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(11) |
EP 2 248 596 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.02.2012 Patentblatt 2012/09 |
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Anmeldetag: 06.05.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
Arrangement for coating workpieces
Dispositif de revêtement de pièces usinées
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.11.2010 Patentblatt 2010/45 |
| (73) |
Patentinhaber: ABB AG |
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68309 Mannheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Waldorf, Thorsten
61231 Bad Nauheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Partner, Lothar et al |
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ABB AG
GF IP
Wallstadter Straße 59 68526 Ladenburg 68526 Ladenburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 506 819 GB-A- 706 600 US-A1- 2002 023 586
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DE-U1- 9 001 451 US-A- 5 656 085
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Beschichten von Werkstücken mit einer auf
Schienen entlang einer Verfahrachse bewegbaren Lackierkabine, mit zwei einander gegenüberliegenden
portalähnlichen Öffnungenund darin beiderseits der Verfahrachse angeordneten Sprühbeschichtungsvorrichtungen
sowie Vorratsbehältern für Beschichtungsmaterial.
[0002] Ein Lackierroboter führt einen Lackzerstäuber während des Beschichtungsvorganges
programmgemäß entlang eines vorgegebenen Bewegungspfades in einer vorgegebenen Geschwindigkeit
um das zu beschichtende Werkstück, wobei dem Lackzerstäuber üblicherweise für die
verschiedenen Abschnitte der Bewegungsbahn jeweilige Zerstäuberparameter vorgegeben
sind.
[0003] Üblicherweise verfügt ein Lackierroboter über sechs Bewegungsfreiheitsgrade und ist
in seinem Arbeitsbereich auf etwa einen Bereich von 2m bis 3m um seine Basis eingeschränkt.
Mit einem derartigen Roboter sind beispielsweise kleinere Werkstücke wie Stossfänger
von Automobilkarosserien ohne eine Relativbewegung von Roboterbasis zu Werkstück lackierbar.
Es sind aber durchaus auch Lackierroboter mit einer geringeren Anzahl an Bewegungsfreiheitsgraden
- beispielsweise drei - denkbar.
[0004] Zur Lackierung größerer Werkstücke, wie beispielsweise Automobilkarosserien, ist
es üblich, einen derartigen Roboter mit einem siebenten Freiheitsgrad der Bewegung
zu versehen, indem dieser auf einer ihm zugeordneten Verfahrschiene befestigt wird,
wobei zumeist alle sieben Bewegungsfreiheitsgrade komplett bei der Steuerung des Roboters
berücksichtigt werden. Ein derartiger Roboter ist nun entlang seiner Verfahrschiene,
welche im automobilen Bereich typischerweise eine Länge von 4m bis 10m aufweist, längs
des zu lackierenden Objektes verfahrbar.
[0005] Insbesondere bei langgestreckten Werkstücken resultiert eine entsprechende Länge
einer Verfahrschiene eines Roboters.
[0006] Bei der Beschichtung langgestreckter Werkstücke, wie beispielsweise Rotorblättern
von Windkraftanlagen, ist eine Verfahrbewegung des sehr langen Werkstückes während
des Beschichtungsvorganges möglichst zu vermeiden, um ansonsten auftretende Lackierfehler
sicher zu vermeiden. Beim Fertigungsprozess ist das Rotorblatt nämlich zumeist in
waagerechter Position einseitig am Rotorflansch befestigt, so dass jegliche Verfahrbewegung
des Rotorblattes dieses in Schwingungen versetzen, beispielsweise mit einer Amplitude
von mehr als +/- 250mm an dessen freiem nichteingespannten Ende, was einen Beschichtungsprozess
nahezu unmöglich macht.
[0007] Nachteilig an einer großen Länge einer Verfahrschiene einer Lackiervorrichtung von
beispielsweise 40m sind sowohl der hohe technische Aufwand zur Errichtung einer entsprechend
langen Lackierkabine mit Verfahrschiene als auch der aus der Länge der Kabine resultierende
Aufwand für ihre Belüftung. Bei einer allgemein üblichen Luftsinkgeschwindigkeit von
0,3m/s und einem Lackierkabinengrundriss von 50m x 6m ergibt sich beispielsweise ein
Bedarf von ca. 320000m
3 Luft pro Stunde, die zudem auch gefiltert und konditioniert werden muss.
[0008] Eine weitere Schwierigkeit bei der Lackierung von Rotorblättern besteht darin, dass
diese in ihrem Flanschbereich eine Breite von 4-5m und mehr aufweisen. Eine Lackierung
eines vorzugsweise waagerechten positionierten Rotorblattes erfolgt idealerweise quer
zu dessen Längsrichtung - also senkrecht - in parallelen Lackierbahnen.
[0009] Inhomogenitäten der Schichtdickenverteilung sind bei Rotorblättern von Windkraftanlagen
aus aerodynamischen Gründen unerwünscht. Zudem führen sie zu einem erhöhten Materialverbrauch,
weil trotz eventueller Inhomogenitäten in der Schichtdicke zu Schutzzwecken des Rotorblattes
stets eine Mindestschichtdicke gewährleistet sein muss, also eine erhöhte mittlere
Schichtdicke notwendig ist.
[0010] Bei einem Arbeitsradius eines Lackierroboters von 2,5 - 3m um seine Basis ist bei
geeigneter Positionierung des Lackierroboters gegenüber dem Rotorblatt eine Lackierbahn,
welche die Breite von 4-5m abdeckt, prinzipiell applizierbar, dies aber nur mit einem
Absetzvorgang. In einem derartigen Absetzvorgang ist eine Lackierbahn zweigeteilt
und der Zerstäuber wird nach Lackieren der ersten Lackierbahnhälfte an einer Unterbrechungsstelle
abgeschaltet. Der Lackierroboter bewegt sich bei abgeschaltetem Zerstäuber in eine
andere Position aus welcher der zweite Teil der Lackierbahn erreichbar ist, wobei
der Zerstäuber nach diesem sogenannten Umorientierungsvorgang wieder an der Unterbrechungsstelle
ansetzt. Dort wird der Zerstäuber wieder eingeschaltet und die Lackierung der zweiten
Lackierbahnhälfte erfolgt.
[0011] Aus der
US 5 656 085 A ist eine Farbsprühvorrichtung bekannt geworden, die für die Beschichtung eines Fahrzeugs
in einer Farbsprühkabine mit einem Farbsprüharm, einer Pumpe und einem Motor und Getriebe
zum Betrieb der Pumpe vorgesehen ist., wobei insbesondere der Antrieb einer ortsveränderlich
angeordneten Farbmittelpumpe im Vordergrund steht.
[0012] Die Farbsprühvorrichtung besitzt einen innerhalb der Farbsprühkabine vertikal beweglich
angeordneten Farbsprüharm, der an einem außerhalb der Farbsprühkabine befindlichen
Gerüst befestigt ist. Er weist an seinem freien Ende eine Sprühdüse auf. Die Pumpe
befindet sich auf dem horizontal oder vertikal bewegbaren Arm nahe einer Sprühdüse.
Der Antriebsmotor für die Pumpe befindet sich außerhalb der Farbsprühkabine und treibt
die Pumpe mittels eines mehrteiligen Triebstrang an.
[0013] Aus der
GB 706 600 A ist eine verfahrbare Sprühkabine bekannt, die speziell für die Sprühbeschichtung
von Eisenbahnwaggons vorgesehen ist. Dabei ist kann die Sprühkabine auf beiderseits
der Schienen für die Waggons angeordneten Schienen verfahren werden. Im Unterschied
zu früheren Sprühkabinen für derartige Schienenfahrzeuge mit Längen von etwa 20 m
bis etwa 50 m ist die darin offenbarte Sprühkabine mit einer Länge von etwa 2 bis
4 m deutlich kürzer gestaltet. Sie ist als Brückenportal ausgebildet, welches im geringen
Abstand der üblichen Außenkontur von Waggons folgt, und mit vertikal anhebbaren Plattformen
für das Beschichtungspersonal versehen, das heißt die Beschichtung der Waggons erfolgt
ausschließlich manuell mittels Druckluft per Sprühpistole, welche das Beschichtungsmaterial
aus auf der jeweiligen Plattform befindlichen Farbtanks entnimmt.
[0014] Nachteilig sind insbesondere eine Verschlechterung der Lackierqualität an der Unterbrechungsstelle
gegenüber einer durchgezogenen Bahn ohne Unterbrechungsstelle sowie der erhöhte Materialverbrauch.
[0015] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung
der eingangs genannten Art anzugeben, die die Beschichtung auch langgestreckter Werkstücke
bei hoher Schichtdickenhomogenität auf möglichst einfache Weise gestattet.
[0016] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung der eingangs genannten Art. Diese
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lackierkabine mit wenigstens einer darin angeordneten
Sprühbeschichtungsvorrichtung die als Lackierroboter vorgesehen ist, ausgestattet
ist, dass sie zusammen mit dem wenigstens einen Lackierroboter parallel zu einer Arbeitsfläche
längs der gedachten Achse bewegbar ist, wobei der wenigstens eine Lackierroboter mittels
wenigstens einer ersten Bewegungsvorrichtung relativ zur Lackierkabine senkrecht zur
Arbeitsfläche bewegbar ist.
[0017] In der erfindungsgemäßen Anordnung ist der wenigstens eine Lackierroboter mittels
wenigstens einer zweiten Bewegungsvorrichtung relativ zur Lackierkabine zusätzlich
quer zur gedachten Achse bewegbar. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass nicht für
jede Seite des Rotorblattes ein separater Lackierroboter vorzusehen ist, resultiert
aber auf der anderen Seite in einer sehr langen Lackierzeit, beispielsweise 60 - 80min,
wobei das selbe Rotorblatt mit zwei gegenüberliegenden Lackierrobotern in etwa der
halben Zeit zu lackieren ist. Daher ist diese Ausgestaltung insbesondere für Fabrikationsbetriebe
mit geringem Produktionsdurchsatz geeignet.
[0018] Zudem ist der wenigstens eine Lackierroboter mittels wenigstens einer dritten Bewegungsvorrichtung
relativ zur Lackierkabine zusätzlich längs der gedachten Achse bewegbar. Durch diesen
zusätzlichen Bewegungsfreiheitsgrad des Lackierroboters sind komplexere Bewegungen
möglich durch welche die Anzahl an Absetzvorgängen weiter reduzierbar ist. Zudem ist
die Gestaltung des Bewegungsprogramms vereinfacht.
[0019] Das zu lackierende Werkstück bzw. Rotorblatt ist waagerecht gelagert. Beim Lackiervorgang
wird die bewegbare Lackierkabine, welche kürzer ist als das Rotorblatt, längs der
Erstreckung des Rotorblattes bewegt, wobei das Rotorblatt - je nach aktueller Positionierung
der Lackierkabine - auf der einen Seite der Lackierkabine durch die eine portalähnliche
Öffnung hineinragt und aus der gegenüberliegenden portalähnliche Öffnung wieder hinausragt.
Die gedachte Achse korreliert hierbei im Wesentlichen mit der Längserstreckung des
zu lackierenden Rotorblattes.
[0020] Die Anordnung des bzw. der Lackierroboter auf einer jeweiligen Bewegungsvorrichtung,
welche die kompletten Lackierroboter auf und bewegen kann, ermöglicht in günstiger
Weise ein Durchziehen einer Lackierbahn über die gesamte Rotorblattbreite ohne Absetzvorgang
bzw. reduziert zumindest die Anzahl der benötigten Absetzvorgänge. Bei einem Hub einer
ersten Bewegungsvorrichtung von beispielsweise 2,5m und einem Arbeitsbereich des Lackierroboters
von +/-2,5m um seine Roboterbasis ergibt sich beispielsweise eine Höhe des resultierenden
Arbeitsbereiches von 7,5m längs der Drehachse der Roboterbasis und eine Höhe des Arbeitsbereiches
von 2,5m in einem Radius von 2,5m um die Drehachse der Roboterbasis.
[0021] Somit umschließt die Lackierkabine das zu lackierende Rotorblatt nur abschnittsweise
längs seiner Erstreckung, womit diese einerseits in vorteilhafter Weise kürzer und
damit vereinfacht ist. Andererseits ermöglicht eine Hubvorrichtung für einen Lackierroboter
eine effektive Vergrößerung von dessen Arbeitsbereich, womit Unterbrechungsstellen
in den parallelen Lackierbahnen überwiegend vermeidbar sind und die Qualität der Lackierung
gesteigert ist.
[0022] In einer Variante der Anordnung beträgt die Summe der Bewegungsfreiheitsgrade des
wenigstens einen Lackierroboters und der Bewegungsvorrichtungen, durch welche der
Lackierroboter relativ zur Lackierkabine bewegbar ist, wenigstens sechs. Dies ermöglicht
den am Lackierroboter befestigten Zerstäuber innerhalb des Arbeitsbereiches in jeder
beliebigen Orientierung zu bewegen.
[0023] In einer bevorzugten Anordnung weist der wenigstens eine Lackierroboter seinerseits
wenigstens sechs Bewegungsfreiheitsgrade auf. Die Bewegungsfreiheit des vom Lackierroboter
bewegten Zerstäubers wird dadurch in vorteilhafter Weise erhöht.
[0024] In einer weiteren Anordnung sind wenigstens zwei Lackierroboter mittels einer gemeinsamen
Bewegungsvorrichtung relativ zur Lackierkabine bewegbar. Dies ist beispielsweise bei
einer gemeinsamen ersten Bewegungsvorrichtung bzw. Hubvorrichtung für zwei auf derselben
Kabinenseite angeordnete Lackierroboter der Fall. Der konstruktive Aufwand der Anordnung
wird dadurch reduziert, was andererseits zu einer Einschränkung in der Bewegungsfreiheit
der Lackierroboter führt. Je nach Anwendungsfall ist diese Einschränkung aber unerheblich.
[0025] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Anordnung ist innerhalb der Lackierkabine
beiderseits der gedachten Achse jeweils wenigstens ein Lackierroboter angeordnet.
Somit kann jede Seite von einem zu lackierenden Rotorblatt je einem Roboter zugeordnet
werden. Der Aufbau der Anordnung sowie deren Programmierung wird dadurch vereinfacht.
[0026] In einer bevorzugten Variante der Anordnung ist die Lackierkabine auf wenigstens
zwei parallel zueinander angeordneten Fahrgestellen abgestützt und mit diesen gemeinsam
bewegbar. Dies ist beispielsweise mit durch auf Schienen geführten Metallrädern realisierbar.
Ein Bewegen der Lackierkabine ist dadurch besonders vereinfacht.
[0027] Entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Lackierkabine mit
einer Vorrichtung zur Zu- und/oder Abführung und/oder Reinigung von Luft versehen.
Die erzielbare Lackierqualität wird dadurch gesteigert sowie das Verschmutzungsrisiko
innerhalb der Lackierkabine reduziert.
[0028] In einer bevorzugten Anordnungsvariante ist die wenigstens eine portalähnliche Öffnung
durch Blendenelemente in ihrem Öffnungsquerschnitt veränderbar. Idealerweise ist der
Innenraum der Lackierkabine gegenüber dem Außenraum abgeschlossen um so Verschmutzungen
vorzubeugen und auch um eine möglichst hohe Lackierqualität zu gewährleisten.
[0029] Ein Rotorblatt verjüngt sich in seinem Querschnitt von seinem Flansch bis zur Spitze,
so dass die Öffnungsquerschnitte der portalähnlichen Öffnungen der Lackierkabine wenigstens
dem maximalen Querschnitt des zu lackierenden Rotorblattes entsprechen müssen. Somit
ergeben sich insbesondere bei Lackierung der Spitze eines Rotorblattes Bereiche, in
denen der Innenraum der Lackierkabine nicht gegenüber dem Außenraum verschlossen ist.
Durch Einsatz derartiger Blendenelemente ist die Größe derartiger Bereiche bedarfsweise
reduzierbar.
[0030] Ein ähnlicher Abdichtungseffekt ist erfindungsgemäß erzielbar indem ein Luftströmungsvorhang
entlang des Öffnungsquerschnittes wenigstens einer portalähnlichen Öffnung erzeugbar
ist.
[0031] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Anordnung sind die Bewegungsabläufe
des wenigstens einen Lackierroboters und wenigstens einer Bewegungsvorrichtung von
einer gemeinsamen Robotersteuerung vorgebbar. Eine Robotersteuerung ist eine Rechenvorrichtung,
welche den programmgemäß gewünschten Bewegungsablauf des Roboters in Ansteuerungssignale
der Antriebe der jeweiligen Bewegungsglieder des Roboters - z.B. Drehbewegung der
Roboterbasis oder eines Handgelenks - umsetzt.
[0032] Die wenigstens eine erfindungsgemäße erste Bewegungsvorrichtung, welche den Lackierroboter
selbst bewegt, wird entsprechend dieser Ausgestaltung zumindest teilweise ebenfalls
in den Bewegungsablauf des Lackierroboters einbezogen. Dies ermöglicht beispielsweise
eine koordinierte und kontinuierliche Bewegung der Bewegungsvorrichtung, welche zusammen
mit der Bewegung des Lackierroboters selbst zur gewünschten und programmgemäßen Bewegung
des am Roboter befestigten Zerstäubers führt. Der Bewegungsablauf ist auf diese Weise
flüssiger zu gestalten, was sowohl zu einer Zeitersparnis als auch zu einer verbesserten
Lackierqualität führt.
[0033] In einer bevorzugten Variante der Anordnung ist die Lackierkabine mittels eines Antriebs
- beispielsweise einem Elektromotor - bewegbar. Entsprechend einer weiteren Variante
der erfindungsgemäßen Anordnung sind die Kabinenbewegung und die Bewegungsabläufe
des wenigstens einen Lackierroboters von einer gemeinsamen Robotersteuerung vorgebbar,
was ebenfalls einen flüssigeren Bewegungsablauf ermöglicht.
[0034] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten sind den weiteren abhängigen Ansprüchen
zu entnehmen.
[0035] Anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung,
weitere Ausführungsformen und weitere Vorteile näher beschrieben werden.
[0036] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken,
- Fig. 2
- eine zweite exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken,
- Fig. 3
- eine dritte exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken und
- Fig. 4
- eine vierte und fünfte Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
[0037] Fig. 1 zeigt eine erste exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken in
einer Schnittansicht. Ein erstes Werkstück 34, ein Rotorblatt einer Windkraftanlage,
ragt durch eine erste portalähnliche Öffnung 14 in eine erste Lackierkabine 12. Diese
ist über mehrere Fahrgestelle bzw. Räder 38 auf parallelen Schienen 39 geführt, welche
sich auf einer Arbeitsfläche 20 befinden. Ein erster Lackierroboter 16, ein schematisch
dargestellter 6-Achs Roboter, ist über eine erste an einer Seitenwand der Lackierkabine
angebrachten Bewegungsvorrichtung 22 senkrecht bewegbar, wie mit dem Pfeil 26 angedeutet.
Die Bewegung der ersten Bewegungsvorrichtung 22 und die des ersten Lackierroboters
sind von einer gemeinsamen, nicht dargestellten, Robotersteuerung koordiniert. Am
Ende des Roboterarms ist ein erster Zerstäuber 30 angebracht, welcher das Rotorblatt
lackiert.
[0038] Der Zerstäuber 30 wird programmgemäß in parallelen mäanderförmigen senkrecht längs
der Oberfläche des Rotorblattes verlaufenden Lackierbahnen beschichtet. Hierbei führt
die erste Bewegungsvorrichtung periodische Auf- und Ab- Bewegungen durch, welche zusammen
mit den Bewegungen des ersten Lackierroboters 16 zur programmgemäßen Führung des Zerstäubers
30 längs der Lackierbahn führt.
[0039] Der Lackierroboter 16 ist programmgemäß für die Beschichtung der in der Fig. 1 linken
Seite des Rotorblattes 34 vorgesehen, während der spiegelbildlich auf der anderen
Seite vorgesehene zweite Lackierroboter 18, welcher von einer weiteren ersten Bewegungsvorrichtung
24 in Richtung des Pfeils 28 auf- und abbewegbar ist, für die Beschichtung der im
Bild dargestellten rechten Seite des Rotorblattes 34 vorgesehen ist. Zur Reduktion
der Verschmutzung der jeweiligen Roboter 16, 18 bzw. der zugehörigen Zerstäuber 30,
32 ist eine gegenläufige Bewegung der Roboter vorteilhaft, d.h. wenn der erste Zerstäuber
30 gerade an der Oberkante des Rotorblattes 34 befindlich ist, so ist der zweite Zerstäuber
32 gerade an der Unterkante der gegenüberliegenden Seite des Rotorblattes 34.
[0040] Im oberen Bereich der Lackierkabine 12 sind Vorrichtungen zur Zuführung von Luft
in die Lackierkabine vorgesehen, welche vorzugsweise gereinigt bzw. gefiltert ist,
um eine hohe Lackierqualität zu gewährleisten. Durch den so entstehenden leichten
Überdruck in der Lackierkabine 12 ist ein Einströmen von nicht gereinigter Luft in
durch den Zwischenraum zwischen Rotorblatt und portalähnlicher Öffnung 14 vorwiegend
reduziert.
[0041] Fig. 2 zeigt eine zweite exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
in einer Seitenansicht. Ein zweites zu lackierendes Werkstück 62, ebenfalls ein Rotorblatt
für eine Windkraftanlage, ragt durch eine zweite portalähnliche Öffnung 44 einer zweiten
Lackierkabine 42 in diese hinein und am gegenüberliegenden Ende durch die dritte portalähnliche
Öffnung 46 wieder hinaus. Das Rotorblatt 62 hat seinen Flansch in der Fig. auf der
linken Seite und ist dort mit einer Haltevorrichtung 70 befestigt. Das sich zur rechten
Seite hin verjüngende Rotorblatt 62 ist somit längs seiner gesamten Erstreckung längs
der gedachten Achse 60 waagerecht schwebend gehalten.
[0042] Die zweite Lackierkabine 42 ist auf Fahrgestellen bzw. Rädern 68 gelagert und parallel
zur zweiten Arbeitsfläche 64 längs der gedachten Achse 60 bewegbar, wie mit dem Pfeil
66 angedeutet. Vorzugsweise erfolgt diese Bewegung über einen elektrischen Antrieb.
Die Bewegung der Lackierkabine 42 ist sowohl kontinuierlich denkbar als auch in Intervallen.
In diesem letzten Beispiel erfolgt die Bewegung der Lackierkabine 42 in Intervallschritten,
welche in etwa der aktiven Länge einer dritten Bewegungsvorrichtung 56 entsprechen.
[0043] Mittels der dritten Bewegungsvorrichtung 56 ist eine Bewegung einer ersten Bewegungsvorrichtung
52 sowie eines auf dieser montierten dritten Roboters 48 ermöglicht, womit sich bei
einem 6-achsigen dritten Lackierroboter 48 in der Summe acht Bewegungsfreiheitsgrade
für den dritten Zerstäuber 50 ergeben. Somit ist es möglich, den Zerstäuber in verschiedensten
Auslenkungsvarianten der Bewegungsvorrichtungen 52, 56 und des Roboters in jeder Orientierung
in jeden gewünschten Punkt des Arbeitsbereiches relativ zur Lackierkabine 42 zu positionieren,
wofür theoretisch minimal 6 Bewegungsfreiheitsgrade notwendig sind. Diese Überredundanz
in der Bewegungsfreiheit ermöglicht eine höhere Freiheit in der Gestaltung des Bewegungsprogramms
und ermöglicht letztendlich ein Vermeiden von Unterbrechungsstellen.
[0044] Die Bewegungsrichtung der ersten Bewegungsvorrichtung 52 erfolgt - vergleichbar zu
Fig. 1 - in senkrechter Richtung 54, womit der Arbeitsbereich des auf ihr montierten
dritten Roboters 48 mit drittem Zerstäuber 50 erhöht ist. Dies hat insbesondere zur
Folge, dass Unterbrechungsstellen von senkrecht verlaufenden Lackierbahnen vermeidbar
sind oder aber auch, dass höhere Werkstücke 62 lackierbar sind.
[0045] Die dritte Bewegungsvorrichtung 56 ermöglicht insbesondere, auf einen kontinuierlichen
Vorschub der zweiten Lackierkabine 42 verzichten zu können, welcher in diesem Beispiel
als neunter Freiheitsgrad in der Bewegung zu interpretieren wäre. Dies erleichtert
die Steuerung des Antriebs der Lackierkabine 12, was aufgrund von deren Gewicht und
Größe, beispielsweise einer Länge von 9m, eine Breite von 6m und eine Höhe von 5,5m,
einen hohen Aufwand bedeutet. Die Lackierung des teilweise dargestellten Rotorblatts
62 erfolgt analog zu der Beschreibung von Fig. 1 in mäanderförmigen, Lackierbahnen
längs der Oberfläche des Rotorblattes 62 und quer zu der ersten gedachten Achse 60.
[0046] Fig. 3 zeigt eine dritte exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
in einer Draufsicht. Eine dritte Lackierkabine 82 ist auf nicht gezeigten Fahrgestellen
bzw. Rädern auf Schienen 104 geführt. Ein drittes Werkstück 102, ebenfalls ein Rotorblatt
einer Windkraftanlage, ragt längs einer zweiten gedachten Achse 100 durch eine vierte
portalähnliche Öffnung 110 in die dritte Lackierkabine 82 hinein und auf der gegenüberliegenden
Seite durch die fünfte portalähnliche Öffnung 112 heraus. Eine zweite Bewegungsvorrichtung
96 erstreckt sich im oberen Bereich der dritten Lackierkabine brückenähnlich zwischen
den beiden zur gedachten Achse parallel liegenden Seitenwänden der dritten Lackierkabine
82. Mit der zweiten Bewegungsvorrichtung ist längs einer Schwenkachse 92 ein Verfahren
einer schwenkbaren Bewegungsvorrichtung 88 ermöglicht, welche einen vierten Lackierroboter
84 trägt.
[0047] Mittels einer Schwenkbewegung 94 ist somit eine kreissegmentähnliche Bewegung des
vierten Lackierroboters 84 um die Schwenkachse 92 ermöglicht. Diese beinhaltet sowohl
eine senkrechte als auch eine waagerechte Komponente. Die zweite Bewegungsvorrichtung
96 ist ihrerseits mittels einer nicht gezeigten Bewegungsvorrichtung in Richtung des
Pfeils 98 längs der gedachten zweiten Achse 100 bewegbar. Der vierte Lackierroboter
ist längs der Linie 108 quer zur gedachten Achse auf die andere Seite der dritten
Lackierkabine verfahrbar, so dass in diesem Beispiel ein komplettes Rotorblatt beidseitig
von ein und demselben Lackierroboter 88 lackierbar ist. Die Position des vierten Lackierroboters
auf der anderen Kabinenseite bzw. die Position der den Roboter tragenden Schwenkvorrichtung
ist gestrichelt mit den Bezugszeichen 86 und 90 angedeutet. Der Lackierroboter ist
darüber hinaus mittels der Schwenkvorrichtung 88 auf die andere Seite der Schwenkachse
bewegt worden, so dass sich spiegelbildliche Verhältnisse zwischen Lackierroboter
88 und Rotorblatt 102 beiderseits des Rotorblattes einstellen. Dies ist für die Programmierung
des Lackierroboters vorteilhaft.
[0048] Fig. 4 zeigt eine vierte und eine fünfte exemplarische Anordnung zum Beschichten
von Werkstücken in einer Schnittansicht. Ein viertes Werkstück 126 bzw. ein Rotorblatt
ragt durch eine sechste portalähnliche Öffnung 124 in eine vierte Lackierkabine 122
hinein. Die Kabine befindet sich - aus der Fig. nicht ersichtlich - in der Mitte der
länglichen Erstreckung des Rotorblattes so dass sich ein geringerer Rotorblattquerschnitt
ergibt als am Rotorflansch. Um den Zwischenraum zwischen Rotorblatt und dem Querschnitt
der sechsten portalähnlichen Öffnung 124 zu reduzieren sind zwei erste bewegliche
Blendenelemente 128 vorgesehen.
[0049] In dem Bild rechts davon ist eine entsprechende fünfte Lackierkabine 132 gezeigt,
in welche durch eine siebte Öffnung 134 ein flanschseitiges Stück eines fünften Werkstückes
136 bzw. eines Rotorblattes hineinragt. Aufgrund des an dieser Stelle größeren Querschnittes
des Rotorblattes 136 sind die zwei zweiten beweglichen Blendenelemente weniger weit
in die portalähnliche Öffnung 134 hinein gefahren.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 10
- erste exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
- 12
- erste Lackierkabine
- 14
- erste portalähnliche Öffnung
- 16
- erster Lackierroboter
- 18
- zweiter Lackierroboter
- 20
- Arbeitsfläche
- 22
- erste Bewegungsvorrichtung
- 24
- zweite erste Bewegungsvorrichtung
- 26
- Bewegungsrichtung der ersten Bewegungsvorrichtung
- 28
- Bewegungsrichtung der zweiten ersten Bewegungsvorrichtung
- 30
- erster Zerstäuber
- 32
- zweiter Zerstäuber
- 34
- erstes Werkstück
- 36
- Vorrichtung zur Zuführung von Luft
- 38
- Fahrgestell mit Rad
- 39
- Schiene
- 40
- zweite exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
- 42
- zweite Lackierkabine
- 44
- zweite portalähnliche Öffnung
- 46
- dritte portalähnliche Öffnung
- 48
- dritter Lackierroboter
- 50
- dritter Zerstäuber
- 52
- dritte erste Bewegungsvorrichtung
- 54
- Bewegungsrichtung der dritten ersten Bewegungsvorrichtung
- 56
- dritte Bewegungsvorrichtung
- 58
- Bewegungsrichtung der dritten Bewegungsvorrichtung
- 60
- erste gedachte Achse
- 62
- zweites Werkstück
- 64
- Arbeitsfläche
- 66
- Bewegungsrichtung der Lackierkabine
- 68
- Fahrgestell mit Rad
- 70
- Haltevorrichtung für zweites Werkstück
- 80
- dritte exemplarische Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
- 82
- dritte Lackierkabine
- 84
- vierter Lackierroboter in erster Position
- 86
- vierter Lackierroboter in zweiter Position
- 88
- schwenkbare Bewegungsvorrichtung in erster Position
- 90
- schwenkbare Bewegungsvorrichtung in zweiter Position
- 92
- Schwenkachse
- 94
- Schwenkrichtung
- 96
- zweite Bewegungsvorrichtung
- 98
- Bewegungsrichtung der zweiten Bewegungsvorrichtung
- 100
- zweite gedachte Achse
- 102
- drittes Werkstück
- 104
- Schiene
- 106
- Bewegungsrichtung der dritten Lackierkabine
- 108
- Bewegungsrichtung der zweiten Bewegungsvorrichtung
- 110
- vierte portalähnliche Öffnung
- 112
- fünfte portalähnliche Öffnung
- 120
- vierte und fünfte Anordnung zum Beschichten von Werkstücken
- 122
- vierte Lackierkabine
- 124
- sechste portalähnliche Öffnung
- 126
- fünftes Werkstück
- 128
- erste Blendenelemente
- 132
- fünfte Lackierkabine
- 134
- siebte portalähnliche Öffnung
- 136
- sechstes Werkstück
- 138
- zweite Blendenelemente
1. Anordnung zum Beschichten von Werkstücken (34, 62, 102, 126, 136) mit einer Lackierkabine
(12, 42,82, 122, 132) welche zwei längs einer gedachten Achse (60, 100) einander gegenüberliegende
portalähnliche Öffnungen (14, 44, 46, 110, 112, 124, 134) aufweist, mit wenigstens
einem darin angeordneten Lackierroboter (16, 18, 48, 84, 86), wobei die Lackierkabine
(12, 42, 82, 122, 132) zusammen mit dem wenigstens einen Lackierroboter (18, 18, 48,
84, 86) parallel zu einer Arbeitsfläche (20, 64) mittels eines Antriebs längs der
gedachten Achse (60, 100) bewegbar (66, 108) ist und der wenigstens eine Lackierroboter
(16, 18, 48, 84, 86) mittels wenigstens einer ersten Bewegungsvorrichtung (22, 24,
52, 88, 90) relativ zur Lackierkabine (14, 44, 46, 110, 112, 124, 134) senkrecht zur
Arbeitsfläche (20,64) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Lackierroboter (16, 18, 48, 84, 86) mittels wenigstens einer zweiten
Bewegungsvorrichtung (96) relativ zur Lackierkabine (12, 42, 82, 122, 132) zusätzlich
quer (108) zur gedachten Achse (60, 100) bewegbar ist und mittels wenigstens einer
dritten Bewegungsvorrichtung (56, 88, 90) relativ zur Lackierkabine (12, 42, 82, 122,
132) zusätzlich längs (58) der gedachten Achse (60, 100) bewegbar.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Bewegungsfreiheitsgrade des wenigstens einen Lackierroboters (16, 18,
48, 84, 86) und der Bewegungsvorrichtungen (22, 24, 52, 56, 88, 90), durch welche
der Lackierroboter (16, 18, 48, 84, 86) relativ zur Lackierkabine (12, 42, 82, 122,
132) bewegbar ist, wenigstens sechs beträgt.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Lackierroboter (16, 18, 48, 84, 86) wenigstens sechs Bewegungsfreiheitsgrade
aufweist.
4. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Lackierroboter (16, 18, 48, 84, 86) mittels einer gemeinsamen Bewegungsvorrichtung
relativ zur Lackierkabine (12, 42, 82, 122, 132) bewegbar sind.
5. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Lackierkabine (12, 42, 82, 122, 132) beiderseits der gedachten Achse
(60, 100) jeweils wenigstens ein Lackierroboter (16, 18,48,84,86) angeordnet ist.
6. Anordnung nach einem der vorherigen Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackierkabine (12, 42, 82, 122, 132) auf wenigstens zwei parallel zueinander
angeordneten Fahrgestellen (38, 68) abgestützt und mit diesen gemeinsam bewegbar ist.
7. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackierkabine (12, 42, 82, 122, 132) mit einer Vorrichtung zur Zu- und/oder Abführung
und/oder Reinigung von Luft (36) versehen ist.
8. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luftströmungsvorhang entlang des Öffnungsquerschnittes wenigstens einer portalähnlichen
Öffnung (14, 44, 46, 110, 112, 124, 134) erzeugbar ist.
9. Anordnung nach einem der vorherigen Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsablaufe des wenigstens einen Lackierroboters (16, 18, 48, 84, 86) und
wenigstens einer Bewegungsvorrichtung (22, 24, 52, 56, 88, 90) von einer gemeinsamen
Robotersteuerung vorgebbar sind.
10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsabläufe des wenigstens einen Lackierroboters (16, 18, 48, 84, 86) und
die Bewegung der Lackierkabine (12, 42, 82, 122, 132) von einer gemeinsamen Robotersteuerung
vorgebbar sind.
11. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der portalähnlicher Öffnungen (14, 44, 46, 110, 112, 124, 134) durch
Blendenelemente (128, 138) in ihrem Öffnungsquerschnitt veränderbar ist,
1. Arrangement for coating workpieces (34, 62, 102, 126, 136), comprising a lacquering
cabin (12, 42, 82, 122, 132) which has two porchway-like openings (14, 44, 46, 110,
112, 124, 134) that lie opposite one another along an imaginary axis (60, 100), comprising
at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86) arranged therein, wherein a drive
can be used to move (66, 108) the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) together
with the at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86) parallel to a work surface
(20, 64) along the imaginary axis (60, 100), and the at least one lacquering robot
(16, 18, 48, 84, 86) can be moved by means of at least a first movement apparatus
(22, 24, 52, 88, 90) in relation to the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) perpendicular
to the work surface (20, 64),
characterized in that
the at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86) can additionally be moved by
means of at least a second movement apparatus (96) in relation to the lacquering cabin
(12, 42, 82, 122, 132) transversely (108) to the imaginary axis (60, 100), and can
additionally be moved by means of at least a third movement apparatus (56, 88, 90)
in relation to the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) along (58) the imaginary
axis (60, 100).
2. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the sum total of the degrees of freedom of movement of the at least one lacquering
robot (16, 18, 48, 84, 86) and of the movement apparatuses (22, 24, 52, 56, 88, 90)
by which the lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86) can be moved in relation to the
lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) is at least six.
3. Arrangement according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86) has at least six degrees of
freedom of movement.
4. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that at least two lacquering robots (16, 18, 48, 84, 86) can be moved by means of a common
movement apparatus in relation to the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132).
5. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86) is arranged within the lacquering
cabin (12, 42, 82, 122, 132) on each side of the imaginary axis (60, 100).
6. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) is supported on at least two carriages
(38, 68), which are arranged parallel to one another, and can be moved together therewith.
7. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) is provided with an apparatus for supplying
and/or carrying away and/or cleaning air (36).
8. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that an air-flow curtain can be generated along the opening cross section of at least
one porchway-like opening (14, 44, 46, 110, 112, 124, 134).
9. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the sequences of movement of the at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86)
and of at least one movement apparatus (22, 24, 52, 56, 88, 90) can be predefined
by a common robot control system.
10. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the sequences of movement of the at least one lacquering robot (16, 18, 48, 84, 86)
and the movement of the lacquering cabin (12, 42, 82, 122, 132) can be predefined
by a common robot control system.
11. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the opening cross section of at least one of the porchway-like openings (14, 44,
46, 110, 112, 124, 134) can be altered by shield elements (128, 138).
1. Dispositif de revêtement de pièces usinées (34, 62, 102, 126, 136) avec une cabine
de peinture (12, 42, 82, 122, 132) qui présente deux ouvertures en forme de portail
(14, 44, 46, 110, 112, 124, 134) opposées l'une à l'autre le long d'un axe virtuel
(60, 100), avec au moins un robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86) disposé dans celle-ci,
dans lequel la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132) peut être déplacée (66, 108)
de concert avec ledit au moins un robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86), au moyen
d'un entraînement, le long de l'axe virtuel (60, 100) parallèlement à une surface
de travail (20, 64), et ledit au moins un robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86) peut
être déplacé par rapport à la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132), perpendiculairement
à la surface de travail (20, 64), au moyen d'au moins un premier dispositif de déplacement
(22, 24, 52, 88, 90), caractérisé en ce que ledit au moins un robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86) peut en plus être déplacé
par rapport à la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132), transversalement (108)
à l'axe virtuel (60, 100), au moyen d'au moins un deuxième dispositif de déplacement
(96) et peut en outre être déplacé par rapport à la cabine de peinture (12, 42, 82,
122, 132), le long (58) de l'axe virtuel (60, 100) au moyen d'au moins un troisième
dispositif de déplacement (56, 88, 90).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la somme des degrés de liberté de déplacement dudit au moins un robot de peinture
(16, 18, 48, 84, 86) et des dispositifs de déplacement (22, 24, 52, 56, 88, 90), au
moyen desquels le robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86) peut être déplacé par rapport
à la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132), est au moins égale à six.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que ledit au moins un robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86) présente au moins six degrés
de liberté de déplacement.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux robots de peinture (16, 18, 48, 84, 86) peuvent être déplacés par rapport
à la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132) au moyen d'un dispositif de déplacement
commun.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un robot de peinture (16, 18, 48, 84, 86) est disposé respectivement de part
et d'autre de l'axe virtuel (60, 100) à l'intérieur de la cabine de peinture (12,
42, 82, 122, 132).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132) est supportée sur au moins deux trains
roulants (38, 68) disposés parallèlement l'un à l'autre et peut être déplacée en commun
avec ceux-ci.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132) est dotée d'un dispositif pour l'arrivée
et/ou l'évacuation et/ou l'épuration de l'air (36).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un rideau de circulation d'air peut être produit le long de la section transversale
d'ouverture d'au moins une ouverture en forme de portail (14, 44, 46, 110, 112, 124,
134).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le déroulement des déplacements dudit au moins un robot de peinture (16, 18, 48,
84, 86) et d'au moins un dispositif de déplacement (22, 24, 52, 56, 88, 90) peut être
prédéterminé par une commande de robot commune.
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le déroulement des déplacements dudit au moins un robot de peinture (16, 18, 48,
84, 86) et le déplacement de la cabine de peinture (12, 42, 82, 122, 132) peuvent
être prédéterminés par une commande de robot commune.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des ouvertures en forme de portail (14, 44, 46, 110, 112, 124, 134) peut
être modifiée au niveau de sa section transversale d'ouverture au moyen d'éléments
d'écran (128, 138).


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