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(11) |
EP 2 248 111 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2016 Patentblatt 2016/28 |
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Anmeldetag: 16.02.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/001064 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/106242 (03.09.2009 Gazette 2009/36) |
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WERTDOKUMENT MIT FÄLSCHUNGSSICHERUNG DURCH THERMOCHROME ANZEIGE
VALUABLE DOCUMENT WITH PROTECTION AGAINST FORGERY BY WAY OF THERMOCHROMIC INDICATOR
DOCUMENT DE VALEUR AVEC SÉCURITÉ CONTRE LA FALSIFICATION AU MOYEN D UN AFFICHAGE THERMOCHROME
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
27.02.2008 DE 102008011299
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.11.2010 Patentblatt 2010/45 |
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Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- REINER, Harald
81371 München (DE)
- MAYER, Karlheinz
88167 Grünenbach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 608 078 DE-A1- 19 941 295 US-B1- 6 369 793
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EP-A- 1 066 978 DE-A1-102006 001 487
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement, das mindestens eine thermochrome Farbschicht
aufweist. Die thermochrome Farbschicht überdeckt eine erste Information, so dass die
erste Information nicht erkennbar ist. Erst bei einer ersten Art von Wärmeeintrag
in die thermochrome Farbschicht ist die erste Information erkennbar.
[0002] Aus
EP 1320 836 A2 ist ein gattungsgemäßes Sicherheitselement bekannt, bei dem in oder an einem Wert-
und Sicherheitsdokument elektronische Bausteine in Form mindestens eines LCR-Schwingkreises
vorgesehen sind. Der LCR-Schwingkreis ist hierbei ein elektrischer Schwingkreis, bestehend
aus einer Spule mit der Induktivität L, einem Kondensator mit der Kapazität C und
einem ohmschen Widerstand R. Eine elektromagnetische Strahlungsquelle, beispielsweise
ein RFID-Lesegerät oder ein einfacher Sender, regt den LCR-Schwingkreis an, wobei
durch spezifische Verlustleistung Wärme produziert und direkt oder über eine spezifische
Indikatorreaktion ermittelt wird. Die spezifische Indikatorreaktion erfolgt beispielsweise
durch einen Farbwechsel einer thermochromen Farbschicht innerhalb und/ oder auf der
Oberfläche des Wert- und Sicherheitsdokumentes.
[0003] Dieses Sicherheitselement ist jedoch nicht als maschinenlesbares Merkmal geeignet.
Der Farbwechsel der thermochromen Farbschicht läuft derart langsam ab, dass er in
derzeit üblichen Banknotenbearbeitungsmaschinen mit Bearbeitungsgeschwindigkeiten
von bis zu 40 Banknoten pro Sekunde nicht anwendbar ist.
[0004] Besonders nachteilig ist jedoch, dass nicht unterschieden werden kann, ob die Erwärmung
bzw. der Farbumschlag durch Absorption der elektromagnetischen Strahlung über die
Antenne des RFID-Lesegerätes oder über anderweitige Erwärmung erfolgt. Eine derartige
anderweitige Erwärmung kann beispielsweise eine Wärmeleitung über die Hand, eine Strahlungsabsorption
einer Lampe oder eine erhöhte Umgebungstemperatur sein. Selbst wenn eine Wärmeleitung
über die Hand und eine erhöhte Umgebungstemperatur aufgrund z.B. einer Farbumschlagstemperatur
von z.B. +45°C ausgeschlossen werden kann, ist wegen kapazitiver Effekte, z.B. durch
Verschmutzung und der Art des "In-der-Hand-Haltens" des Sicherheitselementes, und
resistiver Effekte durch Verknitterung die genaue Resonanzfrequenz und damit die absorbierte
Energie des LCR-Schwingkreises nicht festlegbar. Damit ist die Erwärmung und der damit
verbundene Echtheitsnachweis unsicher.
[0005] Aus
DE 10 2006 001 487 A1 ist eine elektrisch steuerbare Anzeigevorrichtung zum Anzeigen einer darzustellenden
Struktur bekannt, bei der ein Eintrag von Wärme in eine thermochrome Schicht mittels
eines elektrischen Heizelements erfolgt. Dieses Heizelement wird durch eine strukturierte
Widerstandsschicht gebildet, die aus einer Vielzahl von separat ansteuerbaren Heizelementen
bestehen kann.
[0006] Aus
DE 199 41 295 A1 ist ein Wertgegenstand mit einem Sicherheitselement bekannt, wobei das Sicherheitselement
eine thermochrome Schicht aufweist. Das Sicherheitselement ist hierbei vollständig
auf der Oberfläche des Wertgegenstandes angeordnet. Des Weiteren ist die thermochrome
Schicht mit einer Effektschicht kombiniert, die visuell und/ oder maschinell prüfbare
Eigenschaften aufweist. Bei diesen Effektschichten kann es sich beispielsweise um
spezielle lumineszierende oder magnetische Stoffe handeln, die beispielsweise einer
Druckfarbe beigemischt werden.
[0007] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Sicherheitselement
derart weiterzubilden, dass die Nachteile des Standes der Technik behoben und der
Schutz gegenüber Fälschungen weiter erhöht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Erfindungsgemäß weist das Sicherheitselement einen elektrischen Schaltkreis auf,
der einen ohmschen Widerstand aufweist, wobei die thermochrome Farbschicht über dem
ohmschen Widerstand angeordnet ist. Des Weiteren ist über die thermochrome Farbschicht
eine optisch variable Farbschicht gedruckt ist, die polarisierende Flüssigkristallpigmente
aufweist.
[0010] Die thermochrome Farbschicht überdeckt zusätzlich zu der ersten Information eine
zweite Information. Auch die zweite Information ist in einem bestimmten Temperaturbereich
nicht erkennbar, beispielsweise bei der üblichen Umgebungstemperatur oder bei Raumtemperatur.
Erst wenn eine zweite Art von Wärmeeintrag, die bevorzugt von der ersten Art des Wärmeeintrages
verschieden ist, in die thermochrome Farbschicht erfolgt ist die zweite Information
erkennbar.
[0011] Somit erfolgt bei der ersten Art von Wärmeeintrag ein Farbumschlag in einer anderen
geometrischen Verteilung oder einem anderen geometrischen Muster als bei der zweiten
Art von Wärmeeintrag.
[0012] So ändert sich bei der ersten Art des Wärmeeintrages nur ein bestimmter Bereich innerhalb
der thermochromen Farbschicht, wobei dieser bestimmte Bereich besonders bevorzugt
in der geometrischen Form eines Musters, eines alphanumerischen Zeichens oder einer
Bildes ausgeführt ist. Die Kontur dieses bestimmten Bereiches bildet die erste Information.
[0013] Bei der zweiten Art von Wärmeeintrag, beispielsweise bei einer Erwärmung durch einen
Finger oder eine Lampe, ändert sich hingegen die gesamte Fläche der thermochromen
Farbschicht, die der Erwärmung ausgesetzt ist. Die zweite Information wird dabei entweder
durch die Umrisskontur der Fläche gebildet, die den Farbwechsel aufweist, oder zusätzlich
bei einem thermochromen Farbübergang von farbig nach farblos bzw. transparent durch
ein unter der thermochromen Farbschicht liegendes Druckbild. Dieses Druckbild ist
innerhalb der Kontur des erwärmenden Fingers bzw. Lichtkegels in Form eines Musters,
eines alphanumerischen Zeichens oder einer Bildes ausgeführt, beispielsweise als Anordnung
von "€"-Symbolen.
[0014] Die erste und zweite Information weisen bevorzugt einen unterschiedlichen Informationsgehalt
auf, wobei die erste und zweite Information direkt übereinander oder gegeneinander
verschoben angeordnet sein können. So kann beispielsweise die erste Information einen
Text oder eine Zahl darstellen, wohingegen die zweite Information eine farbige Fläche
mit ovaler Umrissform darstellt. Ein unterschiedlicher Informationsgehalt im Sinne
dieser Erfindung liegt auch vor, wenn die erste und zweite Information zwar denselben
Text, dieselbe Zahl, dasselbe Muster usw. darstellen, die jeweiligen Elemente jedoch
unterschiedliche Größen oder unterschiedliche Farben aufweisen oder gegeneinander
verdreht oder verschoben angeordnet sind.
[0015] Alternativ ist es auch möglich, dass die erste und zweite Information den gleichen
Informationsgehalt aufweisen. In diesem Fall müssen jedoch die erste und zweite Information
an unterschiedlichen Orten auf dem Sicherheitselement angeordnet sein bzw. dürfen
sich nur teilweise überlappen, da sonst die erste und zweite Information den gleichen
Informationsgehalt aufweisen würden. Beispielsweise stellt die erste und zweite Information
jeweils die Zahl "50" in gleicher Größe, gleicher Schriftart und gleicher Farbe dar,
sind jedoch mehr oder weniger gegeneinander verdreht oder verschoben angeordnet, so
dass sie nicht deckungsgleich bzw. nicht direkt übereinander angeordnet sind.
[0016] Zusätzlich zu der ersten und zweiten Information kann die thermochrome Farbschicht
mindestens eine weitere Information überdecken, die ebenfalls nicht erkennbar ist.
Diese weitere Information ist erst bei einer weiteren Art von Wärmeeintrag in die
thermochrome Farbschicht erkennbar, die von der ersten und zweiten Art der Wärmeeintrag
verschieden ist. Als besonderer Vorteil ergibt sich, dass drei oder mehr Informationen,
die entweder den gleichen Informationsgehalt an unterschiedlichen Orten oder unterschiedliche
Informationsgehalte aufweisen, in dem Sicherheitselement "versteckt" werden können,
wodurch der Fälschungsschutz weiter erhöht wird.
[0017] Die Erfindung umfasst sowohl ein Substrat mit einem Sicherheitselement als auch einen
Datenträger mit einem Substrat mit einem Sicherheitselement. Der Datenträger ist hierbei
insbesondere ein Wertdokument, wie beispielsweise eine Banknote, ein Wertpapier, eine
Kredit- oder Ausweiskarte, ein Pass, eine Urkunde und Ähnliches, ein Label, eine Verpackung
oder ein anderes Element für die Produktsicherung.
[0018] In einer alternativen Ausführungsform ist mindestens eine Information auf einer Seite
des Substrates und mindestens eine thermochrome Farbschicht auf der gegenüberliegenden
Seite des Substrates angeordnet. Der Wärmeübertrag erfolgt dabei durch das Substrat
oder Sicherheitselement hindurch.
[0019] Dies hat den Vorteil, dass ein potentieller Fälscher keinen Zusammenhang zwischen
der Information auf der einen Seite des Substrates und der thermochromen Farbschicht
auf der gegenüberliegenden Seite des Substrates erkennt, so dass sich der Fälschungsschutz
weiter erhöht. Dies insbesondere dann, wenn sowohl die Information als auch die thermochrome
Farbschicht in das Design des Sicherheitselementes oder des Datenträgers oder in ein
anderes Sicherheitselement integriert sind.
[0020] Besonders weist das Sicherheitselement mindestens einen elektrischen Schaltkreis
auf. Der elektrische Schaltkreis weist hierbei mindestens einen ohmschen Widerstand
auf, der in Form eines Musters, eines alphanumerischen Zeichens oder einer Bildes
ausgeführt ist, wobei die thermochrome Farbschicht den ohmschen Widerstand mindestens
teilweise überdeckt. Bei Einkopplung von elektrischer Energie in den elektrischen
Schaltkreis weisen somit nur die Bereiche der thermochromen Farbschicht einen Farbwechsel
auf, die über und unmittelbar neben dem ohmschen Widerstand angeordnet sind. Hierdurch
wird erreicht, dass innerhalb der thermochromen Farbschicht mindestens Teile des Musters,
des alphanumerischen Zeichens oder des Bildes des ohmschen Widerstandes erkennbar
sind.
[0021] Die ohmschen Widerstände haben somit die Aufgabe eines Heizelementes. Sie sind in
einer Matrixanordnung oder einer beliebigen Umrissform angeordnet, beispielsweise
in Form der Zahl "50", und mit der thermochromen Farbschicht überdruckt und somit
verborgen. Bei elektrischer Anregung erwärmen die ohmschen Widerstände die thermochrome
Farbschicht, so dass innerhalb der thermochromen Farbschicht eine andersfarbige oder
transparent ausgeformte Zahl "50" erscheint, die in ihrer Form und Fläche der durch
die ohmschen Widerstände geformten Zahl "50" entspricht.
[0022] Die elektrische Anregung erfolgt bei einer Ausführung des elektrischen Schaltkreises
als offener Schaltkreis durch direkten galvanischen Kontakt mit einer elektrischen
Energiequelle. Beispielsweise erfolgt dieser galvanische Kontakt durch einen Kontakt
zwischen einer Batterie und dem elektrischen Schaltkreis.
[0023] Bei einem geschlossenen elektrischen Schaltkreis in Form eines Schwingkreises oder
LCR-Schwingkreises erfolgt die elektrische Anregung bevorzugt kontaktlos über die
Einkopplung elektromagnetischer Strahlung und besonders bevorzugt über magnetisch-induktive
Kopplung eines Feldes im Radiofrequenzbereich (RF). Die Resonanzfrequenz des LCR-Schwingkreises
bzw. Arbeitsfrequenz der entsprechenden Sendeantenne liegt vorzugsweise im Bereich
von 1 MHz bis 1 GHz, vorzugsweise im Bereich von 5 MHz bis 30 MHz und besonders bevorzugt
im Bereich um 13,56 MHz oder um 27 MHz. Der Gesamtwiderstand des LCR-Schwingkreises
liegt bevorzugt im Bereich von 100 Ω bis 1 kΩ, besonders bevorzugt im Bereich von
150 Ω bis 500 Ω, wovon der Hauptanteil, bevorzugt mehr als 70 % und besonders bevorzugt
mehr als 90 %, auf die ohmschen Widerstände entfällt.
[0024] Die einzelnen Bauteile des elektrischen Schaltkreises, wie die Leiterbahnen, die
Spule, der Kondensator und die ohmschen Widerstände, werden bevorzugt drucktechnisch
hergestellt, d.h. auf das Substrat aufgedruckt. So lassen sich die gedruckten ohmschen
Widerstände beispielsweise wie folgt herstellen und dimensionieren:
- (a) durch leitfähige Farbe auf Basis von Kohlenstoff/Graphit, wobei die Einstellung
des erwünschten Widerstands über die Linienbreite, die Liniendichte, die Schichtdicke
oder die Länge der Leiterbahn der ohmschen Widerstände erfolgt,
- (b) durch leitfähige Polymere, z.B. PEDOT (Baytron® von H.C.Starck oder ORCACON® von
AGFA), wobei die Einstellung des erwünschten Widerstandswertes über die Linienbreite,
die Liniendichte oder die Schichtdicke der Leiterbahn der ohmschen Widerstände erfolgt,
- (c) durch stark verjüngte Leiterbahnen aus demselben niedrigohmigen Material, aus
dem auch andere Komponenten des Schaltkreises bestehen, wie beispielsweise Silber,
- (d) oder im Falle (a) und (b) anstelle eines Aufbaus aus diskreten Elementen aus Leiterbahnstegen
aus flächig gedruckten Elementen. Die Einstellung des erwünschten Widerstands erfolgt
hierbei über die Schichtdicke des Aufdrucks.
[0025] Anstelle einer direkten drucktechnischen Aufbringung auf das Substrat ist es auch
möglich den elektrischen Schaltkreis als Folienapplikation in Form eines Sicherheitsetiketts,
einem sogenannten Patch, oder Sicherheitsstreifens auszubilden und anschließend auf
ein Substrat zu übertragen.
[0026] Die einzelnen ohmschen Widerstände sind vorzugsweise parallel geschaltet. Besonders
bevorzugt werden die parallel geschalteten ohmschen Widerstände durch weitere in Reihe
geschalteter ohmscher Widerstände ergänzt, so dass sich durch diese Widerstände in
vorzugsweise verschiedener Größe und damit verschiedener Leistungsklasse zunächst
eine größere Bandbreite der Ansprechempfindlichkeit realisieren und auch visualisieren
lässt. Bei geeigneter Dimensionierung lässt sich dabei ein sowohl orts-, als auch
zeitaufgelöster Farbwechsel erreichen. So ergibt sich beispielsweise bei einer "kaskadenartigen"
Anordnung von in Reihe geschalteten ohmschen Widerständen mit von ohmschem Widerstand
zu ohmschem Widerstand abnehmendem Widerstandswert ein über die ohmschen Widerstände
"wandernder" Farbwechsel der thermochromen Farbschicht. Zunächst erwärmt sich der
erste ohmsche Widerstand, dann der nächste usw.
[0027] Die Auslösegeschwindigkeit eines Heizelements ist abhängig von seiner Fläche bzw.
der Wärmekapazität und dem ohmschen Widerstand und der Differenz zwischen der ihrer
Auslösetemperatur und der Umgebungstemperatur. So schlägt bei einem größeren Element
die Farbe langsamer um als bei einem kleineren; bei gleicher Fläche löst ein Element
mit großem ohmschen Widerstand schneller aus, als bei einem mit geringem Widerstand,
sofern die Elemente in Reihe geschaltet werden. Bei Parallelschaltung ist es umgekehrt.
Durch geeignetes Design lässt sich so ein Bewegungseffekt erzeugen.
[0028] Neben der beschriebenen geometrischen Differenzierung des Farbwechsels nach Anregung
und der zeitlichen Abfolge, besteht bei geeignetem Schichtaufbau auch die Möglichkeit
einer Differenzierung nach Temperatur bzw. Erwärmung. Dabei werden beispielsweise
zwei thermochrome Farbschichten, die das gleiche oder verschiedene Muster aufweisen,
übereinander liegend auf den elektrischen Schaltkreis gedruckt, wobei die unten liegende
z.B. eine Übergangstemperatur von +50°C und die oben liegende z.B. von +25°C hat.
Bei einem angenommenen Farbwechsel der unten liegenden thermochromen Farbschicht von
grün zu blau und der oben liegenden thermochromen Farbschicht von schwarz zu farblos
ergibt sich somit bei thermischer Anregung durch einen Finger ein Farbwechsel von
schwarz zu grün und bei elektrischer Anregung mit einem größeren Energieeintrag von
schwarz zu blau. Bei Gemischen thermochromer Farben lassen sich derart auch zeitlich/
thermisch kontinuierliche Farbübergänge erzielen.
[0029] Wird anstelle des vorher erwähnten Umschlags von schwarz zu farblos eine Farbe mit
thermochromen Flüssigkristallpigmenten auf einem einfachen schwarzen Untergrund verwendet,
so erscheinen je nach aktueller Temperatur Regenbogenfarben. Durch Variation von Fläche
und Widerstand und deren gezielte Anordnung können so sich zeitlich verändernde farbige
Bilder/Muster erzeugt werden. Weitere Ausführungen hierzu sind in
DE 10 2006 016 048 angegeben.
[0030] Kommt eine im Grundzustand bei Raum- oder Umgebungstemperatur schwarze thermochrome
Farbe als oben liegende sichtbare Schicht zum Einsatz, so erfolgt vorteilhafterweise
eine zusätzlicher Überdruck einer polarisierenden Effektfarbe, wie sie in
DE 10243650 A1 oder
WO 2004028824 A2 beschrieben ist. Hierdurch wird einerseits die schwarze Fläche ästhetisch aufgelöst,
andererseits stellt die Polarisierung des reflektierten Lichtes eine zusätzliche Absicherung
dar.
[0031] Bei geeigneter Strukturierung ist es auch möglich, das Bild, Zeichen, Muster oder
dergleichen auch nach dem Drucken noch individuell zu bearbeiten bzw. zu ändern. Damit
ergibt sich die Möglichkeit, das erfindungsgemäße Merkmal mit einer anderen individuellen
Kennung, z.B. einer Zifferung, zu verbinden. Als Beispiel sei eine Ziffer in Form
einer üblichen 7-Segment-Anzeige beschrieben, über die vollflächig eine thermochrome
Schicht aufgebracht ist. In Grundzustand sind alle Segmente kontaktiert und mit dem
elektrischen Schaltkreis verbunden, so dass bei elektrischer Energieeinkopplung die
Ziffer 8 erscheint. Durch selektives Abtrennen einzelner Segmente lassen sich nun
auch alle anderen Ziffern von 0 bis 9 darstellen. Dies kann z.B. die Prüfziffer einer
herkömmlichen Bezifferung mittels Buchdruck- bzw. Hochdruck- oder Ink-Jet-Druckverfahren
oder Laser sein. Die Abtrennung der jeweiligen Segmente geschieht vorteilhaft mittels
eines Lasers durch Ablation kleiner Anschnitte an den Knotenpunkten der betreffenden
Leiterbahnen der 7-Segment-Anzeige.
[0032] Ein besonderer Vorteil der Erfindung ergibt sich, wenn in mittlerer Zukunft RFID-Etiketten
auch auf Einzelverpackungen im Einzelhandel zunehmend Verwendung finden wird. Damit
werden entsprechende RFID-Lesegeräte an Kassenterminals ebenso gängig sein, wie heutzutage
Barcode-Scanner oder UV-Lampen zur Echtheitserkennung von Banknoten. Unter Zuhilfenahme
dieser RFID-Lesegeräte lässt sich nun für Wertdokumente, die über das erfindungsgemäße
Sicherheitselement verfügen, eine neuartige Prüfung zur Echtheitserkennung realisieren.
Zusätzliche Attraktivität gewinnt dieses Merkmal, wenn zukünftig RFID-Leser auch in
Mobiltelefone integriert werden.
[0033] Für eine Maschinenlesbarkeit des erfindungsgemäßen Sicherheitselements werden alle
Banknoten eines Banknoten- bzw. Anlagestapels per Radiofrequenzeinstrahlung angeregt
und anschließend maschinell die thermochrome Farbveränderung jeder einzelnen Banknote
ausgewertet.
[0034] Anhand der nachfolgenden Ausführungsvarianten bzw. Beispiele und den ergänzenden
Figuren werden die Vorteile der Erfindung erläutert. Die beschriebenen Einzelmerkmale
und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele sind für sich genommen erfinderisch,
aber auch in Kombination erfinderisch. Die Beispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen
dar, auf die jedoch die Erfindung in keinerlei Weise beschränkt sein soll.
[0035] Des Weiteren sind die Darstellungen in den Figuren des besseren Verständnisses wegen
stark schematisiert und spiegeln nicht die realen Gegebenheiten wider. Insbesondere
entsprechen die in den Figuren gezeigten Proportionen nicht den in der Realität vorliegenden
Verhältnissen und dienen ausschließlich zur Verbesserung der Anschaulichkeit. Des
Weiteren sind die in den folgenden Beispielen beschriebenen Ausführungsformen der
besseren Verständlichkeit wegen auf die wesentlichen Kerninformationen reduziert.
Bei der praktischen Umsetzung können wesentlich komplexere Muster oder Bilder zur
Anwendung kommen.
[0036] Im Einzelnen zeigen die Figuren schematisch:
- Fig.1
- eine prinzipielle Darstellung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements und hierbei
in
Fig. 1a mit einer thermochromen Farbschicht im Grundzustand,
Fig.1b bei Berührung und Erwärmung der thermochromen Farbschicht mit einem Finger,
Fig. 1c bei großflächiger Erwärmung der thermochromen Farb schicht mit einer Lampe,
Fig.1d die thermochrome Farbschicht bei Anregung eines teil weise darunterliegenden
elektrischen Schaltkreises mit elektrischer Energie,
- Fig. 2
- eine Variante zur Ausführung aus Fig. 1, bei der unter der thermochromen Schicht eine
Information in Form von "€"-Symbolen aufgedruckt ist, und hierbei in
Fig. 2a bei Berührung und Erwärmung der thermochromen Farbschicht mit einem Finger,
Fig. 2b bei großflächiger Erwärmung der thermochromen Farb schicht mit einer Lampe,
- Fig. 3
- einen Aufbau eines offenen elektrischen Schaltkreises,
- Fig. 4
- einen Aufbau eines elektrischen Schwingkreises,
- Fig. 5
- eine Variante der Ausführung aus Fig. 4, wobei der gesamte ohmsche Widerstand aus
fünf in Reihe geschalteter Widerstände gebildet wird,
- Fig. 6
- einen Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements, das zusätzlich mit
einer optisch variablen Farbschicht überdruckt ist.
[0037] Fig.1 zeigt eine Banknote oder eine Chipkarte, die aus einem Substrat 1 besteht,
auf das eine thermochrome Farbschicht 2 in Form einer ovalen Fläche aufgebracht ist.
Im Grundzustand, d.h. bei Raum- oder Umgebungstemperatur, ist die thermochrome Farbschicht
2 opak und weist eine bestimmte Farbe auf, beispielsweise grün. Legt ein Betrachter
einen Finger auf die thermochrome Farbschicht 2, ändert gemäß Fig.1b der entsprechende
Bereich 3 seine Opazität und wird farblos, so dass das unter der thermochromen Farbschicht
2 liegende Substrat 1 sichtbar wird. Befindet sich auf dem Substrat 1 ein Aufdruck
in Form von mehreren "€"-Symbolen, werden gemäß Fig. 2a die im Bereich 3 angeordneten
"€"-Symbole 6 sichtbar. Wird die thermochrome Farbschicht 2 hingegen durch eine großflächige
Wärmequelle bestrahlt, wechselt der gesamte Bereich 4 der thermochromen Farbschicht
2 seine Opazität und wird farblos. Es ergibt sich eine transparente ovale Fläche,
in der gemäß Fig. 1c die Oberfläche des Substrates 1 bzw. gemäß Fig. 2b die in diesem
Bereich angeordneten "€"-Symbole 7 sichtbar werden.
[0038] Die Konturen des Bereiches 3 bzw. der Fläche 4 in Verbindung mit der Oberfläche des
unter der thermochromen Farbschicht 2 liegenden Substrates entsprechen hierbei der
erfindungsgemäßen zweiten Information.
[0039] Zusätzlich befinden sich entsprechend Fig. 3 und 4 unterhalb der thermochromen Farbschicht
2 ohmsche Widerstände eines elektrischen Schaltkreises, die in Form der Zahl "50"
angeordnet sind. Wird nun elektrische Energie in den elektrischen Schaltkreis eingekoppelt,
erwärmen sich die ohmschen Widerstände, so dass in einem Bereich 5 die thermochrome
Farbschicht 2 ihre Farbe von grün nach transparent wechselt. Somit erscheint innerhalb
der grünen thermochromen Farbschicht 2 ein transparenter Bereich 5 in Form der Zahl
"50".
[0040] Der Bereich 5 der thermochromen Farbschicht 2 entspricht hierbei der erfindungsgemäßen
ersten Information.
[0041] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des elektrischen Schaltkreises in Form eines offenen
Schaltkreises mit galvanischer Energieeinkopplung. Der elektrische Schaltkreis besteht
aus galvanischen Kontakten 10, Leiterbahnen 9 aus einem niedrigohmigen Material, beispielsweise
Silber, und ohmschen Widerständen Ri, deren Fläche 8 in Form der Zahl "50" ausgebildet
ist. Die ohmschen Widerstände Ri sind vollständig unterhalb der thermochromen Farbschicht
2 und mittig innerhalb der ovalen Umrissform angeordnet. Die galvanischen Kontakte
10 befinden sich hingegen nicht und die Leiterbahnen 9 nur teilweise unterhalb der
thermochromen Farbschicht 2.
[0042] Fig. 4 zeigt eine zu Fig. 3 alternative Ausführungsform, bei der der elektrische
Schaltkreis als elektrischer Schwingkreis 11 ausgebildet ist. Der elektrische Schwingkreis
besteht hierbei aus einer Spule mit der Induktivität L, einem Kondensator mit der
Kapazität C und ohmschen Widerständen Ri. Der Kondensator ist bevorzugt als zusätzliche
leitfähige Flächenelemente oder/ und als Hologramm-Patch ausgebildet, so dass der
Kondensator vorteilhaft als ein weiteres auf der Banknote befindliches Sicherheitselement
ausgebildet sein kann.
[0043] In Fig. 5 ist der Heizwiderstand als Reihenschaltung von fünf einzelnen ohmschen
Widerständen R1 bis R5 ausgebildet, wobei der Widerstandswert vom ohmschen Widerstand
R1 zum ohmschen Widerstand R5 hin ständig abnimmt, d.h. R1 > R2 > R3 > R4 > R5 (der
Widerstandswert des ohmschen Widerstandes R1 ist größer ist als derjenige des ohmschen
Widerstandes R2, der des ohmschen Widerstandes R2 größer ist als der des ohmschen
Widerstandes R3, der des ohmschen Widerstandes R3 größer ist als der des ohmschen
Widerstandes R4 und der des ohmschen Widerstandes R4 größer ist als der des ohmschen
Widerstandes R5). Die Widerstandswerte sind also kaskadenartig ausgebildet, so dass
sich bei Einkopplung von elektrischer Energie in den Stromkreis ein örtlich wandernder
Farbumschlag von R1 nach R2 nach R3 nach R4 nach R5 ergibt.
[0044] Fig. 6 zeigt eine von mehreren möglichen Varianten eines Schichtaufbaus eines erfindungsgemäßen
Sicherheitselements, das zusätzlich mit einer Farbschicht überdruckt ist. Hierbei
werden auf ein Substrat 12 Leiterbahnen 13 gedruckt, die aus einem niederohmig leitfähigen
Material, beispielsweise Silber, bestehen. Auf die Leiterbahnen 13 wird eine Schicht
14 mit mittlerer Leitfähigkeit gedruckt, beispielsweise eine Graphitfarbe. Die Leiterbahnen
13 und die Schicht 14 bilden den ohmschen Widerstand mit den entsprechenden elektrischen
Anschlüssen.
[0045] Bei Beibehaltung der Funktion des Sicherheitselements kann beispielsweise die Schichtfolge
der Leiterbahnen 13 und der Schicht 14 getauscht werden.
[0046] Der ohmsche Widerstand wird mit einer thermochromen Farbschicht 2 überdruckt, die
beispielsweise einen Farbwechsel von schwarz nach farblos bzw. transparent aufweist.
Abschließend wird über die thermochrome Farbschicht eine optisch variable Farbschicht
15 gedruckt. Die optisch variable Farbschicht 15 beinhaltet beispielsweise polarisierende
Flüssigkristallpigmente, so dass die schwarze Fläche optisch aufgewertet wird und
aufgrund der Polarisation des reflektierten Lichtes eine zusätzliche Absicherung gegeben
ist.
1. Sicherheitselement, das mindestens eine thermochrome Farbschicht (2) aufweist, wobei
die thermochrome Farbschicht (2) eine erste Information (5), die durch eine Kontur
eines Bereiches innerhalb der thermochromen Farbschicht (2) gebildet wird, überdeckt,
so dass die erste Information (5) nicht erkennbar ist, wobei die erste Information
(5) bei einer ersten Art von Wärmeeintrag in die thermochrome Farbschicht (2) erkennbar
ist, wobei die thermochrome Farbschicht (2) zusätzlich eine zweite Information (3,
4) überdeckt, die durch die Umrisskontur der Fläche, die den Farbwechsel aufweist,
oder bei einem thermochromen Farbübergang von farbig nach farblos bzw. transparent
durch ein unter der thermochromen Farbschicht (2) liegendes Druckbild gebildet wird,
so dass die zweite Information (3,4) nicht erkennbar ist, wobei die zweite Information
(3, 4) bei einer zweiten Art von Wärmeeintrag in die thermochrome Farbschicht (2)
erkennbar ist, wobei die zweite Art von Wärmeeintrag von der ersten Art von Wärmeeintrag
verschieden ist und bei der ersten Art von Wärmeeintrag ein Farbumschlag in einer
anderen geometrischen Verteilung oder einem anderen geometrischen Muster erfolgt als
bei der zweiten Art von Wärmeeintrag, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement einen elektrischen Schaltkreis aufweist, der einen ohmschen
Widerstand (13,14) aufweist, wobei die thermochrome Farbschicht (2) über dem ohmschen
Widerstand (13,14) angeordnet ist, und wobei über die thermochrome Farbschicht (2)
eine optisch variable Farbschicht (15) gedruckt ist, die polarisierende Flüssigkristallpigmente
aufweist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (5) und zweite (3,4) Information einen unterschiedlichen Informationsgehalt
aufweisen.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (5) und zweite (3,4) Information den gleichen Informationsgehalt aufweisen
und an unterschiedlichen Orten auf dem Sicherheitselement angeordnet sind.
4. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (5) und/oder zweite (3, 4) Information in Form eines Musters, eines alphanumerischen
Zeichens oder einer Bildes ausgeführt ist.
5. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die thermochrome Farbschicht (2) mindestens eine weitere Information überdeckt, so
dass die weitere Information nicht erkennbar ist, wobei die weitere Information bei
einer weiteren Art von Wärmeeintrag in die thermochrome Farbschicht (2) erkennbar
ist, die von der ersten und zweiten Art des Wärmeeintrages verschieden ist.
6. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement mindestens einen elektrischen Schaltkreis aufweist, wobei
- der elektrische Schaltkreis mindestens einen ohmschen Widerstand (Ri) aufweist,
der in der geometrischen Form eines Musters, eines alphanumerischen Zeichens oder
einer Bildes ausgeführt ist,
- die thermochrome Farbschicht (2) den ohmschen Widerstand mindestens teilweise überdeckt,
so dass
- bei Einkopplung von elektrischer Energie in den elektrischen Schaltkreis nur die
Bereiche der thermochromen Farbschicht (2) einen Farbwechsel aufweisen, die über und
unmittelbar neben dem ohmschen Widerstand (Ri) angeordnet sind, so dass innerhalb
der thermochromen Farbschicht (2) mindestens Teile des Musters, des alphanumerischen
Zeichens oder des Bildes des ohmschen Widerstandes (Ri) erkennbar sind.
7. Sicherheitselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Schaltkreis offen ist und die Einkopplung von elektrischer Energie
in den elektrischen Schaltkreis galvanisch erfolgt.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Schaltkreis geschlossen ist und die Einkopplung von elektrischer
Energie in den elektrischen Schaltkreis über elektromagnetische Strahlung oder über
magnetisch-induktive Kopplung erfolgt.
9. Sicherheitselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Schaltkreis ein elektrischer Schwingkreis (11), bevorzugt ein LCR-Schwingkreis,
ist.
10. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement auf einem Substrat (1) angeordnet ist.
11. Sicherheitselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Information auf einer Seite des Substrates (1) und mindestens eine
thermochrome Farbschicht (2) auf der gegenüberliegenden Seite des Substrates (1) angeordnet
ist.
12. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die thermochrome Farbschicht (2) in Form eines Musters, eines alphanumerischen Zeichens
oder einer Bildes ausgeführt ist.
13. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Information (3, 4) auf das Sicherheitselement aufgedruckt ist.
14. Sicherheitselement nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Art des Wärmeeintrages durch Körperwärme, bevorzugt durch einen Finger
oder die Hand eines Benutzers, oder durch eine großflächige Wärmequelle, beispielsweise
eine Lampe oder einen Heizstrahler, erfolgt.
1. A security element having at least one thermochromic ink layer (2), wherein the thermochromic
ink layer (2) covers a first information item (5) formed by a contour of a region
within the thermochromic ink layer (2), such that the first information item (5) is
not recognizable, wherein the first information item (5) is recognizable upon a first
type of heat input into the thermochromic ink layer (2), wherein the thermochromic
ink layer (2) additionally covers a second information item (3, 4) formed by the outline
contour of the surface having the color change, or formed upon a thermochromic color
transition from colored to colorless or transparent by a printed image disposed underneath
the thermochromic ink layer (2), such that the second information item (3, 4) is not
recognizable, wherein the second information item (3, 4) is recognizable upon a second
type of heat input into the thermochromic ink layer (2), wherein the second type of
heat input differs from the first type of heat input, and upon the first type of heat
input a color shift takes place in a different geometric distribution or a different
geometric pattern than upon the second type of heat input, characterized in that the security element has an electrical circuit having an ohmic resistor (13, 14),
wherein the thermochromic ink layer (2) is arranged above the ohmic resistor (13,
14), and wherein above the thermochromic ink layer (2) an optically variable ink layer
(15) is printed which has polarizing liquid crystal pigments.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the first (5) and the second (3, 4) information item have a different information
content.
3. The security element according to claim 1, characterized in that the first (5) and second (3, 4) information item have the same information content
and are arranged in different places on the security element.
4. The security element according to any of the preceding claims, characterized in that the first (5) and/or second (3, 4) information item is executed in the form of a
pattern, an alphanumeric character or an image.
5. The security element according to any of the preceding claims, characterized in that the thermochromic ink layer (2) covers at least one further information item, such
that the further information item is not recognizable, wherein the further information
item is recognizable upon a further type of heat input into the thermochromic ink
layer (2), said type of heat input being different from the first and second type
of heat input.
6. The security element according to any of the preceding claims,
characterized in that the security element has at least one electrical circuit, wherein
- the electrical circuit has at least one ohmic resistor (Ri) executed in the geometric
form of a pattern, an alphanumeric character or an image,
- the thermochromic ink layer (2) covers the ohmic resistor at least partially, such
that
- upon coupling in of electrical energy into the electrical circuit only those regions
of the thermochromic ink layer (2) have a color change which are arranged above and
immediately next to the ohmic resistor (Ri), such that within the thermochromic ink
layer (2) at least parts of the pattern, of the alphanumeric character or of the image
of the ohmic resistor (Ri) are recognizable.
7. The security element according to claim 6, characterized in that the electrical circuit is open and the coupling in of electrical energy into the
electrical circuit takes place galvanically.
8. The security element according to claim 6, characterized in that the electrical circuit is closed and the coupling in of electrical energy into the
electrical circuit takes place via electromagnetic radiation or via magnetic-inductive
coupling.
9. The security element according to claim 8, characterized in that the electrical circuit is an electrical oscillating circuit (11), preferably an LCR
oscillating circuit.
10. The security element according to any of the preceding claims, characterized in that the security element is arranged on a substrate (1).
11. The security element according to claim 10, characterized in that at least one information item is arranged on one side of the substrate (1) and at
least one thermochromic ink layer (2) is arranged on the opposite side of the substrate
(1).
12. The security element according to any of the preceding claims, characterized in that the thermochromic ink layer (2) is executed in the form of a pattern, an alphanumeric
character or an image.
13. The security element according to any of the preceding claims, characterized in that the second information item (3, 4) is printed onto the security element.
14. The security element according to any of the preceding claims, characterized in that the second type of heat input takes place by body heat, preferably by a finger or
the hand of a user, or by a large-area heat source, for example a lamp or a radiant
heater.
1. Élément de sécurité comportant au moins une couche d'encre (2) thermochromique, la
couche d'encre (2) thermochromique recouvrant une première information (5) constituée
par un contour d'une zone à l'intérieur de la couche d'encre (2) thermochromique,
de telle sorte que la première information (5) n'est pas reconnaissable, la première
information (5) étant reconnaissable dans le cas d'une première sorte d'apport de
chaleur dans la couche d'encre (2) thermochromique, la couche d'encre (2) thermochromique
recouvrant en outre une deuxième information (3, 4) constituée par le contour de profil
de la surface présentant le changement de couleur ou bien, dans le cas d'une transition
thermochromique des couleurs de coloré à incolore ou transparent, par une image imprimée
se trouvant sous la couche d'encre (2) thermochromique, de telle sorte que la deuxième
information (3, 4) n'est pas reconnaissable, la deuxième information (3, 4) étant
reconnaissable dans le cas d'une deuxième sorte d'apport de chaleur dans la couche
d'encre (2) thermochromique, la deuxième sorte d'apport de chaleur étant différente
de la première sorte d'apport de chaleur, et, dans le cas de la première sorte d'apport
de chaleur, un virage de couleur ayant lieu dans une autre répartition géométrique
ou suivant un autre motif géométrique que dans le cas de la deuxième sorte d'apport
de chaleur, caractérisé en ce que l'élément de sécurité comporte un circuit électrique à résistance ohmique (13, 14),
la couche d'encre (2) thermochromique étant agencée au-dessus de la résistance ohmique
(13, 14), et, au-dessus de la couche d'encre (2) thermochromique, une couche d'encre
(15) optiquement variable comportant des pigments cristaux liquides polarisants étant
imprimée.
2. Élément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première (5) et deuxième information (3, 4) comportent un contenu d'information
différent.
3. Élément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première (5) et deuxième (3, 4) information comportent le même contenu d'information
et sont agencées à des endroits différents sur l'élément de sécurité.
4. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première (5) et/ou la deuxième (3, 4) information est réalisée sous forme d'un
motif, d'un caractère alphanumérique ou d'une image.
5. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'encre (2) thermochromique recouvre au moins une autre information, de
telle sorte que l'autre information n'est pas reconnaissable, l'autre information
étant reconnaissable dans le cas d'une autre sorte d'apport de chaleur, différente
de la première et de la deuxième sorte d'apport de chaleur, dans la couche d'encre
(2) thermochromique.
6. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de sécurité comporte au moins un circuit électrique, cependant que
- le circuit électrique présente au moins une résistance ohmique (Ri) réalisée dans
la forme géométrique d'un motif, d'un caractère alphanumérique ou d'une image,
- la couche d'encre (2) thermochromique recouvre au moins partiellement la résistance
ohmique, de sorte que,
- lors d'un couplage d'énergie électrique dans le circuit électrique, seules les zones
de la couche d'encre (2) thermochromique agencées au-dessus et juste à côté de la
résistance ohmique (Ri) présentent un changement de couleur, de telle sorte que, à
l'intérieur de la couche d'encre (2) thermochromique, au moins des parties du motif,
du caractère alphanumérique ou de l'image de la résistance ohmique (Ri) sont reconnaissables.
7. Élément de sécurité selon la revendication 6, caractérisé en ce que le circuit électrique est ouvert et que le couplage d'énergie électrique dans le
circuit électrique a lieu galvaniquement.
8. Élément de sécurité selon la revendication 6, caractérisé en ce que le circuit électrique est fermé et que le couplage d'énergie électrique dans le circuit
électrique a lieu par l'intermédiaire de rayonnement électromagnétique ou par l'intermédiaire
d'un couplage magnéto-inductif.
9. Élément de sécurité selon la revendication 8, caractérisé en ce que le circuit électrique est un circuit électrique oscillant (11), de préférence un
circuit oscillant LCR.
10. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est agencé sur un substrat (1).
11. Élément de sécurité selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moins une information est agencée sur une face du substrat (1) et au moins une
couche d'encre (2) thermochromique est agencée sur la face opposée du substrat (1)
12. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'encre (2) thermochromique est réalisée sous forme d'un motif, d'un caractère
alphanumérique ou d'une image.
13. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième information (3, 4) est imprimée sur l'élément de sécurité.
14. Élément de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième sorte d'apport de chaleur a lieu par chaleur corporelle, de préférence
par un doigt ou la main d'un utilisateur, ou par une source de chaleur de grande superficie,
par exemple une lampe ou un appareil de chauffage par rayonnement.
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