
[0019] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben, welche nachstehend
beschrieben sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schildausbaugestell mit daran angeordneten Neigungssensoren in Verbindung mit
einem Strebförderer und einem als Gewinnungsmaschine eingesetzten Walzenschrämlader
in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 2
- die Strebausrüstung gemäß Figur 1 in der Zuordnung bei einer ortssynchronen Auswertung,
- Fig. 3
- die Strebausrüstung gemäß Figur 1 im Betriebseinsatz in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4a
- die Strebausrüstung gemäß Figur 1 bei Kletterneigung der Gewinnungsmaschine,
- Fig. 4b
- die Strebausrüstung gemäß Figur 1 bei einer Abtauchneigung der Gewinnungsmaschine,
- Fig. 5a - c
- in einer schematischen Darstellung die zeitversetzte Nachfolge eines Schildausbaugestells
zum Verhieb der Gewinnungsmaschine,
- Fig. 6a - h
- in einer schematischen Darstellung eine Regelung zur Erreichung einer vorgegebenen
Streböffnung ausgehend von einer anfangs zu großen Schildhöhe.
[0020] Anhand der nachfolgend erläuterten Figuren werden die Grundlagen des erfindungsgemäßen
Verfahrens näher erläutert.
[0021] Die in Figur 1 dargestellte Strebausrüstung umfasst zunächst ein Schildausbaugestell
10 mit einer Bodenkufe 11, auf der in paralleler Anordnung zwei Stempel 12 angesetzt
sind, von denen in Figur 1 nur ein Stempel erkennbar ist und die an ihrem oberen Ende
eine Hangendkappe 13 tragen. Während die Hangendkappe 13 an ihrem vorderen (linken)
Ende in Richtung der noch zu beschreibenden Gewinnungsmaschine vorsteht, ist an dem
hinteren (rechten) Ende der Hangendkappe 13 ein Bruchschild 14 mittels eines Gelenks
15 angelenkt, wobei das Bruchschild von in der Seitenansicht zwei auf der Bodenkufe
1 ruhenden Traglenkern 16 gestützt ist. An dem Schildausbaugestell 10 sind bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel drei Neigungssensoren 17 angebracht, und zwar ein
Neigungssensor 17 an der Bodenkufe 11, ein Neigungssensor 17 im hinteren Bereich der
Hangendkappe 13 in Nähe des Gelenks 15 und ein Neigungssensor 17 an dem Bruchschild
14. Wie nicht weiter dargestellt kann an dem vierten beweglichen Bauteil des Schildausbaugestells
10, den Traglenkern 16, ebenfalls ein Neigungssensor vorgesehen sein, wobei von den
vier möglichen Neigungssensoren 17 jeweils drei Neigungssensoren eingebaut sein müssen,
um mit den davon ermittelten Neigungswerten die Stellung des Schildausbaugestells
in einem Abbauraum zu bestimmen. Insofern ist die Erfindung nicht auf die konkret
in Figur 1 dargestellte Anordnung der Neigungssensoren beschränkt, sondern umfasst
alle möglichen Kombinationen von drei Neigungssensoren an den vier beweglichen Bauteilen
des Schildausbaugestells.
[0022] Das in Figur 1 dargestellte Schildausbaugestell 10 ist an einem Strebförderer 20
angeschlagen, der ebenfalls einen Neigungssensor 21 aufweist, so dass im Hinblick
auf die Steuerung der Strebausrüstung generell auch hier Daten hinsichtlich der Fördererlage
gewonnen werden können. Auf dem Förderer 20 ist eine Gewinnungsmaschine in Form eines
Walzenschrämladers 22 mit einer oberen Walze 23 und einer unteren Walze 24 geführt,
wobei auch im Bereich des Walzenschrämladers 22 ein Neigungssensor 25 angeordnet ist,
ferner ein Sensor 26 zur Erfassung des jeweiligen Standortes des Walzenschrämladers
22 im Streb sowie Reedstäbe 27 zur Messung der Schnitthöhe des Walzenschrämladers
22. Die messtechnische Ausrüstung der Strebausrüstung wird ergänzt durch die Anordnung
von Sensoren 18 an den Stempeln 12, mittels derer die Änderung der Höhenlage der Hangendkappe
13 durch Feststellung der Ausfahrhöhe des Stempels 12 möglich ist. Ferner ist in die
Bodenkufe 11 ein Wegmesssystem 19 integriert, mittels dessen der jeweilige Schreithub
des Schildausbaugestells 10 im Verhältnis zum Strebförderer 20 feststellbar ist. Wie
schon ausgeführt ist dabei die Anordnung des Neigungssensors 21 an dem Strebförderer
20 nicht zwingend erforderlich, soweit an dem Walzenschrämlader 22 der Neigungssensor
25 eingerichtet ist. In einem solchen Fall kann der Neigungssensor 21 zur Verbesserung
der Messgenauigkeit zusätzlich vorgesehen sein.
[0023] Wie sich aus Figur 2 ergibt, wird für die Steuerung der Gewinnungs- und Ausbauarbeit
die Schildhöhe 31 ebenso wie die Schnitthöhe 32 der Gewinnungsmaschine 22 herangezogen.
Die Schildhöhe 31 wird dabei zwischen der Oberkante 35 der Hangendkappe 13 und der
Unterkante 36 der Bodenkufe 11 aufgrund der von den Neigungssensoren 17 gelieferten
Werte ermittelt. Als Indikator für die Strebhöhe ist dabei die an der Spitze der Hangendkappe
13 ermittelte Höhe herangezogen. Als Steuergröße für die Höhensteuerung des Schildausbaugestells
eignet sich besonders die Schildhöhe im Bereich des Schildstempels, weil ansonsten
der Relativwinkel zwischen der Hangendkappe und der Bodenkufe in Höhenanpassungsphasen
zu starken Höhenveränderungen bezogen auf die Hangendkappe führt. Daher ist vorgeschlagen,
die Schildhöhe an beliebiger Stelle zwischen der Hangendkappe und der Bodenkufe im
Bereich des Schildausbaugestells zu ermitteln und die für das jeweilige Verfahren
sinnvollste Stellung für die Höhensteuerung zu verwenden.
[0024] Die Schnitthöhe 32 wird unter Zuhilfenahme der Reedstäbe 27 ermittelt zwischen der
Oberkante 37 der oberen Walze 23 und der Unterkante 38 der unteren Walze 24. Wie sich
aus Figur 2 ergibt, erfolgt die Bestimmung der Schnitthöhe 32 an der ersten Koordinate
33, während die Schildhöhe 31 an der gegenüber der Koordinate 33 zurückgesetzten Koordinate
34 erfolgt. Dies hat seinen Grund darin, dass das Schildausbaugestell 10 erst mit
einer zeitlichen Verzögerung nach dem Durchgang der Gewinnungsmaschine 22 an die Koordinate
33 gerückt wird, so dass die zunächst bei Bestimmung der Schnitthöhe 32 an der Koordinate
34 stehende Vorderkante der Hangendkappe 13 die Koordinate 33 erst zu einem späteren
Zeitpunkt erreicht. Somit bedeutet eine ortssynchrone Auswertung der gewonnenen Daten,
dass ein Abgleich der Schnitthöhe 32 und der Schildhöhe 31 erst erfolgt, wenn das
mit der zeitlichen Verzögerung nacheilende Schildausbaugestell 10 die Koordinate 33
erreicht hat, auf die sich die dem Vergleich mit der Schildhöhe 31 zugrundeliegende
Schnitthöhe 32 der Gewinnungsmaschine 22 bezieht. Eine zeitsynchrone Auswertung geht
von den jeweils aktuell an der Koordinate 33 beziehungsweise der Koordinate 34 zum
gleichen Zeitpunkt ermittelten Werten für die Schildhöhe 31 und die Schnitthöhe 32
aus.
[0025] Bei dem Betrieb einer Strebausrüstung ergibt sich eine Betriebssituation, wie sie
in Figur 3 beispielhaft dargestellt ist. Ein zwischen einem Hangenden 40 und einem
Liegenden 41 anstehender Flözhorizont 43 wird von der Gewinnungsmaschine 22 hereingewonnen,
wobei die Schnitthöhe 32 der in der Verhiebsrichtung 44 vorrückenden Gewinnungsmaschine
22 so eingestellt ist, dass ein Liegendeinschnitt 42 von der unteren Walze 24 geschnitten
wird. Die vordere obere Walze 23 ist dabei so eingestellt, dass sie unter dem Hangenden
40 einen schmalen Kohlenpacken stehen lässt, der sich infolge der Schneidarbeit selbsttätig
vom Hangenden löst. Insofern ist die eingestellte Schnitthöhe 32 in Figur 3 eingetragen.
Es ergibt sich, dass in diesem Fall die Schildhöhe 31 größer eingestellt ist als die
Schnitthöhe 32, so dass von einem kollisionsfreien Durchgang der Gewinnungsmaschine
22 an den Schildausbaugestellen 10 auszugehen ist.
[0026] In den Figuren 4a und 4b sind die Verhältnisse dargestellt, die sich ergeben, wenn
die Gewinnungsmaschine 22 gegenüber dem Schildausbaugestell 10 eine Kletterneigung
aufweist (Figur 4a), die sich in der Ausbildung eines Differenzwinkels 45 zwischen
der Bodenkufe 11 und der unteren Walze 24 der Gewinnungsmaschine 22 äußert. Es ist
erkennbar, dass in einem solchen Fall die Gefahr einer Kollision zwischen der Gewinnungsmaschine
22 und den Schildausbaugestellen 10 zunimmt, und diesem Risiko kann durch eine Veränderung
der Schnitthöhe Rechnung getragen werden. Entsprechendes gilt für die in Figur 4b
dargestellte Situation, bei der die Gewinnungsmaschine 22 eine Abtauchneigung aufweist.
Auch hier stellt sich ein entsprechender Differenzwinkel 45 ein, der anhand der durch
die Neigungssensoren 17 beziehungsweise 25 und 21 erfassten Stellungen von Gewinnungsmaschine
22 und Schildausbaugestell 10 bestimmbar ist, und die jeweils eintretenden Differenzwinkel
45 sind bei der Strebsteuerung entsprechend zu berücksichtigen.
[0027] In den Figuren 5a bis 5c ist schematisch dargestellt, dass die Wirkung einer an der
Gewinnungsmaschine mit einer Änderung von deren Schnitthöhe beziehungsweise Schnittlage
beispielsweise in Form eines Unterschnitts eingestellten Steuerbewegung erst mit einer
Verzögerung von mehreren Nachrückschritten eines Schildausbaugestells an dem Schildausbaugestell
wirksam wird.
[0028] So ist zunächst aus Figur 5a ersichtlich, dass die Gewinnungsmaschine 22 gegenüber
dem Liegenden 41, auf dem das Schildausbaugestell 10 steht, eine gerichtete Abwärtsbewegung
über zwei mit 50a und 50b bezeichnete Schneidhorizonte ausführen soll, indem zwei
geplante Liegendeinschnitte vorgenommen werden. Es ist aus Figur 5b ersichtlich, dass
das Schildausbaugestell 10 immer noch auf dem Liegenden 41 steht, wenn die Gewinnungsmaschine
22 bereits den neuen Schneidhorizont 50b als das neue Liegende erreicht hat. Insofern
haben während der zwei Gewinnungsfahrten der Gewinnungsmaschine 22 zunächst nur die
Gewinnungsmaschine 22 und der Strebförderer 20 auf die vorgegebenen Steuerimpulse
reagiert. Erst in der in Figur 5c wiedergegebenen Betriebsphase folgt das Schildausbaugestell
10 der Abtauchbewegung der Gewinnungsmaschine 22 gerichtet nach, wobei mit den Figuren
5b und 5c angedeutet sein soll, dass schon während des Tiefersetzens von Gewinnungsmaschine
22 und Strebförderer 20 gegenüber dem ursprünglichen Liegenden 41 die Schnitthöhe
der Gewinnungsmaschine 22 so zu steuern ist, dass sich bei den an die in Figur 5c
dargestellte Betriebsphase anschließenden Ausbauschritten kein Übersteuern mit einer
zu hohen Schildhöhe einstellt. Es ist insoweit aus Figur 5c erkennbar, dass dort die
Schnitthöhe der Gewinnungsmaschine 22 im Vergleich mit Figuren 5a und 5b zurückgenommen
ist, um eine zu große Streböffnung zu vermeiden. Solange das Schildausbaugestell 10
in der in Figur 5c dargestellten Neigungsstellung mit Übergang zum neuen Liegendhorizont
50b steht, ist eine entsprechende Überhöhung der Streböffnung in Kauf zu nehmen.
[0029] Grundsätzlich soll die Steuerung frei parametrierbar sein. Dabei ist die Anpassungsgeschwindigkeit
der Höhenregelung über eine frei parametrierbare maximale Stufenhöhe einzustellen.
Hierbei ist es von Bedeutung, bei Aufwärtsbewegungen die einzelnen Stufen nicht zu
groß zu wählen, damit der Strebförderer beim Rücken nicht an einer Stufe hängen bleibt
und der Strebförderer angehoben werden muss beziehungsweise eine vorhandene Auslegesteuerung
den Strebförderer ankippen muss.
[0030] Anhand der Figuren 6a bis 6h soll nun die Ablaufsteuerung bei einer von einer zunächst
zu hohen Streböffnung ausgehenden Streböffnungsregulierung näher beschrieben werden.
Dabei sind die einzelnen Schnittfelder der Gewinnungsmaschine 22 in Abbaurichtung
mit fortlaufenden arabischen Ziffern 1...8 bezeichnet. Die obere Schnittlinie der
oberen Walze ist mit der durchgehenden Linie 37 angedeutet, entsprechend die untere
Schnittlinie der unteren Walze mit der durchgehenden Linie 38. Die Hangendkappe 13
und die Bodenkufe 11 des zugehörigen Schildausbaugestells 10 sind ebenfalls in Form
von durchgehenden Linien angedeutet und mit den zugehörigen Bezugszeichen bezeichnet.
[0031] Wie sich zunächst aus Figur 6a ergibt, ist der bisherige Verlauf der Schneidarbeit
in den ohne Ziffern angedeuteten Schnittfeldern links des ersten Schnittfeldes 1 dargestellt,
bei welchen die Schnittlinie 38 der unteren Walze die Ebene für das Gleiten der Bodenkufe
11 vorgibt. Es ist erkennbar, dass die obere Schnittlinie 37 von Schnittfeld zu Schnittfeld
leicht schwankt, dass aber die Hangendkappe 13 deutlich oberhalb der oberen Schnittlinie
37 steht, so dass die Schildhöhe größer bemessen ist als die Schnitthöhe. Es kann
angenommen werden, dass die Ausgangshöhe für die Schildhöhe 31 3,0m beträgt, während
eine Sollhöhe für die Streböffnung von nur 2,30m eingehalten werden soll. In dem aus
Figur 6a ersichtlichen Schnittfeld 1 ist erkennbar, dass zur Erreichung des Regelzieles
ein Oberschnitt für die untere Walze angesteuert und ausgeführt worden ist, so dass
die untere Schnittlinie 38 gegenüber dem Ausgangszustand angehoben ist. Die obere
Schnittlinie 37 ist unverändert. In dem in Figur 6b dargestellten Schnittfeld 2 hat
das System die Durchführung eines weiteren Oberschnittes an der unteren Walze (Schnittlinie
38) veranlasst. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass die Bodenkufe 11 ihre Lage noch
nicht geändert hat, weil die Bodenkufe 11 immer noch auf dem ursprünglich hergestellten
Liegendniveau fährt.
[0032] Bei dem für Figur 6c maßgeblichen Schnittfeld 3 hat das System erkannt, dass die
jetzt gewonnene Schnitthöhe der Sollhöhe für die Streböffnung entspricht, so dass
im Schnittfeld 3 ein Neutralschnitt mit einer unveränderten Schnitthöhe durchgeführt
wird. Dies gilt entsprechend dann auch für die in den Figuren 6d bis 6h dargestellten
weiteren Schnittfelder 4 bis 8. Hinsichtlich der Reaktion des Schildausbaugestells
10 ist anzumerken, dass die Bodenkufe 11 die im Schnittfeld 1 freigeschnittene Stufe
erst bei Verhieb von Schnittfeld 5 erreicht und somit eine Kletterbewegung beginnt,
die sich bis zum Schnittfeld 8 fortsetzt. Im Schnittfeld 8 hat die vordere Spitze
der Bodenkufe 11 das neue Liegendniveau erreicht und schwenkt mit bei Durchschreiten
der nächstliegenden Schnittfelder erst auf die Sollhöhe ein. Der vorstehende Ablauf
kann anhand der Überwachung der Neigungsstellung von Gewinnungsmaschine und deren
Schnitthöhe sowie der Neigungsstellung der Bauteile des Schildausbaugestells 10 beobachtet
und gesteuert werden.
[0033] Ein vergleichbarer Bewegungsablauf vollzieht sich, wenn ausgehend von einer zunächst
zu niedrigen Schildhöhe die Streböffnung vergrößert werden soll. Auch hier beginnt
die Steuerung mit einer Vergrößerung der Schnittehöhe der Gewinnungsmaschine durch
Hinzunahme eines Unterschnittes bei der unteren Walze, so dass die Bodenkufe des Schildausbaugestells
bei im gleichen Niveau gehaltener Hangendkappe eine Tauchbewegung in den von der Gewinnungsmaschine
vorgegebenen Liegendeinschnitt einführt, bis das neue Schneidniveau auch für die Schreitbewegungen
des Schildausbaus erreicht ist.
[0034] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentansprüchen, der Zusammenfassung und
der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln
als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung
in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
1. Verfahren zu einer automatischen Herstellung einer definierten Streböffnung bei einen
Strebförderer (20), wenigstens eine Gewinnungsmaschine (22) sowie einen hydraulischen
Schildausbau aufweisenden Strebbetrieben im untertägigen Steinkohlenbergbau, bei welchem
mittels an wenigstens drei der vier Hauptbauteile jedes Schildausbaugestells (10)
wie Bodenkufe (11), Bruchschild (14), Traglenkern (16) und bruchseitigem Bereich der
Hangendkappe (13) angebrachter Neigungssensoren (17) die Neigung der Schildbauteile
gegen die Horizontale ermittelt und aus den gemessenen Daten in einer Rechnereinheit
durch Vergleich mit den darin abgelegten, die geometrische Ausrichtung der Bauteile
und deren Bewegung während des Schreitens definierenden Basisdaten die jeweils bankrechte
Schildhöhe (31) des Schildausbaugestells (10) berechnet wird, und bei welchem ferner
mittels an der Gewinnungsmaschine (22) angebrachter Sensoren (27) die Schnitthöhe
(32) der Gewinnungsmaschine (22) als Streböffnung erfasst wird, wobei die entsprechenden
Datensätze für jeden von einem zugeordneten Schildausbaugestell (10) durchschrittenen
Abschnitt des Strebbetriebs gespeichert und im Sinne einer orts-synchronen Auswertung
an einem Abschnitt des Strebbetriebs die Schnitthöhe (32) der Gewinnungsmaschine (22)
mit der Schildhöhe (31) des Schildausbaugestells (10) abgeglichen wird, wenn das mit
einer zeitlichen Verzögerung nacheilende Schildausbaugestell (10) die Stelle erreicht,
auf die sich die dem Vergleich mit der Schildhöhe (31) zugrunde liegende Schnitthöhe
(32) der Gewinnungsmaschine (22) bezieht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die gespeicherten Datensätze für Schnitthöhen
(32) und Schildhöhen (31) im Sinne einer zeitsynchronen Auswertung für einen Abschnitt
des Strebbetriebes zum gleichen Zeitpunkt miteinander abgeglichen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem für einen einzelnen Strebbetrieb anhand
der Lagerstättendaten sowie der Maschinendaten der eingesetzten Strebausrüstung eine
Sollhöhe für die Schildhöhe (31) der Schildausbaugestelle (10) vorgegeben wird und
bei Abweichungen der ermittelten Ist-Schildhöhe von der Soll-Schildhöhe eine automatische
Steuerung der Schnitthöhe (32) der Gewinnungsmaschine (22) zur Einstellung der Soll-Schildhöhe
erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem die Schnitthöhe (32) der Gewinnungsmaschine
(22) durch Veränderung des Oberschnitts an einer der Walzen (23, 24) eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem die Schnitthöhe (32) der Gewinnungsmaschine
(22) durch Veränderung des Unterschnittes einer der Walzen (23, 24) eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem bei Unterschreiten des Wertes
für die Schnitthöhe (32) durch die Schildhöhe (31) die eingetretene Konvergenz ermittelt
und die Konvergenz durch Erhöhung des Unterschnitts kompensiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei welchem im Falle von geplanten Betriebsstillständen
die Streböffnung um das Maß einer über die Dauer des Betriebsstillstandes zu erwartenden
Konvergenz vergrößert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem am Strebförderer und/oder
an der Gewinnungsmaschine jeweils ein Neigungssensor angeordnet ist und der Neigungswinkel
von Strebförderer und Gewinnungsmaschine im Abbaurichtung ermittelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem ein aufgrund der in Abbaurichtung gemessener
Neigungswinkel von Strebförderer und Gewinnungsmaschine berechneter Differenzwinkel
zwischen der Bodenkufe des Schildausbaugestells und Förderer bzw. Gewinnungsmaschine
in die Berechnung der von der Gewinnungsmaschine zu schneidenden Streböffnung einbezogen
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem ein aufgrund der in Abbaurichtung gemessenen
Neigungswinkel von Strebförderer (20) und/oder Gewinnungsmaschine (22) berechneter
Differenzwinkel (45) zwischen der Hangendkappe (13) des Schildausbaugestells (10)
und Förderer (20) oder Gewinnungsmaschine (22) in die Berechnung der von der Gewinnungsmaschine
(22) zu schneidenden Streböffnung einbezogen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei welchem über die Ermittlung der Neigung
der Hangendkappe (13) der Schildausbaugestelle (10) in Abbaurichtung der Verlauf von
Mulden und/oder Sätteln in Abbaurichtung festgestellt und über die festgestellten
Änderungen der Neigung der Hangendkappe (13) über einen vorgegebenen Zeitraum die
Änderung der Streböffnung voraus berechnet und die Steuerung der Schneidarbeit der
Gewinnungsmaschine (22) entsprechend eingestellt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem über die Ermittlung der Neigung
der einzelnen Schildausbaugestelle (10) quer zur Abbaurichtung der Verlauf von Mulden
und/oder Sätteln in Verhiebsrichtung der Gewinnungsmaschine (22) festgestellt und
die Gewinnungsmaschine (22) in ihrem Schneidverhalten so gesteuert wird, daß die Walzen
(23, 24) dem festgestellten Verlauf der Mulden/oder Sättel folgen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei welchem als Neigungssensoren (17)
Beschleunigungssensoren eingesetzt werden, die über die Abweichung von der Erdbeschleunigung
die Winkelstellung des Beschleunigungssensors im Raum erfassen.
14. Verfahren nach Anspruch 14, bei welchem zur Ausschaltung von durch die Schwingungen
der eingesetzten Bauteile verursachten Fehlern die von dem Beschleunigungssensoren
ermittelten Messwerte mittels eines geeigneten Dämpfungsverfahrens überprüft und korrigiert
werden.
1. A method for controlling a longwall mining operation, comprising a face conveyor (20),
at least one extraction machine (22), and a hydraulic shield support, in underground
coal mining, wherein, using inclination sensors (17) attached to at least three of
the four main components of each shield support frame (10), such as floor skid (11),
gob shield (14), support connection rods (16), and gob-side area of the top canopy
(13), the inclination of the shield components to the horizontal is ascertained and,
from the measured data in a computer unit by comparison with the base data stored
therein, which defines the geometric orientation of the components and their movement
during the stepping, the particular shield height (31) perpendicular to the bed of
the shield support frame (10) is calculated, and, furthermore, using sensors (27)
attached to the extraction machine (22), the cutting height (32) of the extraction
machine (22) is acquired as the face opening, the corresponding data sets for each
section of the longwall operation which an assigned shield support frame (10) passes
through being stored and, in terms of a location-synchronous analysis on a section
of the longwall operation, the cutting height (32) of the extraction machine (22)
being compared to the shield height (31) of the shield support frame (10), when the
shield support frame (10), which trails with a time delay, has reached the position
to which the cutting height (32) of the extraction machine (22) relates, on which
the comparison to the shield height (31) is based.
2. The method according to claim 1, wherein the stored data sets for cutting heights
(32) and shield height (31) are compared to one another in terms of a time-synchronous
analysis for a section of the longwall operation at the same moment.
3. The method according to Claim 1 or 2, wherein a target height for the shield height
(31) of the shield support frames (10) is specified for an individual longwall operation
on the basis of the mineral deposit data and the machine data of the employed longwall
equipment, and in the event of deviations of the ascertained actual shield height
from the target shield height, an automatic control of the cutting height (32) of
the extraction machine (22) is performed to set the target shield height.
4. The method according to Claim 3, wherein the cutting height (32) of the extraction
machine (22) is established by changing the top cut on one of the discs (23, 24).
5. The method according to Claim 3, wherein the cutting height (32) of the extraction
machine (22) is set by changing the bottom cut of one of the discs (23, 24).
6. The method according to one of Claims 1 through 5, wherein, if the shield height (31)
falls below the value for the cutting height (32), the occurring convergence is ascertained
and the convergence is compensated for by increasing the bottom cut.
7. The method according to Claim 6, wherein, in case of planned operating shutdowns,
the face opening is enlarged by the amount of a convergence to be expected over the
duration of the operating shutdown.
8. The method according to one of claims 1 through 7, wherein an inclination sensor is
situated in each case on the face conveyor and/or on the extraction machine, and the
angle of inclination of face conveyor and extraction machine in the mining direction
is ascertained.
9. The method according to Claim 8, wherein a differential angle between the floor skid
of the shield support frame and face conveyor or extraction machine, which is calculated
on the basis of the angle of inclination of face longwall conveyor and extraction
machine measured in the mining direction, is incorporated in the calculation of the
face opening to be cut by the extraction machine.
10. The method according to Claim 8, wherein a differential angle (45) between the top
canopy (13) of the shield support frame (10) and face conveyor (20) or extraction
machine (22), which is calculated on the basis of the angle of inclination of face
conveyor (20) and/or extraction machine (22) measured in the mining direction, is
incorporated in the calculation of the face opening to be cut by the extraction machine
(22).
11. The method according to one of Claims 1 through 10, wherein the course of troughs
and/or saddles in the mining direction is established via the ascertainment of inclination
of the top canopy (13) of the shield support frames (10) in the mining direction and
the change of the face opening is predicted via the established changes of the inclination
of the top canopy (13) over a predefined period of time and the control of the cutting
work of the extraction machine (22) is set accordingly.
12. The method according to one of Claims 1 through 11, wherein the course of troughs
and/or saddles in the extraction direction of the extraction machine (22) is established
via the ascertainment of inclination of the individual shield support frames (10)
transversely to the mining direction, and the extraction machine (22) is controlled
in its cutting behavior so that the discs 123, 24) follow the established course of
the troughs and/or saddles.
13. The method according to one of Claims 1 through 12, wherein acceleration sensors are
used as the inclination sensors (17), which detect the angle of the acceleration sensor
in space via the deviation from the Earth's gravity.
14. The method according to Claim 14, wherein the measured values ascertained by the acceleration
sensor are checked and corrected using a suitable damping method to eliminate errors
caused by the vibrations of the components used.
1. Procédé servant à pratiquer de manière automatique une ouverture de taille définie
dans le cas d'équipements de taille comprenant un convoyeur de taille (20), au moins
une machine d'abattage (22) ainsi qu'un soutènement hydraulique à bouclier dans l'exploitation
de mines de charbon souterraines, dans le cadre duquel on détermine, au moyen de capteurs
d'inclinaison (17) Installés au niveau au moins de trois des quatre composants principaux
de chaque châssis de soutènement à bouclier (10) tels que la semelle (11), le bouclier
de rupture (14), des bras porteurs (16) et au niveau de la zone côté rupture du chapeau
(13), l'inclinaison des composants de bouclier par rapport à l'horizontale et où on
calcule, à partir des données mesurées, dans une unité de calcul, par comparaison
avec les données de base mémorisées dans cette dernière, définissant l'orientation
géométrique des composants et leur déplacement au cours du mouvement d'avance, la
hauteur de bouclier (31) respectivement perpendiculaire à la stratification du châssis
de soutènement à bouclier (10), et dans le cadre duquel on détecte en outre, en tant
qu'ouverture de taille, au moyen de capteurs (27) installés au niveau de la machine
d'abattage (22), la hauteur de coupe (32) de la machine d'abattage (22), sachant que
les jeux de données correspondants pour chaque partie de l'équipement de taille, franchie
par un châssis de soutènement à bouclier (10) sont mémorisés et où la hauteur de coupe
(32) de la machine d'abattage (22) est mise en regard avec la hauteur de bouclier
(31) du châssis de soutènement à bouclier (10) au sens d'une analyse synchrone spatialement,
lorsque le châssis de soutènement à bouclier (10) déphasé en arrière avec un décalage
temporel atteint l'emplacement, auquel se réfère la hauteur de coupe (32), à la base
de la comparaison avec la hauteur de bouclier (31), de la machine d'abattage (22).
2. Procédé selon la revendication 1, dans le cadre duquel les jeux de données mémorisés
pour des hauteurs de coupe (32) et des hauteurs de bouclier (31) sont mis en regard
les uns des autres, au même moment, au sens d'une analyse synchrone dans le temps
pour une partie des équipements de taille.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans le cadre duquel on prédéfinit pour un
équipement de taille Isolé, à l'aide des données relatives aux gisements ainsi que
des données relatives aux machines du matériel de taille utilisé, une hauteur théorique
pour la hauteur de bouclier (31) des châssis de soutènement à bouclier (10), et dans
le cadre duquel une commande automatique de la hauteur de coupe (32) de la machine
d'abattage (22) servant à ajuster la hauteur théorique de bouclier a lieu dans le
cas d'écarts entre la hauteur réelle de bouclier déterminée et la hauteur théorique
de bouclier.
4. Procédé selon la revendication 3, dans le cadre duquel la hauteur de coupe (32) de
la machine d'abattage (22) est ajustée par modification de la coupe supérieure au
niveau d'un des cylindres (23, 24).
5. Procédé selon la revendication 3, dans le cadre duquel la hauteur de coupe (32) de
la machine d'abattage (22) est ajustée par modification de la coupe inférieure d'un
des cylindres (23, 24).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans le cadre duquel on détermine
la convergence apparue dans le cas d'une valeur restant inférieure à la valeur pour
la hauteur de coupe (32) par la hauteur de bouclier (31) et où la convergence est
compensée par l'augmentation de la coupe inférieure.
7. Procédé selon la revendication 6, dans le cadre duquel, dans le cas d'arrêts d'exploitation
planifiés, on agrandit l'ouverture de taille de la mesure d'une convergence à attendre
sur la durée de l'arrêt d'exploitation.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans le cadre duquel respectivement
un capteur d'inclinaison est disposé au niveau du convoyeur de taille et/ou au niveau
de la machine d'abattage, et où l'ange d'inclinaison formé par le convoyeur de taille
et la machine d'abattage est déterminé dans le sens d'extraction.
9. Procédé selon la revendication 8, dans le cadre duquel un angle de différence, calculé
sur la base de l'angle d'inclinaison mesuré dans le sens d'extraction formé par le
convoyeur de taille et la machine d'abattage, entre le patin du châssis de soutènement
à bouclier et le convoyeur ou la machine d'abattage est Intégré dans le calcul de
l'ouverture de taille à découper par la machine d'abattage.
10. Procédé selon la revendication 8, dans le cadre duquel un angle de différence (45)
calculé sur la base des angles d'inclinaison mesurés dans le sens d'extraction formés
par le convoyeur de taille (20) et/ou la machine d'abattage (22), entre le chapeau
(13) du châssis de soutènement à bouclier (10) et le convoyeur (20) ou la machine
d'abattage (22) est intégré dans le calcul de l'ouverture de taille à découper par
la machine d'abattage (22).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, dans le cadre duquel on
constate, par l'intermédiaire de la détermination d'inclinaison du chapeau (13) du
châssis de soutènement à bouclier (10) dans le sens d'extraction, le contour des cavités
et/ou des selles dans le sens d'extraction et où on calcule à l'avance, par l'intermédiaire
des variations constatées de l'inclinaison du chapeau (13) sur un laps de temps prédéfini,
la variation de l'ouverture de taille et où on ajuste de manière correspondante la
commande de l'opération de découpe de la machine d'abattage (22).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, dans le cadre duquel on
constate par l'intermédiaire de la détermination de l'inclinaison des divers châssis
de soutènement à bouclier (10) de manière transversale par rapport au sens d'extraction,
le contour des cavités et/ou selles dans le sens d'enlevure de la machine d'abattage
(22) et où le comportement de coupe de la machine d'abattage (22) est commandé de
telle manière que les cylindres (23, 24) suivent le contour constaté des cavités et/ou
des selles.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, dans le cadre duquel on
utilise en tant que capteurs d'inclinaison (17) des capteurs d'accélération, lesquels
détectent, par l'intermédiaire de l'écart par rapport à l'accélération due à la gravité,
la position angulaire du capteur d'accélération dans l'espace.
14. Procédé selon la revendication 13, dans le cadre duquel on contrôle et on corrige,
au moyen d'un procédé d'affaiblissement approprié, les valeurs de mesure déterminées
par les capteurs d'accélération afin d'éliminer des erreurs provoquées par les oscillations
des composants utilisés.
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